{"id":25891,"date":"2015-04-30T08:35:52","date_gmt":"2015-04-30T06:35:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891"},"modified":"2015-04-30T11:02:13","modified_gmt":"2015-04-30T09:02:13","slug":"hinweise-des-tages-2365","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h01\">Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h02\">Deutschlands R&uuml;ckkehr zur 50-Stunden-Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h03\">Herr de Maizi&egrave;re, Sie l&uuml;gen wie gedruckt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h05\">Kapitulation der gestaltenden Finanzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h06\">Gewinner und Verlierer &ndash; Parit&auml;tisches Jahresgutachten 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h07\">&bdquo;Westliche Bomben st&auml;rken Islamischen Staat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h08\">Das &bdquo;Wunder von Lausanne&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h09\">Sergue&iuml; Ivanov \/ Dominique de Villepin, Aufruf zu verst&auml;rkter Kooperation zwischen den V&ouml;lkern Russlands und Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h10\">Energiewende &ndash; aber richtig: Franz&ouml;sische Ademe-Studie &ndash; Der Umstieg auf 100 Prozent gr&uuml;nen Strom ist m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h11\">Geldmarktfonds &ndash; Konservative und Sozialdemokraten erteilen Schattenbanken Freibrief<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h12\">Bundesrechnungshof: Kritik an Staatsmedien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h13\">Die Ursachen f&uuml;r die Ausschreitungen in Baltimore<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h14\">Zu viel Kirche beim Kirchentag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h15\">Testwahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891#h16\">RWTH Aachen Forschungsgelder von US-Geheimdiensten -Grundlagenforschung oder Schn&uuml;ffelei?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25891&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Tag der Arbeit<\/strong><br>\nGute Arbeit f&uuml;r eine gute Zukunft! Wir wollen die Arbeit der Zukunft gestalten!<br>\n&hellip; die Arbeitswelt &auml;ndert sich rasant, mit neuen Chancen, aber auch neuen Unsicherheiten. Wir wollen diesen Wandel gemeinsam angehen &ndash; f&uuml;r mehr gute Arbeit, damit alle etwas davon haben&hellip;<br>\nWir wollen Gute Arbeit, sozialen Fortschritt und keinen Stillstand. Wir wollen soziale Gerechtigkeit und kein Zur&uuml;ck zur neoliberalen Klientelpolitik! Das gilt f&uuml;r alle Parteien. Sie sollen uns h&ouml;ren und sehen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8a2c7d94-d30f-11e4-a47b-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>5&nbsp;% aller Erwerbst&auml;tigen haben mindestens zwei Jobs<\/strong><br>\n2014 hatten 5,0&nbsp;% aller Erwerbst&auml;tigen in Deutschland neben ihrer Hauptt&auml;tigkeit mindestens eine weitere T&auml;tigkeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anl&auml;sslich des Tags der Arbeit am 1. Mai mitteilt, standen nach Ergebnissen der Arbeitskr&auml;fteerhebung im Jahr 2014 rund 2,0 Millionen Personen in mindestens einem weiteren Arbeitsverh&auml;ltnis. Diese Zahl hat sich seit 2011 um knapp 13&nbsp;% erh&ouml;ht.<br>\nAm h&auml;ufigsten waren Mehrfachbesch&auml;ftigungen bei Erwerbst&auml;tigen in mittleren Altersgruppen: So betrug der Anteil der Personen mit einer weiteren T&auml;tigkeit bei den 35- bis 44-J&auml;hrigen 5,8&nbsp;% und bei den 45- bis 54-J&auml;hrigen 5,5&nbsp;%. Junge Menschen unter 25&nbsp;Jahre (3,2&nbsp;%) und Personen &uuml;ber 65 Jahre (2,5&nbsp;%) hatten seltener zwei oder mehr T&auml;tigkeiten. Nach Geschlecht gab es dagegen geringere Unterschiede: 5,4&nbsp;% der erwerbst&auml;tigen Frauen und 4,6&nbsp;% der erwerbst&auml;tigen M&auml;nner gingen einer weiteren Besch&auml;ftigung nach. Hintergrund f&uuml;r den h&ouml;heren Anteil bei den Frauen ist, dass Mehrfachbesch&auml;ftigungen h&auml;ufiger bei Teilzeit-Erwerbst&auml;tigen vorkommen, bei denen wiederum der Frauenanteil deutlich h&ouml;her ist.<br>\nDie meisten Erwerbst&auml;tigen mit einer zweiten oder weiteren T&auml;tigkeit waren in ihrem Zweitjob als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer t&auml;tig (60,5&nbsp;%). Eine weitere gro&szlig;e Gruppe war im Zweitjob selbstst&auml;ndig ohne eigene Besch&auml;ftigte (34,7&nbsp;%). Dagegen gaben sehr wenige Befragte an, in der Nebent&auml;tigkeit selbstst&auml;ndig mit Besch&auml;ftigten (3,4&nbsp;%) oder mithelfendes Familienmitglied (1,4&nbsp;%) zu sein.<br>\nIm Nebenjob arbeiteten Erwerbst&auml;tige im Durchschnitt 8,5 Stunden pro Woche. Dabei war die Arbeitszeit bei im Zweitjob Selbstst&auml;ndigen mit Besch&auml;ftigten (12,7 Stunden) deutlich l&auml;nger als bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (7,9 Stunden) oder Solo-Selbstst&auml;ndigen (9,0 Stunden). In der Hauptt&auml;tigkeit arbeiteten Selbstst&auml;ndige mit durchschnittlich 38,2 Stunden ebenfalls am l&auml;ngsten, Arbeitnehmer arbeiteten hier rund 6 Stunden weniger (31,8 Stunden)&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/04\/PD15_155_132.html;jsessionid=50024F4E86029875D3475BE2064E0B16.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Deutschlands R&uuml;ckkehr zur 50-Stunden-Woche<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen m&uuml;ssen f&uuml;r immer weniger Geld arbeiten und sehen sich daher dazu gezwungen, neben der gewohnten T&auml;tigkeit zus&auml;tzliche Arbeit anzunehmen&hellip;<br>\nDieses Ergebnis ist die zwingende Folge des der Agenda 2010 zugrundeliegenden, falschen Verst&auml;ndnisses vom Arbeitsmarkt, das davon ausgeht, Arbeitspl&auml;tze w&uuml;rden durch &ldquo;flexible&rdquo;, also niedrige L&ouml;hne, &ldquo;flexible&rdquo; Besch&auml;ftigungsmodelle (Minijobs, Leiharbeit, Zeitarbeit etc.), also ebenfalls zu Lasten der Arbeitnehmer, und dem Zwang (Hartz IV) jede Arbeit, unabh&auml;ngig von der beruflichen Qualifikation und der Entlohnung, annehmen zu m&uuml;ssen, geschaffen&hellip;<br>\nDie Jobs, die jene Menschen laut der Arbeitskr&auml;fteerhebung des Statistischen Bundesamts zus&auml;tzlich aus&uuml;ben (m&uuml;ssen), sind daher nicht Ergebnis eine erfolgreichen Wirtschaftsentwicklung, sondern Ausdruck einer wirtschaftlich kontraproduktiven, menschen- und gemeinwohlfeindlichen Wirtschaftspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/04\/arbeitszeit-deutschlands-ruckkehr-zur-50-stunden-woche\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Herr de Maizi&egrave;re, Sie l&uuml;gen wie gedruckt!<\/strong><br>\nIn der NSA-Aff&auml;re hat das Innenministerium unter Thomas de Maizi&egrave;re (61, CDU) das Parlament und die &Ouml;ffentlichkeit nach vorliegenden Dokumenten belogen &ndash; und zwar mehrfach!\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/de_Maiziere_luegt.jpg\" alt=\"Herr de Maizi&egrave;re, Sie l&uuml;gen wie gedruckt!\" title=\"Herr de Maizi&egrave;re, Sie l&uuml;gen wie gedruckt!\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/thomas-de-maiziere\/sie-luegen-wie-gedruckt-40740286.bild.html\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Jetzt wird es gef&auml;hrlich f&uuml;r de Maizi&egrave;re. Es w&auml;re nicht das erste Mal, dass die Bild-Zeitung einen hochrangigen Politiker zu Fall bringt. Wenn die Kanzlerinnen-Freundin Friede Springer eine solche Schlagzeile zul&auml;sst, sieht es schlecht aus mit der R&uuml;ckendeckung durch Angela Merkel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Varoufakis: Ein New Deal f&uuml;r Griechenland &ndash; Griechenland braucht Reformen &ndash; und unsere europ&auml;ischen Partner einen neuen Ansatz.<\/strong><br>\nDie inzwischen dreimonatigen Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und unseren europ&auml;ischen und internationalen Partnern haben in weiten Teilen eine Ann&auml;herung &uuml;ber die zur Bew&auml;ltigung der jahrelangen Wirtschaftskrise und zur Herbeif&uuml;hrung einer nachhaltigen Erholung in Griechenland erforderlichen Schritte gebracht. Aber sie haben noch n..icht zu einer Einigung gef&uuml;hrt. Warum ist das so? Was f&uuml;r Schritte sind erforderlich, um eine praktikable, im gegenseitigen Einvernehmen beschlossene Reformagenda zu produzieren?<br>\nWir und unsere Partner sind uns bereits &uuml;ber vieles einig. Griechenlands Steuersystem muss grundlegend &uuml;berholt und die Finanzbeh&ouml;rden von politischer und unternehmerischer Einflussnahme befreit werden. Das Rentensystem ist marode. Die Kreditkreisl&auml;ufe der Volkswirtschaft wurden unterbrochen. Der Arbeitsmarkt wurde durch die Krise verheert und ist stark segmentiert, und das Produktivit&auml;tswachstum ist zum Erliegen gekommen. Die &ouml;ffentliche Verwaltung bedarf dringend der Modernisierung, und die &ouml;ffentlichen Ressourcen m&uuml;ssen effizienter eingesetzt werden. Neue Unternehmensgr&uuml;ndungen werden durch enorme Hindernisse blockiert. Der Wettbewerb in den Produktm&auml;rkten ist viel zu begrenzt. Und die Ungleichheit hat ein emp&ouml;rendes Niveau erreicht, was verhindert, dass sich die Gesellschaft geeint hinter unverzichtbare Reformen stellt&hellip;<br>\nWir brauchen eine umfassende, allgemein akzeptierte Reformagenda, die den Weg hin zu dieser Konsolidierung unterf&uuml;ttert und Vertrauen innerhalb der griechischen Gesellschaft schafft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/europaeische-integration\/artikel\/ein-new-deal-fuer-griechenland-896\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><strong>Im rechtsfreien Raum<\/strong><br>\nInterview mit Theodoros Paraskevopoulos, Berater der griechischen Regierung: Wie sich die Verhandlungen entwickelt haben, wie es hinter den Kulissen zugeht und wieso Grundrechte nicht &uuml;berall gelten&hellip;<br>\nNein: die gesamte griechische Regierung gibt sich nicht nur konziliant, sondern wir sind es auch &ndash; weil wir wissen, dass bei (diesen) Verhandlungen die einzige L&ouml;sung ein Kompromiss ist. Sonst m&uuml;sste man Krieg f&uuml;hren.<br>\nWenn aber so klar ist, dass es nach wie vor so wenig Bewegung gibt &ndash; wieso wird von der griechischen Regierung so vehement au&szlig;er Frage gestellt, &uuml;ber Alternativen zu diskutieren? Sie haben gerade gesagt, es kann nur einen Kompromiss geben &ndash; aber danach sieht es ja derzeit wirklich nicht aus.<br>\nDaf&uuml;r gibt es zwei Gr&uuml;nde. Erstens &ndash; ich zitiere Angela Merkel &ndash; hat Frau Merkel auf die Frage, ob sie an einen &ldquo;Plan B&rdquo; f&uuml;r den Fall eines Austritts von Griechenland aus der Eurozone denkt, gesagt, &ldquo;meine Politik ist, dass Griechenland in der Eurozone bleibt und das verfolge ich&rdquo; &ndash; und das sagen wir auch. Und ich glaube, das ist auch konsequente Politik: dass man sich ein Ziel setzt, dieses Ziel verfolgt und nicht &uuml;ber Abweichungen von diesem Ziel diskutiert. Was nun die Kompromissm&ouml;glichkeit und die Bewegung betrifft &ndash; ich zitiere Varoufakis &ndash; ist die Europ&auml;ische Union bekannt daf&uuml;r, dass sie im letzten Moment Kompromisse findet. Wieso nicht auch in diesem Fall?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fm4.orf.at\/stories\/1758238\/\">fm4 ORF<\/a><\/li>\n<li><strong>Ihr werdet schon sehen<\/strong><br>\nGriechenland Premier Tsipras erw&auml;gt, seinen Kurs durch ein Referendum best&auml;tigen zu lassen. Die W&auml;hler zur Krisenpolitiik direkt befragen &ndash; das gab es in der Eurozone noch nie&hellip;<br>\n Dass Tsipras &uuml;ber ein Referendum nachdenkt, um &uuml;ber seine Politik abstimmen zu lassen, w&auml;re hilfreich und historisch zugleich. Wie immer das Ergebnis ausf&auml;llt &ndash; zum ersten Mal w&uuml;rden in der W&auml;hrungsunion kein Aktienindex, kein B&ouml;rsenkurs, keine Umlaufrenditen, kein EZB-Pr&auml;sident, kein EU-Kommissar, keine deutsche Kanzlerin, sondern die Betroffenen selbst &uuml;ber ihr soziales Schicksal entscheiden. Zwar haben die Griechen bereits beim Parlamentsvotum am 25. Januar die Sparpolitik abgew&auml;hlt, nun aber lie&szlig;e sich im Wissen dar&uuml;ber urteilen, wie seither in der Solidar- und Wertegemeinschaft EU mit ihnen umgegangen wurde&hellip;<br>\nDer deutsche Euro-Nationalismus, verk&ouml;rpert von Angela Merkel, ist &auml;hnlich zu erkl&auml;ren. Es wurde die Gunst der Krisenstunde erkannt, um dem Europa des Euro einen &ouml;konomischen Katechismus zu verordnen &ndash; den des deutschen Stabilit&auml;tsdogmas. Dessen verheerendste Konsequenz hei&szlig;t Griechenland. Wird das eingestanden, indem der Syriza-Regierung Konzessionen einger&auml;umt werden, stehen Merkels Stabilit&auml;tstheorien schnell ohne Praxis da, weil ohne oder nur mit teuren Finanzinvestoren.<br>\nSo viele Milliarden Euro kann EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi gar nicht drucken lassen, um &ldquo;das Vertrauen der M&auml;rkte&rdquo; zu erhalten, wenn Griechenland seinen eigenen souver&auml;nen Weg gehen darf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/ihr-werdet-schon-sehen\">Lutz Herden in der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kapitulation der gestaltenden Finanzpolitik<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Rudolf Hickel &uuml;ber 40 Jahre Memorandum-Gruppe, ignorierte Alternativen und die M&ouml;glichkeiten eines qualitativen Wachstums\n<p><em>Kaum zu glauben, aber ganz fr&uuml;her standen die Mitglieder der Memorandum-Gruppe unter Kommunismusverdacht. Ihnen wurde ja sogar mal unterstellt, aus der DDR finanziert zu werden, weil Sie im Pahl-Rugenstein-Verlag publizierten.<\/em><br>\nAls der damalige Gewerkschaftssekret&auml;r J&uuml;rgen Peters, sp&auml;ter IG-Metall-Chef, unser Memorandum mit seiner Unterschrift unterst&uuml;tzte, wurde ihm mit der Abmahnung gedroht. Und als die DDR zusammenbrach, rechneten manche mit dem Ende des Memorandums. Das Faszinierende ist, und so werde ich es auch bei unserer 40-Jahr-Feier sagen: Der Beweis, dass wir nie abh&auml;ngig waren von DDR-Institutionen, ist nach der Wende geliefert worden. Uns gibt es weiterhin. Wir finanzieren uns schlicht und einfach &uuml;ber Mitgliedsbeitr&auml;ge und Spenden der Menschen, die uns und unsere Ideen unterst&uuml;tzen. Wir bekommen bis heute keinen Cent an Subventionen vom Staat oder von partei- oder gewerkschaftsnahen Stiftungen.<\/p>\n<p><em>Wie viele &Ouml;konomen machen zur Zeit aktiv mit?<\/em><br>\nDer harte Kern besteht aus etwa 30 &Ouml;konomen, die sich drei Mal j&auml;hrlich treffen, das Memorandum vorbereiten und sich die Redaktionsarbeit aufteilen. Und dann gibt es einen Diskussionsprozess, der einer sympathischen Variante des Chaos gleicht. Ich wundere mich manchmal, wie das noch alles funktioniert, denn das Memorandum macht eine Riesenarbeit.<\/p>\n<p><em>Sie haben gesagt, Ihr eigentlicher Adressat ist die Wirtschaftswissenschaft. Im Zuge der Finanzkrise 2008 geriet die herrschende Lehre in die Kritik, zu marktradikal gewesen zu sein. Pl&ouml;tzlich waren Marx und Keynes wieder gefragt. Hat sich an den Universit&auml;ten seither etwas getan?<\/em><br>\nAuch in Lehrveranstaltungen wird manchmal &uuml;ber Alternativen gesprochen. Und vor zwei Jahren gab es in Nordrhein-Westfalen mal eine Frage, wie wir sie auch im Memorandum stellen. Aber das ist die Ausnahme. Wir haben sowohl die New-Economy-Krise 2000 als auch die Finanzmarktkrise relativ fr&uuml;h kommen sehen und gefordert, dass die Banken entmachtet werden m&uuml;ssen. Aber wir sind daf&uuml;r nicht belohnt worden. Die Mainstreamwissenschaft ist ja richtig zynisch. Erst gab sie zu, dass ihre Hypothese, deregulierte Finanzm&auml;rkte seien effizient, zusammengebrochen ist. Doch dann ging man mit einer unglaublichen Arroganz zur Tagesordnung &uuml;ber &ndash; nach dem Motto, vielleicht war die Krise nur ein singul&auml;res Ereignis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/969469.kapitulation-der-gestaltenden-finanzpolitik.html?action=print\">ND<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gewinner und Verlierer &ndash; Parit&auml;tisches Jahresgutachten 2015<\/strong><br>\nDer Mange an Untersuchungen zur Entwicklung der sozialen Koh&auml;sion in Deutschland steht in einem auff&auml;lligen Missverh&auml;ltnis zu den detaillierten und zahlreichen Untersuchungen zu anderen Bereichen des sozialen Lebens. Diesem Defizit abzuhelfen und j&auml;hrlich eine auf Indikatoren der amtlichen Sozialberichterstattung und der wissenschaftlichen Sozialforschung beruhende Sozialbilanz des zur&uuml;ckliegenden Jahres zu unternehmen, ist das Ziel des Parit&auml;tischen Jahresgutachtens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/index.php?eID=tx_nawsecuredl&amp;u=0&amp;g=0&amp;t=1431033606&amp;hash=f4428c9aac00f4c4225055d41fbc9d980776e9de&amp;file=uploads\/media\/Jahresgutachten_72_dpi_2015.pdf\">Deutscher Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband &ndash; Gesamtverband e. V. [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Westliche Bomben st&auml;rken Islamischen Staat&ldquo;<\/strong><br>\nBei einer umjubelten Lesung in der Humboldt-Uni hat der Publizist und Bestseller-Autor J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer sein neues Buch vorgestellt. Er beschreibt darin seine lebensgef&auml;hrliche Reise in den &bdquo;Islamischen Staat&ldquo;. In Berlin k&uuml;ndigte er auch einen offenen Brief an den Terrorf&uuml;hrer Al Baghdadi an&hellip;<br>\nAm Ende verliest Todenh&ouml;fer einen offenen Brief an den Kalifen des &bdquo;Islamischen Staates&ldquo;, Abu Bakr Al Baghdadi, der an diesem Mittwoch in mehreren arabischen Zeitungen erscheint. Al Baghdadi hatte ihm eine Sicherheitsgarantie gegeben, f&uuml;r deren Einhaltung Todenh&ouml;fer sich darin bedankt. Dann aber l&auml;sst er kein gutes Haar am IS und an dem, was er im Irak erlebte. Dem selbsternannten Kalifen wirft er eine lange Liste &bdquo;fast demonstrativer Verst&ouml;&szlig;e gegen den Koran&ldquo; vor, die IS-Aktivit&auml;ten und seine Ideologie seien &bdquo;ein Gegenprogramm zum Islam&ldquo;:&nbsp; Die Methoden der K&auml;mpfer seien zwar bislang sehr erfolgreich gewesen, aber &bdquo;nach den Geboten des Koran unislamisch und kontraproduktiv&ldquo;, schreibt Todenh&ouml;fer. &bdquo;Sie schaden der gesamten muslimischen Welt. Vor allem dem Islam, in dessen Namen Sie zu k&auml;mpfen vorgeben. Terror hat mit Islam so wenig zu tun wie Vergewaltigung mit Liebe.&ldquo;<br>\nF&uuml;r den Deutschen ist der Kerngedanke des Islam &bdquo;sein f&uuml;r die damalige Zeit revolution&auml;rer Aufruf zu Gerechtigkeit, Gleichheit und Barmherzigkeit&ldquo;, der dem IS &bdquo;leider fremd zu sein&ldquo; scheint. Stattdessen plane Al Baghdadi mit dem IS &bdquo;ganz konkret die gr&ouml;&szlig;te &sbquo;religi&ouml;se S&auml;uberungsaktion&lsquo; der Geschichte&ldquo;. Im Islam gebe es keinen Zwang in Glaubensfragen und ein klares Verbot von Angriffskriegen, betont Todenh&ouml;fer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/terrorgruppe-islamischer-staat\/juergen-todenhoefer--westliche-bomben-staerken-islamischen-staat-,28501302,30544026.html\">Steven Geyer in der FR<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Siehe auch schon &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25848\">Inside IS: 10 Tage im &lsquo;Islamischen Staat&rsquo;<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das &bdquo;Wunder von Lausanne&ldquo;?<\/strong><br>\nDie Einigung im iranischen Atomstreit stellt nicht jeden zufrieden. Doch sie ist besser als jede Alternative&hellip;<br>\nSo ist der Iran offenbar dazu bereit, sein Atomprogramm drastisch einzuschr&auml;nken und zwei Drittel seiner fast 20.000 Zentrifugen zur Urananreicherung in den n&auml;chsten zehn Jahren abzubauen. Der Anreicherungsgrad soll von derzeit 20 Prozent auf rund 3,5 Prozent begrenzt werden. Diese Beschr&auml;nkungen sollen sicherstellen, dass Iran &ndash; statt bisher zwei Monate &ndash; k&uuml;nftig mindestens ein Jahr brauchen w&uuml;rde, um genug Uran f&uuml;r einen atomaren Sprengsatz zu produzieren. Die Urananreicherung soll zudem auf die Anlage in Natans begrenzt werden. Auch der Weg zur Plutoniumbombe soll k&uuml;nftig verbaut werden. So stimmte Au&szlig;enminister Sarif in Lausanne zu, den in Bau befindlichen Schwerwasserreaktor in Arak zu modifizieren und dauerhaft auf Technologie zur Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennst&auml;be zur Plutoniumgewinnung zu verzichten.<br>\n&Uuml;berhaupt sind in dem Abkommen bislang pr&auml;zedenzlose Transparenz- und &Uuml;berpr&uuml;fungsma&szlig;nahmen vereinbart worden&hellip;.<br>\nMan kann nur hoffen, dass diese beispiellose Desavouierung eines amerikanischen Pr&auml;sidenten bei einem wichtigen au&szlig;enpolitischen Thema den Republikanern bei den n&auml;chsten Pr&auml;sidentschaftswahlen 2016 auf die F&uuml;&szlig;e fallen wird. Jedenfalls werden die Atomverhandlungen mit Iran in Form innenpolitischer R&auml;nkespiele sowohl in Washington wie auch in Teheran weiter gef&uuml;hrt. Auch Saudi-Arabien und Israel werden nichts unversucht lassen, um das Abkommen zu boykottieren&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kolumne\/artikel\/das-wunder-von-lausanne-893\/\">Rolf M&uuml;tzenich in Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sergue&iuml; Ivanov \/ Dominique de Villepin, Aufruf zu verst&auml;rkter Kooperation zwischen den V&ouml;lkern Russlands und Europas<\/strong><br>\nDie Ukraine-Krise zerst&ouml;rt die Bem&uuml;hungen um eine Ann&auml;herung zwischen Russland und Europa. Zur Vermeidung eines neuen kalten Krieges sollten Kontakte zwischen der Bev&ouml;lkerung beider L&auml;nder einen h&ouml;heren Stellenwert bekommen&hellip;<br>\n&hellip; In der gegenw&auml;rtig schwierigen Zeit voller Risiken und Unsicherheiten scheint es logisch und konsequent, zivilgesellschaftliche Kooperation in Erwartung besserer Zeiten hintan zu stellen. Doch wir sind der Meinung, dass diese Erwartungshaltung in der jetzigen Zeit ein strategischer Fehler w&auml;re. Denn gerade in Zeiten schwerer politischer Krisen verdienen Interaktionsprojekte in den Bereichen Bildung, Kultur und Zivilgesellschaft allergr&ouml;&szlig;te Beachtung.<br>\nDie Ukraine-Krise macht es nicht erforderlich, das Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Raums der V&ouml;lker Russlands und Europas aufzugeben. Zwar wird es durch die Krise sehr viel schwieriger, die Ziele des Vorhabens zu erreichen, doch sie &auml;ndert nichts an dessen Grundlagen: Russland geh&ouml;rt zur europ&auml;ischen Kultur und Zivilisation und seine Wissenschaften, sein Bildungswesen und seine zivilgesellschaftlichen Institutionen sind mehr auf Europa als auf irgendeinen anderen Teil der Welt ausgerichtet.<br>\nDie Schaffung eines gemeinsamen Raumes zwischen den beiden V&ouml;lkern ist keine Utopie, sondern eine nat&uuml;rliche Ann&auml;herung des Westens und Ostens unseres Kontinents. Wir sollten jedenfalls versuchen, negative Auswirkungen der Ukraine-Krise auf bestehende Kooperationen unserer V&ouml;lker einzugrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150430_Villepin_Ivanov.pdf\">Le Monde vom 27.4.2015, Seite 12, &bdquo;Renfor&ccedil;ons la coop&eacute;ration entre les peuples russe et europ&eacute;en&ldquo;, &Uuml;bersetzung von Gerhard Kilper [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiewende &ndash; aber richtig: Franz&ouml;sische Ademe-Studie &ndash; Der Umstieg auf 100 Prozent gr&uuml;nen Strom ist m&ouml;glich<\/strong><br>\nDie dem franz&ouml;sischen Umwelt- und Forschungsministerium zugeordnete Agentur f&uuml;r Umwelt und Energiebeherrschung Ademe entz&uuml;ndete &ndash; eher widerwillig und ungern &ndash; mit einer Studie einen wahren Brandsatz. Die von ihr in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, Frankreich k&ouml;nne bis 2050 ganz ohne Kernkraft seinen ganzen Bedarf an elektrischer Energie allein aus erneuerbaren Energien gewinnen&hellip;<br>\nDas Dokument ist der franz&ouml;sischen Regierung unangenehm, ja l&auml;stig, weil ihr Gesetzesentwurf zur energischen Umsteuerung die Aufrechterhaltung eines Sockels von 50 Prozent Nuklearenergie vorsieht, und weil ihr Entwurf in der Nationalversammlung zur Debatte ansteht. Der Bericht wurde schlie&szlig;lich vorzeitig von der Online-Zeitung Mediapart.fr ver&ouml;ffentlicht&hellip;<br>\nUnter Einbeziehung aller gr&uuml;nen Energiequellen &ndash; Windkraft, Solarenergie, Biomasse, Wasserkraft und Meeresenergie &ndash; verf&uuml;gt Frankreich &uuml;ber ein Potential von 1268 Terrawattstunden (TWh) pro Jahr, d.h. dreimal soviel wie die f&uuml;r die Mitte des Jahrhunderts gesch&auml;tzte j&auml;hrliche Stromnachfrage von 422 TWh pro Jahr&hellip;<br>\nDie Studie schl&auml;gt 63 Prozent gr&uuml;nen Strom aus Windkraft (Land, Meer), 17 Prozent aus Solarenergie, 13% aus Wasserkraft und 7 Prozent aus thermischer Energie (geothermische Energie, Biomasse) vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/04\/energiewende-aber-richtig-franzosische-ademe-studie-der-umstieg-auf-100-grunen-strom-ist-moglich\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geldmarktfonds &ndash; Konservative und Sozialdemokraten erteilen Schattenbanken Freibrief<\/strong><br>\nDas Europaparlament hat an diesem Mittwoch &uuml;ber neue Regeln f&uuml;r Geldmarktfonds (1) abgestimmt.<br>\nDie Abgeordneten der konservativen, sozialdemokratischen und liberalen Fraktionen haben ihren Kopf in den Sand gesteckt und f&uuml;r eine lasche Regulierung von Schattenbanken gestimmt. Anstatt dem Rat des Globalen Finanzstabilit&auml;tsrats (FSB) und des Europ&auml;ischen Systemrisikorats (ESRB) sowie der Position der deutschen und franz&ouml;sischen Regierung zu folgen, sind die Abgeordneten vor der Finanzlobby eingeknickt. Die Mehrheit der Europaparlamentarier hat die Warnhinweise von FSB und ESRB ignoriert. Nur eine ganz bestimmte, neu geschaffene Fonds-Kategorie, sogenannte Low Volatility Net Asset Value (LVNAV) Geldmarktfonds, soll nach einer &Uuml;bergangsfrist von f&uuml;nf Jahren ihre Gesch&auml;fte einstellen. Das sind drei Jahre mehr als in den USA und daher v&ouml;llig inakzeptabel. Dagegen sollen Geldmarktfonds f&uuml;r Staatsanleihen mit konstantem R&uuml;ckkaufswert unbegrenzt weiterlaufen d&uuml;rfen. So erhalten Staatsanleihen &uuml;ber die Freistellung von Eigenkapitalpflichten von Banken und Versicherungen hinaus ein weiteres unberechtigtes Privileg in der Finanzmarktregulierung. Selbst der &Auml;nderungsantrag der Gr&uuml;nen\/EFA-Fraktion, dieses Privileg nach f&uuml;nf Jahren auslaufen zu lassen, fand keine Mehrheit&hellip;<br>\nDas heutige Abstimmungsergebnis besch&auml;digt nachhaltig das Ansehen des Europaparlaments als Wahrer der Finanzstabilit&auml;t. W&auml;hrend sich im Rat die Regierungen von Frankreich und Deutschland f&uuml;r eine strikte Regulierung einsetzen, sind ihnen die Abgeordneten aus den eigenen Reihen, Konservative und Sozialdemokraten, mit der heutigen Abstimmung in den R&uuml;cken gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/geldmarktfonds-konservative-und-sozialdemokraten-erteilen-schattenbanken-freibrief\/\">Sven Giegold<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesrechnungshof: Kritik an Staatsmedien<\/strong><br>\nDer Bundesrechnungshof hat unn&ouml;tige Ausgaben f&uuml;r staatliche Medien kritisiert. So habe das Bundesverteidigungsministerium seit dem Jahre 2002 mindestens 50 Millionen Euro f&uuml;r einen eigenen Fernsehsender ausgegeben, ohne den Bedarf f&uuml;r den Sender nachzuweisen, hei&szlig;t es in den vom Bundesrechnungshof als Unterrichtung (18\/4650) vorgelegten Bemerkungen zur Haushalts- und Wirtschaftsf&uuml;hrung des Bundes (weitere Pr&uuml;fungsergebnisse). Das Bundeswehrfernsehen werde f&uuml;r den Auslandseinsatz betreiben, obwohl fast alle Soldaten in den Einsatzgebieten deutschsprachige &ouml;ffentlich-rechtliche und private Fernsehsender empfangen k&ouml;nnten. Das Verteidigungsministerium habe die Notwendigkeit des Fernsehsenders seit mehr als zw&ouml;lf Jahren nicht nachweisen k&ouml;nnen und sollte daher keine neuen Ausgabeverpflichtungen f&uuml;r das Bundeswehr-Fernsehen mehr eingehen, schreibt der Bundesrechnungshof.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_04\/-\/372430\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Ursachen f&uuml;r die Ausschreitungen in Baltimore<\/strong><br>\n90 Prozent der von der Polizei Festgenommenen sind Schwarze, Polizeibrutalit&auml;t ist ein bekanntes Ph&auml;nomen und in der 600.000-Einwohner-Stadt gab es 2012 60.000 Festnahmen&hellip;<br>\nWie die Baltimore Sun herausgefunden hat, zahlte die Stadt in den letzten vier Jahren 5,7 Millionen US-Dollar in mehr als 100 F&auml;llen der Polizeibrutalit&auml;t und Verletzungen der B&uuml;rgerrechte an die Opfer, zur Verteidigung der Polizisten wurden 5,8 Millionen US-Dollar ausgegeben. Das weist darauf hin, dass es in Baltimore Probleme gibt&hellip;<br>\nBaltimore besitzt eines der gr&ouml;&szlig;ten Gef&auml;ngnisse der USA und hat relativ zur Einwohnerzahl die gr&ouml;&szlig;te Zahl der Gef&auml;ngnisinsassen. 2010 sa&szlig;en t&auml;glich 4000 Menschen im Gef&auml;ngnis, die meisten in Untersuchungshaft. 73.000 Menschen wurden in den Gef&auml;ngnissen aufgenommen, 35.000 kommen j&auml;hrlich in das Baltimore City Detention Center. 90 Prozent der Festgenommen und Inhaftierten sind in Baltimore Schwarze und 60 Prozent j&uuml;nger als 35 Jahre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44790\/1.html\">Florian R&ouml;tzer in Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zu viel Kirche beim Kirchentag<\/strong><br>\nZehntausende Christen treffen sich demn&auml;chst zum Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Stuttgart. Der versteht sich als Graswurzelbewegung und als Gegen&uuml;ber zur Amtskirche. Aber ist das wirklich so? &Uuml;ber Anspruch und Wirklichkeit eines christlichen Mega-Events.<br>\nAn der Spitze des Kirchentags amtiert ein Pr&auml;sidium, das momentan aus 26 Personen besteht&hellip;<br>\nDieses Pr&auml;sidium ist keineswegs eine Graswurzelbewegung und repr&auml;sentiert auch nicht den Querschnitt der deutschen Bev&ouml;lkerung: Elf davon sind Bisch&ouml;fe oder Kirchenfunktion&auml;re und Wissenschaftler, die bei Kirchen oder kirchlichen Einrichtungen angestellt sind und von dort ihr Einkommen beziehen. Die andere gro&szlig;e Gruppe stellen Spitzenpolitiker, amtierende und ehemalige Bundes- und Landesminister, Senatoren oder Staatssekret&auml;re und Ministerialdirektoren. Darunter finden sich Namen wie der von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re, Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier, der des rheinland-pf&auml;lzischen Justizministers Gerhard Robbers, die ehemalige Hamburger Senatorin Karin von Welck, die fr&uuml;here Bundesfamilienministerin Christine Bergmann und die baden-w&uuml;rttembergische Kultusstaatssekret&auml;rin Marion von Wartenberg oder die Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Bundestag Katrin G&ouml;ring-Eckardt&hellip;<br>\nThemen, die bei Kirchentagen angesprochen werden, haben einen gro&szlig;en Einfluss auf die bundesdeutsche politische Diskussion. Deshalb wird hinter den Kulissen heftig geschachert, um Vertreter des jeweils eigenen politischen Lagers als Referenten auf den Kirchentagspodien unterzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/213\/zu-viel-kirche-beim-kirchentag-2858.html\">Uli R&ouml;hm in der Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die L&uuml;genpresse l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en: Der 3. Mai ist der &ldquo;Welttag der Pressefreiheit&rdquo;. Ein guter Tag, um dar&uuml;ber nachzudenken, wie diese Freiheit genutzt wird. Die Bandbreite reicht von seri&ouml;sem Journalismus bis zur &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo;, kommentiert unser Autor.<\/em><\/li>\n<li><em>Wut und Groll zum 1. Mai: Es war einmal der Kampftag der Arbeiterklasse. Der 1. Mai. Heute ruft der DGB: Moin, Moin Mindestlohn und die IG Metall steht an der Seite von SPD-Gabriel. Unser Autor versp&uuml;rt Wut und Groll.<\/em><\/li>\n<li><em>Buddeln im S 21-Sumpf: In K&uuml;rze steht Stuttgart 21 wieder auf der Bundes-Agenda. Der Verkehrsausschuss des Bundestags will&nbsp; am 6. Mai &ldquo;offene Fragen&rdquo;&nbsp; beim Jahrhundertprojekt kl&auml;ren. Im ICE-Tempo: Zwei Stunden bleiben den Abgeordneten und Experten.<\/em><\/li>\n<li><em>K&ouml;nig Wilhelms lustiges Lotterleben: K&ouml;nig Wilhelm II. galt bisher immer als Seele von einem Menschen: gl&auml;ubig, herzensgut, vielleicht ein bisschen dackelhaft. Stimmt aber nicht, wie neu entdeckte Briefe des Monarchen an seine M&auml;nnerfreunde beweisen.<\/em><\/li>\n<li><em>&ldquo;Psychopath und Hochstapler&rdquo;: F&uuml;r Verschw&ouml;rungstheoretiker war das ein schlechter Tag. Speziell f&uuml;r jene, die hartn&auml;ckig die Ger&uuml;chte n&auml;hren, Mich&egrave;le Kiesewetters Kollege Martin A. sei in den Wochen nach dem Anschlag in Heilbronn von der rechten Szene ausspioniert worden &ndash; um ihn zu liquidieren.<\/em><\/li>\n<li><em>Gl&uuml;ck gehabt: Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber h&ouml;ren, erh&ouml;ren und den impertinenten Wunsch, Stuttgart-21 zu stoppen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Testwahn<\/strong><br>\nIn den USA m&uuml;ssen Lehrer wegen Notenmanipulationen ins Gef&auml;ngnis. Das befeuert eine Debatte &uuml;ber die Testkultur..<br>\nIm Bundesstaat Georgia in den USA m&uuml;ssen Lehrer, Schulinspektoren und Direktoren wegen Betrugs wohl f&uuml;r einige Jahre ins Gef&auml;ngnis. Sie hatten Sch&uuml;lern die richtigen Antworten f&uuml;r Multiple-Choice-Tests gegeben und falsch ausgef&uuml;llte Frageb&ouml;gen nachtr&auml;glich &ldquo;korrigiert&rdquo;. Anfang April wurden sie deswegen verurteilt &ndash; und au&szlig;erdem wegen Korruption und Schutzgelderpressung; Straftatbest&auml;nde die gew&ouml;hnlich f&uuml;r Gangster reserviert sind.<br>\nDie Verurteilten waren an insgesamt 44 &ouml;ffentlichen Schulen, mit mehr als 50.000 Sch&uuml;lern in Atlanta, der Hauptstadt von Georgia t&auml;tig. Insgesamt sollen &uuml;ber 170 Lehrer einige Jahre lang daran beteiligt gewesen sein, die Testergebnisse f&uuml;r ihren Schulbezirk zu frisieren&hellip;<br>\nNachdem zun&auml;chst die Gewerkschaften gegen den Testwahn protestierten, schlie&szlig;en sich zunehmend auch Eltern der &ldquo;Opt-out-Bewegung&rdquo; an. Sie wenden sich an die Schulen und erkl&auml;ren schriftlich, dass sie keine Teilnahme ihrer Kinder w&uuml;nschen. Im Bundesstaat New York, wo die Opt-out-Bewegung am st&auml;rksten ist, blieben im vergangenen Jahr 60.000 Sch&uuml;ler den Tests fern. In den zur&uuml;ckliegenden Wochen &ndash; April ist traditionell der Monat f&uuml;r standardisierte Tests &ndash; haben nach Einsch&auml;tzung der Opt-out-Bewegung mindestens 200.000 Sch&uuml;ler in New York die Tests boykottiert. In manchen New Yorker Schulen gab es mehr Boykotteure als Teilnehmer.<br>\nNeben progressiven Eltern beteiligen sich auch konservative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=bi&amp;dig=2015%2F04%2F29%2Fa0117&amp;cHash=c7cda41d8f7852c96d29050104b078d3\">Dorothea Hahn in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>RWTH Aachen Forschungsgelder von US-Geheimdiensten -Grundlagenforschung oder Schn&uuml;ffelei?<\/strong><br>\nDer Aachener Friedenspreis e.V. erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen die RWTH Aachen: Die Hochschule sei an Forschungen f&uuml;r den US-Geheimdienst und das Milit&auml;r beteiligt. Die RWTH will pr&uuml;fen, ob tats&auml;chlich &ldquo;R&uuml;stungsforschung&rdquo; vorliege&hellip;<br>\nKonkret geht es bei den Vorw&uuml;rfen um zwei Programme mit den Namen &ldquo;Babel&rdquo; und &ldquo;Bolt&rdquo;. An ihnen forschen Wissenschaftler des Lehrstuhls f&uuml;r Sprachverarbeitung und Mustererkennung. Er geh&ouml;rt zum Institut f&uuml;r Informatik&hellip;<br>\nBereits 2013 waren Vorw&uuml;rfe laut geworden, dass die RWTH Aachen f&uuml;r das US-Verteidigungsministerium forsche. Die Hochschule gab zu, zwischen 2009 und 2013 rund 430.000 Euro vom Pentagon erhalten zu haben und betonte, dass es um Grundlagenforschung gegangen sei. Au&szlig;er Aachen bekamen nach Recherchen des NDR aus dem Jahr 2013 auch die Universit&auml;ten in Bochum und Wuppertal Geld vom US-Verteidigungsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/aktuell\/aachener-friedenspreis-rwth-aachen-forschung-100.html\">wdr aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-25891","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25891","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25891"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25891\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25895,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25891\/revisions\/25895"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25891"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25891"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25891"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}