{"id":26449,"date":"2015-06-18T08:30:35","date_gmt":"2015-06-18T06:30:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449"},"modified":"2015-11-09T15:00:30","modified_gmt":"2015-11-09T14:00:30","slug":"hinweise-des-tages-2396","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h01\">Germany should look at itself in the mirror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h02\">Wege aus der Krise im S&uuml;den<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h03\">Ausgemerkelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h04\">Europas Sparkurs: Gegen jede &ouml;konomische Vernunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h05\">Bild Dir Deinen Sigmar!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h06\">Wachstumsprognose: Ifo-Institut erwartet kr&auml;ftigen Aufschwung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h07\">15,8 % der Bev&ouml;lkerung waren 2010 armutsgef&auml;hrdet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h08\">Rentenl&uuml;ge neuen Typs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h09\">Walmart soll Milliarden in Steueroasen verstecken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h10\">Uber ger&auml;t in den USA unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h11\">Democrats Being Democrats &ndash; Die Demokraten als Demokratren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h12\">Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseins&auml;tzen in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h13\">Vorratsdatenspeicherung: SPD-Spitze erh&ouml;ht den Druck auf die Basis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h14\">Postzustellung nahe am Erliegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h15\">Fremdmitarbeiter: Angestellte von Kunden werden Streikbrecher bei Post<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h16\">Die Deutsche Autobahn AG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h17\">NSA und BND: Die R&uuml;ckkehr der Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449#h18\">US-Senat f&uuml;r Folter-Verbot bei Verh&ouml;ren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26449&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Germany should look at itself in the mirror<\/strong><br>\nIt has been argued for some years that one of the important consequences of Germany&rsquo;s obsession with fiscal surpluses in recent years, articulated by Chancellor Merkel and Finance Minister Sch&auml;uble as the &ldquo;Schwarze Null&rdquo; austerity policy, is that Germany has been under-investing in its physical infrastructure. But it has taken the recent industrial unrest to bring that to the fore into the public debate. Even the IMF is now getting on the bandwagon. In its in-house journal (Finance and Development, Vol.52, No.2, June 2015) there was an article &ndash; Capital Idea &ndash; which says that &ldquo;By increasing spending on infrastructure, Germany will help not only itself, but the entire euro area&rdquo;. At present, Germany is trying to take the high moral ground in the Greece negotiations, but its motivations are obvious &ndash; it doesn&rsquo;t want the generosity that the rest of the world has shown to it in the past (debt forgiveness) to be given to Greece now because that would allow the Greek government to stimulate growth and demonstrate that the austerity path is destructive and myopic. It doesn&rsquo;t suit Germany&rsquo;s own vision of itself (as articulated by its own crazy government) for an anti-austerity stance to be given any oxygen. But if it looks at itself in the mirror it would see an economy that is barely capable of economic growth itself, most recently has zero employment growth, has decaying physical infrastructure such that bridges are roads are becoming dangerous, has generated no meaningful real wages growth in years, and as a consequence, has a workforce that is now showing signs of open revolt. Some moral high ground.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=31174\">Bill Mitchell | billy blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wege aus der Krise im S&uuml;den<\/strong><br>\nIn S&uuml;deuropa wurden in den Jahren vor der Finanzkrise unglaublich viele Fehler gemacht, die in Griechenland kulminierten: zu viel Korruption, zu hohe Milit&auml;rausgaben, zu viele BeamtInnen, ein zu ineffizientes Steuersystem und zu wenig Augenmerk auf die Verbesserung der Wirtschaftsstrukturen. Doch viele daf&uuml;r verantwortliche Regierungen wurden abgew&auml;hlt (wie in Griechenland) oder stehen knapp davor (wie in Spanien). Es scheint, als w&uuml;rde nun endlich mit dem alten Klientelismus gebrochen und die notwendige Erneuerung der Institutionen, vom Steuersystem &uuml;ber den Arbeitsmarkt bis zum Sozialwesen, angegangen. Nur so k&ouml;nnen die sozialen Katastrophen von Massenarbeitslosigkeit und Armut &uuml;berwunden werden, nur so kann eine wirtschaftliche Erholung gelingen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/wege-aus-der-krise-im-sueden\/\">blog.arbeit-wirtschaft<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ausgemerkelt<\/strong><br>\nDer &laquo;Spiegel&raquo;-Kolumnist Wolfgang M&uuml;nchau hatte v&ouml;llig recht, als er nach dem Wahlsieg der Syriza im Januar 2015 schrieb: &laquo;In den vergangenen f&uuml;nf Tagen ist das Ausmass von Angela Merkels katastrophaler Antikrisenpolitik so deutlich geworden wie nie zuvor. Die von ihr erzwungene Sparpolitik f&uuml;hrte zu Deflation im Euroraum und zu Dauerrezession in S&uuml;deuropa.&raquo;<br>\nGescheitert ist vor allem Merkels Idee, dass man die Krise aussitzen k&ouml;nne. Bei vielen politischen Themen mag das m&ouml;glich sein. Skandale kommen und gehen, Konflikte lassen sich eind&auml;mmen, wenn man sich mehr Zeit zur Kompromissfindung l&auml;sst. Aber bei der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion ist dies genau der falsche Ansatz. Die Probleme werden gr&ouml;sser, nicht kleiner, wenn man zuwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/37350\/ausgemerkelt\/\">Tagesanzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europas Sparkurs: Gegen jede &ouml;konomische Vernunft<\/strong><br>\nVon Till van Treeck<br>\nDass marktliberal gesinnte PolitikerInnen Austerit&auml;tspolitik und Schuldenabbau um jeden Preis fordern, ist wenig &uuml;berraschend. Aber warum sind arbeitnehmernahe Parteien in Europa kaum noch in der Lage, diesem kontraproduktiven und gef&auml;hrlichen Denken etwas entgegenzusetzen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/blog\/europas-sparkurs-gegen-oekonomische-vernunft\">Vorw&auml;rts<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bild Dir Deinen Sigmar!<\/strong><br>\nMan k&ouml;nnte mittlerweile eine eigene Deutschstunde eigens f&uuml;r Sigmar Gabriels Beitr&auml;ge einrichten. Von Woche zu Woche hat man das Gef&uuml;hl, dass der Parteivorsitzende der Sozialdemokratie mit Wortbeitr&auml;gen verzweifelt darum bem&uuml;ht ist, sein eigenes Profil zu sch&auml;rfen. Nun wird vielleicht mancher Leser einwenden, wie sonst k&ouml;nne das politische Profil gesch&auml;rft werden, wenn nicht mit aktuellen Ansichten zur politischen Lage? Nur zur Illustration: Angela Merkel ist es &uuml;ber die Jahre gelungen, durch strikte Dosierung von pers&ouml;nlichen Bekenntnissen das Image der besonnenen Fachfrau zu schaffen. Sigmar Gabriel entwickelt sich zunehmend und gen&uuml;sslich zum parlamentarischen Arm der Bild-Zeitung. [&hellip;]<br>\nEin Anruf der Bild-Redaktion und die Bitte f&uuml;r einen Gastbeitrag ist etwas, das f&uuml;r manche Politiker wie ein Sechser im Lotto oder eine Doppelportion Bockwurst mit Schrippe wirkt: das pure Gl&uuml;ck.<br>\nF&uuml;r Gabriel muss es eine Dauerbockwurstparty sein, die ihn dazu bewegt, Politik mithilfe des Boulevards zu machen. Innerparteilich ist er schwach. Seine Parteigenossen haben mittlerweile keine Hemmungen, sich &ouml;ffentlich von ihm zu distanzieren oder zu widersprechen. Wer aber regelm&auml;&szlig;ig in der Bild sprechen darf, hat f&uuml;nfmal mehr Zuh&ouml;rer als Mitglieder in der eigenen Partei. Und so hat er Aussicht auf mehr Zustimmung in der Bev&ouml;lkerung und damit eine Form der Macht, die m&auml;chtiger als das Parteimandat ist.<br>\nNat&uuml;rlich geht es Gabriel in seiner &Auml;u&szlig;erung keine Sekunde lang &uuml;ber die griechischen Kommunisten (wer?) und ihre &ldquo;&uuml;berzogenen Wahlversprechen&rdquo; (welche?), die vom deutschen Arbeitnehmer und seiner Familie (hier gleichzusetzen mit &ldquo;der Bild-Leser&rdquo;) alimentiert werden. Es geht um den Wunsch, wahrgenommen zu werden. Politiker wie Wolfgang Bosbach machen es vor. Sie verkn&uuml;pfen ihr pers&ouml;nliches Schicksal mit dem Schicksal eines europ&auml;ischen Mitglieds an der &Auml;g&auml;is und drohen mit Bosbexit. Sigmar Gabriel will von dem Graben, der in der Griechenland-Frage innerhalb der CDU herrscht, profitieren. Er schl&auml;gt sich auf die Seite der Grexit-Bef&uuml;rworter in der Hoffnung auf mehr Fans.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2015-06\/sigmar-gabriel-griechenland-wahlversprechen\">Mely Kiyak auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mann ohne Kompass<\/strong><br>\nMag der eine oder die andere auch grummeln, letztlich wird die Partei ihrer F&uuml;hrung folgen. Die Krise der SPD ist nicht nur eine ihres Vorsitzenden, sondern auch derjenigen, die sich nicht gegen ihn auflehnen.<br>\nKonstant um die 25 Prozent erh&auml;lt die SPD in den Umfragen. Das ist noch erstaunlich viel, wie der Blick nach Griechenland zeigt. Anstatt wie ein deutsch-nationaler Stammtischbruder &uuml;ber die vermeintlich &bdquo;&uuml;berzogenen Wahlversprechen einer zum Teil kommunistischen Regierung&ldquo; zu wettern, sollte sich Gabriel besser genau anschauen, wie es zum Abstieg der einst stolzen Pasok und zum Aufstieg von Syriza gekommen ist. Wenn Sozialdemokraten nicht mehr als glaubw&uuml;rdige progressive Alternative wahrgenommen werden, machen sie sich &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!5204477\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wachstumsprognose: Ifo-Institut erwartet kr&auml;ftigen Aufschwung<\/strong><br>\nDas Ifo-Institut korrigiert seine Wachstumsprognose f&uuml;r das laufende Jahr: Die deutsche Wirtschaft wird nach Ansicht der M&uuml;nchener &Ouml;konomen um 1,9 Prozent zulegen &ndash; die Zahl der Erwerbst&auml;tigen auf ein Rekordhoch steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/konjunktur-daten\/wachstumsprognosen\/wachstumsprognose-ifo-institut-erwartet-kraeftigen-aufschwung\/11928872.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Meine Vorhersage aus der Glaskugel stimmt mit der IfO-Prognose nicht &uuml;berein. Die Feststellung von IfO in Dresden, <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/daempfer-fuer-sachsens-wirtschaft-3128125.html\">Sachsen<\/a>, dass &ldquo;&hellip;die Industrie skeptisch, der Handel h&ouml;chst unzufrieden seien und die Ergebnisse der Umfrage von Mai 2015 einer Katastrophe gleichen (in Sachsen)&hellip;&rdquo;, d&uuml;rfte auch f&uuml;r viele Bundesl&auml;nder zutreffen. Die politische Gro&szlig;wetterlage, die verfehlte Euro-Politik, das vors&auml;tzliche Abschn&uuml;ren der Russland-Exporte werden ihre negative Wirkung zeigen, da hilft auch kein Sch&ouml;nschreiben der unf&auml;higen Regierungspolitik.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>15,8 % der Bev&ouml;lkerung waren 2010 armutsgef&auml;hrdet<\/strong><br>\n15,8 % der Bev&ouml;lkerung Deutschlands &ndash; das sind rund 12,8 Millionen Menschen &ndash; waren 2010 armutsgef&auml;hrdet. Gegen&uuml;ber 2009 (15,6 %) und 2008 (15,5 %) blieb die Quote damit auf einem vergleichbaren Niveau. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) als ein zentrales Ergebnis aus der Erhebung LEBEN IN EUROPA 2011 mit. Dazu wurden 13 512 Haushalte und 24 220 Personen ab 16 Jahren zu ihren Einkommen und Lebensbedingungen befragt.<br>\nEine Person galt demnach im Jahr 2010 als armutsgef&auml;hrdet, wenn sie nach Einbeziehung staatlicher Transferleistungen weniger als 11 426 Euro im Jahr beziehungsweise 952 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung hatte.<br>\nBei der m&auml;nnlichen Bev&ouml;lkerung lag die Armutsgef&auml;hrdung mit 14,9 % etwas unter dem Durchschnitt der gesamten Bev&ouml;lkerung, bei Frauen war die Quote mit 16,8 % st&auml;rker ausgepr&auml;gt. &Uuml;berdurchschnittlich fiel die Quote auch bei Personen zwischen 18 und 64 Jahren (16,4 %) aus. Die Armutsquote von Kindern, die j&uuml;nger als 18 Jahre alt waren, lag mit 15,6 % leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Bei den &auml;lteren Menschen ab 65 Jahren war die Quote mit 14,2 % noch niedriger. Alleinerziehende Elternteile und ihre Kinder geh&ouml;rten mit einer Quote von 37,1 % auch 2010 zu den am st&auml;rksten von Armut betroffenen Bev&ouml;lkerungsgruppen. Das galt auch f&uuml;r die alleinlebenden Personen &ndash; hier war etwa jede dritte Person (36,1 %) unter 65 Jahren armutsgef&auml;hrdet. In Haushalten von zwei Erwachsenen unter 65 Jahren traf dies auf 11,3 % zu.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2012\/10\/PD12_362_634.html;jsessionid=1E1F4811A0D2061AD3C0209672F0B8F6.cae2%20\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Rentenl&uuml;ge neuen Typs<\/strong><br>\nWeniger Teilhabe: F&uuml;r die ostdeutschen Senioren hat sich die Lage nach 1990 verschlechtert<br>\n&raquo;Was jedermann wei&szlig;, ist meistens falsch&laquo;, schrieb der US-Autor John Steinbeck in seinem Roman &raquo;Geld bringt Geld&laquo;. Als Beispiel w&auml;hlte er die Vorstellung, Kinder br&auml;uchten zum Einschlafen &raquo;Ruhe&laquo;. (Tats&auml;chlich schlafen Kinder bei sonoren Ger&auml;uschen viel besser, wirkliche Stille macht ihnen eher Angst.) Eine Perle solcher Weisheiten ist die Vorstellung, es ginge ostdeutschen Rentnern heute &raquo;besser&laquo; als zu DDR-Zeiten. Angesichts der zunehmenden Altersarmut wei&szlig; die Super-Illu: &raquo;Aber so schlimm, wie es den DDR-Rentnern erging, kann es kaum werden.&laquo; Und Bundespr&auml;sident Joachim Gauck verriet unl&auml;ngst Bild: &raquo;Der gr&ouml;&szlig;te Teil der Rentner ist heute &ndash; auch im internationalen Vergleich &ndash; recht umfassend abgesichert&laquo;.<br>\nDie Durchschnittsrente in der DDR betrug in der zweiten H&auml;lfte der 1980er Jahre 471 Mark. (M&auml;nner: 526 Mark, Frauen 418 Mark.) Tats&auml;chlich war sie durch eine Reihe von Zusatzsystemen fast 100 Mark h&ouml;her &ndash; aber bleiben wir beim Grundangebot von 471 DDR-Mark. Davon zahlte der Durchschnittsrentner 30 Mark Miete, 20 Mark f&uuml;r Strom und Wasser, allenfalls 100 Mark f&uuml;r Lebensmittel, f&uuml;nf Mark f&uuml;r seine Kohlen (&uuml;bers Jahr gerechnet). 155 Mark kosteten ihn also die &raquo;Essentials&laquo;. Ihm blieben noch 316 DDR-Mark. Was konnte er damit anfangen? Er konnte dreimal quer durch die DDR mit der Eisenbahn zu seinen Enkeln fahren (erm&auml;&szlig;igt zusammen 25 Mark), f&uuml;nfmal ins Kino gehen (zusammen zehn Mark), sich drei Gastst&auml;ttenessen leisten (mit Getr&auml;nk 15 Mark), drei B&uuml;cher kaufen (zw&ouml;lf Mark), f&uuml;nf Skat- und Bierabende mit Freunden veranstalten (insgesamt 12,50 Mark), einmal das Auto betanken (36 Mark), seiner neuen Flamme einen Blumenstrau&szlig; schenken (drei Mark), sich eine neue Hose kaufen (wenngleich nicht schick: 30 Mark). Dann konnte er immer noch dreimal ins Theater gehen, (f&uuml;r ihn als Rentner zusammen zehn Mark), einem Kegelverein angeh&ouml;ren und einem Briefmarkenverein (beides f&uuml;r ihn gratis oder praktisch kostenlos). Er konnte zwei Tageszeitungen und vier Zeitschriften beziehen. (Zusammen 15 Mark.) Und die DDR erm&ouml;glichte den meisten ihrer B&uuml;rger sogar den geb&uuml;hrenfreien Empfang von Westfernsehen. Der DDR-Rentner h&auml;tte Leser der Deutschen B&uuml;cherei Leipzig und gleichzeitig der Berliner Staatsbibliothek sein k&ouml;nnen (je eine Mark Jahresbeitrag). Zusammengerechnet 170,50 Mark. Rentenh&ouml;he und Preisstruktur der DDR h&auml;tten ihm ein erf&uuml;lltes und kommunikatives Leben gestattet. Er h&auml;tte noch 145,50 Mark f&uuml;r Reparaturen, Geschenke, Sonderausgaben und eventuelle Urlaubsfahrten &uuml;brig gehabt. Genauer: 200,50 Mark als Mann und 92,50 als Frau. F&uuml;r dieses Programm br&auml;uchte der heutige Durchschnittsrentner in Brandenburg etwa doppelt so hohe Altersbez&uuml;ge, wie er tats&auml;chlich hat (mindestens 1.500 Euro).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-17\/043.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Walmart soll Milliarden in Steueroasen verstecken<\/strong><br>\nDer amerikanische Walmart-Konzern steht in vielen Disziplinen weltweit ganz oben. Nach der Rangliste des US-Magazins Fortune ist der Einzelh&auml;ndler die gr&ouml;&szlig;te Firma der Welt, vor einigen &Ouml;l- und Finanzfirmen. Der 1962 von dem knorrigen Sam Walton gegr&uuml;ndete Konzern f&auml;llt seit langem durch niedrige Preise und ebenso niedrige L&ouml;hne auf. Nun legt eine neue Untersuchung nahe, dass der Supermarktriese mit 2,2 Millionen Besch&auml;ftigten auf dem ganzen Globus in einer besonders verschwiegenen Disziplin spitze ist: Beim Vermeiden von Steuern.<br>\nWalmart soll in einem bisher verborgenen globalen Netzwerk in 15 Steueroasen Verm&ouml;genswerte von mindestens 76 Milliarden Dollar deponiert haben, ermittelt die amerikanische NGO &ldquo;Americans for TaxFairness&rdquo; in einer Studie, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. In all diesen L&auml;ndern, darunter sieben aus Europa, betreibt der Konzern keinen einzigen Laden. Der Vorwurf: Walmart benutzt dieses System wom&ouml;glich, um Steuern in den USA und anderen Staaten etwa in Europa zu vermeiden, in denen es tats&auml;chlich Superm&auml;rkte hat. Laut Studie geh&ouml;ren fast alle der 27 operativen Walmart-T&ouml;chter au&szlig;erhalb der USA Dependancen in Steuerparadiesen, darunter das wichtige Gesch&auml;ft in Gro&szlig;britannien, China, Japan und Brasilien. Auf diese Weise seien 90 Prozent der Verm&ouml;genswerte von Walmarts internationaler Einheit in L&auml;ndern gebunkert, in denen die Finanzbeh&ouml;rden wenig Forderungen haben.<br>\nZentral bei dem Konstrukt ist erneut Luxemburg, dessen konzernfreundliche Politik bereits Ende 2014 von einem weltweiten Medienverbund, unter anderem der S&uuml;ddeutschen Zeitung, enth&uuml;llt wurde. Laut der Studie lagern angeblich in Briefkastenfirmen 64 Milliarden Dollar, in den Niederlanden zw&ouml;lf Milliarden, weiteres Geld in der Schweiz, Irland und den zu Gro&szlig;britannien geh&ouml;renden Jungferninseln. Eine Strategie ist dabei wie von anderen Konzernen bekannt, Kredite aus den Steueroasen an Staaten zu vergeben, in denen tats&auml;chliche Superm&auml;rkte stehen &ndash; und die Gewinnsteuern dann durch Zinszahlungen an die Steueroasen zu verringern. Auf diese Weise k&ouml;nnten auch europ&auml;ischen Staaten Einnahmen entgangen sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerflucht-walmart-soll-milliarden-in-steueroasen-verstecken-1.2525504\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine der gr&ouml;&szlig;ten Steueroasen liegt mitten in Europa. Und was wird dagegen unternommen? Richtig, nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Uber ger&auml;t in den USA unter Druck<\/strong><br>\nIn Kalifornien gelten Uber-Fahrer k&uuml;nftig als Angestellte, nicht als Auftragnehmer. Die Entscheidung gef&auml;hrdet das Gesch&auml;ftsprinzip des Taxi-Konkurrenten.<br>\nUber bekommt auch in den USA rechtliche Probleme. Die f&uuml;r Arbeitsfragen zust&auml;ndige Beh&ouml;rde von Kalifornien kommt nach einer &Uuml;berpr&uuml;fung zu dem Ergebnis, dass Uber-Fahrer nicht als Auftragnehmer, sondern als Angestellte anzusehen sind.<br>\nDer Fahrdienst-Anbieter hatte im Zuge der Pr&uuml;fung argumentiert, die Fahrer seien unabh&auml;ngige Auftragnehmer und Uber selbst nur eine neutrale Vermittlerplattform. Dem widersprechen die Experten des Bundesstaates: Uber sei &ldquo;in jeden Aspekt des Gesch&auml;fts&rdquo; involviert, sodass ein Angestelltenverh&auml;ltnis vorliege. [&hellip;]<br>\nAngriff auf das Gesch&auml;ftsmodell<br>\nMit der Entscheidung greift die kalifornische Arbeitsbeh&ouml;rde die Gesch&auml;ftsgrundlage von Uber an. So er&ouml;ffnet die Einstufung als Angestellte den Fahrern einerseits die M&ouml;glichkeit, von Uber Einzahlungen in die Sozial- und Arbeitslosenversicherung zu verlangen. Dies w&uuml;rde die Kosten f&uuml;r Fahrten in die H&ouml;he treiben und sich damit auf die Firmenbewertung auswirken, die derzeit auf mehr als 40 Milliarden Dollar gesch&auml;tzt wird. Auf der anderen Seite ist die Betonung der reinen Vermittlerrolle f&uuml;r Uber essentiell, um die strikten Regulierungsvorgaben f&uuml;r das klassische Taxi-Gewerbe zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/mobilitaet\/2015-06\/uber-fahrdienst-usa-kalifornien-entscheidung-angestelltenstatus\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Wenn das Zahlen von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen und die Beachtung von Regulierungsvorschriften sich so stark auf Fahrpreise und Firmenrendite auswirken, beweist das im Umkehrschluss, da&szlig; Ubers &ldquo;Gesch&auml;ftsmodell&rdquo; einfach auf der Ausbeutung der Fahrer und dem Prellen von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &ndash; kurz: auf pseudo-legaler Schwarzarbeit &ndash; und auf dem Unterlaufen von Regularien beruht. Das &ldquo;Gesch&auml;ftsmodell&rdquo; &ndash; unlauterer Wettbewerb durch Lohndumping und illegale Praktiken &ndash; ist so innovativ, das gibt es schon seit Jahrhunderten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Democrats Being Democrats &ndash; Die Demokraten als Demokratren<\/strong><br>\nPaul Krugman, NYT , 15.Juni 2015<br>\nAm Freitag schockierten die Demokraten im Repr&auml;sentantenhaus fast alle mit ihrer Ablehnung zentraler Klauseln, die f&uuml;r den Abschluss der Transpazifischen Partnerschaft erforderlich w&auml;ren, eines Abkommens, das das Wei&szlig;e Haus will, ein Gro&szlig;teil der Partei aber nicht. Und am Samstag l&auml;utete Hillary Clinton offiziell ihren Wahlkampf f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaft ein und &uuml;berraschte die meisten Beobachter mit einer unverbl&uuml;mt liberalen und populistischen Rede.<br>\nDiese Ereignisse sind nat&uuml;rlich miteinander verbunden. Die Demokratische Partei steht mit immer gr&ouml;&szlig;erer Bestimmtheit hinter ihren traditionellen Werten, was auch durch Mrs. Clintons Entscheidung, ihre Rede auf Roosevelt Island zu halten, unterstrichen wurde. Man k&ouml;nnte sagen, die Demokraten r&uuml;cken nach links. Aber die Sache ist komplizierter und interessanter, als eine so simple Feststellung ausdr&uuml;cken k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/06\/15\/opinion\/paul-krugman-democrats-being-democrats.html\">The New York Times<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseins&auml;tzen in Frage<\/strong><br>\nNoch muss der Bundestag bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr zustimmen. Eine Europ&auml;ische Armee k&ouml;nnte das &auml;ndern. &bdquo;Es kann sein, dass wir das deutsche Recht &auml;ndern m&uuml;ssen&ldquo;, sagt die Verteidigungsministerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundeswehr-ursula-von-der-leyen-stellt-parlamentsvorbehalt-bei-auslandseinsaetzen-in-frage\/11537352.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung: SPD-Spitze erh&ouml;ht den Druck auf die Basis<\/strong><br>\nVor dem Parteikonvent am Wochenende warnt Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi Netzpolitiker und Parteilinke, wegen der umstrittenen Vorratsdatenspeicherung &bdquo;die Regierungsf&auml;higkeit aufs Spiel zu setzen&ldquo;. Stellt SPD-Chef Gabriel den Delegierten damit indirekt die Vertrauensfrage?<br>\nDie SPD-F&uuml;hrung erh&ouml;ht in der Auseinandersetzung &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung den Druck auf die Parteibasis. Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi &auml;u&szlig;erte sich mit Blick auf den Parteikonvent am Samstag in Berlin zuversichtlich, dass der Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas und damit die vom Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel vorgegebene Linie bei den 235 Delegierten eine Mehrheit finden werde &ndash; &bdquo;nicht zuletzt deswegen, weil ich glaube, dass die SPD zu klug ist, um wegen der Auslegung eines Grundrechtsartikels ihre Regierungsf&auml;higkeit aufs Spiel zu setzen&ldquo;.<br>\nLaut &bdquo;Stuttgarter Zeitung&ldquo; (StZ) soll sich dem Vernehmen nach auch schon der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel am Montag im Pr&auml;sidium &auml;hnlich ge&auml;u&szlig;ert haben. Die &bdquo;StZ&ldquo; spekuliert Gabriel habe damit indirekt die Vertrauensfrage gestellt.<br>\nNetzpolitiker und Teile der Parteilinken haben Antr&auml;ge gegen die mit dem Koalitionspartner verabredete Speicherung von Telefon- und Internetdaten zur Verbrechensbek&auml;mpfung eingebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/vorratsdatenspeicherung-spd-spitze-erhoeht-druck-auf-basis-13651742.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> So sieht also beim Basta-Vizekanzler innerparteiliche Demokratie aus? Dann kann man den Parteikonvent eigentlich gleich streichen, wenn dort nur ein bi&szlig;chen diskutiert und dann die Gabriel-Linie abgenickt werden kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Postzustellung nahe am Erliegen<\/strong><br>\n&ldquo;Quote sinkt mittlerweile auf 20 bis null Prozent&rdquo;<br>\nDie Postzustellung in Bayern kommt fast zum Erliegen. &bdquo;In den unbefristet bestreikten Bereichen sinkt die Postzustellung mittlerweile auf 20 bis null Prozent&ldquo;, berichtete Anton Hirtreiter von ver.di Bayern. Abh&auml;ngig ist dies nur vom Anteil der verbeamteten Zustellkr&auml;fte, die nicht streiken d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/bayern.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++c4df1bfc-14c5-11e5-ae65-525400248a66\">Verdi Bayern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fremdmitarbeiter: Angestellte von Kunden werden Streikbrecher bei Post<\/strong><br>\nDie Post greift angesichts des Streiks zu einer ungew&ouml;hnlichen Strategie: Sie l&auml;sst die Mitarbeiter von Kunden bei sich Briefe und Pakete sortieren. Zweifel am Schutz des Postgeheimnisses werden laut.<br>\nAngestellte von Gesch&auml;ftskunden helfen w&auml;hrend des Streiks in Sortierzentren der Deutschen Post aus. Eine Unternehmenssprecherin sagte am Mittwoch, &ldquo;ein halbes Dutzend namhafter Unternehmen&rdquo; schicke Mitarbeiter, um die Streikfolgen abzumildern.<br>\nEinem Bericht der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&rdquo; zufolge helfen Angestellte von Versandh&auml;usern und Versicherungen in den n&auml;chstgelegenen Sortierzentren aus, damit ihre Sendungen nicht liegen bleiben. Dort k&uuml;mmerten sie sich nicht speziell um die Briefe und Pakete des eigenen Unternehmens, sondern sortierten auch fremde Sendungen.<br>\n&ldquo;Das ist eine gro&szlig;artige Geste und zeigt die Verbundenheit und Solidarit&auml;t unserer Kunden&rdquo;, zitierte die &ldquo;FAZ&rdquo; aus einer E-Mail des Post-Betriebschefs f&uuml;r Briefe und Pakete, Uwe Brinks. Der Chef der Kommunikationsgewerkschaft DPV kritisierte das Vorgehen und sieht dadurch das Brief- und Postgeheimnis in Gefahr. &ldquo;Die Sicherheit und Vertraulichkeit des Postbetriebes ist in keiner Weise mehr gew&auml;hrleistet&rdquo;, sagte er dem Blatt.<br>\nDer nordrhein-westf&auml;lische Verdi-Fachbereichsleiter f&uuml;r Postdienste, Uwe Speckenwirth, kritisierte zudem, dass die Post versuche, Gro&szlig;kunden wie Amazon durch eine bevorzugte Behandlung bei Laune zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article142629831\/Angestellte-von-Kunden-werden-Streikbrecher-bei-Post.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einfach unglaublich. Da arbeitet die alte Deutschland AG zusammen, um Gewerkschaften und Arbeitnehmer zu sch&auml;digen. Da&szlig; man es dabei mit Recht und Gesetz nicht so eng nimmt, macht die Regierung vor (Tarifeinheitsgesetz).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Deutsche Autobahn AG<\/strong><br>\nOhne Finanzkorsett und L&auml;nderproporz bietet sich die Chance f&uuml;r bessere Verkehrswege: Eine Bundesgesellschaft f&uuml;r Autobahnen k&ouml;nnte viel erreichen. Doch die Zeit dr&auml;ngt. [&hellip;]<br>\nDie Idee, alle Autobahnen oder sogar alle Bundesfernstra&szlig;en in einer Bundesgesellschaft f&uuml;r Bau, Betrieb und Finanzierung zu b&uuml;ndeln, ist so neu, dass sie nicht mal im Koalitionsvertrag steht. Das Problem indes, das sie l&ouml;sen helfen soll, ist &auml;lter: Deutschlands Infrastruktur br&ouml;ckelt. Stra&szlig;en, Schienen und Br&uuml;cken m&uuml;ssen saniert werden; angesichts des andauernden Verkehrswachstums m&uuml;ssen sie an einigen Stellen aus- und neugebaut werden, wenn sie nicht zur Mobilit&auml;tsbremse werden sollen f&uuml;r B&uuml;rger und Wirtschaft. Damit das klappt, braucht man zwei Dinge: Geld und eine effiziente Entscheidungs- und Verwaltungsstruktur, damit dieses Geld auch sinnvoll ausgegeben wird.<br>\nEs fehlt an Planern, die das Geld verbauen<br>\nFinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble teilt inzwischen die Diagnose einer chronischen Unterfinanzierung der Infrastruktur. Der Zehn-Milliarden-Investitionsetat von Verkehrsminister Alexander Dobrindt erlebt deshalb in den n&auml;chsten Jahren einen &bdquo;Hochlauf&ldquo; auf bis zu 14,5 Milliarden Euro 2018. Damit ist das Geld der Steuerzahler zwar eingestellt, aber noch lange nicht verbaut. Nur wenige der L&auml;nder, die im Auftrag des Bundes Fernstra&szlig;en bauen, verf&uuml;gen noch &uuml;ber genug Planer und Pl&auml;ne. Die Abteilungen sind in den vergangenen Jahrzehnten gestutzt worden, um zu sparen. Die L&auml;nder k&ouml;nnen nicht mehr aus dem Vollen sch&ouml;pfen, es fehlt (au&szlig;er in Bayern) an planungsreifen Vorhaben. Skeptiker zweifeln deshalb daran, dass die zus&auml;tzlichen Milliarden wirklich in dringendste Projekte flie&szlig;en werden. Schlimmstenfalls m&uuml;sste sogar ungenutztes Geld nach 2018 in den allgemeinen Etat zur&uuml;ckgehen.<br>\nMit einer privatrechtlich organisierten Deutschen Autobahn AG &ndash; oder wie auch immer eine solche Fernstra&szlig;engesellschaft sp&auml;ter hie&szlig;e &ndash; k&ouml;nnte der Bund das Netz transparenter planen und bewirtschaften, l&auml;nder&uuml;bergreifende Vorhaben b&uuml;ndeln und mit verl&auml;sslicher Mittelausstattung Priorit&auml;ten setzen und dabei Lebenszyklus-Kosten bedenken. Das klingt verlockend. Als Vorbild kann neben der Netz AG der Deutschen Bahn vor allem die &ouml;sterreichische Autobahngesellschaft Asfinag dienen, die sich aus Steuern und Maut finanziert. Auch hierzulande werden Lkw- und Pkw-Maut bald eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/deutsche-autobahn-ag-als-loesung-fuer-boeckelnde-infrastruktur-13650859.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unsers Lesers J.A.:<\/strong> Warum dr&auml;ngt eigentlich pl&ouml;tzlich die Zeit f&uuml;r dieses Wahnsinnsprojekt, wenn die Infrastruktur schon seit 20 Jahren auf Verschlei&szlig; gefahren wird? Inwiefern soll die Pkw-Maut &ndash; aktuell bestenfalls ein zweihundert Millionen Euro im Jahr &ndash; in der Zukunft eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle spielen &ndash; wei&szlig; die FAZ mehr? Warum f&auml;llt der Kommentatorin f&uuml;r die Finanzierung nicht die logischerweise billigste Finanzierung &uuml;ber Staatsverschuldung oder &ndash; noch viel besser &ndash; &uuml;ber h&ouml;here Steuereinnahmen z. B. aus der K&ouml;rperschaftsteuer ein? Und warum sagt die Kommentatorin nichts zu der wahnsinnigen Pseudo-Sparpolitik, die sie selbst so charakterisiert: &ldquo;Nur wenige der L&auml;nder, die im Auftrag des Bundes Fernstra&szlig;en bauen, verf&uuml;gen noch &uuml;ber genug Planer und Pl&auml;ne. Die Abteilungen sind in den vergangenen Jahrzehnten gestutzt worden, um zu sparen.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>NSA und BND: Die R&uuml;ckkehr der Ideologie<\/strong><br>\nMit dem Ende der rot-gr&uuml;nen Bundesregierung schien in der deutschen Politik kein Platz mehr f&uuml;r ideologischen Ballast zu sein. Weit gefehlt, wie die Aufregung um die Zusammenarbeit zwischen BND und NSA zeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/zusammenarbeit-der-nsa-und-bnd-kommentar-13647036.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit der Grundgesetztreue ist es bei der FAZ doch nicht so weit her &ndash; eine genaue &Uuml;berpr&uuml;fung der des verfassungswidrigen NSA-BND-Verbindung ist also &ldquo;Ideologie&rdquo;. Daf&uuml;r wei&szlig; die FAZ &ndash; ohne weitere &Uuml;berpr&uuml;fung, das w&auml;re ja Ideologie &ndash; das die &ldquo;Hinweise&rdquo; zu den Bundestags-Hackern &ldquo;Richtung Osten deuten&rdquo;. F&uuml;r mich ist das ideologisch in den 1980er Jahren im Kalten Krieg h&auml;ngen geblieben &ndash; aber ich bin ja auch kein Top-Journalist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>US-Senat f&uuml;r Folter-Verbot bei Verh&ouml;ren<\/strong><br>\nDer US-Senat zieht Konsequenzen aus dem Folterbericht der CIA. Mit deutlicher Mehrheit stimmten die Abgeordneten f&uuml;r ein Verbot sogenannter versch&auml;rfter Verh&ouml;rmethoden.<br>\nF&uuml;r den Antrag zur &Auml;nderung des betreffenden Gesetzes stimmten in Washington 78 Senatoren, 21 votierten dagegen. Das Vorhaben wurde von allen anwesenden Demokraten der Kongresskammer sowie von 32 Republikanern unterst&uuml;tzt.<br>\nZu ihnen z&auml;hlte auch der einflussreiche Senator John McCain, der den &Auml;nderungsantrag mit eingebracht hatte.<br>\nUm die Reform zu verabschieden, muss neben dem Senat auch die zweite Kongresskammer, das Repr&auml;sentantenhaus, f&uuml;r das umfassende Vertragswerk stimmen. In Kraft treten kann es erst nach seiner Unterzeichnung durch US-Pr&auml;sident Barack Obama.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/us-senat-f%C3%BCr-folter-verbot-bei-verh%C3%B6ren\/a-18521627\">DW<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26449","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26449","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26449"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26449\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28551,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26449\/revisions\/28551"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26449"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26449"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26449"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}