{"id":25861,"date":"2015-04-28T10:03:06","date_gmt":"2015-04-28T08:03:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25861"},"modified":"2019-07-05T10:25:00","modified_gmt":"2019-07-05T08:25:00","slug":"das-griechische-drama-spitzt-sich-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25861","title":{"rendered":"Das griechische Drama spitzt sich zu"},"content":{"rendered":"<p>Die griechische Bev&ouml;lkerung wei&szlig; nicht mehr aus noch ein. Positive Signale und Katastrophenmeldungen l&ouml;sen ein Wechselbad der Gef&uuml;hle aus. Die gro&szlig;e Mehrheit will Kompromisse &bdquo;mit der Br&uuml;sseler Gruppe&ldquo; aber keine Dem&uuml;tigung. Die Angst vor einem &bdquo;Grexit&ldquo; ist gro&szlig; und weit verbreitet. Tsipras und Syriza verlieren an Vertrauen.<br>\nIn der &Ouml;ffentlichkeit und in der Regierungspartei gibt es Spekulationen um Finanzminister Varoufakis. Im Regierungslager herrscht Vielstimmigkeit &uuml;ber die Reformvorschl&auml;ge und das weitere Vorgehen. Die Sozialkassen werden zu kurzfristigen Liquidit&auml;tshilfen herangezogen. Die nerv&ouml;se Regierung erl&auml;sst verfassungsrechtlich bedenkliche Notstandsgesetze, die sie dann doch durch das Parlament absegnen lassen muss. Ohne die Gelder aus dem Restprogramm der &bdquo;Troika&ldquo; sind die in den n&auml;chsten Monaten anstehenden Verpflichtungen nicht zu erf&uuml;llen. Eine traurige Bilanz f&uuml;nf Jahre nach der Flucht unter den Rettungsschirm von IWF, EU und EZB. Ein aktueller Sachstandsbericht von <strong>Niels Kadritzke<\/strong> mit der &Uuml;bersetzung eines Lageberichts von Yiannis Palaiologos, in der Kathimerini vom 19. April 2015.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Positive Signale und Katastrophenmeldungen l&ouml;sen ein Wechselbad der Gef&uuml;hle aus<\/strong><\/p><p>Die griechische Bev&ouml;lkerung wei&szlig; nicht mehr aus noch ein. Und die Nachrichten der Verhandlungsfront mit der Ex-Troika[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] aus EU-Kommission, EZB und IWF vertiefen die Ratlosigkeit von einem Tag zum anderen. Die Kakophonie der Signale aus Br&uuml;ssel, Washington, Berlin und zuletzt Riga verst&auml;rken bei vielen Griechen &ndash; ob Syriza-W&auml;hler oder nicht &ndash;  die Zweifel an der Bereitschaft der Verhandlungspartner, einen &bdquo;ehrenvollen&ldquo; Kompromiss mit Athen zu erreichen.<\/p><p>Die Ratlosigkeit &auml;u&szlig;ert sich in jedem Gespr&auml;ch, ob mit Journalistenkollegen, dem &bdquo;Mann von der Stra&szlig;e&ldquo; oder der Krankenhaus&auml;rztin (die ihre Plastikhandschuhe inzwischen selber finanzieren muss). Ehe man sich nach ihrer Einsch&auml;tzung der Lage erkundigen kann, kommt die Gegenfrage: &bdquo;Wie wird es weiter gehen? Was werden die in Br&uuml;ssel und Berlin entscheiden? Was wollen die &uuml;brigen Europ&auml;er von uns?&ldquo;  Wird man als Deutscher identifiziert, wird die Frage besonders nachdr&uuml;cklich (und keineswegs aggressiv) gestellt. Als m&uuml;sste dieser Mensch aus Berlin genau wissen, was im Kopf von Herrn Sch&auml;uble und im Herzen von Frau Merkel vor sich geht. Ob Sch&auml;uble und Merkel bewusst den bad cop und den good cop geben, ist eine der h&auml;ufigsten Fragen, besonders nach dem Wechselbad der Informationen der letzten Woche aus Br&uuml;ssel: produktives Gespr&auml;ch Tsipras-Merkel am Mittwoch;  kollektives Abwatschen von Varoufakis durch die Euro-Finanzminister am Donnerstag in Riga, dann wieder ein Telefongespr&auml;ch Tsipras-Merkel am Sonntag, das nach Angaben aus Athen konstruktiv verlief  und im Sinne einer &bdquo;sofortigen L&ouml;sung zu Nutzen beider Seiten&ldquo;. <\/p><p><strong>Die Griechen wollen Kompromisse aber keine Dem&uuml;tigung<\/strong><\/p><p>Mein Eindruck aus allen Gespr&auml;chen l&auml;sst sich in dem Satz zusammenfassen: Die Griechen wissen nicht, was mit ihnen geschieht, sie wissen jedoch ziemlich genau, was sie wollen: eine rasche Vereinbarung mit der &bdquo;Br&uuml;sseler Gruppe&ldquo;, die zum einen das Land in der Eurozone h&auml;lt, zum anderen aber nicht &bdquo;erniedrigend&ldquo; wird. Das Wort &bdquo;ehrenvoller&ldquo; Kompromiss ist in aller Munde und die meisten Griechen gehen davon aus, dass er durchaus &bdquo;schmerzhaft&ldquo; ausfallen kann. Nicht aber &bdquo;erniedrigend&ldquo;. In diesem Punkt trifft Finanzminister Varoufakis die &bdquo;Stimmung des Volkes&ldquo; genau, wenn er von &bdquo;gro&szlig;er Kompromissbereitschaft&ldquo; der Griechen spricht, aber zugleich betont: &bdquo;We are willing to  compromise, but not to be compromised&ldquo;, zu deutsch: Wir wollen Kompromisse machen, aber nicht gedem&uuml;tigt werden.<\/p><p>Pers&ouml;nliche Eindr&uuml;cke sind immer selektiv, lassen sich in diesem Fall aber durch die neuesten Umfrageergebnisse sinnvoll erg&auml;nzen: Nach der k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts Kapa Research (publiziert in der Sonntagszeitung To Vima vom 26. April) sehen 71,9  Prozent der Befragten als &bdquo;beste L&ouml;sung&ldquo; f&uuml;r Griechenland eine Vereinbarung mit den &bdquo;europ&auml;ischen Partnern und Gl&auml;ubigern&ldquo; . Dagegen sprechen sich 23,2 Prozent f&uuml;r einen &bdquo;Bruch&ldquo; mit der Ex-Troika aus. Dem entspricht in etwa, dass 72,9 Prozent der Befragten in der Eurozone bleiben und 20,3 Prozent zur Drachme zur&uuml;ckkehren wollen. Noch ausgepr&auml;gter ist der Wunsch, ein EU-Land zu bleiben, was 79,4 Prozent wollen (f&uuml;r die Nato-Mitgliedschaft sprechen sich 73,7 Prozent aus).<\/p><p><strong>Die Angst vor einem &bdquo;Grexit&ldquo; ist gro&szlig; und weit verbreitet<\/strong><\/p><p>Was die Leute wollen ist klar, aber sie bef&uuml;rchten das Gegenteil: 68,8 Prozent der Befragten sehen die Gefahr eines Grexit aus dem Euro, w&auml;hrend nur 24 Prozent glauben, dass diese Gefahr &uuml;berwunden ist. Deshalb ist es besonders interessant, wie die Verhandlungsf&uuml;hrung der Regierung beurteilt wird. Genau die H&auml;lfte der Befragten beantworten die Frage, ob sie sich durch die Regierung Tsipras bei den Verhandlungen mit den europ&auml;ischen Partnern repr&auml;sentiert f&uuml;hlen, mit Ja oder eher Ja, w&auml;hrend 29 Prozent negativ antworten. Zugleich sind aber 42 Prozent der Meinung, dass die Regierung im weiteren Verlauf nachgeben wird, 22,6 Prozent hingegen, dass die Partner nachgeben werden. Nur 13 Prozent der Befragten sehen einen &bdquo;Bruch&ldquo; voraus. Bemerkenswert ist bei dieser Frage der hohe Anteil (22,4 Prozent) der Unsicheren, die mit &bdquo;wei&szlig; ich nicht\/ sage ich nicht&ldquo; antworten. <\/p><p>Wie schl&auml;gt sich dieses Meinungsbild in der Haltung zu den Parteien nieder? Bei der Frage, welches Gef&uuml;hl sie bei der Regierung Tsipras haben, nennen nur noch 43,3 Prozent die Aussage &bdquo;Hoffnung&ldquo;, gegen&uuml;ber 62,5 Prozent bei der Februar-Umfrage desselben Instituts. Dagegen hat sich das Gef&uuml;hl der &bdquo;Unruhe&ldquo; verst&auml;rkt: Die wird heute von 53 Prozent als Gef&uuml;hlslage angegeben, im Februar waren es nur 34 Prozent. &Auml;hnlich ist die Tendenz beim Gef&uuml;hl der &bdquo;Angst&ldquo;, die heute 36,7 Prozent empfinden, w&auml;hrend es im Februar nur 14,6 Prozent waren.  Extrem zugenommen haben Gef&uuml;hle wie &bdquo;Ver&auml;rgerung&ldquo; und  &bdquo;Emp&ouml;rung&ldquo; &uuml;ber die Strategie der Regierung, die von jeweils 2,7 Prozent auf  39 bzw. 32,6 Prozent gestiegen sind. Hier zeigt sich eine Polarisierung der Haltung zu einer Regierung, die noch im Februar ungeheuer hohe Zustimmungs- und Zufriedenheitsraten von &uuml;ber 80 Prozent erzielen konnte. <\/p><p>Dass die Syriza nicht mehr solche sensationellen Zustimmungsquoten erreicht, wirkt sich auch auf die &bdquo;Sonntagsfrage&ldquo; aus. Mit 36,9 Prozent w&uuml;rde die Tsipras-Partei heute fast exakt dasselbe Ergebnis erreichen wie am 25. Januar. Damit hat sie zugleich, da die ND nur noch 21, 7 Prozent der W&auml;hler erreichen w&uuml;rde, ihren bei den Wahlen erreichten 7-Punkte-Abstand zu den Konservativen verdoppelt. Nebenbei bemerkt: Die anderen Parteien liegen fast exakt bei den Prozentzahlen, die sie bei den Wahlen vor drei Monaten erzielt haben, mit einer Ausnahme, die Zentrumspartei Potami hat deutlich zugelegt und liegt mit 7,3 Prozent W&auml;hlerzuspruch klar an dritter Stelle, deutlich vor Chrysi Avgi, KKE und der Anel, dem Koalitionspartner von Syriza). <\/p><p>Allerdings: Trotz ihres klaren Vorsprungs hat sich der R&uuml;ckhalt f&uuml;r die Syriza, gemessen an den Umfragen des letzten Monats &ndash; die der Linkspartei knapp 50 Prozent W&auml;hlerstimmen bescheinigten -, in beunruhigendem Ma&szlig;e abgeschw&auml;cht. Dagegen erzielt Alexis Tsipras als Person nach wie vor eindrucksvolle Zustimmungswerte: 61,3 Prozent haben &uuml;ber den Regierungschef eine positive oder eher positive Meinung, der entsprechende Wert f&uuml;r den Oppositionsf&uuml;hrer Samaras liegt bei 28,5 Prozent.<\/p><p><strong>Spekulationen um Finanzminister Varoufakis<\/strong><\/p><p>Es zeigt sich also, dass der gewaltige Vertrauensvorschuss, den die Regierung in den ersten Wochen genossen hat, allm&auml;hlich abschmilzt. Das hat auch Tsipras selbst begriffen, wenn man einem Bericht in To Vima glauben darf. Die Zeitung beruft sich auf Stimmen aus der Regierung, die eine bevorstehende Regierungsumbildung ank&uuml;ndigen, der vor allem Finanzminister Varoufakis zum Opfer fallen soll. Was an solchen Ger&uuml;chten stimmt, ist schwer zu beurteilen (Vima nennt bereits einen m&ouml;glichen Nachfolger, n&auml;mlich den Professorenkollegen Evkleidis Tsakalotos). Zwar hat Tsipras bereits mehrfach die Neigung von Varoufakis zu dessen viel zu h&auml;ufigen Interviews kritisiert, aber man kann sich nur schwer vorstellen, dass  er  seinen &ouml;konomischen Mentor und Chefstrategen ohne Not opfern w&uuml;rde (der nebenbei das bleibende Verdienst hat, Tsipras vom unbedingten Verbleib Griechenlands in der Eurozone &uuml;berzeugt zu haben). Doch wenn sich die Lage zuspitzen w&uuml;rde, h&auml;tte ein solcher Schritt eine gewisse Logik. Obwohl Varoufakis alles andere als ein &bdquo;Bauernopfer&ldquo; w&auml;re &ndash; innerhalb der Regierung fungiert er als die zweitwichtigste Figur, das hei&szlig;t eher als &bdquo;Dame&ldquo;. Aber das Opfer w&uuml;rde nicht nur die Finanzminister der Eurogruppe freuen, die Varoufakis sp&auml;testens seit Riga offenbar aus ihrem Kreis herausmobben wollen. <\/p><p>Am Montag hat Tsipras das V-Problem auf elegante Weise zun&auml;chst entsch&auml;rft. Der Finanzminister bekam offiziell best&auml;tigt, dass er das Vertrauen des Regierungschefs genie&szlig;t und einem neu gemischten Verhandlungsteam vorsteht. Aber innerhalb dieses Teams wurde Tsakalotos aufgewertet, der in der Presse als m&ouml;glicher Nachfolger von Varoufakis genannt wurde. Wer in den entscheidenden Phasen der Verhandlungen mit der Br&uuml;sseler Gruppe die griechische Delegation leiten wird, bleibt abzuwarten. Aber die Berufung von Tsakalotos macht eigentlich nur Sinn, wenn er &ndash; dem mehr diplomatische F&auml;higkeiten zugesprochen werden &ndash; als Puffer zwischen dem Finanzminister und dessen Eurozonen-Kollegen vorgesehen ist. Allerdings kann von einer &bdquo;Entmachtung&ldquo; des Finanzministers, wie er triumphierend von BILD und anderen Gazetten gemeldet wird, derzeit keine Rede sein. <\/p><p>Auch innerhalb der Syriza ist Varoufakis inzwischen durchaus umstritten. Dem brillanten Intellektuellen fehlt nicht nur der Stallgeruch der Partei, sein &ouml;ffentliches Auftreten und seine ausgepr&auml;gte Neigung zur Selbstdarstellung wird auch von Regierungskollegen als anma&szlig;end empfunden. Varoufakis l&auml;sst zu viele Leute sp&uuml;ren, dass er sich in der Gesellschaft brillanter K&ouml;pfe wohler f&uuml;hlt. Zudem ist nicht zu &uuml;bersehen, dass das Athener Finanzministerium, das er f&uuml;hren und zu konkreten Vorschl&auml;gen inspirieren soll, keineswegs effektiver arbeitet als unter weniger intelligenten Vorg&auml;nger. (Was nat&uuml;rlich auch daran liegt, dass der &bdquo;Apparat&ldquo; sich nicht so schnell auf eine neue Leitung umgestellt hat.)<\/p><p>Dar&uuml;berhinaus ist Varoufakis innerhalb der Syriza nicht nur wegen seines selbstgef&auml;lligen und zuweilen arroganten Auftretens umstritten. Vom linken Fl&uuml;gel der Partei wird er misstrauisch be&auml;ugt, weil er zugleich der gro&szlig;e &bdquo;Realist&ldquo; ist, der in Fragen wie der Privatisierungen oder der von Athen geforderten Reform des Rentenwesens flexibler und pragmatischer argumentiert als es im Parteiprogramm vorgesehen ist. <\/p><p><strong>Vielstimmigkeit &uuml;ber Reformvorschl&auml;ge und brisante Gedankenspiele im Regierungslager<\/strong><\/p><p>Damit sind wir bei einem Problem, das f&uuml;r die Zukunft der Regierung Tsipras weit wichtiger ist als die Personalie Varoufakis. Dass Tsipras die &bdquo;Kakophonie&ldquo; beklagt, die er mit Athener Ohren aus Br&uuml;ssel und Berlin wahrnimmt, kann man gut verstehen. Aber es w&auml;re seine Aufgabe, als Regierungschef die Kakophonie im eigenen Lager zu verhindern oder zumindest einzud&auml;mmen, die nicht nur &bdquo;das Ausland&ldquo;, sondern zunehmend auch die griechische &Ouml;ffentlichkeit heftig irritiert. Das Thema wird nicht nur von den regierungskritischen Medien gespielt. Auch die linke und sehr Syriza-freundliche Efimerida ton Syntakton mahnt immer wieder, zuletzt in ihrem Leitartikel vom 25. April, in dem es hei&szlig;t: &bdquo;Was wir brauchen, ist ein k&uuml;hler Realismus mit sorgf&auml;ltiger Vorbereitung auf griechischer Seite&hellip;.vor allem aber eine stabile innere Front, ohne die bekannten und v&ouml;llig unproduktiven Disharmonien , die die griechischen B&uuml;rger desorientieren und entt&auml;uschen. Diejenigen denen der Ernst der Stunde noch nicht aufgegangen ist, sollen sich zur&uuml;ckhalten. Und wenn sie es nicht von alleine tun, sollten die Verantwortlichen in der Regierung und in der Partei sie zur Vernunft bringen.&ldquo; Ganz in diesem Sinne wird Tsipras vom Syriza-Europaabgeordnete Dimitris Stamoulis aufgefordert, die Verhandlungen selbst zu &uuml;bernehmen. <\/p><p>Die widerspr&uuml;chlichen und teilweise unvereinbaren Verlautbarungen aus der Regierung betreffen zentrale Themen wie die Frage der Privatisierungen, der Reformen des &ouml;ffentlichen Dienstes und der Sanierung der Sozialkassen, oder rein hypothetische, aber brisante Gedankenspiele &uuml;ber m&ouml;gliche Neuwahlen oder ein Referendum f&uuml;r den Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit der Br&uuml;sseler Gruppe. Wobei es wiederum v&ouml;llig verschiedene Ansichten dar&uuml;ber gibt, welche Frage einem solchen Referendum zugrunde liegen sollte.<\/p><p><strong>Katastrophenmeldungen und lauwarme Dementis<\/strong><\/p><p>An dieser Stelle will ich nur eine ganz besondere Art von &bdquo;Kakophonie&ldquo; beschreiben, die das Land in den letzten Tagen in Aufregung versetzt und zu einer der wildesten Parlamentsdebatten der letzten Jahrzehnte gef&uuml;hrt hat, in der es fast zu Handgreiflichkeiten gekommen w&auml;re.  <\/p><p>Am 22.April hat ein- und derselbe Syriza-Vertreter innerhalb weniger Stunden zwei gegens&auml;tzliche Positionen bezogen: Vize-Finanzminister Dimitris Mardass, der einzige Mensch im Kabinett, der &uuml;ber den tagesaktuellen Stand der griechischen Finanzen exakt informiert ist. Mardas erkl&auml;rte im Fr&uuml;hprogramm des TV-Sender Mega, bei den Staatseinnahmen sei eine Loch von 400 Millionen Euro entstanden, das man bis zum 27. April auff&uuml;llen m&uuml;sse, damit die Staatskasse die bis Ende des Monats f&auml;lligen 1,9 Milliarden Euro auszahlen kann: f&uuml;r die April-Geh&auml;lter und<br>\n-pensionen und f&uuml;r die Zusch&uuml;sse an die Rentenkassen. <\/p><p>Noch am selben Morgen gab Mardas im TV-Sender Star eine Art Entwarnung: Das Geld habe sich gefunden, die Geh&auml;lter und Pensionen f&uuml;r April seien gesichert. Einige Sozialkassen seien bereit, ihre Barbest&auml;nde der griechischen Zentralbank zur Verf&uuml;gung zu stellen, so dass die Regierung zur Not auf diese Reserven zugreifen k&ouml;nnte.<\/p><p><strong>Liquidit&auml;tshilfen durch die Sozialkassen<\/strong><\/p><p>Hintergrund f&uuml;r diese wundersame Rettung war eine &auml;u&szlig;erst kontroverse Entscheidung, die Mardas tags zuvor verk&uuml;ndet hatte. Die Regierung hat eine Art &bdquo;Notverordnung&ldquo; erlassen, die sie erm&auml;chtigt, die Kommunen und Gebietsk&ouml;rperschaften sowie alle &ouml;ffentlichen Institutionen (inklusive Versorgungsunternehmen, Universit&auml;ten und Krankenh&auml;user) anzuweisen, ihre Kassenbest&auml;nde bei der Zentralbank zu deponieren. Die Entscheidung l&ouml;ste einen Proteststurm der B&uuml;rgermeister und Provinzpr&auml;fekten aus, die sich bei dieser Entscheidung &uuml;bergangen f&uuml;hlten. Die offizielle Vertretung der B&uuml;rgermeister und Provinzpr&auml;fekten erkl&auml;rte, man werde einer entsprechenden Anordnung auf keinen Fall nachkommen. <\/p><p>Damit drohte der Regierung ein Riesenkrach mit den Kommunalpolitikern des Landes. Und nicht nur das. Die offizielle Bekundung eines akuten Finanzierungslochs von 400 Millionen Euro lie&szlig; die griechischen B&uuml;rger und auch &bdquo;die M&auml;rkte&ldquo; wissen, dass der viel diskutierte Zeitpunkt der Zahlungsunf&auml;higkeit des griechischen Staates nur noch wenige Tage entfernt liegt.  <\/p><p>Die kurzfristige Rettung durch die Sozialkassen hat die Regierung vor zwei Kalamit&auml;ten bewahrt: vor einem gef&auml;hrlichen Konflikt mit den B&uuml;rgermeistern und vor einem noch gef&auml;hrlicheren Crash auf den Finanzm&auml;rkten. Letztere versuchte Mardas mit der Mitteilung zu beruhigen, man wolle dem Fiskus nur ein &bdquo;Polster&ldquo; verschaffen, das die Zahlungsf&auml;higkeit des Staates bis Ende Mai sicherstellt. &bdquo;Denn wir wissen nicht, was im Mai passiert&ldquo;, erkl&auml;rte Mardas, was auf die Auskunft hinausl&auml;uft, dass sich die Verhandlungen mit der &bdquo;Br&uuml;sseler Gruppe&ldquo; aus Sicht von Athen noch mehrere Wochen hinziehen k&ouml;nnen. <\/p><p>Die interessanteste Frage bei diesem peinlichen Liquidi&auml;ts-Alarm lautet, mit welchen Argumenten oder Druckmitteln es binnen zwei Stunden gelingen konnte, die Sozialkassen zu einem betr&auml;chtlichen &bdquo;Liquidit&auml;tsopfer&ldquo; zu bringen. Denn zuvor hatten sich die Vorst&auml;nde der Kassen wochenlang dem Dr&auml;ngen der Regierung widersetzt, ihre Kassenbest&auml;nde &bdquo;freiwillig&ldquo; bei der Zentralbank zu deponieren (siehe dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25763\">den ersten Teil dieses Berichtes vom 17. April<\/a>). In einem ironischen Kommentar hie&szlig; es in der linken Efimerida ton Syntakton (Zeitung der Redakteure), da m&uuml;sse wohl der Heilige Georg seine Hand im Spiel gehabt haben, den die orthodoxen Griechen am 23. April feiern. Tats&auml;chlich hat, nach Information dieser Zeitung, der f&uuml;r das  Sozialversicherungswesen zust&auml;ndige Vize-Sozialminister Stratoulis mit den Vorst&auml;nden einiger Kassen telefoniert. Dabei hat er ganz sicher darauf hingewiesen, dass alle Kassen prinzipiell auf Subventionen aus dem Staatshaushalt angewiesen sind, und wom&ouml;glich auch, dass eine freiwillige Liquidit&auml;tshilfe doch angenehmer ist als die Disziplinierung durch ein weiteres Notgesetz nach Artikel 44 der Verfassung.<\/p><p><strong>Ohne die Gelder aus dem Restprogramm der &bdquo;Troika&ldquo; sind die in den n&auml;chsten Monaten anstehenden Verpflichtungen nicht zu erf&uuml;llen<\/strong><\/p><p>F&uuml;r die Situation &ndash; und das &bdquo;Image&ldquo; &ndash; der Regierung, sind zwei andere Punkte wichtiger. Erstens der Kassenstand als solcher, und zwar im Hinblick auf die Verpflichtungen, die im Laufe des Mai auf die Regierung zukommen. Und zweitens die Methode, mit der die Regierung ihr Liquidit&auml;tsproblem zu l&ouml;sen versucht.<\/p><p>Im Monat Mai hat die Regierung Verpflichtungen in H&ouml;he von 1,3 Mrd. Euro zu erf&uuml;llen. Davon entfallen 880 Millionen auf R&uuml;ckzahlungen an den IWF, die bis 12. Mai erfolgen m&uuml;ssen. F&uuml;r diese Raten wollte Finanzminister Varoufakis mit IWF-Chefin Lagarde vorletzte Woche einen Aufschub aushandeln wollte, der aber verweigert wurde. Der Rest entf&auml;llt auf den laufenden Schuldendienst. Dazu kommen die Ausgaben f&uuml;r Geh&auml;lter und Renten in H&ouml;he von 2,3 Milliarden Euro. Insgesamt rechnet das Finanzministerium (laut Kathimerini vom 23. April) mit einer Deckungsl&uuml;cke von etwa 2, 5 Mrd. Euro, die man Hilfe der Notverordnung aus den Barmitteln der Gemeinden, &ouml;ffentlichen Institutionen und staatlichen Unternehmen (inkl. Verkehrsbetrieben) abdecken will. <\/p><p>Aber selbst dieses Konzept reicht nur bis zum Zeithorizont von Ende Mai. Im Juni, Juli und August kommen auf Griechenland finanzielle Verpflichtungen in H&ouml;he von 18,7  Milliarden Euro zu (davon allein 8,1 Mrd. Euro R&uuml;ckzahlungen an den  IWF und 6,7 Mrd. Euro an die EZB). Diese Summen sind auf keinen Fall ohne die Gelder aufzubringen, die Athen aus dem Restprogramm der &bdquo;Troika&ldquo; beziehen will. Ohne diese Gelder ist die Zahlungsunf&auml;higkeit unvermeidlich. Die aber gilt es nach Aussage von Wirtschaftsminister Stathakis unbedingt zu vermeiden, weil die Folgen f&uuml;r das Land &bdquo;extrem negativ&ldquo; w&auml;ren  und eine &bdquo;kolossale Instabilit&auml;t der griechischen Wirtschaft&ldquo; zur Folge h&auml;tte (22. April gegen&uuml;ber RTE News\/Irland). <\/p><p><strong>Verfassungsrechtlich bedenkliche pr&auml;sidiale Notstandserlasse ohne Not<\/strong><\/p><p>Der zweite problematische Aspekt ist das von der Regierung gew&auml;hlte Verfahren einer au&szlig;erordentlichen Gesetzgebung nach Artikel 44\/1 der griechischen Verfassung. Ein solcher &bdquo; Akt gesetzgeberischen Inhalts&ldquo;  darf nur &bdquo;in Ausnahmef&auml;llen eines au&szlig;erordentlich dringenden und unvorhergesehenen Notstands&ldquo; erlassen werden, und zwar vom Staatspr&auml;sidenten auf Vorschlag der Regierung. <\/p><p>Zun&auml;chst einmal ist das Verfahren verfassungsrechtlich bedenklich. Der eingetretene Notfall ist gewiss &bdquo;au&szlig;erordentlich dringend&ldquo;, aber ist er auch &bdquo;unvorhergesehen&ldquo;?  Schlie&szlig;lich sprechen Minister der Regierung (wie Vize-Ministerpr&auml;sident Dragasakis und Mardas selbst) seit Wochen vor einem drohenden Zahlungsausfall. Aber eine rechtliche &Uuml;berpr&uuml;fung, die theoretisch innerhalb von 60 Tagen m&ouml;glich ist, d&uuml;rfte kaum erfolgen, da die pr&auml;sidielle Notgesetzgebung nur drei Monaten in Kraft bleibt, es sei denn sie wird innerhalb dieser Frist vom Parlament genehmigt. <\/p><p>Das Verfahren ist aber vor allem politisch problematisch, weil es das Parlament desavouiert. H&auml;tte eine fr&uuml;here Regierung es gewagt, einen so schwerwiegenden Eingriff in die  Autonomie der Sozialkassen unter Umgehung des Parlaments durchzusetzen, h&auml;tte die Oppositionspartei Syriza  emp&ouml;rt protestiert und zu Massendemonstrationen aufgerufen. Der peinliche Widerspruch zu ihrer fr&uuml;heren Haltung wurde der Syriza-F&uuml;hrung allerdings rasch klar gemacht. In Anbetracht der heftigen Kritik von allen Seiten &ndash; und auch der linken Presse &ndash; ruderte die Regierung zur&uuml;ck und legte dem Parlament das Notgesetz bereits nach vier Tagen zur Genehmigung vor. Die erfolgte mit der ausreichenden Mehrheit von 156 Stimmen. Die h&auml;tte allerdings auch f&uuml;r ein ganz normales Gesetz gereicht, womit der Protest der B&uuml;rgermeister und Kommunalpolitiker gegen die zeitlich begrenzte Konfiskation ihrer Barmittel vermieden oder zumindest gemildert worden w&auml;re. <\/p><p>Denn die Einsicht in die Notlage des Zentralstaats ist durchaus vorhanden. Und zwar nicht nur bei der Verwaltung der gr&ouml;&szlig;ten Provinz Attika, die in Hand der Syriza ist und bereits vorher &bdquo;freiwillig&ldquo; ausgeholfen hatte. Auch der weithin respektierte B&uuml;rgermeister von Thessaloniki, der parteilose Yiannis Boutaris, &auml;u&szlig;erte Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Ansinnen der Regierung, nicht aber f&uuml;r das Verfahren. Klar ist auch, dass die Opposition vieler B&uuml;rgermeister parteipolitisch motiviert ist, weil die ND auf kommunaler Ebene immer noch &uuml;ber eine gewisse Macht verf&uuml;gt. Aber gerade angesichts dessen h&auml;tte die Regierung durch ein transparentes Gesetzgebungsverfahren vermeiden k&ouml;nnen, dass am Freitag in vielen Gemeinden die lokalen &Auml;mter als Zeichen des Protests vorzeitig geschlossen wurden.<\/p><p><strong>F&uuml;nf Jahre nach der Flucht unter den Rettungsschirm<\/strong><\/p><p>Dass sich die Lage der griechischen Staatsfinanzen derart zugespitzt hat, wurde ausgerechnet an dem Tag offenbar, an dem alle griechischen Medien den f&uuml;nften Jahrestag ihrer Misere &bdquo;w&uuml;rdigten&ldquo;. Am 23. April 2010 hatte der damalige Ministerpr&auml;sident Giorgos Papandreou (an seinem Namenstag) von der winzigen Insel Kastellorizo aus verk&uuml;ndet, Griechenland m&uuml;sse sich unter den &bdquo;Rettungsschirm&ldquo; von EU, EZB und IWF fl&uuml;chten, um dem unmittelbaren Staatsbankrott zu entgehen. <\/p><p>Dass sich Papandreou zu dieser &bdquo;Beichte&ldquo; vor der Nation auf die entfernteste griechische Inseln begeben hatte (die 130 Kilometer &ouml;stlich von Rhodos und nur drei Kilometer von der t&uuml;rkischen K&uuml;ste entfernt liegt), wurde auch jetzt wieder sarkastisch kommentiert. In den Medien finden sich aber vor allem sehr pr&auml;zise, schonungslose Analysen. Eine der aufschlussreichsten sei den NDS-Lesern im <strong>Anhang<\/strong> (ganz leicht gek&uuml;rzt) zug&auml;nglich gemacht. Sie stammt von Yiannis Palaiologos, der am 19. April in der Kathimerini zusammengefasst hat, was die Griechen vor f&uuml;nf Jahren erwartet haben und was ihnen seitdem widerfahren ist. Zumdem hat Palailogos f&uuml;nf internationale &Ouml;konomen die Frage vorgelegt, was im Fall Griechenland schief gelaufen ist. Die Antworten sind besonders interessant, da sie nicht von linken Analytikern, sondern von Mainstream-&Ouml;konomen stammen. <\/p><p>Zus&auml;tzlich zu den von Palaiologos angef&uuml;hrten Daten sind noch einige ganz aktuelle Informationen nachzutragen:<\/p><ul>\n<li>Der Finanzinformationsdienst Markit, der auf Anleihen und Derivate spezialisiert ist, bewertet derzeit die Wahrscheinlichkeit eines griechischen Zahlungsausfalls auf fast 90 Prozent.  Dagegen wird die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r Spanien mit 8,8, f&uuml;r Italien mit 11,5 und f&uuml;r Portugal mit 13,5 Prozent bewertet. Die gewaltige Differenz zwischen Griechenland und den anderen L&auml;ndern st&uuml;tzt die These, dass ein Graccident keine Kettenreaktion in der s&uuml;dlichen Eurozone ausl&ouml;sen w&uuml;rde. Von dieser Hypothese geht auch ein &bdquo;non-paper&ldquo; des IWF aus, das die Folgen eines Graccident durchspielt. Der Unterschied zur Grexit-Debatte von 2012 ist offensichtlich: Damals wurde die Gefahr eines Zahlungsausfalls der verschuldeten S&uuml;dl&auml;nder auf 40 bis 60 Prozent gesch&auml;tzt (Kathimerini vom 22. April).<\/li>\n<li>Das Athener Wirtschaftsforschungsinstitut IOBE (das dem Industriellenverband nahesteht) hat seine Prognose f&uuml;r das Wirtschaftswachstum des laufenden Jahres von 3 auf 1 Prozent gesenkt. IOBE-Chef Nikos erkl&auml;rte bei der Pr&auml;sentation des j&uuml;ngsten Vierteljahres-Gutachtens, die angenommenen 3 Prozent seien unm&ouml;glich zu erreichen. <\/li>\n<\/ul><p>Vor dem Hintergrund dieser Realit&auml;ten werde ich in einem dritten Teil darstellen, was die Knackpunkte in den Verhandlungen bis zum 11. Mai sind und welche M&ouml;glichkeiten eines &bdquo;ehrenhaften&ldquo; Kompromisses noch bestehen (den ich immer noch als wahrscheinlicher ansehe als ein Scheitern). <\/p><p><strong>Anhang: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150428_kastellorizo.pdf\">F&uuml;nf Jahre nach Kastellorizo [PDF &ndash; 70KB]<\/a><\/strong><br>\nVon Yiannis Palaiologos, in der Kathimerini vom 19. April 2015.<br>\n&Uuml;bersetzt und leicht gek&uuml;rzt von <strong>Niels Kadritzke<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] (An dieser Stelle muss ich eine Berichtigung einf&uuml;gen: Das Unwort &bdquo;Troika&ldquo; wurde inzwischen durch den Begriff &bdquo;die Institutionen&ldquo; oder die &bdquo;Br&uuml;sseler Gruppe&ldquo; ersetzt, und nicht durch &bdquo;die Br&uuml;sseler Institutionen&ldquo;, wie ich im letzten Bericht  geschrieben habe. Dieser Ausdruck ist schon deshalb falsch, weil von den drei Institutionen EU-Kommission, EZB und IWF nur die erste in Br&uuml;ssel sitzt, die anderen dagegen in Frankfurt und Washington.)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die griechische Bev&ouml;lkerung wei&szlig; nicht mehr aus noch ein. Positive Signale und Katastrophenmeldungen l&ouml;sen ein Wechselbad der Gef&uuml;hle aus. Die gro&szlig;e Mehrheit will Kompromisse &bdquo;mit der Br&uuml;sseler Gruppe&ldquo; aber keine Dem&uuml;tigung. Die Angst vor einem &bdquo;Grexit&ldquo; ist gro&szlig; und weit verbreitet. Tsipras und Syriza verlieren an Vertrauen.<br \/> In der &Ouml;ffentlichkeit und in der Regierungspartei gibt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25861\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,122,22,135,173],"tags":[1045,312,748,1224,654,1230,1292],"class_list":["post-25861","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-demoskopieumfragen","category-europaische-union","category-finanzpolitik","category-griechenland","tag-grexit","tag-reformpolitik","tag-rettungsschirm","tag-syriza","tag-troika","tag-tsipras-alexis","tag-varoufakis-yanis"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25861","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25861"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25861\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53056,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25861\/revisions\/53056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25861"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25861"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25861"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}