{"id":26024,"date":"2015-05-08T15:45:15","date_gmt":"2015-05-08T13:45:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024"},"modified":"2015-11-09T11:11:38","modified_gmt":"2015-11-09T10:11:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-196","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h01\">Streikerfahrungen eines Lokf&uuml;hrers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h02\">Unterhauswahlen Gro&szlig;britannien 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h03\">Deutsche Konjunktur: Gute Stimmung, schwache Zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h04\">David Milleker: Die unsinnige Idee einer Parallelw&auml;hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h05\">Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r das Europa des George Soros: ein erfolgreicher Grexit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h06\">Warum Dublin und Lissabon keinen Tsipras haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h07\">Finanzspekulation und Rohstoffpreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h08\">Zahl der tariflichen Verg&uuml;tungsgruppen unter 8,50 Euro erneut zur&uuml;ckgegangen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h09\">Der Fall Gazprom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h10\">Die Renaissance des Westens (I)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h11\">Rede von Oskar Lafontaine zur Befreiung vom Hitlerfaschismus vor 70 Jahren. F&uuml;r Sozialismus und gegen Ru&szlig;land-Bashing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h12\">Nachschub rollt nach Coleman<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h13\">NSA kann Gespr&auml;che transkribieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h14\">Kanada beschlie&szlig;t neue Antiterror-Gesetze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h15\">Race, Class and Neglect  &ndash;  Rasse, Klasse und Vernachl&auml;ssigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h16\">Ausl&auml;ndische Banden und deutsche Einzelt&auml;ter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h17\">Zu guter Letzt: Warum die Astrologie nicht f&uuml;r den Wahlkampf taugt, daf&uuml;r aber die Demoskopie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024#h18\">Das Letzte: Vetternwirtschaft in Griechenland: Syriza ist auch nicht besser<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26024&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Streikerfahrungen eines Lokf&uuml;hrers<\/strong><br>\nGestern habe ich das erste Mal in meinem Leben gestreikt. Bis Ende des letzten Jahres war ich Mitglied bei der nicht streikenden Arbeitgebergewerkschaft EVG, und beim ersten Streik dieses Jahres hatte ich kurz vor Streikbeginn Feierabend und kurz nach Streikende erst wieder Dienstbeginn.<br>\nWorum geht es &uuml;berhaupt bei diesem Streik?<br>\nIch habe hier auf G+ ja schon &ouml;fter was zu dieser Thematik geschrieben. Es ist ein relativ kompliziertes Thema, aber man kann es so zusammenfassen: Es geht nicht ums Geld (entgegen den Behauptungen von DB und Presse) sondern darum, ein Leben zu haben, in welchem man dieses auch ausgeben kann. Ich als Tf in der Bereitstellung hatte bspw. letzten Monat &uuml;ber 90% Nachtschichtanteil. Dass das nicht gerade hilfreich ist beim F&uuml;hren einer Beziehung, d&uuml;rfte wohl einleuchten.<br>\nAu&szlig;erdem geht es auch darum, Ungeichbehandlungen abzubauen. Zugbegleiter mit ein und den selben Aufgaben werden auf mehrere verschiedene Arten eingruppiert und unterschiedlich bezahlt. Sogenannte &ldquo;Lokrangierf&uuml;hrer&rdquo;, ein k&uuml;nstlicher Beruf, die genau das selbe tun wie andere Lokf&uuml;hrer auch, n&auml;mlich Z&uuml;ge fahren, rangieren, dazu aber auch noch deutlich mehr Zugbildungsaufgaben wie Kuppeln etc. machen, also bei gleicher Verantwortung sogar noch mehr k&ouml;rperlich belastet werden bei Wind und Wetter, werden ohne sachlichen Grund deutlich schlechter entlohnt als wir &ldquo;normalen&rdquo; Lokf&uuml;hrer. Beispielsweise sind meine Bereitstellerkollegen in K&ouml;ln, die 1:1 das gleiche tun wie ich in Frankfurt, ohne nachvollziehbaren sachlichen Grund als Lrf eingruppiert und damit finanziell mir gegen&uuml;ber deutlich schlechter gestellt. [&hellip;]<br>\nDie GDL wird manchmal als One-Man-Show bezeichnet. Tats&auml;chlich aber hat Weselsky nicht mal die Macht, irgendwas allein zu entscheiden, alle relevanten Entscheidungen fallen in den entsprechenden Gremien. Au&szlig;erdem, das muss man ganz deutlich betonen: Nicht wir sind Weselskys Leute, sondern Weselsky ist unser Mann. Die GDL-Mitglieder haben ihn gew&auml;hlt, weil er seinen Job gut tut, und nicht weil seine Nase gef&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/plus.google.com\/106788530400588973163\/posts\/WskTaqpdo2L\">Quork Q&rsquo;Tar auf Google Plus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Unterhauswahlen Gro&szlig;britannien 2015<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/der-interaktive-atlas-zu-den-wahlen-in-grossbritannien-13570495.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Auf der interaktiven Grafik sieht man sehr sch&ouml;n die Ver&auml;nderungen im Vergleich zur Wahl von 2010. Die st&auml;rkste Bewegung hat es in Schottland gegeben. Labour kann dort nur einen Wahlkreis gewinnen. Vor f&uuml;nf Jahren waren es noch 41. Interessant auch der Vergleich der Prozentwerte. Demnach haben die Tories rund 35,5 Prozent der Stimmen ergattern k&ouml;nnen und Labour als zweitst&auml;rkste Kraft rund 31,5 Prozent. Beide gewinnen also leicht hinzu, doch die Besonderheit des Mehrheitswahlrechts (winner takes all) f&uuml;hrt eben dazu, dass Labour neben den Liberal Democrats (-15 Prozent) ebenfalls als Verlierer dasteht.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Nigel Farage von Ukip:&nbsp;Chef der rechten Euroskeptiker tritt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nUkip-Chef Nigel Farage ist in seinem Wahlkreis nicht gew&auml;hlt worden &ndash; und ist erleichtert. Nun ist er vom Parteivorsitz zur&uuml;ckgetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/grossbritannien-wahl-ukip-chef-nigel-farage-nicht-gewaehlt-a-1032825.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die rechtspopulistische UKIP geh&ouml;rt zwar vom Ergebnis her zu den Gewinnern der Unterhauswahlen. Wenn man bedenkt, dass UKIP noch vor wenigen Monaten als m&ouml;glicherweise st&auml;rkste Partei gehandelt wurde, ist das Ergebnis jedoch eine herbe Niederlage. So l&auml;sst sich der Wahl auch etwas positives abgewinnen. Ein weiterer Positiver Punkt: Die offen rechtsextreme Britisch National Party hat in ganz Gro&szlig;britannien lediglich 1.667 Stimmen bekommen und landet damit bei 0,0%.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Konjunktur: Gute Stimmung, schwache Zahlen<\/strong><br>\n[&hellip;] Aber die Industrieproduktion kommt einfach nicht in die G&auml;nge. Sie hat sich im ersten Quartal gegen&uuml;ber dem Vorjahr nicht ver&auml;ndert und stagniert eigentlich jetzt schon seit dem Sommer 2011, fast vier Jahre lang, was im &Uuml;brigen genau zu den realen Auftragseing&auml;ngen in diesem Sektor passt. Ist die Industrie nicht das kr&auml;ftige Herz der deutschen Wirtschaft? Von den harten Fakten her hat man nicht diesen Eindruck.<br>\nAm Arbeitsmarkt scheint zudem nach den vielen &uuml;berraschend guten Jahren die Luft raus zu sein, ohne dass das bisher in der &ouml;ffentlichen Diskussion thematisiert worden w&auml;re. Vom vierten Quartal 2014 zum ersten Quartal 2015 hat sich die Anzahl der Erwerbst&auml;tigen saisonbereinigt lediglich um 0,05 Prozent erh&ouml;ht, stagnierte also, nachdem zuvor &ndash; n&auml;mlich seit 2010 &ndash; viertelj&auml;hrliche Zuwachsraten von um die 0,25 Prozent die Regel waren. Passend dazu nimmt die Arbeitslosigkeit kaum mehr ab und scheint sich bei 6,4 Prozent oder 2,8 Millionen einzupendeln. Vollbesch&auml;ftigung sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2015\/05\/08\/deutsche-konjunktur-gute-stimmung-schwache-zahlen_8368\">ZEIT Herdentrieb<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Ohne Worte &ndash; Deutschland boomt<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150508_Grafik_1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150508_Grafik_1_th.jpg\" alt=\"Ohne Worte &ndash; Deutschland boomt\" title=\"Ohne Worte &ndash; Deutschland boomt\"><\/a><\/p>\n<p>Auszug aus der neuesten Statistik (von heute) zur Produktion im Produzierenden Gewerbe (Industrie und Bau) von der Deutschen Bundesbank.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/ohne-worte-deutschland-boomt\/\">flassbeck-economics<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>David Milleker: Die unsinnige Idee einer Parallelw&auml;hrung<\/strong><br>\nIm Prinzip k&ouml;nnte man sich das nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Griechenland vorstellen: Der klamme Staat verwendet Euro zur Bedienung seiner Schulden, bezahlt seine laufenden Ausgaben gegen&uuml;ber den heimischen B&uuml;rgern aber mit frisch begebenen Schuldscheinen und l&auml;sst sich umgekehrt auch von diesen die Steuern in diesen Schuldscheinen bezahlen.<br>\nEs macht nur leider in der Praxis einen massiven Unterschied, ob es wie in Argentinien schon vorher eine heimische W&auml;hrung gibt, die an ein anderes Vehikel gekoppelt wird, ob wie in Kalifornien die Existenz eines &uuml;bergeordneten W&auml;hrungsraums au&szlig;er Frage steht oder ob wie in Griechenland eine Hartw&auml;hrung (Euro) durch eine Weichw&auml;hrung (Drachme) abgel&ouml;st werden k&ouml;nnte.<br>\nIn Kalifornien stand auch im schlimmsten Fall au&szlig;er Frage, dass die US-Notenbank die Geldversorgung weiter gew&auml;hrleistet und die Zentralregierung die wichtigsten &ouml;ffentlichen Aufgaben &uuml;bernommen h&auml;tte. Das ist ein ganz entscheidender Unterschied zu Griechenland, wo die EZB in kleinen Dosen entscheidet, ob und in welchem Umfang eine Notversorgung der Banken mit Zentralbankgeld weiter stattfindet oder eingestellt wird. In diesem Fall ist das individuell-rationale Verhalten bei Auftreten einer Parallelw&auml;hrung:<br>\n1. Der schnellstm&ouml;gliche Umtausch derselben in Euro.<br>\n2. Das Horten von Euro zur Wertaufbewahrung.<br>\n3. Das Sicherstellen, dass keine Zwangskonvertierung bestehender Verm&ouml;gen in die Parallelw&auml;hrung stattfinden kann.<br>\nMit anderen Worten: Die Einf&uuml;hrung einer Parallelw&auml;hrung w&uuml;rde f&uuml;r sich genommen Bedingungen schaffen, die einen Bank-Run sehr wahrscheinlich werden lassen. Mithin genau das Gegenteil dessen, was eine &bdquo;geordnete &Uuml;bergangsl&ouml;sung&ldquo; ausmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/05\/07\/david-milleker-die-unsinnige-idee-einer-parallelwahrung\/\">David Milleker auf Wirtschaftswunder<\/a>\n<p>dazu: <strong>EZB-Direktor r&auml;t Griechen zu au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Schritten<\/strong><br>\nUngew&ouml;hnliche Situationen erfordern ungew&ouml;hnliche Ma&szlig;nahmen &ndash; jedenfalls sieht das EZB-Direktor Yves Mersch so. Um den Griechen zu helfen, empfiehlt der Banker einen Blick in den &bdquo;Nichtstandard-Werkzeugkasten&ldquo;. Die griechische Regierung muss laut EZB-Direktor Yves Mersch selbst entscheiden, ob sie im Extremfall zu au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Schritten wie Kapitalkontrollen oder einer Parallelw&auml;hrung greifen will. &bdquo;All diese Instrumente k&ouml;nnen im Nichtstandard-Werkzeugkasten gefunden werden, die jede Regierung erw&auml;gen k&ouml;nnte, wenn ihr die Optionen ausgehen&ldquo;, sagte Mersch der spanischen Zeitung &bdquo;La Vanguardia&ldquo; vom Donnerstag. Sie seien aber alle mit einem hohen Preis verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/yves-mersch-ezb-direktor-raet-griechen-zu-aussergewoehnlichen-schritten\/11744608.html\">Handelsblatt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r das Europa des George Soros: ein erfolgreicher Grexit<\/strong><br>\nDer Soros-finanzierte European Council on Foreign Relations warnt die Berliner Elite, dass sie sich mit ihren Nord-Euro-Pl&auml;nen versch&auml;tzt. Grexit k&ouml;nnte Griechenland n&uuml;tzen und es zum Vorbild statt zum abschreckenden Beispiel f&uuml;r Podemos, Sinn Fein und Co. machen. Der Schluss aus dieser Erkenntnis wirkt auf den ersten Blick bizarr&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/353-soros-grexit#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Warum Dublin und Lissabon keinen Tsipras haben<\/strong><br>\nWenigstens in einem Punkt waren sich Alexis Tsipras und seine Br&uuml;sseler Gespr&auml;chspartner bis vor Kurzem noch einig: Sie sahen Griechenland als Dominostein, der auf der Kippe steht. Und der, falls er f&auml;llt, andere Steine mitrei&szlig;en und ein europ&auml;isches Finanzdebakel ausl&ouml;sen w&uuml;rde. Seit dem Sieg von Syriza bei den Parlamentswahlen vom 25. Januar f&uuml;rchten sie ein anderes Ansteckungsszenario: Es k&ouml;nnte sich ja die Idee ausbreiten, dass die ganze Austerit&auml;tspolitik nicht funktioniert. Genau das hofft man in Athen.<br>\nWelcher Dominostein f&auml;llt als n&auml;chster? Im Blick sind vor allem jene drei Staaten, die man auf den Finanzm&auml;rkten mit Griechenland zu dem absch&auml;tzigen englischen Akronym &bdquo;PIGS&ldquo; gef&uuml;gt hat: Spanien mit seiner Podemos-Bewegung sowie Portugal und Irland. Letztere sind kleinere L&auml;nder an der europ&auml;ischen Peripherie, denen man &ndash; wie Griechenland &ndash; ein &bdquo;Rettungskonzept&ldquo; in Form von Spar- und Strukturanpassungsprogrammen verordnet hat. In beiden L&auml;ndern stehen demn&auml;chst Parlamentswahlen an.<br>\nGlaubt man den konservativen Kreisen, die in Irland und Portugal an der Regierung sind, w&uuml;rden weder Lissabon noch Dublin von einer Lockerung der Br&uuml;sseler Politik profitieren. &bdquo;Wir sind nicht Griechenland&ldquo;, wiederholt Irlands Finanzminister Michael Noonan unabl&auml;ssig und regt sogar an, diese Botschaft auf T-Shirts zu drucken.<br>\n2014 verzeichnete Irland mit einem Plus von 4,8 Prozent das h&ouml;chste Wachstum innerhalb der Europ&auml;ischen Union. Auch Portugal ist dabei, &bdquo;die Fr&uuml;chte der in den letzten Jahren verfolgten Politik zu ernten&ldquo;, meint jedenfalls EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi.<br>\nDublin und Lissabon lehnen das Bild von einem Dominoeffekt ab und sprechen lieber vom gemeinsamen Klassenzimmer: &bdquo;Die Griechen k&ouml;nnen sich ein Beispiel an Irland nehmen&ldquo;, meint der irische Premierminister Enda Kenny. &bdquo;Schlie&szlig;lich sind wir die Klassenbesten.&ldquo; Diesen Titel k&ouml;nnte laut Christine Lagarde allerdings auch Portugal beanspruchen. Nach einem Bericht in El Pa&iacute;s hat die IWF-Pr&auml;sidentin beim Treffen der Finanzminister der Eurozone am 16. Februar gezielt auf den Unterschied zwischen dem &bdquo;guten portugiesischen Sch&uuml;ler&ldquo; und dem griechischen &bdquo;Krebsgeschw&uuml;r&ldquo; verwiesen (17.&nbsp;Februar 2015).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/05\/08\/a0009.text\">Renaud Lambert in Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Finanzspekulation und Rohstoffpreise<\/strong><br>\nIn der letzten Dekade kam es bei Rohstoffen zu heftigen Preisschwankungen. Gleichzeitig nahm der Anteil von Finanzinvestoren an Rohstoffterminb&ouml;rsen erheblich zu. Im Zuge ist eine Diskussion entbrannt, ob Finanzspekulation Rohstoffpreise von ihren fundamentalen Bestimmungsgr&ouml;&szlig;en entfernt. Wissenschaftliche Studien kommen diesbez&uuml;glich jedoch zu keinem eindeutigen Ergebnis. Die Politik hat trotzdem bereits Ma&szlig;nahmen zur st&auml;rkeren Regulierung von Rohstoffterminb&ouml;rsen eingeleitet. Dieser Roundup gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die bisherigen Entwicklungen und den aktuellen Forschungsstand.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150508_Grafik_2.jpg\" alt=\"Finanzspekulation und Rohstoffpreise\" title=\"Finanzspekulation und Rohstoffpreise\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.503422.de\">DIW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zahl der tariflichen Verg&uuml;tungsgruppen unter 8,50 Euro erneut zur&uuml;ckgegangen<\/strong><br>\nDie Zahl der tariflichen Verg&uuml;tungsgruppen, in denen Stundenl&ouml;hne unter 8,50 Euro gezahlt werden, ist in den vergangenen Jahren deutlich zur&uuml;ckgegangen. Das ergibt eine aktuelle Auswertung, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung vorlegt. Das WSI-Tarifarchiv hat rund 4.560 Verg&uuml;tungsgruppen aus 40 Branchen und Wirtschaftszweigen untersucht. Im Januar 2015 sahen nur 6 Prozent davon Stundenl&ouml;hne von weniger als 8,50 Euro vor. Ende 2013 lag der Anteil noch bei 10 Prozent, Anfang 2010 noch bei 16 Prozent.<br>\n&bdquo;Diese positive Entwicklung zeigt, dass die Gewerkschaften die Situation im Niedriglohnsektor aus eigener Kraft deutlich verbessert haben&ldquo;, sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Dr. Reinhard Bispinck. &bdquo;Dabei hat sicherlich geholfen, dass der von den Gewerkschaften seit langem geforderte und nun eingef&uuml;hrte allgemeine gesetzliche Mindestlohn den Druck auf die Arbeitgeberverb&auml;nde erh&ouml;ht hat&ldquo;, so der Tarifexperte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_54114.htm\">WSI<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Fall Gazprom<\/strong><br>\nRusslands Energiegigant auf der Suche nach neuen M&auml;rkten<br>\nGazprom und der russische Staat sind historisch eng miteinander verwoben. Das Unternehmen ging direkt aus dem sowjetischen Ministerium f&uuml;r Erd&ouml;l- und Gaswirtschaft hervor, das 1989 im Zuge der Perestroika in einen finanziell und administrativ autonomen Staatskonzern umgewandelt wurde.<br>\n1992 wurde der damalige Vorstandsvorsitzende, Wiktor Tschernomyrdin, zum Ministerpr&auml;sidenten der Russischen F&ouml;deration ernannt. Schon ein Jahr sp&auml;ter wandelte er Gazprom in eine Aktiengesellschaft um und &ouml;ffnete das Firmenkapital f&uuml;r private Investoren. Mit 38 Prozent der Anteile blieb der Staat jedoch der gr&ouml;&szlig;te Teilhaber. Wladimir Putin, der im Jahr 2000 zum russischen Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt wurde, verst&auml;rkte die Kontrolle des Staats &uuml;ber Gazprom, indem er seinen engen Vertrauten Alexei Miller an den Schalthebel dieses m&auml;chtigen geopolitischen Instruments setzte. Seither h&auml;lt der Staat 51 Prozent der Gazprom-Aktien.<br>\nRussland verf&uuml;gt &uuml;ber 16,8 Prozent der weltweiten Gasvorkommen, von denen Gazprom nach eigenen Angaben 72 Prozent kontrolliert. Damit ist der Konzern heute das gr&ouml;&szlig;te Gasf&ouml;rderunternehmen weltweit. Mit einer Gesamtf&ouml;rderung von 487 Milliarden Kubikmetern hat der Energiegigant 2013 die Konkurrenten ExxonMobil und Shell &uuml;berholt. Das gilt auch f&uuml;r die 233,7 Milliarden Kubikmeter, die Gazprom ins Ausland verkauft und damit Einnahmen erzielt hat, die 12 Prozent der gesamten russischen Exporterl&ouml;se (f&uuml;r G&uuml;ter und Dienstleistungen) ausmachen.<br>\nMehr als die H&auml;lfte seiner Gasproduktion verkauft das Unternehmen auf den heimischen Markt, was entscheidend zur sozialen und wirtschaftlichen Stabilit&auml;t Russlands beitr&auml;gt. Denn Gazprom versorgt, aufgrund einer Vereinbarung mit dem Staat, sowohl Privatpersonen als auch die heimische Industrie mit g&uuml;nstigem Gas: Die billige Energie wirkt also einerseits als soziales Sicherheitspolster f&uuml;r die russischen Haushalte, anderseits als indirekte Subvention f&uuml;r die energieintensiven Wirtschaftssektoren. Die Gegenleistung des Staats ist ein profitables Transport- und Exportmonopol f&uuml;r die hundertprozentige Tochtergesellschaft Gazprom Export, die jedoch einen Teil der Exportgewinne wieder an den Staat abf&uuml;hren muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2015\/05\/08\/a0035.text\">Catherine Locatelli in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der Mai-Ausgabe von Le Monde diplomatique wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Boden gut machen, Ein Wasserwirtschaftler aus Hamburg arbeitet unerm&uuml;dlich daran, Schei&szlig;e in Humus zu verwandeln &ndash; das klappt tats&auml;chlich von Elisabeth von Thadden<\/li>\n<li>Kuba konvertierbar, Nach 50 Jahren Embargo muss sich die sozialistische Republik neu erfinden von Janette Habel<\/li>\n<li>Als Hausm&auml;dchen in Hongkong von Alexia Eychenne<\/li>\n<li>Einmal blauen Himmel und wei&szlig;e Wolken sehen, Der Lebensstil der chinesischen Mittelschicht und seine Folgen von Shi Ming<\/li>\n<li>Brennglas Jemen von Akram Belka&iuml;d<\/li>\n<li>Neue Perspektiven f&uuml;r Teheran<\/li>\n<li>Khamenei neben Elvis, Die politischen Bilderwelten des Iran und ihre verborgenen Botschaften von Charlotte Wiedemann<\/li>\n<li>Neuerdings kreditw&uuml;rdig, Immer mehr Staaten s&uuml;dlich der Sahara k&ouml;nnen sich Geld auf den internationalen Kapitalm&auml;rkten beschaffen von Sanou Mbaye<\/li>\n<li>Netzwerken in Nigeria<\/li>\n<li>Ausfegen in Burkina Faso<\/li>\n<li>Einmal Harki, immer Harki, Die Algerier, die im Unabh&auml;ngigkeitskrieg auf der Seite Frankreichs standen, sind bis heute heimatlos im eigenen Land von Pierre Daum<\/li>\n<li>Mein erster Job im Jobcenter , Eine Kurzgeschichte von Mustapha Belhocine<\/li>\n<li>Vom Scheitern der Mitte, Ein Blick auf die franz&ouml;sische und internationale Politik von Serge Halimi<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab Donnerstag im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Renaissance des Westens (I)<\/strong><br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitik-Experten fordern eine &ldquo;Renaissance&rdquo; des transatlantischen B&uuml;ndnisses zur Verteidigung der globalen westlichen Hegemonie. Die EU m&uuml;sse in Zukunft ungeachtet gewisser Differenzen wieder enger mit den Vereinigten Staaten kooperieren, hei&szlig;t es in einem Strategiepapier zweier deutscher Autoren, das der Think-Tank der Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP) unl&auml;ngst ver&ouml;ffentlicht hat. Demnach lasse sich die &ldquo;liberale Weltordnung&rdquo;, die den westlichen L&auml;ndern seit dem Ende des Kalten Kriegs weltweit die Vormacht gesichert hat, nur bewahren, wenn Europa und Nordamerika sich wieder enger zusammenschl&ouml;ssen &ndash; wirtschaftlich, politisch und milit&auml;risch. Jegliche Bem&uuml;hungen, mit Russland enger zu kooperieren, m&uuml;ssten eingestellt werden. Stattdessen schl&auml;gt das Papier die st&auml;rkere Einbindung von Nicht-Regierungsorganisationen und von religi&ouml;sen Gemeinschaften in Osteuropa in die prowestlichen Einflussaktivit&auml;ten vor. Zudem soll die innere Formierung der europ&auml;ischen Gesellschaften forciert werden; &ldquo;Desinformation&rdquo; zugunsten Russlands gelte es systematisch &ldquo;blo&szlig;zustellen&rdquo;. Einer der Autoren verlangt dar&uuml;ber hinaus, &ldquo;wir&rdquo; m&uuml;ssten &ldquo;bereit&rdquo; sein, &ldquo;in den Krieg zu ziehen&rdquo;, und schl&auml;gt eine neue nukleare Aufr&uuml;stung in Europa vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59110\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rede von Oskar Lafontaine zur Befreiung vom Hitlerfaschismus vor 70 Jahren. F&uuml;r Sozialismus und gegen Ru&szlig;land-Bashing<\/strong><br>\nJahrestage und Gedenkveranstaltungen pr&auml;gen die Erinnerungskultur der Menschen. Das gilt besonders f&uuml;r den 8. Mai, den Tag des Kriegsendes in Europa.<br>\n&raquo;Geschichte ist die L&uuml;ge, auf die man sich geeinigt hat&laquo;, schrieb einst der Aufkl&auml;rer Voltaire. Aber wer hat sich auf was geeinigt? Marx und Engels helfen da weiter: &raquo;Die Gedanken der herrschenden Klasse sind in jeder Epoche die herrschenden Gedanken.&laquo; Die herrschende Geschichtsschreibung ist die Geschichtsschreibung der Herrschenden.<br>\nDas galt und gilt auch f&uuml;r die Jahrestage und Ged&auml;chtnisfeiern zum Ende des Zweiten Weltkrieges. Als Richard von Weizs&auml;cker in seiner ber&uuml;hmten Rede am 8. Mai 1985 sagte: &raquo;Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung. Er hat uns alle befreit von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.&laquo; Und weiter: &raquo;Wir d&uuml;rfen nicht im Ende des Krieges die Ursache f&uuml;r Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Kriege f&uuml;hrte.&laquo; Und: &raquo;Wer seine Ohren und Augen aufmachte, wer sich informieren wollte, dem konnte nicht entgehen, dass Deportationsz&uuml;ge rollten.&laquo; Da wurde er von allen zu Recht gefeiert. Einen Tag sp&auml;ter meinte Willy Brandt zu mir: &raquo;Das habe ich schon so oft erz&auml;hlt, aber es ist wohl etwas anderes, wenn ein ehemaliger Wehrmachtsoffizier oder ein ehemaliger Emigrant so etwas sagt.&laquo; Das deutsche B&uuml;rgertum, das sich, von einigen Ausnahmen abgesehen, den Nazis weder 1933 noch in den folgenden Jahren ernsthaft entgegengestellt hatte, bewertete das Ende des Zweiten Weltkrieges anders als die Arbeiterbewegung, die schon vor 1933 und w&auml;hrend der Nazidiktatur Widerstand leistete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/internetz-zeitung.eu\/content\/oskar-lafontaine-rede-zur-befreiung-vom-faschismus-f%C3%BCr-sozialismus-und-gegen-ru%C3%9Fland-bashing#sthash.UUBggYlz.dpuf\">Internetz-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nachschub rollt nach Coleman<\/strong><br>\nDie amerikanischen Streitkr&auml;fte deponieren unter anderem in der Coleman-Kaserne Ketten- und R&auml;derfahrzeuge einschlie&szlig;lich der Ger&auml;tschaften eines US-brigade&auml;quivalenten Gefechtsstandes.<br>\nDas Material ist Teil des erweiterten European Activity Set (EAS), einer Art Komplettgarnitur an Waffen und Ausr&uuml;stung f&uuml;r turnusm&auml;&szlig;ig wechselnde Kampfverb&auml;nde.<br>\nHierzu z&auml;hlen nahezu 800 Ketten- und R&auml;derfahrzeuge wie Abrams-Kampfpanzer, Sch&uuml;tzenpanzer Bradley, Haubitzen und schwere R&auml;umpanzer (Assault Breaching Vehicles).<br>\nDie US-Streitkr&auml;fte hatten bereits im vergangenen Jahr mit dem Aufbau des dauerhaft zun&auml;chst in Deutschland stationierten EAS f&uuml;r Kampfeinheiten in Brigadest&auml;rke (bis zu 5500 Mann) begonnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenweb.de\/mannheim\/mannheim-stadt\/nachschub-rollt-nach-coleman-1.2234543\">Morgenweb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.N.:<\/strong> Passend zur verbalen Aufr&uuml;stung und zur Panikmache vor den Russen findet man in den Medien zu dem Suchbegriff &ldquo;European Activity Set&rdquo; praktisch nichts (au&szlig;er in kleineren Regionalnachrichten, die sich auf vorher schon verlassene und wiederbesetze Kasernen beziehen).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>NSA kann Gespr&auml;che transkribieren<\/strong><br>\nVon Snowden geleakte Dokumente weisen auf die Abh&ouml;rm&ouml;glichkeiten hin, die sich nicht auf Metadaten beschr&auml;nken<br>\n&Uuml;berraschend ist es nicht, was Intercept aus Dokumenten recherchiert hat, die Snowden von der NSA mitgenommen und geleakt hat. Die NSA kann demnach schon seit mindestens 2006 90 Sprachen transkribieren, wenn Telefongespr&auml;che abgeh&ouml;rt werden. Sie k&ouml;nnen gespeichert und durchsucht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44856\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kanada beschlie&szlig;t neue Antiterror-Gesetze<\/strong><br>\nDas Unterhaus des kanadischen Parlaments hat eine umfassende Erweiterung der Befugnisse von Polizei und Geheimdiensten beschlossen. Trotz intensiver Proteste werden B&uuml;rgerrechte weiter eingeschr&auml;nkt.<br>\nMit 183 zu 96 Stimmen hat das Unterhaus des kanadischen Bundesparlaments Mittwochabend die Regierungsvorlage C-51 angenommen. Das an die 20.000 Worte fassende &ldquo;Anti-Terrorismus-Gesetz&rdquo; bewirkt eine deutliche Ausweitung der Macht von Polizei und Geheimdiensten. Die Zustimmung des Oberhauses gilt als sicher, die k&ouml;nigliche Zustimmung durch den Generalgouverneur als Formalakt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ct\/meldung\/Kanada-beschliesst-neue-Antiterror-Gesetze-2636353.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Race, Class and Neglect  &ndash;  Rasse, Klasse und Vernachl&auml;ssigung<\/strong><br>\nGerade wenn man meint, sagen zu k&ouml;nnen, dass Amerika Fortschritte in der Rassenfrage macht  &ndash;  dass Vorurteile nicht mehr so wichtig sind, wie sie einmal waren  &ndash;  dann passiert immer wieder eine Gewalttat, die das Wohlbehagen zerschl&auml;gt. Fast alle Menschen, so hoffe ich einmal, realisieren, dass der Freddy-Gray-Vorfall kein Einzelfall war, dass er nur insofern einzigartig ist, als es diesmal wirklich m&ouml;glich scheint, dass dem Recht Gen&uuml;ge getan wird.<br>\nUnd die Ausschreitungen in Baltimore, so destruktiv sie auch sind, haben zumindest ein Gutes: Sie beleuchten die grotesken Ungleichheiten, die das Leben viel zu vieler Amerikaner vergiften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/05\/04\/opinion\/paul-krugman-race-class-and-neglect.html?rref=collection%2Fcolumn%2Fpaul-krugman&amp;action=click&amp;contentCollection=Opinion&amp;module=Collection&amp;region=Marginalia&amp;src=me&amp;pgtype=article\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ausl&auml;ndische Banden und deutsche Einzelt&auml;ter<\/strong><br>\nWie die Medien &uuml;ber Kriminalit&auml;t berichten. K&uuml;rzlich schrieb &ldquo;Spiegel online&rdquo; &uuml;ber ein Gerichtsverfahren: &ldquo;Die aktuell angeklagte Betr&uuml;gerbande geh&ouml;rt nach Erkenntnissen der Ermittler zur ber&uuml;chtigten Leverkusener Gro&szlig;familie Goman &ndash; ein Verbund von Roma-Clans&hellip;&rdquo; Der Leverkusener &ldquo;Express&rdquo; bezeichnete die f&uuml;nf Verurteilten lediglich als &ldquo;Mitglieder eines Leverkusener Familien-Clans&rdquo; und der K&ouml;lner &ldquo;Express&rdquo; berichtete ebenso politisch korrekt und strikt neutral &uuml;ber &ldquo;f&uuml;nf Mitglieder einer Leverkusener Gro&szlig;familie&rdquo;. Die T&auml;ter sollen Dutzende Rentnerinnen abgezockt haben.<br>\nHat &ldquo;Spiegel online&rdquo; damit zum Rassen-, Ausl&auml;nder- und Minderheitenhass aufgestachelt und der grassierenden Fremdenfeindlichkeit Vorschub geleistet? Oder hat er schlicht seiner Chronistenpflicht Gen&uuml;ge getan? Wer hat sich korrekt verhalten? &ldquo;Spiegel online&rdquo; oder der K&ouml;lner &ldquo;Express&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44828\/1.html\">Wolfgang J. Koschnick auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Warum die Astrologie nicht f&uuml;r den Wahlkampf taugt, daf&uuml;r aber die Demoskopie<\/strong><br>\nKann sich jemand noch an die Schlagzeilen vor den Wahlen in Israel und Gro&szlig;britannien erinnern? Es wurde ein Patt zwischen Regierung und Opposition vorhergesagt. Von historischen Wahlen berichtet, die die bisherigen Parteiensysteme revolutionieren k&ouml;nnten. Zwar sind die parteipolitischen Konstellationen und die Wahlsysteme in beiden Staaten h&ouml;chst unterschiedlich, aber von diesen Prognosen ist nichts eingetreten. In Israel feierte der Likud einen gro&szlig;en Wahlsieg. Gestern Nacht in Gro&szlig;britannien die Tories. Sowohl Benjamin Netanjahu als auch David Cameron nutzten dabei die von den Wahlforschern diagnostizierte Ungewissheit &uuml;ber die zuk&uuml;nftige Regierungsbildung als entscheidendes Argument am Ende ihrer Wahlk&auml;mpfe. Sie profilierten sich als S&auml;ulen der Stabilit&auml;t, prophezeiten das politische Chaos, wenn sich die Annahmen der Wahlforscher best&auml;tigen sollten. Netanjahu und Cameron gewannen haushoch und die Demoskopie ist blamiert. Was ist das nun? Ausdruck der Unsicherheit im Wahlverhalten oder nicht doch eine h&ouml;chst erfolgreiche konservative Wahlkampfstrategie?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2015\/05\/08\/warum-die-astrologie-nicht-fuer-den-wahlkampf-taugt-dafuer-aber-die-demoskopie\/\">Frank L&uuml;bberding auf Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Vetternwirtschaft in Griechenland: Syriza ist auch nicht besser<\/strong><br>\nGriechenlands neue Regierung wollte dem Filz ein Ende setzen. Nun bekommen aber auch Freunde und Verwandte von Syriza-Politikern reihenweise sch&ouml;ne Posten &ndash; darunter ein Cousin von Premier Tsipras.<br>\nEs war ein zentrales Versprechen der neuen griechischen Regierung. &ldquo;Wir vertrauen das Schicksal unseres Volkes den F&auml;higsten und Ehrlichsten an&rdquo;, sagte Premierminister Alexis Tsipras zwei Wochen vor der Wahl, die ihn im Januar an die Macht brachte. Der junge Chef des Linksb&uuml;ndnisses Syriza k&uuml;ndigte an, endlich Schluss mit Filz und Vetternwirtschaft zu machen. Viele W&auml;hler vertrauten ihm.<br>\nDrei Monate sp&auml;ter vermeldete das griechische Amtsblatt die Berufung von Giorgos Tsipras zum Generalsekret&auml;r f&uuml;r internationale Wirtschaftsbeziehungen im griechischen Au&szlig;enministerium. Der ist nicht einfach ein Namensvetter des Premiers. Sondern sein Cousin.<br>\nNach Ansicht von Miltiadis Varvitsiotis ist das nur die Spitze des Eisbergs. Der konservative Abgeordnete und ehemalige Schifffahrtsminister hat im Parlament eine lange Liste &auml;hnlicher Personalien vorgelegt. Darauf finden sich Ehepartner, Geschwister, Kinder und Parteiveteranen, die in der Tsipras-Regierung und dem Staatsapparat alle hochrangige Posten erhalten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-syriza-regierung-fuehrt-vetternwirtschaft-fort-a-1032576.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> D&uuml;mmere Hetze geht nicht. Solange PASOK und ND die neoliberale Austerit&auml;tspolitik widerspruchslos exekutiert haben, hat sich niemand daran gest&ouml;rt, dass diese Parteien bis auf die Knochen korrupt waren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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