{"id":26106,"date":"2015-05-15T08:35:24","date_gmt":"2015-05-15T06:35:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106"},"modified":"2015-11-09T11:10:57","modified_gmt":"2015-11-09T10:10:57","slug":"hinweise-des-tages-2374","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h01\">Nur nicht erwischen lassen <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h02\">Arbeitskampf <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h03\">Krieg gegen Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h04\">Wo ist das Geld?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h05\">Welche Rolle spielt die Lohnentwicklung f&uuml;r die Erfolge der deutschen Exportindustrie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h06\">H&ouml;ren im Hinterzimmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h07\">Steuertrickser beraten EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h08\">Brief aus Athen: Banken und Regierung wollen Bargeldverbote ausweiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h09\">Privatisierung Griechenland bringt Verkauf des Hafens von Pir&auml;us auf den Weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h10\">50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen&nbsp;&ndash; &ldquo;Das war f&uuml;r Deutschland eine positive Entwicklung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h11\">Die Bundeswehr muss dem Willen des Volkes dienen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h12\">Demokraten bremsen Pr&auml;sident Obama bei Freihandelsabkommen aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h13\">Die Vampire der Wall Street<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h14\">Greatest Threat to Free Speech Comes Not From Terrorism, But From Those Claiming to Fight It<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h15\">Jeb Bush verplappert sich und verr&auml;t seine Pl&auml;ne f&uuml;r die n&auml;chste Wahl in den USA <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h16\">Die Alternativlosigkeit und die Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h17\">Zur &Ouml;konomie der Zukunft, zur Zukunft der &Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106#h18\">Zu guter Letzt: Die Frage von Wolfgang Bittner<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26106&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nur nicht erwischen lassen<\/strong><br>\nDer Gipfel des Zynismus ist jene Beschwichtigung, die seit Tagen wieder zu lesen und h&ouml;ren ist: Wer je an ein No-Spy-Abkommen geglaubt habe, sei naiv und also selbst schuld. Genau so entstehen Verschw&ouml;rungstheorien: Wenn man nichts mehr glauben kann, ist alles m&ouml;glich. [&hellip;] Zur Erinnerung: Frau Fahimi und ihre Partei bezichtigen Spitzenvertreter ihres Regierungspartners seit Tagen der L&uuml;ge. Auf die Frage nach personellen Konsequenzen aber sagte Fahimi: &ldquo;Na ja, weil jemand im Wahlkampf sich nicht an die Wahrheit gehalten hat, glaube ich, muss niemand zur&uuml;cktreten. Das w&auml;re zu weit gegriffen.&rdquo; Jeder Wahlk&auml;mpfer darf Fakten in seinem Sinn deuten und Dinge verschweigen. Aber eine Regierung, die in einer Angelegenheit dieser Tragweite t&auml;uscht? Das hat eine andere Dimension.<br>\nWenn die Sozialdemokraten ihren L&uuml;gen-Vorwurf ernst meinen, dann m&uuml;ssen sie auch erkl&auml;ren, wie sie eigentlich unter einer Kanzlerin weiterregieren wollen, der sie derart Gravierendes zutrauen. Verglichen mit den schwarz-gelben Wildsau-Gurkentruppe-Schm&auml;hungen der vergangenen Legislaturperiode jedenfalls hat auch dies eine neue Dimension. Wer aber erst &ldquo;L&uuml;ge&rdquo; ruft und dann im Regierungsalltag tut, als sei nichts gewesen, der best&auml;tigt letztlich nur die Annahme der Politikver&auml;chter: dass &ldquo;die da oben&rdquo; doch sowieso alle unter einer Decke steckten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/merkel-gnadenlos-peinlich-1.2475881\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Noch deutlicher wird <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-politik-bnd-affaere-1.2477219\">Heribert Prantl auf S&uuml;ddeutsche.de<\/a>. Er sagt: &lrm;Merkel&#8236;, die sich immer grundehrlich gebe, ist nicht ehrlich. Merkels Auftritte aus dem Jahr 2013 wirken aus der heutigen Sicht &ldquo;beinahe frech&rdquo;. Es galt &ldquo;No Interest&rdquo; statt &ldquo;No-Spy-Abkommen&rdquo;. Merkel habe nicht nur nichts getan, sondern auch noch vorgegaukelt, etwas zu tun. Hei&szlig;t: &ldquo;W&auml;hlerbetrug&rdquo;. Es war nicht bestes Wissen und Gewissen. Man hat gelogen und l&uuml;gen lassen, so Prantl.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Nach bestem Wissen und Gewissen<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150515%20Stuttmann_kari_20150514_Gewissen_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_5610.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeitskampf<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Stark durch Streik<\/strong><br>\nLokf&uuml;hrer, Postler, Kinderg&auml;rtner &ndash; Deutschland im Arbeitskampf. Aber die Warnungen vor der &ldquo;Streikrepublik&rdquo; sind Unsinn. Es wird Zeit, dass sich die Arbeitnehmer ihr St&uuml;ck vom Kuchen holen. Arbeitskampf &ndash; wir haben das Wort lange nicht geh&ouml;rt. Nun ist es in aller Munde. &Uuml;berall im Land wird gestreikt. [&hellip;] Die Arbeitgeber f&uuml;rchten das Schlimmste: 2015 k&ouml;nnte das st&auml;rkste Streikjahr seit beinahe zehn Jahren werden. Das Institut der Deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln rechnet damit, dass heuer mehr als 430.000 Arbeitstage ausfallen. Schon im vergangenen Jahr hatte der Chefvolkswirt der Allianz gesagt: &ldquo;Ich f&uuml;rchte, dass viele Menschen glauben, dass wir nach Jahren der Lohnzur&uuml;ckhaltung nun in ein goldenes Jahrzehnt einsteigen.&rdquo; Und das w&auml;re &ndash; nat&uuml;rlich &ndash; &ldquo;sehr gef&auml;hrlich&rdquo;.<br>\nGef&auml;hrlich? F&uuml;r wen? Die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; hat gerade noch einmal die implizite Drohung des Kapitals erl&auml;utert: &ldquo;Der Wettstreit um gr&ouml;&szlig;ere Anteile am Wohlstandskuchen f&uuml;hrt leicht dazu, dass der Kuchen insgesamt nicht mehr w&auml;chst, sondern schrumpft.&rdquo; So ist das also. Es soll jeder sch&ouml;n an seinem Platz bleiben. Wer mehr will, der bekommt am Ende weniger. Jedenfalls wenn er ein Arbeitnehmer ist. Wobei in Wahrheit ja der Arbeitnehmer seine Arbeit gibt, und der Arbeitgeber sie nimmt. Das nur am Rande.<br>\nEs ist immer wieder bemerkenswert, dass die Sorge um den Kuchen nur dann aufkommt, wenn sich die Arbeitnehmer ein gr&ouml;&szlig;eres St&uuml;ck genehmigen wollen. Wenn die Unternehmen ihre Gewinne steigern, wenn die Aktion&auml;re ihre Coupons zur Bank tragen. Wenn f&uuml;r die Leute, die die Arbeit machen, nur Kr&uuml;mel bleiben, beklagen sich unsere Zeitungen nicht dar&uuml;ber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/streikende-gewerkschaften-ver-di-und-gdl-im-recht-a-1033764.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Post setzt Beamte als Streikbrecher ein<\/strong><br>\nIm Arbeitskampf mit der Gewerkschaft Verdi hat die Deutsche Post AG Beamte als Streikbrecher eingesetzt &ndash; obwohl das Bundesverfassungsgericht dies grunds&auml;tzlich verboten hat. Das Unternehmen vertritt die Auffassung, der Einsatz sei dennoch rechtm&auml;&szlig;ig, antwortet auf Nachfragen aber teilweise ausweichend.<br>\nDer S&uuml;ddeutschen Zeitung liegen die Namen von 28 Beamten vor, die in den Briefniederlassungen Frankfurt und Gie&szlig;en, der Zustellbasis Frankfurt sowie im Paketzentrum Rodgau (ebenfalls in Hessen) besch&auml;ftigt sind. Bei Warnstreiks im April wurden sie auf bestreikte Arbeitspl&auml;tze geschickt. Das Unternehmen informierte die Betriebsr&auml;te mit dem Hinweis, die Beamten seien &ldquo;freiwillig versetzt worden&rdquo;.<br>\nDamit setzte sich die Post wom&ouml;glich dennoch &uuml;ber einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts von 1993 hinweg. Die Karlsruher Richter verf&uuml;gten &uuml;ber die damalige Bundespost, dass sie &ldquo;nicht den Einsatz von Beamten auf bestreikten Arbeitspl&auml;tzen anordnen darf, solange daf&uuml;r keine gesetzliche Regelung vorhanden ist&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/arbeitskampf-post-setzt-beamte-als-streikbrecher-ein-1.2478798\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Immerhin h&auml;lt der Bund mittelbar &uuml;ber die KfW noch 21 Prozent an der Post AG. Derartiges ist aber offenbar in der marktkonformen Demokratie gewollt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Streiks in Deutschland &ndash; Der neue Verteilungskampf<\/strong><br>\nBahn- und Kita-Streiks sind l&auml;stig. Bedenklich aber ist, wie sich die Ma&szlig;st&auml;be der Lohnpolitik verschieben. Der neue Verteilungskampf kann letztlich dazu f&uuml;hren, dass der Wohlstandskuchen schrumpft. [&hellip;]<br>\nMittlerweile mehren sich die Hinweise, dass sich Deutschland auf ein solches Problem zubewegt. Dazu geh&ouml;ren die aktuellen Tarifk&auml;mpfe in den Kinderg&auml;rten und bei der Bahn. Unabh&auml;ngig von der Frage, mit wie viel Sympathie man die Anliegen der Herren Bsirske und Weselsky verfolgt, zeigt sich hier eine bedenkliche neue Spielart von Verteilungskonflikten: Es geht nicht mehr nur um die Umverteilung von Wohlstandsgewinnen, sondern es wird &uuml;ber die vorhandene Substanz gestritten. Anders als bisher &uuml;blich, gr&uuml;nden die Gewerkschaften ihre Forderungen nicht auf einer Bewertung wirtschaftlicher Spielr&auml;ume. [&hellip;]<br>\nDamit nicht genug. Wo sich Tarifpolitik von &ouml;konomischen Begr&uuml;ndungsmustern l&ouml;st, findet der Verteilungskampf im Zweifel keine Grenze mehr. Dass Krankenpfleger bald Nachholbedarf gegen&uuml;ber Erziehern und Industriearbeitern reklamieren, ist f&uuml;r Verdi schon klar. Zugleich werden &Auml;rzte und Piloten ihre Stellung im Lohngef&uuml;ge verteidigen wollen, genauso die Industriearbeiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/streiks-bei-bahn-kita-co-der-neue-verteilungskampf-13589931.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> F&uuml;r wen ist es &ldquo;bedenklich&rdquo;, da&szlig; sich &ldquo;die Ma&szlig;st&auml;be der Lohnpolitik verschieben&rdquo;? F&uuml;r die Arbeitgeberseite, die &ldquo;Topmanager&rdquo;, die Aktion&auml;re, die dann weniger bekommen werden von dem Kuchenst&uuml;ck, das sie in den letzten Jahrzehnten auf Kosten der Arbeitnehmer immer weiter vergr&ouml;&szlig;ert haben? Und wie kann durch den Verteilungskampf der &ldquo;Wohlstandskuchen&rdquo; schrumpfen, wenn er doch &ndash; zumindest f&uuml;r die Arbeitnehmer &ndash; gr&ouml;&szlig;er wird? Warum soll das ein &ldquo;Problem&rdquo; sein? Inwiefern &ldquo;gr&uuml;nden die Gewerkschaften ihre Forderungen nicht auf einer Bewertung wirtschaftlicher Spielr&auml;ume&rdquo;, die ja vorhanden und riesig sind und nur in den letzten 20 Jahren und l&auml;nger nicht von den Arbeitnehmern, sondern von den Arbeitgebern ausgesch&ouml;pft wurden? Und was w&auml;re daran schlimm, wenn die objektiv unterbezahlten Krankenpfleger mehr &ldquo;vom Kuchen einfordern&rdquo;??? Immerhin eins hat die FAZ richtig gestellt: es geht um einen Verteilungskampf. Nur dass dieser Kampf eben in den letzten Jahren immer und ausschlie&szlig;lich zugunsten der Arbeitgeber ausging, mit den daraus resultierenden bekannten wirtschaftlichen Strukturproblemen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Das Bahn-Management ist unbelehrbar&rdquo;<\/strong><br>\nGdL-Chef Claus Weselsky &uuml;ber die Streiks im Schienenverkehr, die DGB-Gewerkschaften und die Medien<br>\nDas Interview mit Claus Weselsky findet einige Tage nach dem achten bundesweiten Streik der Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer (GdL) im Geb&auml;ude des Deutschen Beamtenbundes an der Berliner Friedrichstra&szlig;e statt. Weselsky ist Medienprofi: Flugs steckt er sich das Funkmikrofon an und fragt nach dem Tontest. Zwei Kameras des Video-Portals weltnetz.tv nehmen das Gespr&auml;ch auf. Eine Gruppe von Mitmietern, die durch das Atrium laufen, demonstrativ lachen und mit dem Kopf sch&uuml;tteln, ignoriert der GdL-Chef. Kritik ist er gewohnt, sp&auml;testens seit der Springer-Konzern eine wahre Medienkampagne gegen den Gewerkschafter gestartet hat.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44921\/1.html\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/639\">weltnetz.tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Krieg gegen Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nDer geplante EU-Milit&auml;reinsatz zur Verhinderung der Einreise von Fl&uuml;chtlingen &uuml;ber das Mittelmeer wird vermutlich milit&auml;rische Operationen auf libyschem Territorium umfassen. Dies berichtet die britische Tageszeitung &ldquo;The Guardian&rdquo;, der ein umfangreiches Strategiepapier f&uuml;r die Intervention vorliegt. Demnach sollen, um Schiffe oder Treibstofflager von Fluchtunternehmern zu zerst&ouml;ren, auch Landinterventionen in Libyen erlaubt werden. Unter anderem k&auml;men Eins&auml;tze milit&auml;rischer Spezialkr&auml;fte in Frage, hei&szlig;t es in dem EU-Dokument, das &ldquo;Kollateralsch&auml;den&rdquo; unter Zivilisten ausdr&uuml;cklich nicht ausschlie&szlig;t. W&auml;hrend der Einsatz sich offiziell gegen &ldquo;Schmuggler&rdquo; richtet, zielt er faktisch darauf ab, jegliche Flucht &uuml;ber das Mittelmeer zu verhindern: Die Nutzung der Dienste illegaler Fluchtunternehmer ist f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge derzeit die einzige M&ouml;glichkeit, aus Nordafrika nach Europa zu gelangen. Wie Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier best&auml;tigt, ist der Einsatz inzwischen beschlossene Sache. Kritiker warnen, die in Nordafrika festsitzenden Fl&uuml;chtlinge bef&auml;nden sich bereits jetzt in einer katastrophalen Situation; ihre Lage werde sich durch die Intervention noch weiter verschlimmern. Zudem k&ouml;nne die EU sich in bewaffnete Auseinandersetzungen mit libyschen Milizen oder sogar mit dem Islamischen Staat (IS) verwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59115\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>Dazu: Konzept der EU-Kommission: Berlin bremst bei der Schleuser-Jagd<\/strong><br>\nMit einer Milit&auml;roperation will die EU schon ab Juni Schleuser auf dem Mittelmeer jagen und ihre Boote am Strand von Libyen zerst&ouml;ren. Die Bundesregierung f&uuml;rchtet eine gef&auml;hrliche neue Bundeswehr-Mission und bremst nach Kr&auml;ften.<br>\nSpezialkr&auml;fte am Strand von Libyen?<br>\nDas Papier der Au&szlig;enbeauftragten sorgt hinter den Kulissen f&uuml;r Aufregung. Bisher wird es geheim gehalten, doch der SPIEGEL berichtete k&uuml;rzlich die wichtigsten Details: Laut dem 30-seitigen &ldquo;Crisis Management Concept&rdquo; soll die EU-Flotte &ldquo;das Gesch&auml;ftsmodell der Schmuggler zerschlagen&rdquo;, dazu w&uuml;rden &ldquo;systematisch&rdquo; Schiffe und Verm&ouml;genswerte &ldquo;identifiziert, beschlagnahmt und zerst&ouml;rt&rdquo;.<br>\nDie EU-Soldaten sollen zudem die Schleuserboote zerst&ouml;ren, &ldquo;bevor sie von den Schmugglern eingesetzt werden&rdquo;. Dazu k&ouml;nnten Spezialkr&auml;fte an der libyschen K&uuml;ste Ziele aussp&auml;hen. Vorsorglich, so das Papier, m&uuml;sse &ldquo;eine Pr&auml;senz an Land&rdquo; so schnell wie m&ouml;glich mit den libyschen Beh&ouml;rden abgestimmt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fluechtlinge-berlin-zweifelt-an-militaerischer-schleuser-jagd-a-1033704.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: S&uuml;dostasien Malaysia schickt Hunderte Fl&uuml;chtlinge aufs offene Meer zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMalaysia soll in der Stra&szlig;e von Malakka Hunderte Bootsfl&uuml;chtlinge zur&uuml;ck aufs offene Meer geschickt haben.<br>\nDem malaysischen Heimatminister zufolge seien die Menschen mit Proviant versorgt und in internationale Gew&auml;sser eskortiert worden.<br>\nAuch Thailand und Indonesien haben j&uuml;ngst Boote mit Hunderten Fl&uuml;chtlingen nicht an Land gelassen.<br>\nDerzeit sollen etwa 8000 Fl&uuml;chtlinge in Booten im Golf von Bengalen treiben, verlassen von ihren Schleppern. Die Menschen kommen vorwiegend aus Bangladesch und Myanmar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/suedostasien-malaysia-schickt-hunderte-fluechtlinge-aufs-offene-meer-zurueck-1.2478048\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die Meldung &uuml;ber die Behandlung von Bootsfl&uuml;chtlingen in S&uuml;dostasien und dem Mittelmeer gleichen sich fast. Nicht &ldquo;Menschen&rdquo; und ihre &ldquo;Schicksale&rdquo; stehen im Mittelpunkt, sondern &ldquo;Grunds&auml;tze&rdquo; und &ldquo;Bef&uuml;rchtungen &uuml;ber eine gef&auml;hrliche neue Bundeswehr-Mission&rdquo;. Eine Ursachenbek&auml;mpfung wird politisch nicht einmal ernsthaft diskutiert. Zur gleichen Zeit feiern sich Politiker in Aachen, ihrer &ldquo;Leistungen&rdquo; und verleihen sich gegenseitig &ldquo;Preise&rdquo; &ndash; wo f&uuml;r eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wo ist das Geld?<\/strong><br>\nNach den Aussagen des RWE-Vorstandschefs scheint es keine R&uuml;cklagen f&uuml;r den Abriss der AKW zu geben<br>\nSchon vor vier Jahren hatte der Bundesrechnungshof von Energiekonzernen und Beh&ouml;rden mehr Transparenz bei den R&uuml;ckstellungen f&uuml;r den Abriss der alten Atomkraftwerke und die sichere Verwahrung der strahlenden Abf&auml;lle gefordert. AKW-Betreiber sind rechtlich dazu verpflichtet, bei Zeiten genug Geld zur Seite zu legen. Es fehlten aber die notwendigen Auskunftsrechte, um die technischen Unterlagen bei den Betreibern einzusehen, zitierte im April 2011 die Zeit die obersten Rechnungspr&uuml;fer der Republik.<br>\nDennoch wirft das einmal mehr die Frage auf, was aus den R&uuml;ckstellungen und der Abwicklung des Atomzeitalters wird, wenn E.on und RWE ihre konventionellen Gesch&auml;fte wie geplant durch Unternehmensaufspaltung in eine Art Bad-Bank auslagern. Zumal beim gegenw&auml;rtigen &Uuml;berangebot an Strom mit den fossilen Kraftwerken kaum noch Gewinn zu machen ist.<br>\nDas Fachblatt Sonne Wind W&auml;rme h&auml;lt derweil Teriums &Auml;u&szlig;erungen f&uuml;r einen Erpressungsversuch. Die Nachricht laute: &ldquo;Ohne Braunkohle darf der Steuerzahler den AKW-R&uuml;ckbau bezahlen.&rdquo; Perfider geht es eigentlich kaum noch, und ein derartiges Vorgehen kann eigentlich in einer demokratischen Verfassung nur ein Grund mehr sein, endlich Artikel 14 (2) und (3) Grundgesetz gegen&uuml;ber RWE zur Anwendung zu bringen.<br>\nGelegentlich wird RWE-Kritikern entgegen gehalten, dass der Konzern sich ja in &ouml;ffentlicher Hand befinde und die Eigent&uuml;mer insbesondere die Ruhrgebiets-St&auml;dte seien. Ein Blick auf die Aktion&auml;rsstruktur zeigt, dass dies Argument nur bedingt tr&auml;gt. 16 Prozent des Aktienkapitals ist derzeit in Privatbesitz, 84 Prozent in der Hand institutioneller Investoren, wovon 30 Prozent aus Deutschland sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Wo-ist-das-Geld-2649917.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Nach der Bankenrettung, die n&auml;chste Erpressungs-Aktion: &ldquo;To-Big-To-Fall&rdquo;. Da wird der Steuerzahler bestimmt mehre hunderte Milliarden Euro f&uuml;r die Entsorgung der AkWs zahlen m&uuml;ssen. Hier ist nicht nur die Politik gefragt, sondern die Staatsanwaltschaft wegen Veruntreuung gegen gegenw&auml;rtige und Ex-Vorstandsmitglieder der Energiekonzerne.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &bdquo;Der Kaiser ist nackt&ldquo;<\/strong><br>\nR&uuml;cklagen, was f&uuml;r R&uuml;cklagen? RWE-Boss Peter Terium r&auml;umt ein, dass das Geld f&uuml;r die Atomm&uuml;llentsorgung zum Teil erst noch verdient werden muss. Das Geld f&uuml;r den R&uuml;ckbau der Atomkraftwerke und die Entsorgung der radioaktiven Abf&auml;lle sei da, haben die vier gro&szlig;en Stromkonzerne immer wieder versichert. Die insgesamt rund 35 Milliarden Euro steuerfreier R&uuml;cklagen seien gut angelegt und st&uuml;nden zur Verf&uuml;gung, wenn sie gebraucht w&uuml;rden.<br>\nDoch das stimmt gar nicht, wie RWE-Chef Peter Terium jetzt in einem Fernseh-Interview einr&auml;umt. Eigentlich drehte sich das am Montag ausgestrahlte Interview des Senders n-tv mit dem RWE-Chef um den Vorschlag von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), eine Kohlendioxidabgabe auf &auml;ltere Braunkohlekraftwerke zu erheben.<br>\nRWE h&auml;lt von dieser Idee bekanntlich gar nichts, dabei ist der Konzern der gr&ouml;&szlig;te CO2-Emittent Europas. &bdquo;Wenn sie so kommt, auch in der H&ouml;he, wie sie urspr&uuml;nglich vorgesehen war, dann trifft das zu 80, 90 Prozent unsere Braunkohle in einem Ausma&szlig;, wo RWE es nicht mehr stemmen k&ouml;nnen w&uuml;rde&ldquo;, sagte Terium in dem Gespr&auml;ch. RWE sei aber auf das Geld angewiesen, das mit der Braunkohle noch zu verdienen sei, um zuk&uuml;nftig seine sozialen Versprechungen gegen&uuml;ber den Mitarbeitern erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen &ndash; wie etwa Altersteilzeit oder einen vorgezogenen Ruhestand.<br>\nUnd dann kommt der eigentliche Kernsatz: &bdquo;Wir brauchen das Geld, das wir in der Braunkohle noch verdienen, auch f&uuml;r den R&uuml;ckbau der Kernkraftwerke und die Endlagerung. Das alles braucht Geld, das muss irgendwo herkommen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Rueckbau-von-Atomkraftwerken\/!159843\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Welche Rolle spielt die Lohnentwicklung f&uuml;r die Erfolge der deutschen Exportindustrie?<\/strong><br>\nVielleicht sollte man sich an dieser Stelle daran erinnern, dass L&ouml;hne immer auch das Ergebnis von Verteilungskonflikten und konkreten Machtverh&auml;ltnissen sind und eben nicht nur ein makro&ouml;konomisches Aggregat, das sich beliebig in die eine oder andere Richtung verschieben l&auml;sst.<br>\nDie Machtdimension der Lohnpolitik zeigt sich nicht zuletzt an der Tatsache, dass auch in Deutschland die Lohnentwicklung keineswegs u&#776;ber alle Branchen gleich ausgefallen ist. W&auml;hrend insbesondere der private Dienstleistungssektor eine sehr schwache Lohnentwicklung verzeichnete, kam es gerade in den Exportsektoren der Metall- und Chemieindustrie zu vergleichsweise hohen Tariflohnsteigerungen. Selbst wenn man konzediert, dass u&#776;ber die Vorleistungen und outgesourcten Dienstleistungsbereiche auch die Exportunternehmen von den relativ geringen Lohnzuw&auml;chsen anderer Branchen profitiert haben, so du&#776;rfte sich hieraus kaum deren besondere Wettbewerbsst&auml;rke ableiten lassen.<br>\nVollkommen anders verh&auml;lt es sich dagegen im Hinblick auf die Entwicklung der deutschen Binnennachfrage. Hier hat in der Tat die schwache Lohnentwicklung ma&szlig;geblich dazu beigetragen, dass &ndash; wie Flassbeck sich ausdru&#776;ckt &ndash; Deutschland deutlich &bdquo;unter seinen Verh&auml;ltnissen&ldquo; gelebt hat und seine Wachstums- und Besch&auml;ftigungspotentiale nicht aussch&ouml;pfen konnte. Zugleich war die schwache Binnennachfrage wesentlich dafu&#776;r verantwortlich, dass die deutschen Importe nicht im gleichen Tempo wie die Exporte gewachsen sind und deshalb die Au&szlig;enhandelsu&#776;berschu&#776;sse immer gr&ouml;&szlig;er wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/index_wsi.htm\">Thorsten Schulten, WSI<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>H&ouml;ren im Hinterzimmer<\/strong><br>\nEin offenes Ohr f&uuml;r die B&uuml;rgerInnen und Demokratie von unten. Mit diesem Versprechen hat Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) sein Amt angetreten. Was ist daraus geworden? Traditionelle Mauschelpolitik im Hinterzimmer, kommentiert unser Autor. Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann ist noch immer ein Hoffnungstr&auml;ger der Demokratie des Geh&ouml;rtwerdens. Der 66-j&auml;hrige Gr&uuml;ne hat in einem traditionellen CDU-Bundesland einen sensationellen R&uuml;ckhalt in der Bev&ouml;lkerung. 72 Prozent der Baden-W&uuml;rttemberger loben seine Regierungsarbeit. Er beeindruckt durch einen bodenst&auml;ndig-knorrig-reformerischen Ansatz. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger verstehen ihn. Er h&ouml;rt zu, er diskutiert mit sympathischer Leidenschaft. Er kann Menschen sogar begeistern. Potenzielle Kritiker macht er weich und sieht sich bisher nicht ernsthafter Kritik in seiner PolitikerpPers&ouml;nlichkeit ausgesetzt. Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger staunen anerkennend: Der ist noch nicht von der Macht verbogen. F&uuml;r ihn gilt das abgewandelte Theodor-Heuss-Zitat f&uuml;r die B&uuml;rgern&auml;he: Der Ministerpr&auml;sident geht jetzt ins Bett, aber der Winfried bleibt bei euch hocken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/215\/hoeren-im-hinterzimmer-2889.html%20\">Peter Grottian in Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Wer sch&uuml;tzt hier wen?<\/strong> Wen sch&uuml;tzt der BND, der MAD, der Verfassungsschutz? Auf keinen Fall die Demokratie, sagt die Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke, die in der Linksfraktion f&uuml;r Sicherheits- und Grundrechtsfragen zust&auml;ndig ist.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Schwarz auf wei&szlig;:<\/strong> Pressefreiheit muss jeden Tag neu erk&auml;mpft werden. Verleger gibt es heute nicht mehr. Und was ist mit dem Leservorwurf L&uuml;genpresse? Bei der Verleihung des Hansel-Mieth-Preises der Agentur Zeitenspiegel packte die Festrednerin und Enkelin von Stern-Gr&uuml;nder Henri Nannen strittige Themen an. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Feine Dosen von Gift:<\/strong> Als erstes Medium hat Kontext dar&uuml;ber berichtet: die Hard- und Softwarebastler des OK Lab Stuttgart wollen 300 Feinstaubmessger&auml;te herstellen, um die dicke Luft im Kessel zu messen. Mittlerweile kann sich die Gruppe vor Anfragen kaum noch retten. Auch Verkehrsminister Winfried Hermann zeigt Interesse.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Alles Kokolores:<\/strong> Alles ist gut &ndash; zumindest f&uuml;r die Bahn. Ihre Manager pr&auml;sentierten sich vor den Bundestagsabgeordneten voll entspannt und die Vertreter von CDU und SPD als Stichwortgeber. Die Ruhe st&ouml;rte eigentlich nur der Journalist Arno Luik, der als S-21-Kritiker aufgetreten ist. Ein Interview.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Fischen im Tr&uuml;ben &ndash; der Fall Kiesewetter:<\/strong> Der Stuttgarter NSU-Untersuchungsausschuss n&auml;hert sich dem Hauptkomplex seiner Arbeit: m&ouml;gliche Vers&auml;umnisse bei den Ermittlungen im Mordfall Kiesewetter aufzukl&auml;ren. Die Analyse wird Monate dauern. Auch, weil die Pannenserie lange vor der Enttarnung der Rechtsterroristen begann.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Zwischen Glauben und Geld:<\/strong> Pharma-Boss und Pr&auml;sident des Kirchentags &ndash; wie passt das zusammen? F&uuml;r Andreas Barner nat&uuml;rlich kein Problem, f&uuml;r Kritiker erkl&auml;rbar. Er wolle der &bdquo;Gute unter den B&ouml;sen&ldquo; sein, hei&szlig;t es dort. Und dar&uuml;ber &auml;rgert sich der Boehringer-Manager.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Augen zu und fromm:<\/strong> Anfang Juni gibt es wieder einen Evangelischen Kirchentag in Stuttgart, zum vierten Mal schon nach Kriegsende. Mindestens 100 000 Besucher werden erwartet zu diesem Hochamt des deutschen Protestantismus. &ldquo;Damit wir klug werden&rdquo; hei&szlig;t das Motto. Das reizt unseren gottlosen Gastautor zur Widerrede.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Steuertrickser beraten EU-Kommission<\/strong><br>\nAn dem Tag, an dem der &bdquo;SwissLeaks-Skandal&ldquo; die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit schockierte, nahm ein Steuerexperte der HSBC Bank &ndash; die in den Skandal involviert war &ndash; Platz in der Europ&auml;ischen Kommission. Er war nicht dort, um Fragen hinsichtlich der skandal&ouml;sen und h&ouml;chst illegalen Praktiken seines Arbeitgebers zur Steuervermeidung zu beantworten. Nein, John Everett wurde vielmehr eingeladen, um die Kommission als Mitglied einer neu geschaffenen Beratergruppe bei der Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung zu beraten. Au&szlig;er ihm wurden Kollegen von Barclays &ndash; der britischen Bank, der einst vorgeworfen wurde, eine &bdquo;Steuervermeidungsfabrik&ldquo; zu betreiben &ndash; sowie von KPMG, einer der Beratungsfirmen, die in den &bdquo;LuxLeaks&ldquo;-Skandal verwickelt war, in die Gruppe geholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/05\/luxleaks-swissleaks-steuertrickser-beraten-eu-kommission\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Brief aus Athen: Banken und Regierung wollen Bargeldverbote ausweiten<\/strong><br>\nBereits seit 2013 ist es in Griechenland gesetzlich verboten Transaktionen &uuml;ber mehr als 500 Euro bar abzuwickeln. Auch Betriebsausgaben werden steuerlich nur anerkannt, wenn sie &uuml;ber ein Bankkonto gelaufen sind. Den griechischen Banken reichen diese Beschr&auml;nkungen noch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/361-athen-bargeldverbot#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Privatisierung Griechenland bringt Verkauf des Hafens von Pir&auml;us auf den Weg<\/strong><br>\nDie griechische Regierung hat offenbar dem Druck der Gl&auml;ubiger nachgegeben: Drei ausl&auml;ndische Unternehmen sollen verbindliche Gebote f&uuml;r die Mehrheit am gr&ouml;&szlig;ten Hafen des Landes einreichen.<br>\nDie griechische Regierung hat offenbar dem Druck ihrer Gl&auml;ubiger nachgegeben und nun doch den Verkauf des gr&ouml;&szlig;ten Hafens des Landes auf den Weg gebracht. Drei ausl&auml;ndische Unternehmen seien aufgefordert worden, bis September verbindliche Gebote f&uuml;r die Mehrheit am Hafen von Pir&auml;us einzureichen, sagte ein mit dem Vorhaben vertrauter hochrangiger Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Es gehe um 51 Prozent. Der Anteil k&ouml;nne innerhalb von f&uuml;nf Jahren auf bis zu 67 Prozent aufgestockt werden, wenn der K&auml;ufer Investitionen in H&ouml;he von 300 Millionen Euro vornehme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/hafen-von-piraeus-griechenland-bringt-verkauf-auf-den-weg-13592567.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen&nbsp;&ndash; &ldquo;Das war f&uuml;r Deutschland eine positive Entwicklung&rdquo;<\/strong><br>\nKapern:&nbsp;Aber am Anfang stand, wenn ich Sie richtig verstanden habe, auch eine Portion Opportunismus. Wo stehen diese Beziehungen heute zum 50. Geburtstag dieser diplomatischen Beziehungen?<br>\nVerleger:&nbsp;Die sind oberfl&auml;chlich ja unverbr&uuml;chlich, aber die Deutschen haben eine andere Schlussfolgerung aus der Vergangenheit gezogen als die Israelis und das wird nicht mehr verstanden in Deutschland, was Israel macht. Die Schlussfolgerung von Deutschland ist ja, dass man aus dieser Vergangenheit gelernt hat, nie wieder Rassismus, nie wieder Krieg, dass Streitigkeiten friedlich beizulegen sind, und Israel hat ja die Schlussfolgerung daraus gezogen, das soll uns nie mehr passieren und wer nicht Opfer sein will, muss T&auml;ter sein. Das kommt in Deutschland zurecht nicht gut an. Deutschland sollte viel, viel st&auml;rker zusammen mit der EU Israel dazu bringen, die allgemein akzeptierten westlichen Werte einzuhalten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/50-jahre-deutsch-israelische-beziehungen-das-war-fuer.694.de.html?dram:article_id=319692&amp;dram:audio_id=366608&amp;dram:play=1\">Rolf Verleger im Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em>Hinweis: Und was im Transkript des Interviews fehlt:<\/em><br>\n<em>Kapern: Also was jetzt in diesen Tagen, da Ruven Rivlin Deutschland besucht, anl&auml;sslich der Feiern zum 50. Geburtstag der diplomatischen Beziehungen, was da gesagt wurde, n&auml;mlich dass da klipp und klar gesagt wurde, dass die deutschen Gespr&auml;chspartner Rivlins die Zweistaatenl&ouml;sung f&uuml;r den einzig gangbaren Weg im Nahen Osten halten und Rivlin dies eben ablehnt, das alleine reicht nicht?&nbsp;<\/em><br>\n<em>Verleger: Ich finde, das bohrt noch nicht tief genug. Der Staat Israel ist 1948 entstanden aufgrund einer Vertreibung und Enteignung der arabischen Bev&ouml;lkerung Pal&auml;stinas. Und das macht er ja gegenw&auml;rtig weiter auf Kosten der arabischen Bev&ouml;lkerung. Das ist jetzt das Problem mit der Zweistaatenl&ouml;sung. Aber so stand es ja schon am Anfang. Und es ist deswegen ja selbstverst&auml;ndlich, dass er von den Arabern angefeindet wird. Da muss ein tief empfundener Ausgleich her. Israel m&uuml;sste v&ouml;llig umsteuern und zu dieser seiner Schuld stehen. Das hat nat&uuml;rlich etwas mit Europa und unserem Verhalten gegen&uuml;ber der j&uuml;dischen Minderheit Anfang des 20. Jahrhunderts zu tun. Idealerweise m&uuml;sste am Anfang einer Friedensl&ouml;sung stehen, dass sich Israel f&uuml;r all das bei der arabischen Bev&ouml;lkerung entschuldigt. Und davon sind die Nationalisten, die da das Sagen haben, weit, weit entfernt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Bundeswehr muss dem Willen des Volkes dienen<\/strong><br>\n70&nbsp;Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht &ndash; am 8.&nbsp;Mai 1945 gegen&uuml;ber den Streitkr&auml;ften der westlichen Alliierten und am 9.&nbsp;Mai gegen&uuml;ber der Roten Armee &ndash; soll eine Kommission des Deutschen Bundestages, die offiziell den langen Namen &laquo;Kommission zur &Uuml;berpr&uuml;fung und Sicherung der Parlamentsrechte bei der Mandatierung von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr&raquo; tr&auml;gt, in Kurzform aber nach einem ehemaligen deutschen Verteidigungsminister &laquo;R&uuml;he-Kommission&raquo; genannt wird, einen Bericht vorlegen und Vorschl&auml;ge machen. Es geht um die Frage, &laquo;wie auf dem Weg fortschreitender B&uuml;ndnisintegration und trotz Auff&auml;cherung von Aufgaben die Parlamentsrechte gesichert werden k&ouml;nnen&raquo; und wo es einen Handlungsbedarf &laquo;zur Anpassung des Parlamentsbeteiligungsgesetzes&raquo; gibt.<br>\nEs ist eine Groteske der Geschichte, dass diese Kommission just nach dem deutschen Verteidigungsminister benannt wird, der 1998 gegen seinen eigenen Kanzler f&uuml;r eine deutsche Beteiligung an einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien war und der schon 1994 dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel ein den deutschen Weg weisendes Interview gegeben hatte, wonach die Deutschen nicht mit einem grossen, sondern mit vielen kleinen Schritten (&laquo;Salamitaktik&raquo;) auf Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr vorbereitet werden sollten. [&hellip;]<br>\nEs d&uuml;rfe, so R&uuml;he, nie wieder vorkommen, dass sich der Bundestag gemeinsamen Aktionen der Nato verweigert. Zuk&uuml;nftig soll die Bundesregierung, &laquo;wenn das in der Nato abschliessend geregelt ist, ins Parlament geh[en] und dem Parlament bericht[en], in welche Abh&auml;ngigkeit wir uns begeben haben und was von uns erwartet wird, wenn wir die anderen nicht lahmlegen wollen. Das sollte das Parlament zustimmend zur Kenntnis nehmen.&raquo;<br>\nIn der Tat ist die Bundeswehr, sind Bundeswehrsoldaten schon heute in die Nato-Kriegsvorbereitungen und Kriegsf&uuml;hrungen recht intensiv einbezogen. Die Wirklichkeit ist den Forderungen von deutschen Politikern wie dem Bundespr&auml;sidenten, der Verteidigungsministerin oder dem Aussenminister vorausgeeilt. Die erneuten &ouml;ffentlichen Diskussionen um eine deutsche Beteiligung an einer EU-Armee und die dazugeh&ouml;rigen Aussagen der deutschen Verteidigungsministerin &ndash; &laquo;Es kann sein, dass wir das deutsche Recht &auml;ndern m&uuml;ssen.&raquo; &ndash; sind die Einstimmung auf eine &laquo;Legalisierung&raquo; bisherigen und kommenden Unrechts.<br>\nSekundiert wird die Ministerin von weiteren Mitgliedern der R&uuml;he-Kommission wie Roderich Kiesewetter von der CDU &ndash; &laquo;Niederl&auml;nder und Polen w&auml;ren schwer entt&auml;uscht, wenn ein von ihnen gew&uuml;nschter Einsatz gemeinsamer Einheiten am Bundestag scheitert. Wer integrierte Streitkr&auml;fte aufbaut, erwartet Verl&auml;sslichkeit &ndash; sie von uns und wir von ihnen.&raquo; Oder Niels Annen von der SPD: &laquo;Der Bundestag muss es ernst nehmen, wenn die Verb&uuml;ndeten Zweifel haben.&raquo; Dass Herr Kiesewetter gerade Polen erw&auml;hnte, ist von besonderer Brisanz. In Polen gibt es einflussreiche Kr&auml;fte, die lieber heute als morgen in einen Krieg gegen Russland ziehen w&uuml;rden. Auch mit deutschen Soldaten?<br>\nQuelle: &laquo;Zeit-Fragen&raquo;, Nr. 13 vom 12.5.2015. \n<p><em>Der Autor ist Berufsschullehrer in Deutschland und ehrenamtlicher Mitarbeiter der Schweizer Wochenzeitung &laquo;Zeit-Fragen&raquo;<\/em><br>\n<em>Gesamter Text <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150515_3parlamentsvorbehalt.pdf\">hier [PDF &ndash; 242 KB]<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Demokraten bremsen Pr&auml;sident Obama bei Freihandelsabkommen aus<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Obama strebt ein Gesetz an, das ihm ein beschleunigtes Verhandlungsmandat f&uuml;r den Abschluss von Handelsabkommen geben soll. Konkret geht es um die Abkommen TTIP mit der EU und TPP im Pazifikraum.<br>\nIn der Abstimmung &uuml;ber die Er&ouml;ffnung einer Debatte des Entwurfes fehlten Obama im Senat nun gerade die Stimmen seiner Demokraten. Die oppositionellen Republikaner votierten mehrheitlich f&uuml;r eine Aufnahme der Debatte.<br>\nDas TPA-Gesetz w&uuml;rde es Obama erm&ouml;glichen, die Freihandelsabkommen ohne Quersch&uuml;sse aus dem Kongress auszuhandeln.<br>\nDie Demokraten sorgen sich vor allem um eine Verlagerung von Arbeitspl&auml;tzen und verlangen h&auml;rtere Strafen f&uuml;r L&auml;nder, die sich mit einer k&uuml;nstlich niedrigen W&auml;hrung Vorteile im Welthandel verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/us-kongress-demokraten-bremsen-praesident-obama-bei-freihandelsabkommen-aus-1.2477585\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>Dazu: Geheime Macht&uuml;bernahme durch die Konzerne<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten und die Welt f&uuml;hren derzeit eine gro&szlig;e Debatte &uuml;ber neue Handelsvereinbarungen. Derartige Vertr&auml;ge wurden fr&uuml;her als &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo; bezeichnet; tats&auml;chlich waren es gelenkte Handelsvereinbarungen, die auf die Interessen der Konzerne vor allem in den USA und der Europ&auml;ischen Union zugeschnitten waren. Heute werden derartige Vereinbarungen h&auml;ufig als &bdquo;Partnerschaften&ldquo; bezeichnet &ndash; wie etwa im Falle der Trans-Pazifischen Partnerschaft (TPP). Doch es sind keine gleichberechtigten Partnerschaften: Faktisch diktieren die USA die Bedingungen. Zum Gl&uuml;ck leisten Amerikas &bdquo;Partner&ldquo; zunehmend Widerstand.<br>\nEs ist unschwer erkennbar, warum. Diese &Uuml;bereinkommen reichen deutlich &uuml;ber den Handel hinaus; sie regeln auch Investitionen und geistiges Eigentum und zwingen den Rechts-, Justiz- und Regulierungssystemen der beteiligten L&auml;nder grundlegende &Auml;nderungen auf &ndash; und zwar ohne Einfluss oder Rechenschaftspflicht demokratischer &hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/us-secret-corporate-takeover-by-joseph-e--stiglitz-2015-05\/german\">Joseph E. Stiglitz auf Project Syndicate<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Vampire der Wall Street<\/strong><br>\nIm vorigen Jahr haben die Vampire der Wall Street sich einen Kongress gekauft. Ich wei&szlig;, es ist nicht nett, sie so zu nennen, aber ich habe meine Gr&uuml;nde daf&uuml;r, und die werde ich weiter unten n&auml;her erl&auml;utern. F&uuml;rs erste aber halten wir nur fest, dass die Wall Street, die fr&uuml;her ihre Unterst&uuml;tzung auf beide Parteien verteilte, jetzt eindeutig die GOP bevorzugt. Und die in diesem Jahr an die Macht gelangten Republikaner revanchieren sich mit dem Versuch, die seit 2010 g&uuml;ltige Finanzreform Dodd-Frank abzuschaffen.<br>\nUnd warum Dodd-Frank untergehen soll? Weil es funktioniert.<br>\nDas mag Progressive &uuml;berraschen, die ja meinen, zur Z&uuml;gelung der wild gewordenen Banker sei gar nichts von Bedeutung getan worden. Und richtig ist, dass die Reform weit hinter dem zur&uuml;ckblieb, was wir eigentlich h&auml;tten erreichen m&uuml;ssen, und dass ihre Erfolge auch nicht so deutlich und messbar sind, wie das im Versicherungswesen dank Obamacare der Fall ist.<br>\nWall Street allerdings hat Gr&uuml;nde daf&uuml;r, Reformen zu hassen, und wenn man genauer hinsieht, erkennt man auch warum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/05\/11\/opinion\/paul-krugman-wall-street-vampires.html\">Paul Krugman, New York Times, 11.Mai 2015<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Greatest Threat to Free Speech Comes Not From Terrorism, But From Those Claiming to Fight It<\/strong><br>\nOne of the most alarming examples comes, not at all surprisingly, from the U.K. government, which is currently agitating for new counter-terrorism powers&nbsp;&ldquo;including plans for extremism disruption orders designed to restrict those trying to radicalize young people.&rdquo; Here are the powers which the British Freedom Fighters and Democracy Protectors are seeking:<br>\nThey would include a ban on broadcasting and a requirement to submit to the police in advance any proposed publication on the web and social media or in print. The bill will also contain plans for banning orders for extremist organisations which seek to undermine democracy or use hate speech in public places, but it will fall short of banning on the grounds of provoking hatred.<br>\nIt will also contain new powers to close premises including mosques where extremists seek to influence others. The powers of the Charity Commission to root out charities that misappropriate funds towards extremism and terrorism will also be strengthened.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/05\/13\/greatest-threat-free-speech-comes-terrorism-claiming-fight\">Glenn Greenwald in The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jeb Bush verplappert sich und verr&auml;t seine Pl&auml;ne f&uuml;r die n&auml;chste Wahl in den USA<\/strong><br>\nDer republikanische Politiker Jeb Bush will ins Rennen um das Pr&auml;sidentenamt einsteigen. Im Gespr&auml;ch mit Journalisten rutschte dem Ex-Gouverneur von Florida der Satz heraus: &bdquo;Ich kandidiere 2016 f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft.&rdquo; (I&rsquo;m running for president in 2016&ldquo;)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/republikaner-usa\/us-praesidentschaftswahl-jeb-bush-verplappert-sich-er-will-obama-nachfolger-werden-40948092.bild.html\">Bild.de mit video<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Alternativlosigkeit und die Wahlbeteiligung<\/strong><br>\nJeder zweite Bremer blieb letzten Sonntag der Wahlurne fern. Nicht zu w&auml;hlen ist auch ein Grundrecht, das man sich in der Demokratie nehmen k&ouml;nnen sollte. Es ist also in Ordnung. Aber es ist mitnichten alles in Ordnung mit einer Demokratie, in der das zum Standard wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/971035.die-alternativlosigkeit-und-die-wahlbeteiligung.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zur &Ouml;konomie der Zukunft, zur Zukunft der &Ouml;konomie<\/strong><br>\nDie drastische Ver&auml;nderung der Arbeitswelt durch Automatisierung, Digitalisierung und Robotisierung, der zunehmende psychische Stress am Arbeitsplatz, die 24-Stunden-Verf&uuml;gbarkeit und die wachsende prek&auml;re Besch&auml;ftigung nicht nur bei Solo-Selbst&auml;ndigen wie &bdquo;Click- oder  Crowdworkern&ldquo; sind als Probleme beileibe nicht in einer Art Jungfern-Zeugung vom Himmel gefallen.<br>\nAuch die k&uuml;rzlich erschienene Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Fraktion &bdquo;Die Linke&ldquo; zur Lage auf dem Arbeitsmarkt liefert einen Beleg f&uuml;r die desastr&ouml;se Situation &ndash; und entlarvt die neoliberalen Wasserstandsmeldungen der letzten Jahre in Deutschland, in denen es &bdquo;den Meisten gut geht&ldquo;, als kalt kalkulierte Propagandal&uuml;ge.<br>\nDiese Ver&auml;nderungen folgen dem neoliberalen Wettbewerbsexzess und dem damit verbundenen Werteverlust, der in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der vergangenen zwei Jahrzehnte aus der Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit eine Bek&auml;mpfung der Arbeitslosen &ndash; vor allem durch die HARTZ-Gesetzgebung &ndash; gemacht hat und einer Sozialstaatspolitik, die Placebos und wei&szlig;e Salbe verteilt und die B&uuml;rger auf Enthaltsamkeit einstimmt&hellip;.<br>\nSeit dem 2013 erschienenen Aufsatz zur Zukunft der Arbeit von Osborne und Frey, dem sogenannten Oxford-Paper, wirft eine zunehmende Zahl von Studien  zur Automatisierung und Digitalisierung der Arbeit dunkle Schatten selbst auf die nahe Zukunft der Arbeitsm&auml;rkte.<br>\nDabei haben gerade diese technischen Innovationen auch eine helle Seite. Wie k&ouml;nnen wir damit konstruktiv umgehen? Konstruktiv in einer Weise, die nicht blo&szlig; zuk&uuml;nftige Gesch&auml;ftsmodelle, Dienstleistungs- und Produktionskettenmodelle thematisiert, sondern die Fragen nach weitergehenden gesellschaftlichen Ver&auml;nderungen positiv aufgreift?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150515_joachim_%20paul_gedanken_zur_oekonomie.pdf\">Joachim Paul, MdL [PDF &ndash; 33 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.piratenpartei.de\/2015\/05\/05\/oekonomie-der-zukunft-zukunft-der-oekonomie-piraten-nrw-veranstalten-kongress-zu-digitalisierung-und-arbeitswelt\/\">Der Landesverband der Piratenpartei NRW will diesen Fragen zusammen mit Experten auf einer &ouml;ffentlichen Tagung am 23. Mai in Dortmund nachgehen.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Die Frage von Wolfgang Bittner<\/strong><br>\nReihen sich die Tage&#8232;<br>\naneinander, fragen wir uns,&#8232;<br>\ndu und ich,&#8232;<br>\nwo alles dies stattfindet,&#8232;<br>\nwas uns bestimmt,&#8232;<br>\nwohin es f&uuml;hrt&#8232;<br>\nund warum gerade jetzt.&#8232;<br>\nIn dieser be&auml;ngstigenden&#8232;<br>\nUnendlichkeit.<br>\n&nbsp;<br>\nT&uuml;ren und Fenster stehen offen,&#8232;<br>\nvon Tag zu Tag wird es wieder heller,&#8232;<br>\nwir beginnen uns zu erinnern.&#8232;<br>\nMorgens hat uns Gesang geweckt,&#8232;<br>\nund ein gewaltiges irdisches Gr&uuml;n,&#8232;<br>\ndas uns bekannt ist&#8232;<br>\naus allen vergangenen Jahren,&#8232;<br>\ndringt herein&#8232;<br>\nbis in die letzten Winkel.<br>\n&nbsp;<br>\nAllm&auml;hlich finden wir uns damit ab,&#8232;<br>\ndass der Sinn verborgen bleibt.\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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