{"id":25801,"date":"2015-04-23T08:43:28","date_gmt":"2015-04-23T06:43:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801"},"modified":"2015-11-09T11:13:48","modified_gmt":"2015-11-09T10:13:48","slug":"hinweise-des-tages-2360","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h01\">&ldquo;Seenotrettung&rdquo; als Teil des Problems: Dass Menschen ihr Leben riskieren m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h02\">Amnesty International dreht in Sachen Fl&uuml;chtlingskrise den Spie&szlig; um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h03\">Minister Schneider fordert &ldquo;legale Fluchtwege&rdquo; f&uuml;r Bootsfl&uuml;chtlinge <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h04\">Ein Genozid ist ein Genozid ist ein Genozid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h05\">&ldquo;Keine Zukunft mehr&rdquo; f&uuml;r umstrittenes G36 in Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h06\">Jan van Aken, DIE LINKE: &raquo;Wer h&auml;lt die sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber Heckler &amp; Koch?&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h07\">Gr&uuml;ne: BfV und MAD aufl&ouml;sen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h08\">Paul Krugman: Griechenland am Rande des Abgrunds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h09\">OECD: Griechen arbeiten pro Jahr 50 Prozent mehr als die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h10\">Wie sozial ist die EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h11\">Dossier: GDL Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h12\">BMW besch&auml;ftigt nur noch Dienstleister, die nach IG-Metall-Tarif zahlen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h13\">Die grenzenlose Gier der Pharmakonzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h14\">Gabriels Investitionskommission: viel hei&szlig;e Luft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h15\">Politico oder: Das M&auml;rchen von der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h16\">Landtag dr&auml;ngt Vize Wilken zum R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h17\">Spiel mit Vorurteilen &ndash; Woher die Angst vor Fremden kommt <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h18\">WISO-Info<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801#h19\">Welzer: &bdquo;Selbst denken&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25801&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Seenotrettung&rdquo; als Teil des Problems: Dass Menschen ihr Leben riskieren m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDer Zehn-Punkte-Plan der Kommission, dem die EU-Innen- und Au&szlig;enminister am Montag nach der Katastrophe grunds&auml;tzlich zustimmten, stellt entsprechend nichts anderes dar, als die erneute Instrumentalisierung der Fl&uuml;chtlingskatastrophe f&uuml;r die Zwecke der Sicherheitspolitiker. Unter Punkt &ldquo;1. Mehr Seenothilfe&rdquo; sollen die Mittel f&uuml;r die Grenz&uuml;berwachungsprojekte &ldquo;Triton&rdquo; und &ldquo;Poseidon&rdquo; erh&ouml;ht und das &uuml;berwachte Gebiet ausgeweitet werden. Die Ermittlungsbeh&ouml;rden Europol und Eurojust sowie Frontex sollen gest&auml;rkt, Asylantr&auml;ge an den Grenzen schneller bearbeitet und &ldquo;illegale Einwanderer&rdquo; schneller abgeschoben werden k&ouml;nnen. Demgegen&uuml;ber befassen sich zwei Punkte eher vage mit neuen Mechanismen zur &ldquo;Verteilung&rdquo; anerkannter und zuvor geretteter Fl&uuml;chtlinge. Zuletzt sollen die Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Staaten verbessert, Boote von Schleppern beschlagnahmt und zerst&ouml;rt und in wichtigen Drittstaaten &ldquo;Verbindungsbeamte f&uuml;r Immigrationsfragen eingesetzt werden, die zum Beispiel Informationen zu Fl&uuml;chtlingsbewegungen sammeln.&rdquo;<br>\nInsbesondere die letzten Punkte verst&auml;rken genau die Gr&uuml;nde, warum es f&uuml;r viele lebensgef&auml;hrlich ist und sein muss, nach Europa einzureisen. Die Zusammenarbeit mit den Herkunfts- und Transitstaaten illegalisiert bereits die Ausreise und verstellt den Weg zu legalen Einreisepapieren. Verbindungsbeamte &ndash; eine besondere deutsche Spezialit&auml;t &ndash; stellen nicht nur Verst&ouml;&szlig;e gegen diese Zusammenarbeit fest, sondern unterrichten auch Grenzbeamte und das Personal von Transportunternehmen darin, keine Menschen ohne g&uuml;ltige Papiere durchzulassen oder mitzunehmen. Dabei handelt es sich im Zusammenspiel mit den so gennannten Carrier Sanctions &ndash; Sanktionen gegen Unternehmen, die Menschen ohne entsprechende Visa mitnehmen &ndash; um den effektivsten Weg der Illegalisierung. Die nun anvisierte Beschlagnahmung und Zerst&ouml;rung von &ldquo;Schleuser-Booten&rdquo; stellt dabei nur eine Exterritorialisierung einer an S&uuml;deuropas K&uuml;sten l&auml;ngst g&auml;ngigen Praxis dar, die diese Sanktionen auf die Spitze treibt &ndash; und wesentlich dazu beitr&auml;gt, Migrant_innen auf seeunt&uuml;chtige Boote ohne Besatzung zu zwingen.<br>\nOhne die genannten Ma&szlig;nahmen, die &ndash; ebenso wie die milit&auml;risch-aufkl&auml;rungstechnische Aufr&uuml;stung des Mittelmeers &ndash; stets auch von Italien aufgegriffen und forciert wurden, k&ouml;nnten Fl&uuml;chtlinge und Migrant_innen auf sicherem (und deutlich g&uuml;nstigerem) Wege einreisen und den skrupellosen Schlepperbanden &ndash; de facto Spiegelbilder der Sicherheispolitiker, die Aufr&uuml;stung und Illegalisierung vorantreiben &ndash; w&auml;re die Gesch&auml;ftsgrundlage entzogen&hellip;.<br>\nDas Ergebnis w&auml;re keine Flut, wie h&auml;ufig und seit der Katastrophe wieder verst&auml;rkt durch grob irref&uuml;hrende Schaubilder von Migrationsrouten &ndash; die zum Beispiel westliche, &ldquo;legale&rdquo; und erw&uuml;nschte Migration vollkommen ausblenden &ndash; suggeriert wird, sondern ein Austausch. Ein solche Bewegungsfreiheit wurde beispielsweise im Schengenraum mit der Osterweiterung f&uuml;r Millionen Menschen ohne die stets implizit prognostizierten negative Folgen m&ouml;glich und wird von vielen Menschn in Europa als selbstverst&auml;ndlich angenommen. Die M&ouml;glichkeit einer visafreien Einreise f&uuml;r Millionen Menschen aus Lateinamerika stellt ein weiteres Beispiel dar&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/04\/21\/seenotrettung-als-teil-des-problems-dass-menschen-ihr-leben-riskieren-muessen\/%20\">Informationsstelle gegen Militarisierung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Amnesty International dreht in Sachen Fl&uuml;chtlingskrise den Spie&szlig; um<\/strong><br>\nDie Nachrichtenflut &uuml;ber Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me, die nach Europa dr&auml;ngen, bricht nicht ab. F&uuml;r all diejenigen, die denken, das Schicksal dieser Menschen ginge sie nichts an, hat Amnesty International einen kleinen Spot gedreht. Das Video soll wachr&uuml;tteln und zeigen: Es kann jeden treffen&hellip;<br>\nMit dem Spot dreht Amnesty International den Spie&szlig; einmal um und nimmt einen Perspektivwechsel vor:&nbsp;Was, wenn wir es w&auml;ren, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden? Wenn wir es w&auml;ren, die mit Hoffnung auf ein besseres Leben in ein anderes Land k&auml;men? Vielleicht verliefe die Diskussion dar&uuml;ber, ob Europa sich Fl&uuml;chtlinge leisten kann &ndash; und will &ndash; dann etwas anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/04\/22\/spot-des-tages-amnesty-international-dreht-in-sachen-fluechtlingskrise-den-spiess-um\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email%20\">Amnesty International in MEEDIA<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Minister Schneider fordert &ldquo;legale Fluchtwege&rdquo; f&uuml;r Bootsfl&uuml;chtlinge <\/strong><br>\nVor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs der EU zur Fl&uuml;chtlingsproblematik am Donnerstag hat NRW-Integrationsminister Guntram Schneider (SPD) eine Kehrtwende in der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik gefordert: &ldquo;Neben dem Ausbau der Seenotrettung und der Wiederauflage des Programms ,Mare Nostrum&rsquo;, ist es wichtig, endlich legale Fluchtwege zu schaffen, damit die Menschen nicht den gef&auml;hrlichen Weg &uuml;ber das Mittelmeer nehmen&rdquo;, sagte Schneider der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung, (WAZ, Donnerstagausgabe).<br>\nEr betonte, er bef&uuml;rworte &ldquo;ein Visum aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden&rdquo;, ausgestellt durch die Auslandsvertretungen der EU, das es den Menschen erm&ouml;gliche, zun&auml;chst befristet legal nach Europa zu kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/55903\/3003529\/waz-minister-schneider-fordert-legale-fluchtwege-fuer-bootsfluechtlinge?search=Minister%20Schneider%20\">WAZ in Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Genozid ist ein Genozid ist ein Genozid<\/strong><br>\nNicht nur Ankara, auch Berlin muss die Verantwortung f&uuml;r den armenischen V&ouml;lkermord anerkennen.<br>\nIn diesem Jahr gedenken wir zum hundertsten Mal der Verfolgung und Vernichtung der Armenier, Aram&auml;er, Assyrer und Pontosgriechen durch die jungt&uuml;rkische Regierung im Osmanischen Reich. An jenem Tag, den 24. April 1915, begann im Zuge des Ersten Weltkriegs die tragische Ausl&ouml;schung armenischer Politiker und Intellektueller in Istanbul. Anschlie&szlig;end lie&szlig; das jungt&uuml;rkische Regime hunderttausende osmanische Christen &ndash; Frauen, Kinder, M&auml;nner und Greise &ndash; in systematisch geplanter Weise ermorden. In die W&uuml;ste Anatoliens getrieben, starben die wehrlosen Menschen auf Todesm&auml;rschen an Unterern&auml;hrung, k&ouml;rperlicher Ersch&ouml;pfung, brutalen Misshandlungen und bei Hinrichtungen. Sch&auml;tzungsweise 1,5 Millionen Armenier und bis zu 250.000 assyrisch-aram&auml;ische Christen fielen dieser geplanten physischen Vernichtung zum Opfer.<br>\nUm einer Deportation und schlie&szlig;lich T&ouml;tung zu entkommen, mussten hunderttausende Christen zwangsweise zum Islam konvertieren. Bereits im Juni 1915 erkl&auml;rte der osmanische Innenminister Mehmet Talaat, seine Regierung wolle den Ersten Weltkrieg dazu nutzen, mit dem &bdquo;inneren Feind&ldquo; abzurechnen, also mit den osmanischen Christen, denen die Jungt&uuml;rken eine Kooperation mit dem Kriegsgegner Russland vorwarfen. Der Vollzug solle, so Talaat, durch keine internationalen Interventionen gest&ouml;rt werden. Und so geschah es: Das im Osmanischen Reich stationierte Milit&auml;r des Deutschen Reichs wurde Augenzeuge dieser tragischen Vernichtung, ohne dagegen in irgendeiner Weise zu intervenieren. Historische Dokumente belegen zweifelsfrei, dass die grauenvollen Ereignisse auch der F&uuml;hrung des Deutschen Reichs von Anfang an bekannt waren. Doch um den wichtigsten milit&auml;rischen Kriegspartner im Ersten Weltkrieg nicht zu verstimmen, nahm die deutsche Regierung den V&ouml;lkermord durch die Jungt&uuml;rken widerstandslos hin. Diese Mitschuld des Deutschen Reiches begr&uuml;ndet unsere heutige Verantwortung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/ein-genozid-ist-ein-genozid-ist-ein-genozid-880\/%20\">Dieter Nietan in Internationale Politik und Gesellschaft<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Im Sinne des Vaterunser<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag verweigert sich weiterhin einer verbindlichen Anerkennung des Genozids an der armenischsprachigen Bev&ouml;lkerung des Osmanischen Reichs. Dies geht aus dem Wortlaut einer f&uuml;r morgen erwarteten Bundestags-Resolution hervor, auf die sich die Berliner Regierungsfraktionen in den vergangenen Tagen geeinigt haben. Demnach wird der Massenmord einem breiteren Spektrum von Gewalthandlungen zugeordnet, das von &ldquo;Vertreibungen&rdquo; bis zu &ldquo;V&ouml;lkermorden&rdquo; reicht; eine genaue Zuordnung der zur Debatte stehenden Massaker an den Armeniern wird jedoch nicht getroffen. Hauptmotiv f&uuml;r die Verweigerung ist weniger eine angebliche R&uuml;cksichtnahme auf den NATO-Partner T&uuml;rkei denn vielmehr das Bem&uuml;hen um die Wahrung eigener nationaler Interessen. Parallelen im deutschen Umgang mit dem Genozid an den Herero und Nama in der damaligen Kolonie &ldquo;Deutsch-S&uuml;dwestafrika&rdquo; zeigen, dass es tats&auml;chlich um die Abwehr m&ouml;glicher Entsch&auml;digungsforderungen geht: V&ouml;lkermord ist ein Verbrechen, das nicht verj&auml;hrt. Zum Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich leisteten deutsche Offiziere mit ausdr&uuml;cklicher Billigung der deutschen Regierungsspitze tatkr&auml;ftige Beihilfe&hellip;<br>\nUrsache der fortgesetzten Weigerung, den Genozid an den Armeniern als Genozid anzuerkennen, ist weniger die R&uuml;cksichtnahme auf den NATO-Partner T&uuml;rkei als vielmehr die Sorge um die Wahrung unmittelbarer deutscher Eigeninteressen. Hintergrund ist, dass in offiziellem Auftrag im Osmanischen Reich t&auml;tige deutsche Milit&auml;rs mit ausdr&uuml;cklicher Billigung der Berliner Reichsregierung Beihilfe f&uuml;r den V&ouml;lkermord leisteten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59100%20\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Keine Zukunft mehr&rdquo; f&uuml;r umstrittenes G36 in Bundeswehr<\/strong><br>\nVon der Leyen r&auml;umte eine &ldquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&rdquo; ein. Deswegen m&uuml;sse &ldquo;mit Hochdruck an Ersatz gearbeitet&rdquo; werden. Bevorzugt beliefert werden m&uuml;ssten beispielsweise die Spezialkr&auml;fte. Insgesamt sei der Waffenaustausch in der Bundeswehr aber &ldquo;nicht binnen Jahresfrist&rdquo; m&ouml;glich. Ob die Soldaten eine ganz neue Waffe bekommen sollen und wann der Ersatz kommen soll, lie&szlig; von der Leyen offen.<br>\nDie Ministerin habe im Ausschuss nicht ausgeschlossen, auch k&uuml;nftig das G36 zu verwenden, wenn auch &ldquo;in ver&auml;nderter Form&rdquo;, sagte der Linken-Verteidigungspolitiker Jan van Aken. Zudem habe das Ministerium betont, dass es trotz der Funktionsm&auml;ngel keinen Anspruch auf Schadenersatz gegen&uuml;ber Heckler&amp;Koch gebe: &ldquo;Das kann man komplett vergessen.&rdquo;<br>\nVan Aken pochte aber ebenso wie Gr&uuml;ne und SPD auf Aufkl&auml;rung der Verantwortlichkeiten: Das Verteidigungsministerium habe sich &ldquo;als komplette Tr&uuml;mmertruppe&rdquo; pr&auml;sentiert, sagte der Linkspolitiker. Obwohl es bereits 2010 Informationen &uuml;ber die Probleme gegeben habe, w&uuml;rden erst jetzt Entscheidungen getroffen. Von der Leyen k&ouml;nne die Schuld auch nicht nur auf ihre Vorg&auml;nger abw&auml;lzen: Auch sie habe im Februar 2014 trotz eines vorliegenden &ldquo;desastr&ouml;sen Berichts&rdquo; entschieden, &ldquo;erst einmal abzuwarten&rdquo; und eine weitere Analyse schreiben zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/news2\/aktuell\/keine-zukunft-mehr-fuer-umstrittenes-g36-in-bundeswehr-2189047.html%20\">stern.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Stellen Sie sich einfach einmal vor, sie haben vor ein paar Jahren ein Auto gekauft und haben schon vor 5 Jahren festgestellt, dass sie das Fahrzeug nicht richtig lenken k&ouml;nnen. Sie haben sich aber noch nie an den Kraftfahrzeugh&auml;ndler gewandt und diese schwerwiegenden M&auml;ngel ger&uuml;gt, dann k&ouml;nnen Sie nat&uuml;rlich jetzt nicht mehr ein lenkbares Auto oder Schadenersatz verlangen. <\/em><br>\n<em>Kann man wirklich so bl&ouml;d sein?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Jan van Aken, DIE LINKE: &raquo;Wer h&auml;lt die sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber Heckler &amp; Koch?&laquo;<\/strong><br>\nZwei Fragen stellen sich bei der Aff&auml;re ums G36: Warum ist es &uuml;berhaupt angeschafft worden? Wer hat in den 90ern entschieden, dass dieses Gewehr angeschafft wurde? Schon damals erf&uuml;llte es die Anforderungen der Bundeswehr an Treffsicherheit nicht. Wer hat da jahrelang die sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die Waffenfirma Heckler &amp; Koch gehalten? Das Zweite: Was ist eigentlcih in den letzten Jahren passiert? Seit 2010 wei&szlig; das Verteidigungsministerium von den Treffproblemen des G36, und seitdemhaben alle Verteidigungsminister immer das gleiche getan: Untersuchungen in Auftrag gegeben und dann: nichts getan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Cz5fWBzXuxY&amp;feature=youtu.be\">Die Linke via YouTube<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne: BfV und MAD aufl&ouml;sen<\/strong><br>\nDie Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen dringt auf einen &bdquo;Neustart in der deutschen Sicherheitsarchitektur&ldquo;. In einem Antrag (18\/4690), der am Freitag erstmals auf der Tagesordnung des Bundestagsplenums steht, fordert die Fraktion von der Bundesregierung ein entsprechendes Gesamtkonzept. Danach soll das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz (BfV) in seiner jetzigen Form aufgel&ouml;st werden und an seine Stelle eine &bdquo;neue Inlandsaufkl&auml;rung mit einem verkleinerten Personalstab und neuem demokratischen Selbstverst&auml;ndnis sowie klar eingegrenzten Befugnissen&ldquo; treten. Ihre Aufgaben sollen sich laut Antrag auf die Spionageabwehr und die &bdquo;Aufkl&auml;rung genau bestimmter gewaltgeneigter Bestrebungen&ldquo; konzentrieren.<br>\nAuch der Milit&auml;rische Abschirmdienst (MAD) soll nach den Vorstellungen der Fraktion aufgel&ouml;st und &bdquo;dessen Aufgaben &ndash; soweit noch relevant &ndash; sowie gegebenenfalls Personal auf andere Sicherheitsbeh&ouml;rden &uuml;bergeleitet&ldquo; werden. Die Aufgaben und Befugnisse des Bundesnachrichtendienstes (BND) sollen der Vorlage zufolge &bdquo;auf das zur Wahrung des Friedens sowie au&szlig;en- und sicherheitspolitischer Interessen der Bundesrepublik Deutschland Notwendige beschr&auml;nkt&ldquo; werden.<br>\nDie Analyse demokratie- und menschenfeindlicher Bestrebungen wollen die Abgeordneten dadurch verbessert und ausgebaut wissen, dass sie vorrangig durch unabh&auml;ngige Institutionen und mit wissenschaftlichen Mitteln erfolgt. Sichergestellt werden soll nach dem Willen der Fraktion zudem eine &bdquo;intensivere umfassende Dienst- und Fachaufsicht &uuml;ber die Nachrichtendienste&ldquo;. Auch m&uuml;sse eine erhebliche Verbesserung der Kontrollm&ouml;glichkeiten durch das Parlament und unabh&auml;ngige Datenschutzbeauftrage erfolgen.<br>\nIn der &bdquo;&Uuml;bergangszeit bis zu einer grundlegenden Reform der Nachrichtendienste und ihrer Kontrolle&ldquo; soll die Regierung laut Antrag unter anderem daf&uuml;r sorgen, dass der Einsatz von V-Leuten &bdquo;in der rechten Szene umgehend beendet&ldquo; und &bdquo;der Einsatz von V-Leuten im &Uuml;brigen einer unabh&auml;ngigen wissenschaftlichen Evaluierung&ldquo; unterzogen wird.<br>\nDer Fraktion zufolge haben die beiden parlamentarischen Untersuchungsaussch&uuml;sse zum &bdquo;Nationalsozialistischen Untergrund&ldquo; (NSU) und zur NSA-&Uuml;berwachungsaff&auml;re &bdquo;deutlich das v&ouml;llige Versagen und massive Missst&auml;nde bei den Sicherheitsbeh&ouml;rden aufgezeigt&ldquo; .Die &bdquo;schon jetzt klar erkennbaren Missst&auml;nde bez&uuml;glich Strukturen, Arbeitsweisen, Personal und Kontrollierbarkeit der deutschen Nachrichtendienste&ldquo; erforderten &bdquo;zur Wahrung der Rechtsstaatlichkeit und individueller Freiheitsrechte eine grundlegende Reform der Sicherheitsarchitektur in Deutschland&ldquo;, schreiben die Abgeordneten. Zugleich fordern sie die Bundesregierung auf, ihren Gesetzentwurf zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes (18\/4654) &bdquo;und damit auch die Erweiterung der &Uuml;berwachungsaufgaben und -befugnisse der Nachrichtendienste zur&uuml;ckzuziehen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_04\/-\/371134\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Paul Krugman: Griechenland am Rande des Abgrunds<\/strong><br>\n&hellip; ich habe nach meinem Besuch die Angst, dass Griechenland und Europa einen schrecklichen Unfall erleiden k&ouml;nnten, dass es einen unn&ouml;tigen Bruch geben k&ouml;nnte, der weite Schatten werfen wu&#776;rde&hellip;<br>\nDie Form eines Abkommens ist also klar: Im Prinzip mu&#776;sste es einen Stopp f&uuml;r weitere Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen geben und dann Griechenlands Einwilligung, signifikante, wenn auch nicht st&auml;ndig ansteigende Zahlungen an seine Gl&auml;ubiger zu leisten. Ein solches Abkommen wu&#776;rde den Boden fu&#776;r einen wirtschaftlichen Aufschwung bereiten, der anfangs vielleicht langsam w&auml;re, aber dann schlie&szlig;lich etwas Hoffnung geben k&ouml;nnte.<br>\nIm Moment allerdings scheint ein solches Abkommen nicht zustande zu kommen. Vielleicht stimmt es, wie die Gl&auml;ubiger sagen, dass der Umgang mit der neuen griechischen Regierung schwierig ist. Aber was kann man erwarten, wenn Leute ohne vorherige Erfahrung im Regieren die Macht von einem diskreditierten Establishment u&#776;bernehmen? Und noch wichtiger ist die Tatsache, dass die Gl&auml;ubiger Dinge verlangen &ndash; gro&szlig;e Einschnitte bei den Renten und im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; denen eine neu gew&auml;hlte linke Regierung einfach nicht zustimmen kann, im Gegensatz zu solchen Reformen wie Verbesserungen im Steuervollzug, denen sie leicht zustimmen kann. Und, wie schon gesagt, sind die Griechen nur zu bereit,<br>\nderlei Forderungen entweder als einen Versuch anzusehen, ihre Regierung zum Scheitern zu bringen, oder aber ihr Land zu einem Paradebeispiel dafu&#776;r zu machen, was mit Schuldnerstaaten passiert, wenn sie sich gegen harsche Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen wehren.<br>\nUm das Ganze noch schlimmer zu machen, wirkt sich die politische Unsicherheit negativ auf die Steuereinku&#776;nfte aus, und wahrscheinlich wird sich der schwer erarbeitete Prim&auml;ru&#776;berschuss bald verflu&#776;chtigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/04\/20\/opinion\/paul-krugman-greece-on-the-brink.html\">The New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>OECD: Griechen arbeiten pro Jahr 50 Prozent mehr als die Deutschen<\/strong><br>\nDie Grafik zerst&ouml;rt das Bild vom faulen Griechen. Laut OECD sind die Griechen sogar 50% flei&szlig;iger als die Menschen in Deutschland.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150423_hoursperyear.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150423_hoursperyear_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: OECD (2015) Hours worked (indicator) (ohne Link)\n<p><em>Weiterf&uuml;hrende Informationen: <a href=\"https:\/\/data.oecd.org\/emp\/hours-worked.htm#indicator-chart\">OECD<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie sozial ist die EU?<\/strong>\n<ul>\n<li>Die soziale Dimension der EU wurde in zwei Stufen grunds&auml;tzlich geschw&auml;cht: Ende der 1990er Jahre verlor die verbindliche Rechtsetzung durch die unverbindliche Koordinierung nationaler Arbeitsmarktpolitik &uuml;ber die Offene Methode der Koordinierung stark an Bedeutung. Im Zuge der Eurokrise wurde diese Koordinierung in  wesentlichen Teilen den Wirtschafts- und Finanzministern &uuml;bertragen. Heute sind Programmatik und Instrumente der sozialen Dimension ausgeh&ouml;hlt und spielen in  der EU-Politik eine Nebenrolle.<\/li>\n<li>Gro&szlig;e Verlierer dieser Entwicklung sind die Arbeitnehmer und die Gewerkschaften in den Mitgliedstaaten. Seit Ende der 1990er Jahre wird das europ&auml;ische Arbeitsrecht abgewickelt. Durch den sozialen Dialog auf europ&auml;ischer Ebene, einst Hoffnungstr&auml;ger f&uuml;r ein Soziales Europa, kommen keine verbindlichen Abkommen mehr zustande. &Uuml;ber das Europ&auml;ische Semester kann nicht nur empfindlich in die Tarifautonomie eingegriffen werden, eine systematische Beteiligung der  Gewerkschaften  am Abstimmungsprozess wurde und wird unterbunden.<\/li>\n<li>Im Rahmen des bestehenden Vertragswerks ist eine Weiterentwicklung der sozialen Dimension schwierig, mit Einschr&auml;nkungen jedoch m&ouml;glich: Die Gleichstellung  wirtschafts- und sozialpolitischer Akteure im Europ&auml;ischen Semester, der Einsatz  des Verfahrens der  Verst&auml;rkten Zusammenarbeit und die St&auml;rkung der Arbeitnehmer und Gewerkschaften durch die Mitbestimmung und den sozialen Dialog k&ouml;nnen Eckpunkte f&uuml;r eine nachhaltige Neuausrichtung bilden. Daf&uuml;r &ouml;ffnet sich mit progressiven Regierungen in den Mitgliedstaaten und einer politisch abh&auml;ngigen EU-Kommission ein window of opportunity.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/11326.pdf%20\">Alexander Schellinger in Friedrich Ebert Stiftung Internationale Politikanalyse<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dossier: GDL Tarifrunde bei der Deutschen Bahn 2014<\/strong><br>\n&bdquo;Das von der DB als vermeintliches Zwischenergebnis vom 17. April 2015 zum Angebot erhobene Papier ist eine rechtlich unverbindliche Absichtserkl&auml;rung, in der die GDL auch noch unterschreiben soll, dass die Bahn am Ende des Papiers in Punkt 2 c alle Zusagen zur&uuml;cknehmen und damit die Einigung in Frage stellen kann. DB-Vorstand streikt beim Tarifabschluss. Die GDL-Mitglieder haben im Vorfeld dieser Verhandlung deutlich gemacht, dass sie sich nicht l&auml;nger hinhalten lassen. &bdquo;Weil der DB-Vorstand beim Tarifabschluss mit der GDL streikt, m&uuml;ssen die GDL-Mitglieder erneut f&uuml;r bessere Arbeitszeiten, h&ouml;heres Entgelt und Belastungssenkung in den Arbeitskampf ziehen&ldquo; so Weselsky&hellip;&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/branchen\/dienstleistungen\/bahn\/bahn-gewerkschaften\/bahn-gewerkschaft-gdl\/gdl-tarifrunde-bei-der-deutschen-bahn-2014\/%20%20\">LabourNet<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BMW besch&auml;ftigt nur noch Dienstleister, die nach IG-Metall-Tarif zahlen<\/strong><br>\nF&uuml;r die Gewerkschaft ist es ein Durchbruch, der Modellcharakter f&uuml;r die deutsche Autoindustrie haben soll.<br>\nK&uuml;nftig soll der Autobauer nur noch solche Dienstleister im wichtigen Bereich der Logistik besch&auml;ftigen, die ihre Mitarbeiter nach dem vergleichsweise hohen Metall-Tarif bezahlen. Das berichtet das Hamburger Wirtschaftsmagazin BILANZ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Die Konkurrenten wundern sich, dass gerade der kostenbewusste BMW-Vorstand vorprescht. Der Metall-Tarif liegt erheblich &uuml;ber dem Mindestlohn von 8,50 Euro und den Tarifen der Logistikbranche. F&uuml;r die IG Metall hat die Vereinbarung mit BMW Modellcharakter f&uuml;r die deutsche Autoindustrie.<br>\n&ldquo;Wir haben dem Vorstand auf die Finger geklopft und ihn an seine eigenen Werte erinnert&rdquo;, hei&szlig;t es im M&uuml;nchener Arbeitnehmerlager selbstbewusst. Der Teufel steckt allerdings noch im Detail: Nach der Grundsatzvereinbarung mit dem Vorstand muss der Betriebsrat mit Logistikunternehmen wie BLG oder Schnellecke entsprechende Tarifvertr&auml;ge abschlie&szlig;en. Vorab sind schwierige Rechtsfragen zu kl&auml;ren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/114920\/3002841\/bmw-beschaeftigt-nur-noch-dienstleister-die-nach-ig-metall-tarif-zahlen-fuer-die-gewerkschaft-ist?search=BMW%20%20\"> Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die grenzenlose Gier der Pharmakonzerne<\/strong><br>\n5,8 Millionen Menschen haben die Schorlau-Verfilmung &ldquo;Dengler &ndash; Die letzte Flucht&rdquo; im ZDF gesehen: Medikamente werden schon lange nicht mehr nur verschrieben und verkauft, weil sie heilen. Vielmehr bringen sie den Pharmakonzernen eine Menge Geld. In der Realit&auml;t sieht das nicht anders aus, sagt unser Experte&hellip;<br>\nTheoretisch h&auml;tten wir uns also am vergangenen Montag (20. April 2015) vor den Fernseher setzen und die Verfilmung des Romans gelassen als &ldquo;Schnee von gestern&rdquo; abtun k&ouml;nnen. Im Glauben, dass die Politiker, die f&uuml;r unsere Gesundheit verantwortlich sind, die Rahmenbedingungen der Forschung und der pharmazeutischen Industrie so ge&auml;ndert haben, dass die Pharmaindustrie zwar immer noch ad&auml;quate Gewinne erzielt, diese aber nur mit legalen und ethisch einwandfreien Mitteln. So ist es leider nicht&hellip;<br>\nErstens: Immer noch werden Patienten mit Medikamenten behandelt, deren gesicherter Nutzen f&uuml;r die Kranken in einem Missverh&auml;ltnis zu ihren Nebenwirkungen stehen&hellip;<br>\nNach wie vor werden die Zulassung und die Vermarktung von Medikamenten durch unethische Marketingmethoden beeinflusst&hellip;.<br>\nDrittens: Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch im Jahr 2015 die Regularien der Zulassung von Medikamenten zur Behandlung. Die &uuml;berwiegend von der Pharmaindustrie finanzierte Europ&auml;ische Zulassungsbeh&ouml;rde f&uuml;r Medikamente (EMA) in London orientiert sich nicht sonderlich am nachgewiesenen Nutzen f&uuml;r den kranken Patienten oder an der Kosten-Nutzen-Relation f&uuml;r die Gesellschaft&hellip;<br>\nViertens: Last, but not least muss der Einfluss der pharmazeutischen Industrie auf die Forschung in Deutschland beleuchtet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/212\/die-grenzenlose-gier-der-pharmakonzerne-2840.html%20\">Peter Schwoerer in der Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Pi&euml;ch hat den VW-Plan:<\/strong> Der Gewinner des Machtkampfs an der VW-Spitze sei Martin Winterkorn. Der Verlierer Ferdinand Pi&euml;ch. So lautet die einhellige Meinung, auch bei Porsche in Zuffenhausen. Weit gefehlt, kommentiert unser Autor. Wenn einer einen Plan habe, dann der bockelharte Patriarch.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Tod im Lauf:<\/strong> Wieder einmal ist die Oberndorfer Waffenschmiede Heckler &amp; Koch in den Schlagzeilen. Diesmal wegen schief zielender Sturmgewehre. Vergessen werden dabei der Skandal von Mexiko und die Unt&auml;tigkeit der Stuttgarter Staatsanwaltschaft.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Privatsache Grexit:<\/strong> Kommt er oder kommt er nicht? Der politisch gewollte Grexit oder der versehentliche Ausstieg aus dem Euro namens Graccident. Die Unsicherheit &uuml;ber die Zukunft zerm&uuml;rbt ein ganzes Volk. T&auml;glich gibt es neue Wasserstandsmeldungen zur finanziellen Lage. So mancher Hellene greift zur Selbsthilfe.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Mummlos gegen Mappus:<\/strong> Wolf-Dietrich Hammann, ehemals Polizeipr&auml;sident in Stuttgart, h&auml;tte den &ldquo;Schwarzen Donnerstag&rdquo; verhindern k&ouml;nnen. Seine Argumente gegen den Einsatz waren ziemlich &uuml;berzeugend. Aber dann fehlte ihm der Mumm, sich gegen Regierungschef Stefan Mappus (CDU) durchzusetzen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Hermann macht mobil:<\/strong> Verkehrsminister Winfried Hermann will Baden-W&uuml;rttemberg zur Pionierregion nachhaltiger Mobilit&auml;t machen. Wer in Stuttgart unterwegs ist, merkt schnell, dass die Landeshauptstadt davon noch weit entfernt ist.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gabriels Investitionskommission: viel hei&szlig;e Luft<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel steht vor der Quadratur des Kreises: Seit mittlerweile zw&ouml;lf Jahren verf&auml;llt die &ouml;ffentliche Infrastruktur stetig, aber der Minister hat keine Mittel, &ouml;ffentliche Stra&szlig;en, Kitas und Schulen instand zu halten oder sogar auszubauen. Die Steuereinnahmen reichen nicht; die Kreditaufnahme hat sich der Staat durch Schuldenbremse und Europ&auml;ischen Fiskalpakt selbst verboten. Gleichzeitig scharren die Versicherungen und Banken mit den F&uuml;&szlig;en, weil die Zinsen auf Staatsanleihen auf historischen Niedrigst&auml;nden liegen &ndash; das schm&auml;lert auch die Renditen der Riester-Rente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/04\/22\/gabriels-investitionskommission-viel-heisse-luft_8303\">ZEIT Herdentrieb<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Politico oder: Das M&auml;rchen von der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nNun gibt es endlich den europ&auml;ischen Ableger des supererfolgreichen US-Magazins Politico. Und Mitgesellschafter Springer haut dazu kr&auml;ftig auf die Pauke. Ist der PR-L&auml;rm berechtigt? Entsteht eine &bdquo;europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit&ldquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/2015\/04\/politico-oder-das-maerchen-von-der-europaeischen-oeffentlichkeit\/\">Wolfgang Michal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Landtag dr&auml;ngt Vize Wilken zum R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nWeil er sich von den Bockupy-Krawallen am 18. M&auml;rz in Frankfurt nicht deutlich genug distanziert habe, legt der &Auml;ltestenrat des hessischen Landtags dem Linken-Politiker Ulrich Wilken den R&uuml;cktritt vom Amt des Vizepr&auml;sidenten nahe. Wilken weist das zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/landespolitik\/wegen-blockupy-landtag-draengt--vize-wilken-zum-ruecktritt,23887878,30490298.html%20\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Spiel mit Vorurteilen &ndash; Woher die Angst vor Fremden kommt <\/strong><br>\nSind bayerische Politiker mit verantwortlich f&uuml;r das schlechte Abschneiden Bayerns in der &bdquo;Mitte-Studie&ldquo; der Universit&auml;t Leipzig?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/politik\/dossier-politik\/angst-vor-fremden-100.html%20\">Christina Teuthorn-Mohr in Bayern 2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Interessant, gerade die Politik befeuert wesentlich den Rassismus, gerade in Bayern (ab 1:55). Aber nicht nach links und rechts schauen und lieber immer feste druff auf Pegida. Das nennt man wohl betriebsblind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>WISO-Info<\/strong><br>\nU.a.: \n<ul>\n<li>Hartmut Meine &uuml;ber &bdquo;Pegida&ldquo; als Herausforderung f&uuml;r die politische Bildung<\/li>\n<li>Jens Berger &uuml;ber Verm&ouml;gensverteilung  und Verm&ouml;gensungleichheit Global und in Deutschland hat sich die Verm&ouml;gensschere seit Beginn der 1990er Jahre massiv ge&ouml;ffnet. Egal welche Institute die Messungen vornehmen, die Ergebnisse sind immer die gleichen: Weltweit und insbesondere in Deutschland geht die Verm&ouml;gensschere auf. Die Reichen werden immer reicher, die Superreichen immer superreicher. Und spiegelbildlich nimmt die Zahl der Menschen ohne Verm&ouml;gen und der u&#776;berschuldeten Menschen zu&hellip;<br>\nZu verweisen ist insbesondere auf zuru&#776;ckliegende Senkungen der Steuern fu&#776;r Gutverdienende und fu&#776;r Verm&ouml;gende, auf die Privatisierung &ouml;ffentlichen Eigentums und &ouml;ffentlicher Unternehmen sowie auf die zunehmende Konzentration der Renditen auf einige wenige Menschen, die gro&szlig;e Verm&ouml;gen besitzen. Letztlich ist es eine Umverteilung von unten nach oben.<\/li>\n<li>Was bringt der Mindestlohn? Personalnot im Gesundheits- und Pflegebereich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/hessen-thueringen.dgb.de\/themen\/++co++0a27546e-56b6-11df-7067-00188b4dc422\">WISO-Info DGB zum Download<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Welzer: &bdquo;Selbst denken&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Ich werde gewesen sein.&ldquo; , bzw.: &bdquo;Wir werden gewesen sein.&ldquo; Harald Welzer besteht also neben aller Kritik am inhumanen Wirtschaftssystem auf der bewussten Eigenverantwortlichkeit eines jeden von uns, wenn er darauf verweist, dass auch wir uns selbst, unseren Zeitgenossen, unseren Kindern und Enkelkindern f&uuml;r unser Tun und Lassen Rechenschaft schuldig sein werden. Damit verweist er auf unsere zuk&uuml;nftigen Zeit-und Spielr&auml;ume, f&uuml;r die jedes Individuum selbst verantwortlich ist. Welzer war urspr&uuml;nglich als Sozialpsychologe durch seine Forschungen zum deutschen Faschismus bekannt geworden. Besonders seine Analysen von T&auml;ter &ndash; Pers&ouml;nlichkeiten, die Einsichten in grauenhafte Verdr&auml;ngungsprozesse der NS-M&ouml;rder und ihrer willigen Mitt&auml;terInnen, sind f&uuml;r die historische Aufarbeitung des Deutschen Massenmords unserer autorit&auml;tsfixierten Vorfahren von eminenter Bedeutung. Jetzt, im &uuml;berbordenden s&uuml;&szlig;en Brei des fortschreitend destruktiven globalen Kapitalismus erhofft Welzer sich vom zivilgesellschaftlichen &bdquo;Selbst denken&ldquo; heute, es m&ouml;ge sich &bdquo;von der Unterschiedslosigkeit alles Verf&uuml;gbaren emanzipieren.&ldquo; Sein Vorstellungshorizont: &bdquo;Es ist die Zukunft, die die Kriterien bestimmt, nach der in einer Gegenwart zu handeln ist&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/muntere-anleitung-zum-widerstand-selbst-denken-ein-aufbauendes-buch-von-harald-welzer\/\">Marianne B&auml;umler im Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25801"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28390,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25801\/revisions\/28390"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}