{"id":26358,"date":"2015-06-09T09:18:36","date_gmt":"2015-06-09T07:18:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358"},"modified":"2015-11-09T10:49:53","modified_gmt":"2015-11-09T09:49:53","slug":"hinweise-des-tages-2389","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h01\">G7<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h03\">Interview Putins mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h05\">Die Lebensl&uuml;ge der Deutschen Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h06\">Fracking: Experten mahnen &Auml;nderungen an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h07\">Was ist die Bertelsmann Stiftung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h08\">Workshop zum Thema &ldquo;Aussp&auml;hung von Berufsgeheimnistr&auml;gern in Zeiten digitaler &Uuml;berwachung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h09\">Schraps und der Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h10\">Lone Star Stumble &ndash; Stolpern in Texas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h11\">Datenpanne: Beamte &uuml;bersehen zwei Kohlekraftwerke bei CO2-Bilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h12\">Stiftung: Deutschland bei Open Data nur Schlusslicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h13\">Wagenknecht auf Linken-Parteitag in Bielefeld &ndash; Gegen die L&uuml;gner aus der tr&uuml;ben Br&uuml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h14\">Es ist eine Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik zu beobachten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h15\">&bdquo;Geld mit Geld zu verdienen ist krank&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358#h16\">TV-Tipp heute Abend um 22:45 : Krieg der L&uuml;gen &ndash; Curveball und der Irakkrieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26358&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>G7<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Abschlusserkl&auml;rung G7-Gipfel<\/strong><br>\n&hellip; Eine solide wirtschaftliche Grundlage ist ein Grundpfeiler f&uuml;r ein besseres Leben f&uuml;r alle Menschen. Um die Welt langfristig auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zu bringen, bedarf es insbesondere des Klimaschutzes, der Gesundheitsf&ouml;rderung und der gleichberechtigten Teilhabe aller Mitglieder der Gesellschaft. Die G7 verpflichtet sich daher, diese Themen in den Mittelpunkt ihrer Wachstumsagenda zu stellen&hellip;.<br>\nSchlechte Arbeitsbedingungen mit unzureichendem Arbeitsschutz f&uuml;hren zu erheblichen sozialen und wirtschaftlichen Verlusten und sind mit Umweltsch&auml;den verbunden. Aufgrund unseres herausragenden Anteils am Globalisierungsprozess kommt den G7-Staaten eine wichtige Rolle bei der F&ouml;rderung von Arbeitnehmerrechten, guten Arbeitsbedingungen und des Umweltschutzes in globalen Lieferketten zu. Wir streben eine bessere Anwendung international anerkannter Arbeits-, Sozial-und Umweltstandards, -grunds&auml;tze und -verpflichtungen (insbesondere von &Uuml;bereink&uuml;nften der VN, der OECD und der IAO sowie anwendbarer Umweltabkommen) in globalen Lieferketten an&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/_Anlagen\/G8_G20\/2015-06-08-g7-abschluss-deu.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=4\">Bundesregierung [PDF &ndash; 397KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Erkl&auml;rung wird Anlass zu kritischen Analysen sein. Bei etlichen Themen die durchaus positiv zu bewerten sind, gilt der Satz aus Goethes Faust: Die Botschaft h&ouml;r ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wieder nur Versprechungen<\/strong><br>\nDas Ziel, die Erderw&auml;rmung gegen&uuml;ber der vorindustriellen Zeit auf zwei Grad Celsius zu begrenzen, geistert schon lange durch den Zirkus der Klimadiplomatie. Beim UN-Gipfel 2009 in Kopenhagen wurde es zum offiziellen Ziel der Weltgemeinschaft erkl&auml;rt. Wenn die G7-Chefs auf ihrem Gipfel in Elmau das Zwei-Grad-Ziel erneuern, fragt man sich schon: Was soll das?<br>\nEs ist die Fortsetzung der Politik des geduldigen Papiers beim Klimaschutz. Seit 2009 sind die globalen Treibhausgasemissionen auf immer neue Rekordniveaus gestiegen. Dabei h&auml;tten sie schon l&auml;ngst deutlich sinken m&uuml;ssen, wenn man es ernst meinen w&uuml;rde mit dem Zwei-Grad-Ziel. Laut den Experten des Weltklimarates steuern wir auf eine Erderw&auml;rmung um vier Grad zu &ndash; mit entsprechend katastrophalen Folgen vor allem f&uuml;r arme Tropenl&auml;nder. Kritischere Wissenschaftler meinen sogar, dass plus 1,5 Grad das absolute Maximum sein d&uuml;rfe.<br>\nTaten statt Floskeln &ndash; so lautet das Gebot der Stunde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/973826.wieder-nur-versprechungen.html\">neues deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&raquo;Wir kommen wieder&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;berraschende Eintracht: Auf der Abschlusskundgebung gegen den G-7-Gipfel in Garmisch-Partenkirchen danken die Organisatoren den Anwohnern. B&uuml;ndnis zieht positive Gesamtbilanz&hellip;<br>\nDer anwaltliche Notdienst kritisierte die Brandmarkung der Proteste und die Panikmache der Polizei In Form von Falschmeldungen in den eigenen Reihen und auch gegen&uuml;ber den Anwohnern. Einigen sei geraten worden, ihre Autos wegzufahren, weil diese sonst brennen w&uuml;rden. Unter den Beamten sei w&auml;hrend der Demonstration aufgrund einer Twitter-Meldung der Polizei das Ger&uuml;cht umgegangen, die G-7-Gegner w&uuml;rden brennbares Material herumreichen. Tats&auml;chlich handelte es sich um Wasserflaschen zum Auswaschen der Augen nach Tr&auml;nengasattacken. Die Polizei habe diese Meldung revidieren m&uuml;ssen, sie habe aber w&auml;hrend der Demonstration zu einer gereizten Stimmung unter den Einsatzkr&auml;ften gef&uuml;hrt. Das dichte Polizeispalier habe Seitentransparente unlesbar gemacht und zus&auml;tzlich stigmatisierend gewirkt&hellip;<br>\nInsgesamt habe der riesige Polizeieinsatz &raquo;in groteskem Widerspruch&laquo; zu den Zwischenf&auml;llen gestanden, die tats&auml;chlich von den Protesten ausgingen, sagte Rechtsanwalt Florian van Bracht am Montag auf einer Pressekonferenz des ehrenamtlich t&auml;tigen &raquo;Legal Teams&laquo; in Garmisch-Partenkirchen. Die Zahl dieser Vorf&auml;lle habe sich &raquo;im Bereich eines durchschnittlichen bayerischen Volksfestes&laquo; bewegt. Dennoch habe es nach vorl&auml;ufigen Zahlen 84 Festnahmen und Ingewahrsamnahmen gegeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-09\/027.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Wenn Antikapitalisten wandern gehen<\/strong><br>\nUm sieben Uhr sollte es losgehen. Um acht stehen immer noch alle am Hauptbahnhof von Garmisch. Man muss sich noch sortieren. Wer mit wem wohin? Hat jeder genug Proviant dabei? Das richtige Schuhwerk? Und genug Kondition? Ach ja, wichtig: Der Abstieg vom Wamberg geht ganz sch&ouml;n auf die Knie. 400 Gipfelgegner haben sich am Bahnhof versammelt, zum sogenannten Sternmarsch nach Elmau. Im Jahr 2007, in Heiligendamm, beteiligten sich noch mehrere Tausend &ndash; damals teilten sich die Demonstranten auf, es war die bekannte F&uuml;nf-Finger-Taktik. Heute, in Elmau, reicht es nur f&uuml;r zwei Finger.<br>\nBevor es in die Berge geht, muss der Protestzug durch&rsquo;s Wohngebiet. Die Demonstranten verdammen laut die G 7, den Faschismus, den Rassismus und alles &Uuml;bel der Welt. Als einige &ldquo;A.. Anti.. Anticapitalista&rdquo; skandieren, ruft eine Frau freundlich vom Balkon herunter: &ldquo;Ihr m&uuml;sst schon auf Deutsch rufen.&rdquo; Als es in die Berge geht, wird die Trennung zwischen Aktivisten, Journalisten und Polizisten immer lockerer. W&auml;hrend auf den gr&uuml;nen Wiesen die Kuhglocken bimmeln, erkl&auml;ren die G-7-Gegner ihre Position und bestaunen &ldquo;die voll sch&ouml;ne Natur&rdquo;.<br>\nF&uuml;r die G-7-Gegner f&uuml;hlt es sich an wie ein Dem&uuml;tigung. Da sind sie stundenlang gewandert durch die Partnachklamm, hoch nach Graseck, &uuml;ber die Bergwiesen, und dann endet alles an einem einfachen Bauzaun. Na gut, und an den Polizisten, die ihn bewachen. Die Demonstranten sehen Schloss Elmau nicht, wohl aber die Helikopter der Bundespolizei, die die Staatschefs irgendwo hinter den Fichten absetzen. Der Zaun, der den &auml;u&szlig;eren Sicherheitsring der Polizei markiert, steht an der Stelle vielleicht 300, 400 Meter vom Landeplatz entfernt, den die Staatsm&auml;nner zur gleichen Stunde anfliegen. Die Demonstranten setzen sich vor den Zaun und den Polizisten in die Sonne und rufen &ldquo;This is what democracy looks like!&rdquo; Es ist ein trauriges Bild.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/g-proteste-wenn-antikapitalisten-wandern-gehen-1.2510509\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.M.:<\/strong> Weil die Proteste entgegen der &ldquo;offiziellen Vorank&uuml;ndigungen&rdquo; aus Prese und Politik friedlich geblieben sind bleiben (keine publikumswirksamen Bilder wie aus Frankfurt, ach wie schade, Die erhofft selbsterf&uuml;llende Prophezeiung des bayer. Innenministers Herrmann ist wohl nicht eingetreten, keine gepl&uuml;nderten L&auml;den, keine demolierte Innenstadt), dann machen wir die Protestbewegung halt einfach als schwitzende Sonntagswanderer l&auml;cherlich, wahlweise auch als lustloses, deprimiertes H&auml;uflein.<\/em><br>\n<em>Wie h&auml;ttet Ihr&rsquo;s denn gerne, liebe Qualit&auml;tspresse? Wenn die erwarteten Ausschreitungen nach Frankfurter Art mit sch&ouml;nen Bildern f&uuml;r die Titelseiten einfach ausbleiben und einfach kreativ-friedlich demonstriert und protestiert und ja, auch blockiert wird, dann sind wir ein lascher, lustloser Haufen. Euch kann man&rsquo;s aber auch nicht recht machen&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Aufbau oder Absturz?<\/strong><br>\nDie aktuelle Kontroverse zwischen den Geberinstitutionen und Griechenland erweckt den Eindruck, jetzt gehe es um die letzte Schlacht. Das Land stehe vor der Zahlungsunf&auml;higkeit. Die letzten Barreserven in &ouml;ffentlichen Einrichtungen wie Universit&auml;ten und Botschaften werden zusammengekratzt, um im Juni allein 1,6 Milliarden Euro an Krediten dem Internationalen W&auml;hrungsfonds zur&uuml;ckzuzahlen. Weitere Zahlungen aus bisher gew&auml;hrleisteten Krediten m&uuml;ssen in den kommenden Monaten bedient werden.<br>\nDabei betonen die Institutionen (EU, Euro-Rettungsfonds und IWF), das aktuelle Zahlungsproblem sei politisch einfach l&ouml;sbar: Aus dem zweiten Hilfspaket steht noch ein Betrag von 7,2 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung. Die gebenden Institutionen sind jedoch nur bereit, die noch offenen Finanzmittel freizugeben, wenn die Arbeitsm&auml;rkte zur weiteren Lohnsenkung gelockert und vor allem drastische Einschr&auml;nkungen im Rentensystem durchgesetzt werden.<br>\nDazu wiederholt auch die Bundesregierung gebetsm&uuml;hlenhaft das Tauschgesch&auml;ft: Finanzhilfen gegen Ma&szlig;nahmen zur Senkung der Staatsschulden, vor allem durch K&uuml;rzungen von sozial relevanten Staatsausgaben und Steuererh&ouml;hungen zulasten der Masseneinkommen. Wegen der belastenden Folgen der bisherigen Schrumpfpolitik durch wachsende Armut und Produktionsverluste weigert sich die Tsipras-Regierung, die Bedingungen zu erf&uuml;llen. Ihre Begr&uuml;ndung schwankt zwischen der Haltung, nicht zahlen zu wollen, aber auch schlichtweg nicht zahlungsf&auml;hig zu sein.<br>\nDieser Dauerkonflikt ist h&ouml;chst gef&auml;hrlich. Durch den st&auml;ndigen Streit schwindet bei den Geberinstitutionen die Akzeptanz und in Griechenland verbreitet sich tiefer Frust &uuml;ber die &bdquo;verordnete Verarmung&ldquo;. Wird diese l&auml;hmende Falle Finanzhilfen gegen Austerit&auml;tspolitik nicht durchbrochen, nimmt der gef&auml;hrlich irrationale Druck zum Ausstieg Griechenlands aus dem Eurosystem zu. Das ist hochgradig gef&auml;hrlich, denn ein Grexit w&auml;re f&uuml;r alle Beteiligten negativ: Durch die massive Abwertung der Drachme w&uuml;rden die Importpreise steigen und eine galoppierende Inflation in Griechenland mit massiven realen Einkommensverlusten die binnenwirtschaftliche Basis belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/startseite_artikel,-Aufbau-oder-Absturz-_arid,1139050.html\">Weser Kurier<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum der IWF Griechenland opferte<\/strong><br>\nEin sehr guter Artikel zur Rolle des IWF in der Griechenlandkrise im Telegraph von Ambrose Evans-Pritchard verdient es, wenigstens in Ausz&uuml;gen einem deutschen Publikum zug&auml;nglich gemacht zu werden. Warum Griechenland geopfert wurde.<br>\nEvans Pritchard nennt es einen Politikskandal erster Ordnung:<br>\n&bdquo;Ein Teil des IWF hat ein Schuldbekenntnis abgegeben, dass sein eigenen Analysten den Fiskalmultiplikator v&ouml;llig falsch eingesch&auml;tzt haben.&ldquo; (Der Multiplikator gibt an, um wie viel die Wirtschaftsleistung sinkt, wenn man die Staatsausgaben zum Beispiel um eine Milliarde k&uuml;rzt.)<br>\n&bdquo;Ein anderer Teil des Fonds dr&auml;ngt weiterhin auf neue Varianten der gleichen nicht zu verteidigenden Politik, indem er &hellip; Rentenk&uuml;rzungen und Umsatzsteueranhebungen verlangt, die zusammen in diesem Jahr ein Prozent des Bruttoinlandsprodukt ausmachen und zwei Prozent im n&auml;chsten Jahr, obwohl die Wirtschaft schon dabei ist, n eine neue Rezession abzugleiten.&ldquo;<br>\nDabei bestehe das gro&szlig;e Problem darin, dass es nicht wie sonst bei den Programmen des IWF zu den harten Sparma&szlig;nahmen auf der anderen Seite die Erleichterung eines Schuldenschnitts und einer Abwertung gegeben habe, bzw. habe geben k&ouml;nnen. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/392-telegraph\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>Dazu: IMF has betrayed its mission in Greece, captive to EMU creditors<\/strong><br>\nThe IMF&rsquo;s Original Sin in Greece was to let Dominique Strauss-Kahn hijack the institution to save Europe&rsquo;s banks and the euro when the crisis erupted, dooming Greece to disaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.telegraph.co.uk\/finance\/economics\/11654639\/IMF-has-betrayed-its-mission-in-Greece-captive-to-EMU-creditors.html\">The Telegraph<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Zeit nach Tsipras &ndash; Wenn Syriza scheitert<\/strong><br>\nDer Streit zwischen Griechenland und seinen Gl&auml;ubigern ist nach der Rede von Alexis Tsipras in Athen neu entflammt. Doch was w&uuml;rde eigentlich passieren, wenn Syriza am Ende scheitert? Droht dem Land dann erst recht der Absturz?<br>\nVergleichsweise wenig ernst genommen wird inzwischen die Behauptung, ein Ausstieg seines Landes aus der W&auml;hrungsunion sei der Anfang vom Ende des Euro und &uuml;berhaupt der Ausl&ouml;ser f&uuml;r vielerlei Turbulenzen an allen internationalen Finanzm&auml;rkten. Umso besorgter scheinen inzwischen die europ&auml;ischen Partner und die Europ&auml;ische Kommission &uuml;ber den zweiten Teil der Drohungen des griechischen Ministerpr&auml;sidenten &ndash; dass nach einem etwaigen Sturz seiner Regierung das Land in politisches Chaos versinken werde und nur noch in die H&auml;nde der nazistischen Radikalen der &bdquo;Goldenen Morgenr&ouml;te&ldquo; fallen k&ouml;nne. Ein Szenario mit einem gescheiterten Staat an der ohnehin unruhigen S&uuml;dostecke der Europ&auml;ischen Union weckt nun immer mehr Besorgnis in Berlin, Paris und Br&uuml;ssel und hilft der Athener Linksregierung mit ihrem widerspr&uuml;chlichen Maximalprogramm &ndash; R&uuml;cknahme der bisherigen Sanierungsschritte f&uuml;r Griechenland, neue Ausweitung des Staates und dazu noch zus&auml;tzliche Milliardengaben von den Gl&auml;ubigern des Landes. Dabei haben die Gl&auml;ubiger schon viel geleistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/zeit-nach-tsipras-wenn-syriza-scheitert-13631405.html?printPagedArticle=true\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.L.:<\/strong> Die n&auml;chsten Z&uuml;ge auf dem weiten Feld politischer Demontage und werden medial vorbereitet. Basierend auf der politisch-medialen Falscherz&auml;hlung einer Rettung &lsquo;Griechenlands&rsquo; (und anderer &lsquo;Pleitestaaten&rsquo;), die nat&uuml;rlich auch hier nicht fehlt: &lsquo;Unsere Infografiken zeigen, wie viele Kredite und Hilfsgelder sie Griechenland schon zur Verf&uuml;gung gestellt haben. Die Forderungen von Tsipras nach einem abermaligen, solidarischen Europa zielen allerdings nicht alleine in Richtung dauerhafter finanzieller Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Griechenland und die Wahlversprechen der neuen Linksregierung &hellip;&rsquo;. Dauerhafte finanzielle Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Griechenland? Wo ist das ganze Geld geblieben? Ein uns&auml;glicher Zynismus absehbar verfehlter und tats&auml;chlich gescheiterter &lsquo;Rettungspolitik&rsquo; unter ma&szlig;geblicher deutscher Federf&uuml;hrung:<\/em><\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=26MxfU2wBXM\">Macht ohne Kontrolle: Die Troika  &ndash; Interview mit Harald Schumann<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man kann es nicht oft genug wiederholen, es geht nicht darum die humanit&auml;re und &ouml;konomische Katastrophe in Griechenland zu beenden, das Land wirtschaftlich zu stabilisieren und den B&uuml;rgern Griechenlands eine Zukunftsperspektive zu geben, sondern es geht darum an der linken Regierung in Athen ein Exempel zu statuieren, da diese es gewagt hat sich offen gegen die neoliberale Austerit&auml;tspolitik zu stellen. Griechenland ist das Chile Europas.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland-Politik: Die verpasste Chance der SPD<\/strong><br>\nAlexis Tsipras geht mittlerweile auch vielen Sozialdemokraten auf die Nerven. Schade, denn an der SPD h&auml;ngt viel in der Eurokrise. Sie k&ouml;nnte helfen, das unrealistische Spardiktat zu durchbrechen.<br>\nWie die CDU\/CSU-Fraktion &uuml;ber Griechenland momentan denkt, braucht man nicht weiter zu vertiefen. Wenn es wirklich so ist, dass die Griechen mittlerweile auch der SPD auf die Nerven gehen, wie EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz das so forschfrisch formulierte, dann kommt wohl bald der Grexit &ndash; das Ende von Griechenland im Euro.<br>\nAn der SPD h&auml;ngt die Stimmungslage in der Gro&szlig;en Koalition. Merkel k&ouml;nnte einen Griechenland-Kompromiss zwar gegen die Mehrheit ihrer eigenen Fraktionen durchsetzen. Aber wenn die SPD auch mauert, dann wird es schwierig. Die Haltung der Sozialdemokraten ist wichtig.<br>\nDie Zukunft Griechenlands h&auml;ngt nat&uuml;rlich nicht in erster Linie von der SPD ab. Entscheidend wird sein, ob sich Alexis Tsipras und Griechenlands Geldgeber aufeinander zubewegen. Letzte Woche haben sich die Fronten deutlich verh&auml;rtet. Jean-Claude Juncker lie&szlig; verlauten, er habe einen Anruf von Tsipras gar nicht erst entgegengenommen. Es werde keine weiteren Gespr&auml;che geben, bis Tsipras einen neuen Plan vorlege. Das soll jetzt am Mittwoch geschehen. Wenn sich Tsipras bis dahin nicht bewegt hat, wird es eng. Dann steht der Bankrott seines Landes in wenigen Wochen bevor. Ein Austritt aus dem Euro w&auml;re dann m&ouml;glich, aber keineswegs zwingend.<br>\nSo viel zur Lage. Die SPD ist gerade dabei, eine einmalige Chance zu verpassen. Merkels gro&szlig;er historischer Fehler war ihre Unf&auml;higkeit, die Krise im Euroraum als eine Chance zur politischen Vertiefung zu begreifen, und stattdessen auf unrealistische Regeln und Vertr&auml;ge zu pochen.<br>\nDer Euro war ohne Zweifel eine Fr&uuml;hgeburt. Die Gro&szlig;e Lektion dieser Krise lautet, dass eine W&auml;hrungsunion entweder Staaten braucht, die einander sehr &auml;hnlich sind, so wie Deutschland und &Ouml;sterreich, oder eine &uuml;bergeordnete politische Union. Ohne politische Union kann die W&auml;hrungsunion langfristig nicht funktionieren.<br>\nMerkels zweiter Fehler war ihr Beharren auf einer Sparpolitik, die Griechenland in eine f&uuml;nf Jahre andauernde Rezession st&uuml;rzte. Wir wissen aus der Wirtschaftsgeschichte, was mit L&auml;ndern passiert, die in eine Rezession hineinsparen. N&auml;mlich genau das, was den Griechen passiert ist.<br>\nJetzt verlangen die Geldgeber weitere Einsparungen. Das ist in der Tat absurd und irrational, wie Tsipras das seinem Parlament erkl&auml;rte. In diesem Punkt hat er recht. Sein gro&szlig;er Fehler ist die Unf&auml;higkeit, einen eigenen guten Plan zu entwickeln, mit dem er zumindest einen Teil seiner potenziellen Freunde in Europa auf seine Seite ziehen k&ouml;nnte &ndash; den einen oder anderen Sozialdemokraten etwa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spd-und-eurokrise-wie-die-sozialdemokraten-merkel-stuetzen-a-1037711.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> M&uuml;nchaus Wunsch ist vern&uuml;nftig &ndash; aber er scheitert schlicht an einer SPD, deren wirtschafts- und finanzpolitische Pseudo-Kompetenz sich allersp&auml;testens seit Gerhard Schr&ouml;der in einer sogenannten Sparpolitik ersch&ouml;pft, die nun wirklich keine Ahnung hat und bei der nicht nur der Parteichef, sondern sogar die sogenannte Linke (z. B. Ralf Stegner) <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-02\/ralf-stegner-alexis-tsipras-griechenland\">Tsipras&rsquo; Politik kritisieren<\/a>. Da ist ja sogar Merkels schreckliche Politik realistischer. Wenn M&uuml;nchau Recht hat, dann wird der Grexit jetzt unausweichlich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Yanis Varoufakis: Die Zukunft Griechenlands in der EU<\/strong><br>\nDie Krise des Euroraums ist nicht &uuml;berwunden, solange die Situation Griechenlands noch ungekl&auml;rt ist. Wege aus dieser Krise zu finden, die den gesamten Euroraum nach wie vor wirtschaftlich und vor allem politisch belastet, ist deshalb aller M&uuml;hen wert. Streit, der sich auf den Austausch nationaler Klischees st&uuml;tzt, wird dem nicht gerecht. Notwendig ist vielmehr eine offene und kritische Debatte der europ&auml;ischen Zivilgesellschaft, die die europ&auml;ische Perspektive nicht aus den Augen verliert. Vor diesem Hintergrund laden das IMK und die Humboldt-Viadrina Governance Platform zu einem Vortrag des griechischen Finanzministers Prof. Dr. Yanis Varoufakis mit anschlie&szlig;ender Debatte ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/veranstaltung_54282.htm%20\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Video des Vortrags<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland muss f&uuml;hren<\/strong><br>\nYanis Varoufakis fordert Deutschland auf, die Blockade zu durchbrechen. Im Interview mit dem Tagesspiegel kritisiert Griechenlands Finanzminister die Gl&auml;ubiger f&uuml;r ihre harte Haltung und stellt Bedingungen f&uuml;r eine Einigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/yanis-varoufakis-im-interview-deutschland-muss-fuehren\/11887860.html?p=\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Interview Putins mit der italienischen Zeitung Corriere della Sera<\/strong><br>\nWas sind die Wurzeln der ukrainischen Krise? Der Grund scheint in einem v&ouml;lligen Missverh&auml;ltnis zu stehen zu dem, was heute eine v&ouml;llige Trag&ouml;die ist und viele Leben in der S&uuml;dost-Ukraine gekostet hat. Was hat die Krise ausgel&ouml;st? Der ehemalige Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch sagte, er m&uuml;sse dar&uuml;ber nachdenken, ob er das Assoziationsabkommen der Ukraine mit der EU unterzeichne, m&uuml;sse m&ouml;glicherweise einige &Auml;nderungen vornehmen und sich mit Russland besprechen, seinem gr&ouml;&szlig;ten Handels- und Wirtschaftspartner. In Verbindung damit oder unter diesem Vorwand brachen Unruhen in Kiew aus. Sie wurden sowohl von unseren europ&auml;ischen als auch unseren amerikanischen Partnern aktiv unterst&uuml;tzt. Dann folgte ein Staatsstreich &ndash; ein v&ouml;llig verfassungswidriger Akt. Die neuen Machthaber erkl&auml;rten, dass sie das Assoziationsabkommen unterzeichnen, aber seine Umsetzung bis zum 1. Januar 2016 verz&ouml;gern w&uuml;rden. Die Frage ist: wof&uuml;r dann der Staatsstreich? Warum musste die Lage bis zu einem B&uuml;rgerkrieg eskaliert werden? Das Ergebnis ist exakt das Gleiche.<br>\nMehr noch, Ende 2013 waren wir bereit, der Ukraine einen Staatskredit in H&ouml;he von 15 Milliarden Dollar zu geben, erweitert um zus&auml;tzliche 5 Milliarden von Gesch&auml;ftsbanken; und wir hatten ihr bereits 3 Milliarden Dollar im Laufe des Jahres gegeben und versprochen, die Gaspreise auf die H&auml;lfte des Preises zu reduzieren, wenn sie regelm&auml;&szlig;ig zahlten. Wir waren ganz und gar nicht dagegen, dass die Ukraine ein Assoziierungsabkommen mit der Europ&auml;ischen Union unterzeichnet. Aber nat&uuml;rlich wollten wir an den letzten Entscheidungen beteiligt sein, da die Ukraine damals und bis heute ein Mitglied der Freihandelszone der CIS ist, und wir als ihre Mitglieder wechselseitige Verpflichtungen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/vineyardsaker.de\/ukraine\/interview-putins-mit-der-italienischen-zeitung-corriere-della-sera\/\">The Vineyard Saker<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Stop TTIP sammelt zwei Millionen Unterschriften<\/strong><br>\nDie Initiative Stop TTIP fordert ein Ende der Verhandlungen &uuml;ber das Freihandelsabkommen. Zwei Millionen Unterschriften gibt es schon. Und es sollen noch mehr werden.<br>\nZwei Tage vor der Verabschiedung einer Resolution zum Freihandelsabkommen TTIP im EU-Parlament kann die B&uuml;rgerinitiative Stop TTIP die Unterschriften von zwei Millionen EU-B&uuml;rgern vorweisen. &ldquo;Um den politischen Druck zu erh&ouml;hen&rdquo;, werde bis Anfang Oktober weiter gesammelt, teilte das von etwa 470 Organisationen unterst&uuml;tzte B&uuml;ndnis mit. Die Initiative fordert ein Ende der Verhandlungen &uuml;ber das Abkommen und spricht sich gegen die Ratifizierung des ebenfalls umstrittenen Abkommens Ceta mit Kanada aus.<br>\n&ldquo;Das beweist, dass die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger nicht tatenlos zusehen, wie die EU-Kommission mit TTIP und Ceta den Abbau von Demokratie, Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechten und Umweltschutz vorantreibt&rdquo;, sagte Michael Efler, Mitglied im Stop-TTIP-B&uuml;rgerausschuss. Das EU-Parlament m&uuml;sse die &ldquo;demokratiegef&auml;hrdenden Abkommen&rdquo; ablehnen, forderte B&uuml;ndnis-Sprecher Karl B&auml;r. Die Bundesregierung und die EU-Kommission d&uuml;rften dieses Signal nicht &uuml;berh&ouml;ren, sagte die Gr&uuml;nen-Politikerin Katharina Dr&ouml;ge. N&ouml;tig sei ein Neustart in der europ&auml;ischen Handelspolitik mit &ldquo;richtiger demokratischer Beteiligung und Verhandlungen f&uuml;r mehr gemeinsame internationale Regeln und Standards beim Klimaschutz, bei Menschenrechten und Arbeitnehmern&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-06\/stop-ttip-ceta-buergerinitiative-eu-freihandelsabkommen\">Zeit<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"https:\/\/stop-ttip.org\/de\/blog\/neues-video-ttip-ceta-auf-der-einbahnstrasse-der-liberalisierung\/\">TTIP &amp; CETA &ndash; Auf der Einbahnstra&szlig;e der Liberalisierung<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>38 Argumente gegen TTIP, CETA, TiSA &amp; Co<\/strong><br>\nIn 38 Kapiteln liefert das Buch eine umfassende Kritik an der derzeitigen EU-Handelspolitik. Sowohl der Charakter als auch die Inhalte der Verhandlungen werden dabei analysiert. Von TTIP &uuml;ber CETA bis TiSA liefert das interessante Buch Einblicke in laufende und abgeschlossene Verhandlungen. Sowohl die umstrittene Schiedsgerichtsbarkeit als auch der inakzeptabel gro&szlig;e Einfluss der Unternehmenslobby auf TTIP finden darin ihren Niederschlag.<br>\nAuf den gro&szlig;en Einfluss von Unternehmenslobbyisten auf die Vorbereitung der TTIP- Verhandlungen haben wir bereits in der Vergangenheit hingewiesen. Auch im Buch liefern wir dazu einen Beitrag:<br>\n&ldquo;In der Vorbereitungsphase der Verhandlungen zwischen Januar 2012 und April 2013 fanden von 560 Treffen der EU-Kommission insgesamt 92% mit Unternehmenslobbyisten statt. Nur 4% blieben &uuml;brig f&uuml;r Gewerkschaften, Verbraucherschutz und zivilgesellschaftliche Organisationen.&rdquo; (S. 30)<br>\nAber damit nicht genug. In Kapitel 12 des Buches zeigen wir, wie die EU-Kommission &uuml;ber das Kapitel zu regulatorischer Kooperation den Einfluss der Unternehmenslobby institutionalisieren k&ouml;nnte:<br>\n&ldquo;Die EU-Kommission will &uuml;ber regulatorische Kooperation umfassend in den europ&auml;ischen und US-amerikanischen Gesetzgebungsprozess eingreifen. Ein institutionalisierter Einfluss von Unternehmenslobbyisten k&ouml;nnte dabei bestehende und k&uuml;nftige Regulierungen auf beiden Seiten des Atlantiks aushebeln.&rdquo; (S. 37)<br>\nIm Buch befindet sich auch ein Beitrag zum internationalen Dienstleistungsabkommen TiSA. Der Beitrag von J&uuml;rgen Mayer vom Forum Umwelt und Entwicklung weist auf die Gefahren hin, die sich f&uuml;r &ouml;ffentliche Dienstleistungen und Finanzmarktregulierung ergeben k&ouml;nnten (Kapitel 32 und 33). Auch der Geheimcharakter der Verhandlungen wird in dem Kapitel kritisiert. So hei&szlig;t es dort:<br>\n&ldquo;Die Geheimniskr&auml;merei bei TiSA geht noch weiter als bei TTIP &amp; CETA. Offiziell werden keinerlei Dokumente ver&ouml;ffentlicht. Die USA hat sich ausbedungen, dass ihre Verhandlungspapiere erst f&uuml;nf Jahre nach Vertragsabschluss ver&ouml;ffentlicht werden d&uuml;rfen.&rdquo;<br>\nEs ist geradezu unheimlich, dass wir nicht wissen, was derzeit von 23 Staaten in Genf verhandelt wird und dies auch 5 Jahre nach Abschluss der Verhandlungen nicht der Fall sein soll. Die verhandelnden Staaten, darunter Schwergewichte der Weltwirtschaft wie die USA, Australien, Kanada und Japan, erbringen gemeinsam rund 70 Prozent des globalen Handels mit Dienstleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/06\/38-argumente-gegen-ttip-ceta-und-tisa-zwei-von-uns\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Dieter Lenzen: TTIP macht Bildung zur Ware<\/strong><br>\n&ldquo;Man k&ouml;nnte die Uhr danach stellen, wie innerhalb k&uuml;rzester Zeit Scharen von US-Universit&auml;ten und -Schulen hier Niederlassungen er&ouml;ffnen&rdquo;, erkl&auml;rt der Pr&auml;sident der Uni Hamburg zum angestrebten Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. Gute Lehrer w&uuml;rden in der Folge an Privatschulen wechseln und das staatliche Schulsystem zu einem System zweiter Klasse werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/hamburg\/Uni-Praesident-Dieter-Lenzen-warnt-vor-TTIP,ttip170.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es darf gelacht werden. Gerade Dieter Lenzen, einer der vehementen Vertreter der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo; und Mitgr&uuml;nder der neoliberalen PR-Agentur &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;, der bis vor kurzem noch die Meinung vertreten hat, dass vor allem die privaten Haushalte und private Investoren st&auml;rker in die Bildung investieren sollten, bef&uuml;rchtet, dass durch das TTIP Bildung zur Ware gemacht w&uuml;rde. Es ist wohl eher die Frucht vor dem Verlust der eigenen Pfr&uuml;nde und Privilegien.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Lebensl&uuml;ge der Deutschen Bank<\/strong><br>\nAls der Vorstand der Deutschen Bank bei der Hauptversammlung vor zwei Wochen von 61 Prozent der Aktion&auml;re entlastet wurden &ndash; da war das nicht etwa ein Vertrauensbeweis. Sondern das glatte Gegenteil. Denn h&auml;ngen blieb, dass sich 39 Prozent des Kapitals gegen die F&uuml;hrung ausgesprochen hatten. Sp&auml;testens seit diesem Tag galten die beiden Co-Chefs Anshu Jain und J&uuml;rgen Fitschen als angez&auml;hlt. Dass sie nun das Handtuch werfen, ist daher nur noch leidlich &uuml;berraschend.<br>\nEs war ja auch einiges zusammengekommen in den vergangenen Monaten. Erstens: die milliardenschwere Rekordstrafe wegen der Manipulation des Zinssatzes Libor. Die Mauscheleien als solche liegen zwar Jahre zur&uuml;ck. Sie fanden aber genau in jener Abteilung statt, die Jain unterstand, bevor er an die Spitze der Bank r&uuml;ckte. Zweitens: das Deutsche-Bank-Verfahren vor dem M&uuml;nchener Landgericht, bei dem Fitschen sich wegen versuchten Prozessbetrugs verantworten muss. Gut m&ouml;glich, dass der Manager letztlich freigesprochen wird. Eine Belastung stellte der Fall aber so oder so dar. Und drittens: der im Verkauf der Postbank gipfelnde Strategiewechsel. Er sollte zum Befreiungsschlag werden. Stattdessen ist die Aktie seit dem Tag, an dem die Neuausrichtung verk&uuml;ndet wurde, nochmals um rund zehn Prozent gefallen.<br>\nGr&uuml;nde f&uuml;r den R&uuml;ckzug gab es also genug. Die eigentlich Ursache allerdings ist nicht in den vergangenen Monaten zu suchen. Sondern in der &ldquo;Weiter so&rdquo;-Politik, die Jain und Fitschen dem Geldhaus verordneten, gleich nachdem sie von Vorg&auml;nger Josef Ackermann die Gesch&auml;fte &uuml;bernahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/fitschen-jain-105.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn ein normaler Arbeitnehmer in Relation sich derartiges geleistet h&auml;tte wie diese beiden Herren, er w&uuml;rde vermutlich in Deutschland beruflich kein Fu&szlig; mehr auf den Boden bekommen. Die Konsequenz f&uuml;r Fitschen und Jain: Wahrscheinlich eine Abfindung in Millionenh&ouml;he.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Finanzskandale der Gro&szlig;banken: Die Zocker-AGs<\/strong><br>\nIhr Fehlverhalten kommt die globale Finanzindustrie teuer zu stehen. Die Rechtskosten der Gro&szlig;banken durchbrechen erstmals die 300-Milliarden-Dollar-Marke &ndash; und das innerhalb von nur f&uuml;nf Jahren. Mit an der Spitze: die Deutsche Bank.<br>\nErst Ende April 2,5 Milliarden Dollar Strafe wegen der Libor-Manipulation, nun drohen wegen eines milliardenschweren Geldw&auml;sche-Falls in Russland weitere Zahlungen: Es sind nur die j&uuml;ngsten einer ganzen Reihe von Skandalen, welche die Deutsche Bank ersch&uuml;ttern &ndash; und die dazu beitrugen, dass das Vorstandsduo Jain und Fitschen am Wochenende ihren R&uuml;ckzug von der Bankspitze erkl&auml;rten. Mehr als 14 Milliarden Dollar musste die gr&ouml;&szlig;te deutsche Bank laut einer Studie der Londoner CCP Research Foundation f&uuml;r ihr Fehlverhalten von 2010 bis 2014 zahlen.<br>\nInsgesamt belief sich demnach die Summe der Strafzahlungen, Vergleiche, R&uuml;ckstellungen sowie anderer Rechtskosten der 16 gr&ouml;&szlig;ten Banken der Welt in dem F&uuml;nf-Jahres-Zeitraum auf 205,6 Milliarden Pfund (314 Milliarden Dollar). Das ist eine deutliche Steigerung zum Zeitraum von 2009 bis 2013, in dem die Institute rund 170 Milliarden Pfund (260 Milliarden Dollar) f&uuml;r Skandale zahlen mussten.<br>\nDie Studie des Instituts, das aus einer Projektgruppe an der London School of Economics entstand, belegt das hohe Ausma&szlig; des Fehlverhaltens der Gro&szlig;banken auch nach der Finanzkrise ab 2007. Die Forscher werteten f&uuml;r die Studie Dokumente der Aufsichtsbeh&ouml;rden, Jahresberichte der Banken und andere &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Quellen aus.<br>\nStudienleiter Chris Steares bezweifelt die Bekenntnisse der Branche zu sauberen Gesch&auml;ftsmethoden. Die Institute beteuerten zwar den Wandel, &ldquo;aber von Jahr zu Jahr stetig steigende Rechtskosten werfen die Frage auf, ob sich ihr Verhalten tats&auml;chlich zum Besseren ver&auml;ndert&rdquo;, sagte Steares der &ldquo;Financial Times&rdquo; (&ldquo;FT&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/banken-zahlten-mehr-als-300-milliarden-dollar-wegen-skandalen-a-1037634.html\">SPON<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fracking: Experten mahnen &Auml;nderungen an<\/strong><br>\nDie Pl&auml;ne der Bundesregierung, die Erdgasf&ouml;rdermethode Fracking in Deutschland gesetzlich strenger zu regeln und die F&ouml;rderung unkonventionellen Erdgases oberhalb von 3.000 Metern Tiefe zu verbieten, sind unter Experten umstritten. In einer dreist&uuml;ndigen &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Umweltausschusses am Montagnachmittag begr&uuml;&szlig;ten die Vertreter des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW), der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverb&auml;nde sowie der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) zwar grunds&auml;tzlich den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur &Auml;nderung wasser- und naturschutzrechtlicher Vorschriften und zur Risikominimierung bei den Verfahren der Fracking-Technologie (18\/4713), mahnten jedoch Verbesserungen in zahlreichen Punkten an. Die Sachverst&auml;ndigen vom Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) und der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH) forderten ein generelles Verbot des so genannten unkonventionellen Frackings in Schiefer-, Ton- oder Kohlefl&ouml;zgestein oberhalb von 3.000 Metern sowie deutlich strengere Regelungen f&uuml;r Fracking in konventionellen Lagerst&auml;tten. Oliver Kalusch vom Bundesverband B&uuml;rgerinitiativen Umweltschutz e. V. (BBU) forderte demgegen&uuml;ber ein ausnahmsloses Fracking-Verbot in Deutschland.<br>\n&bdquo;Bei Fracking handelt es sich um eine nicht beherrschbare Risikotechnik mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt&ldquo;, begr&uuml;ndete er die Ablehnung seines Verbandes. Beim Einsatz der Technologie k&ouml;nne es zu erheblichen Grundwasserkontaminationen kommen, au&szlig;erdem sei die Frage der Entsorgung des R&uuml;ckflusses beziehungsweise der als Lagerst&auml;ttenwasser an die Oberfl&auml;che gepumpten Fl&uuml;ssigkeit ungel&ouml;st. Fracking erh&ouml;he dar&uuml;ber hinaus deutlich die Erdbebengefahr und stelle eine klimasch&auml;dliche Variante der Energiegewinnung und Nutzung dar. Kalusch kritisierte auch die im Gesetzentwurf gezogene Grenze von 3.000 Metern Tiefe, unterhalb der Fracking weiterhin erlaubt sein soll. Dabei gehe es nicht um Sicherheit, sondern es sei vielmehr eine &bdquo;&ouml;konomische Grenze&ldquo;, um ab 2018 unterhalb von 3.000 Metern Schiefergas f&ouml;rdern zu k&ouml;nnen.<br>\nGeorg Buchholz vom NABU machte deutlich, dass der Naturschutzbund den Einsatz der Fracking-Technologie aus &bdquo;energie-, klima-, naturschutz-, umwelt- und gesundheitspolitischen Gr&uuml;nden&ldquo; ebenfalls ablehnt. Er bedauerte, dass ein Verbot von Fracking aufgrund der politischen Mehrheitsverh&auml;ltnisse derzeit nicht durchsetzbar sei. Zwar werde der Schutz des Trinkwassers mit dem vorliegenden Gesetzentwurf verbessert, lobte Buchholz, doch m&uuml;ssten die Regeln noch deutlich strenger werden. So m&uuml;sse das Grundwasser fl&auml;chendeckend gesch&uuml;tzt werden, um k&uuml;nftige Trinkwassernutzungen nicht zu gef&auml;hrden. Die Verbotszonen m&uuml;ssten ausgeweitet und Erprobungsvorhaben in Schiefergestein auf Bundesebene verboten werden, ebenso die untert&auml;gige Ablagerung von Lagerst&auml;ttenwasser.<br>\nSascha M&uuml;ller-Kraenner von der Deutschen Umwelthilfe bezeichnete die derzeit bestehende Gesetzeslage zum Fracking als unzureichend und begr&uuml;&szlig;te daher wie seine Vorredner im Grundsatz das Vorhaben der Bundesregierung, Fracking gesetzlich st&auml;rker zu reglementieren. Die DHU sehe &bdquo;eine ganze Reihe von Risiken, deren Beherrschbarkeit aus unserer Sicht noch nicht gew&auml;hrleistet ist&ldquo;, betonte er. Ein Einstieg Deutschlands in die Gasf&ouml;rderung per Fracking w&auml;re zudem &bdquo;energie- und klimapolitisch zum gegenw&auml;rtigen Zeitpunkt das falsche Signal&ldquo;.<br>\nProfessor Rolf Emmermann von der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften sprach sich f&uuml;r wissenschaftlich begleitete Pilotprojekte aus, sowohl f&uuml;r die Schiefergasf&ouml;rderung als auch f&uuml;r die petrothermale Geothermie. Beide Energietr&auml;ger k&ouml;nnten eine &bdquo;Br&uuml;ckenfunktion&ldquo; f&uuml;r die Energiewende &uuml;bernehmen. Voraussetzung sei jedoch ein l&uuml;ckenloses Sicherheitskonzept, beginnend bei der Vorerkundung des geologischen Untergrundes, &uuml;ber eine kontinuierliche &Uuml;berwachung des Betriebs bis hin zur Beendigung der Ma&szlig;nahme. So k&ouml;nnten Beeintr&auml;chtigungen des Trinkwassers, Austritte von Methangas sowie induzierte (Mikro-)Erdbeben weitgehend ausgeschlossen werden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2015_06\/-\/377524%20\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><strong>Dazu: Verst&ouml;&szlig;t gegen die Verfassung&rdquo; &ndash; Gutachter kritisiert Fracking-Gesetz scharf<\/strong><br>\nDas Fracking-Gesetz sieht eine externe Kommission vor, die &uuml;ber die gro&szlig;fl&auml;chige Anwendung der Methode entscheiden soll. Dies sei verfassungswidrig, hei&szlig;t es nun in einem Gutachten. Ein SPD-Politiker spricht von einer &ldquo;Schnapsidee&rdquo; und &ldquo;Selbstentmachtung&rdquo;.<br>\nDer von der Bundesregierung eingebrachte Gesetzentwurf zum Gas-Fracking ist einem Gutachten zufolge verfassungswidrig. &ldquo;Die Konstruktion einer Expertenkommission mit Entscheidungskompetenzen verst&ouml;&szlig;t in mehrfacher Hinsicht gegen die Verfassung&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Analyse des Oldenburger Rechtsprofessors Volker Boehme-Ne&szlig;ler.<br>\nNach den bisherigen Pl&auml;nen soll statt des Bundestags die Kommission bewerten, ob nach einer Erprobungsphase ab 2019 Unternehmen auch gro&szlig;fl&auml;chig zu kommerziellen Zwecken Gas mit Hilfe der Fracking-Technologie aus tiefen Gesteinsschichten f&ouml;rdern d&uuml;rfen.<br>\nBoehme-Ne&szlig;ler mahnte &Auml;nderungen an: &ldquo;Entscheidungen &uuml;ber die Anwendung von Fracking-Technologien m&uuml;ssen in letzter Instanz von staatlichen Akteuren getroffen werden.&rdquo; Expertengremien k&ouml;nnten Politik und Beh&ouml;rden beraten. &ldquo;Sie d&uuml;rfen aber weder rechtlich noch faktisch die letzte Entscheidung treffen.&rdquo; Die Bundesregierung verweist darauf, dass die Landesbeh&ouml;rden das Votum der Kommission &uuml;bernehmen k&ouml;nnen, aber nicht m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Gutachter-kritisiert-Fracking-Gesetz-scharf-article15238321.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Aber vielleicht mangelt es dem SPD-Politiker an Fantasie. Schlie&szlig;lich gab es in der deutschen Vergangenheit mindestens einmal ein entscheidendes Verfahren der Selbstentmachtung des Parlaments, dem eine Mehrheit zugestimmt hatte: Ohne die Stimmen Kommunisten und der SPD.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was ist die Bertelsmann Stiftung?<\/strong><br>\nGegr&uuml;ndet wurde die Stiftung 1977 durch den in G&uuml;tersloh ans&auml;ssigen Unternehmer Reinhard Mohn, den damaligen Chef des Medienkonzerns Bertelsmann. Das Stiftungsetat betrug zur Gr&uuml;ndung 18 Millionen Mark. Knapp 15 Jahre sp&auml;ter &uuml;bertrug Mohn fast zwei Drittel des Aktienkapitals der Bertelsmann AG auf die Bertelsmann Stiftung. Heute h&auml;lt sie &uuml;ber 77 Prozent der Aktien an einem der gr&ouml;&szlig;ten Medienunternehmen weltweit, zu dem unter anderem das Verlagshaus Gruner+Jahr, die RTL Gruppe sowie der Gesch&auml;ftsprozess-Dienstleister Arvato geh&ouml;ren.<br>\nDie Stiftung arbeitet operativ, das hei&szlig;t sie unterst&uuml;tzt nicht die Arbeit Dritter, sondern investiert ausschlie&szlig;lich in selbst initiierte Projekte, die sie &ndash; oftmals in Kooperation mit Partnern aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft oder wissenschaftlichen Institutionen &ndash; umsetzt. Dabei diene sie dem Gemeinnutzen und ist nach eigener Aussage zur h&ouml;chster Neutralit&auml;t verpflichtet.<br>\nDiese Neutralit&auml;t wurde in der Vergangenheit oft angezweifelt. So warf der fr&uuml;here SPD-Politiker Albrecht M&uuml;ller dem &ldquo;gef&auml;hrlichen Kraken&rdquo; &ndash; der Denkfabrik Bertelsmann &ndash; vor, einseitig eine neoliberale Ideologie und die Interessen der Wirtschaft zu vertreten. Das w&uuml;rde sich in den einschl&auml;gigen Empfehlungen der Stiftung niederschlagen, die vielmals darauf abzielten, die untersuchten Lebensbereiche verst&auml;rkt nach marktwirtschaftlichen Wettbewerbskriterien zu gestalten, analysierte beispielsweise der Journalist Harald Schumann.<br>\nDar&uuml;berhinaus ginge das T&auml;tigkeitsfeld der Stiftung weit &uuml;ber eine Beratungsfunktion hinaus, warf der Stiftung etwa Frank B&ouml;ckelmann vor, Publizist und Autor eines Buches &uuml;ber den Bertelsmann-Konzern. Die Stiftung w&uuml;rde durch gezielte Absprachen einen direkten Einfluss auf die Politik nehmen. Allein schon die Tatsache, dass eine der gr&ouml;&szlig;ten sozial- und arbeitspolitischen Reformen der letzten Jahre &ndash; die Hartz-Reform &ndash; auf Vorlagen einer von der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe basiert, zeuge von ihrer politischen Macht, sagt auch der Autor Thomas Schuler gegen&uuml;ber tagesschau.de.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bertelsmann-stiftung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4721\">Der st&auml;rkste Motor beim Zerst&ouml;rungswerk &ndash; die Bertelsmann Stiftung<\/a> und: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1443\">&bdquo;Krake Bertelsmann&ldquo; &ndash; eine Dokumentation<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Workshop zum Thema &ldquo;Aussp&auml;hung von Berufsgeheimnistr&auml;gern in Zeiten digitaler &Uuml;berwachung&rdquo;<\/strong><br>\nHinsichtlich der Aufarbeitung der NSA\/BND-Aff&auml;re gibt die Bundesregierung nach wie vor ein schlechtes Bild ab. So ist seitens der Bundesregierung kein Wort &uuml;ber den Vorwurf zu h&ouml;ren, die NSA habe mit Hilfe des Bundesnachrichtendienstes andere europ&auml;ische Partnerl&auml;nder, europ&auml;ische Spitzenpolitiker und sogar die EU-Kommission ausgesp&auml;ht. Die betroffenen L&auml;nder haben ihrerseits energischen Protest eingelegt und rechtliche Schritte angek&uuml;ndigt, auch dar&uuml;ber schweigt die Bundesregierung. Auch l&auml;sst sich feststellen, dass die amerikanische Regierung zu keinem Zeitpunkt bereit war und ist, ein &bdquo;No spy-Abkommen&ldquo; abzuschlie&szlig;en, wie es die Bundeskanzlerin im Bundestagswahlkampf lauthals und wahrheitswidrig verk&uuml;ndete. Vielmehr gibt es deutliche Erkl&auml;rungen der amerikanischen Regierung, dass man an ein derartiges Abkommen &uuml;berhaupt nicht denke. Die nachfolgenden Bittg&auml;nge deutscher Regierungsmitglieder k&ouml;nnen nur als peinlich bewertet werden. Von all dem unbehelligt will jetzt die Bundesregierung, nachhaltig unterst&uuml;tzt durch ihren Koalitionspartner SPD, doch wieder ein Vorratsdatenspeicherungsgesetz implementieren. Dies, obwohl der Parteif&uuml;hrer der SPD, Sigmar Gabriel und der zust&auml;ndige Justizminister, Heiko Maas, noch zu Jahresbeginn lauthals verk&uuml;ndet haben, dass ein Vorratsdatenspeicherungsgesetz, welches die anlasslose &Uuml;berwachung aller digitalen Kommunikationswege beinhaltet, mit ihnen nicht machbar sei. Jetzt wird in der Bundesregierung sogar perfiderweise &uuml;berlegt, eine Verschl&uuml;sselung von Kommunikationsdaten gesetzlich zu untersagen. Umso mehr ist es vonn&ouml;ten, dass der einzelne B&uuml;rger mit Entschiedenheit dazu &uuml;bergeht, seine pers&ouml;nlichen Daten selbst zu sch&uuml;tzen. Die Initiative gegen Total&uuml;berwachung veranstaltet aus diesem Grund am 10.06.2015 einen Workshop zum Thema &ldquo;Aussp&auml;hung von Berufsgeheimnistr&auml;gern in Zeiten digitaler &Uuml;berwachung&rdquo;. Eine Einladung mit Veranstaltungs&uuml;bersicht finden Sie hier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150609_einladung_workshop_10062015.pdf\">Initiative gegen Total&uuml;berwachung [PDF &ndash; 115KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schraps und der Tod<\/strong><br>\nDie Bev&ouml;lkerung in weiten Teilen des Nahen und Mittleren Ostens leidet unter Mord, Terror und Vertreibung, w&auml;hrend die Herrschenden &bdquo;Schraps hat den Hut verloren&ldquo; zu spielen scheinen. Ende Mai wurde in Washington ein &ndash; in Teilen zensiertes &ndash; Papier des Geheimdienstes der USA-Streitkr&auml;fte DIA (Defense Intelligence Agency) ver&ouml;ffentlicht, dessen Freigabe eine republikanische Gruppierung per Gerichtsbeschluss gegen die Regierung erzwungen hatte, datiert auf den 12. August 2012. Darin steht: &bdquo;Die Salafisten, die Muslimbruderschaft und al-Qaida im Irak sind die treibenden Kr&auml;fte des Aufstands in Syrien&ldquo;, und weiter: &bdquo;Der Westen, die Golfstaaten und die T&uuml;rkei unterst&uuml;tzen die Opposition, w&auml;hrend Russland, China und Iran das Regime unterst&uuml;tzen.&ldquo; In Washington wird jetzt gestritten, ob die US-Regierung, der Westen und seine Verb&uuml;ndeten damals al-Qaida im Irak &ndash; aus dem sp&auml;ter der sogenannte Islamische Staat in Irak und Syrien (ISIS, oder nur IS) hervorging &ndash; unterst&uuml;tzt haben, oder ob die Regierung damals nur heuchelte, dass die milit&auml;rische Opposition gegen Assad in Syrien von weltlichen, westlich orientierten Kr&auml;ften getragen werde, w&auml;hrend die islamistischen Kr&auml;fte, die von den Golfstaaten und der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt wurden, l&auml;ngst das Heft des Handelns in der Hand hielten.<br>\nDer syrische Pr&auml;sident Bashar al-Assad sagte am 20. April 2015 dem franz&ouml;sischen Sender France 2, befragt, ob er den Islamischen Staat geschaffen habe, um sein Vorgehen hinter diesem zu verstecken, der IS sei &bdquo;2006 unter der Aufsicht der USA im Irak geschaffen&ldquo; worden. &bdquo;Ich bin nicht im Irak, ich habe den Irak niemals kontrolliert, das waren die USA, und der ISIS kam aus dem Irak nach Syrien, denn das Chaos ist ansteckend.&ldquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2015\/06\/schraps-und-der-tod-33115.html\">Peter Petras im Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p><em>Hinweis: Hier das gesamte <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/?page=32702\">Inhaltsverzeichnis der neuen Ausgabe des &bdquo;Bl&auml;ttchens&ldquo;<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lone Star Stumble &ndash; Stolpern in Texas<\/strong><br>\nErinnern Sie sich noch an das texanische Wirtschaftswunder? 2012 war das eins der drei wichtigsten Argumente des damaligen Gouverneurs Rick Perry zugunsten seiner Pr&auml;sidentschaftskandidatur, zusammen mit seinem starken Ru&#776;ckhalt bei der religi&ouml;sen Rechten und noch irgendwo, woran ich mich nicht erinnern kann (tut mir leid, konnte ich mir nicht verkneifen). Ganz allgemein feiern die Konservativen Texas ja schon lange als angeblichen Beweis dafu&#776;r, dass der Schlu&#776;ssel zum Wohlstand in niedrigen Steuern fu&#776;r die Reichen und einer schlechten Behandlung der Armen liegt.<br>\nUnd so ist es interessant, zu sehen, dass Texas in letzter Zeit viel weniger gro&szlig;artig dasteht als fru&#776;her. Fairerweise muss gesagt werden, dass wir hier von blo&szlig;em Stolpern und nicht von Zusammenbruch reden. Doch was in Texas und anderen Staaten geschieht &ndash; besonders in Kansas und Kalifornien &ndash; zeigt einmal mehr, wie v&ouml;llig falsch die Versessenheit auf Steuersenkungen ist, die die moderne republikanische Partei so v&ouml;llig beherrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/06\/05\/opinion\/lone-star-stumble.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Datenpanne: Beamte &uuml;bersehen zwei Kohlekraftwerke bei CO2-Bilanz<\/strong><br>\nDeutschland muss den CO2-Aussto&szlig; wohl st&auml;rker drosseln als bisher angenommen, um die Klimaziele zu erreichen. Grund ist eine Datenpanne im Statistikamt: Die Beamten haben zwei gro&szlig;e Kohlekraftwerke schlicht &uuml;bersehen.<br>\nIn der aktuellen Klimabilanz Deutschlands fehlen rund acht Millionen Tonnen CO2 aus dem Energiesektor. Das geht aus einer vertraulichen Analyse des Bundesverbands der Energiebranche (BDEW) hervor. Grund f&uuml;r die Fehlmenge ist eine Datenpanne im Statistischen Landesamt Nordrhein-Westfalen. Dessen Beamte haben die Inbetriebnahme von zwei gro&szlig;en Steinkohlekraftwerken in Duisburg-Walsum und in L&uuml;nen &uuml;bersehen. Seit dem Jahr 2013 wurden deshalb f&uuml;r diese Kraftwerke keine Daten an die entsprechenden Beh&ouml;rden in Berlin geliefert. (&hellip;)<br>\nDie peinliche Fehlmenge d&uuml;rfte zudem die Diskussion um die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel geplante Klimaabgabe f&uuml;r alte Kohlekraftwerke neu befeuern. Wohl auch aus diesem Grund, schreibt der SPIEGEL weiter, wollte die Energiebranche den Vorgang vertuschen. In einer internen Analyse hei&szlig;t es: Die fehlenden Zahlen sollten schnellstm&ouml;glich nachgetragen, jedoch auf eine &ldquo;laute Ver&ouml;ffentlichung&rdquo; verzichtet werden. Der BDEW weist dies zur&uuml;ck. In einer Stellungnahme hei&szlig;t es, er habe das Problem aufgedeckt und wollte es nicht vertuschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/kohlekraftwerke-vergessen-statistikpanne-schoent-co2-bilanz-a-1037366.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Was ist eigentlich mit dem &ouml;ffentlichen Dienst los? Polizisten &ndash; aber vermutlich nicht lediglich sie &ndash; &auml;u&szlig;ern oder verhalten sich ausl&auml;nderfeindlich, Jugend&auml;mter siedeln Kinder bzw. Jugendliche in weite Entfernungen um und hier werden mal eben Kraftwerke &bdquo;&uuml;bersehen&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Als Ursache f&uuml;r dieses Versagen k&auml;me z.B. zu wenig Personal und eine damit verbundene &Uuml;berforderung in Betracht. Und daf&uuml;r w&auml;ren h&ouml;here Stellen verantwortlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Stiftung: Deutschland bei Open Data nur Schlusslicht<\/strong><br>\nAuf dem G8-Gipfel vor zwei Jahren verpflichteten sich die gro&szlig;en Industrienationen auf eine &ldquo;Open Data Charta&rdquo;. Zum aktuellen Gipfel auf Schloss Elmau f&auml;llt die Bilanz zumindest f&uuml;r Deutschland mau aus, sagen Open-Data-Aktivisten.<br>\nDeutschland hat bei der Bereitstellung staatlicher Daten f&uuml;r die &Ouml;ffentlichkeit in den vergangenen zwei Jahren nach Einsch&auml;tzung der Open Knowledge Foundation kaum Fortschritte erzielt. Der gemeinn&uuml;tzige Verein erinnerte am Freitag an die Verabschiedung der &ldquo;Open Data Charta&rdquo; auf dem G8-Gipfel im britischen Lough Erne im Juni 2013. Dort hatten sich die G8-Nationen zu gemeinsamen Ma&szlig;nahmen verpflichtet, die Ver&ouml;ffentlichung staatlicher Daten in den einzelnen Mitgliedsl&auml;ndern voranzutreiben. Gro&szlig;britannien zeige das st&auml;rkste Engagement der G7-L&auml;nder f&uuml;r offene Daten. (&hellip;)<br>\nEine positive Entwicklung sieht die Stiftung in Hamburg. Das Hamburger Transparenzgesetz zeige, dass es m&ouml;glich sei, offene Daten innerhalb kurzer Zeit verf&uuml;gbar zu machen, wenn die notwendigen Ressourcen daf&uuml;r bereitgestellt w&uuml;rden. Positiv aufgefallen seien auch die St&auml;dte Moers und Bonn. Sie setzten sich ebenfalls proaktiv f&uuml;r die Nutzung von Verwaltungsdaten auf kommunaler Ebene ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/open\/meldung\/Stiftung-Deutschland-bei-Open-Data-nur-Schlusslicht-2679606.html\">heise Open Source<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wagenknecht auf Linken-Parteitag in Bielefeld &ndash; Gegen die L&uuml;gner aus der tr&uuml;ben Br&uuml;he<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht ist die erste, die f&uuml;r die Generaldebatte auf dem Parteitag der Linken in Bielefeld ans Rednerpult tritt.<br>\nJetzt steht sie da und redet, als w&uuml;rde sie sich f&uuml;r weit h&ouml;heres als nur einen schn&ouml;den Fraktionsvorsitz bewerben. Irgendwas mit Chefin einer Weltregierung oder so. Mit absoluter Mehrheit nat&uuml;rlich. So klingt es jedenfalls. Vielleicht muss das so sein, wenn sie ihren R&uuml;ckzug vom R&uuml;ckzug vorbereiten will.<br>\n&ldquo;Was f&uuml;r Schwachsinn!&rdquo;, ruft sie ins Plenum, als sie dar&uuml;ber spricht, wie die Amerikaner in ihren Augen versuchen, Terror zu bek&auml;mpfen in dem &ldquo;sie andere L&auml;nder terrorisieren&rdquo;.<br>\nUnd jene sollten doch mal ihren &ldquo;Geisteszustand&rdquo; checken lassen, die glaubten Deutschland nehme Verantwortung in der Welt wahr, wenn auf dem G-7-Gipfel Russland nicht eingeladen werde.<br>\nSPD-Chef Sigmar Gabriel beschimpft sie als &ldquo;L&uuml;gner&rdquo;. Alle die irgendwie f&uuml;r das Freihandelsabkommen TTIP mit den USA sind, h&auml;tten in ihren Augen das Recht verwirkt, sich Demokraten zu nennen. Das seien alles &ldquo;Antidemokraten&rdquo;. Gr&uuml;ne und Sozialdemokraten schmei&szlig;t sie mehr oder weniger in den gleichen Sack.<br>\nSpeziell in Gabriel &ldquo;f&auml;llt es einem schwer, einen m&ouml;glichen Partner f&uuml;r einen Politikwechsel zu sehen&rdquo;, sagt sie. Sie gesteht immerhin zu: &ldquo;Man kann in der Regierung mehr ver&auml;ndern als in der Opposition&rdquo;. Aber das doch nur, &ldquo;wenn man Partner hat, die zumindest in die gleiche Richtung gehen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Es gibt keinen Anlass, warum Linke dar&uuml;ber nachdenken sollten, ob es schlimme und weniger schlimmere Kriegsein&auml;tze gibt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wagenknecht-auf-linken-parteitag-in-bielefeld-gegen-die-luegner-aus-der-trueben-bruehe-1.2508967\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Mutig und klar war ihre Rede. Sie erscheint die einzige, echte Alternative in ihrer Haltung zu Bundeskanzlerin Merkel zu sein, auch wenn keine Chance besteht, eine Regierung aus SPD, Gr&uuml;ne und DIE LINKE zu bilden. Sollte DIE LINKE die Vorstellungen der SPD und Gr&uuml;nen &uuml;bernehmen, ist das politische Ende dieser Partei sichtbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Es ist eine Privatisierung und Re-Oligarchisierung der Politik zu beobachten<\/strong><br>\nVom 10-14. Juni kommen sie wieder zu einem verschwiegenen Treffen zusammen: Hochrangige Politiker, Spitzenmanager, Wissenschaftler und andere gewichtige Funktionstr&auml;ger der westlichen Welt nehmen auch in diesem Jahr an der Bilderberg-Konferenz teil. F&uuml;r die Zusammenkunft haben sich &ldquo;die Bilderberger&rdquo;, wie die Mitglieder des Elite-Zirkels bezeichnet werden, einen idyllischen Ort ausgew&auml;hlt: das Hotel Interalpen in der N&auml;he von Buchen in Tirol.<br>\nIn einem zweiteiligen Interview beleuchtet der Soziologe Bj&ouml;rn Wendt das Treffen der M&auml;chtigen f&uuml;r Telepolis. Wendt ist Autor der Studie &ldquo;Die Bilderberg-Gruppe &ndash; Wissen &uuml;ber die Macht gesellschaftlicher Eliten&rdquo;. Im ersten Teil des Interviews beschreibt der Sozialwissenschaftler, worauf er das Augenmerk bei seiner Auseinandersetzung mit Bilderberg gelegt hat. Fest steht f&uuml;r ihn: Sowohl die Wissenschaft in Deutschland als auch die Medien haben sich mit dem Elite-Zirkel bisher nur sehr unzureichend auseinandergesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45088\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&bdquo;Geld mit Geld zu verdienen ist krank&ldquo;<\/strong><br>\nSchmutzige Tricks, waghalsige Spekulationen und Korruption &ndash; die Ex-Kollegen von Volker Handon werden seine schonungslosen Einblicke in ein krankes Finanzsystem ungern lesen. Es geht um Gier, Macht und andere Drogen.<br>\nEr bezeichnet sich als Spieler. Seit er denken k&ouml;nne, sei er mit gro&szlig;em Vergn&uuml;gen einem starken Spieltrieb gefolgt. Und das war, wie Volker Handon bekennt, der zentrale Antrieb f&uuml;r viele wichtige Entscheidungen in seinem Leben. Das gilt auch f&uuml;r seine Berufswahl. &bdquo;Ohne diese Freude am permanenten Wettbewerb h&auml;tte ich die letzten f&uuml;nfundzwanzig Jahre sicher nicht als Wertpapierh&auml;ndler verbracht und w&auml;re auch nicht bis heute als Day-Trader am Finanzmarkt unterwegs&ldquo;, so Handon. Und er h&auml;tte nicht das Buch &bdquo;Die Psycho-Trader. Aus dem Innenleben unseres kranken Finanzsystems. Ein Insider erz&auml;hlt.&ldquo; geschrieben &ndash; eine schonungslose und recht unterhaltsame Abrechnung mit dem seiner Meinung nach kranken und korrupten Finanzsystem.<br>\nSeit mehr als 25 Jahren tummelt sich Handon in diesem Haifischbecken, arbeitete zun&auml;chst f&uuml;r Banken und Fondsgesellschaften, sp&auml;ter dann auf eigene Rechnung. Sein Fazit: &bdquo;Geld mit Geld zu verdienen ist krank. Und es macht krank, wenn man nicht aufpasst.&ldquo; Er ist ein Freund klarer Worte. Er klagt an, er gesteht, er enth&uuml;llt. Weil er niemandem mehr verpflichtet ist, kann er offen und authentisch von seinen Jahren in den Handelss&auml;len berichten. Seine ehemaligen Kollegen werden das nicht gerne lesen.<br>\nAlle Vorurteile, die man so hat &uuml;ber die Herren des Geldes, werden in diesem Buch best&auml;tigt. Es ist fast eine Light-Version von &bdquo;The Wolf of Wall Street&ldquo; &ndash; nur ohne extralange Motivationsreden im Drogenrausch und meterlange Yachten. Frankfurt statt Wall Street eben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/app.handelsblatt.com\/finanzen\/die-psycho-trader-ein-boersenhaendler-packt-aus-geld-mit-geld-zu-verdienen-ist-krank\/11864848.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV-Tipp heute Abend um 22:45 : Krieg der L&uuml;gen &ndash; Curveball und der Irakkrieg<\/strong><br>\n&ldquo;Die Quelle ist ein Augenzeuge. Ein irakischer Chemieingenieur, der eine dieser Anlagen betreute. Er war tats&auml;chlich anwesend, als biologische Kampfstoffe hergestellt wurden.&rdquo; US-Au&szlig;enminister Colin Powell vor der UN-Vollversammlung am 5. Februar 2003 mit der Begr&uuml;ndung f&uuml;r &ldquo;Operation Iraqi Freedom&rdquo;. Heute wei&szlig; man: Der Krieg basierte auf einer L&uuml;ge. Der L&uuml;ge von der Existenz mobiler Massenvernichtungswaffen im Irak.<br>\nDer Mann, von dem Colin Powell spricht, lebt heute in Deutschland. Er hei&szlig;t Rafed Ahmed Alwan, auch bekannt als &ldquo;Curveball&rdquo;. Seine Informationen &uuml;ber mobile Massenvernichtungswaffen gingen &uuml;ber den Tisch von BND, MI6 und CIA, schafften es in eben diese ber&uuml;hmte Rede von Colin Powell und machten den irakischen Fl&uuml;chtling &uuml;ber Nacht zum Kronzeugen des Zweiten Golfkrieges.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/swr\/krieg-der-luegen-curveball-und-der-irak-krieg-100.html\">Das Erste<\/a>\n<p>Der Film l&auml;uft in <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/111918314\">der ARD.Trailer<\/a><br>\nUnd hier die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150609_kdl_pressemappe_de.pdf\">Pressemappe [PDF &ndash; 1,5 MB]<\/a> zum Film.<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung A.M.:<\/strong> Immerhin bei der ARD.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/AM\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26358","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26358"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28374,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26358\/revisions\/28374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}