{"id":26213,"date":"2015-05-22T16:45:25","date_gmt":"2015-05-22T14:45:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213"},"modified":"2015-05-22T16:45:25","modified_gmt":"2015-05-22T14:45:25","slug":"hinweise-des-tages-ii-198","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AM\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h01\">Bundestag beschlie&szlig;t das Gesetz zur Tarifeinheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h02\">GDL-Schlichter Ramelow im Interview: &ldquo;Die Rahmenbedingungen sind gekl&auml;rt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h03\">Das Aussitzen und seine Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h03-04\">Juncker f&uuml;hrt Europa noch tiefer in die Post-Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h04\">Luxleaks: Ermittlungen gegen den Aufdecker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h05\">Verm&ouml;gen in Deutschland ungleich verteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h06\">&laquo;Schimpfw&ouml;rter sind von gelenkten Medien erfunden&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h07\">US-Armee steuert ihre Drohnen in der Oberpfalz au&szlig;erhalb der Sichtweite &ndash; Auch via Relaisstation in Ramstein?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h08\">Ukraine bekommt gr&ouml;&szlig;te Finanzhilfe, die die EU je einem Drittstaat zur Verf&uuml;gung gestellt hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h09\">Yukos-Investoren beantragen Pf&auml;ndungen von russischem Staatseigentum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h10\">Islamische Extremisten und ihre Angst vor Homosexualit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h11\">USA r&auml;umen Tod von Kindern bei Luftangriff ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h12\">Kehrtwende: Bundesregierung will Gentechnik-Produkte doch nicht kennzeichnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h13\">Mehr Geld f&uuml;r &raquo;Ausl&auml;nder raus&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h14\">Studierende im Aufruhr? Aufstand wider die Menschenverwertung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h15\">Chile: Pr&auml;sidentin Bachelet k&uuml;ndigt kostenloses Studium an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h16\">Demokratie in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213#h17\">Zu guter Letzt: Bernd Lucke: Die Geister, die er rief<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26213&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundestag beschlie&szlig;t das Gesetz zur Tarifeinheit<\/strong><br>\nEs war der vorl&auml;ufige, zumindest parlamentarische Endpunkt unter ein heftig diskutiertes und bis zum Schluss umstrittenes Gesetzesprojekt: Am Freitag, 22.Mai 2015, verabschiedete der Bundestag in namentlicher Abstimmung den Gesetzentwurf zur Tarifeinheit (18\/4062), zu dem der Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales eine Beschlussempfehlung vorgelegt hatte (18\/4966). Von 586 abgegebenen Stimmen votierten 444 f&uuml;r das Gesetz, 126 dagegen und 16 mit Enthaltung. Ebenfalls abgestimmt wurde in dieser dritten Lesung ein Antrag der Linken zur Verteidigung des Streikrechts (18\/4184) und ein Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (18\/2875), in dem sich die Fraktion gegen eine gesetzliche Regelung der Tarifeinheit ausspricht. Beide Antr&auml;ge wurden mit Koalitionsmehrheit abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2015\/kw21_de_tarifeinheit\/374484\">Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das namentliche Abstimmungsergebnis findet sich <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/bundestag\/plenum\/abstimmung\/grafik\">hier<\/a>. Aus der SPD Fraktion hat nur Kirsten L&uuml;hmann gegen das Gesetz gestimmt. Bei der CDU\/CSU Fraktion waren es insgesamt 16 Abgeordnete, die &bdquo;Nein&ldquo; sagten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150522-Grafik-Abstimmungsergebnis.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150522-Grafik-Abstimmungsergebnis.gif\" alt=\"Bundestag beschlie&szlig;t das Gesetz zur Tarifeinheit\" title=\"Bundestag beschlie&szlig;t das Gesetz zur Tarifeinheit\"><\/a><\/p>\n<p><em>Eine weitere &Uuml;bersicht &uuml;ber das Abstimmungsverhalten findet sich auch auf <a href=\"http:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/tarifeinheitsgesetz-1105-730---abstimmungsverhalten-abst_ja.html#abst_verhalten\">abgeordnetenwatch.de<\/a>.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Verfassungsrechtler zweifeln an Gesetz zur Tarifeinheit<\/strong><br>\nDer Bundestag hat das Tarifeinheitsgesetz abgesegnet. Seine Bef&uuml;rworter hoffen, dass es Spartengewerkschaften wie die GDL z&auml;hmt. Viele Juristen halten das Gesetz aber f&uuml;r verfassungswidrig. ie Tarifautonomie sei ein &bdquo;hohes Gut&ldquo;, lie&szlig; Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) diese Woche wieder einmal verk&uuml;nden. &bdquo;Sie ist grundgesetzlich gesch&uuml;tzt, auch vor Regierungseingriff&ldquo;, erkl&auml;rte ihr Sprecher Steffen Seibert noch bevor die kleine Lokf&uuml;hrergewerkschaft GDL ihren Streik beendet hatte. Darin sind sich im Kern auch fast alle Juristen einig, egal ob Verfassungs- oder Arbeitsrechtler. So findet sich &ndash; au&szlig;erhalb von Arbeitgeberverb&auml;nden und Gewerkschaftsbund &ndash; kaum ein unabh&auml;ngiger Jurist, der das von BDA und DGB bef&uuml;rwortete &bdquo;Tarifeinheitsgesetz&ldquo; f&uuml;r zul&auml;ssig h&auml;lt. [&hellip;]<br>\nWohl kaum je zuvor hat das Parlament sehenden Auges ein Gesetz beschlossen, dem so viele namhafte Experten Verfassungswidrigkeit bescheinigen &ndash; und nicht nur Zweifel und Bedenken. Das sei ein unzul&auml;ssiger Eingriff in die Rechte von Spartengewerkschaften und zudem handwerklich voller Fehler, lautet das Verdikt. Allerdings nicht, weil es Streiks direkt einschr&auml;nken w&uuml;rde (was es seinem Wortlaut zufolge gar nicht tut), sondern weil ein von der Minderheitsgewerkschaft ausgehandelter Tarifvertrag anschlie&szlig;end nicht gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/tarifeinheiteinheitsgesetz-womoeglich-verfassungswidrig-13603373.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Bei allen ideologischen Gegens&auml;tzen muss man der FAZ zugestehen, dass f&uuml;r sie Grundgesetz und Verfassungstreue einen hohen Wert besitzen. Der <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/tarifeinheitsgesetz-gdl-und-cockpit-masslosigkeit-ist-kein-grundrecht-a-1034783.html\">SPIEGEL<\/a> ist da nicht so zimperlich, sondern offen verfassungsfeindlich, wenn es dem h&ouml;heren Interesse dient, n&auml;mlich der unversch&auml;mten Bereicherung der Arbeitgeberseite.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Wer Streikmacht der Gewerkschaften schw&auml;cht, der st&auml;rkt das Lohndumping<\/strong><br>\nOskar Lafontaine wirft Union und SPD vor, mit dem Tarifeinheitsgesetz das Streikrecht und die Freiheit der Besch&auml;ftigten einzuschr&auml;nken. &bdquo;Die Bundesregierung musste auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen selbst einr&auml;umen, dass Zweifel an der Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit des Gesetzes begr&uuml;ndet sind. Zudem werden nun ausgerechnet die Gewerkschaften beschnitten, die noch etwas bewegen k&ouml;nnen. Deutschland hat seit Jahren die wenigsten Streiktage und eine besonders geringe Lohnentwicklung. Wenn Union und SPD die Gewerkschaften jetzt noch weiter schw&auml;chen, f&uuml;hrt das dazu, dass k&uuml;nftig auch die Gewerkschaften, die Menschen in Schl&uuml;sselpositionen organisieren, wie beispielsweise Lokf&uuml;hrer, Piloten und &Auml;rzte, gezwungen werden, Tarifabschl&uuml;ssen zuzustimmen, die sich gerade einmal auf dem Niveau der Teuerungsrate befinden. Wer die Streikmacht der Gewerkschaften schw&auml;cht, der st&auml;rkt das Lohndumping. Das ist unverantwortlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/1\/f\/1\/t\/oskar-lafontaine-wer-streikmacht-der-gewerkschaften-schwaecht-der-staerkt-das-lohndumping\/\">Oskar Lafontaine<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>GDL-Schlichter Ramelow im Interview: &ldquo;Die Rahmenbedingungen sind gekl&auml;rt&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bahn-schlichtung-ramelow-101.html\">Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Rollenverteilung war aus Sicht vieler Medien schnell klar. Ramelow prescht vor, Platzeck bleibt diskret. Der eine gilt als lieb und nett, auf den Ausgleich bedacht, der andere als ein rabiater Einzelk&auml;mpfer mit autorit&auml;rer Attit&uuml;de, der viele Parallelen zu Weselsky aufweise. Dem GDL-Chef sei deshalb ein besonderer Schachzug gelungen, hei&szlig;t es giftig. Umgekehrt h&ouml;rt man solche T&ouml;ne &uuml;ber das Bahnmanagement nicht, obwohl die sich von externen PR-Profis beraten lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das Aussitzen und seine Folgen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft der Lokomotivf&uuml;hrer bewege sich keinen Zentimeter. So jedenfalls der Tenor der meisten Medien. Dass aber auch die Deutsche Bahn stur ist, erw&auml;hnen sie eher nicht. Das hat seine Gr&uuml;nde. Denn Aussitzen ist in diesem Land zu einer anerkannten Herrschaftsmentalit&auml;t geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/971853.das-aussitzen-und-seine-folgen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03-04\"><\/a><strong>Juncker f&uuml;hrt Europa noch tiefer in die Post-Demokratie<\/strong><br>\nEU-Kommissar Timmermans will k&uuml;nftig nicht gew&auml;hlte Technokraten entscheiden lassen, ob und wie das Parlament Gesetze &auml;ndern darf. Dabei braucht Europa mehr Demokratie, nicht weniger.<br>\nDer Plan kommt ganz harmlos daher. Die &bdquo;Rechtsetzung&ldquo; in Europa solle &bdquo;besser&ldquo; werden, erkl&auml;rt Frans Timmermans, Vizechef der EU-Kommission. Darum solle es k&uuml;nftig &bdquo;mehr Transparenz und Kontrolle&ldquo; geben, wenn die EU neue Gesetze beschlie&szlig;e, verspricht der Kommissar. Und daf&uuml;r sollten sich auch das EU-Parlament und der Rat der EU-Regierungen vertraglich verpflichten, alle Gesetzes&auml;nderungen noch vor jeder Abstimmung einer &bdquo;rigorosen&ldquo; Pr&uuml;fung zu unterwerfen, fordert Timmermans und legte jetzt einen entsprechenden Vertragsentwurf vor.<br>\nDas klingt plausibel &ndash; und ist doch grob irref&uuml;hrend. Denn die wohlklingenden Worte verbergen in Orwell&rsquo;scher Manier eine gegenteilige Absicht: Der Kommissar und sein Chef, Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker, wollen die europ&auml;ische Gesetzgebung dem Einfluss durch B&uuml;rger und Parlamente entziehen und stattdessen ungew&auml;hlte Technokraten dar&uuml;ber urteilen lassen, was reguliert werden soll und was nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/eu-gesetzgebung-juncker-fuehrt-europa-noch-tiefer-in-die-post-demokratie\/11810874.html\">Harald Schumann im Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Luxleaks: Ermittlungen gegen den Aufdecker<\/strong><br>\nZahlreiche deutsche Medien, darunter die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; und auch der NDR, hatten Ende 2014 ausf&uuml;hrlich dar&uuml;ber berichtet, wie der luxemburgische Staat internationalen Konzernen mit fast schon kriminell zu nennender Energie dabei hilft, Steuerzahlungen in Milliardenh&ouml;he zu umgehen. Die damals vom jetzigen EU-Kommissionspr&auml;sidenten Jean-Claude Junker gef&uuml;hrte luxemburgische Regierung hatte jahrelang gro&szlig;en Firmen keine oder nur geringe Steuern in der Steuersparoase abgenommen.<br>\nDer franz&ouml;sische Journalist Edouard Perrin hatte mit Hilfe von sogenannten Whistleblowern &ndash; oft &Uuml;berzeugungst&auml;ter aus dem &ldquo;inner circle&rdquo; der Banken und Beratungsgesellschaften &ndash; anhand zahlreicher interner Dokumente &uuml;ber die Machenschaften in dem Gro&szlig;herzogtum berichtet.<br>\nNun geht die luxemburgische Staatsanwaltschaft strafrechtlich gegen ihn vor. Unter anderem werden ihm Anstiftung und Komplizenschaft im Hinblick auf einen Whistleblower vorgeworfen, gegen ihn wird jetzt ermittelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/Luxleaks-Ermittlungen-gegen-Aufdecker,perrin112.html\">Zapp im NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zurecht meint das Internationale Konsortium Investigativer Journalisen (ICIJ), dass hier gegen den Feuermelder statt gegen das Feuer vorgegangen werde. Fabio de Masi, Europaabgeordneter der LINKEN sprach von einem &bdquo;Angriff auf die Pressefreiheit&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verm&ouml;gen in Deutschland ungleich verteilt<\/strong><br>\nDie reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung verdienen inzwischen zehnmal so viel wie die unteren zehn Prozent. Das Privatverm&ouml;gen konzentriert sich in Deutschland noch st&auml;rker bei den Reichsten als in anderen Industriel&auml;ndern&hellip;<br>\nBei der Einkommensverteilung liegt Deutschland im Mittelfeld der OECD-L&auml;nder. Die Ungleichheit nahm dem Bericht zufolge seit Beginn der 2000er Jahre stark zu, seit 2007 aber nicht mehr. Das Verm&ouml;gen konzentriert sich hingegen immer st&auml;rker. Die oberen zehn Prozent besitzen inzwischen 60 Prozent des gesamten Privatverm&ouml;gens in Deutschland. Im Durchschnitt der OECD-L&auml;nder verf&uuml;gen die reichsten zehn Prozent &uuml;ber die H&auml;lfte des Privatverm&ouml;gens&hellip;<br>\nInsgesamt geht in den 34 Industriel&auml;ndern die Schere zwischen Reich und Arm immer weiter auf. Die reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung verdienen inzwischen zehnmal so viel wie die unteren zehn Prozent. In den 1990er Jahren lag das Verh&auml;ltnis bei acht zu eins, in den 1980ern bei sieben zu eins.<br>\nNoch nie in der gemeinsamen Geschichte sei die Ungleichheit in den OECD-L&auml;ndern so gro&szlig; gewesen wie heute&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/oecd-studie-vermoegen-in-deutschland-ungleich-verteilt,1472780,30753452.html\">FR Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/publikationen\/in-it-together.htm\">OECD-Studie &bdquo;In It Together: Why Less Inequality Benefits All<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&laquo;Schimpfw&ouml;rter sind von gelenkten Medien erfunden&raquo;<\/strong><br>\nJetzt kommt das Dementi vom griechischen Finanzminister selber. Werden Tagesschau und Tages-Anzeiger dar&uuml;ber informieren?..<br>\nDie Worte, mit denen er angeblich w&auml;hrend des EU-Ministertreffens in Riga beschimpft worden sei, seien nie gefallen: &laquo;Das kann ich mit aller Sicherheit dementieren&raquo; (w&ouml;rtlich: &laquo;mit jeder Faser meines K&ouml;rpers&raquo;). Als Beweis besitze er eine Tonaufnahme der dreist&uuml;ndigen Sitzung, zitiert ihn das NYT-Magazin. Diese Tonaufnahme k&ouml;nne er nicht ver&ouml;ffentlichen, weil die Verhandlungen vertraulich waren. Dass Verhandlungen zwischen Staaten aufgezeichnet werden, ist &uuml;blich. (Nachtrag vom 22.5.2015: Die heutige NZZ berichtet, dass Varoufakis seine Tonbandaufnahme zuerst best&auml;tigt, dann &laquo;gegen&uuml;ber Journalisten&raquo; wieder dementiert habe.)&hellip;<br>\nVaroufakis soll sich gegen die Beschimpfung als &laquo;Spieler&raquo;, &laquo;Amateur&raquo; und &laquo;Zeitverschwender&raquo; offensichtlich nicht verteidigen d&uuml;rfen. Dass Varoufakis die Tonbandaufnahme erw&auml;hnt (nicht damit prahlt), um seinem Dementi mehr Glaubw&uuml;rdigkeit zu verschaffen, macht &laquo;Blick&raquo; ihm zum Vorwurf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Medien\/Varoufakis-Schimpfworter-sind-von-Medien-erfunden\">Urs P. Gasche im Infosperber<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Armee steuert ihre Drohnen in der Oberpfalz au&szlig;erhalb der Sichtweite &ndash; Auch via Relaisstation in Ramstein?<\/strong><br>\nMehrmals hatten wir an dieser Stelle bereits dar&uuml;ber berichtet, dass die US-Armee in der Oberpfalz Trainingsfl&uuml;ge mit drei verschiedenen Drohnen-Typen durchf&uuml;hrt. Zust&auml;ndig ist das &bdquo;Joint Multinational Training Command&ldquo; (JMTC) in Vilseck. Die ben&ouml;tigten Aufstiegsgenehmigungen wurden vor elf Jahren vom deutschen Verteidigungsministerium f&uuml;r die Typen &bdquo;Raven&ldquo;, &bdquo;Hunter&ldquo; und &bdquo;Shadow&ldquo; erteilt.<br>\nIm November vergangenen Jahres ist erstmals eine &bdquo;Shadow&ldquo; &uuml;ber dem Truppen&uuml;bungsplatz Hohenfels abgest&uuml;rzt. Laut der Bundesregierung habe es sich um einen &Uuml;bungsflug gehandelt. Erst acht Tage sp&auml;ter war das Verteidigungsministerium vom USAREUR, dem US-Hauptquartier in Deutschland, ausf&uuml;hrlich &uuml;ber den Unfall informiert worden.<br>\nWie die Bundesregierung nun mitteilt, liegt auch sieben Monate nach dem Absturz kein Untersuchungsbericht der US-Armee vor. So kann nicht gekl&auml;rt werden, weshalb die Drohne abst&uuml;rzte. Unklar ist etwa, ob das unbemannte Flugger&auml;t auf Sicht gesteuert wurde. Denn laut der Bundesregierung finden die Fl&uuml;ge in der Oberpfalz auch nach dem Verfahren &bdquo;Beyond Visual Line of Sight&ldquo; (&bdquo;au&szlig;erhalb der Sichtweite&ldquo;) statt. Die Steuerungsart h&auml;nge demnach &bdquo;vom entsprechenden &Uuml;bungsprofil ab&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/us-armee-steuert-ihre-drohnen-in-der-oberpfalz-ausserhalb-der-sichtweite-auch-via-relaisstation-in-ramstein\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ukraine bekommt gr&ouml;&szlig;te Finanzhilfe, die die EU je einem Drittstaat zur Verf&uuml;gung gestellt hat<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ec.europa.eu\/deutschland\/press\/pr_releases\/13235_de.htm\">deutsche EU-Vertretung<\/a>\n<p><em>Heute wurde das beschlossen (Meldung der ukrainischen Nachrichtenagentur): <a href=\"http:\/\/www.ukrinform.ua\/deu\/news\/die_ukraine_unterzeichnet_abkommen_mit_der_eu_fr_18_milliarden_16196\">Die Ukraine unterzeichnet Filfsprogramm mit der EU f&uuml;r 1,8 Milliarden<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung R.L.:<\/strong> Witzigerweise r&uuml;ckt die EU die Knete raus, obwohl Kiew gerade ein Gesetz verabschiedete, das einen Stopp des Schuldendienstes erm&ouml;glicht.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Die Ukraine als Vorbild f&uuml;r Griechenland?<\/strong><br>\nSchulden-Moratorium Die Ukraine will k&uuml;nftig den Schuldendienst vom Wohlverhalten der Gl&auml;ubiger abh&auml;ngig machen. Insbesondere die &bdquo;gewissenlosen&rdquo; sollen nicht mehr bedient werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sutrebe\/die-ukraine-als-vorbild-fuer-griechenland\">Freitag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Die Europ&auml;ische Union ist schon ein komischer Verein. Die eigenen Mitglieder wie Griechenland l&auml;sst sie am ausgestreckten Arm &bdquo;verhungern&ldquo;, andere, die nicht Mitglied sind, bekommen gro&szlig;z&uuml;gig Finanzhilfe. Der Hintergrund ist ganz klar, aber dennoch sehr beunruhigend:<br>\nErstens: die politische Richtung der Regierung in Griechenland passt den entscheidenden Leuten in Br&uuml;ssel und in den Regierungen der EU-Staaten nicht. Wer falsch w&auml;hlt, wird bestraft. Das ist die jetzt gel&auml;ufige Auffassung von Demokratie.<br>\nZweitens: Wer mitmacht, noch dazu an herausragender Position, an der Entfachung eines neuen kalten Krieges, wird belohnt und gef&ouml;rdert.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum neuen kalten Krieg passt auch der folgende Beitrag in der &bdquo;Zeit&ldquo;:<\/em><\/p>\n<p><strong>Putins Anti-Agenten-Keule<\/strong><br>\nEin neues russisches Gesetz soll vorgeblich Agenten abwehren, doch in Wahrheit bek&auml;mpft es eine der wichtigsten europ&auml;ischen Ideen: den freien Austausch zwischen B&uuml;rgern. Von Michael Thumann<br>\nAgenten gelten in keinem Land als sympathische Leute. In Staaten mit Bedrohungsparanoia jedoch sind sie das B&ouml;se schlechthin, Volksfeinde und Staatszerst&ouml;rer. Der Agent wird enttarnt, isoliert und aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Genauso verfuhren in dieser Woche die beiden Kammern des russischen Parlaments. [&hellip;]<br>\nDieses Gesetz komplettiert die Kontrolle des vom Kreml ungeliebten NGO-Wesens. Russische Organisationen, die sich um Menschenrechte, Erinnerung und Austausch k&uuml;mmern und daf&uuml;r mutma&szlig;lich auch Geld aus dem Ausland erhalten, wurden von den Beh&ouml;rden schon ab 2012 als Agenten registriert. [&hellip;]<br>\nWas hier platzt, ist ein europ&auml;ischer Traum. Darin lag die Hoffnung von 1990, die europ&auml;ischen Gesellschaften k&ouml;nnten nach dem Einsturz des Eisernen Vorhangs zusammenr&uuml;cken und &auml;hnlich denken und f&uuml;hlen, auf jeden Fall aber stets miteinander im sorglosen Austausch stehen. Die russischen Abgeordneten versuchen nun das Gros der vom Staat unabh&auml;ngigen Kontakte zu unterbinden oder zumindest zu entwerten. Die Serie der Agenten-Gesetze beleben die alte Angst der Russen, es sei irgendwie gef&auml;hrlich, mit Ausl&auml;ndern zu verkehren.<br>\nRussland kehrt Europa damit in doppelter Weise den R&uuml;cken zu. Es hat mit der Annexion der Krim die Sicherheitsvertr&auml;ge Europas seit dem Helsinki-Abkommen von 1975 aufgek&uuml;ndigt. Nun greift das russische Parlament ein zweites Grundgesetz Europas an, das uns Frieden und Sicherheit bringen sollte &ndash; die Begegnung der B&uuml;rger. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-05\/agentengesetz-russland-isolation-ueberwachung-putin\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Dieser Artikel ist ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie im Westen Ursache und Wirkung verwechselt werden. Was Russland tut, kann und sollte man kritisieren. Aber man sollte bitte nicht au&szlig;er Acht lassen, dass die dortigen Gesetze und Aktionen eine Antwort auf das sind, was von westlicher Seite passiert ist: Ausdehnung der NATO bis an die russischen Grenzen, Destabilisierung und Regime Change in der Ukraine, Destabilisierung anderer L&auml;nder, klar erkennbare W&uuml;nsche, in Russland das gleiche zu tun. Sanktionen gegen Russland, Ausladung aus der G8-Gruppe usw..<br>\nDer Autor zeigt im &Uuml;brigen, dass er vom Grundprinzip der erfolgreichen Entspannungspolitik wenig verstanden hat. Die damalige Idee bestand darin, den gew&uuml;nschten Wandel beim Partner in Richtung anstrebenswerter westlicher Werte dadurch zu erreichen, dass von westlicher &ndash; und dann von &ouml;stlicher Seite &ndash; die Konfrontation abgebaut wird. Wandel durch Ann&auml;herung, Wandel in der damaligen Sowjetunion und im heutigen Russland durch Anerkennung und Abbau der Konfrontation. Genau das Gegenteil geschieht heute.<br>\nDann ist auch noch ein Hinweis auf die unglaubliche Arroganz solcher Autoren in Bezug auf die Qualit&auml;t des Westens f&auml;llig: In welcher Welt lebt der Zeit-Autor Thumann? Wo sind denn die westlichen Werte? (Siehe dazu mein Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26167\">&bdquo;Wie attraktiv ist der Westen?&ldquo;<\/a> vom 20. Mai.) Welche Werte verfolgt ein Land, in dem die Todesstrafe gilt und vollzogen wird? In den USA zum Beispiel. Wo lebt Snowden? Was hat er verbrochen?<br>\nEr ist ein Held der westlichen Werte und wird dennoch verfolgt und nach Russland getrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Yukos-Investoren beantragen Pf&auml;ndungen von russischem Staatseigentum<\/strong><br>\nDie enteigneten Yukos-Investoren haben zum ersten Mal die Pf&auml;ndung von russischem Staatseigentum eingeleitet. Dem Chef des Kl&auml;gerkonsortiums zufolge weigert sich Russland bisher, die von einem niederl&auml;ndischen Schiedsgericht verh&auml;ngte Rekord-Entsch&auml;digung von 50 Milliarden Dollar an die Gesch&auml;digten auszuzahlen.<br>\nDer Konzern von Kreml-Gegner Michail Chodorkowskij war 2004 im Zuge von Steuernachforderungen von 28 Milliarden Dollar zwangsversteigert worden. Mitte 2014 hatte das Schiedsgericht dann die Zerschlagung des Konzerns in einem spektakul&auml;ren Rechtsstreit f&uuml;r unrechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt. Hintergrund sei nicht das Eintreiben von Steuern gewesen, wie Russland behauptet habe. Es sei vielmehr darum gegangen, Yukos gezielt in die Pleite zu treiben und wichtige Unternehmensteile den Staatskonzernen Rosneft und Gazprom&nbsp;zuzuschlagen.<br>\nDass die Alteigent&uuml;mer nun die Beschlagnahmung von russischem Verm&ouml;gen einleiten, gilt auch politisch als heikel. Der Streit um die Milliardensumme droht die ohnehin angespannten Beziehungen des Westens zu Russland weiter zu verschlechtern. In deutschen Konzernzentralen w&auml;chst die Sorge, Moskau k&ouml;nnte auf m&ouml;gliche Pf&auml;ndungsbeschl&uuml;sse seinerseits mit Enteignungen&nbsp;reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/abrechnung-mit-moskau-yukos-investoren-beantragen-pfaendungen-von-russischem-staatseigentum-1.2490046\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Islamische Extremisten und ihre Angst vor Homosexualit&auml;t<\/strong><br>\n&ldquo;Islam und Homosexualit&auml;t schlie&szlig;en sich komplett aus.&rdquo; So w&uuml;rden vermutlich viele sagen. Aber so sehr islamische Hardliner gleichgeschlechtliche Liebe verteufeln, so sehr ist sie doch Teil der islamischen Geschichte. Experten bringen es auf diesen Punkt: &ldquo;ISIS ist kein R&uuml;ckfall ins Mittelalter, sondern eine Modernisierung.&rdquo;&hellip;<br>\nDer M&uuml;nsteraner Islamwissenschaftler Thomas Bauer verweist auf die Diskrepanz zwischen der tats&auml;chlichen Handhabung in der arabisch-islamischen Geschichte und den geschriebenen Gesetzen:<br>\n&ldquo;Wir haben hier eine Rechtsnorm, die zwar einerseits gilt, aber andererseits nicht anwendbar ist. Was es in vormodernen Gesellschaften sehr oft gibt, was aber der modernen Denkweise, wonach, wenn ein Recht gilt, dann muss es auch angewandt werden, widerspricht. Das hei&szlig;t, wenn jetzt die Terroristen vom Islamischen Staat das anwenden, dann ist das nicht ein R&uuml;ckfall ins Mittelalter, denn in dieser Zeit hat man es ja nicht angewandt, sondern eine Modernisierung, indem man sagt, wir haben hier ein Gesetz und das wenden wir jetzt auch an.&rdquo;<br>\nWenn also einige islamische Staaten Homosexuelle drakonisch bestrafen und fundamentalistische Terroristen eine Hexen- oder Schwulenjagd abhalten, dann ist das eine modernistische Variante und Verfremdung dessen, was den Islam in der Realit&auml;t &uuml;ber Jahrhunderte ausgemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kulturgeschichte-islamische-extremisten-und-ihre-angst-vor.1818.de.html?dram:article_id=319826\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung E.J.:<\/strong>&nbsp;Eine unbequeme Erkl&auml;rung f&uuml;r die Attraktivit&auml;t der ISIS auf westliche junge Leute: ISIS basiert wesentlich auf kulturellen Mustern des Westens, die sich in Form einer politischen Radikalisierung in Europa auch dort wieder zu etablieren beginnen (Le Pen in Frankreich etc.). Wer zu ungeduldig ist, um die Entwicklung abzuwarten, nutzt die Globalisierung auf seine Weise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA r&auml;umen Tod von Kindern bei Luftangriff ein<\/strong><br>\nDem Pentagon zufolge sollen bei einem Luftschlag der US-Armee gegen eine Islamisten-Miliz in Syrien Kinder ums Leben gekommen sein. Es ist das erste Mal, dass die USA seit Beginn der Luftoffensive zivile Opfer zugeben. Das US-Milit&auml;r hat einger&auml;umt, dass bei US-Luftangriffen in Syrien wahrscheinlich zwei Kinder ums Leben gekommen sind. Es ist das erste Mal, dass die USA zivile Todesopfer bei den im August begonnenen Luftschl&auml;gen best&auml;tigen. &ldquo;Wir bedauern den ungewollten Verlust von Menschenleben&rdquo;, sagte am Donnerstag US-Generalleutnant James&nbsp;Terry.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/syrien-usa-raeumt-toetung-von-kindern-bei-angriff-auf-dschihadisten-ein-1.2490079\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kehrtwende: Bundesregierung will Gentechnik-Produkte doch nicht kennzeichnen<\/strong><br>\nIm Koalitionsvertrag hatte die Bundesregierung beschlossen, sich f&uuml;r eine Kennzeichnung von genver&auml;nderten Tierprodukten einzusetzen. Dieses Projekt gibt sie jetzt ger&auml;uschlos auf. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) will auch k&uuml;nftig Milch- und Fleischprodukte von Tieren, die mit genver&auml;ndertem Futtermittel gef&uuml;ttert wurden, nicht als solche kennzeichnen. In seinem agrarpolitischen Bericht, den er nun vorgestellt hat, schreibt Schmidt, diese Idee finde &ldquo;derzeit keine ausreichende Unterst&uuml;tzung seitens der Europ&auml;ischen Kommission und der Mitgliedsstaaten&rdquo;. Die Pflichtkennzeichnung sei somit &ldquo;abschlie&szlig;end geregelt&rdquo;.<br>\nDer Minister verabschiedet sich damit ohne viel Aufhebens von einem Ziel, das sich die Bundesregierung noch im Koalitionsvertrag gesetzt hatte. Darin hie&szlig; es, man trete &ldquo;f&uuml;r eine EU-Kennzeichnungspflicht&rdquo; f&uuml;r genver&auml;nderte tierische Lebensmittel ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/bundesregierung-will-gentechnik-produkte-doch-nicht-kennzeichnen-a-1034897.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mehr Geld f&uuml;r &raquo;Ausl&auml;nder raus&laquo;<\/strong><br>\nDie AfD schw&auml;chelt, die Koalition und ihr angeschlossene Medien &uuml;bernehmen: CDU\/CSU und SPD wollen die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber beschleunigen. Sie forderten am Mittwoch f&uuml;r den Nachtragshaushalt des Bundes eine Aufstockung der Finanzen f&uuml;r die &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrung mittelloser Ausl&auml;nderinnen und Ausl&auml;nder&laquo;. Der Antrag, der jW vorliegt, wurde f&uuml;r die heutige Sitzung des Haushaltsausschusses des Bundestages eingereicht. Demnach sollen f&uuml;r &raquo;Dienstreisekosten f&uuml;r Flugsicherheitsbegleiter der Bundespolizei und im Zusammenhang mit der R&uuml;ckf&uuml;hrung ausreisepflichtiger Ausl&auml;nder&laquo; die bisher 6,8 Millionen Euro um zwei Millionen Euro aufgestockt werden. Die Summe f&uuml;r Dolmetscherinnen und Dolmetscher bei der Bundespolizei sollen von sechs Millionen Euro auf neun Millionen Euro erh&ouml;ht werden. Begr&uuml;ndung: &raquo;Infolge steigender Asylbewerberzahlen Mehrbedarf&laquo;.<br>\nHintergrund ist offenbar ein 20seitiger interner Bericht einer &raquo;Unterarbeitsgruppe Vollzugsdefizite&laquo; (AG R&uuml;ck) aus Bundespolizei und Vertretern von sieben westdeutschen Bundesl&auml;ndern. Aus ihm zitierten in den vergangenen Tagen Die Welt und die FAZ. Demnach wird darin alarmistisch Beschwerde gef&uuml;hrt, dass Abschiebungen &raquo;seit vielen Jahren in einem gesellschaftlichen Klima der &Auml;chtung und Ablehnung&laquo; stattf&auml;nden. In dem Papier hei&szlig;e es: &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungen werden nicht mehr als politisch gewolltes und gesetzlich vorgegebenes Mittel zur Bek&auml;mpfung der ungesteuerten illegalen Zuwanderung anerkannt.&laquo; Vielmehr stellten &raquo;einflussreiche gesellschaftliche Gruppen (Kirchen, Gewerkschaften, Wohlfahrtsverb&auml;nde, politische Parteien)&laquo; Abschiebungen als &raquo;einen Akt inhumanen staatlichen Handelns&laquo; dar, der eines Rechtsstaats &raquo;nicht w&uuml;rdig&laquo; sei. Politiker tabuisierten das Thema bestenfalls, &raquo;h&auml;ufiger aber schlie&szlig;en sie sich dem Mainstream an&laquo;. Angesichts steigender Asylbewerberzahlen w&uuml;rden &raquo;R&uuml;ckf&uuml;hrungsdefizite&laquo; weiter wachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/05-21\/060.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Studierende im Aufruhr? Aufstand wider die Menschenverwertung<\/strong><br>\nStudierende im Aufruhr? &ndash; Kennen viele nur noch vom H&ouml;rensagen. &bdquo;Lernfabriken &hellip;meutern!&ldquo; will das &auml;ndern und mehr sein als ein aufgew&auml;rmter &bdquo;Bildungsstreik&ldquo;. Sandro Philippi vom studentischen Dachverband fzs benennt im Gespr&auml;ch mit Studis Online Motive und Adressaten der Kampagne. Sein Rezept: Mehr Gesellschaftskritik wagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1834-lernfabriken-meutern.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Chile: Pr&auml;sidentin Bachelet k&uuml;ndigt kostenloses Studium an<\/strong><br>\nSeit Monaten demonstrieren Studenten in Chile f&uuml;r ein besseres Bildungssystem &ndash; nun hat die Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet eine kostenlose Hochschulbildung f&uuml;r mehr als die H&auml;lfte aller Studenten angek&uuml;ndigt.<br>\nDie chilenische Staatschefin Michelle Bachelet hat auf die Studentenproteste der vergangenen Monate reagiert: Die umstrittene Regierungschefin k&uuml;ndigte eine kostenlose Hochschulbildung f&uuml;r die &auml;rmsten Studenten an.<br>\nIn Santiago de Chile und anderen St&auml;dten kam es in letzter Zeit bei Protesten f&uuml;r eine Bildungsreform immer wieder zu Gewalt, Menschen starben.<br>\nBachelet will damit ein Wahlversprechen von 2013 umsetzen. Zun&auml;chst sollen rund 60 Prozent der Studenten ab kommendem Jahr von der Regelung profitieren, 2017 sollen es dann 70 Prozent sein. Bis 2020 sollen alle in Chile kostenfrei studieren k&ouml;nnen. Ein entsprechendes Gesetz soll in der zweiten H&auml;lfte dieses Jahres kommen.<br>\nBachelet befindet sich derzeit auf dem Tiefpunkt ihrer Beliebtheit. Mehrere Korruptionsskandale haben dem Ansehen der Pr&auml;sidentin geschadet. Nun versucht sie, diese Vertrauenskrise unter Kontrolle zu bringen. Erst Anfang des Monats forderte sie alle ihre Minister zum R&uuml;cktritt auf, um die Regierung umzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/chile-michelle-bachelet-kuendigt-kostenlose-hochschulbildung-an-a-1035080.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin &ndash; Proteste bringen etwas. Warum aber bei einer angeblich sozialdemokratischen Pr&auml;sidentin daf&uuml;r monate- und jahrelang demonstriert werden mu&szlig;, ist nicht richtig nachvollziehbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Demokratie in Gefahr<\/strong><br>\nMassen&uuml;berwachung, elektronische Gesundheitskarte, Angriffe auf das Versammlungsrecht, Polizei-Provokateure auf Demonstrationen, sich verselbstst&auml;ndigende Geheimdienste und &ldquo;Schiffe versenken&rdquo; im Mittelmeer &ndash; von diesen und vielen weiteren Flanken her sind die Grundrechte im Lande aktuell bedroht, wie der soeben ver&ouml;ffentlichte Grundrechte-Report 2015 betont.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44967\/1.html\">Jens Wernicke im Gespr&auml;ch mit Elke Steven auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>Merkel scheint alternativlos zu sein<\/strong><br>\nMan sollte es nicht f&uuml;r m&ouml;glich halten. Trotz BND- und NSA-Aff&auml;re bleibt die aussitzende Kanzlerin offenbar unbeschadet. Es kann offenbar geschehen, was es will, Merkel wird nicht davon betroffen, letztlich auch nicht die Gro&szlig;e Koalition, auch wenn sie sich &uuml;ber die Aff&auml;re in den Haaren liegt.<br>\nAuch wenn Merkel best&auml;tigt wird, dass sie sich nicht um Aufkl&auml;rung bem&uuml;ht, &auml;ndert dies nichts an der Beliebtheit der Union und vermutlich auch nicht an der Wertsch&auml;tzung von Merkel. Sie hat sich profiliert durch Entscheidungen, die alternativenlos sein sollen, sie ist inzwischen selbst alternativenlos. Das freilich ist kein Zeichen der St&auml;rke oder der &Uuml;berzeugung, sondern eben ein Ergebnis der fehlenden Alternativen. Gabriel, Gysi, Peter, Hofreiter, Lucke oder Lindner &uuml;berzeugen keine Mehrheiten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45008\/1.html\">Florian R&ouml;tzer auf Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-325.html\">ARD Deutschlandtrend<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Bernd Lucke: Die Geister, die er rief<\/strong><br>\nBernd Lucke hat einen schlimmen Verdacht: Die AfD ist eine rechte Partei. Aber rechts will Lucke nicht sein. Er ist nur gegen den Euro, nicht gegen Ausl&auml;nder. Lucke lernt jetzt: Der Umgang mit dem Ressentiment ist gef&auml;hrlich &ndash; wenn man eins weckt, kommen die anderen gleich mit. Nun hat Lucke einen Verein in der eigenen Partei gegr&uuml;ndet. Die AfD steht vor der Spaltung. Chaostage am rechten Rand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-bernd-lucke-hat-die-geister-gerufen-augstein-kolumne-a-1034878.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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