{"id":2622,"date":"2007-09-07T09:17:14","date_gmt":"2007-09-07T07:17:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2622"},"modified":"2007-09-07T09:17:14","modified_gmt":"2007-09-07T07:17:14","slug":"hinweise-des-tages-477","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2622","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Bahnprivatisierung:<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>SPD freundet sich mit der Volksaktie an<\/strong><br>\nImmer mehr Zuspruch findet unter Sozialdemokraten dagegen das k&uuml;rzlich vorgestellte &bdquo;Volksaktien-Modell&ldquo; des SPD-Abgeordneten Hermann Scheer und der hessischen SPD-Fraktionschefin Andrea Ypsilanti. Danach sollen im Zuge des Bahn-Verkaufs stimmrechtslose Vorzugsaktien mit garantierter f&uuml;nfprozentiger Mindestverzinsung an Kleinanleger ausgegeben werden, Finanzinvestoren sollen leer ausgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub560251485DC24AF181BBEF83E12CA16E\/Doc~E04CD24D804E54900AEF1CA8B48DF45EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ Net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung S. Hennigfeld:<\/strong> Da stellt sich die Frage, wem die Deutsche Bahn AG eigentlich jetzt geh&ouml;rt. Sie geh&ouml;rt zu 100% der Bundesrepublik Deutschland, sie geh&ouml;rt also schon dem Volk. Jeder der 82,5 Millionen Deutschen besitzt heute durchschnittlich 5,2 Aktien der Deutschen Bahn AG, ganz gleich ob neugeboren oder 100 Jahre alt, jeder Deutsche besitzt 5,2 Aktien. Mehr Volksaktie geht nicht. Geht man mal davon aus, dass knapp die H&auml;lfte der 430 Millionen Aktien als Vorzugsaktien verkauft werden, wer kauft die denn? Die alleinerziehende Kassiererin im Supermarkt? Der arbeitslose Familienvater? Der Hauptschulabg&auml;nger, der sich seit Jahren von Praktikum zu Praktikum hangelt, weil er keine Lehrstelle kriegt? All diese Menschen besitzen heute 5,2 Aktien der Deutschen Bahn AG. Die Volksaktie w&uuml;rde aber von anderen Leuten gekauft werden. Von Leuten, die bereits jetzt sehr viel Geld verdienen, die so viel Geld verdienen, dass sie sich den Kauf von DB-Aktien &uuml;berhaupt leisten k&ouml;nnen. Das vorgeschlagene Modell der Volksaktie ist so gesehen nichts weiter als aktive Umverteilung von unten nach oben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mehdorns Masche mit dem Netz<\/strong><br>\nDie heftig umstrittenen Pl&auml;ne der Bundesregierung zur Teilprivatisierung der Deutschen Bahn (DB) w&uuml;rden zur raschen Stilllegung weiterer Schienenstrecken f&uuml;hren. Zudem drohen Staat und Steuerzahler massive Nachteile. Das geht aus internen Unterlagen hervor, die der Frankfurter Rundschau vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1205503\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Es wird Stilllegungsantr&auml;ge hageln<\/strong><br>\nWirtschaftsprofessor B&ouml;ttger warnt vor den Pl&auml;nen zum Teilverkauf der Deutschen Bahn<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1205502\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Erschreckend<\/strong><br>\nF&uuml;r viele unabh&auml;ngige Experten grenzen die Privatisierungspl&auml;ne an Veruntreuung von Volksverm&ouml;gen. Den wahren Wert der Bahn, die seit mehr als hundert Jahren vom Steuerzahler finanziert wird, sch&auml;tzen Fachleute auf deutlich mehr als 100 Milliarden Euro. Nicht einmal ein Zehntel davon soll der Verkauf der H&auml;lfte des Konzerns an wom&ouml;glich russische oder arabische Investoren bringen.<br>\nNicht genug damit: Falls der Bund die wertvolle Infrastruktur sp&auml;ter doch zur&uuml;ck will, w&auml;re allein daf&uuml;r mehr Steuergeld zu bezahlen, als der gesamte Anteilsverkauf bringt. Ein Irrsinn, zumal die missratene Privatisierung der Stromwirtschaft beweist, wie sehr der Besitz von Transportnetzen zum Macht- und Preismissbrauch einl&auml;dt. Es ist kaum zu fassen, dass die Regierung und besonders f&uuml;hrende SPD-Politiker die eindringlichen Warnungen vor einem weiteren Debakel &uuml;berh&ouml;ren. Die meisten Bundesb&uuml;rger lehnen die Bahnprivatisierung in der geplanten Form ab. Verantwortungsvolle Politiker d&uuml;rfen dieses Votum nicht l&auml;nger ignorieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1205504\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Von wegen Bauboom<\/strong><br>\nDer kurze private Bauboom ist zu Ende. Das Ende der staatlichen F&ouml;rderung hat die Zahl der Baugenehmigungen f&uuml;r Wohnungen im ersten Halbjahr einbrechen lassen. Die Baubranche guckt pessimistisch in die Zukunft.<br>\nVon Januar bis Juni z&auml;hlte das Statistische Bundesamt nur noch 88.000 neue Baugenehmigungen f&uuml;r Wohnungen. Das ist ein Einbruch um 38 Prozent. Die Zahl des Vorjahres &ndash; 141.000 Genehmigungen &ndash; ist allerdings nur bedingt vergleichbar: Das bevorstehende Ende der staatlichen Eigenheimzulage hatte im Vorjahr zu starken Vorzieheffekten gef&uuml;hrt und den Markt insgesamt angekurbelt.<br>\nEin Blick in die j&uuml;ngere Vergangenheit zeigt die Probleme der Baubranche noch deutlicher: Die Zahl der Genehmigungen in vergleichbaren Zeitr&auml;umen ist bis auf den Ausrei&szlig;er 2006 bereits seit Jahren stark r&uuml;ckl&auml;ufig. Von Januar bis Juni 2005 waren 118.000 Genehmigungen erteilt worden, im ersten Halbjahr 2004 waren es noch 152.000. Selbst der Boom im Jahr 2006 blieb also noch hinter fr&uuml;heren Jahren zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/content.jsp?key=dokument_249654\">boerse.ard<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn fehlt<\/strong><br>\nIm EU-Vergleich verdienen die Deutschen mittelm&auml;&szlig;ig. Gro&szlig;e Differenz gibt es zwischen Industrie und Dienstleistung. W&auml;hrend die Besch&auml;ftigten der deutschen Industrie also vergleichsweise gut verdienen, sieht es im Dienstleistungssektor eher tr&uuml;be aus. Dort betragen die Lohnkosten pro Stunde nur 24,47 Euro &ndash; Platz 10 f&uuml;r Deutschland im EU-Vergleich. Selbst Gro&szlig;britannien ist vorbeigezogen. Zudem ist die Spreizung der Lohnkosten zwischen dem verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich mit 20 Prozent in Deutschland ungew&ouml;hnlich hoch.<br>\nDas IMK hat vier wesentliche Gr&uuml;nde f&uuml;r diese &ldquo;sektorale Spaltung&rdquo; ausgemacht: In Deutschland gebe es einen ausgepr&auml;gten Lohnunterschied bei M&auml;nnern und Frauen, zudem fehle ein Mindestlohn. Wegen der geringen Gewerkschaftsbindung k&ouml;nnten in vielen Branchen keine h&ouml;heren Geh&auml;lter durchgesetzt werden, und schlie&szlig;lich sei die Binnennachfrage chronisch schwach.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=zukunft&amp;art=4310&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=ff0186b792\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_22_2007.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 440 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Arbeitskosten werden von der Arbeitgeberseite, wissenschaftlich gest&uuml;tzt vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft, immer wieder als Kampfmittel zur Senkung der L&ouml;hne ins Feld gef&uuml;hrt. Insofern ist die Klarstellung des IMK hilfreich. F&uuml;r die internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit sind die Arbeitskosten jedoch ein nachrangiger Indikator. Viel entscheidender sind die Lohnst&uuml;ckkosten, also die Kombination der Arbeitskosten mit der Produktivit&auml;t. Beim Lohnst&uuml;ckkosten-Index liegt Deutschland aber eher am Tabellenende &ndash; schon wenn man die Zuw&auml;chse der letzten Jahre vergleicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Mindestl&ouml;hne: Mehr Geld f&uuml;r Europas Geringverdiener<\/strong><br>\nDeutschlands Nachbarn heben ihre Mindestl&ouml;hne erneut an. Au&szlig;erdem zieht ein weiteres Land eine Untergrenze: &Ouml;sterreich f&uuml;hrt ein tarifvertragliches Minimum ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_13_1.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 176 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Mit der DGB-Forderung von 7,50 Euro l&auml;ge Deutschland hinter Luxemburg, Irland, Frankreich, Gro&szlig;britannien, Belgien und den Niederlanden an siebter Stelle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Prek&auml;re Besch&auml;ftigung wird zur tickenden Zeitbombe<\/strong><br>\nDie Entwicklung der prek&auml;ren Besch&auml;ftigung ist nach Einsch&auml;tzung des DGB &bdquo;eine tickende Zeitbombe&ldquo; f&uuml;r die Wirtschafts- und Sozialordnung in Deutschland. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte am Donnerstag auf einer Tagung des DGB mit der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung: &bdquo;Das so genannte Prekariat ist kein Rand- oder Unterschichtenproblem, sondern reicht inzwischen weit in die Mitte unserer Gesellschaft&ldquo;. Prek&auml;re Arbeits- und Lebensverh&auml;ltnisse, Perspektivlosigkeit, Verunsicherung und Armut w&uuml;rden die gesellschaftliche Spaltung unvermindert vorantreiben und gef&auml;hrdeten letztlich die Grundlagen der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uebergebuehr.de\/de\/aktuell\/news\/meldung\/ansicht\/2007\/09\/dgb-prekaere-beschaeftigung-wird-zur-tickenden-zeitbombe\/\">Uebergebuehr.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesagentur: Sparen zu Lasten der Kommunen und der Langzeitarbeitslosen<\/strong><br>\nDer Rekord&uuml;berschuss von 11,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr ist allenfalls teilweise auf die Erholung am Arbeitsmarkt zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. St&auml;rker ist er einmaligen Zusatzeinnahmen der Beh&ouml;rde 2006 sowie ihrer Sparpolitik zuzuschreiben. Eine weitere Senkung der Beitragss&auml;tze zur Arbeitslosenversicherung sei daher nicht gerechtfertigt, ist das Ergebnis einer Studie des WSI.<br>\nDer Anteil der ALG-I-Empf&auml;nger wird sinken, derjenige der ALG-II-Empf&auml;nger aber steigen. Schon jetzt haben Ausgaben f&uuml;r soziale Zwecke wie Wohngeld, Jugend- oder Behindertenhilfe eine immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung f&uuml;r die Haushalte der Kommunen bekommen.<br>\nIm Regelkreis von ALG II h&auml;tte die Bundesagentur die Haushaltsmittel 2005 nur zu 54 Prozent ausgesch&ouml;pft &ndash; &bdquo;damit entgingen diesen Arbeitslosen beispielsweise die Chancen zur Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt im Gegenwert von 711 Millionen Euro&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_13_2.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 184 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitsrichter: Vertr&auml;ge gelten bei Betriebs&uuml;bernahmen weiter<\/strong><br>\nNach Betriebs&uuml;bernahmen k&ouml;nnen nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts in einem Unternehmen Tarifvertr&auml;ge unterschiedlicher Branchen gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Recht-Steuern\/Meldungen\/_pv\/_p\/204878\/_t\/ft\/_b\/1317022\/default.aspx\/arbeitsrichter-vertraege-gelten-bei-betriebsuebernahmen-weiter.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Werner R&uuml;gemer: Wie der Staat bei &ldquo;Public Private Partnership&rdquo; (PPP) heimlich alle Risiken &uuml;bernimmt und sich zus&auml;tzlich verschuldet<\/strong><br>\nBei PPP wird nichts verkauft, jedenfalls nicht &ouml;ffentlich. Bei PPP &uuml;bernehmen Investoren den Bau oder die Sanierung &ouml;ffentlicher Geb&auml;ude, und sie erledigen auch f&uuml;r 20 bis 30 Jahre den Betrieb und vor allem die Finanzierung. Im Gegenzug verpflichtet sich die &ouml;ffentliche Hand, 20 bis 30 Jahre lang eine Miete zu zahlen. Obwohl die &ouml;ffentlichen Kassen &ldquo;leer&rdquo; sind, k&ouml;nnen nun mit PPP Schulen saniert, Rath&auml;user, Kinderg&auml;rten, Messehallen, Hospit&auml;ler, Gef&auml;ngnisse gebaut und betrieben werden. Eine Stadt braucht keinen Kredit aufzunehmen und kann Personal entlassen. Politiker k&ouml;nnen sich als handlungsf&auml;hig darstellen.<br>\nDie Stadt nimmt somit formal nicht selbst einen Kredit auf. Sie verkauft zwar zun&auml;chst tats&auml;chlich nichts, aber der Investor verkauft den Mietvertrag. Deshalb zahlt die &ouml;ffentliche Hand dann real doch einen Kredit zur&uuml;ck, n&auml;mlich den vom Investor aufgenommenen. Die langj&auml;hrige Zahlungsverpflichtung verwandelt sich so in eine verdeckte Kreditaufnahme. Die &ouml;ffentliche Hand verschuldet sich auf diesem Umweg doch, und sie verschuldet sich noch viel mehr, als wenn sie selbst in bisheriger Weise einen g&uuml;nstigen Kommunalkredit aufnehmen w&uuml;rde. Und sie &uuml;bernimmt praktisch alle Risiken des Investors bis hin zu dessen Insolvenz.<br>\nPPP ist somit keine &ldquo;Partnerschaft&rdquo;, sondern eine einseitige Gewinnversicherung der Privaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/36\/07360401.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Putzfrau wird steuerlich besser absetzbar<\/strong><br>\nDie Bundestagsfraktionen von CDU\/CSU und SPD wollen den Vorschlag von Arbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) aufgreifen, private Haushalte als Arbeitgeber steuerlich st&auml;rker zu f&ouml;rdern. Zwar k&ouml;nnen alle Haushalte seit 2006 jeweils bis zu 600 Euro pro Jahr f&uuml;r die Kinderbetreuung, f&uuml;r Modernisierungsarbeiten im Haus und f&uuml;r die &ouml;kologische Sanierung von der Steuer absetzen. Das reicht aber offenkundig nicht aus. M&uuml;ntefering will deshalb die bestehenden Betr&auml;ge zu einem einzigen zusammenfassen und diesen wom&ouml;glich deutlich erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/729675.html\">Netzzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das sog. &bdquo;Dienstm&auml;dchenprivileg&ldquo; ist letztlich eine weitere Subventionierung von Billig-Jobs und eine Steuerverg&uuml;nstigung f&uuml;r Besserverdienende.<br>\nEine kostenlose &bdquo;Kinderbetreuung&ldquo; in Kindertagungsst&auml;tten w&uuml;rde weitaus mehr Kinder erreichen als die private Subventionierung von Tagesm&uuml;ttern oder Kinderm&auml;dchen in wohlhabenden Familien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Fallbeileffekt&rdquo; der Einkommensgrenze beim Kindergeld verfassungswidrig?<\/strong><br>\nWer nur ein Euro zu viel Einkommen hatte, der bzw. dessen Eltern m&uuml;ssen auf das gesamte Kindergeld des Kalenderjahres verzichten. Diese harte Regelung k&ouml;nnte aufgeweicht werden &ndash; beim Bundesfinanzhof ist erneut (nachdem zwischenzeitlich eines zur&uuml;ckgezogen wurde) ein entsprechendes Verfahren anh&auml;ngig. Studis Online berichtet und sagt, was im besten Fall drin sein k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-542-kindergeld_fallbeil.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Bund will mit einem Gesetz Wagniskapital f&ouml;rdern. Doch Finanzinvestoren sind die falsche Zielgruppe, um Gr&uuml;nder mit Kapital zu versorgen.<\/strong><br>\nDeutsche Konzerne nutzen Spielr&auml;ume zur Steuergestaltung, doch selbst sie k&ouml;nnen Schlupfl&ouml;cher nicht so ausnutzen wie Private-Equity- und Hedge-Fonds. &bdquo;Der international t&auml;tige Erwerber hat allein durch die erreichte Steuerfreistellung der Unternehmensertr&auml;ge einen erheblichen Wertzuwachs seiner Beteiligung erreicht&ldquo;, stellen Jarass und Obermair fest. Die Folge: Die Fonds k&ouml;nnen h&ouml;here Kaufpreise zahlen als andere Investoren und kommen so h&auml;ufiger zum Zug. Die Steuerexperten beobachten &bdquo;eine Wettbewerbsverzerrung gegen&uuml;ber regulierten und voll steuerpflichtigen Konkurrenten&ldquo;. Diese Schieflage solle nicht weiter verst&auml;rkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2007_13_3.pdf\">B&ouml;ckler impuls [PDF &ndash; 112 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Das Terror-Trio<\/strong><br>\nDrei junge M&auml;nner, gefesselt und im Gefangenenanzug. Sie stehen unter dringendem Tatverdacht, den schlimmsten Terroranschlag in der Geschichte Deutschlands vorbereitet zu haben. Fritz G. (28) aus Ulm, Daniel S. (22) aus Saarbr&uuml;cken, Adem Y. (29) aus Hessen. Alle drei kassierten Hartz IV. &hellip; Die Verd&auml;chtigen waren Gelegenheitsarbeiter, kassierten aber auch mal Hartz IV &ndash; &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bz-berlin.de\/BZ\/news\/2007\/09\/06\/bomben-attentat-frankfurter-flughafen\/bomben-attentat-frankfurter-flughafen,geo=2447514.html\">BZ online<\/a>\n<p><em><strong>Frage:<\/strong> Was hat der Terroranschlag mit Hartz IV zu tun?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schleyer-Entf&uuml;hrung: Wie der rettende Hinweis verloren ging<\/strong><br>\nAm 5.9.1977 entf&uuml;hrte die RAF Arbeitgeberpr&auml;sident Schleyer. Tage sp&auml;ter fand der Beamte Schmitt das Versteck. Aber niemand wollte auf ihn h&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=deutschland&amp;art=4255&amp;id=deutschland-artikel&amp;cHash=f9f7339136\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>WZB, KWI und DGS unterst&uuml;tzen Offenen Brief an die Generalbundesanw&auml;ltin<\/strong><br>\nWissenschaft st&uuml;tzt sich auf die Freiheit von Forschung und Lehre sowie auf die intellektuelle Unabh&auml;ngigkeit derer, die diese Profession aus&uuml;ben.<br>\nAus professionsethischer Sicht ist die Argumentation der Bundesanwaltschaft, &ldquo;die Konstruktion einer intellektuellen T&auml;terschaft&rdquo;, daher nicht hinnehmbar. Aus diesem Grund schlie&szlig;en sich die Unterzeichnenden als Vertreter ihrer Fachgesellschaft bzw. ihrer Institute der Argumentation des &ldquo;Offenen Briefes&rdquo; vom 9. August 2007 an die Generalbundesanw&auml;ltin Monika Harms an <a href=\"http:\/\/www.freeandrej.net.ms\">freeandrej<\/a>.<br>\nDabei beziehen wir uns mit unserer Stellungnahme nicht lediglich auf den noch nicht abgeschlossenen &ldquo;Fall Andrej H.&rdquo;, sondern ganz allgemein und dezidiert auf die in der Argumentation der Generalbundesanw&auml;ltin enthaltene Bedrohung wissenschaftlicher und intellektueller Unabh&auml;ngigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news224351\">idw online<\/a><\/li>\n<li><strong>ILO: Mangel an menschenw&uuml;rdiger, produktiver Arbeit in den Entwicklungsl&auml;ndern versch&auml;rft die Armut<\/strong><br>\nDie Produktivit&auml;t hat in den vergangenen zehn Jahren zwar weltweit zugelegt, aber die Kluft zwischen den Industriel&auml;ndern und den meisten anderen L&auml;ndern der Welt bleibt besorgniserregend gro&szlig;. In ihrer f&uuml;nften Ausgabe der &ldquo;Schl&uuml;sselindikatoren des Arbeitsmarkts&rdquo; (Key Indicators of the Labour Market, KILM) zeigt die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), dass die USA bei der Produktivit&auml;t pro Besch&auml;ftigtem weltweit nach wie vor an der Spitze stehen. Daran kann auch eine rapide Produktivit&auml;tszunahme in Ostasien nichts &auml;ndern, wo jeder Arbeiter jetzt doppelt so viel produziert wie vor zehn Jahren.<br>\nDer Abstand der USA zu den anderen Industriel&auml;ndern ist unterdessen noch gewachsen. Auf die USA mit einer Wertsch&ouml;pfung pro Besch&auml;ftigtem von 63.885 US-Dollar im Jahr 2006 folgen mit einigem Abstand Irland mit 55.986 Dollar, Luxemburg mit 55.641 Dollar und Belgien mit 55.235 Dollar. Allerdings liegt das nicht zuletzt an den langen Arbeitszeiten in den USA. Pro Stunde gerechnet liegt Norwegen mit einer Wertsch&ouml;pfung von 37,99 Dollar an der Spitze, die USA folgen auf Platz zwei mit 35,63 Dollar und Frankreich mit 35,08 Dollar. In Deutschland betr&auml;gt das Output pro Besch&auml;ftigtem 42.345 Dollar und pro Stunde 29,49 Dollar.<br>\nDas produktive Potenzial von bis zu 1,5 Milliarden Menschen &ndash; ein Drittel der Weltbev&ouml;lkerung im arbeitenf&auml;higen Alter &ndash; liegt zumindest teilweise brach. Diese Zahl ergibt sich aus den 195,7 Millionen unterbesch&auml;ftigten Menschen und den fast 1,3 Milliarden &ldquo;arbeitenden Armen&rdquo;, die trotz Arbeit mit ihren Familien nicht &uuml;ber die Armutsschwelle von umgerechnet zwei US-Dollar pro Tag kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/public\/german\/region\/eurpro\/bonn\/aktuelles_kilm2007.htm\">ILO<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dass die Angaben &uuml;ber die Wertsch&ouml;pfung pro Besch&auml;ftigten in den Industriel&auml;ndern wenig &uuml;ber die &bdquo;Industrie&ldquo;, sondern eher etwas &uuml;ber die im jeweiligen Land stattfindenden Finanztransaktionen aussagen, zeigt sich darin, dass z.B. Irland oder Luxemburg ziemlich weit vorne liegen. Luxemburg ist bekannterma&szlig;en einer der wichtigsten Finanzumschlagspl&auml;tze in Europa, &auml;hnlich ist es mit dem Niedrigsteuerland Irland. Viele Firmen haben ihren rechtlichen Sitz in diesem L&auml;ndern, das &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo; findet aber in ganz anderen L&auml;ndern statt, nur die Gewinne werden auf den Finanzumschlagspl&auml;tzen &bdquo;abgerechnet&ldquo; und schlagen sich &bdquo;zahlenm&auml;&szlig;ig&ldquo; als Wertsch&ouml;pfung nieder.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>25 Jahre &bdquo;Lambsdorff-Papier&ldquo; Drehbuch f&uuml;r den Sozialabbau<\/strong><br>\nDie neoliberale Wende in Deutschland begann vor 25 Jahren mit dem &ldquo;Lambsdorff-Papier&rdquo;, das als Drehbuch zum Sozialabbau gedacht war. Nicht nur die Kohl-Regierung folgte dieser Rezeptur, und die rot-gr&uuml;ne Agenda 2010 &uuml;bertraf die Lambsdorff-Vorschl&auml;ge sogar noch. Von Christoph Butterwegge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;ressort=me&amp;art=4287&amp;no_cache=1&amp;type=98\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Umfrage: In Sachsen w&auml;re keine Gro&szlig;e Koalition mehr m&ouml;glich &ndash; NPD &uuml;berrundet SPD<\/strong><br>\nDie SPD kommt laut Forsa wie im Juli auf acht Prozent. Die NPD legte dagegen von acht auf neun Prozent zu &ndash; was zwar im statistischen Schwankungsbereich liegt, aber einige Symbolkraft hat. Damit liegen die Rechtsextremen erstmals vor den Sozialdemokraten. Die CDU kommt auf 39 Prozent. 27 Prozent der W&auml;hler w&uuml;rden sich f&uuml;r die Linke entscheiden, sieben Prozent f&uuml;r die FDP, f&uuml;nf Prozent f&uuml;r die Gr&uuml;nen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,504323,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und Steinmeier, Steinbr&uuml;ck und Platzeck schwadronieren von der &bdquo;sozialen Demokratie&ldquo; im 21. Jahrhundert. Wie l&auml;cherlich wirkt da die Devise des parlamentarischen Fraktionsgesch&auml;ftsf&uuml;hrers Martin Dulig &bdquo;Jetzt m&uuml;ssen wir durchstarten&ldquo;. Ja wohin will die SPD denn durchstarten? Etwa in Richtung der zahllosen Wahlniederlagen, die das Duo Schr&ouml;der\/Steinmeier der SPD eingebrockt hat, oder in Richtung Steinbr&uuml;ck, der die SPD in NRW nach 30 Jahren in die Opposition gef&uuml;hrt hat?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>P&auml;dagogik der runden Ecken<\/strong><br>\nWaldorfschulen sind weitgehend ausl&auml;nderfreie Zonen, elit&auml;re Einrichtungen, in denen Spr&ouml;sslinge der Oberschicht und des akademischen B&uuml;rgertums vor Proletenkindern sicher sind. Waldorfp&auml;dagogik mag positive Aspekte enthalten, keine Noten und kein Sitzenbleiben, eine musische und handwerkliche Orientierung oder Epochenunterricht. Diese Dinge hat Steiner von Reformp&auml;dagogen abgekupfert und in okkultes Brimborium eingebettet. Kindern sollte man solche verkappten Religionsschulen ersparen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/36\/10565.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie wird man Hegemon?<\/strong><br>\nDer Aufstieg Chinas zu einer der m&auml;chtigsten Wirtschaftsnationen hat nichts Mysteri&ouml;ses an sich. Er ist vielen Besonderheiten der chinesischen Politik und der internationalen Handelsverflechtungen geschuldet. Asien hat sich dadurch neu geordnet. Von Michael R. Kr&auml;tke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/36\/10581.php\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Ich bereue nichts&rdquo;<\/strong><br>\nWo anders als in einer Barbarei wie im Iran h&auml;ngt man Menschen am helllichten Tag mitten in der Stadt an einem Kranwagen auf? Majid Kawussifar &ndash; wie hat er es nur geschafft, den Henkern, den Barbaren sein Lachen ins Gesicht zu spucken?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/dokumentation\/?sid=ca883e9b9a5ce965c61ef2ea4fda30e1&amp;em_cnt=1204730\">FR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL\/KR)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2622","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2622","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2622"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2622\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2622"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2622"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2622"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}