{"id":25774,"date":"2015-04-20T09:30:34","date_gmt":"2015-04-20T07:30:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774"},"modified":"2015-04-20T09:30:34","modified_gmt":"2015-04-20T07:30:34","slug":"hinweise-des-tages-2357","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h01\">Tod im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h02\">Der Krieg via Ramstein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h03\">Sch&auml;ubles &raquo;deutsche Arroganz&laquo; erz&uuml;rnt Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h05\">Familien beherrschen Dax-Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h07\">Sparen ist nicht alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h08\">Reaktionen auf Medienkritik an der Weltbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h09\">Staatsbankrott &ndash; Immer wieder blank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h10\">Agentur f&uuml;r Tagel&ouml;hner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h11\">Zur Rente verdammt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h12\">Zahl der Kinder in Hartz-IV-Haushalten steigt wieder an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h13\">Wie die Autobahnr&auml;uber der Fratzscher-Kommission die eigenen L&uuml;gen entlarven<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h14\">Schweiz: Private Sicherheitsdienste &uuml;bernehmen Polizeiaufgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h15\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h16\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h17\">Michael L&uuml;ders zur &ldquo;Urs&uuml;nde&rdquo; und den Chaosstiftern im Nahen und Mittleren Osten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h18\">Das PEGIDA-Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774#h19\">Mauern gegen Ausl&auml;nder? &ndash; Geb&uuml;hren f&uuml;r internationale Studierende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25774&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tod im Mittelmeer<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie die EU Fl&uuml;chtlinge t&ouml;tet<\/strong><br>\n400 Tote an einem Tag: Die EU h&auml;tte die Mittel und die M&ouml;glichkeiten, die Fl&uuml;chtlinge aus dem Mittelmeer zu retten. Aber sie l&auml;sst sie ertrinken &ndash; einer zynischen Logik zufolge.<br>\nWo aber Gefahr ist, schrieb H&ouml;lderlin, w&auml;chst das Rettende auch. Doch das stimmt nicht, nicht in der Europ&auml;ischen Union des Jahres 2015. Das Rettende w&auml;chst mitnichten; es verschwindet, weil die EU es verschwinden l&auml;sst. Die EU-Staaten halten das Rettende zur&uuml;ck, sie sperren es ein: Es g&auml;be nat&uuml;rlich die Schiffe, die die Fl&uuml;chtlinge retten k&ouml;nnten. Aber die EU-Staaten setzen sie nicht ein, lassen sie nicht auslaufen.<br>\nDie EU-Politik h&auml;tte die Mittel und die M&ouml;glichkeiten, die Fl&uuml;chtlinge zu retten, die der H&ouml;lle in Syrien und Libyen entkommen sind; aber man l&auml;sst sie ertrinken. Ihr Tod wird hingenommen, er wird in Kauf genommen; er soll abschreckend auf andere Fl&uuml;chtlinge wirken; er soll von der Flucht abhalten. Europa sch&uuml;tzt sich vor Fl&uuml;chtlingen mit toten Fl&uuml;chtlingen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/fluechtlingspolitik-du-sollst-nicht-toeten-1.2439653%20\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.H.:<\/strong> Der Kommentar von Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen Zeitung erschien am Tag vor dem erneuten Ungl&uuml;ck im Mittelmeer. Jetzt sind es 700 Tote mehr. Wenn er schreibt: &ldquo;Wie die EU Fl&uuml;chtlinge t&ouml;tet&ldquo; oder &ldquo;Europa sch&uuml;tzt sich vor Fl&uuml;chtlingen mit toten Fl&uuml;chtlingen&ldquo; ist das in beklemmender Weise die Wahrheit. Ohne die &uuml;blichen Floskeln. Aber: wer ist die EU und wer ist Europa? Das sind wir alle. Wir alle t&ouml;ten und wir alle sch&uuml;tzen uns mit toten Fl&uuml;chtlingen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Und so schreibt Stephan Hebel auf der Titelseite der FR unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Ums Verrecken&rdquo;:&rdquo;Aber die Dimension die das Verrecken im Mittelmeer angenommen hat, w&uuml;rde nichts anderes gerecht als die radikale Abkehr von einer Politik, die sich in Worten und in Taten der tausendfachen unterlassenen Hilfeleistung mit Todesfolge schuldig macht. [&hellip;] Die Rettung der Bank Hypo Real Estate hat die deutschen Steuerzahler um die 20 Milliarden gekostet, das sind etwa 185 Jahre Mare Nostrum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine neue Ebene der Grausamkeit&rdquo;<\/strong><br>\nErneut ist ein Fl&uuml;chtlingsboot im Mittelmeer gesunken &ndash; und f&uuml;r die etwa 700 noch immer vermissten Menschen gibt es kaum noch Hoffnung. Die UN sprechen von einer Grausamkeit, die es bisher noch nicht gab. Einsatzkr&auml;fte bargen bislang mehr als 20 Leichen.<br>\nDie &ldquo;King Jacob&rdquo; war als erstes zur Stelle. Nachdem die Migranten einen Notruf abgesetzt hatten, war das portugiesische Containerschiff zum Rettungseinsatz beordert worden. 60 Seemeilen vor der K&uuml;ste Libyens und 150 Seemeilen vor Lampedusa.<br>\nDoch anstatt viele retten zu k&ouml;nnen, wurde die Besatzung der &ldquo;King Jacob&rdquo; Zeuge einer Katastrophe, berichtet Carlotta Sami, Sprecherin des UNHCR in Italien: &ldquo;Als die Migranten und Fl&uuml;chtlinge an Bord gesehen haben, wie sich diese Schiff n&auml;hert, waren sie wahrscheinlich aufgeregt. Und auf einem so vollen Boot reicht schon, wenn sich wenige Menschen bewegen, und das Boot kippt um, und alle fallen ins Wasser. Das passiert leider, denn diese Schleuser stopfen die Boote unwahrscheinlich voll&rdquo;, sagte Sami.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/fluechtlinge-mittelmeer-119.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.W.:<\/strong> Wo ist hier eigentlich der Unterschied zwischen dem Absturz der Germanwings Maschine in den franz&ouml;sischen Alpen und dem massenhaften gewollten Ertrinken im Mittelmeer?<\/em><br>\n<em>F&uuml;r mich ist das vors&auml;tzlicher Mord weil alle EU Regierungen durch ihr Nichthandeln darin involviert sind.<\/em><br>\n<em>D.h. auch die EU Staatsanwaltschaften erf&uuml;llen schon lange nicht mehr ihren Auftrag.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Fl&uuml;chtlings-Todesregion Nr. 1<\/strong><br>\nMehr als 1.000 Ertrunkene binnen zehn Tagen sind das j&uuml;ngste Resultat der deutsch-europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingsabwehr im Mittelmeer. Allein am gestrigen Sonntag kamen mutma&szlig;lich 700 Menschen zu Tode, als ihr Boot auf dem Weg nach Europa kenterte. Nach dem H&ouml;chststand von 2014, als mindestens 3.500 Fl&uuml;chtlinge die &Uuml;berfahrt in die EU nicht &uuml;berlebten, zeichnet sich f&uuml;r 2015 bereits jetzt eine neue Rekordzahl an Todesopfern ab. Ursache f&uuml;r das Fl&uuml;chtlingssterben ist seit Jahren, dass Berlin und die EU mit der Hochr&uuml;stung der Grenze Fl&uuml;chtlinge r&uuml;cksichtslos auf immer gef&auml;hrlichere Fluchtrouten abdr&auml;ngen. Zudem hat die EU letzten Herbst auf deutschen Druck eine Seenot-Rettungsmission in eine Abschreckungsoperation der Grenzbeh&ouml;rde Frontex umgewandelt, weshalb in Seenot geratene Fl&uuml;chtlinge jetzt kaum noch Chancen auf Rettung haben. W&auml;hrend es vor allem in den Staaten S&uuml;deuropas hei&szlig;t, die EU m&uuml;sse nun endlich wieder zur Seenot-Rettung &uuml;bergehen, fordert Berlin eine weitere Versch&auml;rfung der t&ouml;dlichen Abschreckung: Man m&uuml;sse den &ldquo;Schlepperorganisationen das Handwerk&rdquo; legen, wird Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59095\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine Minute Menschlichkeit<\/strong><br>\nUm die Fl&uuml;chtlingskatastrophe im Mittelmeer ging es am Sonntag bei G&uuml;nther Jauch. Zun&auml;chst war in der Sendung alles wie immer. Doch kurz vor Schluss erlebten die Zuschauer eine Sternstunde des Fernsehens und der Menschlichkeit &ndash; dank des Brandenburgers Harald H&ouml;ppner. [&hellip;]<br>\nH&ouml;ppner kaufte sich ein Schiff, weil er dagegen etwas tun wollte, n&auml;mlich Menschen retten. Dar&uuml;ber wollte Jauch mit H&ouml;ppner sprechen &ndash; aber H&ouml;ppner wollte nicht mit Jauch sprechen. Kaum dass Jauch neben ihm Platz nahm, sprang er auf, schritt aufs G&auml;stepodest, drehte sich zum Studiopublikum und forderte eine Schweigeminute ein f&uuml;r die &uuml;ber 700 Fl&uuml;chtlinge, die  wenige Stunden zuvor auf dem Meer ums Leben gekommen waren. Und das Publikum stand auf, sogar K&ouml;ppel erhob sich, und Jauch lief hinter H&ouml;ppner her, so als ob er seine eigene Sendung einfangen m&uuml;sste, die Sendung, die in diesem Moment nicht mehr &bdquo;G&uuml;nther Jauch&ldquo; hie&szlig;, sondern f&uuml;r eine wunderbar richtige Minute &bdquo;Harald H&ouml;ppner&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/guenther-jauch-eine-minute-menschlichkeit\/11659730.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Fl&uuml;chtlingsdebatte bei Jauch gipfelt in absurder Schweigeminute&rdquo;<\/strong><br>\nBei G&uuml;nther Jauch streiten Kombattanten von rechts und links vor dem Hintergrund der j&uuml;ngsten Trag&ouml;die &uuml;ber Europas Fl&uuml;chtlingsmisere. Zwischen den extremen Positionen klafft eine riesige L&uuml;cke: die Hilflosigkeit angesichts der V&ouml;lkerwanderung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/kultur\/kino_tv\/focus-fernsehclub\/guenther-jauch-talk-tv-kolumne-guenther-jauch_id_4620082.html\">Focus<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.K.:<\/strong> Das ist die Moral vom Focus: 900 elendlich verreckende Menschen auf dem Mittelmeer sind diesem Herrenrassenblatt nicht mal eine Minute wert, sondern lediglich &ldquo;absurd&rdquo;. Besch&auml;mend!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Krieg via Ramstein<\/strong><br>\nWie stark unterst&uuml;tzt Deutschland Obamas Drohneneins&auml;tze gegen Terroristen? Geheime Pl&auml;ne belegen nach SPIEGEL-Informationen die elementare Rolle der US-Milit&auml;rbasis in der Pfalz. Dokumente zeigen, dass die Bundesregierung mehr wei&szlig;, als sie zugibt&hellip;<br>\nIn geheimen Dokumenten, die dem SPIEGEL und dem US-Internetportal &ldquo;The Intercept&rdquo; vorliegen, ist so detailliert wie nie zuvor dargestellt, wie Obamas &ldquo;Krieg gegen den Terror&rdquo; organisiert wird. Die Unterlagen, die aus amerikanischen Geheimdienstkreisen kommen und als &ldquo;Top Secret&rdquo; klassifiziert sind, stammen aus dem Juli 2012. Ein Schaubild zeigt, wie die US-Regierung den Einsatz der Drohnen strukturiert. Andere Dokumente erm&ouml;glichen es, den Ablauf der Operationen, etwa in Somalia, Afghanistan, Pakistan oder im Jemen, weitgehend nachzuvollziehen. Sichtbar wird dabei, dass ein ebenso zentraler wie umstrittener Part der Kriegsf&uuml;hrung in Deutschland stattfindet&hellip;<br>\nDie Grafiken dokumentieren, dass praktisch alle Drohnenangriffe der Air Force &uuml;ber Ramstein abgewickelt werden. M&ouml;gen die Piloten auf Milit&auml;rbasen in Nevada, Arizona oder Missouri sitzen, m&ouml;gen die Ziele der Todeskommandos am Horn von Afrika liegen oder auf der Arabischen Halbinsel: Das Hauptquartier der USAFE in der Pfalz ist fast immer involviert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ramstein-air-base-us-drohneneinsaetze-aus-deutschland-gesteuert-a-1029264.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Wenn von Ramstein aus Drohnenpiloten mit Signalen versorgt werden, die in mehreren F&auml;llen zu verbrecherischen Aktionen gef&uuml;hrt haben sollen, dann sind dort ans&auml;ssige Soldaten Gehilfen oder sogar Mitt&auml;ter. &ldquo;Das ist schlicht Mord&rdquo;, sagt der K&ouml;lner V&ouml;lkerrechtler Bj&ouml;rn Schiffbauer&ldquo;, schreibt der Spiegel. Wo ist die Staatsanwaltschaft, die wenigstens ein Ermittlungsverfahren anstrebt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung AM:<\/strong> Seltsam, vor kurzem noch hat der Botschafter der USA in Berlin verk&uuml;ndet &ndash; u.a. in einem Interview mit &ldquo;Die Rheinpfalz&rdquo;, Ramstein sei nicht in der jetzt berichteten Weise in Drohnenangriffe involviert.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong>  Vor etwa einem Jahr wurde die Bundesregierung &uuml;ber ihr Wissen bez&uuml;glich Ramstein gefragt. Die NachDenkSeiten haben darauf hingewiesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h02\">Die Antworten der Bundesregierung im Wortlaut<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Sch&auml;ubles &raquo;deutsche Arroganz&laquo; erz&uuml;rnt Frankreich<\/strong><br>\nNun ist man in Frankreich &uuml;ber den CDU-Politiker sauer &ndash; der das Nachbarland wegen angeblich schleppender Reformen kritisiert hat. Auf Emp&ouml;rung stie&szlig; vor allem die Art und Weise: Von links bis rechts &auml;u&szlig;erten franz&ouml;sische Politiker sich kritisch &uuml;ber die deutsche Arroganz.<br>\nBei einer Diskussionsveranstaltung am Rande der Fr&uuml;hjahrstagung von Internationalem W&auml;hrungfonds (IWF) und Weltbank in Washington sagte Sch&auml;uble: &raquo;Frankreich w&auml;re froh, wenn jemand das Parlament zwingen k&ouml;nnte.&laquo; Das sei in einer Demokratie aber schwierig. Zuvor hatte er auf das Beispiel Spaniens verwiesen, wo Reformen, wie sie bei den Austerit&auml;tsanh&auml;ngern in Berlin verstanden werden, unter dem Zwang der Gl&auml;ubiger durchgesetzt wurden. &raquo;Das war sehr erfolgreich&laquo;, res&uuml;mierte Sch&auml;uble.<br>\nDie Antwort der franz&ouml;sischen Regierung lie&szlig; nicht lange auf sich warten. &raquo;Frankreich hasst es, wenn man es zwingt&laquo;, sagte Sch&auml;ubles Kollegen Michel Sapin der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. &raquo;Das Vokabular der Bestrafung, der Sanktionen und des Zwangs sorgt daf&uuml;r, dass Europa verabscheut wird.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/968422.schaeubles-deutsche-arroganz-erzuernt-frankreich.html%20\">ND<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Dieser verbitterte, altersstarrsinnige Mann f&uuml;hrt Deutschland immer mehr in eine au&szlig;enpolitische Isolierung. Er rei&szlig;t alte Wunden unserer Nachbarn auf und macht kaputt, was &uuml;ber Jahrzehnte an Vertrauen aufgebaut worden ist.<\/em><br>\n<em>Es wird Zeit, dass er endlich zur&uuml;cktritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die politische Elite will den &raquo;Grexit&laquo;<\/strong><br>\nIn den n&auml;chsten Wochen und Monaten steht die Linksregierung in Athen vor enormen finanziellen Zins- und Tilgungsverpflichtungen, die die laufende Wirtschaftsleistung Griechenlands deutlich &uuml;berfordern. So werden im Juli und August insgesamt 6,7 Mrd. Euro an die EZB f&auml;llig. Die Regierung in Athen ringt seit ihrem Wahlsieg Ende Januar mit der Euro-Gruppe und dem IWF um die Reformauflagen f&uuml;r weitere Zahlungen von 7,2 Mrd. Euro aus dem zweiten Hilfsprogramm, das Ende Juni abl&auml;uft.<br>\nDer Druck auf die Regierung w&auml;chst. Allein die Kosten f&uuml;r die laufenden Verpflichtungen im eigenen Land, wie Staatsgeh&auml;lter und Pensionen, betragen 2,4 Mrd. Euro. An den IWF werden am 1. Mai 203 Mio. Euro, am 12. Mai 770 Mio. Euro und im Juni noch einmal 1,6 Mrd. Euro f&auml;llig.<br>\nDas Bem&uuml;hen der Regierung dort einen Zahlungsaufschub zu erreichen, ist von der IWF-Chefin Christine Lagarde schroff abgelehnt worden. &raquo;Uns hat noch nie eine entwickelte Volkswirtschaft um einen Zahlungsaufschub gebeten.&laquo; Und es sei mehr als 30 Jahre her, dass der IWF einem Entwicklungsland einen gew&auml;hrt habe. W&auml;hrend die anderen Gl&auml;ubiger inzwischen die R&uuml;ckzahlung ihrer Kredite erst ab dem Jahr 2020 fordern, muss Griechenland die IWF-Kredite p&uuml;nktlich bedienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-politische-elite-will-den-grexit\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>VIDEO: German and Greek finance ministers speak at Brookings, offer different views on eurozone issues<\/strong><br>\nAs finance ministers from around the world gather in Washington, DC this weekend for the annual meetings of the IMF and World Bank, Brookings hosted two of them, separately, in back-to-back events yesterday: Germany&rsquo;s Wolfgang Sch&auml;uble, and Greece&rsquo;s Yanis Varoufakis. The convergence of the two ministers is of particular interest because the government in Athens is out of money, is unable to borrow on global bond markets, and is dependent on loans from the rest of Europe and the IMF. But Greece&rsquo;s creditors, including Germany, are reluctant to lend Greece more money unless Athens institutes firm commitments to make Greece economically more competitive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.brookings.edu\/blogs\/brookings-now\/posts\/2015\/04\/finance-ministers-germany-greece-eurozone\">BROOKINGS<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die Videos der jeweiligen Diskussionen k&ouml;nnen hier abgerufen werden:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.brookings.edu\/events\/2015\/04\/16-wolfgang-schauble-eurozone-crossroads\">Sch&auml;uble<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.brookings.edu\/events\/2015\/04\/16-greek-economy-global-partners-varoufakis\">Varoufakis<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Familien beherrschen Dax-Konzerne<\/strong><br>\nDie gr&ouml;&szlig;ten deutschen Firmen werden von wenigen, einflussreichen Familien gelenkt. Das ist das Ergebnis einer Studie. Besonders stark konzentriert sich die Macht bei einem Pharma-Konzern.<br>\nVolkswagen mit den beiden herrschenden Familien Pi&euml;ch und Porsche ist einer Studie zufolge kein Einzelfall unter deutschen Gro&szlig;unternehmen. In mehr als jedem dritten Dax-Konzern ziehen Familien im Hintergrund die Strippen, ergab eine Analyse des Beratungsunternehmens Barkow Consulting, die der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; vorliegt.<br>\nNach blo&szlig;en Anteilen h&auml;tten gerade einmal vier Familien die Mehrheit an einem Dax-Konzern. &ldquo;Der Einfluss der Dynastien offenbart sich erst dann, wenn es um die Macht ihrer Stimme geht&rdquo;, sagte Studienautor Wolfgang Schnorr. Bei elf der 30 Dax-Konzerne seien die Familien so m&auml;chtig, dass sie auf den Hauptversammlungen Mehrheiten durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Familien-beherrschen-Dax-Konzerne-article14930536.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mir liegt die genannte Studie leider nicht vor, aber ich halte die &Uuml;berschrift von n-tv f&uuml;r grob fahrl&auml;ssig. Es ist richtig, dass einzelne DAX-Konzerne in der Tat von den Gr&uuml;nderfamilien kontrolliert werden. Schaut man sich jedoch die Besitzverh&auml;ltnisse der gesamten DAX-Konzerne an, nehmen diese Gr&uuml;nderfamilien mit &bdquo;nur&ldquo; 9% eher eine Minderheitsposition ein. Der mit Abstand gr&ouml;&szlig;te Teil der deutschen Gro&szlig;konzerne geh&ouml;rt &bdquo;institutionellen Anlegern&ldquo;, also Gro&szlig;banken, Fondss unbd Beteiligungsgesellschaften &ndash; oft aus den USA und den europ&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern:<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150420_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150420_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die Grafik stammt aus meinem Buch &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland&ldquo;, das seit letzter Woche auch als <a href=\"http:\/\/www.buecher.de\/shop\/fachbuecher\/wem-gehoert-deutschland\/berger-jens\/products_products\/detail\/prod_id\/41841075\/\">&uuml;berarbeitete Taschenbuchausgabe vorliegt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Die USA und Europa brauchen keine Paralleljustiz&rdquo;<\/strong><br>\nWie gut findet die deutsche Wirtschaft das Handelsabkommen TTIP wirklich? Mario Ohoven vertritt den Mittelstand. Er hat Bedenken, vor allem gegen Schiedsgerichte.<br>\nZEIT ONLINE: Herr Ohoven, es hei&szlig;t immer, die deutsche Industrie stehe fest hinter dem geplanten europ&auml;isch-amerikanischen Abkommen TTIP. Sie vertreten 267.000 mittelst&auml;ndische Unternehmen in Berlin und viele von denen haben offensichtlich Bedenken. Welche?<br>\nMario Ohoven: Wir sind TTIP-Bef&uuml;rworter, sehen aber auch die Gefahren f&uuml;r den Mittelstand. So sind wir entschieden gegen private Schiedsgerichte, die durch den Vertrag erm&ouml;glicht werden sollen und die ausl&auml;ndischen Investoren ein besonderes Klagerecht geben w&uuml;rden. Warum sollten wir ausl&auml;ndische Investoren bevorzugen? So eine Idee hat in dem Abkommen nichts zu suchen. Au&szlig;erdem k&ouml;nnen sich eh nur gro&szlig;e Konzerne diese Klagen leisten &hellip;<br>\nZEIT ONLINE: Der Bundesverband der deutschen Industrie sagt, gerade kleine und mittlere Unternehmen h&auml;tten Vorteile durch solche Schiedsgerichte.<br>\nOhoven: Ich w&uuml;sste nicht, welche. Der BDI spricht vor allem f&uuml;r die gro&szlig;en Konzerne. Ein Mittelst&auml;ndler braucht so etwas gar nicht. Mit einer Klage vor ein Schiedsgericht zu ziehen, kostet im Schnitt sechs Millionen Euro. Das ist f&uuml;r Konzerne kein gro&szlig;es Problem, die allermeisten unserer Mitglieder k&ouml;nnten sich das aber gar nicht leisten. Wenn die daf&uuml;r zwei Millionen ausgeben m&uuml;ssten, dann sind sie am n&auml;chsten Tag pleite. Das sieht man &uuml;brigens auch an den Zahlen, gerade mal ein F&uuml;nftel der Klagen wird von Privatleuten oder mittelst&auml;ndischen Unternehmen angestrengt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-03\/ttip-bedenken-mittelstaendische-unternehmen-interview-mario-ohoven\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der schwierige TTIP-Zeitplan<\/strong><br>\nInterne Dokumente enth&uuml;llen: Die Verhandlungen zum wichtigsten Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA drohen festzufahren. Damit k&ouml;nnte TTIP scheitern.<br>\nEigentlich m&uuml;sste doch alles so einfach sein. Die Staaten der EU und die USA stehen sich nah; Popcorn und Pommes Frites sind auf beiden Kontinenten beliebt und au&szlig;erdem ist die Wirtschaft eng miteinander verflochten. Da m&uuml;sste ein Handelsabkommen doch z&uuml;gig ausgehandelt sein. M&ouml;chte man meinen. Doch nun droht der Zeitplan zum Freihandelsabkommen TTIP zu scheitern. Und damit ger&auml;t das Abkommen selbst unter Druck.<br>\nWie aus internen Papieren der Bundesregierung hervorgeht, gibt es in fast allen Bereichen, &uuml;ber die verhandelt wird, Konflikte. Selbst die EU-Kommission weist bereits intern darauf hin, dass man viel mehr Zeit brauche, um ein gutes Abkommen zu verhandeln.<br>\nDabei sollte TTIP nach dem Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein, um nicht in den amerikanischen Wahlkampf hineingezogen zu werden. Denn das k&ouml;nnte die Gespr&auml;che schnell ruinieren, so die Bef&uuml;rchtung. Wer US-Pr&auml;sident werden will, muss US-Interessen sch&uuml;tzen und kann nicht einfach den Freihandel mit Europa f&ouml;rdern. (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber die Schwierigkeiten bei den Gespr&auml;chen ist bis jetzt so gut wie nichts bekannt &ndash; auf Wunsch der Regierungen aus Europa und den USA wird hinter geschlossenen T&uuml;ren verhandelt, ohne Einbindung der &Ouml;ffentlichkeit. Die Heimlichtuerei soll offenbar dabei helfen, Probleme zu vertuschen.<br>\nZu diesem Eindruck kommt man jedenfalls, wenn man die internen TTIP-Papiere liest, die CORRECT!V auf seiner Internetseite ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/correctiv.org\/recherchen\/ttip\/blog\/2015\/04\/16\/der-schwierige-zeitplan\/\">CORRECT!V<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Krieg gegen arbeitende Amerikaner&ldquo;<\/strong><br>\nDie Allianz gegen das Schnellverfahren, mit dem der US-Kongress TTP und TTIP beschlie&szlig;en will, w&auml;chst. Aber n&uuml;tzen wird das nichts.<br>\nStahlarbeiter, Umweltsch&uuml;tzer und demokratische Kongressabgeordnete stehen unter den bl&uuml;henden Kirschb&auml;umen vor dem Kapitol in der US-Hauptstadt. &bdquo;Nein zum Fast Track&ldquo; steht auf ihren Transparenten. Sie sind w&uuml;tend. Immer wieder erheben sie die F&auml;uste.<br>\nAn diesem Mittwoch wettern sie gegen ein beschleunigtes Verfahren (&bdquo;Fast Track&ldquo;) bei der Abstimmung des Kongresses; gegen die beiden Freihandelsabkommen &uuml;berhaupt &ndash; mit den pazifischen L&auml;ndern, TPP, und mit der EU, TTIP &ndash; und, ohne seinen Namen zu nennen, auch gegen ihren eigenen Pr&auml;sidenten.<br>\n&bdquo;Wir haben Freihandel ausprobiert&ldquo;, sagt Senator Bernie Sanders, &bdquo;es funktioniert nicht.&ldquo; Er nennt &bdquo;Millionen von Arbeitspl&auml;tzen&ldquo; und &bdquo;60.000 Fabriken&ldquo; in den USA, die dem Freihandel mit Mexiko und Kanada seit 1994 zum Opfer gefallen seien. Er spricht von einem &bdquo;Krieg gegen arbeitende Amerikaner&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/US-Buerger-demonstrieren-gegen-TTIP\/!158285\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Tagebuch des t&auml;glichen Wahnsinns<\/strong><br>\nDer allt&auml;gliche Wahnsinn: erlebt, erlitten, aufgezeichnet von Claus von Wagner, einem der neuen jungen Kabarettisten aus Bayern. Eine frische Generation. Schnell, frech. Anders!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br-online.de\/podcast\/mp3-download\/bayern3\/mp3-download-podcast-tagebuch-des-taeglichen-wahnsinns.shtml\">BR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sparen ist nicht alles<\/strong><br>\nWas Europa aus den Krisen Lateinamerikas lernen kann, um den Euro zu retten<br>\nEs gibt einen sicheren Weg, um mit lateinamerikanischen Politikern und Sozialwissenschaftlern in einen Streit zu geraten. Man muss mit ihnen nur &uuml;ber Lateinamerikas &ldquo;verlorene Dekade&rdquo; der achtziger Jahre diskutieren und dann den &ldquo;Washington Consensus&rdquo; verteidigen. Diese Kurzformel steht f&uuml;r durch die Weltbank und den Internationalen W&auml;hrungsfonds betriebene haushalts- und arbeitsmarktpolitische Reformen f&uuml;r &uuml;berschuldete lateinamerikanische Staaten. Sie waren die vertraglich vereinbarte Gegenleistung der Schuldnerstaaten f&uuml;r frisches Kapital von den Gl&auml;ubigerstaaten. Ihre Kritiker verbinden damit vor allem kurzsichtige Sparprogramme, die schlimme konjunkturelle und soziale Folgen hatten. Gegner der Sparpolitik in Europa rechtfertigen damit heute ihre Position.<br>\nIn der Tat gibt es &Auml;hnlichkeiten zwischen Lateinamerika damals und Europa heute. Damals wie heute haben Staaten ihre Ausgaben reduziert und ihre Einnahmen erh&ouml;ht, weil sie ihren finanziellen Verpflichtungen sonst nicht mehr h&auml;tten nachkommen k&ouml;nnen. Au&szlig;erdem haben Lateinamerikas Staaten ihre eigenen W&auml;hrungen abgewertet, um ihre Produkte im Ausland billiger zu machen und damit mehr zu verkaufen. In Europa wurden vor allem die L&ouml;hne gek&uuml;rzt, um diesen Effekt zu erzielen. Erg&auml;nzt wurden die Programme durch Privatisierungen &ouml;ffentlicher Betriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/14\/eurokrise-sparen-lateinamerika-schulden\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Nachdem der Autor zun&auml;chst der Anschein einer kritischen Reflexion der europ&auml;ischen Krisenpolitik erweckt , und, Oh Wunder, Sparen als die einzige eierlegende Wollmilchsau infrage stellt, schlie&szlig;t er schlussendlich doch nur mit der Forderung nach weiterer Deregulierung und Privatisierung. So geht Propaganda.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Auch hier l&auml;sst sich aus der Lateinamerika-Krise lernen: Ende der achtziger Jahre boten die USA Mexiko die weitere &Ouml;ffnung des US-Marktes durch die Gr&uuml;ndung der Nordamerikanischen Freihandelszone an. &Auml;hnliches k&ouml;nnten in Europa Reformen hin zu einer Vertiefung des Binnenmarktes leisten. In Deutschland sind etwa noch immer weite Bereiche des Dienstleistungssektors hoch reguliert und in den H&auml;nden nationaler, oft &ouml;ffentlicher, Anbieter. Noch immer sind restriktive nationale Produktstandards eine Zugangsbarriere f&uuml;r Anbieter aus anderen EU-L&auml;ndern. Das sollte sich &auml;ndern. Die oft strapazierte Solidarit&auml;t erhielte jenseits der finanziellen Hilfen viel mehr Glaubw&uuml;rdigkeit, w&uuml;rde sie sich am Post-Washington-Consensus orientieren.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reaktionen auf Medienkritik an der Weltbank<\/strong><br>\nNach Berichten von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; ist es bei weltbankfinanzierten Gro&szlig;projekten in vielen F&auml;llen zu gewaltsamer Vertreibung, Vergewaltigung und Mord gekommen. Jetzt reagieren deutsche Politiker aller Parteien und Nichtregierungsorganisationen auf die Vorw&uuml;rfe. Sie kritisierten sowohl die Weltbank als auch die Bundesregierung.<br>\nBei Projekten der gr&ouml;&szlig;ten Entwicklungsorganisation der Welt sind in den letzten zehn Jahren 3,4 Millionen Menschen umgesiedelt worden oder haben teilweise ihre Lebensgrundlage verloren. Eigentlich gibt es strenge Richtlinien f&uuml;r finanzielle Hilfen der Weltbank, doch sind sie in vielen F&auml;llen &uuml;bergangen worden. (&hellip;)<br>\nDie SPD-Entwicklungspolitikerin B&auml;rbel Kofler sieht bei der Weltbank einen Trend, Projekte einfach durchzudr&uuml;cken, wobei zu wenig auf menschenrechtliche Standards geachtet werde. Sie sagte im NDR, sie f&auml;nde es katastrophal, wenn die Weltbank selbst keinen &Uuml;berblick mehr &uuml;ber die Umsiedlungskonsequenzen ihrer Projekte habe: &ldquo;Hier geh&ouml;rt Klarheit rein, Transparenz und eine andere Politik.&rdquo;<br>\nAuf die Politik der Weltbank kann die Bundesregierung entscheidend Einfluss nehmen, denn sie stellt einen der 25 Exekutivdirektoren. Das Gremium entscheidet laut Bundesentwicklungsministerium &uuml;ber etwa 600 Projekte j&auml;hrlich. Doch seit Ende 2013 hat Deutschland nur ein einziges Projekt abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/investigativ\/weltbank\/reaktionen-kritik-weltbank-100.html\">WDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Staatsbankrott &ndash; Immer wieder blank<\/strong><br>\nHistorisch betrachtet ist ein Staatsbankrott kein seltenes Ereignis. Es kommt auch dann vor, wenn ein Staat eigentlich noch genug Geld hat.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150420_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150420_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/immer-wieder-blank\/\">Katapult Magazin<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Agentur f&uuml;r Tagel&ouml;hner<\/strong><br>\nEin-Euro-Jobs sind in Hamburg out. Erwerbslose und Rentner k&ouml;nnen sich jetzt aber kurzzeitig verdingen &ndash; f&uuml;r maximal einen F&uuml;nfer pro Tag (&hellip;)<br>\nDas Projekt &raquo;Tagwerk&laquo; l&auml;uft bereits seit Februar. Neben &raquo;Mook wat&laquo; (zu hochdeutsch: &raquo;Mach was&laquo;) bieten sieben weitere Tr&auml;ger derlei Besch&auml;ftigung in verschiedenen Stadtteilen an, wie die Dulsberger Projektleiterin D&ouml;rte Berger gegen&uuml;ber jW berichtete. An der Hamburgischen B&uuml;rgerschaft und den einzelnen Bezirksversammlungen sei die Planung f&uuml;r dieses Programm komplett vorbeigegangen, beklagt die Linke-Abgeordnete Inge Hannemann. Sie habe zuf&auml;llig davon erfahren und beim Senat nachgefragt, berichtete sie am Donnerstag im Gespr&auml;ch mit jW.<br>\nNach dessen Angaben h&auml;lt der Verein &raquo;Mook wat&laquo; 30 Tagesjobs vor. Gedacht seien diese vorrangig f&uuml;r &raquo;besonders arbeitsmarktferne Arbeitslose&laquo; bzw. &raquo;Hartz-IV-Berechtigte mit vielf&auml;ltigen Vermittlungshemmnissen&laquo;, hei&szlig;t es in der Antwort der Beh&ouml;rde in bestem Amtsdeutsch. Als solche gelten Suchtprobleme, Krankheit, Obdachlosigkeit &ndash; oder Kinder. Daneben k&ouml;nnten sich sonstige &raquo;einkommensschwache Bed&uuml;rftige&laquo; verdingen. &raquo;Das Projekt soll einen niederschwelligen offenen Einstieg in weitergehende besch&auml;ftigungsf&ouml;rdernde Ma&szlig;nahmen oder Hilfen bieten&laquo;, erkl&auml;rt der Senat. Und: Die &raquo;einfach strukturierten T&auml;tigkeiten&laquo; erforderten keine Vorkenntnisse. So k&ouml;nnten Projektteilnehmer &raquo;ihre Arbeitsf&auml;higkeit erproben und ausbauen sowie ihre kognitiven und motorischen F&auml;higkeiten (re)aktivieren&laquo;. Sie sollten sich &raquo;eine Tagesstruktur aufbauen und ihre pers&ouml;nliche Einstellung zur Arbeit ver&auml;ndern&laquo;. Erhebungen &uuml;ber letztere legen die Regierenden allerdings nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-18\/022.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zur Rente verdammt<\/strong><br>\nDie Programmiererin Rose-Rita Sch&auml;fer geht heute mit 65 Jahren in Rente, leider. Denn sie w&uuml;rde gerne l&auml;nger arbeiten. Doch das geht nicht. Deswegen l&auml;dt sie ihre Kollegen zur &bdquo;Trauerfeier&ldquo;.<br>\nRose-Rita Sch&auml;fer hat ihre Kollegen zur &bdquo;Trauerfeier&ldquo; geladen. Denn an diesem Freitag tr&auml;gt sie ihr Berufsleben zu Grabe. Im Juli wird sie 65 Jahre alt. Im August d&uuml;rfte sie in Rente gehen, doch dank Resturlaubs und eines prallgef&uuml;llten &Uuml;berstundenkontos ist schon Mitte April Schluss. Die meisten Menschen w&uuml;rden wahrscheinlich sagen, dass Sch&auml;fer fr&uuml;her in den Ruhestand gehen darf. Sie selbst redet von &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo;. Sie will nicht zum &bdquo;alten Eisen&ldquo; geh&ouml;ren und f&uuml;hlt sich schon diskriminiert, wenn sie von Dingen liest wie &bdquo;Handy 50 plus mit extra gro&szlig;en Tasten&ldquo; oder &bdquo;Internetkurse f&uuml;r Senioren.&ldquo; &bdquo;Das klingt, als w&auml;re man ein bisschen bl&ouml;d&ldquo;, klagt Sch&auml;fer. (&hellip;)<br>\nFrau Sch&auml;fer hat daf&uuml;r gek&auml;mpft, dass sie weitermachen darf. Sie arbeitete als Programmiererin f&uuml;r den Optikkonzern Zeiss im hessischen Wetzlar. Ein paar Jahre h&auml;tte sie gern noch gearbeitet, doch sie hat verloren. Deshalb nennt sie den letzten Umtrunk im Kollegenkreis eine &bdquo;Trauerfeier&ldquo;. Viele verst&uuml;nden aber gar nicht, wo ihr Problem liegt. Einige der J&uuml;ngeren f&auml;nden es zwar gut, dass sie weiterarbeiten wolle, glaubt Sch&auml;fer. Bei den mittelalten nehme die Skepsis schon zu, sie machten dann Witze wie: &bdquo;Du kannst gerne meine restlichen Jahre bis zur Rente haben.&ldquo; Klarer fielen die meisten Kommentare von Kollegen in ihrem Alter aus: &bdquo;Du spinnst, sei doch froh.&ldquo; Nur zwei oder drei h&auml;tten sich getraut und ebenfalls den Wunsch ge&auml;u&szlig;ert, gerne l&auml;nger arbeiten zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/mit-65-jahren-zur-rente-verdammt-13542423.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der FAZ-Propagandist Astheimer verbreitet ja auch sonst gerne die aktuellen Jubelmeldungen vom Arbeitsmarkt und den Unsinn vom angeblichen Arbeitskr&auml;ftemangel (bei &uuml;ber 6 Millionen Arbeitslosen). Mit diesem dreist manipulativen Artikel hat er sich selbst &uuml;bertroffen, denn selbstverst&auml;ndlich d&uuml;rfen auch Rentner arbeiten. Nachdem Astheimer alle m&ouml;glichen Schuldigen durchgehechelt hat (die uneinsichtige Politik, die Betonk&ouml;pfe von der Gewerkschaft, &hellip;), erfolgt erst im letzten Drittel des Artikels die Aufl&ouml;sung: der Arbeitgeber, die Firma Zeiss, m&ouml;chte der armen Frau keinen Arbeitsplatz mehr geben; warum, ist unbekannt. Aber immerhin hat Astheimer nebenbei die &uuml;blichen BDI-Topoi verstreut: &Uuml;beralterung, Fachkr&auml;ftemangel, &ldquo;&Auml;ltere m&uuml;ssen l&auml;nger arbeiten&rdquo;, die Alten haben genug zum Leben, wollen aber arbeiten, Menschen, die mit 50 oder 60 k&ouml;rperlich am Ende sind und Altersarmut gibt es nicht&hellip; Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn die FAZ mal mit derselben Verve z. B. das Schicksal der vielen von Karstadt entlassenen Verk&auml;uferinnen behandeln w&uuml;rde, die auch gerne arbeiten w&uuml;rden, aber nicht d&uuml;rfen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Zahl der Kinder in Hartz-IV-Haushalten steigt wieder an<\/strong><br>\nDie Zahl der unter 15-j&auml;hrigen, die auf Hartz-IV-Leistungen angewiesen sind, steigt wieder. Es sind &uuml;ber 1,6 Millionen Kinder, etwa die H&auml;lfte lebt bei Alleinerziehenden.<br>\nImmer mehr Kinder unter 15 Jahren leben einem Zeitungsbericht zufolge von Hartz IV. Die Zahl der unter 15j&auml;hrigen in betroffenen Haushalten sei 2014 um ein Prozent auf 1.634.095 gestiegen und damit auf den h&ouml;chsten Stand seit 2010. Das berichtet die Bild-Zeitung unter Berufung auf Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA). 343.897 Kinder seien unter drei Jahre alt, 463.179 zwischen drei und sieben, 827.019 zwischen sieben und 15 Jahre alt. 822.000 der Kinder lebten dem Bericht zufolge bei Alleinerziehenden Hartz-IV-Empf&auml;ngern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-04\/hartz-iv-kinder\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie die Autobahnr&auml;uber der Fratzscher-Kommission die eigenen L&uuml;gen entlarven<\/strong><br>\nAm Dienstag wird Marcel Fratzscher seinem Auftraggeber Sigmar Gabriel das Gutachten seiner Infrastrukturkommission &uuml;bergeben. Den eigentlichen Zweck der Aktion, Allianz und Co. auf Kosten der Steuerzahler und der ADAC-Mitglieder (als Mautzahler) die Kapitalertr&auml;ge zu subventionieren, wird hinter einer ganzen Reihe von L&uuml;gen versteckt. Man braucht nur den Bericht genau zu lesen, um diese L&uuml;gen zu entlarven. Bevor wir uns dieser kurzweiligen &Uuml;bung zuwenden, seien noch kurz Felix Rohrbeck und Mark Schieritz aus der letzten &bdquo;Zeit&ldquo; zitiert, die sich endlich kritisch diesem Thema annehmen, das die Mainstram-Medien bisher im Wesentlich dem Handelsblatt, dem Tagesspiegel und meinem Blog &uuml;berlassen hatten:<br>\n&bdquo;Rasen f&uuml;r die Rente! Wenn es nach Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel eingesetzten Expertenkommission geht, dann sichern wom&ouml;glich bald die Autofahrer die Altersvorsorge. Deutsche Autobahnen w&uuml;rden zur mautpflichtigen Einnahmequelle f&uuml;r Kleinanleger und Finanzindustrie.&ldquo;<br>\nDenn, wie hier ausf&uuml;hrlicher nachzulesen, muss das gescheiterte Modell der kapitalgedeckten  Altersvorsorge irgendwie gerettet werden, zum Beispiel, indem den Versicherern und sonstigen Tr&auml;gern die Renditen subventioniert werden. Dass die letztj&auml;hrige Rekorddividende des angeblich so schwer unter den Niedrigzinsen &auml;chzenden Versicherers Allianz nicht m&ouml;glich gewesen w&auml;re, wenn die Gesellschaft nicht auf solche Gro&szlig;z&uuml;gigkeit hoffen d&uuml;rfte, kommt noch hinzu, wird aber in diesem Zusammenhang ungern erw&auml;hnt.<br>\nHier im &Uuml;berblick die f&uuml;nf L&uuml;gen, die die Kommission selbst enttarnt:<br>\nL&uuml;ge 1: Eine Staatsgarantie f&uuml;r die Verkehrs-Infrastrukturgesellschaft f&uuml;hrt dazu, dass deren Schulden dem Staat zugerechnet werden.<br>\nL&uuml;ge 2: Die Hoheit der Parlamente soll gewahrt werden.<br>\nL&uuml;ge 3: Die Anleger werden f&uuml;r die &Uuml;bernahme von Risiko verg&uuml;tet.<br>\nL&uuml;ge 4: Die Einbeziehung von Privatinvestoren bringt Kosten-, Effizienz- und Geschwindigkeitsvorteile.<br>\nL&uuml;ge 5: Die vorgeschlagenen &bdquo;Infrastrukturgesellschaften f&uuml;r Kommunen (IfK)&ldquo; sollen diese ohne Interessenbindung beraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/27-german\/news\/339-luegen-der-fratzscher-kommission#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: &Auml;rger um Privatisierung &ndash; Die fragw&uuml;rdigen Berater des Bundes<\/strong><br>\nDie Bundesregierung l&auml;sst sich bei Neubauten und IT-Vorhaben oft von einer umstrittenen Firma beraten. Deren Anteilseigner profitieren am Ende von den Projekten. Die Opposition f&uuml;rchtet den Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Infrastruktur.<br>\nAnfang vergangener Woche feierte sich die Gro&szlig;e Koalition mal wieder selbst. Bauministerin Barbara Hendricks (SPD) verlieh Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) ein Zertifikat f&uuml;r nachhaltiges Bauen. Man h&auml;tte es auch Zertifikat f&uuml;r teures Bauen nennen k&ouml;nnen.<br>\nEs ging um das neue Ministerium von Wanka in der N&auml;he des Berliner Hauptbahnhofs. Voriges Jahr bezogen erste Beamte den 260 Millionen Euro schweren Komplex aus gr&uuml;nem Naturstein mit vertikalen Schlitzfenstern. Ein Konsortium um den Baukonzern BAM hat das Ministerium errichtet und wird es bis zum Jahr 2041 betreiben. Im Gegenzug erhalten die Investoren j&auml;hrlich rund sechs Millionen Euro f&uuml;r Miete und Instandhaltung vom Staat.<br>\nFachleute sprechen von &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaften, kurz &Ouml;PP: Die Regierung vermeidet die hohen Baukosten, stattdessen muss sie jahrzehntelang &uuml;ppige Mieten zahlen. Die Gro&szlig;e Koalition will die private Finanzierung von &ouml;ffentlicher Infrastruktur in den kommenden Jahren massiv ausweiten, obwohl sich der Bund fast zum Nulltarif verschulden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesregierung-aerger-um-beraterfirma-oepp-a-1026870.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schweiz: Private Sicherheitsdienste &uuml;bernehmen Polizeiaufgaben<\/strong><br>\nJuristen warnen vor einer Erosion des staatlichen Gewaltmonopols<br>\nEin Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft trat, finanzielle N&ouml;te und ein Belastungs-und Anspruchsph&auml;nomen, das mit &ldquo;24-Stunden-Gesellschaft&rdquo; umschrieben wird, hat in der Schweiz dazu gef&uuml;hrt, dass bestimmte polizeiliche Aufgaben ausgelagert werden. Private Sicherheitsfirmen &uuml;bernehmen, zu einem weitaus g&uuml;nstigeren Preis. Aktuell haben sich nun mehrere Gemeinden im Umkreis von Basel dieser Auslagerung angeschlossen, was in Medien zu kritischer Aufmerksamkeit f&uuml;hrt. (&hellip;)<br>\nDie &uuml;berforderte Polizei, deren Kosten allein schon durch den Ausbildungsaufwand h&ouml;her liegen, sei auf dem R&uuml;ckzug, die Sicherheitsbranche habe Konjunktur, kommentierte die NZZ heute alarmiert. Die Zahl der Angestellten in dieser Branche nehme j&auml;hrlich um rund f&uuml;nf Prozent zu.<br>\nDas Problem sei, dass Sicherheit nur &ldquo;vorgegaukelt&rdquo; werde, weil die Kompetenzen der Sicherheitsmitarbeiter zu beengt sind, um tats&auml;chlich Polizeiaufgaben zu &uuml;bernehmen. Als Beispiel wird in Medien die Situation genannt, dass es die Security-Angestellte bei einer Ruhest&ouml;rung mit unbequemen Zeitgenossen zu tun bekommen, wof&uuml;r die Polizei, die aber nicht vor Ort ist, die besseren Mittel h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44678\/1.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ist es nur noch eine Frage der Zeit bis entsprechende Gesetz auch in Deutschland oder der gesamten Europ&auml;ischen Union existieren?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Big Brother Awards 2015: Im Westen nichts Neues<\/strong><br>\nZur Stunde werden in Bielefeld die Big Brother Awards verliehen. Neben deutschen Ministerien und Geheimdiensten sind diesmal auch Preistr&auml;ger US-amerikanischer Pr&auml;gung dabei, f&uuml;r die das Wort Datenschutz ein Fremdwort ist.<br>\nTelemedizinische Datenautobahn<br>\nBekanntlich will Bundesgesundheitsminister Hermann Gr&ouml;he (CDU) Tempo machen auf der telemedizinischen Datenautobahn und den in der Garage schlummernden Sportwagen Gesundheitskarte auf Hochtouren bringen. F&uuml;r sein geplantes e-Health-Gesetz bekommt Gr&ouml;he den Big Brother Award in der Kategorie Verbraucherschutz, wie ihn zuvor schon einmal Gesundheitsministerin Ulla Schmidt kassierte. Das war im Jahre 2004, als mit dem GKV-Modernisierungsgesetz die elektronische Gesundheitskarte eingef&uuml;hrt wurde. Nun wird sie beschleunigt und dass nicht zu unser aller Gesundheit, meint die Jury, sondern einzig und allein, um der IT-Industrie satte Erl&ouml;se zu bescheren. Rund 15 Milliarden Euro werden so ausgegeben und kommen dem Shareholder Value der Firmen zugute, hei&szlig;t es in der Preisbegr&uuml;ndung.<br>\nGleich zwei Minister d&uuml;rfen sich &uuml;ber einen Preis in der Kategorie Politik freuen. Denn pr&auml;miert die verschleppende und bremsende Haltung von Deutschland bei der Europ&auml;ischen Datenschutzgrundverordnung. Um diese Verordnung wird seit Jahren gerungen, deshalb geht der Big Brother Award zu gleichen Teilen an den Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) wie an seinen Amtsvorg&auml;nger Hans-Otto Friedrich (CSU), die bei der &ldquo;Grundrechtsvernichtung&rdquo; ganze Arbeit geleistet haben, wie die Jury anmerkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Big-Brother-Awards-2015-Im-Westen-nichts-Neues-2611766.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.rdf\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Terrorbek&auml;mpfung: Europol soll das Internet st&auml;rker &uuml;berwachen<\/strong><br>\nNeben dem Projekt &ldquo;Check the Web&rdquo; zur Beobachtung terroristischer Umtriebe im Netz wird Europol eine neue &ldquo;Hinweisstelle&rdquo; auf extremistische Inhalte einrichten.<br>\nBei Europol laufen die Pl&auml;ne auf Hochtouren, Anfang Juli ein neues Hinweiszentrum auf Propaganda und sonstige Aktivit&auml;ten insbesondere islamistischer Terrorgruppen im Internet in Betrieb zu nehmen. Die entsprechende Stelle solle die Expertise, die sich die Polizeibeh&ouml;rde mit dem Projekt &ldquo;Check the Web&rdquo; und dem Europ&auml;ischen Cybercrime-Zentrum aufgebaut habe, &ldquo;weiterentwickeln&rdquo;, hat die Bundesregierung jetzt in Antwort auf eine Anfrage der Linken im Bundestag erkl&auml;rt. Es sei aber nicht vorgesehen, Check the Web in die neue Einheit umzuwandeln. (&hellip;)<br>\nDie 2007 gestartete und vom Bundeskriminalamt mit vorangetriebene &Uuml;berwachungsinitiative soll eigentlich bereits Online-&Auml;u&szlig;erungen bekannter Terroristenvereinigungen wie ISIS oder al-Qaida auswerten und den Informationsaustausch einschl&auml;giger Experten der EU-Mitgliedsstaaten verbessern. Worin der Unterschied der k&uuml;nftigen Meldestelle zum derzeitigen &ldquo;Fokuspunkt&rdquo; Check the Web liegen soll, steht nach Angaben des federf&uuml;hrenden Bundesinnenministeriums daher &ldquo;noch nicht fest&rdquo;. Die Ausgestaltung und Arbeitsweise des Zentrums werde derzeit noch in den EU-Gremien er&ouml;rtert.<br>\nEingebracht hat den Vorschlag f&uuml;r die geplante Einheit nach Regierungskenntnis im Januar der Anti-Terror-Koordinator Gilles de Kerchove. Berichten zufolge soll die Stelle terroristische und extremistische Online-Inhalte ausfindig machen und Polizei&auml;mter der Mitgliedsstaaten bei einschl&auml;gigen Untersuchungen helfen. Beobachter gehen davon aus, dass eine engere Kooperation der &ldquo;Hotline&rdquo; mit Internetprovidern angestrebt wird. Ersuchen zum L&ouml;schen einschl&auml;giger Inhalte k&auml;me so ein gr&ouml;&szlig;eres Gewicht zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Terrorbekaempfung-Europol-soll-das-Internet-staerker-ueberwachen-2612091.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Verfassungsschutz baut Internet&uuml;berwachung aus<\/strong><br>\nZiel ist die schnelle Analyse gro&szlig;er Datenmengen trotz des &ldquo;stetig zunehmenden Kommunikationsverhaltens&rdquo; und der &ldquo;Nomadisierung&rdquo; des Nutzungsverhaltens, um Kommunikationsnetze und Bewegungsprofile zu erstellen<br>\nDas Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) beabsichtigt den Aufbau einer Einheit &ldquo;Erweiterte Fachunterst&uuml;tzung Internet&rdquo; (EFI). Vorgesehen sind daf&uuml;r, wie aus einem Konzept des BfV hervorgeht, das Netzpolitik zugespielt wurde und ver&ouml;ffentlicht hat, 6 Referate mit 75 Vollzeitstellen. Bereits im Juni 2014 berichteten Medien &uuml;ber die neue Einheit, mit deren Aufbau im April 2014 begonnen wurde.<br>\nDas BfV erachtet angesichts &ldquo;der sich ver&auml;ndernden Kommunikationsformen und -medien im Internet &hellip; in Bezug auf die Informationssammlung und -auswertung eine strategische und organisatorische Neuaufstellung&rdquo; als erforderlich. Dazu soll die &ldquo;Telekommunikations&uuml;berwachung von internetgest&uuml;tzter Individualkommunikation nach dem Artikel-10-Gesetz&rdquo; verbessert und ausgebaut werden. Zudem sollen neue Methoden und Ma&szlig;nahmen zur Datenauswertung entwickelt werden, die eine &ldquo;Einordnung in einen komplexen Rechtsrahmen, ohne dass G-10 einschl&auml;gig ist&rdquo;.<br>\nNach Netzpolitik.org dient die neue Einheit der Entwicklung eines Systems der automatisierten Massendatenauswertung, obgleich der BfV nur Einzelpersonen &uuml;berwachen darf. Die Auswertung soll unter den Voraussetzungen der Verschlusssachenanweisung auswerten, um &ldquo;bislang unbekannte und nicht offen erkennbare Zusammenh&auml;nge zwischen einschl&auml;gigen Personen und Gruppierungen im Internet festzustellen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44665\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Auff&auml;llig ist &ndash; leider &ndash; die Reklame rechts neben dem Artikel f&uuml;r ein Call-Center, das keinen Betriebsrat hat und vermutlich nahezu jedes Telefongespr&auml;ch aufzeichnet. Offenbar schaltet dieses Call-Center in einigen &uuml;berregionalen Medien Anzeigen. Hat sich die wohl meist prek&auml;r besch&auml;ftigte\/bezahlte Mitarbeiterschaft dieser Firma noch nie gefragt, was mit ihrem erzielten Mehrwert (= Unternehmensgewinn) geschieht?<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben bereits auf fragw&uuml;rdige Aktionen des Unternehmens hingewiesen: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24286#h16\">Osnabr&uuml;cker Firma KiKxxl spendet 50000 Euro<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Morde an Regimegegnern<\/strong><br>\nMindestens drei ukrainische Journalisten get&ouml;tet. Vorwurf: &raquo;prorussisch&laquo;. Regierung ruft zu Denunziationen auf<br>\nDie Serie der Morde an Gegnern der ukrainischen Machthaber geht weiter. Allein in dieser Woche wurden in Kiew ein ehemaliger Abgeordneter und zwei Journalisten erschossen. Zu den beiden Attentaten bekannte sich die Faschistengruppe &raquo;Ukrainische Aufst&auml;ndische Armee&laquo; (UPA), wie dpa am Freitag meldete. Die Organisation habe damit gedroht, weitere &raquo;antiukrainische&laquo; Personen zu t&ouml;ten, sollten diese bis Montag abend nicht das Land verlassen haben. Eine weitere Journalistin wurde in einer Provinzstadt tot aufgefunden. (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend der Mord an Busina selbst vom US-Au&szlig;enministerium &raquo;verurteilt&laquo; wurde, konnten sich weder das ukrainische Innenministerium noch Pr&auml;sident Petro Poroschenko bisher ein Wort des Beileids f&uuml;r die Familien der Ermordeten abringen. Anton Geraschtschenko, als &raquo;Berater&laquo; des Innenministeriums f&uuml;r Pressearbeit und &ndash; anscheinend &ndash; Desinformation zust&auml;ndig, verk&uuml;ndete auf Facebook, offenbar w&uuml;rden die Mitwisser staatsfeindlicher Aktionen gegen die Ukraine jetzt liquidiert. Wer noch etwas zu verbergen habe, solle sich den Beh&ouml;rden stellen, um dem Schicksal Kalaschnikows und Businas zu entgehen. Poroschenko lie&szlig; auf seiner Webseite erkl&auml;ren, die Morde seien von Russland inspiriert, um von der T&ouml;tung des russischen liberalen Politikers Boris Nemzow abzulenken und die Ukraine zu diskreditieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-18\/044.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>173rd Airborne Brigade arrives in Ukraine for Fearless Guardian<\/strong><br>\nAbout 300 paratroopers, from the 173rd Airborne Brigade, arrived at the International Peacekeeping and Security Center, April 14 &ndash; 15, to begin a six-month training rotation with Ukrainian national guard forces, here.<br>\n&ldquo;The 173rd Airborne Brigade is here to train with Ukrainian forces,&rdquo; said Maj. Jose Mendez, a brigade operations officer. &ldquo;We will be conducting classes on war-fighting functions, as well as training to sustain and increase the professionalism and proficiency of military staffs.&rdquo;<br>\nThe training, known as Fearless Guardian, is for the newly-formed national guard under the congressionally-approved Global Contingency Security Fund. Under the program, the United States will begin training three battalions of Ukrainian troops during the six-month period.<br>\nTwo companies, from the brigade and a battalion staff, will train two Ukrainian national guard companies and their respective staff in each of the three two-month training rotations. Soldiers and paratroopers will focus on building capacity with the newly established national guard units.<br>\n&ldquo;We can talk about partnership all day,&rdquo; said 1st Sgt. Christopher J. Valverde, Troop B, 1st Squadron, 91st Cavalry Regiment, 173rd Airborne Brigade. &ldquo;But it is at the lowest level, when the Soldiers interact together, where real relationships are built and the more beneficial the training becomes.&rdquo;<br>\nWhile the Americans have come fully ready to share knowledge, they also are anxious also to learn.<br>\n&ldquo;Coming to Ukraine is a great opportunity for our troop,&rdquo; said Capt. Matthew Carpenter, commander, Troop B. &ldquo;We will not only teach our Ukrainian peers what we know, but we will also try to learn from them as much as we can.&rdquo;<br>\nToday, the brigade, as the Army Contingency Response Force in Europe, is conducting continuous operations in six different countries.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.army.mil\/article\/146549\">U.S. Army<\/a>\n<p><strong>Dazu: Amerika gie&szlig;t &Ouml;l ins ukrainische Feuer<\/strong><br>\nDie USA entsenden Soldaten in die Westukraine. Das kann eine lebensgef&auml;hrliche Eskalationsspirale in Gang setzen. Die Kanzlerin muss hart bleiben: keine Waffen, keine Soldaten.<br>\nVor drei Tagen meldete das US Army Command, es sollten 300 Soldaten der 173. Luftlandebrigade aus Italien in die Westukraine verlegt werden &ndash; Operation &ldquo;Furchtloser H&uuml;ter&rdquo;. Sie sollen dort der ukrainischen Nationalgarde taktischen Nachhilfeunterricht geben, Anfang einer auf je sechs Monate angelegten Rotation. [&hellip;]<br>\nWas aus Sicht amerikanischer Milit&auml;rst&auml;be aussehen mag wie ma&szlig;genaue Stabilisierung der Lage Richtung Ostukraine und die von Moskau alimentierten Separatisten, nimmt sich in Sicht des Kreml aus wie die Best&auml;tigung wildester Einkreisungs&auml;ngste und Unterstellungen, was amerikanische Strategie betrifft. Der Weg in eine Vorkriegszeit war noch immer, und so auch jetzt, mit Missverst&auml;ndnissen gepflastert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article139787051\/Amerika-giesst-Oel-ins-ukrainische-Feuer.html\">WELT<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Michael L&uuml;ders zur &ldquo;Urs&uuml;nde&rdquo; und den Chaosstiftern im Nahen und Mittleren Osten<\/strong><br>\nDer Politik- und Islamwissenschaftler, Publizist und ehem. Zeit-Redakteur Michael L&uuml;ders hat in einem Vortrag bei der Tele-Akademie Inhalte seines neuen Buchs &bdquo;Wer den Wind s&auml;t: Was westliche Politik im Orient anrichtet&ldquo; vorgestellt. Es ist erfreulich, zu welch klargeistigen und unverbl&uuml;mten Analysen auch prominente Personen aus dem Medienbereich in der Lage sind, wenn Sie bereit sind, die fragmentierte Standarderz&auml;hlung umfassend zu verwerfen. Herr L&uuml;ders zeigt in dem Vortrag die T&auml;terschaft westlicher Staaten in Bezug auf die tiefgreifenden und verheerenden Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten auf und geht dabei in pr&auml;gnanter Weise auf die urs&auml;chlichen Verbindungen zwischen den Ereignissen ein. Er startet mit dem Putsch gegen Mossadegh 1953, den er als &bdquo;Urs&uuml;nde&ldquo; bezeichnet. Er berichtet von der westlichen Aufbauhilfe des Dschihadismus 1979 in Afghanistan, mit der die damalige Sowjetunion in den Krieg gezogen werden sollte, und zeigt auf, wie hieraus die Strukturen f&uuml;r al-Qaida erwachsen sind. Er kommt auf die Rolle und die Ideologie Saudi-Arabiens zu sprechen, erl&auml;utert die Hintergr&uuml;nde des Iran-Irak-Krieges, sowie der beiden Irak-Kriege 1991 und 2003 und zeigt auf, wie hieraus die Strukturen des &bdquo;Islamischen Staates im Irak&ldquo; entstanden sind, die sich im Verbund mit dem westlich unterst&uuml;tzen Versuch des Sturzes von Syriens Pr&auml;sident Assad zum heutigen IS entwickelten (dessen Entstehen ja durch eine weitgehend dekontextualisierte Darstellungsweise und seine Reduktion auf die Kategorie &bdquo;des B&ouml;sen&ldquo; gegen&uuml;ber ernsthaften Erkl&auml;rungsversuchen abgeschirmt wird). Zudem kommt er auf das Verh&auml;ltnis zwischen Sunniten und Schiiten, die Auswirkungen der Beseitigung Gaddafis in Libyen und den Israel-Pal&auml;stina-Konflikt in einer Art und Weise zu sprechen, die aufzeigt, wie Analysen aussehen k&ouml;nnen, die sich von Konformit&auml;tsdruck befreit haben. Er erl&auml;utert dabei auch das Projekt der &bdquo;neuen Verantwortung&ldquo;, durch das die Bev&ouml;lkerung hierzulande ja von der Notwendigkeit kriegerischer Aktivit&auml;ten Deutschlands im weltweiten Ma&szlig;stab &uuml;berzeugt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=8669#more-8669\">Maskenfall<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin S.H.:<\/strong> Ich habe mir die vollst&auml;ndige Version angeh&ouml;rt. Ein sehr empfehlenswerter, weil erhellender Vortrag, finde ich. Und ganz wichtig: Michael L&uuml;ders weist darauf hin, dass die 2013 von der George Washington Universit&auml;t ver&ouml;ffentlichten Dokumente bzgl. des Putsches gegen Mossadegh offenbarten, wie die Vorgehensweise des britischen und US-amerikanischen Geheimdienstes zur Vorbereitung des Sturzes Mossadeghs die Blaupause lieferten f&uuml;r alle folgenden westlichen Diffamierungskampagnen gegen Politiker, die in Ungnade gefallen sind und beseitigt werden sollen. Alle Zielpersonen w&uuml;rden seitdem in fast der gleichen Terminologie gezielt d&auml;monisiert und mit Hitler gleichgestellt (ab 06:00:00 bzw. 07:00:00), wie das z.Zt. am Beispiel Wladimir Putins beobachtet werden k&ouml;nne. L&uuml;ders geht auch kurz auf die Ukraine-Krise ein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das PEGIDA-Gesetz<\/strong><br>\nDie Bundesregierung plant eine erneute Versch&auml;rfung des Aufenthaltsrechts. Ein breites B&uuml;ndnis zivilgesellschaftlicher Gruppen macht dagegen mobil &ndash;<br>\nViel an &ouml;ffentlicher Debatte gibt es dar&uuml;ber zwar nicht, aber die Regierung plant eine Gesetzes&auml;nderung, die massive Auswirkungen auf Fl&uuml;chtlinge in Deutschland haben k&ouml;nnte. Unter dem Titel &ldquo;Gesetzentwurf zur Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung&ldquo; gehe man, so hei&szlig;t es aus dem Innenministerium, &bdquo;einen wichtigen Schritt, um die aktuellen migrationspolitischen Herausforderungen zu meistern&ldquo;. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re: &bdquo;Das Gesetz hat eine einladende und eine abweisende Botschaft. Beide sind Teil einer Gesamtstrategie.&ldquo; In der Darstellung der deutschen Beh&ouml;rden liest sich das Vorhaben so: Auf der einen Seite sei man bestrebt, denjenigen, den Aufenthalt derjenigen zu erleichtern, die &bdquo;anerkennenswerte Integrationsleistungen erbracht haben oder die schutzbed&uuml;rftig sind&ldquo;. Zum anderen wolle man aber &bdquo;bestehende Ausreisepflichten von Personen, denen unter keinem Gesichtspunkt &ndash; auch nicht humanit&auml;r &ndash; ein Aufenthaltsrecht in Deutschland zusteht, konsequent durchzusetzen&ldquo;.<br>\nDie euphemistischen Formulierungen konnten offenbar nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, was der Entwurf tats&auml;chlich bedeutet. Schon bei der ersten Vorlage des Entwurfs im Bundesrat &auml;u&szlig;erte sich der th&uuml;ringische Ministerpr&auml;sident Bodo Ramelow (Die Linke) skeptisch. Zwar k&ouml;nne er einigen Bestimmungen der Reform etwas abgewinnen, etwa der Reduzierung des Arbeitsverbots f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge auf drei Monate, f&uuml;gte aber hinzu, dass er &bdquo;zahlreiche andere Regelungen im Gesetzestext  vor dem Hintergrund europa- und v&ouml;lkerrechtlicher Erfordernisse kritisch&rdquo; sehe: &ldquo;Dazu geh&ouml;ren insbesondere die Regelungen zur Haft im Kontext des Dublin-Verfahrens, die grunds&auml;tzliche Abschaffung paralleler Titelerteilung, die gesteigerte Bedeutung des Einreise- und Aufenthaltsverbots sowie die Neukonzeption des Ausweisungsrechts.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201504173507\/politik\/inland\/das-pegida-gesetz.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Angesichts solch eines Regierungsvorhabens f&auml;llt es kaum schwer, dem Sarkasmus bzw. Zynismus zu verfallen: <a href=\"http:\/\/www.willkommen-auf-deutsch.de\/\">Willkommen auf deutsch<\/a> (so auch der Titel eines Dokumentarfilms &uuml;ber den Umgang mit Fl&uuml;chtlingen hierzulande).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mauern gegen Ausl&auml;nder? &ndash; Geb&uuml;hren f&uuml;r internationale Studierende<\/strong><br>\nUnd es gibt sie doch noch: Studiengeb&uuml;hren m&ouml;gen f&uuml;r die Allgemeinheit (vorerst) abgeschafft sein. F&uuml;r Nicht-EU-Ausl&auml;nder an der Musikhochschule Leipzig gilt das nicht. Sie zahlen j&auml;hrlich 3600 Euro. Manch ein Rektor oder Politiker w&uuml;nscht sich, dass die Ausnahme zur Regel wird. Eine Klage k&ouml;nnte das verhindern.<br>\nBezahlstudium? Das war einmal. Aber jetzt doch nicht mehr. Mit Niedersachsen hat schlie&szlig;lich im Vorjahr das letzte von zwischenzeitlich sieben Geb&uuml;hrenl&auml;ndern das Inkassostudium wieder eingemottet. Wozu sich also noch Sorgen machen? Von wegen: Die sch&ouml;ne neue Welt gibt es nicht f&uuml;r jeden in Deutschland. An der Leipziger Hochschule f&uuml;r Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy (HMT) m&uuml;ssen Studierende, die von au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (EU) kommen, seit dem Wintersemester 2013\/14 pro Semester 1800 Euro f&uuml;r ihre Ausbildung hinbl&auml;ttern.<br>\nKlage gegen Diskriminierung<br>\nVon den &uuml;ber 100 Leidtragenden stammen viele aus Asien, und eine davon l&auml;sst sich die Sache nicht bieten. Sie ist die hierzulande erste und bislang einzige Betroffene, die sich vor Gericht gegen die Zust&auml;nde zur Wehr setzt. Die Frau eines deutschen Mannes und Mutter eines Kindes hat im Mai 2014 vor dem Verwaltungsgericht Leipzig Klage gegen ihre Ungleichbehandlung und, wie sie meint, &bdquo;Diskriminierung&ldquo; eingelegt (siehe Interview unten). Wie und wann ihr Fall entschieden wird, l&auml;sst sich nicht absehen. Bisher wurde nicht einmal ein Verhandlungstermin festgesetzt.<br>\nDie H&auml;ngepartie hat dabei sogar etwas Gutes. Solange die Angelegenheit nicht gekl&auml;rt ist, m&uuml;ssen Planspiele nach dem Muster der Leipziger Musikhochschule andernorts erst einmal in der Schublade verbleiben. Das gilt auch und vor allem f&uuml;r Baden-W&uuml;rttemberg, dessen gr&uuml;n-rote Landesregierung schon l&auml;nger mit einem Sonderopfer f&uuml;r ausl&auml;ndische Studierende lieb&auml;ugelt. Der entsprechende Vorsto&szlig; durch die Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Landtag, Edith Sitzmann, liegt bereits mehr als eineinhalb Jahre zur&uuml;ck und sorgte seinerzeit f&uuml;r allerhand Aufregung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1821-gebuehren-internationale-studis.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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