{"id":26060,"date":"2015-05-11T12:25:27","date_gmt":"2015-05-11T10:25:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26060"},"modified":"2024-08-29T16:16:08","modified_gmt":"2024-08-29T14:16:08","slug":"der-terror-der-geheimdienste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26060","title":{"rendered":"Der Terror der Geheimdienste"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150511_ulla_jelpke.png\" alt=\"Ulla Jelpke\" title=\"Ulla Jelpke\"><\/div><p>Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst, Milit&auml;rischer Abschirmdienst &ndash; die Liste der deutschen Geheimdienste ist lang. Und in Skandale und illegale Machenschaften scheinen sie allesamt verstrickt. Unterminiert das nicht wirklich kontrollierte Agieren der Dienste wom&ouml;glich unsere Demokratie? Zu diesen Fragen sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit der Bundestagsabgeordneten <strong>Ulla Jelpke<\/strong>, die in der Linksfraktion zu Sicherheits- und Grundrechtsfragen t&auml;tig ist.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Frau Jelpke, Sie kritisieren seit Langem die Geheimdienste im Land. Warum? Die Dienste besch&uuml;tzen uns doch vor Terror und anderer Gefahr&hellip;<\/strong><\/p><p>Und ans Sandm&auml;nnchen glauben Sie wahrscheinlich auch&hellip;<\/p><p><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/p><p>Ich kann mich an keinen Fall erinnern, in dem nachgewiesen wurde, dass die Geheimdienste wirklich einen Terroranschlag verhindert haben. Aber es gibt viele F&auml;lle, in denen sich die Geheimdienste selbst als Rechtsbrecher erwiesen haben. <\/p><p>Die aktuellen Berichte, wonach der BND Erkenntnisse zu europ&auml;ischen B&uuml;rgern und Konzernen an die NSA &uuml;bermittelt hat, sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Hier wurde jeder rechtsstaatliche Grundsatz verletzt: Von Grundrechten &uuml;ber das informationelle Selbstbestimmungsrecht bis hin zu den Interessen der Konzerne. <\/p><p>Nicht, dass mir das Interesse von R&uuml;stungsschmieden an der Geheimhaltung ihrer Gesch&auml;fte besonders am Herzen liegen w&uuml;rde &ndash; ich h&auml;tte gar nichts dagegen, wenn deren dunkle Gesch&auml;fte ans Tageslicht k&auml;men. Aber darum ging es ja nicht, sondern nur um Wirtschaftsspionage zugunsten der USA. Dass sich der BND dazu bereitgefunden hat, und das angeblich keiner gemerkt haben will, ist f&uuml;r mich ein klares Zeichen daf&uuml;r, dass er sich keinen Deut um seine rechtlichen Kompetenzen schert, sondern vielmehr wie ein Staat im Staate agiert.<\/p><p><strong>&bdquo;Staat im Staate&ldquo; meint dabei was genau?<\/strong><\/p><p>Dass es praktisch keine M&ouml;glichkeiten gibt, zu kontrollieren, was der BND, und die anderen Geheimdienste, eigentlich treiben. Es gibt zwar interne und externe Kontrollinstanzen, insbesondere das Parlamentarische Kontrollgremium im Bundestag und jetzt auch einen Untersuchungsausschuss. Aber die sind zu einer wirklichen Kontrolle &uuml;berhaupt nicht in der Lage. Dem Untersuchungsausschuss etwa werden Akten vorenthalten oder geschw&auml;rzt vorgelegt, h&auml;ufig auch erst in letzter Minute zugestellt.  Die wirklich brisanten Meldungen &uuml;ber Skandale sind ja bislang immer von investigativen Journalisten in Zusammenarbeit mit Whistleblowern in die &Ouml;ffentlichkeit gelangt. Das hat mit einem rechtsstaatlich abgesicherten und effektiven Kontrollverfahren nat&uuml;rlich nichts zu tun. <\/p><p>Wenn ich aber einen Geheimdienst mit einem Budget von einigen Hundert Millionen Euro habe, der genau wei&szlig;, dass er von au&szlig;en, sprich: von der zivilen &Ouml;ffentlichkeit und dem Parlament, v&ouml;llig abgeschottet ist, muss ich mich auch nicht wundern, dass er von diesem Freibrief auch Gebrauch macht und tut und l&auml;sst, was er f&uuml;r richtig h&auml;lt.<\/p><p>Ich will damit nicht sagen, dass andere staatliche Institutionen alle supergut kontrolliert oder transparent w&auml;ren. Aber es gibt schon Unterschiede. Ich erlebe das ja auch in meiner parlamentarischen Arbeit immer wieder: Da kann ich von der Bundesregierung im Rahmen so genannter &bdquo;Kleiner Anfragen&ldquo; Auskunft &uuml;ber Details des Regierungshandelns bzw. von Erkenntnissen der Regierung verlangen, etwa was die Bundespolizei im Ausland so treibt. Die bekomme ich auch, wenn auch manchmal mit Widerstreben und nicht so ausf&uuml;hrlich wie ich das f&uuml;r n&ouml;tig halte. Aber wenn es um Geheimdienste geht, werden sofort die Jalousien runtergelassen: Absolute Geheimhaltung, nicht einmal im Geheimschutzbunker darf ich mir Unterlagen ansehen, weil angeblich Gefahr f&uuml;r den Fortbestand der westlichen Zivilisation best&uuml;nde. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote><p>\n&bdquo;Wie uns angeblich noch keiner &ndash; um mit Bismarck zu reden &ndash; den preu&szlig;ischen Leutnant nachgemacht hat, so hat uns in der Tat noch keiner den preu&szlig;isch-deutschen Militarismus ganz nachzumachen vermocht, der da nicht nur Staat im Staate, sondern geradezu ein Staat &uuml;ber dem Staat geworden ist (&hellip;).&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Karl Liebknecht<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und diese Probleme haben derlei Institutionen grunds&auml;tzlich? Also auch der VS, der MAD und wie sie alle hei&szlig;en; auf alle trifft dasselbe zu?<\/strong><\/p><p>Klar, die k&ouml;nnen ja genauso wenig kontrolliert werden. Der MAD ist ja ein vergleichsweise kleiner Dienst, der wenig Schaden anrichtet. In den Auslandseins&auml;tzen ist sowieso schon der BND f&uuml;r die geheimdienstliche Aufkl&auml;rung zust&auml;ndig, der MAD agiert nur innerhalb der Bundeswehrcamps. Da wird ja auch von Seiten der herrschenden Regierungsparteien immer wieder eine Einsparung vorgeschlagen. Allerdings fordert auch der MAD jetzt mehr Vollmachten zur &Uuml;berpr&uuml;fung von Bundeswehrrekruten &ndash; angeblich, um bereits im Vorfeld Salafisten erkennen zu k&ouml;nnen, die nur zur Bundeswehr gehen, um dort eine Kampfausbildung zu erhalten.<\/p><p>Und was den Verfassungsschutz angeht:  Wir wissen ja mittlerweile, dass der einen aktiven Part dabei hatte, den Naziterroristen, die sp&auml;ter beim NSU mordeten, den R&uuml;cken frei zu halten. Die haben denen Geld und falsche Ausweise verschafft und sie vor polizeilichen Ermittlungen bewahrt.<\/p><p><strong>Verstehe ich recht: Sie sprechen nicht &ndash; wie andere &ndash; von &bdquo;Ermittlungspannen&ldquo;, sondern sagen: Der Verfassungsschutz hat diesen faschistischen Terror mutwillig erm&ouml;glicht und hiernach dann gedeckt?<\/strong><\/p><p>Ich wei&szlig;, dass das ein harter Vorwurf ist. Und beweisen l&auml;sst sich so etwas nat&uuml;rlich derzeit noch nicht. Ich kann nur von den bislang bekannten Tatsachen und Indizien ausgehen. So war nahezu jedes zehnte Mitglied der Neonazikameradschaft Th&uuml;ringer Heimatschutz, dem die sp&auml;teren NSU-Terroristen in den 90er Jahren angeh&ouml;rten, V-Mann eines Geheimdienstes. Und auch der Chef des Heimatschutzes, Tino Brandt, arbeitete f&uuml;r den Th&uuml;ringer Verfassungsschutz und bezog daf&uuml;r einen Agentenlohn von 200.000 Mark. Quasi vor den Augen des Verfassungsschutzes bzw. seiner V-Leute konnte das NSU-Trio dann abtauchen, als wegen Bombenfunden gegen die drei ermittelt wurde. Der Verfassungsschutz versuchte, ihnen Geld f&uuml;r falsche Papiere zukommen zu lassen &ndash; und auch die Ausweise, die sie dann verwendeten, sollen aus Geheimdienstbest&auml;nden stammen. &Uuml;ber seine V-Leute war der Verfassungsschutz zumindest am Anfang eigentlich st&auml;ndig &uuml;ber den Aufenthalt des Trios informiert. Und dann haben wir den hessischen Verfassungssch&uuml;tzer Andreas Temme mit dem bezeichnenden Spitznamen &bdquo;Klein Adolf&ldquo;, der nicht nur angeblich zuf&auml;llig w&auml;hrend eines NSU-Mordes am Betreiber eines Kasseler Internetcaf&eacute;s anwesend war, von diesem aber nichts bemerkt haben will, sondern ebenfalls in unmittelbar zeitlicher N&auml;he zu weiteren NSU-Morden Telefonkontakte zu seinem V-Mann aus der militanten Naziszene unterhielt. Wie aus einem Abh&ouml;rprotokoll der Polizei hervorging, ermahnte der Geheimschutzbeauftragte des Verfassungsschutzes in Hessen Temme vor der Polizeivernehmung mit den Worten &bdquo;Ich sage ja jedem: Wenn er wei&szlig;, dass irgendwo so etwas passiert, dann nicht vorbeifahren.&ldquo; Dass die Geheimdienste hier etwas zu verbergen haben, wird auch durch die umfangreiche Aktenschredderei nach Auffliegen der NSU-Zelle deutlich. Und inzwischen sind mehrere, zum Teil sehr junge Zeugen einschlie&szlig;lich V-Leuten pl&ouml;tzlich verstorben. <\/p><p>&Uuml;ber m&ouml;gliche Motive bei den Verfassungssch&uuml;tzern k&ouml;nnen wir auch nur Mutma&szlig;ungen anstellen. Im harmloseren Fall wollten Geheimdienstler vielleicht ihre Quellen &ndash; also ihre V-Leute &ndash; nicht gef&auml;hrden und haben darum nicht eingegriffen. Sie hofften, vielleicht, nach weiterem Abwarten ein gro&szlig;es Nazinetzwerk aufrollen zu k&ouml;nnen. Sollte das der Plan gewesen sein, dann ist das nat&uuml;rlich gr&uuml;ndlich danebengegangen. 10 Tote durch den NSU sind einfach ein zu hoher Preis daf&uuml;r. <\/p><p>Ich m&ouml;chte allerdings nicht ausschlie&szlig;en, dass hier eine Fraktion im Geheimdienst selbst aus dem Ruder gelaufen ist. Also eine faschistische Fraktion oder einzelne Verfassungsschutzmitarbeiter, die hier Killer aus der Nazi-Szene als M&auml;nner f&uuml;rs Grobe rekrutieren wollten und daher den NSU an der langen Leine laufen lie&szlig;en. Es w&auml;re ja nicht das erste Mal, dass sich der Staat auch solcher Mittel bediente. Ich erinnere da etwa an die NATO-Geheimarmee Gladio, die in allen NATO-Staaten &ndash; auch in der Bundesrepublik &ndash; existierte, zum Teil auch mit Beteiligung von Faschisten. Urspr&uuml;nglich f&uuml;r den Fall einer sowjetischen Invasion zum Kampf hinter den feindlichen Linien gedacht, sollten Gladio-Kr&auml;fte sp&auml;ter auch gegen vermeintliche innere Feinde &ndash; Kommunisten aber auch Sozialdemokraten &ndash; vorgehen, um eine politische Linksentwicklung zu verhindern. Zu diesem Vorgehen geh&ouml;rten auch Terroranschl&auml;ge und False-Flag-Operationen, wie wir sie insbesondere aus Italien kennen, wo Gladio ja auch hinter dem Anschlag auf den Bahnhof von Bologna im Jahr 1980 steckte. Im gleichen Jahr kam es dann zu einem Anschlag eines Neonazis auf das M&uuml;nchner Oktoberfest, f&uuml;r den es ebenfalls Hinweise auf eine Gladio-Verbindung gibt. <\/p><p><strong>Das w&auml;re dann ja w&ouml;rtlich das, was in Teilen der Linken &uuml;blicherweise unter dem Begriff &bdquo;Staat im Staate&ldquo; adressiert wird: Geheimdienste, die vorgeben, die B&uuml;rger zu sch&uuml;tzen, im Zweifelsfall aber vielmehr &ndash; zur Wahrung der Interessen einer kleinen, m&auml;chtigen Minderheit im Staate &ndash; selbst extralegal Verbrechen decken, zu solchen anstiften, t&ouml;ten oder gar Terror inszenieren. In der interessierten &Ouml;ffentlichkeit leidlich bekannt sind da etwa die Geschehnisse um das &bdquo;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Celler_Loch\">Celler Loch<\/a>&ldquo;, die Forschungen von Daniele Ganser zu besagten NATO-Armeen Geheimarmeen sowie der k&uuml;rzliche Zusammenbruch des L&uuml;gengeb&auml;udes um den <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!109997\/\">Flugzeugabsturz von Ustica 1980<\/a>. Lassen Sie mich daher fragen: Wem dienen die Dienste Ihrer Einsch&auml;tzung nach denn &hellip;hier? Wenn ich mich recht erinnere, war es etwa der Verfassungsschutz, der einst bei BILD ein- und ausging und Hand in Hand mit Springer daran arbeitete, G&uuml;nter Wallraff politisch mundtot zu machen&hellip; Aber es ist ein paar Jahre her, dass ich das las &ndash; und vielleicht irre ich mich auch.<\/strong><\/p><p>Ich w&uuml;rde weniger fragen, <em>wem<\/em>, sondern vielmehr, wozu die Geheimdienste dienen. Denn ihre Aufgabe ist letztlich wie bei allen Sicherheitsbeh&ouml;rden des b&uuml;rgerlichen Staates die Aufrechterhaltung der kapitalistischen Ordnung und der Schutz der Privilegien der Besitzenden. Das verbirgt sich hinter dem vielbem&uuml;hten Schutz der Freiheitlich-Demokratischen Grundordnung, die in Wirklichkeit eine einseitige antisozialistische Auslegung des Grundgesetzes darstellt. <\/p><p>Klar war von Anfang an, dass f&uuml;r den Verfassungsschutz der Feind links steht. Er wurde ja zur Hochzeit des Kalten Krieges gegr&uuml;ndet. Seilschaften von Altnazis aus Gestapo, SD und SS gewannen zuerst als freie Mitarbeiter und sp&auml;ter verbeamtet erheblichen Einfluss. Sie wurden aufgrund ihrer im Faschismus gewonnenen Erfahrung bei der Bek&auml;mpfung des Kommunismus gebraucht. Und beim BND sieht es nicht viel anders aus, nur dass dieser Dienst weniger f&uuml;r den Kampf gegen linke, kapitalismuskritische Entwicklungen im Inland zust&auml;ndig ist. Er k&uuml;mmert sich vielmehr um die  Durchsetzung deutscher Macht-Interessen in aller Welt. Das hei&szlig;t, darum, dass &bdquo;unser&ldquo; Zugang zu Rohstoffen und M&auml;rkten, also die Auspl&uuml;nderung anderer L&auml;nder, nicht von dortigen Befreiungsbewegungen, antiimperialistischem Widerstand oder antikolonialen Ma&szlig;nahmen linker Regierungen gest&ouml;rt wird. <\/p><p>Zur Bek&auml;mpfung linker Bewegungen im Inland geh&ouml;rt aber nicht nur ihre <em>geheime<\/em> Bespitzelung durch die Geheimdienste. Das sieht man etwa an der Partei DIE LINKE. Die wurde bis vor kurzem ganz offen beobachtet, angeblich nur unter Auswertung &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher Quellen. Heute werden &bdquo;nur noch&ldquo; die vermeintlich extremistischen Zirkel beobachtet, zu denen etwa die AG Cuba Si geh&ouml;rt. Nur ist klar: Staatsgef&auml;hrdende Umtriebe gehen von der LINKEN nicht aus. Warum also die Beobachtung? Ich glaube, hier steht vor allem der Aspekt von Einsch&uuml;chterung und Diffamierung im Vordergrund. Die Bundesregierung setzt darauf, alles, was auch nur im Verdacht steht, antikapitalistisch zu sein, zum Paria zu machen, zu Schmuddelkindern, mit denen wahre Demokraten nicht spielen d&uuml;rfen. So k&ouml;nnten sich einfache B&uuml;rger etwa gehemmt sehen, Wahlkreisb&uuml;ros von LINKEN aufzusuchen, weil sie Sorge haben, dann selbst in den Fokus des Geheimdienstes zu geraten. Das gleiche Konzept verfolgt die ewige Vorfeld-Kriminalisierung beispielsweise von Gipfelprotesten, die als &bdquo;extremistisch&ldquo; verteufelt werden, um sie m&ouml;glichst klein zu halten. <\/p><p>Der Erfolg dieser Taktik ist allerdings fraglich &ndash; ich habe die Hoffnung, dass immer mehr Menschen erkennen, dass der Kapitalismus keineswegs unter Verfassungsschutz steht und Opposition zu diesem Ausbeutungssystem nicht nur berechtigt, sondern auch notwendig ist.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote><p>\n&bdquo;Also haben wir es sowohl mit einem Geheimdienst- als auch mit einem Regierungsskandal zu tun. Skandal? Das klingt so wie Ausnahme, Einzelfall oder Ausrei&szlig;er. Doch davon m&uuml;ssen wir uns verabschieden &ndash; denn die zahlreichen &bdquo;Skandale&ldquo;, von denen wir seit Snowdens Enth&uuml;llungen, seit Aufdeckung der NSU-Mordserie und der Verwicklungen des &bdquo;Verfassungsschutzes&ldquo; in Neonaziszenen erfahren mussten, f&uuml;hren uns deutlich vor Augen: Diese Skandale haben System, und dieses System ist ein Geheimsystem, das mit den technologischen M&ouml;glichkeiten des digitalen Zeitalters Gesellschaften und Demokratien auf immer aggressivere Weise durchsetzt. Der &bdquo;tiefe Staat&ldquo; l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. Daf&uuml;r verantwortlich sind Bundesregierungen und Parlamentsmehrheiten, die dieses System aufrechterhalten und es wuchern lassen &ndash; trotz aller Gef&auml;hrdungen des demokratischen Rechtsstaats und seiner B&uuml;rger, trotz millionenfacher Verletzung ihrer Freiheitsrechte und Privatsph&auml;re.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Rolf G&ouml;ssner in: &bdquo;<a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-BND-und-NSA\/!159201\/\">BND und NSA Eine grauenhafte Allianz<\/a>&ldquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und welche Funktion spielt die &bdquo;Extremismustheorie&ldquo; bei alledem?<\/strong><\/p><p>Nun, die Bundesregierung, vor allem die Unionsfraktion, ist ja eine gro&szlig;e Verfechterin des &bdquo;Extremismusansatzes&ldquo;, sprich der Gleichsetzung von Rechts- und Links-Extremisten. Nur konsequent also, dass das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz im Oktober 2011 ein Aussteigerprogramm Links ins Leben gerufen hat. Eines f&uuml;r Nazis gibt es ja schon, also musste auch eines f&uuml;r Linke her. <\/p><p>Die Hilfsangebote umfassen prinzipiell auch Hilfe bei der Wohnungssuche und beim Umzug &ndash; falls eben jemand aus einer linken WG raus will. Im Wesentlichen, so meint die Bundesregierung, besteht die Funktion des Geheimdienstes dabei darin, &bdquo;als Gespr&auml;chspartner&ldquo; zu dienen; f&uuml;r Leute, die &bdquo;kaum &uuml;ber soziale Kontakte au&szlig;erhalb der Szene&ldquo; verf&uuml;gen. Wer Angst hat, keine Freunde mehr zu haben, wenn er die 1.-Mai-Demo meidet und nicht mehr zum Antifa-Plenum geht, soll also seinen Kontaktmann beim Verfassungsschutz anrufen &ndash; eine ziemlich absurde Vorstellung. <\/p><p>Ich habe mich in zwei parlamentarischen Anfragen nach diesem Programm erkundigt und konnte feststellen: Der Arbeitsaufwand f&uuml;r den Verfassungsschutz h&auml;lt sich in engen Grenzen. Im ersten Jahr gab es immerhin noch 33 Kontaktaufnahmen. Die meisten Anrufer waren allerdings Scherzbolde oder Journalisten. In drei F&auml;llen folgten pers&ouml;nliche Gespr&auml;che, und am Ende hat, nach Regierungsangaben, ein &ndash; ich wiederhole: <em>ein<\/em> &ndash; junger Mann in Bayern mit Hilfe des Verfassungsschutzes die autonome Szene verlassen. Inwiefern die geheimdienstliche Unterst&uuml;tzung dabei ausschlaggebend war, kann ich nicht genau sagen. Der Erfolg des ersten Jahres konnte jedenfalls nicht wiederholt werden: Im Jahr 2013 gab es nur noch f&uuml;nf Kontaktaufnahmen und keinen einzigen Aussteiger mehr. Das Programm verl&auml;uft damit ganz zu meiner Zufriedenheit: Im Sande.<\/p><p><strong>All das ist dann wohl auch der Grund, warum einige Linke meinen, &bdquo;Geheimdienste&ldquo; seien mit einem demokratischen Rechtsstaat per se nicht zu vereinbaren und sollten daher aufgel&ouml;st werden, was andere wiederum f&uuml;r utopisch oder gar verr&uuml;ckt halten, da diese der Auffassung sind, die Dienste besch&uuml;tzen sie doch. Wie sehen Sie das? Was w&auml;re Ihre Option?<\/strong><\/p><p>Man muss zun&auml;chst einmal klarmachen, dass die Geheimdienste keinen Schutz gew&auml;hren, sondern eine allt&auml;gliche Bedrohung sind. Sie geben vor, die Freiheit zu verteidigen, aber was sie tats&auml;chlich tun, ist, Grunds&auml;tze der Freiheit, des Rechts, der Privatsph&auml;re usw. immer wieder zu verletzen. Und das sind keine Ausrutscher, sondern das ist System, wobei ich behaupten w&uuml;rde, dass das im Wesen von Geheimdiensten generell liegt. Auch die Staatssicherheit der DDR unterlag keiner gesellschaftlichen Kontrolle und keiner Transparenz und hatte deswegen ihre bekannten Ausw&uuml;chse. Genutzt hat sie am Ende sowieso nichts. <\/p><p>Meine Position ist und bleibt daher, dass es in einer Demokratie keine Bereiche geben darf, in denen staatliche Organe klandestin und ohne effektive Kontrolle agieren, denn das bedeutet zwangsl&auml;ufig, dass sie auch jenseits von Recht und Gesetz agieren.<\/p><p><strong>Wie aber sollte es ohne sie gehen?<\/strong><\/p><p>So, wie es in einem Rechtsstaat auch vorgesehen ist: F&uuml;r die Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung ist die Polizei zust&auml;ndig. Wenn ihr Anhaltspunkte bekannt sind, dass jemand einen Anschlag plant, kann sie beim zust&auml;ndigen Gericht eine Telekommunikations&uuml;berwachung beantragen usw. usf. Wer sagt denn, dass das nicht ausreichend ist? <\/p><p>Ich warne jedenfalls davor, einen Mittelweg in Form eines &bdquo;gez&auml;hmten&ldquo; Geheimdienstes f&uuml;r realistisch zu halten. Denn den gibt es nicht. Gleichzeitig geht keiner der parlamentarischen Reformvorschl&auml;ge, die ich kenne, wirklich soweit, die Geheimdienste auch nur jenem Ma&szlig; an Kontrolle zu unterwerfen, das f&uuml;r die Polizei verbindlich ist. Die Vorschl&auml;ge ersch&ouml;pfen sich vielmehr darin, Regelungen zu ersinnen, welche die Herausnahme der Geheimdienste aus dem rechtsstaatlichen Transparenzgebot nur anders organisieren und begr&uuml;nden. Da sollen dann beispielsweise das Parlamentarische Kontrollgremium durch neue Mitarbeiterposten verst&auml;rkt und Oppositionsrechte gest&auml;rkt werden. <\/p><p>Die SPD hat in einem Papier sogar mal behauptet, ein Umzug des Verfassungsschutzes von K&ouml;ln nach Berlin w&auml;re schon ein Gewinn f&uuml;r die Demokratie, weil an der Spree ein demokratischerer Geist wehe. Das ist nat&uuml;rlich Quatsch. Die Frage, die wir uns stellen m&uuml;ssen, ist vielmehr jene: Wollen wir, dass eine Beh&ouml;rde mit einem Millionenbudget im Verborgenen agiert, ihr damit also auch weitere Straftaten m&ouml;glich sind, oder wollen wir die Demokratie tats&auml;chlich sch&uuml;tzen &ndash; was, wie ich meine, mit Anti-Demokratie nicht m&ouml;glich ist?<\/p><p><strong>Sie w&uuml;rden die Dienste also aufl&ouml;sen?<\/strong><\/p><p>Ja, unbedingt. Denn, wie gesagt: Der Schutz der Verfassung, wenn er denn ernst genommen wird, ist ja eine absolut notwendige Sache. Und mit dieser Position bin ich auch nicht allein: Die Linksfraktion hat Mitte April einen <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/046\/1804682.pdf\">Antrag<\/a> in den Bundestag eingebracht, der darauf hinausl&auml;uft, den sich &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; nennenden Inlandsgeheimdienst abzuschaffen. <\/p><p>Wir wollen das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz abwickeln und stattdessen eine &bdquo;Koordinierungsstelle zur Dokumentation neonazistischer, rassistischer und antisemitischer Einstellungen und Bestrebungen sowie sonstiger Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit&ldquo; schaffen. Die soll, wie es auch im Grundgesetz vorgesehen ist, Unterlagen &uuml;ber einschl&auml;gige verfassungsfeindliche Bestrebungen sammeln und f&uuml;r ihre koordinierte Weiterleitung sorgen, etwa an die Polizeien der L&auml;nder. Sie ist aber ausdr&uuml;cklich <em>nicht<\/em> zur eigenst&auml;ndigen Erhebung von Informationen befugt, und zwar weder aus geheimen Beobachtungen noch aus &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Quellen. Damit unterscheidet sie sich fundamental vom geheimdienstlichen Verfassungsschutz.<\/p><p>Dem Schutz der Verfassung w&auml;re damit gedient, ohne die Nachteile eines unkontrollierten Staates im Staate in Kauf zu nehmen. <\/p><p><strong>Dann &hellip; eine letzte Frage noch: Seit Stuttgart21 und verst&auml;rkt noch nach den Ausschreitungen bei <a href=\"https:\/\/jensewernicke.wordpress.com\/2013\/06\/08\/blockupy-so-war-es-nicht-gegen-die-ausgrenzung-gesellschaftlicher-opposition-durch-polizei-und-teile-der-medien\/\">Blockupy<\/a> wird immer wieder &uuml;ber sogenannte &bdquo;Polizei-Provokateure&ldquo; gesprochen, denen man zuschreibt, sie w&uuml;rden Gewalt unter den Demonstranten gezielt eskalieren, um die &ndash; in aller Regel kritischen &ndash; Versammlungen hierdurch ihrer obrigkeitsstaatlichen Aufl&ouml;sung zuf&uuml;hren zu k&ouml;nnen. Ist das wahr oder  Verschw&ouml;rungstheorie &ndash; was ist Ihr Wissensstand hierzu?<\/strong><\/p><p>Agents Provocateures oder Lockspitzel sind keine Verschw&ouml;rungstheorie sondern ein altes Mittel staatlicher Beh&ouml;rden, um Proteste zu diskreditieren. <\/p><p>Ein bekannter Fall war in den sp&auml;ten 60er Jahren der Verfassungsschutzagent Peter Urbach, der die linksradikale Szene ungefragt mit Schusswaffen, Molotowcocktails, Spreng- und Brandbomben belieferte und damit zur Militarisierung dieser Szene bis zur Herausbildung von Stadtguerillagruppen beitrug. Auch sp&auml;tere RAF-Mitglieder erhielten Waffen von dem Verfassungsschutzmann.<\/p><p>Und in Berlin haben wir vor einigen Jahren beim 1. Mai erlebt, wie schwarz-vermummte scheinbare Autonome aus Polizeiwagen stiegen und sich unter die Demonstranten mischten, von wo kurz darauf Steine und Flaschen geworfen wurden.<\/p><p>Im jetzt von der Regierung vorgelegten Gesetz zur Neuregelung der Kompetenzen von V-Leuten des Verfassungsschutzes werden &uuml;brigens beispielsweise militante Aktionen auf oder nach Demonstrationen ausdr&uuml;cklich als zul&auml;ssig betrachtet, wenn ein V-Mann so seine Glaubw&uuml;rdigkeit in der jeweiligen Szene sichern muss. Der &Uuml;bergang zum Agent Provocateur ist da flie&szlig;end.<\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><ul>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: Jens Wernicke: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067\">Inszenierter Terrorismus<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: Jens Wernicke: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24886\">Terroralarm<\/a>&rdquo;<\/li>\n<li>NachDenkSeiten-Interview: Jens Wernicke: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Der Terror von Paris und die globale Gewaltspirale<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Ulla Jelpke: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2012\/11\/artikel-der-v-leute-sumpf\/\">Der V-Leute-Sumpf<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Rolf G&ouml;ssner: &bdquo;<a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-BND-und-NSA\/!159201\/\">BND und NSA: Eine grauenhafte Allianz<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel Micha Brumlik und Hajo Funke: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!137385\/\">Der deutsche Staat und der NSU: Land im Ausnahmezustand<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel Felix Dachsel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!59922\/\">Polizeiinterne Kritik an Provokateuren: Wie &sbquo;scharfe Kampfhunde&lsquo;<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Zeit Online: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-04\/bnd-nsa-kooperation-verantwortliche\">BND-Aff&auml;re: Die Unverantwortlichen<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: Spiegel Online: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesnachrichtendienst-bnd-entlastet-sich-selbst-in-geheimbericht-a-1031903.html\">BND entlastet sich selbst<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Artikel: taz: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gewalt-bei-linken-Protesten\/!158070\/\">Gysi vermutet V-Leute in Demos<\/a>&ldquo;<\/li>\n<li>Grafik: opendatacity.de: &bdquo;<a href=\"https:\/\/apps.opendatacity.de\/stasi-vs-nsa\/\">Stasi versus NSA<\/a>&ldquo;<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische E-Mail-Benachrichtigung &uuml;ber <strong>neue Texte von Jens Wernicke<\/strong> k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">hier<\/a> bestellen.<\/p><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/1b8fa6d9dd88402ea5ee94ba499ee04d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150511_ulla_jelpke.png\" alt=\"Ulla Jelpke\" title=\"Ulla Jelpke\"\/><\/div>\n<p>Verfassungsschutz, Bundesnachrichtendienst, Milit&auml;rischer Abschirmdienst &ndash; die Liste der deutschen Geheimdienste ist lang. Und in Skandale und illegale Machenschaften scheinen sie allesamt verstrickt. Unterminiert das nicht wirklich kontrollierte Agieren der Dienste wom&ouml;glich unsere Demokratie? Zu diesen Fragen sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit der Bundestagsabgeordneten <strong>Ulla Jelpke<\/strong>,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26060\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[184,126,209,166],"tags":[901,1411,1266],"class_list":["post-26060","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ueberwachung","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-terrorismus","tag-geheimdienste","tag-jelpke-ulla","tag-nsu"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26060","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26060"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26060\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120429,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26060\/revisions\/120429"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26060"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26060"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26060"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}