{"id":25758,"date":"2015-04-17T16:38:12","date_gmt":"2015-04-17T14:38:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25758"},"modified":"2019-07-25T11:25:13","modified_gmt":"2019-07-25T09:25:13","slug":"der-jazz-trieb-uns-den-marschtritt-aus-dem-leib-krieg-und-nachkrieg-im-werk-von-dieter-wellershoff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25758","title":{"rendered":"Der Jazz trieb uns den Marschtritt aus dem Leib &#8211; Krieg und Nachkrieg im Werk von Dieter Wellershoff"},"content":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich des 70. Jahrestages des Zweiten Weltkriegsendes, der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft am 8. Mai 2015 werden wir wieder viele Beispiele einer salbungsvollen, abgehobenen <em>Erinnerungsrhetorik<\/em> erleben, wie sie bereits anl&auml;sslich des Gedenkens an das Entfachen des Ersten Weltkrieges und des Kriegsbeginns am 1. September 1939 zu vernehmen waren; gerade von denen, die heute geschichtsvergessen von einer neuen Verantwortung Deutschlands in der Welt fabulieren und dabei auch milit&auml;rische Optionen nicht ausschlie&szlig;en. Es mutet seltsam an, mit welcher Selbstverst&auml;ndlichkeit in der &Ouml;ffentlichkeit schon wieder Kriegsszenarien durchgespielt und damit die Errungenschaften der Entspannungspolitik mit dem Osten desavouiert werden.<br>\nIn dieser Situation kann es hilfreich sein, die deutsche Nachkriegsliteratur noch einmal in Erinnerung zu rufen, spiegelt sie doch wie kein anderes Medium das nationale Debakel und die desastr&ouml;se geistig-moralische Befindlichkeit der Bev&ouml;lkerung in der &bdquo;Stunde Null&ldquo; wider. Tr&uuml;mmer- und Kahlschlagsliteratur hat sie sich selbst genannt, womit sie zugleich auf die zerst&ouml;rten deutschen St&auml;dte reflektierte wie auf das Erfordernis, mit literarischen Traditionen zu brechen und aus dem Nichts etwas Neues zu schaffen. Der Schriftsteller Dieter Wellershoff (Jahrgang 1925) hat als junger Mann diesen Krieg erlebt und &uuml;berlebt, und es brauchte eine l&auml;ngere Zeit, bis er seine Erlebnisse verarbeiten konnte. Er war nicht einer der ersten, der dar&uuml;ber schrieb &ndash; daf&uuml;r war er 1945 auch zu jung; aber kaum ein anderer unter den deutschen Literaten hat dann so viel f&uuml;r die Aufarbeitung dieser Erfahrungen und f&uuml;r die Aufkl&auml;rung &uuml;ber das nationalsozialistische Regime geleistet wie er. Von <strong>Petra Frerichs<\/strong><br>\n<!--more--><br>\nDieter Wellershoff z&auml;hlt zu den bedeutendsten Schriftstellern Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg; gleichwohl reiht er sich selbst nicht in die &bdquo;Nachkriegsliteratur&ldquo; ein, wof&uuml;r er folgende Erkl&auml;rung abgibt:  <\/p><blockquote><p>Als ich &hellip; zu schreiben begann, war die Kriegsliteratur von &auml;lteren Autoren &ndash; B&ouml;ll, Bender, Richter, Andersch und Plivier &ndash; &hellip; bereits geschrieben, und es war nicht mehr m&ouml;glich, noch ein eigenes Kriegsbuch nachzureichen, obwohl die Erfahrungen meiner Altersgenossen, also der Jahrg&auml;nge, die im Nazireich aufgewachsen waren und mit 17 bis 19 Jahren in dessen milit&auml;rischen Zusammenbruch gerieten, ganz eigene Aspekte haben. Doch im Fahrplan der Nachkriegsliteraturgeschichte war der Zug abgefahren, als meine Generation auf den Bahnsteig kam. So blieb uns nichts anderes &uuml;brig, als die Erfahrungen in sich aufzuheben und vielleicht sogar zu vergessen. (&bdquo;Der Flug der Taube&ldquo;, Werkausgabe [WA] 3, 655)<\/p><\/blockquote><p>Sein &bdquo;Kriegsbuch&ldquo; wird Wellershoff erst f&uuml;nfzig Jahre nach Kriegsende schreiben: &bdquo;Der Ernstfall. Innenansichten des Krieges&ldquo; erscheint 1985. Doch bereits seit Ende der 1970er Jahre meldete er sich immer wieder zu Wort, wenn es um diesen Krieg ging und die bitteren Lehren, die er aus ihm gezogen hatte. In den Autobiographischen Schriften (WA 3) ist der gro&szlig;e, mehrteilige Essay mit dem Titel &bdquo;Die Arbeit des Lebens&ldquo; enthalten, der allein zwei Abhandlungen &uuml;ber seine Kriegs- und Nachkriegserfahrungen aufbewahrt: &bdquo;Deutschland &ndash; ein Schwebezustand&ldquo; (1978\/79) liest sich wie ein politisches und zeitgeschichtliches Verm&auml;chtnis, das er den nachfolgenden Generationen hinterl&auml;sst; bezeichnenderweise hat er diese Schrift seinen drei Kindern gewidmet. Und in &bdquo;Wohnungen, Umgebungen&ldquo; setzt sich Wellershoff auch mit der deutschen Nachkriegsliteratur, insbesondere Wolfgang Borchert, auseinander: wie er sie 1947 wahrnahm und schon bald sich davon distanzierte. Im Rahmen von Vortr&auml;gen, Gespr&auml;chen und Essays aus aktuellem Anlass (wie etwa zu den runden Jahrestagen des Kriegsendes oder auch zu der Ausstellung &bdquo;Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944&ldquo;, f&uuml;r die dem Kurator Hannes Heer vom Hamburger Institut f&uuml;r Sozialforschung die Carl-von-Ossietzky-Medaille verliehen wurde und Wellershoff die Laudatio hielt) zeigt sich Wellershoff immer wieder als ein profunder Zeitzeuge und Chronist, dessen Erfahrungen, Einsch&auml;tzungen und Urteilskraft nachgefragt  werden. [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Damit hat Wellershoff eine Sonderstellung unter den deutschen Schriftstellern der Nachkriegsepoche inne: Kaum ein anderer hat sich diesem Thema so lange und durchg&auml;ngig gewidmet wie er. Und kaum ein anderer hat das Miterlebt-Haben des Krieges zum Ausgangspunkt der politisch-historischen Analyse und Reflexion gemacht.  <\/p><p>Wellershoff hatte nichts zu verschweigen oder zu verdr&auml;ngen &ndash; wie etwa der vor wenigen Tagen verstorbene G&uuml;nter Grass, der erst nach Jahrzehnten seine Mitgliedschaft in der Waffen SS einger&auml;umt hatte; auch dazu hat Wellershoff Stellung genommen. Seine Kritik an Grass kulminiert in der Aussage, dessen Hauptproblem sei weniger &bdquo;das Verschwiegene&ldquo; als &bdquo;das dauernde Verschweigen selbst&ldquo;, und insofern sei der &bdquo;Fall Grass&ldquo; durchaus ein Exempel f&uuml;r die &bdquo;Energie der Verdr&auml;ngung und ihre verborgene Motivation&ldquo; (WA 3, 515f.; s.a. &bdquo;Bildbereinigung&ldquo;, WA 8, 909ff.).<br>\nWellershoffs relativ sp&auml;tes Schreiben &uuml;ber seine Kriegserfahrungen hatte mit seinem jungen Lebensalter in den ersten Nachkriegsjahren, also seiner Generationszugeh&ouml;rigkeit, wie auch damit zu tun, dass es in einem &bdquo;zweiten Anlauf&ldquo; des Schreibens &uuml;ber den Krieg eines &ouml;ffentlichen Interesses bedurfte, um wahrgenommen zu werden. <\/p><p>Aus dem Gespr&auml;ch mit Stephen Lebert und Norbert Thomma (2003) erf&auml;hrt man noch einen anderen interessanten Aspekt &uuml;ber das sp&auml;te Schreiben, der eher &auml;sthetische Fragen ber&uuml;hrt:<\/p><p><em>Sie haben Ihre Erinnerungen an den Krieg erst nach 50 Jahren aufgeschrieben. Wollten Sie nicht fr&uuml;her, konnten Sie nicht?<\/em><br>\n&bdquo;Beides. Ich bin aber froh, da&szlig; ich gleich nach dem Krieg nicht in der Lage war, ein Buch &uuml;ber den Krieg zu schreiben.&ldquo;<\/p><p><em>Warum?<\/em><br>\n&bdquo;Weil damals ein starker Konformit&auml;tsdruck herrschte. Man mu&szlig;te moralisierend schreiben. Mit gestellten, moralisierungsf&auml;higen, exemplarischen Situationen. Als ich 50 Jahre nach dem Krieg mein Buch &sbquo;Der Ernstfall&lsquo; schrieb, konnte ich ein ph&auml;nomenologisches Buch schreiben, ohne inszenierte Situationen, ohne Retuschen.&ldquo; (855)<\/p><p>Es mussten bei Dieter Wellershoff also mehrere Faktoren zusammenkommen, um &uuml;ber seine Kriegserfahrungen und -erinnerungen zu schreiben: Die Existenzweise als freier Schriftsteller, die er erst relativ sp&auml;t realisieren konnte; der pers&ouml;nliche Schreibimpuls [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] und die Gelegenheit, d.h. das Schreiben &bdquo;mit Aussicht auf Ver&ouml;ffentlichung&ldquo; vor dem Hintergrund &ouml;ffentlichen Interesses. Aus der Distanz zu schreiben brachte dann aber auch den Vorteil mit sich, die Form, in der er seine Erinnerungen festhalten wollte, frei w&auml;hlen zu k&ouml;nnen. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Wellershoffs kritisches Verh&auml;ltnis zur Nachkriegsliteratur l&auml;sst sich in der Werkausgabe am Beispiel von Wolfgang Borcherts St&uuml;ck &bdquo;Drau&szlig;en vor der T&uuml;r&ldquo; hinreichend nachvollziehen. So berichtet er von einem &bdquo;Erweckungserlebnis&ldquo;, als er zusammen mit Kommilitonen des Bautrupps (die zerst&ouml;rte Universit&auml;t in Bonn musste erst wieder aufgebaut werden) am 13. Februar 1947 &ndash; f&uuml;r ihn das &bdquo;Initiationsdatum der deutschen Nachkriegsliteratur&ldquo; &ndash; im Rundfunk dieses St&uuml;ck h&ouml;rte. <\/p><blockquote><p>Das St&uuml;ck &hellip; sprach auf eine bisher ungeh&ouml;rte, leidenschaftliche Weise von den Verheerungen des Krieges, von der Verlorenheit der &Uuml;berlebenden und von heimatloser Heimkehr. Es stellte den Alptraum eines Heimkehrers dar, der seinen Erinnerungen nicht entkommt und &uuml;berall vor verschlossenen T&uuml;ren steht, und der zum Schlu&szlig;, als er erwacht, die ins Leere verhallende Frage schreit, wozu er denn leben soll?<br>\n&hellip;<br>\nIch wei&szlig; noch, was ich empfunden habe: Es war eine Mischung aus erstauntem, befreitem Aufhorchen und leiser Besch&auml;mung. Dies war der erste Vertreter der Kriegsgeneration, der un&uuml;berh&ouml;rbar von seiner Erfahrung sprach, und das machte mir auf einmal deutlich, da&szlig;, verglichen mit dieser Stimme, alle anderen, auch ich, sprachlos dahinlebten. Jahrelang hatten wir auf den Ausdruck unserer Erfahrung verzichtet. Aus dieser Gewohnheit war schon eine L&auml;hmung geworden. Man konnte die Stummheit vielleicht als praktische Lebensbew&auml;ltigung zu rechtfertigen versuchen, aber sie war auch blind und angepa&szlig;t. Borchert r&uuml;ttelte mich daraus auf. Nicht so sehr durch das, was er sagte. Das glaubte ich nur oberfl&auml;chlich. In Wahrheit entsprach die todess&uuml;chtige Verzweiflung der Heimkehrerfigur &hellip; nicht meinem eigenen Lebensgef&uuml;hl. Doch der Impuls, mit dem Borchert sprach, elektrisierte mich. Ich wollte auch wieder schreiben.&ldquo; (&bdquo;Die Arbeit des Lebens&ldquo;, WA 3, 195f.)<\/p><\/blockquote><p>Borcherts St&uuml;ck und die Lekt&uuml;re seiner Kurzgeschichten motivierten den jungen Wellershoff zun&auml;chst zum Nacheifern. Doch nach eigenen Schreibversuchen hatte er erkannt, dass es das Falsche war. <em>Mein Vorbild erschien mir auf einmal als sentimentale Erbauungsliteratur am Rand des Kitsches.<\/em> (&bdquo;Der Flug der Taube&ldquo;, WA 3, 647)  Und in einem Interview anl&auml;sslich seines 80. Geburtstages spricht Wellershoff von Pathetisierung im Hinblick auf Borchert und generell das moralisierende Schreiben in der Nachkriegsliteratur, von der er sich kritisch absetzte. Nicht aber, ohne f&uuml;r die &bdquo;durchgehende Schw&auml;che&ldquo; der Nachkriegsliteratur eine objektivierende Erkl&auml;rung zu haben; so hei&szlig;t es im Essay &bdquo;Erinnerungsarbeit&ldquo;, wo Wellershoff sich u.a. mit Maxim Billers Aufsatz &bdquo;Unschuld mit Gr&uuml;nspan&ldquo; auseinandersetzt: <\/p><blockquote><p>Alle diese Romane, Erz&auml;hlungen und St&uuml;cke wurden geschrieben innerhalb eines von der historischen Situation vorgegebenen Distanzierungsprogramms, das unter dem Eindruck der Kriegsverbrechen und der Verheerungen des Krieges entstanden war und als ein kollektiver Konsens die Themen und Perspektiven der nun entstehenden Nachkriegsliteratur bestimmte. (WA 8, 766)<\/p><\/blockquote><p>Diesem Distanzierungsprozess war es Wellershoff zufolge geschuldet, dass &uuml;bertriebenes Pathos und <em>angestrengtes, didaktisch wirkendes Bem&uuml;hen der Autoren, ihre Erfahrungen ins Exemplarische und Symbolhafte zu &uuml;berh&ouml;hen<\/em> (ebd., 767), in die Texte einfloss, die Biller als <em>verf&auml;lschende Literarisierungen des Krieges, sentimentale Verlogenheit und Verzerrung der Wahrheit<\/em> kritisiert. <\/p><p>Was Wellershoff in den fr&uuml;hen Bonner Studienjahren hingegen interessierte und anzog, war etwas v&ouml;llig anderes, und das brachte ihn auch gleich in einen Gegensatz zu weiten Teilen der Nachkriegsliteraten: Heidegger und Sartre, die mit ihren philosophischen Kerngedanken die existentielle Lage vieler Kriegsheimkehrer beschrieben hatten, indem sie das <em>eigene Seink&ouml;nnen vor dem Hintergrund des Nichts, der Zuf&auml;lligkeit und des Todes<\/em> thematisieren; Freuds Psychoanalyse, die ihm eine neue Sicht des Lebens und des Menschen erschlie&szlig;t; Sartres Roman &bdquo;Der Ekel&ldquo; lenkt den Blick auf <em>krisenhafte Prozesse oder Momente chaotischer Orientierungsverluste<\/em> als Gegenstand literarischer Verarbeitung; Hamsun, Faulkner, Claude Simon oder der Nouveau Roman aus Frankreich bilden die Grundlage f&uuml;r eigene &auml;sthetische Entw&uuml;rfe. <\/p><blockquote><p>Erfahrungserweiterungen und Innovationen waren f&uuml;r mich immer Ereignisse von Krisen, in denen die Denkgewohnheiten ersch&uuml;ttert oder zerst&ouml;rt wurden, und die Darstellung solcher Vorg&auml;nge waren in meinen Augen die H&ouml;hepunkte der Literatur.<\/p><\/blockquote><p>Vorlieben wie diese bescherten Wellershoff immer wieder kontroverse Diskussionen mit Vertretern der literarischen und literaturwissenschaftlichen Profession (u.a. mit Max Bense), die ihn dazu veranlassten, seine Positionen auszuarbeiten und zu sch&auml;rfen. Die daraus entstandenen Essays &uuml;ber Literatur und das Schreiben bezeichnet er als seinen <em>pers&ouml;nlichen Anteil an einem allgemeinen Dilemma der deutschen Nachkriegsliteratur, die &hellip; nicht mehr auf unbefragten Traditionen und Selbstverst&auml;ndlichkeiten ruhte, sondern st&auml;ndig unter Legitimationszw&auml;ngen litt<\/em>. (WA 3, 647ff.)<\/p><p>Wiederholt bezeichnet Wellershoff die Bonner Jahre als seine &bdquo;Stunde Null&ldquo;, sehr wohl wissend, dass es sie historisch nicht gegeben hatte. <em>Doch hinsichtlich der Bildungsvoraussetzungen, mit denen ich im Fr&uuml;hjahr 1947 zu studieren begann, mu&szlig; ich diesen Begriff f&uuml;r mich in Anspruch nehmen.<\/em> (ebd.) W&auml;hrend gemeinhin die &bdquo;Stunde Null&ldquo; als Synonym f&uuml;r den Neubeginn steht, aber untrennbar auch f&uuml;r den Schlu&szlig;strich, das Vergessenwollen, das Verdr&auml;ngen und die Leugnung von (Mit-) Schuld, also eine Formel f&uuml;r tabula rasa, so keinesfalls bei Wellershoff. Wenn er von der &bdquo;Stunde Null&ldquo; spricht, dann bezeichnet er eine <em>motivierende, befreiende Ausgangssituation<\/em>, in der man <em>nichts Wesentliches mehr zu verlieren, aber alles zu gewinnen<\/em> hatte (WA 8, 501). Erlebt und aus der Distanz reflektiert hat er die fr&uuml;hen Jahre als Befreiung von Ohnmacht und Fremdbestimmung, und er sieht es als <\/p><blockquote><p>bleibendes existentielles Privileg an, den totalen Zusammenbruch eines Machtstaates und eines kollektiven Wahns hautnah &hellip; erlebt zu haben. Eine Befreiung, die die Erinnerung an eine einzigartige Menschenvernichtungsindustrie mit ihrer vielf&auml;ltig ver&auml;stelten Volksgemeinschaft aufbewahrt, abgestuft in die Planer und Befehlsgeber, die ausf&uuml;hrenden T&auml;ter und Mitt&auml;ter, die Nutznie&szlig;er, die schweigenden Mitwisser und die unz&auml;hligen Verdr&auml;nger, die das eine oder andere geh&ouml;rt und gesehen hatten und sich geh&uuml;tet haben, Fragen zu stellen (ebd. 491).<\/p><\/blockquote><p>Die <em>massenpsychologische Situation<\/em> dieser Zeit beschreibt Wellershoff als eine <em>diffuse<\/em>, in der sich Ressentiment und Unbelehrbarkeit mischten mit dem Gef&uuml;hl von L&auml;hmung; <em>dumpfer Fatalismus<\/em> gesellte sich zum Wunsch, alles hinter sich zu lassen und sich schnell zu arrangieren. Der Wiederaufbau ging einher mit Verdr&auml;ngung, und die <em>traditionellen Pathosbegriffe<\/em> wie <em>Heimat, Gemeinschaft oder Vaterland<\/em> wurden tabuisiert. Das sogenannte Wirtschaftswunder wurde erlebt als <em>Belohnung f&uuml;r Flei&szlig; und demokratisches Wohlverhalten<\/em>, wie ein <em>erworbenes Recht<\/em> auf Wohlstand &ndash; sinnf&auml;llig im <em>neuen Massenritual der j&auml;hrlichen Auslandsreise<\/em>. (ebd. 510f.) <\/p><p>Wenn Wellershoff &uuml;ber die Stunde Null als seine <em>zweite Geburt<\/em> im studentisch-intellektuellen Milieu seiner Bonner Jahre reflektiert, bringt er immer wieder die Existenzphilosophie als das passende Gedankengeb&auml;ude f&uuml;r diese historische Situation ins Spiel. Denn sie nimmt das <em>Nichts<\/em> zum Ausgangspunkt, und dieses <em>Nichts<\/em> war erfahrbar in den ersten Nachkriegsjahren. Auch ihr Freiheitsbegriff entsprach dieser Situation, wenn es emphatisch hie&szlig;, <em>da&szlig; der Mensch dank seiner Freiheit sich seine eigene Notwendigkeit erschaffen m&uuml;sse. Nach der Fremdbestimmung durch den totalit&auml;ren Staat und das Milit&auml;r wurden kritisches Denken und ein selbstbestimmtes Leben die f&uuml;r mich ma&szlig;gebenden Werte.<\/em> (WA 8, 1035f.)<\/p><blockquote><p>Man war nicht geborgen in einer vern&uuml;nftigen, wohlgeordneten Welt, nicht bei den allgemeinen Ideen, nicht im behaglichen b&uuml;rgerlichen Besitz, sondern in der Freiheit, die aus der Ber&uuml;hrung mit dem Tod entsprang. Das war die passende Philosophie f&uuml;r die Stunde Null, wie das Kriegsende von vielen genannt wurde. Obwohl es eine Stunde Null in der Geschichte niemals geben kann. Aber das wu&szlig;te man nicht. Man wollte einen Anfang haben, ganz blank und noch unbeschrieben von neuen T&auml;uschungen. Der Existentialismus war eine heroisierende, individualistische Variante eines Nullpunkt-Denkens und ein intellektuelles Nachgruseln nach dem kollektiven Totentanz.<\/p><\/blockquote><p>Und Wellershoff f&auml;hrt mit der Beschreibung des neuen Lebensgef&uuml;hls fort, das aus der F&uuml;lle des kulturellen Angebots zu sch&ouml;pfen begann: <\/p><blockquote><p>Keineswegs war die Stimmung depressiv, sondern trotz Hunger und Armut getragen von aufgestauter, nun endlich befreiter Lebenslust. Man konnte schlafen gehen ohne Angst und konnte sagen, was man dachte, und so konnte man auch zu denken beginnen. Es war eine Zeit t&auml;glicher Entdeckungen. Wir hatten in einem geistigen Vacuum, einer kulturellen Sperrzone gelebt, deren streng bewachte Grenzen endlich gefallen waren. Nun kam auf einmal alles auf uns zu: die moderne Literatur, die Kunst, die Philosophie, der internationale Film, das Theater und vor allem, als eine vitale Stimulierung, die uns eine neue Art &auml;u&szlig;erer und innerer Bewegung lehrte, der Jazz. Es war eine neue Zivilisation mit neuen Umgangsformen und Lebensreizen.<\/p><\/blockquote><p>Die Bedeutung des Jazz, der begeistert aufgenommen wurde, weil er <em>am besten unsere Freude ausdr&uuml;ckte, da&szlig; der Krieg vorbei war und wir lebten<\/em>, hatte auch eine motorische wie mentale Dimension: diese Musik <em>trieb uns den Marschtritt aus dem Leib<\/em>.   <\/p><p>Wellershoff z&auml;hlt sich zur skeptischen Generation, deren geistige Ausrichtung er wie folgt beschreibt: <\/p><blockquote><p>&sbquo;Ohne mich&lsquo; lautete die Formel der &Uuml;berlebenden, die damals in Deutschland die Uniform auszogen, um nie wieder eine anzuziehen, auch keine innere Uniform mehr, keine kollektiv verordnete Weltanschauung, keine Ideologie. Man hat sie sp&auml;ter die &sbquo;skeptische Generation&lsquo; genannt. Dennoch haben viele dieser Skeptiker noch einen letzten nationalen Traum gehegt: die Hoffnung auf ein neutralisiertes Deutschland, das &ndash; offen f&uuml;r die Welt &ndash; sich auf seine besten kulturellen Traditionen besinnen w&uuml;rde; auf seine Musik, seine Philosophie, seine Dichtung, auf all das, was f&uuml;r sie das wahre Deutschland bedeutete, das in den Jahren der Barbarei sein Gesicht verloren hatte und nun im Windschatten der Geschichte durch freiwilligen Machtverzicht wiedererstehen sollte als ein Land der Humanit&auml;t, des Friedens, der sublimen Innerlichkeit, in dem das alte b&uuml;rgerliche Kulturideal der &sbquo;Sch&ouml;nen Seele&lsquo; nun endlich kollektiv erbl&uuml;hen konnte.<br>\nStattdessen brach der Kalte Krieg zwischen den Siegerm&auml;chten aus. Restdeutschland wurde geteilt und je nach Einflu&szlig;bereich politisch, milit&auml;risch, wirtschaftlich und ideologisch in die gegnerischen Machtbl&ouml;cke integriert, und zwar hier wie dort mit besonderen Beweis- und Gehorsamspflichten, sozusagen als k&uuml;nftige Musterprovinzen der feindlichen Gro&szlig;reiche. (alle letzten Zitate aus: &bdquo;Die Arbeit des Lebens&ldquo;, WA 3, 102ff.)<\/p><\/blockquote><p>Aber auch aus dieser Ern&uuml;chterung heraus bewahrt Wellershoff die Erinnerung an das politische Bewusstsein der kritischen Intellektuellen aus jenen Jahren auf, n&auml;mlich Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen, von denen eine auf ein neutrales Deutschland abzielte. Wie gezeigt, hatte sich dieser Gedanke durch die Blockbildung faktisch zerschlagen. Welche Erfahrungen allerdings f&uuml;r immer pr&auml;gend sein werden, hat der Autor bei verschiedenen Gelegenheiten hervorgehoben: Die Erfahrung des Krieges ist ein <em>determinierender Hintergrund<\/em> seines Lebens geblieben; sein (&Uuml;ber-) Leben begreift er als Zufall und Geschenk; die Auseinandersetzung mit Informationen, Dokumenten, mit der <em>Wahrheit<\/em> des Grauens der NS-Herrschaft sieht er als pers&ouml;nliche Verpflichtung an; den Krieg der Alliierten als <em>hoch gerechtfertigt<\/em>; die Verbrechen in den Vernichtungslagern als historisch singul&auml;r; die Niederlage selbst hat Erkenntnischancen geboten, auch die f&uuml;r die falsche Sache gek&auml;mpft, die eigene <em>T&auml;uschbarkeit<\/em> erfahren zu haben und einem Irrtum erlegen zu sein, was ihn immunisiert hat gegen jegliche Ideologie und alles <em>Kollektive<\/em>; die Ablehnung von Anpassung zugunsten des <em>ausgehaltenen Widerspruchs<\/em> und der <em>entwickelten Differenz<\/em> als Wertorientierung im Rahmen einer demokratisch und rechtsstaatlich verfassten Gesellschaft, zu der auch der <em>Mut zur Wahrheit, zu abweichender Meinung, Kritik, Entschlossenheit, Entscheidungsf&auml;higkeit, Selbstbestimmung geh&ouml;ren<\/em>; und schlie&szlig;lich darf Wellershoff zufolge die kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit nicht zur <em>Erinnerungsrhetorik<\/em> verkommen.  <\/p><p>Wie man dieser entgeht, zeigt abschlie&szlig;end ein l&auml;ngeres Zitat, in welchem Wellershoff auf eindr&uuml;ckliche wie eindeutige Weise zur Frage der Schuld Stellung nimmt:<\/p><blockquote><p>Zum Massentrauma der v&ouml;lligen Niederlage kam bald danach das Entsetzen und die Besch&auml;mung &uuml;ber die Leichengruben der Vernichtungslager. Nun gab es keinen Einspruch mehr gegen die Annullierung der Nation, kein Recht mehr, auf das man sich noch berufen konnte. Alle, fast alle Deutschen hatten auf Seite der M&ouml;rder gek&auml;mpft, und so hatte sich die ganze Nation mit unertr&auml;glicher Schuld beladen. Nur wenn sie sich aufl&ouml;ste in 70 Millionen Individuen, konnten die meisten wohl nachweisen, da&szlig; sie nicht unmittelbar an den Verbrechen beteiligt waren. Alle Deutschen waren schuldig. Aber was hie&szlig; das schon, Deutscher zu sein? Man war Herr M&uuml;ller oder Schulze, ein kleiner Mitl&auml;ufer vielleicht, ein einfacher Soldat, m&ouml;glicherweise verwundet, Invalide, vertrieben oder ausgebombt, also auch ein Opfer.<br>\nDas war ein billiger Ausweg aus der Verstrickung in die Gesamtschuld. &hellip; Konnte man &hellip; die Verantwortung all dieser vielen ohnm&auml;chtigen Einzelnen hinaufaddieren bis zum gro&szlig;en schuldigen Kollektivsubjekt Nation? Die Nation war eine unanschauliche, unerlebbare Abstraktion geworden. Man sah sie nicht mehr, sie trat nicht mehr in Erscheinung, weder durch Symbole noch durch Repr&auml;sentanten, weder bei festlichen Gelegenheiten noch bei der Sinngebungsarbeit von Artikelschreibern und Rednern. Die starren Gestalten auf der Anklagebank des N&uuml;rnberger Prozesses, die als graues Gruppenbild durch die Zeitungen gingen, waren schon fernger&uuml;ckt, entmachtete, puppenhaft abgelebte Akteure eines Films, der gl&uuml;cklicherweise nicht mehr gespielt wurde und an den man sich mit Schrecken erinnerte, um sich sogleich entschieden der Gegenwart zuzuwenden. Die Gegenwart, die f&uuml;r alle Deutschen mit der Not begann, irgendwo ein paar Kartoffeln und ein paar Briketts zu erwischen und das undichte Dach zu flicken, doch eben auch mit dem Gl&uuml;ck dieses begrenzten, blo&szlig; praktischen Lebens, an dem man zuk&uuml;nftig, unverf&uuml;hrbar durch Ideen und Parolen, festzuhalten gedachte. Mit diesem R&uuml;ckzug ins Private begann die gegenw&auml;rtige Geschichte. (&bdquo;Deutschland &ndash; ein Schwebezustand&ldquo; 1978\/79, in: WA 3, 96f.)<\/p><\/blockquote><p>Neben der inhaltlichen Klarheit und Gedankensch&auml;rfe des kritischen Intellektuellen aus der skeptischen Generation, stellt dieser Text auch eine rhetorisch-stilistische Meisterleistung dar. Von Dieter Wellershoff kann man auch 70 Jahre nach Ende des 2. Weltkriegs und der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft lernen, dass und wie man sich an diese Trag&ouml;die deutscher Geschichte erinnern sollte. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>]Titel wie &bdquo;Die Besiegten. Kriegsende und Nachkriegszeit in Deutschland. Zum 50 Jahrestag der deutschen Kapitulation&ldquo; (1995); &bdquo;Das Kainsmal des Krieges. Laudation f&uuml;r Hannes Heer&ldquo; (1997); &bdquo;Erinnerungsarbeit. Im Vorfeld der Geschichtsschreibung&ldquo; (1998); &bdquo;Die Kriegserfahrung. Gespr&auml;ch mit Stephen Lebert und Norbert Thomma&ldquo; (2003); &bdquo;Was war, was ist. Erinnerungen an den 2. Weltkrieg. Vortrag bei der Jahresversammlung der K&ouml;lnischen Gesellschaft f&uuml;r Christlich-J&uuml;dische Zusammenarbeit&ldquo; (2005); &bdquo;DieNachkriegszeit &ndash; Anpassung oder Lernproze&szlig;&ldquo; (2006); &bdquo;Die Stunde Null als Zweite Geburt. Eine mentalit&auml;tsgeschichtliche Anmerkung zu Hans-Ulrich Wehlers &gt;Deutsche Gesellschaftsgeschichte&lt; (2008); &bdquo;Der Zweite Weltkrieg als pers&ouml;nliche Erfahrung. R&uuml;ckblicke und Antworten auf Fragen von Natalija Wasiljewa&ldquo; (2011); und schlie&szlig;lich &bdquo;Der Ernstfall. Innenansichten des Krieges&ldquo; (1995), Wellershoffs umfassende Studie, angelegt als pers&ouml;nlicher Erlebnisbericht und zugleich als kriegsgeschichtliches wie milit&auml;rstrategisches Sachbuch (alle Titel sind in WA 8 enthalten) sowie die 3 CDs umfassende Audio-Kassette &bdquo;Schau dir das an, das ist der Krieg. Dieter Wellershoff erz&auml;hlt sein Leben als Soldat&ldquo; (2010), bezeugen dieses kontinuierliche Engagement des Autors in Sachen Kriegserfahrung bis ins hohe Alter (so wurde er auch anl&auml;sslich der Ausstrahlung des Dokumentarfilms &bdquo;Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter&ldquo; als Zeitzeuge im Rahmen eines Interviews 2013 f&uuml;r die FAZ.net befragt).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>]Diesen Impuls versp&uuml;rte er nach einem Kuraufenthalt 1994 in Bad Reichenhall, genau dem Ort, wo er 50 Jahre zuvor als Soldat eine schwere Verwundung auskuriert hatte.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>]Bezeichnenderweise hat Wellershoff seine Kriegserfahrungen nicht literarisiert, sondern dies in Form von Essays, autobiographischen Schriften, Vortr&auml;gen, Erlebnisberichten und Sachbuch-Abhandlungen getan. Seine fr&uuml;hen H&ouml;rspiele aus den 1950er Jahren &ndash; f&uuml;r das H&ouml;rspiel &bdquo;Minotaurus&ldquo; hatte er den &bdquo;H&ouml;rspielpreis der Kriegsblinden&ldquo; erhalten &ndash; haben andere Sujets als die &uuml;blichen Nachkriegsthemen wie Heimkehrer, Hunger und Wohnungsnot. Sein Interesse an H&ouml;rspielen ist eher formaler Natur; er sieht in ihnen ein literarisches Probier- und Experimentierfeld.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anl&auml;sslich des 70. Jahrestages des Zweiten Weltkriegsendes, der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht und der Befreiung von der nationalsozialistischen Herrschaft am 8. Mai 2015 werden wir wieder viele Beispiele einer salbungsvollen, abgehobenen <em>Erinnerungsrhetorik<\/em> erleben, wie sie bereits anl&auml;sslich des Gedenkens an das Entfachen des Ersten Weltkrieges und des Kriegsbeginns am 1. September 1939 zu vernehmen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25758\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[212,917,208],"tags":[1268,416,966],"class_list":["post-25758","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedenktagejahrestage","category-kultur-und-kulturpolitik","category-rezensionen","tag-kalter-krieg","tag-nationalsozialismus","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25758","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25758"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25758\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53673,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25758\/revisions\/53673"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25758"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25758"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25758"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}