{"id":2577,"date":"2007-08-22T09:14:43","date_gmt":"2007-08-22T07:14:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2577"},"modified":"2007-08-22T09:14:44","modified_gmt":"2007-08-22T07:14:44","slug":"hinweise-des-tages-466","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2577","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Erleben wir einen &ldquo;Minsky-Moment&rdquo;?<\/strong><br>\nEin halb vergessener US-&Ouml;konom erlebt pl&ouml;tzlich eine Renaissance: Die Theorien von Hyman Minsky, der im Jahr 1996 77-j&auml;hrig starb, werden unter Volkswirten nun lebhaft diskutiert. Denn Minsky entwickelte eine Theorie dar&uuml;ber, wie Finanzblasen entstehen und platzen. Minsky, geboren in Chicago, fand zu Lebzeiten nur wenig Geh&ouml;r, denn er war in einer Zeit aktiv, in der die neoliberale Schule der &Ouml;konomie, die in Reaktion auf die Theorien von John Maynard Keynes entstanden war, auf ihrem H&ouml;hepunkt war. Die meisten neoliberalen Wirtschaftswissenschaftler sind &uuml;berzeugt, dass die Finanzm&auml;rkte &ldquo;effizient&rdquo; seien. Da kam eine Theorie, die aufzeigte, wie Finanzm&auml;rkte unweigerlich Schulden- und Kreditblasen produzieren, wenig gelegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1194760\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer etwas mehr dar&uuml;ber lesen m&ouml;chte, dem sei das <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Hyman_Minsky\">englischsprachige Wikipedia empfohlen<\/a>.<br>\nWer viel mehr dar&uuml;ber lesen m&ouml;chte, kann zu einer Dissertation der Wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Freiburg in der Schweiz greifen: <a href=\"http:\/\/ethesis.unifr.ch\/theses\/downloads.php?file=SchnyderM.pdf\">&bdquo;Die Hypothese finanzieller Instabilit&auml;t von Hyman P. Minsky&ldquo; [PDF &ndash; 920 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Fit f&uuml;r die B&ouml;rse durch Zur&uuml;ckhaltung bei Instandsetzungsinvestitionen<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn f&auml;hrt beim Schienennetz auf Verschlei&szlig;. Obwohl im vergangenen Jahr gut eine halbe Milliarde Euro mehr als 2005 in die bestehenden Strecken gesteckt wurden, ist das durchschnittliche Alter aller Anlagen gestiegen. Das geht aus dem Infrastrukturzustands- und -entwicklungsbericht 2006 hervor.<br>\nAus Kreisen des Verkehrsministeriums erfuhr der Tagesspiegel, vieles deute darauf hin, dass die Bahn sich gezielt bei der Instandhaltung zur&uuml;ckhalte und abwarte, bis Gleise ersetzt werden m&uuml;ssen. Schlie&szlig;lich m&uuml;sse die Bahn die Instandhaltung selber bezahlen, w&auml;hrend Ersatzinvestitionen zum gr&ouml;&szlig;ten Teil vom Bund getragen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite;art692,2362618?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Neue Bahn &ndash; alte Gleise<\/strong><br>\nZu Bundesbahnzeiten wurde fast immer mehr investiert. Die Bahngleise in Deutschland sind im Schnitt 19,8 Jahre alt. Das sind 0,2 Jahre mehr als 2005. Diese Zahl nennt die Deutsche Bahn in einem Bericht f&uuml;r das vergangene Jahr, der dem Tagesspiegel vorliegt. Bei den st&auml;rker beanspruchten Strecken, auf denen schneller als 159 Kilometer pro Stunde gefahren wird, liegt der Wert bei 18,4 Jahren &ndash; ebenfalls 0,2 Jahre mehr als im Vorjahr. Der Weichenbestand ist noch st&auml;rker gealtert &ndash; um 0,4 Jahre auf 16,9 Jahre. Die Bahnsteige in Deutschland sind im Schnitt 47,6 Jahre alt, im Vorjahr war der Wert noch genau ein Jahr niedriger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/;art271,2362926?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Mindestlohn f&uuml;r Postbedienstete als Danaergeschenk<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;e Koalition will die Postdienste ins Entsendegesetz aufnehmen. Hintergrund der Vereinbarung ist das ebenfalls von der Koalition abgesegnete Auslaufen der Exklusivlizenz der Deutschen Post AG f&uuml;r die Briefzustellung am 31. Dezember dieses Jahres. Die privaten Postdienstleister sehen die Entwicklung gelassen. Bernd J&auml;ger, Sprecher des &ldquo;Aktionsforums Mehr Farbe im Postmarkt&rdquo; erkl&auml;rte am Dienstag: &ldquo;Einen tariflichen Mindestlohn w&uuml;rden wir begr&uuml;&szlig;en&laquo;. Dieser k&ouml;nne schlie&szlig;lich auch dazu f&uuml;hren, dass &uuml;ber diesem Niveau vereinbarte Verg&uuml;tungen &bdquo;in Frage gestellt w&uuml;rden&rdquo;. Dem Aktionsforum geh&ouml;ren mehrere Branchenverb&auml;nde und auch die gr&ouml;&szlig;ten Postkonkurrenten PIN und TNT an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-22\/045.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>Weiter Zahlungen f&uuml;r schwangere Arbeitslose mit Besch&auml;ftigungsverbot<\/strong><br>\nF&uuml;r arbeitslose Frauen, die w&auml;hrend der Schwangerschaft vom Arzt ein Besch&auml;ftigungsverbot erhalten, muss weiter die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit aufkommen. Sie d&uuml;rfen nicht vom Bezug des Arbeitslosengelds ausgeschlossen und auf das von den Kassen zu zahlende Krankengeld verwiesen werden, wie das hessische Landessozialgericht in einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten Urteil entschied. Eine Schwangerschaft sei keine Krankheit, stellten die Darmst&auml;dter Richter klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/lokalnachrichten\/aktuell\/?em_cnt=1195274&amp;\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Martin Betzwieser:<\/strong> Das gilt f&uuml;r jeden Arbeitgeber. Schwangerschaft ist keine Krankheit und der Arbeitgeber muss bei Besch&auml;ftigungsverbot zahlen, bekommt die Kosten daf&uuml;r aber &uuml;ber U2-Antr&auml;ge von der Krankenkasse ersetzt. Aber die Arbeitsagentur muss dar&uuml;ber erst vom Gericht per Urteil belehrt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was private Monatsrenten wirklich bringen<\/strong><br>\nF&uuml;r Versicherer sind Renten-Policen eine Erfolgsgeschichte, bei den Versicherten kommt es darauf an: Bei vielen Versicherungen sinkt die Monatsrente im hohen Alter.<br>\nMehr als jeder zweite im vergangenen Jahr verkaufte Vertrag war eine Rentenpolice. Rund sechs Mrd. Euro kassierten die Gesellschaften dabei allein an sogenannten Einmalbeitr&auml;gen. Peter Schwark, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, erkennt einen Trend zur lebenslangen Altersvorsorge mit zur Verf&uuml;gung stehendem Geld: &bdquo;Einmalbeitr&auml;ge haben sich 2006 besonders dynamisch entwickelt.&ldquo; Damit sichern sich Kunden sofort oder zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt startende Rentenzahlungen. Wie gut oder schlecht ihre Entscheidung f&uuml;r einen bestimmten Anbieter war, werden sie selbst allerdings kaum erfahren.<br>\nAlle Modelle aber haben eines gemeinsam. Letztlich entscheiden B&ouml;rsenlage, Zinsniveau und die allgemeine Lebenserwartung der Bundesb&uuml;rger dar&uuml;ber, wie viel Geld zur garantierten Rente hinzukommt. Der B&ouml;rsencrash zu Anfang des Jahrtausends sowie zuletzt ein jahrelanges Zinstief waren nicht gut f&uuml;r die Kassen der Assekuranz. Und damit auch nicht f&uuml;r deren Kunden.<br>\nZudem hat gerade die Rentenversicherung mit ihrer lebenslangen Leistungszusage heftig unter der rasant steigenden Lebenserwartung der Bundesb&uuml;rger gelitten. Manfred Poweleit erkl&auml;rt: &bdquo;In den vergangenen Jahren hat es drei neue Sterbetafeln gegeben.&ldquo; Entsprechend mussten die Versicherer ihre Leistungszusagen immer wieder anpassen. Bestes Beispiel ist die Allianz, in der Studie mit einer konstanten Rente pr&auml;sent. 432 Euro gab es zum Beginn im Jahr 1990. Bedingt auch durch eine gesenkte &Uuml;berschussbeteiligung gibt es in diesem Jahr nur noch 365 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/article1120102\/Was_private_Monatsrenten_wirklich_bringen.html?print=yes\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Eine Reduzierung der Leistung um 15,5% beim letzten Beispiel macht nicht sehr viel Mut zum Abschluss einer privaten Rentenversicherung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ganz normale Gewalt<\/strong><br>\nZiemlich genau 15 Jahre ist es her, dass ein Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen tagelang belagert wurde, dass dort Brandflaschen flogen, hunderte Anwohner gr&ouml;lten und den T&auml;tern applaudierten. Wahrscheinlich war es diesmal in M&uuml;geln nur eine Schl&auml;gerei auf einem Dorffest, mit ausl&auml;nderfeindlichen Untert&ouml;nen. Doch sie zeigt, dass Deutschland noch immer ein Land ist, in dem Alkohol und einige unbedachte Worte gen&uuml;gen, um aus einer feiernden Gesellschaft einen gewaltbereiten Mob zu machen, der selbst zum T&ouml;ten bereit ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/34\/muegeln-reportage?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Berliner Finanzsenator Sarrazin: Bertelsmann L&auml;nder-Ranking ist &bdquo;ideologischer Quark&ldquo;<\/strong><br>\nSarrazin: &bdquo;In der Studie werden gr&ouml;&szlig;tenteils veraltete Zahlen und vielfach ungeeignete Indikatoren verwandt, die dann noch teilweise falsch interpretiert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/berlin\/679647.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Endlich wagt es einmal ein Politiker Klartext &uuml;ber die Bertelsmann-Rankings zu reden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Wirtschafts&ldquo;-beirat beim Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW)<\/strong><br>\nF&uuml;r das neue Gremium wurden hervorragende Pers&ouml;nlichkeiten aus der Wirtschaft in Deutschland gewonnen, u.a. Liz Mohn, Stellv. Vorsitzende des Vorstands der Bertelsmann Stiftung, G&uuml;tersloh, Dr. John Feldmann, Mitglied des Vorstands der BASF AG, Ludwigshafen, Dr. Reinhard G&ouml;hner, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde e.V., Berlin, Steffen Naumann, Finanzvorstand der Axel Springer AG, Berlin und zuletzt der Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer der IHK zu L&uuml;beck, Prof. Dr. Bernd Rohwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hl-live.de\/aktuell\/textstart.php?id=35556\">HL-live<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Pr&auml;sident des IfW, Dennis Snower, ist unl&auml;ngst mit dem Vorschlag hervorgetreten, dass durch die Abschaffung der Arbeitslosenversicherung die Arbeitslosigkeit halbiert werden k&ouml;nne. Bei einem so zusammengesetzten &bdquo;Wirtschafts&ldquo;-beirat ist das kaum erstaunlich.<br>\nDie Information &uuml;ber diesen Beitrag ist nur insofern wichtig, dass man &ndash; wenn das IfW als &bdquo;unabh&auml;ngige&ldquo; wissenschaftliche Einrichtung genannt wird &ndash; wei&szlig;, wessen Rat dieses Institut folgt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Ende der kritischen Wissenschaft&rdquo;<\/strong><br>\nDer Berliner Soziologe Andrej H. sitzt wegen Terrorverdachts in Haft. Sein Doktorvater spricht im Interview &uuml;ber geg&auml;ngelte Forschung und das Ende des freien Denkens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2007\/34\/wissenschaft-terrorverdacht-andrej\">ZEIT<\/a>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><br>\n<strong><br>\nSaskia Sassen und Richard Sennet: Der Ausnahmezustand setzt sich durch<\/strong><br>\nDer liberale Staat ver&auml;ndert sich. Heute haben alle diese L&auml;nder (Frankreich, die USA und Deutschland, KR) im Namen des &ldquo;Kriegs gegen den Terror&rdquo; ihre Gesetze ge&auml;ndert &ndash; der Ausnahmezustand setzt sich durch. Die Gesetze, die gegen echte Gefahren gedacht waren, werden nun ausgelegt, um amorphen &Auml;ngsten zu begegnen. Anstelle echter Polizeiarbeit wollen die Autorit&auml;ten der Gefahr, die sie f&uuml;rchten, einen Namen geben &ndash; irgendeinen Namen. Der Ausnahmezustand untergr&auml;bt die Legitimit&auml;t von Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=start&amp;art=3475&amp;id=kommentar-artikel&amp;cHash=4d2c5cce47\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschlands Unis sind nicht mehr ganz dicht<\/strong><br>\nIn Regensburg regnet&rsquo;s in den H&ouml;rsaal, in Bochum steckt Asbest in den Mauern, in Marburg plumpsen Fassadenteile auf den Campus: Vorsicht, Studenten, die deutschen Unis br&ouml;ckeln. Mit Milliardenaufwand m&uuml;ssten marode Geb&auml;ude saniert oder gleich abgerissen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,500958,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Da werden die &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Unis noch viel Studiengeb&uuml;hren und Drittmittel auf dem Markt einwerben m&uuml;ssen, um ihre Geb&auml;ude zu sanieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Professorenabbau in Deutschland<\/strong><br>\nDie geisteswissenschaftlichen Fakult&auml;ten haben in den vergangenen zehn Jahren 663 Professuren verloren. Die Geisteswissenschaften haben in allen 16 Bundesl&auml;ndern im Zeitraum von 1995 bis 2005 in den Sprach- und Kulturwissenschaften 11,6 Prozent der Professorenstellen nicht wieder besetzt und damit eingespart. Insgesamt haben die Universit&auml;ten in den vergangenen zehn Jahren 1451 Professorenstellen verloren, w&auml;hrend sich die Anzahl der Studierenden im selben Zeitraum um 0,5 Prozent erh&ouml;ht hat. Vom Professurenabau besonders betroffen ist die Klassische Philologie, die 35 Prozent ihrer Professuren verloren hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6\/Doc~E52764EA246D34C02BA2E646276F9E8DD~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Typisch f&uuml;r den konservativen Hochschulverband: Zus&auml;tzliche Stellen sollen durch Studiengeb&uuml;hren finanziert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>An der teils schlechten Qualit&auml;t von chinesischem Spielzeug ist auch das Preisdiktat der multinationalen Konzerne schuld<\/strong><br>\nDie Firmen wollten &ldquo;um jeden Preis den niedrigsten Preis&rdquo;, andere &Uuml;berlegungen spielten f&uuml;r sie keine Rolle, erkl&auml;rte China Labour Watch mit Sitz in den USA gestern in Peking nach R&uuml;ckrufen von gesundheitsgef&auml;hrdendem Spielzeug in USA und Europa. Die Organisation legte eine Studie zu den Arbeitsbedingungen in acht chinesischen Firmen vor, die f&uuml;r US-Unternehmen wie Disney, Hasbro oder Fox TM Spielzeug fertigen. In diesen Werken w&uuml;rden auch die chinesischen Gesetze mit F&uuml;&szlig;en getreten. Die Arbeiter m&uuml;ssten st&auml;ndig &Uuml;berstunden machen und erhielten weniger als den vorgeschriebenen Mindestlohn. Zudem seien sie gef&auml;hrlichen Chemikalien ausgesetzt. Sie h&auml;tten weder eine Sozial- noch eine Rentenversicherung. Viele Firmen w&uuml;rden zudem Kinder unter 16 Jahren besch&auml;ftigen. Die Firmen seien aber nicht allein schuld an diesen Bedingungen: &ldquo;Verantwortlich daf&uuml;r sind vor allem die erb&auml;rmlichen Preise der K&auml;ufer von Spielzeug.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/679862.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Al Gore: Angriff auf die Vernunft. Eine Rezension von Brigitte Baetz im DLF<\/strong><br>\nAl Gores manchmal etwas redundante Analyse der amerikanischen Mediengesellschaft ist &auml;u&szlig;erst lesenswert. Mit einigen Abstrichen ist sie durchaus auch auf europ&auml;ische Verh&auml;ltnisse zu &uuml;bertragen. Denn es gibt auch bei uns kaum noch Foren, in denen die gro&szlig;en gesellschaftlichen Fragen ernsthaft und kontrovers diskutiert werden. L&auml;ngst steuern auch in Deutschland von Teilen der Wirtschaft finanzierte Lobbygruppen wie die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft die &ouml;ffentliche Agenda. Al Gore w&auml;re allerdings kein amerikanischer Politiker, wenn er nicht auch einen, wenn auch wenig &uuml;berzeugenden, Ausweg aus der Krise anbieten w&uuml;rde. Er setzt auf die mobilisierende Kraft des Internet, die den B&uuml;rger vom passiven Rezipienten wieder zum gestaltenden Akteur machen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/politischeliteratur\/660606\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwedisches AKW: Brandalarm in Ringhals<\/strong><br>\nEin elektrischer Fehler soll zur Rauchentwicklung in der Turbinenhalle gef&uuml;hrt haben. Die Anlage war erst kurz zuvor aufgeppt worden, um mehr Leistung aus dem Reaktor herauszuquetschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=zukunft&amp;art=3452&amp;id=umwelt-artikel&amp;cHash=4330de7e6e\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>B&ouml;rse Madrid: Warten auf den gro&szlig;en Knall<\/strong><br>\nF&uuml;rs Eigenheim verschulden sich Spanier bis an die Grenze ihrer M&ouml;glichkeiten, doch Zinsen zahlen sie p&uuml;nktlich &ndash; Probleme drohen aber der Baubranche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1194757\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2577","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2577","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2577"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2577\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2577"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2577"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2577"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}