{"id":25789,"date":"2015-04-22T08:51:15","date_gmt":"2015-04-22T06:51:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789"},"modified":"2015-04-22T08:51:15","modified_gmt":"2015-04-22T06:51:15","slug":"hinweise-des-tages-2359","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h01\">M&ouml;rder oder Helfer?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h02\">Infrastrukturinvestitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h03\">Desinformation &ndash; Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die erw&uuml;nschte Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h04\">Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Wiederbelebung der Europ&auml;ischen Fiskalpolitik: Von der Silbernen zur Goldenen Investitionsregel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h05\">Parallelw&auml;hrung zur Grexit-Vermeidung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h06\">Wei&szlig;e Pfote von TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h07\">F&uuml;hrungsstreit lenkt von den wahren Problemen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h08\">Fieberthermometer Baukonjunktur &ndash; in Deutschland besonders negativ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h09\">Teilzeit, Befristungen, Minijobs: Regul&auml;re Jobs werden seltener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h10\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist wieder online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h11\">Erschossen mit deutschen Gewehren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h12\">Perspektiven einer asymmetrischen Nachbarschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h13\">Falsche Todesurteile &ndash; Beispielloser FBI-Skandal ersch&uuml;ttert die USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h14\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h15\">Die Geopolitik hinter dem Krieg im Jemen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h16\">Die SPD und das Aufstiegsversprechen &ndash; Versprochen, gebrochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h17\">Whistleblower und investigative Journalisten bald im Abseits?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789#h18\">Zu guter Letzt: Streik im G&uuml;terverkehr: Millionen Deutsche erhalten ihre Baumst&auml;mme nicht rechtzeitig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25789&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>M&ouml;rder oder Helfer?<\/strong><br>\nEin weiterer Aspekt wurde in den meisten Kommentaren vom Montag zur Fl&uuml;chtlingskatastrophe formuliert: Um die V&ouml;lkerwanderungen einzud&auml;mmen, m&uuml;sse Afrika &raquo;endlich wieder in den Fokus der Weltgemeinschaft r&uuml;cken&laquo;. Das ist eine unredliche Distanzierung von den Missetaten ebenjener &raquo;Weltgemeinschaft&laquo;, als deren moralischer Zeigefinger sich viele westliche Redakteure oft aufspielen &ndash; wenn es nicht um Fl&uuml;chtlinge geht.<br>\nSo verdr&auml;ngen jene Journalisten, dass etwa das nordafrikanische und in der Fl&uuml;chtlingsfrage zentrale Libyen erst k&uuml;rzlich &ndash; und unter dem Applaus der meisten westlichen Kommentatoren &ndash; in eben jenen Fokus einer angeblichen &raquo;internationalen Gemeinschaft&laquo; geraten war. Und dass sich jener &raquo;Fokus&laquo; sehr schnell als NATO-Fadenkreuz entpuppte. In der Folge wurde Pr&auml;sident Muammar al-Gaddafi gest&uuml;rzt, das gesamte Staatengebilde und die Infrastruktur vors&auml;tzlich zerst&ouml;rt und zehntausende Menschen ermordet. Dieses und andere Verbrechen in der Region haben doch riesige Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me erst ausgel&ouml;st.<br>\nEs ist also eine Medienposse, wenn die selben Zeitungen, die f&uuml;r die staatliche Aufl&ouml;sung Libyens und Syriens trommelten, nun Krokodilstr&auml;nen &uuml;ber die Toten des Mittelmeeres vergie&szlig;en. Denn die Fl&uuml;chtlinge kommen zum Teil aus eben jenen vom &raquo;Westen&laquo; &ndash; oder exzessiven Ex-Verb&uuml;ndeten &ndash; verw&uuml;steten L&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/968622.moerder-oder-helfer.html\">Tobias Riegel in Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Infrastrukturinvestitionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Rettungsprogramm f&uuml;r die Finanzindustrie&laquo;<\/strong><br>\nWie soll die Infrastrukturl&uuml;cke in Deutschland geschlossen, welche Investitionen sollen get&auml;tigt werden? Diese &uuml;beraus wichtigen gesellschaftlichen Fragen lie&szlig; der Minister hinter verschlossenen T&uuml;ren von einer Expertenrunde erarbeiten, der insbesondere Investoren angeh&ouml;ren.<br>\nEiner von ihnen ist J&uuml;rgen Fitschen, Vorstandschef der Deutschen Bank. Genau diese Bank zahlte Milliarden wegen organisierter Zinsmanipulationen und faulen Hypotheken in den USA. Mit zu den Hauptgesch&auml;digten z&auml;hlten Kommunen. Ausgerechnet der Chef dieser Bank ber&auml;t die Bundesregierung, wenn es um die St&auml;rkung kommunaler Investitionen geht. Aktuell ermittelt der Staatsanwalt auch wegen Steuerbetrug gegen die Deutsche Bank.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/rettungsprogramm-finanzindustrie\/\">Klaus Ernst (MdB, Die Linke)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/gastbeitrag-zu-gabriels-investitionsstrategie-rettungsprogramm-fuer-die-finanzindustrie\/11661662.html\">Gastbeitrag im Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriel der Hampelmann der Versicherungen und Banken?<\/strong><br>\nLaura Valentukeviciute von Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand (GiB) hat auf der Pressekonferenz von Sigmar Gabriel dem Minister pers&ouml;nlich 5000 gesammelte Unterschriften und den Aufruf von Gemeingut &uuml;berreicht. Vor den laufenden Kameras und Mikrofonen musste Gabriel zur Kenntnis nehmen, dass die Privatisierungspl&auml;ne seiner Expertenkommission auf Widerstand in der Bev&ouml;lkerung sto&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/gabriel-der-hampelmann-der-versicherungen-und-banken\/\">Gemeingut in B&uuml;rger\/Innenhand<\/a><\/li>\n<li><strong>Gabriel will Steuerzahlern und Autofahrern ans Portemonnaie<\/strong><br>\n&ldquo;Die Vorschl&auml;ge der Gabriel-Kommission sind Anleitung f&uuml;r einen Raubzug gegen die eigene Bev&ouml;lkerung. Statt Multimillion&auml;re angemessen zu besteuern oder die Nullzinsen zur Aufl&ouml;sung des Investitionsstaus zu nutzen, soll privates Kapital mit staatlich garantierten Profiten gem&auml;stet werden. Und das, obwohl l&auml;ngst bekannt ist, dass &Ouml;PP-Projekte die Steuerzahler um vieles teurer zu stehen kommen als staatlich finanzierte Investitionen. Das ist Politik nach dem Geschmack der irren Neoliberalen im Bundeswirtschaftsministerium&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht den heutigen Kongress zu Gabriels Fratzscher-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/gabriel-will-steuerzahlern-autofahrern-ans-portemonnaie\/\">Sahra Wagenknecht (MdB, Die Linke)<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke zum Investitionsdrama<\/strong><br>\nWeniger stringent erscheint der Gro&szlig;vorschlag, das Problem zaghafter privater Investitionen durch neue steuerliche Entlastungen f&uuml;r Unternehmen zu beheben &ndash; ein Dauerbrenner unserer Finanzwissenschaftler. Klar, ist es immer sch&ouml;n, wenn Steuern gesenkt und Regeln vereinfacht werden k&ouml;nnen. Nur muss so etwas ja jemand anderes bezahlen (oder es werden mehr Schulden gemacht), und dann w&auml;re es schon gut, genauer zu wissen, ob die Entlastung auch hinreichend viel bewirkt und die Investitionen ordentlich anschiebt.<br>\nDie j&uuml;ngste deutsche Erfahrung spricht, um es vorsichtig zu sagen, nicht unbedingt daf&uuml;r. Fast vergessen? Es gab 2000 und 2008 zwei relativ gro&szlig;e Unternehmensteuerreformen, mit denen die nominale Steuerbelastung deutlich gesenkt worden ist &ndash; und die als Entlastung von Standort und Investoren gefeiert wurden. Und? Just seit 2001 ist der Anteil der Investitionen am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland drastisch gefallen, nicht gestiegen &ndash; von rund 23 auf zeitweise weniger als 20 Prozent &ndash; was nicht unbedingt zeigt, dass Steuerreformen schlecht f&uuml;r Investitionen sind, aber zumindest ein Menge Beweislast zu denen verschiebt, die uns jetzt versprechen, dass die n&auml;chste Steuerentlastung &ndash; anders als die vorangegangenen &ndash; zum Investitionswunder f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=838239976258602&amp;id=160349790714294\">Thomas Fricke via Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Desinformation &ndash; Ein Lehrst&uuml;ck &uuml;ber die erw&uuml;nschte Geschichte<\/strong><br>\nDas Dokudrama des NDR &ldquo;Eichmanns Ende &ndash; Liebe, Verrat, Tod&rdquo; wurde weltweit ausgezeichnet. Es erz&auml;hlt die tragische Liebesgeschichte von Romeo und Julia des 20. Jahrhunderts: Romeo ist Klaus Eichmann, Sohn des Nazi-Kriegsverbrechers, den der Mossad 1960 aus Argentinien entf&uuml;hrt haben will, und Julia ist Silvia, Tochter von Lothar Hermann, einem &Uuml;berlebenden der Sho&aacute;. Das Dokudrama sei Desinformation, protestiert Hermanns Grossnichte, ein St&uuml;ck aus der Geheimdienstk&uuml;che, eine L&uuml;gengeschichte des Mossad.<br>\nDer Film beschreibt, wie der NDR alle Warnungen ignorierte &ndash; er strahlt sein Machwerk bis heute aus. Die Autorin beschreibt, wie im Falle Eichmanns Historiker erst vom Mossad und dann untereinander abgeschrieben haben. Es ist ja die perfekte &bdquo;erw&uuml;nschte Geschichte&ldquo;, nach der sich der Deutsche sehnt: nur neun Jahre nach Kriegsende himmeln ihn die j&uuml;dischen M&auml;dchen wieder an. Und auch an die angebliche Entf&uuml;hrung Eichmanns mag man gerne glauben: Dank einer mutigen Operation wurde ein Verbrecher der Gerechtigkeit zugef&uuml;hrt. Pech nur, dass diese Geschichte nicht wahr ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pq0IFw9ZSeI\">Gaby Weber via YouTube<\/a>\n<p><em>dazu schreibt uns Gaby Weber:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Ich bitte dich um drei Dinge:<\/p>\n<ol>\n<li>den Film anzugucken<\/li>\n<li>Den Film, also den Link, an alle m&ouml;glichen Leute zu verbreiten. Der NDR wird alles unternehmen, ihn totzuschweigen.<\/li>\n<li>Mir beim Spendensammeln zu helfen. Ich habe den Film &ndash; 93 Minuten in drei Sprachen &ndash; ohne Finanzierung hergestellt und habe Schulden. Das geht &uuml;ber Paypal: gaby.weber@gmx.net<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote>\n<p><em>Diesen Bitten kommen wir gerne nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pl&auml;doyer f&uuml;r eine Wiederbelebung der Europ&auml;ischen Fiskalpolitik: Von der Silbernen zur Goldenen Investitionsregel<\/strong><br>\nDie panische Reaktion der europ&auml;ischen Politik auf die Eurokrise bestand in einer scharfen Austerit&auml;tspolitik. Das Versagen dieser Ma&szlig;nahme k&ouml;nnte kaum offensichtlicher sein: Nach sieben Jahren tiefster Wirtschaftskrise steht die Eurozone am Rande der deflation&auml;ren Stagnation, w&auml;hrend die &ouml;ffentlichen Schuldenstandsquoten krisenbedingt immer weiter gestiegen sind. Gerade die &ouml;ffentlichen Investitionen, die eigentlich die Volkswirtschaften h&auml;tten stabilisieren und langfristig auf Wachstumskurs halten sollen, sind zT dramatisch eingebrochen. Diesen Trend gilt es umzukehren, indem &ouml;ffentliche Investitionen umfassend gef&ouml;rdert werden &ndash; insbesondere durch die Befolgung der &bdquo;goldenen Investitionsregel&ldquo;.<br>\nLeider wurde mit der Versch&auml;rfung der Regeln des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspaktes (SWP) die Finanzpolitik gerade in dem Augenblick weiter eingeschr&auml;nkt, in dem sie am meisten gebraucht wurde. Die Folge war ein R&uuml;ckgang bei den &ouml;ffentlichen Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/goldene-investitionsregel\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p>dazu: <strong>Schuldenquote strebt gegen 100%<\/strong><br>\n&ldquo;Wachstumsfreundliche Konsolidierung&rdquo; hei&szlig;t der Kurs, den Berlin der EU vorgegeben hat. Doch neue Zahlen von Eurostat zeigen, dass er nicht funktioniert. [&hellip;] Das liegt vor allem am weiter viel zu schwachen Wachstum. Wir haben n&auml;mlich keine &ldquo;wachstumsfreundliche Konsolidierung&rdquo;, sondern eine wachstumsfeindliche. Und deswegen auch keine echte Konsolidierung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/schuldenquote-bald-bei-100\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Lost in EUrope<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Parallelw&auml;hrung zur Grexit-Vermeidung?<\/strong><br>\nOffenbar setzt sich nun die Meinung durch, dass die Folgen des Griechenland-Rauswurfs doch unabsehbar sind<br>\nWie aus diversen Quellen zu vernehmen ist, bereitet die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) schon eine Parallelw&auml;hrung f&uuml;r Griechenland vor oder denkt zumindest dar&uuml;ber nach, um ein Ausscheiden aus dem Euro zu verhindern. Zwar hatte Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble lange so getan, als sei der Grexit l&auml;ngst kein Problem mehr, doch viele Experten schlie&szlig;en sich eher der Meinung von Janis Varoufakis an. Der hat in Spanien gerade vor einem gef&auml;hrlichen &ldquo;Spiel mit dem Feuer&rdquo; gewarnt. Griechenland mobilisiert derzeit alle Reserven, um eine Staatspleite weiter zu verschieben und Zeit zu gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44717\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wei&szlig;e Pfote von TTIP<\/strong><br>\nSchiedsgerichte im geplanten Freihandelsabkommen TTIP sind eine T&auml;uschung. Sie versto&szlig;en gegen das Grundgesetz und sind alles andere als harmlos. [&hellip;]<br>\nDie &ldquo;Investor-Staat-Streitbeilegung&rdquo; ist im Abkommen das, was im M&auml;rchen die wei&szlig;e Pfote ist &ndash; eine T&auml;uschung. Man t&auml;uscht vor, harmlose Schiedsgerichte zu installieren, wie es sie in jedem Land seit vielen Jahrzehnten gibt und wie sie in vielen Zivilprozessordnungen geregelt sind. Dieses Schiedswesen genie&szlig;t einen ordentlichen Ruf: Firmen, die in Gesch&auml;ftsbeziehungen stehen, k&ouml;nnen vereinbaren, dass sie ihre Streitigkeiten bei diesen Schiedsgerichten kl&auml;ren lassen; diese wenden dann das geltende staatliche Recht an und entscheiden Prozesse nach dessen Regeln.<br>\nMit diesen Schiedsgerichten haben aber die Schiedsgerichte, die vom Ceta-Abkommen der EU mit Kanada eingef&uuml;hrt werden und vom TTIP-Abkommen mit den USA beschlossen werden sollen, nur den Namen gemein. Man gebraucht diesen Namen, um Harmlosigkeit zu signalisieren. Aber die Investitions-Schiedsgerichte sind nicht harmlos; sie versto&szlig;en gegen das Grundgesetz und gegen den Vertrag &uuml;ber die Arbeitsweise der Europ&auml;ischen Union. Sie hebeln das deutsche und das europ&auml;ische Verfassungsrecht aus, das den Rechtsstaat und die Demokratie sichern soll. Diese &ldquo;Gerichte&rdquo; verhandeln nicht Anspr&uuml;che zwischen zwei Firmen, sondern sie pr&uuml;fen Anspr&uuml;che eines Konzerns gegen den Staat. Die Investitions-Schiedsgerichte wenden aber dabei nicht das staatliche Recht an, sondern sie &uuml;berpr&uuml;fen es; sie setzen sich &uuml;ber dieses Recht hinweg, bezeichnen es gegebenenfalls als investitionssch&auml;dlich und verurteilen das Land, das es erlassen hat, zu Schadenersatz. Das ist nicht Recht, sondern seine Umkehrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/kommentar-weisse-pfote-von-ttip-1.2442014\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neues TTIP-Leak: Lobbyisten und USA k&ouml;nnten unsere Gesetze &uuml;berpr&uuml;fen<\/strong><br>\nEin neues geleaktes EU-Verhandlungsdokument zeigt zu Beginn der TTIP-Verhandlungsrunde in New York, wie die EU-Kommission die demokratischen Rechte von Parlamenten wegverhandeln k&ouml;nnte. K&uuml;nftig sollen demzufolge auch Mitglieder nationaler Parlamente der EU-Mitgliedsstaaten ihre Gesetzesideen einer neu geschaffenen EU-US Regulierungsbeh&ouml;rde zur Begutachtung vorlegen. Umgekehrt gilt dies auch f&uuml;r die US-Bundesstaaten. Wir d&uuml;rfen nicht dulden, dass die Regulierungshoheit der Parlamente untergraben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/04\/neues-ttip-leak-lobbyisten-und-usa-koennten-unsere-gesetze-ueberpruefen\/\">Lobby Control<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>F&uuml;hrungsstreit lenkt von den wahren Problemen ab<\/strong><br>\nFerdinand Pi&euml;ch gilt als Vision&auml;r und Machtmensch. Die VW-F&uuml;hrungskrise ist noch nicht ausgestanden, die F&uuml;hrungsriege soll kurz vor der Revolte gegen Pi&euml;ch gestanden haben. Dabei geraten VWs reale Probleme au&szlig;er Sicht. [&hellip;]<br>\nNiederlagen versteht Pi&euml;ch zeit seines Lebens perfekt als Siege zu verkaufen. 1998 erwarb er die britische Nobelmarke Rolls-Royce f&uuml;r umgerechnet gut 700 Millionen Euro. Dabei vers&auml;umte er es aber, neben dem angestaubten Werk im englischen Crewe auch die Namensrechte zu kaufen. 2002 ging Rolls-Royce daher an den M&uuml;nchner Konkurrenten BMW, der sich die Rechte gesichert hatte. Pi&euml;ch musste sich mit der Schwestermarke Bentley begn&uuml;gen. Er habe, lie&szlig; er danach wissen, von Anfang an nur die sportlichere Marke haben wollen, weil diese mehr wirtschaftliches Potenzial besitze. Die Verkaufszahlen geben ihm inzwischen recht.<br>\nSeine Durchsetzungskraft ist f&uuml;r den Porsche-Pi&euml;ch-Clan Fluch und Segen zugleich. Von allen Pl&auml;nen, die er in seinem Leben geschmiedet hat, war der Versuch, Volkswagen durch Porsche zu &uuml;bernehmen, wohl der genialste und zugleich rechtlich riskanteste. Die Idee, mithilfe von Porsche VW zu schlucken, hatte Pi&euml;ch bereits um die Jahrtausendwende. Dann, 2005, schien der Zeitpunkt g&uuml;nstig: VW steckte in der Krise, die Aktie war g&uuml;nstig wie selten zuvor. Der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking pr&auml;sentierte den Eigent&uuml;merfamilien einen Plan, wie der Sportwagenhersteller bei VW einsteigen und schrittweise den Anteil erh&ouml;hen k&ouml;nnte. Offen ist, ob Pi&euml;ch diesen Anlauf zur VW-&Uuml;bernahme einf&auml;delte. Sicher ist nur, dass Wiedeking von den Pi&euml;chs und Porsches daf&uuml;r gr&uuml;nes Licht bekam.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/auto\/vw-niederlagen-als-siege-verkauft\/11650148-3.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fieberthermometer Baukonjunktur &ndash; in Deutschland besonders negativ<\/strong><br>\n(Vorgestern) hat das Europ&auml;ische Amt f&uuml;r Statistik die neuesten Daten f&uuml;r das Baugewerbe in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) ver&ouml;ffentlicht. Sie liegt weiter am Boden. Sie ist sogar in ganzer Breite gesunken (Hochbau -4%; Tiefbau: -2,7% gegen&uuml;ber Vorjahresmonat; respektive &ndash; 1,6%, -2,6% gegen&uuml;ber Vormonat). Die Konjunktur im Bausektor ist ein wichtiges Fieberthermometer, gerade in der Krise. Belebt er sich sp&uuml;rbar und nachhaltig, gehen von ihm mannigfaltige positive Impulse f&uuml;r andere Sektoren der Volkswirtschaft aus &ndash; und umgekehrt. Und der Staat kann beispielsweise &uuml;ber &ouml;ffentliche Infrastrukturinvestitionen und &ouml;kologischen Umbau gerade diesen Sektor direkt beleben und damit insgesamt eine positive Konjunkturentwicklung ansto&szlig;en. Den st&auml;rksten R&uuml;ckgang in der EWU verzeichnete Deutschland (-8,1% gegen&uuml;ber Vorjahr; -3,1% gegen&uuml;ber Vormonat). Das spricht nicht eben f&uuml;r die florierende Binnenkonjunktur, mit der Politik, Medien und Wirtschaftswissenschaft seit geraumer Zeit politisch Sch&ouml;nwetter zu machen versuchen.<br>\nAuch Frankreich und Portugal verzeichneten ein tiefes, Italien ein leichtes Minus (-7,9%; -4,5%; -0,8% gegen&uuml;ber Vorjahresmonat). F&uuml;r Deutschland weist die Statistik den vierten Monat in Folge eine negative Entwicklung gegen&uuml;ber Vorjahresmonat aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/04\/eurokrise-konjunktur-fieberthermometer-baukonjunktur-in-deutschland-besonders-negativ\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Teilzeit, Befristungen, Minijobs: Regul&auml;re Jobs werden seltener<\/strong><br>\nTeilzeit, Befristungen, geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung &ndash; mehr als sieben Millionen Menschen in Deutschland arbeiten ohne regul&auml;ren Job. Der Anteil dieser fr&uuml;her normalen Arbeitsverh&auml;ltnisse nimmt stetig ab: Die Zahl der betroffenen Arbeitnehmer stieg binnen 20 Jahren um mehr als 70 Prozent. Sie sind befristet, in Teilzeit mit 20 oder weniger Wochenstunden, Zeitarbeit oder geringf&uuml;gig besch&auml;ftigt.<br>\nDas geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Fraktion der Linken hervor, &uuml;ber die die Nachrichtenagentur dpa berichtet. 1993 waren demnach noch 4,4 Millionen Arbeitnehmer atypisch besch&auml;ftigt, 2013 waren es bereits 7,6 Millionen. [&hellip;]<br>\nDie Linke-Arbeitsmarktexpertin Jutta Krellmann, die die Anfrage gestellt hatte, sagte der dpa: &ldquo;Nun ist es amtlich: 20 Jahre Reformen am Arbeitsmarkt haben f&uuml;r mehr Besch&auml;ftigung gar nichts gebracht.&rdquo; Es gebe heute genau so viel Arbeit wie 1994. &ldquo;Nur mehr Menschen teilen sich den gleichen Umfang &ndash; aber zu deutlich schlechteren Bedingungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/teilzeit-befristungen-minijobs-atypische-jobs-nehmen-zu-a-1029642.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Atypische Besch&auml;ftigung<\/strong><br>\nIn Deutschland waren 2014 rund 39 Prozent aller abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten in Teilzeit, Leiharbeit oder Minijobs t&auml;tig. Im Vergleich zu 2013 ist der Anteil geringf&uuml;gig gestiegen, wie die WSI-Datenbank &bdquo;Atypische Besch&auml;ftigung&ldquo; zeigt. Insbesondere Teilzeit- und Leiharbeit hat zugenommen, die Zahl der Minijobber ist hingegen in etwa konstant geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_5859.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist wieder online<\/strong><br>\nDer bundesweite IT-Ausfall in den Arbeitsagenturen und Jobcentern ist behoben. Die Rechner laufen wieder, sagte der Sprecher der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in N&uuml;rnberg, Paul Ebsen, dem Bayerischen Rundfunk. Ursache f&uuml;r den bundesweiten IT-Ausfall waren technische Probleme mit einer Netzwerkkomponente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/mittelfranken\/inhalt\/computerausfall-arbeitsagentur-100.html\">BR Online<\/a>\n<p><em>passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>IT-Probleme in den Jobcentern<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150422-Schlachthof.jpg\" alt=\"Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist down\" title=\"Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist down\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/br.schlachthof\/photos\/a.414989295295286.1073741828.411825738944975\/676735789120634\/?type=1\">Schlachthof via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Erschossen mit deutschen Gewehren?<\/strong><br>\nIm Bundesstaat Guerrero in Mexiko sind im vergangenen Herbst vermutlich 43 Studenten erschossen worden. F&uuml;r die Tat sollen Drogenbanden, die Polizei und der B&uuml;rgermeister der Stadt Iguala verantwortlich sein. Die verwendeten Sturmgewehre stammen mutma&szlig;lich vom deutschen Waffenhersteller Heckler &amp; Koch. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt. (&hellip;)<br>\nDen Stein ins Rollen brachte vor f&uuml;nf Jahren der R&uuml;stungsexperte J&uuml;rgen Gr&auml;sslin. Am 19. April 2010 stellte er &uuml;ber seinen Anwalt Holger Rothbauer eine erste Anzeige:<br>\n&ldquo;Strafanzeige gegen Heckler &amp; Koch wegen des Verdachts illegaler G36-Gewehrexporte nach Mexiko und Korruption.&rdquo;<br>\nSeit f&uuml;nf Jahren dauern nun die Ermittlungen an, und nachdem immer mehr Details bekannt geworden sind, ist kaum noch zu erkl&auml;ren, wieso die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mexikanische-studenten-erschossen-mit-deutschen-gewehren.724.de.html?dram:article_id=317421\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Perspektiven einer asymmetrischen Nachbarschaft<\/strong><br>\nDer Verhandlungsprozess zwischen Cuba und den USA<br>\nAm 17. Dezember 2014 k&uuml;ndigten US-Pr&auml;sident Obama und der cubanische Staatspr&auml;sident Ra&uacute;l Castro in ihren nationalen TV-Sendern fast zeitgleich an, dass sie die beiderseitigen Beziehungen verbessern m&ouml;chten. Tags zuvor hatten die beiden Staatsoberh&auml;upter miteinander telefoniert &ndash; ein Novum seit 1959. Diese parallelen Absichtserkl&auml;rungen waren das Resultat von 18 Monate dauernden geheimen Gespr&auml;chen zwischen beiden Regierungen und ausgew&auml;hlten Akteuren, die vom Papst und der kanadischen Regierung unterst&uuml;tzt worden waren. Nun sehen viele eine neue Phase der Nachbarschaft und das Ende des mehr als 56-j&auml;hrigen &bdquo;Zerm&uuml;rbungskrieges gegen die cubanische Revolution&ldquo; (US-Lateinamerikaspezialist und Regierungsberater William LeoGrande) kommen. Manch andere wiederum f&uuml;rchten oder erhoffen einen regime change und das Ende des tropischen Sozialismus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ila-web.de\/ausgaben\/384\/perspektiven-einer-asymmetrischen-nachbarschaft\">Edgar G&ouml;ll in Die andere Sicht zu Lateinamerika, ila<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Falsche Todesurteile &ndash; Beispielloser FBI-Skandal ersch&uuml;ttert die USA<\/strong><br>\nAufgrund fehlerhafter Haaranalysen sind in den USA jahrzehntelang falsche Todesurteile gef&auml;llt worden. Viele Betroffene kommen jetzt frei &ndash; doch mindestens drei Urteile sind bereits vollstreckt.<br>\nSind in den USA jahrzehntelang Menschen unschuldig zum Tode verurteilt worden, weil falsche Analyseverfahren angewendet wurden? Ein Bericht, den die &bdquo;Washington Post&ldquo; am Sonntag ver&ouml;ffentlichte, zeigt das Ausma&szlig; dieses systematischen Justizfehlers. Die Zeitung spricht von einem der &bdquo;gr&ouml;&szlig;ten forensischen Skandale&ldquo; in den USA. Demnach hat das FBI in Strafprozessen jahrelang fehlerhafte Haaranalysen und Laboraussagen geliefert &ndash; und ist dadurch f&uuml;r mindestens 60 falsche Todesurteile mitverantwortlich. Zwar gestand die US-Bundespolizei die &bdquo;Fehler&ldquo; ein und k&uuml;ndigte an, den Betroffenen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. In mindestens drei F&auml;llen ist dies aber unm&ouml;glich, weil die Todesurteile bereits vollstreckt wurden.<br>\nDie falschen Analysen hatten jeweils die Argumente der Anklage beg&uuml;nstigt. Der entscheidende Fehler liegt darin, dass eine Analysemethode angewendet wurde, bei der es m&ouml;glich war, dass die Haarprobe auch zu einer weiteren Person passen k&ouml;nnte. So wurden die Haare optisch verglichen. Es gibt nach Angaben der &bdquo;Washington Post&ldquo; keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse, wie man durch optischen Haarvergleich ausschlie&szlig;lich auf eine bestimmte Person schlie&szlig;en kann. Deshalb sei ein DNA-Vergleich unumg&auml;nglich, um sicher zu sein, dass es sich nur um eine bestimmte Person handeln kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/falsche-todesurteile-beispielloser-fbi-skandal-erschuettert-die-usa\/11663906.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europol will Quasi-Geheimdienst werden<\/strong><br>\nDie Polizeiagentur Europol will zuk&uuml;nftig geheimdienstliche Informationen (&ldquo;intelligence data&rdquo;) speichern und analysieren. Dies geht aus einem von ihr selbst verfassten Papier hervor, das die britische B&uuml;rgerrechtsorganisation Statewatch nun ver&ouml;ffentlicht hat. Demnach sollen Informationen auch mit Geheimdiensten getauscht werden. Auf diese Weise will Europol &ldquo;zentrale Nachrichtenl&uuml;cken&rdquo; (&ldquo;key intelligence gaps&rdquo;) schlie&szlig;en. [&hellip;]<br>\nEuropol w&uuml;nscht sich auch den Ausbau zu einem EU-Anti-Terror-Zentrum nach deutschem Vorbild. Dort k&ouml;nnten abgeschottete, abh&ouml;rsichere Hochsicherheitstrakte eingerichtet werden. Dies w&auml;re n&ouml;tig, um die Anforderungen f&uuml;r die Verarbeitung als vertraulich oder geheim eingestufter Informationen zu erf&uuml;llen. Europol will hierf&uuml;r zur zentralen Schaltstelle f&uuml;r die Mitgliedstaaten heranwachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44706\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Kritik am IT-Sicherheitsgesetz<\/strong><br>\nExperten sehen &Auml;nderungs- und Erg&auml;nzungsbedarf bei dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines IT-Sicherheitsgesetzes (18\/4096). Das wurde w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Innenausschusses am Montag deutlich. [&hellip;]<br>\nAls sch&auml;rfster Kritiker der geplanten Regelung erwies sich Linus Neumann von Chaos Computer Club. Die dadurch geschaffene B&uuml;rokratie gehe zu Lasten pro-aktiver Schutzma&szlig;nahmen, bem&auml;ngelte er. Au&szlig;erdem sehe der Entwurf lediglich Unternehmen als sch&uuml;tzenswert an. Den gro&szlig;fl&auml;chigen Angriffen auf Privatpersonen und den daraus resultierenden Sch&auml;den werde jedoch nicht entgegen getreten. Neumann wandte sich zugleich gegen die Installation des BSI als zentrale Meldestelle. Als dem Bundesinnenministerium unterstellte Beh&ouml;rde k&ouml;nne es zu Interessenkonflikten kommen, so Neumann unter Verweis auf Medienmeldungen, das BSI sei an der Entwicklung des &bdquo;Bundestrojaners&ldquo; beteiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_04\/-\/370702\">Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Informationsfreiheits-Ablehnung des Tages: Jedes Dokument des Untersuchungsausschusses soll geheim bleiben<\/strong><br>\nJedes einzelne Dokument, das auch dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss vorliegt, soll vom Informationsfreiheitsgesetz ausgenommen sein. Mit dieser Begr&uuml;ndung verweigern uns Kanzleramt, Innenministerium und nun BSI die Herausgabe von Dokumenten zur Rolle des BSI beim Staatstrojaner. Die Opposition bezeichnet das als &bdquo;haneb&uuml;chen&ldquo; und &bdquo;fragw&uuml;rdig&ldquo; &ndash; und will unsere Anfragen auf die Tagesordnung setzen.<br>\nVor einem Monat hatten wir berichtet, dass das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Bundeskriminalamt (BKA) bei der Programmierung des Staatstrojaners unterst&uuml;tzt und Quellcode beigesteuert hat. Dabei beriefen wir uns auf interne Dokumente von BSI und Bundesministerium des Innern (BMI), die wir nochmal per Informationsfreiheitsgesetz angefordert haben. Das BMI best&auml;tigte vor zwei Wochen die Echtheit der Dokumente, lehnte aber eine Herausgabe ihrer Dokumente ab, weil diese Teil des Geheimdienst-Untersuchungsausschusses sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/informationsfreiheits-ablehnung-des-tages-jedes-dokument-des-untersuchungsausschusses-soll-geheim-bleiben\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Geopolitik hinter dem Krieg im Jemen<\/strong><br>\nDie USA und das K&ouml;nigreich Saudi-Arabien waren sehr beunruhigt, als die jemenitische Bewegung der Huthi &ndash; die Ansarallah, was auf Arabisch Soldaten Allahs hei&szlig;t (s. hier) &ndash; im September 2014 die Kontrolle &uuml;ber die jemenitische Hauptstadt Sanaa &uuml;bernahmen. Der von den USA unterst&uuml;tzte jemenitische Pr&auml;sident Abed Rabbo Mansur Hadi musste nachgeben und seine Macht mit den Huthis und einer Koalition von St&auml;mmen aus dem n&ouml;rdlichen Jemen teilen, die sich mit den Huthis verb&uuml;ndet hatten. Hadi hatte sich zu Verhandlungen &uuml;ber eine nationale Einheitsregierung f&uuml;r den Jemen bereit erkl&auml;rt, und seine Unterst&uuml;tzer USA und Saudi-Arabien wollten den Nationalen Dialog dazu nutzen, die Huthis einzubinden und zu bes&auml;nftigen.<br>\nDie Wahrheit &uuml;ber den Krieg im Jemen wurde auf den Kopf gestellt. Der Krieg und die Vertreibung des Pr&auml;sidenten im Jemen sind nicht die Folge des &ldquo;Huthi-Staatsstreichs&rdquo;, sondern das Gegenteil. Hadi wurde vertrieben, weil er mit Unterst&uuml;tzung der Saudis und der USA die Abmachung &uuml;ber die Teilung der Macht r&uuml;ckg&auml;ngig machen und den Jemen wieder allein und autorit&auml;r regieren wollte. Die Vertreibung des Pr&auml;sidenten Hadi durch die Huthis und ihre politischen Verb&uuml;ndeten war nur die Reaktion auf die von Hadi mit der Unterst&uuml;tzung Washingtons und des saudischen K&ouml;nigshauses geplante erneute Alleinherrschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/akademieintegra.wordpress.com\/2015\/04\/20\/die-geopolitik-hinter-dem-krieg-im-jemen\/\">Akademie Integra<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die SPD und das Aufstiegsversprechen &ndash; Versprochen, gebrochen<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngig davon, ob SPD-Chef Sigmar Gabriel tats&auml;chlich einen Erfolg bei der n&auml;chsten Bundestagswahl f&uuml;r ausgeschlossen erkl&auml;rt hat,[1] steht eines heute bereits fest: Die Bundes-SPD befindet sich in einer fundamentalen Krise. Trotz sozialdemokratischer Erfolge in der Gro&szlig;en Koalition gelingt es ihr nicht, sich von der 25-Prozent-Marke loszueisen. Auf diesen Umstand reagieren die Parteivorderen mit einem imposanten Reformeifer, der Beobachter staunen l&auml;sst: Heute geht es noch um die Einf&uuml;hrung von Wahlwochen und Urneng&auml;nge im Supermarkt, morgen schon folgt ein Entwurf f&uuml;r ein Einwanderungsgesetz und &uuml;bermorgen steht die Entgeltgleichheit auf dem Programm. Ist dies der h&auml;nderingende Versuch, sich gegen das Ende des &bdquo;sozialdemokratischen Zeitalters&ldquo; zu stemmen, welches Ralf Dahrendorf bereits vor 30 Jahren diagnostizierte?<br>\nIn jedem Fall handelt es sich bei der aktuellen Krise um weit mehr als ein &bdquo;gravierendes Imageproblem&ldquo;, so aber das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts TNS Infratest im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung&hellip;<br>\nEs ist jedoch die Ironie der Geschichte, dass der anhaltende Abstieg der SPD seine Ursache gerade im ursozialdemokratischen Aufstiegsversprechen hat. Denn eines ist der deutschen Sozialdemokratie trotz anderslautender Beteuerungen in den letzten 15 Jahren abhanden gekommen: die F&auml;higkeit, glaubhaft eben f&uuml;r eine solche Politik des Aufstiegs zu stehen, der sich f&uuml;r jedermann realisieren l&auml;sst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/april\/versprochen-gebrochen\">Robert von Olberg  in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Whistleblower und investigative Journalisten bald im Abseits?<\/strong><br>\nIn Zeiten der Globalisierung und technischen Vernetzung wird der effiziente Schutz von Gesch&auml;ftsgeheimnissen f&uuml;r Unternehmen immer wichtiger. Eine geplante EU-Regelung will hier der Wirtschaft helfen und unterschiedliche L&auml;nderregelungen harmonisieren. NGOs, Journalisten und Gewerkschaftsvertreter warnen allerdings: Aufgrund der Richtlinie k&ouml;nnten bedenkliche Praktiken von Unternehmen k&uuml;nftig unentdeckt bleiben, zumal bei Weitergabe und Ver&ouml;ffentlichung von Informationen mit kaum absch&auml;tzbaren rechtlichen Folgen zu rechnen w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44697\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Streik im G&uuml;terverkehr: Millionen Deutsche erhalten ihre Baumst&auml;mme nicht rechtzeitig<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Wieder einmal droht der Deutschen Bahn eine Welle der Kundenwut. Der Grund: Durch den aktuellen Lokf&uuml;hrerstreik im G&uuml;terverkehr erhalten Millionen Deutsche ihre bestellten G&uuml;ter wie Baumst&auml;mme, Stahltr&auml;ger, Gro&szlig;transformatoren und Kabelrollen nicht rechtzeitig. Das Transportunternehmen steht vor einem neuen PR-Desaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/04\/streik-im-guterverkehr-millionen.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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