{"id":26439,"date":"2015-06-17T09:03:41","date_gmt":"2015-06-17T07:03:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439"},"modified":"2015-06-17T09:03:41","modified_gmt":"2015-06-17T07:03:41","slug":"hinweise-des-tages-2395","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/AM\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h01\">Offener Brief der Jusos Bayern an Sigmar Gabriel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h02\">Griechenland-Bashing und Griechenland in den deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h03\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h04\">Freibrief f&uuml;r die EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h05\">Glaube keiner Statistik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h06\">Rentenl&uuml;ge neuen Typs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h07\">Revolution in den Rath&auml;usern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h08\">Mehr als 42.000 Menschen forderten wirksame Karenzzeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h09\">Why Is Washington Still Pushing for War With Russia?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h10\">&bdquo;Menschenrechts&ldquo;-Imperialismus in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h11\">Putin erneuert Atomraketen-Arsenal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h12\">Veteran R&uuml;he plant Verteidigung der Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h13\">Ein seltsamer Organismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h14\">Leichen vors Kanzleramt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h15\">S T R E E T L I F E &ndash; Stra&szlig;enkinder in Afrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h16\">Medien-Kommentar zu &bdquo;Hart aber fair&ldquo; vom 8. Juni 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439#h17\">Aufruf zu Kundgebung &bdquo;Europa. Anders. Machen.&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26439&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offener Brief der Jusos Bayern an Sigmar Gabriel<\/strong><br>\nLieber Sigmar, in der Tat: Es reicht! Es reicht ganz Europa der deutsche Chauvinismus und die s&uuml;ffisante &Uuml;berheblichkeit, mit der du und andere VertreterInnen der deutschen Regierung gegen&uuml;ber Griechenland und anderen krisengebeutelten Staaten auftreten! Es reicht den Menschen in Griechenland die aufgezwungene Sparpolitik der Troika, die jede eigenst&auml;ndige wirtschaftliche Entwicklung verhindert! Es reicht jedem Menschen mit einem F&uuml;nkchen internationaler Solidarit&auml;t im Herzen die ewig gleiche Nummer, bei der die RentnerInnen in Deutschland gegen die RentnerInnen in Griechenland ausgespielt werden, w&auml;hrend fr&ouml;hlich die finanziellen Interessen deutscher Banken in der &bdquo;Schuldenkrise&ldquo; gerettet werden.<br>\nUnd es reicht uns Jusos dein blanker Populismus, mit dem du dich vor den Karren der Griechenlandhetze aus dem Haus Springer spannen l&auml;sst. Wir erwarten mehr von einem Vorsitzenden der SPD, als unreflektiert Stammtischparolen zu wiederholen und im tr&uuml;bbraunen Wasser zu fischen. Wir erwarten von dir als sozialdemokratischem Wirtschaftsminister, dass du Menschen &Auml;ngste vor der Krise nimmst und rechtspopulistische Kurzschl&uuml;sse enttarnst, anstatt mit ihnen zu spielen. Und wir erwarten, dass du auch die eigene Krisenpolitik kritisch hinterfragst, anstatt einfach die Schuld auf die neue griechische Regierung zu schieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jusos-bayern.de\/meldungen\/offener-brief-der-jusos-bayern-an-sigmar-gabriel\/%20\">Jusos Bayern<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Rentenl&uuml;ge und Gabriels Kommunisten<\/strong><br>\nDie Diskussion &uuml;ber die neue Regierung in Athen und die in Berlin orchestrierte Krisenpolitik der Gl&auml;ubiger war seit Januar immer auch eine &uuml;ber den Kampf um die &ouml;ffentliche Meinung hierzulande. Kann man dazu noch was Neues beitragen? Man kann.<br>\nDenn was bei aller Diffamierung von SYRIZA-Politikern, vor lauter neoliberalen Sprach-Rastern und einer allgegenw&auml;rtigen Rhetorik der Alternativlosigkeit, welche die Wahlentscheidung der Griechen nicht zu respektieren gedenkt &ndash; was bei all dem doch noch &uuml;berrascht: dass die SPD es schafft, die Union und deren Claqueure rechts zu &uuml;berholen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/974646.die-rentenluege-und-gabriels-kommunisten.html\">Tom Strohschneider auf Neues Deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland-Bashing und Griechenland in den deutschen Medien<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Das griechische Renteneintrittsalter liegt nicht bei 56 Jahren<\/strong><br>\nNoch einmal: Die Quelle f&uuml;r die Zahl ist bekannt. Aus ihr geht eindeutig hervor, dass sie nicht so zu interpretieren ist, wie es FAZ, &bdquo;Bild&ldquo; und Bosbach tun.<br>\nSpricht man den &bdquo;Bild&ldquo;-Mann Dirk Hoeren auf die Zahl an, verweist der u.a. h&ouml;hnisch auf die FAZ. Ich habe auch bei der FAZ nachgefragt, auch in Mails an mehrere Wirtschaftsredakteure. Ich habe nicht den Eindruck, dass sie das korrigieren wird &mdash; mei, die griechische Regierung, die ist eh chronisch unzuverl&auml;ssig. Und Bosbach, naja. H&auml;tte etwa Jauch ihm widersprechen sollen? Jauch?<br>\nNein, die Zahl ist vermutlich nie wieder aus der Welt zu kriegen. Muss man sich eigentlich auch Don Quichotte als gl&uuml;cklichen Menschen vorstellen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/21319\/das-griechische-renteneintrittsalter-liegt-nicht-bei-56-jahren\/\">Stefan Niggemeier<\/a>\n<p><strong>Dazu auch Thomas Fricke via Facebook<\/strong><br>\nJetzt hat doch diese nette Studentin aus Aachen beim G&uuml;nther Jauch als erste die 50-Euro-Frage nicht richtig beantwortet. Nat&uuml;rlich peinlich. Dabei hat die Frau sich eigentlich nur im Tag geirrt. Sie h&auml;tte am Sonntag zu Jauch gehen sollen, da sitzen ganz oft Politiker, die in Makro&ouml;konomie keine einzige 50-Euro-Frage beantworten k&ouml;nnten.<br>\nYanis Varoufakis hat k&uuml;rzlich auf einer Konferenz &uuml;brigens mal im Nebensatz fallen gelassen, dass er beim Finanzministertreffen daf&uuml;r angemotzt worden zu sein, &uuml;ber Makro&ouml;konomisches reden zu wollen. Wahrscheinlich von unserem Voll&ouml;konomen Sch&auml;uble. Klar, was soll das auch, in der gr&ouml;&szlig;ten makro&ouml;konomischen Krise der vergangenen 80 Jahre etwas von Makro&ouml;konomie zu verstehen. Da kommt ja nur sowas raus wie, dass Austerit&auml;t Krisen in der Regel verschlimmert und die Probleme nicht l&ouml;st. Wir reden &uuml;ber den Griechen an sich &ndash; Wie sind die Griechen? Antwort A bis D: faul &ndash; (und verwirrte Studentinnen). 50 Euro! Basta!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=864909286925004&amp;id=160349790714294\">Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Berlin streut Ger&uuml;chte &ndash; wie 2012<\/strong><br>\nVorsicht, Falle! Je hei&szlig;er die Griechenland-Krise wird, desto vorsichtiger sollte man mit Medienberichten umgehen. Viele News werden gezielt gestreut, um den Gang der Dinge zu beeinflussen &ndash; vor allem in Berlin.<br>\nEin sch&ouml;nes aktuelles Beispiel ist die Geschichte der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo; mit dem dramatischen Titel &bdquo;Euro-L&auml;nder beschlie&szlig;en Griechen-Notfallplan&ldquo;. Sie kommt aus Berlin und angeblich aus Br&uuml;ssel.<br>\nDoch in Br&uuml;ssel kennt niemand diesen Notfallplan, einen Beschluss hat es schon gar nicht gegeben. Da liegt der Verdacht nahe, dass dieser Luftballon im Kanzleramt oder im BMF losgelassen wurde.<br>\nGenauso lief es schon 2012, kurz vor der &bdquo;Rettung&ldquo; Spaniens durch die Eurogruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/berlin-streut-geruechte-wie-2012\/\">Eric Bonse auf Lost in EUrope<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Irrl&auml;ufern, Zockern und B&uuml;rschchen<\/strong><br>\nMit immer gr&ouml;beren Beleidigungen &uuml;berziehen hochrangige deutsche Politiker vor dem morgigen EU-Finanzministertreffen die Regierung Griechenlands. Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras sei &ldquo;ein freche(s) B&uuml;rschchen&rdquo; und solle sich &ldquo;hinter die Ohren schreiben&rdquo;, dass die &ndash; von Berlin inspirierten &ndash; EU-Vorschriften einzuhalten seien, dekretiert der Vorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder. Finanzminister Gianis Varoufakis sei &ldquo;ein politischer Irrl&auml;ufer ersten Ranges&rdquo;, l&auml;sst sich der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, zitieren. In der Athener Regierung s&auml;&szlig;en &ldquo;Spieltheoretiker&rdquo;, die &ldquo;gerade dabei&rdquo; seien, &ldquo;die Zukunft ihres Landes zu verzocken&rdquo;, l&auml;sst Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) verlauten. Aus der SPD-Bundestagsfraktion hei&szlig;t es, die Regierungspartei Syriza sei ohnehin &ldquo;antideutsch&rdquo;, weshalb man keine Hoffnungen auf sie setze. Sogenannte Qualit&auml;tsmedien nennen die Athener Regierung &ldquo;eine Truppe von T&auml;uschern und Tricksern&rdquo; und behaupten: &ldquo;Das Publikum hat die Nase voll&rdquo;. Syriza ist in Griechenland wegen ihres Widerstands gegen die deutschen Diktate nach wie vor die mit Abstand beliebteste Partei; Experten best&auml;tigen, die Regierung, die Berlin nun im sicheren Gef&uuml;hl, in der EU die herrschende Macht zu sein, mit H&auml;me und Beschimpfungen &uuml;berzieht, sei &ldquo;unbestritten die dominierende politische Kraft im Lande&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59137\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Athen geigt SPD und Gr&uuml;nen die Meinung<\/strong><br>\nDer Stellvertretende Verteidigungsminister Griechenalnds, Kostas Isychos, hat zu den Milit&auml;rausgaben Griechenlands und diesbez&uuml;glichen &Auml;u&szlig;erungen aus den Reihen von SPD und Gr&uuml;nen eine in Deutsch verfasste, sehr scharfe Erkl&auml;rung ver&ouml;ffentlicht. Hintergund sind Forderungen nach K&uuml;rzung des griechsichen Wehretats. &bdquo;Warum geht man nicht da ran?&ldquo;, hatte etwa Gr&uuml;nen-Politikerin Claudia Roth gefragt. Im Kern sagt Isychos den Kritikern, sie h&auml;tten keine Ahnung wovon sie reden und sie sollten endlich vor der eigenen T&uuml;r kehren.<br>\n&bdquo;Die neue griechische Regierung und die neue politische F&uuml;hrung des Verteidigungsministeriums unseres Landes haben eine Interne Untersuchungskommission ins Leben gerufen und damit begonnen, alle get&auml;tigten R&uuml;stungsgesch&auml;fte genauestens zu pr&uuml;fen. [&hellip;]<br>\nDem umfangreichen Kauf von R&uuml;stungsg&uuml;tern fehlte jegliche Transparenz und die Ausschreibungsverfahren verliefen alles andere als den Standards demokratischer Staaten entsprechend. So wurde wiederholt die europ&auml;ische Gesetzgebung, der zufolge es in der Vergangenheit in Skandale verwickelten Unternehmen untersagt ist, sich an &ouml;ffentlichen Ausschreibungen zu beteiligen, gebrochen. [&hellip;]<br>\nSollten SPD, Gr&uuml;ne und die Kreditgeber Griechenlands tats&auml;chlich daran interessiert sein, die unz&auml;hligen in Zusammenhang mit R&uuml;stungsgesch&auml;ften nach Griechenland stehenden Skandale aufzukl&auml;ren, w&auml;re es hilfreich, wenn sie daf&uuml;r sorgen w&uuml;rden, dass ihre eigenen Justizapparate zur Untersuchung dieser Sachverhalte in Gang gesetzt werden. Leider ist dies bis zum heutigen Tage nicht geschehen. Das griechische Verteidigungsministerium w&uuml;rde f&uuml;r diesen Zweck selbstverst&auml;ndlich alle in seiner Verf&uuml;gung stehenden Informationen mit Freude bereitstellen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/403-isychos#weiterlesen\">Norbert Haering<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Der Mythos von der allerletzten Frist<\/strong><br>\nDie Frist l&auml;uft ab, die Zeit wird knapp: Mit solchen Formulierungen wollen Athens Gl&auml;ubiger Druck aufbauen. Doch egal ob es eine Einigung gibt oder nicht &ndash; auch nach dem 30. Juni geht das Durchwursteln weiter.<br>\n14 Tage lang kann die griechische Regierung die Forderungen der Gl&auml;ubiger noch ablehnen &ndash; dann fliegt das Land angeblich aus dem Euro. Es wird &uuml;ber Kapitalverkehrskontrollen gesprochen und &uuml;ber ein &ldquo;Notstandsgebiet&rdquo;, in das sich Griechenland am 1. Juli verwandeln wird; der &ldquo;Grexit&rdquo;, also ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone, scheint zwangsl&auml;ufig. Nur stimmt das nicht. Die vermeintlich allerletzte Deadline ist in Wahrheit gar keine.<br>\nEs stimmt zwar: Die Auszahlung der blockierten letzten Rate aus dem sogenannten zweiten Rettungspaket f&uuml;r Griechenland ist tats&auml;chlich nur noch bis zum 30. Juni m&ouml;glich. Danach verf&auml;llt das Geld. Weil selbst f&uuml;r diese letzte &Uuml;berweisung einige nationale Parlamente zustimmen m&uuml;ssen (unter anderem der deutsche Bundestag), m&uuml;ssen sich die Regierung in Athen und die Kreditgeber sogar deutlich vorher einigen &ndash; diese Frist l&auml;uft also wirklich ab. Aber was geschieht danach?<br>\nSp&auml;testens am 30. Juni muss die griechische Regierung ihre seit Anfang des Monats aufgeschobenen Zahlungen an den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) &uuml;berweisen. Es ist m&ouml;glich, dass sie auch diese 1,5 Milliarden Euro noch irgendwie auftreibt. Wenn der IWF aber sein Geld nicht bekommt, dann passiert erst einmal &ndash; nichts. [&hellip;]<br>\nDer vermeintlich gerade Weg, der von gescheiterten Verhandlungen &uuml;ber das zweite Hilfspaket direkt zum Grexit f&uuml;hrt, ist also in Wahrheit ein verschlungener Trampelpfad mit vielen Abzweigungen. Umgekehrt gilt: Selbst wenn sich Athen und die Gl&auml;ubiger in letzter Minute auf eine Auszahlung der letzten Rate aus dem zweiten Hilfspaket einigen, h&auml;tte sich Griechenland bestenfalls einige Monate Zeit gekauft. Dann w&auml;re das Geld wieder alle &ndash; und es droht die n&auml;chste allerletzte Deadline.<br>\nQuelle <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-der-grexit-kommt-nicht-automatisch-a-1039023.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutsche &Auml;rzte-Delegation fordert Stopp der drastischen Sparpolitik<\/strong><br>\nDeutsche &Auml;rzte und &Auml;rztinnen fordern die Bundesregierung auf, die Austerit&auml;tspolitik zu stoppen. Der griechischen Regierung soll die M&ouml;glichkeit gegeben werden, der humanit&auml;ren Katastrophe in ihrem Land zu begegnen. Der Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte (vd&auml;&auml;) hat vom 3.-6. Juni 2015 eine Delegationsreise nach Athen organisiert. Die 25 Mitglieder des vd&auml;&auml; und der IPPNW (Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung) waren schockiert &uuml;ber das Ausma&szlig; der humanit&auml;ren Krise in Griechenland: Sparpolitik und die darauf folgende grassierende Arbeitslosigkeit haben jeden dritten Griechen aus der Krankenversicherung ausgeschlossen.<br>\nIm Gesundheitswesen herrscht ein eklatanter Personalmangel, da aufgrund der Austerit&auml;tspolitik kein Fachpersonal eingestellt werden kann. Die absurden Folgen des Sparzwangs waren beim Besuch des General Hospital of Athens &ldquo;G. Gennimatas&rdquo; nicht zu &uuml;bersehen: Patienten mit unterschiedlichsten psychiatrischen Diagnosen mussten auf dem Flur n&auml;chtigen, w&auml;hrend das neue Stockwerk direkt &uuml;ber der &uuml;berf&uuml;llten Station leer steht. Die M&ouml;blierung k&ouml;nne nicht bezahlt und das zur Versorgung der PatientInnen notwendige Personal nicht eingestellt werden, so Dr. Diallina, die Chef&auml;rztin der Abteilung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/f9c2b2b3d8d52fa31e9a179abf84a405\/deutsche-aerzte-delegation-fordert-s.html\">ippnw<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Es ist Zeit f&uuml;r einen Schuldenschnitt&rdquo;<\/strong><br>\nDie Griechen werden ihre Kredite nie zur&uuml;ckzahlen k&ouml;nnen. Ein Schuldenschnitt ist die einzige L&ouml;sung &ndash; denn die EU kann nicht ein ganzes Volk in den Abgrund st&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-politik-es-ist-zeit-fuer-einen-schuldenschnitt-1.2522798\">Heribert Prantl auf S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Schuldenschnitt kommt in jedem Fall<\/strong><br>\nAus deutscher Sicht gibt es zwei L&ouml;sungen der Griechenland-Krise. Entweder verlieren wir die ganzen 80 Milliarden Euro an Griechenland-Krediten. Oder wir verlieren nur einen Teil davon. Es ist die offizielle Position der Bundesregierung, dass sie unbedingt alles verlieren will. Es verbleiben jetzt nur wenige Wochen, in der wir die bislang gr&ouml;&szlig;te deutsche Lebensl&uuml;ge des 21. Jahrhunderts korrigieren k&ouml;nnen.<br>\nIch finde es immer wieder erstaunlich, wie tief diese Lebensl&uuml;ge in der deutschen Gesellschaft verankert ist. Es wundert mich nicht, dass Angela Merkel in den Jahren 2010 und 2012 die Griechenland-Krise mit unrealistischen Auflagen unter den Teppich kehrte. Erstaunlicher ist, dass ihr heutiger Regierungspartner, die SPD, dem nichts entgegensetzte. Merkel hat sich mit dem Griechenland-Kredit verzockt, und keiner sagt etwas.<br>\nGriechenland braucht einen Schuldenschnitt. Aber wenn Sie &uuml;ber das Thema mit Sozialdemokraten reden, dann kommt immer die Antwort: Das sehen wir im Prinzip genauso, nur k&ouml;nnen wir das in Deutschland nicht thematisieren. Das Einzige, was gehen w&uuml;rde, w&auml;re eine Verl&auml;ngerung von Laufzeiten und eine Reduzierung von Zinsen, weil man dann den impliziten Schuldenschnitt einer solchen Aktion nicht sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-varoufakis-sagt-wahrheit-ueber-schuldenschnitt-a-1038814.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freibrief f&uuml;r die EZB<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof hat der EZB einen Freibrief f&uuml;r k&uuml;nftige massenhafte Anleihek&auml;ufe ausgestellt. Die monet&auml;re Staatsfinanzierung wird mit einem verschwurbelten Begriff gerechtfertigt. [&hellip;]<br>\nEs ist h&ouml;chst bedauerlich, dass der Europ&auml;ische Gerichtshof in einem politischen Urteil der EZB einen Freibrief f&uuml;r k&uuml;nftige massenhafte Anleihek&auml;ufe ausgestellt hat. Ein Programm, das in seiner &ouml;konomischen Wirkung eindeutig auf die Rettung &uuml;berschuldeter Staaten zielt, wird zu einer angeblich legitimen geldpolitischen Ma&szlig;nahme umgedeutet. Dass die EZB das Programm erst bei einem Hilfsantrag beim Euro-Krisenfonds aktiviert und an Reformauflagen kn&uuml;pfte, macht es nicht besser &ndash; es zeigt nur, dass sie in die Wirtschaftspolitik &uuml;bergreift und ihre Kompetenzen &uuml;berschreitet. Sie betreibt eben keine Geldpolitik mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/eugh-urteil-freibrief-fuer-die-ezb-13650857.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es lebe die Schizophrenie! Gehen wir doch einmal ein wenig in der Zeit zur&uuml;ck. In der Planungsphase des Euros war es doch die politische Linke, die eine demokratische und damit politische EZB haben wollte. Die geldpolitischen Falken rund um Helmut Kohl und die Bundesbank waren es hingegen, die eine EZB haben wollten, die politisch unabh&auml;ngig ist und haben sich damit auch durchgesetzt. Nun haben wir eine politisch unabh&auml;ngige EZB, die zudem ein Statut hat, dass eher an die Bundesbank, also eine nationale Zentralbank, angelehnt ist und f&uuml;r eine Gemeinschaftsw&auml;hrung schlicht ungeeignet ist. Und man wei&szlig; nicht, ob man nun weinen oder lachen soll, wenn der EuGH der EZB einen &bdquo;Freibrief&ldquo; ausstellt. Die Verwirrung ist nun n&auml;mlich perfekt: Nun sind es die geldpolitischen Falken die den Beschluss kritisieren. Warum? Weil heute die europ&auml;ische Politik voll und ganz von den Monetaristen und Falken kontrolliert wird und heute eine &bdquo;politische&ldquo; EZB mehr oder weniger die Positionen vertreten w&uuml;rde, die ihnen in den Kram passt. Eigentlich sollte sich da doch die politische Linke freuen. Doch weit gefehlt. Auch die politische Linke kritisiert das Urteil, da es die Unabh&auml;ngigkeit zementiert und das Zentralbanksystem damit auch weiterhin weit davon entfernt sein d&uuml;rfte, demokratisch kontrolliert oder gar legitimiert zu sein. Im Grunde hat die politische Linke damit freilich ja auch Recht. Andererseits muss man jedoch auch sehen, dass die EZB momentan die einzige in die Eurokrise involvierte Institution ist, bei der Vernunft zumindest in Spuren zu finden ist. Anders gesagt: H&auml;tten wir heute eine demokratisch legitimierte und kontrollierte Zentralbank w&auml;re bei der momentan vorherrschenden Kr&auml;fteverteilung innerhalb der Politik die Eurozone wohl schon l&auml;ngst zerbrochen und der Schaden unermesslich. Daher kann man das Urteil des EuGH zwar aus grunds&auml;tzlichen Erw&auml;gungen heraus falsch finden, es aus praktischen und realpolitischen Gr&uuml;nden heraus dennoch begr&uuml;&szlig;en &hellip; verr&uuml;ckte Welt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Unabh&auml;ngig von der Politik, nicht vom Recht<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank ist nicht der liebe Gott Europas. Die Richter des EuGH erlauben zwar umstrittene Anleihenk&auml;ufe, nutzen das Urteil aber, um Grenzen aufzuzeigen. Das ist richtig so.<br>\nEuropas St&auml;rke ist das Recht, nicht das Geld. Nicht der Euro h&auml;lt Europa im Innersten zusammen, sondern die Kraft des Rechts und der Glaube daran. Der Europ&auml;ische Gerichtshof verk&ouml;rpert die Kraft des Rechts. Diese Kraft hat er in seinem Urteil zur Europ&auml;ischen Zentralbank betont &ndash; vorsichtig, nicht auftrumpfend, aber doch bestimmt. Die EZB, so sagen die h&ouml;chsten Richter Europas, sei zwar unabh&auml;ngig, aber nicht ungebunden. [&hellip;]  Aber die europ&auml;ische Idee ist nicht die vom Recht des St&auml;rkeren, sondern die von der St&auml;rke des Rechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/urteil-zu-ezb-anleihenkaeufen-unabhaengig-von-der-politik-nicht-vom-recht-1.2523064\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Wie sinnvoll das Recht ist, das Prantl da glorifiziert, bleibt offen. Die Zentralbank macht doch im Grunde nur das, was eine Zentralbank tun muss, wenn sie zu der Erkenntnis gelangt, dass die Politik auf ganzer Linie versagt hat. Die EZB hat allein mit der Ank&uuml;ndigung, notfalls alle Anleihen aufzukaufen, der Spekulation gegen einzelne Eurostaaten einen Riegel vorgeschoben, ohne auch nur einen Cent tats&auml;chlich auszugeben. Und sie hat die Deflation als reale Gefahr f&uuml;r den gesamten Euroraum erkannt. Doch was tut die Politik dagegen? Nichts. Sie versteckt sich lieber hinter einem Konstruktionsfehler und will Recht haben. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Glaube keiner Statistik<\/strong><br>\nIm M&auml;rz 2005 &uuml;berstieg die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland erstmals seit Erfassung der Daten die Marke von 5 Millionen. Seitdem ging es steil nach unten, im Mai 2015 meldete die Arbeitsagentur nur noch 2,786 Mio. Arbeitslose, das zweitniedrigste Niveau seit Erfassung gesamtdeutscher Daten. W&auml;hrend dies von der einen Seite als gro&szlig;artiger Erfolg wahlweise der Arbeitsmarktreformen der Schr&ouml;der-Regierung oder der Politik der Merkel-Regierung zugeschrieben wird, ist von anderer Seite oftmals zuh&ouml;ren, dass diese Zahlen schlicht gesch&ouml;nt seien und auf statistischen Tricks beruhen. &hellip; Das Ergebnis ist dann letztlich eine sch&ouml;ne Statistik, die jedoch von gro&szlig;en Teilen der &Ouml;ffentlichkeit schlicht nicht geglaubt wird. Dabei ist nicht die Statistik falsch, sondern lediglich die Interpretation daraus, n&auml;mlich die eines deutschen Arbeitsmarktwunders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/06\/15\/fabian-fritzsche-glaube-keiner-statistik\/\">WirtschaftsWunder<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rentenl&uuml;ge neuen Typs<\/strong><br>\nWeniger Teilhabe: F&uuml;r die ostdeutschen Senioren hat sich die Lage nach 1990 verschlechtert<br>\n&raquo;Was jedermann wei&szlig;, ist meistens falsch&laquo;, schrieb der US-Autor John Steinbeck in seinem Roman &raquo;Geld bringt Geld&laquo;. Als Beispiel w&auml;hlte er die Vorstellung, Kinder br&auml;uchten zum Einschlafen &raquo;Ruhe&laquo;. (Tats&auml;chlich schlafen Kinder bei sonoren Ger&auml;uschen viel besser, wirkliche Stille macht ihnen eher Angst.) Eine Perle solcher Weisheiten ist die Vorstellung, es ginge ostdeutschen Rentnern heute &raquo;besser&laquo; als zu DDR-Zeiten. Angesichts der zunehmenden Altersarmut wei&szlig; die Super-Illu: &raquo;Aber so schlimm, wie es den DDR-Rentnern erging, kann es kaum werden.&laquo; Und Bundespr&auml;sident Joachim Gauck verriet unl&auml;ngst Bild: &raquo;Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Rentner ist heute &ndash; auch im internationalen Vergleich &ndash; recht umfassend abgesichert&laquo;.<br>\nDachte der Bundespr&auml;sident dabei an die Beamten seines nahen Umfelds? F&uuml;r die ist freilich gesorgt, aber die ostdeutschen Rentner kann Gauck nicht gemeint haben. Deren finanzielle Kraft und Mobilit&auml;t ist heute wesentlich geringer als zu DDR-Zeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-17\/043.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Revolution in den Rath&auml;usern<\/strong><br>\nMadrid, eine der korruptesten St&auml;dte Spaniens, wird k&uuml;nftig von der pensionierten Richterin Manuela Carmena regiert. In Barcelona, einer der St&auml;dte mit den h&ouml;chsten Zahlen an Zwangsr&auml;umungen, sitzt mit Ada Colau eine Aktivistin gegen eben diese R&auml;umungen im B&uuml;rgermeisteramt. Und in Valencia, Hauptstadt einer Region, wo die K&uuml;ste wie sonst kaum irgendwo am Mittelmeer zugebaut wurde, nimmt ein &Ouml;kologe die Geschicke der Stadt in die Hand.<br>\nAm Samstag traten &uuml;berall im Land die am 24. Mai gew&auml;hlten Gemeinde- und Stadtr&auml;te zusammen. Sie w&auml;hlten die Stadtregierungen und vollzogen so den Wandel, den die Urnen erbracht hatten.<br>\nIn f&uuml;nf der zehn gr&ouml;&szlig;ten St&auml;dte Spaniens &ndash; Madrid, Barcelona, Zaragoza, C&aacute;diz, A Coru&ntilde;a &ndash; regieren erst vor wenigen Monaten entstandene B&uuml;rgerlisten unter Beteiligung der neuen Protestpartei Podemos, und in einer weiteren Stadt &ndash; Valencia &ndash; ziehen die &Ouml;kosozialisten von Compromis ins B&uuml;rgermeisteramt ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Nach-der-Regionalwahl-in-Spanien\/!5203908\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mehr als 42.000 Menschen forderten wirksame Karenzzeiten<\/strong><br>\nDirekt vor der Anh&ouml;rung &uuml;berreichten wir die Unterschriften den Berichterstatter\/innen aller Fraktionen sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden des Ausschusses, Frank Tempel (Linke), der die Anh&ouml;rung leitete. So machten wir den Bundestagsabgeordneten noch einmal klar: &Uuml;ber 42.000 Unterschriften zeigen, dass sich viele Menschen &uuml;ber nahtlose Seitenwechsel von der Regierungsbank in Lobbyjobs emp&ouml;ren und mit uns eine wirksame Karenzzeit von drei Jahren fordern. Timo Lange pr&auml;sentierte die Unterschriften auch w&auml;hrend der Anh&ouml;rung in seiner Rolle als Sachverst&auml;ndiger vor den versammelten Abgeordneten, Regierungsvertretern und Ministerialbeamten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2015\/06\/karenzzeit-unterschriftenuebergabe-und-anhoerung-im-bundestag\/\">Lobby Control<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Why Is Washington Still Pushing for War With Russia?<\/strong><br>\nOn Wednesday the US House of Representatives passed an amendment to the Defense Appropriations Act which prohibits the United States from providing arms, training, and other assistance to the neo-Nazi Ukrainian militia, the Azov Battalion. This development was a welcome respite from the relentless push by the war party, a bipartisan group of legislators, government officials and their allies in the media, which seek conflict with Russia over the crisis in Ukraine, to undermine Secretary of State John Kerry&rsquo;s diplomatic outreach to Russia in May.<br>\nOnly a month ago, May 12, Kerry, after having met with Russian President Vladimir Putin for over four hours, stood with Russian Foreign Minister Sergei Lavrov at a press conference in Sochi where he expressed &ldquo;President Obama&rsquo;s gratitude for Russia&rsquo;s willingness to engage in this discussion.&rdquo; Reacting to reports that Ukrainian President Poroshenko had pledged to retake rebel held territory by force, Kerry warned that Washington &ldquo;would strongly urge him to think twice not to engage in that kind of activity.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/m.thenation.com\/article\/209721-why-washington-still-pushing-war-russia\">The Nation<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Menschenrechts&ldquo;-Imperialismus in der Ukraine<\/strong><br>\nAm Mittwoch und Donnerstag sch&uuml;rten Vertreter der amerikanischen und ukrainischen Regierung erneut die Kalte-Kriegs-Atmosph&auml;re gegen Russland. Sie erkl&auml;rten das rechte Regime in Kiew zur Speerspitze der &bdquo;freien Welt&ldquo;. Dieses Regime verdankt seinen Aufstieg dem westlichen Imperialismus und einem Putsch unter F&uuml;hrung von Neofaschisten.<br>\nDer ukrainische Ministerpr&auml;sident Arseni Jazenjuk gab am Mittwoch in Washington den Ton vor, als er mit Vizepr&auml;sident Biden im Wei&szlig;en Haus und mit der Redaktion der Washington Post zusammentraf. Er verurteilte den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin und warf Russland Aggression in der Ostukraine vor.<br>\n&bdquo;Putin spielt mit rechten nationalistischen Stimmungen, die es in Russland immer noch gibt&ldquo;, sagte Jazenjuk. Das erkl&auml;rte ausgerechnet der Mann, dessen Regierung die Verk&ouml;rperung &bdquo;rechter nationalistischer Stimmungen&ldquo; par exellence darstellt. Erst vergangenen Monat verbot das Kiewer Regime das Zeigen milit&auml;rischer Auszeichnungen und Orden aus der Sowjetzeit, die f&uuml;r den Kampf in der Roten Armee gegen Hitlers Invasion der Sowjetunion verliehen wurden. Als wahre Helden sollen dagegen ukrainische Antikommunisten gelten, die mit den Nazis kollaborierten und Hunderttausende Juden und Polen ermordeten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wsws.org\/de\/articles\/2015\/06\/16\/pers-j16.html\">WSWS<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Putin erneuert Atomraketen-Arsenal<\/strong><br>\nKremlchef Wladimir Putin will bis Jahresende 40 neue Interkontinentalraketen f&uuml;r die russischen Atomstreitkr&auml;fte anschaffen. Die Raketen sind Putin zufolge geeignet, &ldquo;selbst die technisch fortgeschrittensten Abwehrsysteme zu &uuml;berwinden&rdquo;. Die Zahl der einsatzbereiten russischen Sprengk&ouml;pfe stieg Sch&auml;tzungen zufolge im vergangenen Jahr von 1600 auf 1780.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russlands-militaer-putin-will-atomwaffen-arsenal-ausbauen-1.2524182\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Diese Meldung, die in der gesamten Medienlandschaft verbreitet wurde, ist nicht &uuml;berraschend. Die US-Medien schreiben die Auswirkungen eines Atomschlages herunter, denn nur so ist die Meldung einer angeblichen &ldquo;Petition f&uuml;r einen nuklearen Pr&auml;ventivschlag der USA gegen Russland&rdquo; zu erkl&auml;ren &ndash; jedoch war &uuml;ber diese fiktive Petition in der Presse nichts zu lesen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> &hellip;man will den Russen zwar Atom-Raketen vor deren Grenzen platzieren, aber wenn die Russen ihr Arsenal ausbauen, dann ist es S&auml;belrasseln?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Veteran R&uuml;he plant Verteidigung der Zukunft<\/strong><br>\nF&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr soll es neue Regeln geben. Ex-Verteidigungsminister R&uuml;he hat dazu nun Vorschl&auml;ge unterbreitet. Die Mehrheit im Bundestag ist ihm sicher. Aber R&uuml;he will mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Veteran-Ruehe-plant-Verteidigung-der-Zukunft-article15312031.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers: S.L.:<\/strong> Es wird konkret &ndash; willkommen zur&uuml;ck im 18. Jahrhundert.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: R&uuml;he-Kommission will Beschneidung des Parlamentsvorbehalts durch die Hintert&uuml;r<\/strong><br>\n&bdquo;Die Vorschl&auml;ge der R&uuml;he-Kommission stellen einen Angriff auf den Charakter der Bundeswehr als Parlamentsarmee dar&rdquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Sprecherin f&uuml;r Internationale Beziehungen der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich des heute vorgestellten Berichts der so genannten R&uuml;he-Kommission zur zuk&uuml;nftigen Ausgestaltung des Parlamentsvorbehalts bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr.<br>\nAlexander S. Neu, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verteidigungsausschuss, f&uuml;hrt fort: &bdquo;Mittels einer Kategorisierung des &lsquo;Einsatzbegriffs&lsquo; in diverse &lsquo;Einsatztypen&lsquo; versucht die R&uuml;he-Kommission das Parlamentsbeteiligungsgesetz zu schleifen: Eins&auml;tze, wie zum Beispiel Ausbildungsmissionen, sollen zuk&uuml;nftig nicht mehr als zustimmungspflichtige Milit&auml;reins&auml;tze gelten. Insgesamt wurden sieben nicht zustimmungspflichtige &sbquo;Einsatztypen&lsquo; festgelegt. Mit diesen Ausnahmekategorien wird der Parlamentsvorbehalt zum Schweizer K&auml;se.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/pressemitteilungen\/ruehe-kommission-will-beschneidung-parlamentsvorbehalts-hintertuer\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein seltsamer Organismus<\/strong><br>\nWenn es um Geld geht, ist die Europ&auml;ische Union ein seltsamer Organismus. W&auml;hrend an seinem s&uuml;dlichsten Rand den Menschen die Existenzgrundlage bis hin zur &auml;rztlichen Versorgung weggespart wird, werden an anderer Stelle die Millionen mit leichter Hand verteilt. Die F&ouml;rdergelder der EU nimmt jeder gerne mit &ndash; ob der Antragsteller der F&ouml;rderung &bdquo;bed&uuml;rftig&ldquo; ist, wird nicht gepr&uuml;ft. [&hellip;]<br>\n&Uuml;ber einen besonders spektakul&auml;ren Fall wird derzeit nach &uuml;ber einem Jahr Verhandlung am Landgericht Rostock entschieden. Angeklagt ist ein norwegischer Investor, wegen Subventionsbetrug. Man k&ouml;nnte auch sagen, er hat sich sehr genau in die F&ouml;rderbedingungen eingelesen: Da ein Projekt h&ouml;chstens 50 Millionen schwer sein darf, um den h&ouml;chsten F&ouml;rdersatz von 50 Prozent zu erhalten, wurden aus seinem Baukomplex &bdquo;Hohe D&uuml;ne&ldquo; bei Warnem&uuml;nde mit Luxushotels, Restaurants, Kongresszentrum und Yachthafen auf dem Papier einfach zwei Projekte. In beide wurden je 50 Millionen investiert, und beide wurden von EU und Land mit insgesamt 47 Millionen Euro gro&szlig;z&uuml;gig gef&ouml;rdert. Entscheiden durften dies aufgrund der geteilten Investitionssumme die Landespolitiker, ein h&ouml;herer Betrag h&auml;tte der Zustimmung aus Br&uuml;ssel bedurft.<br>\nEin Einzelfall? Der EU-Rechnungshof sch&auml;tzt, dass 2012 rund sieben Milliarden (!) Euro nicht ordnungsgem&auml;&szlig; verwendet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bauwelt.de\/themen\/betrifft\/Kolumne-15.15-BS-2317941.html\">Bauwelt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leichen vors Kanzleramt<\/strong><br>\n&bdquo;Die Toten kommen&ldquo; &ndash; so hei&szlig;t die neue Aktion der Berliner Menschenrechts- und Aktionsk&uuml;nstlergruppe &bdquo;Zentrum f&uuml;r Politische Sch&ouml;nheit&ldquo;. Deutschland, so der Gr&uuml;nder und Aktionsk&uuml;nstler Philipp Ruch, ist die Schaltzentrale f&uuml;r die EU-Abschottungspolitik. Berlin mit Kanzlerin Angela Merkel und Innenminister Thomas de Mazi&egrave;re seien wesentlich verantwortlich f&uuml;r die zigtausend Toten, die bis heute im Mittelmeer ertrunken sind.<br>\nSie seien nur gestorben, weil ihnen das reiche Europa, allen voran Deutschland, keine M&ouml;glichkeit gibt, auf sicherem Weg ein Visum zu beantragen. Also &bdquo;lassen sie sich auf den Irrsinn ein, auf maroden Booten sieben Meter hohe Wellen &uuml;berstehen zu wollen, denn sie haben keine Wahl&ldquo;, so Ruch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kunstaktion-gegen-Fluechtlingspolitik\/!5203989\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Schmerzhaft besetzte Leerstelle<\/strong><br>\nDer Umgang mit Toten geh&ouml;rt zu den Grundfesten von Kulturkreisen. Die Aktion des &bdquo;Zentrums f&uuml;r Politische Sch&ouml;nheit&ldquo; zeigt, woran es bisher mangelt. [&hellip;]<br>\nZynisch ist nicht dieses Projekt. Zynisch ist eine Gesellschaft, die buchst&auml;blich &uuml;ber Leichen stolpern muss, um hoffentlich wahrzunehmen, dass die Fl&uuml;chtlinge keine statistische Gr&ouml;&szlig;e sind, sondern Menschen, die ein Recht auf unsere Unterst&uuml;tzung haben. Und denen man auch &uuml;ber ihren Tod hinaus mit W&uuml;rde begegnen muss, wenn man denn das Grundgesetz achtet, nach dem die W&uuml;rde des Menschen unantastbar ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Tote-Fluechtlinge\/!5204225\/\">Ines Pohl in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>S T R E E T L I F E &ndash; Stra&szlig;enkinder in Afrika<\/strong><br>\nLeben zwischen Angst, Betteln und Klebstoff<br>\nAls die Sonne hinter den Hochh&auml;usern Maputos versank, sprang Ermenegildo als letzter aus dem M&uuml;llcontainer am Mandelo Market. Die Ausbeute seiner Suche: eine leere Druckerpatrone, ein Comicheft, vergammelte Essensreste und Feuerholz. Ermenegildo war 16 Jahre alt, sp&auml;ter w&uuml;rde er die Nacht in einem Pappkarton verbringen. Sein T-Shirt mit dem Bild des Fu&szlig;ballers Ronaldo trug er seit einer Woche. In seiner Unterhose bewahrte er einen abgegriffenen 100 000-Metical-Schein (etwa drei Euro) auf &ndash; sein Notkapital. Aber als ich Ermenegildo fragte, wie es ihm geht, sagte er: &ldquo;Ich bin gl&uuml;cklich.&rdquo;<br>\nVon Roland Brockmann \/ aus Maputo und Nairobi<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/s-t-r-e-e-t-l-i-f-e-strassenkinder-in-afrika\/\">AussenGedanken<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medien-Kommentar zu &bdquo;Hart aber fair&ldquo; vom 8. Juni 2015<\/strong><br>\nEs war ganz klasse, wie Frank Plasberg  den amerikanischen &bdquo;Experten&ldquo; Herrn Hansen, konfrontiert hatte.  Auch ich dachte, ich s&auml;he nicht richtig, als er (Eric T. Hansen, US-amerikanischer Publizist) ziemlich zu Beginn der Sendung diese ver&auml;chtliche Geste sich erlaubte, die ja seinem Mitdiskutanten bedeutete: &bdquo;Du quatscht nur dummes Zeug&ldquo;  angesichts der auf den Punkt genauen Tatsachen-Feststellung des Kabarettisten Serdar Somuncu &uuml;ber die imperialen V&ouml;lkerrechtsverletzungen der USA! So was von eiskaltem Zynismus dieses Amerikaners, beispielhaft nichts wissen wollend von Fakten und Schuld, unfassbar autorit&auml;r und anma&szlig;end; auch Herr Denison geriert sich nicht selten &auml;hnlich. Siehe,Deutschlandfunk:<br>\nDas ist sie in der Tat: &bdquo;die Arroganz der Macht&ldquo;, die sich durch Ignoranz so hypertroph behauptet. Einfach Realit&auml;ten nicht zur Kenntnis nehmen, die Argumente, die Tat-Sachen, die eigene Verantwortlichkeit, das Verursacher-Prinzip.<br>\nWas ich mir w&uuml;nsche: dass wir zwar historisch genau bleiben, in der Analyse, auch der Eskalationsspiralen..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/medien-kommentar-zu-hart-aber-fair-vom-8-juni-2015\/\">Marianne B&auml;umler auf dem Blog der Republik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Aufruf zu Kundgebung &bdquo;Europa. Anders. Machen.&ldquo;<\/strong><br>\nBundesweites B&uuml;ndnis mobilisiert gegen Griechenland- und Fl&uuml;chtlingspolitik der Bundesregierung \/ Demo am 20. Juni in Berlin<br>\nDas Motto lautet: &bdquo;Europa. Anders. Machen. demokratisch &ndash; solidarisch &ndash; grenzenlos&rdquo;. Das B&uuml;ndnis fordert einen grundlegenden Richtungswechsel in Europa, weg von der &bdquo;neoliberalen K&uuml;rzungs- und Abschottungspolitik hin zu einem solidarischen Europa&rdquo;. Der Aufruf sowie die M&ouml;glichkeit, diesen noch zu unterst&uuml;tzen, findet sich im Internet:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europa-anders-machen.net\/aufruf\">Europa anders machen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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