{"id":25779,"date":"2015-04-21T08:32:24","date_gmt":"2015-04-21T06:32:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779"},"modified":"2015-04-21T08:32:24","modified_gmt":"2015-04-21T06:32:24","slug":"hinweise-des-tages-2358","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h01\">Tod im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h02\">Paul Krugman: &bdquo;Sch&auml;uble hat nichts gelernt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h03\">Von wegen alternativlos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h04\">Aufstand der Prek&auml;ren in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h05\">Mit Varoufakis eine tragf&auml;hige &ouml;konomische &ldquo;Alternative&rdquo; zum herrschenden Spardiktat entwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h06\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h07\">Financial Waterboarding<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h08\">Das Ende der Freiwilligkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h09\">Britische Minijobs &ndash; Am Nullpunkt des Arbeitsmarkts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h10\">Teurer Atomm&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h11\">Endlager fr&uuml;hestens in 150 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h12\">Energiewende &ndash; aber richtig: Franz&ouml;sische Ademe-Studie &ndash; Der Umstieg auf 100 Prozent gr&uuml;nen Strom ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h13\">INSM: Klassenkampf von oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h14\">Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h15\">Geheime Nebenabrede: Doch kein Richtervorbehalt f&uuml;r Bestandsdatenauskunft, also Gro&szlig;teil der Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h16\">Neonazis und Informanten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h17\">TTIP, VDS, Griechenland: die Christdemokratisierung der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779#h18\">Ich k&auml;mpfe gegen den Schweinezyklus&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25779&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tod im Mittelmeer<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es ist Mord!<\/strong><br>\nJetzt trauern sie und sch&auml;men sich, als h&auml;tten sie&rsquo;s nicht gewollt: Europ&auml;ische Spitzenpolitiker, deutsche Regierungsvertreter. Aber nein: Der tausendfache Tod im Mittelmeer &ndash; er ist keine Katastrophe, die wie ein Erdebeben &uuml;ber uns hereingebrochen ist. Er ist das zynisch einkalkulierte Resultat gewollter Politik. Wer die Landgrenzen dichtmacht. Wer Seenotrettungsprogramme einstellt. Wer B&uuml;rgerkriegsfl&uuml;chtlinge in den Botschaften ins Verderben schickt. Der handelt aktiv, vors&auml;tzlich und aus niedrigen Beweggr&uuml;nden. Weil er den Tod Tausender billigend in Kauf nimmt, um andere abzuschrecken. Ein Leichenberg als Mittel der Politik &ndash; das ist tiefstes Mittelalter. Und es ist Mord. Ein Mord, f&uuml;r den die Regierungen Europas verantwortlich sind &ndash; auch wenn sie nie daf&uuml;r zur Verantwortung gezogen werden. Deshalb: Spart Euch Eure Krokodilstr&auml;nen! Gesteht Eure Schuld ein &ndash; und &uuml;bt Euch in t&auml;tiger Reue! Wenigstens das!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/876194179086190\">Monitor via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Ums Verrecken<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Schock, der uns in tiefe Trauer st&uuml;rzt. Meine Gedanken und meine Anteilnahme, auch die der ganzen Bundesregierung, sind jetzt bei den Menschen, die so j&auml;h ihr Leben verloren haben.&ldquo;<br>\nSo sprach Angela Merkel an jenem 24. M&auml;rz, als 150 Menschen beim Absturz der Germanwings-Maschine ums Leben gekommen waren. Jetzt am Wochenende war &Auml;hnliches nicht zu h&ouml;ren, als bis zu 700 Fl&uuml;chtlinge im Mittelmeer ertranken.<br>\nNat&uuml;rlich ist es ein Unterschied, ob eine deutsche Kanzlerin um Landsleute zu trauern hat oder nicht. Aber der Dimension, die das Verrecken im Mittelmeer angenommen hat, w&uuml;rde nichts anderes gerecht als die radikale Abkehr von einer Politik, die sich &ndash; in Worten und in Taten &ndash; der tausendfach unterlassenen Hilfeleistung mit Todesfolge schuldig macht.<br>\nWer den Zynismus sp&uuml;ren m&ouml;chte, muss sich auf &bdquo;bundesregierung.de&ldquo; ansehen, wie Merkel sich im Februar zum Sterben im Mittelmeer &auml;u&szlig;erte. Schock? Trauer? Anteilnahme? Ach was: &bdquo;In der Tat ist die Situation auf dem Mittelmeer auch sehr unbefriedigend.&ldquo; Ja, das wird relativ unbefriedigend sein, kl&auml;glich zu ersaufen, weil Europa das Geld nicht ausgeben wollte, das die inzwischen eingestellte Rettungsaktion &bdquo;Mare Nostrum&ldquo; gekostet hat: neun Millionen Euro im Monat.<br>\nDie Rettung der Bank Hypo Real Estate hat die deutschen Steuerzahler um die 20 Milliarden Euro gekostet, das sind etwa 185 Jahre Mare Nostrum. 1,2 Milliarden (elf Jahre Mare Nostrum) bekommt die Bundeswehr 2016 zus&auml;tzlich. Niedriger &Ouml;lpreis und Euroschw&auml;che werden den &ouml;ffentlichen Haushalten 2015 und 2016 je 20 Milliarden Euro &Uuml;berschuss bescheren.<br>\nDie deutsche Politik aber zackert &uuml;ber das Geld, das Fl&uuml;chtlinge ja in der Tat kosten, wenn man sie nicht lieber verrecken l&auml;sst. Sie ergeht sich in &Uuml;berlegungen, wer &bdquo;wirklich&ldquo; Aufnahme braucht und wen man &ndash; schneller! &ndash; abschieben sollte. Sie versteckt sich hinter Ressentiments der B&uuml;rger, die sie selbst sch&uuml;rt mit ihrer Abwehrpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/fluechtlinge-ums-verrecken,29607566,30474562.html\">Stephan Hebel in der FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Schlepperbanden sollen gezielt bek&auml;mpft werden<\/strong><br>\nWie kann das Massensterben der Fl&uuml;chtlinge auf dem Mittelmeer verhindert werden? Europas Politiker wollen gegen Schleuser vorgehen.<br>\nNach dem Tod von mehr als 700 Fl&uuml;chtlingen aufgrund eines Bootsungl&uuml;cks vor der libyschen K&uuml;ste fordern Politiker weltweit Konsequenzen und eine &Auml;nderung der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik. Die Au&szlig;enminister der EU-Staaten treffen sich am Montag in Luxemburg, um dar&uuml;ber zu beraten. Es sollen auch Optionen f&uuml;r ein europ&auml;isches Engagement im Krisenland Libyen diskutiert werden. Bundespr&auml;sident Joachim Gauck hatte bereits von der EU substanzielle Ergebnisse gefordert, die dem &ldquo;Massensterben im Mittelmeer und dem Schleuserunwesen ein Ende machen&rdquo;.<br>\nBundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier sieht es als erforderlich an, vor Ort gegen Schlepper anzugehen. In der ARD-Sendung Bericht aus Berlin sagte er, dass man mehr Stabilit&auml;t nach Libyen bringen und den &ldquo;Schlepperorganisationen das Handwerk legen&rdquo; m&uuml;sse. Das werde aber nur in internationaler Kooperation m&ouml;glich sein. Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re fordert, organisierte Schlepperbanden gezielt zu bek&auml;mpfen. &ldquo;Wir d&uuml;rfen und werden es nicht dulden, dass diese Verbrecher aus blo&szlig;er Profitgier massenhaft Menschenleben opfern&rdquo;, sagte de Maizi&egrave;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-04\/fluechtlinge-unglueck-libyen-mittelmeer-reaktionen\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Gipfel der Heuchelei und die Ablenkungsmaschinerie funktioniert wieder einmal wie geschmiert. Nun sollen es sogenannte Schlepperbanden sein, die f&uuml;r das Sterben verantwortlich sind. Die eigene politische Verantwortung will man nicht sehen. Schlepperorganisationen f&uuml;r die wachsende Anzahl an Fl&uuml;chtlingen die Verantwortung zu zuschieben ist aber abgrundtiefer Zynismus. Dass bereits tausende Fl&uuml;chtlinge j&auml;mmerlich ersoffen sind hat bis gestern niemanden gest&ouml;rt.<br>\nHier w&auml;re es interessant einmal zu eruieren inwieweit diese Haltung mit der Ideologie des Neoliberalismus korrespondiert. Nach der ja jeder seines Gl&uuml;ckes Schmied ist und diejenigen, die auf der Strecke bleiben halt einfach Pech gehabt haben bzw. sich dies durch ihre eigene Unf&auml;higkeit selbst zu zuschreiben haben. Das erleichtert es einem auch nicht &uuml;ber die Ursachen der Flucht nachzudenken zu m&uuml;ssen, die vielleicht gerade auch in der maximalen Profitgenerierung begr&uuml;ndet liegen k&ouml;nnen, wie etwa Landgrabbing und Umweltzerst&ouml;rung durch Auspl&uuml;nderung der Bodensch&auml;tze, Auspl&uuml;nderung der Fischgr&uuml;nde vor den afrikanischen K&uuml;sten durch EU-Fangflotten oder das &Uuml;berschwemmen der lokalen M&auml;rkte mit hochsubventionierten Lebensmitteln aus der EU, dem sch&uuml;ren lokaler Konflikte aus geostrategischen Erw&auml;gungen und dem Waffenexport.<br>\nAllgemeines Entsetzen &uuml;ber die Trag&ouml;die im Mittelmeer hilft nicht weiter, wenn nicht &uuml;ber die Gr&uuml;nde gesprochen wird, welche die Menschen dazu treibt ihre Heimat zu verlassen. Einer der Gr&uuml;nde, neben den bereits genannten, ist auch die extrem zunehmende globale soziale Ungleichheit. Womit man wieder beim Neoliberalismus gelandet w&auml;re. Und man abschlie&szlig;end die Frage stellen muss, was man den &bdquo;Schleusern&ldquo; eigentlich vorwirft? Dass sie aus reinem &ouml;konomischen Kalk&uuml;l , als quasi idealtypische Homines oeconomici handeln, f&uuml;r die ein Menschenleben keine Rolle spielt. Nun dem stehen gerade deutsche  Politiker in nichts nach, die f&uuml;r die Rettung der Pleitebank HRE ohne weiteres 20 Milliarden locker gemacht haben, wie Stephan Hebel treffend bemerkt hat, aber f&uuml;r das Rettungsprogramm Mare Nostrum keinen Cent &uuml;brig haben wollten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fl&uuml;chtlingskatastrophe &ndash; Zehn-Punkte-Plan der EU<\/strong><br>\nNach den j&uuml;ngsten Fl&uuml;chtlingskatastrophen im Mittelmeer musste die EU viel Kritik einstecken. Angesichts dessen musste die EU-Kommission handeln. Ihr Zehn-Punkte-Plan soll nun auch Thema beim Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs sein.\n<ol>\n<li>Mehr Seenothilfe: Die Grenz&uuml;berwachungsprojekte &ldquo;Triton&rdquo; und &ldquo;Poseidon&rdquo; sollen mehr Geld bekommen. Zudem k&ouml;nnte das Gebiet, auf dem die Schiffe unterwegs sind, vergr&ouml;&szlig;ert werden.<\/li>\n<li>Vernichtung von Schleuser-Booten: Die Boote von Schleusern sollen beschlagnahmt und zerst&ouml;rt werden. Die EU-Kommission erhofft sich dabei &auml;hnliche Erfolge wie im Kampf gegen Piraten in Somalia.<\/li>\n<li>Zusammenarbeit von EU-Ermittlern: Die Polizeibeh&ouml;rde Europol, die Grenzschutzagentur Frontex und die Justizbeh&ouml;rde Eurojust sollen st&auml;rker bei ihren Ermittlungen gegen Schleuser zusammenarbeiten.<\/li>\n<li>Bearbeitung von Asylantr&auml;gen&hellip;<\/li>\n<li>Fingerabdr&uuml;cke&hellip;.<\/li>\n<li>Notf&auml;lle&hellip;<\/li>\n<li>Pilotprojekt&hellip;<\/li>\n<li>Schnelle Abschiebung<\/li>\n<li>Libyen und nordafrikanische Nachbarn: Die Kommission schl&auml;gt eine Zusammenarbeit mit L&auml;ndern rund um Libyen vor &ndash; der Staat gilt n&auml;mlich als wichtigstes Transitland f&uuml;r Bootsfl&uuml;chtlinge.<\/li>\n<li>Verbindungsbeamte&hellip;<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-fluechtlinge-10-punkte-plan-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein geradezu zynisches Dokument.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Paul Krugman: &bdquo;Sch&auml;uble hat nichts gelernt&ldquo;<\/strong><br>\nVon Volkswirten h&auml;lt Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU), um es vorsichtig auszudr&uuml;cken, herzlich wenig. Eine ganz spezielle Abneigung aber verbindet den Juristen mit dem US-Star&ouml;konomen Paul Krugman, der 2008 den Nobelpreis gewann und als international gefeierter Kolumnist sein Publikum mit Attacken gegen die deutsche Sparpolitik begeistert.<br>\nF&uuml;r Sch&auml;uble steht der scharfz&uuml;ngige Kritiker f&uuml;r das, was er besonders verachtet: die angels&auml;chsischen Wirtschaftsprofessoren, die eine lockere Geldpolitik und schuldenfinanzierte Konjunkturprogramme lieben &ndash; also alles, was Sch&auml;uble ablehnt. F&uuml;r Krugman symbolisiert der Bundesfinanzminister die deutsche Halsstarrigkeit, die Europa zwinge, sich kaputt zu sparen und zu reformieren.<br>\nEinmal im Leben sind sich die beiden M&auml;nner beil&auml;ufig begegnet. Das war vor vielen Jahren, als Sch&auml;uble in Kiel eine Rede bei einer Preisverleihung an den US-Star-&Ouml;konomen Paul Krugman hielt. Doch diese Woche nutzten die beiden die Griechenland-Debatte, um ihre Fehde neu aufleben zu lassen. Inhaltlich steht ihre Kontroverse f&uuml;r die grunds&auml;tzlichen Meinungsverschiedenheiten &uuml;ber die Euro-Krise, ihre Ursachen und m&ouml;gliche L&ouml;sungen.<br>\nDen Aufschlag machte Sch&auml;uble mit einem Gastbeitrag in der New York Times. Ausgerechnet in der New York Times, dem Hausblatt Krugmans, in dem der seine gef&uuml;rchteten Kolumnen ver&ouml;ffentlicht. Sch&auml;uble rechtfertigte die deutsche Position, die bei den Volkswirtschafts-Professoren der Eliteunis in Harvard, Yale, Princeton und Oxford auf pures Unverst&auml;ndnis st&ouml;&szlig;t, genau wie bei den von ihnen ausgebildeten &Ouml;konomen der internationalen Organisationen wie dem IWF.<br>\nEuropa sei auf gutem Weg, die Krise und ihre Ursachen bek&auml;mpfen, betonte Sch&auml;uble. Trotz aller Vorw&uuml;rfe haben Deutschland nicht die Krise mit einer &uuml;berzogenen Sparpolitik versch&auml;rft. Vielmehr setzte sich die Bundesregierung mit Erfolg f&uuml;r eine &bdquo;wachstumsfreundliche Konsolidierung&ldquo; ein. Dies hei&szlig;t, die Euro-Krisenl&auml;nder sollen ihre Verschuldung konsequent reduzieren. Sie sollen mit Strukturreformen ihre Wettbewerbsf&auml;higkeit steigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/paul-krugman--schaeuble-hat-nichts-gelernt-,1472780,30468204.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Von wegen alternativlos<\/strong><br>\nVor ein paar Wochen sa&szlig; ich mit Stan Veuger an der Bar des Mayflower Hotel in Washington, wo Amerikas politische Insider seit jeher Ger&uuml;chte austauschen und Komplotte schmieden. Anstatt &uuml;ber die &uuml;blichen Themen &ndash; wie  beispielsweise Hillarys Clintons Kandidatur &ndash; zu diskutieren, schimpfte Veuger &uuml;ber Deutschlands Rolle in der Eurokrise.<br>\nVeuger hat in Harvard promoviert und ist mittlerweile Wissenschaftler am American Enterprise Institute, einem Washingtoner Thinktank, das konservativen Republikaner ihre wirtschaftspolitischen Stichw&ouml;rter zufl&uuml;stert. Jeb Bush, Ted Cruz, Rand Paul &mdash; vom angeblich moderaten Republikaner bis hin zum hartgesottenen Champion der Tea Party reichen sich am American Enterprise Institute prominente Pr&auml;sidentschaftskandidaten die Klinke in die Hand.<br>\nDie Position der meisten linken Journalisten und &Ouml;konomen ist klar: Deutschlands harte Haltung gegen&uuml;ber Griechenland ist eine Katastrophe. Aber wie denkt jemand, der an einem radikallibert&auml;ren US-Thinktank arbeitet? Der wird doch sicher die europ&auml;ische Sparpolitik verteidigen, oder? &ldquo;Die Kombination von Sparkurs und harten Strukturreformen ist eine Katastrophe&rdquo;, sagt Veuger stattdessen. Und wiederholte daraufhin all die Klagen, die zu h&ouml;ren ich in den USA gewohnt bin. Deutschland treibe ganz Europa in die Sparfalle. Die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Wirtschaftswissenschaftler seien von &ldquo;allen guten Geistern verlassen&rdquo;. Ihre Vorschl&auml;ge n&auml;herten sich mittlerweile der klassischen Definition der Geisteskrankheit an: immer dasselbe tun und trotzdem auf andere Ergebnisse hoffen. &ldquo;Im Allgemeinen sollte der Staat eine kleinere Rolle spielen. Aber bei 25 Prozent Arbeitslosigkeit auf Sparpolitik zu setzen, ist verr&uuml;ckt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-04\/austerity-deutschland-eurokrise-griechenland\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wir hegen keine Sympathien f&uuml;r die Theorien der Libert&auml;ren, sondern verlinken dieses Beitrag vor allem, um aufzuzeigen, dass es in anderen L&auml;ndern durchaus eine angeregt und zum Teil auch fruchtbare Debatte &uuml;ber Auswege aus der Eurokrise gibt. Nur in Deutschland wird diese Debatte nicht gef&uuml;hrt. Auf &ouml;konomischen Gebiet ist das selbsternannte Land der Dichter und Denker intellektuell gel&auml;hmt und legt sich selbst Denkverbote auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufstand der Prek&auml;ren in Spanien<\/strong><br>\nScheinselbstst&auml;ndige und Angestellte bei Subunternehmen von Telef&oacute;nica streiken, auch die gro&szlig;en Gewerkschaften haben sich angeschlossen<br>\n&ldquo;Was passiert, wenn wir einen Tag ohne Internet sind?&rdquo;, fragte sich am Donnerstag die spanische Tageszeitung &ldquo;El Mundo&rdquo;. Das war nicht ohne Grund, denn die gro&szlig;e Zeitung spekuliert schon seit Tagen dar&uuml;ber, dass der Streik von Scheinselbstst&auml;ndigen und Besch&auml;ftigten bei Subunternehmen der Telef&oacute;nica (in Deutschland O2) k&ouml;nne &ldquo;dramatisch&rdquo; werden. Schon Ende M&auml;rz begannen Techniker und Servicepersonal in Madrid, der Ausstand weitete sich inzwischen auf das gesamte Land aus. Er soll von 90 Prozent der Besch&auml;ftigten im ganzen Land befolgt werden und im Baskenland, Teilen Kataloniens und Andalusiens praktisch total sein.<br>\nCCOO und UGT streiken nur zwei Tage pro Woche. Gestern arbeiteten deren Mitglieder wieder und werden erst am n&auml;chsten Mittwoch und Donnerstag wieder streiken. &ldquo;Wir halten einen unbefristeten Streik f&uuml;r zu gef&auml;hrlich, weil sich die L&ouml;hne der Besch&auml;ftigten reduzieren&rdquo;, erkl&auml;ren die UGT-Mitglieder. Die beiden staatlich finanzierten Gewerkschaften verf&uuml;gen &uuml;ber keine Streikkassen, Streikende kostet das jeweils einen Tageslohn.<br>\nDoch vielen bei den Subunternehmen ist das egal, denn es gehe nun darum, wieder vern&uuml;nftige Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Zum Teil m&uuml;ssten Besch&auml;ftigte 10 bis 12 Stunden und manchmal sieben Tage die Woche f&uuml;r 700 Euro monatlich arbeiten, erkl&auml;rt &Aacute;lvaro Barreiros, Anwalt von AST. Die neuen Anpassungen f&uuml;r die etwa 200 Subunternehmen der Telef&oacute;nica, die alle drei Jahre kommen, h&auml;tten das Fass zum &Uuml;berlaufen gebracht. Nun blieben nicht einmal mehr 600 Euro &uuml;brig, nachdem &ldquo;Kosten f&uuml;r das Auto, Sprit, Werkzeuge abgerechnet werden&rdquo;, die Selbstst&auml;ndige stellen, erkl&auml;rt der Betroffene Jos&eacute; Luis Amaro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Aufstand-der-Prekaeren-in-Spanien-2612040.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mit Varoufakis eine tragf&auml;hige &ouml;konomische &ldquo;Alternative&rdquo; zum herrschenden Spardiktat entwickeln<\/strong><br>\nEine kommentierte Presseschau von Volker Bahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/eu-verfassung\/anderes-europa\/mit-dabei-sein-bei-einem-konsistenten-oekonomischen-diskussionszusammenhang-fuer-ein-gemeinsames-europa\/\">LabourNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Demokratie statt TTIP<\/strong><br>\nSchon jetzt leidet die EU unter einem Mangel an Demokratie. Zum Beispiel hat das EU-Parlament kein Recht, Gesetze und Richtlinien vorzuschlagen. Die Europ&auml;ische Kommission wiederum, die dieses Initiativrecht besitzt, will es durch Wirtschaftsverb&auml;nde komplett amputieren lassen.<br>\nSo soll im Rahmen des transatlantischen Handelsabkommens TTIP ein Regulierungsrat etabliert werden, der s&auml;mtliche Gesetze mit europ&auml;ischen und US-amerikanischen Konzerninteressen in Einklang bringen soll. Dies birgt nicht nur Gefahren f&uuml;r Besch&auml;ftigte, die Umwelt, den Verbraucherschutz und unsere Gesundheit. Mit TTIP verlieren wir das demokratische Grundrecht, unsere Zukunft zu gestalten. Bevor ein Gesetzentwurf in die H&auml;nde eines Abgeordneten oder an die &Ouml;ffentlichkeit gelangen w&uuml;rde, w&auml;re er bereits mit der US-Regierung und Konzernlobbyisten abgestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/gastwirtschaft\/ttip-demokratie-statt-ttip,29552916,30462998.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Zu den Protesten gegen das TTIP am Wochenende<\/strong>\n<p><strong>Tausende demonstrieren gegen TTIP<\/strong><br>\nKost&uuml;me in M&uuml;nchen, Menschenkette in Berlin, Traktoren in der Provinz: Am Tag vor der n&auml;chsten Verhandlungsrunde tragen Gegner des Freihandelsabkommens TTIP ihren Unmut auf die Stra&szlig;e &ndash; nicht nur in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/aktionstag-tausende-demonstrieren-gegen-ttip-1.2441460\">SZ<\/a><\/p>\n<p><strong>20.000 M&uuml;nchner demonstrieren gegen Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nFast 20 000 Demonstranten haben am Samstag in M&uuml;nchen gegen das europ&auml;isch-amerikanische Freihandelsabkommen TTIP protestiert. Der Vorsitzende des Bundes f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weiger, warnte vor einem &ldquo;Abbau der &ouml;kologischen, sozialen und kulturellen Standards&rdquo;.<br>\nTTIP stelle einen &ldquo;umfassenden Angriff auf unsere Lebensqualit&auml;t&rdquo; dar. Das Abkommen greife in &ldquo;s&auml;mtliche Lebensbereiche&rdquo; ein, von Wasser- und Energieversorgung bis zum Gesundheitswesen. Die Buchl&auml;den in den Innenst&auml;dten drohten zu verschwinden: &ldquo;Am Ende bestellen wir alle nur noch bei Amazon&rdquo;, sagte Weiger.<br>\nZu der Kundgebung unter dem Motto &ldquo;B&uuml;rgerrecht statt Konzerndiktatur&rdquo; hatten BUND, Gr&uuml;ne, Linke, Piraten, &ouml;dp, Verdi, Attac und andere Verb&auml;nde aufgerufen. Laut Polizeiangaben rechnete der Veranstalter bei Anmeldung der Versammlung mit bis zu 2000 Teilnehmern &ndash; diese wurden deutlich &uuml;bertroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.demo-gegen-ttip-20000-muenchner-demonstrieren-gegen-freihandelsabkommen.d7d98a69-6873-4206-9782-d1a5a4b586a0.html\">www.abendzeitung-muenchen.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Lauter Beifall f&uuml;r OB Maly bei Protesten gegen TTIP<\/strong><br>\nZum weltweiten Aktionstag gegen TTIP und andere Freihandelsabkommen gab es auch in N&uuml;rnberg eine lautstarke Demonstration: Angef&uuml;hrt von einer Trommlergruppe zogen die Teilnehmer am Samstagmittag vom Jakobsplatz zur Kundgebung vor dem Heimatministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/region\/nuernberg\/lauter-beifall-fur-ob-maly-bei-protesten-gegen-ttip-1.4327002\">www.nordbayern.de<\/a><\/p>\n<p><strong>&ldquo;Yes we can &ndash; stop TTIP!&rdquo;<\/strong><br>\nAuf dem Potsdamer Platz haben sich heute zahlreiche Menschen zusammengefunden, um mit einer Menschenkette gegen das geplant Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA zu protestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/mediacenter\/fotostrecken\/berlin\/protest-gegen-freihandelsabkommen-stop-ttip\/11656756.html\">www.tagesspiegel.de<\/a><\/p>\n<p><strong>TTIP bewegt auch Stuttgart<\/strong><br>\nAm Montag steht in New York die neunte Verhandlungsrunde &uuml;ber das Freihandelsabkommen TTIP an. Europaweit gingen deshalb am Samstag TTIP-Kritiker auf die Stra&szlig;e. Auch in Stuttgart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.demo-gegen-freihandelsabkommen-ttip-bewegt-auch-stuttgart.d1ada2aa-c9a5-4c6f-832c-eb95c648bb8e.html\">www.stuttgarter-zeitung.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Tausende demonstrieren im S&uuml;dwesten gegen TTIP<\/strong><br>\nKurz vor der n&auml;chsten Verhandlungsrunde gehen im S&uuml;dwesten Tausende gegen das transatlantische Handelsabkommen TTIP auf die Stra&szlig;e. Verbraucherminister Bonde will Kritiker ernster nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/suedwest-1\/tausende-demonstrieren-im-suedwesten-gegen-ttip--103607660.html\">www.badische-zeitung.de<\/a><\/p>\n<p><strong>Tausende bei Protest gegen TTIP<\/strong><br>\nWeltweit haben am Samstag Kundgebungen gegen das geplante Freihandelsabkommen TTIP stattgefunden. In Wien protestierten tausende Menschen gegen die m&ouml;glichen Auswirkungen mit Genmais, Chlorhuhn und Hormonfutter.<br>\nLaut Polizei sind in Wien 6.000 Menschen auf die Stra&szlig;e gegangen, laut Veranstalter waren es bis zu 15.000. Bei den weiteren Kundgebungen in ganz &Ouml;sterreich waren rund 22.000 Personen dabei. Die Demonstration in Wien f&uuml;hrte vom MuseumsQuartier zum Parlament.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wien.orf.at\/news\/stories\/2706001\/\">ORF<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Auch die kleine Schwester von TTIP entfacht Streit<\/strong><br>\nEin neues Abkommen soll Dienstleistungsm&auml;rkte in aller Welt &ouml;ffnen. Die Debatte &uuml;ber Tisa ist &auml;hnlich verfahren wie die &uuml;ber die transatlantische Freihandelszone TTIP. Kritiker bef&uuml;rchten einen Ausverkauf &ouml;ffentlicher Dienstleistungen &ndash; etwa in den Bereichen Gesundheitsvorsorge oder Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.freihandelsabkommen-auch-die-kleine-schwester-von-ttip-entfacht-streit.21dd39b3-2138-4400-8b2d-0c39f392b175.html\">www.stuttgarter-zeitung.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Globalisierung aktiv gestalten&rdquo;: Deutsche Wirtschaft sieht TTIP als Chance<\/strong><br>\nNoch ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA nicht endg&uuml;ltig ausverhandelt. Die n&auml;chste Verhandlungsrunde steht an. Deutsche Wirtschaftvertreter unterstreichen daher abermals dessen Notwendigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Deutsche-Wirtschaft-sieht-TTIP-als-Chance-article14931651.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Deutlicher lassen sich die Gegens&auml;tze wohl kaum illustrieren. W&auml;hrend am Samstag zehntausend B&uuml;rger in verschiedenen St&auml;dten gegen das TTIP protestierten, spricht sich die F&uuml;hrungsriege der deutschen  Gro&szlig;konzerne vehement f&uuml;r das TTIP aus. Wir werden sehen wessen Interessen sich in der marktkonformen Demokratie durchsetzen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Generalkonsul: TTIP ist die Idee der Kanzlerin<\/strong><br>\n&ldquo;Die Idee zur Schaffung eines transatlantischen Freihandelsabkommens, kurz TTIP genannt, stammt nicht aus Amerika, sondern diese Idee stammt von der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel.&rdquo; Das stellte William E. Moeller, Generalkonsul der USA in M&uuml;nchen fest, und widersprach Bef&uuml;rchtungen, mit TTIP wollten sich die USA in Deutschland und der EU neue Absatzm&auml;rkte erobern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/region_und_lokal\/landkreis_freyung_grafenau\/freyung\/1655238_Generalkonsul-TTIP-ist-die-Idee-der-Kanzlerin.html\">Passauer Neue Presse<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Financial Waterboarding<\/strong><br>\nEZB, Europ&auml;ische Kommission und IWF retten die Spekulationsfreiheit des Kapitals durch Verstaatlichung seiner Schulden. Pleiten der L&auml;nder werden in Kauf genommen<br>\nNach EU-Vertrag ist die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) f&uuml;r die Preisstabilit&auml;t &ndash; definiert als eine um zwei Prozent schwankende Inflation &ndash; zust&auml;ndig. Dazu darf sie den Leitzins f&uuml;r die Kredite heben oder senken, die sie den Banken gew&auml;hrt. Sie darf Devisengesch&auml;fte durchf&uuml;hren und W&auml;hrungsreserven halten und soll das Funktionieren des Zahlungssystems gew&auml;hrleisten. Daf&uuml;r &uuml;bernimmt sie die Aufsicht &uuml;ber die nationalen Zentralbanken und privaten Banken. Sie darf den einzelnen Staaten nicht selbst Kredite geben oder deren Anleihen kaufen. Die EZB soll der Belebung der Konjunktur und dem effizienten Einsatz der Ressourcen dienen.<br>\nDie Bestimmung, dass die EZB den Staaten nicht direkt Kredite geben darf, sondern nur den Privatbanken, ist zu Recht kritisiert worden. Dieser Umweg f&uuml;hrt dazu, dass die EZB den Privatbanken Kredite zum Niedrig- oder sogar Nullzins gibt, die Banken aber dann den Staaten f&uuml;r Kredite einen ungleich h&ouml;heren Satz berechnen. Das EZB-System schadet also den &ouml;ffentlichen Haushalten und beg&uuml;nstigt die Privatbanken.<br>\nSeit der &raquo;Finanzkrise&laquo; 2008 dr&auml;ngten bankrotte europ&auml;ische und US-Banken die EZB zu einer zus&auml;tzlichen Aufgabe. Die EZB wurde zur dauerhaften Bankenretterin: &Uuml;ber die zauberhafte Verwandlung des Bankenbankrotts zun&auml;chst in die harmloser klingende Bankenkrise, dann im n&auml;chsten Schritt in die allgemeinere Finanzkrise, dann in die Staatsschuldenkrise und schlie&szlig;lich in die Euro-Krise. Daf&uuml;r steht als markante &ouml;ffentliche Zuspitzung die Aussage des EZB-Pr&auml;sidenten Mario Draghi aus dem Jahr 2012: &raquo;Innerhalb unseres Mandats ist die EZB bereit, alles Erforderliche zu tun, um den Euro zu erhalten.&laquo;<br>\nAufschlussreich sind Ort und Anlass dieser Aussage: Draghi sagte dies bei einer Investorenkonferenz in London. Unter &raquo;Investor&laquo; ist hier nicht das zu verstehen, was gemeinhin &ouml;ffentlich unter diesem Wort gefasst wird, n&auml;mlich dass er in die Wirtschaft investiert, um Arbeitspl&auml;tze zu schaffen und Produkte wie auch Dienstleistungen zu liefern. Investition bedeutet hier: Spekulation mit Wertpapieren, zu denen auch Staatsanleihen geh&ouml;ren. Draghi versprach also solchen Spekulanten (Banken, Versicherungen, Hedge- und Beteiligungsfonds, Private Equity Fonds, Verm&ouml;gensverwaltern), dass ihre &raquo;Investitionen&laquo; sicher sind, auch wenn sie nach den Kriterien der (R&uuml;ck-)Zahlungsf&auml;higkeit der K&auml;ufer, Kreditnehmer und Anleiheausgeber nicht gesichert sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-21\/002.php\">Werner R&uuml;gemer in junge welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Ende der Freiwilligkeit?<\/strong><br>\nArbeiterinnen und Arbeiter klagen gegen transnationale Unternehmen und fordern Gerechtigkeit.<br>\nDie verheerenden Br&auml;nde in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan im Herbst 2012 sowie das Rana Plaza Ungl&uuml;ck im Fr&uuml;hjahr 2013 haben eines klar gemacht: Den Preis f&uuml;r die Produktion f&uuml;r den westlichen Markt bezahlen viele Arbeiterinnen und Arbeiter mit ihrer Gesundheit oder sogar mit ihrem Leben. Vor dem Landgericht Dortmund haben Betroffene der Brandkatastrophe in Karatschi\/Pakistan eine Klage gegen den Konzern KiK mit Hilfe deutscher Anw&auml;lte eingereicht.<br>\nDie westlichen Unternehmen, die in diesen Fabriken fertigen lie&szlig;en, lehnen bisher jede rechtsverbindliche Verantwortung ab, bestenfalls sprechen sie von &bdquo;moralischer Verantwortung&ldquo;. Diese Unternehmen k&ouml;nnen sich darauf zur&uuml;ckziehen, dass komplexe Zulieferstrukturen es ihnen nicht erm&ouml;glichten, alle beauftragten Fabriken auf Arbeitsbedingungen zu kontrollieren. Oft berufen sie sich auch auf Sozialaudits, die ergeben h&auml;tten, dass es keine Hinweise auf Brandschutz- oder Geb&auml;udem&auml;ngel und damit auch keinen Anlass zum Handeln gab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++0b77ad2e-e756-11e4-9c80-52540066f352\">Miriam Saage-Maa&szlig; in Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Britische Minijobs &ndash; Am Nullpunkt des Arbeitsmarkts<\/strong><br>\nNur bei Anruf gibt es Arbeit: In Gro&szlig;britannien werden Arbeiter mit &bdquo;zero hour contracts&ldquo; ausgenutzt. Vom guten wirtschaftlichen Wachstum auf der Insel kommt bei der arbeitenden Bev&ouml;lkerung nur wenig an.<br>\nHannah ist Anfang zwanzig, letzten Sommer hat die junge Schottin aus Glasgow ihr Musikstudium mit Bestnote abgeschlossen. &bdquo;Aber einen Job in meinem Berufsfeld zu finden ist trotzdem extrem schwierig&ldquo;, sagt sie. Deshalb arbeitet Hannah, die ihren richtigen Namen lieber nicht in der Zeitung sehen will, jetzt in einem Schnellrestaurant.<br>\nSie hat einen sogenannten Null-Stunden-Arbeitsvertrag: Ihr Chef ruft sie an, wenn er sie braucht. Wenn das Telefon nicht klingelt, bekommt sie auch kein Geld. Ein fester Job und trotzdem kein gesichertes Einkommen &ndash; auf der anderen Seite des &Auml;rmelkanals ist das ganz normal. Gastronomieriesen wie McDonald&rsquo;s besch&auml;ftigen auf der Insel 90 Prozent ihrer Mitarbeiter zu diesen Konditionen.<br>\nDie &bdquo;zero hours contracts&ldquo; sind in Gro&szlig;britannien mit seinem weitgehend deregulierten Arbeitsmarkt seit langem &uuml;blich. Doch erst jetzt ist das wachsende Heer der modernen Tagel&ouml;hner zu einem Thema geworden, denn auf der Insel tobt der Wahlkampf. Der konservative Premierminister David Cameron gestand k&uuml;rzlich ein, dass er selbst von einem solchen Job nicht leben k&ouml;nnte. Trotzdem h&auml;lt er die Arbeitsverh&auml;ltnisse f&uuml;r richtig. Gegenspieler Ed Miliband von der sozialdemokratischen Labour Party, will sie weitgehend verbieten, sollte er nach dem Wahltag am 7. Mai Premierminister werden. &bdquo;Wir werden den ausbeuterischen Null-Stunden-Vertr&auml;gen eine Ende bereiten&ldquo;, k&uuml;ndigte er an.<br>\nIn diesem Thema kristallisiert sich alles, was die Briten st&ouml;rt an dem seltsamen Wirtschaftsaufschwung in ihrem Land &ndash; und damit auch an der derzeitigen Regierung: Viele W&auml;hler sind es leid, von Cameron und seinem Finanzminister George Osborne vorgerechnet zu bekommen, wie toll doch die wirtschaftliche Entwicklung auf der Insel im Vergleich zum Rest Europas sei. Denn beim Durchschnittsb&uuml;rger kommt davon bisher wenig an. Es ist ein Aufschwung light.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/arbeitsmarkt-britische-arbeiter-werden-schlecht-bezahlt-13547017.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> W&auml;re die FAZ konsequent, dann k&ouml;nnte sie sich mal mit dem &ldquo;freudlosen Aufschwung&rdquo; in Deutschland befassen. Von 15 Jahren Wirtschaftswachstum ist auch in Deutschland exakt nichts bei den Arbeitnehmern angekommen&hellip; Dennoch ein erstaunlich kritischer Artikel in dieser wirtschaftsliberalen Zeitung. Unverst&auml;ndlich, da&szlig; laut Umfragen die Leute, die unter diesen Zust&auml;nden leiden, immer noch zu mehr als 30% die Tories w&auml;hlen w&uuml;rden&hellip; wobei diese Zust&auml;nde anscheinend von (New) Labour eingef&uuml;hrt oder zumindest viele Jahre geduldet worden sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Teurer Atomm&uuml;ll<\/strong><br>\nDie Suche nach einem Atomm&uuml;ll-Endlager k&ouml;nnte den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Die Ausgaben k&ouml;nnten in den kommenden Jahrzehnten auf 50 bis 70 Milliarden Euro ansteigen, warnt der Chef de Kommission, Michael M&uuml;ller. Nicht das einzige Problem.<br>\nDie Warnung ist deutlich: &ldquo;Auf den Staat kommen erhebliche finanzielle Risiken zu&rdquo;, sagt Michael M&uuml;ller, Chef der Endlager-Suchkommission des Bundestages. Grund: die jahrzehntelange Verz&ouml;gerung bei der Suche nach einem geeigneten Standort f&uuml;r ein Endlager. Auf 50 bis 70 Milliarden Euro k&ouml;nnten die Kosten steigen, so M&uuml;ller, und damit die R&uuml;ckstellungen der Energieversorger deutlich &uuml;bersteigen.<br>\nDie vier gro&szlig;en Stromkonzerne E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall haben f&uuml;r den Abriss ihrer Atomkraftwerke sowie f&uuml;r Zwischen- und Endlagerung des M&uuml;lls lediglich 36 Milliarden Euro auf die hohe Kante gelegt&hellip;<br>\nDas Projekt werde m&ouml;glicherweise erst Mitte des kommendes Jahrhunderts abgeschlossen sein. Dass die letzten Beh&auml;lter in ein wo auch immer gefundenes Endlager eingebracht werden k&ouml;nnen, erwarten die Experten demnach erst &ldquo;zwischen 2075 und 2130&rdquo;, ein dann endg&uuml;ltiges verschlossenes Endlager erst &ldquo;zwischen 2095 und 2170 oder sp&auml;ter&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/atommuell-endlager-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit ziemlicher Sicherheit muss man davon ausgehen, dass die Endlagerung des Atomm&uuml;lls dramatisch teurer wird als derzeit angenommen und mit absoluter Sicherheit, wird daf&uuml;r der Steuerzahler in Anspruch genommen. Da werden gegenw&auml;rtig die Erneuerbaren Energien als Kostentreiber angeklagt. &Uuml;ber die Kosten f&uuml;r die Atomenergie und die noch anstehenden Kosten f&uuml;r die Beseitigung von Kraftwerken und ihrem M&uuml;ll regt sich niemand auf. Ist ja klar, den Preis f&uuml;r die Erneuerbaren zahlen die Stromkunden aktuell, den Preis f&uuml;r die Atomenergie zahlte der Steuerzahler bei der Einf&uuml;hrung der Atomenergie und er wird viele Generationen von Steuerzahlern belasten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Endlager fr&uuml;hestens in 150 Jahren<\/strong><br>\nDie Arbeitsgruppe 3 der Endlager-Kommission rechnet damit, dass sich die bundesweite Suche nach einem Endlager f&uuml;r radioaktiven Atomm&uuml;ll und dessen Verschluss und Inbetriebnahme um Jahrzehnte verz&ouml;gern wird. Laut einem Bericht, den der Co-Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Michael Sailer, dem Gremium am Montagnachmittag vorstellte, k&ouml;nnte die Endlagerung sogar erst in 150 Jahren oder sp&auml;ter abgeschlossen sein. Sailer skizzierte den Kommissionsmitgliedern, dass eine Inbetriebnahme des Endlagers mit dem Einbringen des ersten beladenen Endlagergebindes fr&uuml;hestens 2045\/2050 vorstellbar sei, ein Ende der Einlagerung zwischen 2075 und 2130. Das Ziel, die hoch radioaktiven Abf&auml;lle sicher und wartungsfrei im Bergwerk einzuschlie&szlig;en, sei erst zwischen 2095 und 2170 oder sogar sp&auml;ter erreichbar.<br>\nMit Blick auf diese &bdquo;extrem langen Zeitr&auml;ume&ldquo; sprach sich Sailer f&uuml;r ein umfassendes Monitoring w&auml;hrend des gesamten Such- und Einlagerungsprozesses aus. Dieses sei unter anderem erforderlich, um den Zustand der geologischen Formation, der hydrogeologischen Verh&auml;ltnisse und der Abf&auml;lle systematisch zu beobachten, m&ouml;gliche Fehlentwicklungen und unvorhergesehene Verl&auml;ufe zu erkennen und gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen.<br>\nKonzeptionell werde die Kommission zu den M&ouml;glichkeiten eines Monitorings noch vieles erarbeiten m&uuml;ssen, betonte Sailer. Jedoch sei zu erwarten, dass die k&uuml;nftigen Generationen &uuml;ber &bdquo;ein paar Techniken mehr verf&uuml;gen werden als wir heute 2015&ldquo;. Man d&uuml;rfe jedoch &bdquo;heute nichts machen, mit dem wir solche Techniken sp&auml;ter verunm&ouml;glichen&ldquo;.<br>\nUm im Fall von erkannten Fehlern oder anderen Entwicklungen, die einen Neuansatz erfordern, umsteuern zu k&ouml;nnen, empfiehlt die Arbeitsgruppe, den Prozess der Endlagersuche reversibel zu gestalten. So solle eine Verpflichtung zur Sicherstellung der R&uuml;ckholbarkeit und Bergbarkeit der Abf&auml;lle in die weitere Diskussion mit aufgenommen werden, hei&szlig;t es in dem Bericht. &bdquo;Wenn die mittel- oder langfristige Sicherheit des Endlagers in Frage gestellt wird oder es in 80 oder 200 Jahren ein anderes Verfahren geben sollte, das viel besser ist, dann m&uuml;ssen die sp&auml;teren Verantwortlichen sich umentscheiden k&ouml;nnen&ldquo;, betonte Sailer. Ungeeignet sei die Anforderung an eine R&uuml;ckholbarkeit der Abf&auml;lle jedoch in Bezug auf Notfallsituationen, da die Beh&auml;lter nicht wesentlich schneller aus dem Bergwerk heraus als herein transportiert werden k&ouml;nnten. Daher m&uuml;ssten f&uuml;r Notfallsituationen, etwa einem pl&ouml;tzlichen Wassereinbruch, andere Vorsorgema&szlig;nahmen getroffen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_04\/-\/370688\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Energiewende &ndash; aber richtig: Franz&ouml;sische Ademe-Studie &ndash; Der Umstieg auf 100 Prozent gr&uuml;nen Strom ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nFazit: Frankreich k&ouml;nnte bis 2050 ohne Kernenergie auskommen, und das zu Kosten, die denen der Aufrechterhaltung der Stromerzeugung aus Atomenergie vergleichbar sind.<br>\nDie dem franz&ouml;sischen Umwelt- und Forschungsministerium zugeordnete Agentur f&uuml;r Umwelt und Energiebeherrschung Ademe entz&uuml;ndete &ndash; eher widerwillig und ungern &ndash; mit einer Studie einen wahren Brandsatz. Die von ihr in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, Frankreich k&ouml;nne bis 2050 ganz ohne Kernkraft seinen ganzen Bedarf an elektrischer Energie allein aus erneuerbaren Energien gewinnen.<br>\nDie urspr&uuml;nglich f&uuml;r den 14. und 15. April 2015 f&uuml;r ein Kolloquium in Paris vorgesehene Pr&auml;sentation des Dokuments wurde von der Agentur Ademe mit dem Argument verschoben, es sei noch nicht abgeschlossen und werde in den n&auml;chsten Monaten ver&ouml;ffentlicht.<br>\nDas Dokument ist der franz&ouml;sischen Regierung unangenehm, ja l&auml;stig, weil ihr Gesetzesentwurf zur energischen Umsteuerung die Aufrechterhaltung eines Sockels von 50 Prozent Nuklearenergie vorsieht, und weil ihr Entwurf in der Nationalversammlung zur Debatte ansteht. Der Bericht wurde schlie&szlig;lich vorzeitig von der Online-Zeitung Mediapart.fr ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/04\/energiewende-aber-richtig-franzosische-ademe-studie-der-umstieg-auf-100-grunen-strom-ist-moglich\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>INSM: Klassenkampf von oben<\/strong><br>\nSie ist wieder da: die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Vor 15 Jahren trommelte der von Unternehmerverb&auml;nden finanzierte Verein erfolgreich f&uuml;r den Abbau von Sozialstaat und Arbeitnehmerrechten und bekam die Agenda 2010 geschenkt. Dann war es lange still um die INSM. Nun ist sie zur&uuml;ck und wirbt deutschlandweit mit Riesen-Plakaten f&uuml;r das &bdquo;Deutschland-Prinzip&ldquo;. Dahinter verbirgt sich die Forderung nach einer &bdquo;Agenda 2020&ldquo; &ndash; und diese Agenda ist nichts weiter als ein langer Wunschzettel der Unternehmer.<br>\nFinanziert wird die INSM von den Arbeitgeberverb&auml;nden der Metall- und Elektro-Industrie. Damit ist sie eine m&auml;chtige Lobbyorganisation aller Unternehmer; des Mittelstandes und der Gro&szlig;unternehmen. Bereits am 18. M&auml;rz stellte sie ihr &bdquo;Deutschland-Prinzip&ldquo; vor, jetzt legt sie mittels Bild-Zeitung nach. &bdquo;Angie wirf den Turbo an&ldquo;, kumpelt sie Kanzlerin Angela Merkel an und beschwert sich: Die aktuelle Politik der Gro&szlig;en Koalition sei &bdquo;bestimmt von Regulierung, B&uuml;rokratie, Anspruchsdenken und immer neuen Umverteilungspl&auml;nen&ldquo;.<br>\nUm dennoch Panik zu sch&uuml;ren, wird vor der Zukunft gewarnt: &bdquo;Die Stabilit&auml;t der wirtschaftlichen Situation darf nicht f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich genommen werden.&ldquo; In den ersten 15 Monaten dieser Bundesregierung seien nur Vorhaben umgesetzt worden, die die Wettbewerbsf&auml;higkeit belasten.<br>\nDas ist ja nun wirklich schr&auml;g. So steigt Deutschlands Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss auf immer neue H&ouml;hen. Das ist nicht gerade ein Zeichen mangelnder Wettbewerbsf&auml;higkeit. Im Gegenteil.<br>\n&bdquo;Statt um Verteilung muss es in der Politik wieder um die Frage gehen, wie der Wohlstand erwirtschaftet wird&ldquo;, t&ouml;nt die INSM. Das soll wohl hei&szlig;en: Mehr Wohltaten f&uuml;r die Unternehmer. Aber wer &bdquo;erwirtschaftet&ldquo; denn den ganzen Wohlstand? Das sind nicht die Arbeitgeberverb&auml;nde. Sondern die Besch&auml;ftigten! Sie haben davon allerdings immer weniger. Ihre Reall&ouml;hne liegen heute aufgrund Agenda 2010 gerade einmal auf dem Niveau des Jahres 2000. Von daher steht sehr wohl Verteilung an. Aber von oben nach unten!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150421_insm.pdf\">Michael Schlecht MdB (die Linke) [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Antideutsches Denken: Eine pseudo-linke Ideologie<\/strong><br>\nUm welches Ph&auml;nomen geht es?<br>\nAls der Antisemitismusvorwurf gegen den griechischen Finanzminister Varoufakis und die gesamte griechische Regierung aufkam, schickte mir mein Kollege einen Hinweis auf den Artikel in Springers &bdquo;Welt&ldquo; mit dem Vermerk: &bdquo;Da ist es.&ldquo; Ja, wir hatten so etwas erwartet. Denn es ist in den letzten Jahren g&auml;ngige Praxis geworden, dass Kritik am Wirtschaftssystem mit Antisemitismusvorw&uuml;rfen bek&auml;mpft und somit erschwert wird. Dies erging der globalisierungskritischen Bewegung Attac ebenso wie Blockupy oder Sarah Wagenknecht. Letztere wurde k&uuml;rzlich in Twitter mit Antisemitismusvorw&uuml;rfen konfrontiert, weil sie in einer Talkshow kritisiert hatte, dass man in Griechenland einen Umbau der Wirtschaft im neoliberalen Sinne durchf&uuml;hre. Wohlgemerkt, sie hat sich dabei nicht auf Juden bezogen, aber sie hat Kategorien der Wirtschaft angesprochen. Diejenigen, die dann &bdquo;Antisemitismus&ldquo; schreien, werfen den Kritikern des Wirtschaftssystems einen Zusammenhang mit dem Judentum vor, den sie selber erst herstellen. Das hat Tradition und scheint eine effektive Strategie, um finanz-, wirtschafts- und kapitalismuskritische Positionen zu verunm&ouml;glichen.<br>\nIm Falle Yannis Varoufakis&rsquo; l&ouml;ste sich die Sache relativ schnell in Wohlgefallen auf &ndash; nicht zuletzt durch einen Beitrag auf Spiegel-online. Dort wurde die v&ouml;lkerrechtliche Position des unbequemen Finanzministers gegen&uuml;ber den Pal&auml;stinensern erl&auml;utert, die er vor Jahren in einer Radiosendung in Australien vertreten hat: Es ging um den &bdquo;Mauerbau&ldquo; in Israel. Wurde also hier Israel als Vorwand benutzt, um eine Person zu diskreditieren, die einige Regularien europ&auml;ischen und anglo-amerikanischen Neoliberalismus in Frage stellt, indem er sich gegen die Auflagen der nicht gew&auml;hlten Troika stellt?<br>\nEs sieht ganz so aus und die Sache hat System. Gerade innerhalb der Linken &ndash; aber nicht nur dort &ndash; hat sich in den letzten beiden Jahrzehnten eine Bewegung etabliert und wichtige Schaltstellen besetzt, die die Instrumentalisierung von Juden und Antisemitismusvorw&uuml;rfen gut beherrscht. Dies kann man anhand der Arbeitsweise eines Bundesarbeitskreises Shalom (BAK-Shalom) der Linksjugend nachvollziehen. Wer n&auml;mlich die Prinzipien des BAK-Shalom liest, wird nicht mehr darauf hereinfallen, dass es sich &ndash; wie der Name suggeriert &ndash; um Israelsolidarit&auml;t und Friedensliebe handeln k&ouml;nnte. Der ganze zur Schau gestellte Israel-Fetisch in Form von Fahnen, Stickern und dergleichen dient ganz anderen Zwecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freidenker.org\/cms\/dfv\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=457:antideutschesdenkeneinepseudo-linkeideologie&amp;catid=54:antifaschismus-antirassismus-antiimperialismus-solidaritaet-frieden&amp;Itemid=72\">Sabine Schiffer auf Freidenker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das ist der interessante Versuch der Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer, dem Ph&auml;nomen der sogenannten Antideutschen nachzusp&uuml;ren und aufzukl&auml;ren, was wir uns darunter vorstellen k&ouml;nnten und welchem Zweck die Arbeit dieser Gruppierung dient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Geheime Nebenabrede: Doch kein Richtervorbehalt f&uuml;r Bestandsdatenauskunft, also Gro&szlig;teil der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nEntgegen ihren Behauptungen will die Bundesregierung doch keinen Richtervorbehalt f&uuml;r die allermeisten Abfragen der Vorratsdatenspeicherung vorschreiben. Das geht aus einer geheimen Nebenabrede zu den offiziellen Leitlinien hervor, die wir ver&ouml;ffentlichen. Damit soll die alle f&uuml;nf Sekunden eingesetzte Bestandsdatenauskunft auch auf Vorratsdaten zugreifen k&ouml;nnen &ndash; und daf&uuml;r gilt kein Richtervorbehalt.<br>\nDie anstehende Vorratsdatenspeicherung krankt an allen Ecken und Enden &ndash; zuallererst nat&uuml;rlich daran, dass sie weder r&auml;umlich noch zeitlich noch auf einen Personenkreis begrenzt ist, was der Europ&auml;ische Gerichtshof aber vorausgesetzt hat. Aber auch in den Details finden sich viele weitere Fallstricke.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/geheime-nebenabrede-doch-kein-richtervorbehalt-fuer-bestandsdatenauskunft-also-grossteil-der-vorratsdatenspeicherung\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neonazis und Informanten<\/strong><br>\nWelche Rolle spielen Verdeckte Ermittler bei Aktivit&auml;ten von Neonazis? Clemens Riha geht dieser Frage in seiner Dokumentation &bdquo;V-Mann-Land. Spitzel im Staatsauftrag&ldquo; nach.<br>\nGeheimdiensten werden gerne zwei Vorw&uuml;rfe gemacht: Sie w&uuml;ssten zu wenig, in ihren Berichten sei nur zu lesen, was in der Zeitung gestanden habe. Oder: Sie w&uuml;ssten alles, reagierten aber nicht angemessen. In der Dokumentation &bdquo;V-Mann-Land. Spitzel im Staatsauftrag&ldquo; von Clemens Riha spielt der erste Aspekt keine Rolle. Hier geht es um einen Skandal, der die Sicherheitsbeh&ouml;rden seit der Enttarnung des NSU in eine tiefe Krise gest&uuml;rzt hat. Welche Rolle spielten V-M&auml;nner bei den Aktivit&auml;ten der Neonazis? Welche Funktion &uuml;bten diese Leute aus, die von den Verfassungsschutz&auml;mtern alimentiert wurden? Dar&uuml;ber wissen wir bis heute fast nichts.<br>\nClemens Riha versucht das zu &auml;ndern. Er befragt V-Leute und Repr&auml;sentanten des Milieus, in dem sie operieren. So etwa die bekannten Rechtsextremisten Christian Worch und Thorsten Heise. Beide haben kein Interesse daran, den Nutzen dieser V-Leute f&uuml;r den von ihnen bek&auml;mpften Staat &uuml;berzubewerten. Leider spricht vieles daf&uuml;r, dass sie recht haben. Sp&auml;testens mit dem NSU-Skandal ist deutlich geworden, welch prominente Rolle staatlich besoldete Informanten in Organisationen der Neonazis spielten. Das betraf die NPD genauso wie die informellen Neonazi-Netzwerke.<br>\nDa riecht vieles komisch<br>\nIm Film kommt ein fr&uuml;herer V-Mann des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz zu Wort, der strafrechtlich relevante Propagandaschriften ver&ouml;ffentlichte. Allerdings erst nach Durchsicht dieser Schriften durch seinen Agentenf&uuml;hrer. Welche Rolle spielte dieser V-Mann? Sollte er seine Legitimation im Milieu erh&ouml;hen, um dann schwere Straftaten zu verhindern? Nur wenn dem so war: Wieso ignorierten die Beh&ouml;rden alle Hinweise auf den NSU? Wenn ein fr&uuml;herer V-Mann in der NPD insgesamt 1,6 Millionen D-Mark f&uuml;r seine Mitarbeit bekam, muss sich niemand &uuml;ber die Motivation solcher V-Leute wundern. Vor allem dann nicht, wenn sich der Betreffende gegen&uuml;ber dem Milieu enttarnte, das er aushorchen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/v-mann-land-im-ersten-neonazis-und-informanten-13547045.html\">FAZ<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Die Story im Ersten: V-Mann-Land<\/strong><br>\nNiemand ahnte, dass der bekannte Neonazi zugleich ein V-Mann, ein Informant des Verfassungsschutzes, war. Heute lebt er anonym. Er verbirgt sein Gesicht hinter einer schwarzen Motorradmaske, wenn er &ndash; erstmals vor einer Kamera &ndash; &uuml;ber seine Vergangenheit spricht, die ihn auch in das Umfeld des Nationalsozialistischen Untergrunds&rdquo; (NSU) f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-V-Mann-Land\/Das-Erste\/Video?documentId=27805412&amp;bcastId=799280\">Das Erste<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>TTIP, VDS, Griechenland: die Christdemokratisierung der SPD<\/strong><br>\nOb Vorratsdaten, TTIP, Griechen- oder Russland: In der gro&szlig;en Koalition christdemokratisiert sich die SPD. Die Geschmeidigkeit der Genossen l&auml;sst selbst die Kanzlerin standhaft wirken.<br>\nDie Sozialdemokratisierung der Union ist erforscht. Ob Mindestlohn oder Mietpreisbremse, Energiewende oder Rente mit 63, Abschaffung der Wehrpflicht oder Entlastung von Alleinerziehenden: Viele konservative Konturen wurden geschleift, und in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden reiben sich die Kommentatoren verwundert die Augen dar&uuml;ber, dass eine Partei, die am laufenden Band ihren Markenkern knackt, in Umfragen konstant bei &uuml;ber 40 Prozent liegt. Zur Begr&uuml;ndung wird dann die Beliebtheit von Angela Merkel herangezogen, der unterideologisierten &Uuml;bermutter, ohne die bei der Union angeblich nichts mehr laufen w&uuml;rde.<br>\nDabei darf als Faustregel gelten: Die Kr&ouml;ten, die von CDU\/CSU vor allem in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik geschluckt wurden und werden, verspeisen die Genossen gen&uuml;sslich in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. Das j&uuml;ngste Beispiel liefert die Wende von Justizminister Heiko Maas zur Vorratsdatenspeicherung. Doch auch auf anderen Gebieten ist die Vermerkelung von Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und Thomas Oppermann weit fortgeschritten.<br>\nWer zum Beispiel zu TTIP, dem transatlantischen Freihandelsabkommen, wirklich euphorische Reden h&ouml;ren will, muss nicht etwa zur Atlantik-Br&uuml;cke oder zum Aspen-Institut gehen, sondern auf einen SPD-Parteikonvent. Denn keiner legt sich f&uuml;r das Projekt derart leidenschaftlich ins Zeug wie der Bundeswirtschaftsminister. Kritiker aus den eigenen Reihen bekommen Gabriels Zorn rasch zu sp&uuml;ren, weil dieses Projekt eng mit seiner Person verkn&uuml;pft sei, wie er immer wieder sagt. Fraktionschef Oppermann unterst&uuml;tzt ihn dabei. Parteiinterne Debatten &uuml;ber TTIP charakterisiert er gelegentlich als &bdquo;komplett irre&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/cdu-und-spd-in-der-grossen-koalition-ttip-vds-griechenland-die-christdemokratisierung-der-spd\/11653692.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist doch einmal etwas, sonst wird ja permanent, wie nat&uuml;rlich auch in der Einleitung dieses Artikels,  von der angeblichen Sozialdemokratisierung der CDU gesprochen. Das Bild passt und spricht B&auml;nde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ich k&auml;mpfe gegen den Schweinezyklus&ldquo;<\/strong><br>\nIm FR-Interview spricht Enth&uuml;llungsjournalist G&uuml;nter Wallraff &uuml;ber moderne Ausbeutung, Hinterlist beim Mindestlohn und den schlimmsten Job, den er je hatte. (&hellip;)<br>\nWann glauben Sie, wird Arbeit zur Ausbeutung? Und wann wird Arbeit f&uuml;r Sie Ausbeutung?<br>\nIch bin so privilegiert, dass ich nie sagen kann: &bdquo;Ich beute mich selber aus&ldquo;. Ich w&uuml;rde eher sagen, dass ich noch produktiver w&auml;re, wenn mein Leben organisierter abliefe. Aber wenn ich andere erlebe, die sich aufopfern und sich alles gefallen lassen, um das Existenzminimum zu erreichen, dann f&uuml;hle ich mit diesen Menschen, das nimmt mich mit. Diese Wehrlosigkeit bis hin zur Selbstausbeutung ist von den Arbeitgeber-Strategen vorbereitet worden. In meinem Buch &bdquo;Aus der sch&ouml;nen neuen Welt&ldquo; zitiere ich den damaligen Pr&auml;sidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Michael Rogowski, der schon 2004 meinte: &bdquo;Die Arbeitskraft hat ihren Preis, wie ihn auch Schweine haben. Im Schweinezyklus ist der Preis hoch, wenn es wenige Schweine gibt. Werden viele Schweine angeboten, dann sinkt halt der Preis.&ldquo; &Auml;hnlich deutlich forderte der ehemalige Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walther, 2008: &bdquo;Manche von uns (!) werden sich darauf einstellen m&uuml;ssen, k&uuml;nftig einen Lohn zu bekommen, der in Deutschland zum &Uuml;berleben nicht mehr reicht.&ldquo; Das ist die Ideologie der schamlosen Ausbeutung. (&hellip;)<br>\nWie haben sich die Menschen als Arbeitnehmer ver&auml;ndert im Laufe Ihrer jahrelangen Recherchen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit--unsere-religion-\/guenter-wallraff-interview--ich-kaempfe-gegen-den-schweinezyklus-,30242698,30404692.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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