{"id":26047,"date":"2015-05-11T09:12:26","date_gmt":"2015-05-11T07:12:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047"},"modified":"2015-05-11T09:12:26","modified_gmt":"2015-05-11T07:12:26","slug":"hinweise-des-tages-2371","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h01\">B&uuml;rgerschaftswahl in Bremen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h02\">Merkel: &bdquo;Verbrecherische Annexion der Krim&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h03\">BND\/NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h04\">Ukraine\/Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h05\">8.\/9. Mai<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h06\">&ldquo;Der Heuhaufen ist das ganze Land&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h07\">Debatte TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h08\">EU-Programm REFIT: Und wieder ein Wolf im Schafspelz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h09\">Robert Reich: The Nightmarish Future for American Jobs and Incomes Is Here<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h10\">Die Stammtischparole wird Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h11\">Bahnstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h12\">G36<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h13\">Armutsgef&auml;hrdete Kinder sind materiell unterversorgt und sozial benachteiligt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h14\">Bundesb&uuml;rger auf der Sonnenseite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h15\">Schreckgespenst Demografie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h16\">Wo die Armen teurer leben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h17\">&ldquo;An einer demokratiefreien Zone wird bereits gearbeitet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h18\">Journalismus nach dem Modell Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h19\">Sauberer Plan f&uuml;r Kohle-Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h20\">Revising U.S. &ndash; Grand Strategy Toward China<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>B&uuml;rgerschaftswahl in Bremen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150511_hdt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/wahl.tagesschau.de\/wahlen\/2015-05-10-LT-DE-HB\/index.shtml\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese Balkengrafik sagt mehr &uuml;ber die Akzeptanz der Bremer gegen&uuml;ber der Politik und ihrer Zustimmung zu den Parteien als tausend Worte.<\/em><br>\n<em>Da k&ouml;nnen die Parteien ihre Ergebnisse noch so sch&ouml;n reden, ein st&auml;rkeres Alarmsignal f&uuml;r die Demokratie gibt es nicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkel: &bdquo;Verbrecherische Annexion der Krim&ldquo;<\/strong><br>\nDie Deutsche sieht Russland als Teil der Ursache und Teil der L&ouml;sung des Konflikts in der fr&uuml;heren Sowjetrepublik. Ungewohnt scharf verurteilt sie bei der ersten gemeinsamen Pressekonferenz seit mehr als anderthalb Jahren die &ldquo;verbrecherische und v&ouml;lkerrechtswidrige Annexion&rdquo; der Halbinsel Krim durch Russland. Eine Ohrfeige f&uuml;r Putin an dem Tag, an dem sie deutsche Verbrechen verurteilen soll? Oder eine Retourkutsche f&uuml;r eine andere &Uuml;berraschung Putins an dem Tag.<br>\nDoch Putin l&auml;sst es sich am Grabmal nach der Kranzniederlegung nicht nehmen, Hundertschaften von Soldaten in einer Art privaten Miniparade an der Kanzlerin vorbeiexerzieren zu lassen. Gefallen konnte Merkel diese Machtdemonstration kaum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/70-jahre-kriegsende-merkel-besucht-moskau-und-legt-kranz-an-denkmal-in-moskau-nieder-38399650.html%20\">ZDF heute.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Taktloser, ja zynischer kann sich eine deutsche Politikerin am &bdquo;Tag der Befreiung&ldquo; nicht verhalten. Selbst an einem Gedenktag an weit &uuml;ber zwanzig Millionen russischer Kriegsopfern, die dem (wirklich) &bdquo;verbrecherischen&ldquo; Vernichtungsfeldzug der Nazis gegen Russland zum Opfer gefallen sind, kann Merkel ihre Provokationen gegen&uuml;ber Putin nicht lassen und  reagiert undiplomatisch und aggressiv und beschimpft Russland als &bdquo;verbrecherisch&ldquo;. <\/em><br>\n<em>Dabei sollte man nicht vergessen: (Vor inzwischen sieben Jahren) &bdquo;am 17. Februar 2008, erkl&auml;rte die provisorische Zivilverwaltung im Kosovo dessen Unabh&auml;ngigkeit vom serbischen Zentralstaat. Das verstie&szlig;, wiewohl der Internationale Gerichtshof das zwei Jahre sp&auml;ter verneint hat, gegen einschl&auml;giges spezielles V&ouml;lkerrecht, n&auml;mlich die Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrats vom Juni 1999, die den Kosovo nach der Nato-Intervention unter die Hoheitsgewalt der Vereinten Nationen gestellt und zugleich die Unverletzlichkeit der serbischen Grenzen garantiert hat. Einen Tag nach dieser Sezession haben England, Frankreich und die Vereinigten Staaten, drei Tage sp&auml;ter hat Deutschland den Kosovo als unabh&auml;ngigen Staat anerkannt.<\/em><br>\n<em>Auch das waren &uuml;berhastete Akte der Anerkennung und damit v&ouml;lkerrechtswidrige Eingriffe in den Anspruch Serbiens auf Achtung seiner territorialen Integrit&auml;t. Damals hat Russland den Westen scharf kritisiert, heute spielt es das gleiche Spiel. Dass dabei die Rollen vertauscht sind, mag man <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/die-krim-und-das-voelkerrecht-kuehle-ironie-der-geschichte-12884464.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">als k&uuml;hle Ironie einer Weltgeschichte verbuchen<\/a>, die noch immer den Maximen der politischen Macht weit eher folgt als den Normen des V&ouml;lkerrechts.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Man sollte zwar nicht eine V&ouml;lkerrechtsverletzung gegen eine andere ausspielen, man sollte aber auch nicht nur einseitig den Splitter im Augen der Russen sehen und den Balken im Auge des westlichen Lagers au&szlig;er Acht lassen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>BND\/NSA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>No-Spy-Abkommen war nie in Sicht<\/strong><br>\n&ldquo;Die US-Seite hat uns den Abschluss eines No-Spy-Abkommens angeboten&rdquo;. Das behauptete Kanzleramtschef Pofalla vor der Bundestagswahl 2013. Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ bestehen daran erhebliche Zweifel.<br>\nDer 12. August 2013: In Berlin ist das Parlamentarische Kontrollgremium zusammengekommen. Die Aufregung ist gro&szlig;. Seit Wochen besch&auml;ftigen die Enth&uuml;llungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden die Welt&ouml;ffentlichkeit. Und im September ist Bundestagswahl. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) steht unter Druck wegen der Enth&uuml;llungen zur Spionage der NSA in Deutschland. Sie muss sich &ndash; im Wahlkampf &ndash; gegen den Vorwurf erwehren, sie w&uuml;rde die US-Bespitzelung in Deutschland und Europa dulden.<br>\nNun &ndash; im Anschluss an die Sitzung des Kontrollgremiums &ndash; tritt Ronald Pofalla (CDU) vor die Kameras. Der Kanzleramtschef verk&uuml;ndete eine gute Nachricht: Der Vorwurf der vermeintlichen Totalaussp&auml;hung in Deutschland sei vom Tisch. Und: &ldquo;Die US-Seite hat uns den Abschluss eines No-Spy-Abkommens angeboten.&rdquo; Ein gegenseitiger Spionage-Verzicht. Die Verhandlungen dar&uuml;ber sollen noch im selben Monat beginnen. (&hellip;)<br>\nViel deutet daraufhin, dass Pofalla damals die &Ouml;ffentlichkeit in die Irre gef&uuml;hrt hat. Das zeigt eine geheime Regierungskorrespondenz zwischen Kanzleramt und Wei&szlig;em Haus, die kurz zuvor, im Juli 2013, beginnt und die NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; vorliegt. Es handelt sich um Emails, die Merkels rangh&ouml;chster au&szlig;enpolitischer Berater Christoph Heusgen und Obamas Beraterin Karen Donfried, teilweise auch ihre Mitarbeiter, austauschten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nospy-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Es gab offensichtlich nie ein Angebot f&uuml;r ein No-Spy-Abkommen<\/strong><br>\nNach Emails schwindelte die deutsche Regierung und best&auml;tigt das Misstrauen<br>\nUnvergesslich wird die Erkl&auml;rung des einstigen Kanzleramtschefs Pofalla sein&hellip;<br>\nF&uuml;r die meisten hat sich Pofalla damit l&auml;cherlich gemacht (Der Vorwurf der vermeintlichen Totalaussp&auml;hung in Deutschland ist nach den Angaben der Geheimdienste vom Tisch), gleichwohl stellt seine &Auml;u&szlig;erung ungeschminkt die servile Haltung dar, die die Bundesregierung immer noch einnimmt, jetzt beispielsweise beim vermeintlichen Abwarten auf ein Okay seitens der Amerikaner, die Selektorenliste, mit dem der BND im Auftrag der NSA europ&auml;ische Politiker und Firmen bespitzelte, dem Parlamentarischen Kontrollausschuss &uuml;bergeben zu d&uuml;rfen.<br>\nW&auml;hrend man jetzt schnell einen angeblich unmittelbar vereitelten Terroranschlag bei Frankfurt durch ein angebliches Islamistenehepaar aus dem Hut zog (Der &ldquo;wohl im letzten Moment vereitelten Terroranschlag in Hessen&rdquo;), pr&auml;sentierte Pofalla seinerzeit einen &ldquo;Erfolg&rdquo; beim gro&szlig;en Bruder. &hellip; Nur dumm, dass zuletzt der vereitelte, unmittelbar drohende Terroranschlag weder etwas mit der Vorratsdatenspeicherung noch mit dem BND oder der NSA zu tun hatte, sondern mit einer Verk&auml;uferin eines Baumarktes.<br>\nWenn nun NDR, WDR und SZ berichten, dass die US-Regierung wohl kein No-Spy-Abkommen in Aussicht gestellt hatte, sondern dies nur ein Versuch seitens Bundeskanzleramts &ndash; und damit auch der Kanzlerin &ndash; war, die Deutschen hinters Licht zu f&uuml;hren, um sie die Kr&ouml;te schlucken zu lassen, &uuml;berrascht das nicht. Es best&auml;tigt den Eindruck einer Regierung unter Merkel, gleich ob mit FDP oder SPD, die lieber ihren Souver&auml;n anl&uuml;gt, als gegen&uuml;ber der US-Regierung ins Fettn&auml;pfchen zu treten, wobei man allerdings auch den Eindruck hat, dass die US-Regierung mitsamt dem Kongress ebenfalls Lakaien des aufgebl&auml;hten Geheimdienstapparates sind und nicht wirklich frei handeln k&ouml;nnen. Die Verantwortung gegen&uuml;ber dem Volk wird ausgehebelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44882\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>BND-Aff&auml;re: 2013 sogar 25 000 absprachewidrige NSA-Begriffe entdeckt<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst hat kurz nach den Snowden-Enth&uuml;llungen im Sommer 2013 weitaus mehr absprachewidrig vom US-Geheimdienst NSA gelieferte Suchmerkmale entdeckt als bekannt. Wie die dpa erfuhr, sind damals nicht nur 12 000 dieser sogenannten Spionage-Selektoren in der BND-Ablehnungsdatei gelandet, sondern 13 000 mehr &ndash; also insgesamt sogar rund 25 000. Firmen sollen nicht darunter sein. Die Details wurden in den Sitzungen des Geheimdienst-Kontrollgremiums im Bundestag am Mittwoch und des NSA-Untersuchungsausschusses am Donnerstag genannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/dpa\/bnd-affaere-2013-sogar-25-000-absprachewidrige-nsa-begriffe-entdeckt-13583113.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Eine kurze Meldung mit sehr brisantem Inhalt. Aber zumindest angeblich sind die entsprechenden Listen mit Daten nicht mehr rekonstruierbar.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Video: BND spionierte im Dienste der NSA<\/strong><br>\nNach &ldquo;FAKT&rdquo;-Recherchen hat der BND jahrelang f&uuml;r die NSA in Europa spioniert. Telefongespr&auml;che, E-Mails und Internet-Chats wurden f&uuml;r den amerikanischen Geheimdienst durchforstet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/FAKT\/BND-spionierte-im-Dienste-der-NSA\/Das-Erste\/Video?documentId=28116206&amp;bcastId=310854\">ARD Mediathek<\/a><\/li>\n<li><strong>Wachhund ohne Gebiss<\/strong><br>\nGeheimdienst Der BND soll vom Kanzleramt und vom Bundestag kontrolliert werden. Warum das nicht klappt, erkl&auml;rt ein langj&auml;hriger Insider&hellip;<br>\nJetzt verspricht die Bundesregierung Aufkl&auml;rung. Wie oft haben wir das schon geh&ouml;rt? Die j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen belegen erneut, dass die Kontrollorgane der Geheimdienste versagt haben. Offiziell zust&auml;ndig sind das Bundeskanzleramt und das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestags. Insbesondere die parlamentarische Kontrolle vermittelt lediglich eine Illusion: Sie ist ein Placebo, ein makabrer Witz&hellip;<br>\n Derzeit haben neun Abgeordnete des Bundestags die Aufgabe, zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die Regierung die 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Geheimdienste effektiv kontrolliert. Das Parlamentarische Kontrollgremium tagt in der Regel einmal im Monat f&uuml;r knappe drei Stunden. Alleine diese Zahlen belegen den Alibicharakter dieser Geheimdienstkontrolle. Dem Gremium mangelt es jedoch nicht nur an zeitlichen und personellen Ressourcen, sondern auch an den gesetzlichen Grundlagen, die eine wirksame Kontrolle sicherstellen k&ouml;nnten.<br>\nDie Abgeordneten brauchen mehr Unterst&uuml;tzungspersonal, dar&uuml;ber wird jetzt diskutiert. Diese Forderung ist auch richtig. Es muss aber noch viel mehr getan werden. Die Abgeordneten brauchen mehr Informationen, die Opposition ben&ouml;tigt mehr Minderheitenrechte, falsche Ausk&uuml;nfte von Regierungsmitgliedern m&uuml;ssen mit Sanktionen bestraft werden und in der Kontrolle sollten Richter eine st&auml;rkere Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/wachhund-ohne-gebiss\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine\/Russland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gerhard Schr&ouml;der: &bdquo;Sicherheit in Europa nur mit Russland&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Sicherheit in Europa gibt es nur mit Russland, nicht gegen Russland. Und den Weg, den beide Seiten dabei einschlagen m&uuml;ssen, der f&uuml;hrt nur &uuml;ber Dialog und Kooperation&ldquo;, sagte Bundeskanzler a. D. Gerhard Schr&ouml;der bei der Tagung &bdquo;Im Osten nichts Neues?&ldquo; am heutigen Freitag (08.05.2015) in der Evangelischen Akademie Bad Boll. &bdquo;Auf diesen Weg m&uuml;ssen alle Beteiligten zur&uuml;ckfinden. Ansonsten wird das europ&auml;ische Haus keine sichere Heimat f&uuml;r uns und die nachfolgenden Generationen sein.&ldquo;<br>\nVor &uuml;ber 100 Teilnehmenden zeigte Schr&ouml;der in seinem Vortrag Perspektiven f&uuml;r Frieden und Stabilit&auml;t in Europa auf. Er forderte: &bdquo;Die heute politisch Handelnden auf beiden Seiten m&uuml;ssen die Gefahren eind&auml;mmen, die im Ukraine-Konflikt liegen. Die Gefahr n&auml;mlich, dass dieser Konflikt wieder eskaliert. Dazu ist auch eine verbale Abr&uuml;stung auf beiden Seiten notwendig. NATO und EU auf der einen Seite und Russland auf der anderen Seite sind keine Feinde. Sie m&uuml;ssen wieder Partner werden&ldquo;, sagte Schr&ouml;der. &bdquo;Wir d&uuml;rfen uns &ndash; auch im Westen &ndash; nicht in eine Spirale der Aufr&uuml;stung begeben, nur weil das einige Milit&auml;rs fordern. Und es ist dringend notwendig, dass auch Russland wieder zur&uuml;ckfindet zu einer Politik und einer Sprache der Verst&auml;ndigung und des Ausgleichs.&ldquo;<br>\nEinen &bdquo;wesentlichen Grund&ldquo; f&uuml;r den Prozess der gegenseitigen Entfremdung, der schon vor Jahren begonnen habe, sieht Schr&ouml;der &bdquo;in einer Neuausrichtung der amerikanischen Russlandpolitik in der Pr&auml;sidentschaft von George W. Bush.&ldquo; F&uuml;r die USA sei Russland vor allem &bdquo;ein globaler Konkurrent, den es klein zu halten gilt&ldquo;, sagte Schr&ouml;der. &bdquo;Dazu passt der provozierende Satz von Pr&auml;sident Obama, Russland sei nur eine &sbquo;Regionalmacht&lsquo;. Eben das ist der falsche und gef&auml;hrliche Ton, der die Begleitmusik von Eind&auml;mmung und Einkreisung ist.&rdquo; F&uuml;r die EU sei Russland ein unmittelbarer Nachbar. Schr&ouml;der: &bdquo;F&uuml;r uns sind die europ&auml;isch-russischen Beziehungen eine Frage existenzieller Natur.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ev-akademie-boll.de\/aktuell\/artikel\/gerhard-schroeder-sicherheit-in-europa-nur-mit-russland.html\">Evangelische Akademie Bad Boll<\/a>\n<p><strong>Siehe andererseits:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Er&ouml;ffnungsstatement des EUCOM-Kommandeurs General Phil Breedlove vor dem Verteidigungsausschuss des US-Senats<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.eucom.mil\/media-library\/article\/33031\/senate-armed-services-committee-opening-statement-by-general-phil-breedlove-commander-u-s-european%20%20\">EUCOM Media Operation Division, United States European Command, Stuttgart, Deutschland, 30. April 2015<\/a>\n<p><strong>Auszug &uuml;bersetzt: Unsere gr&ouml;&szlig;te Sorge ist ein revanchistisches Russland.<\/strong><br>\nRussland verst&ouml;&szlig;t r&uuml;cksichtslos gegen die Regeln und Grunds&auml;tze, die jahrzehntelang Grundlage der europ&auml;ischen Sicherheit waren. Die (von Russland ausgehende) Bedrohung ist global, nicht nur regional, andauernd und nicht nur vor&uuml;bergehend. Die russische Aggressivit&auml;t wird deutlich in der illegalen Besetzung der Krim und in andauernden Operationen in der Ostukraine.<br>\nRussland hat seine Handlanger in der Ukraine mit schweren Waffen versorgt, trainiert sie, leitet sie an, befehligt und kontrolliert sie. Es unterst&uuml;tzt sie auch mit Artilleriebeschuss und taktischer Luftverteidigung. Russland hat seine Handlanger in der Ukraine mit vielen Waffen beliefert, darunter Panzer, Sch&uuml;tzenpanzer, schwere Artillerie und weitere Milit&auml;rfahrzeuge.<br>\nW&auml;hrend der K&auml;mpfe haben wir festgestellt, dass immer dann, wenn die russischen Handlanger in Schwierigkeiten waren, russische Truppen eingriffen, um &ldquo;die Situation zu bereinigen&rdquo;.<br>\nDie heutige Situation in der Ostukraine ist instabil und fragil. Die russischen Kr&auml;fte haben die Waffenruhe genutzt, um sich zu erholen, neu zu gruppieren und ihre Gel&auml;ndegewinne zu sichern. Viele ihrer Aktivit&auml;ten deuten darauf hin, dass sie sich auf eine neue Offensive vorbereiten&hellip;<br>\nIch werde h&auml;ufig gefragt, &ldquo;Sollen die USA und andere Staaten der Ukraine Waffen<br>\nliefern?&rdquo; Wir erleben, dass Russland alle Elemente seiner Macht &ndash; die Diplomatie, die Informationspolitik, seine Wirtschaft und sein Milit&auml;r &ndash; sehr aggressiv einsetzt. Deshalb macht es meiner Meinung nach wenig Sinn, wenn wir voreilig auf einige unserer eigenen Eingriffsm&ouml;glichkeiten verzichten&hellip;<br>\nWir wissen auch, dass Putin nur auf St&auml;rke reagiert und Schw&auml;chen ausnutzt. Deshalb m&uuml;ssen wir unsere Abschreckung verst&auml;rken, um sein Selbstbewusstsein zu d&auml;mpfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.luftpost-kl.de\/luftpost-archiv\/LP_13\/LP09715_080515.pdf\">Luftpost<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>8.\/9. Mai<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Zweckgebundenes Gedenken<\/strong><br>\nUminterpretationen der Geschichte und eine Instrumentalisierung des NS-Gedenkens zu au&szlig;enpolitischen Zwecken &uuml;berschatten den 70. Jahrestag der Befreiung Europas vom NS-Terror. Antirussische Stellungnahmen haben heute die Gedenkveranstaltungen in mehreren NATO-Staaten gepr&auml;gt. Moskau habe im Ukraine-Konflikt nichts Geringeres als &ldquo;die europ&auml;ische Friedensordnung&rdquo; in Frage gestellt, hie&szlig; es im Deutschen Bundestag. Der polnische Staatspr&auml;sident Bronis&#322;aw Komorowski f&uuml;hlte sich durch Russland &ldquo;an die dunkelsten Zeiten der europ&auml;ischen Geschichte des 20. Jahrhunderts&rdquo; erinnert. Eine bekannte deutsche Tageszeitung schrieb den B&uuml;rgerkrieg in der Ostukraine allein einer &ldquo;milit&auml;rische(n) Offensive Russlands&rdquo; zu, um diese dann mit dem NS-Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion zu parallelisieren. Man solle der Befreiung Europas vom NS-Terror nicht mehr gedenken, hie&szlig; es; vielmehr solle man Spenden sammeln &ldquo;f&uuml;r Prothesen f&uuml;r die verkr&uuml;ppelten ukrainischen Soldaten&rdquo;. In der von Berlin protegierten prowestlich gewendeten Ukraine wiederum werden ehemalige NS-Kollaborateure als &ldquo;Befreier&rdquo; gepriesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59111\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>1945 befreiten 1,5 Millionen Afrikaner Europa<\/strong><br>\nDie afrikanischen Soldaten, die gro&szlig;teils auf Seiten der Alliierten k&auml;mpften und fielen, werden in den meisten Geschichtsb&uuml;chern verschwiegen.<br>\nAm 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg. Nur sehr wenige wissen, dass Millionen Soldaten aus Afrika im Zweiten Weltkrieg k&auml;mpften, um Europa vom deutschen und italienischen Faschismus zu befreien. Das werden Sie weder in Schulb&uuml;cher lesen noch bei den diversen Feierlichkeiten mitbekommen.<br>\nDie Geschichte der Befreiung Europas wird nur einseitig erz&auml;hlt: USA, Russland, Gro&szlig;britannien und Frankreich beendeten mit dem Sieg &uuml;ber Adolf Hitler und Benito Mussolini den Zweiten Weltkrieg. Was ist aber mit den Millionen afrikanischer Soldaten, die f&uuml;r Europa k&auml;mpften?<br>\nEtwa 1,5 Millionen Afrikaner &ndash; manche sagen, es waren mehr &ndash; &nbsp;aus s&auml;mtlichen Teilen des Kontinents zogen f&uuml;r ihre Kolonialherren in den Zweiten Weltkrieg, die meisten auf Seiten der Alliierten. Viele wurden zwangsrekrutiert, von den Wei&szlig;en diskriminiert, als Kanonenfutter eingesetzt und nach Kriegsende rasch vergessen. Sch&auml;tzungsweise 20 bis 25 Prozent sind gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/meinungen\/gastkommentare\/750537_1945-befreiten-15-Millionen-Afrikaner-Europa.html\">Wiener Zeitung.at<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Umschreiben der Geschichte erkennen&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine &uuml;ber den 8.\/9. Mai, das Verh&auml;ltnis zu Russland und eine notwendige Friedenspolitik<br>\nWie in keinem Jahr zuvor ist das Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges in diesen Tagen umstritten. Nicht nur in den Staaten Osteuropas mischen sich in die Veranstaltungen antirussische T&ouml;ne. Der Geschichtsrevisionismus geht so weit, dass die Rolle Russlands und der Sowjetunion beim Sieg &uuml;ber den Hitlerfaschismus bestritten wird. Grund daf&uuml;r ist die &Uuml;berlagerung der historischen Ereignisse durch den aktuellen geopolitischen Konflikt in der Ukraine. Telepolis sprach am Donnerstag mit dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden, Finanzminister und heutigen Vorsitzenden der Linksfraktion im saarl&auml;ndischen Landtag, Oskar Lafontaine, &uuml;ber den Gedenktag.<br>\nHerr Lafontaine, am 8. und 9. Mai wird der Tag der Befreiung begangen. Sind Sie den Russen f&uuml;r die Befreiung Deutschlands dankbar?<br>\nOskar Lafontaine: Ja, selbstverst&auml;ndlich bin ich den Russen dankbar f&uuml;r die Befreiung Deutschlands von dem Faschismus. Das war eine gro&szlig;e Leistung, die ja vor allem die Rote Armee vollbracht hat. Ohne sie w&auml;re es nicht gegangen. Daraus ziehe ich den Schluss: Wir brauchen eine gute Nachbarschaft zu Russland und wir sollten zu der Friedenspolitik zur&uuml;ckkehren, die mit dem Namen Willy Brandts verbunden ist.<br>\nNun tun sich deutsche und westliche Politiker in diesem Jahr besonders schwer mit dem Gedenken, obwohl es der 70. Jahrestag ist. Sie m&uuml;ssen auf der einen Seite gedenken, sie wollen aber nicht zur Milit&auml;rparade nach Moskau. Wie &uuml;berlagert ist dieser 70. Jahrestag von dem aktuellen politischen, geopolitischen Geschehen?<br>\nOskar Lafontaine: Nat&uuml;rlich ist er jetzt sehr stark &uuml;berlagert, weil wir eine neue Situation haben. Wir sind ja wieder im Kalten Krieg, so kann man das sagen, und im Kalten Krieg ist ja auch kein westlicher Staatsmann nach Moskau gefahren und hat an dieser Parade teilgenommen. Und das ist das Bedauerliche: Das Fernbleiben ist mehr oder weniger ein Eingest&auml;ndnis dieser politischen Fehlentwicklung. Ich bin der Meinung und ich hoffe, dass der und die eine oder andere zur Besinnung kommt &ndash; da denke ich insbesondere an Frau Merkel -, dass man erkennt, dass das so nicht weitergehen kann und dass man die Zusammenarbeit mit Russland sucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44880\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&ldquo;Der Heuhaufen ist das ganze Land&rdquo;<\/strong><br>\nNach dem Terroranschlag in Texas warnt der FBI-Chef, dass es in den USA Tausende von &ldquo;verwirrten Menschen&rdquo; gebe, die vom Islamischen Staat rekrutiert werden<br>\nVergangenen Sonntag versuchten zwei M&auml;nner mit Sturmgewehren einen Mordanschlag auf eine Veranstaltung der islamophoben American Freedom Defense Initiative (AFDI), an der auch Geert Wilders teilnahm (Texas-Attent&auml;ter war dem FBI seit 2006 als Islamist bekannt). Ausgezeichnet werden sollten die besten Mohammedkarikaturen. Die beiden M&auml;nner, einer davon, Elton Simpson, ein schon seit Jahren bekannter Islamist, verletzten einen Polizisten und wurden daraufhin von einem anderen Polizisten erschossen. Die Veranstaltung wurde von 40 Polizisten und Wachleuten besch&uuml;tzt. (&hellip;)<br>\nDer FBI-Chef macht indirekt klar, dass er f&uuml;r eine Massen&uuml;berwachung der US-B&uuml;rger eintritt und dass die M&ouml;glichkeit der Verschl&uuml;sselung ohne Hintert&uuml;r f&uuml;r die Sicherheitsbeh&ouml;rden eine Gefahr darstelle. &ldquo;Der Heuhaufen ist das ganze Land. Wir suchen nach den Nadeln, aber die Nadeln sind f&uuml;r uns zunehmend nicht mehr zug&auml;nglich. Das ist das &lsquo;Going Dark&rsquo;-Problem in leuchtenden Farben. Es gibt da drau&szlig;en Elton Simpsons, die ich nicht gefunden habe und die ich nicht sehen kann.&rdquo; Das FBI ermittle gegenw&auml;rtig in Hunderten von F&auml;llen des islamistischen Terrorverdachts im ganzen Land: &ldquo;ISIL ist sehr popul&auml;r bei vielen verwirrten Menschen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44877\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Debatte TTIP<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wachstumskritik am Freihandelsabkommen TTIP<\/strong><br>\nZweifel an den Wachstumsphantasien eines m&ouml;glichen Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU &auml;u&szlig;erten Teilnehmer der Europa-Gespr&auml;che am 5. Mai im K&ouml;lner Domforum. Veranstalter waren die Europa-Union K&ouml;ln, Europe-Direct, das Katholische Bildungswerk, die Stiftung Zass der KAB und das Europab&uuml;ro der KAB Deutschlands. Die Frage &ldquo;Was handeln wir uns mit TTIP ein?&rdquo; versuchten der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach, der Wirtschaftswissenschaftler J&uuml;rgen Matthes (Institut der Wirtschaft), der CDU-Europapolitiker Elmar Brok und der der Europapolitiker der Linken, Fabio de Masi zu beantworten.<br>\nDas Ziel des Abkommen sei es, Wachstum zu schaffen und dem Verbraucher billigere Waren anbieten zu k&ouml;nnen, so IW-Vertreter Matthes. Der Sozialethiker Hengsbach warnte vor einem ziellosen Wachstum auf Kosten von Sozial- und Umweltstandards, Arbeitnehmerrechten und demokratischen Entscheidungsspielr&auml;umen sowie dem Verlust von staatlicher Souver&auml;nit&auml;t. Letzeres dr&uuml;cke sich in der Intransparenz der Verhandlungen und dem Vorhaben, private Schiedsgerichte zu &nbsp;installieren, aus.<br>\nDer Europapolitiker de Masi erteilte den &ldquo;Wachstumsphantasien&rdquo; eine klare Absage. Wirtschaftswissenschaftler rechneten mit einem sehr geringen Wachstum und wenigen neuen Arbeitspl&auml;tzen. Einige Studien gehen sogar von einem Verlust von Arbeitspl&auml;tzen aus, so de Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kab.de\/startseite\/freihandeslabkommen-ttip\/koelner-europa-gespraeche\/\">KAB Deutschlands e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Irrealpolitik &agrave; la Gabriel<\/strong><br>\nSigmar Gabriel m&ouml;chte einen Investitionsgerichtshof einrichten. Das ist weltfremd, nicht justiziabel und undemokratisch.<br>\nSigmar Gabriels Vorsto&szlig;, im Rahmen der Verhandlungen &uuml;ber die transatlantischen Freihandelsabkommen einen Investitionsschiedsgerichtshof zu etablieren, ist ein Akt der Verzweiflung. Der Bundeswirtschaftsminister versucht damit, die riesige Kluft zwischen den vermeintlichen Anforderungen transnationaler Wirtschaftspolitik und den rechtspolitischen Interessen der Sozialdemokratie, die ihm wiederum wirklich am Herzen liegen sollten, zu &uuml;berwinden. Dass dieser Versuch schon nach wenigen Tagen als gescheitert gelten kann, zeigt das Pl&auml;doyer des &Ouml;sterreichischen Bundeskanzlers Faymann (SP&Ouml;) Anfang dieser Woche, die ISDS-Klauseln (also die zu m&ouml;glichen Streitbeilegungsverfahren) aus den Vertr&auml;gen zu nehmen.<br>\nSchwerer als die politischen Widerst&auml;nde wiegt aber, dass Gabriels Vorschlag weit an den realpolitischen Machbarkeiten vorbeizielt; so weit, dass die Vermutung naheliegt, dass eine Umsetzung gar nicht gewollt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-TTIP\/!159499\/\">Andreas Fischer-Lescano in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Programm REFIT: Und wieder ein Wolf im Schafspelz<\/strong><br>\nEigentlich klingen die Ziele von REFIT, dem EU-Kommissionsprogramm &bdquo;zur Gew&auml;hrleistung der Effizienz und Leistungsf&auml;higkeit der Rechtsetzung&ldquo;, ja ganz vern&uuml;nftig: Alte und teilweise sperrige EU-Rechtstexte sollen durch ein einfaches und effizientes EU-Recht ersetzt werden. Tats&auml;chlich jedoch d&uuml;rfte es sich dabei aber um ein neues Instrument der EU-Kommission und des Wirtschaftssektors handeln, um unliebsame Standards wie beispielsweise im Besch&auml;ftigungs- oder Verbraucherschutz los zu werden. (&hellip;)<br>\nSo k&uuml;ndigt die EU-Kommission in einer Mitteilung zu REFIT vom Juni 2014 an, geplante Gesetzesvorschl&auml;ge zu Erkrankungen des Bewegungsapparats, Passivrauchen oder Karzinogenen nun doch nicht vorzulegen. Denn das, so die Logik der zust&auml;ndigen KommissionsbeamtInnen, w&uuml;rde doch nur zu Verwaltungslasten f&uuml;r Unternehmen f&uuml;hren. Dieses Verhalten gipfelte in der Entscheidung der Kommission, auch keinen Legislativvorschlag bez&uuml;glich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes im Friseurhandwerk vorzulegen &ndash; trotz einer bereits erfolgten Vereinbarung der Europ&auml;ischen Sozialpartner. Auf Argumente, dass diese Rechtsvorhaben einen hohen Nutzen haben, geht die Kommission sicherheitshalber gleich gar nicht ein. Weniger Krankenst&auml;nde, weil der Arbeitgeber Ma&szlig;nahmen setzt, damit der R&uuml;cken seiner Besch&auml;ftigten nicht mehr (so) schmerzt, w&auml;re durchaus ein Nutzen f&uuml;r den Unternehmer sowie f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand. Die Kostenersparnis reicht von der Verhinderung fallweiser bis dauerhafter Krankenst&auml;nde, Behandlungskosten bis hin zu einer eventuell notwendigen vorzeitigen Pensionierung und der dadurch erforderlichen Einschulung einer neuen Fachkraft. Leider h&ouml;ren die &Uuml;berlegungen der Kommission bereits bei dem Punkt &bdquo;Kosten&ldquo; auf. Schade eigentlich, denn w&uuml;rde die Kommission bis zum Punkt &bdquo;Nutzen&ldquo; weiterdenken, w&uuml;rde sie wom&ouml;glich zur Schlussfolgerung kommen, dass der Nutzen ungleich h&ouml;her ist, als die daf&uuml;r notwendigen Aufwendungen.<br>\nWie ist es eigentlich zu dieser Entwicklung gekommen? Bereits im Jahr 2002 hat die Europ&auml;ische Kommission mit dem Programm &bdquo;Bessere Rechtsetzung&ldquo; damit begonnen eine Initiative zu verfolgen, um unn&ouml;tige und veraltete Rechtstexte auf EU-Ebene aufzuheben oder zu vereinfachen. Dieser Prozess wurde 2007 mit der Einsetzung einer Hochrangigen Gruppe im Bereich Verwaltungslasten noch einmal vorangetrieben. Im Dezember 2012 m&uuml;ndeten die Bem&uuml;hungen der EU-Kommission schlie&szlig;lich im Programm zur Gew&auml;hrleistung der Effizienz und Leistungsf&auml;higkeit der Rechtsetzung (REFIT).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-programm-refit-und-wieder-ein-wolf-im-schafspelz\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Robert Reich: The Nightmarish Future for American Jobs and Incomes Is Here<\/strong><br>\nEven knowledge-based jobs will disappear as wealth gets more concentrated at the top in the next 10 years.<br>\nWhat will happen to American jobs, incomes, and wealth a decade from now?<br>\nPredictions are hazardous but survivable. In 1991, in my book&nbsp;The Work of Nations, I separated almost all work into three categories, and then predicted what would happen to each of them.<br>\nThe first category I called &ldquo;routine production services,&rdquo; which entailed the kind of repetitive tasks performed by the old foot soldiers of American capitalism through most of the twentieth century &mdash; done over and over, on an assembly line or in an office.<br>\nI estimated that such work then constituted about one-quarter of all jobs in the United States, but would decline steadily as such jobs were replaced by new labor-saving technologies and by workers in developing nations eager to do them for far lower wages. I also assumed the pay of remaining routine production workers in America would drop, for similar reasons.<br>\nI was not far wrong.<br>\nThe second category I called &ldquo;in-person services.&rdquo; This work had to be provided personally because the &ldquo;human touch&rdquo; was essential to it. It included retail sales workers, hotel and restaurant workers, nursing-home aides, realtors, childcare workers, home health-care aides, flight attendants, physical therapists, and security guards, among many others.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/robert-reich-nightmarish-future-american-jobs-and-incomes-here#.VU1AqpJukpk.email%20\">Alternet<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.R.:<\/strong> Eine &ouml;konomisch-politische Analyse, die &ndash; wenn sie denn zutreffend ist &ndash; zu intensiver Diskussion auch in unserer Gesellschaft f&uuml;hren sollte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Stammtischparole wird Gesetz<\/strong><br>\nWer gehofft hatte, ein H&auml;uflein aufrechter SPD-Politiker in den L&auml;ndern w&uuml;rde die Pkw-Maut verhindern, wurde entt&auml;uscht. Das ist schade, aber nicht &uuml;berraschend, meint Stephan Ueberbach. Trotzdem gibt es noch Hoffnung, dass uns die Gesetz gewordene Stammtischparole der CSU erspart bleibt. (&hellip;)<br>\nGenossen in Berlin gegen Genossen in den L&auml;ndern<br>\nWie gesagt. Sch&ouml;n w&auml;r&rsquo;s. Aber: leider, leider kommt alles ganz anders. Denn erstens hatten die tapferen L&auml;nder &uuml;berhaupt nichts in der Hand. Das Gesetz h&auml;tten sie zwar sowieso nicht kippen k&ouml;nnen, sondern nur ein bisschen verz&ouml;gern und vielleicht die ein oder andere &Auml;nderung durchsetzen. Zum Beispiel die Grenzregionen vom Maut-Wahn auszunehmen. Aber noch nicht einmal daf&uuml;r hat es gereicht, weil SPD-L&auml;nder von der Fahne gegangen sind.<br>\nDenn zweitens hat die Bundespartei kr&auml;ftig Druck gemacht, um eine Blamage zu verhindern. Der Bundestag h&auml;tte n&auml;mlich die &Auml;nderungsw&uuml;nsche der L&auml;nder endg&uuml;ltig abschmettern m&uuml;ssen. Weil die Sozialdemokraten in Berlin der Union, und damit auch der CSU, Koalitionstreue geschworen haben, h&auml;tte das bedeutet, dass die Genossen in Berlin die ungeliebte Maut peinlicherweise gegen die L&auml;nder-SPD zu verteidigen haben. Zwar mit der Faust in der Tasche, aber &ndash; was soll&rsquo;s.<br>\nEs bleibt also alles beim Alten: Die Ausl&auml;ndermaut kommt. Auch der Bundesrat hat daran nichts &auml;ndern k&ouml;nnen. Schade, eigentlich. Aber es gibt ja noch eine letzte, eine allerletzte Hoffnung. N&auml;mlich die, dass Br&uuml;ssel die Maut aus dem Verkehr zieht. Auch wenn das nicht besonders wahrscheinlich ist. Aber, man wird ja wohl noch tr&auml;umen d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/pkw-maut-143.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dieser SPD-Spitze ist offenbar nicht mehr zu helfen: Sie knickt ohne sachlichen Grund u.a. bei den Themen &bdquo;Vorratsdatenspeicherung&ldquo; und &bdquo;PKW-Maut&ldquo; vor den Unionsparteien ein. Dabei hatte die SPD sogar noch nach der Bundestagswahl &ndash; und vor dem Eintritt in die Gro&szlig;e Koalition &ndash; von der Bundeskanzlerin eine &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2013-11\/spd-maut-merkel\">klare Ansage zur Pkw-Maut<\/a>&ldquo; gefordert. Dieses wechselhafte, Zick-zack-Muster bei der Behandlung von Themen scheint mittlerweile charakteristisch f&uuml;r das Spitzenpersonal der Partei zu sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bahnstreik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Hurra, Deutschland liegt lahm<\/strong><br>\nDie Bahn f&auml;hrt nicht, die Kita hat zu. &Uuml;berall herrscht Wut statt Solidarit&auml;t. Wenn etwas einmal nicht funktioniert, ger&auml;t schnell das deutsche Selbstbild ins Wanken. (&hellip;)<br>\nWas also soll die GdL machen? Auf die Unterst&uuml;tzung durch die Genossen im Wirtschafts- und Arbeitsministerium, die eigentlich nat&uuml;rliche Verb&uuml;ndete sein m&uuml;ssten, ist ja, man m&ouml;chte mit Thomas Bernhard fast sagen, naturgem&auml;&szlig; kein Verlass. Sowohl Sigmar Gabriel als auch Andrea Nahles sind den Lokf&uuml;hrern vielmehr &ouml;ffentlich in den R&uuml;cken gefallen. Die SPD agiert momentan also ungef&auml;hr so sozialdemokratisch wie Ayn Rand beim Restpostenverkauf. Oder anders gesagt: Wer sich auf das Erbe August Bebels beruft, gleichzeitig jedoch f&uuml;r TTIP und gegen Gewerkschaften eintritt, betreibt politische Insolvenzverschleppung.<br>\nAber, so h&ouml;rt man nun, irgendwann muss doch auch mal Schluss ein. Keiner k&ouml;nne doch wohl die Latinisierung der Arbeitsk&auml;mpfe wollen! Sicherlich ist es w&uuml;nschenswert, dass Streiks einem nicht wie in Frankreich quasi t&auml;gliches Improvisationstalent abfordern. Doch davon kann im Fall Deutschlands auch noch &uuml;berhaupt gar keine Rede sein. Hierzulande gab es im Jahr 2014 pro 1.000 Besch&auml;ftige gerade einmal 16 Streiktage. Das ist im europ&auml;ischen Vergleich extrem wenig. Selbst in jenen L&auml;ndern, die als Musterbeispiele sozialer Befriedung gelten, gibt es wesentlich mehr. In Norwegen waren es letztes Jahr beispielsweise 53 Streiktage, in Finnland 76, in D&auml;nemark sogar 135.<br>\nEntscheidend in der ganzen Debatte ist aber vor allem auch, dass die aktuellen Streiks mehr als die Summe ihrer einzelnen Teile sind. Hier geht es nicht nur darum, wie viel Lokf&uuml;hrer oder Erzieherinnen verdienen. Pars pro toto sind sie auch von makro&ouml;konomischer und psychopolitischer Bedeutung. Schon 2010 hatte die damalige franz&ouml;sische Finanzministerin Christine Lagarde, die mittlerweile Vorsitzende des Internationalen W&auml;hrungsfonds ist und kommunistischer Umtriebe daher eher unverd&auml;chtig scheint, gefordert, dass Deutschland durch h&ouml;here Tarifabschl&uuml;sse endlich mit jener &ldquo;beggar-thy-neighbour&rdquo;-Politik Schluss machen m&uuml;sse, die Europa in eine Dumpingspirale f&uuml;hrt.<br>\nStreiks sind m&ouml;glicherweise auch eines der letzten probaten Mittel, um das neoliberale Narrativ der vielzitierten Alternativlosigkeit aufzubrechen. Dass dieses in Deutschland besonders wirksam ist, verdankt sich vornehmlich auch Merkels psychopolitischem Paradigma der konsequenten Demobilisierung aller sozialen Kr&auml;fte: Regieren durch Sedieren. Im Kontext dieser programmatischen Indifferenz der Kanzlerin, ergibt sich der Affront der Arbeitsniederlegung somit allein schon daraus, dass jemand es wagt, die Dinge, die er sagt, auch wirklich ernst zu meinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-05\/streik-deutschland-essay\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Weselsky dr&auml;ngelt auf der Autobahn<\/strong><br>\nGDL-Streikf&uuml;hrer Claus Weselsky soll einen Autofahrer auf der A5 bedr&auml;ngt haben. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen des Verdachts der N&ouml;tigung im Stra&szlig;enverkehr ein, weil der geg&auml;ngelte Fahrer Anzeige erstattet hatte. (&hellip;)<br>\nAm Steuer soll Weselsky gesessen haben. Wie die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung berichtete, ermittelte die Staatsanwaltschaft Gie&szlig;en wegen des Verdachts der N&ouml;tigung im Stra&szlig;enverkehr (Az.: 201 Js 31524\/15). Dietrich O. hatte unter Angabe des Kennzeichens Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Claus Weselsky best&auml;tigte gegen&uuml;ber der F.A.Z., dass das Verfahren gegen eine Zahlung von 250 Euro an den &bdquo;Bund gegen Alkohol und Drogen im Stra&szlig;enverkehr&ldquo; eingestellt wurde.<br>\nDie Staatsanwaltschaft verzichtete somit darauf, festzustellen, ob der Vorwurf gegen Weselsky tats&auml;chlich zutraf. Bei der Zahlung handelt es sich nicht um ein Schuldeingest&auml;ndnis im juristischen Sinne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/verdacht-der-noetigung-weselsky-draengelt-auf-der-autobahn-13583750.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Zwischen &Uuml;berschrift und Inhalt klafft eine &bdquo;L&uuml;cke&ldquo;: W&auml;hrend in der &Uuml;berschrift ein angeblicher Vorgang als Tatsache dargestellt wird, geht der Inhalt lediglich von Vermutungen aus. Das hat mit seri&ouml;sem Journalismus nichts zu tun, sondern hat das Niveau von Boulevard-Magazinen erreicht. Siehe z.B. die Bild-Zeitung &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bild.de\/bild-plus\/politik\/inland\/weselsky-claus\/gefaehrdete-strassenverkehr-40880418,var=a,view=conversionToLogin.bild.html\">Weselsky dr&auml;ngelt auf der Autobahn mit Lichthupe<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Widerstand gegen Bahnstreik w&auml;chst<\/strong><br>\nPolitiker von SPD und CDU finden den GDL-Streik unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und warnen vor schwindender Akzeptanz in der Bev&ouml;lkerung. Umfragen geben ihnen recht.<br>\nEinen Tag vor dem geplanten Ende des Lokf&uuml;hrerstreiks bei der Deutschen Bahn nimmt die Kritik an der Gewerkschaft GDL stark zu. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann warf GDL-Chef Claus Weselsky vor, er verfolge pers&ouml;nliche Machtinteressen. Das besch&auml;dige das Vertrauen in die Gewerkschaften und die Akzeptanz von Arbeitsk&auml;mpfen, sagte Oppermann der Passauer Neuen Presse. Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) sieht die Grenze der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit &uuml;berschritten, wie er dem Sender SWR2 sagte.<br>\nKauder betonte, es sei &ldquo;f&uuml;r eine wirtschaftsstarke Nation schon dramatisch, wenn eine wichtige Infrastruktureinrichtung wie die Bahn &uuml;ber eine ganze Woche bestreikt wird&rdquo;. Die Wirtschaft sch&auml;tzt den Schaden durch den Streik auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. (&hellip;)<br>\nEiner repr&auml;sentativen Umfrage des Meinungsinstituts Insa zufolge haben 21 Prozent der Bundesb&uuml;rger Verst&auml;ndnis f&uuml;r den erneuten Streik. 61 Prozent der 2.169 Befragten empfanden die Zugausf&auml;lle als belastend. Grunds&auml;tzlich sind nur 58 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Streiks ein geeignetes Mittel in Tarifkonflikten seien. (&hellip;)<br>\nEs geht der GDL grunds&auml;tzlich um eigene Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r das gesamte Zugpersonal. W&auml;hrend die Bahn nur die gleichen Bedingungen wie mit der gr&ouml;&szlig;eren Konkurrenzgewerkschaft EVG akzeptieren will, dr&auml;ngen die Lokf&uuml;hrer auf Abweichungen etwa bei der Arbeitszeit. Knackpunkt war zuletzt die Eingruppierung der Lokrangierf&uuml;hrer im Tarifgef&uuml;ge der Bahn. Die GDL kritisiert, die Bahn wolle diese Kollegen, die etwa f&uuml;r das Koppeln und Entkoppeln von Z&uuml;gen zust&auml;ndig sind, niedriger einstufen als Mitarbeiter auf der Strecke. Beim Thema Gehaltserh&ouml;hung lagen Bahn und GDL hingegen kaum noch auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-05\/bahnstreik-deutsche-bahn-claus-weselsky-volker-kauder-gdl-reaktionen\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Im Gewand einer &ldquo;objektiven&rdquo; Umfrage wieder manipulativ bis zum Geht-nicht-mehr. &ldquo;[d]ie Kritik an der Gewerkschaft GDL [nimmt ] stark zu&rdquo; &ndash; tats&auml;chlich, das neoliberale F&uuml;hrungspersonal dieser Republik, die Fraktionsf&uuml;hrer von Union und SPD, kritisieren die GDL, was einen unversch&auml;mten &Uuml;bergriff in die Tarifautonomie darstellt und ansonsten nicht &uuml;berraschend ist. Schlie&szlig;lich sind f&uuml;r CDU und SPD Lohnerh&ouml;hungen des Teufels.<\/em><br>\n<em>Kauder betonte, es sei &ldquo;f&uuml;r eine wirtschaftsstarke Nation schon dramatisch, wenn eine wichtige Infrastruktureinrichtung wie die Bahn &uuml;ber eine ganze Woche bestreikt wird&rdquo; &ndash; wenn das alles so schlimm ist, k&ouml;nnte Kauder ja Einfluss auf die Regierung nehmen, die immerhin den Eigent&uuml;mer vertritt und die Forderungen der GDL erf&uuml;llen k&ouml;nnte, und schon w&auml;re der Streik vorbei&hellip; Alternativ k&ouml;nnten Bahnangestellte wieder verbeamtet werden, aber dazu von Kauder kein Wort. So sind seine Anmerkungen nur eine weitere Forderung zum &ldquo;Ma&szlig;halten&rdquo;. (Zur drastischen Erh&ouml;hung der Boni der Bahnvorst&auml;nde &ndash; auf Kosten des Eigent&uuml;mers und der Kunden &ndash; habe ich allerdings nichts von Kauder geh&ouml;rt.)<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die Wirtschaft sch&auml;tzt den Schaden durch den Streik auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.&rdquo; &ndash; <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/streiks-bei-bahn-und-lufthansa\/bahnstreik-weselsky-zieht-ausstand-unerbittlich-durch-13583151.html\">woanders<\/a> wird berichtet, die verarbeitende Industrie h&auml;tte vorgesorgt und w&auml;re nicht von Lieferschwierigkeiten betroffen:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Die deutsche Industrie hat den 138 Stunden langen Streik im G&uuml;terverkehr offenbar ohne gr&ouml;&szlig;ere Produktionsausf&auml;lle &uuml;berstanden. Die besonders vom Schienentransport abh&auml;ngigen Unternehmen der Auto- und Chemiebranche hatten sich nach Angaben ihrer Verb&auml;nde intensiv auf die Transportprobleme vorbereitet. Auch die Hoch&ouml;fen der Stahlindustrie mussten nicht heruntergefahren werden.<\/em><br>\n<em>Zur H&ouml;he der zus&auml;tzlichen Kosten machten die Verb&auml;nde am Freitag keine Angaben. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) und der Chemischen Industrie (VCI) beklagten die mit jedem Streiktag st&auml;rker steigenden Logistikkosten, die mit dem Umstieg auf Privatbahnen, Binnenschiffe oder Lastwagen verbunden waren.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Und selbst wenn es die Sch&auml;den g&auml;be, w&auml;re Vertragspartner der Wirtschaft die Deutsche Bahn, nicht die GDL.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Einer repr&auml;sentativen Umfrage [&hellip;] zufolge [empfanden] 61 Prozent der 2.169 Befragten [&hellip;] die Zugausf&auml;lle als belastend.&rdquo; &ndash; Nat&uuml;rlich sind die Zugausf&auml;lle &ldquo;belastend&rdquo;, das ist der Sinn des Streiks. Alles eine Frage der Fragestellung, denn die 69 Prozent haben *nicht* gesagt, dass sie gegen den Streik sind. Im &Uuml;brigen bezweifele ich, dass &uuml;berhaupt 69 Prozent der Deutschen gelegentlich oder regelm&auml;&szlig;ig Bahn fahren.<\/em><br>\n<em>&ldquo;Beim Thema Gehaltserh&ouml;hung lagen Bahn und GDL hingegen kaum noch auseinander.&rdquo; &ndash; nur noch gewollte Volksverdummung, weil &ldquo;4,7 Prozent&rdquo; so &auml;hnlich klingt wie &ldquo;5 Prozent&rdquo;, was der Bahnvorstand sicher so vermitteln m&ouml;chte. Das Bahnangebot von 4,7% auf 29 Monate entspricht ca. 1,9% auf 12 Monate, was dramatisch unter der GDL-Forderung von 5% auf 12 Monate plus Verringerung der Arbeitszeit um eine Wochenstunde liegt. (Die GDL-Forderungen summieren sich auf ca. 8% pro Jahr.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warum Weselsky nicht durchgeknallt ist<\/strong><br>\nVersteht noch jemand, was bei der Bahn los ist? Ja. Es ist die gro&szlig;e Koalition, die Weselsky in den Streik hineingetrieben hat.<br>\nVersteht eigentlich noch jemand, was sich bei der Bahn abspielt? Die Frage stammt von Sigmar Gabriel. Der Mann versteht etwas von Rhetorik: &bdquo;Nein&ldquo;, ist die erw&uuml;nschte und prompt vernehmbare Antwort, die Gabriel auf seine rhetorische Frage erwartet. &bdquo;V&ouml;llig durchgeknallt&ldquo;, dieser Weselsky, soll das wohl hei&szlig;en: Der Vorsitzende der Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL l&auml;sst zum achten Mal seine Leute streiken, ganze sechs Tage lang. Wer wei&szlig;, wann das n&auml;chste Mal wieder die Z&uuml;ge stehen. Schluss jetzt!<br>\nNein, so einfach sollten wir es dem SPD-Vorsitzenden nicht machen. Weselsky ist nicht durchgeknallt. Er mag wom&ouml;glich nicht gerade ein Charmeur sein. Aber er hat intuitiv erkannt, dass es in diesem Streit nicht nur um die Bahn geht, sondern um ein grunds&auml;tzliches Thema: Wie halten wir es mit den Freiheitsrechten von Minderheiten?<br>\nWas Gabriel, der Fuchs, verschweigt: Die gro&szlig;e Koalition selbst war es, die Weselsky in diesen verfahrenen Streik hineingetrieben hat. Das sogenannte Tarifeinheitsgesetz aus dem Hause von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) ist nicht die m&ouml;gliche L&ouml;sung des Konflikts, sondern in Wirklichkeit seine Ursache. Angeblich, so hei&szlig;t es in diesem Gesetz, sei die Funktionsf&auml;higkeit der Tarifautonomie in Deutschland gef&auml;hrdet, wenn es in einem Betrieb zwei oder mehrere konkurrierende Gewerkschaften gibt. Der Gesetzgeber f&uuml;hlt sich aufgefordert, hier eine &bdquo;befriedende Rolle&ldquo; zu spielen, f&uuml;r &bdquo;innerbetriebliche Lohngerechtigkeit&ldquo; zu sorgen, um &bdquo;Entsolidarisierung der Belegschaften&ldquo; zu verhindern. Schaffen es die konkurrierenden Gewerkschaften nicht, sich untereinander abzustimmen, soll eine Mehrheitsregel den Tarifvertrag jener Gewerkschaft zur Anwendung bringen, welche die meisten Mitglieder in diesem Betrieb hat.<br>\nEin Grundrecht wird leichtfertig ausgehebelt<br>\nMan muss die s&uuml;lzende Sprache dieses Gesetzes dechiffrieren, um seine Machtanma&szlig;ung zu verstehen. Das Grundrecht der Koalitionsfreiheit wird leichtfertig ausgehebelt mit der durch nichts bewiesenen Voraussetzung einer theoretischen Gef&auml;hrdung des Tariffriedens. Wenn Lokf&uuml;hrer, weil sie sich von der Mehrheitsgewerkschaft schlecht behandelt f&uuml;hlen, selbst f&uuml;r ihre Einkommen k&auml;mpfen wollen, dann nennt das Gesetz dies Entsolidarisierung. Wenn Klinik&auml;rzte nicht einsehen, dass sie weniger verdienen als Realschullehrer, dann sieht der Gesetzgeber den Frieden bedroht und belohnt jene Gewerkschaft, die sich bei den Krankenschwestern gr&ouml;&szlig;ere Organisationserfolge verspricht.<br>\nScheinheilig hei&szlig;t, Lokf&uuml;hrer und &Auml;rzte d&uuml;rften auch f&uuml;rderhin f&uuml;r ihre Ziele streiken. Doch selbst wenn sie siegen, w&uuml;rde ihr Vertrag sogleich von der Mehrheitsgewerkschaft kassiert. Wer z&ouml;ge daf&uuml;r in die Schlacht? Zumal die Arbeitsgerichte alles Recht h&auml;tten, solche potemkinschen Streiks als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig zu verbieten.<br>\nEs ist die Ironie der Geschichte, dass SPD-Minister sich zum Handlanger der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde (und von Teilen des Deutschen Gewerkschaftsbundes) machen lassen: Die beiden Kartellverb&auml;nde f&uuml;hlen sich aus unterschiedlichen Gr&uuml;nden von den kleinen Gewerkschaften bedroht und verstehen es pr&auml;chtig, ihre Machtanma&szlig;ung als Gemeinwohlinteresse zu kaschieren. In Wirklichkeit soll das Diktat der Mehrheit die Minderheit ersticken. Dabei hatten gerade die Arbeitgeberverb&auml;nde noch nie ein Problem damit, durch Leiharbeit oder Werkvertr&auml;ge verursachte Lohnkonkurrenz in ihren Betrieben friedlich zu handhaben.<br>\nWohlgemerkt: Man kann mit guten Gr&uuml;nden das ganze System kollektiver Lohnfindung als wenig freiheitlich brandmarken. Man kann auch dar&uuml;ber nachdenken, in staatsnahen Monopolunternehmen &ndash; wie etwa der Bahn &ndash; das Streikrecht einzuschr&auml;nken, weil das Kampfesrisiko aller Gewerkschaften dort niedriger ist als in der privaten Wirtschaft. Man sollte sich aber weder von den Verb&auml;nden noch vom Gesetzgeber einreden lassen, kleine Gewerkschaften neigten zu Exzessen und ruinierten die Tarifpartnerschaft. In Wirklichkeit ruiniert dieses Tarifeinheitsgesetz die in einer Demokratie gesch&uuml;tzten Freiheitsrechte von Minderheiten. Claus Weselsky will nicht warten, bis in vielen Jahren das Bundesverfassungsgericht dies auch so sieht. Recht hat der Mann!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/streiks-bei-bahn-und-lufthansa\/bahnstreik-claus-weselsky-ist-nicht-durchgeknallt-13585203.html\">Rainer Hank in der  FAZ<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung P.K.:<\/strong> Bemerkenswerter Kommentar des Autors Rainer Hank in der FAZ, auch wenn ich seiner Auffassung das Streikrecht in &ouml;ffentlichen Unternehmen einzuschr&auml;nken entschieden widersprechen m&ouml;chte.<\/em><\/li>\n<li><strong>ZDF recherchiert sich aufs Abstellgleis<\/strong><br>\nJa, der Streik nervt. Ja, es ist richtig, dass die GDL f&uuml;r alle ihre Mitglieder verhandeln will. Es ist auch richtig, dass bislang &uuml;ber L&ouml;hne noch nicht gesprochen wurde. Und es ist richtig, dass es darum geht, wer mit wem f&uuml;r wen verhandelt. Doch dass dem so ist liegt nicht daran, dass hier Menschen am Werk sind, die irrational handeln, wie Britta J&auml;ger glauben machen will. Es liegt daran, dass die DB die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts ignoriert und der GDL ihr per Grundgesetz zugesichertes Recht nicht zugesteht.<br>\nOhne das Wissen um das Gerichtsurteil l&auml;sst sich dieser Streik nicht verstehen. Mit dem Wissen um das Urteil aber fallen alle Argumente gegen die GDL in sich zusammen. Denn g&auml;be es nicht die Forderung der Bahn nach Tarifeinheit, es g&auml;be auch keinen Streik. Dass die Kernforderungen der GDL nach 5 Prozent mehr Lohn und &Uuml;berstundenabbau angemessen sind, wird von niemandem bestritten. Vermutlich h&auml;tte die Bahn l&auml;ngst einen vern&uuml;nftigen Tarifabschluss mit der GDL erzielt, w&auml;re sie nur bereit, sie als vollwertigen Verhandlungspartner zu akzeptieren. Wenn es eines Beweises bedurfte, dass es keine Tarifeinheit braucht, dann ist es dieser Streik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/demokratie-reloaded.de\/bahnstreik-zdf-recherchiert-sich-aufs-abstellgleis\/\">demokratie-reloaded<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin D.S.:<\/strong> Dieser Artikel entlarvt an einem Beispielbeitrag des ZDF die Anti-Weselsky-Argumentation als Farce. Das Argument, die GDL-Forderungen seien illegitim oder &uuml;berzogen, ist nur schl&uuml;ssig, wenn das Urteil des Bundesarbeitsgerichts verschwiegen wird &ndash; genau das l&auml;sst sich exemplarisch im ZDF-Beitrag beobachten. Der zweite Kniff der Anti-GDL-Kampagne besteht &uuml;brigens darin, so zu tun, als herrsche (immer noch bzw. bereits) Tarifeinheit und die GDL habe sich daher mit der EVG abzustimmen &ndash; dazu werden dann Mitgliederzahlen verglichen, was allerdings nach dem BAG-Urteil irrelevant ist. Folgerichtig weist der Artikel auch auf die Forderung der DB nach Tarifeinheit als eigentlichen Ausl&ouml;ser des Streiks hin.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>G36<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie sich von der Leyen als Retterin inszeniert<\/strong><br>\nSchrott sei das Gewehr, Soldatenleben seien gef&auml;hrdet! Bei Hitze nicht einsatzf&auml;hig! Das Standardgewehr G36 der Bundeswehr ist in Verruf geraten, obwohl es sich gerade in hei&szlig;en L&auml;ndern gut bew&auml;hrt hat und dort gern gekauft wird. Polittheater ersten Ranges, so das Urteil von Soldaten und Experten, denn im Kampfeinsatz sind alle zufrieden, die Sicherheit ist gew&auml;hrleistet. Trotzdem hat von der Leyen vor dem Gewehr gewarnt und verspricht Abhilfe &ndash; von einer nicht existenten Gefahr.<br>\nAnmoderation: Der Skandal um das Sturmgewehr G36. Jeden Tag neue Vorw&uuml;rfe gegen Verteidigungsministerin von der Leyen. Wer wusste was und wann warum? Und jetzt ist offenbar auch noch versucht worden, kritische Journalisten zu bespitzeln. Das Sturmgewehr ist l&auml;ngst zur Waffe im Machtkampf der Politik geworden! Dabei ist die Frage nach der Tauglichkeit des Gewehrs im milit&auml;rischen Einsatz ins Hintertreffen geraten. Angeblich sei klar: das G36 ist ein schrottreifes Pannengewehr, ungeeignet f&uuml;r den weiteren Einsatz. Doch Kontraste hat genauer hingeschaut und kommt zu einem erstaunlichen Schluss. (&hellip;)<br>\nZur Geschichte: Das G36 sei nicht treffsicher, ein &bdquo;Pannengewehr&ldquo; &ndash; das Soldaten gef&auml;hrde. Doch was ist wirklich dran an den Behauptungen? Wird hier eine &bdquo;Aff&auml;re G36&ldquo; inszeniert &ndash; von allen Seiten?<br>\nDiese Frage stellt sich auch Harald Kujat. Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr kann die Aufregung nicht nachvollziehen.<br>\nO-TON Harald Kujat, ehem. Generalinspekteur<br>\n&bdquo;Was mich am meisten st&ouml;rt daran ist, dass das von den eigentlichen Ausr&uuml;stungsproblemen ablenkt. Und die sind wirklich gravierend, das Problem G36 ist eigentlich das geringste Problem.&ldquo;<br>\nDoch genau hier versuchte Ministerin von der Leyen, sich zu profilieren. Beim Sturmgewehr ist sie schnell vorgeprescht und st&uuml;tzt ihr Urteil auf neue Tests &ndash; obwohl l&auml;ngst nicht alles gekl&auml;rt ist.<br>\nKONTRASTE wurden die Testberichte zugespielt. Sie werfen Zweifel und Widerspr&uuml;che auf. Bei den speziellen Untersuchungen habe eine Vergleichswaffe besser abgeschnitten als das G36. Doch die Pr&uuml;fer r&auml;umen insgesamt ein:<br>\nZitat:<br>\n&ldquo;Die Untersuchungsergebnisse sind &hellip; nicht als Kaufempfehlung zu werten, da eine Waffe, die bei diesen Pr&auml;zisionsuntersuchungen gut abschneidet, durchaus in anderen Untersuchungsfeldern &hellip; Nachteile haben kann.&rdquo;<br>\nIm Klartext: es ist gar nicht gesagt, dass andere Waffen in der Gesamtschau besser sind als das G36.<br>\nHinzu kommt: die Untersuchungen der sogenannten Phase II sind laut Pr&uuml;fbericht bis Ende des Jahres noch gar nicht abgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-07-05-2015\/Leyen-als-Retterin.html\">Kontraste<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Pressefreiheit bis in die Grundfesten ersch&uuml;ttert&rdquo;: Chefredakteure emp&ouml;ren sich &uuml;ber MAD-Aff&auml;re<\/strong><br>\nDer Waffenhersteller Heckler &amp; Koch sowie Beamte des Verteidigungsministeriums wollten, dass der Milit&auml;rische Abschirmdienst (MAD) kritische Journalisten aussp&auml;ht. Mehrere Medien berichteten am Donnerstag &uuml;ber den Fall. Gegen&uuml;ber MEEDIA zeigen sich Chefredakteure von taz, stern und Zeit emp&ouml;rt.<br>\nSo kritisiert&nbsp;taz-Chefredakteurin Ines Pohl im Gespr&auml;ch mit MEEDIA, das Verh&auml;ltnis zwischen&nbsp;Verteidigungsministerium und Waffenhersteller. &ldquo;Dass ein Unternehmen wie Heckler und Koch offensichtlich gut begr&uuml;ndet annehmen darf, dass das Verteidigungsministerium in seinem Sinne Journalisten &uuml;berpr&uuml;fen l&auml;sst, ist ein riesengro&szlig;er Skandal.&rdquo; Sie sehe &ldquo;die Pressefreiheit bis in die Grundfesten ersch&uuml;ttert&rdquo; und fordert von der Verteidigungsministerin l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung. Anders als bisher berichtet, gehe&nbsp;es im Fall der taz nicht um kritische Berichte &uuml;ber das Sturmgewehr G36, sondern um einen Artikel aus dem Jahr 2013, in dem Heckler &amp; Kochs Kleinwaffengesch&auml;ft eingeordnet worden ist. F&uuml;r die Recherche verantwortlich war der Journalist Wolf Dieter Vogel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/05\/08\/pressefreiheit-bis-in-die-grundfesten-erschuettert-chefredakteure-empoeren-sich-ueber-mad-affaere\/\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Armutsgef&auml;hrdete Kinder sind materiell unterversorgt und sozial benachteiligt<\/strong><br>\nJedes f&uuml;nfte Kind in Deutschland gilt als armutsgef&auml;hrdet. Verzicht und ein Mangel an gesellschaftlicher Teilhabe sind die Folgen. Doch die staatliche Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Familien in prek&auml;ren Lebenslagen orientiert sich zu wenig an den Bedarfen der Kinder. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Studien der Bertelsmann Stiftung.<br>\nIn der Bundesrepublik wachsen 2,1 Millionen unter 15-J&auml;hrige in Familien auf, deren Einkommen unter der Armutsgef&auml;hrdungsgrenze liegt. Eine repr&auml;sentative Befragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verdeutlicht, was Armut f&uuml;r den Alltag der Kinder bedeutet: Er ist gepr&auml;gt von Verzicht und einem Mangel an Teilhabe. F&uuml;r eine zweite Untersuchung haben Armutsforscherinnen der Universit&auml;t Frankfurt vertiefende Interviews mit Eltern und Fachkr&auml;ften gef&uuml;hrt. Demnach kann das staatliche Unterst&uuml;tzungssystem Armut nur unzureichend auffangen.<br>\nDas IAB hat den Lebensstandard von Kindern aus SGB-II-Haushalten untersucht und mit der Situation von Kindern in gesicherten Einkommensverh&auml;ltnissen verglichen. W&auml;hrend im Bereich der elementaren Grundversorgung nur geringe Benachteiligungen vorliegen, zeigen sich in anderen Bereichen deutlichere Unterschiede: 20 Prozent der Kinder im Grundsicherungsbezug leben aus finanziellen Gr&uuml;nden in beengten Wohnverh&auml;ltnissen &ndash; gegen&uuml;ber 3,9 Prozent der Kinder, die in gesicherten Einkommensverh&auml;ltnissen aufwachsen (&Uuml;brige). Drei von vier Kinder, deren Eltern SGB-II-Leistungen erhalten, k&ouml;nnen keinen Urlaub von mindestens einer Woche machen (&Uuml;brige: 21 Prozent), 14 Prozent leben in Haushalten ohne Internet (&Uuml;brige: 1 Prozent), 38 Prozent in Haushalten ohne Auto (&Uuml;brige: 1,6 Prozent) und knapp einem Drittel ist es aus finanziellen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich, wenigstens einmal im Monat Freunde zum Essen nach Hause einzuladen (&Uuml;brige: 3,3 Prozent). Bei jedem zehnten Kind mit SGB-II-Bezug besitzen nicht alle Haushaltsmitglieder ausreichende Winterkleidung (&Uuml;brige: 0,7 Prozent).<br>\nDas Aufwachsen von Kindern in armutsgef&auml;hrdeten Familien ist vielfach gepr&auml;gt von einem B&uuml;ndel an Problemen. Das zeigen Familieninterviews der Armutsforscherinnen Sabine Andresen und Danijela Galic (Universit&auml;t Frankfurt). Zur chronischen Geldnot kommen oftmals Krankheiten, Trennung der Eltern, beengte Wohnverh&auml;ltnisse und unsichere Schulwege hinzu. Erziehung bedeutet f&uuml;r die Eltern h&auml;ufig Erkl&auml;rung von Nein-Sagen und Verzicht. Eine gro&szlig;e Belastung, denn auch bei einkommensschwachen Eltern sind die Kinder der Lebensmittelpunkt: Sie w&uuml;nschen sich f&uuml;r ihre Kinder vor allem gute Bildung und sind bereit, daf&uuml;r eigene Bed&uuml;rfnisse zur&uuml;ckzustellen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/themen\/aktuelle-meldungen\/2015\/mai\/bedarfslagen-von-familien-in-prekaeren-lebensverhaeltnissen\/\">Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/de\/publikationen\/publikation\/did\/kinder-und-familienarmut\/\">IAB-Studie Kinder- und Familienarmut &ndash; Lebensumst&auml;nde von Kindern in der Grundsicherung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong>  Nicht so sehr bei den elementaren G&uuml;tern, als vielmehr im Bereich der sozialen und kulturellen Teilhabe gebe es eine deutlich Benachteiligung von Familien im SGB-II-Bezug. Mit Blick auf die Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern seien diese Befunde ausgesprochen problematisch. <\/em><br>\n<em>Besorgniserregend sei auch, dass die &uuml;berwiegende Mehrheit der Bev&ouml;lkerung (mindestens 80 %) genau diese Bereiche in einer Umfrage als nicht unbedingt notwendig f&uuml;r einen angemessenen Lebensstandard einstufe.<\/em><br>\n<em>Die Bertelsmann Stiftung setze sich daf&uuml;r ein, dass die altersgerechten Bedarfe und die f&uuml;r eine &bdquo;echte&ldquo; Teilhabe von Kindern notwendigen G&uuml;ter und Aktivit&auml;ten allen Kindern zugestanden und gew&auml;hrleistet werden &ndash; unabh&auml;ngig von den individuellen und vielf&auml;ltigen famili&auml;ren Hintergr&uuml;nden. So schreibt J&ouml;rg Dr&auml;ger, Mitglied des Vorstands der Bertelsmann Stiftung im Vorwort zur IAB-Studie.<\/em><br>\n<em>Warum setzt sich die Bertelsmann Stiftung nicht auch daf&uuml;r ein, dass die SGB II-S&auml;tze oder die Betr&auml;ge der Grundsicherung erh&ouml;ht werden? Man verlagert das Problem auf die immaterielle Ebene. Das h&ouml;rt sich gut und gemeinn&uuml;tzig an und ist gewiss auch hilfreich, es ist aber gleichzeitig ein Ablenkungsman&ouml;ver von der materiellen Armut.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Weitere Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Etwas merkw&uuml;rdig, dass eine solche Studie von der Bertelsmann-Stiftung beauftragt wird, die ma&szlig;geblich f&uuml;r Hartz IV und die grassierende Armut mitverantwortlich ist &ndash; aber immerhin. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5228\">Die Rolle der Bertelsmann Stiftung beim Abbau des Sozialstaates<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Vor allem zeigt die Studie die schiefe demographische Entwicklung: Deutschland kann sich die vielen Kinder einfach nicht leisten. Oder?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Weitere Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> F&uuml;r die Bertelsmann-Stiftung ist dies nur eine Erfolgskontrolle ihrer bisher geleisteten Arbeit, schlie&szlig;lich geht die Einf&uuml;hrung des Hartz-Konzeptes im wesentlichen auf ihr Konto. Siehe &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4212\">War die Hartz-Reform auch ein Bertelsmann Projekt?<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>An den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern scheint diese Armut vorbeizugehen:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundesb&uuml;rger auf der Sonnenseite<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Demoskopie Allensbach gr&auml;bt etwas tiefer als die Beschreibung der politischen Stimmungslage.[1] Es erkl&auml;rt die Stabilit&auml;t der politischen Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse mit Verweis auf die gute Konjunktur und eine befriedigende Einkommensentwicklung. Die robuste Konjunktur in Deutschland pr&auml;gt mit jedem Jahr mehr die wirtschaftliche Lage und auch die Stimmungslage der B&uuml;rgerInnen. Noch nie zogen so viele B&uuml;rgerInnen eine positive Bilanz ihrer eigenen wirtschaftlichen Lage wie zurzeit: 60% stufen ihre finanzielle Situation als gut oder sogar sehr gut ein, nur noch 9% als schlecht.<br>\nDamit hat sich die materielle Zufriedenheit gegen&uuml;ber den Vorjahren noch einmal deutlich erh&ouml;ht. 2013 und 2014 war nur gut jeder Zweite mit den eigenen wirtschaftlichen Verh&auml;ltnissen zufrieden, in den Jahren zuvor weniger als die H&auml;lfte. Die Lage vieler Haushalte hat sich durch sinkende Arbeitslosigkeit und h&ouml;here Tarifabschl&uuml;sse, aber auch durch die niedrigeren Energie- und Kraftstoffkosten sp&uuml;rbar verbessert.<br>\nDie Gefahr, arbeitslos zu werden, ist weit in den Hintergrund ger&uuml;ckt. Zurzeit f&uuml;rchten nur noch 8% der westdeutschen und 12% der ostdeutschen Berufst&auml;tigen, sie k&ouml;nnten in den n&auml;chsten Monaten ihre Stelle verlieren. Vor zehn Jahren sah die Situation v&ouml;llig anders aus: 2005 hielten 32% der Westdeutschen und 45% der Ostdeutschen ihren Arbeitsplatz f&uuml;r nicht sicher, die Perspektiven der Wirtschaft wurden &uuml;berwiegend skeptisch gesehen.<br>\nAuch die Situation des eigenen Unternehmens wird von den in der Privatwirtschaft Besch&auml;ftigten heute so positiv eingesch&auml;tzt wie seit Jahrzehnten nicht. 66% haben den Eindruck, dass es ihrem Arbeitgeber gut oder sogar sehr gut geht; nur 6% erleben in ihrem Betrieb eine sehr schwankende Auftragslage; gerade mal 1% beschreibt die Lage als eindeutig schlecht. F&uuml;r die n&auml;chste Zeit ist die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit optimistisch: 50% der Besch&auml;ftigten in der Privatwirtschaft rechnen mit einer stabil guten Lage ihres Unternehmens, 27% sogar mit einer weiteren Verbesserung der Auftragslage. Insgesamt haben sich in den vergangenen 20 Jahren die B&uuml;rgerInnen wirtschaftlich nie vergleichbar sicher gef&uuml;hlt wie heute&hellip;.<br>\nViele W&auml;hler sind zwar stolz oder dankbar, dass Deutschland bislang der Krise trotzen konnte. Dennoch herrscht ein latentes Unbehagen im Land. Deutschland wird als ein bedrohtes Paradies erlebt, in dem Werte wie Gerechtigkeit langsam erodieren. Die Zukunft ist f&uuml;r die W&auml;hlerInnen derzeit nicht mit verhei&szlig;ungsvollen Vorstellungen verbunden, sondern sie erscheint haupts&auml;chlich als finstere Drohkulisse und Krisenszenario. Das Schreckgespenst der Krise lauert immer noch vor den Grenzen Deutschlands. &raquo;Der Wunsch, das bedrohte Paradies Deutschland aufrechtzuerhalten, eint derzeit die politischen Lager.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/bundesbuerger-auf-der-sonnenseite\/\">Sozialismus Aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Schreckgespenst Demografie<\/strong><br>\nRente mit 74 und K&uuml;ndigung des Generationenvertrages?<br>\nDie Bev&ouml;lkerung schrumpft und wird &auml;lter. Keine wirkliche Neuigkeit, die da Ende April aus Wiesbaden kam. Aber die Berechnungen der Statistiker befeuern regelm&auml;&szlig;ig jene, die Demografie und &Ouml;konomie in eins setzen, um anschlie&szlig;end die kollektive Organisation sozialer Sicherung als unfinanzierbaren Luxus zu disqualifizieren.<br>\nNach der 13. koordinierten Bev&ouml;lkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes lautet ein Modell-Szenario wie folgt [1]: Die Bev&ouml;lkerung Deutschlands schrumpft von 80,8 Millionen Personen (2013) auf 67,6 Millionen Personen im Jahr 2060. Der Bev&ouml;lkerungsr&uuml;ckgang geht einher mit einer Verschiebung des Altersaufbaus: Die Anzahl junger Menschen unter 20 Jahren sinkt von 14,7 Millionen auf nur noch 10,9 Millionen, die der &Auml;lteren ab 65 Jahren [ab 67 Jahren] [2] aufw&auml;rts steigt von 16,8 [15,1] Millionen auf 22,3 [20,6] Millionen. Und schlie&szlig;lich sinkt die Anzahl der Personen im mittleren Alter von 20 bis unter 65 [67] Jahren von 49,3 [51,0] Millionen auf 34,3 [36,1] Millionen&hellip;<br>\nIn Teilen der &Ouml;ffentlichkeit werden aus diesen Ergebnissen beeindruckend schlichte R&uuml;ckschl&uuml;sse gezogen auf eine &ouml;konomisch vermeintlich untragbare Belastung sowie (dadurch scheinbar legitimiert) die Unabwendbarkeit eines weiteren Abbaus sozialpolitischer Standards&hellip;.<br>\n&ndash; Zun&auml;chst einmal m&uuml;ssen von der mittleren Altersgruppe nicht nur die &Auml;lteren, sondern auch die J&uuml;ngeren &ouml;konomisch geschultert werden. Stellt man in Rechnung, dass sich auch der &raquo;Jugendquotient&laquo; leicht von 30 [29] Prozent auf 32 [30] Prozent erh&ouml;ht, so f&auml;llt der Anstieg des &raquo;Gesamtquotienten&laquo; (A) &ndash; also die Summe der Altersgruppe unter 20 Jahren und der ab 65 [67] Jahren im Verh&auml;ltnis zur mittleren Altersgruppe &ndash; bis zum Jahr 2060 von heute 64 [59] auf dann 97 [87] schon deutlich geringer aus. Der urspr&uuml;ngliche Zuwachs hat sich damit auf 51 [49] Prozent fast halbiert.<br>\n&ndash; Die mittlere Altersgruppe muss aber nicht nur die J&uuml;ngeren und die &Auml;lteren &raquo;tragen&laquo;, sondern selbstverst&auml;ndlich auch sich selbst; &ouml;konomisch hat sie die Reproduktion der gesamten Bev&ouml;lkerung sicher zu stellen. Unter diesem Aspekt &ndash; zahlenm&auml;&szlig;iges Verh&auml;ltnis der Gesamtbev&ouml;lkerung zur Bev&ouml;lkerung mittleren Alters &ndash; steigt der &raquo;Gesamtquotient&laquo; (B) von 164 [159] auf 197 [187] oder um nur noch 20 [18] Prozent. Der rechnerische Anstieg schrumpft noch einmal um mehr als die H&auml;lfte.<br>\n&ndash; Schlie&szlig;lich sind nicht alle Personen im erwerbsf&auml;higen Alter auch tats&auml;chlich erwerbst&auml;tig. &Ouml;konomisch entscheidender ist daher der &raquo;Gesamtquotient&laquo; (C) &ndash; das zahlenm&auml;&szlig;ige Verh&auml;ltnis der Gesamtbev&ouml;lkerung zur Anzahl der Erwerbst&auml;tigen der mittleren Altersgruppe. Nimmt man sehr zur&uuml;ckhaltend an, dass sich die Erwerbst&auml;tigenquote der mittleren Altersgruppe &ndash; also der Anteil der Erwerbst&auml;tigen an der gleichaltrigen Bev&ouml;lkerung &ndash; bis 2060 um f&uuml;nf Prozentpunkte erh&ouml;ht , so reduziert sich der Zuwachs weiter auf 13 Prozent.<br>\nDer vermeintlich untragbare &raquo;Belastungsanstieg&laquo; von anf&auml;nglich 90 [92] Prozent (&raquo;Altenquotient&laquo;) reduziert sich am Ende auf gerade noch 13 Prozent&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/info-grafiken\/demografische-belastung%20\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wo die Armen teurer leben<\/strong><br>\nVon Ferguson bis Baltimore: Ungerechtigkeit und Gewalt. Was ist blo&szlig; mit Amerika los? Versuch einer Erkl&auml;rung<br>\nEs war ein unheimliches Gef&uuml;hl, die Bilder aus Baltimore im Fernsehen anzuschauen. Als ich vor neun Monaten nach Amerika zog, um aus diesem Land zu berichten, unterbrach ich meine Wohnungssuche f&uuml;r einen Besuch in Ferguson. Gerade war der unbewaffnete junge Schwarze Michael Brown von einem wei&szlig;en Polizisten erschossen worden, Ausschreitungen waren die Folge. Jetzt sa&szlig; ich in meiner Wohnung und sah wieder solche Bilder. Dieses Mal war der junge Schwarze Freddie Gray in Baltimore w&auml;hrend eines Polizeitransports gestorben. Und wieder: Ausschreitungen.<br>\nSeit neun Monaten bin ich in Amerika, und alle paar Wochen ersch&uuml;ttert ein &auml;hnlicher Fall das Land.<br>\nAls ich damals nach Ferguson fuhr, wollte ich eine Stadt kennenlernen, und ich fand zwei. Das wei&szlig;e Ferguson mit einem Biomarkt, einer netten Weinbar und einer Mikrobrauerei. Und das schwarze Ferguson. Dort beherrschen 99-Cent-Shops, Nagelstudios und Alkoholl&auml;den das Bild. Ein Bild von Amerika, das viele nicht sehen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/19\/usa-rassismus-armut-baltimore-ferguson-new-york\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &Auml;hnliches k&ouml;nnte den L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union &ndash; und auch Deutschland &ndash; drohen. Zurecht fordert der Kabarettist Volker Pispers: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=chK2KHGx_yo\">Wir m&uuml;ssen den Zug anhalten<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Daraus zwei Zitate:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em>&bdquo;Die einzige sozialpolitische Ma&szlig;nahme ist wegsperren. In den USA sitzen pro tausend Einwohner mehr Menschen im Knast als in jedem anderen Land der Welt inklusive Nordkorea und China. Und obwohl so viele Menschen in den USA eingesperrt sind (&hellip;) ist die Haupttodesursache f&uuml;r junge Amerikaner Mord.&ldquo;<\/em><\/li>\n<li><em>&bdquo;Jedes Jahr werden &uuml;ber 30.000 Amerikaner auf offener Stra&szlig;e erschossen. Das sind &uuml;ber 80 am Tag. 80 Tote am Tag &ndash; das nennen die im Irak B&uuml;rgerkrieg. Das ist es in den USA auch: Kapitalismus im Endstadium ist B&uuml;rgerkrieg. Nur dass nicht die Armen gegen die Reichen k&auml;mpfen, sondern die Armen schie&szlig;en sich gegenseitig &uuml;ber den Haufen mit den Waffen die die Reichen ihnen noch verkauft haben.&ldquo;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;An einer demokratiefreien Zone wird bereits gearbeitet&rdquo;<\/strong><br>\nChristian N&uuml;rnberger &uuml;ber den Zustand der Berliner Republik. Teil 1<br>\nIn seinem Buch Die verkaufte Demokratie legt der Journalist Christian N&uuml;rnberger die Zusammenh&auml;nge dar, wie die zivilisatorischen Errungenschaften der Nachkriegszeit, von willf&auml;hrigen Politikern unterst&uuml;tzt, St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck dem Markt geopfert werden. Dabei setzt sich der SPD-Politiker und Ehemann der Fernsehmoderatorin Petra Gerster auch mit der Frage auseinander, wie die verloren gegangene Macht von den B&uuml;rgern wieder zur&uuml;ckerobert werden k&ouml;nnte.<br>\nHerr N&uuml;rnberger, wenn wir in Sachen marktkonformer Demokratie nach vorne in das Land Chile im Jahr 1973 blicken: Wie viel Demokratie k&ouml;nnen sich unsere M&auml;rkte heutzutage noch leisten?<br>\nChristian N&uuml;rnberger: : Immer weniger. Nehmen Sie nur Facebook, Google und das ganze Big-Data-Business als Beispiel. Deren Gesch&auml;ftsgrundlage beruht auf der fortgesetzten Aushebelung unseres Grundrechts auf informationeller Selbstbestimmung. Wenn die EU es wagte, diesen Konzernen samt aller Trittbrettfahrer die Datenspionage zu untersagen, w&auml;re nicht nur ein Milliardengesch&auml;ft kaputt, sondern w&auml;ren auch Hunderttausende von Arbeitspl&auml;tzen weg. Das wagt kein Politiker. Ein Merkmal unserer Zeit ist ja, dass diejenigen, die wir per Stimmzettel mit Macht ausstatten, von dieser Macht kaum noch Gebrauch machen, und wenn sie es aber doch versuchen sollten, scheitern, weil sie es mit Kr&auml;ften zu tun bekommen, die m&auml;chtiger und st&auml;rker sind als sie.<br>\nUnd das Merkw&uuml;rdige ist, dass diese Ungeheuerlichkeit noch kein einziges Mal Thema einer Talkshow war, obwohl das Faktum seit 1998 allen bekannt sein k&ouml;nnte. Damals hat auf einer Party in einem der h&ouml;chsten Hochh&auml;user Deutschlands der damalige Dresdner-Bank-Vorstand Ernst-Moritz Lipp mit Blick auf rund 500 feiernde Finanzstrategen und Topleuten aus der Wirtschaft gesagt: &ldquo;Deutschland ist ein Supertanker, aber im F&uuml;hrerh&auml;uschen sitzt nicht der Bundeskanzler, sondern da sitzen die Leute, die hier auf dem Podium sind!&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44622\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Journalismus nach dem Modell Amazon<\/strong><br>\nWer diesen Artikel liest, k&ouml;nnte etwas kaufen: Jeff Bezos krempelt die &bdquo;Washington Post&ldquo; mit einem Team von Softwarespezialisten um. Die Grenze zur PR wird flie&szlig;end, jeder Artikel zur Ware.<br>\nAls der Amazon-Gr&uuml;nder Jeff Bezos im August 2013 f&uuml;r 250 Millionen Dollar die &bdquo;Washington Post&ldquo; &uuml;bernahm, fragte man sich, was er mit der Zeitung wohl anfangen wolle. Der Online-H&auml;ndler und das Flaggschiff der amerikanischen Presse, das Reporter wie Ben Bradlee hervorbrachte und die Watergate-Aff&auml;re aufdeckte, das schien nicht so recht zusammenzupassen. Doch allm&auml;hlich zeichnet sich eine Strategie ab. Zun&auml;chst wurde bekannt, dass die App der Zeitung auf alle Amazon-Leseger&auml;te kommt. Und nun will die &bdquo;Washington Post&ldquo; selbst ein Software-Provider werden. Wie die &bdquo;Financial Times&ldquo; berichtet, steht die Zeitung in Gespr&auml;chen, ihre f&uuml;r die Online-Ausgabe entwickelte Software zu lizenzieren und Kunden gegen eine Nutzungsgeb&uuml;hr anzubieten. Einige Regional- und Studentenzeitungen setzen schon auf das System der &bdquo;Washington Post&ldquo;.<br>\nJeff Bezos begreift Journalismus als Service f&uuml;r Amazon. Unter seiner Regie wurden zwanzig Software-Ingenieure eingestellt. Die Datenspezialisten haben j&uuml;ngst eine Handreichung namens &bdquo;Clavis&ldquo; (Schl&uuml;ssel) entwickelt, das Artikel mit Hilfe einer Schlagwortanalyse im Browserverlauf empfiehlt. Der Algorithmus wurde nach der Produktempfehlung von Amazon modelliert. Zwar unterscheiden sich die Artikelempfehlungen in der Rubrik &bdquo;The Post Recommends&ldquo; rein &auml;u&szlig;erlich nicht von denen anderer Nachrichtenseiten. Doch die Logik ist dieselbe wie beim Versandh&auml;ndler. Und daf&uuml;r braucht die Zeitung Daten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/jeff-bezos-krempelt-die-washington-post-um-13582516.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Sauberer Plan f&uuml;r Kohle-Aus<\/strong><br>\nWir brauchen keine Kohlekraftwerke, um den Strompreis stabil zu halten. Und auch die Energieversorgung kann mit Erneuerbaren gew&auml;hrleistet werden, das zeigt eine Greenpeace-Studie.<br>\nKohlekraftwerke sind f&uuml;r &uuml;ber 40 Prozent der deutschen CO2 Emissionen verantwortlich; auch andere sch&auml;dliche Stoffen wie etwa Quecksilber entweichen ihren Schloten. Auch deshalb m&uuml;ssen wir aus der Kohle aussteigen.<br>\nDoch ist unsere Stromversorgung mit deutlich weniger Kohlekraftwerken gesichert? Wie teuer ist der Kohleausstieg? Und wie w&uuml;rde der Strommarkt darauf reagieren? Diese Fragen untersucht eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie. Als Szenario daf&uuml;r wurde die Abschaltung von 36 alten und besonders CO2-intensiven Kohlekraftwerken simuliert.<br>\nDie Meiler haben eine Gesamtleistung von 15 Gigawatt, was etwa der H&auml;lfte der Leistungen der Braunkohle- und einem F&uuml;nftel der aller Steinkohlekraftwerke entspricht. Diese Kraftwerke w&uuml;rden lediglich ans Netz gehen, wenn nicht gen&uuml;gend Strom am Markt verf&uuml;gbar w&auml;re. Ansonsten w&uuml;rden sie stillstehen.<br>\nDas Ergebnis der Simulation ist durchweg positiv: Auch in einem solchen Szenario w&auml;re die Stromversorgung bundesweit gesichert. Die Kohlereserven k&auml;men derzeit gar nicht zum Einsatz; erst wenn im Jahr 2023 alle Atomkraftwerke vom Netz sind, w&uuml;rde lediglich rund ein Viertel der Kraftwerke f&uuml;r wenige Stunden im Jahr gebraucht. Das zeigt: Viele Kohlekraftwerke k&ouml;nnten direkt abgeschaltet werden und m&uuml;ssten nicht einmal als Reserve vorgehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/energiewende\/fossile-energien\/sauberer-plan-fur-kohle-aus\">Greenpeace<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Revising U.S. &ndash; Grand Strategy Toward China<\/strong><br>\nRobert D. Blackwill and Ashley J. Tellis, the authors of this Council Special Report, reach a conclusion considerably closer to the first of these two propositions. &ldquo;China represents and will remain the most significant competitor to the United States for decades to come,&rdquo; they write, judging that &ldquo;the likelihood of a long-term strategic rivalry  between Beijing and Washington is high.&rdquo; They also argue that China has not evolved into the &ldquo;responsible stakeholder&rdquo; that many in the United States hoped it would. To the contrary, Blackwill and Tellis see China as having adopted a grand strategy for itself that is meant to increase state control over Chinese society and, beyond its borders, to pacify its periphery, cement its status in the international system, and replace the United States as the most important power in Asia.<br>\nWhat flows from this assessment is nothing less than a call on their part for &ldquo;a new grand strategy toward China that centers on balancing the rise of Chinese power rather than continuing to assist its ascendancy.&rdquo; The two authors acknowledge that this new policy &ldquo;cannot be built on a bedrock of containment&rdquo;; they also say that policymakers cannot simply jettison the prevailing policy of integration. But they do advocate what they describe as &ldquo;crucial changes to the current policy in order to limit the dangers that China&rsquo;s economic and military expansion pose to U.S. interests in Asia and globally.&rdquo;<br>\nStated somewhat differently, the authors recommend a new U.S. policy of balancing China that would in effect change the balance of current U.S. policy, in the process placing less emphasis on support and cooperation and more on pressure and competition. There would be less hedging and more active countering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/carnegieendowment.org\/files\/Tellis_Blackwill.pdf%20\">Robert D. Blackwill Ashley J. Tellis in Council on Foreign Relations Report 72, March 2015<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In dem Report wird argumentiert, dass die Phase einer Zusammenarbeit mit China von einem strategischen Wettbewerb abgel&ouml;st werde. China sei in der Lage den asiatischen Kontinent zu dominieren, was die Ziele der USA untergrabe. Deshalb sollten die USA ihre Verteidigungsf&auml;higkeit st&auml;rken, seine Machtoptionen auch den Widerstand Chinas durchsetzen zu k&ouml;nnen.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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