{"id":25997,"date":"2015-05-08T08:48:40","date_gmt":"2015-05-08T06:48:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997"},"modified":"2015-05-08T09:04:33","modified_gmt":"2015-05-08T07:04:33","slug":"hinweise-des-tages-2370","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h01\">BND-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h02\">Bahn-Streik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h03\">Irgendwo nach Mexiko<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h04\">Aff&auml;re um Problemgewehr G36: Von der Leyens riskantestes Man&ouml;ver<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h05\">Die Salamitaktik von Siemens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h06\">Klartext zu Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h07\">Zehn Thesen zur Rolle der EZB in der Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h08\">Deutscher CDU-Imperialismus in der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h09\">&ldquo;Erinnern ist mehr als das Aufsagen von Formeln&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h10\">Betrug am Bau &ndash; Bosnier demonstrieren gegen Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h11\">Millionen Rentendaten sind schlecht gesch&uuml;tzt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h12\">Bu&szlig;gelder au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h13\">Land verbietet Sponsoring an Schulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h14\">Sprunghafter Anstieg rechter Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h15\">Warum Texas Fracking v&ouml;llig normal findet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h16\">Xi Jinping: China will mit Russland &ldquo;Schulter an Schulter&rdquo; Frieden verteidigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h17\">Sich die Kanzlerin wegdenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997#h18\">Zu guter Letzt: Wie Guardiola viel riskierte &ndash; und alles verlor<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25997&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>BND-Aff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>BND stoppt Internet-&Uuml;berwachung f&uuml;r NSA<\/strong><br>\nDer BND liefert dem US-Geheimdienst NSA seit Anfang der Woche keine Daten zur &Uuml;berwachung des Internetverkehrs mehr, die in der Abh&ouml;rstation in Bad Aibling gewonnen werden.<br>\nDamit reagiert der Nachrichtendienst auf die Enth&uuml;llungen, die Amerikaner h&auml;tten die Station zur Spionage missbraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/geheimdienst-affaere-bnd-stoppt-internet-ueberwachung-fuer-die-nsa-1.2468701\">Hans Leyendecker und Georg Mascolo in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Spionageaff&auml;re: BND kann Daten-Weitergabe an NSA nicht rekonstruieren<\/strong><br>\nDer BND hat offenbar &uuml;ber Jahre vers&auml;umt, die Datenweitergabe an die NSA zu protokollieren. Was genau an die Amerikaner floss, kann daher wom&ouml;glich nie rekonstruiert werden. In geheimer Sitzung nannte BND-Chef Schindler Details zur NSA-Suchliste. Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen eingestanden, dass der Dienst die Aff&auml;re um die jahrelange enge Kooperation mit dem US-Partner NSA nicht vollst&auml;ndig aufkl&auml;ren kann. BND-Pr&auml;sident Gerhard Schindler schilderte am Mittwoch vor den Geheimdienst-Kontrolleuren des Bundestags, dass seine Beh&ouml;rde technisch nicht mehr nachvollziehen k&ouml;nne, welche Abh&ouml;r-Daten aus der BND-Fernmeldeaufkl&auml;rung seit 2004 an die Amerikaner weitergegeben worden sind.<br>\nDie Schilderungen kommen einem Offenbarungseid gleich. Der BND gibt damit zu erkennen, dass er in den vergangenen Jahren die Daten-Weitergabe an die USA nachl&auml;ssig oder gar nicht kontrolliert hat. Dass offenbar keinerlei Protokolle oder Statistiken des brisanten Freundschaftsdienstes vorliegen, ist &uuml;berraschend. Auch eine politische Kontrolle der Kooperation gab es in dieser Frage demnach nie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bnd-kann-daten-weitergabe-an-nsa-nicht-rekonstruieren-a-1032596.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Verfassungsschutz nutzte noch einen Schredder, der BND ist schlauer, er legt gar keine Akten mehr an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Str&ouml;bele holt Punkt f&uuml;r die Opposition<\/strong><br>\nIn der BND-Aff&auml;re greift Gr&uuml;nen-Politiker Str&ouml;bele Innenminister de Maizi&egrave;re mit einem geschickten Man&ouml;ver an. Der weist jede Schuld von sich. Hans-Christian Str&ouml;bele ist ein Meister seines Faches. Insbesondere des Faches, als Oppositionspolitiker die Krisen und Schw&auml;chen einer Regierung auszunutzen. Das kann man am Mittwoch mal wieder studieren. Als die Mitglieder des Parlamentarischen Kontrollgremiums kurz nach 13 Uhr zusammenkommen, um die neuesten Verquickungen zwischen dem Bundesnachrichtendienst und dem US-Geheimdienst NSA zu untersuchen, ist der Gr&uuml;nen-Politiker der einzige, der schon vorher gut gelaunt auftritt. Dabei stellt er eine Forderung auf, von der er ahnt, dass sie von der Regierung bei der anstehenden Befragung nicht erf&uuml;llt wird &ndash; und l&auml;chelt. [&hellip;]<br>\nStr&ouml;bele wei&szlig;, dass die Regierung aufgrund eines jahrzehntealten Geheimschutzabkommens mit den USA &uuml;ber eine Freigabe der Daten erst verhandeln muss. Und er wei&szlig; auch, dass diese Freigabe, so sie &uuml;berhaupt kommt, noch eine Weile auf sich warten lassen d&uuml;rfte. Also macht er mit seiner Forderung schon vor der Sitzung einen sicheren Punkt, den er nach der Sitzung genussvoll einstreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-affaere-im-bundestag-stroebele-holt-punkt-fuer-die-opposition-1.2467744\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Zwei Zeugen geh&ouml;rt und viele Fragen offen<\/strong><br>\nGlaubt man den BND-Mitarbeitern, informierten sie das Kanzleramt 2013 nicht &uuml;ber den Missbrauch der deutschen Daten durch die NSA. Die Opposition glaubt das nicht. [&hellip;]<br>\nDas Kanzleramt hat die politische Aufsicht &uuml;ber den BND und offenbar stuft es die ganze Angelegenheit als &auml;u&szlig;erst delikat ein. Das zeigte sich auch daran, dass Kanzleramtsvertreter Guido Wolff den BND-Zeugen im Ausschuss an vielen Stellen das Antworten verbot. Der gr&uuml;ne Abgeordnete Konstantin von Notz beschwerte sich deshalb gleich zu Beginn der Sitzung: &ldquo;Jede relevante meiner Fragen wird abmoderiert&rdquo;, aber ihm war kein Erfolg beschieden. Details gebe es nur nicht&ouml;ffentlich, hie&szlig; es, um die Sicherheit der Bundesrepublik nicht zu gef&auml;hrden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-05\/bnd-affaere-geheimdienst-kanzleramt-nsa-ausschuss\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bahn-Streik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bahnstreiker als Vorbild: Danke, Herr Weselsky!<\/strong><br>\nDie Lokf&uuml;hrer streiken f&uuml;r uns alle. Deutschland sollte Claus Weselsky dankbar sein. Aber Politik und &Ouml;ffentlichkeit sind gegen ihn. Was wir vergessen: Seine Niederlage w&auml;re unsere Niederlage. [&hellip;]<br>\nEin schnodderiger Zynismus hat sich ausgebreitet, der jeder Sympathie f&uuml;r die Lokf&uuml;hrer mit den Mitteln des Klassenkampfs von oben begegnet. &ldquo;Links sein muss man sich leisten k&ouml;nnen&rdquo;, hat Jan Fleischhauer hier geschrieben, als w&auml;re Solidarit&auml;t eine Frage des Geldbeutels. Aber das Gegenteil ist der Fall. &ldquo;Der Klassenkampf ist keine Utopie, wenn der eine ein Haus besitzt, der andere hingegen nur die Tuberkulose&rdquo;, hat Maxim Gorki in seinem &ldquo;Klim Samgin&rdquo; geschrieben. Pathos? Ja, warum nicht. Der Klassenkampf ist eine pathetische Angelegenheit.<br>\nSigmar Gabriel und seine SPD wollen davon nichts wissen. Aber sie stehen inzwischen ja auch rechts von der OECD. Das ist die Internationale Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, deren Chef im vergangenen Dezember gesagt hat: &ldquo;Der Kampf gegen Ungleichheit muss in das Zentrum der politischen Debatte r&uuml;cken.&rdquo; Da ging es nicht um Bangladesch, sondern um einen Industriestaat wie die Bundesrepublik Deutschland. Hier verdienen n&auml;mlich die reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung inzwischen siebenmal so viel wie die zehn &auml;rmsten Prozent. Mitte der Achtzigerjahre waren es f&uuml;nfmal so viel.<br>\nDie Sozialdemokraten haben gegen die wachsende Ungleichheit nichts unternommen. Und die Gewerkschaften auch nicht. Im Gegenteil: Viel zu viele Sozialdemokraten und Gewerkschafter haben sich in der Vergangenheit auf die Seite der Lohndr&uuml;cker geschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bahn-streik-danke-claus-weselsky-augstein-kolumne-a-1032521.html\">Kolumne von Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Deutschland ist eines der streik&auml;rmsten L&auml;nder in Europa&rdquo;<\/strong><br>\nDer Bahnstreik sei zwar l&auml;stig, aber in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern sei so etwas Normalit&auml;t, meint der Arbeitsrechtler Wolfgang D&auml;ubler. Das geplante Tarifeinheitsgesetz h&auml;lt er f&uuml;r nicht vereinbar mit dem Grundgesetz. Eine Tarifeinheit per Gesetz sei nicht m&ouml;glich, sagte D&auml;ubler im Deutschlandradio Kultur. Die Verfassung gebe jedem das Recht, Gewerkschaften zu gr&uuml;nden. Diese m&uuml;sse nicht eine Einheitsgewerkschaft sein, sondern k&ouml;nne auch einzelne Berufsgruppen wie Piloten oder Lokf&uuml;hrer vertreten.<br>\n&ldquo;Deutschland ist eines der streik&auml;rmsten L&auml;nder in Europa&rdquo;, sagte D&auml;ubler. Es werde nur von &Ouml;sterreich und Schweiz &uuml;bertroffen, wo es noch seltener zu Streiks komme. &ldquo;Wir sind im Moment mit Kita-Streik, Piloten, Lokf&uuml;hrer in einer Situation, dass wir uns so langsam hinbegeben zur westeurop&auml;ischen Normalit&auml;t.&rdquo; In Frankreich gebe es schon seit Jahrzehnten die Erfahrung, dass die Z&uuml;ge mal nicht f&uuml;hren. &ldquo;Auch bei uns wird es h&auml;ufig schlimmer dargestellt,  als es wirklich ist&rdquo;, sagte er. Der Notfahrplan erm&ouml;gliche auch weiter Zugfahrten. &ldquo;Alle Leute denken, es f&auml;hrt kein Zug und deshalb sind die Z&uuml;ge au&szlig;erordentlich leer.&rdquo; Der Streik sei weniger schlimm, als man im ersten Moment denke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/bahnstreik-deutschland-ist-eines-der-streikaermsten-laender.1008.de.html?dram%3Aarticle_id=318936\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Nahles will die Lokf&uuml;hrergewerkschaft aufl&ouml;sen&ldquo;<\/strong><br>\nIm Konflikt der Bahn mit der Gewerkschaft GDL ger&auml;t nun auch Arbeitsministerin Nahles in die Schusslinie. Politiker geben ihr eine Mitschuld an dem Rekordstreik, weil sie die Lokf&uuml;hrer per Gesetz ausbremsen will. Claus Weselsky und seiner Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL l&auml;uft die Zeit davon. Denn das von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelegte Tarifeinheitsgesetz war bereits in erster Lesung im Bundestag. Am Montag &ndash; zum Beginn der Streikrunde Nummer acht im Tarif-Dauerkonflikt zwischen der Deutschen Bahn und der GDL &ndash; folgte nun eine Experten-Anh&ouml;rung im Arbeitsausschuss. Noch im Mai sind die abschlie&szlig;enden Beratungen geplant, so dass das umstrittene Gesetz m&ouml;glicherweise schon zum 1. Juli in Kraft treten k&ouml;nnte.<br>\nDamit w&uuml;rden die Bem&uuml;hungen der Gewerkschaft, ihren Einfluss bei der Bahn auf andere Berufsgruppen auszuweiten, j&auml;h ausgebremst. Es sei denn, die GDL hat vorher Erfolg bei den Verhandlungen. Der Vorwurf Weselskys, die Bahn spiele mit ihren Angeboten auf Zeit, scheint vor diesem Hintergrund nicht ganz von der Hand zu weisen zu sein. Auch unter Experten und in der Politik wird ein Zusammenhang gesehen zwischen dem derzeitigen Rekordstreik und der Regierungspl&auml;nen f&uuml;r ein Tarifeinheitsgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/bahnstreik-nahles-will-die-lokfuehrergewerkschaft-aufloesen\/11730982.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>GDL-Streik: Rede von Claus Weselsky am 06.05.2015<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vQaWxgqFZng\">phoenix via Youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Irgendwo nach Mexiko<\/strong><br>\nMitarbeiter von Heckler &amp; Koch k&ouml;nnten sich bald wegen illegaler Waffenexporte vor Gericht wiederfinden: Ein Fahndungsbericht, den NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; einsehen konnten, zeigt, wie Exportauflagen umgangen wurden. Die Regierung will das Kleinwaffen-Gesch&auml;ft nun besser kontrollieren.<br>\nJalisco und Chiapas sollten nicht erw&auml;hnt werden, schreibt ein Verantwortlicher der Waffenfirma Heckler &amp; Koch Anfang 2007 in einer Mail an einen Verk&auml;ufer seiner Firma in Mexiko. Die beiden Bundestaaten seien offensichtlich auf der &ldquo;schwarzen Liste&rdquo;. Diese und weitere Mails f&uuml;hrt das Zollkriminalamt (ZKA) als Belege daf&uuml;r an, wie Heckler &amp; Koch Exportauflagen der Bundesregierung umgangen habe.<br>\nLaut dem Abschlussbericht der Zollfahnder, den NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; einsehen konnten, hat die Firma zwischen 2003 und 2011 insgesamt 9472 Gewehre vom Typ G36 nach Mexiko geliefert. 4767 davon, also mehr als die H&auml;lfte, sind demnach in Gebiete gegangen, in die sie nicht h&auml;tten geliefert werden d&uuml;rfen &ndash; in vier Bundesstaaten wie Jalisco und Chiapas. Dort k&auml;mpfen seit Jahren schwer bewaffnete Drogenkartelle und Banden um Einfluss. Und auch die Polizei gilt als korrupt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/waffenexporte-107.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aff&auml;re um Problemgewehr G36: Von der Leyens riskantestes Man&ouml;ver<\/strong><br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen reagierte am Donnerstag auf den neuerlichen Skandal &ndash; und sie w&auml;hlte ungew&ouml;hnlich deutliche Worte. Den Versuch von Heckler &amp; Koch der Einflussnahme auf den MAD nannte sie &ldquo;sehr befremdlich&rdquo;. Den damaligen Leiter der Abteilung Ausr&uuml;stung, Informationstechnik und Nutzung (AIN), Detlef Selhausen, heute nicht mehr im Amt, kanzelte sie noch deutlicher ab. Es sei &ldquo;v&ouml;llig inakzeptabel&rdquo;, dass sich Selhausen die Initiative von Heckler &amp; Koch &ldquo;zu eigen&rdquo; gemacht habe. Nun m&uuml;sse aufgekl&auml;rt werden, wie es dazu kommen konnte, so von der Leyen.<br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen zeigen, wie nerv&ouml;s die Ministerin ist. So lag ihrem B&uuml;ro bereits seit M&auml;rz 2014 ein langer Vermerk vor, in dem der Versuch der Einflussnahme auf die Presse recht genau geschildert wurde. Bis heute aber hat das Ministerium auf den heiklen Vorgang nicht reagiert. Selbst eine Untersuchung des skurrilen Eigenlebens im Ressort blieb aus.<br>\nVon der Leyen selbst will von all dem nichts gewusst haben. Obwohl die Vorlage von ihrem B&uuml;roleiter als &ldquo;Lag vor&rdquo; paraphiert ist, will ihn die Ministerin nie gesehen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/g36-ursula-von-der-leyen-geht-in-die-offensive-a-1032694.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Skandale h&auml;ufen sich, die Ausreden bleiben dieselben. Die verantwortlichen Personen haben weder etwas gesehen, noch geh&ouml;rt, halten sich selbst und ihre Arbeit aber f&uuml;r ganz ganz wichtig. Wichtig ist vor allem die Frage, wie komme ich r&uuml;ber und nicht, was geht in meinem Hause vor.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Ministerin muss aufkl&auml;ren<\/strong><br>\nDer Deutsche Journalisten-Verband hat von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen sofortige und umfassende Aufkl&auml;rung der Geheimdienstpl&auml;ne ihres Ministeriums gegen Journalisten verlangt. [&hellip;] &bdquo;Es ist ein Skandal, dass f&uuml;hrende Ministerialbeamte darauf dringen,  missliebige Berichterstattung mit geheimdienstlichen Methoden zu verhindern&ldquo;, kritisierte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. &bdquo;Genauso unglaublich ist es, dass die verantwortliche Ministerin den Frontalangriff auf die Pressefreiheit offenbar wie eine Bagatelle behandelt, die keine besondere Beachtung verdient.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.djv.de\/startseite\/profil\/der-djv\/pressebereich-download\/pressemitteilungen\/detail\/article\/ministerin-muss-aufklaeren.html\">djv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Salamitaktik von Siemens<\/strong><br>\nNun ist sie also doch da &ndash; die Salamitaktik, von der Joe Kaeser vor einem Jahr noch nicht reden wollte. Stellenabbau-Ank&uuml;ndigung in Scheiben: jetzt 4500, im Februar 7800 und im vergangenen Oktober 1200 Stellen. Summasumarum 13.500 Arbeitspl&auml;tze, die auf dem Spiel stehen. Der Siemens-Vorstandsvorsitzende r&auml;umt und r&auml;umt auf. Das Ausma&szlig; eines der gr&ouml;&szlig;ten Umbauten in der Unternehmenshistorie kommt immer mehr zum Vorschein, was Beleg f&uuml;r die im Wettbewerbsvergleich strukturellen Defizite mit Innovationsschw&auml;chen und zum Teil am Markt vorbei entwickelten Produkten ist. Von operativen Erfolgen fehlt jede Spur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/siemens-stellenabbau-2015-joe-kaesers-salamitaktik-13580060.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Ruhe gibt es nicht<\/strong><br>\nSeit seiner Gr&uuml;ndung im Jahr 1847 war Siemens eine Stromfirma &ndash; kein Wunder also, dass die Energiewende den Konzern radikal ver&auml;ndert. Sie ist der Grund daf&uuml;r, dass Vorstandschef Kaeser wieder Tausende Stellen abbauen muss.<br>\nJoe Kaeser hat, seit er vor zwei Jahren die F&uuml;hrung von Siemens &uuml;bernommen hat, immer wieder gesagt, er wolle den Konzern &ldquo;beruhigen&rdquo;. Doch Siemens kommt nicht zur Ruhe, auch unter dem neuen Chef nicht, obwohl der doch alles besser machen wollte als sein Vorg&auml;nger Peter L&ouml;scher, der unentwegt neue Firmen gekauft und alte verkauft hat. Siemens kann auch gar nicht zur Ruhe kommen &ndash; so wie auch die anderen Unternehmen der Republik, die Konzerne ebenso wie die Mittelst&auml;ndler, in den n&auml;chsten Jahren nicht zur Ruhe kommen k&ouml;nnen.<br>\nDie Unruhe kommt zum Teil von innen, manchmal ist sie der Ausfluss von internen Machtk&auml;mpfen &ndash; siehe VW. Manchmal ist sie Folge von unternehmerischen Fehlentscheidungen; manchmal sind es auch einfach unf&auml;hige oder &uuml;berforderte Manager, die nicht in der Lage sind, ein Unternehmen verantwortungsvoll zu f&uuml;hren.<br>\nDie Unruhe kommt zum weitaus gr&ouml;&szlig;eren Teil allerdings von au&szlig;en. Denn die Unternehmen werden gerade von zwei Entwicklungen durcheinandergewirbelt, die auf Jahrzehnte hin die Wirtschaft pr&auml;gen werden. Das eine ist die digitale Revolution, die mit Wucht eine Branche nach der anderen erfasst &ndash; und l&auml;ngst nicht mehr blo&szlig; die Internetwirtschaft betrifft, wo sie ihren Ursprung hat. Das andere ist die Revolution in der Energieversorgung; und auch sie betrifft l&auml;ngst nicht mehr nur die Energieversorger selbst &ndash; sondern alle Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/siemens-ruhe-gibt-es-nicht-1.2469111\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was f&uuml;r ein unglaublich zynischer Beitrag. Der arme Joe Kaeser kann gar nicht anders als tausende Arbeitspl&auml;tze zu vernichten. Und schuld ist die Energiewende. Dass das Windenergiegesch&auml;ft bei Siemens gerade boomt sagt man da lieber nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Klartext zu Griechenland<\/strong><br>\nStichwort Agenda 2010. Sie verhalf den deutschen Unternehmen unfairen Wettbewerbsvorteilen und beschr&auml;nkte die deutschen Importe. Das Resultat: riesige Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse, die sich von 2000 bis Ende 2015 auf zwei Billionen belaufen werden. Spiegelbildlich mussten so bei den Handelspartnern ebenso riesige Defizite, also Schulden entstehen. Wer den Abbau der Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse vor allem durch deutliche Lohnsteigerungen in Deutschland verweigert, der will nicht, dass zum Beispiel die Eurokrisenl&auml;nder sich entschulden.<br>\nFakt ist: Griechenland &ndash; und die gesamte Euro-Zone &ndash; werden nie stabilisiert, wenn Deutschland diesem Pfad weiter folgt. Nur wenn hierzulande die L&ouml;hne endlich st&auml;rker steigen und der Staat seine Ausgaben erh&ouml;ht, schafft dies in Europa die Nachfrage, die die Wirtschaften stimuliert und, die Defizite verschwinden l&auml;sst. Deswegen sind Streiks f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne &ndash; zum Beispiel der Erzieherinnen und der Lokf&uuml;hrer &ndash; faktisch die h&ouml;chste Form der Solidarit&auml;t, die man in Deutschland f&uuml;r Griechenland &ndash; und andere Euro-L&auml;nder &ndash; leisten kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/klartext-zu-griechenland.html\">Michael Schlecht (MdB, Die Linke)<\/a>\n<p>dazu: <strong>100 Tage Syriza &ndash; &ldquo;Renten k&uuml;rzen ist nicht die L&ouml;sung&rdquo;<\/strong><br>\nGiorgos Chondros (Mitglied im Syriza-Zentralkommittee) kritisiert die Griechenlandpolitik der europ&auml;ischen Partner scharf: Dass das Wachstum der griechischen Wirtschaft zurzeit wieder stagniere, sei die Schuld der europ&auml;ischen Union, sagte Chondros im DLF. Die griechische Regierung habe den Partnern bereits viele Reformen vorgelegt, mit denen sie gegen Korruption vorgehen und das Steuerrecht &auml;ndern will. Die Reformen, die die EU fordere, seien zum Teil inakzeptabel. &ldquo;In diesem Moment noch Renten und L&ouml;hne zu k&uuml;rzen&rdquo; k&ouml;nne nicht die L&ouml;sung sein, so Chondros. Das w&uuml;rde die wirtschaftliche Krise nur verst&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/100-tage-syriza-renten-kuerzen-ist-nicht-die-loesung.694.de.html?dram:article_id=319120\">Interview mit Giorgios Chondros im Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zehn Thesen zur Rolle der EZB in der Gesellschaft<\/strong><br>\nIst die Europ&auml;ischen Zentralbank ein Hegemon wider Willen, der nur deshalb widerwillig seine gro&szlig;e Macht ausspielt, weil die Regierungen versagen und irgend jemand ja den Euro retten muss? Oder ist die EZB Speerspitze einer Bewegung zur Errichtung einer undemokratischen europ&auml;ischen Wirtschaftsordnung, die Kapitalinteressen &uuml;ber alles stellt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/352-10-thesen#weiterlesen\">Vortrag von Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutscher CDU-Imperialismus in der EU<\/strong><br>\nBei meiner Diskussionsveranstaltung zur Eurokrise in M&uuml;nster am Mittwoch dieser Woche kam es zu einer interessanten Kontroverse mit einem Europaparlamentarier der CDU, Dr. Markus Pieper (Diplom-Geologe). Von ihm h&ouml;rte man die &uuml;blichen Vorurteile, mit denen Politiker dieser Partei mit anderen L&auml;ndern in der EU umgehen (&bdquo;wer Geld bekommt, bekommt das nur zu unseren Bedingungen; wir d&uuml;rfen uns nicht erpressen lassen von denen, die Geld brauchen&rdquo; usw.). Stark waren auch seine Aussagen &uuml;ber Griechenland: Nat&uuml;rlich ist es klar, dass dort die falsche Regierung gew&auml;hlt wurde, die jetzt alles verdorben hat, und dass es sowieso besser w&auml;re, ein europ&auml;ischer Kommissar (sicher war ein deutscher gemeint) w&uuml;rde das Land f&uuml;hren. Auch klar, dass er gerade in Griechenland war, wo ihm mindestens drei griechische Mittelst&auml;ndler versichert h&auml;tten, vor Antritt dieser Regierung sei alles auf einem guten Weg gewesen.<br>\nSeine Bemerkungen gipfelten aber aus meiner Sicht in der Feststellung, dass er sich eine EU-Kommission w&uuml;nsche, die auch bereit sei, einem Defizitland klar zu sagen, dass ein Haushaltsdefizit von 3,8 Prozent nicht akzeptabel sei, und die unter Androhung von Sanktionen verlange, dass das Land seine Neuverschuldung rasch auf drei Prozent reduziere.<br>\nDaraufhin fragte ich ihn, was Deutschland auf die Aufforderung einer solch starken Kommission hin tun w&uuml;rde, die von Deutschland unter Androhung von Sanktionen verlange, seinen Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss von &uuml;ber 8 Prozent (des BIP) in diesem Jahr rasch wenigstens auf die im MIP Verfahren (Macroeconomic Imbalance Procedure) vorgesehenen sechs Prozent zu reduzieren (die aber an sich absurd sind, weil f&uuml;r Defizitl&auml;nder eine Grenze von vier Prozent gilt). W&uuml;rde Deutschland das akzeptieren und entsprechende Ma&szlig;nahmen ergreifen? Die Antwort war verbl&uuml;ffend klar: &bdquo;Nat&uuml;rlich nicht&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/deutscher-cdu-imperialismus-in-der-eu\/\">flassbeck economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Erinnern ist mehr als das Aufsagen von Formeln&rdquo;<\/strong><br>\nBeim Gedenken an den Zweiten Weltkrieg werden stets bedeutungsvoll klingende Worte gesprochen. Doch Erinnern ist mehr: Unruhe, die Menschen packt, wenn sie Zeitzeugnisse lesen oder in einem fr&uuml;heren KZ stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-politik-wichtiges-erinnern-1.2464860\">Heribert Prantl auf S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p>dazu: <strong>Dankbarkeit<\/strong><br>\nDas Bem&uuml;hen, die einen Verbrechen kleiner erscheinen zu lassen, indem man &uuml;ber andere Verbrechen spricht, ist keine randst&auml;ndige Denkfigur. Noch in Merkels Absage an die Moskauer Siegesparade scheint diese Relativierung auf. Sie hat Spuren als abnehmende Bereitschaft hinterlassen, sich mit deutscher Schuld auseinanderzusetzen: Eine gro&szlig;e Mehrheit von 77 Prozent stimmte vor nicht allzu langer Zeit der Aussage zu, &raquo;man sollte die Geschichte ruhen lassen&laquo;.<br>\nUmso wichtiger ist es, den 8. Mai endlich zu einem Ankerpunkt des Nicht-Vergessens zu machen. Zu einem Tag, der hilft, dass diese Vergangenheit nicht vergeht. Aus Respekt vor den Millionen Opfern. Und in Dankbarkeit gegen&uuml;ber den Befreiern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/970473.dankbarkeit.html\">Tom Strohschneider in Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>70 Jahre Befreiung: Deutsche K&auml;lte, deutsches Gl&uuml;ck<\/strong><br>\n70 Jahre sind, aus historischer Sicht, eine Petitesse. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai 1945 trennen uns heute nur gut zwei Generationen. Und tats&auml;chlich scheinen die Mentalit&auml;ten und Einstellungen zahlreicher Deutscher, ob alt oder jung, in erschreckender Weise unver&auml;ndert.<br>\nDie j&uuml;ngsten Anschl&auml;ge auf Asylbewerberheime &ndash; in Tr&ouml;glitz, aber auch an vielen anderen Orten dieses Landes &ndash; erinnern unweigerlich an die Beobachtungen Hannah Arendts im Jahr 1950. Als die Philosophin das geschlagene Deutschland besuchte, zum ersten Mal nach ihrer Flucht ins Exil, machte sie die bittere Erfahrung &bdquo;einer echten Gef&uuml;hlsunf&auml;higkeit&ldquo; in der deutschen Bev&ouml;lkerung: &bdquo;Dieser allgemeine Gef&uuml;hlsmangel, auf jeden Fall aber die offensichtliche Herzlosigkeit, die manchmal mit billiger R&uuml;hrseligkeit kaschiert wird, ist jedoch nur das auff&auml;lligste &auml;u&szlig;erliche Symptom einer tief verwurzelten, hartn&auml;ckigen und gelegentlich brutalen Weigerung, sich dem tats&auml;chlich Geschehenen zu stellen und sich damit abzufinden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/mai\/70-jahre-befreiung-deutsche-kaelte-deutsches-glueck\">Albrecht von Lucke in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betrug am Bau &ndash; Bosnier demonstrieren gegen Ausbeutung<\/strong><br>\nAm Isarufer in M&uuml;nchen haben bosnische Arbeiter gegen ausstehende L&ouml;hne demonstriert. Vertreter des slowenischen Gewerkschaftsbundes waren angereist. Auch Bayerns DGB-Chef Jena nahm an der Protestaktion teil. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Hunderte Stunden, sagen die M&auml;nner, haben sie wenig bis kein Geld bekommen. Ein slowenisches Subunternehmen hat sie legal ins Land gebracht. Laut Marko Tanasic vom slowenischen Gewerkschaftsbund ZSSS gibt es in seinem Land &uuml;ber 3.000 solcher Firmen, die Arbeiter f&uuml;r deutsche Baustellen vermitteln.<br>\nBayerns DGB-Chef Jena sprach von mehrfachem Betrug: Er erkl&auml;rte, man schade den Betrieben, die anst&auml;ndig zahlten. Au&szlig;erdem schade man den Sozialkassen, weil nichts eingezahlt w&uuml;rde und man schade den M&auml;nnern, die herangeschleppt w&uuml;rden. Es sei allerh&ouml;chste Zeit, dass die Politik hier mit mehr Zollkontrollen eingreife. Au&szlig;erdem forderte Jena die Staatsregierung auf, das Personal beim Zoll zu erh&ouml;hen und die sogenannte Nachunternehmerhaftung konsequent zu kontrollieren. Diese Regelung ist neu, sie gilt seit Januar und ist Bestandteil des Mindestlohngesetzes. Vereinfacht gesagt bedeutet sie, dass Arbeiter, deren Subunternehmen ihnen Lohn schuldig bleibt, daf&uuml;r jedes weitere Unternehmen in der Kette in Haftung nehmen k&ouml;nnen &ndash; nicht nur den Generalunternehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/oberbayern\/inhalt\/bosnische-arbeiter-muenchen-100.html\">BR Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Millionen Rentendaten sind schlecht gesch&uuml;tzt<\/strong><br>\nDas Betriebssystem Windows XP wird seit dem vergangenen Jahr nicht mehr von Microsoft gewartet &ndash; doch viele Beh&ouml;rden arbeiten weiterhin damit. Bei der Deutschen Rentenversicherung etwa laufen Zehntausende veralteter Rechner, wie das ARD-Magazin &ldquo;Kontraste&rdquo; herausgefunden hat. Datensch&uuml;tzer sehen Rentendaten in Gefahr.<br>\nBei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) arbeiten immer noch 40.000 Rechner mit dem veralteten Betriebssystem Windows XP von Microsoft, das gegen gezielte Angriffe von Hackern nur unzureichend gesichert werden kann. Das haben Recherchen des ARD-Magazins &ldquo;Kontraste&rdquo; ergeben. Microsoft hatte die Wartung f&uuml;r WindowsXP bereits 2014 eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/beitrag\/2015\/05\/millionen-rentendaten-unzureichend-geschuetzt-ard-magazin-kontraste.html\">rbb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bu&szlig;gelder au&szlig;er Kontrolle<\/strong>&nbsp;<br>\nStaatsanw&auml;lte und Richter k&ouml;nnen Ermittlungsverfahren und Strafprozesse gegen Zahlung einer Geldauflage (&ldquo;Bu&szlig;geld&rdquo;) einstellen. So steht es im Paragraf 153 a der Strafprozessordnung. Jedes Jahr werden in Deutschland Geldauflagen in H&ouml;he von sch&auml;tzungsweise 100 bis 150 Millionen Euro verh&auml;ngt. Davon sollen vor allem gemeinn&uuml;tzige Organisationen profitieren. Doch manchmal flie&szlig;t das Geld an Vereine, bei denen ein Nutzen f&uuml;r die Allgemeinheit nur schwer erkennbar ist.<br>\nEin Amtsrichter aus W&uuml;rzburg unterst&uuml;tzte den Reitverein seiner Tochter und Ehefrau mit Tausenden von Euro aus Bu&szlig;geldern.<br>\nDer Verein Memnon aus M&uuml;nchen erhielt vom Oberlandesgericht M&uuml;nchen Zehntausende Euro als Zuwendung aus Geldauflagen. Vereinszweck ist die Unterst&uuml;tzung einer Ausgrabungsst&auml;tte in &Auml;gypten. Mit sozialen Problemen oder kulturellen Anliegen in Deutschland hat das offenbar wenig zu tun. Allerdings geh&ouml;ren drei ehemalige und aktive Richterinnen des Oberlandesgerichts M&uuml;nchen zu den Gr&uuml;ndungsmitgliedern des Vereins.<br>\nDer ADAC erhielt von verschiedenen Gerichten zwischen 2011 und 2013 mehr als 231.000 Euro. Auch hier handelte es sich um Bu&szlig;gelder aus eingestellten Strafverfahren. Dabei ist der ADAC einer der reichsten Vereine Deutschlands und nicht auf Zuwendungen von Gerichten angewiesen.<br>\nDer Bund gegen Alkohol und Drogen im Stra&szlig;enverkehr ist eine &uuml;berwiegend von Juristen betriebene Organisation, die unter anderem Vortr&auml;ge organisiert und finanziert. Zwischen 2011 und 2013 wurden dem Verein von Gerichten und Staatsanwaltschaften mehr als 1,6 Millionen Euro zugesprochen. Einige Richter halten im Auftrag des Vereins Vortr&auml;ge &ndash; gegen Honorar.<br>\nRichter k&ouml;nnen frei bestimmen, welche Organisationen von den gezahlten Bu&szlig;geldern profitieren sollen. Staatsanw&auml;lte m&uuml;ssen sich an die Richtlinien f&uuml;r das Strafverfahren und das Bu&szlig;geldverfahren halten und die Bu&szlig;gelder bestimmten gemeinn&uuml;tzigen Organisationen zukommen lassen, zum Beispiel Einrichtungen der Opferhilfe, der Suchthilfe, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Straff&auml;lligen- und Bew&auml;hrungshilfe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/ndr\/bussgeld-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das passt zum NachDenkSeiten-Artikel mit Norbert Bl&uuml;ms Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25956\">&bdquo;So schottet sich die &bdquo;Justiz&ldquo; gegen &ouml;ffentliche Kritik ab und errichtet mit Hilfe von Medien eine Mauer des Schweigens&ldquo;<\/a> und dem erg&auml;nzenden <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25986\">Artikel &uuml;ber die Ernennung von Sch&ouml;ffen<\/a> und zu Wolfgang Bittners Artikel <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25986\">&bdquo;Die Justiz ist schwarz&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Land verbietet Sponsoring an Schulen<\/strong><br>\nWenn eine Schule ihren Sch&uuml;lern heute etwas bieten will, dann geht das selten noch ohne Geld. Weil es aber am Geld in der Regel mangelt, greifen immer mehr Schulen auf Sponsoren zur&uuml;ck &ndash; auch aus der Wirtschaft. F&uuml;r die Schulen war es bisher eine willkommene Einnahmequelle und f&uuml;r die Unternehmen eine Gelegenheit, ihr Image aufzupolieren. F&uuml;nf Gymnasien in Niedersachsen betreiben Partnerschaften mit Energiekonzernen. Doch damit ist nun Schluss: Das Nieders&auml;chsische Kultusministerium hat entschieden, dass Schulen nicht mehr mit Energieunternehmen zusammenarbeiten und sich von ihren sponsern lassen d&uuml;rfen. Das Ministerium sehe durch das Sponsoring die Gefahr einer m&ouml;glichen Einflussnahme durch die Unternehmen, sagte ein Sprecher NDR 1 Niedersachsen. [&hellip;]<br>\nDas Ministerium teilte mit, dass das Verbot nicht aufgrund von Schulbesuchen oder Gespr&auml;chen mit Lehrern verh&auml;ngt worden sei, sondern wegen der zugrunde liegenden Vertr&auml;ge. Die Politik habe erkannt, dass Lobbyismus an Schulen ein reales Problem darstelle, sagt Felix Kamella vom Verein Lobby Control. Er spricht auch von einer Signalwirkung f&uuml;r andere Kooperationen. An den Gymnasien kommt der Kurswechsel dagegen nicht gut an. Die Entscheidung gehe zulasten der Sch&uuml;ler, die die Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen gew&uuml;nscht und davon profitiert h&auml;tten, sagte Schulleiter Detlev Lehmann vom Domgymnasium in Verden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/niedersachsen\/Land-verbietet-Sponsoring-an-Schulen,schulen152.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Endlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sprunghafter Anstieg rechter Gewalt<\/strong><br>\nDie Zahl politisch motivierter Gewalttaten in Deutschland hat im vergangenen Jahr einen H&ouml;chststand erreicht. Sie stieg um mehr als 18 Prozent auf 3368 F&auml;lle. Mit einem Zuwachs von fast 23 Prozent hat besonders die Gewalt von Rechts deutlich zugenommen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) am Mittwoch in Berlin vorstellte.<br>\nDe Maizi&egrave;re sagte, es gebe in der politisch motivierten Kriminalit&auml;t bedrohliche Entwicklungen. Gerade fremdenfeindliche, antisemitische sowie rassistisch motivierte Straf- und Gewalttaten h&auml;tten zugenommen. Asylbewerber und Fl&uuml;chtlingsheime w&uuml;rden gezielt angegriffen, die Zahl der F&auml;lle sei auf 203 Delikte gestiegen. Rechtsmotivierte T&auml;ter seien dabei f&uuml;r 175 Angriffe verantwortlich gewesen, gegen&uuml;ber 58 im Jahr 2013. Die rechte Szene habe gezielt versucht, die &ouml;ffentliche Debatte um Zuwanderung f&uuml;r fremdenfeindliche Agitation zu nutzen. Taten richteten sich auch gezielt gegen Kirchen, Synagogen und Moscheen.<br>\nInsgesamt registrierte die Polizei 32 700 Straftaten aus politischen Motiven, 3,3 Prozent mehr als im Jahr 2013. Sprunghaft ist der Anstieg der Gewalttaten auf 3368 F&auml;lle. Dies ist der h&ouml;chste Stand seit der ersten Erfassung dieser Delikte im Jahr 2001. Von den Gewalttaten machten K&ouml;rperverletzungen den mit Abstand gr&ouml;&szlig;ten Teil aus &ndash; die Zahl der F&auml;lle erh&ouml;hte sich im Vergleich zu 2013 um ein Viertel auf 2285 F&auml;lle.<br>\nAuff&auml;llig ist vor allem die wachsende Gewaltbereitschaft in der rechten Szene: Bei den Gewalttaten insgesamt erh&ouml;hte sich die Zahl der F&auml;lle, die rechten T&auml;tern zugeordnet werden, um 22,9 Prozent auf 1029 F&auml;lle, bei den K&ouml;rperverletzungen um 23,3 Prozent auf 900 F&auml;lle. Mit 17.020 der 32.700 Straftaten ist die rechte Szene auch weiterhin f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil aller Taten verantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/polizeiliche-kriminalstatistik-sprunghafter-anstieg-rechter-gewalt-1.2467342\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das sind doch Peanuts. Lieber arbeiten sich die Sicherheitsorgane daran ab, islamistische Terrorzellen zu konstruieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum Texas Fracking v&ouml;llig normal findet<\/strong><br>\nEs sind vor allem diese Vorteile, die sie in Texas sehen. Und zwar &uuml;berall &ndash; egal ob man Journalisten oder Wissenschaftler fragt. &ldquo;Nat&uuml;rlich hat Fracking Risiken, aber die k&ouml;nnen verhindert werden&rdquo;, sagt Anna B. Mikulska vom Center for Energy Studies an der Rice University in Houston. Wenn die entsprechenden Standards eingehalten w&uuml;rden, lie&szlig;e sich Wasserverschmutzung vermeiden. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie aus dem Jahr 2012. Wird tief genug gebohrt, k&ouml;nne das Grundwasser nicht verseucht werden, hei&szlig;t es da. Es sei denn, wenige Meter unter der Erde sei die Bohrleitung undicht, etwa wegen por&ouml;sen Zements. Ob genau das im US-Bundesstaat Pennsylvania passiert ist?<br>\nErstmals weist n&auml;mlich eine Studie der Pennsylvania State University Fracking-Chemikalien im Grundwasser des Bezirks Bradfound County nach. Zwar ist laut Machern der Studie die Konzentration der Chemikalien nicht gesundheitsgef&auml;hrdend. Kritikern aus der Fracking-Industrie fehlt au&szlig;erdem ein klarer Beweis daf&uuml;r, dass ihre Anlagen f&uuml;r die Belastung des Wassers verantwortlich sind. Doch die Studie h&auml;lt eine undichte Fracking-Anlage f&uuml;r die wahrscheinlichste Ursache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/oel-boom-in-texas-und-wenig-verstaendnis-fuer-fracking-auflagen-in-deutschland-38319884.html\">Dominik Rzepka auf heute.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Xi Jinping: China will mit Russland &ldquo;Schulter an Schulter&rdquo; Frieden verteidigen<\/strong><br>\nChina und Russland werden Hand in Hand und Schulter an Schulter den Frieden auf der Erde verteidigen. Das k&uuml;ndigte Chinas Staatschef Xi Jinping in einem Appell an die B&uuml;rger Russlands an, der in der Regierungszeitung &ldquo;Rossijskaja Gaseta&rdquo; ver&ouml;ffentlicht ist.<br>\n&bdquo;Das  chinesische Volk und das russische Volk sind gro&szlig;e V&ouml;lker. In den Jahren des Leides und der M&uuml;hsal ist unsere unzerst&ouml;rbare Kampffreundschaft mit Blut besiegelt worden. Heute werden die V&ouml;lker Chinas und Russlands Hand in Hand und Schulter an Schulter den Frieden verteidigen, zur Entwicklung eines stabilen Friedens auf dem Planeten und zum Fortschritt der ganzen Menschheit beitragen&ldquo;, &auml;u&szlig;erte Xi Jinping.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20150507\/302227338.html\">Sputnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Denke, so deutlich haben die Chinesen das noch nie formuliert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sich die Kanzlerin wegdenken<\/strong><br>\nDie BND-Geschichte k&ouml;nnte der Kanzlerin gef&auml;hrlich werden: So liest man das jetzt in manchen Spalten. Die &raquo;gef&auml;hrdete Kanzlerin&laquo; ist so eine Art Lieblingsmotiv der Kommentatoren. Jeden Skandal und jede Aff&auml;re flankieren sie mit ihr. Das soll wohl die Alternativlosigkeit verdecken. Es ist mal wieder so weit: F&uuml;r die Kanzlerin k&ouml;nnte es gef&auml;hrlich werden. Im F&uuml;hren dieses Konjunktivs sind die Kommentatoren dieses Landes gro&szlig;artig. Selbst die &raquo;Bild&laquo; ist mal wieder mit von der Partie und mahnt. Was haben sie nicht alles gemunkelt, als Edward Snowden Tacheles redete und die Bundesregierung so tat, als habe man es bei diesem Mann mit einem Charles Manson der Nachrichtendienste zu tun. Wenn sie nicht bald Stellung bezieht, schrieb man, dann k&ouml;nnte es gef&auml;hrlich werden f&uuml;r die Kanzlerin. Sie bezog keine Stellung und schwadronierte vom Neuland und &ndash; ist immer noch ungef&auml;hrdet im Amt. Wurde seither sogar wiedergew&auml;hlt. [&hellip;] Und ihr Vizekanzler und Koalitionspartner gibt die n&auml;chste Wahl schon zwei Jahre vorher auf und erkl&auml;rt sich bereit, die Kanzlerin in eine n&auml;chste Gro&szlig;en Koalition zu geleiten. Das sollten sich all die Kommentatoren, die von der &raquo;gef&auml;hrdeten Kanzlerin&laquo; berichten, mal zu Gem&uuml;te f&uuml;hren, bevor sie Abges&auml;nge auf diese Frau schreiben.<br>\nDie Frau ist nicht in Gefahr. Leider. Wer soll sie denn st&uuml;rzen? Das Volk, das sie doch wieder als beste aller m&ouml;glichen Kanzler w&auml;hlt? Das politische Personal, das ihr aus der Hand frisst? Willkommen in der Alternativlosigkeit! Kein Skandal reicht aus, damit sie ihren Hosenanzug in den Schrank h&auml;ngt. Aber so zu tun als ob es geschehen k&ouml;nnte, das soll uns allen suggerieren, dass es keine Kontinuit&auml;t auf Teufel komm raus gibt. Und wenn man sie sich wegdenkt, wo sie schon nicht weg zu kriegen ist, dann kuschelt man sich in den wohligen Gedanken ein, dass wir noch kein Post- vor unserer Demokratie stehen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/970367.sich-die-kanzlerin-wegdenken.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wie Guardiola viel riskierte &ndash; und alles verlor<\/strong><br>\nBei der R&uuml;ckkehr nach Barcelona &uuml;berrascht Pep Guardiola sein altes Team mit einer riskanten Taktik. Belohnt wird der Mut nicht, weil die Bayern die Schwachstellen des Gegners nicht nutzen &ndash; und dann drei b&ouml;se Fehler machen. [&hellip;]<br>\nDie Intention der 3-5-2-Strategie war klar: Durch die Ausrichtung Mann gegen Mann wollte Guardiola den Ballbesitz-Fu&szlig;ball der Katalanen unterbinden, gen&uuml;gend Spieler im Mittelfeld haben und Barca in deren H&auml;lfte dr&auml;ngen. Das klappte &ndash; der deutsche Torwart Marc-Andre ter Stegen hatte einige B&auml;lle am Fu&szlig; und suchte eine Anspielm&ouml;glichkeit. Oft blieb nur der lange Schlag, den die gro&szlig;en M&uuml;nchner gut verteidigen konnten. Aber nicht immer. Nach einem weiten Pass des Schlussmanns und einer Kopfballverl&auml;ngerung lief Suarez alleine auf das Bayern-Tor zu, da keine Absicherung vorhanden war. Neuer parierte klasse. Diese Szene nach einer Viertelstunde aber war das Signal f&uuml;r Guardiola: Das ist zu riskant. Schlie&szlig;lich waren gerade erst 15 von mindestens 180 Minuten in diesem Halbfinale gespielt. Wie vorher mit der Mannschaft f&uuml;r den Fall der F&auml;lle besprochen, stellte der Trainer per Fingerzeig schnell auf Viererkette um; Bernat r&uuml;ckte nach links hinten. Davor formierte sich eine Raute, in der Xabi Alonso den Defensiv-Part einnahm, w&auml;hrend Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Thiago Alc&aacute;ntara hinter den Spitzen Thomas M&uuml;ller und Robert Lewandowski immer wieder die Positionen tauschten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/champions-league\/bayerns-trainer-pep-guardiola-riskierte-viel-in-barcelona-13579711.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Analyse des schreibenden Kollegen zeigt, dass mehr im Fu&szlig;ball steckt, als das, was Kommentatoren wie B&eacute;la R&eacute;thy oder Dampfplauder-Experten wie Franz Beckenbauer &uuml;ber ihn zu wissen vorgeben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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