{"id":25765,"date":"2015-04-17T16:31:02","date_gmt":"2015-04-17T14:31:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765"},"modified":"2015-04-17T16:31:16","modified_gmt":"2015-04-17T14:31:16","slug":"hinweise-des-tages-2356","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h01\">Hauptdarsteller im Schuldendrama &ndash; Sch&auml;uble und Varoufakis beim IWF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h02\">Griechenland: Arme Patienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h03\">Neu: Frickes Welt &ndash; Abschied vom Markt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h04\">Gemeinschaftsdiagnose der Institute (GD) &ndash; Der Junkie bekommt die n&auml;chste Spritze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h05\">Europa l&auml;sst Italien im Stich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h06\">Wenn selbst die &bdquo;gute Bank&ldquo; zur &bdquo;Bad Bank&ldquo; wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h07\">H&ouml;herer Steuerfreibetrag f&uuml;r Alleinerziehende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h08\">Selbstsucht des christlich gepr&auml;gten Mittelstands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h09\">Kein Pakt mit &bdquo;Arbeitgebern&ldquo; und Regierung gegen das Streikrecht! &ndash; Offener Brief an die Vorsitzenden der IG Metall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h10\">Gutachten: mangelhaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h11\">Dankbarkeit, nicht Eigennutz ist der Kitt der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h12\">G7-Au&szlig;enminister auf Distanz zu Kiew<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h13\">Prorussischer Journalist erschossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h14\">Russland lieb&auml;ugelt mit China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h15\">Die Dynastie gewinnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h16\">Bundeswehr: Von der Leyen ger&auml;t in G36-Aff&auml;re selbst unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h17\">Bildungsgewerkschaft begr&uuml;&szlig;t Pl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r &ldquo;Personaloffensive&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h18\">Erster Giftgaseinsatz vor 100 Jahren im Ersten Weltkrieg &ndash; Gedenken und Verantwortung heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h19\">Der Vater des lateinamerikanischen Linksrucks<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h20\">Juliane Nagel &ndash; Ist diese Frau wirklich so gef&auml;hrlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765#h21\">Zu guter Letzt: TV-Kritik Nuhr im Ersten 16.04.2015: Finale Vorlage f&uuml;r das W&ouml;rterbuch BILD &ndash; Nuhr \/ Nuhr &ndash; BILD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25765&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hauptdarsteller im Schuldendrama &ndash; Sch&auml;uble und Varoufakis beim IWF<\/strong><br>\nErst m&uuml;ht sich Sch&auml;uble auf Englisch, dann folgt der in dieser Sprache deutlich eloquentere Varoufakis.<br>\nSch&auml;uble: Ich selbst will gar nichts von Griechenland, aber Europa will, dass jeder zudem steht, was vereinbart wurde.<br>\nVaroufakis: Ich w&uuml;rde gern, sehnlichst und mit voller Begeisterung alle Bedingungen akzeptieren, wenn sie Sinn machen. [&hellip;] Wie sinnvoll ist es denn, staatliches Verm&ouml;gen zu verkaufen, wenn die Preise im Keller sind und wenn man die paar Pfennige, die man daf&uuml;r bekommt, auch noch in ein Fass ohne Boden kippen soll, sprich, auf unsere nicht mehr tragf&auml;higen Schulden. Ich glaube, das ist kein vern&uuml;nftiger Umgang mit &ouml;ffentlichem Verm&ouml;gen. Wir sind nicht gegen Privatisierung, aber gegen diese Form von Notverk&auml;ufen, die nicht mal unsere Schuldnerposition verbessern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2015\/04\/17\/dlf_20150417_0825_124e3336.mp3\">Theo Geers im Deutschlandfunk [mp3]<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Der &Ouml;konom Paul Krugman rechnet mit Wolfgang Sch&auml;uble ab<\/strong><br>\nHarte Kritik &uuml;bte Krugman in diesem Zusammenhang an Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU). Noch immer stelle dieser die Bek&auml;mpfung der Staatsdefizite ins Zentrum der europ&auml;ischen Politik, obwohl bewiesen sei, dass die Wirtschaft wegen fehlender Nachfrage stagniere. Der Markt biete Europas Regierungen so niedrige Zinsen wie noch nie in ihrer Geschichte, aber sie k&ouml;nnten das nicht zuletzt wegen des Widerstands der Bundesregierung nicht nutzen, um n&ouml;tige Investitionen zu finanzieren. Sch&auml;uble habe wohl &bdquo;in den vergangenen f&uuml;nf Jahren nichts gelernt&ldquo;.<br>\nIm Fall Griechenlands sieht Krugman pure Sturheit am Werk. Nach &bdquo;f&uuml;nf Jahren des Schreckens&ldquo; habe das Land die L&ouml;hne um rund 20 Prozent gesenkt und damit einen &bdquo;gro&szlig;en Teil der Anpassung&ldquo; schon erbracht. Insofern habe es mit einem Ausstieg aus dem Euro und einer Abwertung mittels eigener W&auml;hrung wenig zu gewinnen. Es sei zwar unabdingbar, dass die griechische Regierung keine Defizite mehr mache. Dar&uuml;ber hinaus sollten die Kreditgeber das Land so lange von der Pflicht entbinden, Schulden zu bezahlen, bis die Wirtschaft wieder wachse. &bdquo;Die L&ouml;sung f&uuml;r Griechenland k&ouml;nnte ganz einfach sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ungleiche-vermoegen-und-loehne-der-oekonom-paul-krugman-rechnet-mit-wolfgang-schaeuble-ab\/11648074.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland: Arme Patienten<\/strong><br>\nDie Sorge um Arbeitspl&auml;tze haben die Griechen auch &ndash; vor allem um die im Gesundheitswesen. &Uuml;berlastetes Klinikpersonal und teure Krankenversicherungen sind dort schon lange ein Problem. Doch die Krise und die Sparpolitik haben die Situation dramatisch versch&auml;rft. &Uuml;ber abstrakte Zahlen ist in den letzten Wochen viel gesprochen worden. Mit den betroffenen Menschen eher weniger. Und deshalb hat plusminus die aktuelle Lage von &Auml;rzten und Patienten einmal genauer unter die Lupe genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/sr\/gesundheitssystem-griechenland-100.html\">plusminus im Ersten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abschied vom Markt<\/strong><br>\nSeit den 80ern sind Finanzm&auml;rkte liberalisiert, Kapitalkontrollen abgeschafft, Z&ouml;lle gekappt und Regulierungen auf dem Arbeitsmarkt in fast jedem Industrieland abgebaut worden. &Uuml;berall sanken Spitzen- und Unternehmensteuers&auml;tze. Es folgte eine Freihandelszone der anderen. Nie zuvor konnten die Europ&auml;er in einem Binnenmarkt so frei handeln. Nie zuvor konnte auch im Sekundentakt so viele Geld bewegt werden. Nach Lehrbuch h&auml;tte all das Wachstumswunder ausl&ouml;sen m&uuml;ssen, die auf Dauer allen zugutekommen. H&auml;tte. Tats&auml;chlich ist die wirtschaftliche Leistung in den Jahren nach 1980 im weltweiten Schnitt weniger gewachsen als in den Jahrzehnten davor. Kein Produktivit&auml;tswunder. Und was an Wohlstand geschaffen wurde, kam auch nicht bei allen an. Nie zuvor sind Einkommen und Verm&ouml;gen so auseinandergedriftet &ndash; gerade dort, wo die M&auml;rkte am freiesten waren: In den USA verdient die untere H&auml;lfte der Einkommensempf&auml;nger heute nicht mehr als vor 30 Jahren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-abschied-vom-markt-1.2438235\">Neue Kolumne von Thomas Fricke in der S&uuml;ddeutschen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/04\/17\/frickes-welt-abschied-vom-wunder-markt\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gemeinschaftsdiagnose der Institute (GD) &ndash; Der Junkie bekommt die n&auml;chste Spritze<\/strong><br>\nIch will heute nur einen kurzen Kommentar zu der gestern ver&ouml;ffentlichten GD abgeben, weil wir n&auml;chste Woche zwei St&uuml;cke &uuml;ber die Konjunktur machen, wo wir das Gutachten ausf&uuml;hrlich kommentieren k&ouml;nnen. Die gestern schon verbreiteten Kommentare nach dem Motto &bdquo;Deutschland boomt&ldquo; (so gestern eine Meldung bei ntv) sind nat&uuml;rlich &ndash; wie immer in solchen F&auml;llen &ndash; weit &uuml;berzogen. Mehr als erstaunlich ist aber, mit welcher Leichtigkeit, um nicht zu sagen, Unverfrorenheit, die Institute die stark steigenden deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse hinnehmen. So weit ich es sehe, gibt es nicht einmal den Versuch einer kritischen Auseinandersetzung mit dieser Frage. In der Prognose wird aber unterstellt (siehe Original-Tabelle), dass der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss (also die Neuverschuldung des Auslandes) in diesem Jahr um sage und schreibe um 36 Milliarden Euro auf &uuml;ber 250 Milliarden Euro steigt. Wenn das keine Leistung ist?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/gemeinschaftsdiagnose-der-institute-gd-der-junkie-bekommt-die-naechste-spritze\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Europa l&auml;sst Italien im Stich<\/strong><br>\nDie EU hat die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Italien in der Fl&uuml;chtlingsfrage gek&uuml;rzt. Inzwischen etabliert sich dort ein Ausbeutungssystem f&uuml;r die Betreiber von Unterk&uuml;nften. Der wahrscheinliche Tod von 400 Migranten vor der libyschen K&uuml;ste, der die deutsche &Ouml;ffentlichkeit mal wieder an eine menschliche Katastrophe am Rande er EU erinnert hat, war f&uuml;r die meisten italienischen Medien keine Top-Nachricht. Wichtiger war den Redaktionen die Debatte &uuml;ber 6.500 zus&auml;tzliche Schlafpl&auml;tze, die das italienische Innenministerium in aller Eile einrichten muss, um allen Asylsuchenden eine Unterbringung zu sichern.<br>\n&Auml;hnlich wie beim &ldquo;Notstandplan-Nordafrika&rdquo; aus dem Jahr 2011 plant die Regierung derzeit vor allem, private Einrichtungen und Hotels zu Notunterk&uuml;nften umzufunktionieren. F&uuml;r einen Eklat sorgte dabei der Chef der xenophoben Partei Lega Nord, Matteo Salvini, der damit drohte, mit seinen Anh&auml;ngern die Unterk&uuml;nfte zu besetzen, um die Unterbringung weiterer von ihm so genannter &ldquo;Scheinasylanten&rdquo; zu verhindern.<br>\nEtwa 64.600 Menschen haben im vergangenen Jahr einen Asylantrag in Italien gestellt. Das ist mehr als doppelt so viel wie 2013. Italien ist somit zum drittwichtigsten Aufnahmeland Europas nach Deutschland und Schweden geworden. Mehr als die H&auml;lfte davon sind in den armen s&uuml;dlichen Regionen untergebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/italien-fluechtlinge-unterkuenfte-probleme-mittelmeer-mare-nostrum\">Fabio Ghelli in Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wenn selbst die &bdquo;gute Bank&ldquo; zur &bdquo;Bad Bank&ldquo; wird<\/strong><br>\nDer &Ouml;sterreich-Schock frisst sich in die B&uuml;cher von Geldh&auml;usern wie der Deutschen Pfandbriefbank. Eine aufgek&uuml;ndigte B&uuml;rgschaft K&auml;rntens schockt vor allem das deutsche Geldwesen. Viele Banken sehen nur einen Ausweg. Eigentlich sollte die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) die &bdquo;gute Bank&ldquo; sein. Das M&uuml;nchener Institut ist die Nachfolgerin der Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE), die in der Finanzkrise vor dem Aus gestanden hatte. Die HRE wurde damals aufgespalten, die guten Teile der Bank wurden auf die pbb &uuml;bertragen, die schlechten HRE-Wertpapiere landeten in der FMS Wertmanagement. Doch es zeigt sich: Auch die pbb hat Papiere in ihren B&uuml;chern, die einst als solide galten und sich jetzt als Ausf&auml;lle entpuppen. Forderungen von insgesamt 395 Millionen Euro gegen&uuml;ber der &ouml;sterreichischen Heta sind das Problem. Die Heta ist die &bdquo;Bad Bank&rdquo; der Hypo Alpe Adria. Auch das K&auml;rntner Institut hatte sich verspekuliert, musste vom &ouml;sterreichischen Staat aufgefangen werden und wird nun unter dem Namen Heta Asset Resolution abgewickelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/deutsche-pfandbriefbank-wenn-selbst-die-gute-bank-zur-bad-bank-wird\/11643924.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>H&ouml;herer Steuerfreibetrag f&uuml;r Alleinerziehende<\/strong><br>\nAlleinerziehende in Deutschland haben k&uuml;nftig mehr auf dem Konto als bisher. Die Koalition einigte sich darauf, den steuerlichen Entlastungsbetrag von derzeit 1308 Euro auf 1908 Euro im Jahr anzuheben. F&uuml;r das zweite und jedes weitere Kind soll der Entlastungsbetrag um je 240 Euro erh&ouml;ht werden. Die Regelung muss noch von Kabinett und Bundestag beschlossen werden, soll aber r&uuml;ckwirkend ab Januar 2015 gelten.<br>\nDie SPD setzte sich offenbar gegen Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble durch, der zwar eine Erh&ouml;hung von Kindergeld und Kinderfreibetrag, nicht aber die Entlastung von Alleinerziehenden vorgesehen hatte. Familienministerin Manuela Schwesig und SPD-Chef Sigmar Gabriel protestierten &ndash; schlie&szlig;lich war die Entlastung im Koalitionsvertrag vereinbart worden&hellip;<br>\nDie Gr&uuml;nen kritisierten die Einigung als Mogelpackung. &bdquo;Die finanziellen Wohltaten, die Frau Schwesig jetzt verteilen will, muss sie an anderer Stelle im eigenen Hause einsparen&ldquo;, sagte deren familienpolitische Sprecherin Franziska Brantner der Frankfurter Rundschau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/alleinerziehende-hoeherer-steuerfreibetrag-fuer-alleinerziehende-,1472596,30450196,view,asFirstTeaser.html\">Daniela Vates und Katja Tichomirowa in der FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Selbstsucht des christlich gepr&auml;gten Mittelstands<\/strong><br>\nEs ging beim Betreuungsgeld ja auch nie um gleiche Lebensverh&auml;ltnisse, sondern um ein Tauschgesch&auml;ft, das die CSU zwei Koalitionspartnern und der Kanzlerin abpresste, um ihre Klientel zu bedienen im S&uuml;den der Republik. Dort leben die Besserverdiener und die meisten noch verbliebenen M&uuml;tter, die sich in der Hausfrauenehe verwirklichen, zumindest eine Weile. Eigentlich brauchen solche Familien kein Betreuungsgeld, aber egal. Ein Statement sollte her, ein Zeichen gegen die Zeit, die nach Kita-Ausbau schreit, nach Fr&uuml;hf&ouml;rderung f&uuml;r Einwanderkinder oder Bildungsarme. Im wohlhabenden Bayern und bei der CSU wollte man das nicht h&ouml;ren. Sollten sie in den verkommenen Metropolen doch heulen und die im Osten und die Forscher, die vor Altersarmut bei M&uuml;ttern warnen. Das Weltbild ging vor, die Selbstsucht des christlich gepr&auml;gten Mittelstands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/betreuungsgeld-die-klientel-geht-vor-1.2437847\">Constanze von Bullion in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kein Pakt mit &bdquo;Arbeitgebern&ldquo; und Regierung gegen das Streikrecht! &ndash; Offener Brief an die Vorsitzenden der IG Metall<\/strong><br>\nLieber Kollege Wetzel, lieber Kollege Hoffmann,<br>\nIhr habt mehrfach erkl&auml;rt, dass Ihr, bzw &bdquo;die IG Metall&ldquo; die Gesetzesvorlage f&uuml;r &bdquo;Tarifeinheit&ldquo; begr&uuml;&szlig;t. Ihr behauptet, dass dadurch das Streikrecht nicht eingeschr&auml;nkt w&uuml;rde. Aber zahlreiche Gutachten, einschlie&szlig;lich des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags ebenso wie viele namhaften Arbeitsrechtler\/innen best&auml;tigen das Gegenteil. Wenn das Gesetz so durchkommt, gilt: eine Gewerkschaft, die in einem Betrieb nicht die Mehrheit hat, darf weder Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r ihre Mitglieder abschlie&szlig;en, noch daf&uuml;r Streiks oder Warnstreiks organisieren. Zugleich best&auml;tigt die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA), dass es ihr darum geht, Streiks auszuschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/streikrecht_igm.pdf\">LabourNet [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gutachten: mangelhaft<\/strong><br>\nHunderttausende von Gerichtsprozessen werden j&auml;hrlich in Deutschland gef&uuml;hrt. In vielen davon ist die Beweislage d&uuml;nn. Dann werden Gutachter zurate gezogen. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber eine gro&szlig;e Macht &ndash; oft zu unrecht! Jedes Jahr werden in Deutschland rund 170.000 Ehen geschieden. Davon sind etwa 140.000 Kinder betroffen. Elmar Bergmann hat als Richter unz&auml;hlige Gutachten in Auftrag gegeben. Seit seiner Pensionierung arbeitet er als Anwalt f&uuml;r Familienrecht. Sein Urteil nach 40 Jahren Berufserfahrung ist eindeutig: Mehr als die H&auml;lfte der familienpsychologischen Gutachten sind unbrauchbar. Die angeblichen Sachverst&auml;ndigen sind h&auml;ufig unqualifiziert. Ihre Empfehlungen beruhen allzu oft auf Vorurteilen und Bauchgef&uuml;hl. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass viele Gutachter pseudo-wissenschaftliche Testverfahren verwenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/wissenschaftsdoku\/sendungen\/181188\/index.html\">3sat<\/a>\n<p>Passend dazu: <strong>Video: Gutachten: Mangelhaft<\/strong><br>\nPsychologische Gutachten bei Gericht fehlerhaft: Hunderttausende von Gerichtsprozessen werden j&auml;hrlich in Deutschland gef&uuml;hrt. In vielen davon ist die Beweislage d&uuml;nn. Dann werden Gutachter zurate gezogen. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber eine gro&szlig;e Macht &ndash; oft zu unrecht!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/mediathek\/?mode=play&amp;obj=50384\">3sat Mediathek<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dankbarkeit, nicht Eigennutz ist der Kitt der Gesellschaft<\/strong><br>\nDie meisten heutigen &Ouml;konomen und Wirtschaftspolitiker glauben, dass der Eigennutz und der Tausch &uuml;ber den Markt der Motor unserer Wirtschaft und gleichzeitig das Fundament der Gesellschaft sei. Das ist leider ein grober Irrtum.<br>\nDie &Uuml;berlieferung will es, dass der schottische Moralphilosoph und &Ouml;konom Adam Smith (1723 bis 1790) als erster klar formuliert hat, dass der Eigennutz und das Streben nach Gewinn die Triebfeder des Fortschritts ist: &ldquo;Es ist nicht die Wohlt&auml;tigkeit des Metzgers, des Brauers oder des B&auml;ckers, die uns unser Abendessen erwarten l&auml;sst, sondern dass sie nach ihrem eigenen Vorteil trachten&rdquo;, schrieb Adam Smith im ersten Buch seiner Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. Aus demselben Buch stammt der gefl&uuml;gelte Begriff der &bdquo;unsichtbaren Hand&ldquo;, die Eigennutz in Wohlstand f&uuml;r alle verwandelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/dankbarkeit-nicht-eigennutz-ist-der-kitt-der-gesellschaft\/\">Werner Vontobel auf flassbeck economics<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> [&hellip;] In der Schul&ouml;konomie werden die zwei Werke von Smith als zueinander im Widerspruch stehend interpretiert. Es erleichtert mich und stimmt mich hoffnungsvoll, dass der Autor eine harmonisierende Deutung anbietet, die mir plausibel erscheint. [&hellip;]<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G7-Au&szlig;enminister auf Distanz zu Kiew<\/strong><br>\nGehen die G7-Staaten vorsichtig auf Distanz zur nationalukrainischen Regierung in Kiew? Jedenfalls finden sich in der Abschlusserkl&auml;rung des L&uuml;becker Au&szlig;enministertreffens vom 15.4.2015 zwei S&auml;tze, in denen &uuml;berraschend nicht der russischen Regierung im Verbund mit den Separatisten alle Schuld und Verantwortung f&uuml;r Verletzungen der Minsk-2-Vereinbarung zugewiesen wird, sondern Distanz zu beiden Seiten erkennbar wird.<br>\n&raquo;We call on all sides to fully assume their responsibility and to implement their commitments under the Minsk agreements. Further and verifiable progress is required in particular as regards respect for the ceasefire and withdrawal of heavy weapons.&laquo;[1] Bei &raquo;all sides&laquo; ist unmissverst&auml;ndlich auch die Kiewer Regierung mit gemeint. Die Distanz der G7-Au&szlig;enminister zu Kiew d&uuml;rfte nicht zuletzt dem j&uuml;ngsten OSZE-Beobachterbericht geschuldet sein.<br>\nDieser listet nicht nur die zahlreichen Verst&ouml;&szlig;e der Separatisten gegen den Waffenstillstand auf, sondern weist auch der nationalukrainischen Seite Verst&ouml;&szlig;e nach.[2] Der taz-Korrespondent Bernd Clasen res&uuml;miert die aktuellen Ergebnisse auf dem Schlachtfeld: &raquo;Milit&auml;risch scheinen die j&uuml;ngsten K&auml;mpfe Kiew zu n&uuml;tzen. Die Aufst&auml;ndischen beklagen seit einigen Tagen Gebietsverluste und eine Verdoppelung der Verletzten.&laquo; (taz vom 15.4.2015)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/g7-aussenminister-auf-distanz-zu-kiew\/\">Uli Cremer in Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Prorussischer Journalist erschossen<\/strong><br>\nDer Kiewer Journalist Busina, der aus seiner N&auml;he zu prorussischen Positionen nie einen Hehl gemacht hatte und bei den letzten Parlamentswahlen f&uuml;r die Partei &bdquo;Russischer Block&ldquo; kandidiert hatte, hatte mehrere Monate in einer eigenen Kolumne in der Segodnja regelm&auml;&szlig;ig den Krieg im Osten des Landes beklagt. Vielen Lesern ist Businas Beschreibung von zwei Freunden in Erinnerung, die beide an der Front gefallen sind. Der eine auf der ukrainischen Seite, der andere auf der Seite der Aufst&auml;ndischen.<br>\nBereits am Mittwoch Abend war der Politiker Oleg Kalaschnikow mit mehreren Sch&uuml;ssen vor seiner Wohnung niedergestreckt worden. Kalaschnikow, der ein Jahr f&uuml;r Viktor Janukowitschs &bdquo;Partei der Regionen&ldquo; im Parlament als Abgeordneter gesessen hatte, war den Anh&auml;ngern des Maidan besonders verhasst, soll der 52-j&auml;hrige doch der Organisator der Schl&auml;gertrupps des &bdquo;Antimaidan&ldquo; gewesen sein. [&hellip;]<br>\nMit den Morden an Busina und Kalaschnikow sind bereits zehn M&auml;nner, die als prorussisch gelten, seit Anfang des Jahres aus dem Leben geschieden. Am 23. M&auml;rz war Viktor Janukowitsch jun., der Sohn des ehemaligen Pr&auml;sidenten Janukowitsch, bei einem Autounfall auf dem vereisten Baikalsee ums Leben gekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Morde-in-der-Ukraine\/!158263\/\">Bernhard Clasen in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Russland lieb&auml;ugelt mit China<\/strong><br>\nDas Verh&auml;ltnis zwischen der Europ&auml;ischen Union und Russland ist seit der Annexion der Halbinsel Krim im M&auml;rz letzten Jahres schwer belastet. Die EU-Sanktionen gegen&uuml;ber Moskau werden wegen der fortdauernden Ukraine-Krise wohl mindestens bis Ende 2015 verl&auml;ngert. Der Ost-West Konflikt treibt Russland immer weiter in die Arme Chinas. Obwohl Moskau dem m&auml;chtigen Nachbarn im Osten immer noch mit Misstrauen gegen&uuml;bersteht, wird das Reich der Mitte f&uuml;r die russische Wirtschaft immer wichtiger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/info.arte.tv\/de\/russland-hinwendung-zu-china\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Dynastie gewinnt<\/strong><br>\nDie Clintons und Bushs sind schwere Wiederholungst&auml;ter. Amerikaner, die j&uuml;nger als 38 Jahre alt sind, haben in ihrem Leben nur eine Wahl erlebt (2012), bei der kein Mitglied dieser Familien Pr&auml;sident oder Vizepr&auml;sident werden wollte. Ganz zu schweigen von Senatoren-, Gouverneurs- und Ministerposten, die den Eindruck festigen: Hier halten sich Macht und Einfluss auf eine Art, die Fragen aufwirft. In diesem Land kann es jeder nach oben schaffen, bis ins Pr&auml;sidentenamt &ndash; aber manchen f&auml;llt es eben leichter. Bill Clinton w&auml;re durchaus ein Beispiel daf&uuml;r, dass der Weg auch aus einfachen Verh&auml;ltnissen ins Wei&szlig;e Haus f&uuml;hren kann. Sieht man einmal davon ab, dass der verm&ouml;gende Bruder seines ganz und gar nicht verm&ouml;genden Stiefvaters ihm nicht nur den Start in ein exzellentes Studium erm&ouml;glichte, sondern auch half, seine ersten Schritte in die Politik zu finanzieren. Bei den Bushs d&uuml;rfte der Einfluss des Geldes gr&ouml;&szlig;er gewesen sein: Der erste Pr&auml;sident aus der Familie, George H.W., brachte es im &Ouml;lgesch&auml;ft schon mit 40 zum Million&auml;r. Sein Vater Prescott Sheldon Bush war Senator. Beides d&uuml;rfte den Aufstieg zur Macht erleichtert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/hillary-clinton-jeb-bush-usa-dynastie-wahl\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundeswehr: Von der Leyen ger&auml;t in G36-Aff&auml;re selbst unter Druck<\/strong><br>\ntInterne Dokumente belasten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in der Aff&auml;re um die mangelnde Treffsicherheit des Sturmgewehrs G36. Demnach hat sie noch im Mai 2014 vor einem Parlamentsausschuss behauptet, es l&auml;gen keine neuen Erkenntnisse zu den Problemen des Gewehres vor. Dabei hatte der Bundesrechnungshof nach SPIEGEL-Informationen einen Monat zuvor ihrem Ministerium den Entwurf eines Berichts zukommen lassen, in dem er &uuml;ber das Verteidigungsministerium schreibt: &ldquo;Die Ursachen der von Experten der Bundeswehr als inakzeptabel bewerteten Pr&auml;zisionseinschr&auml;nkungen hat es bis heute weder folgerichtig aufgearbeitet noch zweifelsfrei aufgekl&auml;rt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g36-ursula-von-der-leyen-geraet-unter-druck-a-1029149.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Bildungsgewerkschaft begr&uuml;&szlig;t Pl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r &ldquo;Personaloffensive&rdquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Pl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition f&uuml;r eine &ldquo;Personaloffensive f&uuml;r den wissenschaftlichen Nachwuchs&rdquo; begr&uuml;&szlig;t und Anforderungen an deren Ausgestaltung formuliert. &ldquo;Die GEW hat bereits 2013 in ihrem &sbquo;K&ouml;penicker Appell&lsquo; einen &sbquo;Pakt f&uuml;r verl&auml;ssliche Karrierewege&lsquo; in der Wissenschaft vorgeschlagen. Union und SPD greifen diese Idee jetzt auf. Eine &sbquo;Personaloffensive f&uuml;r den wissenschaftlichen Nachwuchs&lsquo; darf aber nicht die Fehler der bisherigen Bund-L&auml;nder-Programme wiederholen, die zur Ausweitung befristeter Besch&auml;ftigung an den Hochschulen beigetragen haben. [&hellip;]<br>\nDie Bildungsgewerkschaft schl&auml;gt vor, so genannte Tenure-Track-Modelle an den Hochschulen einzuf&uuml;hren und zu f&ouml;rdern. Ein Tenure Track er&ouml;ffne Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Perspektive einer dauerhaften Besch&auml;ftigung, wenn sie mit ihrer Einrichtung vereinbarte Entwicklungsziele in Forschung, Lehre und Wissenschaftsmanagement erreichen. &bdquo;Ein neues Bund-L&auml;nder-Programm muss gezielt Anreize f&uuml;r die Hochschulen setzen, auf Grundlage einer vorausschauenden Personalentwicklungsplanung berechenbare Karrierewege zu schaffen&ldquo;, sagte der Hochschulexperte. Um die Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft zu f&ouml;rdern, sollten au&szlig;erdem mindestens 50 Prozent der gef&ouml;rderten Tenure-Track-Stellen mit Wissenschaftlerinnen besetzt werden.<br>\nEntscheidend sei weiter, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen ver&auml;ndert werden. &bdquo;Ein neues Bund-L&auml;nder-Programm kann die &uuml;berf&auml;llige Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes nicht ersetzen &ndash; finanzielle Anreize und rechtliche Vorgaben sind zwei Seiten einer Medaille. F&uuml;r Daueraufgaben muss es Dauerstellen geben, f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge m&uuml;ssen Mindeststandards gelten, Wissenschaftskarrieren sind familienfreundlich zu gestalten &ndash; diese Grunds&auml;tze m&uuml;ssen im Gesetz verankert werden. Die GEW erwartet, dass die Bundesregierung z&uuml;gig einen entsprechenden Gesetzentwurf vorlegt&ldquo;, machte Keller deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.teachersnews.net\/artikel\/nachrichten\/hochschule\/031360.php\">GEW in TeachersNews<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Erster Giftgaseinsatz vor 100 Jahren im Ersten Weltkrieg &ndash; Gedenken und Verantwortung heute<\/strong><br>\nAm 22. April 1915 setzte das deutsche Milit&auml;r erstmals Chlorgas gegen die alliierten Truppen ein. Fritz Haber, der Chemienobelpreistr&auml;ger von 1918, hatte den Angriff an der Westfront bei Ypern (Belgien) vorbereitet und f&uuml;hrte ihn mit seiner &bdquo;Gastruppe&ldquo; durch. Der Einsatz von &uuml;ber 160 Tonnen Chlorgas forderte bei diesem Angriff der deutschen Truppen &uuml;ber 1.000 Tote und 4.000 Verletzte.<br>\n&bdquo;Der erste Giftgaseinsatz als chemische Massenvernichtungswaffe erfolgte durch deutsche Truppen im Ersten Weltkrieg und war ein klarer Versto&szlig; gegen die Haager Landkriegsordnung. Wir gedenken der Opfer und ihrer entsetzlichen Leiden unter dem Giftgas Chlor&ldquo;, so Dr. Thomas Geelhaar, Pr&auml;sident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh). Er nimmt am 21. April 2015 an einer Gedenkveranstaltung zu 100 Jahren Einsatz chemischer Waffen als Massenvernichtungsmittel im belgischen Ypern teil, zu der die 2013 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, OPCW) eingeladen hat.<br>\nDie GDCh gab sich 1995 einen Verhaltenskodex, dem sich alle GDCh-Mitglieder verpflichten und der Bestandteil der GDCh-Satzung ist. Darin hei&szlig;t es u. a.: &bdquo;Die GDCh und ihre Mitglieder unterst&uuml;tzen und f&ouml;rdern eine nachhaltige und dauerhafte Entwicklung in Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt. Sie handeln stets auch im Bewusstsein ihrer Verantwortung gegen&uuml;ber k&uuml;nftigen Generationen. Sie beachten die f&uuml;r ihre Arbeit und deren Ergebnisse und Wirkungen geltenden Gesetze und internationalen Konventionen und stellen sich gegen den Missbrauch der Chemie, z. B. zur Herstellung von Chemiewaffen und Suchtmitteln.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news629312\">Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. auf idw<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Axel K&ouml;hler-Schnura vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)erkl&auml;rt dazu in einer Pressemitteilung: &bdquo;Bis heute stellt sich BAYER nicht seiner Mitverantwortung f&uuml;r das V&ouml;lkergemetzel 1914\/18. Seit 100 Jahren weigert sich der Konzern, zu den Verbrechen der chemischen Kriegsf&uuml;hrung, der Kriegstreiberei, der Zwangsarbeit und der Sprengstoff-Produktion Stellung zu beziehen. BAYER distanziert sich nicht einmal vom damaligen Generaldirektor Carl Duisberg, der damals auf den Auslieferungslisten der Alliierten stand und eine Anklage als Kriegsverbrecher f&uuml;rchten musste.&ldquo; In Dortmund und L&uuml;denscheid wurden k&uuml;rzlich Carl-Duisberg-Stra&szlig;en wegen dessen Verantwortung f&uuml;r Giftgas-Einsatz und Zwangsarbeit umbenannt. Entsprechende Verfahren laufen auch in Bonn, Frankfurt, Dormagen und Marl.<br>\nBAYER stellte w&auml;hrend des Krieges auch Gasmasken her und stieg zum gr&ouml;&szlig;ten Sprengstoff-Produzenten Deutschlands auf. Dank staatlich garantierter Preise stiegen die Profite in ungeahnte H&ouml;hen.<br>\nInsgesamt geht die Forschung von 60.000 Kampfgas-Toten im 1. Weltkrieg aus. Auch die n&auml;chste Generation von Giftgasen, Organophosphate wie SARIN und TABUN, entstammt den Laboren von BAYER. Entwickelt wurden die Substanzen 1936 bzw. 1938 in Wuppertal von Dr. Gerhard Schrader (das &bdquo;S&ldquo; in Sarin steht f&uuml;r Schrader). Bis zum Ende des 2. Weltkriegs wurden in der Giftgas-Fabrik in Dyhernfurt rund 12.000 Tonnen Tabun produziert. Gerhard Schrader leitete nach dem Krieg die Pestizidabteilung von BAYER.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Der Vater des lateinamerikanischen Linksrucks<\/strong><br>\nAm Montag ist ein gro&szlig;er Literat verstorben. Ein wortgewaltiger Mann. Seine Themen waren der Kolonialismus und sein Kontinent. Und die Einsicht, dass der Reichtum S&uuml;damerikas die Armut befl&uuml;gelt. Er war nicht ganz so ber&uuml;hmt wie der, der am selben Tag wie er starb. Schade eigentlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/968224.der-vater-des-lateinamerikanischen-linksrucks.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Juliane Nagel &ndash; Ist diese Frau wirklich so gef&auml;hrlich?<\/strong><br>\nF&uuml;r die einen ist die Linken-Politikerin Juliane Nagel eine radikale Aufr&uuml;hrerin der Autonomen &ndash; f&uuml;r die anderen eine Heldin im tiefkonservativen Sachsen. Die Frage ist, was davon stimmt..<br>\nDas Parlament, der Ort, an dem Gesetze beschlossen werden: Viele Politiker sehen ihren Einzug hier als Anfang, als Beginn von Macht, Einfluss, M&ouml;glichkeiten. Juliane Nagel aber f&uuml;rchtete, es sei das Ende.<br>\nSeit 15 Jahren macht die 36-J&auml;hrige Politik in Leipzig. Im Stadtrat, auf der Stra&szlig;e. Dann fragte ihre Partei, die Linke, ob sie im Leipziger S&uuml;den f&uuml;r den s&auml;chsischen Landtag kandidieren wolle. Und Nagel haderte. &ldquo;Ich hatte dieses Bild vor Augen: Man verbringt viele Tage in Sitzungen, ohne dass etwas dabei rauskommt&rdquo;, sagt sie. Sie wollte das nicht.<br>\nErst nach einigem Dr&auml;ngen gab sie nach und trat an. Als Z&auml;hlkandidatin, wie viele glaubten: Traditionell gewinnt die CDU s&auml;mtliche Wahlkreise in Sachsen direkt. Nagel aber lie&szlig; den Kandidaten der CDU mit 1051 Stimmen Vorsprung hinter sich. Eine Sensation nannte das die Lokalpresse.<br>\nSie, die radikal Linke, die umstritten ist wie kaum eine andere Politikerin in dem Land: F&uuml;r die einen ist Nagel die einzig aufrechte Widerstandsk&auml;mpferin im tief konservativen Sachsen, Sprecherin der Schwachen, w&uuml;rdig des Leipziger Friedenspreises, den etwa auch schon Revolutionspfarrer Christian F&uuml;hrer erhalten hat. F&uuml;r die anderen ist sie Anf&uuml;hrerin der Antifa, Aufwieglerin der Autonomen &ndash; unm&ouml;glich, unw&auml;hlbar, undemokratisch gar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/16\/juliane-nagel-die-linke-leipzig\/komplettansicht\">Anika Kreller in Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: TV-Kritik Nuhr im Ersten 16.04.2015: Finale Vorlage f&uuml;r das W&ouml;rterbuch BILD &ndash; Nuhr \/ Nuhr &ndash; BILD<\/strong><br>\nImmer wenn der Zuschauer glaubt, mit dieser Sendung habe der &bdquo;Komiker&ldquo; (zutreffende Selbstbezichtigung auf Facebook) Dieter Nuhr den Tiefpunkt von Kabarett (im ERSTEN!) erreicht und den blasierten Verrat an dessen mutigen Gr&ouml;&szlig;en l&auml;ngst vergangener Zeiten erneut getoppt, setzt der Merkel-Verweser noch einmal einen drauf. Aber die Mitarbeiter des M&uuml;nchner S&uuml;dfriedhofs m&uuml;ssen sowieso am Morgen nach jeder Nuhr-im-Ersten-Sendung ausr&uuml;cken, um die frischen Erdaufh&auml;ufungen auf dem Grab von Dieter Hildebrandt wieder einzuebnen. Wahrscheinlich war auch das, was Nuhr gestern Abend in seinen moderierenden Passagen absonderte, noch gar nicht die neoliberale Klimax von Kabarett im Jahr 2015?&nbsp;<br>\nDie satirische, vor allem aber die moralische &bdquo;Fallh&ouml;he&ldquo; des Genres beim Thema Griechenland konnte derjenige ermessen, der tags zuvor den Beitrag des ARD-Magazins Plusminus zur humanit&auml;ren Katastrophe in der Hellenischen Republik, ausgel&ouml;st durch die von Schland et al. geforderte Austerit&auml;tspolitik, gesehen hatte. Aber: What the fuck is humanity? &hellip; insbesondere f&uuml;r einen &ldquo;Komiker&rdquo;, der seine Pointen aus den ph&auml;notypischen Eigenheiten einer Camilla Parker Bowles stricken muss. [&hellip;]<br>\nAch, was: Ob Sieber, Claus von Wagner, Max Uthoff, HG Butzko, Volker Pispers oder wie die satirischen F&uuml;rsprecher mit Empathie f&uuml;r die Opfer des Irrsinns von Kapitalismus und Finanzwirtschaft auch immer hei&szlig;en m&ouml;gen: Sie neiden Dieter Nuhr ja nur seinen Beitrag zur Innovation des Genres: Kabarett staatstragend zu machen! Plus Machoged&ouml;ns, vorgetragen in einer raumgreifenden und atemberaubenden Arroganz und Selbstgef&auml;lligkeit&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/satiresenf.de\/?p=830\">Satire Senf<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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