{"id":26198,"date":"2015-05-22T13:08:11","date_gmt":"2015-05-22T11:08:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26198"},"modified":"2024-08-29T16:11:51","modified_gmt":"2024-08-29T14:11:51","slug":"der-informationskrieg-der-geheimdienste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26198","title":{"rendered":"Der Informationskrieg der Geheimdienste"},"content":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/Rolf_Goessner.jpg\" alt=\"Rolf G&ouml;ssner\" title=\"Rolf G&ouml;ssner\"><\/div><p>Die Anschl&auml;ge in den USA vom 11. September 2001 haben weltweit eine Gewaltwelle ausgel&ouml;st, die zu Krieg und Terror, Folter und Elend sowie zu gravierenden Menschen- und V&ouml;lkerrechtsverletzungen gef&uuml;hrt hat. Und zwar nicht allein durch die zahlreichen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Terrorakte<\/a>, die wir seitdem erleben, sondern in weit gr&ouml;&szlig;erem Ma&szlig;e durch die Art der weltweiten Terrorbek&auml;mpfung. Der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25535\">&bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;<\/a> hat nicht nur au&szlig;enpolitisch zu einem permanenten Ausnahmezustand gef&uuml;hrt, sondern diesen auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25285\">im Innern der westlichen Demokratien<\/a> etabliert, was zu einer zunehmenden <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44035\/1.html\">Militarisierung des Zivilen<\/a>, zum Erstarken insbesondere des <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067\">antimuslimischen Rassismus<\/a> sowie einer immer weiteren <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24886\">Erosion von Grund- und Freiheitsrechten<\/a> gef&uuml;hrt hat. Zur Militarisierung der inneren Sicherheit und der Rolle der Geheimdienste hierbei sprach <strong>Jens Wernicke<\/strong> mit <strong>Rolf G&ouml;ssner<\/strong> von der <a href=\"http:\/\/ilmr.de\/\">Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte<\/a>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Herr G&ouml;ssner, im soeben erschienenen Sammelband <a href=\"http:\/\/sonnenbergverlag.de\/index.php?section=buecher&amp;menulinks=buecher&amp;menuauswahl=5\">&bdquo;Kriege im 21. Jahrhundert&ldquo;<\/a> widmen Sie Ihren Aufsatz dem Thema &bdquo;Informationskrieg der Geheimdienste&ldquo;. Was darf man darunter verstehen? Wer f&uuml;hrt da Krieg gegen wen?<\/strong><\/p><p>Ich habe mich im Laufe meiner Recherchen und der Besch&auml;ftigung mit der NSA-Massen&uuml;berwachung, die Edward Snowden aufgedeckt hat, gefragt, was eigentlich hinter dem globalen und verzahnten &Uuml;berwachungssystem von NSA, GCHQ, BND &amp; Co. steckt, und wozu der ganze Aufwand eigentlich betrieben wird. Dabei habe ich eine These gewagt: Das Szenario aus wechselseitiger Digitalspionage, Massen&uuml;berwachung und milit&auml;rischen Interventionen deutet meines Erachtens darauf hin, dass wir uns in einem globalen und geheimen Cyber- und &bdquo;Informationskrieg&ldquo; der Geheimdienste befinden. Oder anders und allgemeiner ausgedr&uuml;ckt: in einem permanenten und pr&auml;ventiven Ausnahmezustand, der seinen Ausnahmecharakter l&auml;ngst verloren hat und zum staatlich-gesellschaftlichen Normalzustand geworden ist. <\/p><p>Dabei m&uuml;ssen wir im Zusammenhang mit dem Begriff &bdquo;Informationskrieg&ldquo; eher &bdquo;asymmetrisch&ldquo; denken und nicht nur in traditionellen Konstellationen wie &bdquo;Wer f&uuml;hrt da Krieg gegen wen?&ldquo; beziehungsweise in Kategorien von &bdquo;blutigen&ldquo; Frontkriegen verfeindeter Nationalstaaten und ihren Armeen. Gleichwohl kommen auch durch informationell fundierte Kriegshandlungen Menschen zu Tode, denken Sie nur an die m&ouml;rderischen US-Drohnenangriffe auf &bdquo;Terrorverd&auml;chtige&ldquo; mit ihren verheerenden &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo;. <\/p><p><strong>Und wie genau sieht dieser &bdquo;Krieg&ldquo; dann aus? Was muss ich mir inhaltlich darunter vorstellen, wenn Sie von Cyber- und Informationskrieg sprechen und worum geht es dabei im Kern?<\/strong><\/p><p>Es geht in erster Linie um eine fl&auml;chendeckend-globale Ausforschungsarbeit der Geheimdienste, die prim&auml;r der Sicherung politischer, &ouml;konomischer und milit&auml;rstrategischer Interessen dient und zwar in einer nach dem Ende des Kalten Krieges nicht mehr bipolaren, sondern in einer weitgehend &bdquo;in Unordnung&ldquo; geratenen Welt &ndash; mit all den damit verbundenen unkalkulierbaren &bdquo;asymmetrischen&ldquo; Krisen, staatlichen Instabilit&auml;ten, Konflikten und Kriegen. <\/p><p>Der Informationskrieg der Geheimdienste dient der pr&auml;ventiven Vormacht- und Herrschaftssicherung einzelner Staaten und Staatengemeinschaften, denen es letztlich um wirtschaftliche Einflusszonen und geostrategische Interessen in Zeiten sich versch&auml;rfender &ouml;konomischer Krisen, sozialen Niedergangs, drohender Rohstoffknappheit, bedrohlichen Klimawandels sowie wachsender &bdquo;Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me&ldquo; geht. Zu den probaten &bdquo;Waffen&ldquo; in diesem Informationskrieg geh&ouml;rt auch die Beeinflussung von Medien und &Ouml;ffentlichkeit durch gezielte Desinformationen.<\/p><p>Den USA als Teil der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; d&uuml;rfte es zur Interessenswahrung vor allem darum gehen, die globale sicherheits- und wirtschaftspolitische Dominanz sowie die Dominanz der US-Informationstechnologie und strategisch wichtiger US-Unternehmen auf dem Weltmarkt zu sichern und auszubauen. Darauf deutet auch die soeben bekannt gewordene Beihilfe des Bundesnachrichtendienstes zur massenhaften Wirtschaftsspionage gegen europ&auml;ische Unternehmen und Politiker im Auftrag der NSA hin.<\/p><p>Im Rahmen dieses Informationskrieges geht es nat&uuml;rlich auch um globale Krisenverh&uuml;tung und -bew&auml;ltigung sowie um Handels- und Ressourcen-Sicherung &uuml;berall auf der Welt. Und in diesem Kontext ist auch die globale Kriminalit&auml;ts- und Terrorbek&auml;mpfung zu sehen, die sowohl mit geheimdienstlichen als auch mit milit&auml;rischen Mitteln betrieben wird. <\/p><p>Anders als immer wieder behauptet, geht es aber bei all den geheimdienstlichen Massenaktivit&auml;ten und -praktiken nicht nur darum, Staaten und ihre Bev&ouml;lkerung oder ganze Staatengemeinschaften vor &bdquo;Extremismus&ldquo;, Terror, Gewalt und Kriminalit&auml;t pr&auml;ventiv oder repressiv zu sch&uuml;tzen, sondern auch darum, auf denkbare Umbr&uuml;che, soziale Unruhen oder militante Aufst&auml;nde bestm&ouml;glich vorbereitet, sprich: mithilfe geheimdienstlicher Informationen gewappnet zu sein. <\/p><p>Die Geheimdienste entpuppen sich bei n&auml;herer Betrachtung also durchaus als pr&auml;ventive Vorhut milit&auml;rischer Aktionen und Aufstandsbek&auml;mpfung sowie als nachrichtendienstliche Absicherungsorgane des Milit&auml;rs sowie von milit&auml;rischen Operationen und Interventionen. Der Cyberkrieg zielt dar&uuml;ber hinaus auch auf die kritische Infrastruktur anderer Staaten, um im Zweifel deren Destabilisierung im eigenen Hegemonialinteresse betreiben zu k&ouml;nnen &ndash; nicht mit herk&ouml;mmlicher Waffengewalt, sondern mit der Schlagkraft informationstechnologischer Cyber-Angriffe. So etwa per Einschleusung von Sabotagesoftware, die im &bdquo;Bedarfsfall&ldquo; aktiviert werden kann, um lebenswichtige Infrastukturen &ndash; wie etwa Elektrizit&auml;tswerke, Wasserversorgung, Telekommunikationssysteme, Krankenh&auml;user etc. &ndash; lahm zulegen oder fehlzusteuern. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote><p>&bdquo;Ich komme zum zweiten Fall, jetzt in eigener Sache, so da&szlig; es nun zwangsl&auml;ufig auch pers&ouml;nlicher wird. Wie inzwischen nachgewiesen, bin ich seit 1970 fast vier Jahrzehnte lang ununterbrochen vom Bundesamt f&uuml;r VS beobachtet und ausgeforscht worden &ndash; eine der l&auml;ngsten dokumentierten &Uuml;berwachungsgeschichten in der Bundesrepublik. Geheimdienstlich beobachtet wurde ich als Jurastudent, sp&auml;ter als Gerichtsreferendar und seitdem ein ganzes Arbeitsleben lang in allen meinen beruflichen und ehrenamtlichen Funktionen &ndash; also als Publizist, Rechtsanwalt, Parlamentarischer Berater, Vorstandsmitglied der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte, Mitherausgeber des allj&auml;hrlich erscheinenden Grundrechte-Reports und der Zweiwochenschrift Ossietzky sowie auch als Mitglied der Jury zur Verleihung des Negativpreises &raquo;BigBrotherAward&laquo;.<\/p>\n<p>Ich erlebe es immer wieder, da&szlig; viele Menschen in ungl&auml;ubiges Staunen verfallen, wenn sie von dieser rekordverd&auml;chtigen &Uuml;berwachungsgeschichte erfahren. Kann das wirklich wahr sein, oder leidet da einer an Verfolgungswahn? Redet der von Stasi-Methoden oder vom bundesdeutschen Rechtsstaat? Und tats&auml;chlich: Womit hat jemand in diesem Land der freiheitlich demokratischen Grundordnung verdient, sein gesamtes Studenten-, Ausbildungs- und Arbeitsleben &ndash; vier von sechs Lebensjahrzehnten hindurch &ndash; ununterbrochen von einem Geheimdienst beobachtet und ausgeforscht zu werden? Das mu&szlig; doch gute Gr&uuml;nde im b&ouml;sen Tun haben. Warum sonst wird ein B&uuml;rger dieses Landes quasi als gef&auml;hrlicher Staats- und Verfassungsfeind einer solch &raquo;f&uuml;rsorglichen Belagerung&laquo; (Heinrich B&ouml;ll) unterzogen?<\/p>\n<p>Tats&auml;chlich geht es um mein gesamtes bewu&szlig;tes Leben &ndash; und um das, was der Verfassungsschutz aus seiner selektiven, ideologisch motivierten Sicht aus diesem Leben macht: Er zeichnet in Personenakten und Schrifts&auml;tzen ein aus zeitgeschichtlichen Zusammenh&auml;ngen herausgerissenes Bild, konstruiert abstruse Anschuldigungen und bedient sich einer geradezu inquisitorischen Beweisf&uuml;hrung. Heraus kommt ein denunziatorisches Feind- und Zerrbild, in dem ich mich nicht wiedererkenne und vor dem ich, auf den ersten Blick zumindest, selbst erschrecken w&uuml;rde. Letztlich geht es um die Deutungshoheit &uuml;ber ein politisches Leben, &uuml;ber politisches Handeln und politische Kontakte, deren sich der Verfassungsschutz mit seiner obsessiven Gesinnungsschn&uuml;ffelei und seiner amtlichen Interpretation oder besser: Fehlinterpretation bem&auml;chtigte. Nun versuche ich, mir diesen Teil meiner eigenen Lebensgeschichte wieder anzueignen (&hellip;).<\/p>\n<p>Diese Aufarbeitung und Selbsthinterfragung mu&szlig; &ouml;ffentlich geschehen. Denn auch die bundesdeutsche Gesellschaft und ihre kritischen Mitglieder m&uuml;ssen sich angesichts eines solch exemplarischen Falles die dringliche Frage stellen, was all dies f&uuml;r die Meinungs- und Pressefreiheit, f&uuml;r Mandatsgeheimnis und Informantenschutz, f&uuml;r Dialogbereitschaft und Offenheit in diesem Land bedeutet. Insofern handelt es sich um ein brisantes Lehrst&uuml;ck in Staatskunde, ein Lehrst&uuml;ck in Sachen B&uuml;rgerrechte und Demokratie. Selbstverst&auml;ndlich ist dies kein Einzelfall, schlie&szlig;lich gab und gibt es zahlreiche andere F&auml;lle von Bespitzelung mit zum Teil weit gravierenderen Folgen, und zwar in allen Jahrzehnten seit Bestehen der Bundesrepublik: ob in den Zeiten der Kommunistenverfolgung der 1950er und 60er Jahre, in Zeiten des Deutschen Herbstes der 70er Jahre oder erstarkender politisch-sozialer Bewegungen der 80er Jahre; auch nach dem offiziellen Ende des Kalten Krieges bis heute sind Parteien, Gewerkschaften und politische Organisationen bespitzelt und infiltriert worden. Die &Uuml;berwachungs- und Skandalgeschichte des Verfassungsschutzes ist jedenfalls ellenlang.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><em>Rolf G&ouml;ssner: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/4cd2964854b77\/1.phtml\">&bdquo;Verfassungsschutz in Aktion&ldquo;<\/a><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und wie schl&auml;gt sich diese ganze Entwicklung in der Bundesrepublik nieder?<\/strong><\/p><p>Auch hierzulande vollzieht sich eine geheimdienstliche Vorsorgeentwicklung &ndash; und zwar im Schatten des Rechtsstaats. Der demokratische Rechtsstaat hat sich im Laufe der herrschenden &bdquo;Antiterrorpolitik&ldquo; &ndash; besonders nach 9\/11 &ndash; mehr und mehr zu einem entgrenzten Sicherheits- und Pr&auml;ventionsstaat entwickelt, in dem die Eingriffsschwelle f&uuml;r staatliche &bdquo;Sicherheitsma&szlig;nahmen&ldquo; immer mehr herabgesenkt wurde und weiter wird, und in dem personenbezogene Daten und demokratisch nicht kontrollierbare Geheimdienste als Machtsicherungsinstrumente eine immer gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen &ndash; und zwar weit im Vorfeld irgendwie messbarer Gefahren. Denken Sie nur an die verdachts- und anlasslose Massen&uuml;berwachung, an die Vorratsspeicherungen von Telekommunikationsdaten, an verdachtsunabh&auml;ngige Kontrollen der Polizei etc. pp. <\/p><p>Und der rasante Fortschritt technischer M&ouml;glichkeiten gibt diesem Wandel immer weitere technologische Unterf&uuml;tterung, sodass Massen&uuml;berwachungen und -datenauswertungen inzwischen im gro&szlig;en Ma&szlig;stab sowie in Echtzeit machbar geworden sind. <\/p><p><strong>K&ouml;nnen Sie ein konkretes Beispiel f&uuml;r die problematische Ausweitung geheimdienstlicher Massen&uuml;berwachung nennen?<\/strong><\/p><p>Sicher: Nehmen wir einfach den Auslandsgeheimdienst der Bundesrepublik, der auf den Namen Bundesnachrichtendienst, kurz: BND, h&ouml;rt. Trotz seiner inzwischen bekannt gewordenen ausufernden, illegalen und unkontrollierbaren Praxis wird der BND nicht etwa rechtsstaatlich gez&uuml;gelt, sondern soll zuk&uuml;nftig noch weiter digital aufger&uuml;stet und f&uuml;r das Massen&uuml;berwachungsgesch&auml;ft tauglich gemacht werden &ndash; f&uuml;r satte 300 Millionen Euro, von denen fast 35 Millionen bereits bewilligt worden sind. <\/p><p>Das geheime Aufr&uuml;stungsprogramm tr&auml;gt den Tarnnamen &bdquo;Strategische Initiative Technik&ldquo;, kurz: SIT. Dazu geh&ouml;rt, dass der BND k&uuml;nftig &bdquo;soziale Netzwerke&ldquo; systematisch, fl&auml;chendeckend und anlasslos ausforschen soll &ndash; und zwar sowohl Metadaten als auch Inhalte; dazu geh&ouml;rt auch, dass der BND mithilfe von Sicherheitslecks und &bdquo;Nachschl&uuml;sseln&ldquo; in fremde Computersysteme einbrechen und Verschl&uuml;sselungen knacken soll.<\/p><p><strong>Was hat es denn mit der &bdquo;Lizenz zur Ausforschung sozialer Netzwerke&ldquo; auf sich, von der Sie in Ihrem Buchbeitrag schreiben? Worum geht es da?<\/strong><\/p><p>Der BND soll schon demn&auml;chst einen h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen Freibrief erhalten &ndash; und zwar zur anlasslosen Ausforschung &bdquo;sozialer Netzwerke&ldquo; wie Facebook, Flickr, YouTube oder Twitter, aber auch von Blogs und Internet-Foren. Die systematisch aufgefangenen Netzwerkdaten und Inhalte sowie das gespeicherte Kommunikationsverhalten der Nutzer k&ouml;nnen damit jederzeit automatisiert durchrastert, zu Pers&ouml;nlichkeits- und Bewegungsprofilen verdichtet oder biometrisch ausgewertet werden. Und auch R&uuml;ckschl&uuml;sse auf soziale und politische Kontakte werden m&ouml;glich, weshalb diese Internet-Durchleuchtung stark in die Grundrechte der Betroffenen eingreift.<\/p><p>Die Behauptung der Bundesregierung, dies betreffe doch nur das Ausland, ist sowohl irref&uuml;hrend als auch schlicht unzutreffend: Zum einen gelten Grund- und Menschenrechte schlie&szlig;lich auch im Ausland; und zum anderen sind Server von sozialen Netzwerken quer &uuml;ber die Welt verteilt, so dass der innerdeutsche Datenverkehr auch &uuml;ber andere L&auml;nder flie&szlig;t und somit eben auch bundesdeutsche Nutzer leicht ins BND-Visier geraten.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><blockquote><p>&bdquo;Es wird festgestellt, dass die Beobachtung des Kl&auml;gers (Rolf G&ouml;ssner) bis zum 13.11.2008 einschlie&szlig;lich der w&auml;hrend dieses Zeitraums erfolgten Erhebung und Speicherung von Daten zu seiner Person rechtswidrig gewesen ist.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><em>Verwaltungsgericht K&ouml;ln: <a href=\"http:\/\/www.justiz.nrw.de\/nrwe\/ovgs\/vg_koeln\/j2011\/20_K_2331_08urteil20110120.html\">Urteil 20 K 2331\/08<\/a><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Und wozu soll das Ganze dienen?<\/strong><\/p><p>Die globale Ausforschung sozialer Kommunikationsr&auml;ume &ndash; in denen Infos, Meinungen, Bilder und andere sensible Daten ausgetauscht werden &ndash; soll dazu dienen, Stimmungen, Auff&auml;lligkeiten, Wirtschaftstrends, politische Proteste und Beziehungsgeflechte in bestimmten L&auml;ndern und Krisenregionen pr&auml;ventiv herauszufiltern und zu analysieren. <\/p><p>Die &bdquo;sozialen Netzwerke&ldquo; wecken geheimdienstliche Gel&uuml;ste vor allem auch deshalb, weil sie sich weltweit zu Mobilisierungsforen f&uuml;r Protestbewegungen entwickelt haben &ndash; wie etwa w&auml;hrend des &bdquo;Arabischen Fr&uuml;hlings&ldquo; &ndash;, aber auch f&uuml;r Terrorpropaganda und -aktionen. Deshalb sollen sie nun &ndash; ab 2015 &ndash; nach NSA-Vorbild auch unter die Echtzeit-Kontrolle des BND gestellt werden; ihre Auswertungserkenntnisse sind f&uuml;r die Bundesregierung, den Inlandsgeheimdienst &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; und auch die Bundeswehr von Interesse, um etwa Krisen, geopolitische und milit&auml;rstrategische Probleme und politische Akteure fr&uuml;hzeitig zu erkennen. <\/p><p>Auf diese Weise will der BND offenbar sein Image als &bdquo;Wurmfortsatz&ldquo; der NSA, wie ihn Ex-NSA-Mitarbeiter Thomas Drake vor einiger Zeit despektierlich nannte, loswerden und sich vom Gro&szlig;en Bruder emanzipieren. Wir werden also Zeugen eines fatalen Wettr&uuml;stens im Informationskrieg der Geheimdienste. Und Verfechter solcher modernen Massen&uuml;berwachungsmethoden behaupten zu deren Rechtfertigung, nur so k&ouml;nne man Terroranschl&auml;ge verhindern oder die Organisierte Kriminalit&auml;t bek&auml;mpfen, was auch schon passiert sein soll &ndash; eine Behauptung, die allerdings aus Geheimhaltungsgr&uuml;nden nie wirklich &uuml;berpr&uuml;fbar gewesen ist. <\/p><p><strong>Was hat das alles mit der Militarisierung des Inneren zu tun, auf die Sie ebenfalls in Ihrem Aufsatz in Bezug auf die Bundesrepublik abstellen?<\/strong><\/p><p>Wir erleben seit Jahren nicht nur eine problematische Pr&auml;ventionsentwicklung, die insbesondere vom Ausbau der Geheimdienste und ihrer Befugnisse gepr&auml;gt wird, sondern &ndash; neben der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23564\">Militarisierung der Au&szlig;enpolitik<\/a> &ndash; auch eine <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=23534\">Militarisierung der Gesellschaft<\/a> und der &bdquo;Inneren Sicherheit&ldquo; in der Bundesrepublik. <\/p><p>Im Mittelpunkt steht dabei der Bundeswehreinsatz im Inland, der l&auml;ngst schon begonnen hat und der verfassungsrechtlich abgesichert werden soll. Mit dem milit&auml;rischen Inlandseinsatz wird im &Uuml;brigen ein Tabu gebrochen, das auf dem Hintergrund deutscher Geschichte von besonderer Bedeutung ist: Denn hierzulande sind Polizei und Milit&auml;r schon aus historischen Gr&uuml;nden sowie nach der Verfassung strikt zu trennen. <\/p><p>L&auml;ngst gibt es jedoch Ans&auml;tze, die bereits verfassungswidrig zu einer Interventionsarmee umgebaute Bundeswehr auch in Friedenszeiten flexibler im Innern des Landes einsetzen zu k&ouml;nnen. Und zwar nicht nur im Verteidigungs- oder Katastrophenfall, nicht nur im formell erkl&auml;rten Notstandsfall nach den umstrittenen Notstandsgesetzen, sondern regul&auml;r als innenpolitisches Machtinstrument und nationale Sicherheitsreserve im Inland &ndash; was letzten Endes auch Aufstandsbek&auml;mpfung bedeuten kann. Die verfassungsm&auml;&szlig;ige Trennung zwischen &auml;u&szlig;erer und innerer Sicherheit, zwischen Milit&auml;r und Polizei wird dabei mehr und mehr aufgebrochen.<\/p><p><strong>Und das ist nicht etwa Verschw&ouml;rungstheorie? Gibt es denn Belege daf&uuml;r?<\/strong><\/p><p>Tats&auml;chlich konnte sich die Bev&ouml;lkerung ja bereits an solche heimischen Milit&auml;reins&auml;tze der Bundeswehr gew&ouml;hnen &ndash; etwa anl&auml;sslich der Fu&szlig;ball-WM 2006, besonders beim G-8-Gipfel 2007 in Heiligendamm und beim NATO-Gipfel 2009 oder 2015 zum kommenden G-7-Gipfel im oberbayerischen Schlossgut Elmau. All dies dient als Exerzierfeld, um dem zu verzeichnenden Paradigmenwechsel jede Anst&ouml;&szlig;igkeit zu nehmen.<\/p><p>Es gibt im &Uuml;brigen zahlreiche Dokumente, aus denen diese Entwicklung abzuleiten ist. Ich m&ouml;chte hier nur ein paar Stichworte nennen: die Notstandsverfassung von 1968,  nach der das Milit&auml;r in bestimmten Situationen im Innern eingesetzt werden kann; die Solidarit&auml;tsklausel in <a href=\"https:\/\/dejure.org\/gesetze\/AEUV\/222.html\">Artikel 222 des Lissabon-Vertrags<\/a>, die den Milit&auml;reinsatz bei Katastrophen, aber auch zur Terrorabwehr innerhalb der EU-Staaten erlaubt; das amtliche Wei&szlig;buch des Bundesverteidigungsministeriums, nach dem der &bdquo;Verteidigungsfall&ldquo; nach Artikel 87a Grundgesetz per Definition vorverlagert wird, um ihn auch bei drohenden Terroranschl&auml;gen ausrufen zu k&ouml;nnen, die damit kriegerischen Angriffen von feindlichen Armeen gleichgesetzt werden; oder der zivil-milit&auml;rische &bdquo;Heimatschutz&ldquo;, der in den Verteidigungspolitischen Richtlinien des Jahres 2011 festgeschrieben wurde und dessen Infrastruktur bereits das ganze Land &uuml;berzieht.<\/p><p>Um noch ein plastisches Beispiel zu nennen: Bundeswehrsoldaten trainieren bereits die Bek&auml;mpfung militanter Aufst&auml;nde sowie milit&auml;rische Interventionen realit&auml;tsnah in urbanen R&auml;umen &ndash; und zwar nicht nur in Israel, sondern demn&auml;chst auch im Gefechts&uuml;bungszentrum des Heeres, kurz: G&Uuml;Z, in der Colbitz-Letzlinger Heide in Sachsen-Anhalt, wo gerade eine sechs Quadratkilometer gro&szlig;e und &uuml;ber 100 Millionen Euro teure milit&auml;rische &Uuml;bungsstadt namens &bdquo;Schn&ouml;ggersburg&ldquo; aufgebaut wird.<br>\nDort entsteht ein &bdquo;urbaner Ballungsraum&ldquo; mit 520 Geb&auml;uden, einer Altstadt und Hochhaussiedlung, einem Regierungs- und einem Elendsviertel, mit Industriegebiet und Bahnstation, Flughafen, Autobahnausfahrten und Stra&szlig;en, mit U-Bahn-Tunnel und Kanalisation, Kirche und Moschee, mit Stadion und Stadtpark sowie Fluss und Br&uuml;cken &ndash; also die typische und komplexe Infrastruktur moderner europ&auml;ischer Metropolen, wo sich soziale Konfliktlagen mehr und mehr zusammenballen und eines Tages auch entladen k&ouml;nnten. <\/p><p>Nach der Fertigstellung der Kampfstadt &bdquo;Schn&ouml;ggersburg&ldquo; unter Regie des R&uuml;stungskonzerns Rheinmetall Defence werden Bundeswehr-, EU- und NATO-Kampfverb&auml;nde gemeinsam den &bdquo;asymmetrischen&ldquo; Krieg in dieser Stadt proben &ndash; f&uuml;r weitere Auslandseins&auml;tze, aber auch f&uuml;r B&uuml;rgerkriegs- und Milit&auml;reins&auml;tze in europ&auml;ischen St&auml;dten. Das ist &ndash; leider, muss man sagen &ndash; keine Verschw&ouml;rungstheorie, sondern im Aufbau begriffene Realit&auml;t. <\/p><p><strong>Ich bedanke mich f&uuml;r das Gespr&auml;ch.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Dr. Rolf G&ouml;ssner<\/strong> ist Rechtsanwalt, Publizist und Vizepr&auml;sident der Internationalen Liga f&uuml;r Menschenrechte. Mitherausgeber des &ldquo;Grundrechte-Reports. Zur Lage der B&uuml;rger- und Menschenrechte in Deutschland&rdquo; (Fischer-TB), der Zweiwochenschrift &bdquo;Ossietzky&ldquo; sowie Mitglied der Jury zur j&auml;hrlichen Vergabe des Negativpreises &bdquo;BigBrotherAward&ldquo; www.bigbrotherawards.de. Sachverst&auml;ndiger in Gesetzgebungsverfahren von Bundestag und Landtagen. Autor zahlreicher B&uuml;cher zum Themenbereich Demokratie, Innere Sicherheit und B&uuml;rgerrechte. Ausgezeichnet mit der Theodor-Heuss-Medaille, dem K&ouml;lner Karlspreis f&uuml;r engagierte Literatur und dem Bremer Kultur- und Friedenspreis. Er stand selbst vier Jahrzehnte lang unter Beobachtung des Inlandsgeheimdienstes &bdquo;Verfassungsschutz&ldquo; &ndash; von Anfang an grundrechtswidrig, wie das Verwaltungsgericht K&ouml;ln 2011 urteilte. Er ist Miterstatter einer Strafanzeige gegen Bundesregierung und Geheimdienstverantwortliche in Sachen NSA, BND &amp; Co. sowie Mitautor eines <a href=\"http:\/\/www.verfassung-schuetzen.de\/wp-content\/uploads\/2013\/09\/HU2013_Memo-VS.pdf\">Memorandums zur Aufl&ouml;sung des &bdquo;Verfassungsschutzes&ldquo; [PDF]<\/a>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Weitersehen:<\/strong><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bBhXdJvIWAw\">Rolf G&ouml;ssner: Experte fordert Aufl&ouml;sung des Verfassungsschutzes<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Y8bU-nSEtcE\">Rolf G&ouml;ssner: Vortrag vor dem Luxemburger Geheimdienst-Untersuchungs-Ausschuss<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wZi8I60yIog\">Rolf G&ouml;ssner: Rede zur Demo &bdquo;Freiheit statt Angst 2014&ldquo;<\/a><\/p><p><strong>Weiterlesen:<\/strong><\/p><p>Zeit Online: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/07\/Interview-Goessner\">&bdquo;Achtunddrei&szlig;ig Jahre &uuml;berwacht. Ein Gespr&auml;ch mit dem Bremer Juristen Rolf G&ouml;ssner, den der Verfassungsschutz seit 1970 bespitzelt hat&ldquo;<\/a><\/p><p>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25067\">Jens Wernicke: &bdquo;Inszenierter Terrorismus&ldquo;<\/a><\/p><p>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24886\">Jens Wernicke: &ldquo;Terroralarm&rdquo;<\/a><\/p><p>NachDenkSeiten-Interview: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Jens Wernicke: &bdquo;Der Terror von Paris und die globale Gewaltspirale&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2012\/11\/artikel-der-v-leute-sumpf\/\">Ulla Jelpke: &bdquo;Der V-Leute-Sumpf&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Essay-BND-und-NSA\/!159201\/\">Rolf G&ouml;ssner: &bdquo;BND und NSA: Eine grauenhafte Allianz&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel Micha Brumlik und Hajo Funke: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!137385\/\">&bdquo;Der deutsche Staat und der NSU: Land im Ausnahmezustand&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel Felix Dachsel: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!59922\/\">&bdquo;Polizeiinterne Kritik an Provokateuren: Wie &sbquo;scharfe Kampfhunde&lsquo;&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-04\/bnd-nsa-kooperation-verantwortliche\">Zeit Online: &bdquo;BND-Aff&auml;re: Die Unverantwortlichen&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesnachrichtendienst-bnd-entlastet-sich-selbst-in-geheimbericht-a-1031903.html\">Spiegel Online: &bdquo;BND entlastet sich selbst&ldquo;<\/a><\/p><p>Artikel: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gewalt-bei-linken-Protesten\/!158070\/\">taz: &bdquo;Gysi vermutet V-Leute in Demos&ldquo;<\/a><\/p><p>Grafik: <a href=\"https:\/\/apps.opendatacity.de\/stasi-vs-nsa\/\">opendatacity.de: &bdquo;Stasi versus NSA&ldquo;<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Eine automatische E-Mail-Benachrichtigung &uuml;ber neue Texte von Jens Wernicke k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/feedburner.google.com\/fb\/a\/mailverify?uri=JensWernicke&amp;loc=de_DE\">hier<\/a> bestellen. Alternativ finden Sie eine Gesamt&uuml;bersicht der Ver&ouml;ffentlichungen des Autors auch auf seiner <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JenseWernicke\">Facebook-Seite<\/a>.<br>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/eab2d25e71964bdebbb56fbf3fd33786\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float:right;margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/Rolf_Goessner.jpg\" alt=\"Rolf G&ouml;ssner\" title=\"Rolf G&ouml;ssner\"\/><\/div>\n<p>Die Anschl&auml;ge in den USA vom 11. September 2001 haben weltweit eine Gewaltwelle ausgel&ouml;st, die zu Krieg und Terror, Folter und Elend sowie zu gravierenden Menschen- und V&ouml;lkerrechtsverletzungen gef&uuml;hrt hat. Und zwar nicht allein durch die zahlreichen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=24659\">Terrorakte<\/a>, die wir seitdem erleben, sondern<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26198\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[184,126,209,166],"tags":[1112,358,1424,901,1554,1113,658],"class_list":["post-26198","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-ueberwachung","category-erosion-der-demokratie","category-interviews","category-terrorismus","tag-buergerrechte","tag-bundeswehr","tag-goessner-rolf","tag-geheimdienste","tag-orwell-2-0","tag-soziale-medien","tag-vorratsdatenspeicherung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26198","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26198"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26198\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120426,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26198\/revisions\/120426"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26198"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26198"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26198"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}