{"id":26125,"date":"2015-05-15T15:57:11","date_gmt":"2015-05-15T13:57:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125"},"modified":"2015-05-15T15:57:11","modified_gmt":"2015-05-15T13:57:11","slug":"hinweise-des-tages-ii-197","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h01\">Geheimdienstaff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h02\">Von der Leyen will neues Luftabwehrsystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h03\">Welt-&Uuml;berschussmeister Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h04\">Britische Hausfrau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h05\">BAG zur Entgeltfortzahlung &ndash; Mindestlohn auch bei Krankheit und an Feiertagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h06\">Arbeits- und Gesundheitsschutz erreicht atypisch Besch&auml;ftigte oft nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h07\">Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften: Die Macht der Insider<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h08\">Raffelh&uuml;schen zur Pflegeversicherung: &ldquo;Gr&ouml;&szlig;ter Fehler der Nachkriegsgeschichte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h09\">Hohe R&uuml;cklagen: Erste Sozialversicherung nimmt Negativzins in Kauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h10\">Union Busting: Die Zerschlagung der Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h11\">Krise des Kapitalismus: &ldquo;Nat&uuml;rlich gibt es Auswege aus dem Gef&auml;ngnis der M&auml;rkte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h12\">Lehramtsstudium in NRW: F&uuml;nf Jahre umsonst studiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h13\">Mehr als 20 000 Polizisten f&uuml;r den G-7-Gipfel <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h14\">Kinderschutzbund r&auml;umt sexuellen Missbrauch ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h15\">Verbotsantrag: Verfassungsschutz f&uuml;hrte elf V-Leute in der NPD-Spitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h16\">Ein Dorf steht auf gegen Abschiebungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h17\">Die Richtungsauseinandersetzungen in der AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h18\">Die Mensch-Maschine: Die Leute lieben die Macht und verabscheuen die Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h19\">&bdquo;Sehen Sie selbst, wer hier wie Propaganda betreibt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125#h20\">Zu guter Letzt: Polizei beginnt mit Befragung aller 25 Millionen Feindinnen von Heidi Klum<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26125&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Geheimdienstaff&auml;re<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>BND schaltete 25.000 NSA-Selektoren scharf<\/strong><br>\nDie BND-Aff&auml;re weitet sich aus. Nach SPIEGEL-Informationen waren rund 25.000 NSA-Suchbegriffe, die sich gegen deutsche und europ&auml;ische Interessen richteten, aktiv geschaltet. Die NSA spionierte in gr&ouml;&szlig;erem Umfang gegen deutsche Interessen als bislang bekannt: Mehr als die H&auml;lfte der rund 40.000 Suchbegriffe, die der Bundesnachrichtendienst (BND) in der Abh&ouml;rstation Bad Aibling aussortiert hatte, waren nach SPIEGEL-Informationen aktiv geschaltet &ndash; sie wurden also tats&auml;chlich zur Ausforschung auch von Beh&ouml;rden, Unternehmen und anderen Zielen in Europa verwendet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spiegel-bnd-affaere-weitet-sich-aus-a-1033881.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Kanzlerin der Verdunkelung <\/strong><br>\nEs ist eine gef&auml;hrliche Umwertung der Fakten im Gang: Der Pr&auml;sident des Verfassungsschutzes und der Fraktionschef der Union im Bundestag tun so, als sei das Staatswohl dadurch gef&auml;hrdet, dass Informationen &uuml;ber die monstr&ouml;se Spionage der NSA in den Zeitungen und im Internet ver&ouml;ffentlicht werden. Diese Behauptung ist ebenso falsch wie dreist.<br>\nDas Staatswohl war und ist nicht dadurch gef&auml;hrdet, dass die rechtswidrigen Aktionen von NSA und BND bekannt werden, sondern dadurch, dass Angela Merkel und ihr Bundeskanzleramt seit zwei Jahren nichts zur Aufkl&auml;rung dieser Abh&ouml;rskandale getan haben. Das ist der Skandal nach dem Skandal. Wenn die Medien diese monstr&ouml;se Unt&auml;tigkeit &ouml;ffentlich machen, begehen sie keinen Geheimnisverrat, sondern tun ihre Pflicht. Wer deren Erf&uuml;llung kriminalisieren will, macht sich verd&auml;chtig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spionageskandal-die-kanzlerin-der-verdunkelung-1.2478179\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/li>\n<li><strong>Get&auml;uscht: &Ouml;ffentlichkeit bei No-Spy-Abkommen<\/strong><br>\nNiemand hatte offenbar die Absicht ein Anti-Spionage-Abkommen mit Deutschland zu schlie&szlig;en &ndash; von Seiten der USA. Das geht eindeutig aus einem nun von NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; auszugsweise ver&ouml;ffentlichtem Mailverkehr zwischen den Regierungszentralen in Berlin und Washington hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Getaeuscht-Oeffentlichkeit-bei-No-Spy-Abkommen,nospy108.html\">Zapp im NDR Fernsehen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In dem Beitrag beklagt Hauptstadtjournalist Markus Decker, dass die Medien von der Regierung benutzt worden seien. Das ist nicht ganz frei von einer gewissen Ironie.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen will neues Luftabwehrsystem<\/strong><br>\nDas Bundesverteidigungsministerium will nach SZ-Informationen dem Luftabwehrsystem Meads den Vorzug vor den bisher verwendeten Patriots geben. Der Druck, eine Entscheidung zu treffen, soll zuletzt sehr hoch gewesen sein. Es geht dabei auch um Arbeitspl&auml;tze. Der Meads-Hersteller MBDA besch&auml;ftigt in Deutschland etwa 1300 Mitarbeiter. Der Vier-Milliarden-Auftrag ist f&uuml;r Ministerin von der Leyen mit einem hohen Risiko verbunden. Deshalb soll die Entscheidung nur unter strengen Bedingungen f&uuml;r den Hersteller zustande gekommen sein. Er soll immer wieder nachweisen, dass er im Plan ist und technologisch, zeitlich sowie finanziell die Vorgaben erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ruestung-von-der-leyens-milliardenauftrag-1.2478345\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Das Ministerium hat den Bericht inzwischen dementiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Welt-&Uuml;berschussmeister Deutschland<\/strong><br>\nIm M&auml;rz 2015 exportierte Deutschland so viele Waren wie nie zuvor, der Handelsbilanz&uuml;berschuss war nur in einem einzigen Monat zuvor h&ouml;her. Den so begehrten Titel &bdquo;Exportweltmeister&ldquo; gewinnt Deutschland damit zwar nicht zur&uuml;ck, der Vorsprung Chinas ist daf&uuml;r schlicht zu gro&szlig;, aber beim Leistungsbilanz-&Uuml;berschuss schl&auml;gt uns niemand. Wenn die Ursache f&uuml;r Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse nicht etwa eine herausragende Exportbilanz ist (die Exporte steigen seit 2011 eher verhalten), sondern schwache Investitionen, gibt es wohl kaum Grund, auf die Rekord&uuml;bersch&uuml;sse stolz zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/05\/12\/fabian-fritzsche-welt-uberschussmeister-deutschland\/\">Fabian Fritzsche auf WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Britische Hausfrau<\/strong><br>\nWas ihr Image angeht, haben die Griechen ohne Zweifel noch Luft nach oben. Das ist bei den Briten anders. Mehr Wachstum, weniger Arbeitslosigkeit. Und ein Premier, der locker wiedergew&auml;hlt wird. Ganz ohne Euro. Was braucht es noch zum Beleg, dass die Briten mit eigener W&auml;hrung besser fahren? Skeptisch macht, dass das Land seit 2008 keinen wirtschaftlichen Fortschritt mehr generiert: Die Produktivit&auml;t stagniert, die Industrie stellt so wenig her wie vor 25 Jahren. Und das Wachstum wird von neuem Finanzzauber getragen.<br>\nW&auml;hrend in Euro-L&auml;ndern wie Spanien die Immobilienpreise seit dem Platzen der Blase 2008 prozentual zweistellig gefallen sind, blieb die Korrektur auf der Insel weitgehend aus. Die Hauspreise steigen, was die Verm&ouml;gensillusion aufrechterh&auml;lt: Es gibt heute viermal mehr ausstehende Konsumkredite als Mitte der Neunzigerjahre. Da scheint die britische Hausfrau tendenziell griechischer zu disponieren als die schw&auml;bische.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-britische-hausfrau-1.2478309\">Thomas Fricke in der S&uuml;ddeutschen<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/05\/15\/frickes-welt-britische-hausfrau\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BAG zur Entgeltfortzahlung &ndash; Mindestlohn auch bei Krankheit und an Feiertagen<\/strong><br>\nAuch wer krank ist, hat einen Anspruch auf Mindestlohn. Dies ergebe sich aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz, entschied das BAG &ndash; zun&auml;chst f&uuml;r fast 22 000 Arbeitnehmer deutschlandweit. Arbeitsrechtler sehen darin aber eine Richtungsentscheidung auch f&uuml;r das neue Mindestlohngesetz.<br>\nWann muss eigentlich Mindestlohn gezahlt werden? Die Frage sorgt f&uuml;r Streit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Die F&auml;lle landen zunehmend bei den Gerichten. Einige Arbeitgeber zahlen den Mindestlohn nur f&uuml;r tats&auml;chlich geleistete Arbeitsstunden und verg&uuml;ten Feiertage und Tage, an denen der Arbeitnehmer krank war, mit einem geringeren Entgelt.<br>\nZu dieser Praxis hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) nun f&uuml;r den Bereich des p&auml;dagogischen Personals ein Urteil mit Signalwirkung gef&auml;llt: Wer krank ist, hat Anspruch auf den f&uuml;r diesen Personenkreis erlassenen Mindestlohn. Auch die H&ouml;he der Entgeltfortzahlung an Feiertagen berechnet sich nach den entsprechenden Vorschriften (Urt. v. 13.04.2015, Az. 10 AZR 191\/14)<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/bag-urteil-10-azr-191-14-mindestlohn-feiertage-arbeitsunfhigkeit\/\">Legal Tribune Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2015&amp;nr=18043&amp;pos=0&amp;anz=30&amp;titel=Mindestlohn_f%FCr_p%E4dagogisches_Personal_auch_bei_Entgeltfortzahlung_an_Feiertagen_und_bei_Arbeitsunf%E4higkeit\">Pressemitteilung des Bundesarbeitsgerichts<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeits- und Gesundheitsschutz erreicht atypisch Besch&auml;ftigte oft nicht<\/strong><br>\nDer Arbeitsschutz hat mit den Ver&auml;nderungen auf dem Arbeitsmarkt nicht Schritt gehalten: Bei atypisch Besch&auml;ftigten wie Werkvertragsbesch&auml;ftigten, Minijobbern oder Leiharbeitern greifen viele Instrumente oft nicht, ergibt eine neue Analyse.<br>\nDie klassische Arbeitssicherheit gelte hierzulande als gut aufgestellt, schreiben Dr. Karina Becker und Thomas Engel. Bei der Unfallpr&auml;vention habe es Verbesserungen gegeben und auch in die betriebliche Gesundheitsf&ouml;rderung komme Bewegung hinein. Allerdings profitierten nicht alle Arbeitnehmer von diesen Fortschritten: Bei atypisch Besch&auml;ftigten gebe es gravierende Defizite. Das schlie&szlig;en die Soziologen von den Universit&auml;ten Trier und Jena aus Befragungsdaten und Fallstudien, in die auch Ergebnisse eines von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Projekts eingeflossen sind.<br>\nRechtlich seien Leiharbeiter, Minijobber oder Werkvertragsbesch&auml;ftigte beim Arbeitsschutz zwar den Normalarbeitnehmern weitgehend gleichgestellt, so die Wissenschaftler in ihrer Analyse, die in der aktuellen Ausgabe der WSI-Mitteilungen erschienen ist. In der Praxis erg&auml;ben sich aber erhebliche Schwierigkeiten. So seien atypisch Besch&auml;ftigte aufgrund kurzer Einsatzzeiten oft von Arbeitsschutzroutinen wie regelm&auml;&szlig;igen Unterweisungen ausgeschlossen. Zudem gebe es M&auml;ngel bei der Betreuung durch Sicherheitsfachkr&auml;fte und Betriebs&auml;rzte. Bei der Leiharbeit erweise sich als problematisch, dass Ver- und Entleiher gemeinsam Verantwortung f&uuml;r die Sicherheit tragen. Das f&uuml;hre dazu, dass sich in vielen F&auml;llen niemand zust&auml;ndig f&uuml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_54194.htm\">WSI<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150515_grafik_boeckler.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften: Die Macht der Insider<\/strong><br>\nWirtschaftspr&uuml;fung ist ein lukratives Gesch&auml;ft &ndash; vor allem f&uuml;r die sogenannten Big Four, die vier gr&ouml;&szlig;ten Gesellschaften Deloitte, KPMG, PWC und EY, die den Markt dominieren. Mit ihrem Insiderwissen geben sie den Unternehmen angeblich auch Tipps zur Steuervermeidung. Und auch die Politik l&auml;sst sich von ihnen beraten. Frankfurt, Friedrich-Ebert-Anlage. 200 Meter ragt der Tower 185 in die H&ouml;he, wenige Meter von der Messe Frankfurt entfernt. Vor drei Jahren hat PWC &ndash; Price Waterhouse Coopers &ndash; hier seine Deutschlandzentrale bezogen, im Herzen des Finanzzentrums. Das Hochhaus ist das viertgr&ouml;&szlig;te in Deutschland. Es hat Symbolcharakter f&uuml;r die Macht der gro&szlig;en Wirtschaftspr&uuml;fungs- und Beratungsunternehmen.<br>\nDiese Macht haben die Wirtschaftspr&uuml;fer weltweit &ndash; und nicht nur in Deutschland. Hier aber ist PWC das gr&ouml;&szlig;te dieser Unternehmen. Durch &Uuml;bernahmen und Fusionen entstanden die heute als &ldquo;Big Four&rdquo; bekannten Firmen &ndash; neben PWC sind das Deloitte, EY (fr&uuml;her Ernst &amp; Young) und KPMG. Gemeinsam besch&auml;ftigen sie weltweit 750.000 Angestellte bei 120 Milliarden Euro Umsatz. An ihnen kommt fast niemand unter den Konzernen vorbei: Allein in Deutschland kontrollieren die Big Four vier F&uuml;nftel der 160 gro&szlig;en Aktiengesellschaften, besch&auml;ftigen gut 32.000 Menschen und setzen 4,4 Milliarden Euro um.<br>\nIhren Umsatz machen sie aber nicht nur mit Wirtschaftspr&uuml;fung, erkl&auml;rt Prem Sikka, Professor f&uuml;r Rechnungswesen an der britischen University of Essex: &ldquo;Alle gr&ouml;&szlig;eren Gesellschaften ben&ouml;tigen ein Audit, eine Wirtschaftspr&uuml;fung. Dadurch haben die Wirtschaftspr&uuml;fer einen leichten Zugang zum h&ouml;heren Management. Den nutzen sie als Vehikel, um andere Dienstleistungen zu verkaufen &ndash; eben auch die Steuervermeidung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftspruefungsgesellschaften-die-macht-der-insider.724.de.html?dram%3Aarticle_id=319526\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Raffelh&uuml;schen zur Pflegeversicherung: &ldquo;Gr&ouml;&szlig;ter Fehler der Nachkriegsgeschichte&rdquo;<\/strong><br>\nEinleitung: Die Vergreisung Deutschlands kostet Billionen, das hat die EU-Kommission in ihrem Alterungsbericht errechnet, aus dem die Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; zitiert hat. Bereits in zehn Jahren k&ouml;nnten die Mehrbelastungen f&uuml;r Rente, Gesundheit und Pflege einen dreistelligen Milliardenbetrag ausmachen. Fast grotesk dann der Blick in die ferne Zukunft, 2060 rund eine halbe Billion Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pflegeversicherung-groesster-fehler-der-nachkriegsgeschichte.694.de.html?dram:article_id=319837\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Rolle des Versicherungsvertreters Raffelh&uuml;schen ist ja bekannt. Interessant ist aber auch die Einleitung des Moderators, der Dramatisierung betreibt, indem er von Vergreisung (Raffelh&uuml;schen muss ihn da noch bremsen) und horrenden Kosten spricht, die er in einschl&auml;gigen Expertisen gefunden hat. Der Moderator hat aber unfreiwillig Recht. Der Blick auf das Jahr 2060 ist tats&auml;chlich grotesk. Das grenzt n&auml;mlich an Wahrsagerei. Dass Raffelh&uuml;schen dar&uuml;ber hinaus die private Vorsorge gut findet, sollte angesichts seines Postens im Aufsichtsrat der ERGO-Versicherungsgruppe kaum &uuml;berraschen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hohe R&uuml;cklagen: Erste Sozialversicherung nimmt Negativzins in Kauf<\/strong><br>\nDie deutschen Sozialkassen haben zur Zeit R&uuml;cklagen in H&ouml;he von 75 Milliarden Euro. Sie bekommen daf&uuml;r kaum Zinsen. Der staatliche Gesundheitsfonds, bei dem Krankenversicherungsbeitr&auml;ge eingehen, nimmt sogar Negativzinsen in Kauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/negativzins-belastung-sozialkassen-100.html\">BR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Union Busting: Die Zerschlagung der Gewerkschaften<\/strong><br>\nOffiziell sind Arbeits- und Menschenrechte nicht Gegenstand der Verhandlungen &uuml;ber das Freihandels- und Investitionsabkommen TTIP zwischen der Europ&auml;ischen Union und den Vereinigten Staaten. Aber wenn europ&auml;ische Unternehmen in den USA und amerikanische Unternehmen in der EU mit f&uuml;r sie noch g&uuml;nstigeren Bedingungen investieren k&ouml;nnen, w&uuml;rde dies nat&uuml;rlich Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen und -rechte haben.<br>\nSchon heute profitieren deutsche Unternehmen von den in den Vereinigten Staaten g&auml;ngigen gewerkschaftsfeindlichen Praktiken: 2014 etwa versuchte die Gewerkschaft United Automobile Workers (UAW) mit Unterst&uuml;tzung der IG Metall nach jahrelangen Vorbereitungen, im VW-Betrieb in Chattanooga\/Tennessee eine gewerkschaftliche Vertretung der Besch&auml;ftigten durchzusetzen. Der Versuch schlug fehl: Die Mehrheit der Besch&auml;ftigten hatte sich von Vertretern einer &auml;u&szlig;ert aggressiv vorgehenden Dienstleistungsbranche einsch&uuml;chtern lassen, die hierzulande noch weitgehend unbekannt ist: dem Union Busting. Diese Branche entstand in den USA. Kerngesch&auml;ft des Union Busting ist die Bek&auml;mpfung von Gewerkschaften und betrieblichen Interessenvertretungen sowie die Einsch&uuml;chterung von Arbeitnehmern. Abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten soll die M&ouml;glichkeit genommen werden, sich unabh&auml;ngig und selbstbewusst zu organisieren. Professionelles Union Busting ist l&auml;ngst nicht mehr auf die USA begrenzt. Vielmehr etabliert sich die Branche zunehmend auch jenseits der US-Grenzen, nicht zuletzt auch in Deutschland.[1]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/mai\/union-busting-die-zerschlagung-der-gewerkschaften\">Werner R&uuml;gemer in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Krise des Kapitalismus: &ldquo;Nat&uuml;rlich gibt es Auswege aus dem Gef&auml;ngnis der M&auml;rkte&rdquo;<\/strong><br>\nDas Drehbuch der Lehman-Pleite h&auml;tte auch aus der Feder Heinrich von Kleists stammen k&ouml;nnen. Und der Finanz-Crash 2008 war eine wahrhaft revolution&auml;re Situation: Joseph Vogl betrachtet die Weltwirtschaft von der Warte der Kulturwissenschaft. Im Gespr&auml;ch mit dem DLF weist er Wege aus dem &ldquo;Gef&auml;ngnis der M&auml;rkte&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krise-des-kapitalismus-natuerlich-gibt-es-auswege-aus-dem.1184.de.html?dram:article_id=315395\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lehramtsstudium in NRW: F&uuml;nf Jahre umsonst studiert<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren studiert Sebastian Spicker Mathe und Physik auf Lehramt an der K&ouml;lner Uni. Der 26-J&auml;hrige will einmal Gymnasiallehrer werden. Doch nun kann es sein, dass er ins dritte Semester zum Bachelor zur&uuml;ckgeworfen wird, wenn er nicht bis zum &uuml;bern&auml;chsten Jahr das Examen schafft. Wird er nicht fertig oder will er nicht zur&uuml;ckgestuft werden, wird Spicker zwangsexmatrikuliert.<br>\nSo k&ouml;nnte es weiteren 13.000 Studierenden in Nordrhein-Westfalen gehen. Verantwortlich daf&uuml;r ist die Umstellung des Hochschulgesetzes in NRW von 2011. Die Umstellung der Lehramtsstudieng&auml;nge wurde 2009 unter der damals schwarz-gelben Regierung auf Bachelor\/Master beschlossen, die Studieng&auml;nge auf Staatsexamen sollen auslaufen. Wer bis 2016 beziehungsweise 2017 nicht mit seinem Examen fertig wird, soll entweder zwangsexmatrikuliert werden oder wird in Bachelor und Master hineingepresst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Lehramtsstudium-in-NRW\/!159847\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mehr als 20 000 Polizisten f&uuml;r den G-7-Gipfel<\/strong><br>\nLaut Innenminister Joachim Herrmann sollen bis zu 17 000 Polizisten in der Spitze den G-7-Gipfel am 7. und 8. Juni in Elmau sch&uuml;tzen. Doch es k&ouml;nnten wohl deutlich mehr Beamten im Einsatz sein. Bundeskriminalamt und Bundespolizei schicken eigenes Personal. Die Kollegen sind in der Auflistung des Innenministers nicht enthalten. Abgeordnete &auml;rgern sich &uuml;ber die &ldquo;Salami-Taktik&rdquo; des Ministers, der die &Ouml;ffentlichkeit nur scheibchenweise informiere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/elmau-mehr-als-polizisten-fuer-den-g-gipfel-1.2476071\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kinderschutzbund r&auml;umt sexuellen Missbrauch ein<\/strong><br>\nDer Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) hat sexuellen Missbrauch von Kindern in Ortsverb&auml;nden w&auml;hrend der 1980er Jahre einger&auml;umt. Es handle sich jedoch um Einzelf&auml;lle, hie&szlig; es bei der Vorstellung eines Untersuchungsberichts am Donnerstag in Berlin.<br>\n&ldquo;Von einer angenommenen systematischen Unterwanderung des Verbands durch P&auml;dosexuelle kann auf keinen Fall die Rede sein&rdquo;, sagte Katharina Trittel vom G&ouml;ttinger Institut f&uuml;r Demokratieforschung.<br>\nDKSB-Pr&auml;sident Heinz Hilgers bat die Opfer um Verzeihung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/panorama\/deutschland\/kinderschutzbund-raeumt-sexuellen-missbrauch-ein-aid-1.5090536\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Verbotsantrag: Verfassungsschutz f&uuml;hrte elf V-Leute in der NPD-Spitze<\/strong><br>\nSie waren F&uuml;hrungskr&auml;fte im Bundesvorstand und in den Landesverb&auml;nden: Vor dem neuen Verbotsantrag gegen die NPD sa&szlig;en nach Informationen des SPIEGEL insgesamt elf V-Leute des Verfassungsschutzes in Spitzengremien. Der Verfassungsschutz hatte vor dem neuen Verbotsantrag insgesamt elf V-Leute in der Spitze der NPD installiert. Zum Stichtag 1. Dezember 2011 wurden nach Informationen des SPIEGEL drei der rechtsextremen Spitzenfunktion&auml;re vom Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz gef&uuml;hrt, zwei vom Bayerischen Landesamt und zwei weitere vom Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen. Demnach handelte es sich bei den V-Leuten um F&uuml;hrungskr&auml;fte aus dem Bundesvorstand und den Landesvorst&auml;nden der NPD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/verfassungsschutz-fuehrte-elf-v-leute-in-der-npd-spitze-a-1033842.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Ein Dorf steht auf gegen Abschiebungen<\/strong><br>\nIn der &ouml;sterreichischen Gemeinde Alberschwende wird seit Wochen f&uuml;r den Verbleib von Fl&uuml;chtlingen gek&auml;mpft. F&uuml;nf Syrer sollen &uuml;ber das Dublin-III-Abkommen nach Ungarn abgeschoben werden. Dort warten menschenunw&uuml;rdige Bedingungen auf sie &ndash; Obdachlosigkeit, Haft, rassistische &Uuml;bergriffe. Mit der Aktion &raquo;Wir sind Asyl&laquo; wird seit Wochen dagegen protestiert. Ganz vorne dabei: B&uuml;rgermeisterin Angelika Schwarzmann. Als am Montag die Fl&uuml;chtlingsunterkunft von der Polizei umstellt wurde um einen Syrer abzuschieben, &raquo;eilte die B&uuml;rgermeisterin sofort zum Asylheim und alarmierte dabei noch &uuml;ber eine Telefonkette rund 150 Unterst&uuml;tzer der Aktion&laquo;, berichten die Voralberger Nachrichten. Die Abschiebung scheiterte, da der Fl&uuml;chtling nicht aufzufinden war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wir-treten-ein.de\/aktionen\/ein-dorf-steht-auf-gegen-abschiebungen\/\">Wir treten ein! F&uuml;r Fl&uuml;chtlingsschutz. Gegen Dublin III.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Richtungsauseinandersetzungen in der AfD<\/strong><br>\nDie Richtungsauseinandersetzungen in der &raquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&laquo; (AfD) spitzen sich im Bundesvorstand und in den Landtagsfraktionen zu. Diese Entwicklung ist wenig &uuml;berraschend. J&uuml;ngstes Beispiel: &raquo;Der Bundesvorstand hat &hellip; mehrheitlich beschlossen, das Landesschiedsgericht in Th&uuml;ringen zu ersuchen, ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Landes- und Fraktionsvorsitzenden der AfD-Th&uuml;ringen Bj&ouml;rn H&ouml;cke einzuleiten. Dar&uuml;ber hinaus wird das Gericht ersucht, Bj&ouml;rn H&ouml;cke die Aus&uuml;bung eines politischen Amtes auf zwei Jahre innerhalb der AfD abzuerkennen.&laquo;<br>\nH&ouml;cke hatte behauptet, dass man nicht jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen k&ouml;nne. Der Bundesvorstand kam mehrheitlich zu der Auffassung, dass H&ouml;cke nicht zu einer deutlichen Distanzierung gegen&uuml;ber der NPD bereit sei. Diese Tendenz zur Verharmlosung des rechten Extremismus m&uuml;sse entschieden zur&uuml;ckgewiesen werden, weil dies f&uuml;r die Existenz und das weitere Wachstum der AfD nicht zutr&auml;glich sei. Zuvor hatte der Bundesvorsitzende Bernd Lucke H&ouml;cke zum Parteiaustritt aufgefordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/nc\/vorherige_hefte_archiv\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-richtungsauseinandersetzungen-in-der-afd\/\">Zeitschrift Sozialismus<\/a>\n<p><strong>Dazu: Rezension: Der Aufstieg der AfD<\/strong><br>\nMit der &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; k&ouml;nnte es der bundesrepublikanischen Rechten erstmals gelingen, dauerhaft ein Parteiprojekt rechts von CDU\/CSU zu etablieren. In mittlerweile f&uuml;nf Landesparlamenten sowie im Europaparlament ist sie vertreten, seit den Wahlen in Hamburg und Bremen auch in Westdeutschland. Ein Ende scheint derzeit nicht absehbar. In seinem kleinen B&uuml;chlein &ldquo;Der Aufstieg der AfD&rdquo; beschreibt der Sozialwissenschaftler Sebastian Friedrich die Ideologie(n) und die Geschichte der Partei.<br>\nDie Gr&uuml;nde f&uuml;r den Erfolg der AfD sind vielf&auml;ltig: Eine gewisse Unterst&uuml;tzung einiger Fraktionen des Kapitals sind hier zu nennen, ferner eine geschickte Themenwahl in den ersten Monaten (&ldquo;Eurokrise&rdquo;) sowie politisches Personal, das auch in b&uuml;rgerlichen Krisen vorzeigbar ist (allen voran der Wirtschaftsprofessor und Parteichef Bernd Lucke sowie der Ex-Industrieverbandschef Hans-Olaf Henkel). Auch das (vor&uuml;bergehende?) Schw&auml;cheln der FDP und eine in Teilen modernisierte Gesellschaftspolitik der Merkel-CDU mag b&uuml;rgerliche W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in die Arme von Lucke und Co. getrieben haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1486\">Patrick Schreiner auf annotazioni.de<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Mensch-Maschine: Die Leute lieben die Macht und verabscheuen die Medien<\/strong><br>\nAngela Merkel hat in Sachen NSA und BND nicht die Wahrheit gesagt. Konsequenzen hat es keine. Skandal&ouml;se Enth&uuml;llungen werden gefahrlos ignoriert. Aber wer kontrolliert dann die M&auml;chtigen? [&hellip;]<br>\n&ldquo;Haha, Politiker l&uuml;gen, irre Neuigkeit&rdquo;, t&ouml;nt es aus den M&uuml;ndern der Blitzbirnen landesweit. Diese Mischung aus Zynismus und vermeintlicher Abgekl&auml;rtheit ist ein fatales Gift f&uuml;r die Demokratie &ndash; und zwar genau dann, wenn es bedeutet, sich mit der blo&szlig;en Feststellung zufrieden zu geben. Zweimal schon lag die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen unter 50%, und das scheint schlimm. Andererseits m&ouml;chte man vielleicht gar nicht herausfinden, was die Nichtw&auml;hler angekreuzt h&auml;tten, wenn sie h&auml;tten w&auml;hlen m&uuml;ssen.<br>\nEs ist nicht klar, ob das Nichtw&auml;hlen auf mangelndem politischem Interesse oder eher auf &ndash; durchaus nachvollziehbarer &ndash; Resignation beruht. Aber hinter beidem verbirgt sich ein weiteres, gravierendes Problem: eine Krise der entpolitisierten &Ouml;ffentlichkeit. Anhand von Angela Merkels L&uuml;ge um NSA und BND offenbart sich diese Krise st&auml;rker als je zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/angela-merkel-luegt-dem-volk-ist-es-egal-lobo-kolumne-a-1033577.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&bdquo;Sehen Sie selbst, wer hier wie Propaganda betreibt&ldquo;<\/strong><br>\nEin Vergleich der Berichterstattung zum Besuch Merkels in Moskau vom Sonntag, 10.05.2015, zwischen ZDF heute.de und RT (fr&uuml;her Russia Today).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/70-jahre-kriegsende-merkel-besucht-moskau-und-legt-kranz-an-denkmal-in-moskau-nieder-38399650.html\">ZDF:  Merkel in Moskau. Zwischen Kriegsgedenken und Ukrainekonflikt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/rt.com\/news\/257313-putin-merkel-ukraine-ceasefire\/\">RT: Putin: Russia can influence E.Ukraine, but it&rsquo;s up to Kiev to solve crisis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das ZDF instrumentalisiert den Besuch Merkels zum Gedenken an den 70. Jahrestag der Befreiung Europas vom Faschismus, um Russland erneut als alleinigen Aggressor darzustellen, der dazu auch noch von Merkel als &ldquo;verbrecherisch&rdquo; bezeichnet wird. Und das als Aufmacher! Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26047#h02\">den Kommentar von Wolfgang Lieb<\/a>. Auch zwischen den Zeilen wird Russland subtil als kriegerisch dargestellt, mit Hinweisen auf Panzer und Raketen w&auml;hrend der Siegesparade. Alle Aggressionen der sogenannten &ldquo;westlichen Wertegemeinschaft&rdquo;, die nach westlicher Interpretation schlicht nicht existieren, alle berechtigten Kritikpunkte seitens Wladimir Putins wurden einfach weggelassen, wie z.B.:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Yes, it is true that we differ considerably in our assessment of the events that led to the anti-constitutional coup in the Ukrainian capital in February 2014.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Aber auch Hoffnung und Anerkennung ausdr&uuml;ckende S&auml;tze wurden ausgelassen, wie:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Today&rsquo;s joint ceremony reminds us of the difficult road that Russia and Germany traversed in the name of reconciliation. We went from bitter, hardened feelings to mutual understanding and cooperation. I am grateful to the Federal Chancellor for her sincere words of regret over the crimes that Nazi Germany committed against our citizens&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>oder<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;I want to remind you that our countries have succeeded in pursuing constructive cooperation in much tougher conditions and more difficult times than the situation today, times when it seemed that insurmountable ideological barriers divided us. There were plenty of positive examples of cooperation back then.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Da hat jemand darauf geachtet, dass der Besuch Merkels auf gar keinen Fall nach Entspannung aussieht!<\/em><br>\n<em>RT dagegen bringt einen insgesamt positiven Bericht: Herzlicher Empfang, Kranzniederlegung inkl. Begr&uuml;&szlig;ung von Kindern Merkels auf Russisch und Englisch, was anerkennend hervorgehoben wird, die beiden Staatsf&uuml;hrer seien sich einig, dass sie trotz aller Differenzen weiterhin zusammenarbeiten m&uuml;ssten. Anschlie&szlig;end werden alle wichtigen Punkte zusammengefasst und aufgez&auml;hlt, wie die diplomatische L&ouml;sung f&uuml;r die Ostukraine und Minsk II im Normandieformat, Sanktionen. Dann Merkels Kritik an der Wiedervereinigung der Krim mit Russland (hier wird nicht das Wort &ldquo;Annexion&rdquo; verwendet, wie es der offiziellen westlichen Interpretation entspricht), die im Westen nicht anerkannt sei, und an Moskaus Ukrainepolitik. Dann aber wird auf Putins Kritik an den doppelten Standards des Westens hingewiesen: <\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;First of all, we need to have some common criteria for assessing and responding to events taking place in the world, a common set of rules. Look at what is happening in Yemen and what we are seeing at the moment. A coup took place there and the president stepped down. Now, other countries, with which Russia has good relations, want to return him to power, and everyone is calling this a coup. After the coup in Ukraine took place, we heard goodness knows how much venom heaped on former President Yanukovych, and saw all manner of support for those who carried out the coup.<\/em><br>\n<em>If we apply different standards to the same kind of events, we will never be able to agree on anything. We need to abandon the &lsquo;law of the strongest&rsquo; and &lsquo;rule of the fist&rsquo; in international affairs and base ourselves instead on norms of international law that the entire international community accepts, understand in the same way, applies and defends.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Aber es wird zuletzt wiederum positiv zusammengefasst: Die Tatsache, dass Merkel nach Moskau gekommen sei, als Einzige unter den westlichen Staastf&uuml;hrern, zeige, dass Deutschland zu den L&auml;ndern z&auml;hle, das gesunde Beziehungen mit Russland haben wolle.<\/em><br>\n<em>Hinweis: Hier noch einmal <a href=\"http:\/\/en.kremlin.ru\/events\/president\/transcripts\/49455\">das Transkript<\/a> zur Pressekonferenz von Merkel und Putin.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Polizei beginnt mit Befragung aller 25 Millionen Feindinnen von Heidi Klum<\/strong><br>\nMannheim (dpo) &ndash; Haben sie die T&auml;terin bald? Nachdem das Finale der Show &ldquo;Germany&rsquo;s Next Topmodel&rdquo; aufgrund einer Bombendrohung abgebrochen werden musste, wird nach einer anonymen Anruferin gefahndet. Die Polizei hat inzwischen mit der Befragung der ersten von rund 25 Millionen bekannter Feindinnen von Heidi Klum begonnen.<br>\n&ldquo;Die gesuchte Person ist weiblich, hasst Heidi Klum mit jeder Faser ihres K&ouml;rpers und hat Zugriff auf ein Fernsprechger&auml;t. Das reduziert den T&auml;terkreis auf rund 25 Millionen Individuen, deren Alibi wir jetzt pr&uuml;fen m&uuml;ssen&rdquo;, erkl&auml;rte ein Sprecher der Mannheimer Polizei. Zu diesem Zweck habe man f&uuml;nf Beamte abgestellt, die die Verd&auml;chtigen nun nacheinander aufs Pr&auml;sidium bestellen und dort ausgiebig verh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/05\/polizei-beginnt-mit-befragung-aller-25.html\">Der Postillon<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ich tippe ja auf einen Vatertagsscherz von den S&ouml;hnen Mannheims. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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