{"id":26298,"date":"2015-06-02T09:32:09","date_gmt":"2015-06-02T07:32:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298"},"modified":"2015-06-02T10:12:52","modified_gmt":"2015-06-02T08:12:52","slug":"hinweise-des-tages-2385","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h01\">G7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h02\">FIFA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h03\">Lo&#776;cher in der Syrien-Geschichte der Neocons<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h03\">Wir backen uns eine Terrororganisation &ndash; USA erfinden syrische Dschihadistengruppe &ldquo;Khorasan&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h05\">Sch&auml;uble-Reform: 99 Prozent der Unternehmer k&ouml;nnen steuerfrei erben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h06\">Europas verlorene Generation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h07\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h08\">TTIP ist schon Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h09\">Bankgeheimnis: Sag&lsquo; beim Abschied leise Servus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h10\">Neuer OECD-Bericht &ndash; Deutschland wird zum Auswanderungsland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h11\">Fr&uuml;her war es einsamer als heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h12\">Endspiel am Amazonas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h13\">Philip Zimmermann: king of encryption reveals his fears for privacy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h14\">Terror vor Europas Toren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h15\">Clickworker, vereinigt euch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h16\">Es waren die Deutschen, nicht die Nazis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h17\">So t&auml;uscht die CSU ihre W&auml;hler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298#h18\">Das Letzte &ndash; Steigende L&ouml;hne gef&auml;hrden das deutsche Jobwunder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26298&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G7<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Wahnsinn vorm G7-Gipfel in Elmau<\/strong><br>\nVon der urspr&uuml;nglichen Freude, die Mitgliedsstaaten der G7 in Elmau begr&uuml;&szlig;en zu k&ouml;nnen, ist nicht mehr viel &uuml;briggeblieben. Die Leute aus dem Loisachtal hoffen inzwischen nur, dass der G7-Gipfel schnell wieder vorbei sein wird.<br>\n&bdquo;Nein, nein, nein&ldquo;, sagt B&auml;rbel Fraundorfer. &bdquo;Solche Leut&rsquo;, de brauch&rsquo; ma ned.&ldquo; Drau&szlig;en regnet es, ein scheu&szlig;licher Tag, von Fr&uuml;hsommer und blauem Himmel keine Spur. Aber wenn solche Leut&rsquo; demn&auml;chst doch kommen, sagt die Gastwirtin, dann will sie alle St&uuml;hle und B&auml;nke aus dem Garten wegr&auml;umen, damit nichts kaputt geht oder durch die Luft geworfen wird.<br>\nB&auml;rbel Fraundorfer ist eine freundlich-resolute Dame. Der Seniorchefin eines Gasthauses in Partenkirchen ergeht es gerade wie etlichen Wirten, Hoteliers, Bauern, Gesch&auml;ftsleuten und Lokalpolitikern im oberbayrischen Loisachtal: Alle hoffen, dass der Kalender einen Sprung macht und die Tage des 7. und 8. Juni am besten schon morgen vor&uuml;ber sind. Dann ist G7-Gipfel auf Schloss Elmau oberhalb des Ortes, ein politisches Riesenereignis, die Staatschefs der m&auml;chtigen Industriel&auml;nder minus Wladimir Putin trudeln zum Plausch ein.<br>\nUnd unterhalb in Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald, Klais und Kr&uuml;n, da f&uuml;rchten sie nun die Gegendemonstranten, die Leut&rsquo;, die m&ouml;glicherweise auf Krawall aus sind, wie Gastwirtin Fraundorfer sagt. &bdquo;Wir haben sehr wohl Furcht vor Vandalismus&ldquo;, meint auch Goldschmiedemeisterin Regina-Aumayr-Ressle. Sie und etliche andere Gesch&auml;ftsleute &uuml;berlegen deshalb, an den Gipfeltagen B&uuml;ros und L&auml;den zuzumachen. Man wei&szlig; ja nie. Sauer sind sie sowieso alle miteinander wegen des gro&szlig;en Durcheinanders in der kleinen Stadt und wegen der Sperrungen und der Kunden, die ausbleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/g7-gipfel-wahnsinn-vorm-g7-gipfel-in-elmau,1472596,30811096.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Widerstand gegen eine verheerende Politik<\/strong><br>\nAm 7. und 8. Juni findet der G7-Gipfel im oberbayerischen Schloss Elmau statt. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs von Deutschland, USA, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Italien, Japan und Kanada steht unter dem Motto &ldquo;An morgen denken. Gemeinsam handeln&rdquo;. Von Seiten der LINKEN gibt es scharfe Kritik an den G7. Was ist denn falsch daran, wenn sich Regierungschefs treffen, um sich &uuml;ber wichtige Themen wie Klima-, Fl&uuml;chtlings- oder Wirtschaftspolitik zu verst&auml;ndigen?<br>\nKlaus Ernst: Miteinander sprechen ist nie verkehrt. Aber einen derartigen Aufwand zu betrieben, um dann L&auml;nder wie Russland, China, Indien, Mexiko, Brasilien und den gesamten afrikanischen Kontinent au&szlig;en vor zu lassen, zeugt von gro&szlig;er Ignoranz und einem sehr vermessenen Selbstverst&auml;ndnis. G7 ist das falsche Format. Die Repr&auml;sentanten der reichsten und m&auml;chtigsten Staaten haben keinerlei demokratische Legitimation. F&uuml;r wirkliche L&ouml;sungsschritte in wichtigen Zukunftsfragen m&uuml;ssen die Vereinten Nationen gest&auml;rkt und dort Gremien gefunden werden, die die Beteiligung aller 193 Mitgliedstaaten sicherstellen. Beim G7-Gipfel jedoch beraten die &ouml;konomisch Starken unter sich, wie sie ihre wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen weiter ausbauen k&ouml;nnen &ndash; oft zulasten der L&auml;nder des globalen S&uuml;dens.<br>\nDen Regierungschefs steht auf der anderen Seite ein Protestb&uuml;ndnis gegen&uuml;ber. Bei anderen Gipfeln kam es mitunter zu schweren Auseinandersetzungen. Die bayerische Landesregierung l&auml;sst Schloss Elmau abschirmen, bis zu 20.000 Polizisten sollen im Einsatz sein. Gibt es bei diesem Gipfel genug Raum, um rund um Elmau demokratisch und friedlich zu demonstrieren?<br>\nNicole Gohlke: Die CSU und die SPD-B&uuml;rgermeisterin Sigrid Meierhofer &uuml;ben gerade die Politik der G7 im Kleinen, indem sie die Demokratie schlichtweg aussetzen. Das &ldquo;Stop G7&rdquo;-B&uuml;ndnis muss sich seit Monaten mit einer wahren Verbotsorgie f&uuml;r die geplanten Proteste auseinandersetzen. Es ist ein Hohn, dass das Protestcamp mit dem Alibi Argument des Schutzes vor Hochwasser verboten wurde. Ganz offensichtlich wird durch die v&ouml;llig unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige polizeiliche Pr&auml;senz bereits im Vorfeld des Gipfels ein Schreckensszenario aufgebaut, um den legitimen zivilgesellschaftlichen Widerstand gegen die Politik der G7 insgesamt zu diskreditieren. Aber kriminell sind nicht die Proteste, sondern die Politik der G7.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/interview-der-woche\/widerstand-gegen-verheerende-politik\/\">Die Linke<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gr&ouml;&szlig;ter Polizeieinsatz, den Bayern je erlebt hat<\/strong><br>\nWir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind auf den gr&ouml;&szlig;ten Polizeieinsatz den Bayern je erlebt hat vorbereitet, so die Kernaussage der Polizei, die zusammen mit dem Landratsamt &uuml;ber die aktuelle Sicherheitslage informiert hat.<br>\nBei der Pressekonferenz ging es unter anderem um Details zu m&ouml;glichen gewaltbereiten Gipfel-Gegnern, die im Werdenfelser Land erwartet werden. Alle friedlichen Demonstranten sind uns willkommen, so Polizeivizepr&auml;sident Robert Kopp.<br>\n&ldquo;Gleichwohl liegen uns Hinweise vor, dass auch gewaltbereites Klientel anreisen wird, um zum Beispiel aus der Anonymit&auml;t von friedlichen Versammlungsteilnehmern Krawall zu machen und Straftaten zu begehen.&rdquo;<br>\nRobert Kopp, Vizepr&auml;sident Polizeipr&auml;sidium M&uuml;nchen<br>\nEntsprechende Aufrufe im Internet zeugten nicht unbedingt von friedlichen Absichten, so Kopp weiter.<br>\nVon einer Zahl im vierstelligen Bereich gehen die Einsatzkr&auml;fte bei den gewaltbereiten Demonstranten aus. Wo es m&ouml;glich ist, wird die Polizei pr&auml;ventiv arbeiten und wo es notwendig ist, entschlossen einschreiten.<br>\n&ldquo;Diese Szene wird auch dieses Mal alles daran setzen Gewalt ins Werdenfelser Land zu bringen. Wir werden alle friedlichen Versammlungsteilnehmer und nat&uuml;rlich auch die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger davor sch&uuml;tzen.&rdquo;<br>\nRobert Kopp, Vizepr&auml;sident Polizeipr&auml;sidium M&uuml;nchen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/oberbayern\/inhalt\/g7-sicherheitslage-100.html\">BR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Stop G7 Elmau 2015<\/strong><br>\nAm 7. und 8. Juni 2015 trifft sich die &bdquo;Gruppe der Sieben&ldquo; (G7) auf Schloss Elmau in den bayerischen Alpen. Dort wollen die Staats- und Regierungschef*innen Deutschlands, der USA, Japans, Gro&szlig;britanniens, Frankreichs, Italiens und Kanadas &uuml;ber Au&szlig;en- und Kriegspolitik, Weltwirtschaft, Klima und &bdquo;Entwicklung&ldquo; beratschlagen. Die Repr&auml;sentant*innen der reichsten und m&auml;chtigsten Staaten der Welt erheben den Anspruch, &uuml;ber die Geschicke der gesamten Welt zu entscheiden, ohne eine Legitimation daf&uuml;r zu haben. Die Politik der G7-Staaten bedeutet neoliberale Wirtschaftspolitik, Krieg und Militarisierung, Ausbeutung, Armut und Hunger, Umweltzerst&ouml;rung und Abschottung gegen&uuml;ber Fl&uuml;chtenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stop-g7-elmau.info\/\">Stop G7<\/a><\/li>\n<li><strong>Altkanzler Schmidt vermisst Putin bei G7<\/strong><br>\nAltkanzler Helmut Schmidt (SPD) h&auml;lt den am 7. Juni im bayerischen Elmau beginnenden G7-Gipfel ohne Teilnahme Russlands f&uuml;r nicht sinnvoll. &ldquo;Meine Erwartungen sind begrenzt&rdquo;, sagte er der Deutschen Presse-Agentur mit Blick auf m&ouml;gliche Ergebnisse des Treffens.<br>\nEr erhoffe sich vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise lediglich, dass die westlichen Staats- und Regierungschefs &ldquo;nicht &Ouml;l ins Feuer gie&szlig;en. Und damit bin ich dann zufrieden&rdquo;.<br>\nSchmidt &auml;u&szlig;erte die &Uuml;berzeugung, dass der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin eine Gipfel-Einladung des Westens angenommen h&auml;tte, wenn sie &ldquo;in geh&ouml;riger Form ausgesprochen worden w&auml;re&rdquo;. Der 96-J&auml;hrige w&ouml;rtlich: &ldquo;Ich sehe deutlich, dass Putin beleidigt ist durch die Tatsache, dass der Westen ihn seiner Vorstellung nach nicht ernst genug nimmt.&rdquo;<br>\nSchmidt zeigte zudem ein gewisses Verst&auml;ndnis f&uuml;r Putins aggressive Politik, die ihn im Westen isoliert hat. &ldquo;Putin ist derjenige Mann, der nach der Wildwest-Periode unter (Pr&auml;sident Boris) Jelzin den russischen Staat wiederhergestellt hat. Das ist nach seinen Vorstellungen seine Aufgabe.&rdquo;<br>\nDer russische Pr&auml;sident habe das letzte noch bestehende &ldquo;Kolonialreich geerbt&rdquo;, das er zu erhalten versuche. Dabei handele Putin nur aus einer vermeintlich starken Position, so Schmidt: &ldquo;Es ist eine St&auml;rke, von der der Inhaber dieser St&auml;rke wei&szlig;, dass er sie nicht anwenden kann.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/politik\/g7-altkanzler-schmidt-vermisst-putin-bei-g7-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-150601-99-09205\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>G 7 unter deutscher Pr&auml;sidentschaft in Dresden und Elmau: Wie man R&uuml;ckschritt als Fortschritt feiert<\/strong><br>\nWer ein wenig &auml;lter ist, muss sich in diesen Tagen manchmal an den Kopf fassen und fragen, ob er jetzt nur ein lang andauerndes d&eacute;ja vue-Erlebnis hat oder ob das die Wirklichkeit ist. G 7 ist n&auml;mlich eigentlich eine Gruppierung, die einer fernen Vergangenheit angeh&ouml;rt. Mit G 7 (oder G 6) begann nach dem Ende des Systems von Bretton Woods die internationale Zusammenarbeit in weltwirtschaftlichen Fragen. Das geschah in der Mitte der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als man diese Gruppe von L&auml;ndern in der Tat noch als ma&szlig;gebend ansehen konnte f&uuml;r die Geschicke der Region der Welt, die man den &bdquo;Westen&ldquo; nannte.<br>\nNach der &Ouml;ffnung des &bdquo;Ostens&ldquo; zu Anfang der neunziger Jahre war G 7 schon nicht mehr besonders relevant und wurde in der Tat auch auf G 8 erweitert, indem man Russland dazu nahm. Das war schon ein grandioser Fehler, weil Russland nat&uuml;rlich nicht f&uuml;r die L&auml;nder stehen konnte, die bis dahin dem Osten zugerechnet worden waren. Folglich hatte man eine Gruppe geschaffen, die nicht nur wenig repr&auml;sentativ f&uuml;r die Weltwirtschaft war, sondern auch sehr inkoh&auml;rent, denn Russland f&uuml;hlte sich extrem unwohl in seiner Rolle und ahnte wohl, dass es mit diesen sieben westlichen L&auml;ndern wenig gemein hatte. Folglich begann man auch im Westen schon Ende der neuziger Jahre dar&uuml;ber nachzudenken, wie man diese Formate der &bdquo;westlichen&ldquo; Zusammenarbeit durch eine Einbeziehung der wichtigsten Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder, insbesondere Chinas, wieder f&uuml;r die Weltwirtschaft relevant machen k&ouml;nnte.<br>\nSo entstanden Versuche mit unterschiedlichen Gruppen (etwa einer G 33, deren erste Tagung ich selbst in Bonn leiten durfte, pikanterweise am 11. 3. 1999). Aber es bedurfte der gro&szlig;en Finanzkrise von 2008\/2009, um eine wirklich arbeitsf&auml;hige und sinnvoll besetzte Gruppe zu gr&uuml;nden, die G 20, die &ndash; in der Besetzung der Staatoberh&auml;upter &ndash; zum ersten Mal 2008 tagte. Die G 20 haben auch einiges erreicht, aber es ist nat&uuml;rlich schwierig, sich auch mit Vertretern aus Entwicklungsl&auml;ndern &uuml;ber sinnvolle Politikans&auml;tze zu einigen, weil man dazu auch deren Sicht der Welt zur Kenntnis nehmen und ernsthaft bedenken muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/g-7-unter-deutscher-praesidentschaft-in-dresden-und-elmau-wie-man-rueckschritt-als-fortschritt-feiert\/\">flassbeck economics<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>FIFA<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Von der FIFA und anderen &Uuml;belt&auml;tern &ndash; aber mitmachen muss niemand!<\/strong><br>\nTageslosung vom 01. Juni 2015: &bdquo;Der &Uuml;belt&auml;ter lasse von seinen Gedanken und bekehre sich zum HERRN, denn bei ihm ist viel Vergebung.&ldquo; (Jesaja 55,7) Gibt es einen besseren Kommentar zu dem, was am Sonntagabend den Fernsehzuschauern zugemutet wurde? Da sa&szlig; bei G&uuml;nther Jauch eine erlauchte Runde zusammen, um &uuml;ber den &bdquo;FIFA-Sumpf&ldquo; zu diskutieren &ndash; und heraus kam, dass FIFA-Chef Sepp Blatter eigentlich ein rechtschaffener Mann ist, der leider umgeben ist von 209 in ihrer Mehrheit korrupt bis kriminell handelnden Fu&szlig;ballverbandsdelegierten, f&uuml;r deren Machenschaften dieser so drahtig-agile Endsiebziger nicht verantwortlich gemacht werden kann. &hellip; Denn mafiose Institutionen k&ouml;nnen sich nur solange halten, solange es nicht nur T&auml;ter, sondern auch Dulder gibt &ndash; Menschen, die mitmachen. Und in der FIFA sitzen nur Dulder &ndash; einschlie&szlig;lich der Vertreter der UEFA und des DFB, deren Widerstandsgebaren im Luxusambiente Z&uuml;richs geradezu l&auml;cherlich wirkte. Sie alle wissen um die Machenschaften der FIFA genau Bescheid &ndash; und machen mit. Sie alle h&auml;tten die Gelegenheit gehabt, ans Mikrofon zu treten und Forderungen zu stellen &ndash; stattdessen aber wird lieber geschwiegen und schlie&szlig;lich gebarmt angesichts der sog. Sachzw&auml;nge, denen man sich leider beugen m&uuml;sse. Genauso beugen wie ARD und ZDF, die &uuml;ber die &Uuml;bertragungsrechte die FIFA mit Millionen Dollar f&uuml;ttern und so das korrupte System am Leben erhalten. &hellip; Aber wie gesagt &ndash; das ist nicht nur das Werk eines Sepp Blatter, der solchen himmelschreienden Unsinn zelebriert. Da geh&ouml;ren alle dazu, die mitmachen und zulassen. Und derzeit machen (fast) alle mit. Weder gibt es nennenswerten Druck aus der Politik, die Weltmeisterschaft in Katar 2022 abzublasen, noch denkt im DFB ernsthaft jemand &uuml;ber den Boykott der Weltmeisterschaft nach, noch stoppen ARD und ZDF die Finanzierung der &Uuml;bertragungsrechte aus Geb&uuml;hrengeldern. Daf&uuml;r wird wahrscheinlich jetzt &uuml;berlegt, wie die Weihnachtsm&auml;rkte auf die WM ausgerichtet werden k&ouml;nnen und wie viele Heizpilze in Europa produziert werden m&uuml;ssen, um aus den Public-Viewing-Pl&auml;tzen W&auml;rmestuben zu machen. Warum das? Weil alle denken, man m&uuml;sse mitmachen. Mitmachen muss aber niemand &ndash; jedenfalls nicht bei uns.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolff-christian.de\/von-der-fifa-und-anderen-uebertaetern-aber-mitmachen-muss-niemand\/\">Christian Wolff<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie wir alle das System Blatter finanzieren<\/strong><br>\nDie Fifa ist reich. Allein 1,5 Milliarden Dollar Reserven verbucht der Weltfu&szlig;ballverband in seiner Bilanz. Das Geld stammt aus Gewinnen, die der umstrittene Verein unter F&uuml;hrung seines noch umstritteneren Chefs Joseph Blatter jedes Jahr zur&uuml;cklegen kann.<br>\nDoch woher kommt der Reichtum? Die h&ouml;chsten Einnahmen bescheren der Fifa die Fernsehsender. Die Preise f&uuml;r die &Uuml;bertragungsrechte der Weltmeisterschaften haben sich im neuen Jahrtausend vervielfacht. Bei der WM 1998 brachten sie der Fifa noch nicht einmal hundert Millionen Dollar ein, beim Turnier 2014 in Brasilien waren es gut 2,4 Milliarden Dollar &ndash; ein Rekordwert, der bei den kommenden Weltmeisterschaften noch einmal &uuml;bertroffen werden k&ouml;nnte.<br>\nSp&auml;testens seit Bekanntwerden des j&uuml;ngsten Korruptionsskandals stellt sich damit die Frage, inwieweit das System Blatter vom Geld deutscher Fernsehzuschauer am Leben erhalten wird.<br>\nMit 43 Prozent machen die Ertr&auml;ge aus den Fernsehrechten beinahe die H&auml;lfte der Gesamteinnahmen des Weltverbandes aus. Zusammen mit den Sponsorengeldern, die von Konzernen wie Adidas, Visa oder Coca-Cola flie&szlig;en, waren es zuletzt sogar fast drei Viertel.<br>\nDer Gro&szlig;teil der Fernsehgelder kommt dabei nach wie vor aus Europa. Der Anteil liegt bei knapp 50 Prozent. (siehe Grafik) Entsprechend richten sich auch die Ansto&szlig;zeiten meist nach den Bed&uuml;rfnissen der hiesigen Zuschauer. Bei der WM in Brasilien etwa mussten die Mannschaften oft in gl&uuml;hender Mittagshitze ran, damit das Spiel zur besten europ&auml;ischen Sendezeit &uuml;bertragen werden konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/fifa-und-blatter-fernsehrechte-bringen-verband-milliarden-a-1036619.html\">SPON<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p><strong><a name=\"h03\"><\/a><em>Vorbemerkung Albrecht M&uuml;ller zu den folgenden zwei Hinweisen:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><em>Medien und Medienschaffende beklagen sich &uuml;ber Kritik an ihrer Arbeit und an ihren Manipulationsversuchen. &Uuml;ber den Gebrauch des Wortes &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; haben sie sich aufgeregt. Das wurde sogar zum Unwort des Jahres erkl&auml;rt. Gl&uuml;cklich ist der Begriff auch aus meiner Sicht nicht. Aber man sollte immer wieder pr&uuml;fen, wie gut wir informiert werden. Von falschen Informationen und von Manipulationen k&ouml;nnen Sie in den NachDenkSeiten t&auml;glich lesen. Man kann &uuml;brigens auch mit dem Unterlassen von Information manipulieren &ndash; L&uuml;gen durch Schweigen sozusagen. Schauen Sie sich die folgenden Hinweise auf interessante Artikel an und pr&uuml;fen Sie dann, ob Sie irgendetwas davon in den herrschenden Medien lesen: <\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Von den Waffenlieferungen aus dem destabilisierten Lybien zu den Rebellen einschlie&szlig;lich des IS nach Syrien zum Beispiel oder  <\/em><\/li>\n<li><em>Von &bdquo;Wir backen uns eine Terrororganisation &ndash; USA erfinden syrische Dschihadistengruppe &ldquo;Khorasan&rdquo;. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Achten Sie in den n&auml;chsten Tagen darauf, ob unsere &bdquo;Qualit&auml;ts&ldquo;medien irgendwo und irgendwann von diesen Vorg&auml;ngen berichten.<\/em><\/p>\n<p><em>Bevor Sie den englischen Text lesen oder &uuml;bersetzen, folgt hier der Link auf eine deutsche &Uuml;bersetzung von H.R. Dieser Text von Robert Parry enth&auml;lt wichtige Informationen zur Entstehungsgeschichte der f&uuml;r viele Menschen t&ouml;dlichen Krise in Syrien, zus&auml;tzlich auch zum Geschehen in Libyen und auch zur inneren Willensbildung in den USA, zum Beispiel &uuml;ber die Rolle der Gruppe um Hillary Clinton. Der Autor nennt diese Gruppe &bdquo;liberale Interventionismus&ldquo; und sieht ein Zusammenspiel dieser Gruppe mit einflussreichen Neokonservativen gegen den Pr&auml;sidenten Obama.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Lo&#776;cher in der Syrien-Geschichte der Neocons<\/strong><br>\nDie Geschichte des offiziellen Washingtons u&#776;ber den syrischen Bu&#776;rgerkrieg ist, dass unschuldige &ldquo;prodemokratische&rdquo; Protestler zur Gewalt getrieben wurden, weil die syrische Regierung hart zru&#776;ckgeschlagen hatte &ndash; und dass, falls nur Pra&#776;sident Obama die Protestierenden gleich zu Beginn bewaffnet und den &ldquo;Regimewechsel&rdquo; unterstu&#776;tzt ha&#776;tte, die aktuelle Krise in Syrien und dem Irak ha&#776;tte abgewendet werden ko&#776;nnen.<br>\nAber das Drehbuch war niemals so schwarz und weiss. Obwohl es im Jahre 2011 sicher viele syrische Protestler gab, die einfach das Ende von Pra&#776;sidents Bashar al-Assads Herrschaft und politische Reformen wollten, waren doch von Anfang an extremistische Elemente in ihren Reihen, einschlie&szlig;lich &ldquo;al-Qaida im Irak&rdquo; (AQI) -Terroristen, wie ein Report von Defense Intelligence Agency (DIA) beschreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150602_loecher-in-der-syrien-geschichte-der-neocons.pdf\">Robert Parry in der deutschen &Uuml;bersetzung unseres Leser H.R. [PDF &ndash; 90 KB]<\/a>\n<p><strong>Dazu der Text im Original: Arms to Syria<\/strong><br>\nOn Oct. 12, 2012, another secret DIA report, based on raw intelligence and obtained by Judicial Watch in its Benghazi-related lawsuit, stated that in the weeks before Stevens&rsquo;s death, &ldquo;Weapons from the former Libya military stockpiles were shipped from the port of Benghazi, Libya to the Port of Banias and the Port of Borj Islam, Syria. The weapons shipped during late-August 2012 were Sniper rifles, RPG&rsquo;s, and 125mm and 155mm howitzers missiles.&rdquo;<br>\nThough the DIA did not specify who organized these shipments and exactly who got them, this information matches reporting by Seymour Hersh in a lengthy article entitled &ldquo;The Red Line and the Rat Line&rdquo; in the April 17, 2014 issue of the London Review of Books. The &ldquo;rat line&rdquo; was a reference to a secret CIA channel of weapons from Libya to Syrian rebels who were being supported by Turkey, Saudi Arabia and Qatar.<br>\nHersh wrote: &ldquo;The full extent of US co-operation with Turkey, Saudi Arabia and Qatar in assisting the rebel opposition in Syria has yet to come to light. The Obama administration has never publicly admitted to its role in creating what the CIA calls a &lsquo;rat line&rsquo;, a back channel highway into Syria.<br>\n&ldquo;The rat line, authorised in early 2012, was used to funnel weapons and ammunition from Libya via southern Turkey and across the Syrian border to the opposition. Many of those in Syria who ultimately received the weapons were jihadists, some of them affiliated with al-Qaida. (The DNI [Director of National Intelligence] spokesperson said: &lsquo;The idea that the United States was providing weapons from Libya to anyone is false.&rsquo;)&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2015\/05\/31\/holes-in-the-neocons-syrian-story\/\">Consortiumsnews<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Wir backen uns eine Terrororganisation &ndash; USA erfinden syrische Dschihadistengruppe &ldquo;Khorasan&rdquo;<\/strong><br>\nEin anschauliches Beispiel daf&uuml;r, wie Herdentrieb-Journalismus und Konformismus es westlichen Geheimdiensten leicht machen, die Bev&ouml;lkerung durch das Lancieren nicht substantiierter Ger&uuml;chte oder sogar frei erfundener R&auml;uberpistolen in Unruhe zu versetzen, hat j&uuml;ngst eine Begebenheit aus dem September 2014 illustriert. Die Terrorgruppe &bdquo;Khorasan&ldquo;, die angeblich noch schlimmer als der IS war und von den USA zerschlagen wurde, hat es nie gegeben.<br>\n(&hellip;)<br>\nDie Liste der Medienorgane, die &uuml;ber die Gruppe berichtet hatten, liest sich wie ein Who is Who westlicher &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; und reicht von der New York Times &uuml;ber die Washington Post bis hin zur CNN, CBS oder auch den f&uuml;hrenden Medienorganen in Deutschland wie Handelsblatt oder N24. Seit September 2014 hat man von dieser &bdquo;Terrorgruppe&ldquo;, die angeblich eine noch gr&ouml;&szlig;ere Bedrohung als der IS darstellen soll, nichts mehr geh&ouml;rt. Heute wei&szlig; man auch den Grund: Die Story war frei erfunden, eine Terrorgruppe dieses Namens existiert schlichtweg nicht. J&uuml;ngst hat der F&uuml;hrer der syrischen Dschihadistengruppe Al-Nusra, Abu Mohammad al Jolani, auf dem arabischen Kanal von Al Jazeera erkl&auml;rt, dass es eine solche Gruppe auch zu keiner Zeit zuvor gegeben habe. &bdquo;The Intercept&ldquo; zitiert al Jolani wie folgt:<br>\n&bdquo;Die so genannte Khorasan Gruppe, die angeblich in unseren Reihen aktiv sein soll, gibt es nicht. Wir h&ouml;rten zum ersten Mal von ihr aus den Medien, nachdem die US-gef&uuml;hrte Koalition uns bombardiert hatte. Es ist nur eine westliche Erfindung, die Bombenanschl&auml;ge auf uns zu rechtfertigen. Es gibt allerdings einige Br&uuml;der aus Khorasan, die sich uns angeschlossen haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/21307\/international\/khorasan-wir-backen-uns-eine-terrororganisation-usa-erfinden-dschihadistengruppe\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><strong>Hier der Originalartikel aus &ldquo;The Intercept&rdquo;:<\/strong><br>\nAl Qaeda Syria Boss Says That His &ldquo;So-Called Khorasan Group Doesn&rsquo;t Exist&rdquo;<br>\nIn early September 2014, an Associated Press story quoted unnamed U.S. officials discussing an imminent threat from a previously unknown, Syria-based terror outfit called the &ldquo;Khorasan Group.&rdquo; U.S. officials told the AP that the jihadist group was stocked with al Qaeda veterans and was plotting imminent attacks against U.S.-bound airline flights. Officials also suggested that the level of danger posed by the group exceeded that of ISIS, the militant group which now controls much of Iraq and Syria.<br>\nWeeks later, after similarly breathless coverage of the so-called Khorasan Group from the New York Times, the Washington Post, CNN, NBC News, CBS News and others, American airstrikes against Syria commenced, including strikes that were said to have specifically targeted this shadowy new organization.<br>\nIn the immediate aftermath of the strikes, something remarkable happened. American officials almost immediately began retracting their claims about the level of danger posed by the Khorasan Group. FBI Director James Comey, addressing previous assertions that the group posed an imminent threat to American interests, said, &ldquo;I don&rsquo;t know exactly what that word means &hellip; &lsquo;imminent.&rsquo;&rdquo;<br>\n(&hellip;)<br>\nSince the commencement of airstrikes in Syria last September, the U.S. has become fully invested as a belligerent in that country&rsquo;s civil war. While the &ldquo;Khorasan Group&rdquo; designation itself was partly a fiction created by the U.S. government, simply a nickname created for a group of people within Syria whom it wanted to bomb, it was reported at the time in hyperbolic media reports as not only a real, discrete organization, but also a more dangerous threat to Americans than the Islamic State.<br>\nNone of the subsequent reports about these initial threats posed by the group have ever been substantiated. Indeed, highly credulous reporting on the group at the time did not even do so much as discern whether the organization itself independently existed at all. The &ldquo;Khorasan Group,&rdquo; after helping quickly manipulate public opinion to win acceptance for yet another American war in the Middle East, simply disappeared from government statements and media reports as quickly as it first rose to prominence.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2015\/05\/28\/called-khorasan-group-doesnt-exist\/\">The Intercept<\/a><\/p>\n<p><em>Und hier der Artikel, den Greenwald und sein Kollege Murtaza Hussain Anfang Oktober dar&uuml;ber ver&ouml;fentlicht hatten, und in dem sie die Entwicklung und den Aufbau der Geschichte darstellen:<\/em><\/p>\n<p><strong>The Fake Terror Threat Used To Justify Bombing Syria<\/strong><br>\nAs the Obama Administration prepared to bomb Syria without congressional or U.N. authorization, it faced two problems. The first was the difficulty of sustaining public support for a new years-long war against ISIS, a group that clearly posed no imminent threat to the &ldquo;homeland.&rdquo; A second was the lack of legal justification for launching a new bombing campaign with no viable claim of self-defense or U.N. approval.<br>\nThe solution to both problems was found in the wholesale concoction of a brand new terror threat that was branded &ldquo;The Khorasan Group.&rdquo; After spending weeks depicting ISIS as an unprecedented threat &mdash; too radical even for Al Qaeda! &mdash; administration officials suddenly began spoon-feeding their favorite media organizations and national security journalists tales of a secret group that was even scarier and more threatening than ISIS, one that posed a direct and immediate threat to the American Homeland. Seemingly out of nowhere, a new terror group was created in media lore.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2014\/09\/28\/u-s-officials-invented-terror-group-justify-bombing-syria\/\">The Intercept<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sch&auml;uble-Reform: 99 Prozent der Unternehmer k&ouml;nnen steuerfrei erben<\/strong><br>\nEin Reformkonzept von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) f&uuml;r die Erbschaftsteuer w&uuml;rde mehr als 99 Prozent aller Firmenerben verschonen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Gr&uuml;nen hervor, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Demnach lagen in den Jahren 2009 bis 2013 im Schnitt 99,2 aller &uuml;bertragenen Betriebsverm&ouml;gen unter einer Schwelle von 20 Millionen Euro. Im Jahr 2009 lag diese Quote sogar bei 99,9 Prozent.<br>\n20 Millionen Euro sollen nach den Sch&auml;uble-Pl&auml;nen in Zukunft die Grenze bilden, unterhalb derer Firmenerben auch in Zukunft ungepr&uuml;ft weitgehend von der Erbschaftsteuer verschont werden sollen.<br>\nBisher werden Betriebsverm&ouml;gen zu 85 oder gar 100 Prozent von der Erbschaftsteuer befreit, sofern die Unternehmenserben f&uuml;r einige Jahre weder in gro&szlig;em Stil Personal abbauen noch ihr Unternehmen verkaufen. Das Bundesverfassungsgericht hatte diese Regelungen k&uuml;rzlich als zu weitgehend gekippt und eine Neuregelung gefordert. Sch&auml;ubles Konzept sieht nun vor, dass die Privilegien nur noch bei einem vererbten Betriebsverm&ouml;gen unterhalb von 20 Millionen gelten. Jenseits dieser Schwelle soll gepr&uuml;ft werden, ob die Erben gen&uuml;gend Mittel zur Begleichung ihrer Steuerschuld haben &ndash; wobei auch privates Verm&ouml;gen ber&uuml;cksichtigt w&uuml;rde.<br>\nDie Zahlen zeigen jedoch, dass kaum ein Unternehmer die &Uuml;berpr&uuml;fung f&uuml;rchten muss &ndash; was das Finanzministerium nicht einmal bestreitet. Dort bezifferte man den Anteil nicht betroffener Unternehmenserben bislang mit 98 Prozent, also nur minimal weniger als die jetzt ver&ouml;ffentlichten Werte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/erbschaftsteuer-schaeuble-konzept-verschont-99-prozent-a-1036549.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Korrekt ausgedr&uuml;ckt: 99 Prozent der Multimillionenverm&ouml;gen k&ouml;nnen steuerfrei vererbt werden. Ein Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit &ndash; ein Dank an die SPD.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Volksinitiative f&uuml;r eine Erbschaftssteuer<\/strong><br>\nDie Initiative verlangt die Einf&uuml;hrung einer Erbschaftssteuer auf Bundesebene. Nachl&auml;sse ab 2 Millionen Franken sollen zu einem Satz von 20 Prozent versteuert werden. Schenkungen von 20&thinsp;000 Franken pro Jahr und Person w&auml;ren steuerfrei. F&uuml;r Familienbetriebe sind Erleichterungen vorgesehen. Zwei Drittel der Einnahmen w&uuml;rden in die AHV fliessen [obligatorische Rentenversicherung in der Schweiz], ein Drittel an die Kantone. Diese w&uuml;rden damit f&uuml;r den Verlust ihrer Kompetenz entsch&auml;digt: Heute sind die Erbschaftssteuern kantonal geregelt.<br>\nEVP, SP, Gr&uuml;ne und Gewerkschaftsbund wollen der ungleichen Verm&ouml;gensverteilung entgegenwirken: 2 Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzen soviel Verm&ouml;gen wie die &uuml;brigen 98 Prozent. Die Befreiung der direkten Nachkommen von der Erbschaftssteuer habe diese Entwicklung gef&ouml;rdert. Mit der Initiative w&uuml;rden alle Erben steuerlich gleich behandelt &ndash; Nichten, Neffen, Freunde, aber auch Interaktionspartner profitieren. Die Mehreinnahmen w&uuml;rden in die AHV fliessen und damit Normalverdiener entlasten.<br>\nBundesrat, Kantone sowie das Parlament lehnen das Volksbegehren ab. Die B&uuml;rgerlichen kritisieren die Initiative, weil sie in die Steuerhoheit der Kantone eingreift, weil alle Erben unabh&auml;ngig vom Verwandtschaftsgrad gleich behandelt werden und weil die Initiative den KMU [kleine u. mittlere Unternehmen] schade: Die Erbschaftssteuer entziehe den Familienunternehmen Geld bei der &Uuml;bergabe an die n&auml;chste Generation. Das erschwere die ohnehin schwierige Nachfolgeplanung und f&uuml;hre zu einer Mehrbelastung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derbund.ch\/schweiz\/standard\/Darum-geht-es-am-nobr14-Juninobr\/story\/10653280\">Der Bund<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.S.:<\/strong> &Auml;hnliche Argumente zur Debatte, die es auch in D gibt. CH kann jedoch dar&uuml;ber abstimmen. Schaut man die Entwicklung im 20. Jahrhundert an, gilt wohl f&uuml;r alle vergleichbaren L&auml;nder: (1) Steuern auf Kapital sind immer weiter zur&uuml;ckgegangen, (2) Steuern auf Arbeit und auf Konsum haben zugenommen und (3) insgesamt ist in wohl allen L&auml;ndern das relative Steuervolumen zur&uuml;ckgegangen. Alle Entwicklungen waren und sind h&ouml;chst sch&auml;dlich. (1) hat (mit) zur Finanzkrise gef&uuml;hrt, (2) f&uuml;hrt (mit) zur anhaltenden schwachen Wirtschaft seit der Finanzkrise. (3) hat (mit) zur Infrastrukturkrise gef&uuml;hrt (und tut es noch). Die Gegner und ihre Argumente m&ouml;chte man fragen: Halten Sie (1) bis (3) f&uuml;r kein Problem? Wenn doch: Was sind Ihre alternativen L&ouml;sungsvorschl&auml;ge? Antworten sind leider fast immer defensiv (&lsquo;Erbschaftsteuer schaden &hellip;&rsquo; usw.), selten konstruktiv.<\/em><br>\n<em>Kurz: Die Fraktion der Very Serious People in Medien und Politik (wie Paul Krugman sie nennen w&uuml;rde) verteidigt &ndash; wissentlich oder unwissentlich &ndash; einen l&auml;ngst fundamental br&ouml;ckelnden Status Quo, ohne h&ouml;chst relevante aktuelle Probleme zu erkennen oder gewillt sind, sie zu l&ouml;sen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europas verlorene Generation<\/strong><br>\nMillionen junger Menschen sind laut OECD ohne Ausbildung und Beruf, besonders schlimm ist die Situation im S&uuml;den Europas. Deutschland steht im Vergleich ganz gut da, doch auch hier gibt es Probleme.<br>\n&bdquo;Verschwendung von Humanpotenzial&ldquo;: Die Formulierung im neuesten OECD-Bericht macht schaudern, und die zugeh&ouml;rigen Zahlen erst recht: Mehr als 35 Millionen Jugendliche und junge Erwachsene der gr&ouml;&szlig;ten Industriestaaten befinden sich weder in Ausbildung noch im Beruf. Sie sind mehr als nur arbeitslos &ndash; eine verlorene Generation, deren mangelhafte Ausbildung auf einen krisengesch&uuml;ttelten Arbeitsmarkt trifft. &bdquo;Hier verlieren beide Seiten&ldquo;, sagte Jos&eacute; Angel Gurr&iacute;a, Generalsekret&auml;r der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD), der die Studie &uuml;ber Kompetenzen und Besch&auml;ftigungsaussichten junger Menschen am Mittwoch in Berlin vorstellte.<br>\nDemnach ist die Wahrscheinlichkeit, aus dem Ausbildungssystem herauszufallen und keine Besch&auml;ftigung zu finden, f&uuml;r unter 30-J&auml;hrige doppelt so hoch wie f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer. Das gilt umso mehr f&uuml;r die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder des OECD-Verbunds, in denen die Wirtschaftskrise von 2008 bis heute Auswirkungen auf die Jugendlichen hat: In Spanien, Griechenland und der T&uuml;rkei liegt die Quote der 15- bis 29-J&auml;hrigen ohne Besch&auml;ftigung und Ausbildung bei &uuml;ber 25 Prozent &ndash; deutlich &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt von 14,9 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/oecd-studie-ueber-arbeitslose-jugendliche-europas-verlorene-generation\/11834550.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kein Arztbesuch, kein frisches Gem&uuml;se: Wie Familien unter der Krise leiden<\/strong><br>\nDie Krise hat sie mitgenommen &ndash; finanziell und mental. Viele griechische Familien haben inzwischen alles verloren. Nur mit fremder Hilfe kommen sie &uuml;berhaupt noch &uuml;ber die Runden.<br>\nDen meisten bleiben wenigstens die Tr&auml;ume. Davon, dass es besser werden wird. Irgendwann. Dimitris Tzouras aber hat nicht einmal mehr das. &bdquo;Wovon soll ich noch tr&auml;umen?&ldquo;, sagt er. &bdquo;Da gibt es nichts mehr.&ldquo; Aus der Hoffnung ist bei dem 55 Jahre alten Griechen zunehmend Verbitterung geworden, weil er so ziemlich alles verloren hat: seinen Job, sein ganzes Geld, die Versicherungen &ndash; und seinen Glauben an die Politik. Nur seinen Verstand noch nicht.<br>\nDamit ist er in guter griechischer Gesellschaft. W&auml;hrend alle dar&uuml;ber reden, wie der Staat seine n&auml;chsten Raten zahlen und wann er denn nun wirklich pleite sein wird, w&auml;ren viele Menschen im Land schon froh, wenn sie w&uuml;ssten, woher sie das Geld f&uuml;r ihren n&auml;chsten Einkauf nehmen sollen. Und pleite sind sie schon lange. Bei Dimitris Tzouras ging es im Jahr 2011 los, da verlor er seinen Job als Versicherungsmakler &ndash; und damit auch jede soziale Absicherung. &bdquo;30 Jahre lang habe ich gearbeitet und Krankenkassenbeitr&auml;ge bezahlt. Und auf einmal habe ich nichts davon&ldquo;, sagt er. Weil er selbstst&auml;ndig war, bekam er nicht mal das eine Jahr Arbeitslosengeld, das Angestellten in Griechenland zusteht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/armut-in-griechenland-kein-arztbesuch-kein-frisches-gemuese-wie-familien-unter-der-krise-leiden\/11840330.html\">tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie rette ich ein Land?<\/strong><br>\n&ldquo;There will be no Staatsbankrott&rdquo; hat Wolfgang Sch&auml;uble mal gesagt. Inzwischen reden alle &uuml;ber den &ldquo;Grexit&rdquo;. Aber wie sieht die Syriza-Regierung die aktuelle Situation? Au&szlig;enminister Nikos Kotzias hat sich am Freitag (29.05.2015) bei der Philcologne der Diskussion gestellt.<br>\n&ldquo;Ich mag die Deutschen&rdquo;, betonte Nikos Kotzias gleich zu Beginn der Diskussion mit dem Journalisten Harald Schumann. Um gleich nachzulegen: &ldquo;Nur die deutsche Politik nicht.&rdquo; Denn die arbeite zu sehr mit Stereotypen. Fr&uuml;her sei das Klischee des fr&ouml;hlichen, tanzenden Griechen in Ordnung gewesen, seit der Krise sei nur noch die Rede von den faulen Griechen &ndash; vor allem in deutschen Medien. Grund sei die Finanzkrise, die bereits seit fast acht Jahren herrscht. &ldquo;Hat es je ein Land gegeben, dass solange in der Krise steckt&rdquo;, fragte Kotzias? Jedenfalls nicht in Europa, &ldquo;vielleicht Nordkorea&rdquo;.<br>\n&ldquo;Grund f&uuml;r die Krise ist ein oligarchisches System in Griechenland&rdquo;, das die Menschen ausbeute und die Armen zur&uuml;cklasse. &ldquo;Ich bin aus einer gro&szlig;b&uuml;rgerlichen Familie, aber ich hasse diese Oligarchen, denn sie haben unser Land kaputt gemacht&rdquo;. Aber: &ldquo;Wie kann man verhandeln, wenn jeden Tag Druck ausge&uuml;bt wird&rdquo;, fragte Kotzias. Mit Spr&uuml;chen wie &acute;Ihr interessiert uns gar nicht&rsquo;, &acute;wenn ihr nicht unterschreibt, dann seid ihr tot, ihr habt es nur noch nicht gemerkt`.<br>\nHinzu kommen enorme Einkommensverluste der Griechen. Man m&uuml;sse die Lebenssituation der Menschen sehen, um zu verstehen, was die Krise f&uuml;r die Griechen bedeute, sagt Nikos Kotzias. Es gebe Kinder, die in der Schule zusammenbrechen, weil sie seit Tagen nichts mehr gegessen h&auml;tten oder es gebe Menschen ohne Heizung im Winter. &ldquo;Die machen uns kaputt, das ist kein Wertsystem, weder ein deutsches, noch ein griechisches oder europ&auml;isches&rdquo;, sagte Kotzias.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/veranstaltungen\/philcologne-nikos-kotzias-griechenland-100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Der IWF, die FAZ und die L&uuml;ge vom &ldquo;Grexit&rdquo; &ndash; Meinungsmache im Interesse der Finanzelite<\/strong><br>\nAm 30. Mai ver&ouml;ffentlichte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) einen Artikel unter der &Uuml;berschrift &ldquo;IWF schlie&szlig;t einen Grexit nicht aus&rdquo;. Der Text enthielt unter anderem Ausz&uuml;ge aus einem Gespr&auml;ch mit IWF-Chefin Christine Lagarde. Wie aus einer Fu&szlig;note des Artikels hervorgeht, hat sich der IWF vor der Ver&ouml;ffentlichung an die Redaktion der FAZ gewandt und um die &Auml;nderung einer Formulierung gebeten.<br>\nHintergrund ist die Tatsache, dass der IWF die &Auml;u&szlig;erungen seiner f&uuml;hrenden Mitglieder bei Interviews grunds&auml;tzlich &ldquo;autorisiert&rdquo;. So hatte er in diesem Fall Christine Lagardes Satz &ldquo;Der Austritt Griechenlands ist eine M&ouml;glichkeit&rdquo; freigegeben.<br>\nIn der Fu&szlig;note der FAZ hei&szlig;t es: &ldquo;Als die Finanzm&auml;rkte auf dieses Zitat nerv&ouml;s reagierten, bat der IWF darum, die autorisierte deutsche Version anders zu formulieren. Deshalb wurde aus dem autorisierten Zitat, es handle sich bei dem Grexit um eine M&ouml;glichkeit, die Version, dass &ldquo;niemand den Europ&auml;ern einen Grexit w&uuml;nscht.&rdquo;<br>\nObwohl nur vier Zeilen lang, verr&auml;t diese Fu&szlig;note mehr &uuml;ber die m&auml;chtigste Finanzorganisation der Welt und die Rolle, die die FAZ und die Mainstream-Medien im Konflikt um Griechenland spielen, als so manch langes politisches Traktat.<br>\nDie Ver&ouml;ffentlichung wirft aber nicht nur ein bezeichnendes Licht auf die Methoden des IWF. Sie zeigt auch auf eindrucksvolle Weise das wahre Gesicht der FAZ. Deren Redaktion versucht zwar, den Anschein der Seriosit&auml;t zu wahren, indem sie den groben Versto&szlig; des IWF gegen die grundlegenden Prinzipien eines objektiven Journalismus nicht verschweigt und an der selbstgew&auml;hlten &Uuml;berschrift des Artikels festh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45080\/1.html\">heise online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wir sind nicht an allem schuld<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und der Harvard-&Ouml;konom Kenneth Rogoff debattieren &uuml;ber die Rolle der Deutschen in der Krise und den richtigen Umgang mit Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/22\/eurokrise-griechenland-wolfgang-schaeuble-kenneth-rogoff\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Zwei Neoliberale unter sich. Und ja, Rogoff ist genau der &bdquo;Spitzen&ouml;konom&ldquo;, der sich bei seiner Studie (Kernaussage: eine Staatsverschuldung von &uuml;ber 90 Prozent f&uuml;hrt zu niedrigem Wirtschaftswachstum), welche die wissenschaftliche Absicherung der neoliberalen Austerit&auml;tspolitik liefern sollte, ein klein wenig verrechnet (siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16916\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16972\">hier<\/a>) hatte. Was aber einen Sch&auml;uble nicht davon abh&auml;lt eisern an Rogoffs grotesker These festzuhalten und diese auch im Umgang mit Griechenland zu seiner finanzpolitischen Maxim zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP ist schon Realit&auml;t<\/strong><br>\nDie EU-Unterh&auml;ndler versichern: TTIP und Ceta werden keine europ&auml;ische Standards verw&auml;ssern. Dabei wurden Umwelt- und Nahrungssicherheitsregeln l&auml;ngst geschw&auml;cht.<br>\nSchmutzige Luft sind die Einwohner von Muskiz, einem Dorf in der N&auml;he der spanischen Stadt Bilbao, gew&ouml;hnt. Seit 30 Jahren gehen in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden immer wieder Ascheflocken auf ihre H&auml;user nieder, ausgesto&szlig;en von den Schornsteinen der Petronor-Raffinerie, die zum multinationalen Konzern Repsol geh&ouml;rt.<br>\nIm vergangenen Sommer war es besonders schlimm. &ldquo;Ganze Stra&szlig;enz&uuml;ge waren von einer dicken Schicht Asche bedeckt: H&auml;user, Stra&szlig;en und Autos. Die Asche war &uuml;berall&rdquo;, sagt Martin Manxto aus Bilbao. Der Grund waren Frachter, die seit Anfang Juni 2014 &Ouml;l aus Teersanden in die Hafenstadt brachten. Der erste hatte Anfang Juni 2014 angelegt, mit 600.000 Barrel kanadischem Teersand-&Ouml;l an Bord. Die Raffinerie hatte sichtlich Probleme, diese besonders schwere Form des Roh&ouml;ls zu verarbeiten.<br>\nNoch im Jahr 2012 importierte Europa maximal 4.000 Barrel Teersande t&auml;glich. Aber die Menge wird aller Voraussicht nach stark zunehmen. Die Teersande kommen in unverarbeitetem Zustand aus Kanada, und in Form von Diesel oder Benzin aus den USA. Die kanadische Umweltschutzorganisation Natural Resources Defence Council prognostiziert, dass sich die Einfuhren bis zum Jahr 2020 auf enorme 725.000 Barrel pro Tag erh&ouml;hen werden.<br>\nKanada ist der gr&ouml;&szlig;te Exporteur von &Ouml;lsanden weltweit. In den vergangenen Jahren hat das Land viel in den Ausbau seiner Produktionskapazit&auml;ten investiert, und es sucht nach neuen Exportm&auml;rkten. Europa, auf den Import von Erd&ouml;l und seiner Derivate angewiesen, scheint vielversprechend.<br>\nBevor die Teersande aus Kanada in Europa ankommen, werden sie in Raffinerien in den USA weiterverarbeitet. Die meisten befinden sich in der N&auml;he des Golfs von Mexiko. Auch f&uuml;r sie geht es um ein Riesengesch&auml;ft: Im Jahr 2012 war der Benzin- und Dieselhandel mit Europa 32 Milliarden Dollar wert.<br>\nDoch Europa drohte, Hindernisse aufzubauen. Im Jahr 2009 akzeptierte Br&uuml;ssel eine Treibstoffqualit&auml;tsrichtlinie mit dem Ziel, die CO2-Emissionen im Transportsektor um sechs Prozent zu senken. Der Kern der neuen Regel: Sie klassifizierte die verschiedenen Treibstoffe nach ihren Emissionen.<br>\nIn einer Studie f&uuml;r die Europ&auml;ische Kommission kam Adam Brandt von der Stanford University zu dem Ergebnis, dass die Emissionen aus Teersand-&Ouml;l um 23 Prozent h&ouml;her seien als jene aus konventionellem &Ouml;l. Entsprechend stufte die Kommission das Teersand-&Ouml;l ein. Die Botschaft war klar: Teersand-Importe passten nicht zum Sechs-Prozent-Ziel.<br>\nF&uuml;r Kanada, die USA und multinationale Konzerne wie BP und Shell waren die Ideen der EU eine Bedrohung. Da kamen die Verhandlungen &uuml;ber Ceta und TTIP gerade recht, um ihre Sorgen zum Thema zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-05\/ttip-ceta-kosten\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bankgeheimnis: Sag&lsquo; beim Abschied leise Servus<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Emp&ouml;rung und mediale Berichterstattung &uuml;ber zahlreiche Steuervermeidungs- und -hinterziehungsstrategien von Verm&ouml;genden und internationalen Konzernen der letzten Jahre haben den Druck auf die europ&auml;ische und internationale Politik erh&ouml;ht, Steuerbetrug wirksamer als bisher zu bek&auml;mpfen. Die bevorstehende Aufhebung des Bankgeheimnisses in &Ouml;sterreich f&uuml;r Steuerinl&auml;nderInnen und &ndash;ausl&auml;nderInnen ist ein Ergebnis dieser Entwicklung.<br>\n&bdquo;Das Bankgeheimnis ist tot&ldquo;, verk&uuml;ndete Algirdas &Scaron;emeta, damaliger EU-Steuerkommissar im Oktober 2014. Gerade hatten sich die FinanzministerInnen der Mitgliedsstaaten darauf geeinigt, ein europ&auml;isches Gesetz zur Amtshilfe der Steuerbeh&ouml;rden zu versch&auml;rfen. Bereits im Fr&uuml;hjahr hatte &Ouml;sterreich endlich einer Versch&auml;rfung der Europ&auml;ischen Zinsrichtlinie zugestimmt, deren Einigung Luxemburg und &Ouml;sterreich &uuml;ber Jahre hinweg mit Verweis auf ihr Bankgeheimnis blockiert haben. Somit wird das Bankgeheimnis f&uuml;r Ausl&auml;nderInnen ab 2017 de facto abgeschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/bankgeheimnis-sag-beim-abschied-leise-servus-2\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neuer OECD-Bericht &ndash; Deutschland wird zum Auswanderungsland<\/strong><br>\nVor allem Hochqualifizierte machen immer h&auml;ufiger im Ausland Karriere. Viele kehren auch wieder zur&uuml;ck. Die Industriel&auml;nder-Organisation OECD erkennt dennoch Warnsignale.<br>\nW&auml;hrend eine wachsende Zahl von Menschen nach Deutschland einwandert, wandern jedes Jahr auch 140.000 Deutsche aus. Zwar bleiben bei weitem nicht alle von ihnen langfristig im Ausland, aber die Gesamtzahl der Deutschen au&szlig;erhalb der Landesgrenzen hat sich doch in den vergangenen Jahren deutlich erh&ouml;ht. Allein in den 34 Mitgliedsl&auml;ndern der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) leben inzwischen gut 3,4 Millionen ausgewanderte Deutsche. Das sind 250.000 oder 8 Prozent mehr als zur Jahrtausendwende, wie ein am Montag vorgelegter OECD-Bericht zeigt.<br>\nGemessen an diesen absoluten Zahlen, z&auml;hlt Deutschland damit au&szlig;erdem zu den wichtigsten Auswanderungsl&auml;ndern. Nur die Zahl der Briten und der Mexikaner, die au&szlig;erhalb ihres Heimatlandes leben, ist noch gr&ouml;&szlig;er. Unter den Schwellenl&auml;ndern liegen auch China und Indien mit jeweils 3,6 Millionen B&uuml;rgern im Ausland knapp vor Deutschland &ndash; was aber angesichts ihrer Gesamtgr&ouml;&szlig;e kaum erstaunt. Gemessen am Prozentsatz ihrer Gesamteinwohnerzahl, haben Portugal, Mexiko und Polen die meisten Auswanderer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/menschen-wirtschaft\/neuer-oecd-bericht-deutschland-wird-zum-auswanderungsland-13624291.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fr&uuml;her war es einsamer als heute<\/strong><br>\nDas Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) feiert seinen zehnten Geburtstag. Der &Ouml;konom und IMK-Chef Gustav Horn spricht im FR-Interview &uuml;ber den schweren Stand von linken &Ouml;konomen in Deutschland und Auswege aus der Euro-Krise.<br>\nFR: Deutschland gilt dennoch als ein Land, in dem die Wirtschaftswissenschaft besonders konservativ im Sinne von liberal oder neoliberal ausgerichtet ist. Wie kommt das?<br>\nIn der akademischen Welt leidet Deutschland unter einer Monokultur. Neoliberale Ideen dominierten alles. Das ist heute noch so, weil die handelnden Personen an den Universit&auml;ten und Instituten oft noch dieselben sind. In der Politik ist die Vorliebe f&uuml;r die alten Rezepte sogar noch st&auml;rker ausgepr&auml;gt.<br>\nFR: Woran liegt das?<br>\nEs gab traditionell nie viele Keynesianer in Deutschland. Als der Keynesianismus in den 70er Jahren in eine intellektuelle Krise geriet, geriet die Minderheit weiter unter Druck. An den Universit&auml;ten betrieb eine sehr homogene Gruppe eine Art Inzucht bei der Besetzung von Lehrst&uuml;hlen. Es fehlte an Debatte und auch an Offenheit. Wenn wir jetzt einen Wandel erleben, so wird der angetrieben von au&szlig;en, vor allem von den angels&auml;chsischen L&auml;ndern. Dort stellen Nobelpreistr&auml;ger viele alte Grunds&auml;tze in Frage.<br>\nFR: F&uuml;r viel Wirbel sorgte das letzte Gutachten des Sachverst&auml;ndigenrates mit dem Titel &bdquo;Mehr Vertrauen in Marktprozesse&ldquo;&hellip;<br>\nMit diesem Gutachten hat der Sachverst&auml;ndigen erneut bewiesen, dass er ein Hort des alten Denkens ist. Die Positionen haben sich sogar verh&auml;rtet. Die sogenannten Wirtschaftsweisen ignorieren in ihrer Mehrheit die Krisen und auch die Literatur. Ich denke etwa an die Warnungen vor dem Mindestlohn, die durch nichts belegt wurden. Das ist intellektuell nicht mehr auf der H&ouml;he.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/10-jahre-imk--frueher-war-es-einsamer-als-heute-,1472780,30829300.html\">FR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Endspiel am Amazonas<\/strong><br>\nPalm&ouml;l aus Asien, Rindfleisch und Soja aus Brasilien: Die Nachfrage nach Fleisch, Futtermitteln und Biokraftstoffen steigt in den Industrie- und Schwellenl&auml;nder stetig. Immer mehr muss deshalb produziert werden. Doch das hat katastrophale Konsequenzen, vor allem f&uuml;r die tropischen Regenw&auml;lder.<br>\nF&uuml;r den Anbau werden riesige Fl&auml;chen abgeholzt. Das nimmt nicht nur Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum, sondern befeuert auch den Klimawandel. Eine gef&auml;hrliche Mischung, auf die der Schweizer Umweltsch&uuml;tzer Claude Martin in seinem soeben erschienenen Bericht an den Club of Rome aufmerksam macht. &ldquo;Das Zusammentreffen von Agrarindustrie, Klimawandel und Zerst&uuml;ckelung der Fl&auml;chen durch Stra&szlig;en ist ein t&ouml;dlicher Giftcocktail&rdquo;, kritisiert der langj&auml;hrige Generaldirektor des WWF International, der sich seit vielen Jahren f&uuml;r den Schutz der Regenw&auml;lder engagiert.<br>\nDer Club of Rome wurde 1968 gegr&uuml;ndet. Die gemeinn&uuml;tzige Organisation setzt sich f&uuml;r eine nachhaltige Zukunft der Menschheit ein. Bereits das erste 1972 erschienene Papier &ldquo;Grenzen des Wachstums&rdquo; sorgte weltweit f&uuml;r Aufsehen. Bericht Nr. 34 liefert unter dem Titel &ldquo;Endspiel &ndash; Wie wir das Schicksal der tropischen Regenw&auml;lder noch wenden k&ouml;nnen&rdquo; einen Zustandsbericht der Regenw&auml;lder und wagt eine Prognose f&uuml;r die Zukunft.<br>\nBesonders r&uuml;cksichtslos wird der Regenwald in Indonesien vernichtet. Dort sind nach Angaben der Zeitschrift &ldquo;Nature Climate Change&rdquo; zwischen 2000 und 2012 mehr als sechs Millionen Hektar Prim&auml;rwald abgeholzt worden. Gerodet werden die riesigen Fl&auml;chen vor allem f&uuml;r die Produktion von Palm&ouml;l, das f&uuml;r die Herstellung von Margarine, Schokocreme, Shampoo oder Zahnpasta verwendet wird und hierzulande regelm&auml;&szlig;ig im Einkaufskorb der Verbraucher landet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wissen-kultur\/ttt\/sendung\/wdr\/ttt-endspiel-am-amazonas-100.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Philip Zimmermann: king of encryption reveals his fears for privacy<\/strong><br>\nWhen Philip Zimmermann was campaigning for nuclear disarmament in the 1980s, he kept an escape plan in his back pocket. The inventor of the world&rsquo;s most widely used email encryption system, Pretty Good Privacy &ndash; more commonly known as PGP &ndash; was ready to move his family from Colorado to New Zealand at a moment&rsquo;s notice.<br>\nThe button was never pressed and the Zimmermanns stayed put. Until this year, that is. At 61, the Internet Hall of Fame inductee and founder of three-year-old mobile encryption startup Silent Circle has just left the US for Switzerland. In the end, it was not the nuclear threat that convinced him to leave his homeland, but the surveillance arms race.<br>\n&ldquo;Every dystopian society has excessive surveillance, but now we see even western democracies like the US and England moving that way,&rdquo; he warns. &ldquo;We have to roll this back. People who are not suspected of committing crimes should not have information collected and stored in a database. We don&rsquo;t want to become like North Korea.&rdquo;<br>\nZimmermann and Snowden are 30 years apart in age, but their actions have framed the privacy debate. Zimmermann switched his focus from campaigning against nuclear weapons to pushing back on state snooping in 1991, when he released PGP for free over the internet in an act of political defiance. His protest helped prevent legislation which would have forced software companies to insert &ldquo;backdoors&rdquo; in their products, allowing the government to read encrypted messages.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2015\/may\/25\/philip-zimmermann-king-encryption-reveals-fears-privacy\">the guardian<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Terror vor Europas Toren<\/strong><br>\nWie konnte es dazu kommen? Die Terrormiliz Islamischer Staat verbreitet Angst und Schrecken. Riesige Landstriche haben die Extremisten in Syrien und im Irak in Windeseile &uuml;berrannt. Sie besitzen nicht nur viele Waffen und K&auml;mpfer, sondern sind milit&auml;risch gut organisiert. Doch die St&auml;rke des IS allein erkl&auml;rt den Siegeszug nicht. Um derart gro&szlig;e Regionen einzunehmen, musste den Extremisten der Boden bereitet werden. Ihr Erfolg hat viele Wurzeln. Der IS ist &uuml;berall dort erstarkt, wo Staaten zerfallen. Eines der schlimmsten Beispiele: der Irak, wie der Islamwissenschaftler Wilfried Buchta in seinem Buch &ldquo;Terror vor Europas Toren&rdquo; schreibt.<br>\nDie Invasion der USA tat also ihr &Uuml;briges. Washington t&uuml;ftelte zwar Kriegspl&auml;ne aus, machte sich aber nur ungen&uuml;gende Gedanken &uuml;ber die Nachkriegsphase &ndash; f&uuml;r Buchta der Hauptgrund daf&uuml;r, dass der Irak instabil wurde. Ein entsprechend drastisches Urteil f&auml;llt er &uuml;ber den amerikanischen Zivilverwalter Paul Bremer, der 2003 ins Amt kam:<br>\n&ldquo;Bremer schaltete und waltete im Irak wie ein selbstherrlicher spanischer Vizek&ouml;nig in einer abgelegenen s&uuml;damerikanischen Provinz &ndash; zumindest in den ersten sechs Monaten. (&hellip;) Die Folgen f&uuml;r die politische Neuordnung des Irak waren dramatisch.&rdquo;<br>\nSo l&ouml;ste Bremer die irakische Armee auf. Hunderttausende Soldaten sa&szlig;en gedem&uuml;tigt auf der Stra&szlig;e &ndash; ein Reservoir f&uuml;r den IS. Zudem schufen die USA ein politisches System, dass die Konfessionalisierung des Iraks zementierte. Der scharfe Gegensatz zwischen Schiiten und Sunniten und vor allem die Diskriminierung der Sunniten haben dem IS entscheidend den Weg bereitet. Generell sieht Buchta ein v&ouml;lliges Versagen der politischen Elite. Er hat w&auml;hrend seiner Irak-Zeit Hunderte Politiker und geistliche F&uuml;hrer getroffen. Sein Fazit ist schockierend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ursachen-des-is-terrors-die-verantwortung-des-westens.1270.de.html?dram:article_id=321197\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Clickworker, vereinigt euch<\/strong><br>\nBei Microsoft scheint die Arbeitswelt der Zukunft einem Paradies gleichzukommen: &bdquo;Jeder darf arbeiten, wann und wo er will, das ist gut, das ist unser Prinzip&ldquo;, so beschreiben Elke Frank und Thorsten H&uuml;bschen, beide Manager bei Microsoft Deutschland, die Philosophie des Unternehmens. In ihrem gemeinsamen Buch Out of Office. Warum wir die Arbeit neu erfinden m&uuml;ssen malen sie ein rosiges Bild vom Angestelltendasein der nahen Zukunft. Selbstbestimmt werde es sein, ohne G&auml;ngelung durch Vorgesetzte, bei freier Zeiteinteilung und erstklassiger Entlohnung. Ihre Vorgesetzten w&auml;hlen die Mitarbeiter selbst und das gegenseitige Duzen ist selbstverst&auml;ndlich.<br>\nDoch die mutma&szlig;lich paradiesischen Zust&auml;nde haben einen leicht nachvollziehbaren Grund: Die Arbeitskraft von hochqualifizierten Wissensarbeitern ist in der IT-Branche eine hei&szlig; begehrte Ware. Seit Jahren konkurrieren die Unternehmen mit immer neuen Mitarbeiterverg&uuml;nstigungen um die besten K&ouml;pfe. So sehr Microsoft, ebenso wie etwa Apple und Google, eine auf die W&uuml;nsche der Mitarbeiter zentrierte Unternehmenskultur auch praktizieren mag: Solche Modelle kann man unter den Bedingungen kapitalistischer Konkurrenz nicht verallgemeinern.<br>\nDenn zur gleichen Zeit, in der die Unternehmen einer kleinen digitalen Arbeiteraristokratie das Leben durch immer neue Privilegien vers&uuml;&szlig;en, werden immer mehr Arbeitsschritte, die bislang von Stammbelegschaften bew&auml;ltigt wurden, an sogenannte Crowdworker ausgelagert. Deren Arbeitskraft wird mit Hilfe von Onlineplattformen f&uuml;r Freiberufler wie &bdquo;Clickworker&ldquo;, &bdquo;Mechanical Turk&ldquo;, &bdquo;99designs&ldquo; oder &bdquo;Topcoder&ldquo; vermittelt. Das erm&ouml;glicht der Kapitalseite, aus einer gro&szlig;en Menge von Arbeitskraftanbietern auszuw&auml;hlen, ohne im Gegenzug kostenintensive arbeitsrechtliche Verpflichtungen einzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/clickworker-vereinigt-euch\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Es waren die Deutschen, nicht die Nazis<\/strong><br>\nHelmut Schmidt sagt, dass er kein Nazi war, und die Republik atmet auf. Dabei f&uuml;hrt der Altkanzler nur vor, wie sich mancher aus der T&auml;tergeneration doch noch retten will. [&hellip;]<br>\nEs waren &ldquo;die&rdquo;, nicht &ldquo;wir&rdquo;: Das ist die Botschaft von Helmut Schmidt &ndash; und statt der Schuld, die sich auf konkrete Taten bezieht, spricht er lieber von der &ldquo;kollektiven Verantwortung daf&uuml;r, dass dergleichen sich niemals wiederholen darf&rdquo;.<br>\nStatt Reue also Rabulistik: Schmidt fl&uuml;chtet vor den Verbrechen der Vergangenheit in eine humanit&auml;re Hybris, an der sich die BRD in den vergangenen 70 Jahren selbst erg&ouml;tzt hat. Das war der Zaubertrick der besseren Deutschen.<br>\nUnd so steht man mal wieder ziemlich fassungslos da und schaut einigen aus dieser Generation zu, wie sie um Begriffe und Worte und Tatsachen herumt&auml;nzeln, die doch alle l&auml;ngst gekl&auml;rt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/kriegsende-8-mai-1945-helmut-schmidt-schuld-und-die-nazis-a-1032699.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>So t&auml;uscht die CSU ihre W&auml;hler<\/strong><br>\nF&uuml;r die CSU l&auml;uft alles wunderbar nach Plan. Kaum haben die umstrittenen Maut-Gesetze Bundestag und Bundesrat passiert, erkl&auml;rt EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker jetzt in der SZ, er habe &ldquo;erhebliche Zweifel&rdquo;, dass mit dem Gesetz EU-Ausl&auml;nder nicht diskriminiert w&uuml;rden. Und k&uuml;ndigte ein Verfahren wegen der Verletzung von EU-Vertr&auml;gen an. Wenn n&ouml;tig, werde er bis vor den Europ&auml;ischen Gerichtshof ziehen. Denn so eine Diskriminierung versto&szlig;e gegen fundamentale Vertragsprinzipien. Und eine Maut, die unterm Strich nur Ausl&auml;nder belastet, ist diskriminierend.<br>\nDas bestreitet CSU-Verkehrs- und Mautminister Alexander Dobrindt zwar wo immer es geht. Doch er ist schlau genug, um zu wissen, dass er den Leuten damit Quatsch erz&auml;hlt.<br>\nDass die Maut im Bundestag verabschiedet wurde, ist vor allem der Koalitionsdisziplin der SPD zu verdanken. &Uuml;berzeugt ist von dem Konzept, die Mautkosten f&uuml;r deutsche Autofahrer eins zu eins mit der Kfz-Steuer zu errechnen, ohnehin kaum jemand.<br>\nDer Witz ist: Darum geht es auch gar nicht. Die CSU will die Pkw-Maut seit Jahren schon. Ob deutsche Autofahrer dadurch mehr belastet werden, das war ihr lange Zeit ziemlich wurscht. 2007 verabschiedete die CSU per Vorstandsbeschluss ein Mautkonzept, das eine 120-Euro-Jahresvignette vorsah. Im Gegenzug sollte die Mineral&ouml;lsteuer sinken. Ein Konzept, das Vielfahrer und Pendler gebauchpinselt h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pkw-maut-so-taeuscht-die-csu-ihre-waehler-1.2502286\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Steigende L&ouml;hne gef&auml;hrden das deutsche Jobwunder<\/strong><br>\nDie L&ouml;hne in Deutschland steigen wieder. Die Arbeitnehmer freut es, Arbeitgeber dagegen warnen vor einem Verlust von Stellen. Und wollen die Geh&auml;lter st&auml;rker an den Unternehmenserfolg koppeln.<br>\nEndlich. Nach einem Jahrzehnt Lohnzur&uuml;ckhaltung steigen die Geh&auml;lter in Deutschland wieder. Unterm Strich werden die Deutschen in diesem Jahr Prognosen zufolge 2,7 Prozent mehr verdienen. So gro&szlig; war der Schluck aus der Pulle schon lange nicht mehr.<br>\nAllerdings w&auml;chst die Sorge, dass sich die Deutschen wom&ouml;glich einen zu gro&szlig;en Zug genehmigen &ndash; und viel von der Wettbewerbsf&auml;higkeit zerst&ouml;ren, die sie sich so hart erarbeitet haben. Es bestehen zwar Spielr&auml;ume f&uuml;r Lohnsteigerungen, sagt der Arbeitsmarktexperte Holger Bonin vom Zentrum f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW). &ldquo;Aber wir d&uuml;rfen nicht alle Z&uuml;gel schleifen lassen und sollten auf Dauer eine produktivit&auml;tsorientierte Lohnpolitik fahren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article141736613\/Steigende-Loehne-gefaehrden-das-deutsche-Jobwunder.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was soll bitte einer realen Lohnsteigerung von 2,7 Prozent exorbitant sein, wie dieser Artikel suggeriert? Immerhin wird darauf hingewiesen, dass in Deutschland &uuml;ber einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren die Reall&ouml;hne gesunken sind. Bei Geringverdienern in Westdeutschland gingen sie Dank Agenda 2010 von 1995 bis 2012 sogar um 20 Prozent zur&uuml;ck. G&auml;be es aktuell nicht eine geringe Inflationsrate, sondern l&auml;ge die Inflation bei dem von der EZB angepeilten Zielwert von zwei Prozent, bliebe nicht allzu viel im Portemonnaie &uuml;brig. Das die Arbeitgeber bereits wieder vor einer zu hohen Lohnsteigerung warnen grenzt an Zynismus, da gerade das deutsche Lohndumping die wesentliche Ursache f&uuml;r die Eurokrise ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt: Das Allerletzte &ndash; Streikrecht praxisgerecht ausgestalten<\/strong><br>\n&bdquo;Das bestehende Streikrecht muss praxistauglich gestaltet werden, damit unbeteiligte Dritte nicht &uuml;berm&auml;&szlig;ig belastet werden&ldquo;, erkl&auml;rte der Landesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hessen (MIT), Frank Hartmann, in Fulda. Die MIT Hessen begr&uuml;&szlig;e daher einen Beschluss des Bundesvorstandes der MIT vom vergangenen Wochenende, dass es in diesem Bereich gesetzliche Klarstellungen geben m&uuml;sse. Diese Beschlussfassung sei von der MIT Hessen angeregt worden.<br>\nImmer h&auml;ufiger trete der Fall auf, dass kleine Interessengruppen Arbeitsk&auml;mpfe zur Durchsetzung ihrer Partikularinteressen missbrauchen. Ob es sich um Fluglotsen, das Sicherheitspersonal an Flugh&auml;fen, um Lokomotivf&uuml;hrer oder aktuell um Kita-Mitarbeiter handele. Immer stehe die Durchsetzung der Interessen einer kleinen Gruppe im Konflikt mit einer gro&szlig;en Gruppe an der Auseinandersetzung eigentlich vollkommen Unbeteiligter, erkl&auml;rte Hartmann.<br>\nDas Streikrecht d&uuml;rfe nicht dazu f&uuml;hren, dass ausschlie&szlig;lich unbeteiligte Dritte betroffen werden. Denn das Streikrecht sei dazu gedacht, den Arbeitgeber unter Druck zu setzen, nicht aber Dritte.<br>\nVoraussetzung des Streiks sei immer die Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit, auch d&uuml;rfe der Streik nur als letztes Mitteleingesetzt werden.<br>\nDie Streiks der j&uuml;ngsten Vergangenheit kollidierten daher immer mehr mit Grundrechten der unbeteiligten B&uuml;rger, so auf Handlungs- und Reisefreiheit, vor allem, weil sich die B&uuml;rger nicht rechtzeitig auf die Streiks einstellen konnten und sie in den Tagesablauf der B&uuml;rger vehement eingreifen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/osthessen-news.de\/n11504685\/mit-hessen-streikrecht-praxisgerecht-ausgestalten.html\">Osthessen News<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Die Streiks der j&uuml;ngsten Vergangenheit kollidierten daher immer mehr mit Grundrechten der unbeteiligten B&uuml;rger, so auf Handlungs- und Reisefreiheit &bdquo; Noch bl&ouml;der geht es wohl nicht? Die Koalitionsfreiheit nach Art. 9 Abs. 3 Grundgesetz, ist also kein Grundrecht? Nun, in den Augen der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Hessen wohl nicht wie obiger Artikel belegt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26298","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26298"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26298\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26302,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26298\/revisions\/26302"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}