{"id":26338,"date":"2015-06-05T16:17:27","date_gmt":"2015-06-05T14:17:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338"},"modified":"2015-06-05T16:17:27","modified_gmt":"2015-06-05T14:17:27","slug":"hinweise-des-tages-ii-200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h02\">Schmierentheater im Schlosshotel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h03\">Gabriel und Macron haben das dr&auml;ngenste Problem der W&auml;hrungsunion offensichtlich nicht verstanden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h04\">Bedingungsloses Grundeinkommen &ndash; klassen&uuml;bergreifendes Projekt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h05\">Mindestlohn, Inflation und die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo;: Nichts dazugelernt&hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h06\">Industrielle Beziehungen im Wandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h07\">Glaubenskrieg um &ldquo;SuedLink&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h08\">Herbe Schlappe f&uuml;r die deutschen AKW-Betreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h09\">Umstrittene Gasf&ouml;rderung: Merkels Berater trommeln f&uuml;rs Fracken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h10\">Die fast entbl&ouml;&szlig;te Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h11\">Hamburg Wasser warnt vor TTIP<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h12\">Wikileaks ver&ouml;ffentlicht TISA-Papiere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h13\">Zum Panorama Beitrag: &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; &ndash; Gespr&auml;chsversuch mit Kritikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h14\">Revanche f&uuml;r Protestaufruf? Presserat missbilligt Bild &ouml;ffentlich, andere Medien aber nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h15\">Change, Reform und Wandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338#h16\">Arno Kl&ouml;nne ist tot<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26338&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Fehler der Troika<\/strong><br>\nIm Kampf zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigers dreht sich alles darum, ob Griechenland es schaffen wird, glaubhaft nachzuweisen, dass es langfristige Strukturreformen eingeleitet hat, die es nachhaltig auf einen langfristigen Wachstumspfad zur&uuml;ckzubringen, so das Argument der Geberl&auml;nder. Diese l&auml;gen bis heute nicht vor. Bei meinen Recherchen stie&szlig; ich auf das Gegenteil:<br>\nDer griechische Staat m&uuml;sse sparen und Personal abbauen, forderten die Kreditgeber. Und Antonis Manitakis, Minister f&uuml;r die Reform der &ouml;ffentlichen Verwaltung lieferte. 30 Jahre lang hatte der 69-j&auml;hrige Jura-Professor in Montpellier, Rom und Thessaloniki Verwaltungsrecht gelehrt, bis er im Mai 2012 die gr&ouml;&szlig;te Herausforderung seines Lebens antrat:  Als unabh&auml;ngiger Fachmann &uuml;bernahm er in dem &ndash; im Januar abgew&auml;hlten &ndash; Kabinett der alten Garde unter dem konservativen Premier Samaras das Ministerium f&uuml;r die Reform der &ouml;ffentlichen Verwaltung &ndash; ein Wahnsinnsjob.<br>\nBis Fr&uuml;hjahr 2013 war der &ouml;ffentliche Dienst von fast einer Million auf gut 700 000 Angestellte geschrumpft, weil frei werdende Stellen nicht mehr besetzt und befristete Vertr&auml;ge nicht verl&auml;ngert wurden. &bdquo;Wir schafften das vereinbarte Ziel ohne Massenentlassung&ldquo;, freute sich Manitakis, und das wurde sein Problem. Denn die Troika forderte,  weitere 15000 Staatsdiener zu feuern, davon 4000 sofort. Treibende Kraft war der D&auml;ne Poul Thomsen,  Leiter der Delegation des IWF, bei dem er seit 33 Jahren krisensicher besch&auml;ftigt ist. &bdquo;Thomsen wollte  Angst verbreiten, damit die anderen mehr arbeiten. Er wollte Unterwerfung und Bestrafung&ldquo;, &auml;rgert sich Manitakis noch heute. Er dagegen hatte mit den eigens entsandten Fachleuten aus den anderen Eurostaaten, der &bdquo;Task Force&ldquo;,  eine tats&auml;chliche Verwaltungsreform gestartet. Alle Posten sollten nur noch nach Leistung besetzt werden. Die Unf&auml;higen oder Korrupten sollten gehen, die Guten sollten belohnt werden, und das nach individueller &Uuml;berpr&uuml;fung. So hatten es ihm die Experten aus Frankreich und Deutschland geraten, um die Verwaltung arbeitsf&auml;hig zu halten.  &bdquo;Ich wollte nach Recht und Gesetz vorgehen, darum bat ich um sechs Monate mehr Zeit&ldquo;, erz&auml;hlt Manitakis.<br>\nDoch die bekam er nicht. Stattdessen drohte Thomsen mit Kreditsperre. Das Geld werde nicht &uuml;berwiesen, wenn keine Entlassungsliste vorl&auml;ge. &bdquo;Er hat mich einfach erpresst, immer wieder&ldquo;, erz&auml;hlt Manitakis &ndash; und letztlich mit Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/troika\/\">Harald Schumann auf Blog Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>Grexit: Das Scheitern der europ&auml;ischen Idee<\/strong><br>\nUm das vereinte Europa ist es schlecht bestellt. F&uuml;nf Jahre zerm&uuml;rbende Dauerkrise haben den Nationalismus erstarken lassen. Der Kontinent spaltet sich zunehmend in einen reichen Norden und einen verarmenden S&uuml;den. In dieser Situation gleicht die j&uuml;ngste Debatte um das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone, den sogenannten Grexit, einem Spiel mit dem Feuer.<br>\nDabei b&ouml;te dieses Jahr auch eine Gelegenheit, an den einstigen Glanz der europ&auml;ischen Idee zu erinnern: Im August vor 40 Jahren starb in Madrid der greise Francisco Franco und Spanien beschritt den m&uuml;hsamen Weg zur parlamentarischen Demokratie. Schon 1974 waren die Milit&auml;rdiktaturen in Lissabon und Athen gefallen. In den Jahren zuvor gab es f&uuml;r viele Spanier, Griechen und Portugiesen einen Sehnsuchtsort, der f&uuml;r das gute Leben stand. Dieser Ort war Europa. Jenseits blo&szlig; geografischer Zugeh&ouml;rigkeit bildete &bdquo;Europa&ldquo; den ideellen Gegenpol zur geistigen Enge und materiellen Not in Zeiten autorit&auml;rer Herrschaft. Mit der Vereinigung des Kontinents verband sich die Hoffnung auf Frieden, Freiheit und geteilten Wohlstand &ndash; gerade in jenen L&auml;ndern, die nicht zum Club der Gr&uuml;nder geh&ouml;rten. Nirgendwo erfreute sich die EU lange Zeit so gro&szlig;er Zustimmung wie in Spanien und Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/juni\/grexit-das-scheitern-der-europaeischen-idee\">Bl&auml;tter f&uuml;r internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Alexis Tsipras: Europa am Scheideweg<\/strong><br>\nAm 25. Januar dieses Jahres hat das griechische Volk, eine mutigen Entschluss gefasst. Es hat den Weg unnachgiebiger Austerit&auml;t, den das Memorandum ihm gewiesen hatte in Frage zu stellen gewagt und einer neuen Regierung, die frei ist von den Lasten und vetternwirtschaftlichen Verstrickungen der Vergangenheit das Mandat erteilt, mit ihren Partnern zu verhandeln, um zu einem ehrenhaften Kompromiss zu finden; zu einer &Uuml;bereinkunft, die das Land in der Eurozone h&auml;lt, mit einem nachhaltigen Wirtschaftsprogramm, frei von der festgefahrenen Hartn&auml;ckigkeit und den Fehlern der Vergangenheit.<br>\nDenn eben diese Hartn&auml;ckigkeit und diese Fehler hat das griechische Volk teuer bezahlen m&uuml;ssen. In nur f&uuml;nf Jahren ist die Arbeitslosigkeit auf 28% angestiegen (60% unter jungen Menschen), das Mittlere Einkommen um 40% gesunken. In nur f&uuml;nf Jahren ist Griechenland laut Eurostat zum Land mit dem h&ouml;chsten Grad sozialer Ungleichheit in der Europ&auml;ischen Union geworden.<br>\nUnd das schlimmste ist, dass dieses Programm trotz der tiefen Schl&auml;ge, die es der Gesellschaftsstruktur zugef&uuml;gt hat, nicht dazu gef&uuml;hrt hat, die Wettbewerbsf&auml;higkeit der griechischen Wirtschaft wiederherzustellen. Die Staatsverschuldung ist von 124% des BIP auf 180% geschossen. Die griechische Wirtschaft ist, trotz der schweren Opfer, die die Bev&ouml;lkerung erbracht hat, weiterhin in st&auml;ndiger Unsicherheit gefangen, die das Resultat vollkommen unrealistischer fiskalischer Anpassungsziele sind und sie dazu verdammen, in der Teufelsspirale von Austerit&auml;t und Rezession zu verharren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozonline.de\/2015\/06\/alexis-tsipras-europa-am-scheideweg\/\">Sozialistische Zeitung (&uuml;bersetzter Gastbeitrag von Alexis Tsipras aus Le Monde vom 1. Juni)<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wo ist das ganze Geld geblieben?<\/strong><br>\nInsgesamt hat Griechenland Kredite von mehr als 240 Milliarden Euro erhalten. Doch f&uuml;nf Jahre nach Beginn der Hilfsaktion ist die Bilanz verheerend. Das Land steht wieder am Abgrund der Pleite. Die Wirtschaft rutschte in die tiefste und l&auml;ngste Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Menschen sind &auml;rmer geworden, eine Million Jobs wurde vernichtet. Und die Schuldenlast ist heute h&ouml;her denn je. Das wirft die Frage auf: Was haben die Griechen mit den Milliarden gemacht? Die Antwort: Gar nichts. Denn die meisten Hilfsgelder kamen nie in Griechenland an. [&hellip;]<br>\nDie h&auml;ufig gestellte Frage, was die Griechenlandhilfe die deutschen Steuerzahler bisher gekostet hat, ist schnell beantwortet: Nichts. Deutschland hat bisher nur B&uuml;rgschaften gew&auml;hrt, n&auml;mlich f&uuml;r 15,2 Milliarden, die im ersten Hilfspaket von der staatlichen KfW-Bankengruppe ausgezahlt wurden, und f&uuml;r 38,5 Milliarden Euro des zweiten Hilfspakets gegen&uuml;ber dem Rettungsfonds EFSF. Unter dem Strich b&uuml;rgt Deutschland also f&uuml;r knapp 54 Milliarden. Teuer wird es erst, wenn Griechenland pleitegeht und die Kredite nicht mehr bedienen kann. Bis dahin verdient der Bundesfinanzminister sogar an der Griechenlandrettung: Seit 2010 hat er aus Athen Zinsen in H&ouml;he von 360 Millionen Euro bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2015-06\/griechenland-hilfsprogramm-geld-bevoelkerung\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Ein Zahlungsausfall Griechenlands kann also nicht im Interesse Deutschlands sein. Das hat allerdings von der Krise noch mehr profitiert als hier angegeben. Die niedrigen Zinsen auf die eigenen Schulden haben unterm Strich zu einer Ersparnis in Milliardenh&ouml;he und damit auch zur allseits gefeierten &bdquo;Schwarzen Null&ldquo; im Bundeshaushalt beigetragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wagenknecht: Reiche zur Kasse bitten<\/strong><br>\nIm Schuldenstreit mit Griechenland widerspricht Sahra Wagenknecht Bundeskanzlerin Merkel: Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linkspartei sagte im DLF, die Auflagen der Gl&auml;ubiger seien falsch. Stattdessen pl&auml;dierte sie f&uuml;r drastische Abgaben f&uuml;r die griechische Oberschicht &ndash; und verwies auf ein historisches Vorbild aus Deutschland.<br>\nWagenknecht sagte, Griechenland werde einen erheblichen Teil seiner Schulden nie zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen. Insofern sei es keine L&ouml;sung, wenn es der Internationale W&auml;hrungsfonds nun Athen erlaube, Verbindlichkeiten in H&ouml;he von 1,6 Milliarden Euro erst Ende des Monats zu begleichen. Damit werde nur Zeit gekauft. Die st&auml;ndige Forderung der internationalen Gl&auml;ubiger nach Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen f&uuml;hre nicht weiter. Dadurch sei die griechische Wirtschaft in den vergangenen f&uuml;nf Jahren eingebrochen. &ldquo;Das l&ouml;st das Problem nicht, das verschlimmert das Problem&rdquo;, betonte Wagenknecht.<br>\nStattdessen m&uuml;sse es eine drastische Besteuerung derer geben, die die ganze Misere mit angerichtet h&auml;tten &ndash; &ldquo;und das ist die griechische Oberschicht&rdquo;. Der regierenden Syriza-Linkspartei empfahl sie einen Lastenausgleich nach deutschem Modell. Nach dem Zweiten Weltkrieg h&auml;tte man von Verm&ouml;genden einer Abgabe von 50 Prozent gefordert, um einen Ausgleich f&uuml;r Kriegsgesch&auml;digte und Sp&auml;theimkehrer zu schaffen, betonte sie. &Auml;hnliches sei auch in Griechenland denkbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-wagenknecht-reiche-zur-kasse-bitten.694.de.html?dram:article_id=321749\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schmierentheater im Schlosshotel<\/strong><br>\nIn Elmau wird aus der demokratischen Repr&auml;sentation eine kitschige Scheinwelt. Sie zeigt, wie ein wichtiges Prinzip missverstanden wird. [&hellip;]<br>\nBis zu 5.000 Reporter werden Kilometer vom Tagungsort entfernt in einer Halle sitzen, in der die Bundesregierung Mehrfachsteckdosen verlegt hat. 100 Bereitschaftsrichter, Seite an Seite mit der Polizei, werden massiv gegen Demonstranten durchgreifen. Dabei sind diese die Einzigen, die am Wochenende in der Lage sind, Br&uuml;che sichtbar zu machen. Es ist ein Dilemma: Wenn ihre Repr&auml;sentanten den B&uuml;rgern eine gef&auml;hrlich verkitschte Scheinwelt vorsetzen, dann wird der Protest gegen dieses Schmierentheater wohl auch h&auml;ssliche Z&uuml;ge haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-zum-G7-Gipfel\/!5202608\/\">Martin Kaul in der taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gabriel und Macron haben das dr&auml;ngenste Problem der W&auml;hrungsunion offensichtlich nicht verstanden<\/strong><br>\nDie Wirtschaftsminister der zwei gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) haben in der Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; einen gemeinsamen Gastbeitrag ver&ouml;ffentlicht. Er zeigt, dass die beiden die Dramatik der Entwicklung in der EWU und den damit verbundenen wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf bis heute nicht erkannt haben. Sie verlieren sich in institutionellen &Uuml;berlegungen und finden so nicht zu dem naheliegensten und gleichzeitig zwingenden Schritt, der zur &Uuml;berwindung des dr&auml;ngensten Problems der EWU beitragen w&uuml;rde.<br>\nDas dr&auml;ngenste Problem ist zweifellos die Massenarbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit ist erwiesenerma&szlig;en mit der seit 2011 als Antwort auf die Eurorkise ausge&uuml;bten Austerit&auml;t (staatliche Ausgabensenkungen, Lohnsenkungen, Abbau von Arbeitnehmerrechten) in jene historischen H&ouml;hen geklettert, in denen sie seitdem nahezu unver&auml;ndert verharrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2015\/06\/gastbeitrag-in-die-welt-gabriel-und-macron-haben-das-drangenste-problem-der-wahrungsunion-offensichtlich-nicht-verstanden\/#sthash.eOaD0BZ5.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bedingungsloses Grundeinkommen &ndash; klassen&uuml;bergreifendes Projekt?<\/strong><br>\nViele rufen nach einem bedingungslosen Grundeinkommen: Erwerbsloseninitiativen ebenso wie der Milliard&auml;r G&ouml;tz Werner, Besitzer der Drogeriekette dm. Laut Magazin Focus geh&ouml;rt er zu den 100 reichsten Deutschen, 2005 wurde sein Verm&ouml;gen auf &uuml;ber 1 Mrd. Euro gesch&auml;tzt. Teile der Linkspartei finden sich unter den Bef&uuml;rwortern ebenso wie Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts, Botschafter der von Metallarbeitgebern in Leben gerufenen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Initiator des Vereins Pro B&uuml;rgergeld. Er ist einer der Falken unter den Neoliberalen. Attac und Teile der Gr&uuml;nen bef&uuml;rworten das Projekt ebenso, wie der ehemalige CDU-Minsterpr&auml;sident Althaus, jetzt Vorstandsmitglied beim kanadisch-&ouml;sterreichischen Automobilzulieferer Magna. Was f&uuml;hrt Menschen in so gegens&auml;tzlicher sozialer Stellung zu einem gemeinsamen Projekt? Wollen sie tats&auml;chlich &ndash; klassen&uuml;bergreifend &ndash; ein &bdquo;Gutes Leben f&uuml;r Alle&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neue-impulse-verlag.de\/component\/marxblaetter\/artikel\/610\/630-bedingungsloses-grundeinkommen-klassenuebergreifendes-projekt.html\">Neue Impulse Verlag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mindestlohn, Inflation und die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo;: Nichts dazugelernt&hellip;<\/strong><br>\nF&uuml;hrt der Mindestlohn dazu, dass die Preise steigen und dies wiederum die gestiegenen L&ouml;hne am unteren Rand des Lohngef&uuml;ges (fast) vollst&auml;ndig wieder auffrisst? Ja, behauptet die arbeitgebernahe &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; nach wie vor. Und das, obwohl sie es eigentlich besser wei&szlig;: Einst musste sie selbst einr&auml;umen, dass diese Behauptung falsch bzw. weit &uuml;bertrieben ist.<br>\nDass die neoliberale &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; (INSM) gegen Mindestl&ouml;hne agitiert, ist weder neu noch &uuml;berraschend. Interessant ist aber, wie sie dabei agiert. Aus Fehlern scheint sie jedenfalls nicht zu lernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1566\">annotazioni.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Industrielle Beziehungen im Wandel<\/strong><br>\nDer Trend zur Dezentralisierung von Tarifverhandlungen ist in vielen L&auml;ndern Europas zu beobachten. Diese Entwicklung vollzieht sich bereits seit einigen Jahrzehnten und hat sich durch die Krise verst&auml;rkt, um der Notwendigkeit einer gr&ouml;&szlig;eren, betrieblichen Flexibilit&auml;t Rechnung zu tragen. Das ist auch einer der zentralen Befunde der dritten Europ&auml;ischen Unternehmenserhebung der Europ&auml;ischen Stiftung f&uuml;r die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (Eurofound)[1]. Die Erhebung zeigt auch, dass im Erfassungsbereich der Tarifverhandlungen Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rungen abnehmen und mehr Ausstiegs- und Ausnahmeklauseln festzustellen sind. Dieser Trend ist aber nicht nur auf das Umfeld der Arbeitsbeziehungen, sondern auch auf politische Ma&szlig;nahmen zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. In vielen L&auml;ndern hat die Politik das ehemals einflussreiche System der Branchentarifverhandlungen zugunsten lokaler oder betrieblicher Mechanismen der Lohnfestsetzung, mit oder ohne Beteiligung der Gewerkschaft, beschnitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++4928a118-0a9d-11e5-961b-52540066f352\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Glaubenskrieg um &ldquo;SuedLink&rdquo;<\/strong><br>\nMonster-Leitung oder R&uuml;ckgrat der Energiewende? Um die Windstromtrasse &ldquo;SuedLink&rdquo; tobt ein Glaubenskrieg. Bayerns CSU-Regierung w&uuml;rde sie am liebsten nach Hessen und Baden-W&uuml;rttemberg verschieben. An ihrem s&uuml;dlichsten Endpunkt, in Leingarten im Landkreis Heilbronn, ist noch Ruhe. Protest gebe es erst, wenn die Pl&auml;ne vorl&auml;gen, sagt der B&uuml;rgermeister.<br>\nF&uuml;r die einen ist sie die Hauptschlagader der Energiewende. &Uuml;ber eine L&auml;nge von 800 Kilometern soll eine Hochspannungs-Gleichstrom-&Uuml;bertragungsleitung (HG&Uuml;) die Windparks in der Nordsee und an den K&uuml;sten mit den Ballungsr&auml;umen in Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg verbinden. Im Jahr 2022, wenn mit Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland die letzten Kernkraftwerke vom Netz gehen und der Atomausstieg umgesetzt ist, soll &ldquo;SuedLink&rdquo; unter Strom stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/218\/glaubenskrieg-um-suedlink-2920.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Artikel in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Spin doctors der Bahn: Alles ruhig bei der Bahn. Schlichter scheinen ger&auml;uschlos unterwegs, die EVG freut sich &uuml;ber einen besseren Tarifvertrag, die Z&uuml;ge fahren. Die Botschaft lautet: wer brav ist, kriegt mehr Geld, wer streikt, wird vorgef&uuml;hrt. Nach dem Fahrplan von Spin Doctors in Diensten der Deutschen Bahn.<\/em><\/li>\n<li><em>Konstanzer Kameraden: Er war ein S&auml;ulenheiliger der Uni Konstanz: Hans Robert Jau&szlig; (1921 &ndash; 1997), weltweit bekannter Romanistik-Professor. Seine Nazivergangenheit ist jetzt auch wissenschaftlich belegt &ndash; sehr zum &Auml;rger ehemaliger Unirektoren. Der amtierende Chef, Ulrich R&uuml;diger, hat Mut und h&auml;lt dagegen.<\/em><\/li>\n<li><em>Deckmantel f&uuml;r Desinteresse: Die CDU und die SPD als Bremsklotz, die Gr&uuml;nen ohne rechte Lust &ndash; da wird das Geh&ouml;rtwerden zum Kungeln im Hinterzimmer. Unsere Gastautorin kennt das Spiel aus der t&auml;glichen Arbeit und w&uuml;rde gerne die OBs von Ulm und Freiburg, Ivo G&ouml;nner und Dieter Salomon, fragen, warum sie gegen direkte Demokratie sind.<\/em><\/li>\n<li><em>Keine Sonderbehandlung f&uuml;r Gl&auml;ubige: Der Blasphemie-Paragraph stellt Gottesl&auml;sterung unter Strafe. Damit genie&szlig;en Gl&auml;ubige anders als andere soziale Gruppen einen besonderen Schutz. Das ist mit den demokratischen Anforderungen eines s&auml;kularen Staates nicht vereinbar, meint unser Autor und fordert: Weg mit dem &sect; 166.<\/em><\/li>\n<li><em>Nordbahnhof global: K&uuml;nstler der Wagenhalle, soziale Einrichtungen und Bewohner des Stuttgarter Nordbahnhofviertels sind dabei, sich zu vernetzen. Untereinander, aber auch mit Israel und Barcelona. N&auml;chste Etappe: das Internationale Stra&szlig;enfest am 13. Juni.<\/em><\/li>\n<li><em>Hornhaut gegen H&auml;me: Dass Wolfgang Drexler das noch erleben durfte: Jetzt wird der ehemalige &ldquo;Mister Stuttgart 21&rdquo; sogar von den &ldquo;Anstiftern&rdquo; gelobt &ndash; f&uuml;r seine &ldquo;wiederholten Bem&uuml;hungen, die Untersuchungen im NSU-Untersuchungsausschuss m&ouml;glichst ergebnisoffen zu gestalten und vorschnellen Bewertungen deutlich entgegenzutreten&rdquo;. Eine Anerkennung, die sich der Sozialdemokrat verdient hat.<\/em><\/li>\n<li><em>Oh Gott: Unserer Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber Gott, die Welt und die Kirche.<\/em><\/li>\n<li><em>Himmlische Nachtruhe: Ein Super-Deluxe-Zimmer gef&auml;llig? Als Gr&auml;bele! So kann man w&auml;hrend des Kirchentags n&auml;chtigen, wenn man auf Wilhelm Hampls Liste steht. Der Ex-Banker ist der erfolgreichste Betten-Besorger der Region und hat Esslingen zum Spitzenreiter der Aktion &ldquo;Gr&auml;bele g&acute;sucht&rdquo; gemacht. Kontext war mit Hampl unterwegs. Eine Fotogeschichte.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs online auf kontextwochenzeitung.de und samstags als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Herbe Schlappe f&uuml;r die deutschen AKW-Betreiber<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof in Luxemburg hat die Brennelementesteuer f&uuml;r rechtens erkl&auml;rt. Das Gericht wies damit eine Klage deutscher AKW-Betreiber ab, die juristisch gegen die 2011 eingef&uuml;hrte Steuer vorgehen. Die Chancen der Energieversorger auf Milliarden-R&uuml;ckzahlungen durch den Staat sinken dadurch. Sie hoffen nun auf ein Urteil des Bundesverfassungsgericht, wo ebenfalls ein Verfahren anh&auml;ngig ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/brennelementesteuer-vor-eugh-herbe-schlappe-fuer-die-deutschen-akw-betreiber-1.2505671\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Umstrittene Gasf&ouml;rderung: Merkels Berater trommeln f&uuml;rs Fracken<\/strong><br>\nKaum ein Umweltthema polarisiert Deutschland st&auml;rker als Fracking. Bei dieser Methode wird Gas mithilfe von Wasser und Chemikalien tief aus dem Erdgestein gef&ouml;rdert. F&uuml;r die einen ist es Teufelswerk, sie protestieren mit &uuml;berdimensionierten Spritzen aus Pappmaschee vor dem Bundeskanzleramt. F&uuml;r die Bef&uuml;rworter ist es eine F&ouml;rdermethode, mit der das Land einen neuen industriellen Schub bekommen k&ouml;nnte &ndash; so wie derzeit die USA.<br>\nJetzt greift eine einflussreiche Institution der Forschung in die Debatte ein &ndash; f&uuml;r das Fracking. Die Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech), dessen Pr&auml;sident Henning Kagermann ein Vertrauter von Kanzlerin Angela Merkel ist, h&auml;lt die umstrittene Gasf&ouml;rdermethode f&uuml;r beherrschbar und bef&uuml;rwortet Erforschung und Einsatz in Deutschland. So steht es in einem Gutachten, das n&auml;chste Woche vorgestellt wird. Es soll der Politik Handlungsoptionen aufweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/fracking-regierungsberater-werben-fuer-das-projekt-a-1037249.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die fast entbl&ouml;&szlig;te Bundeswehr<\/strong><br>\nFast w&auml;ren die Soldaten ohne Dienstkleidung geblieben. Denn das Verteidigungsministerium gliederte wesentliche Leistungen wie die Bekleidung an private Unternehmen aus und die k&ouml;nnen auch mal konkurs gehen. Das Verteidigungsministerium &uuml;bt harte Selbstkritik an seiner Praxis, wesentliche Versorgungsleistungen f&uuml;r die Bundeswehr mehrheitlich privaten Gesellschaften zu &uuml;bergeben. Vor wenigen Monaten war die Bekleidungsgesellschaft LHBw, die f&uuml;r die Versorgung mit Uniformen zust&auml;ndig ist, nur durch die Ank&uuml;ndigung vor dem Konkurs gerettet worden, dass der Staat die Gesellschaft zur&uuml;ckkaufen werde. Nach einem internen Bericht an den Haushaltsausschuss des Parlaments, der der F.A.Z. vorliegt, will das Ministerium aus dem Fall LHBw grunds&auml;tzliche Schl&uuml;sse zum Umgang mit privaten Beteiligungen ziehen.<br>\nIn dem Bericht hei&szlig;t es, &bdquo;trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten&ldquo; der Bekleidungsgesellschaft sei es durch ein &bdquo;gemeinsames Krisenmanagement&ldquo; der LHBw und der Bundeswehr gelungen, die Einkleidung der Rekruten in den ersten beiden Quartalen des laufenden Jahres &bdquo;mit guten Ergebnissen&ldquo; sicherzustellen. Nun soll die Gesellschaft zu hundert Prozent in Bundesbesitz r&uuml;ck&uuml;bertragen, aber privatrechtlich fortgef&uuml;hrt werden. Der Haushaltsausschuss soll dazu demn&auml;chst eine Vorlage zur Billigung erhalten; die Kosten der R&uuml;ck&uuml;bertragung werden auf 50 bis 60 Millionen Euro gesch&auml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundeswehr-soldaten-fast-ohne-dienstkleidung-13629606.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 50 bis 60 Millionen Euro sind zum Gl&uuml;ck noch ein &uuml;berschaubarer Betrag. Gleichzeitig soll aber die (Teil-)Privatisierung der Stra&szlig;eninfrastruktur vorangetrieben werden; die Kosten werden dann, wenn dieses &Ouml;PP-Projekt erwartungsgem&auml;&szlig; nicht funktionieren wird, gleich in die (zig) Milliarden gehen. Man kann nur Absicht hinter diesen Versuchen zur Entstaatlichung vermuten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hamburg Wasser warnt vor TTIP<\/strong><br>\nDas st&auml;dtische Versorgungsunternehmen Hamburg Wasser bangt wegen des geplanten Freihandelsabkommens TTIP um die Trinkwasserqualit&auml;t f&uuml;r seine rund zwei Millionen Kunden. &ldquo;Die Wasserversorgung muss absoluten Vorrang haben&rdquo;, sagte Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Michael Beckereit am Donnerstag. Umweltstandards d&uuml;rften nicht aufgeweicht werden. Beim geplanten Freihandelsabkommen mit den USA bef&uuml;rchtet der Versorger beim Einsatz von Pestiziden im Obstanbau eine Angleichung von Grenzwerten zum Nachteil Europas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Hamburg-Wasser-warnt-vor-TTIP,hamburgwasser114.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wikileaks ver&ouml;ffentlicht TISA-Papiere<\/strong><br>\nWikiLeaks hat gestern siebzehn bisher geheime Dokumente und Verhandlungspapiere ver&ouml;ffentlicht, die den Verhandlungsstand von TISA (Trade in Services Agreement) betreffen. Bei TISA handelt es sich um ein seit 2013 verhandeltes internationales Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada, Australien und der Europ&auml;ischen Union mit verschiedenen weiteren Staaten wie Israel, Taiwan oder der T&uuml;rkei. Ein Kapitel von TISA hatten wir bereits im Dezember vergangenen Jahres geleakt: Leak zeigt: Handelsabkommen TiSA k&ouml;nnte nationale Datenschutzbestimmungen aushebeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/wikileaks-veroeffentlicht-tisa-papiere\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zum Panorama Beitrag: &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; &ndash; Gespr&auml;chsversuch mit Kritikern<\/strong><br>\nBei Zeitungen und &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien werden die Kommentarspalten regelrecht geflutet. Leser und Zuschauer melden sich massenhaft zu Wort. Es gibt viel Lob und viele Anregungen &ndash; aber eben auch teils heftige Kritik, vor allem bei den Themen Ukraine, Griechenland und Zuwanderung. Der Begriff &ldquo;L&uuml;genpresse&rdquo; f&auml;llt immer wieder.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2015\/Luegenpresse-Gespraechsversuch-mit-Kritikern,medienkritik102.html\">Panorama<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.Z.:<\/strong> Netter Versuch. Zun&auml;chst wird bei der Auswahl der Kritikfelder neben der Ukraine und Griechenland auch das Thema Zuwanderung angef&uuml;hrt. Direkt danach werden dann allein zum Zuwanderungsthema Kommentare von sogenannten Kritikern pr&auml;sentiert, denen tats&auml;chlich eine fragw&uuml;rdige Geisteshaltung attestiert werden kann. Hier sollen offentlichtlich alle Kritiker in einen Topf geworfen werden, um sie undifferenziert in ihrer Gesamtheit diskreditieren zu k&ouml;nnen. Auch dar&uuml;ber hinaus beschr&auml;nkt sich die Auswahl der &ldquo;Kritiker&rdquo; auf jene, denen es entweder schwerf&auml;llt, schl&uuml;ssig zu argumentieren oder die schlicht einen unseri&ouml;sen Eindruck hinterlassen. Es soll offenbar der Eindruck entstehen, die aktuelle Medienkritik sei nicht mehr als absurd, esoterisch und letztlich v&ouml;llig aus der Luft gegriffen.<br>\nH&auml;tte man sich bei Panorama um eine echte Auseinandersetzung mit der Thematik bem&uuml;ht, dann h&auml;tte man z. B. mit Norbert H&auml;ring und seinen Programmbeschwerden bzgl. der Griechenland-Berichterstattung einen kompetenten Kritiker gefunden (siehe <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/357-programmbeschwerde-tagesschau-wdr\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/373-tagesschau-programmbeschwerde-2\">hier<\/a>).<br>\nOder hinsichtlich der Ukraine Krise: Da h&auml;tte man auf der Suche nach seri&ouml;ser Kritik z. B. bei den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20781\">NachDenkSeiten<\/a> f&uuml;ndig werden k&ouml;nnen.<br>\nSo dient dieser Bericht am Ende ledigllich der Rechtfertigung der bisherigen Berichterstattung der eigenen Flaggschiffe. Der geneigte Zuseher durchschaut den Zweck und ist verstimmt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Und unser Leser P.D. meint:<\/strong> Nachdem Panorama zuletzt Fracking f&uuml;r v&ouml;llig ungef&auml;hrlich erkl&auml;rt hat, haben sie gestern Abend &uuml;ber die kritische Begleitung der Medien einen Sumpf von rechten und linken sogenannten Verschw&ouml;rungstheoretikern zusammen ger&uuml;hrt, um ihre eigene Berichterstattung mit Hilfe von Kai Gniffke als vollkommen darzustellen. Das war schon eine &uuml;ble Melange, um dann auch noch die Freihandelsabkommen und die geplanten Schiedsverfahren als v&ouml;llig normal und damit &uuml;berhaupt nicht kritikabel erscheinen zu lassen. Ein neuer Tiefpunkt &ldquo;journalistischer&rdquo; Arbeit des NDR.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Siehe dazu auch den heutigen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26335\">Beitrag von Albrecht M&uuml;ller<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Revanche f&uuml;r Protestaufruf? Presserat missbilligt Bild &ouml;ffentlich, andere Medien aber nicht<\/strong><br>\nNach einer beispiellosen Flut von Beschwerden hat der Deutsche Presserat am Donnerstag seine Entscheidungen verk&uuml;ndet. Bei der Berichterstattung &uuml;ber den Germanwings-Absturz, so die Kurzfassung, durften Namen und Fotos des Co-Piloten ver&ouml;ffentlicht werden. Ger&uuml;gt wurde die identifizierende Berichterstattung von Opfern und deren Angeh&ouml;rigen. Das war so auch erwartet worden. Erstaunlich dagegen: Bei Bild und Bild.de machte das Gremium nicht nur die R&uuml;gen publik, sondern entgegen den Regeln des Presserats auch die Missbilligungen. [&hellip;]<br>\nVerwundert bis ver&auml;rgert fallen die Reaktionen im Hause Axel Springer aus. Wie zu h&ouml;ren ist, will man dort gegen die alleinige Nennung der Marke Bild im Zusammenhang mit den Missbilligungen vorgehen und sieht darin einen Versto&szlig; gegen das Gebot der Unparteilichkeit des Presserats sowie eine Retourkutsche f&uuml;r die Aktion, zu der das Blatt Anfang der Woche aufgerufen hatte: Bez&uuml;glich einer im M&auml;rz ergangenen R&uuml;ge wegen der Ver&ouml;ffentlichung des unverpixelten Fotos eines 16-j&auml;hrigen M&ouml;rders sollten Leser dem Presserat ihre Meinung mitteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/06\/04\/revanche-fuer-protestaufruf-presserat-missbilligt-bild-oeffentlich-andere-medien-aber-nicht\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das Kampagnenblatt Bild beklagt einen Versto&szlig; gegen das Gebot der &Uuml;berparteilichkeit. Wie lustig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Change, Reform und Wandel<\/strong><br>\nMatthias Burchardt &uuml;ber das Alphabet der politischen Psychotechniken<br>\nMatthias Burchardt ist Akademischer Rat am Institut f&uuml;r Bildungsphilosophie der Universit&auml;t zu K&ouml;ln sowie entschiedener Kritiker der Bildungsreformen im Namen von PISA und Bologna. Zuletzt erschien von ihm das Buch &ldquo;Ja? Nein? &hellip; Jein! Kompass f&uuml;r den allt&auml;glichen Gewissenskonflikt&rdquo;, das er zusammen mit Andrea Mayer und Nora Hespers geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/44\/44961\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Arno Kl&ouml;nne ist tot<\/strong><br>\nAm Freitag hat uns die Nachricht erreicht, dass Arno Kl&ouml;nne gestorben ist. Wir verlieren nicht nur einen Autor, sondern auch einen intellektuellen Bezugspunkt, einen Ratgeber. Geboren 1931 in Bochum, hatte Arno Kl&ouml;nne ab Anfang der 1950er Jahre in Marburg und in K&ouml;ln studiert &ndash; Geschichte, Soziologie und Politik. Bei Wolfgang Abendroth promovierte er &uuml;ber die Hitlerjugend, sein Interesse galt aber ebenso dem Jugendwiderstand im Dritten Reich. Politisch engagierte er sich in der Ostermarschbewegung, war beteiligt an der Gr&uuml;ndung des Plattenlabels &raquo;pl&auml;ne&laquo;.<br>\nSchon 1960 hatte er die SPD verlassen &ndash; aus Kritik an der Position Herbert Wehners zur NATO. Er kehrte zur&uuml;ck, blieb jedoch ein kritischer Geist, womit die Sozialdemokratie nicht leben wollte &ndash; sie schloss ihn, der bis 1974 Vorstandsmitglied des SPD-Bezirks Ostwestfalen-Lippe war, f&uuml;r zwei Jahre von allen Partei&auml;mtern aus. Zu dem Zeitpunkt war er bereits Professor f&uuml;r Soziologie in M&uuml;nster &ndash; eine von vielen wissenschaftlichen Stationen in seinem Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/973463.arno-kloenne-ist-tot.html\">Tom Strohschneider auf Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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