{"id":26293,"date":"2015-06-01T17:06:52","date_gmt":"2015-06-01T15:06:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26293"},"modified":"2015-06-06T10:31:30","modified_gmt":"2015-06-06T08:31:30","slug":"sanktionen-der-guten-sind-gut-sanktionen-der-boesen-sind-schlecht-so-einfach-ist-das","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26293","title":{"rendered":"Sanktionen der \u201eGuten\u201c sind gut, Sanktionen der \u201eB\u00f6sen\u201c sind schlecht. So einfach ist das."},"content":{"rendered":"<p>Es soll ja Menschen geben, die nach Belegen daf&uuml;r suchen, dass die deutschen Medien in ihrer Mehrheit unkritisch und einseitig sind. Ich f&auml;nde es ja auch rundum sch&ouml;n, wenn die NachDenkSeiten &uuml;berfl&uuml;ssig w&auml;ren. Aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Medien, die vor einem Jahr an den westlichen Sanktionen nichts auszusetzen hatten, emp&ouml;ren sich jetzt &uuml;ber die russische Retourkutsche. Einer unserer NachDenkSeiten-Leser hat zwei Beispiele daf&uuml;r hintereinander gereiht &ndash; zun&auml;chst einen Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 26. Juli 2014 &uuml;ber die europ&auml;ischen Sanktionen gegen Russland und dann einen zustimmenden Bericht von Spiegel Online vom 30. Mai 2015 zur westlichen Emp&ouml;rung &uuml;ber die russischen Sanktionen. Die beiden Artikel sind als Anlage am Ende dieses Textes angeh&auml;ngt. &ndash; Wie kommt es, dass sogenannte freiheitliche Medien so vergleichsweise gleichgeschaltet reagieren? Wie kommt es, dass sie so einseitig berichten und kommentieren? <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1573\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-26293-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=26293-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"150605_Gute_und_boese_Sanktionen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Wir sind die Guten und die Russen sind b&ouml;s<\/strong><\/p><p>Das ist offenbar nicht nur die &Uuml;berzeugung der Neocons diesseits und jenseits des Atlantiks. Diese Denkfigur, besser m&uuml;sste man wohl sagen: dieses seelisch aufbauende Gef&uuml;hl wird offensichtlich von weiten Kreisen geteilt, auch von Journalisten. Das wird sichtbar im tats&auml;chlichen Schulterschluss von Neocons mit dem Clinton Fl&uuml;gel der Demokraten wie auch bei uns im Gehabe und der Ideologie der deutschen christdemokratischen Rechten und den Gr&uuml;nen um Joschka Fischer und seinen Vertrauten in der Gr&uuml;nen Partei und bei der Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung.<\/p><p>Wenn man schon in den f&uuml;nfziger und sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Ausseinandersetzung um das Verh&auml;ltnis zu Russland, um Rollback und Entspannungspolitik, um Westbindung und Br&uuml;ckenschlag nach Osten mitgemacht hat, wenn man damals mit der Jungen Union und dem RCDS dar&uuml;ber im Clinch lag, dann hat man heute immer wieder die gleichen Deja-vues: Hier sind die Guten, dort sind die B&ouml;sen, und wer um Verst&auml;ndnis f&uuml;r die sogenannten B&ouml;sen wirbt, geh&ouml;rt zur f&uuml;nften Kolonne Moskaus. <\/p><p>Dabei f&auml;llt auf, dass es die heutigen kalten Krieger um vieles leichter haben als damals: Die Kriegserfahrung ist weg und das linksliberale, kritische B&uuml;rgertum gibt&rsquo;s kaum noch. Wo sind denn die Unterst&uuml;tzer der Friedensdemonstrationen der fr&uuml;hen achtziger Jahre? Sie sind gestorben oder weggebrochen, im schlimmsten Fall haben sie sich f&uuml;r Menschenrechte und Demokratie einspannen lassen, ohne zu pr&uuml;fen, ob und wie verlogen und verf&auml;lscht die Objekte und Ziele dieser Spanndienste geworden sind: Destabilisierung und Krieg rund um und mitten in Europa.<\/p><p><strong>Offenbar ist die &bdquo;Kriegsschuldfrage&ldquo; wirklich gekl&auml;rt<\/strong><\/p><p>Eine wichtige Voraussetzung f&uuml;r die Kl&auml;rung der Frage, wer im konkreten Fall heute die Guten und wer die B&ouml;sen darstellen muss, ist die Kl&auml;rung der bei jedem Kinderstreit vorgebrachten Frage: Wer hat angefangen? &ndash; Hat der Westen angefangen, als er die Grenzen der NATO bis an die Grenze Russlands verlegt hat? Haben die USA angefangen bzw. 1990 einfach weiter gemacht, als sie begannen, die Ukraine im Inneren ideologisch aufzur&uuml;sten und ihre F&auml;den zu willigen Personen f&uuml;r den Regime Change zu spannen und daf&uuml;r viel Geld einzusetzen &ndash; nach Auskunft der zust&auml;ndigen US-Beamtin Nuland 5 Milliarden $? Oder haben die Russen angefangen mit der Annexion der Krim und der Unterst&uuml;tzung der Aufst&auml;ndigen im Osten der Ukraine? Hat der Westen das Konzept der gemeinsamen Sicherheit aufgegeben und auf Konfrontation gesetzt? Mit Sanktionen? Mit den Raketen in Polen und Tschechien? Oder haben die Russen mit ihren neuen R&uuml;stungsprojekten angefangen?<\/p><p><strong>Wer hat angefangen &ndash; diese Frage ist propagandistisch beantwortet worden. Nat&uuml;rlich haben die B&ouml;sen angefangen. Das gilt unabh&auml;ngig von der Sachlage.<\/strong><\/p><p>Die einseitige Kl&auml;rung der Frage, wer mit dem Konflikt angefangen hat, ist er sehr gef&auml;hrlich. Denn wenn die Mehrheit der V&ouml;lker im Westen wirklich glaubt, der Westen sei im Recht, dann ist es f&uuml;r die westlichen Regierungen weniger riskant, mit milit&auml;rischen Eins&auml;tzen und mit der milit&auml;rischen L&ouml;sung der Probleme zu spielen.<\/p><p><strong>Der Westen hat die Schuldfrage propagandistisch beantwortet. Zumindest auf diesem Feld hat er eindeutig gewonnen.<\/strong><\/p><p>Die USA, die NATO und die europ&auml;ischen Staaten haben die besseren PR-Fachleute. Sie setzen mehr Geld daf&uuml;r ein. Sie geben ihren Medien trotz gro&szlig;er Kommerzialisierung, trotz massiver Beeinflussung durch &ouml;konomische Interessen und weitverbreiteter PR-Aktionen ein freiheitliches Image und damit Glaubw&uuml;rdigkeit. <\/p><p>Der Westen hat die Konflikte um das Kosovo wie auch um die Ukraine mit massiver Propaganda und Lobbyarbeit begleitet. In Propaganda sind wir einfach besser. So gut, dass wir, der Westen, quasi zum Spa&szlig;, korrekter gesagt zur Verst&auml;rkung seiner Position auch noch die Botschaft in die Propaganda einf&uuml;hren konnten, die Gegenseite, die Russen, h&auml;tten die viel wirksamere, massivere und schlimmere Propaganda. Und deshalb m&uuml;sse man jetzt neu mit Geld und eigenen Propagandaeinrichtungen auf Ebene der EU ein Gegengewicht gegen die massive Propaganda der Russen schaffen. &ndash; Das war und ist ein Meisterst&uuml;ck der Agitation. Und nahezu jedes Medium im Westen und reihenweise sogenannte kritische B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind auf diesen Streich hereingefallen.<\/p><p>Der Westen hat es auch geschafft, die Medien, die Russland in seiner Not geschaffen hat &ndash; zum Beispiel RT und RT Deutsch &ndash; so zu &auml;chten, dass vermutlich die gro&szlig;e Zahl der Deutschen nur mit Unbehagen diese Medien nutzt, obwohl sie zur Erg&auml;nzung und Korrektur der westlichen Propaganda ausgesprochen notwendig sind.<\/p><p><strong>In der Sache ist das Ergebnis der Konfrontation &auml;u&szlig;erst bedr&uuml;ckend:<\/strong><\/p><p><strong>Darunter leiden die Begegnung von Menschen und die Zusammenarbeit im wirtschaftlichen Bereich. Sichtbar an den sinkenden Ziffern f&uuml;r Exporte und Importe zwischen Europa und Russland.<\/strong><\/p><p><strong>Darunter leiden Ziel und Erfolg der sogenannten Entspannungspolitik. Vorerst wird es keine ernsthaften Versuche mehr geben, ein gemeinsames Europa zu schaffen, ein Europa einschlie&szlig;lich Russlands und ohne gegenseitige milit&auml;rische Aufr&uuml;stung. Stattdessen haben wir Sanktionen hier und dort und dort und hier. Und damit wir dar&uuml;ber nicht verzagen, d&uuml;rfen wir denken und f&uuml;hlen, wir seien die Guten. Damit ist die Welt in Ordnung, so scheint es wenigstens.<\/strong><\/p><p><strong>Anlage: <\/strong><br>\n<strong>Ein Artikel der Aachener Zeitung zu den westlichen Sanktionen von 2014 und ein Artikel von SpiegelOnline zu den &ouml;stlichen Sanktionen von 2015:<\/strong><\/p><ul>\n<li><strong>EU weitet Sanktionen aus: Einreiseverbot f&uuml;r russische Geheimdienstchefs<\/strong>\n<p><strong>Die Europ&auml;ische Union hat wegen der Krise in der Ukraine weitere Sanktionen gegen Russland erlassen. Diese betreffen ranghohe Vertreter der russischen Sicherheitsbeh&ouml;rden.<\/strong><\/p>\n<p>Neue Sanktionen gegen Russland: Auf der am Samstag im Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union ver&ouml;ffentlichten Sanktionsliste stehen der Leiter des Inlandsgeheimdienstes, Nikolai Bortnikow, der Chef des Auslandsgeheimdienstes, Michail Fradkow, sowie weitere Mitglieder des russischen Sicherheitsrats. Auch der tschetschenische Pr&auml;sident Ramsan Kadirow wurde mit Kontosperrungen und Einreiseverboten belegt.<\/p>\n<p><strong>EU weitet Sanktionen gegen Einzelpersonen aus<\/strong><\/p>\n<p>Die EU-Botschafter hatten sich am Donnerstag darauf verst&auml;ndigt, die Sanktionen auf 15 Einzelpersonen sowie auf jeweils neun Institutionen Unternehmen auszuweiten. Auch Wirtschaftssanktionen der EU gegen Russland r&uuml;cken immer n&auml;her. Am Freitag einigten sich die Mitgliedstaaten &raquo;im Prinzip&raquo; auf ein Ma&szlig;nahmenpaket, das etwa auf R&uuml;stungsgesch&auml;fte und russische Banken zielt, wie aus Diplomatenkreisen verlautete.<\/p>\n<p><strong>Ukraine-Krise: Bislang 72 Einreiseverbote und Kontosperren<\/strong><\/p>\n<p>Bisher hatte die EU Einreiseverbote und Kontosperren gegen 72 Ukrainer und Russen erlassen, die sie f&uuml;r die Destabilisierung der Ukraine verantwortlich macht. Hinzu kamen zwei Unternehmen auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim.<\/p>\n<p>EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy will, dass die EU noch st&auml;rkere Sanktionen gegen Russland erl&auml;sst. Van Rompuy bat am Samstag die 28 Staats- und Regierungschefs der EU um Zustimmung zu neuen Wirtschaftssanktionen. In einem von der &laquo;Financial Times&raquo; ver&ouml;ffentlichten Brief bat er die Regierungschefs, pers&ouml;nlich die EU-Botschafter anzuweisen, den geplanten Ma&szlig;nahmen zuzustimmen. Damit soll ein weiterer EU-Sondergipfel vermieden werden. <\/p>\n<p><strong>Van Rompuy will Wirtschaftssanktionen gegen Russland<\/strong><\/p>\n<p>Die Botschafter sollen nach Van Rompuys Wunsch am Dienstag den  ersten EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland zustimmen. Dabei geht es unter um eine Erschwerung des Zugangs zum EU-Kapitalmarkt f&uuml;r russische Banken, ein Verbot k&uuml;nftiger Waffenexporte, ein Ausfuhrverbot f&uuml;r sowohl zivil als auch milit&auml;risch nutzbare G&uuml;ter und ein Exportverbot f&uuml;r Spezialanlagen zur &Ouml;lf&ouml;rderung. Die Staats- und Regierungschefs hatten sich im M&auml;rz die Entscheidung pers&ouml;nlich vorbehalten. Dies w&uuml;rde jedoch einen Sondergipfel vor dem am 30. August geplanten Sondergipfel n&ouml;tig machen. <\/p>\n<p>Das Sanktionspaket treffe &laquo;die richtige Balance&raquo; hinsichtlich des Verh&auml;ltnisses von Kosten und Nutzen, schrieb Van Rompuy. &laquo;Es wird eine starke Wirkung auf Russland und nur m&auml;&szlig;ige Folgen f&uuml;r die europ&auml;ische Wirtschaft haben&raquo;.afp\/dpa\/AZ<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/EU-weitet-Sanktionen-aus-Einreiseverbot-fuer-russische-Geheimdienstchefs-id30776457.html\">Augsburger Allgemeine 26. Juli 2014<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Schwarze Liste: EU verurteilt Einreiseverbote f&uuml;r Russland<\/strong>\n<p>F&uuml;hrende EU-Vertreter sind emp&ouml;rt: Das russische Einreiseverbot f&uuml;r 89 europ&auml;ische Politiker und Beh&ouml;rdenvertreter sei v&ouml;llig ungerechtfertigt. Auch Deutsche stehen auf der Liste.<\/p>\n<p>Die Europ&auml;ische Union hat die von Russland verh&auml;ngten Einreiseverbote f&uuml;r 89 europ&auml;ische Politiker und Beh&ouml;rdenvertreter als &ldquo;v&ouml;llig unbegr&uuml;ndet und ungerechtfertigt&rdquo; kritisiert. Au&szlig;er der Liste mit den Namen habe Moskau &ldquo;keinerlei andere Information &uuml;ber die rechtliche Grundlage, die Kriterien und den Prozess dieser Entscheidung&rdquo; &uuml;bermittelt, erkl&auml;rte der au&szlig;enpolitische Dienst der EU. Die Ma&szlig;nahme sei umso kritikw&uuml;rdiger, als &ldquo;jegliche weitere Kl&auml;rung und Transparenz&rdquo; fehle.<\/p>\n<p>Nach Angaben der niederl&auml;ndischen Regierung war die Liste am Donnerstag mehreren EU-Botschaften &uuml;bermittelt worden. Moskau reagierte damit offenbar auf die von der Europ&auml;ischen Union im Zuge des Krim-Konflikts und der Ukrainekrise gegen Russland verh&auml;ngten Strafma&szlig;nahmen, einschlie&szlig;lich Reiseverboten f&uuml;r russische Politiker.<\/p>\n<p>Sowohl die britische als auch die polnische Regierung sehen einen Zusammenhang mit den EU-Sanktionen gegen Russland, die auf dem EU-Gipfel Ende Juni verl&auml;ngert werden sollen. Auffallend ist auf der Liste die hohe Anzahl von betroffenen Politikern aus EU-L&auml;ndern, die die Sanktionen verl&auml;ngern wollen.<\/p>\n<p>Bundesau&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier bezeichnete die von Moskau verh&auml;ngten Einreiseverbote als &ldquo;nicht besonders klug&rdquo;. Sie tr&uuml;gen nicht dazu bei, den &ldquo;hartn&auml;ckigen, gef&auml;hrlichen Konflikt in der Mitte Europas zu entsch&auml;rfen&rdquo;. Auch acht Deutsche stehen auf der Liste.<\/p>\n<p>Auf der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Liste finden sich auch Deutsche auf der Liste, darunter auch der k&uuml;nftige europapolitische Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Uwe Corsepius, sowie des estnischen Justizministers Urmas Reinsalu. Corsepius ist derzeit Generalsekret&auml;r des EU-Rates in Br&uuml;ssel.<\/p>\n<p><strong>&ldquo;Es ist inakzeptabel&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p>Mit der Liste reagiert die russische Regierung auf die von der Europ&auml;ischen Union im Zuge des Krim-Konflikts und der Ukraine-Krise verh&auml;ngten Strafma&szlig;nahmen einschlie&szlig;lich Reiseverboten f&uuml;r russische Politiker. Eine Sprecherin der EU-Au&szlig;enbeauftragten Federica Mogherini und das britische Au&szlig;enministerium kritisierten ebenfalls die intransparente Weise der Auswahl f&uuml;r die russische Liste.<\/p>\n<p>Zudem seien die Betroffenen nicht informiert worden. Eine Sprecherin Mogherinis sprach von einer &ldquo;v&ouml;llig willk&uuml;rlichen und ungerechtfertigten&rdquo; Auswahl.<\/p>\n<p>EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz zeigte sich best&uuml;rzt. &ldquo;Es ist inakzeptabel, dass dadurch das gegenseitige Vertrauen verringert und jegliche Anstrengungen behindert werden, einen konstruktiven Dialog f&uuml;r eine friedliche und anhaltende L&ouml;sung der gegenw&auml;rtigen geopolitischen Krise zu finden&rdquo;, sagte er.<\/p>\n<p>&ldquo;Falls Russland vorhatte, Druck auf die EU auszu&uuml;ben, um die Sanktionen zu lockern, dann war dies der falsche Weg&rdquo;, sagte eine Sprecherin des britischen Au&szlig;enministeriums. Die polnische Regierungssprecherin Malgorzata Kidawa-Blonska warf Russland vor, die Spannungen mit der EU bewusst versch&auml;rfen zu wollen. &ldquo;Seit einiger Zeit sehen wir, dass Russland die Spannungen nicht mildern, sondern verst&auml;rken will&rdquo;, sagte sie zu Reuters. Die schwarze Liste sei sicher kein Argument, um Sanktionen gegen Russland zu lockern. Die schwedische Au&szlig;enministerin Margot Wallstr&ouml;m sprach von einem &ldquo;bemerkenswerten Verhalten&rdquo; Moskaus, das das Image Russlands sicher nicht verbessern werde. Das russische Au&szlig;enministerium war nicht f&uuml;r eine Stellungnahme zu erreichen.<\/p>\n<p>Die Liste betrifft Politiker und Spitzenbeamte aus den unterschiedlichsten EU-Staaten, darunter etliche Regierungsmitglieder wie den stellvertretenden polnischen Verteidigungsminister Robert Kupiecki.&Uuml;berraschenderweise ist auch die Chefin der schwedischen Steuerbeh&ouml;rde, Eva Lidstr&ouml;m Adler, mit einem unbefristeten Einreiseverbot nach Russland belegt worden. Weitere prominente Namen auf der Liste sind der Vorsitzende der liberalen Fraktion im Europaparlament, Guy Verhofstadt, der fr&uuml;here tschechische EU-Erweiterungskommissar Stefan F&uuml;le und der bisherige britische Vize-Premierminister Nick Clegg (Liberaldemokraten).<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/einreiseverbote-fuer-russland-eu-kritisiert-schwarze-liste-a-1036380.html\">SPON 30.05.2015<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul><p>PK: Wenn es nicht so traurig w&auml;re, m&uuml;sste man sich &uuml;ber die Wunderm&uuml;tze, die sich die EU Elite aufsetzt, kaputt lachen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es soll ja Menschen geben, die nach Belegen daf&uuml;r suchen, dass die deutschen Medien in ihrer Mehrheit unkritisch und einseitig sind. Ich f&auml;nde es ja auch rundum sch&ouml;n, wenn die NachDenkSeiten &uuml;berfl&uuml;ssig w&auml;ren. Aber die Wirklichkeit sieht leider anders aus. Medien, die vor einem Jahr an den westlichen Sanktionen nichts auszusetzen hatten, emp&ouml;ren sich jetzt<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26293\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,169,107,41,11],"tags":[1268,259,260,1019],"class_list":["post-26293","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-medienanalyse","category-strategien-der-meinungsmache","tag-kalter-krieg","tag-russland","tag-ukraine","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26293","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26293"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26293\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26345,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26293\/revisions\/26345"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26293"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26293"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26293"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}