{"id":2598,"date":"2007-08-30T08:52:43","date_gmt":"2007-08-30T06:52:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2598"},"modified":"2007-08-30T08:52:43","modified_gmt":"2007-08-30T06:52:43","slug":"hinweise-des-tages-471","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2598","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Kein Geld f&uuml;r den Konsum<\/strong><br>\nDer aktuelle Aufschwung geht an den privaten Haushalten vorbei. Ihr Einkommen steigt kaum. &ldquo;Eine echte Steigerung des privaten Konsums gibt die Entwicklung der Einkommen einfach nicht her&rdquo;, sagte Stefan Bielmeier, &Ouml;konom bei der Deutschen Bank. Der Privatkonsum tr&auml;gt ungef&auml;hr 56 Prozent zum deutschen Bruttoinlandsprodukt bei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/682045.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wer allerdings nicht auf die Pulsf&uuml;hler der GfK, sondern auf die Zahlen des Statistischen Bundesamtes geschaut hat, konnte nie an die Stimmungsmache &uuml;ber eine angebliche Konsumeuphorie glauben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>London Underground wird wieder st&auml;dtisch<\/strong><br>\nDie zust&auml;ndige Beh&ouml;rde Transport for London (TfL) hat bereits einen offiziellen Antrag beim Konkursverwalter gestellt, die Vertr&auml;ge des bankrotten U-Bahnbetreibers Metronet zu &uuml;bernehmen. Metronet ist ein Konsortium aus f&uuml;nf Privatfirmen, das sich im Jahr 2003 im Rahmen eines so genannten Public Private Partnership (PPP), also einer &ouml;ffentlich-privaten Zusammenarbeit, verpflichtet hatte, neun der zw&ouml;lf U-Bahn-Linien zu sanieren und f&uuml;r die n&auml;chsten 30 Jahre instand zu halten.<br>\nF&uuml;r die Sanierung der maroden U-Bahn will Londons B&uuml;rgermeister Ken Livingstone nicht wieder ein privates Unternehmen suchen. Stattdessen soll die &ouml;ffentliche Hand die Regie &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=zukunft&amp;art=3841&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=09e5a6d873&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg hat sich abgesichert, das Land Sachsen bleibt auf den Risiken sitzen<\/strong><br>\nEinen Tag nach dem Notverkauf der Sachsen LB ist die Bankenkrise f&uuml;r das Land Sachsen nicht ausgestanden. Nach einem Bericht von Welt Online bleibt das Land auch nach dem Verkauf auf den Risiken seiner irischen Tochterfirma sitzen. Papiere &uuml;ber 3,2 Milliarden Euro des Fonds Ormond Quay gelten als gef&auml;hrdet, berichtet die Zeitung. Insgesamt verwaltet der Fonds 17,3 Milliarden Euro. Allerdings hat sich die LBBW bei der &Uuml;bernahme umfassend gegen Risiken abgesichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digi-artikel&amp;ressort=wu&amp;dig=2007\/08\/28\/a0132&amp;no_cache=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Ver.di News<\/strong><br>\nU.a. zu &bdquo;Kinder sind besonders arm dran&ldquo;, &bdquo;Angst, arbeitslos zu werden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><strong>Schleswig-Holsteins Innenminister Stegner: &ldquo;Sch&auml;ubles Kalk&uuml;l ist sch&auml;big&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Ein Kalk&uuml;l, das einen Anschlag einbezieht, ist kein intellektuelles Spiel, sondern sch&auml;big. Und f&uuml;r die SPD hochgef&auml;hrlich. Ich sehe zum Beispiel keine Notwendigkeit, das Grundgesetz zu &auml;ndern. Nicht f&uuml;r Onlinedurchsuchungen und auch nicht, um entf&uuml;hrte Flugzeuge abschie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Was ist das f&uuml;r ein Unfug! Wer Gesetze f&uuml;r Extremf&auml;lle macht, schafft Extremgesetze.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=start&amp;art=3851&amp;id=deutschland-artikel&amp;cHash=4c65aea737&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Die drei von Schr&ouml;ders Tankstelle<\/strong><br>\nPlatzeck, Steinbr&uuml;ck und Steinmeier fordern in einem Buch eine Fortsetzung des Agenda-2010-Kurses &ndash; ein Seitenhieb gegen SPD-Chef Beck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=deutschland&amp;art=3856&amp;id=deutschland-artikel&amp;cHash=2ecc6ef261\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu auch die NachDenkSeiten vom 28.08.07: <a href=\"?p=2593\">hier<\/a> und <a href=\"?p=2592\">hier<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bittere Botschaften f&uuml;r Kurt Beck<\/strong><br>\nSPD-Chef Kurt Beck hat es schwer. In der j&uuml;ngsten Forsa-Umfrage liegt er in der W&auml;hlergunst ganze 42 Prozentpunkte hinter Angela Merkel. Die SPD-Anh&auml;nger verpassen ihm noch eine Ohrfeige: Die Mehrheit will die Linkspartei nicht ausgrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/forsa\/:%0A%09%09stern-Umfrage%0A%09%09%09-Bittere-Botschaften-Kurt-Beck\/596384.html\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>L&auml;nder machen Universit&auml;ten haftbar<\/strong><br>\nWenn es ihnen nicht gelingt, zus&auml;tzliche Studienpl&auml;tze aufzubauen, m&uuml;ssen die Hochschulen die Gelder zur&uuml;ckzahlen, die sie daf&uuml;r erhalten. Im Hochschulpakt hat der Bund den L&auml;ndern 565 Millionen Euro versprochen &ndash; unter der Bedingung, dass sie damit neue Studienpl&auml;tze schaffen. Hintergrund ist, dass in den kommenden Jahren viel mehr Studienbewerber erwartet werden als bisher. Es sollen bis zu 430.000 pro Jahr werden &ndash; derzeit sind es rund 300.000. Im Jahr 2009 soll der Pakt, wie es hei&szlig;t, &ldquo;spitz abgerechnet werden&rdquo;. Das bedeutet: Die L&auml;nder, die keine neuen Studienm&ouml;glichkeiten nachweisen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen das Geld an den Finanzminister des Bundes zur&uuml;ck&uuml;berweisen. Da sie das nicht wollen, nehmen sie die Hochschulen in die Pflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wissen&amp;art=3798&amp;id=wissen-artikel&amp;cHash=d2922da467\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Einmal davon abgesehen, dass die Mittel im Hochschulpakt ohnehin viel zu niedrig angesetzt sind, wird daraus jetzt auch noch ein Spekulationsprojekt.<br>\nMan kann den Hochschulen eigentlich nur raten, m&ouml;glichst viele Billigstudieng&auml;nge, also Betriebswirtschaft und Jura, anzubieten. Die bringen dann auch f&uuml;r die Studierenden und die Hochschulen die h&ouml;chsten Renditen. So will man dann offenbar den Mangel an Ingenieuren bek&auml;mpfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wirtschaft und Regierung sind selbst verantwortlich f&uuml;r den Mangel an Fachkr&auml;ften<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=wissen&amp;art=3795&amp;id=wissen-artikel&amp;cHash=d7defd7d67\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie sich die Schatzmeisterin der SPD &uuml;ber die &raquo;uninformierte&laquo; Linkspartei-Berichterstattung der Frankfurter Rundschau beschwert<\/strong><br>\nEs gibt eine innere und eine &auml;u&szlig;ere Pressefreiheit. Die innere ist Ideologie, die &auml;u&szlig;ere Realit&auml;t. Sie besteht in der Freiheit eines Unternehmers, hier: des Verlegers, unabh&auml;ngig von staatlicher Zensur mit seinem Eigentum zu machen, was der Markt hergibt.<br>\nDies ist das s&uuml;&szlig;e Geheimnis aller formal unabh&auml;ngigen Bl&auml;tter, nicht nur derjenigen, an denen die SPD Anteile hat. Und es gilt fast schon eingestandenerma&szlig;en f&uuml;r die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/08-30\/018.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In einem Punkt muss ich Georg F&uuml;lberth korrigieren, der Einfluss der SPD auf die FR d&uuml;rfte nicht schwerer fallen, seit der K&ouml;lner Verlag DuMont die Mehrheit der FR &uuml;bernommen hat. Schlie&szlig;lich sitzt im Vorstand der K&ouml;lner Unternehmensgruppe M. DuMont Schauberg inzwischen der ehemalige Superminister Wolfgang Clement. Und dass der Verleger Alfred Neven DuMont nicht in seinen Zeitungen &bdquo;durchgreift&ldquo;, mag man schon daran ablesen, dass wohl kaum eine deutsche Tageszeitung in den letzten Jahren so h&auml;ufig den Chefredakteur gewechselt hat wie der K&ouml;lner Stadtanzeiger (Deckert, Jepsen-F&ouml;ge, S&uuml;sskind, Sommerfeld).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>PR-Tricks:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Pharmafinanzierte Journalistenpreise<\/strong><br>\nClevere Pharmakonzerne machen heute nicht mehr nur Werbung f&uuml;r Medikamente, sondern f&uuml;r Krankheiten &ndash; nat&uuml;rlich nur f&uuml;r solche, f&uuml;r die sie Medikamente anbieten. Ein besonders beliebtes Instrument, um Krankheiten zu mehr Beachtung zu verhelfen, sind Journalistenpreise, die f&uuml;r die einf&uuml;hlsame Beschreibung spezieller Krankheiten vergeben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/blog\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=1190&amp;blogId=42\">stern blogs<\/a><\/li>\n<li><strong>PR gegen kritische Presse<\/strong><br>\nIst es Faulheit oder der Mangel an Kapazit&auml;ten, der JournalistInnen dazu bringt, Beitr&auml;ge eines Ministeriums unbearbeitet zu &uuml;bernehmen? Oder ist es, was noch schlimmer w&auml;re, mangelndes Bewusstsein der Notwendigkeit, zwischen redaktionellen und Werbeinhalten zu trennen? PR-Agenturen setzen immer gezielter darauf, Inhalte im redaktionellen Teil der Medien zu platzieren &ndash; und nicht im Anzeigenteil. Das mag man f&uuml;r ihren Job halten. Doch dieses Verhalten richtet sich gegen die journalistische Unabh&auml;ngigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=leben&amp;art=3869&amp;id=kommentar-artikel&amp;cHash=81a4e6f5b5&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2598","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2598"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2598\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}