{"id":25982,"date":"2015-05-07T08:33:44","date_gmt":"2015-05-07T06:33:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982"},"modified":"2015-05-07T08:33:44","modified_gmt":"2015-05-07T06:33:44","slug":"hinweise-des-tages-2369","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h01\">BND-Aff&auml;re: Gabriel wird scheitern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h02\">Frontalangriff auf den Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h03\">NSA-Untersuchungsausschuss &ndash; Im Reich des Vergessens <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h04\">Zwischenbericht der BEA &uuml;ber den Absturz des A320 der Germanwings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h05\">Das soziale Europa in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h06\">Streik-Kultur: Wir geh&rsquo;n zum Streiken in den Keller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h07\">TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h08\">Jan van Aken: G36 &ndash; Schmutzige Seilschaften im Verteidigungsministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h09\">100 Tage Syriza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h10\">S 21: Buddeln bis 2035?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h11\">&bdquo;Italien kontrolliert nur auf deutschen Druck&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h12\">Mit Kindern Kasse machen? Wie Heimkinder ins Ausland verbracht werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h13\">Die Amsterdamer 68er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h14\">Politikersprache &ndash; Auch die &ldquo;H&ouml;chstspeicherfrist&rdquo; beschneidet Rechte <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h15\">NS-Propaganda: &bdquo;Imitation und Indoktrination&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982#h16\">Zu guter Letzt: BND-Aff&auml;re: Angela Merkels ehrliche Regierungserkl&auml;rung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25982&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BND-Aff&auml;re: Gabriel wird scheitern<\/strong><br>\nDie Attacken des SPD-Vorsitzenden und Vizekanzlers Sigmar Gabriel in der j&uuml;ngsten BND-Aff&auml;re sind vordergr&uuml;ndig. Auch deshalb werden sie am Ende zumindest parteipolitisch nutzlos sein&hellip;<br>\nInhaltlich hat Gabriel v&ouml;llig Recht. V&ouml;llig Recht hat er vor allem in einem zentralen Punkt: Der Forderung nach Ver&ouml;ffentlichung der Selektorenlisten, aus denen sich die Spionageziele der USA auf europ&auml;ischem Boden ablesen lassen. Es kann nicht sein, dass der Bundestag wie die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;berhaupt hier vom Guten Willen derer in Washington abh&auml;ngt&hellip;<br>\nParteipolitisch sieht die Sache anders aus. Gabriel hat bisher keinerlei Interesse an der NSA-Debatte erkennen lassen. Und der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann hat das Thema bis zur Bundestagswahl 2013 t&uuml;chtig hoch gekocht, um den Topf schon mit Beginn der Gespr&auml;che &uuml;ber eine gro&szlig;e Koalition von der Platte zu nehmen&hellip;<br>\nDas ist ja eines der Probleme der SPD: Sie hat auf dem Feld jede Menge Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt. Die l&auml;sst sich nicht durch jene kurzatmigen Man&ouml;ver wieder gewinnen, f&uuml;r die Gabriel bekannt ist.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/bnd-affaere-gabriel-wird-scheitern,30085308,30628916.html%20\">Markus Decker in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Frontalangriff auf den Datenschutz<\/strong><br>\nWer die Privatsph&auml;re zu sehr sch&uuml;tzt, sch&uuml;tzt am Ende Terroristen. Das sagt der Chefkommentator der &bdquo;Welt&ldquo;. Besser h&auml;tte es der BND auch nicht formulieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/2015\/05\/frontalangriff-auf-den-datenschutz\/\">Wolfgang Michal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NSA-Untersuchungsausschuss &ndash; Im Reich des Vergessens<\/strong>\n<ul>\n<li>Beim NSA-Untersuchungsausschuss in Berlin steht eine Woche mit vielen wichtigen Zeugenbefragungen an.<\/li>\n<li>Unter ihnen ist auch der Chef der BND-Satellitenanlage von Bad Aibling, der sich an wichtige Details wie etwa die L&ouml;schaktionen von sogenannten Selektoren der Amerikaner, die zu europ&auml;ischen Institutionen, zu europ&auml;ischen Politikern und Mitarbeitern europ&auml;ischer Regierungen f&uuml;hrten, nicht mehr erinnern will.<\/li>\n<li>Bei den Abgeordneten des Ausschusses und auch der gro&szlig;en Koalition kommen zunehmend Zweifel an der Wahrhaftigkeit der Zeugenaussagen der BND-Mitarbeiter auf.<\/li>\n<li>Zeugen k&ouml;nne sich angeblich nicht mehr erinnern, reden um das Wesentliche herum oder bleiben mit ihren Aussagen im Unklaren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-affaere-im-reich-des-vergessens-1.2465336%20\">John Goetz, Hans Leyendecker, Georg Mascolo in der SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zwischenbericht der BEA &uuml;ber den Absturz des A320 der Germanwings<\/strong><br>\nDie BEA ist die franz&ouml;sische Beh&ouml;rde f&uuml;r zivile Luftfahrt- Sicherheitsuntersuchung. Das alleinige Ziel ihrer Untersuchungen ist die Verbesserung der Sicherheit in der Luftfahrt und dient nicht der Feststellung des Verschuldens, oder der Haftung.<br>\nDieses Dokument ist ein Zwischenbericht, der ohne Analyse erstellt wurde auf Basis der Anfangsinformationen, die im Verlauf der Untersuchung zusammengetragen wurden.<br>\nEinige der dargestellten Punkte k&ouml;nnen sich im Laufe der Zeit &auml;ndern.<br>\nNichts in diesem Dokument oder in den dargestellten Punkten sollte als Hinweis f&uuml;r die Schlussfolgerungen der Untersuchung interpretiert werden&hellip;<br>\nUm 07:20:50 Uhr reduzierte sich die eingestellte H&ouml;he f&uuml;r drei Sekunden auf 100 ft, erh&ouml;hte sich dann auf den Maximalwert von 49 000 ft und stabilisierte sich dann wieder bei 35 000 ft.\n<ul>\n<li>Um 07:21:10 Uhr gab das  Bordeaux Kontrollzentrum der Besatzung die Anweisung den Sinkflug auf Flugfl&auml;che 210 fortzusetzen.<\/li>\n<li>Um 07:21:16 Uhr betrug die eingestellte H&ouml;he 21 000ft.<\/li>\n<li>Von 07:22:27 Uhr an betrug die eingestellte H&ouml;he f&uuml;r die meiste Zeit 100 ft und ver&auml;nderte sich mehrfach bis sie sich um 07:24:13 Uhr bei 25 000 ft stabilisierte.<\/li>\n<li>Um 07:24:15 Uhr wurde der T&uuml;rsummer, f&uuml;r den Zutritt zum Cockpit aufgezeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Um 07:24:29 Uhr wurde das Ger&auml;usch wie vom Entriegeln und dem &Ouml;ffnen der Cockpitt&uuml;r aufgezeichnet; dies entsprach der R&uuml;ckkehr des Kapit&auml;ns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bea.aero\/docspa\/2015\/d-px150324.de\/pdf\/d-px150324.de.pdf\">BEA [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Soviel zu den gestrigen Nachrichten, der Co-Pilot habe den Sinkflug schon auf dem Hinflug nach Barcelona &bdquo;ge&uuml;bt&ldquo;. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das soziale Europa in der Krise<\/strong><br>\nAuch 2013 verharrt Europas gro&szlig;e und von der EU immer untersch&auml;tzte Ungleichheit weiter auf hohem Niveau. Der bis 2009 zu beobachtende Aufholprozess der &auml;rmeren L&auml;nder kommt angesichts von Austerit&auml;tspolitik und Wachstumsschw&auml;che kaum mehr voran. Auch wenn sich die innerstaatliche Ungleichheit seit 2012 nur in wenigen L&auml;ndern (darunter Deutschland) versch&auml;rft hat, bleibt das Koh&auml;sionsversprechen des sozialen Europas derzeit weitgehend unerf&uuml;llt. Nur<br>\nein Wachstum, das prim&auml;r auf steigenden Einkommen der &auml;rmeren Bev&ouml;lkerungsgruppen beruht, kann nachhaltig Wohlstand f&uuml;r alle schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/11342.pdf\">Michael Dauderst&auml;dt und Cem Keltek in WISO direkt [PDF &ndash; 197 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Streik-Kultur: Wir geh&rsquo;n zum Streiken in den Keller<\/strong><br>\n&hellip;, au&szlig;erhalb der Arbeitszeiten und nicht so laut. In Deutschland wird viel geschimpft. Bis die Deutschen f&uuml;r ihre Rechte auf die Stra&szlig;e gehen, kann es jedoch ein wenig dauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/katapult-magazin.de\/de\/artikel\/artikel\/fulltext\/wir-gehn-zum-streiken-in-den-keller\/\">KATAPULT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gutachten stuft Schiedsgerichte als verfassungswidrig ein<\/strong><br>\nDie in den geplanten Freihandelsabkommen der EU mit den USA und Kanada, TTIP und CETA, vorgesehenen Schiedsgerichte sind einem Gutachten zufolge verfassungswidrig. Die Professorin f&uuml;r &Ouml;ffentliches Recht der M&uuml;nchner Universit&auml;t der Bundeswehr, Kathrin Groh, hat es im Auftrag des Bunds f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) angefertigt.<br>\n&ldquo;Eine Flucht aus der deutschen Gerichtsbarkeit&rdquo; mittels Schiedsgerichtsvereinbarung begegne &ldquo;durchgreifenden rechts- und verfassungsstaatlichen Bedenken&rdquo;, erkl&auml;rte Groh am Mittwoch in Berlin. Die deutsche Justiz m&uuml;sse das &ldquo;letzte Wort haben&rdquo;, auch und gerade bei Schadensersatzforderungen ausl&auml;ndischer Investoren gegen den deutschen Staat, erkl&auml;rte Groh.<br>\nDie geplanten privaten Schiedsgerichte z&auml;hlen zu den gr&ouml;&szlig;ten Streitpunkten in den Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen. Die Abkommensgegner bef&uuml;rchten, dass Konzerne dort unter Berufung auf das Abkommen Schadensersatz f&uuml;r unliebsame Gesetze verlangen und so indirekt Druck auf Regierungen aus&uuml;ben k&ouml;nnten. Solche Schiedsgerichte finden sich schon jetzt in vielen Handelsabkommen.<br>\nDer BUND-Vorsitzende Hubert Weiger sah sich durch das Gutachten best&auml;tigt. &ldquo;Wir sind in gro&szlig;er Sorge, dass durch diese Abkommen m&uuml;hsam erk&auml;mpfte Standards zur Disposition gestellt, der Spielraum f&uuml;r k&uuml;nftige politische Regulierung beschr&auml;nkt und unsere demokratischen und rechtsstaatlichen Verfahren ausgehebelt werden&rdquo;, sagte er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-schiedsgerichte-laut-bund-gutachten-verfassungswidrig-a-1032467.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sollte das wirklich &uuml;berraschen? Wie kann es auch sein, dass eine quasi private Rechtsinstanz, deren Regeln jeder ordentlichen Gerichtsbarkeit spotten, die Verhandlungen sind geheim, es gibt keine M&ouml;glichkeit der Berufung, die Schiedsrichter werden in keinem &ouml;ffentlichen Verfahren bestellt, &uuml;ber den demokratisch legitimierten Gerichten des nationalen Rechtsstaates rangieren soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konzerne profitieren, der Mittelstand f&auml;llt hinten runter<\/strong><br>\nAttac-Auswertung belegt Nachteile f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen<br>\nDas geplante Freihandelsabkommen TTIP der EU mit den USA w&uuml;rde f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland mehr Risiken als Chancen mit sich bringen. Zu diesem Schluss kommt eine Auswertung von Attac.<br>\nEU-Kommission und Bundesregierung betonen immer wieder die angeblichen Vorteile von TTIP f&uuml;r den Mittelstand. Doch alles Sch&ouml;nreden n&uuml;tzt nichts. &ldquo;Die Bedenken des Mittelstands gegen TTIP sind berechtigt: Von TTIP w&uuml;rden vor allem gro&szlig;e Konzerne profitieren; die meisten kleinen und mittleren Unternehmen fielen hinten runter&rdquo;, stellt Michael Kr&auml;mer von Attac fest, der die Auswertung zu TTIP und KMU mit verfasst hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/ttip-konzerne-profitieren-der-mittelstand-faellt-hinten-runter\/?no_cache=1&amp;cHash=6bbc88df994c60d2717c19662df26030\">attac<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jan van Aken: G36 &ndash; Schmutzige Seilschaften im Verteidigungsministerium<\/strong><br>\n&bdquo;Die bisher vorgelegten Dokumente zum Pannengewehr G36 zeigen, dass offenbar eine ganze Reihe von Mitarbeitern im Verteidigungsministerium jahrelang sch&uuml;tzend die Hand &uuml;ber Heckler &amp; Koch gehalten hat. Unter de Maizi&egrave;re fand diese Seilschaft ihren H&ouml;hepunkt. Auch Verteidigungsministerin von der Leyen hat bis jetzt wenig unternommen, diesen Sumpf endlich trocken legen&ldquo;, so Jan van Aken, au&szlig;enpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Sitzung des Verteidigungsausschusses zum G36-Skandal, in der &ouml;ffentlich wurde, dass zentrale Figuren dieser unheiligen Verbindung zwischen Ministerium und Heckler &amp; Koch noch immer in Amt und W&uuml;rden sind. Van Aken weiter:<br>\n&bdquo;De Maizi&egrave;re hat in seiner Amtszeit v&ouml;llig versagt. Unter ihm haben sich die erschreckendsten Vorg&auml;nge im BMV zugetragen: Berichte wurden aktiv gesch&ouml;nt und Informationen unterschlagen, das Parlament nicht korrekt informiert. Anders als bislang behauptet, gab es zu seiner Zeit auch keine widerspr&uuml;chlichen Untersuchungsergebnisse, im Gegenteil: Alle Tests am G36 zeigten damals ausnahmslos die Probleme des Sturmgewehrs. Was ist das f&uuml;r ein Minister, der die Akten liest, aber dann v&ouml;llig tatenlos bleibt? Es wird eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses geben m&uuml;ssen, in der de Maiziere diese Vorkommnisse unter seiner F&uuml;hrung aufkl&auml;ren muss.<br>\nBislang ist auch die Aufkl&auml;rung durch Ministerin von der Leyen mangelhaft. Noch fehlen wichtige Dokumente, einige entscheidende E-Mails sind pl&ouml;tzlich gel&ouml;scht, und auf viele Fragen gibt es ausweichende Antworten. An diesen Sumpf traut sie sich offenkundig nicht heran, umso mehr, als es in diesem Fall nicht so leicht sein d&uuml;rfte, erneut alle Fehler einem ihrer Vorg&auml;nger in die Schuhe zu schieben. Echte Transparenz sieht anders aus.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/g36-schmutzige-seilschaften-verteidigungsministerium\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>Dazu: Problemgewehr G36: Geheimdienst MAD sollte kritische Journalisten aussp&auml;hen<\/strong><br>\nGeheime Akten &uuml;ber das G36 beschreiben eine brisante Kumpanei: Verteidigungsministerium und Hersteller wollten den Geheimdienst MAD dazu bringen, negative Berichte &uuml;ber das Bundeswehr-Gewehr zu verhindern. Im Visier waren auch Journalisten von SPIEGEL und SPIEGEL ONLINE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g36-geheimdienst-mad-sollte-journalisten-ausspaehen-a-1032454.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>100 Tage Syriza<\/strong><br>\nSeit 100 Tagen ringt die SYRIZA-gef&uuml;hrte Regierung in Athen mit ihren Gl&auml;ubigern um die Zukunft Griechenlands. Dabei trifft sie auf heftigen Widerstand in Br&uuml;ssel und Berlin.<br>\nDie Rosa-Luxemburg-Stiftung zieht mit diesem Online-Dossier in Kooperation mit der Tageszeitung &laquo;neues deutschland&raquo; eine erste Bilanz &ndash; mit Interviews, Veranstaltungen und Texten: Was hat sich seit Ende Januar in Griechenland ver&auml;ndert? Wie kann der herrschende Austerit&auml;tskurs gestoppt werden? Wie diskutiert die deutsche Linke &uuml;ber den griechischen Fr&uuml;hling? Und welche Rolle spielt die Frage der Reparationen f&uuml;r das erlittene NS-Unrecht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rosalux.de\/100-tage-syriza\">Rosa Luxemburg Stiftung eine Chronologie<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ein Entwurf f&uuml;r die Erholung Griechenlands<\/strong><br>\nMonatelange Verhandlungen zwischen unserer Regierung und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds, der Europ&auml;ischen Union und der Europ&auml;ischen Zentralbank haben kaum Fortschritte hervorgebracht. Ein Grund daf&uuml;r ist, dass alle Seiten sich zu sehr auf die an die n&auml;chste Liquidit&auml;tsspritze gekn&uuml;pften Bedingungen konzentrieren und zu wenig auf eine Vision, wie sich Griechenland nachhaltig erholen und entwickeln kann. Wenn wir aus der aktuellen Sackgasse heraus wollen, m&uuml;ssen wir uns eine gesunde griechische Volkswirtschaft vorstellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/greek-recovery-strategy-by-yanis-varoufakis-2015-05\/german#Af5AZxjHx1lOGJPx.99\">Yanis Varoufakis auf Project Syndicate<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>S 21: Buddeln bis 2035?<\/strong><br>\nEr verstehe nicht, warum Reisende zur Rohrpost werden m&uuml;ssen, sagt Arno Luik. Dass es aber bei Stuttgart 21 genau so geplant ist, erkl&auml;rt der &ldquo;Stern&rdquo;-Autor am heutigen Mittwoch (6. Mai) im Bundestag. Und erinnert an Frei Otto, der die &ldquo;Notbremse&rdquo; ziehen wollte&hellip;<br>\nF&uuml;r Otto war S&nbsp;21 &ldquo;das sch&ouml;nste Projekt meines Lebens&rdquo;. Dass er es verwerfen musste, war f&uuml;r ihn die Tragik seines Lebens. Wohl noch nie hat ein Architekt sein eigenes Werk so drastisch verurteilt. Aber Otto konnte nicht anders. W&auml;hrend der mehr als ein Jahrzehnt andauernden Planungsphase hatte er neues Wissen &uuml;ber die besonderen Risiken in Stuttgarts Untergrund erworben. Otto: &ldquo;Mit diesem Wissen kann ich dieses Projekt nicht mehr verantworten. Ich w&uuml;rde auch nicht mehr in die Tiefe gehen, das wollte ich sowieso nie, das wollte der Auftraggeber.&rdquo; Und so sah er sich am Ende seines Lebens &ldquo;moralisch&rdquo; verpflichtet, vor dem Bau zu warnen: &ldquo;Man muss die Notbremse ziehen&rdquo;, S&nbsp;21 gef&auml;hrde &ldquo;Leib und Leben&rdquo;&hellip;<br>\nSeit dem 4. Dezember 2013 wird in Stuttgarts Untergrund gebohrt. Von dem f&uuml;r S&nbsp;21 notwendigen 62 Kilometer umfassenden Tunnelsystem waren am 27. April 2015 exakt 4313 Meter ausgehoben. Geht es in diesem Tempo weiter, ist der Tiefbau zu Stuttgart fr&uuml;hestens 2035 fertig. Der Sprecher des S-21-B&uuml;ros weist eine solche Hochrechnung zur&uuml;ck und sagt, man liege &ldquo;im Plan&rdquo; und werde alle Tunnel &ldquo;im Rohbau&rdquo; bis 2019 fertiggestellt haben.<br>\nAllerdings: Noch kein Zeitplan ist bei S&nbsp;21 je eingehalten worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/214\/buddeln-bis-2035-2874.html%20\">Arno Luik in der Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Professor Filz:<\/strong> Was macht eigentlich Wolfgang Schuster, Stuttgarts langj&auml;hriger CDU-Oberb&uuml;rgermeister und Stuttgart-21-Protegist? Der kommunalpolitische Hans-Dampf sitzt nicht auf dem Altenteil, jobbt hauptberuflich bei der Deutschen Telekom Stiftung &ndash; und kn&uuml;pft an fr&uuml;here Verfilzungen an.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Angst vor der Vielfalt:<\/strong> Vor einem Jahr gewann Conchita Wurst den Eurovision Song Contest. Die Dragqueen hinterfragte mit echtem Bart und falschen Wimpern die Vorstellungen vieler von Mann und Frau. Sie forderte mehr Toleranz f&uuml;r Schwule und Lesben &ndash; ein frommer Wunsch. Stattdessen gibt es gerade im S&uuml;dwesten einen gesellschaftlichen Rollback. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Dicke Luft im Kessel:<\/strong> Bereits seit M&auml;rz ist am Stuttgarter Neckartor die Feinstaubmarke geknackt, die doch f&uuml;r das ganze Jahr reichen sollte. Wie aber sieht es am Marienplatz, am St&ouml;ckach oder am Pragsattel aus? Eine Gruppe von Soft- und Hardwarebastlern schickt sich an, g&uuml;nstige Messger&auml;te herzustellen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Den 8. Mai feiern:<\/strong> Unser Wetterer Peter Grohmann zum Kriegsende 1945 &uuml;ber die alte Stuttgarter Gestapo-Zentrale, Reparationszahlungen an Griechenland und der Aufforderung: Frieden lernen, dass die Fetzen fliegen!<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Frag nach im Fl&uuml;chtlingsheim:<\/strong> Hiesige Unternehmen, Verb&auml;nde und Politiker stecken viel Energie in die Anwerbung von Azubis und Fachkr&auml;ften aus europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern, dem Nahen Osten oder China. Dabei m&uuml;ssten sie nur im n&auml;chsten Fl&uuml;chtlingswohnheim klingeln. Denn etwa die H&auml;lfte aller Asylbewerber im S&uuml;dwesten kann eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein Studium vorweisen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Neonazi-Feindbild &ndash;&nbsp;Die Polizei:<\/strong> Am Montag hat sich der NSU-Untersuchungsausschuss zum Ortstermin auf die Heilbonner Theresienwiese aufgemacht. Es lag lange Zeit au&szlig;erhalb der Vorstellungskraft beh&ouml;rdlicher VertreterInnen, dass Neonazis die beiden Streifenbeamten Mich&egrave;le Kiesewetter und Martin A. ins Visier genommen hatten. Doch warum?<\/em><\/li>\n<li><em><strong>NSU-Ausschuss auf Tatortbegehung &ndash;&nbsp;Ein stimmigeres Bild:<\/strong> Die Begehung der Heilbronner Theresienwiese konnte die bisherige Zwei-T&auml;ter-Theorie der ermittelnden Beh&ouml;rden nicht ersch&uuml;ttern. Anhaltspunkte, die massive Zweifel an der Polizeiarbeit geweckt hatten, wurden sogar erheblich relativiert. Der NSU-Untersuchungsausschuss vor Ort &ndash; unsere Schaub&uuml;hne.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\">kontextwochenzeitung.de<\/a> und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Italien kontrolliert nur auf deutschen Druck&ldquo;<\/strong><br>\nAm Brenner kommen t&auml;glich bis zu 100 Fl&uuml;chtlinge an, etwa ebenso viele wie am Bahnhof von Bozen. Woher kommen sie?<br>\nMarco&#8197;Funk: Aus Libyen &uuml;ber das Mittelmeer. Urspr&uuml;nglich kommen die meisten aus Syrien, Eritrea, Somalia, viele auch aus Nigeria und einigen anderen L&auml;ndern Afrikas.<br>\nFunk: Fast kein Boot schafft es nach Lampedusa. Die Fl&uuml;chtlinge werden auf offener See von der italienischen K&uuml;stenwache aufgegriffen, gerettet und nach Sizilien gebracht.<br>\nNach dem Dublin-&Uuml;bereinkommen m&uuml;ssen sie dann in Italien registriert werden und k&ouml;nnen nur dort Asyl beantragen. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.<br>\nFunk: In den letzten Wochen haben mir viele Fl&uuml;chtlinge erz&auml;hlt, dass sie die Erstaufnahmezentren ungehindert verlassen konnten, und zwar bevor ihre Fingerabdr&uuml;cke abgenommen wurden. Teilweise werden sie sogar gewarnt: Sie w&uuml;rden erst in zwei oder drei Tagen registriert, und bis dahin w&auml;ren sie frei zu gehen, wohin sie wollten&hellip;<br>\nAber am Brenner werden sie von gemeinsamen Patrouillen der italienischen, &ouml;sterreichischen und deutschen Grenzpolizei vom &Uuml;bertritt nach &Ouml;sterreich abgehalten!<br>\nFunk: Ja. Die Beamten steigen in Trient in die Z&uuml;ge ein und weisen alle Reisenden ohne g&uuml;ltige Dokumente in Bozen oder am Brenner aus dem Zug. Damit die Fl&uuml;chtlinge nicht in andere Z&uuml;ge nach Deutschland einsteigen, postieren sich die Beamten vor den T&uuml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenweb.de\/nachrichten\/welt-und-wissen\/italien-kontrolliert-nur-auf-deutschen-druck-1.2231304\">Mario Funk in morgenweb<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Mit Kindern Kasse machen? Wie Heimkinder ins Ausland verbracht werden<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Kinder brauchen den Schutz dieser Gesellschaft, mehr als alle anderen. Vor allem, wenn die Eltern ausfallen, ist der Staat gefordert: Jugend&auml;mter oder Jugendhilfe. Dass ausgerechnet mit solchen Kindern Gesch&auml;fte gemacht werden, und dass staatliche Stellen dabei sogar mitmischen, das konnten selbst wir kaum glauben.<br>\nBis wir nach Ungarn gefahren sind. Denn genau dorthin schicken deutsche Jugend&auml;mter Kinder, die ihnen anvertraut sind. Offiziell soll es da um individuelle p&auml;dagogische Konzepte gehen, um professionelle Betreuung &ndash; und um Zukunftsperspektiven f&uuml;r solche Kinder, die es hier in Deutschland besonders schwer haben. Was Nicole Rosenbach, Naima El Moussaoui und Jan Schmitt in Ungarn dann allerdings vorgefunden haben, das hat auch uns ziemlich sprachlos gemacht.&ldquo;<br>\nSo sieht eine individualp&auml;dagogische Ma&szlig;nahme in Ungarn aus. Seit einem halben Jahr lebt hier ein deutscher Gymnasiast, nennen wir ihn Paul, gerade mal 11 Jahre alt. Hier ist er untergebracht, auf einem Hof bei einem ungarischen Handwerker, der kaum deutsch spricht und Paul vor einem halben Jahr noch gar nicht kannte.<br>\nWas ist passiert?<br>\nPaul lebte im Heim, seit er 6 Jahre alt war. Seine Mutter konnte sich wegen ihrer schweren Depressionen nicht mehr um ihn k&uuml;mmern. Stattdessen wollten die Verwandten Harald und Petra H. f&uuml;r das Heimkind sorgen. Regelm&auml;&szlig;ig trafen sie sich mit Paul. Alles sah gut aus. Paul kam sogar aufs Gymnasium. Aber schon kurz danach nahm ihn das Jugendamt von der Schule, schickte ihn nach Ungarn. Seine Mutter ist dar&uuml;ber schockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/mit-kindern-kasse-machen-heimkinder-104.html%20\">Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Kann es sein, dass es sich nicht lediglich um &bdquo;schwarze Schafe&ldquo; handelt, sondern diese Methode relativ h&auml;ufig Anwendung findet? <\/em><br>\n<em>Vor wenigen Wochen haben wir auf Die Story im Ersten &ndash; &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25163\">Mit Kindern Kasse machen<\/a>&rdquo; hingewiesen, die zu erschreckend &auml;hnlichen Ergebnissen gekommen ist.<\/em><br>\n<em>Ist es tats&auml;chlich zum Wohle der jungen Menschen, wenn sie in sehr gro&szlig;er Entfernung innerhalb Deutschlands oder im Ausland in Heimen untergebracht werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Amsterdamer 68er<\/strong><br>\nWie Studierende der Universit&auml;t Amsterdam ihre Hochschule besetzten und eine gesellschaftliche Debatte &uuml;ber Privatisierung des &ouml;ffentlichen Dienstes ausl&ouml;sten. Denn ihre Hochschule ist ein Musterbeispiel daf&uuml;r, was schieflaufen kann Managerall&uuml;ren an der Spitze der Universit&auml;t? Privatisierung, Immobilienspekulation, Prekarisierung in der nationalen Bildungspolitik? &ndash; Nicht mit uns!, sagte sich eine aufm&uuml;pfige Studierendenschar in Amsterdam und schaffte es, in nur zwei Monaten eine basisdemokratische Gegenbewegung auf die Beine zu stellen, die Unterst&uuml;tzer und Nachahmer weit &uuml;ber die niederl&auml;ndischen Grenzen hinaus gefunden hat&hellip;<br>\nGemeinsam mit der Gruppierung kritischer Lehrkr&auml;fte &ldquo;Rethink UvA&rdquo; erzwangen die Studenten unter dem Motto &ldquo;De Nieuwe Universiteit&rdquo; von den Hochschulvertretern wichtige demokratische Zugest&auml;ndnisse. So gibt es seitdem zwei Komitees aus Studierenden, Lehrkr&auml;ften, Geisteswissenschaftlern, Gewerkschaftern und Vertretern der Personalgremien, die Vorschl&auml;ge zur Demokratisierung und Finanzierung der Hochschulen erarbeiten&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=bi&amp;dig=2015%2F05%2F06%2Fa0114&amp;cHash=c40daf90edbfd097f3d82041521ac2ec\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Politikersprache &ndash; Auch die &ldquo;H&ouml;chstspeicherfrist&rdquo; beschneidet Rechte <\/strong>\n<ul>\n<li>Justizminister Heiko Maas nennt die Vorratsdatenspeicherung &ldquo;H&ouml;chstspeicherfrist&rdquo;.<\/li>\n<li>Derartige Wortneusch&ouml;pfungen sind Euphemismen und sollen besch&ouml;nigen.<\/li>\n<li>Ob die Taktik aufgeht, h&auml;ngt von den tats&auml;chlichen Verh&auml;ltnissen ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein paar Tage nach Ostern stellte Bundesjustizminister Heiko Maas die neuen Leitlinien &ldquo;zur Einf&uuml;hrung einer Speicherpflicht und H&ouml;chstspeicherfrist f&uuml;r Verkehrsdaten&rdquo; vor, und man kann, jenseits einer fachlichen Wertung dieser Leitlinien, jetzt schon sagen, dass er uns mit dem Terminus H&ouml;chstspeicherfrist ein ganz rares Ei ins Nest der politischen Sprache, Unterabteilung Euphemismen, gelegt hat. Die Kritiker haben das &Uuml;berraschungsei unverz&uuml;glich herausgeholt und sind sich weitgehend einig, dass uns unter dem Begriff H&ouml;chstspeicherfrist das Gleiche aufs Auge gedr&uuml;ckt werden soll wie unter dem Vorl&auml;uferbegriff Vorratsdatenspeicherung: eine Beschneidung unserer&nbsp;Rechte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/politikersprache-hehlwoerter-akrobatik-1.2463644\">Hermann Unterst&ouml;ger in der SZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>NS-Propaganda: &bdquo;Imitation und Indoktrination&ldquo;<\/strong><br>\nSie sprechen in der Studie von einer Doppelstrategie, von Imitation und Indoktrination. Woran machen Sie das fest?<br>\nBenjamin Ortmeyer: Es beginnt schon bei der roten Farbe der Hakenkreuzfahne. Die Imitation setzt sich aber bei Demonstrationen und teilweise auch bei Parolen der Arbeiterbewegung fort. Die Nazis haben von vornherein gesehen, dass sie die Arbeiterbewegung nur zerschlagen und Teile ihrer Anh&auml;ngerschaft gewinnen k&ouml;nnen, wenn sie an diese Formen ankn&uuml;pfen, um ihre rassistischen und nationalistischen Inhalte zu verbreiten&hellip;.<br>\nZur Arbeitsvorstellung der Nazis geh&ouml;rte aber nicht nur der Arbeitskult, sondern auch die &bdquo;Vernichtung durch Arbeit&ldquo;.<br>\nOrtmeyer: Ja, au&szlig;er dem Lob des ,deutschen Arbeiters&lsquo; wurde die Losung ,Arbeit macht frei&lsquo; propagiert, die sich auch an den Toren Dachaus und Auschwitz fand. Eine alte Formulierung, die auch bei Hoffmann von Fallersleben in einem Gedicht schon auftauchte. Die Grundidee der Nazis war: Die Juden wollen nicht arbeiten, das liegt in ihrer ,Rasse&lsquo;, w&auml;hrend die Deutschen zur Arbeit geboren sind. Die Arbeit adelt sie und hebt sie &uuml;ber andere ,Rassen&lsquo; empor.<br>\nRhein: Hinter dieser Logik steckt, dass sich die Hetze auch gegen diejenigen richtete, die aus Sicht der Nazis nicht arbeiten wollten. Sie machten sich verd&auml;chtig, nicht richtig deutsch zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/ns-propaganda--imitation-und-indoktrination-,1472788,30612608.html\">Martin Steinhagen in der FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: BND-Aff&auml;re: Angela Merkels ehrliche Regierungserkl&auml;rung<\/strong><br>\nJedes Regierungsmitglied wei&szlig;, dass Geheimdienste sich kaum um die Verfassung scheren. Aber die Verfassung ist unserer Meinung nach ohnehin mehr als Denkansto&szlig; gemeint, keine politische Leitplanke, sondern eine Stra&szlig;enmarkierung, &uuml;ber die man halt auch mal dr&uuml;berfahren kann, solange es die nervigen Richter in Karlsruhe nicht merken. Die meisten Bundesb&uuml;rger w&uuml;rden einen beliebigen Paragrafen des Grundgesetzes f&uuml;r billigeres Benzin hergeben. Und wir eben auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/merkels-ehrliche-fiktive-regierungserklaerung-zur-ueberwachung-a-1032338.html\">Kolumne von Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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