{"id":26065,"date":"2015-05-12T08:47:03","date_gmt":"2015-05-12T06:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065"},"modified":"2015-05-12T11:41:00","modified_gmt":"2015-05-12T09:41:00","slug":"hinweise-des-tages-2372","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h01\">Wahl in Bremen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h02\">No-Spy-Abkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h03\">NSA-BND-Untersuchungsausschuss <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h05\">Devisenskandal: USA wollen von UBS Schuldgest&auml;ndnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h06\">Die Macht der Insider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h07\">Zur Rolle der Berufs- und Spartengewerkschaften in der Tarifpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h08\">GDL &ndash; wie weiter?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h09\">Berufseinsteiger &ndash; Von wegen superflexibel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h10\">&Ouml;PP &ndash; Dobrindts neue Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h11\">M&uuml;nkler-Watch: Neue Form studentischen Protestes?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h12\">&Uuml;ber 100 Organisationen fordern verpflichtendes EU-Lobbyregister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h13\">USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h14\">Wahlkampfstratege Lynton Crosby &ndash; B&ouml;ses Genie der Tories<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h15\">U-Boot bringt Fischtrawler in Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h16\">Chodorkowski schlie&szlig;t Einigung mit Putin aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h17\">Offene Kritik an Israel gefordert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h18\">Die Brexit-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h19\">Farage bleibt bei Ukip im Amt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h20\">Atomare Abschreckung &ndash; oder: das hirnrissige Spiel mit der Apokalypse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065#h21\">Zu guter Letzt: Sahra Wagenknecht: Die SPD ist am Arsch! <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26065&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wahl in Bremen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der B&ouml;hrnsen-Crash<\/strong><br>\nEs war eine Wahl der Negativrekorde: die niedrigste Wahlbeteiligung aller Zeiten, das schlechteste Ergebnis f&uuml;r die SPD seit dem Zweiten Weltkrieg &ndash; &ldquo;Ein bitterer Wahlabend&rdquo;, wie Jens B&ouml;hrnsen selbst sagte. Dennoch lag die SPD zehn Prozent vor den anderen. Das bedeute einen klaren Auftrag zur Regierungsbildung, f&uuml;gte der B&uuml;rgermeister unter Jubel seiner Genossen hinzu&hellip;<br>\nEinen Tag sp&auml;ter war von der Kampfeslust nicht mehr viel &uuml;brig: B&ouml;hrnsen gab bekannt, dass er sein Amt nicht annehmen und den Weg f&uuml;r eine Neuaufstellung der Partei freimachen werde&hellip;<br>\nM&ouml;gliche Kandidaten f&uuml;r seine eigentlich sp&auml;ter geplante Nachfolge werden bereits gehandelt. Der Vorsitzende der SPD-B&uuml;rgerschaftsfraktion, Bj&ouml;rn Tsch&ouml;pe, und Wirtschaftssenator Martin G&uuml;nthner gelten als wohl aussichtsreichste Kandidaten. Aber auch der Bremer SPD-Abgeordnete Carsten Sieling kommt infrage. Wenn sich die SPD nicht einigen kann, wird es eine Mitgliederbefragung geben &ndash; das Prozedere kann dauern.<br>\nAuch m&ouml;gliche Koalitionsgespr&auml;che werden sich wohl verz&ouml;gern. Die CDU &ndash; ihrerseits mit einem deutlich besseren Ergebnis als bei der Wahl 2011 &ndash; witterte ihre Chance und bietet nachdr&uuml;cklich eine Regierungsbeteiligung an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bremen-ruecktritt-von-boehrnsen-bringt-spd-unter-druck-a-1033288.html\">Katherine Rydlink auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Rot-Gr&uuml;n nur noch mit knapper Mehrheit<\/strong><br>\nBei der 18. B&uuml;rgerschaftswahl wird die SPD zum 18. Mal st&auml;rkste Partei, verliert aber 5,7 Prozentpunkte und kommt nach der Hochrechnung des statistischen Landesamtes (Stand 11. Mai 2015, 01:55 Uhr) auf 32,9 Prozent, was das schw&auml;chste Bremen-Ergebnis in der Nachkriegsgeschichte bedeutet. Die Gr&uuml;nen haben nach ihrem Ausnahmeresultat 2011 erhebliche Einbu&szlig;en und kommen auf 15,3 Prozent (minus 7,2), womit das rot-gr&uuml;ne B&uuml;ndnis insgesamt deutliche zweistellige Verluste einf&auml;hrt. Dennoch kann sich die CDU von ihrem Fiasko vor vier Jahren kaum erholen und erreicht nur 22,6 Prozent (plus 2,2), die Linke legt klar auf 9,2 Prozent (plus 3,6) zu. Die FDP schafft nach ihrem Absturz vor vier Jahren mit jetzt 6,5 Prozent (plus 4,1) die R&uuml;ckkehr in die B&uuml;rgerschaft. Dort sind erneut auch die &bdquo;B&uuml;rger in Wut&ldquo; (BIW) vertreten, die landesweit 3,3 Prozent (minus 0,4) erzielen, aber dank 6,5 Prozent im Wahlgebiet Bremerhaven mit einer dort eigenst&auml;ndigen Sperrklausel ein Mandat erzielen. Schlie&szlig;lich wird mit 5,5 Prozent erstmals auch die AfD im Bremer Landtag vertreten sein. Alle sonstigen Parteien erreichen 4,7 Prozent (minus 2,1) Die Wahlbeteiligung f&auml;llt mit 48,9 Prozent (minus 6,6) auf das schw&auml;chste Niveau in einem westdeutschen Bundesland &uuml;berhaupt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschungsgruppe.de\/Aktuelles\/Wahlanalyse_Bremen\/\">Forschungsgruppe Wahlen<\/a><\/li>\n<li><strong>Niedrige Wahlbeteiligung in Bremen &ndash; Arm w&auml;hlt nicht<\/strong>\n<ul>\n<li>Wer die Grafiken zur W&auml;hlerwanderung studiert, stellt fest: Die Gruppe der Nichtw&auml;hler hat am Wochenende in Bremen mehr Stimmen dazugewonnen als jede Partei.<\/li>\n<li>Besonders in &auml;rmeren Stadtvierteln gehen die Menschen nicht mehr an die Urnen.<\/li>\n<li>Diese Entwicklung sollte vor allem bei der SPD zu einem Umdenken f&uuml;hren.<\/li>\n<li>Der eigentliche Wahlsieger in Bremen ist der Nichtw&auml;hler. So k&ouml;nnte man das Ergebnis der B&uuml;rgerschaftswahl zynisch kommentieren. Gerade einmal die H&auml;lfte aller Wahlberechtigten gab gestern ihre Stimme ab, weswegen die Nichtw&auml;hler mit Abstand das gr&ouml;&szlig;te Lager bildeten. Sieger sind sie aber nicht, im Gegenteil. Vielmehr ist ihre Enthaltsamkeit eines von vielen sichtbaren Zeichen der sozialen Spaltung, unter der Bremen&nbsp;leidet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Denn der Anteil von Nichtw&auml;hlern ist in denjenigen Stadtteilen gro&szlig;, die auch sonst als abgeh&auml;ngt gelten. Arbeitslose und Menschen mit wenig Bildung gehen besonders selten zur Wahl &ndash; eine Entwicklung, die sich nicht nur in Bremen, sondern in ganz Deutschland abzeichnet. Der Bremer Landeswahlleiter J&uuml;rgen Wayand warnte bereits vor der Wahl im Weser Kurier: &ldquo;Das Parlament verliert irgendwann seine Legitimation, wenn sich die H&auml;lfte aller Wahlberechtigten nicht mehr daf&uuml;r interessiert.&rdquo; Dieser Punkt ist jetzt&nbsp;erreicht. [&hellip;]<br>\nGerade die SPD hat in den vergangenen Jahren das Vertrauen der unteren Gesellschaftsschichten eingeb&uuml;&szlig;t. Galt sie vor allem zur Zeit Willy Brandts als die Partei, die den sozialen Aufstieg erm&ouml;glicht, Arbeiterkindern Chancen er&ouml;ffnet und auch die einfachen Leute in die Politik integriert, gilt sie nun wieder als Partei von Hartz IV und Agenda 2010, der sozialen K&auml;lte und der Gleichg&uuml;ltigkeit. Noch hat sie keinen Weg gefunden, dieses Bild zu&nbsp;korrigieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/niedrige-wahlbeteiligung-in-bremen-arm-waehlt-nicht-1.2474209\">SZ<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Es ist interessant, dass die SPD &ldquo;noch keinen Weg gefunden&rdquo; hat, das Bild der sozialen K&auml;lte und der Gleichg&uuml;ltigkeit und &ldquo;nun wieder als Partei von Hartz IV und Agenda 2010&rdquo; gilt. (Warum &ldquo;nun&rdquo;? War die SPD zwischendurch mal nicht die &ldquo;Partei von Hartz IV und Agenda 2010&rdquo;?). Zum Einen *ist* die SPD die &ldquo;Partei von Hartz IV und Agenda 2010&rdquo;. Zum Zweiten: was bedeutet, das Bild korrigieren: noch mehr Imagekampagnen, noch mehr Pseudo-Korrekturen wie einen gesetzlichen Mindestlohn, der weder fl&auml;chendeckend noch allgemein gilt? W&auml;re nicht der einfachste &ndash; und richtige &ndash; Weg, wenn die SPD Hartz IV und die Agenda 2010, &uuml;berhaupt gro&szlig;e Teile der Regierungszeit von 1999 bis 2007, f&uuml;r falsch erkl&auml;ren und r&uuml;ckabwickeln w&uuml;rde? Wieso findet die SPD diesen Weg nicht?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>No-Spy-Abkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Flisek: &ldquo;Das No-Spy-Abkommen war eine Nebelkerze&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r den Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, Christian Flisek, war das No-Spy-Abkommen von Beginn an nur ein Ablenkungsman&ouml;ver. Er fordert neue Standards und Aufkl&auml;rung dar&uuml;ber, ob das Kanzleramt naiv war oder die &Ouml;ffentlichkeit get&auml;uscht wurde&hellip;<br>\nWir werden s&auml;mtliche Vorg&auml;nge umfassend behandeln und dazu geh&ouml;rt auch der Aspekt No-Spy-Abkommen. Das ist ein zentraler Teil unseres Untersuchungsauftrags. Herr Pofalla wird belegen m&uuml;ssen, ob es zu irgendeinem Zeitpunkt einen festen Beleg f&uuml;r die Bereitschaft der Amerikaner zu einem solch umfasenden No-Spy-Abkommen gegeben hat oder ob das nicht vor allem Wunschdenken in Wahlkampfzeiten war. Wir m&uuml;ssen kl&auml;ren, ob das Kanzleramt &Auml;u&szlig;erungen der US-Seite damals aus Naivit&auml;t missverstanden hatte oder ob die &Ouml;ffentlichkeit bewusst &uuml;ber die angebliche Bereitschaft der Amerikaner get&auml;uscht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/das-kanzleramt-und-die-nsa-affaere-flisek-das-no-spy-abkommen-war-eine-nebelkerze\/11756528.html\">Christian Tretbar sprach mit Christian Flisek im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Die USA verzichten nicht auf Spionage<\/strong><br>\nDass sich das Konzept des grenzenlosen globalen Spionierens nicht mit dem V&ouml;lkerrecht vertr&auml;gt, diskutieren zwar einige Experten und Aktivisten, nicht jedoch die Regierungen. Gleiches gilt f&uuml;r die Kontrolle der Dienste im eigenen Land. Obwohl in einem Rechtsstaat die gew&auml;hlten Volksvertreter die Geheimdienste streng kontrollieren sollten, akzeptieren sie fast jede Vorgehensweise der Spione, weil sie ja f&uuml;r die innere Sicherheit unverzichtbar erscheint.<br>\nDie B&uuml;rger werden also weiterhin wie Robert Redford am Ende des Spionagefilms &bdquo;Die drei Tage des Condor&ldquo; ihrer Wege gehen, gelegentlich nerv&ouml;s &uuml;ber die Schulter blicken und nie wissen, von wem sie beobachtet werden. Denn einer wird es immer tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/kommentar-zur-bnd-affaere-die-usa-verzichten-nicht-auf-spionage,10808020,30665466.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NSA-BND-Untersuchungsausschuss<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>So handelt nur, wer Unangenehmes zu verbergen hat<\/strong><br>\nSeit der NSA-BND-Untersuchungsausschuss &ndash; f&uuml;r viele Beobachter doch &uuml;berraschend &ndash; inkriminierende Fakten &uuml;ber die tats&auml;chliche Kooperation des Bundesnachrichtendienstes mit der National Security Agency zusammentr&auml;gt, f&auml;llt immer &ouml;fter ein Wort: Selektoren. Aus den Snowden-Dokumenten wissen wir, dass es sich dabei um eine Art Grundprinzip von Abh&ouml;rgeheimdiensten handelt. Wie funktionieren die Selektoren aber, wof&uuml;r sind sie eigentlich da, wie viel Macht steckt in ihnen?<br>\nDas Arbeitsprinzip eines Abh&ouml;rgeheimdienstes wie der amerikanischen NSA oder des britischen GCHQ basiert auf mehreren Stufen: Im ersten Schritt besorgt sich der Dienst mit praktisch allen Mitteln den Zugang zu den Daten und Anrufen, die durch Internet- und Telefonleitungen flie&szlig;en, zu den Glasfasern, Satellitenverbindungen und Funkstrecken. Aus diesen Quellen kommen gigantische Mengen Daten in verschiedenster Form zusammen, so wie sie durch die Informationsadern unserer Welt transportiert werden: Anrufe, Kurznachrichten, E-Mails, Chats, Website-Aufrufe, Buchungen, Datenbankzugriffe &ndash; die ganze Vielfalt der digitalen Kommunikation und Transaktionen.<br>\nKein Mensch kann diese Mengen noch selbst lesen, sichten oder gar auswerten. Der schrankenlose Zugriff f&uuml;hrt jedoch mitnichten dazu, dass die Geheimdienste, wie zuweilen hoffnungsfroh-naiv angenommen, in den Datenmengen ertrinken w&uuml;rden. Computer sind heute schnell genug, um in den Datenstr&ouml;men, noch w&auml;hrend sie vorbeiflie&szlig;en, nach Merkmalen aller Art zu suchen. Deshalb &ndash; und um Verschl&uuml;sselungsmethoden anzugreifen &ndash; sind die gro&szlig;en Abh&ouml;rgeheimdienste auch die Betreiber der gr&ouml;&szlig;ten Supercomputer auf diesem Planeten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/bnd-affaere-wie-selektoren-datenstroeme-fuer-die-nsa-filtern-13583940.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>BND sollte Siemens f&uuml;r die NSA ausspionieren<\/strong><br>\nWeil Siemens mit Russland Gesch&auml;fte machte, soll der US-Geheimdienst die Kollegen vom BND um Amtshilfe gebeten haben, berichtet die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Die Spionage-Aff&auml;re belastet inzwischen die Kooperation mit anderen Geheimdiensten.<br>\nDer US-Geheimdienst NSA soll versucht haben, mithilfe des Bundesnachrichtendienstes (BND) den deutschen Technologiekonzern Siemens auszusp&auml;hen, berichtet die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Der Grund f&uuml;r das Interesse der NSA an Siemens sei eine angebliche Vertragspartnerschaft des Konzerns mit dem russischen Geheimdienst SSSN (ehemals FAPSI) gewesen, zitierte das Blatt US-Geheimdienststellen. Demnach soll Siemens den Russen nachrichtendienstliche Kommunikationstechnik geliefert haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bnd-affaere-angeblich-siemens-im-nsa-auftrag-ausspioniert-a-1033035.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Fakten, die bez&uuml;glich der BND-NSA-Kooperation ans Tageslicht kommen werden immer irrer. Der BND geriert sich offenbar als Staat im Staate, der sich weder um Recht und Gesetz schert, noch um die Interessen des Staates und der B&uuml;rger in dessen Auftrag er eigentlich arbeiten soll. Die Kumpanei mit den Kollegen der NSA scheint den Verantwortlichen im BND wichtiger zu sein. Merkel und der Bundesregierung f&auml;llt dazu absolut nichts ein. Vielleicht sollte sich Merkel an ihren Amtseid erinnern. Darin findet sich nichts, was darauf hindeutet, dass sie als Bundeskanzlerin auch die Interessen der USA zu vertreten hat. Willy Brandt ist f&uuml;r weniger zur&uuml;ckgetreten.<\/em><br>\n<em>Das devote Verhalten von Merkel gegen&uuml;ber Washington ist nicht zu verstehen. Liegt es an der DDR-Vergangenheit von Merkel? Die vielleicht eine stille Bewunderung und Dankbarkeit f&uuml;r die USA hervorgebracht hat?<\/em><br>\n<em>Die Frage ist nur, welcher Bundeskanzler konnte je agieren ohne das Washington in bestimmten politischen Bereichen das letzte Wort hatte? Kann eine Bundesregierung &uuml;berhaupt eine Entscheidung treffen, die explizit gegen die Interessen der US-Regierungen gerichtet w&auml;re?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Makro&ouml;konomische Effekte der Konsolidierung in Griechenland<\/strong><br>\nDie seit kurzem in Griechenland regierende Syriza-Partei strebt das Ende der seit 2010 andauernden Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen an. Dieser Versuch eines Kurswechsels ist bei den Finanzministern des Euroraums und Wolfgang Sch&auml;uble im Besonderen auf starken Widerstand gesto&szlig;en. Noch ist unklar, wer sich in diesem Machtkampf durchsetzen wird. Klar wird allerdings aus der folgenden Analyse, dass die &uuml;berzogene Sparpolitik in Griechenland drastische Auswirkungen hatte und ein behutsamerer &ndash; und damit auch erfolgreicherer &ndash; Konsolidierungskurs f&uuml;r alle Beteiligten besser gewesen w&auml;re&hellip;<br>\nAnders als in der Debatte in den deutschsprachigen Medien manchmal suggeriert, hat Griechenland seit 2010 Konsolidierungsanstrengungen biblischen Ausma&szlig;es unternommen. Insbesondere in den Jahren 2010 und 2011 wurden die Ausgaben stark gek&uuml;rzt und die Steuern deutlich erh&ouml;ht. Auf der Ausgabenseite (darunter insbesondere beim &ouml;ffentlichen Konsum) kam es in Summe zu K&uuml;rzungen, die mehr als 12 % des griechischen Bruttoinlandsprodukts ausmachen. Einnahmeseitig ergeben sich ungef&auml;hr &auml;hnliche Zahlen.<br>\nMit ins Bild zu nehmen ist dabei, dass sich die griechische Wirtschaft zu Beginn der Konsolidierung in einem wirtschaftlichen Abschwung befand. Im Jahr 2009 lag das BIP bereits fast 5 % unter seinem Wert von 2007.<br>\nDie Auswirkungen der Ma&szlig;nahmen auf die Gesamtwirtschaft werden durch den sogenannten Multiplikatoreffekt bestimmt: Bei einem Multiplikator von 1 bewirkt ein R&uuml;ckgang staatlicher Ausgaben um 1 Mrd. Euro eine Senkung des Bruttoinlandsprodukts um denselben Betrag. Prinzipiell gibt es Unterschiede in den Multiplikatoren verschiedener staatlicher Ma&szlig;nahmen. In einer neuen Meta-Regressions-Analyse, die sich auf 98 empirische Studien st&uuml;tzt, haben wir untersucht, inwiefern sich die Multiplikatorwirkungen verschiedener fiskalischer Impulse im Auf- und Abschwung und in Zeiten &bdquo;normaler&ldquo; Wirtschaftsauslastung unterscheiden. Dabei zeigt sich, dass insbesondere ausgabeseitige Ma&szlig;nahmen im Abschwung besonders hohe Multiplikatoren aufweisen, w&auml;hrend steuerliche Ma&szlig;nahmen generell geringere Multiplikatoren haben und diese sich auch nicht mit der wirtschaftlichen Auslastung ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/griechenland-konsolidierung\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sch&auml;uble schreibt die Geschichte neu um sich aus der Verantwortung zu stehlen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble wirbt pl&ouml;tzlich f&uuml;r ein Referendum in Griechenland &uuml;ber das Rettungsprogramm. Das sollte es schon einmal 2011 geben, aber Sch&auml;uble hat es verhindert. Heute behauptet er das Gegenteil. Dabei ist leicht zu belegen, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Auf Handelsblatt-Online weise ich ihm nach, dass er versucht, sich durch Neuschreibung der Geschichte aus der Verantwortung f&uuml;r die verungl&uuml;ckte Griechen-Rettung zu stehlen.<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble sehe in einem Reform-Referendum in Griechenland einen m&ouml;glichen Ausweg aus dem festgefahrenen Schuldenstreit, berichten heute die Nachrichtenagenturen. &ldquo;Das w&auml;re vielleicht sogar eine richtige Ma&szlig;nahme, das griechische Volk entscheiden zu lassen&rdquo;, sagte er am heutigen Montag in Br&uuml;ssel vor dem Treffen der Euro-Finanzminister.<br>\nGestern hat er im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung behauptet, er habe 2011 &ldquo;Premierminister Giorgos Papandreou sehr zu einem Referendum geraten.&rdquo; In Wahrheit hat er gleich nach Bekanntgabe des Referendums eine schon freigegebene Kredittranche f&uuml;r Athen gestoppt und auch auf andere Weise zusammen mit Merkel und Sarkozy massiv Druck auf Papandreou gemacht, bis dieser schlie&szlig;lich zur&uuml;cktrat. Ein Pressesprecher in Sch&auml;ubles Ministerium konnte auf Anfrage den Widerspruch nicht aufkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/griechenland-rettung-schaeuble-schreibt-die-geschichte-neu\/11761992.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich ist dieser Mann ist in seinem verbohrten Dogmatismus nur noch eine Belastung f&uuml;r das Ansehen Deutschlands in Europa. Er sollte endlich zur&uuml;cktreten<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Devisenskandal: USA wollen von UBS Schuldgest&auml;ndnis<\/strong><br>\nIm Skandal um manipulierte Devisenkurse wollen die USA schnellstens einen Vergleich mit einer hohen Strafe erzielen. Laut Insidern fordern die Beh&ouml;rden nun auch noch ein Schuldeingest&auml;ndnis&hellip;<br>\nDie UBS kommt im Skandal um manipulierte Devisenkurse offenbar doch nicht so glimpflich davon wie erhofft. Die Schweizer Grossbank z&auml;hle zu den f&uuml;nf Instituten f&uuml;r die das US-Justizministerium so schnell wie m&ouml;glich einen Vergleich inklusive eine Schuldeingest&auml;ndnisses und hohen Strafen erzielen will&hellip;<br>\nDerzeit verhandelt das Justizministerium neben der UBS noch mit den US-Banken Citigroup und JPMorgan sowie den britischen Instituten Barclays und Royal Bank of Scotland (RBS &uuml;ber ein Ende der Ermittlungen im Skandal um manipulierte Devisenkurse. Dabei d&uuml;rfte es zur n&auml;chsten Runde an Milliardenstrafen in dieser Sache kommen. Die vier H&auml;user werden wohl zusammen mehrere Milliarden Dollar auf den Tisch legen m&uuml;ssen. Nach Bloomberg-Informationen wird es die Citigroup und JPMorgen mit jeweils mehr als einer Milliarde Dollar treffen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/unternehmen\/devisenskandal-usa-wollen-von-ubs-schuldgestaendnis-781336\">Handelszeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Macht der Insider<\/strong><br>\nWirtschaftspr&uuml;fung ist ein lukratives Gesch&auml;ft &ndash; vor allem f&uuml;r die sogenannten Big Four, die vier gr&ouml;&szlig;ten Gesellschaften Deloitte, KPMG, PWC und EY, die den Markt dominieren. Mit ihrem Insiderwissen geben sie den Unternehmen angeblich auch Tipps zur Steuervermeidung&hellip;<br>\nDiese Macht haben die Wirtschaftspr&uuml;fer weltweit &ndash; und nicht nur in Deutschland. Hier aber ist PWC das gr&ouml;&szlig;te dieser Unternehmen. Durch &Uuml;bernahmen und Fusionen entstanden die heute als &ldquo;Big Four&rdquo; bekannten Firmen &ndash; neben PWC sind das Deloitte, EY (fr&uuml;her Ernst &amp; Young) und KPMG. Gemeinsam besch&auml;ftigen sie weltweit 750.000 Angestellte bei 120 Milliarden Euro Umsatz. An ihnen kommt fast niemand unter den Konzernen vorbei: Allein in Deutschland kontrollieren die Big Four vier F&uuml;nftel der 160 gro&szlig;en Aktiengesellschaften, besch&auml;ftigen gut 32.000 Menschen und setzen 4,4 Milliarden Euro um.<br>\nIhren Umsatz machen sie aber nicht nur mit Wirtschaftspr&uuml;fung, erkl&auml;rt Prem Sikka, Professor f&uuml;r Rechnungswesen an der britischen University of Essex:<br>\n&ldquo;Alle gr&ouml;&szlig;eren Gesellschaften ben&ouml;tigen ein Audit, eine Wirtschaftspr&uuml;fung. Dadurch haben die Wirtschaftspr&uuml;fer einen leichten Zugang zum h&ouml;heren Management. Den nutzen sie als Vehikel, um andere Dienstleistungen zu verkaufen &ndash; eben auch die Steuervermeidung.&rdquo;<br>\nDas ist ein harscher Vorwurf: Nutzen die gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fer ihre Informationen aus den gepr&uuml;ften Unternehmen gezielt dazu, ihnen auch Steuervermeidungsvorschl&auml;ge zu verkaufen? Um es soweit gar nicht kommen zu lassen, hatte die Europ&auml;ische Kommission den &ldquo;Big Four&rdquo; die Unternehmensberatung eigentlich verbieten wollen. Dann h&auml;tten sich die Konzerne aufspalten m&uuml;ssen in Pr&uuml;fgesellschaften und Beratungsfirmen. Damit aber konnte die EU-Kommission sich nicht durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftspruefungsgesellschaften-die-macht-der-insider.724.de.html?dram:article_id=319526\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirklich alles Gold, was gl&auml;nzt? &ndash; Zur Rolle der Berufs- und Spartengewerkschaften in der Tarifpolitik<\/strong><br>\nBei der Rolle der Berufsgewerkschaften in der Tarifpolitik handelt es sich um ein heikles, sehr kontrovers und h&auml;ufig auch emotional diskutiertes Thema. F&uuml;r die einen sind die Berufs- und Spartengewerkschaften der neue Typus einer k&auml;mpferischen Gewerkschaft, die unbeeindruckt von den Restriktionen einer eingefressenen Sozialpartnerschaft f&uuml;r die origin&auml;re Interessenvertretung ihrer Mitglieder steht. F&uuml;r die anderen sind sie hingegen eine Gefahr f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit, die r&uuml;cksichtslos und ohne Blick auf die Interessen der Gesamtbelegschaften die Einzelinteressen kleiner Belegschaftsgruppen vertreten.<br>\nWenn man &uuml;ber Tarifpolitik &ndash; auch &uuml;ber die Tarifpolitik der Berufsgewerkschaften &ndash; spricht, muss man dar&uuml;ber Klarheit haben: Wir reden &uuml;ber ein schrumpfendes Handlungsfeld, in demnur noch 58 Prozent der Besch&auml;ftigten durch Tarifvertr&auml;ge erfasst werden. Die Tarifbindung ist leider schon seit 20 Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150512_hdt_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Die Bedeutung der Streiks in der Tarifpolitik der Berufsgewerkschaften wird deutlich &uuml;bersch&auml;tzt. Es gibt zwar eine Reihe von spektakul&auml;ren Arbeitsk&auml;mpfen, die von Berufsgewerkschaften durchgef&uuml;hrt worden sind, aber keineswegs nur solche. Die normale Tarifrunde einer Berufsgewerkschaft ist nicht immer durch Warnstreiks oder Streiks gekennzeichnet. Im Gegenteil: Wir haben in den letzten Jahren ein v&ouml;llig normales Tarifgesch&auml;ft beobachten k&ouml;nnen. Tarifverhandlungen, mit sporadischen Warnstreiks, aber keinen regul&auml;ren Streiks nach Urabstimmung. Zu der oben aufgef&uuml;hrten &ouml;ffentlichen Wahrnehmung tr&auml;gt bei, dass Arbeitsk&auml;mpfe in den Vertretungsbereichen der Berufsgewerkschaften h&auml;ufig eine ganz andere mediale Aufmerksamkeit erfahren. Das h&auml;ngt nat&uuml;rlich mit den Tarifbereichen zusammen. Wenn &ndash; wie in dieser Tarifrunde 2015 &ndash; 890.000 Besch&auml;ftigte in den Metallbetrieben warnstreiken, dann steht das in der Zeitung, es nimmt aber niemand wahr. Wenn tausende Besch&auml;ftigte&nbsp; bei der Bahn, in den Krankenh&auml;usern oder im Luftverkehr in den Streik treten, ist die unmittelbare Betroffenheit eine ganz andere. Das muss aber nicht unbedingt hei&szlig;en, dass die Streiks aucheine vergleichbare Gr&ouml;&szlig;enordnung haben, wenn man die Anzahl der betroffenen Branchen der Betriebe betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++ebcfc60c-f7b6-11e4-bce0-52540066f352\">Rainer Bispinck in Gegenblende<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das &auml;rgerlich daran ist, dass die Hetzkampagnen gegen Weselsky und die GDL  sich unterschwellig gegen alle Gewerkschaften richten. Die GDL aber gerade aus der Ecke der gro&szlig;en Industriegewerkschaften keinerlei Unterst&uuml;tzung erfahren hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>GDL &ndash; wie weiter?<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>GDL k&auml;mpft mit voller H&auml;rte ums &Uuml;berleben<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat mit ihrer Gesetzgebung &ldquo;massiv &Ouml;l ins Feuer gegossen&rdquo;, sagte Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Gr&uuml;nen, im Deutschlandfunk. Daf&uuml;r machte er unter anderem das geplante Tarifeinheitsgesetz verantwortlich. Die H&auml;rte des Arbeitskampfes sei damit zu erkl&auml;ren, dass die GDL um ihre Existenz k&auml;mpfe.<br>\nHofreiter warf der Bundesregierung vor, die aktuelle Auseinandersetzung verbal und durch das geplante Tarifeinheitsgesetz versch&auml;rft zu haben. In der Folge k&auml;mpfe die GDL &ldquo;mit voller H&auml;rte ums &Uuml;berleben&rdquo;, um st&auml;rkste Kraft innerhalb eines Teilbetriebs der Deutschen Bahn zu werden.<br>\nAls Gesetzgeber und Eigent&uuml;mer sei die Bundesregierung auch an dem Konflikt beteiligt. Das Gesetz geh&ouml;re zur&uuml;ckgezogen, forderte Hofreiter. Auch der Gewerkschaft GDL sprach er eine Mitschuld zu. Hofreiter sieht zudem ein &ldquo;vergiftetes Gespr&auml;chsklima&rdquo; innerhalb des Konzerns, in dem die beteiligten Akteure Bahnvorstand, Bundesregierung, EVG und GDL agieren. Dabei seien auf allen Seiten schwere Fehler gemacht worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bahnstreik-gdl-kaempft-mit-voller-haerte-ums-ueberleben.694.de.html?dram:article_id=319468\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>DB im GdL-Streik: &bdquo;Bewusst eine Sackgasse herbeif&uuml;hren&ldquo;<\/strong><br>\nWenn der Bahn-Vorstand mit Gewerkschaften verhandelt, ist Werner Bayreuther dabei. Er ist Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Arbeitgeberverband der Mobilit&auml;ts- und Verkehrsdienstleister (Agv-MoVe). Er geh&ouml;rt aber auch zum Team des Schranner Negotiation Institute (SNI) in Z&uuml;rich. Auf der Website des SNI wird Bayreuther angepriesen: &bdquo;Er hat die Deutsche Bahn in der Verhandlung mit der GdL beraten und aktiv unterst&uuml;tzt.&ldquo;<br>\nDas SNI arbeitet weltweit im Auftrag von Unternehmen und Regierungen, nach dem Motto &bdquo;Wenn Verhandlungen schwierig werden&ldquo;. Die Berater sind allgegenw&auml;rtig, bleiben aber unsichtbar: &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen Sie im Hintergrund vor, w&auml;hrend und nach Ihren Verhandlungen.&ldquo;<br>\nSNI versteht sich nicht als Schlichter. Der Kunde soll am Ende als &bdquo;Sieger&ldquo; und die andere Seite als &bdquo;Verlierer&ldquo; dastehen: &bdquo;Mit unserer Unterst&uuml;tzung werden Sie Verhandlungssieger.&ldquo; Intern hei&szlig;t es &bdquo;Es gibt bei Verhandlungen keine win-win-Situation&ldquo;. In der &Ouml;ffentlichkeit sagt Bahn-Personalchef Ulrich Weber das Gegenteil: Kompromiss, Aufeinander zugehen&hellip;<br>\nDie Verhandlungen werden als Strategiespiele angelegt: Die Berater ermitteln zuerst &bdquo;die Motive hinter den Positionen&ldquo;. Dazu geh&ouml;rt die Analyse der Pers&ouml;nlichkeitsstrukturen des Gegen&uuml;bers: Er soll in der &Ouml;ffentlichkeit m&ouml;glichst als &bdquo;schwierige Pers&ouml;nlichkeit&ldquo; erscheinen.<br>\nSNI preist seinen Trainer Leo Martin so an: Er war &bdquo;10 Jahre lang f&uuml;r einen gro&szlig;en deutschen Nachrichtendienst im Einsatz.&ldquo; Sein Spezialgebiet war das Anwerben und F&uuml;hren von V-Leuten. Er hat das Buch geschrieben &bdquo;Ich durchschau dich!&ldquo; Martins Standard-Referat bei Seminaren lautet: &bdquo;Analyse des Verhandlungspartners: Vom Geheimdienst lernen.&ldquo; Was auf der SNI-website nicht steht: &bdquo;Leo Martin&ldquo; hei&szlig;t in Wirklichkeit anders.<br>\nZum SNI-Angebot geh&ouml;ren auch &bdquo;Verhandlungstaktiken von Polizei und FBI&ldquo;. Der langj&auml;hrige Chef der M&uuml;nchener Mordkommission Josef Wilfing ist ebenso dabei wie Gary Noesner vom FBI. SNI-Chef Matthias Schranner pr&auml;sentiert sich als ehemaliger Verhandlungsf&uuml;hrer der Polizei bei Geiselnahmen und Bank&uuml;berf&auml;llen. Da kann sich die GdL aussuchen: wird sie vom Bahn-Konzern als Geisel behandelt oder als Bankr&auml;uber?<br>\nEine strategisch angelegte Verhandlung hat nach SNI-Prinzipien auch das m&ouml;gliche Ziel, den Gegen&uuml;ber &bdquo;bewusst in eine Sackgasse&ldquo; zu man&ouml;vrieren. Zum Beispiel: Man macht einige Zugest&auml;ndnisse, der Streik wird abgebrochen, aber die eigentlichen Verhandlungen stehen noch aus. Nach zwei Monaten, wenn die Verhandlungen wieder beginnen, wird die fr&uuml;here Vereinbarung widerrufen. Die Gewerkschaft muss &uuml;berlegen, ob sie neu streiken soll.<br>\nEine andere Strategie besteht darin: Man gibt sich als verantwortungsvoller Konzern, der sich um das Wohl der Kunden k&uuml;mmert und jeden Streik vermeiden will. Gleichzeitig kann man den Gegen&uuml;ber in einen Streik hineintreiben, nach dem SNI-Motto &bdquo;Warum ein Streik nicht vermieden werden sollte&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/deutsche-bahn-im-gdl-streik_bewusst-eine-sackgasse-herbeifuehren\/#more-5678\">Werner R&uuml;gemer auf arbeitsunrecht<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Von wegen superflexibel<\/strong><br>\nDie Berufseinsteiger unter 30 Jahren ver&auml;ndern die Arbeitswelt, hei&szlig;t es. Studien zeigen aber: Das ist alles Quatsch. Die Jungen unterscheiden sich kaum von den &Auml;lteren.<br>\nSie wollen flexibel arbeiten, feste Arbeitspl&auml;tze sind ihnen weniger wichtig als ihre pers&ouml;nliche Freiheit. Eine sinnvolle T&auml;tigkeit ist ihnen wichtiger als die Karriere. Sie wollen st&auml;ndig Feedback vom Chef, eine ausgeglichene Work-Life-Balance und m&ouml;gen es, wenn sie ihre eigenen Tools wie Smartphone, Tablet oder Laptop mit zur Arbeit bringen k&ouml;nnen&hellip;<br>\nGewerkschaftsstudien haben diese Thesen noch nie belegt. Stattdessen zeichnen Untersuchungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes eher ein Bild einer prek&auml;r besch&auml;ftigten Generation, die sich den Einstieg auf dem Arbeitsmarkt hart erk&auml;mpfen muss. Die vielfach nur Leiharbeit, Minijobs, unfreiwillig Teilzeit und befristete Vertr&auml;ge bekommt. Und die deshalb den Zeitpunkt f&uuml;r die Familiengr&uuml;ndung immer weiter aufschiebt.<br>\nSo zeigt etwa eine Studie im Auftrag von IBM, dass f&uuml;r die Jungen finanzielle Sicherheit und Arbeitsplatzsicherheit die ma&szlig;geblichen Faktoren bei der Wahl des Arbeitgebers sind. Von einem Wunsch, super flexibel zu arbeiten, kann nicht die Rede sein. Auch der DGB-Index Gute Arbeit f&uuml;r junge Besch&auml;ftigte zeigt, wie sehr sich die jungen Besch&auml;ftigten nach einem sicheren Job sehnen, in dem sie ein ausreichendes Einkommen erwirtschaften. 37 Prozent der unter 30-J&auml;hrigen haben ein atypisches Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis und gerade einmal 28 Prozent der unter 35-J&auml;hrigen verdienen in Deutschland mehr als 2.500 Euro brutto &ndash; das sind Geh&auml;lter, von denen man nicht ann&auml;hernd eine Familie ern&auml;hren kann. Jeder F&uuml;nfte macht sich st&auml;ndig Sorgen um seine berufliche Zukunft. Jeder Dritte schleppt sich aus Sorge um den Arbeitsplatz sogar krank zur Arbeit.<br>\nUnd auch wenn sich die meisten gute Arbeitsbedingungen w&uuml;nschen, nehmen sie widrige Umst&auml;nde zun&auml;chst in Kauf. Dreiviertel der jungen Besch&auml;ftigten leiden unter Stress am Arbeitsplatz, weil zu viel Arbeit in zu kurzer Zeit zu verrichten ist, Personal fehlt und die Anforderungen kaum zu bew&auml;ltigen sind, zeigt der DGB-Index. Jeder Dritte schafft es kaum, in der Freizeit richtig abzuschalten.<br>\nAuch dass die junge Generation sich keine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit w&uuml;nscht, geh&ouml;rt ins Reich der Mythen. Laut DGB arbeiten zwei Drittel der unter 30-J&auml;hrigen zwar mehr als arbeitsvertraglich vereinbart, oft auch nach Feierabend, am Wochenende und im Urlaub &ndash; allerdings hat das selten den Grund, dass die Arbeit so viel Spa&szlig; macht. Auch hier ist die Sorge um die Verl&auml;ngerung des Arbeitsvertrags ausschlaggebend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2015-05\/generation-y-mythen-leseraufruf\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/karriere\/beruf\/2015-05\/generation-y-mythen-leseraufruf?commentstart=1#cid-4760164\">Noch ein sch&ouml;ner Kommentar<\/a>:<\/em><br>\n<em><strong>Wir wollen auch Spie&szlig;er werden<\/strong><\/em><br>\n<em>Sie wollen flexibel arbeiten, feste Arbeitspl&auml;tze sind ihnen weniger wichtig&hellip;&rdquo; sind wohl eher die utopischen Wunschvorstellungen der Arbeitgeber. Vor allem hei&szlig;t das nicht, Flexibilit&auml;t nach Vorgabe der Arbeitgeber, sondern nach den eigenen W&uuml;nschen. Das andere m&uuml;sste n&auml;mlich durch entsprechende Aufschlage auf eine bereits zufriedenstellen Grundverg&uuml;tung entgolten werden. Die Arbeitgeber wollen aber beides nicht.<\/em><br>\n<em>Es ist mal wieder eine der unz&auml;hligen Permutationen des Mantras vom Fachkr&auml;ftemangel. W&uuml;rde sich nicht jeder von uns einen gel&auml;ndeg&auml;ngigen. familientauglichen Ferrari kaufen, wenn er denn nicht mehr als 10000 Euro in der Anschaffung und nicht mehr als 100 Euro im monatlichen Unterhalt kostete? Redet deswegen jemand von einem Ferrarimangel?&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;PP &ndash; Dobrindts neue Generation<\/strong><br>\nDeutschlands Infrastruktur ist marode, allein bei den Verkehrswegen gibt es einen j&auml;hrlichen  Investitionsbedarf von fast 7,2 Milliarden Euro. Nun plant Verkehrsminister Dobrindt eine neue Generation &Ouml;ffentlich-Privater Partnerschaften. Doch Stra&szlig;en und Autobahnen m&uuml;ssen aus Steuermitteln und nicht von privaten Investoren finanziert werden&hellip;<br>\nDie einfachste L&ouml;sung: mehr Geld aus der Mineral&ouml;lsteuer. Das w&auml;re gerecht, &ouml;kologisch und unb&uuml;rokratisch &ndash; wer viel f&auml;hrt und Sprit verbraucht, zahlt mehr. Aber die Minister Sch&auml;uble und Dobrindt h&auml;ngen an ihren Prestigeprojekten &bdquo;Schwarze Null&ldquo; und Pkw-Maut &ndash; und wollen stattdessen private Investoren &uuml;ber &ouml;ffentlich-private Kooperationen (&Ouml;PP) ins Boot holen.<br>\nNun hat der Bundesrechnungshof j&uuml;ngst belegt, dass die letzten &Ouml;PP-Projekte Mehrkosten in Milliardenh&ouml;he verursachten. Sie sind weder innovativ noch effizient, sondern unwirtschaftlich &ndash; zumal angesichts eines Zinsniveaus von 0,2 % f&uuml;r 10-j&auml;hrige Bundesanleihen.<br>\nKonkurrenz belebt das Gesch&auml;ft, dachte sich die Versicherungswirtschaft und klagte Wirtschaftsminister Gabriel ihr Leid &uuml;ber fehlende sichere Anlagem&ouml;glichkeiten. Dieser lie&szlig; die Kommission &bdquo;St&auml;rkung von Investitionen in Deutschland&ldquo; Vorschl&auml;ge erarbeiten. Der DGB und die beteiligten Gewerkschaften kritisierten das Festhalten an &Ouml;PP und die vollst&auml;ndige Finanzierung des Fernstra&szlig;ennetzes aus Nutzerentgelten, also &uuml;ber eine Maut f&uuml;r alle. &Ouml;ffentliche Infrastruktur muss vorrangig aus Steuermitteln finanziert werden &ndash; u.a. mit einem steuerpolitischen Kurswechsel bei der Privilegierung von Verm&ouml;gen und Erbschaften.<br>\nZudem m&uuml;ssen alle Haushaltsreserven f&uuml;r Investitionen genutzt werden. Aus Gewerkschaftssicht geht es dabei nicht nur um unerwartete Haushalts&uuml;bersch&uuml;sse. Der Verschuldungsspielraum der Schuldenbremse muss ausgesch&ouml;pft werden, bevor teures privates Geld eingeholt wird. Die Kreditfinanzierung von langfristigen Investitionen, die vor allem zuk&uuml;nftigen Generationen zu Gute kommen, darf nicht l&auml;nger tabuisiert werden. Im Gegenteil: Es ist Aufgabe des Staates, seinen B&uuml;rgern die &ouml;ffentliche Infrastruktur zur Verf&uuml;gung zu stellen &ndash; und zwar so g&uuml;nstig und hochwertig wie m&ouml;glich. Hingegen geh&ouml;rt es nicht zu seinen Kernaufgaben, die Gesch&auml;ftsmodelle von Banken und Versicherungen abzusichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++de1c8f9e-f7d5-11e4-ac3f-52540023ef1a%20\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>M&uuml;nkler-Watch: Neue Form studentischen Protestes?<\/strong><br>\nIn Berlin befassen sich Kommilitonen kritisch mit dem Wirken eines Professors und werden von diesem heftig gescholten<br>\nEigentlich m&uuml;ssten sich doch Dozenten und Professoren &uuml;ber Studierende freuen, die ihre Vorlesungen nicht nur genau verfolgen, sondern sie auch transkribieren, der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich machen und kritisch diskutieren. Doch dem Sozialwissenschaftler Herfried M&uuml;nkler ist so viel kritische Beobachtung von interessierten Kommilitonen h&ouml;chst suspekt. Sie haben einen Blog eingerichtet, auf dem sie die Lehrveranstaltungen M&uuml;nklers nicht nur dokumentieren, sondern auch kommentieren.<br>\nDer Professor steht sp&auml;testens nach seinem B&uuml;chern &ldquo;Neue Kriege&rdquo; und &ldquo;Imperien. Die Logik der Weltherrschaft &ndash; vom Alten Rom bis zu den Vereinigten Staaten&rdquo; als Propagandist eines modernes Militarismus immer wieder in der Kritik. Auch M&uuml;nklers Kritik an US-Whistleblower Assange stie&szlig; h&auml;ufig auf Unverst&auml;ndnis und Ablehnung&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Muenkler-Watch-Neue-Form-studentischen-Protestes-2639903.html%20\">Peter Nowak in Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;ber 100 Organisationen fordern verpflichtendes EU-Lobbyregister<\/strong><br>\nIm Rahmen unserer EU-Lobbyregisterkampagne haben wir EU-Transparenzkommissar Frans Timmermans einen offenen Brief gesendet. Gemeinsam mit mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen fordern wir ihn darin auf, schnellstm&ouml;glich ein wirklich verpflichtendes EU-Lobbyregister mit hochwertigen Daten einzuf&uuml;hren.<br>\nVerfasst hat den Brief die Allianz f&uuml;r Lobby-Transparenz und ethische Regeln (ALTER-EU), in dessen Lenkungsausschuss auch LobbyControl sitzt. Unterzeichner sind unter anderem Greenpeace, Oxfam, der WWF und Transparency International. Unterst&uuml;tzt wird der Brief auch von der interfraktionellen Arbeitsgruppe zu Integrit&auml;t im EU-Parlament.<br>\nWir wollen der EU-Kommission mit diesem Brief vor Augen f&uuml;hren, wie stark der Wunsch der Zivilgesellschaft nach einem verpflichtenden Lobbyregister ist. Viele Organisationen erfahren konkret in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen, dass die Interessen von Gro&szlig;unternehmen in Br&uuml;ssel dominieren und diese h&auml;ufig privilegierte Zug&auml;nge zu den politischen Institutionen genie&szlig;en. Mit dem Register versprechen sich die zivilgesellschaftlichen Organisationen mehr Transparenz, weniger M&ouml;glichkeiten zu unethischer Lobbyarbeit und langfristig  einen ausgeglicheneren Zugang aller Interessengruppen zu den politischen Entscheidungstr&auml;gern.<br>\nZentrale Forderung ist unter anderem das Verbot von Treffen mit unregistrierten Lobbyakteuren auszuweiten. Bisher sind mit den Kommissaren und ihren Kabinetten gerade 300 Mitarbeiter von insgesamt 33.000 von diesem Verbot betroffen. Auch soll der Prozess, der zu einem verpflichtenden Lobbyregister f&uuml;hren soll, offen sein und der Zivilgesellschaft ausreichend M&ouml;glichkeiten geben, sich einzubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/05\/ueber-100-organisationen-fordern-verpflichtendes-eu-lobbyregister\/%20\">Lobbycontrol<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>USA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Reiche und Arme haben nichts miteinander zu tun&rdquo;<\/strong><br>\nDer amerikanische Traum steckt in einer tiefen Krise, sagt der US-Politikwissenschaftler Robert Putnam. Wer in eine arme Familie geboren wird, hat kaum mehr Chancen auf Aufstieg. Doch woran liegt das?<br>\nRobert Putnam macht die unsichtbaren Dinge sichtbar. Der bekannte Politikwissenschaftler richtet sein Echolot auf die amerikanische Gesellschaft, er erkennt und beschreibt Ver&auml;nderungen in gro&szlig;en Linien. Im Jahr 2000 hat Putnam in &ldquo;Bowling alone&rdquo; den Trend zur Vereinzelung in Amerika beschrieben. Sein gerade erschienenes Buch &ldquo;Unsere Kinder. Der amerikanische Traum in der Krise&rdquo; liest sich nun wie eine Gebrauchsanweisung f&uuml;r die Rassenunruhen von Ferguson und Baltimore, wo Schwarze Misshandlung durch Polizeibeamte erfahren haben.<br>\nZehn Jahre lang haben Putnam und sein Team Daten gesammelt und individuelle Lebensgeschichten gesucht, um zu verstehen, was in Amerikas Unterschicht falsch l&auml;uft. Sie haben versucht zu ergr&uuml;nden, warum die Chancengleichheit zwischen Arm und Reich immer mehr abnimmt &ndash; egal ob es sich um Schwarze, Hispanics oder Wei&szlig;e handelt. Seine Antworten hat Putnam diese Woche auch mit Obama diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article140753869\/Reiche-und-Arme-haben-nichts-miteinander-zu-tun.html\">WELT<\/a><\/li>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p>\n<li><strong>The Clintons and their banker friends<\/strong><br>\nThe past, especially the political past, doesn&rsquo;t just provide clues to the present. In the realm of the presidency and Wall Street, it provides an ongoing pathway for political-financial relationships and policies that remain a threat to the American economy going forward.<br>\nWhen Hillary Clinton video-announced her bid for the Oval Office, she claimed she wanted to be a &ldquo;champion&rdquo; for the American people. Since then, she has attempted to recast herself as a populist and distance herself from some of the policies of her husband. But Bill Clinton did not become president without sharing the friendships, associations, and ideologies of the elite banking sect, nor will Hillary Clinton. Such relationships run too deep and are too longstanding.<br>\nTo grasp the dangers that the Big Six banks (JPMorgan Chase, Citigroup, Bank of America, Wells Fargo, Goldman Sachs, and Morgan Stanley) presently pose to the financial stability of our nation and the world, you need to understand their history in Washington, starting with the Clinton years of the 1990s. Alliances established then (not exclusively with Democrats, since bankers are bipartisan by nature) enabled these firms to become as politically powerful as they are today and to exert that power over an unprecedented amount of capital. Rest assured of one thing: their past and present CEOs will prove as critical in backing a Hillary Clinton presidency as they were in enabling her husband&rsquo;s years in office.<br>\nIn return, today&rsquo;s titans of finance and their hordes of lobbyists, more than half of whom held prior positions in the government, exact certain requirements from Washington. They need to know that a safety net or bailout will always be available in times of emergency and that the regulatory road will be open to whatever practices they deem most profitable.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mondediplo.com\/openpage\/the-clintons-and-their-banker-friends\">Le monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sollte es Hilary Clinton in das Wei&szlig;e Haus schaffen wird sich zeigen ob ihr Interesse an den Armen und Ausgegrenzten &uuml;ber das Interesse an ihrer Wahlstimme hinausgeht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahlkampfstratege Lynton Crosby &ndash; B&ouml;ses Genie der Tories<\/strong><br>\nLynton Crosby gilt als der Mann, der die Unterhaus-Wahl in Gro&szlig;britannien gewonnen hat. Der skrupellose Stratege entwarf den Wahlkampf der Konservativen &ndash; und lie&szlig; sie bis zuletzt eine Botschaft der Angst wiederholen. [&hellip;]<br>\nCrosby verordnete den ohnehin sehr konservativen australischen Liberalen einen Rechtsruck und dem Premierminister John Howard eine scharfe Rhetorik. 2001 behauptete Howard auf Crosbys Anweisung im Wahlkampf, es gebe Hinweise darauf, dass afghanische Bootsfl&uuml;chtlinge ihre Kinder ins Meer w&uuml;rfen, um Australien zu zwingen, ihnen Asyl zu gew&auml;hren. Deshalb sei eine harte Linie vonn&ouml;ten, die nur er garantiere.<br>\nAn den Vorw&uuml;rfen war nichts dran, aber bis das bewiesen war, hatte Howard die Wahl gewonnen. Sp&auml;testens seit dieser Episode gilt Crosby als skrupelloser Strippenzieher.<br>\nZun&auml;chst verbannte er den &ldquo;gr&uuml;nen Mist&rdquo; aus dem Programm. Dann ordnete er die Konzentration auf drei Themen an: striktere Einwanderungskontrolle, Einschnitte bei Sozialleistungen, direkte Angriffe auf Labour-Chef Ed Miliband. In den letzten Wochen des Wahlkampfes lautet die Kernbotschaft schlie&szlig;lich, dass eine Labour-Regierung, die von den schottischen Nationalisten toleriert w&uuml;rde, Chaos &uuml;ber das Land bringe. Diese Botschaft der Angst lie&szlig; Crosby die Tories wiederholen bis zur Penetranz.<br>\nDie Umfragen schienen zu zeigen, dass die Strategie nicht aufgeht, aber Crosby sagte den Tories immer wieder, sie sollten die Umfragen ignorieren, seine Daten besagten, dass man auf Kurs sei. Er hat recht behalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/profil-lynton-crosby-1.2472969\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>U-Boot bringt Fischtrawler in Not<\/strong><br>\nEin nordirischer Fischtrawler ist durch einen unverhofften gro&szlig;en Fang beinahe gekentert. Der Kapit&auml;n des Schiffs geht von einem U-Boot aus &ndash; m&ouml;glicherweise unter russischem Kommando.<br>\nNach einem Arbeitstag auf hoher See ging einem Fischtrawler kurzzeitig ein unbekanntes Objekt ins Netz. Wie die &bdquo;New York Times&ldquo; berichtet, geht der Kapit&auml;n des Schiffs von einem U-Boot aus. [&hellip;]  Die Nato und die britische Marine wollen zu der Zeit keine U-Boote in der Region eingesetzt haben. Deswegen f&auml;llt der Verdacht auf Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/u-boot-bringt-fischtrawler-in-not-13586961.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so, man geht m&ouml;glicher weise von einem russischen U-Boot aus. Bei solchen Meldungen sollte man diesen Beitrag immer im Hinterkopf haben:<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25975\">T&Auml;USCHUNG. DIE METHODE REAGAN<\/a> &ndash; eine interessante Dokumentation zur nachhaltigen Besch&auml;digung des vern&uuml;nftigen Ziels gemeinsamer Sicherheit in Europa.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Chodorkowski schlie&szlig;t Einigung mit Putin aus<\/strong><br>\nDer ehemalige russische Oligarch Michail Chodorkowski warnt die Europ&auml;ische Union und die Vereinigten Staaten davor, auf langfristige Abkommen mit dem russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin in der Ukraine-Krise zu setzen. &ldquo;Wenn jemand im Westen sagt, dass man mit dem heutigen Regime im Kreml eine langfristige Vereinbarung erreichen kann, dann ist er entweder dumm oder ein Betr&uuml;ger&rdquo;, sagte Chodorkowski im Interview mit der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; in Berlin.<br>\nDie Hoffnung auf eine verl&auml;ssliche Einigung sei illusorisch, weil die F&uuml;hrung unberechenbar sei. &ldquo;Putin hat die staatlichen Institutionen zerst&ouml;rt. Das hat dazu gef&uuml;hrt, dass es in Russland keinerlei gegenseitige Kontrolle der Verfassungsorgane mehr gibt, keinerlei Gewaltenteilung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article140724541\/Chodorkowski-schliesst-Einigung-mit-Putin-aus.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> Chodorkowski wird bildlich als Double des Dalai Lama inszeniert: Kurzhaarschnitt, nachdenklicher Blick, geradezu versenkt, nur kommt da nichts Vers&ouml;hnliches&hellip;.  aber die Dalai Lama-Optik wirkt sicherlich unbewusst auf die Leser. Der kann nichts B&ouml;ses wollen, muss wohl ein Heiliger sein, immerhin ist ja Putin der B&ouml;se, da kann es keinen Zweiten geben&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Chodorkowski spielt die Rolle als Stichwortgeber f&uuml;r die Hetzkampagnen gegen Russland absolut perfekt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Offene Kritik an Israel gefordert<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here israelische Parlamentspr&auml;sident Avraham Burg hat Europa und Deutschland zu offener Kritik an der israelischen Siedlungspolitik aufgefordert. Solange sich Deutschland f&uuml;rchte, seine Meinung &ouml;ffentlich zu &auml;u&szlig;ern, werde sich nichts &auml;ndern, sagte Burg im DLF. Die israelische F&uuml;hrung f&ouml;rdere das Trauma der Schoah.<br>\nEngelbrecht: Die Qualit&auml;t der israelisch-deutschen Beziehungen wird auch in Zukunft davon abh&auml;ngen, wie sich Deutschland und Israel selbst jeweils intern entwickeln. Hier gibt es einige Entwicklungen, die den deutschen Partnern manchmal Sorgen machen. Israel isoliert sich zusehends durch seine Siedlungspolitik, das Unverst&auml;ndnis selbst der besten Verb&uuml;ndeten, auch Deutschlands, w&auml;chst. Die israelische Regierung scheint diese wachsende Kritik aber nicht wirklich ernst zu nehmen. Kann das so weitergehen?<br>\nBurg: Das kann so nicht weitergehen. Aber solange sich Deutschland f&uuml;rchtet, seine Meinung &ouml;ffentlich zu &auml;u&szlig;ern &ndash; Merkel hat es im vergangenen Jahr h&ouml;flich formuliert &ndash; und solange Deutschland denkt, dass unter moralischen Beziehungen zwischen den V&ouml;lkern die Lieferung von U-Booten zu verstehen ist, kann sich nichts ver&auml;ndern. Es geht hier um Europa insgesamt, aber im Herzen Europas ist Deutschland &ndash; in jeder Hinsicht. Solange es nicht in der Lage ist, offen und laut seine Meinung zu sagen &ndash; es hat drei schreckliche Komplexe: Den Komplex des Postkolonialismus gegen&uuml;ber dem Nahen Osten insgesamt, den Komplex der Nach-Schoahh gegen&uuml;ber den Juden und den Minderwertigkeitskomplex gegen&uuml;ber Amerika -, dann ist Europa kein politischer Player. Und wenn Europa kein politischer Player ist, kann Israel tun, was es will. Europa sollte verstehen, dass es nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Macht hat. Und Europa sollte sagen: Im europ&auml;ischen Wertesystem der Gleichberechtigung, des Postkolonialismus, der Reue, des vers&ouml;hnenden Handelns k&ouml;nnen wir in unserer Mitte kein westliches Land akzeptieren, das ein anderes Land besetzt. Solange Europa das nicht sagt, wird alles so bleiben. So lange werden die Beziehungen aus Schuldgef&uuml;hlen und Waffen bestehen. Und das ist nicht gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ex-knesset-praesident-burg-offene-kritik-an-israel-gefordert.868.de.html?dram:article_id=319403\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Brexit-Debatte<\/strong><br>\nDeutsche Europaparlamentarier schlagen f&uuml;r Gro&szlig;britannien einen &ldquo;neuen Status&rdquo; in der EU vor. Das Vereinigte K&ouml;nigreich d&uuml;rfe in Br&uuml;ssel &ldquo;nicht als Dauerblockierer&rdquo; auftreten, fordert Alexander Graf Lambsdorff, Europaabgeordneter der FDP; London m&uuml;sse jetzt entscheiden, &ldquo;wo es sich von Europa l&ouml;sen will und ob man eine neue Form der Mitgliedschaft will&rdquo;. Hintergrund ist der Wahlsieg der britischen Konservativen am vergangenen Freitag, dem voraussichtlich sp&auml;testens Ende 2017 ein Referendum &uuml;ber die britische EU-Mitgliedschaft folgen wird. Deutsche Wirtschaftsvertreter warnen, ein Austritt Gro&szlig;britanniens aus der EU w&auml;re nicht nur f&uuml;r die weltwirtschaftliche Stellung Europas, sondern vor allem auch f&uuml;r deutsche Unternehmen nachteilig: Das Land ist einer der wichtigsten Auslandsstandorte deutscher Firmen und hat der Bundesrepublik 2014 einen Handels&uuml;berschuss von 41,8 Milliarden Euro verschafft. Auch weltpolitisch w&uuml;rde die EU durch einen &ldquo;Brexit&rdquo; erheblich geschw&auml;cht, warnt ein Experte, der die EU-Staaten auffordert, sich in die innerbritische Debatte &uuml;ber die EU-Mitgliedschaft einzumischen. So k&ouml;nnten Unternehmen etwa aus Deutschland, die Standorte in Gro&szlig;britannien unterhalten, ihrem dortigen Personal nahebringen, dass ein britischer EU-Austritt mit dem Verlust von Arbeitspl&auml;tzen verbunden sei. Solchen Hinweisen werde sich die britische Wahlbev&ouml;lkerung voraussichtlich nicht verweigern&hellip;<br>\nF&uuml;r den Fall, dass sich die britische Bev&ouml;lkerung nicht von ausw&auml;rtiger Einmischung beeindrucken l&auml;sst und trotz allem f&uuml;r einen Austritt aus der EU entscheidet, stellen deutsche Europaparlamentarier inzwischen eine dritte Alternative zur Debatte &ndash; &ldquo;eine neue Form der Mitgliedschaft&rdquo; in der EU, wie Alexander Graf Lambsdorff (FDP) formuliert. Lambsdorffs Fraktionsvorsitzender Guy Verhofstadt hat k&uuml;rzlich eine &ldquo;assoziierte Mitgliedschaft&rdquo; vorgeschlagen, die sich vor allem auf die Wirtschaft erstreckte, aber mit geringerer Mitsprache verbunden w&auml;re &ndash; offenbar &auml;hnlich wie im Fall der Ukraine&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59113\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Farage bleibt bei Ukip im Amt<\/strong><br>\nAus seiner Niederlage bei der Parlamentswahl zog Nigel Farage die Konsequenzen und trat als Ukip-Parteichef zur&uuml;ck. Die Partei nahm seinen R&uuml;cktritt allerdings nicht an &ndash; Farage erhielt gar Lob f&uuml;r sein Ergebnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/ruecktritt-abgelehnt-farage-bleibt-bei-ukip-im-amt\/11764464.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Atomare Abschreckung &ndash; oder: das hirnrissige Spiel mit der Apokalypse<\/strong><br>\nvon Wolfgang Schwarz<br>\nKernwaffen sind die mit Abstand unsinnigste milit&auml;rische Manifestation des menschlichen Erfindungsgeistes. Bisher jedenfalls. Sie zeugen zugleich von einer grunds&auml;tzlichen Unf&auml;higkeit der Gattung Homo sapiens, selbst potenziell selbstm&ouml;rderische Konsequenzen dieses Erfindungsgeistes in angemessener Weise zu antizipieren und durch Unterlassen zu vermeiden.<br>\nKernwaffen k&ouml;nnen von ihren Besitzern nicht gegeneinander eingesetzt werden, da diese damit die eigene Vernichtung per Gegenschlag riskierten. Das hatte bereits Bernhard Brodie, einer der intellektuellen V&auml;ter der Theorie der nuklearen Abschreckung erkannt. In seiner fr&uuml;hen, 1946 erschienenen Arbeit &bdquo;The Absolute Weapon: Atomic Power and World Order&ldquo; stellte er den fundamentalen Unterschied der Bombe im Verh&auml;ltnis zu allen bisherigen Milit&auml;rtechnologien dahingehend heraus, dass die neue Waffe jegliche Verteidigung gegen sie unm&ouml;glich mache. An diesem Grundsachverhalt hat sich trotz aller, insbesondere amerikanischer Versuche, ihn strategietheoretisch und technologisch au&szlig;er Kraft zu setzen, bis heute nichts ge&auml;ndert. Unter den Atomm&auml;chten gilt, seit die Sowjetunion das Unverwundbarkeitsmonopol der USA durch Einf&uuml;hrung ballistischer Interkontinentalraketen irreversibel beseitigt hat: &bdquo;Wer zuerst schie&szlig;t, stirbt als zweiter.&ldquo; Diese Gegebenheit bringt das Akronym MAD (englisch auch: verr&uuml;ckt) auf den Punkt &ndash; Mutual Assured Destruction, gegenseitig gesicherte Vernichtung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/04\/atomare-abschreckung-%E2%80%93-oder-das-hirnrissige-spiel-mit-der-apokalypse-32783.html\">Wolfgang Schwarz im Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Zum <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/\">Inhaltsverzeichnis des neuen Bl&auml;ttchens<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sahra Wagenknecht: Die SPD ist am Arsch! &ndash; Wo bleibt der Widerstand<\/strong><br>\nLeider erkennen die deutschen Normalb&uuml;rger noch nicht, dass sie mit den Griechen in einem Boot sitzen und von den dem reichsten 0,1% verarscht werden, denn nur f&uuml;r die Zinsen des reichsten 0,1% arbeiten wir alle.<br>\nWir haben das Verm&ouml;gen der 0,1% gerettet in dem wir die Banken gerettet haben. Nicht die Griechen haben wir gerettet!<br>\nNat&uuml;rlich lesen wir das nicht in der BILD. Denn wem geh&ouml;rt die BILD? Den reichsten 0,01%!<br>\nLest die Nachdenkseiten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YJgCu-k0uKo\">youtube<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26065"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26074,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26065\/revisions\/26074"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}