{"id":2612,"date":"2007-09-05T09:02:22","date_gmt":"2007-09-05T07:02:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2612"},"modified":"2007-09-05T09:02:23","modified_gmt":"2007-09-05T07:02:23","slug":"hinweise-des-tages-475","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2612","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Versteckte Risiken als Ursache der Kreditkrise<\/strong><br>\nDie Unsicherheiten &uuml;ber die Verteilung von Verlusten aus Engagements am US-Hypothekenmarkt sowie deren H&ouml;he unterscheiden die derzeitige Kreditkrise von fr&uuml;heren Finanzkrisen. Dies ist eine der Hauptaussagen im neuen Quartalsbericht der Basler Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Der Ausverkauf an den Kreditm&auml;rkten im Juni und Juli habe einige &Auml;hnlichkeiten gehabt mit der letzten grossen Finanzkrise im Jahr 2002, schreiben die &Ouml;konomen der Bank, die als &laquo;Bank der Zentralbanken der Welt&raquo; gilt. In der derzeitigen Krise sei der Anstieg der Risikoaufschl&auml;ge im Hochzins-Segment aber gr&ouml;sser und schneller gewesen als 2002. Diese Entwicklung habe f&uuml;r v&ouml;llig ver&auml;nderte Rahmenbedingungen am Kreditmarkt gesorgt und etwa die Finanzierung von Private-Equity-&Uuml;bernahmen unter Druck gebracht. Gem&auml;ss der BIZ k&ouml;nnte dies unter anderem daran gelegen haben, dass in der heutigen Zeit Kreditfinanzierung und die Verwendung von strukturierten Finanzprodukten &uuml;blicher seien als noch vor f&uuml;nf Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/boersen_und_maerkte\/versteckte_risiken_als_ursache_der_kreditkrise_1.550425.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Ackermann in Finanzkrise verstrickt<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank vermittelte in gro&szlig;em Stil Risiko-Kredite an die angeschlagene IKB. Das gr&ouml;&szlig;te Geldinstitut verdiente 20 bis 30 Millionen Dollar &ndash; und alarmierte dann die Aufsicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/wirtschaft\/683552.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung: &raquo;Dann wird es ein klares Nein geben&laquo;<\/strong><br>\nBahnprivatisierungsgegner in der SPD wollen Schadensbegrenzung. Gespr&auml;ch mit Hermann Scheer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/09-05\/053.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><strong><em>Anmerkung AM:<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><em>Hermann Scheer stellt fest, im SPD Vorstand seien &bdquo;alle der Meinung, dass man eigentlich die Kapitalprivatisierung nicht machen sollte&ldquo;. Wenn dem so ist, dann ist es etwas seltsam, dass diese eindeutige Vorstandsmehrheit den federf&uuml;hrenden Verkehrsminister und Sozialdemokraten Tiefensee gew&auml;hren l&auml;sst.<\/em><\/li>\n<li><em>Scheer hakt die zweite M&ouml;glichkeit der Finanzierung der k&uuml;nftigen Investitionen f&uuml;r die Bahn &ndash; Geld aus dem Kapitalmarkt aufzunehmen &ndash; ab. Warum, das verstehe ich nicht. Das k&ouml;nnte eine Anleihe sein. Die Zinsbelastung ist dabei doch auch nicht h&ouml;her als die Dividenden, die man bei einer Privatisierung bezahlen muss. Selbst die Dividende f&uuml;r die Volksaktie einschlie&szlig;lich der Kosten eines solchen Prozederes d&uuml;rfte nicht viel preiswerter sein. Also: So zwingend ist die Idee der Volksaktie als Alternative zur Privatisierung nicht. Es gibt andere Alternativen zu einer g&uuml;nstigen Finanzierung der Bahn.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>IG Metall: Auf Reformkurs<\/strong><br>\nAn der Spitze der IG Metall sollen k&uuml;nftig zwei Funktion&auml;re stehen, die beide als Modernisierer gelten &ndash; und die f&uuml;r mehr Demokratie in der gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaft Europas pl&auml;dieren. Der Vorstand nominierte den derzeitigen Vize Berthold Huber als Vorsitzenden. Er l&ouml;st den Traditionalisten J&uuml;rgen Peters ab, der &ndash; wie vor vier Jahren nach einem beispiellosen F&uuml;hrungsstreit vereinbart &ndash; nicht mehr antritt. Auch das Alter des 63-j&auml;hrigen Peters sprach gegen eine Kandidatur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/aktuell\/?em_cnt=1203414\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM\/WL:<\/strong> Dieser Aufmacher der Frankfurter Rundschau von Eva Roth und der Leitartikel von Markus Sievers vom 4.9. sind eigentlich nicht besonders lesenswert. Die dort vertretenen Meinungen konnte man auch im Spiegel oder anderswo genau so lesen. Mit Erleichterung wird der Abgang des &bdquo;Traditionalisten&ldquo; und &bdquo;Nein&ldquo;-Sagers J&uuml;rgen Peters gefeiert: Der Wunsch auf ein Einschwenken der IGM auf den herrschenden Reformkurs ist Vater der dort ge&auml;u&szlig;erten Gedanken.<br>\nDer Hinweis ist nur interessant im Kontext der Entwicklung der Frankfurter Rundschau. Es gibt einige Leser der NachDenkSeiten, die uns f&uuml;r zu kritisch gegen&uuml;ber der &bdquo;neuen&ldquo; FR halten. Gerade sie sollten diese Texte lesen. Sie sind voller Stereotypen: &bdquo;traditionell orientierte Linke&ldquo; versus &bdquo;Modernisierer&ldquo;, &bdquo;Traditionalistenfl&uuml;gel&ldquo; und &bdquo;monolithischer Block&ldquo; versus &bdquo;offenere, modernere IG Metall&ldquo; und &bdquo;Erneuerung&ldquo;. Und sie sind voller ebenso g&auml;ngiger wie falscher Behauptungen.<br>\nEs ist schlicht eine Legende, wenn Sievers schreibt, Peters steuerte die IG Metall auf &bdquo;Linkskurs&ldquo;. Die Politik der vergangenen Vier-Jahres-Periode war beileibe keine alleinige Peters-Politik, sondern wurde weitgehend von der gesamten IG Metall und ihren Gliederungen getragen. Der als Vize nominierte Detlef Wetzel hatte schon bisher einen gro&szlig;en Einfluss.<br>\nBeide Texte erwecken beim Leser den Eindruck, als w&uuml;rde die IG Metall endlich von dem Ballast Peters befreit, der f&uuml;r alles B&ouml;se und Schlechte verantwortlich erkl&auml;rt wird. Warum hat sich eigentlich die Mitgliederentwicklung unter Peters weitgehend stabilisiert? (&Uuml;ber einen R&uuml;ckgang von nur noch 0,4 Prozent k&ouml;nnten sich CDU und SPD doch nur gl&uuml;cklich sch&auml;tzen.) In der IG Metall haben die Bezirke schon immer ein gro&szlig;es Gewicht gehabt und unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Von einem &bdquo;monolithischem Block&ldquo; zu reden, liegt abseits der Realit&auml;t. Dass Huber einen anderen Stil als Peters hat, das ist bei jedem Personalwechsel in der F&uuml;hrung so. Dass der Personalvorschlag von einer gro&szlig;en Mehrheit des Vorstands getragen wurde, beweist eigentlich nur, dass dort niemand an einer Auseinandersetzung zwischen &bdquo;Modernisierern&ldquo; und &bdquo;Traditionalisten&ldquo; interessiert war. Wichtiger als die Personalvorschl&auml;ge sind jedoch die Beschl&uuml;sse des kommenden Gewerkschaftstages.<br>\nIn ihrem Arbeitnehmerbegehren hat die IG Metall Alternativen zur herrschenden &bdquo;Reform&ldquo;-Politik skizziert und mit konkreten Forderungen untermauert. Bei diesem (nach Ansicht von Bef&uuml;rwortern und Kritikern) linkskeynesianischen Programm formulieren die Metaller den Anspruch auf eine aktive Wirtschafts-, Finanz-, Steuer-, Besch&auml;ftigungs- und Sozialpolitik, die den herrschenden angebotsorientierten Theoremen und der ihnen entsprechenden Praxis der Regierungsparteien ziemlich deutlich entgegensteht.<br>\nKurz: Man h&auml;tte sich von der FR mehr als nur das Repetieren der g&auml;ngigen Vorurteile &uuml;ber Peters und seinen angeblichen Traditionalismus gew&uuml;nscht, wie sie in jeder x-beliebigen Zeitung, die an einer Anpassung der IG Metall an den Reformkurs interessiert ist, nachzulesen war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Politisches Verfallsdatum: Warum ein Fragebogen der Hamburger ARGE an der Haltbarkeit von Lebensmitteln scheiterte<\/strong><br>\nDie Aufregung war gro&szlig;: Von einem &ldquo;Gipfel der Unversch&auml;mtheit&rdquo; sprach ein Vertreter einer Hamburger Erwerbsloseninitiative, der sozialpolitische Sprecher der SPD-B&uuml;rgerschaftsfraktion in der Hansestadt &uuml;bte &ldquo;scharfe Kritik&rdquo; und Petra Pau, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion der Linkspartei im Bundestag, sah gar Hartz IV-Betroffene als &ldquo;Versuchskarnickel&rdquo; missbraucht.<br>\nAnlass f&uuml;r die harschen Worte waren 2.500 Frageb&ouml;gen, die das Hamburger Arbeitsamt (die &ldquo;Hamburger Beh&ouml;rde f&uuml;r Arbeit und Wirtschaft&rdquo;) seit Mai dieses Jahres an Hartz-IV-Bezieher verschickt hatte. Kosten der Befragungsaktion, die von der &ldquo;Gesellschaft f&uuml;r Innovationsforschung und Beratung&rdquo; in Berlin durchgef&uuml;hrt wird: rund 800.000 Euro. Doch nicht diese Summe erregte die Gem&uuml;ter, sondern die beiden Fragebl&ouml;cke 21 und 22. Dort wird nach &ndash; auf den ersten Augenschein &ndash; seltsamen Dingen gefragt wie: &ldquo;Dinge wie Tarot, Kristalle oder Madalas helfen mir oft dabei, in schwierigen Lebenssituationen die richtige Entscheidung zu treffen&rdquo;. Oder: &ldquo;Ich esse gerne exotische Gerichte (z.B. aus Indien, Japan oder Mexiko)&rdquo;. Gefragt wird auch nach der Einstellung zur DDR: &ldquo;Wenn ich mir es genau &uuml;berlege, war das Leben in der DDR gar nicht so schlecht&rdquo;; und zu Gewalt: &ldquo;Ich schaue mir gerne Filme an, in denen viel Gewalt vorkommt.&rdquo; V&ouml;llig absurd scheint es bei Statements wie: &ldquo;Mir ist es wichtig, dass Lebensmittel lange haltbar sind&rdquo; zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=26103&amp;mode=print\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Der im Artikel zitierte Senator Gunnar Uldall geh&ouml;rt zum Freundes- und F&ouml;rderkreis der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Die_INSM\/Kuratoren_und_Botschafter.html\">insm<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Attac Deutschland und Attac &Ouml;sterreich fordern eine Steuerharmonisierung und ein Ende des ruin&ouml;sen Steuerwettlaufs auf europ&auml;ischer Ebene<\/strong><br>\nDer Anlass: Die &ouml;sterreichische Regierung will die Erbschaftssteuer Ende Juli 2008 komplett abschaffen. Deutschland hat daher das bestehende Erbschaftssteuerabkommen mit &Ouml;sterreich gek&uuml;ndigt, demzufolge Deutsche ihr Erbe auch in &Ouml;sterreich versteuern k&ouml;nnen. Zwischen beiden L&auml;ndern herrscht bereits seit Jahren ein Steuerstreit. So hatte die Austrian Business Agency (ABA) in Deutschland mit Standortvorteilen wie einer niedrigen K&ouml;rperschaftssteuer offensiv f&uuml;r die Abwanderung von deutschen Unternehmen geworben. &ldquo;Deutschland wehrt sich v&ouml;llig zu Recht gegen die unsolidarische Steueroase &Ouml;sterreich. Einer Europ&auml;ischen Gemeinschaft ist der nationalistische Steuerwettkampf nicht w&uuml;rdig&rdquo;, erkl&auml;rt Christian Felber von Attac &Ouml;sterreich an die Adresse von Wirtschafts- und Finanzministerium. Attac fordert von den beiden Regierungen, sich auf europ&auml;ischer Ebene endlich f&uuml;r eine gemeinsame Steuerpolitik einzusetzen und Regeln zur Verhinderung von Steuer- und Sozialdumping zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=767\">Attac<\/a><\/li>\n<li><strong>IAB-Untersuchung zum Fachkr&auml;ftebedarf: Kein fl&auml;chendeckender Ingenieurmangel<\/strong><br>\nAuch wenn ein Teil der Betriebe Schwierigkeiten bei der Personalsuche hat: Fl&auml;chendeckend gibt es noch keinen bedrohlichen Ingenieurmangel in Deutschland. Die Zahl geeigneter Bewerbungen ist kaum zur&uuml;ckgegangen, die Dauer der Personalsuche hat sich kaum verl&auml;ngert und immer noch sind 24.100 Ingenieure\/innen arbeitslos.<br>\nGleichwohl deuten sich zunehmend Engp&auml;sse an.<br>\nBereits vorhandenes &auml;lteres und weibliches Potenzial sollte besser genutzt werden. So suchen mehr als 9.300 Arbeitslose eine Stelle als Maschinenbau- oder Elektroingenieur\/ in. Knapp ein Drittel davon ist zwischen 35 und 49 Jahre alt, gut die H&auml;lfte aber 50 Jahre und &auml;lter. Ingenieurinnen sind mit 9,7 Prozent mehr als doppelt so h&auml;ufig arbeitslos wie Ingenieure.<br>\nDer mittelfristig zu erwartende Akademikermangel wird sicher auch den Ingenieurbereich treffen. Viele &Auml;ltere werden aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Studienanf&auml;ngerzahlen in den Ingenieurwissenschaften sinken seit 2004 wieder und die Studienabbr&uuml;che sind &uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig.<br>\nDer k&uuml;nftige Ingenieurmangel erfordert ein breites B&uuml;ndel von Ma&szlig;nahmen, auch eine gezielte Zuwanderung. N&ouml;tig ist aber vor allem eine neue Bildungsexpansion &ndash; nicht irgendwann, sondern jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2007\/kb1607.pdf\">IAB Kurzbericht [PDF &ndash; 1 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Bildungsexpansion&ldquo; und Studiengeb&uuml;hren, wie vertr&auml;gt sich das? Dass in den Ingenieurstudieng&auml;ngen Studienabbr&uuml;che &uuml;berdurchschnittlich sind, liegt auch daran, dass die Klausuren in den ersten Semestern sozusagen als &bdquo;innerer Numerus Clausus&ldquo; eingesetzt werden. Durchfallquoten bis &uuml;ber 80 % gelten bei vielen Professoren geradezu als Qualit&auml;tsnachweis statt als Anlass f&uuml;r massive Kritik an der Qualit&auml;t des Lehrangebots. Die Ingenieursfachbereiche m&uuml;ssten die Studierenden vor allem mit ihren mathematischen Vorkenntnissen dort abholen, wo sie stehen. Daf&uuml;r m&uuml;ssten Br&uuml;ckenkurse oder Prop&auml;deutika angeboten werden. Wer auf der Oberstufe nicht den Leistungskurs f&uuml;r Mathematik belegt hatte, hat gegenw&auml;rtig erhebliche Schwierigkeiten am Anfang des Ingenieurstudiums. Das Anspruchsniveau der Hochschulen d&uuml;rfte nicht beim Kenntnisstand von Leistungskursen ankn&uuml;pfen bzw. es m&uuml;ssten Br&uuml;ckenkurse angeboten werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel auf Kurs des CDU-Wirtschaftsrats: &bdquo;Der Markt ist sozial&ldquo;<\/strong><br>\nEs sei n&ouml;tig, schreibt Merkel, den urspr&uuml;nglichen Ansatz Erhards freizulegen und Unsch&auml;rfen zu korrigieren, die sich im Verst&auml;ndnis des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft eingeschlichen h&auml;tten. So habe Erhard den geordneten Markt bereits selbst als sozial angesehen. Soziale Gerechtigkeit bedeute also nicht Umverteilung sondern eine Politik, die jedem Einzelnen die M&ouml;glichkeit zur Entfaltung seiner Person gebe. Zu viel staatliche Umverteilung sch&auml;dige die soziale Marktwirtschaft, weil Leistungsanreize und Leistungsbereitschaft dadurch schw&auml;nden. &ldquo;Nichts ist unsozialer als der Wohlfahrtsstaat&rdquo;, ist einer der S&auml;tze Erhards, die Merkel zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/683315.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, welche Zitate von Ludwig Ehrhard die angeblich so &bdquo;sozialdemokratische&ldquo; Kanzlerin sich herauspickt. Selbst liberale &Ouml;konomen behaupten allenfalls, dass der Markt effizient sei, aber nicht aus sich heraus sozial. Der Markt ist wertblind, im Wettbewerb setzen sich die St&auml;rkeren durch.<br>\nDeswegen gibt es doch gerade eine Umverteilung von unten nach oben, die immer mehr zunimmt. Merkel tut so, als w&auml;re das Gegenteil der Fall, und verschleiert die Wirklichkeit.<br>\nWo bleiben die Leistungsanreize bei den sozial Schw&auml;cheren, hier herrscht doch ausschlie&szlig;lich das Fordern. Anreize bedeuten dort, &ouml;konomischen Druck zu machen.<br>\nSchweden nennt sich ganz offiziell einen &bdquo;Wohlfahrtsstaat&ldquo;, ist Schweden unsozialer als Deutschland oder die angels&auml;chsischen L&auml;nder &ndash; und vor allem ist es &ouml;konomisch weniger erfolgreich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schr&ouml;ders langer Schatten<\/strong><br>\nDas Problem der SPD ist, dass sie in Schr&ouml;ders Schatten steht &ndash; noch immer. Eigentlich m&uuml;sste es der SPD blendend gehen. Die W&auml;hler wollen mehr Staat und weniger Privatisierung, mehr Gleichheit und weniger krasse Unterschiede zwischen Arm und Reich. Die Republik denkt und f&uuml;hlt sozialdemokratisch &ndash; doch die SPD hat nichts davon. Das liegt nicht daran, dass Merkel den SPD-Sound so perfekt imitiert, sondern daran, dass die SPD das Copyright f&uuml;r ihre eigenen Werte abgegeben hat. Es gibt den lauten Wunsch nach Gerechtigkeit, aber die SPD ist taub daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;ressort=me&amp;art=4228&amp;no_cache=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Vorwahlkampf: Kekse f&uuml;r den Kandidaten<\/strong><br>\nF&uuml;r ein gutes Ergebnis bei der Vorwahl touren die potentiellen US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten durch Iowa. Doch wo immer sie hinfahren\n<ul>\n<li>die Kampagne f&uuml;r Umverteilung ist schon da.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=amerika&amp;art=4164&amp;id=amerika-artikel&amp;cHash=c787c26fbe\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Neue Artikel der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\n&hellip; u.a. zu den Themen:\n<ul>\n<li>Sachsen-Anhalt in der lang anhaltenden Zins-Schulden-Falle (Karl Mai)<\/li>\n<li>&Ouml;ffentlich gef&ouml;rderte Besch&auml;ftigung in der Bundesrepublik, Hartz-Reformen: Abbau im Umbau &ndash; Aktuell: viel Neues, wenig Durchgreifendes (Axel Troost und Karsten Schuldt)<\/li>\n<li>Neoliberale Reformen im und gegen den Sozialstaat (&Uuml;berarbeiteter Auszug aus Christoph Butterwegges neuem Buch &ldquo;Kritik des Neoliberalismus&rdquo;)<\/li>\n<li>Deutsche Sozialleistungen in &bdquo;Spitzenposition&ldquo;? (Karl Mai)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.memo.uni-bremen.de\/sonst2007.html\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2612","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2612","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2612"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2612\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2612"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2612"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2612"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}