{"id":26155,"date":"2015-05-20T09:10:10","date_gmt":"2015-05-20T07:10:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155"},"modified":"2015-05-20T09:10:10","modified_gmt":"2015-05-20T07:10:10","slug":"hinweise-des-tages-2377","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h01\">Bahnstreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h02\">BND-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h03\">Israel hui, Griechenland pfui<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h04\">&bdquo;Wir k&ouml;nnen doch nicht einfach Geld dorthin schicken&ldquo; &ndash; Sch&auml;men Sie sich, Herr Gabriel!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h05\">Juncker-Voodoo: Warum die &bdquo;Investitionsoffensive f&uuml;r Europa&ldquo; die Wirtschaft nicht beleben wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h06\">Boni bei der Deutschen Bank &ndash; 90-Millionen-H&auml;ndler geht gegen Finanzaufsicht vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h07\">Rauchen ist gesund! Wie globale Konzerne &uuml;ber TTIP &amp; Co die Macht &uuml;bernehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h08\">Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h09\">ILO: Weltweit weniger sichere Arbeitsverh&auml;ltnisse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h10\">Jetzt &uuml;bernimmt die Kanzlerin den Kohle-Streit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h11\">ExxonMobil fliegt von der Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h12\">Steuertrickser beraten EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h13\">&bdquo;Weder realistisch noch w&uuml;nschenswert&ldquo; &ndash; F&uuml;nf Gr&uuml;nde, weshalb wir keine europ&auml;ische Armee brauchen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h14\">Karlspreis: &ldquo;Je weiter man sich von Europa entfernt, desto mehr sp&uuml;rt man die Strahlkraft&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h15\">Weiterer LKA-Mann vermutet Einflussnahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h16\">Noam Chomsky: &ldquo;Die USA sind ein Schurkenstaat, Europa ist extrem rassistisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h17\">AfD vor der Spaltung &ndash; Ein Machtkampf &ndash; mit miesen Mitteln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155#h18\">Studium vor Bologna: &ldquo;Man hatte mehr Freiheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26155&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bahnstreik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Weselsky r&uuml;ttelt am Deutschland-Prinzip<\/strong><br>\nMit seiner kompromisslosen Haltung nervt Claus Weselsky die gesamte Republik. Denn der GDL-Boss k&uuml;ndigt damit den unausgesprochenen Konsens auf, dass in Deutschland alles nach Fahrplan zu laufen hat &ndash; selbst Konflikte. [&hellip;]<br>\nSeitdem hat sich einiges ver&auml;ndert. Tarifauseinandersetzungen folgen inzwischen &uuml;ber alle Branchen hinweg einem sorgsam austarierten Ritual: Der Forderung der jeweiligen Gewerkschaft folgt das Angebot der Arbeitgeber, man verhandelt, geht auseinander, in der n&auml;chsten Stufen folgen Warnstreiks und neue Gespr&auml;che. Im Ernstfall erleichtert ein Schlichter die Ann&auml;herung.<br>\nKonsens statt Konfrontation &ndash; diese Formel ist zum Betriebssystem f&uuml;r das Erfolgsmodell Deutschland geworden. Darin spiegelt sich der tiefsitzende Wunsch unserer Gesellschaft wider, dass alles, selbst der Konflikt, funktional zu sein hat. Selbst ein Streik soll bittesch&ouml;n Regeln folgen und fahrplanm&auml;&szlig;ig sein Verhandlungsziel erreichen.<br>\nDiesen Konsens hat Weselsky l&auml;ngst aufgek&uuml;ndigt. Seine Entschlossenheit dokumentierte er mit bislang neun Streikrunden und Verbalattacken gegen den Bahn-Vorstand. So brutal k&auml;mpfen heutzutage in Europa sonst nur franz&ouml;sische Arbeiter, die schon mal Fernstra&szlig;en blockieren oder gar Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer festsetzen, um ihren Zielen Nachdruck zu verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bahn-streik-gdl-chef-weselsky-ruehrt-am-grundkonsens-der-deutschland-ag-a-1034558.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch f&uuml;r SPIEGEL Online stellt sich die Sache, wie &uuml;blich, sehr eindimensional dar: Claus Weselsky tr&auml;gt die Alleinschuld am Arbeitskampf. Das ist &auml;hnlich absurd, wie die SPIEGEL-Story vom &bdquo;Deutschland-Prinzip&ldquo;. Es ist ja richtig, dass die Gewerkschaften sich seit Beginn der 1990er au&szlig;ergew&ouml;hnlich handzahm benommen haben. Diese Zur&uuml;ckhaltung hat jedoch nicht zu einem &bdquo;Erfolgsmodell&ldquo; gef&uuml;hrt, sondern zu au&szlig;ergew&ouml;hnlich niedrigen Reallohnsteigerungen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/141205_streik.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150520_streik.gif\" alt=\"Streiken zahlt sich aus\" title=\"Streiken zahlt sich aus\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehr Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Lokf&uuml;hrer!<\/strong><br>\nDie Lokf&uuml;hrer streiken. Zum neunten Mal mittlerweile. Millionen Pendler sind entsetzt, schlie&szlig;lich f&auml;llt der Ausstand auf das Pfingstwochenende. Der Aufschrei ist gro&szlig;. Medien schie&szlig;en sich auf den Chef der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer, Claus Weselsky, als Schuldigen ein. Und das ist falsch!<br>\nVon &ldquo;Zumutung&rdquo; (n-tv.de) oder &ldquo;Erpressung&rdquo; (Berliner Morgenpost) ist da die Rede oder einem &ldquo;Wahnstreik&rdquo; (FAZ). Bei der &ldquo;Bild&rdquo; kommentierte Peter Hahne Anfang Mai &ldquo;Geht&rsquo;s noch, Weselsky?&rdquo; Nun lautet die Schlagzeile: &ldquo;Jetzt versaut uns Weselsky Pfingsten&rdquo;.<br>\nAber: Nicht der GDL-Chef ist der Schuldige, sondern die Politik und der Vorstandschef des Bahnkonzerns, R&uuml;diger Grube, sind verantwortlich. Letzterer gibt zwar vor, &ldquo;deeskalieren&rdquo; zu wollen und macht sich f&uuml;r eine &ldquo;Befriedung der Gesamtsituation&rdquo; stark. Was er aber wirklich will, ist das neue Tarifeinheitsgesetz der Bundesregierung. Das soll am Freitag im Bundestag beschlossen werden.<br>\nGrube hofft, dass dadurch die Tarif-Auseinandersetzung mit der, wie er es nennt, &ldquo;Spartengewerkschaft&rdquo; GDL ein f&uuml;r alle Mal beendet wird, weil die Bahn dann au&szlig;er bei den Lokf&uuml;hrern nur noch mit der gr&ouml;&szlig;eren EVG verhandeln muss. Doch dieser Schuss k&ouml;nnte nach hinten losgehen: Die meisten Arbeitsrechtler sehen das Gesetz sehr kritisch, da es auf ein Streikverbot f&uuml;r kleine Gewerkschaften hinausl&auml;uft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/kommentare\/Mehr-Verstaendnis-fuer-die-Lokfuehrer-article15127546.html\">Thomas Badtke auf n-tv.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Nur ein kleiner Schritt von der Tarifeinheit zum Streikverbot&laquo;<\/strong><br>\nDie Republik zittert vor dem n&auml;chsten Streik der Lokf&uuml;hrer, steht vor verschlossenen Kitat&uuml;ren, leeren Briefk&auml;sten und Bankautomaten. Die Bundesregierung will das vermeintliche &raquo;Streikland Deutschland&laquo; am Freitag mit dem Gesetz zur Tarifeinheit nachhaltig &raquo;befrieden&laquo; und die Tarifautonomie in &raquo;geordnete Bahnen&laquo; lenken. Warum das Ganze nicht nur Augenwischerei, sondern ein Angriff auf Grundrechte, Besch&auml;ftigte und Arbeitsbedingungen ist, erkl&auml;ren im Interview der Woche Jutta Krellmann und Klaus Ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/interview-der-woche\/nur-kleiner-schritt-tarifeinheit-streikverbot\/\">Linksfraktion im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Gespr&auml;ch erschien in der Streikzeitung der GDL.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>Solidarit&auml;t mit der GDL: 6. Streikzeitung vor Erscheinen<\/strong><br>\nIn K&uuml;rze d&uuml;rfte die GDL neue Arbeitsniederlegen verk&uuml;nden. Einiges spricht daf&uuml;r, dass sie nochmals h&auml;rter ausfallen k&ouml;nnten als der vorausgegangene. Und ganz sicher wird es eine neue mediale Hetze gegen die GDL und den neuen Streik im Allgemeinen und gegen die &ldquo;ausufernden Streiks&rdquo; und damit gegen das Streikrecht geben. Ganz offenkundig ist die harte Haltung der DB AG fremdgesteuert &ndash; durch die Bundesregierung, die ja auch ihren Interessensvertreter Ronald Pofalla in der Konzernzentrale wei&szlig;. Es geht um eine harte Linie im Vorfeld des Beschlusses zum Tarifeinheitsgesetz. In dieser Situation ist es erforderlich, alles in unseren Kr&auml;ften Stehende zu tun, damit Gegen&ouml;ffentlichkeit entwickelt und Solidarit&auml;t mit der GDL und mit allen anderen Kolleginnen und Kollegen, die derzeit Arbeitsk&auml;mpfe f&uuml;hren, praktiziert wird. Am kommenden Mittwoch wird eine weitere Ausgabe der STREIKZEITUNG gedruckt werden; es ist die sechste Ausgabe (Nummer 5 erschien als Sonderdruck und nur in pdf-Form). Wir bitten um Bestellungen, damit wir die Druckauflage absch&auml;tzen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pro-gdl-streik14.de\/\">Pro-GDL-Streik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Claus Weselsky im Morgenmagazin: Das Verhalten der Bahn hat System<\/strong><br>\nMit dem erneuten Streik hat der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky der Deutschen Bahn mangelnde Einigungsbereitschaft vorgeworfen. &ldquo;Wir verhandeln seit Monaten, ohne dass die Bahn Zwischenergebnisse fixieren will&rdquo;, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Das Verhalten der Bahn habe &ldquo;System&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gdl.de\/Aktuell-2015\/Telegramm-1432023666\">GDL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>BND-Aff&auml;re<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Interne Kommunikation: Wie der BND die &bdquo;Weitergabe von Rohdaten in gro&szlig;em Umfang&ldquo; an die NSA verheimlicht<\/strong><br>\nAls der Bundesdatenschutzbeauftragte den BND fragte, wie viele Daten er an die NSA &uuml;bermittelt, war die Antwort: &bdquo;580 Meldungen&ldquo; im Jahr 2012. Tats&auml;chlich werden aber 1,3 Milliarden Metadaten &uuml;bermittelt &ndash; jeden Monat. Das geht aus interner Kommunikation des Geheimdiensts hervor, die wir ver&ouml;ffentlichen. Die BND-Datenschutzbeauftragte kritisierte diese Antwort als &bdquo;Falschauskunft&ldquo; &ndash; wurde aber von BND-Leitung und Bundeskanzleramt &uuml;berstimmt.<br>\nLetzte Woche berichtete Kai Biermann auf Zeit Online: BND-Spionageaff&auml;re: BND liefert NSA 1,3 Milliarden Metadaten &ndash; jeden Monat. Getreu unserem Motto &bdquo;Uns liegen Dokumente nicht nur vor, wir ver&ouml;ffentlichen sie auch&ldquo;, greifen wir das gerne auf und liefern Hintergr&uuml;nde und Originaldokumente.<br>\nSeit dem Sommer von Snowden versuchen vielerlei Institutionen, etwas Licht ins Geheimdienst-Dunkel zu bekommen, darunter auch der\/die Bundesdatenschutzbeauftragte. Peter Schaar, Amtsinhaber bis Ende 2013, sagte vor dem Geheimdienst-Untersuchungsausschuss aus und ordnete einen Pr&uuml;fbesuch beim BND in Bad Aibling an. Leider verwehrt uns seine Nachfolgerin Andrea Vo&szlig;hoff den Pr&uuml;fbericht dieses Besuchs. (Wir haben trotzdem einige der Ergebnisse ver&ouml;ffentlicht.)<br>\nAber auch schriftliche Anfragen an den BND hat die Datenschutzbeh&ouml;rde gestellt, so beispielsweise zwei im Juli und eine Anfang August 2013. Wir haben jetzt interne Dokumente erhalten, die zeigen, wie der BND mit diesen Nachfragen der Kontrollbeh&ouml;rde umgeht &ndash; und sich eine ausweichende Antwort zurecht biegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/interne-kommunikation-wie-der-bnd-die-weitergabe-von-rohdaten-in-grossem-umfang-an-die-nsa-verheimlicht\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Schluss mit der Vasalleritis, her mit der NSA-Liste!<\/strong><br>\nAch ja. Ach herrje. AfD, GdL, HSV, ESC, BER, G7 bis 36, es gibt allein an einem handels&uuml;blichen Dienstag wie diesem so viel Elend auf der Welt, das wir hier weggei&szlig;eln m&uuml;ssten &ndash; man wei&szlig; manchmal gar nicht, wo anfangen und wann aufh&ouml;ren (und nicht dass sich einer bei der Aufz&auml;hlung &uuml;bergangen f&uuml;hlt; der Herr Lindner da hinten vielleicht?).<br>\nDamit das hier nicht ausufert, konzentrieren wir uns heute einfach mal auf die NSA samt ihrer Unterabteilung BND. Und ganz speziell auf jene deutsche Krankheit, die schon niedergek&auml;mpft schien, akut aber wieder aufzubrechen droht: die schleichende Vasalleritis, von der momentan ein nicht unerheblicher Teil der regierenden bzw. in diesem Fall eher nicht reagierenden Gro&szlig;en Angsthasenkoalition befallen ist.<br>\nOder wieso m&ouml;beln gerade die Herren Seehofer, Kauder usw. ausgerechnet wild auf jenen Teil der SPD ein, der auf dem Weg von der Opposition in die Regierung nicht alles vergessen hat, was er mal gefordert hat &ndash; Aufkl&auml;rung in der NSA\/BND-Aff&auml;re zum Beispiel. Und dazu geh&ouml;rt zwingend, dass offengelegt werden muss, wen oder was auszuspionieren der amerikanische Geheimdienst seine deutschen Kollegen &ndash; nun ja &ndash; gebeten hat. Nur Quellen jenseits der Grenzen, um die islamistische Bedrohung eind&auml;mmen zu k&ouml;nnen? Oder doch auch deutsche Unternehmen und Politiker befreundeter Staaten?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/bnd-skandal-her-mit-der-nsa-liste-schluss-mit-der-vasalleritis-2194973.html\">stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Israel hui, Griechenland pfui<\/strong><br>\nDeutschland zeigt sich w&auml;hlerisch, wenn es um Solidarit&auml;t mit anderen L&auml;ndern geht. W&auml;hrend beim 50. Jahrestag deutsch-israelischer Beziehungen vom &ldquo;Wunder&rdquo; der Vers&ouml;hnung geschwafelt wird, wartet man bei Griechenland sabbernd auf den Grexit. Ein zutiefst besch&auml;mendes Bild&hellip;<br>\nWas aber vergangene Woche zum 50. Jahrestag deutsch-israelischer Beziehungen aufgef&uuml;hrt wurde, war in meinen Augen Kitsch. Anger&uuml;hrt vom Bundespr&auml;sidialamt, in Kooperation mit dem Springer-Verlag. &bdquo;Ein Wunder&ldquo;, l&auml;rmten Gauck und seine festlich geschm&uuml;ckte Echokammer &bdquo;Bild&ldquo;. Auch Merkel, Steinmeier und andere Organe stimmten ein. &bdquo;Was f&uuml;r ein Vers&ouml;hnungswunder!&ldquo;, keuchte der &bdquo;Tagesspiegel&ldquo;. &bdquo;Doch, das ist ein Wunder!&ldquo;, jubilierte der Bayerische Rundfunk.<br>\nAlso, ich war damals nicht dabei. Aber von Wundern war keine Rede. Viel k&uuml;hles Kalk&uuml;l auf beiden Seiten. Man kann das nachlesen, sogar online. Ich liefere hier mal Suchworte: Hallstein-Doktrin, Kalter Krieg, Waffenlieferungen, BND, DDR, Globke. Die damalige CDU-Regierung, die Vergangenheitsbew&auml;ltigung klitzeklein schrieb, war brennend interessiert, dass im Eichmann-Prozess in Jerusalem nicht &bdquo;f&uuml;hrende Pers&ouml;nlichkeiten der Bundesrepublik&ldquo; belastet wurden. Verteidigungsminister Franz-Josef Strau&szlig; verteidigte R&uuml;stungsdeals mit Israel im &bdquo;Wunder&ldquo;-Jahr 1965 mit dem Satz: &bdquo;Die Israelis haben extreme Hetze gegen uns verhindert.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kolumnen\/kolumne-israel-hui--griechenland-pfui,29976192,30721848.html\">Tom Schimmeck in der FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Wir k&ouml;nnen doch nicht einfach Geld dorthin schicken&ldquo; &ndash; Sch&auml;men Sie sich, Herr Gabriel!<\/strong><br>\nVon der CDU ist man ja einiges gew&ouml;hnt. Von der SPD weit weniger, weil sie in den letzten Jahren zu dem Drama, das sich in Europa, besonders aber in S&uuml;deuropa abspielt, meistens schweigt. Jetzt aber hat der SPD-Vorsitzende Griechenland im Sch&auml;uble-Duktus ermahnt, &bdquo;Reformen&ldquo; durchzuf&uuml;hren. Laut Spiegel-Online sagte er der Bildzeitung: &ldquo;Ein drittes Hilfspaket f&uuml;r Athen ist nur m&ouml;glich, wenn die Reformen auch umgesetzt werden. Wir k&ouml;nnen nicht einfach Geld dorthin schicken.&rdquo;<br>\n&bdquo;Die Reformen&ldquo; im Zusammenhang mit Griechenland zu sagen, ist eine grandiose Unversch&auml;mtheit. Ich kann nur wiederholen, was wir vor kurzem dazu gefragt haben: Die L&ouml;hne um 25 Prozent zu senken ist keine Reform, oder?<br>\nDas untenstehende Bild zeigt noch einmal das Ergebnis der wichtigsten Reformen. Die Reall&ouml;hne pro Stunde in Griechenland sind in Euro auf der rechten Skala (einmal mit Verbraucherpreisen, einmal mit Produzentenpreisen gerechnet) aufgezeichnet, auf der linken Skala befindet sich die Arbeitslosigkeit. Die wichtigste Forderung an Griechenland von Seiten der gro&szlig;en Koalition aber auch der vorherigen Koalition in Deutschland war doch, das Land aufzufordern, durch einen &bdquo;flexibleren&ldquo; Arbeitsmarkt wettbewerbsf&auml;hig zu werden. Von der Troika wurde folglich mit Billigung Deutschlands enormer Druck auf die L&ouml;hne ausge&uuml;bt. Der war &bdquo;erfolgreich&ldquo;, denn es kam zu einem starken absoluten Absinken der Reall&ouml;hne. Sie sanken ab 2009 von 15,50 Euro bis 2014 auf 12,70 Euro aus Verbrauchersicht und noch st&auml;rker aus Produzentensicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/wir-koennen-doch-nicht-einfach-geld-dorthin-schicken-schaemen-sie-sich-herr-gabriel\/\">Heiner Flassbeck auf Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Juncker-Voodoo: Warum die &bdquo;Investitionsoffensive f&uuml;r Europa&ldquo; dieWirtschaft nicht beleben wird<\/strong><br>\nJunckers Investitionsoffensive soll die wirtschaftliche Krise der Eurozone mit erh&ouml;hten &ouml;ffentlichen und privaten Investitionen bek&auml;mpfen. Mittel des EU-Haushalts und der Europ&auml;ischen Investitionsbank (EIB) in H&ouml;he von zusammen 21 Mrd. Euro sollen in Garantien f&uuml;r den &bdquo;Europ&auml;ischen Fonds f&uuml;r Strategische Investitionen&ldquo; (EFSI) umgewidmet werden. Der EFSI selbst soll auf den Kapitalm&auml;rkten 63 Mrd. Euro aufbringen (d. h. Anlegern Anleihen verkaufen, die mit EU-\/EIB-Geldern abgesichert sind). Es wird davon ausgegangen, dass private Investoren 252 Mrd. Euro beitragen, um zu der angek&uuml;ndigten Gesamtsumme von 315 Mrd. Euro f&uuml;r Investitionen in Infrastrukturprojekte in ganz Europa zu gelangen.\n<ul>\n<li>Infolge der Krise und der K&uuml;rzungspolitik sind die Investitionen und die Produktionsleistung so stark gesunken, dass der Umfang des Plans, der nur zu einem kleinen Teil neue &ouml;ffentliche Mittel beinhaltet, Lichtjahre davon entfernt ist, den dringend ben&ouml;tigten wirtschaftlichen Wandel in der EU herbeizuf&uuml;hren.<\/li>\n<li>Der Fokus auf private Investoren und &ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) mit einer Ungleichverteilung der Risiken verursacht immense Kosten f&uuml;r die Steuerzahler, da diese die Renditeerwartungen der privaten Investoren befriedigen m&uuml;ssen. Das Prinzip ist das altbekannte privatisieren von Gewinnen und sozialisieren von Verlusten. Es droht der Ausverkauf der &ouml;ffentlichen Infrastruktur an Finanzinstitute, die auf Grund der durch die K&uuml;rzungspolitik verursachten Wirtschaftskrise keine ausreichende Rendite auf realwirtschaftliche Investitionen mehr finden.<\/li>\n<li>Die Projektauswahl wird entpolitisiert und haupts&auml;chlich auf Grundlage der privaten Rentabilit&auml;t von sogenannten Experten (mit einem offenen Ohr f&uuml;r &bdquo;Ratschl&auml;ge&ldquo; der Unternehmen) getroffen. Die meisten Mittel werden wahrscheinlich in sichere Projekte in den sogenannten &bdquo;Kernl&auml;ndern&ldquo; und in Gro&szlig;projekte, von denen haupts&auml;chlich Gro&szlig;unternehmen profitieren, flie&szlig;en.<\/li>\n<li>Der Plan unternimmt nichts gegen strukturelle Probleme wie die Leistungsbilanzungleichgewichte (z. B. Deutschlands aggressives Kostendumping), die Umverteilung von L&ouml;hnen und Sozialleistungen zu Kapitaleigent&uuml;mern, den systematischen Steuerbetrug zu Lasten der &ouml;ffentlichen Kassen und die oligarchische Kontrolle der Wirtschaft.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/fabiodemasi.dielinke-nrw.de\/uploads\/media\/20150414_DE_Invest_in_Europe.pdf\">Fabio de Masi\/MdEP (Die Linke) [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Boni bei der Deutschen Bank &ndash; 90-Millionen-H&auml;ndler geht gegen Finanzaufsicht vor<\/strong><br>\nMit einem 90-Millionen-Bonus hat Christian Bittar bei der Deutschen Bank f&uuml;r Aufsehen gesorgt. Der mittlerweile gefeuerte H&auml;ndler geht gegen die britische Finanzaufsicht vor &ndash; wegen verletzter Pers&ouml;nlichkeitsrechte&hellip;<br>\nBittar war zentrale Figur in einem Zinsmanipulations-Kartell &ndash; allein f&uuml;r eine juristische Einigung mit der FCA hat die Deutsche Bank k&uuml;rzlich eine Strafzahlung in H&ouml;he von 227 Millionen Pfund (315 Millionen Euro) akzeptiert.<br>\nBittar wirft der Beh&ouml;rde vor, dass sie ihn in ver&ouml;ffentlichten Unterlagen pers&ouml;nlich identifizierbar gemacht habe, so Bloomberg unter Berufung auf eine Person, die mit dem Vorgang vertraut ist. In vergleichbaren Dokumenten der US-Beh&ouml;rden war Bittar als &bdquo;H&auml;ndler 3&ldquo; anonymisiert worden &ndash; dennoch lie&szlig;en Details R&uuml;ckschl&uuml;sse auf seine Person zu. Unter anderem wurde ein Bonus in H&ouml;he von 90 Millionen Pfund erw&auml;hnt, den er in einem Jahr erhalten hatte&hellip;<br>\nGegen Bittar hat die britische Finanzaufsicht nach Informationen des Handelsblatts von Personen, die mit der Sache vertraut sind, eine Rekordstrafe von zehn Millionen Pfund angek&uuml;ndigt. Die Strafe wurde allerdings noch nicht vollstreckt. Die Abschlussberichte der US-Beh&ouml;rden machten deutlich, dass der ehemalige Deutsche-Bank-H&auml;ndler tats&auml;chlich zu den Schl&uuml;sselfiguren im Libor-Skandal geh&ouml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/boni-bei-der-deutschen-bank-90-millionen-haendler-geht-gegen-finanzaufsicht-vor\/11797266.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rauchen ist gesund! Wie globale Konzerne &uuml;ber TTIP &amp; Co die Macht &uuml;bernehmen<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten und die Welt f&uuml;hren derzeit eine gro&szlig;e Debatte &uuml;ber neue Handelsvereinbarungen. Derartige Vertr&auml;ge wurden fr&uuml;her als &bdquo;Freihandelsabkommen&ldquo; bezeichnet; tats&auml;chlich waren es gelenkte Handelsvereinbarungen, die auf die Interessen der Konzerne vor allem in den USA und der Europ&auml;ischen Union zugeschnitten waren. Heute werden derartige Vereinbarungen h&auml;ufig als &bdquo;Partnerschaften&ldquo; bezeichnet &ndash; wie etwa im Falle der Trans-Pazifischen Partnerschaft (TPP). Doch es sind keine gleichberechtigten Partnerschaften: Faktisch diktieren die USA die Bedingungen. Zum Gl&uuml;ck leisten Amerikas &bdquo;Partner&ldquo; zunehmend Widerstand.<br>\nEs ist unschwer erkennbar, warum. Diese &Uuml;bereinkommen reichen deutlich &uuml;ber den Handel hinaus; sie regeln auch Investitionen und geistiges Eigentum und zwingen den Rechts-, Justiz- und Regulierungssystemen der beteiligten L&auml;nder grundlegende &Auml;nderungen auf &ndash; und zwar ohne Einfluss oder Rechenschaftspflicht demokratischer Institutionen.<br>\nDer vielleicht unfairste &ndash; und unehrlichste &ndash; Bestandteil derartiger &Uuml;bereinkommen betrifft den Investorenschutz. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen Investoren vor schurkischen Regierungen gesch&uuml;tzt werden, die sich ihr Eigentum einverleiben. Aber darum geht es bei diesen Bestimmungen nicht. Es hat in den letzten Jahrzehnten sehr wenige Enteignungen gegeben, und Investoren, die sich dagegen absichern wollen, k&ouml;nnen eine Versicherung bei der zur Weltbankgruppe geh&ouml;renden Multilateralen Investitions-Garantie-Agentur abschlie&szlig;en. Die USA und andere L&auml;nder bieten &auml;hnliche Versicherungen an. Trotzdem verlangen die USA die Aufnahme derartiger Bestimmungen in die TPP, obwohl viele ihrer &bdquo;Partner&ldquo; Mechanismen zum Schutz des Eigentums und Rechtssysteme haben, die so gut sind wie ihre eigenen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/rauchen-ist-gesund-925\/\">Joseph E. Stiglitz via Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nStellungnahme zur &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales im Deutschen Bundestag vom 18. Mai 2015<br>\nKurz gefasst:\n<ul>\n<li>Im Wirtschaftsaufschwung 2005 bis 2008 konnte die Zahl der Langzeit- arbeitslosen deutlich verringert werden. Seitdem stagniert sie trotz der weiterhin erfreulichen Besch&auml;ftigungszunahme auf einem hohen Niveau knapp &uuml;ber der Millionengrenze. Rund 500.000 Personen sind mehr als zwei Jahre arbeitslos.<\/li>\n<li>Angesichts der Vielf&auml;ltigkeit der Problemlagen und auch der unterschied- lichen Potenziale der betroffenen Personen kann sie nur mit einem B&uuml;n- del von Instrumenten bek&auml;mpft werden, die auf den Einzelfall zugeschnit- ten werden m&uuml;ssen.<\/li>\n<li>Langzeitarbeitslose sollten nicht pauschal &ouml;ffentlich gef&ouml;rderter Besch&auml;f- tigung zugeordnet werden, sondern die Arbeitsmarktpolitik muss einen st&auml;rkeren Beitrag zur Qualifizierung von Arbeitslosen leisten. Denn der Arbeitsmarkt f&uuml;r einfache T&auml;tigkeiten ist immer enger geworden und Ar- beitslose ohne Berufsausbildung haben aufgrund des &bdquo;&Uuml;berangebots&ldquo; von gering qualifizierten Arbeitskr&auml;ften ohne zus&auml;tzliche Qualifikation kaum Integrationschancen.<\/li>\n<li>Der bisherige de facto Vorrang der Vermittlung f&uuml;hrte dazu, dass gerade die arbeitsmarktnahen und weiterbildungsgeeigneten An- und Ungelern- ten vermittelt wurden. Diese Gruppe muss langfristig auf qualifizierteren Arbeitspl&auml;tzen eingesetzt werden, um f&uuml;r die anderen Langzeitarbeitslo- sen die einfachen Arbeitspl&auml;tze freizumachen.<\/li>\n<li>Die beiden Bundes-Programme zur Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosig- keit sind zu begr&uuml;&szlig;en. Die neuen Elemente &ndash; Betriebsakquise, Coaching, Gesundheitsf&ouml;rderung &ndash; h&auml;tte man allerdings geeigneter an die Regel- f&ouml;rderung (&sect;16e SGB II &bdquo;F&ouml;rderung von Arbeitsverh&auml;ltnissen&ldquo;) anbinden k&ouml;nnen. Denn damit steht ein ausbauf&auml;higes Instrument zur Verf&uuml;gung, das Arbeitgebern jeglicher Art (Privatwirtschaft, Besch&auml;ftigungstr&auml;ger, Soziale Unternehmen) offensteht.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/Gerhard_Bosch_Abbau_der_Langzeitarbeitslosigkeit.pdf\">Gerhard Bosch im IAQ-Standpunkt [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>ILO: Weltweit weniger sichere Arbeitsverh&auml;ltnisse<\/strong><br>\nDer gegenw&auml;rtige globale Arbeitsmarkt ist von einer unsicheren Situation f&uuml;r die Arbeitnehmer gepr&auml;gt, stellt der neue Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation ILO fest.<br>\nDie Zeit des &ldquo;Standardmodells&rdquo; der Besch&auml;ftigung &ndash; festgesetzter Lohn bzw. festes Gehalt, Vollzeit mit einem Arbeitsvertrag, der m&ouml;glichst unbefristet ist &ndash; geht vorbei, lautet eine Kernaussage. Weniger als ein Viertel der im weltweiten Arbeitsmarkt Besch&auml;ftigten ist unter den Bedingungen des Standardmodells angestellt, sch&auml;tzt die Organisation, die sich auf Daten st&uuml;tzt, die 84 Prozent der globalen Arbeitnehmerschaft umfassen.<br>\nDrei Viertel sind entweder auf Basis eines zeitweiligen oder kurzfristigen Arbeitsvertrages oder ohne Vertrag, &ldquo;informell&rdquo;, in &ldquo;selbstverantwortlichen Arrangements&rdquo; oder in unbezahlten &ldquo;Familienjobs&rdquo; besch&auml;ftigt.<br>\nDas habe Auswirkungen auf die Politik, die den sozialen Frieden im Auge behalten sollte, ist als Mahnung dem Bericht zu entnehmen. Die mittlerweile wohl zu den Privilegierten geh&ouml;renden Festangestellten verdienen im Schnitt sehr viel mehr und die ber&uuml;chtigte Schere klafft immer weiter auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44974\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jetzt &uuml;bernimmt die Kanzlerin den Kohle-Streit<\/strong><br>\nSeit Wochen k&auml;mpft Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel erfolglos mit der Kohlelobby: Zugest&auml;ndnisse einerseits, Klimaziele andererseits. Nun schaltet sich Kanzlerin Angela Merkel ein. Kann sie diesen schwierigen Konflikt l&ouml;sen?<br>\nF&uuml;r diesen Mittwochabend sei eine Gespr&auml;chsrunde mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und dessen Energie-Staatssekret&auml;r Rainer Baake terminiert, in der es um die umstrittene neue und zus&auml;tzliche Klimaabgabe f&uuml;r alte Braunkohlekraftwerke gehen soll&hellip;<br>\nDer Vorsto&szlig; f&uuml;r die Klimaabgabe aus dem Wirtschaftsministerium sorgt seit Wochen f&uuml;r Proteste von Kraftwerksbetreibern, Gewerkschaften, den Kohlel&auml;ndern Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Brandenburg sowie aus der Union. Gabriel hatte mehrfach gesagt, der Plan sei mit Merkel besprochen. Am Montag kam aus seinem Ministerium allerdings ein &uuml;berarbeiteter Vorschlag.<br>\nStatt der zus&auml;tzlich bis zum Jahre 2020 vorgesehenen Einsparungen von 22 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) sollen es jetzt nur noch 16 Millionen Tonnen sein, hei&szlig;t es in einem der F.A.Z. bekanntgewordenen Papier zur &bdquo;Anpassung des Klimabeitrags&ldquo; aus dem Wirtschaftsministerium. Um das deutsche CO2-Einsparziel von 40 Prozent gegen&uuml;ber 1990 bis 2020 dennoch zu erreichen, soll die als &ouml;kologisch vorteilhaft geltende Kraft-W&auml;rme-Kopplung (KWK) st&auml;rker als geplant gef&ouml;rdert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/energiepolitik\/energiewende-deutschland-merkel-entscheidet-ueber-kohlestreit-13599410.html\">Andreas Mihm in der FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.S.:<\/strong> Wenn man  das liest und die Entstehungsgeschichte zur&uuml;ckverfolgt, fragt man sich ob Frau Merkel eher genial oder eher diabolisch ist. Herr Gabriel muss sie wohl f&uuml;r diabolisch halten, da sie es erneut schafft, ihn in einem Konflikt besch&auml;ftigen, den sie heraufbeschworen hat um dann als &uuml;berparteiische Konfliktl&ouml;serin aufzutreten.<br>\n2010 hat die schwarz-gelbe Regierung unter F&uuml;hrung von Frau Merkel mit ihrem Umweltminister R&ouml;ttgen eine gro&szlig;z&uuml;gige Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r Kernkraftwerke verk&uuml;ndet, nach massivem Lobbying der Betreiber, allen voran von Herrn Grossmann RWE.<br>\nAuf der Basis u.a. dessen hat die Regierung dann im Rahmen der offiziellen Energiewende die Ziele f&uuml;r die Treibhausgasreduktion bis 2020 verk&uuml;ndet in der Annahme, dass CO2-freier Atomstrom beitragen w&uuml;rde.<br>\nDann kam die Kehrtwendung angesichts Fukushima vor den Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg 2011. Trotz beschleunigtem Ausstieg wurden die THG Emissionsziele beibehalten. Das wurde dann auch als machbar abgesegnet von der Ethikkommission, die allerdings neben den erneuerbaren auch einen Beitrag durch Carbon Capture and Storage (CCS) m&ouml;glich sah, womit die Kohleverstromung dann eine langfristige Perspektive zu haben schien.<br>\nDie Entwicklung in der Stromerzeugung seither hat bekanntlich neben dem Anstieg der Erneuerbaren eine Renaissance der Braunkohle mit sich gebracht, in der Logik des deutschen Strommarktes (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24496\">NDS vom 08. Januar 2015<\/a>). Die Betreiber haben so Schadensbegrenzung erreicht aber keine wirtschaftliche Perspektive, zumal sich auch die Option des CCS verfl&uuml;chtigt hat.<br>\nDie THG-Emissionsziele bis 2020 werden ohne weiteres nicht mehr erreicht. Daher suchen Ende 2014 die Minister Gabriel und Hendricks L&ouml;sungen in einem Klimaschutz-Politikpaket, und Gabriel pr&auml;sentiert 2015 einen speziellen f&uuml;r den Stromsektor, von dem besonders die Braun-Kohlekraftwerke betroffen w&auml;ren.<br>\nDer Braunkohle-Komplex   &ndash; Unternehmen, Gewerkschaften und Politiker (Landespolitiker der Opposition)  &ndash; wehrt sich. Minister Gabriel verhandelt, macht Angebote.<br>\nJetzt  tritt Frau Merkel gewisserma&szlig;en als Schlichterin auf den Plan&hellip;.<br>\nWenn es klappt, wird sie strahlend im Licht stehen und alle anderen im Regen.<br>\nGenial, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ExxonMobil fliegt von der Schule<\/strong>\n<ul>\n<li>Die nieders&auml;chsische Landesregierung beendet ab dem kommenden Schuljahr ein umstrittenes Kooperationsprojekt zwischen Gymnasien und Energiekonzernen wie ExxonMobil und RWE.<\/li>\n<li>Begr&uuml;ndet wird die Entscheidung mit einem Versto&szlig; gegen die Antikorruptionsrichtlinie des Landes.<\/li>\n<li>Im Mai 2013 hatte das Kooperationsprojekt f&uuml;r Aufregung gesorgt, als das Politmagazin Frontal21 parallel zur Ver&ouml;ffentlichung unserer Studie &uuml;ber Lobbyismus an Schulen kritisch &uuml;ber den Fall berichtete&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Brisant ist der Fall deswegen, weil eine Dokumentation des WEG deutlich zeigt, was sich die beteiligten Unternehmen von der Kooperation versprechen. Als Ziele werden darin u.a. die &bdquo;Verbesserung der Reputation der Branche&ldquo; und eine &bdquo;Versachlichung der Darstellungen &uuml;ber die Erd&ouml;l- und Erdgasproduktion in Schulen&ldquo; genannt. ExxonMobil zahlte den beteiligten Schulen f&uuml;r die Kooperation sogar 10.000&euro; pro Jahr. Hinzu kommt, dass die Kooperationen in einer Gegend stattfinden, in der die umstrittene Fracking-Technik vermehrt zum Einsatz kommt. Bis heute ist das einer der deutlichsten F&auml;lle von Lobbyismus an Schulen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/05\/exxonmobil-fliegt-von-der-schule\/\">Felix Kamella auf LobbyControl<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steuertrickser beraten EU-Kommission<\/strong><br>\nAn dem Tag, an dem der &bdquo;SwissLeaks-Skandal&ldquo; die europ&auml;ische &Ouml;ffentlichkeit schockierte, nahm ein Steuerexperte der HSBC Bank &ndash; die in den Skandal involviert war &ndash; Platz in der Europ&auml;ischen Kommission. Er war nicht dort, um Fragen hinsichtlich der skandal&ouml;sen und h&ouml;chst illegalen Praktiken seines Arbeitgebers zur Steuervermeidung zu beantworten. Nein, John Everett wurde vielmehr eingeladen, um die Kommission als Mitglied einer neu geschaffenen Beratergruppe bei der Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung zu beraten. Au&szlig;er ihm wurden Kollegen von Barclays &ndash; der britischen Bank, der einst vorgeworfen wurde, eine &bdquo;Steuervermeidungsfabrik&ldquo; zu betreiben &ndash; sowie von KPMG, einer der Beratungsfirmen, die in den &bdquo;LuxLeaks&ldquo;-Skandal verwickelt war, in die Gruppe geholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/05\/luxleaks-swissleaks-steuertrickser-beraten-eu-kommission\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&bdquo;Weder realistisch noch w&uuml;nschenswert&ldquo; &ndash; F&uuml;nf Gr&uuml;nde, weshalb wir keine europ&auml;ische Armee brauchen.<\/strong><br>\nVor dem Hintergrund des Ukraine-Konflikts pl&auml;diert EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker f&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer europ&auml;ischen Armee. Nur eigene europ&auml;ische Streitkr&auml;fte k&ouml;nnten Russland davon &uuml;berzeugen, &bdquo;dass wir es ernst meinen mit der Verteidigung der Werte der Europ&auml;ischen Union&ldquo;. Bislang erf&auml;hrt der Vorschlag durchaus breite Zustimmung.<br>\nNur: Die Forderung nach einer europ&auml;ischen Armee geh&ouml;rt bereits seit den 1950er Jahren zur traditionellen Rhetorik einer sich als vision&auml;r verstehenden Europapolitik. Und doch steht die Schaffung vollst&auml;ndig integrierter europ&auml;ischer Streitkr&auml;fte weiterhin aus. Weshalb? Weil eine europ&auml;ische Armee weder realistisch noch w&uuml;nschenswert ist. Hier sind f&uuml;nf Gr&uuml;nde: (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/weder-realistisch-noch-wuenschenswert-920\/?type=98&amp;cHash=acb5da1019f2778b7d6bf92c7ceb3c1e\">Bernhard Rinke in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a>\n<p>Siehe dagegen: <strong>F&uuml;r eine europ&auml;ische Verteidigungsunion<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/aussen-und-sicherheitspolitik\/artikel\/fuer-eine-europaeische-verteidigungsunion-918\/?type=98&amp;cHash=8d5eeeaf2e3e9c89b67876e53a75101d\">Hans-Peter Bartels in Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Karlspreis: &ldquo;Je weiter man sich von Europa entfernt, desto mehr sp&uuml;rt man die Strahlkraft&rdquo;<\/strong><br>\nDa ist in der Tat etwas Wahres dran&hellip; Man muss den Satz nur richtig lesen und verstehen, anders also, als Martin Schulz ihn versteht und verstanden wissen m&ouml;chte. Der Inhalt seiner Rede ist dann auch auf seine Art weit, sehr weit von Europa entfernt&hellip;<br>\nRichtig gelesen, das hei&szlig;t die wirtschaftliche und soziale Situation in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion ber&uuml;cksichtigend, kann man die Aussage von Schulz nur so begreifen, dass man nur weit genug von Europa entfernt leben muss, um auf das weltfremde Geschwafel der politischen Eliten in Europa hereinzufallen, das er mit Strahlkraft verwechselt. F&uuml;r letzteres hat Schulz mit seiner Rede gestern ein weiteres im buchst&auml;blichen Sinne blendendes Beispiel geliefert. Nichts kann wohl den katastrophalen Zustand Europas besser ausdr&uuml;cken. Die Elite feiert sich selbst (siehe hierzu auch die Rede zum selben Anlass von Donald Tusk, hier) &ndash; und phantasiert sich ein Europa, das mit der Lebenswirklichkeit der darin lebenden Menschen nichts gemein hat. Schlimmer noch: dessen Lebenswirklichkeit und Lebensperspektive sie ohne R&uuml;cksicht auf Verluste seit nunmehr f&uuml;nf, sechs Jahren nachhaltig zerst&ouml;rt hat. Schulz ist nur einer von ihnen. Allerdings ein besonders einf&auml;ltiger&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/05\/karlspreis-je-weiter-man-sich-von-europa-entfernt-desto-mehr-spurt-man-die-strahlkraft\/#sthash.v29u9B3C.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weiterer LKA-Mann vermutet Einflussnahme<\/strong>\n<ul>\n<li>Im Untersuchungsausschuss Labor des bayerischen Landtags berichtet mittlerweile der vierte Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) von seiner Vermutung, dass im Jahr 2008 auf die Betrugsermittlungen gegen Tausende &Auml;rzte Einfluss genommen worden sei.<\/li>\n<li>Doch ebenso wie bereits drei LKA-Kollegen vor ihm konnte der Kriminalbeamte nicht sagen, wer denn von au&szlig;en auf die Ermittlungen einwirkte.<\/li>\n<li>Der Untersuchungsausschuss soll aufkl&auml;ren, warum die Ermittlungen gegen die vielen &Auml;rzte in der Schottdorf-Aff&auml;re im Sande verliefen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Untersuchungsausschuss Labor des bayerischen Landtags steht vor einem Mysterium: Am Montag berichtete der mittlerweile vierte Ermittler des Landeskriminalamts (LKA) von seiner Vermutung, dass im Jahr 2008 auf die Betrugsermittlungen gegen Tausende &Auml;rzte Einfluss genommen worden sei. &ldquo;Das Gef&uuml;hl dr&auml;ngt sich im Laufe der SoKo auf&rdquo;, sagte der mittlerweile pensionierte Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schiffelholz. Doch ebenso wie bereits drei LKA-Kollegen vor ihm konnte der Kriminalbeamte nicht sagen, wer denn von au&szlig;en auf die Ermittlungen einwirkte&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/untersuchungsausschuss-labor-weiterer-lka-mann-vermutet-einflussnahme-1.2484442\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung V.B.:<\/strong> Bayern wie es leibt und lebt: Wie korrupt es auch immer unter der CSU-Herrschaft zugeht, es wird deren Dominanz nicht beeintr&auml;chtigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Noam Chomsky: &ldquo;Die USA sind ein Schurkenstaat, Europa ist extrem rassistisch&rdquo;<\/strong><br>\nEr ist ein Superstar in der Welt der Intellektuellen, ein &uuml;beraus produktiver Autor und selbst ernannter Anarchist, der auch mit 86 Jahren nicht k&uuml;rzer tritt. Er prangert immer noch Unrecht an, dabei hat er im Allgemeinen den Westen in der Schusslinie. Ich habe mich in die Vereinigten Staaten aufgemacht, um mich mit Noam Chomsky zu treffen. Wir f&uuml;hrten das Interview in seinem B&uuml;ro am Massachusetts Institute of Technology.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7kfDAL2dq1U\">Euronews Global Conversation via YouTube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>AfD vor der Spaltung &ndash; Ein Machtkampf &ndash; mit miesen Mitteln<\/strong><br>\nIn der AfD fliegen die Fetzen: Die Co-Vorsitzenden werfen Parteichef Bernd Lucke aus dem Mailverteiler. Dieser versucht per &bdquo;Weckruf&ldquo; Unterst&uuml;tzer hinter sich zu scharen &ndash; und warnt vor einem deutschen Front National&hellip;<br>\nWenige Stunden nachdem der liberale Fl&uuml;gel um den Parteivorsitzenden Bernd Lucke eine Kampagne gegen rechtsnationale Kr&auml;fte in der AfD gestartet hatte, lie&szlig;en die Co-Vorsitzenden Frauke Petry und Konrad Adam Luckes Zugang zum Mail-Verteiler der Partei sperren. Als sich Lucke daraufhin beim Administrator der AfD beschwerte, blockierte dieser nach Angaben von Parteisprecher Christian L&uuml;th vom Dienstag bis auf weiteres f&uuml;r alle den Zugriff auf die Mitglieder-Datenbank&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/afd-vor-der-spaltung-ein-machtkampf-mit-miesen-mitteln\/11795334.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Studium vor Bologna: &ldquo;Man hatte mehr Freiheit&rdquo;<\/strong><br>\nDer Schweriner Bildungsminister Mathias Brodkorb hat grundlegende &Auml;nderungen am geltenden Studiensystem gefordert. Das Studium habe vor der Umstellung auf die neuen Abschl&uuml;sse Bachelor und Master vielleicht l&auml;nger gedauert, &ldquo;aber man hatte mehr Freiheit und Kombinationsm&ouml;glichkeiten&rdquo;, sagte der SPD-Politiker kurz nach der internationalen Bologna-Konferenz im armenischen Eriwan in einem Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung (Montagsausgabe). &ldquo;Jetzt ist das alles ein starres Korsett. Und das f&uuml;hrt zu Schwierigkeiten. Wir haben alles &uuml;berreguliert. Das m&uuml;ssen wir wieder &auml;ndern.&rdquo;<br>\nEr sehe es als gro&szlig;en Mangel, dass man derzeit &ldquo;Wissen in Module packen muss, die wiederum in ECTS-Punkten, also in Zeitaufwand, umgerechnet sind. Das scheitert schon daran, dass der Zeitaufwand europaweit nicht harmonisiert ist&rdquo;, sagte er. &ldquo;Wenn wir dies so kleinteilig festlegen, strangulieren wir die Studienprogramme. Fr&uuml;her mussten sich die Dozenten die besten Studenten erk&auml;mpfen, heute legen sie Pflichtmodule fest, die zwangsbenotet werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/studium-vor-bologna-man-hatte-mehr-freiheit-1.2483151\">Roland Preu&szlig; in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu nochmals <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1830-bologna-nachfolgekonferenz2015.php\">&bdquo;Abrissarbeiten am Elfenbeinturm&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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