{"id":26079,"date":"2015-05-13T08:37:10","date_gmt":"2015-05-13T06:37:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079"},"modified":"2015-05-13T08:37:10","modified_gmt":"2015-05-13T06:37:10","slug":"hinweise-des-tages-2373","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h01\">Wikileaks: NSA Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h02\">Interne Dokumente zum No-Spy-Abkommen: Multimedia-Dossier: Nach bestem Wissen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h03\">BND-Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h04\">R&uuml;cktritt &ndash; der falsche Adressat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h05\">Vergreisung wird uns 497.000.000.000 Euro kosten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h06\">Sch&auml;uble allein in Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h07\">Kaputt mit System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h08\">SGB II (Hartz IV): Der etwas andere Blick auf die Ergebnisse der Sanktionsstatistik im Jahr 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h09\">Nein zum Angriff auf das Streikrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h10\">Kitas bleiben geschlossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h11\">Meisters Machtspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h12\">L&auml;nderfinanzausgleich: Kommunale Finanzkraft ist k&uuml;nftig vollst&auml;ndig einzubeziehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h13\">Das Leben der Anderen &ndash; &bdquo;Was westliche Politik im Orient anrichtet.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h14\">Die Renaissance des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h15\">US-Gef&auml;ngnisse: H&ouml;lle f&uuml;r psychisch erkrankte H&auml;ftlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h16\">EU-Plan gegen Schlepper: Operation &ldquo;Schiffe versenken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h17\">Twitter und TTIP &ndash; Laschet sch&auml;rft Bild als Kraft-Konkurrent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h18\">Bildungsgewerkschaft zum Beschluss der Hochschulrektoren zu Wissenschaftskarrieren und Zeitvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079#h19\">Steinbach und wie sie die Welt sah<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26079&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wikileaks: NSA Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\n&hellip; am Dienstag den 12. Mai, ver&ouml;ffentlicht WikiLeaks Protokolle aus zehn Monaten des laufenden 1. Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestag zu den NSA-Aktivit&auml;ten in Deutschland&hellip;<br>\nWikiLeaks ver&ouml;ffentlicht 1380 Seiten Transkriptionen nicht eingestufter (&ouml;ffentlicher) Sitzungen. Zu Wort kommen 34 Zeugen &ndash; einschlie&szlig;lich 13 namentlich geheimgehaltener Zeugen des Bundesnachrichtendienstes (BND). Die Transkriptionen umfassen die ersten Sitzungen des Untersuchungsausschusses im Mai 2014 durchg&auml;ngig bis Februar 2015&hellip;<br>\nTrotz des Mangels an einer zug&auml;nglichen &ouml;ffentlichen Aktenlage, konnten diverse bedeutende Skandale durch die Aussagen der Zeugen aufgedeckt werden. Zum Beispiel stellte sich in der 26. Sitzung heraus, dass vom Bundeskanzleramt ein Brief direkt an Kai-Uwe Ricke, den damaligen (2002-2006) Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Telekom AG, geschickt wurde. In diesem Schreiben wurde die Deutsche Telekom AG dazu angehalten, fortlaufende Massen&uuml;berwachung deutscher und internationaler Internet- und Telekommunikationsdaten am Frankfurter Knotenpunkt der Deutschen Telekom AG zuzulassen und zu unterst&uuml;tzen. Im Rahmen dieser Operation, Codename &ldquo;Eikonal&rdquo;, wurden abgeh&ouml;rte Daten dann vom BND an die NSA weitergegeben. Der Brief war an Ricke adressiert und trug den Vermerk &ldquo;pers&ouml;nlich&rdquo;. W&auml;hrend der Vernehmung im Untersuchungsausschuss gab Ricke an, er habe solch einen Brief nie gesehen&hellip;<br>\nEiner der gr&ouml;&szlig;ten Skandale, der aus dem Untersuchungsausschuss bisher hervorging, ist der aktuelle &bdquo;Selektoren&ldquo; Spionagezieleliste-Skandal: Ein BND-Mitarbeiter hat hier offen gelegt, dass vom BND erwartet wurde, auf Anweisung der NSA tausende von Zielen auszusp&auml;hen. Diese Ziele beinhalteten Mitglieder der franz&ouml;sischen Regierung sowie der europ&auml;ischen Industrie. Damit stellt sich die Frage, ob Deutschland geeignet ist, eine F&uuml;hrungsrolle in der Europ&auml;ischen Union zu &uuml;bernehmen. Es zeigte sich so auch, dass die der &Ouml;ffentlichkeit als Anti-Terrorma&szlig;nahmen verkaufte internationale Kooperation bei Massen&uuml;berwachungen in Wirklichkeit von den Vereinigten Staaten auch f&uuml;r Zwecke der Industriespionage genutzt wird sowie um sich geopolitische Vorteile gegen&uuml;ber Mitgliedern der Europ&auml;ischen Union zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/bnd-nsa\/press\/index.de.html\">Wikileaks<\/a>\n<p><strong>Dazu: WikiLeaks deckt aktive Rolle von Bundeskanzlerin Merkel in der NSA-&Uuml;berwachung auf<\/strong><br>\nWikiLeaks hat am heutigen Dienstag neue Dokumente ver&ouml;ffentlicht, darunter einen pers&ouml;nlichen Brief Merkel an den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Telekom AG, Kai-Uwe Ricke, aus denen hervorgeht, dass die deutsche Regierung aktiv die amerikanische Sicherheitsbeh&ouml;rde NSA unterst&uuml;tzt hat, massenhaft deutsche Unternehmen und B&uuml;rger zu &uuml;berwachen. Dies war bisher vehement von der Merkel-Regierung bestritten worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/19594\/headline\/schlag-auf-schlag-wikileaks-deckt-aktive-rolle-von-bundeskanzlerin-merkel-in-der-nsa-ueberwachung-auf\/\">Russia Today<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Interne Dokumente zum No-Spy-Abkommen: Multimedia-Dossier: Nach bestem Wissen?<\/strong><br>\n&ldquo;Nach bestem Wissen und Gewissen&rdquo; habe man die &Ouml;ffentlichkeit informiert. Das haben Angela Merkel und Regierungssprecher Steffen Seibert betont, nachdem NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; einen Mail-Verkehr zwischen Merkels rangh&ouml;chstem au&szlig;enpolitischen Berater Christoph Heusgen und Karen Donfried, Beraterin von US-Pr&auml;sident Barack Obama, ver&ouml;ffentlicht haben. War es tats&auml;chlich so? Tagesschau.de dokumentiert &Auml;u&szlig;erungen von deutscher Regierungsseite und Ausschnitte aus dem Mail-Verkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/nospy-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>BND-Skandal<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Monatlich 1,3 Milliarden Verbindungsdaten f&uuml;r die NSA<\/strong><br>\nVon den Hunderten Millionen sogenannten Verbindungsdaten, die der BND dank seiner &Uuml;berwachungsprogramme t&auml;glich sammelt, gehen monatlich mehr als 1,3 Milliarden an die NSA. Das berichtet Zeit Online unter Berufung auf BND-Akten, die das Nachrichtenportal auswerten konnte. Die Zahl sei auch deutlich aktueller als die von Edward Snowden genannte von monatlich 500 Millionen Metadaten. Insgesamt sammle der BND monatlich 6,6 Milliarden Metadaten, der Gro&szlig;teil geht also nicht direkt an die NSA, die Daten deutscher Staatsb&uuml;rger etwa sollen ausgesiebt werden. Offenbar, so mutma&szlig;en die Reporter auch, werden Daten aus bestimmten Regionen direkt weitergeleitet, andere kaum oder weniger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/BND-Skandal-Monatlich-1-3-Milliarden-Verbindungsdaten-fuer-die-NSA-2645741.html\">Heise<\/a><\/li>\n<li><strong>BND-Aff&auml;re: Das gro&szlig;e Merkel-Versagen<\/strong><br>\nEs ist manchmal schon erstaunlich, was eine Bundeskanzlerin so alles nicht wei&szlig;. Da gibt es seit fast zehn Jahren ein memorandum of understanding, in dem die komplexe Zusammenarbeit zwischen dem BND und der NSA geregelt wird. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel ist &uuml;ber die Existenz einer solchen Vereinbarung nichts bekannt.<br>\nEs ist Juli im Jahr 2013. Die Snowden-Dokumente ersch&uuml;ttern gerade den Glauben der B&uuml;rger in die staatlichen Institutionen. Merkel ist in der Bundespressekonferenz, um sich wie &uuml;blich einmal im Jahr kurz vor der Sommerpause ausf&uuml;hrlich den Fragen von Journalisten zu stellen. Die Frage ist gerade, ob es &uuml;ber ein sehr altes Dokument hinaus noch mehr Vereinbarungen &uuml;ber die Zusammenarbeit der Geheimdienste gibt. Und Merkel antwortet: &ldquo;Ich kann nur sagen: Mir ist es nicht bekannt. (&hellip;) Mir ist nichts anderes bekannt. Wir haben jedenfalls &ndash; mir ist wirklich nichts bekannt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-affaere-das-grosse-merkel-versagen-1.2476079\">Thorsten Denkler in der S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>R&uuml;cktritt &ndash; der falsche Adressat<\/strong><br>\nNicht dass es bisher an hinreichenden Gr&uuml;nden und Anl&auml;ssen gemangelt h&auml;tte, Thomas de Maizi&egrave;re zum R&uuml;cktritt aufzufordern, und von einem Politiker alter Schule, als der sich dieser mit Abstand distinguierteste aller Aktendullis aus Merkels Entourage ein ums andere Mal geriert, zu erwarten, dass er auch tats&auml;chlich demissioniert. Euro-Hawk-Debakel und G36-Aff&auml;re in seiner Zeit als Verteidigungsminister oder seit 2013 als nunmehr wieder Innenminister sein nur vordergr&uuml;ndig cleveres Agieren in Sachen Vorratsdatenspeicherung und seine humanismusfreien Einlassungen zur Fl&uuml;chtlingskatastrophe im Mittelmeer &ndash; Beh&ouml;rdenchefs sind schon wegen geringerer Verfehlungen zum Amtsverzicht gen&ouml;tigt worden. Die aktuellen Forderungen jedoch, er m&uuml;sse seinen Hut nehmen, weil er im Kontext der j&uuml;ngsten Volte im NSA-BND-Skandal das Parlament belogen habe, nehmen den Falschen aufs Korn&hellip;.<br>\nWenn de Maizi&egrave;res Ressort bei seiner Auskunft gelogen hat, dann hat das Kanzleramt diese L&uuml;ge wissentlich durchgehen lassen, denn solche sensiblen Erkl&auml;rungen werden zwischen den verantwortlichen Bereichen der Bundesregierung stets minuti&ouml;s abgestimmt, ja geradezu choreographiert.<br>\nWelche Bombe da tickt, l&auml;sst sich daran ermessen, dass Steffen Seibert, der Sprecher der Kanzlerin, de Maizi&egrave;re umgehend Absolution erteilte, als der Vorwurf der L&uuml;ge durch die Medien rauschte. Seibert erkl&auml;rte am 29. April: &bdquo;Die Behauptung, die Bundesregierung habe die Unwahrheit gesagt, weise ich ausdr&uuml;cklich zur&uuml;ck.&ldquo; Und: &bdquo;Wir informieren das Parlament immer nach bestem Wissen und Gewissen.&ldquo; Das gelte f&uuml;r alle Anfragen aus dem Bundestag; Grundlage sei stets &ndash; und hier &ouml;ffnet sich allerdings das Hintert&uuml;rchen &ndash; der jeweilige Erkenntnisstand zum Zeitpunkt der Anfrage. Soll ja wohl hei&szlig;en, wenn man zum Zeitpunkt der Auskunft dann Gegenteiliges wei&szlig;, aber nicht &auml;u&szlig;ert, ist das keine L&uuml;ge. Vielleicht sollten Seibert &amp; Co. gleich auch noch die H&auml;nde vors Gesicht schlagen, um gar nicht mehr gesehen zu werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/05\/ruecktritt-%E2%80%93-der-falsche-adressat-32869.html\">Sarcasticus in das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vergreisung wird uns 497.000.000.000 Euro kosten<\/strong><br>\nEin Bericht der EU-Kommission zeigt: Kaum ein Land trifft die Alterung der Gesellschaft so brutal wie Deutschland. Die Kosten des Sozialstaats verdoppeln sich &ndash; auf eine Schwindel erregende Zahl.<br>\nSo prognostiziert der Alterungsbericht f&uuml;r Deutschland, dass die j&auml;hrlichen &ouml;ffentlichen Ausgaben f&uuml;r Renten, Gesundheit und Pflege von 19,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Jahr 2013 auf 23,8 Prozent im Jahr 2060 steigen werden.<br>\nHinter diesem scheinbar moderaten Anstieg von 4,8 Prozentpunkten verbirgt sich eine hohe dreistellige Milliardensumme.<br>\nUnter diesen Voraussetzungen w&uuml;rde die Mehrbelastung gegen&uuml;ber dem Vergleichsjahr 2013 schon 2025 einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmachen. Im Jahr 2060, das l&auml;sst sich anhand des Berichts berechnen, m&uuml;sste der deutsche Staat den Steuer- und Beitragszahlern gar rund 497 Milliarden Euro zus&auml;tzlich abkn&ouml;pfen &ndash; fast eine halbe Billion also.<br>\nInsgesamt w&uuml;rden sich die j&auml;hrlichen Ausgaben f&uuml;r Renten, Gesundheit und Pflege fast verdoppeln &ndash; von 520 Milliarden Euro 2013 auf 1017 Milliarden Euro im Jahr 2060 &ndash; in Zahlen: 1.017.000.000.000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article140844269\/Vergreisung-wird-uns-497-000-000-000-Euro-kosten.html%20%20\">Olaf Gersemann auf Welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Methode ist immer die Gleiche. Man malt demografische Horrorszenarien an die Wand. Man greift eine Zahl &uuml;ber einen m&ouml;glichst langen Zeitraum heraus und rechnet sie hoch. Man l&auml;sst aber alle anderen Zahlen, die gleichfalls wachsen werden, also etwa das BIP, die L&ouml;hne etc. heraus.<\/em><br>\n<em>Warum sollte es nicht m&ouml;glich sein im Jahre 2060, also in 45 Jahren nicht 23,8%  gegen&uuml;ber 19% (wenn diese Zahl &uuml;berhaupt stimmt) des BIP f&uuml;r Rente, Gesundheit  und Pflege einzusetzen?<\/em><br>\n<em>Siehe dazu nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/info-grafiken\/demografische-belastung\">Schreckgespenst Demografie<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung J.A.:<\/strong> uns&auml;glich. Da wird eine nominale Verdopplung der Sozialkosten innerhalb von 47 Jahren genannt, ohne darauf hinzuweisen, da&szlig; es inflationsbereinigt nicht einmal 20% mehr sind. Da wird frech behauptet, die Sozialversicherung w&uuml;rde vom Staat bezahlt, der ja sparen m&uuml;sse, obwohl in Wahrheit Rente, Krankenversicherung und Pflegekosten von den Arbeitnehmern selber bezahlt werden und der Staat draufzahlen muss (z. B. &ldquo;Grundsicherung im Alter&rdquo;), wenn Menschen zu wenig Rente haben. Die hier geforderten &ldquo;Einschnitte&rdquo; w&uuml;rden den Staat &ndash; alle &ndash; richtig viel Geld kosten und h&ouml;chsten die private Versicherungswirtschaft reich machen. Die falsche Betrachtung des Quotienten von Erwerbsf&auml;higen zu Rentnern, wo richtigerweise die Erwerbst&auml;tigen zur Grundgesamtheit und das Produktivit&auml;tswachstum betrachtet werden muss. Sicher ist es n&uuml;tzlich, solche Projektionen anzustellen, aber &ldquo;nat&uuml;rlich&rdquo; fehlt in der WELT jeder Hinweis zu der Unsicherheit, mit der eine Prognose &uuml;ber diesen extrem langen Zeitraum behaftet ist. Das &ldquo;Problem&rdquo; ist in Wahrheit keins (weil von der Produktivit&auml;t &uuml;berkompensiert), oder h&ouml;chstens ein minimales. Aber logischerweise folgt zeitgleich <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article140861364\/Im-deutschen-Sozialsystem-muss-es-Einschnitte-geben.html\">der n&auml;chste Hetzartikel<\/a>):<\/em><br>\n<em>&ldquo;Im deutschen Sozialsystem muss es Einschnitte geben. Die Vergreisung l&auml;sst keine Wahl: Die Deutschen werden den G&uuml;rtel k&uuml;nftig noch enger schnallen und wohl noch l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen. Nur ein scharfer Sparkurs kann den gegenw&auml;rtigen Wohlstand halten.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Besonders &ldquo;witzig&rdquo;, dass &ldquo;die Deutschen&rdquo; durch &ldquo;G&uuml;rtel enger schnallen&rdquo; den &ldquo;Wohlstand halten&rdquo; k&ouml;nnen sollen, den sich doch in Wahrheit durch den &ldquo;scharfen Sparkurs&rdquo; verlieren&hellip; Weniger witzig, dass in Wahrheit L&ouml;hne und Sozialleistungen dramatisch steigen m&uuml;ssen, um die Sch&auml;den durch eine v&ouml;llig falsche Wirtschaftspolitik in den letzten Jahrzehnten wenigstens ein bisschen abzumildern. Es ist zum Verzweifeln, dass sich in der Politik sicher auch f&uuml;r diesen geistigen M&uuml;ll dankbare Abnehmer finden werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sch&auml;uble allein in Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nWer wissen m&ouml;chte, wie es im Schuldenstreit zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern steht, kann sich nicht mehr auf die deutschen Leitmedien verlassen. Nachdem sie den 11. Mai zum ultimativen Datum f&uuml;r eine Einigung erkl&auml;rt hatten &ndash; andernfalls drohe die schon mehrfach angek&uuml;ndigte Sofortpleite &ndash; pr&auml;sentierten sie am Montag gleich &ldquo;drei Negativ-Szenarien&rdquo;, mit denen die Troika sich angeblich auf den Ernstfall vorbereitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44903\/1.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kaputt mit System<\/strong><br>\nDie Bek&auml;mpfung der Steuervermeidung transnationaler Konzerne sollte nicht von der OECD, sondern von den Vereinten Nationen angef&uuml;hrt werden.<br>\nDie Steuervermeidung transnationaler Konzerne ist inzwischen in aller Munde. Extreme Einzelf&auml;lle und die Enth&uuml;llungen von &bdquo;Luxemburg Leaks&ldquo; haben die Diskussion zus&auml;tzlich befeuert. K&uuml;rzlich sch&auml;tzte die UNCTAD, dass durch Konzernt&ouml;chter in Steueroasen j&auml;hrlich rund 100 Milliarden Dollar Steuern in Entwicklungsl&auml;ndern vermieden werden. Doch der Umfang ist schwer zu bestimmen, auch weil dahinter eine ganze Reihe von Techniken steht. Sie alle haben eines gemeinsam: Gewinne werden in Niedrigsteuerl&auml;nder verschoben, Verluste in Hochsteuerl&auml;nder. Eine zentrale Rolle spielen dabei die Preise, die Konzerne f&uuml;r Gesch&auml;fte zwischen einzelnen Konzernteilen berechnen. Zus&auml;tzlich nutzen die Konzerne Schlupfl&ouml;cher in nationalen Gesetzen oder Unterschiede zwischen verschiedenen Rechtsr&auml;umen.<br>\nDeshalb ist oft nur von vermeintlich legaler &bdquo;Steuervermeidung&ldquo; und nicht von illegaler &bdquo;Steuerhinterziehung&ldquo; die Rede. Doch darf man nicht vergessen, dass auch hier durchaus Recht gebrochen werden kann &ndash; und nicht selten wird. Denn f&uuml;r Verrechnungspreise und gegen manche &uuml;bliche Vermeidungstechnik gibt es durchaus internationale und nationale Regeln. Steuervermeidung ist ja nichts Neues und genauso alt sind die Ans&auml;tze, sie zu unterbinden: Mindestens bis ins fr&uuml;he 20. Jahrhundert reichen sie zur&uuml;ck. Heute dominieren die von der OECD in den vergangenen Jahrzehnten entwickelten Standards. Auf sie bezog sich die EU-Kommission im vergangenen Jahr, als sie vorl&auml;ufig feststellte, dass verschiedene Staaten mit ihren Steuergeschenken an Konzerne gegen EU-Recht versto&szlig;en haben: Irland bei Apple, Luxemburg bei Fiat und Amazon sowie die Niederlande bei Starbucks&hellip;<br>\nDie OECD darf nicht weiter die globalen Steuerstandards dominieren. Das ist nicht nur ein Gebot der Steuergerechtigkeit, sondern die einzige tragf&auml;hige L&ouml;sung. Die Zeiten, in denen die Industriel&auml;nder der OECD den anderen L&auml;ndern ihre L&ouml;sungen aufzwingen konnten, sind vorbei. Schon heute stellen gro&szlig;e L&auml;nder wie Indien, aber auch der Zusammenschluss von Entwicklungsl&auml;ndern in der G77 die OECD infrage: Sie fordern, dass die Vereinten Nationen zum Ort internationaler Steuerpolitik werden m&uuml;ssen. Daf&uuml;r soll zum schon existierenden Steuer-Expertengremium der Vereinten Nationen ein von Regierungen besetztes hinzukommen &ndash; wie bei der OECD. Diese Forderung steht auch im aktuellen Entwurf f&uuml;r das Abschlussdokument der globalen Konferenz &bdquo;Finanzierung f&uuml;r Entwicklung&ldquo; im Juli in Addis Abeba. Die Industriestaaten wehren sich vehement gegen ein solches Ansinnen &ndash; wie immer, wenn sie an Einfluss verlieren. Aber wenn sie sich nicht jetzt auf eine st&auml;rkere Mitsprache der Entwicklungsl&auml;nder einlassen, werden sie zu Recht von der Geschichte &uuml;berholt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/baustellen-der-globalen-oekonomie\/artikel1\/detail\/kaputt-mit-system-916\/%20%20\">Markus Henn in Internationale Politik und Gesellschaft (IPG)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>SGB II (Hartz IV): Der etwas andere Blick auf die Ergebnisse der Sanktionsstatistik im Jahr 2014<\/strong><br>\nVon den 408 Jobcentern wurden 2014 insgesamt 1.001.103 Sanktionen neu festgestellt (das Existenzminimum gek&uuml;rzt), darunter 738.982 (73,8 Prozent) wegen eines &bdquo;Meldevers&auml;umnisses beim Tr&auml;ger&ldquo; (der Jobcenters).<br>\nDie 1.001.103 neu festgestellten Sanktionen richteten sich gegen insgesamt 441.686 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte. Das hei&szlig;t: Gegen jeden der 441.686 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten mit mindestens einer im Jahr 2014 neu festgestellten Sanktion wurden im Jahr 2014 durchschnittlich 2,27 Sanktionen neu festgestellt.<br>\nGemessen an den durchschnittlich 4.387.178 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten im Bestand stellt sich die Zahl der 441.686 erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten mit mindestens einer gegen sie neu festgestellten Sanktionrechnerisch wie folgt dar: 10,1 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtigte mit mindestens einer in 2014 gegen sie neu festgestellten Sanktion pro 100 erwerbsf&auml;hige Leistungsberechtige im Bestand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-05-12_sgb2-sanktionen-int-2014.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 289 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nein zum Angriff auf das Streikrecht<\/strong><br>\nDer Kampf der GDL gegen Einschr&auml;nkungen der Tarifautonomie und das Tarifeinheitsgesetz betrifft uns alle und verdient unsere uneingeschr&auml;nkte Solidarit&auml;t.<br>\nBei der aktuellen Tarifauseinandersetzung bei der Bahn AG geht es nicht nur um k&uuml;rzere Arbeitszeiten und h&ouml;here L&ouml;hne f&uuml;r die Mitglieder der GDL. Die Kernforderung der GDL besteht vielmehr darin, einen eigenen und von anderen Tarifvertr&auml;gen anderer Gewerkschaften unabh&auml;ngigen Tarifvertrag f&uuml;r die eigenen Mitglieder bei der Bahn AG abzuschlie&szlig;en, und zwar egal, ob sie Lokf&uuml;hrer oder Zugbegleiter sind. Eine Selbstverst&auml;ndlichkeit sei das, m&ouml;chte man meinen, denn so sieht es Artikel 9 des Grundgesetzes und das Tarifvertragsgesetz vor: Besch&auml;ftigte haben das Recht, sich zu Gewerkschaften zusammenzuschlie&szlig;en und Tarifvertr&auml;ge zur kollektiven Gestaltung der Arbeitsbedingungen mit dem Arbeitgeber abzuschlie&szlig;en. Der Arbeitgeber Bahn AG aber lehnt kategorisch jeden Tarifvertrag mit der GDL ab, der sich qualitativ von dem der anderen Bahngewerkschaft, der EVG, unterscheiden w&uuml;rde. Umgekehrt formuliert, besteht die Bahn AG gegen&uuml;ber der GDL auf einen Tarifvertrag, der inhaltsgleich mit demjenigen der anderen Gewerkschaft bei der Bahn AG zu sein hat. Was bedeutet das? Die Bahn AG missachtet damit nicht nur die innergewerkschaftlich-demokratische Forderungsaufstellung, die sich aktuell bei der GDL deutlich von der EVG-Forderung unterscheidet; nein, sie w&uuml;rde, wenn sie damit durchk&auml;me, es f&uuml;r GDL-Mitglieder sinnlos machen, sich k&uuml;nftig in dieser Gewerkschaft zu organisieren, weil niemals eine eigene Tarifforderung verwirklicht werden k&ouml;nnte. Damit ist ein Verfassungsrecht in Frage gestellt bzw. ad absurdum gef&uuml;hrt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/446.nein-zum-angriff-auf-das-streikrecht.html\">Volker Koehnen, Institut f&uuml;r solidarische Moderne<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kitas bleiben geschlossen<\/strong><br>\nDie unbefristeten Kitastreiks gehen bundesweit unvermindert weiter. Auch am Dienstag legten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wieder mehr als 40.000 Besch&auml;ftigte in Kindertagesst&auml;tten, Schulhorten und anderen Erziehungseinrichtungen die Arbeit nieder. Am heutigen Mittwoch soll der Ausstand fortgesetzt werden. Als Voraussetzung f&uuml;r ein Aussetzen des Arbeitskampfes fordert ver.di ein &raquo;echtes Angebot&laquo; der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverb&auml;nde (VKA). Lege sie ein solches vor, &raquo;k&ouml;nnten die unbefristeten Streiks binnen Tagesfrist ausgesetzt werden&laquo;, sagte ver.di-Sprecher Christoph Schmitz der Rheinischen Post (Dienstagausgabe). Bislang habe die VKA aber nur unverbindliche Vorschl&auml;ge gemacht, die im Laufe der Verhandlungen wieder vom Tisch genommen werden k&ouml;nnten und sich zudem nur auf einige Berufsgruppen bez&ouml;gen.<br>\nVKA-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Manfred Hoffmann appellierte wiederum an die Gewerkschaften &ndash; neben ver.di haben auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und der Beamtenbund dbb zu den Streiks aufgerufen &ndash;, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, hatte aber keine neuen Vorschl&auml;ge zur Beilegung des Tarifkonflikts zu bieten. Der Ausstand sei eine &raquo;unertr&auml;gliche Dauerbelastung von Kindern und Eltern&laquo;, sagte Hoffmann am Dienstag in Frankfurt am Main. Die Gewerkschaften sollten &raquo;die Weichen endlich auf Kompromiss&laquo; stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/05-13\/053.php\">Junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Meisters Machtspr&uuml;che<\/strong><br>\nIm Februar 2015 waren Angela Merkel und der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Hollande nach Moskau gereist, um die Waffenstillstandsvereinbarung in Sachen Ukraine vorzubereiten, die dann in Minsk erzielt wurde. Dazu wurde kommentiert: &bdquo;F&uuml;r den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin war es ein Triumph, dass die derzeit m&auml;chtigste europ&auml;ische Politikerin nach Moskau gereist ist.&ldquo; Wie bitte? Geht&rsquo;s noch? Wie aufgeblasen ist denn dieses Deutschland schon wieder, dass so etwas als Bewertung durchgeht? Der Pr&auml;sident Russlands darf sich schon deshalb gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, weil die deutsche Kanzlerin ihm die Ehre ihres Besuches gibt?<br>\nDerselbe Kommentator meint auch feststellen zu sollen: &bdquo;Einzig St&auml;rke ist die Sprache, die Russlands Pr&auml;sident versteht.&ldquo;&hellip;<br>\nDie Zitate stammen &uuml;brigens von einem Mann, der die deutsche Regierungspolitik zu beraten h&auml;tte. Er hei&szlig;t Stefan Meister und ist &bdquo;Programmleiter Osteuropa, Russland und Zentralasien am Robert-Bosch-Zentrum f&uuml;r Mittel- und Osteuropa, Russland und Zentralasien der DGAP&ldquo;. Der sperrige Titel sagt: Meister ist der Zust&auml;ndige f&uuml;r Russlandanalyse bei der &bdquo;Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik&ldquo;, die wiederum sich als &bdquo;das nationale Netzwerk f&uuml;r Au&szlig;enpolitik&ldquo; (man beachte das &bdquo;das&ldquo;) versteht, das &bdquo;seit mehr als 50 Jahren die au&szlig;enpolitische Meinungsbildung in Deutschland&ldquo; betreibt. &Uuml;ber das Forschungsinstitut der DGAP hei&szlig;t es, es realisiere &bdquo;eine handlungs- und praxisorientierte Forschung an der Schnittstelle von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien&ldquo;. Mit anderen Worten, Meisters Draht zum Bundeskanzleramt und zum Ausw&auml;rtigen Amt sollte per definitionem recht kurz sein&hellip;.<br>\nIn Meisters DGAP-Papier, das den Titel tr&auml;gt: &bdquo;Thesen f&uuml;r eine neue deutsche Russlandpolitik&ldquo; (datiert auf M&auml;rz 2015), steht das in der Pr&auml;ambel, als allgemeine Zielvorgabe, als selbstverst&auml;ndlich. Russland soll nach deutschem Gusto zugerichtet werden. Dem solle eine Politik dienen, die aus &bdquo;einer Mischung aus Eind&auml;mmung und Kooperation&ldquo; besteht. So weit sind wir schon wieder: Deutschland &ndash; gest&uuml;tzt auf EU, NATO und USA &ndash; &bdquo;d&auml;mmt&ldquo; Russland ein. In einer Anwandlung von Realismus muss Stefan Meister dann zugeben, dass die russische F&uuml;hrung ihr System stabilisiert habe; die Zustimmungsraten f&uuml;r Pr&auml;sident Putin l&auml;gen bei 80 Prozent. So sei der Weg noch lang; &bdquo;nur Regimewandel kann echte Ver&auml;nderungen bringen&ldquo;. Worin die bestehen sollen, sagt der Autor nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/05\/meisters-machtspruech-32885.html%20\">Bernhard Romeike  in das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Das Inhaltsverzeichniss des Bl&auml;ttchens vom 11. Mai 2015 <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/\">hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>L&auml;nderfinanzausgleich: Kommunale Finanzkraft ist k&uuml;nftig vollst&auml;ndig einzubeziehen<\/strong><br>\nDie kommunale Finanzkraft ist vollst&auml;ndig im L&auml;nderfinanzausgleich zu ber&uuml;cksichtigen. Zu diesem Ergebnis kommen zwei &hellip; Gutachten, die von Professor Dr. Joachim Wieland (Deutsche Universit&auml;t f&uuml;r Verwaltungswissenschaften Speyer) und von Professor Dr. Thomas Lenk (Universit&auml;t Leipzig) im Auftrag der L&auml;nder Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Th&uuml;ringen erstellt wurden.<br>\nProf. Dr. Wieland: &ldquo;Die Verzerrungen im L&auml;nderfinanzausgleich, die sich aus einer nur teilweisen Ber&uuml;cksichtigung der kommunalen Finanzkraft ergeben, k&ouml;nnen angesichts der weit auseinander klaffenden Steuerkraft der Kommunen nicht l&auml;nger hingenommen werden.&rdquo;<br>\nBisher wird die kommunale Finanzkraft lediglich zu 64% im L&auml;nderfinanzausgleich angerechnet. Finanzstarke L&auml;nder mit ihren finanziell besser situierten Gemeinden werden &bdquo;&auml;rmer gerechnet&ldquo; als es ihrer tats&auml;chlichen Finanzkraft entspricht, w&auml;hrend finanzschwache L&auml;nder mit ihren &uuml;berwiegend finanzschwachen Gemeinden &bdquo;reicher&ldquo; dargestellt werden, als sie in Wirklichkeit sind. Die Gutachter legen dar, dass bei der Ermittlung der Finanzkraft der L&auml;nder eine vollst&auml;ndige Einbeziehung ihrer Gemeinden sowohl verfassungsrechtlich als auch aus finanzwissenschaftlicher Sicht geboten ist. Nur dadurch k&ouml;nnen die tats&auml;chlichen Finanzkraftunterschiede zwischen den L&auml;ndern in ihrem vollen Ausma&szlig; erfasst und in einem zweiten Schritt angemessen ausgeglichen werden.<br>\nProf. Dr. Lenk: &ldquo;Bei einer Neugestaltung der Bund-L&auml;nder-Finanzbeziehungen ist wegen der vorliegenden Argumente und der unzureichenden Begr&uuml;ndung des aktuellen Abschlags eine vollst&auml;ndige und dauerhafte Einbeziehung der kommunalen Finanzkraft in den L&auml;nderfinanzausgleich zu empfehlen.&rdquo;<br>\nDer Berliner Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz-Ahnen stellt sich hinter diese &Uuml;berlegungen: &ldquo;Es gibt keine Anzeichen, dass sich die Finanzkraft der L&auml;nder und Kommunen in absehbarer Zeit weiter ann&auml;hert. Wir brauchen deshalb dauerhaft mehr Ausgleich statt weniger. Es gibt keine rationalen Gr&uuml;nde, weiterhin mehr als ein Drittel der Unterschiede zwischen den Kommunen aus dem System auszublenden.&rdquo; Berlin w&uuml;rde in einer Gr&ouml;&szlig;enordnung von rd. 640 Mio. EUR profitieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlin.de\/sen\/finanzen\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung.312922.php\">Senatsverwaltung Berlin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Leben der Anderen &ndash; &bdquo;Was westliche Politik im Orient anrichtet.&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn wir Gewalt anwenden, dann deswegen, weil wir Amerikaner sind! Wir sind die unverzichtbare Nation. Wir haben Gr&ouml;&szlig;e, und wir blicken weiter in die Zukunft.&ldquo; Ja, so sprach im Jahr 1998 die damalige Au&szlig;enministerin Madeleine Albright auf einer Veranstaltung in Cleveland. Mit diesem Zitat weist Michael L&uuml;ders in seinem neuen lesenswerten Buch  &bdquo;Wer den Wind s&auml;t&ldquo; auf das fatale geopolitische Selbstverst&auml;ndnis der USA hin. Unter dem Motto einer weltweit dominierenden &bdquo;Pax Americana&ldquo; vertrat die Hegemonialmacht sowohl in kolonialen als auch in heutigen Zeiten den offenbar &bdquo;alternativlosen&ldquo; Anspruch, auf unser aller Erde die f&uuml;r sie brauchbarsten Claims abzustecken, und das  &bdquo;naturgem&auml;&szlig;&ldquo; immer als Friedensmission von &bdquo;God&rsquo;s own country&ldquo;.<br>\nDer Islamexperte L&uuml;ders kennt sie, die L&auml;nder des Nahen und Mittleren Ostens aus eigener Anschauung. Von Marokko &uuml;ber Gaza bis Pakistan zieht sich inzwischen eine Art islamistischer G&uuml;rtel. Die historischen Hintergr&uuml;nde zunehmender Desorientierung, zunehmender Wut, zunehmenden Elends und zunehmender Verzweiflung erkennt der fr&uuml;here &bdquo;Zeit&ldquo;-Korrespondent in den Folgen der Anma&szlig;ung westlicher Ausbeutung von Rohstoffen, vor allem &Ouml;l, von Land und Leuten. Und auch wenn wir &ndash; die an einer gerechteren Welt interessierten kritischen Intellektuellen &ndash; meinen, es m&uuml;ssten eben nur &bdquo;irgendwie&ldquo; demokratische Strukturen in diese L&auml;nder Einzug halten, dann k&ouml;nnte alles besser werden, &bdquo;da unten&ldquo; &ndash; wir irren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/das-leben-der-anderen-was-westliche-politik-im-orient-anrichtet\/\">Marianne B&auml;umler im Blog der Republilk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Renaissance des Westens<\/strong><br>\nDeutsche Milit&auml;rpolitiker er&ouml;ffnen die Debatte &uuml;ber eine neue nukleare Aufr&uuml;stung innerhalb der NATO. Wie ein hochrangiger Mitarbeiter der Berliner &ldquo;Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik&rdquo; in einem aktuellen Diskussionsbeitrag schreibt, habe das westliche Kriegsb&uuml;ndnis im Rahmen des Ukraine-Konflikts &ldquo;wieder an Bedeutung&rdquo; gewonnen. In diesem Zusammenhang m&uuml;sse nun auch die &ldquo;nukleare Abschreckung&rdquo; neu thematisiert werden. Zum &ldquo;Gesamtpaket der Abschreckung&rdquo;, das auf die Tagesordnung zu setzen sei, geh&ouml;rten neben der Nuklearbewaffnung allgemein auch speziell die US-Atombomben, die in Europa gelagert seien &ndash; nicht zuletzt in Deutschland. Auch jenseits der wieder heraufziehenden Atomkriegsgefahr zeichnet sich im Schatten der westlichen Neuformierung eine weitere Brutalisierung k&uuml;nftiger Kriege ab. Wie ein ehemaliger Chef des Planungsstabes im Bundesverteidigungsministerium erkl&auml;rt, m&uuml;sse Berlin die Beschaffung von Uranmunition durch die Bundeswehr in Betracht ziehen, um russische Panzer bek&auml;mpfen zu k&ouml;nnen. Uranmunition ist auch nach ihrer Nutzung h&ouml;chst sch&auml;dlich; weite Gebiete etwa im Irak, in denen sie von NATO-Staaten eingesetzt wurde, sind bis heute verseucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59114\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Gef&auml;ngnisse: H&ouml;lle f&uuml;r psychisch erkrankte H&auml;ftlinge<\/strong><br>\nHuman Rights Watch berichtet, dass Insassen mit psychischen St&ouml;rungen h&auml;ufig Opfer von Gewalt des &uuml;berforderten Gef&auml;ngnispersonals werden<br>\nDie Kassen vieler US-Bundesstaaten sind klamm, also wird gespart, zum Beispiel bei den staatlichen psychiatrischen Kliniken. Viele wurden in den letzten Jahren geschlossen. Die Folge ist, dass Gef&auml;ngnisse deren Aufgaben bei straff&auml;llig gewordenen Personen mit psychischen St&ouml;rungen &uuml;bernommen haben. Sie sind ihnen aber nicht gewachsen. Das hat Ausw&uuml;chse, die H&ouml;llenkreisen gleichkommen, wie ein Bericht der Organisation Human Rights Watch darlegt: Gegen die psychisch erkrankten H&auml;ftlinge wird deutlich mehr Gewalt angewendet als gegen die anderen Insassen der Strafvollzugsanstalten.<br>\nEs sind viele: Etwa 360.000 H&auml;ftlinge in US-Strafvollugsanstalten sollen laut einer Sch&auml;tzung an ernsthaften psychischen St&ouml;rungen leiden, an Schizophrenie, bipolarer St&ouml;rung oder schweren Depressionen. 15 Prozent der H&auml;ftlinge in Staatsgef&auml;ngnissen (&ldquo;Prisons&rdquo;) und 24 Prozent der Insassen lokaler Haftanstalten (&ldquo;Jails&rdquo;) leiden an psychotischen Symptomen, verbunden mit Wahnvorstellungen, ist im HRW-Bericht zu erfahren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44908\/1.html\">Thomas Pany auf Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hrw.org\/sites\/default\/files\/reports\/usprisoner0515_ForUpload.pdf\">Callous and cruel &ndash; HRW [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EU-Plan gegen Schlepper: Operation &ldquo;Schiffe versenken&rdquo;<\/strong><br>\nWenn es nach der EU-Au&szlig;enbeauftragten Federica Mogherini geht, wird die Uno heute ein ziemlich weitreichendes Mandat beschlie&szlig;en. Gegen die Schleuserbanden auf dem Mittelmeer, so der letzte Entwurf, sollen die Mitgliedstaaten f&uuml;r vorerst ein Jahr &ldquo;alle n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen ergreifen&rdquo; k&ouml;nnen. Das meint das Stoppen und Kontrollieren von Fl&uuml;chtlingsbooten und die Festnahme der Schleuser an Bord. Aber auch die Zerst&ouml;rung der Schleuserboote durch das Milit&auml;r.<br>\nWas Mogherini auf sechs Seiten vorbereitet hat, ist nicht weniger als der m&ouml;gliche Start einer neuen EU-Milit&auml;rmission. Ausdr&uuml;cklich beruft sich das Mandat, das SPIEGEL ONLINE vorliegt, deswegen auf Kapitel 7 der Uno-Charta. Mit dieser wird die Anwendung von milit&auml;rischer Gewalt legitimiert. Stimmt die Uno dem Entwurf zu, k&ouml;nnten bald Kriegsschiffe auf Jagd gehen.<br>\nDer Text belegt, wie weit die Planungen von Mogherini gehen. Ausdr&uuml;cklich soll das Mandat Operationen &ldquo;in den Gew&auml;ssern Libyens und auf libyschem Territorium&rdquo; erlauben, um dort die Infrastruktur der Schleuser zu zerst&ouml;ren. Daf&uuml;r br&auml;uchte die Staatengemeinschaft noch eine Einladung der Regierung in Tripolis. Dort allerdings herrschen derzeit die Milizen, eine formelle Regierung existiert nicht einmal auf dem Papier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/europaeische-union-will-schlepper-stoppen-operation-schiffe-versenken-a-1033187.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Wortmeldungen&ldquo; bei Jens Wernicke: Wolfang Bittner zum Fl&uuml;chtlingssterben<\/strong><br>\nDie Schiffskatastrophen im Mittelmeer h&auml;ufen sich. Die Anteilnahme ist gro&szlig;. Doch steckt nicht auch hinter vielen &raquo;linken&laquo; Antworten ein St&uuml;ck Heuchelei? Zu dieser Frage sprach Jens Wernicke mit dem Schriftsteller Wolfgang Bittner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/970902.fluechtlingssterben.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Twitter und TTIP &ndash; Laschet sch&auml;rft Bild als Kraft-Konkurrent<\/strong><br>\nF&uuml;r Taxifahrer in New York wird der sparsame Armin Laschet zur Herausforderung. Mitten in Manhattan springt der Besucher aus NRW mehrfach todesmutig in den dichten Berufsverkehr, um ein gelbes Auto zu kapern. Akzeptiert der Chauffeur aber keine f&uuml;nf Fahrg&auml;ste, platzt der 15-Dollar-Deal. Minuten sp&auml;ter jongliert der CDU-Politiker beim Termin mit dem weltweit gr&ouml;&szlig;ten Verm&ouml;gensverwalter BlackRock, Larry Fink, dann mit Milliardensummen. Fink und Laschet machen klar, dass bei einem Scheitern des deutsch-amerikanischen Freihandelsabkommens TTIP Investitionen und Handel in beiden L&auml;ndern gef&auml;hrdet sind. In NRW ist BlackRock an Firmen wie Eon, RWE, Thyssen, Telekom und Bayer beteiligt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/twitter-und-ttip-laschet-schaerft-bild-als-kraft-konkurrent-id10663246.html#plx2049746934\">Wilfried Goebels in der WAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Artikel ist eigentlich v&ouml;llig belanglos, aber er ist ein Beispiel wie &bdquo;embedded journalism&ldquo; bzw. Gef&auml;lligkeitsjournalismus funktioniert. Ob wohl die NRW-CDU auch noch die Reise bezahlt hat?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildungsgewerkschaft zum Beschluss der Hochschulrektoren zu Wissenschaftskarrieren und Zeitvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den (&hellip;gestrigen) Beschluss der Mitgliederversammlung der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) zu Wissenschaftskarrieren und Zeitvertr&auml;gen als ambivalent bewertet. &bdquo;Es ist zu begr&uuml;&szlig;en, dass inzwischen auch die HRK die Missst&auml;nde an den Hochschulen nicht mehr leugnet und sich f&uuml;r mehr Dauerstellen, Mindestlaufzeiten f&uuml;r Zeitvertr&auml;ge sowie eine aktive Personalentwicklung einsetzt. Teilweise aber fallen die Vorschl&auml;ge hinter den bereits erreichten Diskussionsstand zur&uuml;ck&ldquo;, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, am Dienstag.<br>\nDer HRK-Vorschlag, die Dauer der Arbeitsvertr&auml;ge mit Doktorandinnen und Doktoranden so zu bemessen, dass Qualifikationsziele erreicht werden k&ouml;nnen und dabei eine Laufzeit von zwei Jahren mit einer Verl&auml;ngerungsoption von einem Jahr nicht zu unterschreiten, sei ein &bdquo;Schritt in die richtige Richtung&ldquo;, sagte Keller. &bdquo;Niemandem ist geholfen, wenn Promovierende mit einer halbfertigen Doktorarbeit auf die Stra&szlig;e gesetzt werden. Wir brauchen bundesweite verbindliche Mindestlaufzeiten f&uuml;r befristete Arbeitsvertr&auml;ge. Wenn selbst die Hochschulrektoren eine Untergrenze von zwei plus einem Jahr bef&uuml;rworten, darf der Gesetzgeber nicht dahinter zur&uuml;ckfallen&ldquo;, mahnte der GEW-Vize. Unterst&uuml;tzung verdiene auch die HRK-Forderung, die Laufzeit von Arbeitsvertr&auml;gen, die aus Drittmitteln finanziert werden, an der Projektlaufzeit zu orientieren.<br>\nEntt&auml;uscht &auml;u&szlig;erte sich der GEW-Vize &uuml;ber die HRK-Vorschl&auml;ge f&uuml;r die Ausgestaltung von Arbeitsvertr&auml;gen nach der Promotion. &bdquo;Promovierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in der Regel zwei Studieng&auml;nge sowie die Promotion erfolgreich absolviert. Hochschulen, die diese hoch qualifizierten Fachkr&auml;fte weiterbesch&auml;ftigen m&ouml;chten, m&uuml;ssen ihnen berechenbare Perspektiven er&ouml;ffnen. Leider sucht man danach im HRK-Beschluss vergeblich. Stattdessen soll die unsichere Postdoc-Zeit durch Aufteilung in eine &sbquo;Qualifikations-&rsquo; und eine &sbquo;Entscheidungsphase&rsquo; sogar noch verl&auml;ngert werden &ndash; ein ganz falsches Signal&ldquo;, kritisierte Keller.<br>\nAusdr&uuml;cklich w&uuml;rdigte der GEW-Hochschulexperte den HRK-Vorschlag, f&uuml;r Daueraufgaben unbefristete Funktionsstellen einzurichten, sowie den Aufruf an die HRK-Mitgliedshochschulen eine aktive Personalentwicklung zu betreiben, den Besch&auml;ftigten gute Rahmenbedingungen zu bieten und &bdquo;alle relevanten Akteure&ldquo; einzubeziehen.<br>\nQuelle: Pressemitteilung der GEW (noch nicht im Netz)\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Steinbach und wie sie die Welt sah<\/strong><br>\nIm &raquo;Spiegel 19\/2015&laquo; gibt es ein Interview mit Erika Steinbach. Kaum jemand regt sich dar&uuml;ber auf. Darin vertritt sie die Ansicht, dass der 8. Mai 1945 nicht nur ein Tag der Befreiung war. Wie sie darin argumentiert, macht deutlich, welcher Ewiggestrigen man politische Verantwortung &uuml;bertragen hat und wie leichtfertig man so jemanden in einer solchen Stellung akzeptierte.<br>\nVieles des Gesagten ist haarstr&auml;ubend. Steinbach verglich den Terror- und Mordapparat der Nazis mit den Strukturen, die nach der Wachabl&ouml;sung entstanden. Sowjets, Amerikaner und Franzosen h&auml;tten n&auml;mlich auch Verbrechen begangen und Deutsche eingesperrt. Die Sowjets haben ja auch umgebracht und Kriegsgefangene verschleppt. Zugegeben, das war auch harter Tobak. Aber kann man die Vorgehensweise der Alliierten &uuml;berhaupt mit dem Treiben der Faschisten gleichsetzen? Klar, die Amerikaner haben Verd&auml;chtige interniert. Aber sie haben sie niemals durch Arbeit vernichtet oder als Forschungsmaterial verwendet. Steinbach &uuml;bersieht das elegant und behauptet, dass Befreiung bedeuten w&uuml;rde, endlich frei zu sein. Wenn man aber von einer Diktatur direkt in Gefangenschaft lande, dann sei das keine Befreiung. Denn dem Menschen sei v&ouml;llig egal, von wem er unterdr&uuml;ckt w&uuml;rde. Aber auch das ist blanke Augenwischerei. Denn es macht sehr wohl einen Unterschied, ob ich ins Gas geschickt werde oder nur in eine Zelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/05\/steinbach-und-wie-sie-die-welt-sah.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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