{"id":26277,"date":"2015-05-29T16:25:19","date_gmt":"2015-05-29T14:25:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277"},"modified":"2015-05-29T16:25:19","modified_gmt":"2015-05-29T14:25:19","slug":"hinweise-des-tages-ii-199","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h01\">G7-Treffen als Inszenierung vom Wiederaufstieg Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h02\">Camerons Wunschliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h03\">Was das IMD-Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking &uuml;ber die Agenda der Euro-Eliten verr&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h04\">Katar ist auch in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h05\">Arbeitskr&auml;ftel&uuml;cke Kindermangel gef&auml;hrdet den Standort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h06\">Infos zum Kitastreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h07\">Besch&auml;mend! Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberale stimmen f&uuml;r TTIP-Schiedsgerichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h08\">Abschaltung der Atomkraftwerke: Stromversorgung in Deutschland bleibt sicher &ndash; Gro&szlig;e Herausforderungen bei R&uuml;ckbau und Endlagerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h09\">Bakterien als Energiespeicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h10\">Zivile Handelsschiffe retten zehn Mal mehr Fl&uuml;chtlinge als FRONTEX<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h11\">Konservative und die Homo-Ehe: Das letzte Gefecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h12\">Deutsche Doppelmoral bei Einreiseverboten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h13\">Camerons Sieg, Britanniens Spaltung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h14\">Nicht &uuml;ber Nacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h15\">Jean Ziegler: &ldquo;Gerechtigkeit ist eine Frage des Gewissens&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h16\">Die NSA-Priorit&auml;tenliste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277#h17\">Gregor Gysi auf den Punkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26277&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G7-Treffen als Inszenierung vom Wiederaufstieg Deutschlands<\/strong><br>\nGastgeber Wolfgang Sch&auml;uble nutzt das Treffen zur Schaustellung des neuen deutschen Selbstbewusstseins. Auch der Tagungsort ist hier Teil des Programms. So wird auf der Webseite des Bundesfinanzministers en passant die neueste deutsche Geschichtserz&auml;hlung verbreitet: &ldquo;Wie kaum eine andere deutsche Stadt steht Dresden f&uuml;r den erfolgreichen Wiederaufbau nach zwei Diktaturen und erfolgreichen Strukturwandel. Dresden ist ein symboltr&auml;chtiger Ort, um im G7-Kreis &uuml;ber die St&auml;rkung der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise zu beraten.&rdquo;<br>\nSolche Statements ignorieren jahrelange Diskussionen, die die Gleichsetzung von NS und DDR mit guten Argumenten ablehnten. [&hellip;]<br>\nGastgeber Sch&auml;uble vers&auml;umt auch in Dresden nicht, seinen Lieblingsgegner zu treten. Das ist Griechenland, seit die Mehrheit der dortigen Bev&ouml;lkerung sich erdreistet hatte, eine Regierung zu w&auml;hlen, die die Austerit&auml;tspolitik ablehnt, die wesentlich mit Sch&auml;uble verbunden ist. [&hellip;]<br>\nDie Absicht ist klar. Man will die gegenw&auml;rtige Regierung in die Enge treiben, bis entweder Syriza zerbricht oder die Bev&ouml;lkerung in Griechenland die Geduld verliert. So geht also die Demontage einer demokratisch gew&auml;hlten Regierung weiter, die nicht nach Deutschlands Pfeile tanzen will. [&hellip;]<br>\nBei den Debatten geht es nicht um die Interessen der gro&szlig;en Mehrheit der durch die Austerit&auml;tspolitik verarmten Teile der Bev&ouml;lkerung. Es geht nur darum, ob Griechenland die Schulden weiterhin abzahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45058\/1.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu: <strong>G7 ignoriert Eurokrise &ndash; fast<\/strong><br>\nFinanzminister Sch&auml;uble ging lieber in einen Gottesdienst, statt bei den G7- in Dresden sein gr&ouml;&szlig;tes Problem anzusprechen: Griechenland und die neue Eurokrise. Der Gastgeber will es offenbar totschweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/g7-ignoriert-eurokrise-fast\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Lost in EU<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Camerons Wunschliste <\/strong><br>\nPremierminister Cameron ist auf Tournee durch die Hauptst&auml;dte Europas, um die Chancen f&uuml;r eine Reform der EU zu sondieren &ndash; am heutigen Freitag trifft er Kanzlerin Merkel. Manche seiner Forderungen d&uuml;rften Widerhall im Kanzleramt finden. [&hellip;]<br>\nDer Gipfel k&ouml;nnte anderes noch wichtiger finden als die britischen W&uuml;nsche. Zum einen dr&auml;ngt nach Informationen der franz&ouml;sischen Zeitung &bdquo;Le Monde&ldquo; ein deutsch-franz&ouml;sisches Papier auf die Tagesordnung, das f&uuml;r mehr Integration in der Eurozone ohne Vertragsver&auml;nderung pl&auml;diert. Dies w&uuml;rde in sonderbarem Kontrast zu den britischen Vorschl&auml;gen stehen, die den europ&auml;ischen Bund eher lockern wollen und eine Vertragsver&auml;nderung f&uuml;r unumg&auml;nglich halten. Gef&uuml;rchtet wird in London auch, dass sich das n&auml;chste Treffen der Staats- und Regierungschefs zu einem weiteren Griechenland-Krisengipfel entwickeln k&ouml;nnte. Insbesondere ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone drohe den Zeitplan des Premierministers &uuml;ber den Haufen zu werfen, hei&szlig;t es in seinem Umfeld.<br>\nUnverzichtbar wirkt Camerons Wunsch, die Einwanderung aus EU-L&auml;ndern einzud&auml;mmen. Der Premierminister m&ouml;chte sie des Landes verweisen d&uuml;rfen, wenn sie nicht binnen eines halben Jahres eine Arbeitsstelle gefunden haben, und ihnen erst nach vier Jahren registrierter Arbeit Zugang zu staatlichen Unterst&uuml;tzungen verschaffen. F&uuml;r diese (und weitere) Ideen, die das Freiz&uuml;gigkeitsprinzip der EU betreffen, sieht London die Notwendigkeit einer Vertrags&auml;nderung, sagte Au&szlig;enminister Hammond am Donnerstag. Viele L&auml;nder, darunter Deutschland, sympathisieren mit der Richtung des britischen Vorsto&szlig;es, wollen aber nicht die Vertr&auml;ge &ouml;ffnen. Auch sto&szlig;en Camerons Pl&auml;ne in Osteuropa auf Ablehnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/premierminister-cameron-auf-europa-tour-13617498-p2.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Cameron will keinen Austritt&rdquo;<\/strong><br>\nDer britische Politologe Anthony Glees sieht im Streit um einen m&ouml;glichen EU-Austritt Gro&szlig;britanniens eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r David Cameron. &ldquo;Er muss die M&ouml;glichkeit eines Austritts anbieten, ohne den Austritt zu bewirken,&rdquo; sagte Glees im DLF. Denn Cameron selbst wolle, dass Gro&szlig;britannien in der EU bleibe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/grossbritannien-und-die-eu-cameron-will-keinen-austritt.694.de.html?dram:article_id=321125\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was das IMD-Wettbewerbsf&auml;higkeitsranking &uuml;ber die Agenda der Euro-Eliten verr&auml;t<\/strong><br>\nIn der Presseerkl&auml;rung des Business School IMD zu ihrem uns&auml;glichen World Competitiveness Jahrbuch sucht man den Hinweis vergebens. Versteckt in den Begleittexten im Internet erf&auml;hrt man, wenn man danach sucht, dass die Definition von Wettbewerbsf&auml;higkeit ge&auml;ndert wurde. Sie ist jetzt ebenso ehrlich wie entlarvend, auch was die Agenda der Euro-Politker angeht.<br>\nNun ist es also wieder quasi-amtlich. Die Schweiz und Deutschland haben an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren. Da muss man wohl wieder die L&ouml;hne k&uuml;rzen und die Steuern senken. Allerdings hat das, was die Lausanner Managerschmiede IMD da f&uuml;r 700 Franken aufw&auml;rts verkauft, der Kritik nicht standgehalten. Das kann man der ebenso gut versteckten, wie verschwurbelten Erl&auml;uterung eines Definitionswechsels entnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/383-imd-world-competitiveness-yearbook#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Katar ist auch in Deutschland<\/strong><br>\nDie geplante Fu&szlig;ball-WM in Katar steht in der Kritik: Viele Arbeiter bekommen nur Hungerl&ouml;hne, es gab Tote. Dabei g&auml;be es viele Gr&uuml;nde, sich auch &uuml;ber die Verh&auml;ltnisse auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu emp&ouml;ren, findet der Journalist Stephan Hebel.<br>\nVon Franz Beckenbauer stammt der legend&auml;re Satz: &ldquo;Ich habe noch keinen einzigen Sklaven in Katar gesehen.&rdquo; Und niemand wunderte sich wirklich. Die Ausbeutung von Menschen, die all die sch&ouml;nen Fu&szlig;ballstadien und Hotels und Shopping Malls in dem W&uuml;stenstaat bauen, geh&ouml;rt schlie&szlig;lich nicht zu den Spezialgebieten des derzeit einzigen deutschen Kaisers. Und wo er logiert, sind die Massenunterk&uuml;nfte der rechtlosen Billigl&ouml;hner nicht zu sehen.<br>\nF&uuml;r die meisten anderen Deutschen ist Katar weit weg, aber das hindert uns nicht, die Ignoranz des Kaisers offenbar mehrheitlich zu teilen. Wer regt sich dar&uuml;ber auf, dass auch hier, im angeblichen Land der sozialen Marktwirtschaft, Menschen f&uuml;r Hungerl&ouml;hne angeheuert und oft sogar ohne Bezahlung ausgebeutet werden?<br>\nHinter dem br&auml;sig genossenen und &auml;ngstlich zusammengehaltenen Wohlstand der Mehrheit verschwindet das Schicksal der gar nicht so kleinen Minderheit, auf deren Ausbeutung dieser Wohlstand zu gro&szlig;en Teilen beruht. Sediert vom Merkel-Mantra, es gehe &ldquo;uns&rdquo; gut, verschlie&szlig;en wir die Augen vor Verh&auml;ltnissen, die doch in Wahrheit vielen von &ldquo;uns&rdquo; bevorstehen k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ausbeutung-ohne-mindestlohn-katar-ist-auch-in-deutschland.1005.de.html?dram%3Aarticle_id=320991\">Stephan Hebel bei Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitskr&auml;ftel&uuml;cke Kindermangel gef&auml;hrdet den Standort<\/strong><br>\nDass hierzulande eine Arbeitskr&auml;ftel&uuml;cke droht, ist bekannt. Doch eine Vielzahl neuer Studien untermauert nun noch einmal das Problem: Mittlerweile ist Deutschland das Land mit den wenigsten Geburten auf der ganzen Welt. Ist das noch aufzufangen?<br>\nAn diesem Freitag ver&ouml;ffentlichten die Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaft BDO und die Unternehmensberatung BCG fast zeitgleich neue Studien, die vor den Folgen des demographischen Wandels f&uuml;r den Standort Deutschland warnen. Schon Ende Mai hatte die F.A.Z. &uuml;ber eine Prognos-Studie zum Thema berichtet. Der Tenor: Die Digitalisierung und Vernetzung in der Produktion k&ouml;nnen nicht ann&auml;hernd aufhalten, was Deutschland in den n&auml;chsten zwei Jahrzehnten bl&uuml;ht: eine betr&auml;chtliche L&uuml;cke an qualifizierten Arbeitskr&auml;ften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/beruf-chance\/arbeitswelt\/arbeitskraeftemangel-droht-wegen-geringer-geburtenrate-13618671.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Wie war der Spruch noch? &ldquo;Wiederhole eine L&uuml;ge 10-mal und sie wird am Ende geglaubt&rdquo;. Zwei &ldquo;neue&rdquo; Auftragsstudien geben den angeblichen wissenschaftlichen Hintergrund. Die eigentlichen Ursachen im Verteilungs- und Bildungsbereich werden erst gar nicht beleuchtet, denn dann m&uuml;sste hinterfragt werden, warum wir einen &ldquo;Bodensatz&rdquo; von 5 Millionen Arbeitssuchenden als &ldquo;unvermeidlich&rdquo; seitens der GroKo akzeptieren &ndash; vom Irrsinn eines st&auml;ndig steigenden Exportwachstums, mit immer h&ouml;heren Kreditzusagen, ganz zu schweigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Infos zum Kitastreik<\/strong><br>\nZum Streik der Erzieher hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Webseite www.soziale-berufe-aufwerten.de mit n&uuml;tzlichen Informationen geschaltet. Unter anderem sind dort die einzelnen Berufsgruppen aufgef&uuml;hrt, sowie deren Forderungen in der laufenden Tarifauseinandersetzung. Um auf die Seite der Berufsprofile zu kommen <a href=\"http:\/\/www.soziale-berufe-aufwerten.de\/information\/berufsprofile\/\">hier klicken<\/a>.<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Besch&auml;mend! Christdemokraten, Sozialdemokraten und Liberale stimmen f&uuml;r TTIP-Schiedsgerichte<\/strong><br>\nHeute stimmte der Handelsausschuss des Europaparlaments &uuml;ber die Position zu TTIP ab. Die Abstimmung ist die Basis f&uuml;r die kommende Plenumsabstimmung. Hier der abgestimmte Text, der die Reform der ISDS-Schiedsgerichte begr&uuml;&szlig;t und damit die privaten Schiedsgerichte grunds&auml;tzlich akzeptiert, statt ISDS abzulehnen. Es ist besch&auml;mend f&uuml;r Demokraten, rechtstaatsfeindliche Privatgerichte f&uuml;r Konzerne zu unterst&uuml;tzen. Unser Gr&uuml;ner Antrag gegen ISDS kam darauf nicht mehr zur Abstimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/beschaemend-christdemokraten-sozialdemokraten-und-liberale-stimmen-fuer-ttip-schiedsgerichte\/\">Sven Giegold<\/a>\n<p>dazu: <strong>Europ&auml;isches Parlament muss Investitionsschutz am 10. Juni klar ablehnen<\/strong><br>\nDer Handelsausschuss im EU-Parlament (INTA) hat gestern mit einer Resolution seine Position zum Handels- und Investitionsabkommen TTIP abgestimmt. 29 Ausschussmitglieder haben einen Kompromiss von Konservativen und Sozialdemokrat_innen angenommen, der sich klar f&uuml;r einen Investitionsschutz im geplanten TTIP-Abkommen ausspricht.<br>\nDer Beschluss sieht ausdr&uuml;cklich vor, dass es Klagerechte f&uuml;r Konzerne geben soll. Als Basis daf&uuml;r sollen die Reformvorschl&auml;ge von Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m vom 7. Mai dienen. Diese Vorschl&auml;ge sind jedoch reine Kosmetik und &auml;ndern nichts an den grundlegenden Problemen. Konzerne k&ouml;nnen weiterhin Staaten auf Milliarden Euro verklagen, wenn sie ihre Gewinnerwartungen eingeschr&auml;nkt sehen. [&hellip;]<br>\nDie bestehenden Rechtssysteme in den USA und in Europa bieten ausreichenden Schutz f&uuml;r Investoren. Werner R&auml;tz vom Attac-Koordinierungskreis: &ldquo;ISDS ist nicht reformierbar und nicht notwendig. Daher muss das Europ&auml;ische Parlament bei der Resolution am 10. Juni den Investitionsschutz klar ablehnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/ttip-sozialdemokraten-stimmen-im-eu-handelsausschuss-fuer-konzernklagerechte\/\">Attac<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>TTIP ist schon Realit&auml;t<\/strong><br>\nDie EU-Unterh&auml;ndler versichern: TTIP und Ceta werden keine europ&auml;ische Standards verw&auml;ssern. Dabei wurden Umwelt- und Nahrungssicherheitsregeln l&auml;ngst geschw&auml;cht. [&hellip;]<br>\nDie langen Verhandlungen machen deutlich: Heutzutage geht es in Handelsabkommen um viel mehr als Handel. Im Zusammenhang mit TTIP und Ceta werden weitreichende Reformen unternommen, um Europas Beziehung zu den USA und Kanada zu st&auml;rken. Die Gespr&auml;che finden hinter verschlossenen T&uuml;ren statt, sehr wenige Informationen dringen nach au&szlig;en. Aber die Botschaft ist klar: Die Kosten dieser Handelsabkommen sind hoch. F&uuml;r die Menschen, und f&uuml;r die Umwelt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-05\/ttip-ceta-kosten\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Abschaltung der Atomkraftwerke: Stromversorgung in Deutschland bleibt sicher &ndash; Gro&szlig;e Herausforderungen bei R&uuml;ckbau und Endlagerung<\/strong><br>\nMit der Abschaltung des Atomkraftwerks Grafenrheinfeld im Juni 2015 wird eine neue Phase der Energiewende eingeleitet, in der die Atomkraftwerke in Deutschland bis zum Jahr 2022 nach und nach abgeschaltet werden. Doch auch mit dem Ende der kommerziellen Atomkraftnutzung werden die Lichter hierzulande nicht ausgehen: Die Stromversorgung in Deutschland bleibt sicher, wie Berechnungen des DIW Berlin belegen. Es ist sogar davon  auszugehen, dass Deutschland selbst im Jahr 2025 noch Strom ins Ausland exportieren wird. Die wahren Herausforderungen, der R&uuml;ckbau der Atomkraftwerke sowie die Endlagerung des Atomm&uuml;lls, stehen jedoch noch bevor: Die Einlagerung hochradioaktiver Abf&auml;lle in ein (noch festzulegendes) Endlager wird aller Wahrscheinlichkeit nach bis in das 22. Jahrhundert andauern. Die&nbsp;&ndash;bisher wenig belastbaren&nbsp;&ndash; Sch&auml;tzungen, wie hoch die Kosten f&uuml;r R&uuml;ckbau und Endlagerung liegen werden, gehen von mindestens 50 bis 70 Milliarden Euro aus. Entsprechend d&uuml;rften die von den Atomkraftwerksbetreibern gebildeten R&uuml;ckstellungen in H&ouml;he von 38 Milliarden Euro nicht zur Deckung der erwarteten Kosten ausreichen. Angesichts der gro&szlig;en finanziellen Risiken sollten die R&uuml;ckstellungen der Atomkonzerne nach Ansicht des DIW Berlin zeitnah in einen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fonds &uuml;berf&uuml;hrt werden. F&uuml;r Kosten, die &uuml;ber den durch R&uuml;ckstellungen gedeckten Rahmen hinausgehen, sollte eine Nachschusspflicht vorgesehen werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.505850.de\/15-22-1.pdf\">Wochenbericht des DIW [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.506079.de\/themen_nachrichten\/abschaltung_der_atomkraftwerke_stromversorgung_in_deutschland_bleibt_sicher_grosse_herausforderungen_bei_rueckbau_und_endlagerung.html\">Pressemitteilung des DIW Berlin<\/a>\n<p>dazu: <strong>RWE auf dem Weg zum Staatskonzern<\/strong><br>\nDer Atomm&uuml;ll wird f&uuml;r Deutschland noch teuer. Sehr teuer. Eine Atomstiftung k&ouml;nnte helfen. Der Energieriese RWE k&ouml;nnte dann in Staatshand fallen. Wird dabei auch das Atom-Risiko auf den Staat abgew&auml;lzt?<br>\nie Idee einer Atomstiftung zur Abdeckung der kommenden Kosten des Atomm&uuml;lls wird in ihrer Konsequenz zu einer Verstaatlichung des deutschen Energieversorgers RWE f&uuml;hren. Davon ist Werner M&uuml;ller &uuml;berzeugt, der Vorsitzende der RAG-Kohlestiftung, die in Teilen als Vorbild f&uuml;r eine m&ouml;gliche &ouml;ffentlich-rechtliche Atomstiftung dient. M&uuml;ller wird diese &Uuml;berlegungen am Freitag in einer Rede anstellen, deren Text der F.A.Z. vorab vorliegt. Die Rede d&uuml;rfte in Berlin und in der deutschen Energiewirtschaft f&uuml;r erhebliches Aufsehen sorgen.<br>\nDenn &Uuml;berlegungen der Energiekonzerne sehen vor, in die Atomstiftung die R&uuml;ckstellungen von derzeit 38 Milliarden Euro einzubringen, welche die deutschen Energiekonzerne RWE, Eon und ENBW als Betreiber der Kraftwerke gebildet haben. Das Problem ist: RWE tr&auml;gt 10 Milliarden Euro dieser Summe, ist an der B&ouml;rse aber nur knapp 13 Milliarden Euro wert. Dieses Missverh&auml;ltnis hat nun M&uuml;ller, fr&uuml;her Wirtschaftsminister im Kabinett von Gerhard Schr&ouml;der (SPD), auf den Plan gerufen. Der parteilose M&uuml;ller ist zwar zuversichtlich, dass eine Stiftungs- oder Fondsl&ouml;sung zustande kommen k&ouml;nne. Daf&uuml;r m&uuml;ssten sich die Atomkraftwerksbetreiber allerdings zun&auml;chst untereinander auf ein gemeinsames Angebot an die Politik verst&auml;ndigen und einige zentrale Fragen kl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/energiepolitik\/endlager-gesucht-rwe-auf-dem-weg-zum-staatskonzern-13617508.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bakterien als Energiespeicher<\/strong><br>\nSolar- und Windenergie sind umweltfreundlich, aber ihre Speicherung ist teuer und aufw&auml;ndig. Sogenannte Archebakterien sollen dieses Problem nun l&ouml;sen. Bisher mussten Solar- oder Windenergie am besten sofort bei Erzeugung verbraucht werden. Ihre Speicherung ist bisher aufwendig und deshalb teuer. Archebakterien, auch Archaeen oder Archaea genannt, l&ouml;sen eines der ganz gro&szlig;en Problemen, die die Energiewende zu schultern hat: Die nachhaltige Stromversorgung mit erneuerbaren Energien. Bisher mussten Solar- oder Windenergie am besten sofort bei Erzeugung verbraucht werden. Ihre Speicherung ist bisher aufwendig und deshalb teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/energiewende-power-to-gas-100.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zivile Handelsschiffe retten zehn Mal mehr Fl&uuml;chtlinge als FRONTEX<\/strong><br>\n&bdquo;Seit Beginn der FRONTEX-Mission &bdquo;Triton&ldquo; im November 2014 bis Ende April 2015 waren zivile Handelsschiffe in internationalen Gew&auml;ssern vor der libyschen K&uuml;ste an der Rettung von insgesamt 18.963 Menschen in Seenot beteiligt. Schiffe der FRONTEX-Operation &bdquo;Triton&ldquo; waren hingegen nur bei der Rettung von 1.710 Menschen zugegen. Bei allen Rettungsaktionen vor der libyschen K&uuml;ste waren Handelsschiffe beteiligt, in einem Drittel der F&auml;lle (34%) retteten sie alleine, in 57% der F&auml;lle gemeinsam mit nationalen Booten der K&uuml;stenwache oder Marine und nur in 9% der F&auml;lle mit Unterst&uuml;tzung von FRONTEX-Schiffen&ldquo;, erkl&auml;rt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE zu der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die LINKE &bdquo;Zivile Handelsschiffe und die Seenotrettung&ldquo; (BT-Drs. 18\/4780).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/2015\/05\/zivile-handelsschiffe-retten-zehn-mal-mehr-fluechtlinge-als-frontex\/\">Ulla Jelpke (MdB, Die Linke)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ulla-jelpke.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/Kleine-Anfrage-47801.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Konservative und die Homo-Ehe: Das letzte Gefecht<\/strong><br>\nWas ist die Ehe? Worin besteht ihr besonderer Status? Welche Rolle soll der Staat da spielen? Der Vatikan hat da noch klare Vorstellungen. In Deutschland ist bei diesen Fragen der logische Zusammenhang l&auml;ngst gerissen. Kein Wunder. In der mehr oder minder aufgekl&auml;rten Gesellschaft mischen sich Politik und Religion nicht gut. [&hellip;]<br>\nWenn man in Deutschland ein Referendum abhielte, das Ergebnis w&uuml;rde wohl &auml;hnlich ausfallen wie in Irland: Schon vor zwei Jahren befand eine Studie, dass zwei Drittel der Deutschen eine v&ouml;llige Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der traditionellen Ehe begr&uuml;&szlig;en w&uuml;rden.<br>\nDie Leute sind vern&uuml;nftig. Die besondere Stellung der Ehe ist mit dem Gesetz zur Lebenspartnerschaft ohnehin angeknackst. Geht es um den Fortbestand des Staates? Dann ist nicht zu erkl&auml;ren, warum kinderlose heterosexuelle Ehen f&ouml;rderungsw&uuml;rdiger sein sollen als homosexuelle Lebenspartnerschaften, in denen ein adoptiertes Kind lebt. Der Widerstand gegen die Homo-Ehe ist das letzte Gefecht des deutschen Konservatismus. Und nur noch ein konservativer Restvorbehalt steht der Homo-Ehe entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jakob-augstein-kampf-der-konservativen-gegen-die-homo-ehe-a-1035976.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Vorsicht, Zufall!<\/strong><br>\nDer stellvertretende CDU-Vorsitzende Thomas Strobl ist gegen die v&ouml;llige Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Das ist kein Wunder, der Mann kommt aus Baden-W&uuml;rttemberg, da ist die CDU immer noch etwas hartleibiger drauf als anderswo. An den Gedanken der Homo-Ehe m&uuml;ssen sich Leute wie Strobl noch ein paar Jahre lang gew&ouml;hnen. Interessanter ist, wie er seine Ablehnung begr&uuml;ndet. Er beruft sich u.a. auf den schwarz-roten Koalitionsvertrag und kommentiert den Vorschlag, im Bundestag ohne Fraktionszwang &uuml;ber die Homo-Ehe abstimmen zu lassen, mit der Bemerkung, man d&uuml;rfe nicht mit Zufallsmehrheiten operieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/972659.vorsicht-zufall.html\">Wolfgang H&uuml;bner, Wort und Wahn<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutsche Doppelmoral bei Einreiseverboten<\/strong><br>\nDie Ukraine hat einer deutschen Journalistin die Einreise verwehrt &ndash; und niemand in Berlin regt sich dar&uuml;ber auf. Ihr Vergehen: Sie kritisiert die Kiewer Regenten und arbeitet wohl f&uuml;r den falschen Sender. Wenn Russland dagegen einem CDU-Politiker und ausgewiesenen Ukraine-Lobbyisten die rote Karte zeigt, l&auml;uten alle Alarmglocken. [&hellip;]<br>\nDoch es kommt noch dicker: Kein einziges Medium der sogenannten Qualit&auml;tspresse berichtete auch nur &uuml;ber den Fall, geschweige denn, dass man sich &ndash; wie in anderen F&auml;llen &uuml;blich &ndash; mit der Kollegin solidarisch zeigte. Russischer Name, russisch finanziertes Medium &ndash; das reicht, um Kiew R&uuml;ckendeckung durch Verschweigen zu geben. Wenn aber nur noch die &raquo;richtigen&laquo; und &raquo;guten&laquo; Journalisten Unterst&uuml;tzung bekommen, so ist dies das Ende der Pressefreiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/meinungen\/20150526\/302489555.html\">R&uuml;diger G&ouml;bel auf Sputnik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Camerons Sieg, Britanniens Spaltung<\/strong><br>\nBei den j&uuml;ngsten britischen Unterhauswahlen wurden s&auml;mtliche Auguren L&uuml;gen gestraft. Entgegen ihrer Vorhersagen gab es kein Patt, keine m&uuml;hsame Koalitionsbildung, sondern eine klare, absolute Regierungsmehrheit f&uuml;r die Tories. W&auml;hrend der alte und neue Premier David Cameron im Gl&uuml;ck schwelgt, steht das Vereinte K&ouml;nigreich vor der Zerrei&szlig;probe. Heute ist das Land tiefer gespalten als im September 2014 nach dem schottischen Unabh&auml;ngigkeitsreferendum.<br>\nAus konservativer Sicht scheint die Welt in Ordnung. Die Opposition wurde geschlagen, der bisherige Koalitionspartner vernichtet, die l&auml;stige Konkurrenz am rechten Rand auf Abstand gehalten. Was seit langem keiner britischen Regierungspartei mehr gelang, ist den Tories gegl&uuml;ckt: Sie haben tats&auml;chlich Stimmen gewonnen, und das als f&uuml;hrende Partei der Koalition, nach f&uuml;nf Jahren voller Grausamkeiten und anhaltend heftigem Streit um die den B&uuml;rgern verordnete Bittermedizin der Sparzw&auml;nge. Eine Tory-Mehrheitsregierung kam in Umfragen und Wahlprognosen daher schlicht nicht vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/juni\/camerons-sieg-britanniens-spaltung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Nicht &uuml;ber Nacht<\/strong><br>\nChristoph Butterwegge beschreibt die sogenannten Hartz-IV-Reformen als von langer Hand geplantes Herrschaftsprojekt<br>\nDie Besch&auml;ftigung mit den gravierenden sozialen Spaltungs- und Ausgrenzungstendenzen ist zu einem florierenden akademischen Gewerbezweig geworden. Eine Vielzahl von Untersuchungen und Publikationen haben etliche Einzelaspekte der Prekarisierungsprozesse beleuchtet. Den meisten dieser Ver&ouml;ffentlichungen ist eine glaubhafte Entr&uuml;stung &uuml;ber den Verfall sozialer Absicherung und die damit verbundene Zunahme ungesch&uuml;tzter Arbeit zu ruin&ouml;sen Bedingungen anzumerken. Jedoch bleiben viele dieser Studien auf der Beschreibungsebene stecken. Pr&auml;sentiert wird kaum mehr als eine &raquo;Ethnologie&laquo; sozialer Entwurzelungen.<br>\nDer Frage, warum diese soziale Kahlschlagpolitik mit gro&szlig;er Vehemenz betrieben wird, wird selten die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses Ausweichen vor den entscheidenden Fragen ist meist mit dem Bem&uuml;hen verbunden, die sozialen R&uuml;ckschrittsprozesse zu einer &raquo;neuen sozialen Frage&laquo; zu stilisieren. Neu an den Entwicklungen sei, dass die aktuelle Konfliktsituation kein Ausdruck eines Klassenwiderspruchs mehr sei. Christoph Butterwegge dagegen ist in verschiedenen Studien der Frage nachgegangen, welchen Interessen die Konzepte der Sozialstaatsdemontage verpflichtet sind. In seinem aktuellen Buch zeichnet er auf der Basis umfangreicher empirischer Belege nach, dass Grundlage der Hartz-IV-Konterreformen ein grundlegendes sozialpolitisches Umgestaltungsprogramm ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/05-28\/008.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Jean Ziegler: &ldquo;Gerechtigkeit ist eine Frage des Gewissens&rdquo;<\/strong><br>\nSeit Jahrzehnten bek&auml;mpft der Schweizer Soziologe Jean Ziegler die Finanzwirtschaft, internationale Konzerne und die Folgen der Globalisierung. In seinem neuen Buch &ldquo;&Auml;ndere die Welt!&rdquo; zieht er Bilanz: Es g&auml;be gen&uuml;gend Ressourcen f&uuml;r alle. Dass dennoch jeder neunte Mensch auf der Welt Hunger leidet, dass es dennoch gro&szlig;e Armut und steigende Ungleichheit gibt, ist f&uuml;r ihn eine Schande. FORMAT Redakteurin Martina Bachler hat den kritischen Weltbeobachter interviewt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.format.at\/wirtschaft\/international\/jean-ziegler-kannibalische-weltordnung-5554523\">Format.at<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die NSA-Priorit&auml;tenliste<\/strong><br>\nDie BND-Spionageaff&auml;re zieht immer weitere Kreise. Der &ouml;sterreichische Parlamentarier P. Pilz hat nun in Br&uuml;ssel eine Priorit&auml;tenliste der NSA vorgelegt, auf der (fast) alle EU-L&auml;nder vorkommen.<br>\nLeider berichten die deutschen Medien (fast) gar nicht. Deshalb liefere ich die vollst&auml;ndige NSA-Priorit&auml;tenliste hier als PDF.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-nsa-prioritaetenliste\/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+lostineu%2Frfqp+%28Lost+in+EUrope%29\">Eric Bonse auf Lost in EU<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/NLBel.pdf\">Priorit&auml;tenliste [PDF]<\/a>\n<p>dazu: <strong>Merkels Krisenmanagement ist au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nImmer wieder tauchen in der NSA-Aff&auml;re pikante Details auf. Das Kanzleramt kann &uuml;ber diese Krise keine Kontrolle haben. Es wei&szlig; n&auml;mlich nicht, wo in diesem Skandal die n&auml;chsten Sprengfallen lauern. [&hellip;]<br>\nDie NSA-Aff&auml;re ist f&uuml;r die Regierung wie ein Computervirus, den sie nicht mehr loswird. Seit fast zwei Jahren versucht das Kanzleramt, die Kontrolle zu gewinnen. Doch immer wieder eskaliert die Situation: Die Bundesregierung konnte nur ahnen, was noch aus dem umfangreichen Fundus des US-Enth&uuml;llers Edward Snowden ver&ouml;ffentlicht wird. An Vorbereitung war da kaum zu denken. Und auch das Tun und Lassen im eigenen Bundesnachrichtendienst muss zuletzt f&uuml;r manchen im Kanzleramt voller &Uuml;berraschungen gewesen sein.<br>\nDiese Aff&auml;re ist nicht in den Griff zu bekommen. Gerade deshalb kann es hochgef&auml;hrlich werden, wenn man dennoch diesen Anschein erweckt &ndash; und sich derart festlegt wie Pofalla im Sommer 2013 zum No-Spy-Abkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article141585056\/Merkels-Krisenmanagement-ist-ausser-Kontrolle.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Krisenmanagement au&szlig;er Kontrolle, mag sein. Aber was hei&szlig;t das schon, wenn die Verantwortliche f&uuml;r den Laden schon gar nicht mehr verantwortlich gemacht wird.<\/em><\/p>\n<p>Siehe dazu: <strong>No spy, no fun<\/strong><br>\nIn diesen Tagen beschimpft die SPD die Union zwar, weil das Kanzleramt die Listen mit amerikanischen Sp&auml;hzielen f&uuml;r den BND noch nicht rausger&uuml;ckt hat. Den Vorwurf, das Kanzleramt habe die &Ouml;ffentlichkeit hinsichtlich des Zustandekommens eines Anti-Spionage-Abkommens get&auml;uscht, h&ouml;rt man jedoch von der SPD nur ganz leise. Aus der hinteren Reihe lie&szlig; sich Christian Flisek, Obmann der SPD im NSA-Untersuchungsausschuss, mit den Worten vernehmen, das Ganze sei von Anfang an eine Nebelkerze im Wahlkampf gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/no-spy-abkommen-mit-usa-war-nie-in-arbeit-13615114-p2.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Gregor Gysi auf den Punkt<\/strong><br>\nBundesjustizminister Heiko Maas hat recht, wenn er sagt, dass Joseph Blatter als FIFA-Pr&auml;sident wohl kaum der Richtige sei, um f&uuml;r Aufkl&auml;rung der Korruptionsvorw&uuml;rfe im Weltfu&szlig;ballverband zu sorgen. Das ist in etwa so, als ob man die Aufkl&auml;rung des BND-NSA-Spionageskandals in die H&auml;nde der Bundesregierung lege.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/linksfraktion\/photos\/a.128711298433.106721.123921283433\/10152986551028434\/?type=1&amp;theater\">Fraktion Die Linke auf Facebook<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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