{"id":25843,"date":"2015-04-27T09:24:13","date_gmt":"2015-04-27T07:24:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843"},"modified":"2015-04-27T09:24:13","modified_gmt":"2015-04-27T07:24:13","slug":"hinweise-des-tages-2362","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h01\">Tod im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h02\">BND\/NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h03\">Ist Demokratie mit dieser EU &uuml;berhaupt m&ouml;glich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h04\">Die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; umsetzen, ohne die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; umzusetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h05\">Mythen des Freihandels &ndash; Attac entkr&auml;ftet Argumente der TTIP-Bef&uuml;rworter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h06\">IWF-Reform: China verliert die Geduld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h07\">Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h08\">Wir haben Umverteilung zum Tabu erkl&auml;rt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h09\">Betriebliche Altersversorgung: Rentenkassen entgehen Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h10\">Ifo-Chef Sinn: Zwangssparen f&uuml;r Kinderlose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h11\">Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h12\">Detlef Wetzel und die Industrie 4.0: Wird die IG Metall zur Interessenvertretung der Arbeitgeber umgepolt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h13\">ALG II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h14\">Saarbr&uuml;cker Zeitung: Jeder vierte Pflegestufen-Antrag wird abgelehnt &ndash; Kritik der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h15\">21,4 oder 38,7 Prozent atypisch Besch&auml;ftigte &ndash; wie problematisch h&auml;tten Sie&rsquo;s denn gern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h16\">Die Scham nach dem KZ-Gedenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h17\">Die andere Seite &ndash; Griechenland und die deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h18\">&ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; -Unwort oder gelungene Beschreibung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h19\">zu guter Letzt: Witziger Irrtum: BND dachte, &ldquo;Auslandsaufkl&auml;rung&rdquo; bedeute, das Ausland aufzukl&auml;ren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tod im Mittelmeer<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Abschottung, sonst nichts<\/strong><br>\nEndlich: Die Europ&auml;ische Union will wieder mehr Fl&uuml;chtlinge vor dem Ertrinken retten. Die Freude bleibt allerdings jedem im Halse stecken, der daran denkt, wie viele am Zynismus der &bdquo;Wertegemeinschaft&ldquo; Europa starben, bis dieser Schritt nun beschlossen wurde.<br>\nEs ist ein guter und richtiger, aber auch ein kl&auml;glich unzureichender Schritt. Und was darauf folgen soll, das setzt die Politik der Abschottung und Verweigerung fort. &bdquo;Den Schleppern das Handwerk legen&ldquo; will Europa. Gemeint ist wiederum: Abschottung um fast jeden Preis.<br>\nJa, die Schleuser sind skrupellose Verbrecher. Aber sie k&ouml;nnen ihr Unwesen nur aus zwei Gr&uuml;nden treiben: erstens, weil es so viele Menschen gibt, die keinen anderen Ausweg sehen als Flucht. Und zweitens, weil Europa diesen Menschen jeden legalen Zugang zu seinen Asylsystemen verweigert. Wer jetzt, wom&ouml;glich milit&auml;risch, den letzten Zugang blockiert, mag sie vor dem Ertrinken bewahren &ndash; eine Chance gibt er ihnen nicht.<br>\n&Uuml;brigens: Von einer EU-Landwirtschaftspolitik, die afrikanische Bauern in den Hunger treibt; von industriellem Fischfang, der vielen Afrikanern die Existenz zerst&ouml;rt; von R&uuml;stungsexporten an L&auml;nder, die in Nordafrika z&uuml;ndeln &ndash; wissen Sie, was davon bei der EU zu h&ouml;ren ist? Richtig geraten: Nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/europa-und-fluechtlinge-abschottung--sonst-nichts,30085308,30506502.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Video: Wagenknecht fordert Umkehr der Handelspolitik<\/strong><br>\nDie stellvertretende Vorsitzende der Linken-Bundestagsfraktion Sahra Wagenknecht hat eine Umkehr in der Handelspolitik gefordert, um der Wirtschaft in den Herkunftsl&auml;ndern der Fl&uuml;chtlinge auf Dauer eine Perspektive zu verschaffen. &ldquo;Wir haben immer, auch im Namen des Washington-Konsensus, diese L&auml;nder gezwungen, ihre M&auml;rkte zu &ouml;ffnen, Freihandel zu machen. Damit sind nat&uuml;rlich dort Wirtschaftszweige kaputt gegangen, damit wir exportieren k&ouml;nnen. Das hei&szlig;t aber, die Menschen haben dort keine soziale Grundlage mehr. Das muss man endlich &uuml;berdenken. Die Menschen brauchen dort eine Re-Industriealisierung, &uuml;berhaupt ein Aufbau von Industriestrukturen, statt immer nur Markt&ouml;ffnung, immer nur Freihandel, immer nur das Diktat, sich sozusagen diesen Werten zu unterwerfen. Das hat diese L&auml;nder immer &auml;rmer gemacht. Das muss endlich korrigiert werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/morgenmagazin\/videos\/wagenknecht-fordert-umkehr-der-handelspolitik-100.html\">Das Erste<\/a><\/li>\n<li><strong>Soziologe sieht &ldquo;organisierte Nichtverantwortung&rdquo;<\/strong><br>\nDer Soziologie Ludger Pries glaubt nicht daran, dass die EU sich k&uuml;nftig mehr um Fl&uuml;chtlinge k&uuml;mmert. Im Deutschlandfunk sagte er, die Beschl&uuml;sse des EU-Gipfels zeigten, dass es um Abschottung gehe. Trotzdem macht er Vorschl&auml;ge, wie die EU zu einer besseren gemeinsamen Fl&uuml;chtlingspolitik kommen kann.<br>\nHandlungsf&auml;higkeit h&auml;tten die EU-Staats- und Regierungschefs bei ihrem Gipfel in Br&uuml;ssel zeigen wollen, sagte der Soziologe Ludger Pries von der Ruhr-Universit&auml;t Bochum im Deutschlandfunk. &ldquo;Aber die Beschl&uuml;sse zeigen eigentlich, dass die EU an den eigentlichen Ursachen dieser Fl&uuml;chtlingskatastrophe vorbeiagiert.&rdquo;<br>\nDenn dass sich im Nahen Osten und in Afrika so viele Menschen auf den Weg nach Europa machten, liege an den &ldquo;dramatischen Situationen&rdquo; in ihren Heimatl&auml;ndern, wo Staatlichkeit und Rechtsstaatlichkeit &uuml;berhaupt nicht mehr existierten. Als Beispiele nannte Pries Eritrea, Somalia, Liberia, Mali und Nigeria. Von dort machen sich hunderttausende Menschen aus Verzweiflung und auf der Flucht vor Tod und Vergewaltigung auf den Weg nach Europa.<br>\nDass die EU jetzt nicht diese Fluchtursachen bek&auml;mpfen, sondern die Au&szlig;engrenzen besser kontrollieren wolle, h&auml;lt Pries f&uuml;r falsch: &ldquo;Das ist eine nicht so ganz an den tats&auml;chlichen Ursachen ansetzende Politik.&rdquo;<br>\nDie Abschottung der EU nach au&szlig;en f&uuml;hrt der Soziologe auf das gemeinsame europ&auml;ische Asylsystem zur&uuml;ck. Denn weil es innerhalb der EU die Freiz&uuml;gigkeit gebe, also keine Passkontrollen an den Grenzen, m&uuml;ssen die Au&szlig;enkontrolle entsprechend gemeinsam konsequent gestaltet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/eu-fluechtlingspolitik-soziologe-sieht-organisierte.694.de.html?dram:article_id=318175\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BND\/NSA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zusammenarbeit mit der NSA: BND t&auml;uschte laut Geheimvermerk Parlamentarier<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst hat m&ouml;glicherweise im Jahr 2013 gegen&uuml;ber Parlamentariern des Bundestags falsche Angaben &uuml;ber die umstrittene Kooperation mit der NSA gemacht. Laut einem als &ldquo;geheim&rdquo; eingestuften Vermerk behauptete der Dienst nach SPIEGEL-Informationen damals, die Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst in Bad Aibling laufe nach Recht und Gesetz und weiteren Vorgaben. (&hellip;)<br>\nDamals berichtete der BND &uuml;ber die Weitergabe von Daten aus der Fernmeldeaufkl&auml;rung des Dienstes an die amerikanischen Partner. Am Donnerstag hatte der SPIEGEL enth&uuml;llt, dass die NSA den BND jahrelang Tausende sogenannte Selektoren, also etwa Telefonnummern oder E-Mail-Adressen geliefert hatte und der deutsche Dienst seine Datenbanken nach diesen durchsucht hatte.<br>\n&ldquo;Der Nutzen f&uuml;r den BND (liegt) im Know-how-Gewinn und der gegen&uuml;ber anderen Partnern engeren Kooperation mit der NSA&rdquo;, wird in dem Vermerk von 2013 die Zusammenarbeit gerechtfertigt. Die von der US-Seite einflie&szlig;enden Daten w&uuml;rden &ldquo;vor Einsteuerung in die Fm(Fernmelde)-Erfassungssysteme vom BND gepr&uuml;ft auf die Einhaltung der vereinbarten Regeln&rdquo;. Ausdr&uuml;cklich versicherte der BND: &ldquo;keine Steuerung entgegen deutschem Interesse&rdquo;.<br>\nAm Donnerstag jedoch musste die Bundesregierung laut einem SPIEGEL-Bericht einr&auml;umen, dass dem BND schon damals Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bekannt waren. Konkret war aufgefallen, dass die NSA die BND-Datenbanken auch nach Begriffen durchsuchte, die unter anderem Wirtschaftsspionage nahelegen. Betroffen sein sollen etwa der R&uuml;stungskonzern EADS, der Hubschrauberhersteller Eurocopter oder franz&ouml;sische Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-bundesnachrichtendienst-koennte-bundestag-getaeuscht-haben-a-1030442.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Russland, China, Terror&rdquo;<\/strong><br>\nDas Bundeskanzleramt ist schon fr&uuml;hzeitig &uuml;ber die BND-Weitergabe von Kommunikationsdaten deutscher Konzerne und franz&ouml;sischer Beh&ouml;rden an die NSA informiert gewesen. Dies geht aus aktuellen Medienberichten hervor. Demnach hielt der BND bereits 2005 fest, dass bei ihm abgefragte Daten nichts mit dem sogenannten Anti-Terror-Krieg zu tun hatten, und informierte mehrmals die zust&auml;ndige Geheimdienstkontrolle im Kanzleramt. W&auml;hrend der Airbus-Konzern nicht mit besonderen Nachteilen rechnet, hat die Bundesregierung noch nicht zu der Frage Stellung genommen, wieso der BND Daten eines ihrer engsten Verb&uuml;ndeten, n&auml;mlich Frankreichs, an einen fremden Dienst weitergeleitet hat. Unklar ist zudem, welche Gegenleistungen Berlin erhalten hat. Berichtet wird, US-Stellen h&auml;tten etwa geholfen, die Quelle eines Informationslochs im Kanzleramt aufzudecken. W&auml;hrend Forderungen laut werden, den Einfluss der NSA zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und dem BND entsprechende F&auml;higkeiten zu verschaffen, erkl&auml;ren andere, die weltpolitischen Konflikte seien bereits so weit vorangeschritten, dass eine allzu starke Abgrenzung gegen&uuml;ber der US-Spionage sch&auml;dlich sei: Vorrang habe der Kampf gegen Russland und den Terror&hellip;.<br>\n&ldquo;Viel wichtiger sind&rdquo;, hei&szlig;t es weiter, &ldquo;Russland, China, Terror.&rdquo;[9] Der globale Einflusskampf der Bundesrepublik rei&szlig;t nicht nur in der Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik, sondern auch im Innern s&auml;mtliche bisherigen Standards ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59103\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Schande f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nDer BND hat langsam jedes Vertrauen verspielt. Der Geheimdienst hat den NSA-Ausschuss und wom&ouml;glich auch das Bundeskanzleramt &uuml;ber seine Zusammenarbeit mit den Amerikanern belogen. Er muss dringend re-demokratisiert werden.<br>\nEs ist schwer zu sagen, was die gr&ouml;&szlig;ere Schweinerei ist. Dass der amerikanische Auslandsgeheimdienst NSA dem Bundesnachrichtendienst ohne Absprache Suchbegriffe untergejubelt hat, mit denen er auf deutschem Boden Daten deutscher B&uuml;rger und Unternehmen aus dem Internet fischen konnte? Dass der BND offenbar sowohl Kanzleramt als auch die Kontrollgremien des Bundestages belogen hat, als die Sache intern aufflog? Oder dass die Bundesregierung dem Treiben der NSA in Deutschland aus alter Verbundenheit einfach tatenlos zusieht &ndash; und bis heute nicht bereit ist, dem sogenannten Partner mal kr&auml;ftig auf die Finger zu klopfen?<br>\nF&uuml;r die Abgeordneten im Bundestag m&uuml;ssen sich die vergangenen Tage wie eine Serie Ohrfeigen angef&uuml;hlt haben. Im NSA-Ausschuss versuchen inzwischen Parlamentarier aller Parteien redlich, die Verwicklungen des BND in die von Edward Snowden enth&uuml;llte NSA-Aff&auml;re zu entwirren. Und sehen sich dabei zunehmend einer Bundesregierung und einem BND gegen&uuml;ber, die abblocken, einsch&uuml;chtern, verw&auml;ssern und vertuschen, wo immer es geht.<br>\nDie jetzt offenbar gewordenen L&uuml;gengeschichten von sorgf&auml;ltig gefilterten Selektoren, also den Suchbegriffen wie IP-Adressen und Telefonnummern, machen das Dilemma der Aufkl&auml;rer deutlich: Sie k&ouml;nnen mit ruhigem Gewissen so gut wie niemandem mehr Glauben schenken, der da im Untersuchungsausschuss als Zeuge des BND vor ihnen sitzt. So oft haben diese Zeugen dort berichtet, das sie pers&ouml;nlich und der BND insgesamt sich immer an Recht und Gesetz gehalten h&auml;tten. So oft mussten die Abgeordneten sich anh&ouml;ren, alles sei in bester Ordnung.<br>\nNichts ist in Ordnung. Der BND f&uuml;hrt ein gef&auml;hrliches Eigenleben. Es ist eine Schande f&uuml;r eine Demokratie, die f&uuml;r sich beansprucht, die Menschenrechte zu achten. Und bisher hat keine Bundesregierung etwas dagegen unternommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-affaere-schande-fuer-die-demokratie-1.2450536%20\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Bundesregierung zum NSA-BND-Skandal: &bdquo;Nichts hinzuzuf&uuml;gen&ldquo;<\/strong><br>\nSeit nicht mehr zu leugnen ist, dass die NSA mit Hilfe der BND-Handlanger mit tausenden Selektoren, die inhaltlich Industriespionage und das Aussp&auml;hen politischer und beh&ouml;rdlicher Daten nahelegen, deutsche und europ&auml;ische Datenstr&ouml;me durchforstete, warten alle gespannt auf die Konsequenzen. Denn da es auch um die Spionage etwa gegen EADS und andere R&uuml;stungsfirmen sowie europ&auml;ische staatliche &Auml;mter und Beh&ouml;rden geht, erwartet die &Ouml;ffentlichkeit Antworten und Aufkl&auml;rung &uuml;ber die absichtliche T&auml;uschung des Parlaments durch den BND.<br>\nMag auch ihr Telefon jahrelang abgeschnorchelt worden sein, Kanzlerin Angela Merkel hat zu ihrem eigenm&auml;chtigen Auslandsgeheimdienst BND und der befreundeten NSA mal wieder nichts zu sagen und ist abgetaucht. Ersatzweise wurden die Sprecher der Bundesregierung und der Ministerien heute in der Bundespressekonferenz eingehend zum aktuellen NSA-BND-Skandal befragt und hatten alle M&uuml;he, m&ouml;glichst nichts Inhaltliches in ihren Antworten zu verlautbaren. Alles sei geheim, man k&ouml;nnte &uuml;ber die d&uuml;rre Presseerkl&auml;rung hinaus nichts sagen.<br>\nAuch ob BND-Chef Gerhard Schindler noch tragbar ist und im Amt bleibt, wurde nicht weiter kommentiert, man h&auml;tte ihn aber &bdquo;angewiesen, den komplexen Sachverhalt vollst&auml;ndig aufzukl&auml;ren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/bundesregierung-zum-nsa-bnd-skandal-nichts-hinzuzufuegen\/%20\">Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> In diesem Zusammenhang sei auf einen &auml;lteren Artikel aus dem Jahr 2013 hingewiesen, dessen Inhalt ganz aktuell zu sein scheint: Linke attackiert &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-08\/nsa-bnd-steinmeier-linke-heuchelei\">Schlapphutpaten der SPD<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Darin ist u.a. zu lesen:<\/em><br>\n<em>&bdquo;In der NSA-Sp&auml;haff&auml;re &uuml;bt die Linkspartei scharfe Kritik am Auftreten des SPD-Fraktionschefs Frank-Walter Steinmeier. Der einstige Kanzleramtschef der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung sei &ldquo;der gr&ouml;&szlig;te Heuchler in der ganzen Spionageaff&auml;re&rdquo;, sagte die Parteivorsitzende Katja Kipping der Mitteldeutschen Zeitung. &ldquo;W&auml;hrend Steinbr&uuml;ck t&auml;glich ein Emp&ouml;rungstheater auff&uuml;hrt, kommt Schritt f&uuml;r Schritt heraus, dass Rot-Gr&uuml;n alle T&uuml;ren aufgemacht hat, durch die die NSA und private Konzerne die Daten aus Deutschland absaugen.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Der Austausch von Daten zwischen BND und NSA ist offenbar 2002 insbesondere auf Anweisung von Steinmeier, damals Kanzleramtsleiter, vereinbart worden.<\/em><br>\n<em>K&ouml;nnte es tats&auml;chlich sein, dass der BND heute solch brisante Aktionen ohne Kenntnis des Kanzleramtes vornimmt?<\/em><br>\n<em>Denkbar w&auml;re auch, dass diese Handlungen &ndash; &auml;hnlich dem Artikel 38 [Schutz von Amts- und Staatsgeheimnissen; Aussagegenehmigung] des <a href=\"http:\/\/www.abg-plus.de\/abg2\/ebuecher\/abg_all\/index.htm\">Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut<\/a>  &ndash; der Geheimhaltung unterliegen. Das k&ouml;nnte eine Erkl&auml;rung f&uuml;r die merkw&uuml;rdigen Redewendungen aus dem Kanzleramt bzw. des Regierungssprechers sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Befugnisse f&uuml;r die Cyber-Schlapph&uuml;te<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist alarmiert. Mitten in ihre Gesetzesvorhaben zur Neuordnung der Geheimdienstlandschaft platzt die Nachricht, dass der BND Spitzel-Hilfsdienste f&uuml;r die amerikanische NSA geleistet hat. Die Gesetzesentw&uuml;rfe k&ouml;nnten dadurch noch einmal auf den Pr&uuml;fstand kommen.<br>\nWeitgehend unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit hat der &ldquo;Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich des Verfassungsschutzes&rdquo; vor wenigen Wochen das Bundeskabinett passiert. Dabei w&auml;re eine breite &ouml;ffentliche Diskussion notwendig gewesen.<br>\nDenn &ldquo;dieser Gesetzesentwurf &auml;ndert die Sicherheitsarchitektur der Bundesrepublik Deutschland&rdquo;, urteilt sogar die ansonsten &auml;u&szlig;erst zur&uuml;ckhaltend auftretende Bundesbeauftragte f&uuml;r den Datenschutz und die Informationsfreiheit Andrea Vo&szlig;hoff. Vor allen Dingen der Bundesnachrichtendienst erh&auml;lt wesentlich erweiterte Kompetenzen, ohne dass die parlamentarische Kontrolle hier noch gew&auml;hrleistet werden kann.<br>\nDer BND bekommt den neuen Aufgabenbereich, Cyber-Angriffe abzuwehren &ndash; und zwar durch Aufkl&auml;rung des internationalen Telekommunikationsverkehrs. In den Erl&auml;uterungen zum Gesetzesentwurf hei&szlig;t es sogar ausdr&uuml;cklich: &ldquo;Der BND tr&auml;gt dadurch dazu bei, die Sicherheit von IT-Systemen zu verbessern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/der-bnd-soll-zu-eriner-nationalen-sicherheitsagentur-nach-vorbild-der-nsa-ausgebaut-werden-38202792.html\">heute.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ist Demokratie mit dieser EU &uuml;berhaupt m&ouml;glich?<\/strong><br>\nDie EU-Eliten wollen an Griechenland vorexerzieren, dass reformerische Ver&auml;nderungen innerhalb der EU nicht m&ouml;glich sind.<br>\nDie Krise zwischen einen gro&szlig;en Teil der EU-Eliten und der griechischen Regierung spitzt sich wieder zu. Bei dem Treffen der EU-Finanzminister in Riga ist der Druck auf die griechische Regierung erneut gewachsen. Wieder einmal wird die Meldung &ldquo;EU-Partner verlieren Geduld mit Griechenland&rdquo; verbreitet. Diese Aussage ist eine Heuchelei.<br>\nWenn es nach den EU-Eliten gegangen wurden, h&auml;tten die Wahlen in Griechenland nie stattfinden sollen, die Syriza an die Regierung brachten. Von Vertrauen konnte keine Rede sein. Seit die Regierung im Amt ist, wird von den EU-Gremien alles versucht, um ihr und ihren W&auml;hlern deutlich zu machen, dass es in der Eurozone keine Alternative zu dem im Wesentlichen von Deutschland gef&ouml;rderten Austerit&auml;tsprogramm gibt.<br>\nDass bei dem Treffen der Finanzminister in Riga nicht mal oberfl&auml;chlich die diplomatische Form gewahrt wurde, ist schon bemerkenswert. In verschiedenen Medien wird berichtet, Finanzminister Varoufakis sei als Amateur, Spieler und Zeitverschwender beschimpft worden. Nun ist der Minister nicht etwa ein Radikaler, der die EU-Zone schnellstens verlassen oder zerst&ouml;ren will.<br>\nIm Gegenteil, er hat k&uuml;rzlich in einem l&auml;ngeren Beitrag begr&uuml;ndet, warum die Linke in der gegenw&auml;rtigen Situation gerettet werden muss und nur dadurch die M&ouml;glichkeit f&uuml;r eine sp&auml;tere emanzipatorische Entwicklung jenseits des Kapitals offen gehalten werden kann. Diese Thesen werden von<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Ist-Demokratie-mit-dieser-EU-ueberhaupt-moeglich-2621230.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; umsetzen, ohne die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; umzusetzen<\/strong><br>\nFratzscher-Kommission, Juncker-Plan, Sch&auml;uble-Plan: Die Vorschl&auml;ge von konservativen und sozialdemokratischen Politikern, um endlich wieder Investitionen zu schaffen, nehmen zu. Dabei werden die Konstrukte, mit denen &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; und &ldquo;Fiskalpakt&rdquo; faktisch umgangen und zugleich formell umgesetzt werden sollen, immer verwegener, riskanter und teurer. Man w&uuml;rde sich w&uuml;nschen, die handelnden Personen h&auml;tten stattdessen den Mumm, endlich die eigenen Fehler der Vergangenheit einzugestehen&hellip;<br>\n2009 haben SPD, CDU\/CSU, Gr&uuml;ne und FDP gemeinsam die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; eingef&uuml;hrt: Ab 2016 soll die Neuverschuldung des Bundes nur noch maximal 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen. Die L&auml;nder sollen sich ab 2020 gar nicht mehr neu verschulden. 2011 hat man vergleichbare Regelungen auf europ&auml;ischer Ebene beschlossen, den so genannten &ldquo;Europ&auml;ischen Fiskalpakt&rdquo;. Gewerkschaften und Linke haben wiederholt darauf hingewiesen, dass diese Regelungen zu einem Investitionsstau und zur Vernachl&auml;ssigung &ouml;ffentlicher Ausgaben f&uuml;hren werden. Genau das ist auch eingetreten &ndash; europaweit wie auch bei Bund, L&auml;ndern und Gemeinden. Die &ouml;ffentlichen Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Forschung sind in Deutschland und Europa v&ouml;llig unzureichend &ndash; wie auch die privaten Investitionen der Unternehmen.<br>\nDieses Problem scheinen nun &ndash; Jahre sp&auml;ter &ndash; endlich auch Konservative, Sozialdemokratie und ihnen nahestehende Teile der Wissenschaft erkannt zu haben. Allerdings sind sie weder bereit, ihre vergangenen Fehler einzugestehen, noch, diese zu beheben. Anstatt die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; abzuschaffen und staatliche Verschuldung f&uuml;r Zukunftsaufgaben zuzulassen, schlagen sie teure und riskante Umgehungs-Konstruktionen vor. So wird die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; formell aufrechterhalten, faktisch aber unterlaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1527\">Patrick Schreiner auf annotazioni.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mythen des Freihandels &ndash; Attac entkr&auml;ftet Argumente der TTIP-Bef&uuml;rworter<\/strong><br>\nDass Freihandel Wohlstand und Arbeitspl&auml;tze schafft, war von Anfang an ein Argument der TTIP-Bef&uuml;rworter, um die intransparenten Verhandlungen zu rechtfertigen. Nat&uuml;rlich gibt es auch Studien, die diese positiven Effekte angeblich belegen. Und brauchen wir nicht auch transatlantische Abkommen, um im internationalen Wettbewerb gegen&uuml;ber China weiter mithalten zu k&ouml;nnen?<br>\nDie Argumente, um einige dieser einseitigen Darstellungen zu entkr&auml;ften, findet ihr hier als &ldquo;TTIP Mythen&rdquo; zusammengestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/kampagnen\/freihandelsfalle-ttip\/hintergrund\/ttip-mythen\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>IWF-Reform: China verliert die Geduld<\/strong><br>\nUSA blockieren seit nunmehr f&uuml;nf Jahren eine leichte Umverteilung der Stimmenverh&auml;ltnisse im W&auml;hrungsfonds&hellip;<br>\nAnl&auml;sslich der Fr&uuml;hjahrstagung der Weltbank und des Internationalen W&auml;hrungsfonds IWF, die vor einigen Tagen am Sitz der Organisationen in Washington zu Ende ging, weist ein Kommentar des lateinamerikanischen Nachrichtensenders Telesur darauf hin, dass die neue Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank AIIB und die BRICS-Entwicklungsbank die Rolle der Breton-Woods-Institutionen in Frage stellen. Zugleich w&uuml;rden die Neugr&uuml;ndungen Druck auf den US-Kongress aus&uuml;ben, nicht l&auml;nger die Reform der Abstimmungsmechanismen beim IWF und bei der Weltbank zu blockieren.<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich auch ein Kommentator der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua.&#8232;Mit dem Verschleppen m&uuml;sse endlich Schluss sein, schreibt Tian Dongdong mit eindeutigem Bezug auf das Verhalten der USA. Das Schiff sei leck geschlagen, aber der Kapit&auml;n z&ouml;gere mit der Reparatur.<br>\nNach langem Vorlauf hatten 2010 die Mitgliedsl&auml;nder des IWF beschlossen, die Stimmrechte neu zu gewichten und vergleichsweise bescheidene sechs Prozent an die aufstrebenden Schwellenl&auml;nder zu vergeben. China, das inzwischen die weltweit gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft hat, wenn in Kaufkraftparit&auml;ten gerechnet wird, hat derzeit nur 3,1 Prozent der Stimmenanteile. Deutschland hingegen 5,81 Prozent, Frankreich und Gro&szlig;britannien je 4,29, Japan 6,23, Italien 3,16 und die USA sogar 16,75 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/IWF-Reform-China-verliert-die-Geduld-2620724.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: China entt&auml;uscht &uuml;ber Verz&ouml;gerung der IWF-Quotenreform<\/strong><br>\nChinas Notenbankchef Zhou Xiaochuan hat auf der Konferenz der G20-Finanzminister und Notenbankpr&auml;sidenten eine z&uuml;gige Umsetzung der IWF-Reformziele gefordert.<br>\nZhou bezeichnete dabei die schleppenden Quotenreformen des Internationalen W&auml;hrungsfonds als &bdquo;sehr entt&auml;uschend&rdquo;. Alle Seiten sollten sich bem&uuml;hen, die Glaubw&uuml;rdigkeit und die Legitimit&auml;t des IWF zu wahren.<br>\nDer als fundamental bezeichnete Reformplan aus dem Jahr 2010 sieht vor, die Quoten der Entwicklungsl&auml;nder im IWF auf 42,3 Prozent zu erh&ouml;hen und die der Industrienationen auf 57,7 Prozent zu reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3185\/2015\/04\/19\/1s233652.htm\">CRI online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ist die Deutsche Bank eine kriminelle Vereinigung?<\/strong><br>\nMafiosi begehen Morde. Banker machen Bankgesch&auml;fte. Politiker arbeiten f&uuml;r das Gemeinwohl. Und alles wird gut.<br>\nWiederholt man solche S&auml;tze oft genug, werden sie zu tragenden S&auml;ulen der modernen Klischeekulisse. Schlie&szlig;lich glauben am Ende viele, dass alle organisiert handelnden Verbrecher gewaltt&auml;tig sind und Politiker aus altruistischer Gesinnung regelm&auml;&szlig;ig Recht und Gesetz respektieren. Jeder wei&szlig; aber, dass Gangster eines gewissen Kalibers der Magie von Spielcasinos erliegen, u. a. weil sie sich ganz gut auch f&uuml;r Geldw&auml;sche eignen. Und allgemein bekannt ist, dass sich der &bdquo;Bankbeamte&ldquo; sch&uuml;tzend vor die Spargroschen seiner Kunden stellt, solange er sie nicht in Gesch&auml;fte investiert, von denen er keinen blassen Schimmer hat und deren Risiken er noch nicht einmal ann&auml;hernd absch&auml;tzen kann. &#8232;Was aber passiert, wenn sich auch Banken in Spielcasinos verwandeln, in denen ohne deren Wissen und Wollen mit dem Verm&ouml;gen der Anleger gezockt wird? &#8232;Vielleicht &auml;ndert sich gar nicht viel. In Spielcasinos wie in Banken gilt der gleiche Grundsatz:<br>\n&bdquo;Die Bank gewinnt immer.&ldquo;<br>\nOder auch nicht. Angeblich hat die Gier von Mitarbeitern in den Handelsabteilungen internationaler Gro&szlig;banken dazu gef&uuml;hrt, dass &uuml;ber Jahre &auml;u&szlig;erst schadenstr&auml;chtige Finanzoperationen durchgef&uuml;hrt wurden, welche die Manipulation wichtiger internationaler Referenz &ndash; Zinss&auml;tze (&bdquo;Euribor&ldquo;, &bdquo;Libor&ldquo;) zum Ziel hatten. Deshalb verh&auml;ngte die Europ&auml;ische Kommission Anfang Dezember 2013 gegen sechs gro&szlig;e internationale Finanzinstitute Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von insgesamt 1,71 Milliarden Euro.<br>\nDie Deutsche Bank ist mit 725 Millionen Euro dabei. Das ist die h&ouml;chste Strafe von allen. Zwei H&auml;ndlerringe und insgesamt acht Banken hatten sich &uuml;ber mehrere Jahre mit verschw&ouml;rerischen Mitteln und in Bereicherungsabsicht abgesprochen. Zwei Banken blieben verschont, weil sie sich als Kronzeugen zur Verf&uuml;gung gestellt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kriminalpolizei.de\/nc\/ausgaben\/2014\/detailansicht-2014\/artikel\/ist-die-deutsche-bank-eine-kriminelle-vereinigung.html%20\">Die Kriminalpolizei<\/a>\n<p><strong>Dazu: Aufsichtsrat lehnt Sonderpr&uuml;fung von Rechtsstreits ab<\/strong><br>\nDer Aufsichtsrat der Deutschen Bank h&auml;lt die von Aktion&auml;rssch&uuml;tzern geforderte Sonderpr&uuml;fung der zahllosen Rechtsstreitigkeiten f&uuml;r unn&ouml;tig. Es gebe &bdquo;keinen Anlass, einen weiteren Pr&uuml;fer mit der Beurteilung der Sachverhalte zu betrauen&ldquo;, hei&szlig;t es in der am Freitag ver&ouml;ffentlichten Stellungnahme der Bank. Die Abschlusspr&uuml;fer widmeten diesen Themen ohnehin gro&szlig;es Augenmerk. Zudem seien die Spielr&auml;ume f&uuml;r die Bildung von R&uuml;ckstellungen in der Bilanz eng. Daher sei eine kostspielige Sonderpr&uuml;fung &bdquo;nicht im Interesse der Gesellschaft und ihrer Aktion&auml;re&ldquo;&hellip;<br>\nF&uuml;r jahrelange Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei der Ermittlung des Referenzzinssatzes Libor hatte die Deutsche Bank am Donnerstag einen 2,5 Milliarden Dollar teuren Vergleich mit den Beh&ouml;rden in den USA und Gro&szlig;britannien geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/deutsche-bank-aufsichtsrat-lehnt-sonderpruefung-von-rechtsstreits-ab\/11686492.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Deutsche Bank als Fortsetzungst&auml;ter:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>2013:<\/em>\n<ul>\n<li><em>413 Millionen Euro wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung an die US-Steuerbeh&ouml;rde;<\/em><\/li>\n<li><em>1,4 Milliarden wegen fragw&uuml;rdiger Hypothekengesch&auml;fte in den USA<\/em><\/li>\n<li><em>725 Millionen wegen Libor- und Tibor-Zinsmanipulationen an die EU-Kommissioin<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><em>2014:<\/em>\n<ul>\n<li><em>925 Millionen wegen Pflichtverletzung als Bank an die Leo Kirch Erben<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und 2015 nun eben noch die 2,5 Milliarden Dollar an die USA und Gro&szlig;britannien.<\/em><br>\n<em>Man fragt sich mit welchem krummen Gesch&auml;ften man gegenw&auml;rtig &uuml;berhaupt so viel Geld verdienen kann, um die Strafen zu bezahlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wir haben Umverteilung zum Tabu erkl&auml;rt<\/strong><br>\nDer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands, Ulrich Schneider, mahnt: Die Armut in Deutschland hat einen historischen H&ouml;chststand erreicht. 12,5 Millionen Menschen sind betroffen &ndash; darunter viele Alleinerziehende mit ihren Kindern, Langzeitarbeitslose und Rentner. Wenn die Politik nicht gegensteuert, werde die Not weiter zunehmen, prophezeit Schneider. (&hellip;)<br>\nDeutschlandradio Kultur: Welche Menschen beziehungsweise Gruppen von Menschen sind besonders armutsgef&auml;hrdet? (&hellip;)<br>\nUlrich Schneider: In Deutschland sind es vor allen Dingen, und die stechen heraus, einmal die Erwerbslosen. Das sind weit &uuml;ber die H&auml;lfte, die unter der Armutsschwelle leben, deshalb auch, weil viele auf Hartz IV angewiesen sind. Hartz IV aus unserer Sicht Armut ist. Das ist nicht ausreichend, was da gezahlt wird. Auch weil wir die Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I zusammengek&uuml;rzt haben mit der Agenda 2010. Die Menschen fallen schneller ins Loch, schneller in Hartz IV.<br>\nUnd daneben sind es aber vor allen Dingen &ndash; und das ist ersch&uuml;tternd, glaube ich &ndash; die Alleinerziehenden in Deutschland. Wenn wir anschauen, dass mittlerweile 39 Prozent der Alleinerziehenden in Hartz IV sind, ist das irre; eine irre Zahl, dass fast die H&auml;lfte unter der Armutsschwelle lebt, dann ist mittlerweile Armut f&uuml;r Alleinerziehende fast so was wie die Regel geworden f&uuml;r viele. Und das ist schon sehr schwierig, zumal das Problem seit Jahren bekannt ist und offensichtlich sehr wenig dran getan wird.<br>\nDeutschlandradio Kultur: In welcher Risikogruppe nimmt denn die Zahl der Armen besonders zu?<br>\nUlrich Schneider: Es sind die Rentnerinnen und Rentner. Wir haben &ndash; zum Gl&uuml;ck, muss man sagen &ndash; heute noch bei den Rentnerinnen und Rentnern eine unterdurchschnittliche Armutsquote. Das hei&szlig;t, denen geht&rsquo;s im Durchschnitt noch ganz gut, besser als dem Rest der Bev&ouml;lkerung. Das ist so. Und deswegen wird das Thema auch immer runter gespielt: &ldquo;Es gibt keine Altersarmut&rdquo;. Aber, das muss man sehen, es ist die Gruppe mit den allerh&ouml;chsten Zuw&auml;chsen. In den letzten Jahren hat sie galoppierend zugenommen, die Armut unter den Rentnerhaushalten, dass wir davon ausgehen m&uuml;ssen, dass bereits im Laufe dieses Jahres Rentner ebenfalls zu den Gruppen geh&ouml;ren werden, die &uuml;berdurchschnittlich Armutsquoten aufweisen &ndash; mit wachsender Dynamik. Wir gehen davon aus, dass wir in etwa zehn, 15 Jahren fast eine Verdopplung der Altersarmut bei den Rentnern zur Kenntnis nehmen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ulrich-schneider-vom-paritaetischen-wohlfahrtsverband-wir.990.de.html?dram:article_id=317207\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Betriebliche Altersversorgung: Rentenkassen entgehen Milliarden<\/strong><br>\nDie staatliche F&ouml;rderung der betrieblichen Altersvorsorge durch beitragsfreie Entgeltumwandlung f&uuml;hrt zu Milliardenausf&auml;llen in den Kassen der Sozialversicherungstr&auml;ger. Allein f&uuml;r die gesetzliche Rentenversicherung beziffert die Bundesregierung den Einnahmeverlust durch das beitragsfreie Altersvorsorge-Sparen von Arbeitnehmern auf ann&auml;hernd 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. &bdquo;Damit droht eine Kannibalisierung der gesetzlichen Rentenversicherung durch die betriebliche Altersversorgung&ldquo;, kommentiert der Rentenpolitische Sprecher, Matthias W. Birkwald, die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. Eine gesetzliche Verpflichtung f&uuml;r die Arbeitgeber, die bei der Entgeltumwandlung auch von den Unternehmen eingesparten Sozialbeitr&auml;ge den Besch&auml;ftigten zugute kommen zu lassen, lehnt die Regierung ebenfalls ab.<br>\nQuelle 1: Newsletter DIE LINKE<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/045\/1804557.pdf\">Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Linksfraktion: Auswirkung der beitrags- und steuerfreien Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersversorgung auf die Sozialversicherungen sowie die Finanzen des Bundes<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ifo-Chef Sinn: Zwangssparen f&uuml;r Kinderlose<\/strong><br>\n&Ouml;konom fordert Pflicht zur privaten Zusatzversorgung f&uuml;r alle, die keinen Nachwuchs gro&szlig;ziehen.<br>\nHans-Werner Sinn, Chef des M&uuml;nchner Ifo-Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung, fordert, dass Kinderlose zum Sparen f&uuml;rs Alter verpflichtet werden. Konkret schl&auml;gt er vor, dass vier Prozent des Bruttoeinkommens zwangsweise in die private Vorsorge flie&szlig;en. Dies sei notwendig, weil die gesetzliche Rente nicht ausreiche, um im Alter ein ausk&ouml;mmliches Leben zu sichern.<br>\nFamilien k&ouml;nnten sich solche kapitalgedeckten Zusatzversicherungen aber nicht leisten. Deshalb pl&auml;diert der &Ouml;konom daf&uuml;r, dass Eltern eine zus&auml;tzliche umlagefinanzierte Rente bekommen. Der Bezug dieser neuen Kinderrente w&auml;re nicht an eine Erwerbst&auml;tigkeit gebunden. Bezahlt wird sie in Sinns Konzept von allen B&uuml;rgern &ndash; also nicht nur von abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten (wie bei der gesetzlichen Rente), sondern auch von Selbstst&auml;ndigen und Beamten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wz-newsline.de\/home\/politik\/inland\/ifo-chef-sinn-zwangssparen-fuer-kinderlose-1.1917048\">Westdeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der Vorschlag klingt neu, ist jedoch ein &bdquo;alter Hut&ldquo;.<\/em><br>\n<em>In fast regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden macht dieser Professor unsinnige Vorschl&auml;ge zulasten Kinderloser; u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/altersvorsorge\/reform-des-rentensystems-ifo-chef-sinn-fordert-vorsorgezwang-fuer-kinderlose_aid_1150006.html\">Ifo-Chef Sinn will Kinderlose zur Vorsorge zwingen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Aber diese Idee ist noch viel &auml;lter, worauf Christoph Butterwegge in seinem NachDenkSeiten-Beitrag &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2020\">Die Sozialstaatsreformer vor der gro&szlig;en Weltwirtschaftskrise vertraten nicht nur dieselben Konzepte, sie trugen &ndash; Ironie der Geschichte &ndash; auch noch den gleichen Namen<\/a>&ldquo; aufmerksam gemacht hat; daraus ein Zitat:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Zudem hielt Hartz eine &bdquo;H&ouml;herbesteuerung der Ledigen und Kinderlosen&ldquo; f&uuml;r sinnvoll, die zu fordern man nicht wage, weil &bdquo;der Mut zu einer positiven Bev&ouml;lkerungspolitik&ldquo; fehle. Hans-Werner Sinn, Pr&auml;sident des ifo Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung an der Universit&auml;t M&uuml;nchen, setzt heute gleichfalls auf eine aktive Bev&ouml;lkerungspolitik zur Problembew&auml;ltigung: &bdquo;Wenn es gel&auml;nge, die Geburtenraten auf ein Niveau anzuheben, wie es eine station&auml;re Bev&ouml;lkerung kennzeichnet, dann lie&szlig;e sich die Bev&ouml;lkerung allm&auml;hlich wieder verj&uuml;ngen. Das Rentenproblem w&uuml;rde sich l&ouml;sen, der Arbeitsmarkt w&uuml;rde stabilisiert, und unser Land w&uuml;rde wieder zu der Dynamik bei der Wirtschaft und Wissenschaft zur&uuml;ckkehren, die es einmal besa&szlig;.&ldquo; Um dieses Ziel zu erreichen, will Sinn die Fertilit&auml;tsrate mittels finanzieller Anreize f&uuml;r Familien, aber auch mittels gezielter Sanktionen f&uuml;r Kinderlose steigern. Sinn empfiehlt die Staffelung von Altersrenten nach der Kinderzahl und eine Rentenk&uuml;rzung f&uuml;r Kinderlose auf die H&auml;lfte der &bdquo;normalen&ldquo; H&ouml;he: &bdquo;Wer keine Kinder hat und insofern zu wenig tut, um seine eigene Rente im Umlagesystem zu sichern, muss die Konsequenzen tragen und selbst auf dem Wege der Ersparnis f&uuml;r Ersatz sorgen.&ldquo; Damals schrieb Gustav Hartz &auml;hnlich klingende S&auml;tze, die jedoch noch mehr Pathos enthielten: &bdquo;Mit aller Deutlichkeit mu&szlig; jedem zum Bewu&szlig;tsein gebracht werden, da&szlig; die Zukunft unseres Volkes und Reiches eine ausreichende und gesunde Kinderschar und da&szlig; der Mensch immer noch das wertvollste &sbquo;Produkt&lsquo; ist. Wer an der Zukunft unseres Volkes durch eigene Kinder keinen Anteil hat &ndash; oder haben kann &ndash;, der soll wenigstens die Gegenwart f&uuml;r die Kinderreichen materiell ertr&auml;glich gestalten helfen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mindestlohn<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Th&uuml;ringer Gr&uuml;ne suchen Praktikanten f&uuml;r 1,90 pro Stunde<\/strong><br>\nErfurt. Die Th&uuml;ringer Gr&uuml;nen sind Anh&auml;nger des Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunden. Aber Praktikanten ihrer Landtagsfraktion entlohnen sie nur mit 1 Euro 90 Cent.<br>\n&bdquo;Das ist sittenwidrig&ldquo;, kritisierte Th&uuml;ringens DGB-Vize Sandro Witt . &bdquo;Ich erwarte von Parteien, dass sie 8,50 Euro zahlen&ldquo;, forderte der Funktion&auml;r des Deutschen Gewerkschaftsbundes am Donnerstag gegen&uuml;ber der Th&uuml;ringer Allgemeine.<br>\nDie Bundes-Gr&uuml;nen in Berlin sehen das nicht anders. Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion, Brigitte Pothmer, betonte: &bdquo;Hier deutet alles darauf hin, dass jemand eine gut qualifizierte Fachkraft mit erheblicher beruflicher Erfahrung sucht und keinen Praktikanten.&ldquo;<br>\nTats&auml;chlich suchten die Gr&uuml;nen f&uuml;r ihre Pressestelle im Parlament einen erfahrenen Studenten der Medien- oder Kommunikationswissenschaften. Dieser sollte &uuml;ber einschl&auml;gige journalistische Erfahrungen verf&uuml;gen und die vielf&auml;ltigen Aufgaben in &bdquo;eigenst&auml;ndiger Arbeitsweise&ldquo; erledigen.<br>\nBesonders diese Formulierung l&auml;sst bei Arbeitsmarktexperten die Alarmglocken schrillen. &bdquo;Das ist eine verkappte Stellenausschreibung&ldquo;, monierte Mindestlohnexpertin Pothmer. &bdquo;Die suchen keinen Praktikanten, sondern einen, den sie f&uuml;r zwei Euro besch&auml;ftigen k&ouml;nnen&ldquo;, befand auch DGB-Mann Witt. Sein Fazit: &bdquo;Das ist ein Versuch zur Umgehung des Mindestlohngesetzes.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/startseite\/detail\/-\/specific\/Thueringer-Gruene-suchen-Praktikanten-fuer-1-90-pro-Stunde-1627344819\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ein gro&szlig;er historischer Erfolg&rdquo;<\/strong><br>\nDGB-Chef Reiner Hoffmann hat sich gegen &Auml;nderungen beim Mindestlohn ausgesprochen. Die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns zu Jahresbeginn sei ein historischer Erfolg, von dem 3,6 Millionen Menschen profitierten, sagte Hoffmann im Interview der Woche im Deutschlandfunk. Die Bef&uuml;rchtung, dass tausende Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrdet w&uuml;rden, habe sich nicht bewahrheitet.<br>\nSchr&ouml;der: Herr Hoffmann, seit vier Monaten gibt es einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland. Das war ja auch ein zentrales Anliegen der Gewerkschaften. Wie f&auml;llt nun Ihre Bilanz aus &ndash; wirkt der Mindestlohn?<br>\nHoffmann: Der Mindestlohn wirkt. 3,6 Millionen Menschen erhalten ab dem 1. Januar 8,50 Euro. Das ist ein gro&szlig;er historischer Erfolg f&uuml;r die Bundesrepublik. Die Gewerkschaften haben &uuml;ber zehn Jahre sich daf&uuml;r engagiert. Und die Bef&uuml;rchtungen, dass damit tausende von Arbeitspl&auml;tzen gef&auml;hrdet werden, haben sich nicht bewahrheitet.<br>\nSchr&ouml;der: Nun h&ouml;ren wir von einer ganzen Reihe von Besch&auml;ftigten, die &uuml;ber Tricks berichten, mit denen Arbeitgeber den Mindestlohn umgehen wollen. Sind das Einzelf&auml;lle oder wird der Mindestlohn massenhaft ausgehebelt?<br>\nHoffmann: Wir haben zahlreiche Hinweise, dass Arbeitgeber systematisch versuchen, den Mindestlohn zu umgehen. Dies ist schlicht und ergreifend gesetzeswidrig.<br>\nSchr&ouml;der: Was kann man da tun?<br>\nHoffmann: Wir m&uuml;ssen verst&auml;rkte Kontrollen haben. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit soll ja um 1.600 Mitarbeiter aufgestockt werden. Das muss wesentlich schneller gehen, damit der gesetzliche Mindestlohn dann auch wirksam umgesetzt und &ndash; da wo immer notwendig &ndash; auch effektiv kontrolliert werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mindestlohn-ein-grosser-historischer-erfolg.868.de.html?dram:article_id=318158%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Der Optimismus &uuml;ber die Regelung des Mindestlohns sollte hinterfragt werden. Besser w&auml;re es n&auml;mlich, wenn die &bdquo;L&ouml;cher&ldquo; (Jusos) &ndash; sprich die zahlreichen Ausnahmen, z.B. f&uuml;r Langzeitarbeitslose &ndash; erst gar nicht entstanden w&auml;ren. Die NachDenkSeiten haben auf viele Ausnahmen beim Mindestlohn hingewiesen; siehe u.a.: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h06\">Arbeitsministerin Andrea Nahles im BamS-Interview: Mindestlohn nicht f&uuml;r unter 18-J&auml;hrige<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=19582#h05\">Mit Mindestlohn gegen Lohndumping?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Detlef Wetzel und die Industrie 4.0: Wird die IG Metall zur Interessenvertretung der Arbeitgeber umgepolt?<\/strong><br>\nFragen wir uns, was f&uuml;r eine Industriegewerkschaft sich Arbeitgeber im Morgengrauen einer neuen industriellen Revolution w&uuml;nschen w&uuml;rden. Das vergleichen wir mit dem, was IG-Metall-Chef Detlef Wetzel in letzter Zeit auf den Weg gebracht und angek&uuml;ndigt hat. Der Vergleich beantwortet die Frage: ist es gerecht, dass die IG-Metall-Mitglieder ihre Gewerkschaft mit Beitr&auml;gen finanzieren, oder sollten die Arbeitgeber die Kosten tragen?<br>\nDie Wortsch&ouml;pfung Industrie 4.0 soll eine vierte industrielle Revolution nach Mechanisierung, Massenfertigung und Computerisierung der Produktion zum Ausdruck bringen. Bei der vierten geht es darum, dass die individuellen Konsumenten und ihre W&uuml;nsche,  die Produkte, die Produktionsanlagen und die &uuml;brigen Unternehmensfunktionen alle &uuml;ber das Internet verbunden werden. Durch automatische Verarbeitung von Unmengen digitaler Daten sollen Einkauf, Produktion, Transport und Vertrieb gesteuert werden. Je h&ouml;her der Grad der Automatisierung und Digitalisierung aller Prozesse, desto besser funktioniert das. Der Mensch mit seiner geringen Datenverarbeitungskapazit&auml;t und -geschwindigkeit ist zwar bisher noch f&uuml;r viele T&auml;tigkeiten unentbehrlich. Die Bem&uuml;hungen gehen aber dahin, immer mehr von diesen T&auml;tigkeiten computergesteuerten Maschinen und Fahrzeugen zu &uuml;berantworten.<br>\nDas Endergebnis k&ouml;nnte, je nach Perspektive und Ausformung, ein Schlaraffia sein, in dem wir sehr komfortabel leben und kaum noch arbeiten m&uuml;ssen, oder ein Horrorszenario mit Massenarbeitslosigkeit und Verelendung, in dem nur eine Oberschicht und eine schrumpfende Mittelschicht diese Vorz&uuml;ge genie&szlig;t, w&auml;hrend der Rest entweder an Maschinenbed&uuml;rfnissen ausgerichtete Fronarbeit verrichtet oder sich freuen muss, wenn er den Privilegierten mit pers&ouml;nlichen Dienstleistungen f&uuml;r kleines Geld das Leben noch angenehmer machen darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/index.php\/de\/27-german\/news\/345-wetzel#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ALG II<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Jobcenter d&uuml;rfen Steuerdaten von Hartz-IV-Empf&auml;ngern einsehen<\/strong>\n<ul>\n<li>Jobcenter d&uuml;rfen beim Finanzamt regelm&auml;&szlig;ig Auskunft &uuml;ber Verm&ouml;gen von Hartz-IV-Beziehern bekommen. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.<\/li>\n<li>Die Argumentation: Jobcenter k&ouml;nnten so Leistungsmissbrauch verhindern. Bei den Jobcentern ist diese Abfrage schon l&auml;nger Praxis.<\/li>\n<li>Ein Mann aus Bochum hatte dagegen geklagt. Er sah sein Recht auf informationelle Selbstbestimmung beschnitten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kein Versto&szlig; gegen das Recht auf informationelle Selbstbestimmung<br>\nJobcenter d&uuml;rfen Daten von Hartz-IV-Empf&auml;ngern regelm&auml;&szlig;ig mit Beh&ouml;rden abgleichen, um Kapitalertr&auml;ge zu &uuml;berpr&uuml;fen. Wie das Bundessozialgericht in Kassel am Freitag entschied, ist der automatisierte Datenabgleich trotz eines Eingriffs in das Recht der informationellen Selbstbestimmung gerechtfertigt und verfassungskonform. Die Regelung sei &ldquo;geeignet, erforderlich und angemessen&rdquo;, sagte das Gericht. Sie diene einer Vermeidung des Leistungsmissbrauchs und damit dem Gemeinwohl.<br>\nHartz-IV-Bezieher unter Generalverdacht?<br>\nIm nun entschiedenen Fall hatte ein Mann geklagt, weil das Jobcenter Bochum viermal im Jahr Daten mit dem Bundeszentralamt f&uuml;r Steuern abgleicht. Damit sollen zum Beispiel Lohnzahlungen oder Zinsertr&auml;ge entdeckt werden, die nicht angegeben wurden. Der Anwalt des Mannes hatte argumentiert, der Abgleich sei unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Damit w&uuml;rden alle Hartz-IV-Bezieher unter einen Generalverdacht gestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bundessozialgericht-jobcenter-duerfen-steuerdaten-von-hartz-iv-empfaengern-einsehen-1.2451596\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Hartz IV produziert Obdachlosigkeit<\/strong><br>\nBewiesen! Hartz IV macht Obdachlos<br>\nJobcenter verursachen die meisten Zwangsr&auml;umungen&#8232;Allein in In Berlin gibt es zwischen 5.000 und 7.000 R&auml;umungstermine j&auml;hrlich<br>\nDas &ldquo;Hilfesystem&rdquo; ist gescheitert<br>\nEine Studie der Humboldt-Universit&auml;t sieht in den Jobcentern die Hauptverursacher f&uuml;r die zunehmenden Zwangsr&auml;umungen in Berlin. &#8232;Sie und die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften seien &raquo;die Motoren von Verdr&auml;ngung und Zwangsr&auml;umungen&laquo; in der Bundeshauptstadt, sagte der Berliner Stadtsoziologe Andrej Holm bei der Vorstellung der Untersuchung &raquo;Zwangsr&auml;umungen und die Krise des Hilfesystems&laquo; am Donnerstag in Berlin. Mit fast 10.000 R&auml;umungsklagen pro Jahr sei Berlin die Hauptstadt der Wohnungsnotlagen.<br>\nSch&auml;tzungen zufolge gibt es in Berlin zwischen 5.000 und 7.000 R&auml;umungstermine j&auml;hrlich. Davon gehen laut den Mitautoren der Studie, Laura Berner und Inga Jensen, mit etwa 20 Prozent &uuml;berdurchschnittlich viele auf das Konto der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften, die eigentlich preiswerten Wohnraum zur Verf&uuml;gung stellen m&uuml;ssten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/fhp-freie-hartz-iv-presse\/hartz-iv-produziert-obdachlosigkeit\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Saarbr&uuml;cker Zeitung: Jeder vierte Pflegestufen-Antrag wird abgelehnt &ndash; Kritik der Linken<\/strong><br>\nJeder vierte Antrag auf Gew&auml;hrung einer Pflegestufe ist nach einem Bericht der &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Samstag-Ausgabe) im vergangenen Jahr von den Pflegekassen abgelehnt worden. So wurden 2014 insgesamt 237.255 Antr&auml;ge negativ beschieden. Das waren 24,8 Prozent aller erledigten Antr&auml;ge. Seit dem Jahr 2005 hat sich der Zahl der Ablehnungen um fast 20 Prozent erh&ouml;ht. Das Blatt beruft sich f&uuml;r seine Angaben auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.<br>\nDemnach geben sich viele Betroffene mit den Entscheidungen der Pflegekassen allerdings nicht zufrieden. Denn auch die Anzahl der eingelegten Widerspr&uuml;che nahm seit 2005 deutlich zu. 2005 gab es knapp 90.000 Widerspruchsbegutachtungen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Im Jahr 2013 waren es gut 109.000. Das ist ein Plus von knapp 23 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2015-04\/33516640-saarbruecker-zeitung-jeder-vierte-pflegestufen-antrag-wird-abgelehnt-kritik-der-linken-007.htm%20\">FinanzNachrichten.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Diese Aussage kann ich nur best&auml;tigen zuerst werden vermutlich alle Antr&auml;ge abgelehnt erst nach einiger Zeit und einigen Antr&auml;gen wird dann ein klein wenig genehmigt. Dies habe ich so bei meinem Vater in den letzten Jahren erleben m&uuml;sse. Es funktioniert genau nach dem gleichen Prinzip wie in dem Film &ldquo;Der Regenmacher&rdquo; damals dachte in dies sei eine Hollywood Erfindung, dem ist leider nicht so.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Der Verein &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.wir-pflegen.net\/\">wir pflegen &ndash; Interessenvertretung begleitender Angeh&ouml;riger und Freunde in Deutschland e.V.<\/a>&ldquo; hat viele interessante Informationen zum Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>21,4 oder 38,7 Prozent atypisch Besch&auml;ftigte &ndash; wie problematisch h&auml;tten Sie&rsquo;s denn gern?<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zur Entwicklung des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses pr&auml;sentierte die Bundesregierung in ihrer Antwort von letzter Woche altbekannte Zahlen: Seit 1993 ist die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten gestiegen, um im Jahr 2013 einen Anteil von 21,4 Prozent der Besch&auml;ftigten zu erreichen. Nach anderen Berechnungen hat der Anteil allerdings bei 38,7 Prozent gelegen. Die Erkl&auml;rung f&uuml;r die Diskrepanz ist einfach, sie ist aber auch ein Politikum.<br>\nDie Print- und Online-Medien hatten in der letzten Woche in gro&szlig;er Bandbreite berichtet: &bdquo;Der Anteil der Vollzeitbesch&auml;ftigten mit unbefristeten Arbeitsvertr&auml;gen ist zwischen 1993 und 2013 deutlich gesunken&ldquo;, hie&szlig; es etwa bei Sueddeutsche.de, dies ist &bdquo;ein R&uuml;ckgang um 7,2 Prozent, w&auml;hrend der Anteil der atypisch Besch&auml;ftigten in der Zeit von 13,1 auf 21,4 Prozent anstieg.&ldquo; Damit, so Spiegel online, ist der &bdquo;Anteil von Teilzeit, Befristungen, Zeitarbeit und geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigungen (&hellip;) in den vergangenen 20 Jahren um 70 Prozent gestiegen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1529\">Markus Kr&uuml;semann auf Annotazioni<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Scham nach dem KZ-Gedenken<\/strong><br>\nPlastikgeschirr f&uuml;r &Uuml;berlebende, feines Gedeck f&uuml;r den Staatsbesuch: Was lief schief am 70. Jahrestag der Befreiung des Frauen-KZ in Ravensbr&uuml;ck? (&hellip;)<br>\nW&auml;hrend der Gedenkveranstaltung auf dem Gel&auml;nde des ehemaligen Frauenlagers in Ravensbr&uuml;ck gab es zum Mittagessen im Catering-Zelt Plastikgeschirr und Essensmarken f&uuml;r die &Uuml;berlebenden. Daneben: Kellner, die f&uuml;rstlich gedeckte Tische versorgten f&uuml;r den Staatsbesuch, f&uuml;r die Lebensgef&auml;hrtin von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck und die polnische Pr&auml;sidentengattin.<br>\nMehr als zehn der insgesamt 35 Ehrenamtlichen haben ihre Erlebnisse in Ravensbr&uuml;ck wie Rainer festgehalten. Nicht die &Uuml;berlebenden und ihr Wohl, sondern repr&auml;sentative Interessen h&auml;tten im Zentrum der Veranstaltung gestanden, schreiben sie. &ldquo;Wir haben eine deutliche Diskrepanz bemerkt zwischen dem, was offiziell in Reden gesagt und nach au&szlig;en pr&auml;sentiert wurde, und der Art, wie den &Uuml;berlebenden begegnet und wie mit ihnen umgegangen wurde.&rdquo; Eine andere Helferin, die ungenannt bleiben m&ouml;chte, sagt: &ldquo;Ich habe mich richtig gesch&auml;mt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2015-04\/ravensbrueck-holocaust-gedenken%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Selbst zu einer hochoffiziellen Holocaust-Gedenkveranstaltung sch&auml;mt man sich nicht, die Zwei-Klassen-Gesellschaft zu zelebrieren. Man f&uuml;hlt sich zus&auml;tzlich noch unangenehm ber&uuml;hrt, da hiervon ja die letzten &Uuml;berlebenden, die angeblichen Ehreng&auml;ste, zudem noch durchg&auml;ngig &auml;ltere und gebrechliche Menschen, betroffen waren.<\/em><br>\n<em>Auch die Begr&uuml;ndung der &ldquo;nur begrenzten Bedingungen am Ort&rdquo; ist recht fadenscheinig. F&uuml;r eine solche Veranstaltung sollte kein angemessenes Mobiliar und kein ordentliches Geschirr verf&uuml;gbar sein? L&auml;sst man letzten Endes all dies unhinterfragt, stellt sich dennoch die Frage: Was h&auml;tte dann eigentlich dagegen gesprochen, auch allen G&auml;sten die gleiche (schlechte) Ausstattung zukommen zu lassen? Wieso sind schon wieder die einen besser als die anderen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die andere Seite &ndash; Griechenland und die deutschen Medien<\/strong><br>\nMichalis Pantelouris ist gelernter Journalist. Er ist Deutschgrieche. Oder andersherum Grecogermane. Pantelouris sitzt zwischen den St&uuml;hlen. In Deutschland muss er die Griechen erkl&auml;ren und in Griechenland die Deutschen. Gerade das f&auml;llt ihm zunehmend schwer. Denn die Art, wie Medien in Deutschland Stimmung gegen Griechenland machen, empfindet Pantelouris als unertr&auml;glich. Eine Abrechnung.<br>\nNiemand hatte sich vorgestellt, dass eine links gef&uuml;hrte griechische Regierung in Deutschland freudig empfangen w&uuml;rde. Schon gar nicht eine, deren tongebender Partner &ldquo;Koalition der Radikalen Linken&rdquo; hei&szlig;t (daf&uuml;r steht das griechische K&uuml;rzel Syriza). Aber noch weniger vorstellbar war bis vor kurzem eine andere Sache: dass ein amtierender Finanzminister eines europ&auml;ischen Landes (Griechenland) sich in TV-Talkshows von einem Amtskollegen (Bayern) w&uuml;rde sagen lassen m&uuml;ssen, er solle &ldquo;seine Hausaufgaben machen&rdquo;.<br>\nDas ist der Ton, den vor allem Medien in Deutschland gesetzt haben, seitdem die neue griechische Regierung Ende Januar an die Macht gew&auml;hlt wurde: ein Ton der konsequenten Dem&uuml;tigung. Wenn man sich die trommelnde Kaskade der Berichterstattung der vergangenen Wochen noch einmal kurz vor Augen f&uuml;hrt, dann wirkt sie fast unwirklich. Aber nat&uuml;rlich muss man es trotzdem tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.journalist.de\/ratgeber\/handwerk-beruf\/menschen-und-meinungen\/michalis-pantelouris-die-andere-seite.html\">Michalis Pantelouris in journalist online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; -Unwort oder gelungene Beschreibung?<\/strong><br>\nEin Streitgespr&auml;ch mit Stephan Hebel (Frankfurter Rundschau, Jury f&uuml;r das &ldquo;Unwort des Jahres&rdquo;) und Walter van Rossum (Autor und Medienkritiker), moderiert von Brigitte Beatz (Medienjournalistin).<br>\n&bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; &ndash; der Begriff wurde  zum Unwort des Jahres erkl&auml;rt.<br>\nIn den Leitmedien erleben wir heute eine &bdquo;Desinformation im gro&szlig;en Stil&ldquo;, meint Walter van Rossum. Zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung glauben auch den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien nicht mehr. Ist der Begriff &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; angesichts der einf&ouml;rmigen und einseitigen Berichterstattung, etwa &uuml;ber die Ukraine, Griechenland, die Lokf&uuml;hrer etc. nicht gerechtfertigt?<br>\n&bdquo;Ja, es wird gelogen in unseren Medien&ldquo;, meint auch Stephan Hebel, &bdquo;Wer aber aus all dem den pauschalen Vorwurf der &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; konstruiert, schlie&szlig;t sich gewollt oder ungewollt dem Frontalangriff antidemokratischer Kr&auml;fte auf ein Lebenselixier demokratischer &Ouml;ffentlichkeit an.&ldquo;<br>\nDonnerstag, 07.05.2015 | 19:30 Uhr, DGB-Haus, K&ouml;ln Hans-B&ouml;ckler-Platz 50672 K&ouml;ln<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrw.rosalux.de\/nc\/event\/53106\/luegenpresse-unwort-oder-gelungene-beschreibung.html\">Rosa Luxemburg Stiftung NRW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Witziger Irrtum: BND dachte, &ldquo;Auslandsaufkl&auml;rung&rdquo; bedeute, das Ausland aufzukl&auml;ren<\/strong><br>\nBerlin, Pullach (dpo) &ndash; &Uuml;ber diesen Schenkelklopfer wird man noch in Jahren lachen. Wie heute bekanntwurde, hat der Bundesnachrichtendienst die NSA jahrelang mit Informationen &uuml;ber europ&auml;ische Firmen und Politiker versorgt, weil Geheimdienstmitarbeiter den Begriff &ldquo;Auslandsaufkl&auml;rung&rdquo; falsch interpretiert haben. Demnach dachten sie f&auml;schlicherweise, es sei ihre Aufgabe, das Ausland &uuml;ber deutsche Geheimnisse aufzukl&auml;ren.<br>\n&ldquo;Das ist ja ulkig, so kann man sich irren&rdquo;, erkl&auml;rt ein Mitarbeiter aus der BND-Zentrale in Pullach, der anonym bleiben m&ouml;chte. &ldquo;Das muss man sich mal vorstellen: Wir haben im Prinzip das exakte Gegenteil dessen getan, was eigentlich von uns erwartet wurde. Ich lach mich schlapp!&rdquo;<br>\nMuss sich jetzt v&ouml;llig umorientieren und k&uuml;nftig im Ausland spionieren: BND<br>\nZwar habe man sich in Pullach und Berlin immer wieder gewundert, warum die Bundesrepublik extra einen aus Steuergeldern (&uuml;ber 615 Millionen Euro\/Jahr) finanzierten Dienst mit &uuml;ber 6500 Mitarbeitern unterh&auml;lt, um andere L&auml;nder &uuml;ber die Geschehnisse in Deutschland und Europa aufzukl&auml;ren. &ldquo;Aber als Befehlsempf&auml;nger macht man halt einfach sein Ding.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/04\/witziger-irrtum-bnd-dachte.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25843","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25843"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25843\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25846,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25843\/revisions\/25846"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}