{"id":25854,"date":"2015-04-28T09:24:23","date_gmt":"2015-04-28T07:24:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854"},"modified":"2015-04-28T09:24:23","modified_gmt":"2015-04-28T07:24:23","slug":"hinweise-des-tages-2363","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h01\">Tod im Mittelmeer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h02\">BND-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h04\">MH17: Das Ausw&auml;rtige Amt ger&auml;t in die Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h05\">Umbau der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h06\">Wirtschaftswachstum &ndash; Reicher, reicher, immer reicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h07\">Deutsche Oligarchen: Zerschlagt die Familienunternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h08\">Seehofer verspricht gr&ouml;&szlig;te Steuersenkung der Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h09\">Knute f&uuml;r Alte und Kranke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h10\">Social justice is the key for a left government<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h11\">Nahezu 10 Millionen Teilzeitkr&auml;fte in der EU h&auml;tten lieber mehr gearbeitet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h12\">Sind wir in der Tat nur noch die untert&auml;nige Kolonie eines US-Imperiums?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h13\">EU-Ratspr&auml;sident Tusk ruft Ukraine zu Reformen auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h14\">Die Macht der Angst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h15\">Der absurde Herr Steinmeier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h16\">SPD: Gabriels schwerer Weg aus der Juniorrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h17\">Der rechte Weg zur Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854#h18\">Nicht vergessen  &ndash;  Die Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25854&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tod im Mittelmeer<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wo warst du, Adam?<\/strong><br>\nWir wissen nicht genau, aus welchen L&auml;ndern in Afrika die Menschen, die in den vergangenen Wochen im Mittelmeer ertrunken sind, kamen. Es ist aber auch nicht entscheidend. Das Versagen des Nordens bei der Hilfe f&uuml;r die wirtschaftliche Entwicklung Afrikas umspannt ganz Nordafrika und die meisten Gebiete s&uuml;dlich der Sahara.<br>\nNichts zeigt das Versagens westlich-n&ouml;rdlicher Politik besser als die Fl&uuml;chtlingswelle, die sich derzeit an den K&uuml;sten Europas bricht. Was immer geschieht, die Industriel&auml;nder halten an ihren alten Verhaltensmustern genau so lange fest, bis es wirklich nicht mehr geht, bis die Katastrophe so gro&szlig; ist, dass man nicht mehr die Augen verschlie&szlig;en oder einfach in die andere Richtung schauen kann. Ist die Katstrophe dann da, macht man ein paar Millionen zus&auml;tzlich locker, aber &uuml;ber die Ursachen denkt man auch dann keine Sekunde nach. Was unsere Medien nat&uuml;rlich nicht daran hindert, auch hier deutsche Heldengeschichten zu schreiben, etwa die (wie hier in der FAZ), dass die deutschen Unternehmen doch in gro&szlig;em Ma&szlig;e Arbeitspl&auml;tze in Nordafrika geschaffen h&auml;tten. Welche L&ouml;hne sie dabei zahlen und ob den Menschen damit eine Perspektive geboten wird, sagen sie nat&uuml;rlich nicht.<br>\nDie kollektive Ignoranz hinsichtlich der Probleme in den Heimatl&auml;ndern beginnt schon damit, dass man bis heute glaubt, man k&ouml;nne bei seiner Einwanderungspolitik fein s&auml;uberlich unterscheiden zwischen &bdquo;echten Fl&uuml;chtlingen&ldquo;, die politisch verfolgt werden und &bdquo;Wirtschaftsfl&uuml;chtlingen&ldquo;, die &bdquo;nur&ldquo; deswegen ihre Heimat verlassen, weil die wirtschaftlichen Verh&auml;ltnisse dort weniger gut als im Norden sind. Ersteren ist man prinzipiell wohl gesonnen, letztere versucht man mit allen Mitteln abzuwehren. Wenn aber in Afrika die wirtschaftliche Lage der Masse der Bev&ouml;lkerung immer schlechter wird und die politischen Systeme immer weniger in der Lage und bereit sind, auf die zunehmende Verzweiflung der Menschen zu reagieren, dann verschwimmt die Grenze zwischen politischen und wirtschaftlichen Fl&uuml;chtlingen und es ist zunehmend sinnlos, Menschen, die vor Hunger und nicht enden wollendem Elend fliehen, mit Gewalt von unseren Grenzen fernhalten zu wollen.<br>\nMan stelle sich vor: Die Menschen sind in einer Welt, in der immer mehr Informationen &uuml;ber alle Grenzen flie&szlig;en, nicht mehr wie noch vor vierzig, f&uuml;nfzig Jahren bereit, in ihrer Heimat einfach weiter zu hungern, weil sie inzwischen genau wissen, dass nur ein paar hundert Kilometer entfernt &Uuml;berfluss herrscht. Gran Canaria, wo der nordische Tourist die Welt zu vergessen versucht und es sich nach allen Regeln der Kunst gut gehen l&auml;sst, ist von der afrikanischen K&uuml;ste, wo all das Elend beginnt, weniger als 200 Kilometer entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wo-warst-du-adam-ueber-die-fluechtlinge-aus-dem-sueden-wird-endlich-geredet-ueber-das-jahrzehntelange-versagen-des-nordens-in-deren-heimatlaendern-redet-man-immer-noch-nicht\/\">Heiner Flassbeck auf flassbeck economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Verschleierung und geheuchelte Anteilnahme<\/strong><br>\nDer Westen z&uuml;ndet im Globalen S&uuml;den Buschbr&auml;nde an &ndash; und beschwert sich &uuml;ber den Rauch. Weder die Angst vor &ldquo;&Uuml;berschwemmung&rdquo; durch Fl&uuml;chtlinge noch die Klage &uuml;ber die Hartherzigkeit der EU-Beh&ouml;rden geht an die Wurzel des Problems. Es ist der Neokolonialismus der reichen L&auml;nder, der den Menschen in den armen jede Perspektive raubt.<br>\nWenn es Probleme gibt &ndash; im eigenen Leben oder in der Politik &ndash;, ist es immer sinnvoll und zumeist auch erhellend, nach den Ursachen zu fragen. Zum Beispiel beklagen wir die st&auml;ndig steigende Zahl der Fl&uuml;chtlinge aus Afrika, aus dem vom B&uuml;rgerkrieg ersch&uuml;tterten Syrien oder aus dem Irak. F&uuml;r Afrika kann man fraglos behaupten, dass es f&uuml;r die Menschen dort ein Ungl&uuml;ck ist, wenn ihre L&auml;nder &uuml;ber &Ouml;l oder sonstige Bodensch&auml;tze verf&uuml;gen; sie werden derer enteignet und fallen grenzenloser Armut ohne jede Perspektive anheim. In manchen dieser L&auml;nder herrschen b&uuml;rgerkriegs&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse. Das ist auch in Syrien und im Irak der Fall, wo die Menschen st&auml;ndig damit rechnen m&uuml;ssen, zwischen die Fronten zu geraten. Sie fl&uuml;chten, denn wer will schon an einem Ort bleiben, an dem man tagt&auml;glich um sein Leben f&uuml;rchten muss.<br>\nWir sollten uns also nicht st&auml;ndig dar&uuml;ber beklagen, dass so viele Fl&uuml;chtlinge nach Europa und nach Deutschland kommen wollen, oder dass wir zu wenige aufnehmen. Die Antwort auf die Frage nach den Ursachen der Fl&uuml;chtlingskatastrophen liegt auf der Hand: Die USA und einzelne der NATO angeh&ouml;rende Staaten m&uuml;ssen aufh&ouml;ren, f&uuml;r ihre machtpolitischen und wirtschaftlichen Interessen andere L&auml;nder zu unterminieren und politisch aufzumischen. Es ist doch absurd, f&uuml;r die Aufnahme von immer mehr Fl&uuml;chtlingen einzutreten, wenn gleichzeitig ihre L&auml;nder zerst&ouml;rt werden. Nicht wenige der vor dem Krieg vor dem Assad-Regime gefl&uuml;chteten Syrier sind heute der Auffassung, dass es dem Land mit Assad besser gehe als ohne ihn. Ein Blick auf andere von den USA unter Beteiligung europ&auml;ischer Staaten ins Chaos gest&uuml;rzte L&auml;nder wie Afghanistan, Irak oder Libyen zeigt deutlich, wessen man sich dort schuldig gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/2015\/04\/23\/verschleierung-und-geheuchelte-anteilnahme\/\">Wolfgang Bittner auf Hinter den Schlagzeilen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BND-Skandal<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Bundesregierung hat nichts hinzuzuf&uuml;gen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung informiert &uuml;ber den neuen BND-Skandal &ndash; mit Regierungssprecher Steffen Seibert. Cameos von Martin Sch&auml;fer (Sprecher Ausw&auml;rtiges Amt) &amp; Johannes Dimroth (Sprecher Bundesinnenministerium)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YQ1QC1lq63o&amp;feature=youtu.be\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Der gro&szlig;e Verrat<\/strong><br>\nScheibchenweise kommt die Wahrheit ans Licht. Dank der Beweisantr&auml;ge der LINKEN und Gr&uuml;nen im NSA-Untersuchungsausschuss wissen wir seit einigen Tagen: Der deutsche &bdquo;Auslands&ldquo;-Geheimdienst BND hat im Zusammenwirken mit dem US-amerikanischen Nachrichtendienst NSA europ&auml;ische Politiker, deutsch-franz&ouml;sische Unternehmen und franz&ouml;sische Beh&ouml;rden ausspioniert. Unter dem Vorwand der Terrorismusbek&auml;mpfung haben die Amerikaner Telefonnummern, E-Mail-Adressen, und andere Suchbergriffe &uuml;ber den BND eingespeist.<br>\nDas hei&szlig;t im Klartext: Der deutsche Geheimdienst hat gegen sein eigenes Land und gegen seinen engsten europ&auml;ischen Partner, Frankreich, gearbeitet. Somit auch gegen seinen Verfassungsauftrag. Dass die NSA auch Deutschland ausspioniert und sogar das Handy der Kanzlerin, wussten wir schon. Ein ungeheuerlicher Vorgang und eine Straftat (geheimdienstliche T&auml;tigkeit gegen die Bundesrepublik). Wenn sich der BND an diesem Treiben beteiligt hat, ja, auch wenn er es auch nur geduldet hat, ist das Landesverrat.<br>\nIn jedem Staat der Welt w&uuml;rden solche Taten oder Verd&auml;chte sch&auml;rfste Ma&szlig;nahmen von Polizei und Staatsanwaltschaft nach sich ziehen. In Deutschland gehen die Uhren anders. Kanzlerin Merkel hat einmal b&ouml;se geguckt, ein wenig Emp&ouml;rung gezeigt. Das war&rsquo;s. Und bei den neuen Enth&uuml;llungen spricht ein Regierungssprecher vom &bdquo;organisatorischen Versagen bei einzelnen BND-Abteilungen&ldquo;.<br>\nDeutschland hat nicht eine Regierung wie ein normaler souver&auml;ner Staat. Deutschland hat eine Regierung, deren Verhalten gegen&uuml;ber den USA von Duckm&auml;usertum und Unterw&uuml;rfigkeit gepr&auml;gt ist. Wenn es dazu noch eines Beweises bedurft h&auml;tte, liefern ihn die neuesten Offenbarungen &uuml;ber die Rolle des Kanzleramts. Wir lesen in der Zeitung, dass die damaligen Kanzleramtsminister (und Geheimdienstkoordinatoren)  de Maizi&egrave;re und Pofalla von diesen Vorg&auml;ngen seit 2008 unterrichtet waren. Das w&uuml;rde bedeuten, dass das Kanzleramt diesen Verrat an der eigenen  Nation (und den an der deutsch-franz&ouml;sischen Freundschaft) seit Jahren geduldet hat.<br>\nMan muss schon grenzenlos gutgl&auml;ubig sein, wenn man glauben soll, dass die Kanzlerin von all dem nichts gewusst hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/im-wortlaut\/grosse-verrat\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer NSA sagt, muss auch BND sagen<\/strong><br>\nHans-Christian Str&ouml;bele ist Bundestagsabgeordneter der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen. Er besuchte den ehemaligen NSA-Mitarbeiter Edward Snowden in Moskau, um die M&ouml;glichkeit und Bereitschaft auszuloten, eine Einladung nach Deutschland anzunehmen, um als Zeuge aussagen zu k&ouml;nnen. Er ist auch f&uuml;r seine Partei im NSA-Untersuchungsausschuss. Hier berichtet er &uuml;ber seine Erkenntnisse und Erfahrungen, anschlie&szlig;end diskutiert er mit dem Publikum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.businesscrime.de\/wer-nsa-sagt-muss-auch-bnd-sagen\/\">BCC<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Spieler, Zeitverschwender, Amateur<\/strong><br>\nEuro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat eine einfache Antwort. &ldquo;Nein&rdquo;. Eine vorl&auml;ufige Zahlung an Griechenland sei nicht denkbar, nicht bevor sich die Regierung Tsipras mit ihren Gl&auml;ubigern auf ein umfassendes Reformpaket geeinigt habe.<br>\nAuch sonst bleibt der niederl&auml;ndische Finanzminister nach dem Gespr&auml;ch mit seinen Euro-Amtskollegen in Riga ziemlich wortkarg. Jedem sei klar, dass die Zeit f&uuml;r eine Einigung ablaufe. Die Verantwortung daf&uuml;r liege auf der Seite der Griechen. Mit Finanzminister Varoufakis habe man deshalb eine &ldquo;sehr kritische Diskussion&rdquo; gef&uuml;hrt.<br>\nDas ist noch untertrieben. &ldquo;Richtig Zoff&rdquo; habe es gegeben, berichtet ein Eingeweihter sp&auml;ter. Zwar wussten schon vorher alle Beteiligten, dass man in Riga keinen Durchbruch feiern werde. Doch Varoufakis habe die geringen Fortschritte auch noch aufgeblasen &ndash; und angeregt, die Einigung &uuml;ber Milliardenhilfen f&uuml;r sein Land in der kommenden Woche mit einer Telefonkonferenz abzuschlie&szlig;en. Daf&uuml;r sei er nach Angaben mehrerer Teilnehmer als &ldquo;Spieler, Zeitverschwender und Amateur&rdquo; beschimpft worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-gianis-varoufakis-bei-riga-gipfel-beschimpft-a-1030523.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist Varoufakis kaltgestellt?<\/strong><br>\nDer griechische Finanzminister Varoufakis wird k&uuml;nftig bei den Verhandlungen mit den Geldgebern &ldquo;unterst&uuml;tzt&rdquo;. Regierungschef Tsipras signalisiert den Europ&auml;ern damit Entgegenkommen. Doch Spekulationen &uuml;ber eine Abl&ouml;sung erweisen sich als verfr&uuml;ht.<br>\nNach Berichten &uuml;ber Spannungen zwischen dem griechischen Finanzminister Giannis Varoufakis und seinen 18 Ministerkollegen in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion erweisen sich Spekulationen &uuml;ber eine Abl&ouml;sung des Ministers nun als verfr&uuml;ht.<br>\nIm Gegenteil, der griechische Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras stellte sich in Athen mit einer offiziellen Mitteilung hinter seinen Finanzminister. F&uuml;r Aufmerksamkeit sorgte allerdings die Formulierung, dass Varoufakis nun bei den Verhandlungen &ldquo;unterst&uuml;tzt&rdquo; werde vom stellvertretenden Au&szlig;enminister Euclid Tsakalotos.<br>\nEine Sprecherin des griechischen Au&szlig;enministeriums widersprach allerdings der Darstellung, dass k&uuml;nftig Tsakalotos die Delegationen aus Griechenland anf&uuml;hren werde. &ldquo;Es wurde lediglich die Beschreibung der Kompetenzen der einzelnen Amtstr&auml;ger noch etwas besser ausgefeilt&rdquo;, lautete der Kommentar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/ist-giannis-varoufakis-kaltgestellt-13562478.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Welch bittere Ironie &ndash; es scheint ein Teil der Strategie der &bdquo;Troika&ldquo; zu sein, den Spieltheoretiker Varoufakis selbst aus dem Spiel zu nehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland kratzt die letzten Reserven zusammen<\/strong><br>\nDas griechische Parlament hat beschlossen, dass kommunale Einrichtungen ihre Geldeinlagen an die Zentralbank &uuml;berweisen m&uuml;ssen. Die Regierung hofft, so noch 1,5 Milliarden Euro einzusammeln, doch die Ma&szlig;nahme ist umstritten.<br>\nKommunale Einrichtungen in Griechenland m&uuml;ssen ihre Geldeinlangen an die Zentralbank &uuml;berweisen. Das hat das griechische Parlament am Freitagabend beschlossen. Mit dieser Ma&szlig;nahme verspricht sich das vor der Zahlungsunf&auml;higkeit stehende Land kurzfristig mehr Liquidit&auml;t, etwa zur Zahlung von L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern.<br>\nDas Dekret betrifft rund 1400 &ouml;ffentliche Einrichtungen wie Krankenh&auml;user und Universit&auml;ten sowie regionale und kommunale Beh&ouml;rden. Der Geldtransfer d&uuml;rfte sich nach Sch&auml;tzungen der Regierung auf 1,5 Milliarden Euro belaufen. Die liberale Zeitung &ldquo;Kathimerini&rdquo; berichtete dagegen am Freitag, es handele sich nur um 400 Millionen Euro.<br>\nIm 300 Sitze umfassenden Parlament stimmten am Freitagabend 156 Abgeordnete f&uuml;r das Dekret, 104 dagegen. In der lebhaften Parlamentsdebatte warfen vor allem rechte und sozialistische Abgeordnete der linksgef&uuml;hrten Regierung vor, das Dekret sei &ldquo;verfassungsfeindlich&rdquo;. Zudem lasse die Regierung aus der Linkspartei Syriza und dem rechtsnationalen Koalitionspartner Anel die Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern schleifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-zwangsueberweisung-fuer-kommunen-kommt-a-1030614.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es scheint klar zu sein, die linke Regierung in Athen muss scheitern. Die EU dient allein der Durchsetzung der neoliberalen Ideologie. So ein Europa braucht kein Mensch. Ob es als Fortschritt zu betrachten ist, dass man um eine demokratische Regierung loszuwerden, die der Durchsetzung der neoliberalen Ideologie im Wege steht, nicht mehr Panzer rollen l&auml;sst wie einst in Chile, sondern dies &uuml;ber den Euro vornimmt, ist die Frage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zehn-Punkte-Programm f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nDie Austerit&auml;tspolitik ist gescheitert. Sie hat Griechenland und den anderen S&uuml;dl&auml;ndern geschadet. Pl&auml;doyer f&uuml;r einen Kurswechsel im Umgang mit Griechenland<br>\nGleichsam beil&auml;ufig hatte Bundesfinanzminister Sch&auml;uble bei der Weltbank-Fr&uuml;hjahrstagung  in Washington &ouml;ffentlich fallen lassen, dass die griechische Regierung bis Ende Juni ihre Reformzusagen erkl&auml;rt haben muss. Bislang war von Ende April als Deadline die Rede, vorher von Mitte M&auml;rz. Weshalb die neuerliche Verschiebung? Weil wir es so gut meinen mit Griechenland? Vielleicht liegt auch folgende &Uuml;berlegung zugrunde:<br>\nWenn Griechenland Ende April endg&uuml;ltig insolvent geworden w&auml;re, h&auml;tten die EU und Deutschland, das in dieser Sache offenbar &bdquo;federf&uuml;hrend&ldquo; ist,  mindestens drei Probleme:\n<ol>\n<li>Wir haben kein geregeltes Insolvenzverfahren f&uuml;r Staaten. Was machen wir, wenn in Griechenland Gesetzlosigkeit und soziale Unruhen ausbrechen?<\/li>\n<li>Wir haben kein geregeltes Verfahren f&uuml;r einen Austritt aus dem Euro, der aus politischen Erw&auml;gungen  prinzipiell nicht vorgesehen war. Was macht die Eurogruppe mit einem insolventen Griechenland? Wird es zum Austritt gezwungen? Und was passiert anschlie&szlig;end mit dem Euro? Wird die Eurozone dann faktisch reduziert auf einen W&auml;hrungsverbund, in den man ein- und aussteigen kann? Welches Land k&auml;me dann als n&auml;chstes in das Visier der Spekulanten? Bliebe das ohne Auswirkungen auf den europ&auml;ischen Binnenmarkt?<\/li>\n<li>Wir haben kein geregeltes Verfahren f&uuml;r einen Austritt aus der EU, der aus politischen Erw&auml;gungen prinzipiell nicht vorgesehen war. Was macht die EU mit einem insolventen, vielleicht anomischen Griechenland?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/raus-aus-der-euro-krise-10-punkte-programm-fuer-griechenland\/59167\">Gesine Schwan in Cicero<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>MH17: Das Ausw&auml;rtige Amt ger&auml;t in die Kritik<\/strong><br>\nEigentlich h&auml;tte Kiew den &Uuml;berflug &uuml;ber das Kriegsgebiet sperren m&uuml;ssen, aber man wollte auf die Einnahmen nicht verzichten<br>\nEs ist ein Nebenschauplatz, den der Rechercheverbund von NDR, WDR und SZ im Hinblick auf den Abschuss von MH17 nun aufgemacht hat. Es geht schlicht darum, dass die Bundesregierung dar&uuml;ber informiert war, dass der Krieg in der Ostukraine auch f&uuml;r Passagiermaschinen, die das Gebiet &uuml;berfliegen, gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnte. Auch der ganz normale Medienkonsument hatte mitbekommen, dass die Separatisten im Kampf gegen die Angriffe der ukrainischen Luftwaffe in der sogenannten &ldquo;Antiterroroperation&rdquo; aufger&uuml;stet und am 14. Juli 2014 eine Milit&auml;rmaschine in 6500 Meter H&ouml;he abgeschossen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44781\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Genau diese Frage haben die NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22433\">bereits am Tag nach dem Ungl&uuml;ck gestellt<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Zum Thema auch: Die Story im Ersten: Todesflug MH17<\/strong><br>\nIn einer gro&szlig; angelegten investigativen Recherche haben sich Reporter von WDR, NDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung auf Spurensuche begeben und neue Ergebnisse zutage gef&ouml;rdert. Sie sprachen mit Augenzeugen an der Absturzstelle, internationalen Ermittlern, Milit&auml;rexperten, Politikern und Geheimdienstvertretern. Und trafen die Hinterbliebenen der Opfer. In ihrer umfassenden TV-Dokumentation geben sie Antworten auf bislang ungekl&auml;rte Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Die-Story-im-Ersten-Todesflug-MH17\/Das-Erste\/Video?documentId=27938962&amp;bcastId=799280\">ARD<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umbau der Deutschen Bank<\/strong><br>\nMit einem radikalen Sparkurs will die Deutsche Bank ihre Aktion&auml;re gl&uuml;cklich machen. Die Tochter Postbank soll verkauft, rund 200 eigene Filialen sollen dichtgemacht werden. Die Co-Chefs Jain und Fitschen wissen: Das gibt &Auml;rger&hellip;<br>\nRund 200 der gut 700 Deutsche-Bank-Filialen in der Bundesrepublik sollen in den kommenden Jahren geschlossen werden. Die Konzerntochter Postbank wollen Jain und Fitschen sogar ganz absto&szlig;en. Wie viele Arbeitspl&auml;tze dabei wegfallen, verraten sie auf der Pressekonferenz am Montag noch nicht. Arbeitnehmervertreter rechnen mit mehreren Tausend. Viele Kunden werden sich k&uuml;nftig eine neue Filiale suchen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-anshu-jains-letzte-chance-a-1030922.html%20\">Stefan Kaiser in Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 3,5 Milliarden Euro im Jahr, will die Frankfurter Bank einsparen.<\/em><br>\n<em>Allein letzte Woche bekam sie allein f&uuml;r Verantwortungsbereich von Jain, also dem Investmentbanking wegen der Verwicklung in Zinsmanipulationen von britischen und amerikanischen Beh&ouml;rden eine Rechnung von 2,5 Milliarden pr&auml;sentiert. Etwa 3,5 Milliarden musste die Bank in den Jahren 2013\/14 an Strafen zahlen. Kein Mensch denkt daran, Jain und Fitschen daf&uuml;r zur Verantwortung zu ziehen. Es ist offenbar mal wieder einmal so, dass die Bosse sich noch f&uuml;r ihre Sparpl&auml;ne feiern lassen, und die Arbeitnehmer ihre Arbeit verlieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirtschaftswachstum &ndash; Reicher, reicher, immer reicher<\/strong><br>\nVom Wirtschaftswachstum profitieren vor allem Wohlhabende: Ihr Haushaltseinkommen w&auml;chst weitaus st&auml;rker als das von &auml;rmeren Familien.<br>\nDie Wirtschaft w&auml;chst, allein in diesem Jahr rechnet die Bundesregierung mit 1,8 Prozent. Aber wie eine Auswertung der Industriel&auml;nderorganisation OECD zeigt, profitierten &ndash; zumindest in der Vergangenheit &ndash; wohlhabende und &auml;rmere Haushalte extrem unterschiedlich von der Ausweitung der Produktion. Das zeigen die Zahlen, welche das Statistikportal Statista f&uuml;r ZEIT ONLINE grafisch aufbereitet hat.<br>\nDie untere Mittelschicht konnte ihr Haushaltseinkommen in den Jahren 1995 bis 2011 im Schnitt nur um 0,17 Prozent steigern. Wohlhabende dagegen schafften 1,01 Prozent, also fast das Sechsfache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-04\/wirtschaftswachstum-oecd\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Schau an! Und die ZEIT hat ma&szlig;geblich gegen die &ldquo;&uuml;berzogenen&rdquo; Anspr&uuml;che der Arbeitnehmer mitgehetzt und jahrelang die &ldquo;Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; propagiert.<\/em><br>\n<em>Die Zahlen sind &uuml;brigens viel dramatischer, als aus diesem 1-Jahres-Vergleich ersichtlich. Der prozentuale Zuwachs &uuml;ber die 16 Jahre betr&auml;gt<\/em><\/p>\n<ol class=\"anc\">\n<li>f&uuml;r die Armen: (1 + 0,000484) ^ 16 &ndash; 1 = 0,7% (das ist der Zuwachs in 16 Jahren!!!)<\/li>\n<li>f&uuml;r die untere Mittelklasse: (1 + 0,001686) ^ 16 &ndash; 1 = 2,7%<\/li>\n<li>f&uuml;r den Median: (1 + 0,005851) ^ 16 &ndash; 1 = 9,78%<\/li>\n<li>f&uuml;r die obere Mittelklasse: (1 + 0,009224) ^ 16 &ndash; 1 = 15,8%<\/li>\n<li>f&uuml;r die Oberklasse: (1 + 0,010138) ^ 16 &ndash; 1 = 17,5%<\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutsche Oligarchen: Zerschlagt die Familienunternehmen<\/strong><br>\nWir regen uns gern &uuml;ber russische oder ukrainische Oligarchen auf. Und tun so, als h&auml;tten wir solche Oligarchen in Deutschland nicht. Dabei nennen wir sie nur anders: Familienunternehmen.<br>\nFerdinand Pi&euml;chs Abgang bei Volkswagen ist in letzter Konsequenz das Resultat einer Familienfehde. Eine einzige, wenn auch in sich zerstrittene Familie kontrolliert einen der gr&ouml;&szlig;ten Autokonzerne der Welt. In M&uuml;nchen kontrolliert eine andere Oligarchen-Familie einen anderen Konzern namens BMW. Und im westf&auml;lischen G&uuml;tersloh kontrolliert eine weitere schrecklich nette Familie einen wichtigen Teil des klassischen Mediengesch&auml;fts der westlichen Welt.<br>\nUnd dann gibt es noch die Ottos, die Oetkers und die Familien W&uuml;rth, Reimann, Schwarz, Springer und noch viele andere. Auch in Schweden thronen reichen Familien &uuml;ber den Besitzt&uuml;mern des Landes &ndash; die Nobels, die Axel Johnsons und nat&uuml;rlich die Wallenbergs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/muenchau-ueber-deutsche-patriarchen-ferdinand-piech-a-1030847.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und dann? Meint M&uuml;nchau denn ernsthaft, sogenannte &bdquo;institutionelle Investoren&ldquo; k&ouml;nnten ein Unternehmen besser f&uuml;hren als Familienunternehmer? Familienunternehmer haben wenigstens noch die M&ouml;glichkeit, ihr Unternehmen langfristig aufzustellen und nicht jeden Unsinn mitzumachen, den das Diktat der Kennzahlen vorgibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Seehofer verspricht gr&ouml;&szlig;te Steuersenkung der Geschichte<\/strong><br>\nBei ihrem Gipfeltreffen haben sich Seehofer, Kanzlerin Angela Merkel und der bisweilen st&ouml;rrische Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble auf die Ank&uuml;ndigung einer gravierenden Steuerentlastung verst&auml;ndigt: In zehn Stufen soll der Solidarit&auml;tszuschlag bis 2029 ganz wegfallen. &bdquo;Abschaffung des Soli&ldquo;, sagt Seehofer, und wiederholt f&uuml;r Begriffsstutzige: &bdquo;Ab-schaffung. Ab-schaffung! Das hei&szlig;t: auf Null!&ldquo;<br>\nEr nennt das die &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Steuersenkung aller Zeiten&ldquo;, 20 Milliarden Euro dick. Die Ministerpr&auml;sidenten der Union seien einverstanden. Die SPD will er damit einfach &uuml;berrennen. &bdquo;Wir wollen die Abschaffung, die Bev&ouml;lkerung will es. Ansonsten wird das ein Mittelpunktthema der politischen Auseinandersetzung.&ldquo; So &auml;hnlich hatte er es intern auch schon formuliert: Wenn die SPD nicht mitzieht, geht sie beim n&auml;chsten Wahlkampf unter. Genaueres wird man nach dem Koalitionsgipfel am Sonntag wissen.<br>\nSeehofer hat nach seinen Worten auch durchgesetzt, Bayerns Zahlungen in den L&auml;nderfinanzausgleich um eine Milliarde zu reduzieren: &bdquo;Da ist die Bayernmilliarde dabei&ldquo;, sagt er. Der Vorstand nimmt das, auch wenn fr&uuml;her mal h&ouml;here Zahlen gefordert waren, einstimmig positiv auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur.de\/politik\/horst-seehofer-verspricht-groesste-steuersenkung-geschichte-csu-klausur-andechs-mm-4942761.html\">Merkur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Steuersenkungswahn geht einfach weiter. Man kann nur hoffen, dass das geneigte Publikum die Idiotie bemerkt. W&auml;hrend Stra&szlig;en und Br&uuml;cken verfallen, da die Mittel zum Erhalt wegen schwarzer Null und Steuersenkungen fehlen, soll diese Situation genutzt werden um die &ouml;ffentliche Infrastruktur an private Investoren zu verschleudern, Stichwort Gabriel-Kommission. Seehofers Ank&uuml;ndigung ist also nur dem Anschein nach zum Wohle der B&uuml;rger gedacht, in Wahrheit dient dies den Interessen der Finanzindustrie.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Knute f&uuml;r Alte und Kranke<\/strong><br>\nStrafsanktionen bis auf null Unterst&uuml;tzung, Arbeits- und Ortsanwesenheitspflicht: Die Zusammenlegung der einstigen Arbeitslosenhilfe mit der Sozialhilfe 2005 hat nicht nur den vom Grundgesetz geforderten Schutz der Menschenw&uuml;rde in die Bedeutungslosigkeit verbannt, sondern ein Dauerchaos produziert.<br>\nHinter verschlossenen T&uuml;ren bastelt die Bundesregierung deshalb an einer umfassenden Hartz-IV-Reform. Durchgewunken wird diese wohl im Sommer.<br>\nMan will das Zweite Sozialgesetzbuch (SGB II) f&uuml;r die Verwaltung &raquo;vereinfachen&laquo;, wird es aber, wie nach au&szlig;en gedrungene Dokumente belegen, f&uuml;r &raquo;erwerbsf&auml;hige&laquo; Leistungsbezieher teils drastisch versch&auml;rfen.<br>\nNun wurde bekannt: Kranke, Behinderte und Rentner, die Grundsicherung nach dem Zw&ouml;lften Sozialgesetzbuch (SGB XII) beziehen, m&uuml;ssen mit &auml;hnlichen Einschnitten rechnen.<br>\nDas geht aus einem &raquo;Arbeitsentwurf&laquo; des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales (BMAS) f&uuml;r ein &raquo;Gesetz zur &Auml;nderung des SGB XII&laquo; vom Februar hervor, den der Sozialrechtler Harald Thom&eacute; jetzt zugespielt bekam und ver&ouml;ffentlicht hat. Das Papier listet Vorschl&auml;ge f&uuml;r &Auml;nderungen und Erweiterungen zahlreicher Passagen des Gesetzes auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/04-28\/003.php\">jungen Welt:<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Social justice is the key for a left government<\/strong><br>\nInterview with &Ouml;gmundur J&oacute;nasson, the former Health and Interior Minister for the Icelandic left government<br>\nGoverning under such a difficult situation, as was the crisis just like Greece is now, must have been a very difficult task. Which are the main problems and obstacles for a left government?<br>\nTackling a serious economic crisis is difficult for all governments, whether they are left wing or right wing. It is important for everybody to be aware of this, politicians and voters alike.<br>\nThere is, however, a fundamental difference between the right and the left in this respect: Their objective is not the same. Of course politicians in general want to succeed in their endeavour to get their country out of serious trouble but they tend to evaluate the situation differently. This depends on their political conviction.  Left wing, socially responsible forces, above all want to preserve, if not strengthen the social fabric of society &ndash; the welfare system &ndash;  while the right wing under such circumstances is likely to use the crisis for system change, i.e. to marketise and privatise the system.<br>\nRumour has it that when hurricane Katarina swept over Louisiana in the United States in 2005, Milton Freedman, who was then in his mid-nineties, rose from his bed and said that now the time was ideal for privatisation in Louisiana!  Naomi Klein wrote her book, The Shock Doctrine to remind us that neo-liberals often use a crisis to push through unpopular change. When people are in a state of shock, which often is the case during a devastating economic crisis, they are likely not to be on guard or they simply are mentally unable to resist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.analyzegreece.gr\/interviews\/item\/109-oegmundur-jonasson-social-justice-is-the-key-for-a-left-government\">AnalyzeGreece<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nahezu 10 Millionen Teilzeitkr&auml;fte in der EU h&auml;tten lieber mehr gearbeitet<\/strong><br>\nVon den 44,1 Millionen Personen in der Europ&auml;ischen Union (EU), die 2014 einer eilzeitbesch&auml;ftigung<br>\nnachgingen, waren 9,8 Millionen unterbesch&auml;ftigt1, d. h., sie wollten zus&auml;tzliche Arbeitsstunden leisten und h&auml;tten daf&uuml;r auch zur Verf&uuml;gung gestanden. Das entspricht einem Anteil von 22,2% an allen Teilzeitkr&auml;ften und von 4,5% an der Gesamtbesch&auml;ftigung in der EU im Jahr 2014. Die gro&szlig;e Mehrheit der Teilzeitkr&auml;fte, die in der EU unterbesch&auml;ftigt sind, waren Frauen (67%).<br>\nNeben den Erwerbspersonen2 hatten 2014 11,6 Millionen Nichterwerbspersonen im Alter von 15 bis 74 Jahren in der EU eine gewisse Bindung an den Arbeitsmarkt und konnten als stille Reserve betrachtet werden, was 4,8% der EU-Erwerbsbev&ouml;lkerung entspricht. Davon standen 9,5 Millionen dem Arbeitsmarkt zur Verf&uuml;gung, suchten jedoch keine Arbeit3, wie entmutigte Arbeitsuchende, w&auml;hrend 2,2 Millionen eine Arbeit suchten, aber dem Arbeitsmarkt nicht direkt zur Verf&uuml;gung standen4, beispielsweise Studierende, die einen Arbeitsplatz f&uuml;r die Zeit nach ihrem Abschluss suchen. Die Mehrheit dieser stillen Reserve von nahezu 12 Millionen Menschen in der EU waren 2014 ebenfalls Frauen (57%).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/documents\/2995521\/6800419\/3-27042015-AP-DE.pdf\/bbe143c1-2996-4c32-be0c-d94708864065\">eurostat<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php\/Underemployment_and_potential_additional_labour_force_statistics\">Underemployment and potential additional labour force statistics<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Gerade in Deutschland ist der Frauenanteil an den unterbesch&auml;ftigte Teilzeitkr&auml;fte mit 73% einer der h&ouml;chsten in der EU. Soviel auch zum prognostizierten Fach- und Arbeitskr&auml;ftemangel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sind wir in der Tat nur noch die untert&auml;nige Kolonie eines US-Imperiums?<\/strong><br>\nEs ist an der Zeit, dass wir uns endlich emanzipieren von einem &bdquo;neoliberalen&ldquo; Totalitarismus &ndash; ob hier, in Europa oder aus den USA, der s&auml;mtliche humanistischen Werte einer kalten &Ouml;konomisierung unterwirft, und die demokratische Ordnung schleichend ausgeh&ouml;hlt hat. Wir alle haben einen legitimen Anspruch auf Selbstbestimmung, ja, und wir haben das Recht auf ein NEIN!<br>\nDie NSA spioniert uns umfassend aus, das ist ja bekannt, und auch die Kanzlerin wird belauscht, was kaum ein Trost ist. Die neuen Erkenntnisse &uuml;ber eine totalit&auml;re Wirtschaftsspionage im beflissenen bundesdeutschen Einverst&auml;ndnis, mit vorauseilendem Mitwirken durch den BND &ndash; diese kriminellen Machenschaften von h&ouml;chster Regierungs-Ebene seit 2008 &ndash; das ist ab sofort &uuml;berhaupt nicht mehr weiter hinnehmbar. Das wird hoffentlich die B&uuml;rgerInnen so wach r&uuml;tteln, dass Business as usual nicht weiter m&ouml;glich ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/sind-wir-in-der-tat-nur-noch-die-untertaenige-kolonie-eines-us-imperiums\/%20\">Marianne B&auml;umler im Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Ratspr&auml;sident Tusk ruft Ukraine zu Reformen auf<\/strong><br>\nDie Ukraine m&uuml;sse dringend Reformen angehen, das forderte EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk. Der ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko forderte hingegen eine Beitrittsperspektive f&uuml;r sein Land.<br>\nEU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk hat die krisengesch&uuml;ttelte Ukraine zu dringend ben&ouml;tigten Reformen aufgerufen. Die Ukraine k&ouml;nne auf ihre Freunde z&auml;hlen, doch das sei nicht genug, sagte er bei einem EU-Ukraine-Gipfeltreffen am Montag in Kiew in ukrainischer Sprache.<br>\nTusk k&uuml;ndigte Agenturen zufolge eine EU-Mission an, die ermitteln soll, welche Hilfe die Ukraine ben&ouml;tigt. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sagte, die Reformen w&uuml;rden schmerzhaft, aber sie seien notwendig. Der ukrainische Pr&auml;sident Petro Poroschenko forderte eine klare EU-Beitrittsperspektive f&uuml;r sein Land. In f&uuml;nf Jahren sollten die Bedingungen f&uuml;r einen Antrag erf&uuml;llt sein, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article140173899\/EU-Ratspraesident-Tusk-ruft-Ukraine-zu-Reformen-auf.html\">Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Reportage aus der Ukraine &ndash; &ldquo;Die Leute sind sehr arm geworden&rdquo; <\/strong><br>\nAuf ihrem gemeinsamen Gipfel hat die EU der Ukraine ihre Solidarit&auml;t versichert, die Ukraine verpflichtete sich zu weiteren Reformen. Ihr Ziel: die EU-Mitgliedschaft. Ein Kraftakt, den vor allem die kleinen Leute im Lande zu sp&uuml;ren bekommen, wie Jan Pallokat beobachtet hat.<br>\nDer Wochenmarkt &ldquo;Priwos&rdquo; im s&uuml;dukrainischen Odessa ist ber&uuml;hmt daf&uuml;r, dass es hier wirklich alles gibt: BHs in &Uuml;bergro&szlig;e genauso wie Themen-T-Shirts, frisch gepressten Granatapfelsaft, Fleisch, Fisch und Gem&uuml;se aller Art. Im weitverzweigten System der engen G&auml;nge des Marktes sp&uuml;rt man den Pulsschlag der ukrainischen Wirtschaft. &ldquo;Die Preise &auml;ndern sich st&auml;ndig&rdquo;, sagt eine Verk&auml;uferin, die sich mit einem kleinen Gem&uuml;sestand ihre Rente aufbessert. &ldquo;Vor den Osterfeiertagen lagen sie h&ouml;her, jetzt sinken sie wieder ein bisschen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-ukraine-gipfel-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Menschen der Ukraine bekommen nun also zu sp&uuml;ren wie sich die Freiheit in einem neoliberalen Europa anf&uuml;hlt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Macht der Angst<\/strong><br>\nDass der Neoliberalismus trotz Finanzkrise und extremer Ungleichheit politisch bislang kaum in Frage gestellt wird, hat viel damit zu tun, dass er Lebensverh&auml;ltnisse ausdifferenziert und verbindliche Zusammenh&auml;nge aufl&ouml;st.<br>\nDie proletarische Kassiererin im Supermarkt, die sich von Praktikum zu Forschungsprojekt hangelnde Wissenschaftlerin und der erst vor Kurzem eingewanderte Paketdienstfahrer m&ouml;gen zwar alle &laquo;prek&auml;r&raquo; sein, doch materielle Armut und Unsicherheit haben bei ihnen ganz unterschiedliche Dimensionen. Insofern gibt es bislang kein &laquo;Prekariat&raquo;, zumindest wenn man darunter eine soziale Gruppe mit einem minimalen Zusammengeh&ouml;rigkeitsgef&uuml;hl versteht. Wie aber k&ouml;nnte<br>\nman die Realit&auml;t der Prekarisierung so thematisieren, dass gemeinsames politisches Handeln m&ouml;glich wird? Gibt es nicht doch etwas, das die Lebenswelten der Prekarisierten verbindet?<br>\nVielleicht m&uuml;ssen wir etwas in den Mittelpunkt r&uuml;cken, &uuml;ber das die Arbeiterbewegung in der Vergangenheit eher selten gesprochen hat, obwohl dieser Aspekt f&uuml;r den Kapitalismus ebenso charakteristisch ist wie materielle Not: die Angst. Im globalen Kapitalismus ist die Angst vor dem Untergang zur wichtigsten Triebfeder der Produktivit&auml;t geworden. Die britischen GesundheitswissenschaftlerInnen Richard Wilkinson und Kate Pickett haben 2009 unter dem Titel<br>\n&laquo;The Spirit Level&raquo; (auf Deutsch: &laquo;Gleichheit ist Gl&uuml;ck&raquo;) eine Studie &uuml;ber den Zusammenhang von sozialer Ungleichheit und Krankheit ver&ouml;ffentlicht. Als Ausgangspunkt dient ihnen eine Beobachtung, die zun&auml;chst widerspr&uuml;chlich erscheint: Auf der einen Seite zeigen die Statistiken, dass die durchschnittliche Lebenserwartung im L&auml;ndervergleich mit dem wachsendem Wohlstand der Nationen zunimmt. Ab einem bestimmten Niveau allerdings wirkt sich der h&ouml;here Reichtum eines Landes nicht mehr positiv auf die durchschnittliche Lebenserwartung aus. So liegt diese in einem sehr reichen Staat wie den USA niedriger als in den deutlich &auml;rmeren L&auml;ndern Costa Rica und Kuba.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/publication\/41408\/bieder-und-brutal.html\">RosaLux 1-2015<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der absurde Herr Steinmeier<\/strong><br>\nDer deutsche Au&szlig;enminister h&auml;tte es gerne verhindert, dass man den V&ouml;lkermord an den Armeniern &ldquo;V&ouml;lkermord&rdquo; nennt. Schlimm genug. Doch seine &ldquo;Holocaust&rdquo;-&Auml;u&szlig;erung ist geradezu dreist.<br>\nFrank-Walter Steinmeier ist schon von Haus aus kein Mann der klaren S&auml;tze. Der Sozialdemokrat m&auml;andert gern. Seine Worte flie&szlig;en, aber man wei&szlig; oft nicht, wohin. Besonders schlimm wird es, wenn Steinmeier als Au&szlig;enminister spricht. Diplomaten m&uuml;ssen geschmeidig sein, Ausgleich geh&ouml;rt zu ihrer Berufsbeschreibung. Aber bei Steinmeier wird daraus schon mal Konturlosigkeit. Das zeigt sich zurzeit auf erschreckende Weise in der Armenien-Debatte.<br>\nWas ist ein V&ouml;lkermord? Entscheidend ist nicht die Zahl der Opfer, sondern die Absicht der T&auml;ter. Doch die ist schwer zu beweisen &ndash; nicht nur bei den Massakern an Armeniern w&auml;hrend des Ersten Weltkriegs.<br>\nVor 100 Jahren wurden im Osmanischen Reich mehr als eine Million Armenier vertrieben und get&ouml;tet. Das Europa-Parlament, der Papst und viele andere haben die schrecklichen Taten trotz aller Drohungen der T&uuml;rkei als V&ouml;lkermord verurteilt. In der vergangenen Woche haben das endlich auch der Bundespr&auml;sident, der Bundestagspr&auml;sident und alle Fraktionen getan. Das war &uuml;berf&auml;llig &ndash; auch wegen der deutschen Mitschuld an den Gr&auml;ueltaten.<br>\nEs ist schlimm genug, dass Steinmeier die Einlassungen des Bundestags verhindern wollte. Nach Ansicht des Au&szlig;enministers gef&auml;hrdet es die Auss&ouml;hnung zwischen Armenien und der T&uuml;rkei, wenn man den V&ouml;lkermord auch &ldquo;V&ouml;lkermord&rdquo; nennt. Er habe im Gegensatz zu anderen darauf zu achten, dass die Aufarbeitung zwischen Eriwan und Ankara &ldquo;nicht verunm&ouml;glicht wird&rdquo;, sagt Steinmeier typisch verquast &ndash; und seine eigene Rolle &uuml;bersch&auml;tzend. Mit dieser Position hat sich der Au&szlig;enminister zum Gl&uuml;ck nicht durchsetzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/voelkermord-der-absurde-herr-steinmeier-1.2452850\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>SPD: Gabriels schwerer Weg aus der Juniorrolle<\/strong><br>\nPr&auml;missen eines sozialdemokratischen Revivals als Volkspartei<br>\nGabriel kann mit der SPD diese Entwicklung nur durchkreuzen, wenn er rechtzeitig zwei klare Profilierungslinien als Pr&auml;missen konfliktbereit durchsetzt:\n<ul>\n<li>Erstens muss die SPD bei seiner K&uuml;r als Kanzlerkandidat verbindlich eine Fortsetzung der Gro&szlig;en Koalition ausschlie&szlig;en und die SPD muss gleichzeitig eine Koalitionsoption f&uuml;r die Linke im Bund &ndash; abh&auml;ngig von Gespr&auml;chsergebnissen &ndash; offen halten. Dies w&uuml;rde zwar einen Riesenwirbel ausl&ouml;sen, aber die Gr&uuml;nen w&uuml;rden einen schweren Einbruch riskieren, wenn sie in dieser Ausgangslage nur noch als &bdquo;Unions-Darlinge&ldquo; den Wahlkampf bestreiten w&uuml;rden und eine Mehrheit jenseits der Union ausschlie&szlig;en.<\/li>\n<li>Zweitens muss die SPD ab sofort, wie in der Gro&szlig;en Koalition 1966 &ndash; 1969, bei politischen Schl&uuml;sselthemen ihr eigenes Profil gegen&uuml;ber der Union f&uuml;r die Zeit nach den Wahlen sch&auml;rfen. D.h. es m&uuml;ssen nicht nur brav die aktuellen Regierungsleistungen der SPD herausgestellt werden, die die Union auch f&uuml;r sich beansprucht. Diese Strategie garantiert nur den n&auml;chsten Trostpreis. Nein, dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen bei bewegenden gesellschaftlichen Streitthemen eigene sozialdemokratische Linien im Kontrast zur Union &uuml;ber 2017 hinaus profiliert werden. Dies gilt z.B. f&uuml;r das globalisierungskritische Megathema TTIP, das den Stellenwert des Umweltthemas der 70er Jahre hat, aber auch f&uuml;r den neuen Ost-West Konflikt, das au&szlig;enpolitische Megathema, bei dem die SPD endlich klare Alternativen zu einem weiter sich aufschaukelnden kalten und hei&szlig;en Krieg &ndash; auch bei viel Gegenwind der Scharfmacher auf beiden Seiten &ndash; aufzeigen muss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/spd-gabriels-schwerer-weg-aus-der-juniorrolle\/%20%20\">Dieter Sp&ouml;ri im Blog der Republik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der rechte Weg zur Macht<\/strong><br>\nSozialpolitik? Geschenkt. Kriegseins&auml;tze? Immer her damit. Reichensteuer? Beerdigt. Die Gr&uuml;nen umarmen die CDU &ndash; doch der Partei droht die Spaltung.<br>\nEs m&uuml;sse ein &bdquo;robustes Mandat&ldquo; geben, forderte Katrin G&ouml;ring-Eckardt, als es darum ging, wie die internationale Gemeinschaft den sogenannten Islamischen Staat am besten bek&auml;mpfen soll. Deutschland m&uuml;sse bereit sein, auch die Bundeswehr in Syrien einzusetzen. &bdquo;Wenn herauskommt, dass am Boden agiert werden muss, w&uuml;rden wir das unterst&uuml;tzen.&ldquo;<br>\nDie Fraktionschefin der Gr&uuml;nen will Bodentruppen nach Syrien schicken. Die Osteuropaexpertin Marieluise Beck kokettiert mit Waffenlieferungen in die Ukraine. Der Parteivorsitzende Cem &Ouml;zdemir wiederum wirbt f&uuml;r eine EU-Armee.<br>\nEntschuldigung, wo bitte geht&rsquo;s zum Krieg? In der Au&szlig;enpolitik sind die Gr&uuml;nen f&uuml;r jede Idee zu haben, solange sie zwei Bedingungen erf&uuml;llt: Sie muss Schlagzeilen produzieren und die Regierung rechts &uuml;berholen.<br>\nAngesichts so viel bellizistischen &Uuml;bermuts ist man recht dankbar, dass ein n&uuml;chterner Sozialdemokrat im Au&szlig;enamt sitzt und keine gr&uuml;ne Frohnatur.<br>\nDie Au&szlig;enpolitik ist nur ein Feld von mehreren, auf denen die Partei in die konservative Ecke dr&auml;ngt. In der Sozial-, Steuer- oder Familienpolitik, &uuml;berall r&uuml;cken die Gr&uuml;nen so beflissen in die Mitte, dass sich selbst gestandene CDU-Politiker wundern. Die Hartz-IV-Empf&auml;ngerin mit zwei Kindern sollte sich auf die neuen Gr&uuml;nen besser nicht verlassen, der gut verdienende Rechtsanwalt, der Solarzellen auf dem Dach hat und dessen Gattin ehegattengesplittet die Kinder h&uuml;tet, umso mehr.<br>\nDie Basis klingt ehrlich verzweifelt. Die Gr&uuml;nen w&uuml;rden als &bdquo;k&uuml;nftige Koalition&auml;re der CDU im Wartestand&ldquo; wahrgenommen, schrieben Parteimitglieder Mitte Februar in einem offenen Brief an ihren Bundesvorstand.<br>\nWas der &Ouml;ffentlichkeit suggeriert werden soll, ist offensichtlich: Wir, die Gr&uuml;nen, sind bereit, Verantwortung in einer Regierung zu &uuml;bernehmen. Leider bewirken &uuml;bereifrig vorgetragene Bekenntnisse oft das Gegenteil. In der Au&szlig;enpolitik wirken sie unhistorisch und naiv, weil sie nicht nur die Parteigeschichte ignorieren, sondern auch die au&szlig;enpolitische Realit&auml;t in einer von Krisen gesch&uuml;ttelten Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-Konservative-Gruene\/!158807\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: &Ouml;zdemir nimmt Gauck in Schutz<\/strong><br>\nDer Parteivorsitzende der Gr&uuml;nen, Cem &Ouml;zdemir, hat Bundespr&auml;sident Joachim Gauck gegen Angriffe aus der Linken in Schutz genommen: &ldquo;Der Bundespr&auml;sident hat nur das gesagt, was viele denken, die das Unrecht, das in der DDR vorherrschte, zum Teil noch am eigenen Leib erfahren haben. Das sollte man ernst nehmen&rdquo;, sagte &Ouml;zdemir zu S&uuml;ddeutsche.de.<br>\n&ldquo;Mit Parteipolitik hat das nichts zu tun&rdquo;, sagte &Ouml;zdemir. &ldquo;Genau aus diesem Grund haben die Th&uuml;ringer Gr&uuml;nen darauf bestanden, dass die Linkspartei in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung die DDR als Unrechtsstaat bezeichnet. Die Aufarbeitung sollte aber auch die ehemaligen Blockparteien umfassen.&rdquo;<br>\nGauck hatte zuvor Bedenken gegen einen m&ouml;glichen linken Ministerpr&auml;sidenten Bodo Ramelow in Th&uuml;ringen ge&auml;u&szlig;ert. Dies w&uuml;rde ihm einiges abverlangen, sagte Gauck laut Vorabbericht in einem Interview mit der ARD-Sendung &ldquo;Bericht aus Berlin&rdquo;, die an diesem Sonntag ausgestrahlt wird: &ldquo;Menschen, die die DDR erlebt haben und in meinem Alter sind, die m&uuml;ssen sich schon ganz sch&ouml;n anstrengen, um dies zu akzeptieren.&rdquo;<br>\nDie Wahlentscheidung sei zwar zu respektieren, dennoch bleibe die Frage: &ldquo;Ist die Partei, die da den Ministerpr&auml;sidenten stellen wird, tats&auml;chlich schon so weit weg von den Vorstellungen, die die SED einst hatte bei der Unterdr&uuml;ckung der Menschen hier, dass wir ihr voll vertrauen k&ouml;nnen?&rdquo;, fragt der Pr&auml;sident.<br>\nBei der Linkspartei stie&szlig;en die Worte des Bundespr&auml;sidenten auf scharfe Kritik: Parteichefin Katja Kipping sagte der Bild am Sonntag: &ldquo;Ein Pr&auml;sident muss seine Worte sehr w&auml;gen. Sobald er sich dem Verdacht aussetzt, Parteipolitik zu machen, ist seine Autorit&auml;t besch&auml;digt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/regierungsbildung-in-thueringen-oezdemir-nimmt-gauck-in-schutz-1.2200562\">sueddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das eigentlich Ersch&uuml;tternde dabei ist, dass sich in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern breiter Widerstand gegen die neoliberale Ideologie formiert, wie etwa die Syriza in Griechenland oder die PODEMOS in Spanien. Nur in Deutschland sitzt au&szlig;er der Linken keine Partei im Bundestag, die sich noch gegen die neoliberale Agenda stellt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nicht vergessen  &ndash;  Die Anstalt<\/strong><br>\nAls Besetzer eines ZDF-Fernsehstudios r&uuml;tteln die Vollblutkabarettisten Max Uthoff und Claus von Wagner an den bestehenden politischen und gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen des Landes. Gemeinsam mit ihren G&auml;sten wollen sie hier &ldquo;Stimme sein f&uuml;r Ungeh&ouml;rtes und Unerh&ouml;rtes&rdquo;. Lisa Politt, Christoph Sieber und Carolin Kebekus sind die G&auml;ste.<br>\nDienstag, 28. April, um 22:50 Uhr &ndash; live im ZDF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/die-anstalt\/diese-kabarettisten-sind-in-der-anstalt-zu-gast-34718082.html\">zdf<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25854","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25854"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25858,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854\/revisions\/25858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}