{"id":2583,"date":"2007-08-23T09:29:09","date_gmt":"2007-08-23T07:29:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2583"},"modified":"2007-08-23T09:29:09","modified_gmt":"2007-08-23T07:29:09","slug":"hinweise-des-tages-467","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2583","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Claus Leggewie &uuml;ber die Meseberger Kabinettsklausur, die Marke &bdquo;Gipfel&ldquo; und die Inszenierung von Politik<\/strong><br>\nDer Gipfel wird bereits durch Minigipfel antizipiert. Dienstag zum Beispiel r&uuml;hmte SPD-Chef Kurt Beck die Vereinbarung eines Mindestlohns f&uuml;r die Postbranche als &bdquo;Durchbruch&ldquo;, gestern feierten die Minister Glos und Gabriel den Klimakompromiss.<br>\nAus dem Lot ger&auml;t Politik, wenn sie einzig auf Medienereignisse aus ist und deren Inszenierung den Betrieb beherrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/;art771,2363544?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie der CDU-Fraktionsvorsitzende auf 840 Euro Alg-II kommt<\/strong><br>\n&bdquo;Die Summe der Leistungen f&uuml;r Alleinstehende belaufen sich einschlie&szlig;lich der Kosten f&uuml;r Wohnung und Heizung auf rund 840 Euro monatlich, sagte Kauder dem Nachrichtenmagazin FOCUS. Mancher Alleinstehende in einem normalen Beruf hat auch kaum mehr.&ldquo; (Focus-Online, 19.08.2007; 9:50 Uhr)<br>\nPaul Schr&ouml;der vom Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe hat nachgerechnet. Ein Ergebnis: Ein monatlicher Bruttolohn von 848 Euro entspricht bei einer w&ouml;chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden einem Bruttostundenlohn von 4,89 Euro &ndash; f&uuml;r Volker Kauder ein Bruttolohn in einem &bdquo;normalen Beruf&ldquo;, im Sinne von Hartz IV ein Armutslohn. Ein Armutslohn, der durch SGB II-Leistungen aufzustocken w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/20070823_Hinweis2.pdf\">BIAJ [PDF &ndash; 84 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestl&ouml;hne f&uuml;r Postzusteller, ein stumpfes Schwert<\/strong><br>\nPositiv ist sicherlich, dass durch die Vereinbarung einer tariflichen Untergrenze auf existenzsicherndem Niveau Hungerl&ouml;hnen &agrave; la PIN AG ein Riegel vorgeschoben werden k&ouml;nnte. Doch der Preis, der daf&uuml;r gezahlt werden muss, ist hoch. So hat die SPD im Gegenzug der vorzeitigen vollst&auml;ndigen &Ouml;ffnung des Briefpostmarktes zugestimmt. Am 31. Dezember erlischt die Exklusivlizenz der Deutsche Post AG. Das Beispiel der Deutschen Telekom hat eindringlich demonstriert, dass ein solcher Schritt eine Abw&auml;rtsspirale bei L&ouml;hnen und Arbeitsbedingungen in Gang setzt. Schon jetzt hat die Post AG einen Teil ihrer Bediensteten in Niedriglohnt&ouml;chter ausgegliedert, und es ist absehbar, dass &ndash; wie bei der Telekom &ndash; bald viele Besch&auml;ftigte &raquo;w&auml;hlen&laquo; d&uuml;rfen, entweder outgesourct oder entlassen zu werden. Der Branchenverband der privaten Konkurrenten hat au&szlig;erdem bereits angek&uuml;ndigt, tarifliche L&ouml;hne oberhalb der Mindestverg&uuml;tung &raquo;in Frage zu stellen&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-23\/014.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Ausverkauf der Bahn<\/strong><br>\nDie SPD will eine neue Volksaktie auflegen. &ndash; Wie fatal dieser Beschluss ist, wird allein durch den Hinweis des Parteivorstandes deutlich, wonach all das &raquo;im Rahmen der vom Bundeskabinett beschlossenen Bahn-Privatisierung&laquo; erfolgen soll. Das entspricht einem grunds&auml;tzlichen Ja zur Aufgabe des hundertprozentigen Eigentums des Bundes an der Bahn. Dies zu einem Zeitpunkt, wo zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung die Bahn-Privatisierung ablehnen, die Massenmedien das Thema erstmals breit aufgreifen, im Bundesrat mehrere L&auml;nder weitreichende Opposition anmelden, der gesamte Fahrplan zur Privatisierung ins Wanken geriet und f&uuml;nf Landesparteitage der SPD Antr&auml;ge an den Bundesparteitag gestellt haben, die auf ein Nein zur Ver&auml;u&szlig;erung hinauslaufen. Richtig: Deshalb soll ja der Bahnausverkauf noch vor dem SPD-Bundesparteitag, der am 20. Oktober beginnt, durchgezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-22\/067.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>SPD 2007: Mit Volkshochschulkursen gegen Altersarmut<\/strong><br>\nMit Angeboten wie den VHS-Kursen zur Alterssicherung soll offenbar der Boden bereitet werden, um den armen Alten von morgen dereinst vorwerfen zu k&ouml;nnen, sie seien selbst Schuld an ihrem Schicksal, weil sie sich nicht um ihre Zukunft gek&uuml;mmert h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-22\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz M&uuml;ntefering (SPD) hat eine Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung von 4,2 auf 3,9 Prozent auf den Weg gebracht<\/strong><br>\nMit dem Referentenentwurf setzt das Arbeitsministerium zwar die Koalitionsabsprachen zum Haushalt 2008 um, der Anfang September erstmals im Bundestag beraten wird. Politisch heikel ist aber, dass es mit der Absenkung der Zahlungen aus einem Mehrwertsteuerpunkt einen anderen Weg geht als vereinbart.<br>\nDer Hintergrund ist, dass die Vorlage auch den Teilr&uuml;ckzug des Bundes aus der Finanzierung der Arbeitsf&ouml;rderung f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher regelt. Die Kosten von etwa 10 Mrd. Euro j&auml;hrlich soll k&uuml;nftig zur H&auml;lfte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit tragen. Um die BA-Beteiligung von 5 Mrd. Euro sicherzustellen, wird der Mehrwertsteuerzuschuss entsprechend verringert. Da zugleich Strafzahlungen der BA an den Bund f&uuml;r unvermittelte Arbeitslose &ndash; der sogenannte Aussteuerungsbetrag &ndash; in H&ouml;he von 2 Mrd. Euro wegfallen, wird der Bund unter dem Strich um 3 Mrd. Euro entlastet.<br>\nDas Kanzleramt hat die Sorge in der &Ouml;ffentlichkeit entfiele die Rechtfertigung f&uuml;r die Mehrwertsteuererh&ouml;hung 2007 &ndash; dass ein Teil des Geldes an die Beitragszahler zur&uuml;ckflie&szlig;e. Urspr&uuml;nglich sollten die Einnahmen aus einem Mehrwertsteuerpunkt der BA helfen, die Beitragssenkung von 6,5 auf 4,2 Prozent zum Jahresanfang 2007 zu finanzieren. Angesichts der Besserung auf dem Arbeitsmarkt ben&ouml;tigt die BA das Geld aber gar nicht. Sie verbucht stattdessen Milliarden-&Uuml;bersch&uuml;sse.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Koalition%20Arbeitslosenbeitrag%20Prozent\/242593.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wird nun der eine Prozentpunkt der Mehrwertsteuererh&ouml;hung f&uuml;r die Senkung der Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge gebraucht, obwohl die BA &Uuml;bersch&uuml;sse erzielt, oder dient die Mehreinnahme einfach nur zur Kompensation der Senkung der Unternehmenssteuer. Alles nur &bdquo;Buchungstechnik&ldquo;, verlautet aus dem Finanzministerium. Wohl wahr!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie die SPD aus ihrer Geschichte lernt<\/strong><br>\nDetailliert hat die SPD-Fraktionsspitze als Handreichung f&uuml;r ihre Abgeordneten aufgelistet, was Gesetzesinitiativen und Forderungen der oppositionellen Konkurrenz kosten w&uuml;rden. Die Liste aus dem Hause Struck sagt allerdings mehr &uuml;ber die SPD und ihre N&ouml;te als &uuml;ber die Linkspartei. Zum einen scheint es erforderlich zu sein, dem sozialdemokratischen Fu&szlig;volk neue Argumente gegen die Rivalen zu liefern; offenbar wirkten die bisherigen nicht hinreichend. Zudem unterf&uuml;ttert Fraktionschef Struck mit seinem Vorgehen ungewollt den Anspruch der Linkspartei, die wahren, besseren Sozis zu sein: Indem er die alte Anschuldigung gegen die SPD umm&uuml;nzt, adelt er die Renegaten um Lafontaine gleichsam zu Erben der Sozialdemokratie &ndash; die ja angeblich nicht mit dem Geld umgehen konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/.bin\/_print.php\/berliner-zeitung\/print\/meinung\/680080.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB-Arbeitsmarktprojektion: Arbeitslosigkeit sinkt 2008 auf 3,4 Millionen<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenzahl wird im Jahresdurchschnitt 2008 auf rund 3,4 Millionen sinken, so die aktuelle Arbeitsmarktprojektion des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Dies w&auml;re ein R&uuml;ckgang um 360.000 gegen&uuml;ber 2007. Dabei rechnet das IAB mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im Jahr 2007 und 2,5 Prozent im Jahr 2008.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2007\/kb1507.pdf\">IAB [PDF &ndash; 688 KB]<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Erstaunliche Statistik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;ressort=me&amp;art=3536&amp;no_cache=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu auch die IMK Studie in den NachDenkSeiten von heute.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&ouml;ckler Impuls 12\/2007<\/strong><br>\nQuelle: Hans B&ouml;ckler Stiftung\n<ul>\n<li><strong>Babyboomern droht schwieriger Abschied aus dem Erwerbsleben<\/strong><br>\nMit einem demografisch bedingten Fachkr&auml;ftemangel ist in Deutschland in den n&auml;chsten 20 Jahren nicht zu rechnen. Die Zahl der potenziellen Arbeitskr&auml;fte in Deutschland<br>\nwird wachsen. Es starten mehr junge Menschen am Arbeitsmarkt als in Rente gehen &ndash; in den kommenden Jahren scheiden die eher schwach besetzten Kriegs- und Nachkriegsjahrg&auml;nge aus. Auch die Erwerbsneigung d&uuml;rfte zunehmen. Beim so genannten Erwerbspersonenpotenzial entwickeln sich West und Ost auseinander: In Westdeutschland w&auml;chst das Reservoir an Arbeitskr&auml;ften zwischen 2002 und 2015 von etwa 32,8 auf 34,9 Million und bleibt noch einige Zeit auf diesem Niveau. In den neuen L&auml;ndern hingegen sinkt die Zahl der Erwerbspersonen schon heute. Doch die Arbeitskr&auml;fte werden &auml;lter &ndash; es gibt k&uuml;nftig deutlich mehr 55- bis 64-J&auml;hrige, prognostizieren Forscher des Internationalen Instituts f&uuml;r Empirische Sozial&ouml;konomie (INIFES).<br>\nDeutlich mehr Menschen kommen im n&auml;chsten Jahrzehnt in die Sp&auml;tphase des Erwerbslebens.<br>\nDas droht die Probleme &Auml;lterer am Arbeitsmarkt zu versch&auml;rfen &ndash; denn die Berufschancen der<br>\n55- bis 64-J&auml;hrigen stehen schon jetzt in vielen Regionen und Branchen nicht gut. Die Arbeitsmarktlage f&uuml;r &Auml;ltere werde sich dramatisch verschlechtern &ndash; wenn niemand gegensteuert. Das INIFES empfiehlt gezielte Unterst&uuml;tzung der Besch&auml;ftigten &ndash; etwa durch betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung und Weiterbildung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_12_4-5.pdf\">boeckler [PDF &ndash; 280 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Keine Jobverluste durch britische Lohnuntergrenze<\/strong><br>\nGro&szlig;britannien hat 1999 einen gesetzlichen Mindestlohn eingef&uuml;hrt und ihn seitdem mehrfach<br>\nangehoben. Arbeitspl&auml;tze hat das nicht gekostet, zeigt eine Studie der London School of Economics.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_12_7.pdf\">bockler [PDF &ndash; 68 KB]<\/a><br>\nLink zur darin zitierten Studie: <a href=\"http:\/\/cep.lse.ac.uk\/pubs\/download\/dp0781.pdf\">LSE [PDF &ndash; 540 KB]<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Bildungsranking der INSM<\/strong><br>\nIn einem &bdquo;Bildungsmonitor 2007&ldquo; des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft K&ouml;ln (IW) soll anhand von 13 Handlungsfeldern und mehr als 100 Indikatoren (Datenstand 2005) bewertet werden, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes einen Beitrag zu mehr Wachstum leistet. Dabei schneiden die Ostl&auml;nder Sachsen, Th&uuml;ringen, Sachsen-Anhalt am besten ab, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg liegen am Schluss der Tabelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm-bildungsmonitor.de\/dyn_i_gesamtranking.html\">insm bildungsmonitor<\/a>\n<p>Kritisch bewertet der rheinland-pf&auml;lzische Bildungsstaatssekret&auml;r Michael Ebeling (SPD das Ranking. Seiner Ansicht nach ist die Aussagekraft des Rankings &bdquo;mehr als fragw&uuml;rdig&ldquo;. Das Ranking habe erhebliche methodische Schw&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Bildungsmonitor_2007_wird_kritisch_bewertet.html\">gew<\/a><\/p>\n<p>Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hatte schon zum letzten Ranking kritisch angemerkt:<br>\n&bdquo;Die Studie hat erhebliche methodische Schw&auml;chen und behauptet in pseudowissenschaftlicher Art, die Frage eines guten Bildungssystems empirisch fundiert zu beantworten. Die Gewichtung der Indikatoren wird weder erl&auml;utert noch begr&uuml;ndet. Bis auf einige wenige Indikatoren haben alle dasselbe Gewicht, gleichg&uuml;ltig ob es sich etwa um die Klassenwiederholungen oder die Absolventenquote handelt. Ein Indikator wie der vorgezogene Schuleintritt wird positiv bewertet, obwohl in der Wissenschaft gerade eine heftige Kontroverse stattfindet, wie sinnvoll ein Schulbeginn mit 5 Jahren ist. Zur Erinnerung: In Finnland und Schweden erfolgt der Schuleintritt mit sieben Jahren. Schlie&szlig;lich fehlen Indikatoren, die auf den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungsergebnissen eingehen. Unbeachtet bleiben auch &auml;u&szlig;ere Faktoren wie die Wirtschaftskraft oder die Migrationspolitik eines Landes.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Bildungsmonitor_2006.html\">gew<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&Ouml;sterreich beteiligt sich nicht mehr am CHE-Hochschulranking<\/strong><br>\nAlexander Kohler, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Austrian Agency for Quality Assurance (AQA), f&uuml;hrte methodische Kritikpunkte als Grund f&uuml;r den Ausstieg an. &Uuml;ber Uni-Rankings sagte er: &ldquo;Sie bieten keine umfassende Information &uuml;ber die Qualit&auml;t einer Universit&auml;t. Sie stellen nur einen Ausschnitt des Leistungsspektrums dar.&rdquo; Das CHE-Ranking basiert etwa auf sehr geringen Stichprobengr&ouml;&szlig;en und ist deshalb statistisch gesehen nur bedingt aussagekr&auml;ftig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=3002680\">Der Standard<\/a>\n<p><strong>Dagegen das CHE:<\/strong><br>\nTats&auml;chlich hatte das CHE die Kooperation mit der AQA bereits im Mai 2007 selbst aufgek&uuml;ndigt. Der Grund war eine generelle Umstellung der weiteren Internationalisierung des CHE-Ranking. Die im Interview vorgebrachte Kritik an vorgeblichen &bdquo;methodischen Schw&auml;chen&ldquo; des CHE entbehrt jeder Grundlage. Vielmehr wurde das CHE-Ranking mehrfach von unabh&auml;ngigen Experten, zuletzt von der OECD, als beispielhaft gew&uuml;rdigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.che-ranking.de\/cms\/?getObject=2&amp;getName=News+vom+22.08.2007&amp;getNewsID=713&amp;getCB=2&amp;getLang=de\">CHE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Lob von der OECD ist alles andere als ein Qualit&auml;tskriterium, deren Rankings sind mindestens genauso umstritten wie die des CHE.<br>\nWir haben auf den NachDenkSeiten schon mehrfach und ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die teilweise unsinnige Quantifizierung von Qualit&auml;t durch das das CHE-Hochschulranking berichtet.<br>\n(Benutzen Sie unsere Suchfunktion.)<br>\nDas von der Bertelsmann Stiftung finanzierte CHE-Ranking entspricht der Wettbewerbsideologie dieser Stiftung. Dort wo kein Markt besteht, wie bei der Hochschulbildung, soll &uuml;ber sog. Rankings Wettbewerb hergestellt werden. &Uuml;ber die Qualit&auml;t eines Studiums sagen die quantitativen Kriterien, die da angelegt werden, recht wenig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>T&ouml;ten am Bildschirm und bezahlte Wissenschaft<\/strong><br>\nAnmoderation von Theo Koll: Wussten Sie, dass das stundenlange und t&auml;gliche Computerspielen das Sehverm&ouml;gen verbessern soll? Das wollen britische Forscher herausgefunden haben. Die Zahl der Studien zu Computerspielen ist so un&uuml;bersehbar wie der herausgefundene Unsinn. Wes Geld ich nehm, des Spiel ich spiel. Es geht schlie&szlig;lich um einen Markt, in dem Milliarden verdient werden. Da ist &bdquo;zwei Experten &ndash; drei Meinungen&rdquo; ganz hilfreich. Aber ganz so unentschieden, wie gerne behauptet, ist die Erkenntnislage nicht. J&uuml;ngere und vor allem sehr umfassende Studien besagen, dass mit zunehmendem Konsum von Gewaltspielen auch zunehmend aus virtueller wirkliche Gewalt wird. Wir hatten schon vor zwei Jahren entsprechend gewarnt und wurden daf&uuml;r heftig attackiert. Eher entlastende Analysen kommen gerne mal von der Fachhochschule K&ouml;ln. Und die wird gerne von der Computerspiele-Industrie unterst&uuml;tzt.<br>\nKommentar von Elke Ostbomk-Fischer, Sozialp&auml;dagogin, FH K&ouml;ln: &bdquo;Die Herstellerfirmen haben es l&auml;ngst geschafft, einige Fachleute, Wissenschaftler und auch Praktiker f&uuml;r sich zu gewinnen und f&uuml;r die Vermarktung ihrer Produkte einzuspannen, dass sich aber Wissenschaftler daf&uuml;r einspannen lassen, das finde ich, offen gesagt, verheerend und das sage ich auch im Haus. Das erschwert nat&uuml;rlich ein wenig die kollegiale Zusamenarbeit.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDF\/download\/0,5587,5003195,00.pdf%20\">ZDF Frontal21 vom 21.08.2007 [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/inhalt\/29\/0,4070,5593981-0,00.html\">ZDF Frontal 21 vom 21.08.2007<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ach w&uuml;rde das ZDF doch etwa bei der Sozial- oder Wirtschaftspolitik genauso sensibel auf die bezahlte Wissenschaft reagieren. Auf diesen Feldern l&auml;sst das ZDF ohne jegliche kritische Distanz die Miegels, die Raffelh&uuml;schens und all die anderen Lobbyisten als &bdquo;unabh&auml;ngige Experten&ldquo; auftreten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2583","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2583","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2583"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2583\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2583"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2583"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2583"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}