{"id":26468,"date":"2015-06-19T16:08:06","date_gmt":"2015-06-19T14:08:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468"},"modified":"2015-06-19T16:08:06","modified_gmt":"2015-06-19T14:08:06","slug":"hinweise-des-tages-ii-202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h02\">Warum Dobrindt die Pkw-Maut jetzt stoppt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h03\">&ldquo;BND ist zu 100 Prozent f&uuml;r Fehler verantwortlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h04\">Russland-Krise kostet Europa bis zu 100 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h05\">Gazprom baut zwei neue Pipelines in der Ostsee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h06\">Arm und Reich: Die Schere geht nicht weiter auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h07\">Hochschulabsolvent\/innen: Bis zu 80 Prozent befristet besch&auml;ftigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h08\">Die Sorge f&uuml;r das gemeinsame Haus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h09\">Woran erkennt man eigentlich miese Qualit&auml;t?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h10\">Planwirtschaft im Supermarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h11\">So klein und so gerecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h12\">Jeder f&uuml;nfte D&auml;ne w&auml;hlt ganz rechts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h13\">Generalstreik, damit die Chefetagen aufwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h14\">Landraub wird in Europa zum Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h15\">Die NRW-CDU und die Notenaff&auml;re &ndash; Mit Laschet ins Wolkenkuckucksheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h16\">TV-Tipp: &ldquo;Tatort&rdquo;-Meisterwerk &uuml;ber Stuttgart 21: Diese Stadt ist ein Drecksloch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468#h17\">Zu guter Letzt: Das f&ouml;derale Abitur-Chaos<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26468&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Fluch der Austerit&auml;t<\/strong><br>\nEs war einmal ein Land. Es &auml;chzte unter einer horrenden Schuldenlast gegen&uuml;ber dem Ausland von mehr als 100 Prozent seiner j&auml;hrlichen Wirtschaftsleistung. Seine ausl&auml;ndischen Gl&auml;ubiger, besonders die Nachbarn auf dem eigenen Kontinent, waren erbarmungslos in ihrer Forderung, dass das Land seine Schulden zur&uuml;ckzahlt. Eine Wirtschaftskrise, deren Ursprung weit weg lag, st&uuml;rzte das Land in eine Rezession. Das Land war in ein starres Wechselkursregime eingebunden und konnte seine W&auml;hrung nicht abwerten. Die Regierung des Landes verschrieb sich einer Austerit&auml;tspolitik. Sie versuchte tapfer, die staatlichen Ausgaben zu senken, die L&ouml;hne der Staatsangestellten zu k&uuml;rzen und die Steuern zu erh&ouml;hen &ndash; um gen&uuml;gend Mittel zur Verf&uuml;gung zu haben, um die ausl&auml;ndischen Schulden zu bedienen.<br>\nDas Land fiel in eine Depression. Die offiziell ausgewiesene Arbeitslosenrate stieg auf 26 Prozent. Die offiziell ausgewiesene Industrieproduktion schrumpfte um 42 Prozent. Das Bruttoinlandprodukt wurde immer kleiner. Die Einnahmen des Staates sanken. Die Schulden in Prozent des Bruttoinlandproduktes wurden immer gr&ouml;sser. Die Banken kollabierten.<br>\nIn den Strassen der St&auml;dte bildeten sich spontane Protestz&uuml;ge, Unruhen folgten. Tote auf den Strassen. Dann, es war ein Januar, eine Volksabstimmung: Es gewann eine Partei mit einem charismatischen Mann an der Spitze, eine Partei, die der Bev&ouml;lkerung ein Ende der wirtschaftlichen Leiden versprach. Eine Partei, die dem Volk wieder Stolz und Zuversicht gab.<br>\nDas Land heisst Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/37364\/das-austeritaetsdebakel\/\">Tagesanzeiger Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Erst gestern wieder trat Herr Sch&auml;uble vor die Presse und die Mikrofone der Fernsehsender, um zu verk&uuml;nden, dass man geduldig warte, bis Griechenland endlich seine Hausaufgaben mache. Ich dagegen frage mich immer mehr, wie lange dieses Drama denn noch verl&auml;ngert werden soll. Meine Antwort: Bis diese linke Regierung in Griechenland endlich gest&uuml;rzt ist. So sieht dann die Demokratie in Europa aus: Das Geld regiert die Welt und die Menschen sind Marionetten der wirtschaftlichen Interessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland in der autokratischen Falle<\/strong><br>\nDie griechische Regierung hat klargestellt, dass sie nicht bereit ist, die Therapie fortzusetzen, die ihr aufgezwungen wurde, da erwiesen ist, dass sie das Problem nicht l&ouml;st, sondern die Dinge schlimmer gemacht hat. Die andere Seite dagegen besteht darauf, dass erst zu Ende gef&uuml;hrt wird, was nicht funktioniert hat, bevor andere Optionen gepr&uuml;ft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/politik_kommentare\/Griechenland-in-der-autokratischen-Falle-article15332956.html\">Theo Kouvakas auf n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Die strategische Flanke<\/strong><br>\nGeostrategische Motive leiten die deutsche Forderung nach neuen Haushaltsk&uuml;rzungen in Griechenland zwecks Verbleibs des Landes in der Eurozone. Steige Athen aus der W&auml;hrung aus, dann drohten die Eurozone und m&ouml;glicherweise sogar die EU weitere Risse zu bekommen, warnt Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier. Es sei seine &ldquo;Sorge&rdquo;, dass Berlin und Br&uuml;ssel dann in der Weltpolitik &ldquo;bei vielen Themen nicht mehr ernst genommen werden&rdquo;. Wolfgang Ischinger, Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, sagt f&uuml;r diesen Fall auch Einflussverluste in S&uuml;dosteuropa voraus &ndash; gegen&uuml;ber Moskau. Spardiktate, wie sie Berlin nun erneut durchsetzen will, haben die griechische Bev&ouml;lkerung in bittere Armut gest&uuml;rzt. Bereits 2012 waren die durchschnittlichen Jahreseinkommen in dem Land um rund ein Viertel geschrumpft; mittlerweile m&uuml;ssen 250.000 Einwohner kirchliche Armenspeisungen in Anspruch nehmen. Dass die Bundesregierung die griechische Eurozonen-Zugeh&ouml;rigkeit dennoch ausgerechnet mit weiteren Sparprogrammen erreichen will, liegt daran, dass sie die EU durch Austerit&auml;t gegen aufstrebende L&auml;nder wie China konkurrenzf&auml;hig zu halten sucht: Berlin will sich so globalen Einfluss sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59138\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein &ldquo;beispielloses Ma&szlig; an Solidarit&auml;t&rdquo;<\/strong><br>\nAngela Merkel beschw&ouml;rt die griechische Regierung, endlich den &ldquo;Willen&rdquo; aufzubringen, das Richtige zu tun. Doch das tut Athen bereits, indem es sich dem Diktat aus Berlin und Br&uuml;ssel verweigert.<br>\nWo ein Wille ist, ist ein Weg. Alles wird gut. Es ist noch nicht zu sp&auml;t, eine Einigung zu erzielen. Inhaltsarm wie immer &auml;u&szlig;erte sich in ihrer heutigen Regierungserkl&auml;rung zum anstehenden EU-Gipfel zur Frage des Verbleibs Griechenlands in der Euro-Zone. Seit Tagen wird &ndash; mit zunehmend sch&auml;rferen T&ouml;nen gegen die Regierung in Athen &ndash; &uuml;ber den m&ouml;glichen Grexit diskutiert. Angela Merkel bleibt ruhig, sagt kaum etwas. Das Wenige, was sie sagt, reproduziert dieselben M&auml;rchen, die partei&uuml;bergreifend die Debatte pr&auml;gen. Die Grundthese ist: Griechenland habe, so Merkel, ein &ldquo;beispielloses Ma&szlig; an Solidarit&auml;t&rdquo; durch seine Partner in der EU erfahren. Jetzt m&uuml;sse Griechenland &ldquo;die geforderten Reformen erf&uuml;llen&rdquo;. Dann w&uuml;rde ihnen die &ldquo;Perspektive auf eine bessere Zukunft&rdquo; zur Verf&uuml;gung stehen. Das ginge aber nur, &ldquo;wenn die politisch Verantwortlichen in Griechenland daf&uuml;r den Willen aufbringen.&rdquo;<br>\nSieht man die Sache so, ist alles ganz einfach. Von der EU-Troika wurde ein Programm ersonnen, das den Menschen in Griechenland eigentlich den Weg zur Sonne weisen w&uuml;rde, w&auml;ren da nicht st&ouml;rrische Linke an der Macht, die sich str&auml;uben. Und das, obwohl &ldquo;wir&rdquo; den Griechen Milliardenbetr&auml;ge geschenkt haben, einzig motiviert durch europ&auml;ische Geschwisterlichkeit.<br>\nDas Problem an dieser Auffassung ist: Sie hat nichts mit der Realit&auml;t zu tun. So ziemlich alle ihre Elemente sind L&uuml;gen, die notd&uuml;rftig verschleiern, worum es tats&auml;chlich ging und geht. Das f&auml;ngt an mit der den deutschen Stammtisch erz&uuml;rnenden M&auml;r, &ldquo;wir&rdquo; h&auml;tten &ldquo;den Griechen&rdquo; Unmengen an finanzieller Hilfe zukommen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201506183570\/politik\/politik-eu\/ein-qbeispielloses-mass-an-solidaritaetq.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Debatte um Griechenland ein R&auml;tsel, &ouml;konomisch betrachtet<\/strong><br>\nEigentlich ist es ganz einfach. Griechenland braucht Wirtschaftswachstum, um aus der Krise herauszukommen. Insofern m&uuml;sste man jetzt dar&uuml;ber diskutieren, wie dieses Wirtschaftswachstum zu erreichen w&auml;re. Etwa auf welcher Grundlage Unternehmen in Griechenland wieder investieren. Man k&ouml;nnte es mit den Strukturreformen versuchen, die in keiner Sonntagsrede fehlen d&uuml;rfen. Wie w&auml;re es mit den ber&uuml;hmten Arbeitsanreizen f&uuml;r Arbeitslose? Das kennen wir noch aus der deutschen Diskussion fr&uuml;herer Zeiten. Dort wurde die H&ouml;he von Lohnersatzleistungen f&uuml;r die fehlende wirtschaftliche Dynamik verantwortlich gemacht. In Griechenland ist das allerdings kein Thema: Dort fallen Arbeitslose nach 12 Monaten aus den sozialen Sicherungssystemen heraus. Kein Vergleich mit dem Generosit&auml;tsniveau des deutschen Sozialstaats, trotz der Agenda 2010. Daran kann es in Griechenland nicht liegen. Es ist in dieser Beziehung vorbildlich zu nennen, wenigstens aus der Perspektive von Neoklassikern. Woran liegt es dann?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesaussieht.de\/2015\/06\/18\/debatte-um-griechenland-ein-raetsel-oekonomisch-betrachtet\/\">Frank Luebberding auf Wiesaussieht<\/a><\/li>\n<li><strong>Christian Ehring zur Schuldenkrise in Griechenland<\/strong><br>\nSechs Jahre dauert die Griechenland Krise jetzt schon. Und seit sechs Jahren ist es st&auml;ndig f&uuml;nf vor zw&ouml;lf. Das ist so wie Howard Carpendale, der seit Jahren immer wieder auf Abschiedstour geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/extra-3\/Christian-Ehring-zur-Schuldenkrise-in-Gr\/NDR-Fernsehen\/Video?documentId=29068698&amp;bcastId=3709210\">Extra3<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Warum Dobrindt die Pkw-Maut jetzt stoppt<\/strong><br>\nVerkehrsminister Alexander Dobrindt hat die Pkw-Maut vorerst gestoppt. Eigentlich h&auml;tte er das Mautsystem so rasch wie m&ouml;glich ausschreiben m&uuml;ssen. Doch nach der Intervention der EU-Kommission war das finanzielle Risiko f&uuml;r das Projekt offenbar zu hoch. Die EU-Kommission hatte wegen der geplanten Maut ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet. In der CSU richtet sich der Unmut nicht gegen Dobrindt, sondern gegen Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/pkw-maut-verschoben-warum-dobrindt-die-pkw-maut-jetzt-stoppt-1.2526844\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Der Unmut der CSU richtet sich gegen Br&uuml;ssel. Wieso? Wer wissentlich Unfug in Gesetzesform gie&szlig;t, ist selber Schuld.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;BND ist zu 100 Prozent f&uuml;r Fehler verantwortlich&rdquo;<\/strong><br>\n Ex-Kanzleramtschef de Maizi&egrave;re will nie etwas von den problematischen Selektoren der NSA geh&ouml;rt haben. Fehler sieht er &ldquo;zu 100 Prozent&rdquo; beim BND und macht sich &uuml;ber dessen Ex-Pr&auml;sidenten lustig.<br>\nBundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) will in seiner Zeit als Chef des Bundeskanzleramtes nie etwas von unzul&auml;ssigen Suchbegriffen in den Datenbanken des Bundesnachrichtendienstes (BND) erfahren haben. [&hellip;]<br>\nAuch de Maizi&egrave;re versicherte, in seiner Amtszeit keinen Fehler begangen zu haben. Der BND sei &ldquo;zu 100 Prozent&rdquo; daf&uuml;r verantwortlich, dass entsprechende Informationen das Kanzleramt nicht erreichten. &ldquo;Der Fehler ist die mangelnde Meldung von unten nach oben und die mangelnde politische Sensibilit&auml;t der Mitarbeiter&rdquo;, sagte de Maizi&egrave;re.<br>\nLetzteres habe m&ouml;glicherweise auch etwas mit der beschaulichen Lage der BND-Zentrale im bayerischen Pullach zu tun, so dass er deshalb auf den Umzug nach Berlin gedr&auml;ngt habe. Sowohl Fritsche als auch de Maizi&egrave;re &auml;u&szlig;erten sich in ihren Vernehmungen despektierlich &uuml;ber den fr&uuml;heren BND-Chef Ernst Uhrlau, der die &ldquo;intensive F&auml;higkeit&rdquo; besitze, &ldquo;auslegungsf&auml;hige S&auml;tze zu sagen&rdquo; und gelegentlich &ldquo;nicht im richtigen Film&rdquo; gewesen sein soll. Fritsche hatte zuvor gesagt: &ldquo;Es ist immer mein Problem gewesen, die &Auml;u&szlig;erungen von Uhrlau nicht verstanden zu haben.&rdquo; Die Linke-Ausschussobfrau Martina Renner warf dem Bundeskanzleramt nach der neunst&uuml;ndigen Befragung hingegen vor, seine Dienst- und Fachaufsicht nicht angemessen wahrgenommen zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/innenminister-de-maizi-re-bnd-ist-zu-100-prozent-fuer-fehler-verantwortlich-1506-114758.html\">Golem<\/a>\n<p>dazu: <strong>Geheimdienstbeauftragter im NSA-Ausschuss: &ldquo;Es gibt keine Verschw&ouml;rung&rdquo;<\/strong><br>\nFehler beim BND wie &ldquo;Organisationsverschulden&rdquo; seien im NSA-Skandal passiert, hat der Geheimdienstbeauftragte im Kanzleramt, Klaus-Dieter Fritsche, einger&auml;umt. Er sei &uuml;ber brisante Suchziele erst j&uuml;ngst informiert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Geheimdienstbeauftragter-im-NSA-Ausschuss-Es-gibt-keine-Verschwoerung-2717077.html?wt_mc=nl.ho.2015-06-19\">Heise<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Nichts geh&ouml;rt und nichts gesehen. Fabelhaft. Man fragt sich, f&uuml;r was die Herren eigentlich vom Steuerzahler alimentiert werden. &Uuml;bernahme von Verantwortung kann es nicht sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Russland-Krise kostet Europa bis zu 100 Milliarden Euro<\/strong><br>\nWladimir Putin hat stets gewarnt, dass die Sanktionen gegen Russland Europa selbst schaden. Die EU bestreitet das. &Ouml;konomen haben jetzt errechnet, wie teuer die Krise wird &ndash; vor allem f&uuml;r Deutschland.<br>\nDie Wirtschaftskrise in Russland hat weitaus schlimmere Konsequenzen f&uuml;r die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union (EU) und die Schweiz als bislang erwartet. Nach einer Berechnung des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Wifo), sind europaweit weit mehr als zwei Millionen Arbeitspl&auml;tze und rund 100 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung in Gefahr.<br>\nDie Wissenschaftler gehen in ihrer Studie, die sie exklusiv f&uuml;r die Allianz f&uuml;hrender europ&auml;ischer Tageszeitungen (LENA) erstellt haben, von einem &ldquo;Worst-Case-Szenario&rdquo; aus. &ldquo;Die Exportausf&auml;lle, die wir im Herbst vergangenen Jahres schlimmstenfalls angenommen hatten, sind inzwischen Realit&auml;t&rdquo;, sagt Oliver Fritz, einer von drei Autoren der Studie. Dabei spielten die Sanktionen gegen Russland und die russische Reaktion darauf eine entscheidende Rolle. &ldquo;Ver&auml;ndert sich die Lage nicht grunds&auml;tzlich, wird voraussichtlich unser besonders pessimistisches Szenario eintreten.&rdquo; [&hellip;]<br>\nAllein in Deutschland stehen den Berechnungen des Wifo zufolge mittelfristig knapp eine halbe Million Arbeitspl&auml;tze und rund 27 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung auf dem Spiel. &Auml;ndert sich an den Rahmendaten aus dem ersten Quartal 2015 nichts, k&ouml;nnte die andauernde Krise Deutschland in den n&auml;chsten Jahren etwas mehr als einen Prozentpunkt an Wirtschaftsleistung kosten, hat das Wifo errechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article142742046\/Russland-Krise-kostet-Europa-bis-zu-100-Milliarden-Euro.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gazprom baut zwei neue Pipelines in der Ostsee<\/strong><br>\nBei der Energieversorgung arbeiten Europ&auml;er und Russen weiter Hand in Hand. Gazprom baut f&uuml;r die Ostseepipeline Nord Stream zwei neue Str&auml;nge &ndash; und auch ein deutscher Konzern ist mit dabei&hellip;<br>\nVon 2020 an soll kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Westeuropa flie&szlig;en. Russland plant neben den Nord-Stream-Str&auml;ngen auch die neue Leitung Turkish Stream durch das Schwarze Meer in die T&uuml;rkei und bis nach Griechenland. Sie soll eine Kapazit&auml;t von 63 Milliarden Kubikmetern Gas im Jahr haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/nord-stream-gazprom-baut-zwei-neue-pipelines-in-der-ostsee\/11936194.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arm und Reich: Die Schere geht nicht weiter auf<\/strong><br>\nDie Armut in Deutschland w&auml;chst nicht, und die Schere der Einkommen geht nicht weiter auf. Neue Zahlen des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung belegen, dass sich die Unterschiede zwischen armen und reichen Familien im Jahr 2012 nicht weiter erh&ouml;ht haben.<br>\nIn den vergangenen Monaten hatte eine Studie des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands heftige Debatten ausgel&ouml;st. Demnach sei die Armut auf Rekordh&ouml;he. Dabei hatte der Wohlfahrtsverband die Armutsschwelle nicht auf einen bestimmten Betrag angesetzt, sondern lie&szlig; sie mit dem Einkommen eines typischen Deutschen (dem &bdquo;Medianeinkommen&ldquo;) wachsen. Das f&uuml;hrte zu heftiger Kritik.<br>\nDas Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung hat die Unterschiede zwischen Arm und Reich nun auf mehreren Wegen gemessen. Alle Zahlen stammen aus dem so genannten &bdquo;Sozio&ouml;konomischen Panel&ldquo;, einer Umfrage, in der j&auml;hrlich rund 30.000 Deutsche nach ihrem Leben befragt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/einkommensungleichheit-waechst-nicht-gini-des-diw-13651945.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.G.:<\/strong> Patrick Bernau bespricht da einen Bericht www.diw.de\/sixcms\/detail.php\/508485 des DIW Berlin bez&uuml;glich der Einkommensschere in Deutschland. Was er daraus macht ist schon verbl&uuml;ffend. Aus einer durchaus kritischen Bestandsaufnahme zaubert er eine gute Entwicklung. Die kritischen T&ouml;ne aus dem Bericht tauchen im Artikel nicht auf.<br>\nDass sich etwa gerade die unteren Einkommen schlecht entwickelt haben und das das Armutsrisiko trotz Arbeit gestiegen ist, wird von Herrn Bernau v&ouml;llig ignoriert. Dort schreibt er dreist das neue Jobs die Armut in Deutschland bek&auml;mpft haben. Bitte besonders den unversch&auml;mten Text zum Foto beachten. Er verliert auch kein Wort zur Verm&ouml;gensverteilung, zieht &uuml;ber den Armutsbericht des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands her, ohne zu erw&auml;hnen das der DIW und der&nbsp; Wohlfahrtsverbands mit ihrer Sch&auml;tzung eigentlich sehr nahe beieinander liegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hochschulabsolvent\/innen: Bis zu 80 Prozent befristet besch&auml;ftigt<\/strong><br>\nHochschulabsolventinnen und -absolventen finden h&auml;ufig nur einen befristeten Einstieg in das Berufsleben. Von jungen Akademikerinnen und Akademikern mit bis zu einem Jahr Berufserfahrung haben rund 34 Prozent eine befristete Besch&auml;ftigung. Zu diesem Ergebnis des Absolventen-Lohnspiegel haben rund 4.300 Befragte beigetragen. Bei den Akademiker\/innen mit zwei bis drei Jahren Berufserfahrung geht der Anteil der befristet Besch&auml;ftigten auf rund 18 Prozent zur&uuml;ck. In der Gesamtgruppe der akademisch Ausgebildeten mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung hat jede\/r Vierte einen befristeten Vertrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\/main\/lohnspiegel-spezial\/zusatzinformationen\/hochschulabsolvent-innen\">Lohnspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Sorge f&uuml;r das gemeinsame Haus<\/strong><br>\nJetzt ist sie da: &ldquo;Laudato si&rdquo;, die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Auf 222 Seiten entwickelt der Papst eine ganzheitliche &Ouml;kologie, die sich nicht nur auf Natur- und Klimaschutz beschr&auml;nkt, sondern auch das &ldquo;gro&szlig;e Ganze&rdquo; im Blick hat. Wir haben die Enzyklika schon gelesen und einiges Spannendes entdeckt. Klicken Sie sich einfach durch die Zusammenfassung der einzelnen Kapitel und sehen selbst, was Franziskus zu sagen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.katholisch.de\/aktuelles\/aktuelle-artikel\/die-sorge-fur-das-gemeinsame-haus\">katholisch.de<\/a>, dort auch der Download der Enzyklika<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Woran erkennt man eigentlich miese Qualit&auml;t?<\/strong><br>\nMit einer perfiden Kampagne kapert der Discounter Lidl das Wort &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo; und greift ausgerechnet Handwerksbetriebe an. Das Greenpeace Magazin stellt in seiner neuen Ausgabe die Werbebotschaft richtig &ndash; mit einer gef&auml;lschten Anzeige.<br>\nDie aktuelle Lidl-Werbung folgt einem Muster, das andere Firmen mit Imageproblemen vorgemacht haben: Sie lullt den Betrachter mit sanften T&ouml;nen und sch&ouml;nen Bildern ein, die so wenig zum Werbenden passen, dass es l&auml;cherlich und raffiniert zugleich wirkt. &bdquo;Woran erkennt man eigentlich gute Qualit&auml;t?&ldquo;, fragt Lidl in TV-Spots und Anzeigen, um selber zu antworten: &bdquo;Gute Qualit&auml;t erkennt man an guter Qualit&auml;t.&ldquo; Ist das bescheuert oder ist das bescheuert?<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace-magazin.de\/nachrichtenarchiv\/woran-erkennt-man-eigentlich-miese-qualitaet\">greenpeace magazin<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/06\/19\/woran-erkennt-man-eigentlich-miese-qualitaet-greenpeace-kapert-lidl-kampagnen\/\">Meedia<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Planwirtschaft im Supermarkt<\/strong><br>\nDas Bundeskartellamt hat gegen Handelskonzerne wie Edeka, Rewe und Aldi sowie gegen Hersteller bekannter Produkte wie Haribo oder Ritter-Schokolade eine hohe Bu&szlig;e verh&auml;ngt. Sowohl Hersteller als auch die Ketten sollen sich abgesprochen haben, beide profitierten von den &uuml;berh&ouml;hten Preisen der Produkte, die die Kunden zahlten. Das Verfahren wirft auch ein Licht auf die Macht der Superm&auml;rkte: Die betroffenen Ketten dominieren den deutschen Markt. Wie hoch die Strafe f&uuml;r jedes einzelne Unternehmen ausf&auml;llt, sagten die Wettbewerbsh&uuml;ter nicht, es ist aber auch h&ouml;chst unterschiedlich. Auf Edeka und Rewe entfielen dem Vernehmen nach Bu&szlig;gelder in jeweils zweistelliger Millionenh&ouml;he, allein ihrer Gr&ouml;&szlig;e wegen. Die Verfahren wurden der Beh&ouml;rde zufolge mit den Unternehmen einvernehmlich beendet und sind damit gr&ouml;&szlig;tenteils rechtskr&auml;ftig. Melitta blieb straffrei, da der Hersteller dem Kartellamt umfassend bei der Aufkl&auml;rung half. Es gibt aber auch noch offene Verfahren, bei S&uuml;&szlig;waren, Kaffee und Bier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/preisabsprachen-planwirtschaft-im-supermarkt-1.2527038\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>So klein und so gerecht<\/strong><br>\nSchon im Alter von drei Jahren verf&uuml;gen Kinder &uuml;ber einen ausgepr&auml;gten Sinn f&uuml;r Gerechtigkeit. Forscher raten Eltern, dieses Empfinden weiter zu f&ouml;rdern &ndash; mit bestimmten Methoden in der Erziehung.<br>\nSchon Kleinkinder haben einen ausgepr&auml;gten Gerechtigkeitssinn: Wenn anderen S&uuml;&szlig;igkeiten oder Spielsachen weggenommen werden, setzen sich schon Dreij&auml;hrige f&uuml;r die Gesch&auml;digten &auml;hnlich ein, wie wenn sie selbst Opfer sind. Das berichten Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts f&uuml;r evolution&auml;re Anthropologie und der Universit&auml;t Manchester im Fachmagazin &bdquo;Current Biology&ldquo;.<br>\nIn zwei Studien konfrontierten die Psychologen Drei- und F&uuml;nfj&auml;hrige mit Hilfe von Handpuppen mit verschiedenen Situationen. Dabei nahm eine Puppe entweder ihnen oder aber einer anderen Puppe Stifte, Gummib&auml;rchen oder Spielzeug weg. Dabei pr&uuml;ften sie die Reaktion der Kleinen. Von verschiedenen Optionen w&auml;hlten die Dreij&auml;hrigen am ehesten jene, dem urspr&uuml;nglichen Besitzer den Gegenstand zur&uuml;ckzugeben &bdquo;Ist das nicht m&ouml;glich, dann versuchen sie zumindest den Dritten daran zu hindern, den weggenommenen Gegenstand zu nutzen&ldquo;, sagt Ko-Autorin Katrin Riedl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/menschen\/schon-kleinkinder-verfuegen-ueber-gerechtigkeitssinn-13654665.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Beleg wie v&ouml;llig pervers die nackten Egoismus predigende neoliberale Ideologie ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Jeder f&uuml;nfte D&auml;ne w&auml;hlt ganz rechts<\/strong><br>\nAusl&auml;nderfeindliche DF wird st&auml;rkste Kraft im Mitte-rechts-Lager \/ Mitte-links-B&uuml;ndnis bei Parlamentswahl in D&auml;nemark abgew&auml;hlt \/ Sozialdemokratin Thorning-Schmidt k&uuml;ndigt R&uuml;cktritt als Regierungs- und Parteichefin an.<br>\nD&auml;nemarks Mitte-links-B&uuml;ndnis von Ministerpr&auml;sidentin Helle Thorning-Schmidt ist bei der Parlamentswahl abgew&auml;hlt worden. Wie in der Nacht zum Freitag mitgeteilt wurde, errang der Mitte-rechts-Block des liberal-konservativen Oppositionsf&uuml;hrers Lars L&ouml;kke Rasmussen laut offiziellem Endergebnis 90 der insgesamt 179 Parlamentssitze. St&auml;rkste Kraft im rechten Lager wurde mit einem Rekordergebnis allerdings die ausl&auml;nderfeindliche D&auml;nische Volkspartei (DF).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975066.jeder-fuenfte-daene-waehlt-ganz-rechts.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Generalstreik, damit die Chefetagen aufwachen<\/strong><br>\nEs f&uuml;hlt sich ein bisschen so an, als seien viele Jahre ins Land gegangen ohne Streik. Klar, es gab immer wieder mal Streiks zwischendurch. Aber so geballt wie augenblicklich kamen sie uns nicht ins Bewusstsein. [&hellip;]<br>\nSchlecht an der ganzen Geschichte ist aber, dass sich die Arbeitgeber wenig beeindruckt f&uuml;hlen. Sie diktieren in Zeitungen, die ihrer Leitlinie folgen, dass der neue Streikwahnsinn nur Wachstum und Wohlstand gef&auml;hrde und daher h&ouml;chst unvern&uuml;nftig sei. In den Kommentarspalten halten sie sich Knechte, die ihren Kurs gegen die Arbeitnehmer in h&uuml;bsche Worte kleiden und die Meinung in diesem Lande stark beeinflussen. Die neu zum Leben erwachte Streiklaune jedoch k&uuml;mmert sie wenig. Sie knicken nicht ein, machen auf stur und sitzen aus. Kein Wunder, die Herrschaften sind ordentlich verw&ouml;hnt. Jahrelang haben sie alles bekommen, was sie wollten: Lohnzur&uuml;ckhaltung, devote Belegschaften und gewerkschaftliche Gegenspieler, die sich im Sinne von &ouml;konomischer Vernunft zur&uuml;ckhielten. Dass es jetzt eine kleine Renaissance dieser antiquierten Einrichtung namens Streik gibt, ist f&uuml;r sie schier unverst&auml;ndlich und sie bel&auml;cheln den Kurs lieber, als dass sie die Wut vieler Arbeitnehmer in dieser Republik endlich ernst nehmen w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nDie Streiks der Stunde sind wesentlich mehr als Streiks. Sie spiegeln das Klima wider, in dem wir uns befinden. Und die Arroganz der Arbeitgeber lehrt uns, dass es mit individuellen Streiks nicht getan sein kann gegen diese Arroganz der M&auml;chtigen. Ein Generalstreik ist das Gebot gegen die anti-gewerkschaftliche Konstitution, mit der die M&auml;chtigen dieses Land regieren. Aufh&ouml;ren mit allem, f&uuml;r eine Zeit lang die Pflichten als B&uuml;rger der Deutschland AG aufgeben und sich nur Rechte herausnehmen, um denen in den Chefetagen und ihren Lohnschreibern deutlich zu machen, dass es so nicht weitergehen kann: Das t&auml;te uns jetzt gut. Um denen nachhaltig klar zu machen: Ihr hattet euren Spa&szlig;, euren Reibach, euren Wohlstand auf unsere Kosten &ndash; aber jetzt ist es aus, jetzt steht wieder Teilhabe auf der Agenda, h&ouml;here L&ouml;hne, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eben alles, wof&uuml;r Arbeitsk&auml;mpfe so stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/974953.generalstreik-damit-die-chefetagen-aufwachen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p>dazu: <strong>Post-Streik: Arbeitskampf wird ausgeweitet<\/strong><br>\nNach eineinhalb Wochen Streik bei der Post ist ein baldiges Ende des Ausstands nicht absehbar. Beide Seiten reden nach Angaben der Dienstleister-Gewerkschaft Verdi im Moment nicht miteinander. Es herrsche &bdquo;totale Funkstille&ldquo;, sagte Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Mittwoch. Der Streik werde deshalb weiter Schritt f&uuml;r Schritt ausgeweitet. Nach Angaben der Gewerkschaft waren am Mittwochvormittag mehr als zwanzigtausend Post-Mitarbeiter im Arbeitskampf. Darunter seien Besch&auml;ftigte in den Briefverteilzentren, Brief- und Paketzusteller sowie seit neuestem auch Mitarbeiter in den Paketzentren. &bdquo;Das k&ouml;nnen noch einige Tausend mehr werden&ldquo;, sagte Jurczyk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201506173569\/wirtschaft\/wirtschaft-inland\/post-streik-arbeitskampf-wird-ausgeweitet.html\">Hintergrund<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Landraub wird in Europa zum Problem<\/strong><br>\nMit kleinen H&auml;ppchen gibt sich der Investor aus dem Libanon nicht ab. In Rum&auml;nien dreht die Maria Group, ein international operierender Konzern, das ganz gro&szlig;e Rad. Gut 650 Quadratkilometer Land bewirtschaftet das Unternehmen laut einer neuen Studie in dem noch jungen EU-Land &ndash; eine Fl&auml;che, die in der Gr&ouml;&szlig;e nur knapp unter der von Hamburg liegt. Selbst f&uuml;r amerikanische Verh&auml;ltnisse ist das riesig. Au&szlig;er dem Land und einem Schlachthaus besitzt die Firma einen Hafen, den das Unternehmen f&uuml;r den Export braucht. Fleisch und Getreide, das in Rum&auml;nien erzeugt wird, l&auml;sst der Konzern von hier aus vor allem in arabischen L&auml;nder und nach Ostafrika verschiffen.<br>\nIn der Finanzwelt wird diese Art von Landgesch&auml;ften gern als lukrative Investition beworben, mit Renditen von bis zu zehn Prozent und mehr. Kritiker solcher Deals sprechen dagegen von Land Grabbing, also von Landraub. Dass dieses Ph&auml;nomen nicht nur weit entfernte Regionen in Afrika, Asien oder S&uuml;damerika betrifft, sondern inzwischen auch Europa, macht eine Studie deutlich, die am Mittwoch im EU-Parlament diskutiert wurde. Betroffen sind demnach vor allem j&uuml;ngere EU-Mitgliedsstaaten im Osten wie Rum&auml;nien, Bulgarien, Litauen, Ungarn oder Estland.<br>\nDie Studie zeigt, dass der Umfang der Landverk&auml;ufe vor allem seit der Finanzkrise im Jahr 2008 stark zugenommen hat. Als extremes Beispiel wird Rum&auml;nien genannt, wo inzwischen nach Sch&auml;tzungen knapp 40 Prozent des Ackerlandes von ausl&auml;ndischen Investoren bewirtschaftet wird. In Bulgarien soll die Situation &auml;hnlich sein.<br>\nAuf der Liste der Landk&auml;ufer finden sich immer h&auml;ufiger bekannte Namen aus der Finanzwelt. Dazu geh&ouml;ren laut Studie etwa Ableger der Schweizer Bank Credit Suisse, der deutschen Allianz Versicherung oder der QVT Fund LP, ein Investmentfonds mit Sitz auf den Kaimaninseln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/land-grabbing-sturm-auf-die-felder-1.2525060\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die NRW-CDU und die Notenaff&auml;re &ndash; Mit Laschet ins Wolkenkuckucksheim<\/strong><br>\nDer Chef der NRW-CDU, Armin Laschet, startete am Wochenende auf einem Parteitag in Essen den langen Marsch an die Macht in NRW. Ein Grundsatzprogramm, das die NRW-CDU mit gro&szlig;em Aufwand entwickelte, soll als Signal des Aufbruchs dienen und die Basis f&uuml;r den Sieg bei der NRW-Wahl 2017 bilden. Der Aufbruch stand unter keinem guten Stern. Ausgerechnet Laschet machte sich und der Partei einen Strich durch die Rechnung&hellip;<br>\nDas in Essen beschlossene Programm offenbart zwei Schw&auml;chen. Es bleibt an etlichen Stellen hinter Laschets Positionen zur&uuml;ck. Die NRW-CDU verk&uuml;rzt zwar ihren R&uuml;ckstand zum Stand der gesellschaftlichen Diskussion, schafft es aber nicht bis auf die H&ouml;he der Zeit&hellip;<br>\nLaschet gelang es auch nicht, das Programm zum dominierenden Thema des Wochenendes zu machen. Mit seiner Notenaff&auml;re und dem katastrophalen Krisenmanagement verstellt er seit Wochen den Blick auf das Programm. Sein tollpatschiger Versuch, Auskunft zu verweigern, spitzte die Aff&auml;re vor dem Parteitag sogar noch zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2015\/06\/17\/mit-laschet-ins-wolkenkuckucksheim\/\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>TV-Tipp: &ldquo;Tatort&rdquo;-Meisterwerk &uuml;ber Stuttgart 21: Diese Stadt ist ein Drecksloch<\/strong><br>\nStra&szlig;en voll Blech, Steuermilliarden verschleudert, B&uuml;rger in Wut: Der neue Schwaben-&ldquo;Tatort&rdquo; ist eine furiose Abrechnung mit den Machenschaften rund ums Bauprojekt Stuttgart 21. [&hellip;] Nach dem Mord an einem Staatssekret&auml;r, der in einen Bauskandal rund um die Planungen zu Stuttgart 21 verwickelt war, treffen Lannert und Bootz auf eine Reihe von Politikern, die alle das beste f&uuml;r ihre Stadt und ihr Bundesland wollen, aber eine Politik betreiben, die nicht ganz ihren Versprechungen gehorcht. Da ist ein abgew&auml;hlter Landesvater, der in seinem Anwesen frustriert &uuml;ber den Politikbetrieb herzieht; da sind neue Politiker an der Regierung, die jetzt ein Verkehrsprojekt umsetzen, das sie vor ihrem Machtantritt bek&auml;mpft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/tatort-aus-stuttgart-der-inder-mit-thomas-thieme-a-1039302.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Story h&ouml;rt sich zumindest recht interessant an und wirft die richtige Frage auf, wer sich wohl an diesem aberwitzigen Projekt bereichert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das f&ouml;derale Abitur-Chaos<\/strong><br>\nBei der Bierherstellung ist in Deutschland alles genau geregelt, sie muss immer nach dem gleichen Reinheitsgebot erfolgen. Gut so! Beim Abitur ist das anders. Geht ja auch nur um Bildung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=q2KWCVtrG_8&amp;feature=youtu.be\">Extra3 via YouTube<\/a>\n<p>dazu: <strong>Wie Abiturpr&uuml;flinge ungleich behandelt werden<\/strong><br>\nMacht ein gemeinsamer Aufgabenpool das Abitur gerechter? Von wegen. Geheime Studien der Kultusministerien zeigen: Auf die Notengewichtung kommt es an. Und da gibt es eklatante Unterschiede unter den L&auml;ndern. [&hellip;]<br>\nUnd tats&auml;chlich offenbaren die l&auml;nderspezifischen Regelungen zur Oberstufe, die der Frankfurter Allgemeine Zeitung vorliegen, eine eklatante Ungleichbehandlung von Abiturpr&uuml;flingen in den verschiedenen Bundesl&auml;ndern. Hat ein Sch&uuml;ler in Nordrhein-Westfalen 32 Mal die Note Eins, ansonsten aber nur F&uuml;nfen, kann er mit einem Schnitt von 1,0 abschneiden und Humanmedizin studieren. In Bayern brauchte er daf&uuml;r schon 40 Mal die Note Eins.<br>\nWer sich die Anteile der Bestnoten bei Abituren im L&auml;ndervergleich anschaut, muss sich wundern. Wie kann es denn sein, dass der Anteil der Abiture mit Durchschnitten zwischen 1,0 und 1,9 in Th&uuml;ringen bei 37,8 Prozent liegt und in Niedersachsen bei nur 15,6 Prozent? Sind die Sch&uuml;ler dort etwa d&uuml;mmer? Das d&uuml;rfte kaum der Fall sein.<br>\nDie Unterschiede bei den Einserabituren sind nur der sichtbarste Teil eines Problems, das einen f&ouml;deralen Wildwuchs in der gymnasialen Oberstufe offenbart. Die Durchschnitte der Abiturnoten sind n&auml;mlich das Ergebnis unterschiedlicher Belegungs- und Berechnungsmodelle von Leistungs- und Grundkursen in der Oberstufe, die von Land zu Land variieren.<br>\nWenn die Kultusminister angesichts dieses Zustands den sogenannten Aufgabenpool f&uuml;r die Abiturpr&uuml;fung wie eine Monstranz f&uuml;r mehr Vergleichbarkeit vor sich hertragen, f&uuml;hren sie die &Ouml;ffentlichkeit in die Irre. Bildungsforscher und Kultusminister wissen, warum sie einen echten Vergleich der Abiture, der einzubringenden Leistungen in der Oberstufe scheuen. Dann n&auml;mlich w&auml;re nicht mehr zu &uuml;bersehen, dass von Vergleichbarkeit keine Rede sein kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/abitur-noten-ungerechtigkeit-in-der-schule-13655096.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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