{"id":26220,"date":"2015-05-26T09:13:00","date_gmt":"2015-05-26T07:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220"},"modified":"2015-05-26T09:13:00","modified_gmt":"2015-05-26T07:13:00","slug":"hinweise-des-tages-2380","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JK\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h01\">Regionalwahlen in Spanien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h02\">Tarifeinheitsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h03\">Giftige Heringe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h04\">Bankenvirus aus &Uuml;bersee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h05\">Sch&ouml;ne, neue Arbeitswelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h06\">Im Dialog: Michael Krons mit Michael Hartmann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h07\">Deutschland braucht mehr Arbeitskr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h08\">Dobrindts &ldquo;Win-win-win&rdquo;-Plan f&uuml;r das Stra&szlig;ennetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h09\">Israel und Pal&auml;stina<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h10\">Mein &Uuml;berleben bedeutet f&uuml;r mich nicht Gl&uuml;ck, sondern Verpflichtung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h11\">Einmal Demokratie, bitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h12\">BND\/NSA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h13\">Es gibt bei der Polizei ganze Herden schwarzer Schafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h14\">Wenn es gegen Herrn V. geht, gilt das deutsche Presserecht nicht mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220#h15\">Nicht vergessen: Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26220&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Regionalwahlen in Spanien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Schlappe f&uuml;r Rajoy<\/strong><br>\nDie Konservativen erleben eine Niederlage, Podemos ist in Gro&szlig;st&auml;dten und Regionen erfolgreich. Doch st&auml;rkste Kraft wurden die Linken nirgends.<br>\n&bdquo;S&iacute; se puede!&ldquo; &ndash; &bdquo;Ja, man kann!&ldquo; hallte es durch die Innenst&auml;dte von Madrid und Barcelona. Tausende feierten den Wahlsieg der B&uuml;rgerlisten Ahora Madrid (Jetzt Madrid) und Barcelona en Com&uacute;n (Barcelona gemeinsam). In Spaniens Hauptstadt wird k&uuml;nftig die 71-j&auml;hrige, pensionierte Richterin Manuela Carmena im B&uuml;rgermeisteramt Platz nehmen und die Volkspartei (PP) im B&uuml;ndnis mit den Sozialisten nach mehr als 20 Jahren abl&ouml;sen. In Barcelona gewinnt die Aktivistin gegen Zwangsr&auml;umungen verschuldeter Wohnungsbesitzer, die 41-j&auml;hrige Ada Colau, &uuml;ber die konservatiben Nationalisten von CiU.<br>\nF&uuml;r deren Anh&auml;nger sind die beiden gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte Spaniens seit Sonntag das Symbol eines tiefgreifenden, politischen Wandels, der vor vier Jahren begann, als die &bdquo;Emp&ouml;rten&ldquo; &uuml;berall im Land Pl&auml;tze besetzten, mehr Demokratie und ein Ende der Sparpolitik und Korruption forderten. Die regierende Volkspartei (PP) von Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy verlor gegen&uuml;ber 2011, als sie fl&auml;chendeckend gewann, knapp 2,5 Millionen Stimmen. Sie wurde f&uuml;r ihre unsoziale Politik und f&uuml;r Hunderte von Korruptionsf&auml;llen bis hinauf in den Parteivorstand abgestraft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5200814\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Die spanischen Medien haben sich im Wahlkampf schon deutlich gegen Podemos und zugunsten der rechten B&uuml;rgervereinigung Ciudadanos positioniert. Das ist das bekannte Schema in allen Staaten des Westens. Es darf keine Alternative geben. Und wenn dann wird mit aller Macht dagegen angegangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kr&auml;ftiger Linksruck in Spanien<\/strong>\n<ul>\n<li>Aus den Kommunal- und Regionalwahlen in Spanien geht die konservative PP deutlich geschw&auml;cht hervor. Trotzdem bleibt sie mit 27 Prozent die st&auml;rkste Partei.<\/li>\n<li>Die sozialistische PSOE erreichte 25 Prozent. Die neu gegr&uuml;ndete linksalternative Gruppierung Podemos setzte sich als dritte Kraft durch. Die liberalen Ciudadanos (B&uuml;rger) erreichten knapp sieben Prozent.<\/li>\n<li>In keiner Region wurde eine absolute Mehrheit erreicht. Die PP wird in die Opposition gehen m&uuml;ssen, wenn es ihr nicht gelingt, mit der PSOE Koalitionen zu schlie&szlig;en.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die PP verlor gegen&uuml;ber den Wahlen von 2011 landesweit zehn Punkte, blieb aber mit 27 Prozent st&auml;rkste Partei. Die PSOE erreichte 25 Prozent, ein Minus von drei Punkten.<br>\nDie erst vor 14 Monaten gegr&uuml;ndete linksalternative Gruppierung Podemos (Wir k&ouml;nnen) konnte sich auf Anhieb als dritte Kraft durchsetzen, doch koalierte Podemos in vielen Orten und einigen Regionen mit anderen Gruppierungen, so dass der Wahlleiter keine Prozentzahlen f&uuml;r das ganze Land auswies. [&hellip;]<br>\nDie fr&uuml;her marginalen Ciudadanos (B&uuml;rger), die, vergleichbar mit der deutschen FDP, f&uuml;r Marktwirtschaft und eine liberale Gesellschaft eintreten, konnten ihren Stimmanteil gegen&uuml;ber 2011 verdreifachen. Sie kamen landesweit allerdings nur auf knapp sieben Prozent und somit weniger als in den Umfragen vorausgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kommunal-und-regionalwahlen-kraeftiger-linksruck-in-spanien-1.2492633\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Die Einsch&auml;tzung, dass (wie andernorts) aus sogenannten Sozialisten bzw. Sozialdemokraten l&auml;ngst b&uuml;rgerliche Gruppierungen geworden sind, ist zutreffend und zugleich (wie andernorts) Teil des Problems bzw. politischen und sozialen N&auml;hrbodens f&uuml;r erfolgreiche B&uuml;rgerbewegungen und Parteien wie Podemos. Daher liegt die Schlussfolgerung eines Zusammengehens der b&uuml;rgerlichen Gruppierungen bzw. geringer Chancen einer Regierungsbeteiligung der neuen politischen Gruppierungen keinesfalls so nahe, wie abschlie&szlig;end insinuiert, insbesondere nicht auf lokaler und regionaler Ebene bzw. in den gro&szlig;en St&auml;dten bzw. Metropolen wie Madrid und Barcelona.<\/em><br>\n<em>Auch die &uuml;bliche Titulierung von Podemos als &lsquo;radikale Linke&rsquo; ist schlichtweg propagandistisch diskreditierende Etikettierung, da sich deren Programm und Gesellschaftsmodell ausdr&uuml;cklich auf nordeurop&auml;ische sozialdemokratische Erfolge und Traditionen bezieht. Zumindest im gemeinhin diskreditierenden Verst&auml;ndnis solcher Etikettierung als &lsquo;radikal links&rsquo;. Denn buchst&auml;blich ist diese Bezeichnung durchaus zutreffend, sofern &lsquo;links&rsquo; als generell in der Tradition der Aufkl&auml;rung und Menschenrechte stehend sowie &lsquo;radikal&rsquo; in Sinne von &lsquo;an der Wurzel packend&rsquo; verstanden wird. Beides spielt aktuell (nicht nur) in Spanien sehr wohl eine zentrale Rolle, sofern das vorherrschende Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell Menschen- und B&uuml;rgerrechte zunehmend &lsquo;strukturell reformierend&rsquo; einschr&auml;nkt sowie politisch korrumpierte und korrumpierende Eliten hervorbringt bzw. etabliert. Beides bedingt und verst&auml;rkt sich gegenseitig, weshalb beides Teil desselben Protest und seiner politischen und sozialen Formierungen bzw. Bewegungen ist und sein muss. Und weshalb eine vermeintliche Protestpartei wie Ciuadadons keine wirkliche L&ouml;sung sondern selbst Teil des Problems ist, soweit deren Programm (wie die PP selbst) sich lediglich auf die sichtbare Oberfl&auml;che der Korruption beschr&auml;nkt (reduziert auf &lsquo;individuelle Einzelf&auml;lle&rsquo; und &lsquo;charakterliche M&auml;ngel&rsquo;, PP, bzw. auf institutionelle M&auml;ngel, Ciudadanos), und somit die wesentlichen Fragen nicht stellt, sondern verdeckt und n&ouml;tigenfalls diskreditiert (&lsquo;linksradikal&rsquo; etc.). Podemos und andere benennen genau dieses (buchst&auml;blich) zentrale Problem und stellen genau diese entsprechend zentralen Fragen, um &uuml;berhaupt passende und wirkliche Antworten finden zu k&ouml;nnen, auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen demokratischer Selbstorganisation und Regierung.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Oskar Lafontaine &ndash; &ldquo;Der die Menschenw&uuml;rde verachtende Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte&rdquo;<\/strong><br>\nBei den Kommunalwahlen in Spanien hat die linksalternative Gruppierung Podemos (&ldquo;Wir k&ouml;nnen&rdquo;) beachtliche Erfolge erzielt. Der Wahlblock um Podemos stellt in Barcelona die st&auml;rkste und in Madrid die zweitst&auml;rkste Stadtratsfraktion. Aber: &ldquo;Es wird erwartet, dass die PSOE (die spanische SPD), die l&auml;ngst eine b&uuml;rgerliche Gruppierung geworden ist, vielerorts ein Zusammengehen mit der PP (der spanischen CDU) einer Koalition mit der radikalen Linken Podemos vorzieht&rdquo;, schreibt die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;. Die etablierten Parteien sind in vielen L&auml;ndern Europas auf dem R&uuml;ckzug, weil die Menschen zunehmend das Machtkartell aus Banken, Konzernen und etablierten Parteien durchschauen. Aber noch setzt sich der neoliberale Block zur Wehr, wie der Kampf gegen Syriza zeigt. Ausgang offen. Es wird auch R&uuml;ckschl&auml;ge geben, aber der Kampf um eine freiheitliche, gerechtere Wirtschaftsordnung geht weiter. Der die Menschenw&uuml;rde verachtende, auf Enteignung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gr&uuml;ndende Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/1\/f\/1\/t\/oskar-lafontaine-der-die-menschenwuerde-verachtende-kapitalismus-ist-nicht-das-ende-der-geschichte\/\">Oskar Lafontaine<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Nehmt eure Tr&auml;ume ernst!<\/strong><br>\nEin charismatischer Chef, basisdemokratische Ideale und keine Angst vor Populismus. Der Aufstieg von Podemos ver&auml;ndert Spanien &ndash; und vielleicht ganz Europa<br>\nZu Beginn des Wintersemesters 2008 begr&uuml;&szlig;t Pablo Iglesias seine Seminarteilnehmer am Institut f&uuml;r Politikwissenschaft der Madrider Universit&auml;t Complutense mit der Aufforderung, sich wie in der ber&uuml;hmten Szene in Club der toten Dichter auf ihre St&uuml;hle zu stellen. Die angehenden Politologen sind zu ihm gekommen, um etwas &uuml;ber Herrschaft zu lernen. Seine erste Lektion lautet: Die Herrschenden kann man herausfordern, ihre Macht in Frage stellen. Die Aktion ist typisch f&uuml;r Iglesias. Er ist &uuml;berzeugt, dass man Politik nicht nur studieren sollte. Man sollte sie machen.<br>\nDer smarte Uni-Dozent, damals gerade 29 Jahre alt, passt nicht in das klassische Bild eines doktrin&auml;ren spanischen Linksintellektuellen. Doch er l&auml;sst keinen Zweifel daran, dass f&uuml;r ihn die Ursachen f&uuml;r die herrschenden Missst&auml;nde im entfesselten, globalisierten Kapitalismus liegen, der seit langem die herrschende Ideologie ist.<br>\nIglesias arbeitet mit Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeitern in den darauffolgenden Jahren hart daran, seine Vorstellungen unter die Leute zu bringen. Sie produzieren politische Fernsehshows und kooperieren mit ihren lateinamerikanischen Vorbildern wie Boliviens Evo Morales. Doch als sie im Januar 2014 eine Partei gr&uuml;nden, der sie den Namen Podemos (&bdquo;Wir schaffen es&ldquo;) geben, ist die Resonanz zun&auml;chst gering. Ohne Geld, ohne Infrastruktur und mit nur wenigen konkreten Inhalten wirken sie nur wie eine weitere, von Emp&ouml;rung getragene und gegen den EU-Sparkurs gerichtete Protestpartei. Viele Beobachter gehen daher davon aus, dass sich Podemos schnell wieder in Luft aufl&ouml;st.<br>\nEin Jahr sp&auml;ter, am 31. Januar 2015, geht Iglesias &uuml;ber eine B&uuml;hne auf Madrids Puerta del Sol. Der bekannteste Platz der spanischen Hauptstadt ist mit 150.000 Menschen dicht gef&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/nehmt-eure-traeume-ernst\">Giles Tremlett aus dem Guardian via Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zweiparteiensystem in Spanien wird beerdigt<\/strong><br>\nDie Wahlen am Sonntag bringen einen Umschwung, werden zum H&auml;rtetest f&uuml;r die Syriza-Schwesterpartei Podemos und zudem einen Wolf im Schafspelz in Parlamente heben<br>\nEs wird der gro&szlig;e Test vor den Parlamentswahlen in Spanien im Herbst. Am Sonntag finden in dem gro&szlig;en Euroland nicht nur Kommunalwahlen statt, denn in 13 Regionen werden auch Parlamente gew&auml;hlt, die Bundesl&auml;ndern &auml;hnlich sind. Vorgezogene Neuwahlen im M&auml;rz machten in Andalusien deutlich, dass Parlamente nicht mehr von der Volkspartei (PP) und den Sozialisten (PSOE) dominiert sein werden. Neben der Emp&ouml;rten-Partei &ldquo;Podemos&rdquo; (Wir k&ouml;nnen es) machen nun auch die &ldquo;Ciudadanos&rdquo; (B&uuml;rger) der konservativen PP und der sozialdemokratischen PSOE die Hegemonie streitig. Zum wirklichen H&auml;rtetest werden sie f&uuml;r die Emp&ouml;rten-Partei Podemos und die ihr nahestehenden kommunalen B&uuml;rgerkandidaturen. Podemos will wie die griechische Schwesterpartei Syriza nun Anlauf nehmen, um die Parlamentswahlen zu gewinnen. Doch auch die &ldquo;B&uuml;rger&rdquo; bieten sich als Protestpartei an, die f&uuml;r viele ein rechter und neoliberaler Wolf im Schafspelz ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45017\/1.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Eine recht guter &Uuml;berblick &uuml;ber die politische Lage in Spanien im &lsquo;Superwahljahr 2015&rsquo;, in dem neben den aktuellen Lokal- und Regionalwahlen im Herbst noch die Wahlen in Katalonien (mit dem deutlichen Unterton eines Unabh&auml;ngigkeitsplebiszits) und anschlie&szlig;end in Gesamtspanien (Parlamentswahlen) stattfinden, und dar&uuml;ber hinaus wom&ouml;glich die letzte Wahl (im M&auml;rz) in Andalusien wiederholt werden muss (dann ebenfalls im Herbst), sollte dort die n&ouml;tige Parlamentsmehrheit zur Wahl der amtierenden und gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Pr&auml;sidentin D&iacute;az (PSOE) weiterhin nicht zustande kommen.<\/em><br>\n<em>Insbesondere zutreffend der Fokus auf die Partei &lsquo;Ciudadanos&rsquo;, die anders als &lsquo;Podemos&rsquo; keine neue Formation ist, sondern seit 2006 in Katalonien (&lsquo;Ciutadans&rsquo;) aktiv ist und sich erst ab 2014-2015 national formierte. Diese Formation wird vielerorts offen als &lsquo;Marca blanca&rsquo; (Handelsmarke) des &lsquo;Partido Popular&rsquo; eingesch&auml;tzt. Nicht von ungef&auml;hr, gleichen doch die F&uuml;hrungsebenen des Partido Popular auf allen politischen Ebenen immer offensichtlicher denen (institutionalisierten) organisierten Verbrechens und entsprechender &lsquo;Versorgungsagenturen&rsquo; (Posten und Personen). Mit der Folge, dass im Rahmen der Finanzkrise bzw. der massiv unpopul&auml;ren Krisenpolitik seit 2008, umgesetzt durch beide belastete &lsquo;Systemparteien&rsquo; des Nach-Franco-Regimes seit 1978, das etablierte politische System (PSOE-PP) insgesamt systemgef&auml;hrdend (wie in Griechenland) zu kollabieren droht (von gut 80% auf ca. 40% halbiert, d.h., selbst eine &lsquo;Gro&szlig;e Koalition&rsquo; w&auml;re keine Rettung mehr). Weshalb jede &lsquo;neue&rsquo; und &lsquo;saubere&rsquo; bzw. alternative politische Str&ouml;mung jenseits der Systemfrage (generell bzgl. des Kapitalismus in seinem jetzigen Stadium, sowie speziell bzgl. des Nach-Franco-Regimes) mehr als nur gelegen k&auml;me, als &lsquo;Alternative&rsquo; zu erkl&auml;rterma&szlig;en alternativen und systemgef&auml;hrdenden Bewegungen und Parteien (B&uuml;rgerbewegungen und Podemos), die jedoch keine wirkliche Alternative bietet, sondern allenfalls kosmetische Korrekturen und frische Gesichter f&uuml;rs &lsquo;bew&auml;hrte System&rsquo; &ndash; nach dem bew&auml;hrten Motto, man &auml;ndere alles, damit sich nichts &auml;ndert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Instabiles Spanien<\/strong><br>\nEin Hauch drohender &bdquo;griechischer Verh&auml;ltnisse&ldquo; umweht das Ergebnis der spanischen Regional- und Kommunalwahlen vom Wochenende. Das tradierte Zweiparteiensystem aus Konservativen und Sozialisten wurde durch eine Viererkonstellation unter Einschluss der Linkspopulisten von Podemos und den b&uuml;rgerlichen Ciudadanos abgel&ouml;st.<br>\nDer Volksaufstand an den Urnen gegen politische &bdquo;Mafias&ldquo; und die Korruption der Etablierten d&uuml;rfte sogar zwei Exotinnen aus der Aktivistenszene zu B&uuml;rgermeisterinnen in Madrid und Barcelona machen. Noch nie seit dem &Uuml;bergang zur Demokratie sind Spaniens Regionalparlamente so zersplittert gewesen. Der Linksruck mit Koalitionszwang wird zwar Rajoys Volkspartei vielerorts von der Macht verdr&auml;ngen, aber weder zu der inneren Stabilit&auml;t noch der Regierbarkeit Spaniens beitragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/regional-und-kommunalwahlen-instabiles-spanien-13610867.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zu k&ouml;stlich, dieser Kommentar erscheint wie bestellt. Kaum verzeichnen linke politische Kr&auml;fte in Spanien Wahlerfolge, schon sehen die Neoliberalen ihre Felle davon schwimmen. Dies zeigt wie eminent wichtig die sogenannte Euro-Krise und die Krisenpolitik f&uuml;r die europaweite Durchsetzung der neoliberalen Agenda sind. Allerdings ist die Ausgangslage in Spanien anders als in Griechenland. Sollte es der Podemos bei den Parlamentswahlen im Herbst tats&auml;chlich gelingen eine regierungsf&auml;hige Mehrheit zusammen zu bekommen, dann k&ouml;nnen Sch&auml;uble &amp; Co mit der immerhin f&uuml;nftgr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Volkswirtschaft kaum so erpresserisch umspringen wie mit Griechenland. So  ist die spannende Frage was nun bis zum Herbst mit Griechenland geschieht? Der Druck auf Tsipras und die Syrizia wird sicher massiv erh&ouml;ht werden. Denn nach der neoliberalen Logik muss die griechische Linksregierung scheitern um einen weiteren Wahlerfolg der Podemos in Spanien zu verhindern.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Spanien In linker Frauenhand<\/strong><br>\nIn Madrid und Barcelona werden wohl bald Politikerinnen aus der linken Szene regieren. Nach den Regional- und Kommunalwahlen sind Ada Colau und Manuela Carmena die neuen Gesichter der spanischen Politik.<br>\nAda Colau, eine 41 Jahre alte Frau aus der Hausbesetzerszene, hat beste Aussichten, k&uuml;nftig Spaniens zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt Barcelona als B&uuml;rgermeisterin zu regieren. Manuela Carmena, eine 71 Jahre alte pensionierte Richterin, die einmal der Kommunistischen Partei angeh&ouml;rte, hat ebenso gute Chancen, die Hauptstadt Madrid zu f&uuml;hren. Die beiden Frauen sind die neuen Gesichter der spanischen Politik und zugleich die augenf&auml;lligsten Symbole des Wandels, der sich am Pfingstsonntag bei den Regional- und Kommunalwahlen in Spanien zugetragen hat.<br>\nDie Krise und vor allem die Korruptionsskandale haben der konservativen Volkspartei von Ministerpr&auml;sidenten Mariano Rajoy einen krachenden Schlag versetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/spanien-in-linker-frauenhand-13610980.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers  U.D.:<\/strong> In der  Analyse der spanischen kommunalen Wahlergebnisse r&uuml;cken nicht die eigentlichen Ursachen  der B&uuml;rgerverdrossenheit in den Vordergrund, sondern beschr&auml;nkt sich im Wesentlichen auf die Aufz&auml;hlung von &ldquo;verwerflichen&rdquo; Aktivit&auml;ten der linken Spitzenkandidaten in den Augen neoliberaler Kreise. Die eigentlichen Ursachen &ndash; die Bankenspekulationskrise und der Hoffnungslosigkeit einer ganzen, jungen Generation sowie  die Gerechtigkeitsdebatte mit ihren immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Abstand zwischen den unteren 60% der Einkommen und den oberen 10% der Besitzenden, wird so gut wie nicht erw&auml;hnt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Tat andere Kritik als pers&ouml;nliche und diffamierende (Hausbesetzer,  Kommunisten), f&auml;llt den Neoliberalen nicht ein. Es kann ja unm&ouml;glich sein, dass der Wahlerfolg der Linken in Spanien etwas mit der neoliberalen Austerit&auml;tspolitk zu tun hat. Man beachte auch die sonstige Terminologie, die Podemos, die lediglich die Beendigung der Austerit&auml;tspolitik fordert, ist nat&uuml;rlich ultralinks.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ciudadanos ist dieselbe Rechte wie die PP<\/strong><br>\nIm Laufe meines Lebens habe ich in Schweden, Gro&szlig;britannien und den USA gelebt, und in keinem dieser L&auml;nder habe ich eine derart wenig demokratische und zivilisierte Rechte erlebt, wie sie in Spanien existiert. Im Zuge einer wenig vorbildhaften und unausgewogenen Transici&oacute;n [diese wird in Spanien gemeinhin als modellhaft behauptet, Anm. ML], vollzog man den &Uuml;bergang von einer ultrarechten Diktatur in eine sehr unvollst&auml;ndige Demokratie, in der es keinen Bruch mit dem vorhergehenden Regime gab, sondern eine Anpassung des diktatorischen Staates an eine andere Staatsform mit gen&uuml;gend &Auml;nderungen, um in der Europ&auml;ischen Union akzeptiert zu werden. Als Fortf&uuml;hrer der Rechten des vorherigen Regimes dominierten die spanischen Rechten den &Uuml;bergangsprozess, sowie die Struktur des Staates und die gr&ouml;&szlig;ten Informations- und Beeinflussungs-Medien, welche gr&ouml;&szlig;tenteils durch die selben Finanz- und Wirtschaftskreise finanziert wurden, die in der Diktatur enormen Einfluss hatten.<br>\nEs gen&uuml;gt sich die TV-Sendung &lsquo;La Sexta Noche&rsquo; anzuschauen [w&ouml;chentliche politische &lsquo;Diskussions&rsquo;sendung im kommerziellen Kanal LaSexta, samstags 21.30-2.30h (!), Anm. ML], um sich ein Bild von der Haltung dieser Rechten zu machen, die die elementarsten Regeln jedweder demokratischen Debatte ignorieren. Gestalten der spanischen Rechten, wie Eduardo Inda, beleidigen, manipulieren, lassen gute Erziehung und Umgangsformen vermissen, und attakieren und l&uuml;gen massivst, und repr&auml;sentieren derart die Rechte in diesem Land. Nicht einmal der Kanal &lsquo;Fox&rsquo; der US-amerikanischen Ultrarechten erreicht derartiges Niveau der Unversch&auml;mtheit und Manipulation.<br>\nAus diesem Grund teilen Millionen Spanier mit mir den allgemeinen Wunsch nach einer neuen Rechten in diesem Land, zivilisiert und demokratisch, die die alte ersetzen k&ouml;nnte. Der gro&szlig;e Empfang f&uuml;r Ciudadanos seitens der Medien schien genau dies auszudr&uuml;cken. Doch diese neue Rechte ist, leider, eine nahezu exakte Kopie der vorherigen mit dem selben Verhalten, inklusive L&uuml;gen und Manipulationen als regelm&auml;&szlig;igen Bestandteil ihrer Darstellungen. Es gibt etliche Beispiele hierf&uuml;r. Hier sind einige:\n<ol>\n<li>Albert Rivera [Vorsitzender von Ciudadanos, Anm. ML] bestritt Mitglied der PP gewesen zu sein, bis zum Beweis des Gegenteils. Die Tatsache solcher Mitgliedschaft an sich ist nicht das Problem, wohl aber der Versuch dies zu verheimlichen und dabei zu l&uuml;gen.<\/li>\n<li>Eine Schl&uuml;sselfigur einer ma&szlig;geblichen Gruppierung der Partei in Katalonien, Juan Carlos Girauta Vidal, repr&auml;sentierte als Journalist in den Diskussionssendungen von TV3 und Catalunya R&agrave;dio die Sichtweisen der spanischen Rechten, typisch f&uuml;r die PP. Er besetzte die Position der Rechten, die quotenm&auml;&szlig;ig in den Massenmedien vorgesehen ist. In einer Debatte im katalanischen Fernsehen, an der wir beide teilnahmen, ging er nahezu soweit den Staatsstreich Francos als notwendig zu rechtfertigen, um die vermeintlichen Exzesse der Republik zu beenden. Diese zwielichtige Pers&ouml;nlichkeit stellte sich selbst, und so wie es f&uuml;r die spanische Rechte &uuml;blich ist, als eine Person der Mitte dar. Die Rechte ist in diesem Land derma&szlig;en diskreditiert, dass fast niemand sich als Teil der Rechten pr&auml;sentiert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.vnavarro.org\/?p=12137\">Vincenc Navarro<\/a><\/p>\n<p>Von Vicen&ccedil; Navarro, ver&ouml;ffentlicht in der Kolumne &ldquo;Pensamiento Cr&iacute;tico&rdquo; der Tageszeitung P&Uacute;BLICO, 19.05.2015. Freundlicherweise von unserem Leser M.L. aus dem Spanischen &uuml;bersetzt.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der Verdacht liegt nahe, dass es sich bei den Ciudadanos um eine bewusst gegen die Podemos aufgebaute politische Bewegung handelt. Wie auch in Deutschland ja die FDP durch die &bdquo;Qualit&auml;tszeitungen&ldquo; massiv hochgeschrieben wird um ihr ein politisches &Uuml;berleben m&ouml;glich zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tarifeinheitsgesetz<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wie der Staat Streiks regeln k&ouml;nnte<\/strong><br>\nWirklich beruhigend sind die Nachrichten von der Streikfront auch zu Pfingsten nicht. Immerhin, Deutsche Bahn und Gewerkschaft Deutscher Lokomotivf&uuml;hrer (GDL) haben, nach neun Streikrunden, eine maximal vierw&ouml;chige Schlichtung vereinbart. Allerdings schwelt zugleich der Streit der Bahn mit der GDL-Konkurrenz EVG, der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft. Man hat sich auf Mittwoch vertagt. Derweil soll der Kita-Streik n&auml;chste Woche fortgesetzt werden &ndash; unbefristet. Und schlie&szlig;lich: Verdi gegen Deutsche Post, es geht um die Aufteilung des Personals in eine Stamm- und eine Billigbelegschaft. Noch keine Einigung, weitere Streiks m&ouml;glich.<br>\nDeutschland ist &ndash; gef&uuml;hlt, wie man so sagt &ndash; ein Streikland geworden. Statistisch ist das zwar nicht so, bei den streikbedingten Ausfalltagen liegt Deutschland im internationalen Vergleich im hinteren Mittelfeld. Pro 1000 Arbeitnehmer waren es im Schnitt des letzten Jahrzehnts 16 Tage &ndash; im Vergleich zu 66 in Spanien, 135 in D&auml;nemark, 139 in Frankreich. Dass das Gef&uuml;hl der Streikbetroffenen dennoch nicht tr&uuml;gt, zeigt eine andere Zahl: Vergangenes Jahr waren mehr als 97 Prozent aller Ausfalltage dem Dienstleistungssektor zuzuordnen. Gestreikt wird immer &ouml;fter auch dort, wo es unbeteiligte B&uuml;rger trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/arbeitsrecht-wie-der-staat-streiks-regeln-koennte-1.2490602\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Hetze gegen die Gewerkschaften geht munter weiter. Selbstverst&auml;ndlich liegt den Qualit&auml;tsjournalisten nur das Wohl unbeteiligte B&uuml;rger am Herzen. Nachdem mit der Umsetzung der Agenda 2010, der Druck auf L&ouml;hne und Arbeitnehmer massiv erh&ouml;ht wurde, sind nun in der marktkonformen Demokratie also die Gewerkschaften an der Reihe. Die beispiellose und wom&ouml;glich gesteuerte Kampagne gegen die GDL und insbesondere gegen ihren Vorsitzenden Claus Weselsky, darf als die entsprechende Begleitmusik angesehen werden. Die Ironie dabei, an sonst wird staatliche Regulierung durch die neoliberalen Apologeten in den Redaktionen der Qualit&auml;tszeitungen stets als des Teufels verdammt, bei der Einschr&auml;nkung des Streikrechtes darf der Staat aber gerne eingreifen. Wie gut, dass auch sofort wissenschaftliche Experten mit den entsprechenden Gutachten und Vorschl&auml;gen bereitstehen. Allerdings sollten der DGB und die gro&szlig;en Industriegewerkschaften aufpassen, dass sie mit der Unterst&uuml;tzung des Tarifeinheitsgesetzes nicht ihr eigenes Grab schaufeln.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD verkommt zu Ersatz-FDP<\/strong><br>\nDas neue Gesetz zur Tarifeinheit bedeutet nach Ansicht des SPD-Politikers Rudolf Dre&szlig;ler eine Einschr&auml;nkung des Streikrechts. Der fr&uuml;here Sozialexperte seiner Partei sagte im DLF, das Gesetz habe in Karlsruhe keine Chance. Vor allem aber richte es f&uuml;r die SPD enormen Schaden an.<br>\nDre&szlig;ler &uuml;bte im Deutschlandfunk-Interview harsche Kritik an seiner Partei: Die SPD &ldquo;verkommt in dieser Koalition zu einer Ersatz-FDP&rdquo;. Sie lasse Arbeitnehmer im Stich, die sich f&uuml;r eine kleinere Gewerkschaft entschieden h&auml;tten. Damit schade sich die Partei selbst. Nach Auffassung Dre&szlig;lers darf Politik nicht per Gesetz die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Streiks definieren. Genau das sei nun aber geschehen.<br>\nDer stellvertretende SPD-Partei-Vorsitzende Ralf Stegner verteidigte das neue Gesetz. Es gehe der SPD &ldquo;&uuml;berhaupt nicht darum, das Streikrecht einzuschr&auml;nken&rdquo;, sagte er im Deutschlandfunk. Ziel sei es vielmehr, Streit der Gewerkschaften untereinander zu vermieden. &ldquo;Das hat Arbeitnehmern noch nie genutzt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/entscheidung-zur-tarifeinheit-spd-verkommt-zu-ersatz-fdp.694.de.html?dram%3Aarticle_id=320693\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>Dazu: Offener Brief an Ralf Stegner<\/strong><br>\nDass dieses Tarifeinheitsgesetz, versehen mit der Handschrift beider Tarifparteien &ndash; Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) und Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) &ndash; von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles eingebracht wurde, ist ihrer Auffassung von der Rolle als Kabinettsmitglied in der Gro&szlig;en Regierungskoalition geschuldet. Dass ma&szlig;gebliche Vorsitzende der DGB Gewerkschaften das Tarifeinheitsgesetz bef&ouml;rdern, ist aus ihrer Interessenlage als m&auml;chtige und erfolgreiche Tarifparteien durchaus nachvollziehbar. Allerdings gibt es hierzu, wie Du sicherlich wei&szlig;t, unterschiedliche Einsch&auml;tzungen, wobei gerade die vor allem von der Konkurrenz der Spartengewerkschaften betroffene Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und auch andere kleinere DGB Gewerkschaften eine abweichende Auffassung vertreten.<br>\nZu Recht warnen sie vor den negativen Folgewirkungen einer derartigen gesetzlichen Kodifizierung des Tarifrechtes. Wenn erst einmal der grundgesetzlich verbriefte Anspruch auf Tarifautonomie nicht mehr wie bisher durch die Tarifparteien selbst und Richterrecht geregelt werden, sondern durch den Gesetzgeber, ist der Weg in Reglementierungen und Einschr&auml;nkungen des Streikrechtes nicht mehr weit. Wohin die Reise dann gehen wird, machen die Forderungen aus Wirtschaft und CDU deutlich. Tarifautonomie und Streikrecht sollen eingeschr&auml;nkt werden- insbesondere durch lange Zeiten der Vorank&uuml;ndigung, Zwangsschlichtungen oder Zul&auml;ssigkeit von Streiks erst als &bdquo;Ultima Ratio&ldquo;. Deine wiederholten Beteuerungen, dies sei mit der SPD nicht zu machen, klingen eher wie das &bdquo;Pfeifen im Walde&ldquo;. Wie sollen denn die daf&uuml;r erforderlichen politischen Mehrheiten innerhalb und au&szlig;erhalb der SPD in der Zukunft sichergestellt werden? Die Umfragewerte der SPD d&uuml;rften jedenfalls zu Optimismus wenig Anlass geben.<br>\nDass Du als erkl&auml;rter Exponent des &bdquo;linken Fl&uuml;gels&ldquo; der SPD in den Chor der Rechtfertigung des Tarifeinheitsgesetzes lautstark einstimmst, l&auml;sst mich an der Zukunftsf&auml;higkeit der SPD erheblich zweifeln. Dies gilt insbesondere, wenn Du als besonders wichtig hervorhebst, dass die Gewerkschaften und Arbeitnehmer in den vergangenen f&uuml;nf Jahrzehnten mit dem Prinzip &bdquo;Ein Betrieb- eine Gewerkschaft&ldquo; bis zur Aufgabe des Prinzips der Tarifeinheit durch das Bundesverfassungsgericht 2010 gut gefahren seien. Au&szlig;erdem f&uuml;lle das Tarifeinheitsgesetz eine Gesetzesl&uuml;cke, wie vom Bundesverfassungsgericht angemahnt.<br>\nIch hatte w&auml;hrend meiner 25-j&auml;hrigen Mitgliedschaft im Bundesvorstand der SPD meine Aufgabe auch immer darin gesehen, meinen Beitrag zur Anpassung unserer SPD Politik an die ver&auml;nderten Wirtschafts- und Sozialbedingungen im Interesse der Arbeitnehmer zu leisten. Dabei ist seit Jahren eine zunehmende Erosion der Tariflandschaft und des Normalarbeitsverh&auml;ltnisses erfolgt. Auch Tarifautonomie und Tarifpolitik k&ouml;nnen hieran nicht vorbeigehen. Tarifpluralit&auml;t kann durchaus hilfreich sein, um Arbeitnehmern in den personenbezogenen Dienstleistungen mit unfairer Entlohnung und Arbeitsbedingungen eine wirksame gewerkschaftspolitische Interessenvertretung zu erm&ouml;glichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.engelen-kefer.de\/2015\/arbeit\/offener-brief-ralf-stegner\/\">Engelen-Kefer<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Spin Doctoring im GDL-Arbeitskampf<\/strong><br>\nAuch w&auml;hrend des soeben beendeten neunten Streiks der GDL war wieder eine &ldquo;Mobilmachung&rdquo; gegen die GDL zu beobachten. Dass das nicht von ungef&auml;hr kommt, sondern von handfesten Interessen herr&uuml;hrt, zeigt ein Blick hinter die Kulissen: Bundesregierung, Deutsche Bahn, die Spitzen der &ldquo;Gro&szlig;gewerkschaften&rdquo; IGM und IG BCE und die DGB-Spitze selbst, die EVG und nicht zuletzt die Konzerne und Banken &ndash; sie alle hatten und haben ein jeweils eigenes, konkretes Interesse daran, die GDL &ldquo;totzuverhandeln&rdquo;, in immer neue Streiks und m&ouml;glichst in eine schwere Niederlage zu treiben. Gleichzeitig agieren die f&uuml;hrenden Medien wie gleichgeschaltet. Sei es, weil das der Chefredaktionslinie entspricht. Sei es, weil eine wirksame Opposition im Lande weitgehend fehlt. Oder sei es, weil die Materie vielen Medienleuten einfach zu kompliziert erscheint. Jens Wernicke sprach mit dem Bahnexperten Winfried Wolf, der die &ldquo;STREIKZEITUNG &ndash; JA zum GDL-Arbeitskampf &ndash; NEIN zum Tarifeinheitsgesetz&rdquo; herausgibt, &uuml;ber Hintergr&uuml;nde und Geschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45015\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Man sollte an dieser Stelle noch einmal ganz klar darauf hinweisen, dass sich kein privates Unternehmen eine solche finanzielle Eigensch&auml;digung erlauben k&ouml;nnte. In diesem Arbeitskampf wird deutlich, wie stark die aktuelle Regierung einseitig Arbeitgeberinteressen vertritt. Die einzigen, die ein Interesse daran haben, Streiks pauschal als unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig etc. darzustellen, sind die gro&szlig;en Unternehmen. Jedoch k&ouml;nnten diese selber eine solch au&szlig;ergew&ouml;hnliche Konstellation wie in diesem Arbeitskampf niemals erzeugen, da das nur geht, wenn das Unternehmen massive finanzielle Einbu&szlig;en in Kauf nimmt. Hier kommt das Staatsunternehmen DB in doppelter Hinsicht gerade recht: Zum einen wird hier auf Kosten der Staates, also aller B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, Stimmung gegen das Streikrecht der Gewerkschaften, insbesondere der kleinen Spartengewerkschaften gemacht (die gro&szlig;en Gewerkschaften und der DGB sind ja selber schon gro&szlig;e Unternehmen geworden). Zum anderen kann die Privatwirtschaft auf diese Art und Weise der Bahn Gesch&auml;ftsanteile abgraben, was auf dem &ldquo;freien Markt&rdquo; so niemals m&ouml;glich gewesen w&auml;re. F&uuml;r die Privatwirtschaft ist das eine Win-Win-Situation, und die treibende Kraft dahinter ist die Bundesregierung bzw. diejenigen, die Einfluss auf diese haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Giftige Heringe<\/strong><br>\nRezension. Der Chef der franz&ouml;sischen Linkspartei Jean-Luc M&eacute;lenchon hat eine Streitschrift gegen die deutsche Vorherrschaft in Europa verfasst. Der Zeitpunkt war gut gew&auml;hlt. Einen Tag vor dem 8. Mai, der in Frankreich arbeitsfreier Feiertag und als &raquo;Victoire&laquo; &uuml;ber den deutschen Faschismus und dessen Wehrmacht im Kalender vermerkt ist, erreichte die franz&ouml;sischen Buchl&auml;den eine Streitschrift. Sie tr&auml;gt den Titel &raquo;Le Hareng de Bismarck &ndash; Le poison allemand&laquo; (Bismarcks Hering &ndash; Deutsches Gift). Verfasser ist der Chef des Parti de Gauche (Linkspartei) Jean-Luc M&eacute;lenchon. Die Namenswahl geht auf ein Treffen Angela Merkels mit Fran&ccedil;ois Hollande am 10. Mai 2014 in Stralsund zur&uuml;ck. Damals f&uuml;hrte die Kanzlerin den Pr&auml;sidenten der R&eacute;publique fran&ccedil;aise in ihrem Wahlkreis in Vorpommern herum, lie&szlig; ihm ein Geschenk &uuml;berreichen und lud zur Schiffstour auf der Ostsee. Das Geschenk war ein Holzfass voller eingelegter Bismarckheringe, benannt nach dem Mann, der als &raquo;Eiserner Kanzler&laquo; die Franzosen vor nunmehr 140 Jahren schon einmal dem&uuml;tigte, indem er seinen Kaiser auf deren Territorium kr&ouml;nen lie&szlig;. Die Tour auf der Ostsee wiederum fand statt auf einem Schiff namens &raquo;Nordwind&laquo;. So hie&szlig; indes auch schon die letzte Wehrmachtsoperation an der Westfront, unternommen im Januar 1945. Vergiftete Gabe und subtile Symbolik der Feindschaft, k&ouml;nnte man meinen. Jean-Luc M&eacute;lenchon sieht es jedenfalls so. Der Fall ist ihm allerdings nur Anlass, gegen die deutsche Vorherrschaft in Europa und gegen das deutsche Modell der Austerit&auml;t, das von Berlin zur Nachahmung nicht nur anempfohlen, sondern aufoktroyiert wird, zu streiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/05-23\/008.php\">Oskar Lafontaine in der Jungen Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bankenvirus aus &Uuml;bersee<\/strong><br>\nDie Banken machen weiter wie gehabt. Dabei haben sie die Schuldenkrise ausgel&ouml;st &ndash; und die Krisenl&auml;nder in den Ruin getrieben.<br>\nF&uuml;r die Bundesregierung und besonders f&uuml;r Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble ist die Sache klar: Die Griechen sind selbst schuld an ihrer Krise. Deutschland hat damit nichts zu tun, sondern weist nur auf das Offensichtliche hin: Wer keine Schulden macht, kommt in keine Schuldenkrise; und wer &uuml;berschuldet ist, muss sparen. Das ist eine sch&ouml;ne, weil bequeme Geschichte. Nur: Die Realit&auml;t ist ein wenig komplizierter.<br>\nUm das zu verstehen, muss man etwas in der Zeit zur&uuml;ckgehen und sich an das Finanzkrisenjahr 2009 erinnern. Damals waren nicht die angeblich so gierigen Griechen, sondern die gierigen deutschen Banken und ihre riesigen Verluste im Fokus von &Ouml;ffentlichkeit und Politik. Durch Fehlspekulationen auf dem US-Immobilienmarkt stand ein Gro&szlig;teil des deutschen Bankensystems vor dem Kollaps: Commerzbank und Hypo Real Estate wurden verstaatlicht, einige Landesbanken wurden geschlossen, ein gro&szlig;er Bankenrettungsfonds &ndash; der Soffin &ndash; wurde aufgelegt, und die Bundesregierung sprach gro&szlig;z&uuml;gige Garantien f&uuml;r Bankenschulden aus. Zur Rettung der Banken erh&ouml;hte die Regierung ohne mit der Wimper zu zucken die Staatsschulden um 305 Mrd. Euro &ndash; ganze elf Prozent des Bruttoinlandsprodukts!<br>\nDamals wurde allerdings kaum &ouml;ffentlich diskutiert, dass deutsche Banken nicht nur in den USA gro&szlig;z&uuml;gig und wenig risikobewusst Kredite vergeben hatten, sondern auch in den sp&auml;teren Eurokrisenl&auml;ndern Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien. Als dann die US-Krise einschlug und die Banken schnell viel Geld brauchten, fingen sie damit an, den Staaten und den Banken der europ&auml;ischen Peripheriel&auml;nder die vorher so gro&szlig;z&uuml;gig gew&auml;hrten Kredite zu k&uuml;ndigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/meinungen\/bankenvirus-aus-uebersee.html\">Fabian Lindner in Capital<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sch&ouml;ne, neue Arbeitswelt<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Vier Menschen gegen drei Streifen<\/strong><br>\nWer f&uuml;r die Firma adidas in leuchtendem Trikot &uuml;ber den Fu&szlig;ballplatz l&auml;uft, kriegt daf&uuml;r viel Geld. Doch Mitarbeiter in Niedersachsen werden behandelt wie Untertanen.<br>\nWer nicht genau hinschaut, k&ouml;nnte Roma Korytkowska f&uuml;r eine undankbare Frau halten. Sie hat einen Job in einem der glamour&ouml;sesten deutschen Unternehmen. Drei Streifen reichen aus, und jeder wei&szlig;, wer gemeint ist: adidas. Sie wohnt in einer kleinen Wohnung in Bramsche, Niedersachsen, sie bekommt Rabatt auf die adidas-Kleidung, die sie kaufen m&ouml;chte, sie wird bezahlt. Was also erregt Roma Korytkowska?<br>\nWer genau hinschaut, wird mit einer Welt konfrontiert, die eher an die Arbeitsbedingungen zur Fr&uuml;hzeit der Industrialisierung erinnert als an ein deutsches Dax-Unternehmen im Jahr 2015. Es geht um eine gesetzliche M&ouml;glichkeit, mit deren Hilfe die Arbeiter viel weniger verdienen sollen, als ihnen eigentlich zusteht. Es geht um Menschen, die schwer zu Schaden gekommen sind, um Menschen, die wie Rechtlose behandelt werden.<br>\nRoma Korytkowska und viele ihrer Kollegen m&ouml;chten sich diese Unterdr&uuml;ckung nicht l&auml;nger gefallen lassen. Ihre Versuche, intern etwas zu bewegen, sind gescheitert. Jetzt wollen sie adidas &ouml;ffentlich auffordern, etwas zu ver&auml;ndern. Vier von ihnen nennen deswegen ihren Namen und zeigen ihr Gesicht in der ZEIT.<br>\nDie Arbeiter, die hier zu Wort kommen, sind nicht bei adidas angestellt, obwohl sie alle im adidas-Logistikzentrum arbeiten. Sie sind bei den Leiharbeitsfirmen Manpower und Olympia Personaldienstleistungen besch&auml;ftigt, Olympia ist Teil der europaweiten Otto Work Force. Adidas ist als entleihendes Unternehmen daf&uuml;r zust&auml;ndig, wie die Arbeiter eingesetzt werden, was sie tun m&uuml;ssen, auch daf&uuml;r, dass ihre Arbeitszeiten und -pausen eingehalten werden. So eng verbandelt sind adidas und die beiden Personaldienstleister, dass adidas, mit den Vorw&uuml;rfen konfrontiert, nicht nur f&uuml;r sich selbst, sondern auch f&uuml;r seine Dienstleister antwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/21\/adidas-arbeitsbedingungen\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>H&auml;ppchen-Jobs f&uuml;r ein Taschengeld<\/strong><br>\nRein in den Supermarkt, mit dem Smartphone ein paar Fotos vom K&uuml;hlregal schie&szlig;en und einen kurzen Text eintippen &ndash; viele Gelegenheitsjobs aus der digitalen Arbeitswelt dauern nur ein paar Minuten.<br>\n&Uuml;bers Internet klaubt sich eine neue Schicht von Netz-Arbeitern Kleinst-Auftr&auml;ge zusammen und erledigt sie praktisch zu jeder Zeit und von jedem Ort aus. Das beschleunigt die Auslagerung von Aufgaben aus Unternehmen und wirft auch viele Regulierungsfragen auf. Vor allem die Gewerkschaften reagieren besorgt.<br>\nAlleine in Deutschland gibt es inzwischen Hunderttausende solcher digitalen Microjobber. Sie fotografieren in Gesch&auml;ften Waren und Plakate oder Speisekarten in Restaurants, kategorisieren Produkte f&uuml;r Online-Kataloge, bewerten Serviceleistungen und registrieren &Ouml;ffnungszeiten. Aber auch anspruchsvollere Aufgaben unter dem Stichwort &bdquo;Crowdsourcing&ldquo; &ndash; zusammengesetzt aus &bdquo;Crowd&ldquo; f&uuml;r Masse und &bdquo;Outsourcing&ldquo; f&uuml;r Auslagern &ndash; warten auf Internetnutzer, wie die Entwicklung von Produkten und Software.<br>\nOft sind die Aufgaben zerst&uuml;ckelt in kleine H&auml;ppchen und verteilt auf viele K&ouml;pfe weltweit, die miteinander um die lukrativsten Jobs konkurrieren. F&uuml;r die Auftraggeber kann sich das lohnen: Bei manchen Plattformen k&ouml;nnen sie sich aus den von Crowdworkern angebotenen Arbeiten die Rosinen herauspicken. Oft spart die Vergabe der Mini-Arbeiten auch Zeit und Geld. Die Lebensmittel-Konzerne etwa mussten fr&uuml;her zahllose Au&szlig;endienstler im ganzen Land umherschicken, um zu pr&uuml;fen, wie ihre Werbeaktionen bei den Kunden ankommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/haeppchen-jobs-fuer-ein-taschengeld-heer-der-crowdworker-waechst-\/11817386.html\">Wirtschaftswoche<\/a><\/li>\n<li><strong>Seit Wochen ohne Lohn Abermals rum&auml;nische Arbeiter geprellt<\/strong><br>\nDas Frankfurter Europaviertel w&auml;chst und gedeiht. Bauherrn wie Immobilienfirmen haben Grund zur Freude. Nicht so die rum&auml;nischen Arbeiter, die dort protestierten. Sie sind seit Wochen nicht entlohnt worden.<br>\nSchon sein unsicherer Blick verr&auml;t, dass Adrian Trandafir lieber auf der Baustelle arbeiten als davor protestieren w&uuml;rde. Doch der verheiratete Vater zweier Kinder hat sich an diesem Morgen zusammen mit 40 Kollegen dazu durchgerungen, weil er sich nicht mehr anders zu helfen wei&szlig;. Er hat seit Wochen keinen Lohn mehr bekommen. Geld, auf das nicht nur er, sondern auch seine Familie in Rum&auml;nien angewiesen ist, wie er sagt. Der Mann mit schwarzen Haaren, blauen Augen und von Wind und Wetter gegerbter Haut ist Alleinverdiener. Seine Frau und die beiden elf und 16 Jahre alten Kinder sind daheim in Constanta geblieben. Die Stadt liegt am s&uuml;d&ouml;stlichen Zipfel von Rum&auml;nien, unmittelbar am Schwarzen Meer.<br>\nMit dem Bus dauert die Reise nach Frankfurt eineinhalb Tage, sie kostet 150 Euro. Schon dieses Geld m&uuml;ssen sich die Arbeiter oft erst einmal leihen und darauf hoffen, dass sie es dann in Deutschland schnell wieder verdienen. Versprochen werden gut 14 Euro Stundenlohn. Tats&auml;chlich aber liegt das Entgelt nicht selten darunter, berichten die Arbeiter. Die wirkliche Arbeitszeit ist kaum zu pr&uuml;fen, und wenn noch Kosten f&uuml;r Unterk&uuml;nfte abgezogen werden, sind Manipulationen T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet. Generalunternehmer der Baustelle an der Hattersheimer Stra&szlig;e am Rande des Europaviertels in Frankfurt ist die D &amp; B Bau GmbH aus Neustadt an der Weinstra&szlig;e. Sie wiederum geh&ouml;rt zur Demathieu-&amp;-Bard-Gruppe in Frankreich.<br>\nDie Ausf&uuml;hrung des Baus hat D &amp; B Bau allerdings einem Offenbacher Unternehmen &uuml;bertragen. Sie hat die Lohnsumme zwar von der D &amp; B Bau nach deren Angabe in voller H&ouml;he kassiert, das Geld aber nicht oder nur zu einem Bruchteil an die rum&auml;nischen Bauarbeiter ausgezahlt. Alles in allem stehen rund 200.000 Euro an L&ouml;hnen aus, hat die IG Bau errechnet. Zudem hat das Offenbacher Subunternehmen die Miete f&uuml;r Unterk&uuml;nfte der Wanderarbeiter nach Angaben der Gewerkschaft nicht bezahlt &ndash; mit der Folge, dass mehr als 20 von ihnen zun&auml;chst keine Bleibe mehr hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/frankfurt-abermals-arbeiter-um-den-lohn-geprellt-13608104.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Im Dialog: Michael Krons mit Michael Hartmann<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft boomt, die Arbeitslosigkeit sinkt und dennoch geht die soziale Schere immer weiter auseinander. Wie kann das sein? Dar&uuml;ber spricht phoenix-Moderator Michael Krons im Dialog mit dem Elitenforscher Prof. Michael Hartmann von der TU Darmstadt.<br>\nVom Aufschwung profitiert Hartmann zufolge nur ein geringer Teil der Bev&ouml;lkerung. W&auml;hrend die oberen 20 Prozent ihr Verm&ouml;gen durch steigende Aktien- und Immobilienpreise vermehren k&ouml;nnen, fehle der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung daf&uuml;r &bdquo;schlicht und ergreifend die Grundlage&ldquo;. In diesem Zusammenhang kritisiert Hartmann das mangelnde Bewusstsein wohlhabender Deutscher f&uuml;r die Realit&auml;ten im Rest des Landes. Die sogenannte &bdquo;Kernelite&ldquo; der Bundesrepublik stamme in der Regel aus gutsituierten Familien und nehme die Welt vollkommen anders wahr. Dies f&uuml;hrt dazu, dass sich Teile des oberen Endes der Gesellschaft ihren sozialen Verpflichtungen zunehmend entziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/965400\">Phoenix<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Deutschland braucht mehr Arbeitskr&auml;fte<\/strong><br>\nDer deutschen Wirtschaft werden bis zum Ende des Jahrzehnts rund 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte fehlen. Das besagt eine neue Studie, die der F.A.Z. vorliegt. Der gr&ouml;&szlig;te Mangel wird nicht an Akademikern bestehen.<br>\n&Ouml;konomen debattieren derzeit heftig dar&uuml;ber, welche Folgen die zunehmende Digitalisierung und die Vernetzung der Produktion (Industrie 4.0) auf den Arbeitsmarkt haben k&ouml;nnten. Dass diese Entwicklungen viele Besch&auml;ftigungsformen in Frage stellen oder gar &uuml;berfl&uuml;ssig machen werden, stellt kaum jemand in Frage. Die Frage ist, welche Arbeitspl&auml;tze betroffen sein werden und welche neuen T&auml;tigkeiten aus dem Wandel entstehen. Zu h&ouml;ren ist auch die These, dass dadurch die Folgen des demographischen Wandels in Deutschland, wo in den kommenden Jahren Millionen Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, abgefedert werden k&ouml;nnen. Im besten Fall k&ouml;nnte der bislang prognostizierte Fachkr&auml;ftemangel dadurch vielleicht sogar ausfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/neue-prognose-deutschland-braucht-mehr-arbeitskraefte-13603140.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><strong>Dazu aber: Fachkr&auml;ftesituation in Deutschland<\/strong><br>\nAktuell zeigt sich nach der Analyse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit kein fl&auml;chendeckender Fachkr&auml;ftemangel in Deutschland. Es gibt jedoch Engp&auml;sse in einzelnen technischen Berufsfeldern sowie in Gesundheits- und Pflegeberufen. Im Zuge der moderateren wirtschaftlichen Entwicklung seit 2013 und steigender Studienabsolventenzahlen hat sich die Engpasssituation in zahlreichen Mangelberufen etwas entspannt. Die Probleme zeigen sich aber weiterhin. Gegen&uuml;ber der letzten Analyse vom Juni 2014 ist neu hinzugekommen ein Mangel an Fachkr&auml;ften im Bereich der Medizin-, Orthop&auml;die- und Rehatechnik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Navigation\/Statistik\/Arbeitsmarktberichte\/Fachkraeftebedarf-Stellen\/Fachkraeftebedarf-Stellen-Nav.html%20\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Obwohl die zust&auml;ndige Bundesagentur ausdr&uuml;cklich schreibt, dass &bdquo;kein fl&auml;chendeckender Fachkr&auml;ftemangel&ldquo; existiert, berichtet FAZ-Redakteur Astheimer das Gegenteil. Eine Prognose ist eine Prognose und eben nicht die tats&auml;chliche Zukunft. Fazit: Die FAZ beteiligt sich an der Legende des Fachkr&auml;ftemangels.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Dobrindts &ldquo;Win-win-win&rdquo;-Plan f&uuml;r das Stra&szlig;ennetz<\/strong><br>\nVerkehrsminister Dobrindt will, dass Investoren, wie Versicherer und Fonds, 14 Milliarden Euro in Fernstra&szlig;en stecken. Die rasche Fertigstellung von Bauprojekten ist aber nur eines seiner Ziele.<br>\nWenn es nach Alexander Dobrindt geht, k&ouml;nnen Autofahrer demn&auml;chst auf der A3 nachschauen, was ihre Lebensversicherung macht. Denn der Bundesverkehrsminister will es zwischen dem Kreuz Biebelried und F&uuml;rth\/Erlangen erm&ouml;glichen, dass sich Versicherungen oder Pensionsfonds am sechsspurigen Ausbau der Autobahn beteiligen. F&uuml;r denkbar h&auml;lt das der CSU-Politiker ebenfalls bei der Elbquerung der A20 bei Gl&uuml;ckstadt.<br>\nSogar auf einer Bundesstra&szlig;e: Auch der Neubau der B247 zwischen Bad Langensalza und der A38 in Th&uuml;ringen z&auml;hlt zu den insgesamt zehn Stra&szlig;enbauprojekten, mit denen Dobrindt eine neue Generation solcher &Ouml;ffentlich-Privater Partnerschaften (&Ouml;PP) ins Leben rufen will. &ldquo;In Deutschland entsteht dadurch ein neuer Markt f&uuml;r institutionelle Anleger: Sie k&ouml;nnen ihr Kapital langfristig, stabil und sicher in die deutsche Verkehrsinfrastruktur investieren&rdquo;, sagte Dobrindt der &ldquo;Welt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article141430011\/Dobrindts-Win-win-win-Plan-fuer-das-Strassennetz.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist inzwischen mehrfach nachgewiesen, dass sich sogenannte PPP nicht rechnet und am Ende sogar mehr Kosten verursacht als eine &ouml;ffentliche Finanzierung der Bauvorhaben. Hier sollen also klar die Interessen der Finanzindustrie bedient und Steuergelder in private Taschen umgeleitet werden. Da fragt man welchen Interessen sich der Verkehrsminister Dobrindt eigentlich verpflichtet f&uuml;hlt? Und man muss kein Prophet sein um vorherzusagen, dass nach Dobrindts politischer Karriere sicher ein lukrativer Posten in der Privatwirtschaft bereit stehen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Israel und Pal&auml;stina<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wer wird Israel erretten?<\/strong><br>\nDIE SCHLACHT  ist beendet. Der Staub hat sich gelegt. Eine neue Regierung &ndash; zum Teil l&auml;cherlich, zum Teil erschreckend &ndash; ist installiert worden. Es ist Zeit, Inventur zu machen.<br>\nDas reine Ergebnis ist, dass Israel allen Anspruch auf Frieden,  aufgegeben hat und dass die israelische Demokratie einen Schlag erlitten hat, von dem sie sich vielleicht nicht erholen d&uuml;rfte.<br>\nDIE ISRAELISCHEN REGIERUNGEN &ndash; mit der m&ouml;glichen Ausnahme  von Yitzhak Rabin &ndash;haben nie wirklich Frieden gew&uuml;nscht. Den Frieden, der m&ouml;glich ist. Frieden bedeutet nat&uuml;rlich  festgelegte endg&uuml;ltige Grenzen. In der Gr&uuml;ndungs-Erkl&auml;rung des Staates, die  von David Ben Gurion am 14. Mai 1948 in Tel Aviv vorgelesen wurde, wurde  jede Erw&auml;hnung von Grenzen absichtlich weggelassen. Ben Gurion war nicht bereit, Grenzen zu akzeptieren, die von der UN-Teilungsresolution festgelegt worden waren     , weil sie nur f&uuml;r einen winzigen j&uuml;dischen Staat vorgesehen war. Ben Gurion sah voraus, dass die Araber einen Krieg beginnen w&uuml;rden, und er war entschlossen, diesen dazu zu ben&uuml;tzen, um  das Staatgebiet zu vergr&ouml;&szlig;ern.<br>\nDies geschah tats&auml;chlich. Als der Krieg  von  1949 mit einem Abkommen und einer  Waffenstillstandslinie endete, die auf den endg&uuml;ltigen Linien des Endkampfes basierten, h&auml;tte Ben Gurion sie als Endgrenzen anerkennen k&ouml;nnen. Er weigerte sich aber Israel ist ein Staat ohne Grenzen  &ndash; vielleicht der einzige in der Welt.<br>\nDies ist einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r die Tatsache, dass Israel kein Friedensabkommen mit dem pal&auml;stinensischen Nation hat. Es unterzeichnete offizielle Friedensabkommen mit &Auml;gypten und Jordanien, die sich auf international anerkannte Grenzen zwischen dem fr&uuml;heren britischen Mandat von Pal&auml;stina und seinen Nachbarn gr&uuml;ndeten. Keine  Grenzen werden zwischen Israel und der undefinierten pal&auml;stinensischen Entit&auml;t akzeptiert. Alle israelischen Regierungen haben sich immer geweigert, anzuzeigen, wo solche Grenzen  verlaufen sollten. Das hoch gelobte Oslo-Abkommen war keine Ausnahme. Auch Rabin weigerte sich, eine endg&uuml;ltige Grenze zu ziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uri-avnery.de\/news\/334\/17\/Wer-wird-Israel-erretten\">Uri Avnery<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Der Kommentar von Uri Avnery vom 23. Mai 2015 zur politischen Situation nach der neuen Regierungsbildung in Israel ist lesenswert. Avnery stellt fest, mit Ausnahme der Regierung Rabin habe keine bisherige israelische Regierung den Frieden wirklich gew&uuml;nscht. Die Erw&auml;hnung von Grenzen des israelischen Staatsgebietes sei immer vermieden worden. Er r&auml;umt auch auf mit dem Aberglauben, Israel sei die einzige Demokratie im Nahen Osten. Mit einem der Schl&uuml;sselw&ouml;rter im Nazi-Lexikon, Gleichschaltung, beschreibt er die in Israel sichtbare Tendenz der Beherrschung der Medien und des Erziehungswesens.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Israelischer Kolonialismus &ndash; schlicht und einfach<\/strong><br>\nDie beiden Gerichtsentscheidungen, die damit besch&auml;ftigt sind , Pal&auml;stinenser von ihrem Land zu treiben, haben dem Obersten Gerichtshof  best&auml;tigt, was Israels Kritiker  sagen: dass Israel seit 1948 ein Kolonialstaat ist<br>\nEs gibt eine gerade Linie, die die pal&auml;stinensischen D&ouml;rfer von Sussia in der s&uuml;dlichen Westbank und Umm al-Hiram, ein Beduinendorf im Negev verbindet. Dies wurde  in der letzten Woche von den Richtern des Obersten Gerichtshofes hervorgehoben. Dies sind zwei Gemeinden  von Pal&auml;stinensern, die der j&uuml;dische Staat vor Jahrzehnten von ihrem Wohnort und ihren Feldern vertrieben hat und deren Bewohner seitdem in  nicht anerkannten D&ouml;rfern unter sch&auml;ndlich menschlichen  Bedingungen leben und zwar von der israelischen Regierung gezwungen. Die eine Gemeinde siedelte auf ihrem Land und die andere in ein Gebiet, das die Regierung ihr w&auml;hrend der fr&uuml;hen Jahre des Staates gab, als die arabischen B&uuml;rger unter ihrer milit&auml;rischen Herrschaft waren.<br>\nVon diesen beiden pal&auml;stinensischen Gemeinschaften, die Israel ihrer Planungsrechte beraubt hat, wird verlangt , dass sie sich jetzt zwischen der Siedlung dort ansiedeln, wo man es ihnen sagt: So k&ouml;nnen sich die Juden ihre W&uuml;nsche erf&uuml;llen und ihre  neuen sich ausdehnenden st&auml;dtischen Phantasien austoben.<br>\nDie Richter haben dem Staat erlaubt, diese beiden pal&auml;stinensischen Gemeinden zu zerst&ouml;ren, die nur gerade 25 km voneinander entfernt liegen, aber durch die Grenze von 1967 , der gr&uuml;nen Linie getrennt sind. Am 4. Mai erlaubte der Richter Noam Sohlberg dem Staat, dem Milit&auml;r und der IDF &ndash;Zivil-Verwaltung die Zelte, Blechh&uuml;tten und  St&auml;lle zu zerst&ouml;ren. Die Gemeinde  &uuml;bergab der Zivilverwaltung eine Petition, um diesen vorbereiteten Plan zur&uuml;ck zu weisen. Und was w&auml;re nat&uuml;rlicher, als mit dem Zerst&ouml;ren der H&uuml;tten aufzuh&ouml;ren. , w&auml;hrend die Verhandlungen vor Gericht noch weitergehen? Aber ohne eine Anh&ouml;rung, wies der Richter die Forderung zur&uuml;ck, die die Dorfvertreter  &ndash; die Rabbiner f&uuml;r Menschenrechte  aufgesetzt hatten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150526_zu_hinweisteile_ahass_israelischer_kolonialismus.pdf\">Amira Haas (Haaretz) [PDF &ndash; 61 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mein &Uuml;berleben bedeutet f&uuml;r mich nicht Gl&uuml;ck, sondern Verpflichtung<\/strong><br>\nArgyris Sfountouris, der als knapp 4-j&auml;hriger beim SS-Massaker im griechischen Distomo am 10.6.1944 seine Eltern und 30 weitere Verwandte verlor, k&auml;mpft gegen die &ldquo;Distomo-L&uuml;ge&rdquo; und f&uuml;r eine Entsch&auml;digung durch Deutschland.<br>\nEinst&uuml;ndiges Gespr&auml;ch auf NDR INFO, hier der Link auf die Sendung zum Nachh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/sendungen\/talk\/Der-Talk,sendung360978.html\">NDR Info<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einmal Demokratie, bitte<\/strong><br>\nDer Bundesnachrichtendienst f&uuml;hrt erkennbar ein Eigenleben. Eine Demokratie kann sich keinen Geheimdienst leisten, bei dem Abschottung vor Kontrolle geht.<br>\nZwei Tage, f&uuml;nf Zeugen und das Bild des Bundesnachrichtendienstes als eine gut funktionierende deutsche Beh&ouml;rde ist bis ins Mark ersch&uuml;ttert. Was die Abgeordneten am Mittwoch und Donnerstag im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages zu Tage f&ouml;rderten, h&auml;tte Amtsleiter Gerhard Schindler vor Scham rot werden lassen m&uuml;ssen.<br>\nEin Sachbearbeiter, der drei Wochen lang ohne konkreten Auftrag Suchbegriffe der Amerikaner aus den BND-Systemen l&ouml;scht. Ein Abteilungsleiter, der nicht mal auf die Idee kommt, seine Mitarbeiter nach Missst&auml;nden zu fragen. Zwei Unterabteilungsleiter, von denen der eine nichts h&ouml;ren und nichts sehen wollte und der andere offenbar alles tat, um die Spuren der problematischen Suchbegriffe zu verwischen, mit denen die Amerikaner deutsche Interessen verletzt haben. Sensible Dateien werden ausgedruckt, und verschwinden spurlos. Der Rechner, auf dem die Dateien erstellt wurden, wird &ldquo;plattgemacht&rdquo;, wie es im Ausschuss hie&szlig;.<br>\nAuf allen Ebenen des BND gilt offenbar Abschottung als oberstes Gebot. Was ich nicht unbedingt wissen muss, will ich auch nicht wissen. Es mag in allen Geheimdiensten der Welt &auml;hnlich sein. Und doch: Auch ein Geheimdienst ist an Recht und Gesetz gebunden. Allemal in einer Demokratie muss er sich die Kontrolle des Parlamentes und damit der B&uuml;rger gefallen lassen. Er darf kein Eigenleben f&uuml;hren, in dem der Zweck alle Mittel heiligt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bnd-affaere-einmal-demokratie-bitte-1.2490687\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu: Gef&auml;hrdung der Verfassung geht vom Staat aus<\/strong><br>\nAcht B&uuml;rgerrechtsorganisationen ziehen eine kritische Bilanz zum Umgang mit B&uuml;rger- und Menschenrechten in Deutschland im Jahr 2014. Seinen Schwerpunkt legt der Bericht auf die Sp&auml;haff&auml;re durch NSA und BND. Selbst zwei Jahre nach den Enth&uuml;llungen durch Edward Snowden habe sich in Fragen der Menschenw&uuml;rde und der informellen Selbstbestimmung nichts getan, erkl&auml;rte Constanze Kurz, Datenschutz-Expertin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs, bei der Pr&auml;sentation des alternativen Verfassungsschutzberichts in Karlsruhe.<br>\nIm Gegenteil: Durch technisierte Aussp&auml;hung und &Uuml;berwachung werde immer hemmungsloser in die Grundrechte eingegriffen. &ldquo;Es steht leider zu erwarten, dass wir auch 2015 noch tiefer in die Abgr&uuml;nde der &Uuml;berwachung blicken m&uuml;ssen&rdquo;, so Kurz<br>\n&ldquo;Die Gef&auml;hrdung der Verfassung geht vom Staat aus&rdquo;, hei&szlig;t es in der Einleitung zum aktuellen Grundrechte-Report, den die B&uuml;rgerrechtler heute in Karlsruhe vorgestellt haben. Dieser erscheint seit 1997 j&auml;hrlich und versteht sich als &ldquo;alternativer Verfassungsschutzbericht&rdquo;. Zu den Verfassern geh&ouml;ren die Humanistische Union, die Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte und die Neue Richtervereinigung. Sie wollen aufzeigen, in welchen Bereichen &ldquo;staatliche Beh&ouml;rden Grundgesetz und Grundrechte immer wieder verletzen&rdquo;.<br>\nHarsche Worte findet in dem Report der Bremer Jurist und Publizist Rolf G&ouml;ssner. Er kritisiert, dass der BND aus der Sp&auml;haff&auml;re gest&auml;rkt hervorgehe, die &Uuml;berwachungsmaschinerie also noch aufger&uuml;stet werden solle. In Bezug auf die Einstellung eines Ermittlungsverfahrens wegen der massenhaften &Uuml;berwachung schreibt er von &ldquo;Realit&auml;tsverleugnung&rdquo; und &ldquo;regierungsamtlich organisierter Verantwortungslosigkeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/alternativer-verfassungsschutzbericht-gefaehrdung-der-verfassung-geht-vom-staat-aus-1.2490163\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.humanistische-union.de\/nc\/aktuelles\/aktuelles_detail\/back\/aktuelles\/article\/die-gefaehrdung-der-verfassung-geht-vom-staat-aus\/#\">Grundrechte-Report 2015<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>BND\/NSA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Geheimdienst: US-Senat stoppt Reform der NSA-Massen&uuml;berwachung<\/strong><br>\nDer US-Senat hat am fr&uuml;hen Samstagmorgen eine Geheimdienstreform abgelehnt. Die Senatoren hatten &uuml;ber die Vorschl&auml;ge einer Expertenkommission abgestimmt, die US-Pr&auml;sident Barack Obama bestellt hatte. Das Ziel: ein Ende der massiven Aussp&auml;hung von Amerikanern durch den Geheimdienst NSA.<br>\nNachdem das US-Repr&auml;sentantenhaus in der vergangenen Woche mit &uuml;berraschend klarer Mehrheit f&uuml;r eine solche NSA-Reform gestimmt hatte, kam der Entwurf nun nicht durch den Senat. Die n&ouml;tige Stimmenzahl wurde knapp verfehlt. Widerstand gibt es vor allem aufseiten der Republikaner, insbesondere eine Gruppe um den republikanischen Mehrheitsf&uuml;hrer Mitch McConnell stellt sich quer.<br>\nRegierungssprecher Josh Earnest hatte die Senatoren am Freitag aufgerufen, der Vorlage des Repr&auml;sentantenhauses zuzustimmen. Dieser &ldquo;USA Freedom Act&rdquo; sieht vor, dass k&uuml;nftig die NSA nicht mehr selbst Telefon-Metadaten speichern darf. Dies sollen vielmehr private Telefongesellschaften &uuml;bernehmen. (&hellip;)<br>\nDer Geheimdienst sp&auml;ht mit einer Reihe von Programmen die Telefon- und Internetkommunikation von Menschen rund um die Welt aus. Das millionenfache Datensammeln war 2013 durch den Whistleblower Edward Snowden enth&uuml;llt worden; auch das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel war im Visier. Pr&auml;sident Barack Obama hatte daraufhin vor &uuml;ber einem Jahr eine Reform angeregt, von der allerdings ausschlie&szlig;lich Amerikaner betroffen sind. Die Spionage in anderen L&auml;ndern wie Deutschland wird davon nicht ber&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/usa-freedom-act-us-senat-stoppt-reform-der-massenueberwachung-a-1035272.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es sind solche Entwicklungen, die die Frage aufwerfen, ob die USA Partner anderer Staaten wie Deutschland sind oder eben ganz andere, eigene Interessen verfolgen, die nicht deckungsgleich mit denen der &bdquo;Freunde&ldquo; oder &bdquo;Partner&ldquo; sein m&uuml;ssen.<\/em><br>\n<em>Es kann der Eindruck entstehen: Wer solche Regierungssysteme als &bdquo;Freunde&ldquo; auffasst, muss wohl kaum Angst vor feindlichen Systemen haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrdete Verfassung<\/strong><br>\nDer erste Satz im Grundrechte-Report ist ersch&uuml;tternd: &bdquo;Die Gef&auml;hrdung der Verfassung geht vom Staat aus.&ldquo; Doch der Satz steht dort vollkommen zu Recht. Ein Kommentar.<br>\nNa, das ist ja eine sch&ouml;ne &Uuml;berraschung: Beamte beim Bundesnachrichtendienst haben in den vergangenen Wochen unbekannte Dateien mit 459.000 Selektoren des US-Geheimdienstes NSA aus den Jahren 2005 bis 2008 aufgesp&uuml;rt. Mit diesen Suchkriterien sollten Firmen und wichtige Pers&ouml;nlichkeiten ausspioniert werden. Donnerwetter!<br>\nUrpl&ouml;tzlich tauchen diese Dateien auf, keiner wei&szlig; warum &ndash; und der BND-Chef Gerhard Schindler gibt nonchalant zu, dass sein Dienst bis August 2013 nicht systematisch gepr&uuml;ft habe, nach was die NSA suche. So sehr habe er den USA vertraut.<br>\nDas ist f&uuml;r einen Geheimdienstmann schon eine kuriose Aussage, zumal seit Jahrzehnten bekannt ist, dass die US-Dienste nicht nur ihre Feinde ausgeforscht haben. Allein wegen dieser unglaubw&uuml;rdigen Behauptung m&uuml;sste Schindler zur&uuml;cktreten und der BND endlich streng parlamentarisch kontrolliert werden.<br>\nDoch statt den Nachrichtendienst zu bremsen, will die Bundesregierung ihn modernisieren, wie nun auch der neue Grundrechte-Report belegt. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r den Verfassungsschutz, obwohl er nicht nur im Fall des Rechtsterrorismus des NSU vollkommen versagt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/aktuelle-kommentare\/verfassung-gefaehrdete-verfassung,30085308,30768844.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: &ldquo;Gef&auml;hrdung der Verfassung geht vom Staat aus&rdquo;<\/strong><br>\nAcht B&uuml;rgerrechtsorganisationen ziehen eine kritische Bilanz zum Umgang mit B&uuml;rger- und Menschenrechten in Deutschland im Jahr 2014. Seinen Schwerpunkt legt der Bericht auf die Sp&auml;haff&auml;re durch NSA und BND. Selbst zwei Jahre nach den Enth&uuml;llungen durch Edward Snowden habe sich in Fragen der Menschenw&uuml;rde und der informellen Selbstbestimmung nichts getan, erkl&auml;rte Constanze Kurz, Datenschutz-Expertin und Sprecherin des Chaos Computer Clubs, bei der Pr&auml;sentation des alternativen Verfassungsschutzberichts in Karlsruhe.<br>\nIm Gegenteil: Durch technisierte Aussp&auml;hung und &Uuml;berwachung werde immer hemmungsloser in die Grundrechte eingegriffen. &ldquo;Es steht leider zu erwarten, dass wir auch 2015 noch tiefer in die Abgr&uuml;nde der &Uuml;berwachung blicken m&uuml;ssen&rdquo;, so Kurz<br>\n&ldquo;Die Gef&auml;hrdung der Verfassung geht vom Staat aus&rdquo;, hei&szlig;t es in der Einleitung zum aktuellen Grundrechte-Report, den die B&uuml;rgerrechtler heute in Karlsruhe vorgestellt haben. Dieser erscheint seit 1997 j&auml;hrlich und versteht sich als &ldquo;alternativer Verfassungsschutzbericht&rdquo;. Zu den Verfassern geh&ouml;ren die Humanistische Union, die Internationale Liga f&uuml;r Menschenrechte und die Neue Richtervereinigung. Sie wollen aufzeigen, in welchen Bereichen &ldquo;staatliche Beh&ouml;rden Grundgesetz und Grundrechte immer wieder verletzen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/alternativer-verfassungsschutzbericht-gefaehrdung-der-verfassung-geht-vom-staat-aus-1.2490163\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>NSA-Aff&auml;re: SPD will Neuausrichtung des BND<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten wollen dem Bundesnachrichtendienst neue Grenzen setzen. Auch die Datenweitergabe an die NSA soll nach Informationen des SPIEGEL enger beschr&auml;nkt werden &ndash; allerdings mit drei Ausnahmen. (&hellip;)<br>\nKanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach Informationen des SPIEGEL am Mittwoch &uuml;ber die NSA-Aff&auml;re beraten. Das geheim tagende Gremium diskutierte etwa zwei Stunden lang die Frage, wie man mit dem Wunsch des Parlaments umgeht, die umstritten Selektorenlisten der NSA einzusehen, ohne eine Krise mit den USA auszul&ouml;sen. Die Regierung wollte sich zu dem Treffen nicht &auml;u&szlig;ern.<br>\nKanzleramtschef Peter Altmaier (CDU) versucht derzeit, die Parteien im Bundestag f&uuml;r die Idee eines Sonderermittlers zu gewinnen: eine &uuml;berparteiliche Pers&ouml;nlichkeit, die Einblick in die umstrittene Liste erhalten soll und anschlie&szlig;end eine Bewertung abgeben k&ouml;nnte. Mit einer Einigung wird jedoch erst f&uuml;r die n&auml;chste Sitzungswoche im Juni gerechnet. (&hellip;)<br>\nDas Sicherheitskabinett tagt nur selten. Im Jahr 2004 ordnete es nach den Terroranschl&auml;gen von Madrid die verst&auml;rkte &Uuml;berwachung des deutschen Zugverkehrs und der Grenzen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/nsa-affaere-spd-will-den-bnd-neu-ausrichten-a-1035117.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> &Uuml;berschrift und weite Teile des Artikels lenken vom brisanteren Teil des Inhalts ab: Den Umgang des Sicherheitskabinetts mit dem Thema. Das und die Erw&auml;gung des Einsatzes eines Sonderermittlers verdeutlichen die eingeschr&auml;nkte Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands. Lesen Sie dazu bitte erneut den Hinweis 1d Debatte um US-Spitzeleien: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26192#h01\">Ein Akt der Unterwerfung<\/a>&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: BND-Aff&auml;re: SPD setzt eine Art Ultimatum<\/strong><br>\nSPD-Generalsekret&auml;rin Fahimi fordert bis zum 8 Juni Klarheit, wie der Bundestag die Selektorenliste pr&uuml;fen kann<br>\nDie SPD &uuml;bt weiter Druck auf die Kanzlerin und die Union aus. Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi setzte nun &uuml;ber die Bild am Sonntag Merkel und dem Bundeskanzleramt eine Art Ultimatum, die von der NSA stammenden Selektorenlisten den f&uuml;r Geheimdienste zust&auml;ndigen Bundestagsgremien auch ohne Zustimmung der USA zu &uuml;bergeben, nachdem SPD-Chef Gabriel die Regierung, der er auch angeh&ouml;rt, ebenfalls in der BamS aufgefordert hat, endlich mehr &ldquo;R&uuml;ckgrat&rdquo; gegen&uuml;ber den USA zu zeigen.<br>\nDaraufhin hatte Unionsfraktionsvize schon einmal Neuwahlen ins Spiel gebracht, um die SPD daran zu erinnern, dass sie dann wohl verlieren und aus der Regierung ausscheiden k&ouml;nnte. Offenbar zog der Druck nicht, die SPD will hartn&auml;ckig bleiben und glaubt wohl, damit punkten zu k&ouml;nnen. Nach dem letzten DeutschlandTrend gehen fast Zweidrittel der Deutschen davon aus, dass Merkel sich nicht um Aufkl&auml;rung bem&uuml;ht. Tats&auml;chlich haben Merkel und die Union die angebliche Notwendigkeit der weiteren Zusammenarbeit mit den amerikanischen Geheimdiensten stets &uuml;ber eine Aufkl&auml;rung und Einstellung der Massen&uuml;berwachung gesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45022\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Es gibt bei der Polizei ganze Herden schwarzer Schafe<\/strong><br>\nEin Polizist missbraucht seine Gewalt? Das ist kein Einzelfall, sagt Thomas W&uuml;ppesahl, ehemaliger Kriminalbeamter und Sprecher der &ldquo;Kritischen Polizei&rdquo;. Solange es keine neutrale Ermittlungsbeh&ouml;rde gebe, werden Missbrauchsskandale wie in Hannover weiterhin passieren.<br>\nMiGAZIN: Seit der Missbrauchsskandal in Hannover aufgedeckt wurde, ist die &Ouml;ffentlichkeit ersch&uuml;ttert. Wie kann es dazu kommen, dass ein Polizist seine Macht missbraucht und einen Fl&uuml;chtling derart dem&uuml;tigt?<br>\nhomas W&uuml;ppesahl: Das passiert deshalb, weil die Kontrolle nicht vorhanden ist. Es gibt keine funktionierende Dienstaufsicht, die Staatsanwaltschaften gehen nicht nach ihren Aufgaben der Strafverfahrensordnung nach, also als neutrale Ermittlungsbeh&ouml;rde zu arbeiten, sondern sind parteiisch gegen&uuml;ber ihren Polizisten. Dar&uuml;ber hinaus sind die Innenminister schnell dabei, alles gesund zu beten. Die stellen sich, egal was passiert, vor ihre Polizei. Und die ver&ouml;ffentlichte Meinung ist auch nicht ganz unproblematisch, weil die Zeitungen t&auml;glich voll sind &uuml;ber Polizeiberichte aus den Polizeiredaktionen. Aber die Kollegen von dort k&ouml;nnen nicht kritisch berichten. Wenn sie das tun, werden sie ausgegrenzt, weil die Pressestellen der Polizei die Polizeireporter, die kritisch berichten, nicht mehr &uuml;ber n&auml;chste Durchsuchungsma&szlig;nahmen, Festnahmen und Aufschl&auml;ge jeglicher Art informieren.<br>\nIn Hannover wird jetzt vor allen Dingen darauf geguckt: Wer hat uns verraten? Wer ist zum NDR gegangen? Das ist ja auch schon bezeichnend, dass jemand zum NDR geht und nicht zur Staatsanwaltschaft oder zur Polizeidienststelle. Die Strukturen m&uuml;ssten in der Presse offensiver kommuniziert werden: Dass die Staatsanwaltschaften st&auml;ndig versagen, dass, selbst wenn ein Polizist vor Gericht gestellt wird, er den &ldquo;Polizeibonus&rdquo; hat. Und die Statistiken sind eindeutig: Wir haben ein Verh&auml;ltnis von unter 1 Prozent der beschuldigten Polizeibeamten, die &uuml;berhaupt vors Gericht gestellt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2015\/05\/22\/es-gibt-bei-der-polizei-ganze-herden-schwarzer-schafe\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wenn es gegen Herrn V. geht, gilt das deutsche Presserecht nicht mehr<\/strong><br>\nDie Bankrotterkl&auml;rung  des deutschen &bdquo;Qualit&auml;ts&ldquo;-Journalismus ist total. F&uuml;r die Fortsetzung ihrer Kampagne gegen den griechischen Finanzminister  ist ihnen jedes Mittel recht und Grunds&auml;tze des Journalismus sowie Presserecht gelten nicht mehr. Die Anti-Griechen-Schreiber merken dabei nicht einmal, wie sie sich selbst &uuml;berf&uuml;hren.<br>\nIn Missachtung einer Grundregel des Journalismus und des Presserechts haben sehr viele sogenannte Qualit&auml;tsmedien immer wieder Beleidigungen gegen den griechischen Finanzminister Yanis Vaourfakis vervielf&auml;ltigt, und zwar unter Verweis auf ein anderes Medium, das auf eine anonyme Quelle verweist, die von nicht genannten Ministern spricht, die diese Beleidigungen ausgesprochen haben sollen.<br>\nJeder andere, dem so etwas widerf&auml;hrt k&ouml;nnte klagen und h&auml;tte zweifellos Erfolg damit. Denn es widerspricht eklatant dem Presserecht, anonyme Beleidigungen zu vervielf&auml;ltigen, noch dazu, wie fast immer geschehen, ohne die Stellungnahme des Betroffenen einzuholen. Auch nachdem der Betroffene dementiert hatte, und ebenso der italienische Finanzminister &ouml;ffentlich die Geschichte als falsch bezeichnet hatte, wurden die Beleidigungen immer wieder wiederholt, auch das ein klarer Versto&szlig; gegen das Presserecht.<br>\nUnsere Medien treiben das Spiel sogar noch weiter. Ein amerikanisches Magazin, dem Varoufakis ein Interview gibt,  um sich zu verteidigen, schreibt nebenbei, er habe gesagt, er habe Mitschnitte von dem entsprechenden Treffen mit den angeblichen Beleidigungen, k&ouml;nne diese aber nicht &ouml;ffentlich machen, weil die Ministertreffen vertraulich seien. Varoufakis dementiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/#weiterlesen-3\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nicht vergessen: Heute Abend kommt &bdquo;Die Anstalt&ldquo;<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/die-anstalt\/die-anstalt-31443710.html\">Heute, Dienstag 26.05.2015, 22:15 &ndash; 23:00 Uhr ZDF<\/a><br>\nFrank L&uuml;decke, Tobias Mann und Christine Prayon sind die G&auml;ste.<br>\nZum Inhalt war von ansonsten gut unterrichteten Kreisen nur so viel zu erfahren: Das Thema der Sendung ist absolut geheim!\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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