{"id":26474,"date":"2015-06-22T09:38:17","date_gmt":"2015-06-22T07:38:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474"},"modified":"2015-06-22T09:38:17","modified_gmt":"2015-06-22T07:38:17","slug":"hinweise-des-tages-2398","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h02\">Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h03\">Tausende demonstrieren gegen Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h04\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h05\">Rendite frisst gute Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h06\">Besch&auml;ftigungsanstieg trotz stagnierendem Arbeitsvolumen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h07\">Manuela Schwesig: &ldquo;Als Frau kann man es niemandem recht machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h08\">&Uuml;ber Reiche wissen wir nichts, &uuml;ber Arbeitslose fast alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h09\">Weiter Hick-Hack um G&ouml;nner-Mails<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h10\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h11\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h12\">Konsequenz aus Pariser Terroranschlag: Spezialeinheiten der deutschen Polizei r&uuml;sten auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h13\">Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseins&auml;tzen in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h14\">Bundestag unterliegt vor Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h15\">Menschenmesserideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h16\">Die Gegenwart des sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h17\">Sunday-Times-Korrespondent im CNN-Interview: &bdquo;Wir ver&ouml;ffentlichen einfach die aktuelle Meinung der britischen Regierung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474#h18\">Zu guter Letzt: Das Leben ist unvorhersehbar, komisch und absurd&hellip;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26474&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Schlafwandler<\/strong><br>\nAm 25. Januar 2015, also vor fast genau f&uuml;nf Monaten, machte die Bev&ouml;lkerung in Griechenland in einer freien Wahl von ihrem Recht Gebrauch, selbst zu bestimmen, wer die Geschicke des Landes in die Hand nehmen und in welche Richtung die neue Regierung gehen sollte. Seit diesem Tag aber versuchen unter F&uuml;hrung Deutschlands einige Regierungen in Europa, genau das zu verhindern. Heute beginnt, wie immer es ausgeht, der letzte Akt dieser europ&auml;ischen Trag&ouml;die&hellip;<br>\nIn diesem Geiste sagte die deutsche Bundeskanzlerin vergangenen Freitag im Deutschen Bundestag einen bemerkenswerten Satz: &ldquo;Seit Beginn der europ&auml;ischen Staatsschuldenkrise verfolgt Deutschland ein klares Ziel: Europa soll st&auml;rker aus der Krise hervorgehen, als es in sie hineingekommen ist. Auf diesem Weg sind wir weit vorangekommen&rdquo;.<br>\nEuropa ist weit vorangekommen? Europa befindet sich im sechsten Jahr von Rezession und Stagnation, es hat hunderte von Milliarden an m&ouml;glichem Wohlstandes eingeb&uuml;&szlig;t, weil es unf&auml;hig ist, sich aus der Krise zu l&ouml;sen. Europa hat ein Niveau der Arbeitslosigkeit, das h&ouml;her ist als jemals zuvor. In einigen L&auml;ndern ist das Niveau der Arbeitslosigkeit unertr&auml;glich hoch. Europa befindet sich hart am Rande einer Deflation und die Zentralbank k&auml;mpft mit den letzten m&ouml;glichen Mitteln um Stabilit&auml;t und gegen weitere Einbu&szlig;en. Europa muss auf eine Abwertung seiner W&auml;hrung hoffen, um &uuml;berhaupt positive Impulse f&uuml;r seine Wirtschaft erzielen zu k&ouml;nnen. Europa hat es auch im Ansatz nicht geschafft, die Ursachen seiner Misere zu analysieren und L&ouml;sungen, die f&uuml;r alle vertr&auml;glich sind, aufzuzeigen. Europa ist politisch dem Zerfall ganz nahe. Nicht nur in Griechenland und in Gro&szlig;britannien, sondern auch in vielen anderen L&auml;ndern fragen sich die B&uuml;rger, warum sie f&uuml;r ein Europa eintreten sollen, das politisch und wirtschaftlich tief zerstritten ist und von Deutschland aus der Krise &bdquo;gef&uuml;hrt&ldquo; werden muss. Europas Versagen ist heute die Formel, die fast monatlich in irgendeinem Land neue nationalistische Bewegungen entstehen l&auml;sst&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-schlafwandler\/\">flassbeck-econmics<\/a><\/li>\n<li><strong>Yanis Varoufakis: The choice is hers <\/strong><br>\nGreek Finance Minister Yanis Varoufakis appeals to German Chancellor Merkel: Trust us!&hellip;<br>\nLast Thursday, in the Eurogroup meeting, I presented a comprehensive proposal that would end the crisis and enable Greece to repay its debts. It comprised deep reforms, an automated deficit brake that guarantees no more primary deficits, and an idea for an intra-troika debt swap that involves not a single euro of new funding for our state. It would, we believe, break the vicious cycle that began in 2010.<br>\nAlas, the Eurogroup refused to discuss our proposal, the result being that it now all hinges on Monday&rsquo;s extraordinary EU Summit meeting. Our side will arrive in Brussels with the determination to compromise further as long as we are not asked to do what previous governments did: to accept new loan tranches under conditions that offer little hope that Greece can repay its debts.<br>\nAnd so it is that, on Monday, the German Chancellor will face a stark choice: Enter into an honourable agreement with a government that opposed the &lsquo;bailouts&rsquo; and which seeks a negotiated solution that ends the Greek crisis once and for all. Or to heed the sirens from within the Federal Government encouraging her to jettison the only Greek government that is principled and which can carry the Greek people along the path of genuine reform. The choice, I am very much afraid, is hers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/yanis-varoufakis-the-choice-is-hers-13658410.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur griechischen Schuldendebatte: L&ouml;sen &bdquo;Strukturreformen&ldquo; die wirtschaftlichen Probleme Europas?<\/strong><br>\nDie griechische Regierung verhandelt seit Monaten mit den Gl&auml;ubigervertreterInnen der Eurozone und des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) &uuml;ber die Bedingungen f&uuml;r weitere Finanzierungsunterst&uuml;tzung. W&auml;hrenddessen machen TechnokratInnen von EU-Institutionen, PolitikerInnen unterschiedlicher europ&auml;ischer L&auml;nder und konservative MedienvertreterInnen medial gegen Griechenland Stimmung. Die griechische Regierung m&uuml;sse endlich &bdquo;ihre Reformhausaufgaben erledigen&ldquo;, t&ouml;nt es unabl&auml;ssig. Ausgeblendet wird, dass Griechenland viele der auferlegten &bdquo;Strukturreformen&ldquo; umgesetzt hat &ndash; und dass gerade diese Ma&szlig;nahmen zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage gef&uuml;hrt haben, anstatt die wirtschaftliche Depression zu beenden.<br>\nWas ist mit &bdquo;Strukturreformen&ldquo; gemeint?<br>\nAmbitionierte und umfassende &bdquo;Strukturreformen&ldquo; w&uuml;rden den Krisenl&auml;ndern Europas eine R&uuml;ckkehr zu kr&auml;ftigem Wirtschaftswachstum und eine wirksame Bek&auml;mpfung der Arbeitslosigkeit erm&ouml;glichen. Denn niedriges Wachstum und anhaltend hohe Arbeitslosigkeit seien im Kern auf &bdquo;strukturelle Rigidit&auml;ten&ldquo; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Das ist die offizielle Diagnose- und Argumentationslinie, die in den letzten Monaten unaufhaltsam in den Medien verbreitet wird.<br>\nDie wirtschaftlichen Probleme Europas seien im Kern auf der Angebots-, nicht auf der Nachfrageseite zu verorten, und die L&ouml;sung laute: Reduziere die Mindestl&ouml;hne und die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung und mache es einfacher f&uuml;r die Unternehmen, ArbeitnehmerInnen anzustellen und zu entlassen &ndash; und schon wird sich das Arbeitslosigkeitsproblem von alleine l&ouml;sen. Aus dieser dominierenden Perspektive erscheint es als konsequent, Griechenland Ma&szlig;nahmen aufzun&ouml;tigen, die prim&auml;r auf eine weitere Deregulierung der Arbeits- und Produktm&auml;rkte, K&uuml;rzungen im Sozial- und Pensionsbereich sowie auf eine Zur&uuml;ckdr&auml;ngung der Gewerkschaften abzielen.<br>\nDass unter &bdquo;Strukturreformen&ldquo; im Sprachgebrauch der herrschenden wirtschaftspolitischen Empfehlungsindustrie einfach die Umstrukturierung des &ouml;ffentlichen Sektors unter der Ma&szlig;gabe eines effizienten Einsatzes von Steuergeldern zu verstehen sei, ist ein weit verbreitetes Missverst&auml;ndnis. Es geht weniger um die Modernisierung und Weiterentwicklung des Staates, sondern um die Umsetzung eines &bdquo;Reformmix&ldquo; &ndash; zusammengesetzt aus Ma&szlig;nahmen zur Deregulierung der Arbeits- und Produktm&auml;rkte und zur &bdquo;Verschlankung des Sozialstaates&ldquo;. &bdquo;Strukturreform&ldquo; ist ein scheinbar sachlicher, ideologiefreier Begriff. Tats&auml;chlich hat er aber nat&uuml;rlich eine eindeutige ideologische Schlagseite zugunsten der K&uuml;rzung von Sozialleistungen und ArbeitnehmerInnenrechten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/zur-griechischen-schuldendebatte-loesen-strukturreformen-die-wirtschaftlichen-probleme-europas\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/li>\n<li><strong>Pr&uuml;fausschuss erkl&auml;rt Griechenlands Schulden f&uuml;r illegal<\/strong><br>\nEin Ausschuss des griechischen Parlaments findet, dass Athen Schulden in H&ouml;he von 320 Milliarden Euro nicht zur&uuml;ckzahlen muss. Das Land sei Opfer eines IWF-Angriffsplans.<br>\nEin griechischer Parlamentsausschuss hat den Schuldenberg des Landes kurz vor Ablauf der entscheidenden Fristen f&uuml;r illegal erkl&auml;rt. Die Schulden von rund 320 Milliarden Euro sollten aus diesem Grund nicht bezahlt werden, hie&szlig; es in einem vorl&auml;ufigen Pr&uuml;fergebnis, das im Parlament in Athen vorgestellt wurde.<br>\nEinberufen wurde der Ausschuss von der griechischen Parlamentspr&auml;sidentin Zoe Konstantopoulou, die der linken Regierungspartei Syriza angeh&ouml;rt. Die EU und der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) h&auml;tten die Vorstellung verbreitet, dass es sich um Staatsschulden handele &ldquo;und nicht um private Schulden&rdquo;, sagte der Belgier Eric Toussaint, der dem Ausschuss als internationaler Experte angeh&ouml;rt. &ldquo;Das war ein ausgezeichnetes Mittel, um eine Sparpolitik in Griechenland einzuf&uuml;hren&rdquo;, sagte Toussaint.<br>\nDer Pr&uuml;fausschuss erkl&auml;rte in seinem Bericht Griechenlands ausl&auml;ndische Gl&auml;ubiger h&auml;tten &ldquo;das europ&auml;ische und internationale Recht mit F&uuml;&szlig;en getreten ebenso wie die Menschenrechte&rdquo;. Ihr Vorgehen sei sch&auml;ndlich gewesen, &ldquo;denn die Gl&auml;ubiger und die Europ&auml;ische Union haben ihre m&ouml;glichen Folgen gekannt&rdquo;, h&auml;tten allerdings &ldquo;die Augen vor den Verletzungen der Menschenrechte verschlossen&rdquo;. Die eindeutige Schlussfolgerung der Experten lautet: &ldquo;Griechenland muss diese Schulden nicht bezahlen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-06\/griechenland-schulden-iwf-ezb-parlamentsausschuss%20\">Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Truth Committee on Public Debt<\/strong><br>\nIn June 2015 Greece stands at a crossroads of choosing between furthering the failed macroeconomic adjustment programmemes imposed by the creditors or making a real change to break the chains of debt. Five years since the economic adjustment programmemes began, the country remains deeply cemented in an economic, social, democratic and ecological crisis. The black box of debt has remained closed, and until a few months ago no authority, Greek or international, had sought to bring to light the truth about how and why Greece was subjected to the Troika regime. The debt, in the name of which nothing has been spared, remains the rule through which neoliberal adjustment is imposed, and the deepest and longest recession experienced in Europe during peacetime.<br>\nThere is an immediate democratic need and social responsibility to address a range of legal, social and economic issues that demand proper consideration. In response, the President of the Hellenic Parliament established the Truth Committee on Public Debt (Debt Truth Committee) in April 2015, mandating the investigation into the creation and the increase of public debt, the way and reasons for which debt was contracted, and the impact that the conditionalities attached to the loans have had on the economy and the population. The Truth Committee has a mandate to raise awareness of issues pertaining to the Greek debt, both domestically and internationally, and to<br>\nformulate arguments and options concerning the cancellation of the debt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/uploads\/media\/GreekReport_JuneFinal.pdf\">attac [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Greece Has Made Tough Choices. Now It&rsquo;s the IMF&rsquo;s Turn.<\/strong><br>\nThe International Monetary Fund&rsquo;s chief economist, Olivier Blanchard, recently asked a simple and important question: &ldquo;How much of an adjustment has to be made by Greece, how much has to be made by its official creditors?&rdquo; But that raises two more questions: How much of an adjustment has Greece already made? And have its creditors given anything at all? [&hellip;]<br>\nGreece would agree to fair conditions for the ESM loan. It does not ask for one cent of additional official funding for the Greek state. It is promising to live within its means forever, and rely on internal savings and external investment for growth &mdash; far short of what any large country, controlling its own currency, would do when facing a comparable disaster.<br>\nBlanchard insists that now is the time for &ldquo;tough choices, and tough commitments to be made on both sides.&rdquo; Indeed it is. But the Greeks have already made tough choices. Now it is the IMF&rsquo;s turn, beginning with the decision to admit that the policies it has imposed for five long years created a disaster. For the other creditors, the toughest choice is to admit &mdash; as the IMF knows &mdash; that their Greek debts must be restructured. New loans for failed policies &mdash; the current joint creditor proposal &mdash; is, for them, no adjustment at all.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ineteconomics.org\/ideas-papers\/blog\/greece-has-made-tough-choices-now-its-the-imfs-turn\">James K. Galbraith auf INET<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Vorratsdatenspeicherung<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>SPD-Parteikonvent stimmt f&uuml;r Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nEs gab leider keine &Uuml;berraschung: Die Parteifunktion&auml;re der SPD haben auf dem kleinen Parteitag f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung gestimmt. Es soll 124 Stimmen daf&uuml;r und 88 Ablehnungen bei 7 Enthaltungen gegeben haben. Das spiegelt in etwa die Mehrheitsverh&auml;ltnisse vom Parteitag 2011 wieder, wo damals mit 60:40% f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung gestimmt wurde.<br>\nUnd das obwohl eine Mehrheit der SPD-Landesverb&auml;nde aktuelle Beschl&uuml;sse gegen die Vorratsdatenspeicherung haben und es kaum rationale Argumente f&uuml;r die anlasslose Vollprotokollierung unseres Kommunikationsverhaltens gibt. Im Vorfeld hatte Parteichef Sigmar Gabriel die Machtfrage gestellt und die Zustimmung zur Vorratsdatenspeicherung mit seiner SPD-F&uuml;hrung verkn&uuml;pft.<br>\nSchade SPD, das w&auml;re die Chance gewesen, sich in der Gro&szlig;en Koalition mit Netzpolitik-Kompetenz zu profilieren. Die Chance wurde ganz gro&szlig; versenkt und damit auch viel Reputation von und Vertrauen in Heiko Maas, das er sich in der ersten Zeit als Justizminister aufgebaut hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/spd-parteikonvent-stimmt-fuer-vorratsdatenspeicherung\/%20\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Und hier ist der Beschluss des SPD-Parteikonvents: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/presse\/Pressemitteilungen\/129452\/20150620_konvent_vds.html\">Einf&uuml;hrung einer Speicherpflicht und H&ouml;chstspeicherfrist f&uuml;r Verkehrsdaten im Einklang mit Datenschutz und Grundrechten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Linkenpolitiker: Gabriel spaltet die SPD<\/strong><br>\nKorte: Mit Ja zu Vorratsdatenspeicherung wird sozialdemokratisches Erbe weit unter Wert verkauft \/ Jusos: Akzeptieren Votum des Parteikonvents, bleiben aber Gegner<br>\nDer Linkenpolitiker Jan Korte sieht nach dem Ja des SPD-Konvents zur umstrittenen Vorratsdatenspeicherung den sozialdemokratischen Parteichef auf dem Weg zur &raquo;Vizekanzlerkandidatur 2017&laquo;. Die SPD-F&uuml;hrung sei dabei, &raquo;die Partei endg&uuml;ltig zu entkernen. Wie Sigmar Gabriel 2017 &uuml;berhaupt noch als Widerpart zu Union und Kanzlerin wahrgenommen werden soll, wei&szlig; er wohl selbst nicht mehr&laquo;, so Korte. Ob die knappe Mehrheit, die Gabriel auf dem Konvent f&uuml;r &raquo;sein Anliegen bekommen hat, als Erlaubnis ausreicht, das sozialdemokratische Erbe weit unter Wert zu verkaufen, muss die SPD-Basis mit ihrer F&uuml;hrung ausmachen&laquo;.<br>\nDer Linken-Abgeordnete und Fraktionsvize kritisierte, dass die SPD die Abstimmung &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung &raquo;im Vorfeld &ouml;ffentlich mit der Regierungsf&auml;higkeit und dem Schicksal der Parteif&uuml;hrung in Verbindung gebracht&laquo; habe. Dennoch habe es f&uuml;r Gabriel &raquo;nicht einmal zu einer &uuml;berzeugenden Mehrheit gereicht. Die Verantwortung f&uuml;r diese tiefe Spaltung der SPD tr&auml;gt deren F&uuml;hrung&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975207.linkenpolitiker-gabriel-spaltet-die-spd.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Basta-Gefahr<\/strong><br>\nDas ergibt nur 56 Prozent Zustimmung, nicht 60. Und das ist dann kein sonderlich berauschendes Ergebnis. Vor allem, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die SPD-Spitze diese Woche die denkbar gr&ouml;&szlig;te Drohung an die Delegierten formuliert hatte: Sie h&auml;tten hier nicht nur die Verantwortung f&uuml;r eine &ldquo;ausgewogene Balance zwischen Freiheit und polizeilicher Sicherheit&rdquo; &ndash; so das Argument der Parteif&uuml;hrung &ndash; , sondern auch die f&uuml;r die Zukunft des Parteivorsitzenden und die eigene Regierungsf&auml;higkeit&hellip;<br>\nIm Parteikonvent sa&szlig;en nur 227 Vertreter der SPD. Niemand kann seri&ouml;s sagen, wie viele Vorratsdatenspeicherungsgegner und &ndash;Bef&uuml;rworter es in der Partei wirklich gibt&hellip;<br>\nSPD-Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft beklagte in dem &uuml;berhitzten Parteikonvent &ndash; Journalisten waren nicht zugelassen &ndash;  noch einmal, dass Gabriel die Neuregelung vorangetrieben habe, obwohl es dazu doch gar keinen Anlass gab. Der Europ&auml;ische Gerichtshof hatte eine EU-Richtlinie dazu verworfen, nur sie h&auml;tte Deutschland zum Handeln verpflichtet. Dennoch forderte der Parteichef seinen Justizminister, einen bis dato erkl&auml;rten Gegner der Vorratsdatenspeicherung, im M&auml;rz per Radiointerview zur Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes aus. Und er unterstrich die Bedeutung des Datensammelinstruments zudem noch mit nachweislich falschen Argumenten. Ganz schlechter Stil, war danach auch von denen zu h&ouml;ren, denen die Vorratsdatenspeicherung nicht ganz so wichtig ist.<br>\nIn den vergangenen Monaten hat der Vorsitzende h&auml;ufiger eine solche Basta-Mentalit&auml;t an den Tag gelegt. Seiner Generalsekret&auml;rin (und dem Rest der Partei) befahl er einen Dialog mit den Rechtspopulisten von Pegida, er k&uuml;ndigte zum Entsetzen einiger Genossen den Griechen via Bild-Zeitung die europ&auml;ische Solidarit&auml;t und er wies darauf hin, dass das umstrittene Freihandelsabkommen TTIP wohl auch von der SPD nicht aufzuhalten sei. Gabriel sagt, er will der Mitte der Bev&ouml;lkerung imponieren, der arbeitenden Mittelschicht Sicherheiten verschaffen. Doch seiner Partei erkl&auml;rt er sich immer weniger&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-06\/spd-vorratsdatenspeicherung-parteikonvent-kommentar\">Lisa Caspari auf Zeit Online<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Feigheit geht vor Freiheit<\/strong><br>\nJustizminister Heiko Maas war einmal ein entschiedener Gegner der Vorratsdatenspeicherung. Jetzt hat er seine SPD dazu gebracht, f&uuml;r das Gesetz zu stimmen. Seine Argumentation ist entlarvend.<br>\nBei Twitter sind von Maas zum Beispiel folgende Daten gespeichert, in einem Tweet vom Dezember 2014, Thema Vorratsdatenspeicherung: &ldquo;#VDS lehne ich entschieden ab &ndash; verst&ouml;&szlig;t gg Recht auf Privatheit u Datenschutz.&rdquo; Eine klare Aussage.<br>\nBeim SPD-Parteikonvent hat sich Maas jetzt, genau wie ihm das von seinem Parteichef aufgetragen worden war, wieder entschieden ge&auml;u&szlig;ert. Diesmal aber f&uuml;r die VDS.<br>\n&ldquo;Die Entscheidung &uuml;ber dieses Gesetz ist keine Grundsatzentscheidung &uuml;ber die digitale Freiheit in Deutschland&rdquo;, sagte er &ndash; und erg&auml;nzte, dass er fr&uuml;her zwar ein bisschen anders &uuml;ber das Thema gedacht habe, sich aber damals schon gefragt habe, ob er seine skeptische Position h&auml;tte halten k&ouml;nnen, wenn es einen Terroranschlag in Deutschland gegeben h&auml;tte. (&hellip;)<br>\nDiese Bemerkung spiegelt die argumentative Kl&auml;glichkeit und die Feigheit vieler wider, die seit Jahren f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung k&auml;mpfen. Denn was bedeutet dieser Gedankengang im Umkehrschluss? Wenn jetzt ein Terroranschlag passiert in Deutschland, trotz VDS &ndash; was dann? Kann man dann als Justizminister sagen: &ldquo;Wir haben doch getan, was wir konnten?&rdquo; N&auml;mlich das Kommunikationsverhalten aller Deutschen und die Bewegungen aller Handynutzer permanent aufzeichnen lassen, vorsichtshalber?<br>\nFakt ist, dass mithilfe von auf Vorrat gespeicherten Daten noch kein Terroranschlag verhindert werden konnte. Nicht in Frankreich, wo eine Vorratsdatenspeicherung l&auml;ngst installiert ist, und nicht in den USA, wo die NSA Telekommunikationsdaten sogar noch viel l&auml;nger speichert, als es der hiesige Gesetzentwurf nun vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/kommentar-zur-vorratsdatenspeicherung-beim-spd-konvent-a-1039891.html%20%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.H.:<\/strong> Im Januar war die Marschrichtung von SPON noch eine ganz andere. Unter dem Eindruck des Pariser Attentats durfte der Demagoge Fleischhauer die sofortige Einf&uuml;hrung der VDS fordern, ganz entgegen dem Geist der Opfer von Charlie Hebdo. Aber so kommt&rsquo;s halt jetzt, mit Hilfe der SPD.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Rebellion &agrave; la SPD<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze bot alles auf, um die Basisrevolte tot zu treten, die sich in &uuml;ber 100 &Auml;nderungsantr&auml;gen kritischer Bezirksverb&auml;nde ank&uuml;ndigte. Die Spitzengenossen argumentierten, schmeichelten und drohten.<br>\nDas Pr&auml;sidium erg&auml;nzte den Initiativantrag zur Vorratsdatenspeicherung mit dem Wunsch nach einer strengen Kontrolle von Unternehmen auf EU-Ebene. Eine Beruhigungspille, mehr nicht, schlie&szlig;lich wird ein St&uuml;ck Papier aus dem SPD-Vorstand internationale Konzerne wie Facebook nicht wirklich beeindrucken. Auch intern wurde Druck gemacht. Prominente SPDler nordeten Kritiker in Einzelgespr&auml;chen ein. Chefs von Landesverb&auml;nden, die als unsicher galten, wurden in internen Runden nach dem Stimmverhalten gefragt: &bdquo;Kannst du f&uuml;r deine Delegierten garantieren?&ldquo;<br>\nUnd dann w&auml;re da ja noch Heiko Maas, die tragische Figur im SPD-Drama um die Vorratsdatenspeicherung. Er war der Wegbereiter f&uuml;r den Sieg Gabriels. Vor wenigen Monaten noch zog er als erkl&auml;rter Gegner des Projekts durch die Lande, bis ihn sein Parteichef &ouml;ffentlich zurechtwies und damit d&uuml;pierte. Maas handelte einen Kompromiss mit der Union aus. Von der Dem&uuml;tigung und den inneren Zweifeln l&auml;sst er sich nichts anmerken, als er ans Mikrophon tritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5205394\/%20\">Ulrich Schulte in der taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vorratsdatenspeicherung, Griechenland, Fl&uuml;chtlingspolitik, Maut, Betreuungsgeld, Privatisierung, NSA &ndash; BND, Drohnen, Russland, Ukraine, Streikrecht, TTIP usw. usf.<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150622_Foto.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Gibt es &uuml;berhaupt noch ein Thema, bei dem sich die SPD von der CDU unterscheidet und wo Gabriel nicht Merkel hinterherl&auml;uft. Da kann man gleich das Original w&auml;hlen, statt eine billige Kopie. Gabriel macht die SPD nicht nur  zur Splitterpartei, sondern schon jetzt zum billigen Jakob eine Gro&szlig;en Koalition 2017.<\/em><br>\n<em>Kein Wunder verliert die SPD auch immer mehr Mitglieder und liegt mit 451.543 Mitgliedern hinter der CDU.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gabriel nutzt Edathy-Untersuchungsauschuss zur Werbung f&uuml;r Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Oppermann immer st&auml;rker unter Druck<br>\nGestern war der Hashtag #EdathyUA zeitweise an dritter Stelle der deutschen Trends bei Twitter (nach #Raabschied und #Maut). Das lag daran, dass vor dem Untersuchungsausschuss, der kl&auml;ren soll, auf welchem Wege der Kindernacktbildk&auml;ufer vor den Durchsuchungen bei ihm von den Ermittlungen gegen ihn informiert wurde, gleich vier bekannte Politiker aussagten: Hans-Peter Friedrich, Sigmar Gabriel, Frank-Walter Steinmeier und Thomas Oppermann. (&hellip;)<br>\nMehr Licht in die Tr&uuml;bnis h&auml;tte Gabriels Aussage nach eine Vorratsdatenspeicherung gebracht, zu der die SPD-Basis am Samstag auf einem Konvent in Berlin ihre Zustimmung geben soll. Tut sie das nicht, soll der gelernte Lehrer Medienger&uuml;chten zufolge mit R&uuml;cktritt gedroht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45226\/1.html%20\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Herr Gabriel scheint eine bl&uuml;hende Fantasie zu besitzen, was den Anwendungsbereich und den Nutzen einer Vorratsdatenspeicherung angeht.<\/em><br>\n<em>Wenn er sich allerdings f&uuml;r die Transparenz auch der telefonischen Verbindungen der Volksvertreterschaft einsetzen m&ouml;chte, w&auml;re das zu begr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Tausende demonstrieren gegen Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Weltfl&uuml;chtlingstags sind am Samstag in Berlin-Kreuzberg mehrere tausend Menschen zusammen gekommen, um gegen die Fl&uuml;chtlingspolitik zu demonstrieren. Die Teilnehmer hielten dabei Schilder hoch mit Aufschriften wie &ldquo;Humboldt-Forum zur Erstaufnahmeeinrichtung&rdquo;. Auch von der Kirche gab es kritische Worte.<br>\nZum Weltfl&uuml;chtlingstag haben in Berlin mehrere tausend Menschen f&uuml;r Solidarit&auml;t mit Fl&uuml;chtlingen und gegen die europ&auml;ische Griechenlandpolitik demonstriert. Im Bezirk Kreuzberg versammelten sie sich am Samstagnachmittag zu einer Kundgebung. Reden hielten der Publizist Jakob Augstein und Griechenlands stellvertretende Ministerin f&uuml;r gesellschaftliche Solidarit&auml;t, Theano Fotiou.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/politik\/thema\/fluechtlinge\/berlin\/weltfluechtlingstag-in-berlin.html\">rbb<\/a>\n<p><strong>Siehe auch: Europa. Anders. Machen.<\/strong><br>\n10.000 demonstrieren in Berlin f&uuml;r ein anderes Europa \/ Nein zu Abschottung vor Fl&uuml;chtlingen und zu K&uuml;rzungsprogrammen f&uuml;r Griechenland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/europa-anders-machen.net\/\">Europa anders machen<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Jakob Augstein &ndash; &ldquo;Europa anders machen&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r interessierte Freitags-Leser\/innen hier seine Rede anl&auml;sslich des &ldquo;Weltfl&uuml;chtingstags&rdquo; in Berlin-Kreuzberg gestern gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hikikomori\/jakob-augstein\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Freihandelsabkommen: Gabriel zweifelt an TTIP<\/strong><br>\nSchiedsgerichte oder Chlorh&uuml;hnchen: An TTIP gibt es viel Kritik. Nun zweifelt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel selbst am Zustandekommen des geplanten Freihandelsabkommens zwischen der EU und den USA.<br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel zweifelt am umstrittenen Freihandelsabkommens TTIP zwischen der Europ&auml;ischen Union und den USA: &ldquo;Es kann sein, dass das am Ende scheitert&rdquo;, sagte Gabriel nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. &ldquo;Ich bin weit davon entfernt, sicher zu sein, dass es am Ende zu einem Abkommen kommt.&rdquo;<br>\nEs gebe viele Gr&uuml;nde, weshalb es am Ende nicht klappen k&ouml;nnte. Dennoch solle weiter versucht werden, die Vereinbarung zwischen den beiden gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsr&auml;umen der Erde zu schlie&szlig;en. Nur so k&ouml;nnten eigene Standards gesetzt werden. Andernfalls m&uuml;sse man sich anderen anpassen, sagte Gabriel. (&hellip;)<br>\nSeit mehr als einem Jahr verhandeln die EU und die USA &uuml;ber das Abkommen. Die Bef&uuml;rworter erwarten davon zus&auml;tzlich Impulse f&uuml;r Wachstum und Besch&auml;ftigung beiderseits des Atlantiks. Die Gegner f&uuml;rchten unter anderem die Absenkung von sozialen und &ouml;kologischen Schutzrechten &ndash; unter anderem bei Lebensmitteln.<br>\nIn Deutschland hatte sich zuletzt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) der ohnehin schon gro&szlig;en Zahl von Gegnern des Vorhabens angeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/ttip-sigmar-gabriel-zweifelt-an-freihandelsabkommen-a-1039810.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Ach nee, es darf gelacht werden. Gabriel zweifelt am TTIP. Vor ein paar Wochen klang das noch anders. Mal sehen welche Meinung Gabriel nach den folgenden vier Wochen dazu hat? <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein weiterer Beleg f&uuml;r die Flexibilit&auml;t des derzeitigen SPD-Bundesvorsitzenden. Er sieht wohl insbesondere wegen der klaren Position des DGB seine Felle davon schwimmen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Gabriels &bdquo;Zweifel&ldquo; k&ouml;nnten auch damit zu tun haben, dass TTIP durch den US-Kongress auf unbestimmte Zeit <a href=\"http:\/\/www.euractiv.com\/sections\/trade-society\/ttip-falters-after-senate-blocks-obama-free-trade-initiative-314565\">auf Eis gelegt wurde<\/a> und ein Politprofi wie Garbriel erkannt hat, dass es sich noch nicht lohnt, klar Position zu beziehen. TTIP wird wohl erst einmal eine Pause einlegen. Im Herbst 2016 werden in den USA der Pr&auml;sident und Teile des Senats und des Kongresses neu gew&auml;hlt und 2017 stehen dann die Bundestagswahlen an. Bis dahin haben die Arbeitsgruppen viel Zeit, TTIP im Hintergrund vorzubereiten. Und dass nach den Bundestagswahlen das Abkommen zumindest von deutscher Seite unterschrieben wird, kann kaum bezweifelt werden. Die gr&ouml;&szlig;ten &bdquo;Gefahren&ldquo; lauern eher in den USA.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie sich der Berliner Politikbetrieb zu TTIP positioniert<\/strong><br>\nJe mehr die Deutschen von dem europ&auml;isch-amerikanischen Freihandelsabkommen TTIP erfahren, um so skeptischer werden sie. W&auml;hrend die B&uuml;rger zunehmend murren, will die Gro&szlig;e Koalition in Berlin die Verhandlungen zum TTIP-Abkommen mit den USA unbedingt noch in diesem Jahr abschlie&szlig;en. Bundeskanzlerin Merkel schaut ungeduldig auf die Uhr und mahnt zur Eile bei TTIP &ndash; warum?<br>\nSind die &Auml;ngste der B&uuml;rger hysterisch? Werden sie gesch&uuml;rt von den Mythen einer &ldquo;Erregungsindustrie&rdquo;, wie der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Joachim Pfeiffer behauptet? Oder haben die B&uuml;rger gute Gr&uuml;nde, wie B&auml;rbel H&ouml;hn von den Gr&uuml;nen meint. Gern nimmt die Opposition den sozialdemokratischen Wirtschaftsminister Gabriel beim Wort und entmystifiziert die nordamerikanischen Abkommen, in dem sie den CETA-Text analysiert, der f&uuml;r dieses Abkommen mit Kanada bereits vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fischen-in-der-nebelbank-wie-sich-der-berliner.1170.de.html?&amp;dram:article_id=315789%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Und hier ist <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/dlf-dossier-19-06-2015-fischen-in-der-nebelbank.media.ec0538f857391741400f8e6cac83afe5.pdf\">Das Manuskript zum Feature [PDF &ndash; 217 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rendite frisst gute Arbeit<\/strong><br>\nEs ist die h&auml;rteste Auseinandersetzung beim gelben Riesen seit &uuml;ber 20 Jahren. Sollte das Management sein Lohndumping erfolgreich durchsetzen, k&ouml;nnte das Schule machen<br>\nSeit Tagen klingelt der Zusteller nicht mehr. In den Sortierzentren stapeln sich die Postsendungen bis unter die Decke. Geburtstagsgeschenke, Online-Bestellungen und Beh&ouml;rdenbescheide bleiben liegen. Jeder vierte Brief und jedes f&uuml;nfte Paket kommt zu sp&auml;t.<br>\n&Uuml;ber 20.000 Postler streiken. In diesem Tarifkonflikt geht es nur vordergr&uuml;ndig um mehr Lohn und weniger Arbeitszeit. Die Postbesch&auml;ftigten verweigern die Arbeit, um die Entwertung ihrer Arbeit zu verhindern. Sie wehren sich gegen die organisierte Tarif- und Mitbestimmungsflucht ihres Arbeitgebers. Der Vorstand des gelben Riesen unterl&auml;uft durch die Neugr&uuml;ndung einer hausinternen Firma den eigenen Tarifvertrag. Ein Lohndumping-Trick mit dem bereits Schlecker und Karstadt auf den Bauch gefallen sind.<br>\nIm Januar gr&uuml;ndete die Deutsche Post AG 49 neue Regionalgesellschaften, die DHL Delivery GmbHs. In den neuen Billiggesellschaften bekommen aktuell 6500 Paketzusteller weniger Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit. Sie werden k&uuml;nftig nicht mehr nach dem Haustarifvertrag der Post AG, sondern nach den Tarifvertr&auml;gen des Speditions- und Logistikgewerbes bezahlt. Die Zusteller m&uuml;ssen auf bis zu 20 Prozent ihres bisherigen Jahresgehalts verzichten. Die meisten Betroffenen waren zuvor bei der Deutschen Post AG befristet besch&auml;ftigt. In den letzten Jahren schuf der Post-Vorstand 26.000 befristete Stellen. Diese prek&auml;re Arbeitskraftreserve hat das Unternehmen genutzt, um ihre Billigfirmen mit Personal auszustatten. Dabei setzte das Management den befristet Besch&auml;ftigten die Pistole auf die Brust: Gehaltsk&uuml;rzung oder K&uuml;ndigung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/rendite-frisst-gute-arbeit\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Besch&auml;ftigungsanstieg trotz stagnierendem Arbeitsvolumen<\/strong><br>\nIm letzten Jahrzehnt kam es, vom krisenbedingten Einbruch im Jahr 2009 abgesehen, in jedem Jahr zu einem Anstieg der Besch&auml;ftigung. Das betrifft sowohl die unselbst&auml;ndigen wie auch die selbst&auml;ndig Besch&auml;ftigten. Gute Neuigkeiten also, oder? Nicht wirklich, denn obwohl es mehr Besch&auml;ftigte gibt, wird &ndash; in Arbeitsstunden gemessen &ndash; (fast) nicht mehr gearbeitet als vor 10 Jahren.<br>\nMehr Besch&auml;ftigte teilen sich das gleiche Stundenvolumen<br>\nEin Blick auf die Daten von Statistik Austria zeigt, dass die Zahl der Erwerbst&auml;tigen seit 2004 um 11,9 % gestiegen ist, die geleisteten Arbeitsstunden aber nur um 0,6 %. Das hei&szlig;t, dass sich erheblich mehr Menschen heute dieselbe &bdquo;Arbeitsmenge&ldquo; teilen wie im Jahr 2004. Anders ausgedr&uuml;ckt ist die Menge der durchschnittlich geleisteten Arbeitsstunden pro besch&auml;ftigter Person seit 2004 um 10 % oder 186 Stunden pro Jahr zur&uuml;ckgegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/beschaeftigungsanstieg-trotz-stagnierendem-arbeitsvolumen\/#more-9782%20\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Bitte lesen Sie zur Situation in Deutschland erneut unseren Hinweis Arbeitsvolumen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26390#h06\">wieder leicht gestiegen<\/a> und insbesondere die Anmerkung von Wolfgang Lieb.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Manuela Schwesig: &ldquo;Als Frau kann man es niemandem recht machen&rdquo;<\/strong><br>\nKinderlos = egoistisch. Mit Kindern zu Hause = nur Hausfrau. Kinder und Arbeit = Rabenmutter. Familienministerin Schwesig rechnet mit Klischees ab. Der Wirtschaft gibt sie eine Mitschuld an der niedrigen Geburtenrate. (&hellip;)<br>\nDer deutschen Wirtschaft gibt Schwesig eine Mitschuld an der niedrigen Geburtenrate hierzulande. &ldquo;Ganz viele haben zwar einen Kinderwunsch, realisieren ihn aber nicht, weil sie in der Arbeitswelt an H&uuml;rden sto&szlig;en. Befristete Arbeitsvertr&auml;ge wirken st&auml;rker auf die Geburtenrate als die Pille. Wer sich von Jahresvertrag zu Jahresvertrag hangelt, traut sich oft nicht, sich f&uuml;r ein Kind zu entscheiden.&rdquo; Die Zahl grundlos befristeter Jobs sei seit 2001 auf 1,3 Millionen gestiegen.<br>\nDie drei W&uuml;nsche der Ministerin<br>\nDie Ministerin forderte die Wirtschaft auf, Arbeitnehmer nur noch dann befristet einzustellen, wenn es einen Sachgrund gebe, also zum Beispiel eine Schwangerschaftsvertretung. Den derzeitigen Umgang mit unbefristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen bezeichnete die Ministerin als familienfeindlich: &ldquo;Leider ist es heutzutage auch m&ouml;glich, ohne Grund zu befristen. Die Unternehmer m&uuml;ssen mehr R&uuml;cksicht nehmen auf die Belange von Familien. Vollzeit arbeiten, am besten &uuml;ber Handy und E-Mails rund um die Uhr zur Verf&uuml;gung stehen, sich gleichzeitig um Kinder und pflegebed&uuml;rftige Eltern k&uuml;mmern &ndash; das bringt Familien an die Grenze ihrer Belastung. Es w&auml;re ein Riesenfortschritt, wenn in der Arbeitswelt auf Familienzeiten geachtet w&uuml;rde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/manuela-schwesig-als-frau-kann-man-es-niemandem-recht-machen-a-1039911.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Diagnose von Manuela Schwesig &ndash; befristete Arbeitsvertr&auml;ge und krasse Arbeitszeiten behindern oder verhindern Familiengr&uuml;ndungen &ndash; finde ich sehr plausibel. Jetzt m&uuml;&szlig;te man Schwesig vielleicht noch erz&auml;hlen, wer die sachgrundlose Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen eingef&uuml;hrt hat und heute noch stolz darauf ist (die SPD), da&szlig; man schlimme Zust&auml;nde durch Gesetze &auml;ndern kann und da&szlig; manche Politiker &ndash; z. B. die in einer Bundesregierung &ndash; beim &Auml;ndern von Gesetzen besonders gro&szlig;e Einflu&szlig;m&ouml;glichkeiten haben. Vielleicht, vielleicht unternimmt sie dann etwas gegen diese unhaltbaren Zust&auml;nde &ndash; oder will sie nur weiterjammern?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Frau Schwesig kommt sich wahrscheinlich f&uuml;rchterlich progressiv vor, wenn sie die Frage nach dem Kinderwunsch auf die prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnisse der Frauen reduziert. In der Realit&auml;t wird der Kinderwunsch aber immer noch von Frau und Mann getroffen und M&auml;nner sind ebenfalls Opfer der fehlgeleiteten Politik, die Schwesig anspricht und die ihre Partei nach wie vor vertritt. Aber wenn man in der heutigen politischen Gemengelage dieses Thema nur auf den Tisch bekommt, wenn &uuml;ber das &bdquo;Frauen-Ticket&ldquo; argumentiert, dann sei dem halt so.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Junge Union will Sonderabgabe f&uuml;r Kinderlose<\/strong><br>\nDie Junge Union will Familien besserstellen: Eltern sollen 1.000 Euro Startgeld f&uuml;r ein Baby erhalten und Steuerentlastungen an die Zahl der Kinder gekoppelt sein.<br>\nDie Junge Union (JU) fordert von der CDU einen Kurswechsel in der Renten- und Familienpolitik. Die Jugendorganisation der CDU will unter anderem eine Sonderabgabe f&uuml;r Kinderlose, ein 1.000-Euro-Starterpaket f&uuml;r jedes neugeborene Kind und eine automatische Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters, wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Samstag berichtete. &ldquo;Wir empfehlen Griechenland und allen anderen EU-Staaten, das Renteneintrittsalter zu erh&ouml;hen, aber in Deutschland haben wir es gesenkt&rdquo;, sagte JU-Chef Paul Ziemiak der Zeitung. Die Jugendorganisation wolle mehr tun, als nur &uuml;ber den demografischen Wandel zu sprechen.<br>\nDer JU-Chef forderte eine grundlegende &Auml;nderung des Rentensystems: &ldquo;Es muss eine Verkn&uuml;pfung zwischen Renteneintrittsalter und Lebenserwartung geben.&rdquo; Wenn die Lebenserwartung steige, verl&auml;ngere sich auch die Bezugsdauer der Rente, ohne dass die Versicherten daf&uuml;r h&ouml;here Beitr&auml;ge eingezahlt h&auml;tten. Dies m&uuml;sse die CDU &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2015-06\/familienpolitik-junge-union-rente-kinderlose%20\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die Junge Union hat offenbar zu oft &bdquo;Prof. Unsinn&ldquo; aus M&uuml;nchen gelesen bzw. zugeh&ouml;rt.<\/em><br>\n<em>Die NachDenkSeiten haben auf Ifo-Chef Sinn: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25843#h10\">Zwangssparen f&uuml;r Kinderlose<\/a> mit einer Anmerkung hingewiesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Uuml;ber Reiche wissen wir nichts, &uuml;ber Arbeitslose fast alles<\/strong><br>\nDr. Karl-Siegbert Rehberg ist seit 1992 Professor f&uuml;r Soziologie an der TU Dresden. Als Leiter der Forschungsgruppe &ldquo;Farbe als gesellschaftliches Kommunikationssystem und Ausdruck sozialer Statuslagen im 20. und 21. Jahrhundert&rdquo; wirkt Rehberg am Verbundprojekt Farbe als Akteur und Speicher &ndash; kurz FARBRAKS &ndash; mit . Auf der Tagung der FARBAKS im Millit&auml;rhistorischen Museum in Dresden hat er sich nach seinem Vortrag Zeit f&uuml;r ein Gespr&auml;ch genommen. Im Interview mit Deborah Manavi f&uuml;r MDR SACHSEN sprach Rehberg &uuml;ber das Grau der DDR, das Magenta der FDP und die T&auml;uschung durch Pegida.<br>\nWelche Rolle spielen denn Tarnung und T&auml;uschung tats&auml;chlich in der Politik? Bestimmen sie das politische Tagesgesch&auml;ft?<br>\nIch w&uuml;rde gar nicht nur sagen in der Politik. Wir sind paradoxerweise in einer Gesellschaft, in der die Sichtbarkeit von allem und jedem, bis hin zu den Selbstenth&uuml;llungen auf Facebook und in den sozialen Medien, dominant ist auf der einen Seite und auf der anderen Seite, die Grundstrukturen der Gesellschaft h&auml;ufig verdeckt sind, zum Beispiel die Klassenstrukturen oder die Verm&ouml;gensverteilungen.<br>\nAuch statistisch gibt es fast keinen Zugang dazu. Also das w&auml;re das Grundmuster zu sagen: Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir scheinbar meinen, weil wir noch den letzten Autobus-Unfall in den Anden abends berichtet bekommen, dass wir in einer Welt der Transparenz leben. Aber in vielen Grundstrukturen, auch der Machtverteilung und so weiter, wird das verdeckt und ist gar nicht transparent. Das ist so ein Grundsatz, der auch f&uuml;r unsere Gesellschaft gilt. Sicher: In den Diktaturen ist das nat&uuml;rlich viel planm&auml;&szlig;iger, wir haben ja pluralistische M&ouml;glichkeiten der &Ouml;ffentlichkeit, der Kritik und so weiter und dadurch l&auml;sst sich das nicht so stark monopolisieren, das Verbergen. Aber es gilt auch f&uuml;r viele der Grundstrukturen: Wir haben im Fernsehen st&auml;ndig die B&ouml;rsenkurse, aber &uuml;ber die B&ouml;rsenverm&ouml;gen wissen wir sehr wenig. &Uuml;ber die Reichen wissen wir eigentlich nichts, &uuml;ber die Arbeitslosen wissen wir fast alles. Insofern ist das auch in unserer Gesellschaft eine brisante Sache: Was ist verborgen und was ist sichtbar? Wir haben den Eindruck in unseren Lebenswelten, alles ist sichtbar, aber das stimmt vielleicht nur bedingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/interview-rehberg-camouflage-taeuschung100_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html\">MDR Sachsen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Weiter Hick-Hack um G&ouml;nner-Mails<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss Schlossgarten II besteht darauf, die E-Mail der ehemaligen Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja G&ouml;nner im Zusammenhang mit dem sogenannten Schwarzen Donnerstag zu sichten.<br>\nDas Hick-Hack um die E-Mails der ehemaligen Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja G&ouml;nner (CDU) geht weiter. Der Untersuchungsausschuss Schlossgarten II besteht darauf, die Daten im Zusammenhang mit dem ausgeuferten Polizeieinsatz gegen S-21-Gegner zu sichten. Das Gremium halte an den entsprechenden Beweisbeschl&uuml;ssen fest, teilte der Vorsitzende J&uuml;rgen Filius am Donnerstag nach einer nicht-&ouml;ffentlichen Sitzung des Ausschusses in Stuttgart mit. Das gelte auch f&uuml;r die Mails von G&ouml;nners damaligem Amtschef Bernhard Bauer und f&uuml;r Mails ehemaliger Mitarbeiter des Staatsministeriums.<br>\nFilius zufolge ist das Umweltministerium bereit, die Daten dem Untersuchungsausschuss bereitzustellen, nachdem das Verwaltungsgericht Sigmaringen die Klage der Ex-Ministerin auf L&ouml;schung und Nicht-Herausgabe abgewiesen hat. Auch G&ouml;nners Berufung gegen dieses Urteil habe keine aufschiebende Wirkung. Diese k&ouml;nne nur ein m&ouml;gliches einstweiliges Rechtsschutzverfahren beim Verwaltungsgerichtshof Baden-W&uuml;rttemberg in Mannheim entfalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.u-ausschuss-schlossgarten-ii-weiter-hick-hack-um-goenner-mails.90821495-27e9-44e8-8aa5-dbec32b54f2b.html\">Stuttgarter-Zeitung.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Russland-Krise k&ouml;nnte f&uuml;r Deutschland teuer werden<\/strong><br>\nDie EU hat stets bestritten, dass sich Europa mit den Russland-Sanktionen ins eigene Fleisch schneiden k&ouml;nnte. Doch &Ouml;konomen haben nun unbequeme Zahlen vorgelegt &ndash; vor allem Deutschland muss bangen.<br>\nDie Wirtschaftskrise in Russland hat weitaus schlimmere Konsequenzen f&uuml;r die L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union (EU) und die Schweiz als bislang erwartet. Nach einer Berechnung des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (Wifo), sind europaweit weit mehr als zwei Millionen Arbeitspl&auml;tze und rund 100 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung in Gefahr.<br>\nDie Wissenschaftler gehen in ihrer Studie, die sie exklusiv f&uuml;r die Allianz f&uuml;hrender europ&auml;ischer Tageszeitungen (LENA) erstellt haben, von einem &ldquo;Worst-Case-Szenario&rdquo; aus. &ldquo;Die Exportausf&auml;lle, die wir im Herbst vergangenen Jahres schlimmstenfalls angenommen hatten, sind inzwischen Realit&auml;t&rdquo;, sagt Oliver Fritz, einer von drei Autoren der Studie. Dabei spielten die Sanktionen gegen Russland und die russische Reaktion darauf eine entscheidende Rolle. &ldquo;Ver&auml;ndert sich die Lage nicht grunds&auml;tzlich, wird voraussichtlich unser besonders pessimistisches Szenario eintreten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n24.de\/n24\/Nachrichten\/Wirtschaft\/d\/6839090\/russland-krise-koennte-fuer-deutschland-teuer-werden.html\">N24<\/a>\n<p><strong>Dazu: Sanktionen gegen Russen wirkungslos?<\/strong><br>\nDie EU-Sanktionen gegen russische Privatpersonen haben offenbar nicht die erhoffte Wirkung. Einem Bericht zufolge wurden in mehreren Staaten gar keine Verm&ouml;gen beschlagnahmt, in anderen L&auml;ndern sind die Summen minimal.<br>\nDas Einfrieren von Verm&ouml;gen russischer Privatpersonen als Teil der EU-Sanktionen gegen das Land ist laut einem Zeitungsbericht fast wirkungslos. In mindestens neun der 28 EU-Mitgliedstaaten seien keinerlei Verm&ouml;genswerte von Individuen, Unternehmen und Organisationen auf der EU-Sanktionsliste eingefroren oder beschlagnahmt worden. Das ergaben Recherchen der europ&auml;ischen Zeitungsallianz Lena, zu der auch &ldquo;Die Welt&rdquo; geh&ouml;rt.<br>\nDemnach teilten Spanien, Malta, Finnland, Kroatien, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Irland und Litauen auf Anfrage mit, dass es keinerlei Meldungen &uuml;ber beschlagnahmte Verm&ouml;gen gebe. Au&szlig;erdem seien in den meisten anderen L&auml;ndern mit Ausnahme Italiens die Betr&auml;ge sehr gering.<br>\nSo betrage die Summe gesperrter Ressourcen in Schweden gerade einmal 200 Euro. In Zypern, ein bei Russen besonders beliebtes EU-Land, seien es unter 120.000 Euro. In Deutschland wurden nach Informationen des Recherchenetzwerks 124.346 Euro eingefroren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/russland-sanktionen-113.html%20\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben fr&uuml;hzeitig auf die Gefahren durch die Sanktionen gegen Russland verwiesen, sie f&uuml;r kontraproduktiv gehalten und auf entsprechende Informationen hingewiesen &ndash; z. B. hier: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21166#h05\">Ich halte das f&uuml;r hochgef&auml;hrlich<\/a>&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nato probt Krieg gegen Russland<\/strong><br>\nMit ohrenbet&auml;ubendem L&auml;rm dr&ouml;hnen drei Blackhawk-Helikopter &uuml;ber die Besuchertrib&uuml;ne. &Uuml;ber dem &Uuml;bungsplatz von Sagan (In Polen, nahe Cottbus) seilen sich Spezialeinheiten des polnischen Kommandos 4101 ab.<br>\nSie sind Teil der schnellen Eingreiftruppe der Nato, die hier &uuml;bt, wie schnell sie auf die neue Bedrohungslage im Osten reagieren kann. 2000 Soldaten aus neun Nationen proben die Einsatzbereitschaft f&uuml;r den Krisenfall.<br>\n&bdquo;Noble Jump&ldquo; hei&szlig;t das Man&ouml;ver, &bdquo;edler Sprung&ldquo;. Es soll beweisen, dass die schnelle Eingreiftruppe anders als bisher nicht mehr einen Monat braucht, um mobilisiert werden zu k&ouml;nnen, sondern nur wenige Tage. Hintergrund ist die Ukraine-Krise; die Angst, dass Russland den Konflikt doch noch ins Nato-Gebiet ausweitet. Im Klartext: Die Nato probt den Kampf gegen Putin&hellip;!<br>\nDas w&uuml;rde kein Nato-Offizieller nat&uuml;rlich hier so sagen.<br>\nDenn in Polen geht es darum, St&auml;rke zu zeigen, nicht darum, die Lage noch weiter zu eskalieren. Die USA wollen schwere Waffen in Osteuropa stationieren. Pr&auml;sident Putin hat angedroht, sein Atomwaffen-Arsenal aufzustocken. Das reicht an Provokation.<br>\nUnd deshalb hat sich das B&uuml;ndnis auch f&uuml;r seine Gefechts&uuml;bung in Polen einen Feind ausgedacht, der nicht etwa &bdquo;Wladimir&ldquo; hei&szlig;t, sondern den filmreifen Namen &bdquo;Birdman&ldquo; tr&auml;gt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/nato\/probt-krieg-gegen-russland-41397280.bild.html\">Bild<\/a><\/li>\n<li><strong>Putin als starker Mann? &bdquo;Ein PR-Produkt&ldquo;<\/strong><br>\nEiner der renommiertesten Russland-Experten Deutschlands hat bei einem Vortrag in D&uuml;sseldorf dem Publikum die Machtstrukturen im Kreml erkl&auml;rt &ndash; und dass Putin eher Moderator als Macho ist.<br>\nProfessor Hans-Henning Schr&ouml;der steht vor seiner Pr&auml;sentation mit dem Titel &ldquo;Wer hat die Macht im Kreml?&rdquo; und sagt: &ldquo;Der Vortrag k&ouml;nnte eigentlich sehr kurz werden, wenn ich ganz ehrlich auf die Frage antworten w&uuml;rde.&rdquo; Dann beendet Schr&ouml;der seinen Satz aber nicht mit &ldquo;Putin&rdquo;, sondern mit: &ldquo;Ich wei&szlig; es nicht.&rdquo;<br>\nSchr&ouml;der ist einer der renommiertesten Russland-Experten Deutschlands. Bis 2012 leitete er die Forschungsgruppe Russland beim Deutschen Institut f&uuml;r internationale Politik und Sicherheit, lehrt an der Freien Universit&auml;t Berlin und ist Herausgeber der elektronischen Zeitschrift &ldquo;Russland-Analysen&rdquo;. Er steht in einem Raum des D&uuml;sseldorfer Deutsch-Russischen Wirtschaftsclubs e.V., im Publikum sitzen Unternehmer, &Ouml;konomen und Interessierte. Der 66-J&auml;hrige kennt sich aus, er erw&auml;hnt einflussreiche Personen, die in deutschen Medien kaum vertreten sind &ndash; Fridman, Miller, Schuwalow, Schojgu &ndash; erz&auml;hlt davon, wer mit wem Konflikte austr&auml;gt und wie sich in den letzten 15 Jahren die Macht weg von Parlament und Rechtstaatlichkeit hin zu den Wirtschaftseliten verschoben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/motzmeyer.wordpress.com\/2015\/06\/19\/der-starke-mann-putin-ein-pr-produkt\/\">MotzMeyer<\/a><\/li>\n<li><strong>Gibt es Licht am Ende des Tunnels?<\/strong><br>\nWir haben Krieg in Europa, einen Stellvertreterkrieg zwischen Ost und West. Wir haben einen B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine. Die USA und die EU f&uuml;hren einen Handelskrieg gegen Russland und umgekehrt; beide Seiten belegen sich gegenseitig mit Sanktionen. Die Politik greift zu Mitteln der Ausgrenzung und Gespr&auml;chsverweigerung &ndash; auf beiden Seiten.<br>\nDie Gesellschaft wird eingedr&ouml;hnt durch den Schlachtenl&auml;rm eines verwirrenden Propagandakrieges, der jede Nachdenklichkeit zu ersticken droht. Die Beziehungen zwischen der westlichen Staatengemeinschaft und Russland sind weitgehend ersch&uuml;ttert. Dieser Krieg birgt gro&szlig;e Gefahren f&uuml;r die politische und wirtschaftliche Entwicklung Europas und f&uuml;r den Zusammenhalt im Nordatlantischen B&uuml;ndnis.<br>\nBlicken wir auf die optimistische, ja euphorische Grundstimmung der 90er Jahre war diese Entwicklung nicht vorherzusehen. Francis Fukuyama schrieb 1992 in seinem Buch &bdquo;Das Ende der Geschichte&ldquo;, dass die Welt nunmehr in eine &bdquo;liberale, konfliktfreie Entwicklung&ldquo; eintreten w&uuml;rde. Bei aller Skepsis gegen&uuml;ber einer solchen These schien es so, dass wir &mdash; um mit Bertold Brecht zu sprechen &mdash; die &bdquo;M&uuml;hen der Berge hinter uns hatten, nun aber die M&uuml;hen der Ebenen vor uns lagen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.sputniknews.com\/meinungen\/20150621\/302868050.html#ixzz3dkVXSoFA\">Sputniknews<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bericht: Keine Chance f&uuml;r NSA-&ldquo;Vertrauensperson&rdquo;<\/strong><br>\nDie USA lehnen einen Sonderermittler zur Einsicht in die NSA-Selektorenlisten laut einem Zeitungsbericht ab. Das Kanzleramt w&auml;re damit mit seiner Goodwill-Aktion gescheitert. Das Problem k&ouml;nnten nun andere bekommen.<br>\nDer Streit um die Geheimliste mit den US-Spionagezielen in Europa droht zu eskalieren. Nach Informationen der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; weisen die Amerikaner auch den Kompromissvorschlag der Bundesregierung ab, dass eine Vertrauensperson die Listen mit den Suchbegriffen begutachten darf. Trotz des politischen Drucks d&uuml;rfe die Bundesregierung keine Staatsgeheimnisse verraten, zitiert das Blatt ungenannte Quellen aus Washington.<br>\nDie sogenannten Selektorenlisten enthalten Suchbegriffe der NSA, darunter auch Telefonnummern und IP-Adressen, die diese dem deutschen Auslandsgeheimdienst BND zum Einsatz in den Abh&ouml;rprogrammen zur Verf&uuml;gung gestellt hat. Es besteht der Verdacht, dass die NSA auf diese Weise auch europ&auml;ische Politiker und Unternehmen ausgesp&auml;ht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/bericht-keine-chance-f%C3%BCr-nsa-vertrauensperson\/a-18529363%20\">DW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Wenn ein regierungstreues Medium, wie &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; diese Meldung verbreitet, mit dem Hinweis auf &Uuml;berlegungen die Spionageaktivit&auml;ten der USA von der BRD nach Polen zu verlagern, ist Vorsicht geboten. Die USA wollen mit allen Mitteln verhindern, das ihre Wirtschaftsspionage in Europa offen gelegt wird. Sollte die Bundesregierung auf die &ldquo;Vorw&auml;nde&rdquo; der USA eingehen, w&auml;re auch ohne Kenntnisse der Geheimabsprachen sichtbar, dass Deutschland nur begrenzt souver&auml;n ist und weniger Rechte hat, als jeder Staat in den USA.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Schon beim No-Spy-Abkommen lie&szlig; die amerikanische Regierung die Bundesregierung und die Kanzlerin als L&uuml;gner dastehen. Nun wollte die Regierung die Einsicht in die Selektorenliste mittels eines Sonderermittlers. Hat die Bundesregierung auch diesen Vorschlag ohne Zustimmung der USA gemacht, dann ist das entweder dilettantisch oder sie versuchte das Parlament und die &Ouml;ffentlichkeit ein weiteres Mal zu t&auml;uschen. Man darf gespannt sein, welche L&uuml;gengeschichte uns die Regierung jetzt auftischt, nachdem auch der Trick mit dem Sonderermittler aufgeflogen ist.<\/em><br>\n<em>Interessant ist ferner, dass es laut Bild am Sonntag seit 2002 eine Vereinbarung zwischen Deutschland und den USA geben soll, wonach solche Daten niemals &ouml;ffentlich gemacht werden d&uuml;rfen. Das war also in der Regierungszeit von Rot-Gr&uuml;n.<\/em><br>\n<em>Schwarz, Rot und Gr&uuml;n haben hier also Dreck am Stecken, kein Wunder, dass dieser Skandal unter den Teppich gekehrt wird.<\/em><br>\n<em>Das w&auml;re doch nun wirklich einmal ein Fall, wo die Medien ihre W&auml;chterrolle wahrnehmen k&ouml;nnten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Lammert &uuml;ber Spionagelisten: &ldquo;Die Regierung ist kein Vormund des Parlaments&rdquo;<\/strong><br>\nEine einzige Person soll die streng geheimen Spionagelisten der USA sichten. Wird das Parlament dabei &uuml;bergangen? Die Opposition zieht deshalb vor Gericht. Jetzt meldet sogar Bundestagspr&auml;sident Lammert neue Bedenken an.<br>\nMan muss sich klar machen, worum es im Streit um die streng geheimen US-Sp&auml;hziele wirklich geht: Angela Merkels Regierung verfolgt ein bestimmtes Interesse (Geheimdienstdetails und das Verh&auml;ltnis zu den USA sch&uuml;tzen). Das Parlament, konkret der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags, hat ein anderes Interesse (Aufkl&auml;rung der Geheimdienstaff&auml;re). Beim Thema Spionage prallen diese Interessen so hart aufeinander wie lange nicht mehr.<br>\nDenn werden die Sp&auml;hlisten &ouml;ffentlich, ist die enge Kooperation zwischen Deutschland und den USA ramponiert. Ganz unter Verschluss halten kann man sie aber auch nicht. Zehntausende aufgef&uuml;hrte E-Mails oder Handynummern k&ouml;nnten Aufschluss &uuml;ber illegale Spionage geben.<br>\nWelches Interesse wiegt also schwerer &ndash; das der Bundesregierung oder das des Parlaments?<br>\nVermitteln soll jetzt eine Vertrauensperson, die quasi als Ein-Mann-Kommando Einblick in die sogenannten Selektorenlisten bekommt. Ein Name steht noch nicht fest, die Entscheidung dazu fiel in dieser Woche.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spaehskandel-norbert-lammert-unzufrieden-mit-merkel-vorschlag-a-1039725.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> &ldquo;Denn werden die Sp&auml;hlisten &ouml;ffentlich, ist die enge Kooperation zwischen Deutschland und den USA ramponiert.&rdquo; &ndash; nicht nur die &ldquo;Kooperation&rdquo; mit den USA ist dann &ldquo;ramponiert&rdquo;:<\/em><br>\n<em>Die Mehrheit der B&uuml;rger w&uuml;rden dann erkennen m&uuml;ssen, das Merkel gegen ihren Amtseid verst&ouml;&szlig;t und nicht das Wohl des deutschen Volkes im Auge hat, sondern nur ihre Macht erhalten will.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.:<\/strong> Laut Art. 38 des Zusatzabkommens zum Nato-Truppenstatut, das auch T&auml;tigkeiten von Geheimdiensten einschlie&szlig;t, sind Deutschlands Exekutive und Gerichte dazu verpflichtet, Sorge daf&uuml;r zu tragen, kein US-Amtsgeheimnis preiszugeben. Das kann u.a. hier nachgelesen werden: <a href=\"https:\/\/www.jurion.de\/Gesetze\/NATO_TS_ZAbk\/38\">Art. 38 NATO-TS ZAbk<\/a><\/em><br>\n<em>Das bedeutet, auf deutschen Boden herrscht deutsches Recht. Aber dieses merkw&uuml;rdige deutsche Recht schr&auml;nkt die Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands ein und k&ouml;nnte die wenig aussagekr&auml;ftige Wortakrobatik der Bundesregierung erkl&auml;ren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kurze Durchsage des Parlamentarischen Gesch&auml;ftsf&uuml;hrers der Unionsfraktion, Bernhard Kaster:<\/strong><br>\nDie Linksfraktion ist durch die Ver&ouml;ffentlichung ein Sicherheitsrisiko f&uuml;r den Deutschen Bundestag geworden.<br>\nWelche Ver&ouml;ffentlichung? Die hier:<br>\nMein Kommentar dazu: Wer bei Malware Attribuierung macht, schie&szlig;t sich damit selbst aus dem Rennen. Dem kann ich auch sonst nichts mehr glauben. Zumal die Attribuierung hier auf eher t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en steht, sie basiert im Wesentlichen auf diesem Report von Fireeye. Fireeye ist ein &ldquo;IT-Security-Dienstleister&rdquo;, dessen Gesch&auml;ftsmodell es ist, in gro&szlig;en Organisationen Email-Attachments in einer Sandbox auszuf&uuml;hren, und zu gucken, ob die nach Hause zu telefonieren versuchen. Ich pers&ouml;nlich halte den Ansatz f&uuml;r Schlangen&ouml;l. Deren Produkt habe ich noch nicht in der Praxis von Nahem im Einsatz gesehen.<br>\nJedenfalls hat Fireeye ein kommerzielles Interesse daran, auf die b&ouml;sen Chinesen oder Russen zu zeigen, damit mehr Leute Angst kriegen und Kunde werden. Wenn man sich deren Report durchliest, findet man heraus, dass ihre Attribuierung daher kommt, dass internationale Elite-Hacker, die SO GUT sind, dass sie &Uuml;BERALL REINKOMMEN, beim Erstellen ihrer Software mit einer Microsoft-Entwicklungsumgebung vergessen haben, die Metadaten zu bereinigen. Leute, die gut genug sind, um ihren Code mit sinnlosen Instruktionen aufzubl&auml;hen, damit die Analyse schwerer wird. Solche Leute vergessen dann die Metadaten. Ja nee, klar. Oh und die Metadaten zeigen, dass da teilweise die russische Version eingesetzt wurde, und dass die Erstellungszeiten im Dateiheader auf regul&auml;re Montag-Freitag 9-5 Arbeitszeiten in der Zeitzone von Moskau hinweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=ab7a9203\">Fefes Blog<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Komplett sch&uuml;tzen k&ouml;nnen sich nicht mal die Profis&rdquo;<\/strong><br>\nProf. Dr. J&ouml;rn M&uuml;ller-Quade ist Inhaber des Lehrstuhls f&uuml;r IT-Sicherheit und leitet die Arbeitsgruppe Kryptographie und Sicherheit am Karlsruher Institut f&uuml;r Technologie. Auf der Tagung &ldquo;Camouflage. Tarnung, T&auml;uschung, Mimikry &ndash; in Farbe verborgen&rdquo; am 19. Juni 2015 in Dresden hat er &uuml;ber Mimikry und Kryptographie in der IT-Branche gesprochen. Welche Auswirkungen Kryptographie, Internetspionage und die Nutzung von Social Media f&uuml;r unseren Alltag haben, hat er Deborah Manavi f&uuml;r MDR SACHSEN im Interview erkl&auml;rt. (&hellip;)<br>\nGlauben Sie, dass B&uuml;rger &uuml;berhaupt vollkommenen Schutz wollen? Immerhin ist bei Social Media Networks wie Facebook bekannt, dass es so gut wie keinen Datenschutz gibt und trotzdem nutzen Millionen von Menschen das Netzwerk freiwillig.<br>\nDas Problem ist, dass die Leute gerne Schutz wollen, aber daf&uuml;r nichts tun wollen &ndash; Schutz wollen, aber auch Bequemlichkeit. Leider ist es immer ein Abw&auml;gen, wie viel Bequemlichkeit man haben kann, wenn man sich sch&uuml;tzen will. Es ist ja auch so, dass der Sicherheitsgurt anfangs auf viel Wiederstand gesto&szlig;en ist, weil es doch so unpraktisch und unangenehm ist, sich da am Sitz festzubinden.<br>\nUnd wenn man die Leute fragt, was sie wollen, kriegt man tats&auml;chlich widerspr&uuml;chliche Antworten, je nachdem, wie man fragt, ob man mehr nach der Bequemlichkeit fragt, die gefordert ist oder mehr nach dem Schutz. Meines Erachtens sind aber eigentlich die Technikfirmen in der Pflicht. All diese Sicherheitsmechanismen haben eigentlich im Hintergrund zu werkeln, ohne dass ich als User mich damit rum&auml;rgern muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/sachsen\/it-sicherheit102_zc-f1f179a7_zs-9f2fcd56.html\">MDR Sachsen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Konsequenz aus Pariser Terroranschlag: Spezialeinheiten der deutschen Polizei r&uuml;sten auf<\/strong><br>\nDistanzwaffen, besserer Schutz und internationale &Uuml;bungen: Die Spezialkr&auml;fte der deutschen Polizei verbessern ihre Ausr&uuml;stung. Eine Reaktion auf das &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo;-Attentat in Paris &ndash; dort schossen die Terroristen mit Kriegswaffen.<br>\nNach dem Terror in Paris haben die Spezialkr&auml;fte der deutschen Polizei teils deutlich aufger&uuml;stet. Sie m&uuml;ssten mit Terroristen auf Augenh&ouml;he bleiben, sagte der Chef der Innenministerkonferenz (IMK), Roger Lewentz (SPD), der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.<br>\nBeim Attentat auf das franz&ouml;sische Satireblatt &ldquo;Charlie Hebdo&rdquo; und dem anschlie&szlig;enden Angriff auf einen j&uuml;dischen Supermarkt im Januar hatten die Angreifer mit Kriegswaffen geschossen.<br>\n&ldquo;An die offenbar extrem gut ausgebildeten Terroristen und ihre Waffen muss die Ausr&uuml;stung der Spezialkr&auml;fte angepasst werden&rdquo;, erkl&auml;rte der Mainzer Innenminister. &ldquo;Mit herk&ouml;mmlichen Schusswaffen kommen Polizeibeamte auch nicht immer nahe genug an Terroristen heran, um in einem Schusswechsel zu bestehen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spezialeinheiten-der-polizei-ruesten-auf-a-1039921.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> In diesem Zusammenhang sei an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><br>\n<em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<\/em><br>\n<em>Artikel 2 Absatz 2 EMRK:<\/em><br>\n&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/p>\n<ol>\n<li><em>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen; <\/em><\/li>\n<li><em>jemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern; <\/em><\/li>\n<li><em>einen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Und weiter:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. So nachlesbar im <a href=\"http:\/\/www.google.de\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;uact=8&amp;ved=0CCMQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Feur-lex.europa.eu%2FLexUriServ%2FLexUriServ.do%3Furi%3DOJ%3AC%3A2007%3A303%3A0017%3A0035%3ADE%3APDF&amp;ei=nZrEVImKKcTvUIunhNAD&amp;usg=AFQjCNHFGr4vIf65rlY6tnn6ogM5r5Tk3g&amp;bvm=bv.84349003,d.d24\">Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ursula von der Leyen stellt Parlamentsvorbehalt bei Auslandseins&auml;tzen in Frage<\/strong><br>\nNoch muss der Bundestag bei Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr zustimmen. Eine Europ&auml;ische Armee k&ouml;nnte das &auml;ndern. &bdquo;Es kann sein, dass wir das deutsche Recht &auml;ndern m&uuml;ssen&ldquo;, sagt die Verteidigungsministerin.<br>\nNach heutiger Rechtsprechung k&ouml;nnen Einheiten mit deutschen Soldaten nur mit Zustimmung des Bundestags eingesetzt werden. Auf die Frage, wie die Skepsis beim Aufbau einer Europ&auml;ischen Armee &uuml;berwunden werden kann, sagte Leyen in Br&uuml;ssel: &bdquo;Es kann sein, dass wir das deutsche Recht &auml;ndern m&uuml;ssen.&ldquo;<br>\nSie verwies auf die multinationalen Verb&auml;nde mit deutscher Beteiligung: die Deutsch-Franz&ouml;sische Brigade, das Deutsch-Niederl&auml;ndische Korps in M&uuml;nster und das Multinationale Korps Nordost in Stettin mit d&auml;nischen, deutschen und polnischen Soldaten, das jetzt eine gr&ouml;&szlig;ere Rolle beim Schutz der baltischen Staaten &uuml;bernimmt, die sich von Russland bedroht f&uuml;hlen. Demn&auml;chst werden deutsch-polnische Kampfeinheiten und deutsch-d&auml;nische Truppen dem jeweils anderen Kommando unterstellt, k&uuml;ndigt sie an. &bdquo;70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs dienen deutsche Soldaten unter polnischem Kommando und polnische Soldaten unter deutschem Kommando.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundeswehr-ursula-von-der-leyen-stellt-parlamentsvorbehalt-bei-auslandseinsaetzen-in-frage\/11537352.html\">Christoph von Marschall im Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundestag unterliegt vor Gericht<\/strong><br>\nJuristischer Erfolg f&uuml;r das Portal abgeordnetenwatch.de: Der Deutsche Bundestag muss offenlegen, welchen Lobbyorganisationen er einen Hausausweis f&uuml;r das Parlament ausstellt. Mit diesem Ausweis haben die Lobbyisten weitgehend ungehinderten Zugang zum Bundestag, der Normalsterblichen versagt bleibt.<br>\nAbgeordnetenwatch.de hatte sich auf das Informationsfreiheitsgesetz berufen. Die Bundestagsverwaltung lehnte den Antrag jedoch ab, so dass nun das Verwaltungsgericht Berlin entscheiden musste. Dabei geht die Fragestellung deutlich &uuml;ber den Einzelfall hinaus. Der Bundestag blockt nach Angaben von abgeordnetenwatch.de n&auml;mlich gerne Anfragen mit der Begr&uuml;ndung ab, das Informationsfreiheitsgesetz sei gar nicht anwendbar. Denn es gehe nicht um die Verwaltung, sondern um besonders gesch&uuml;tzte parlamentarische T&auml;tigkeit.<br>\nDieser Ansicht erteilte das Verwaltungsgericht jedoch eine Absage. &bdquo;Mit dieser Einstellung w&uuml;rde so gut wie alles im Zusammenhang mit dem Bundestag aus dem Informationsfreiheitsgesetz herausfallen&ldquo;, wird die Gerichtsvorsitzende zitiert. Schlie&szlig;lich habe alles in irgendeiner Form mit der T&auml;tigkeit der Abgeordneten zu tun. Den Kernbereich der Abgeordnetent&auml;tigkeit, der besonders gesch&uuml;tzt sei, sieht das Gericht aber bei der Lobbyistenliste jedenfalls nicht ber&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lawblog.de\/index.php\/archives\/2015\/06\/19\/bundestag-unterliegt-vor-gericht\/%20\">law blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Menschenmesserideologie<\/strong><br>\nVon der &Ouml;konomisierung und Kommerzialisierung menschlicher Bildung<br>\nKann man alles Menschliche messen? Jens Wernicke spricht mit Wolfram Meyerh&ouml;fer &uuml;ber die &Ouml;konomisierung des Bildungswesens durch PISA-Studien und die Rolle von Mathematisierungen in der Gesellschaft.<br>\nHerr Meyerh&ouml;fer, Sie kritisieren seit vielen Jahren die PISA-Studien als methodisch unseri&ouml;s und politisch fatal. Zuletzt sprachen Sie auch von einer &raquo;Menschenmesserideologie&laquo;, die im Bildungssystem zunehmend fr&ouml;hliche Urst&auml;nde feiere. Was meinen Sie damit?&#8232;Damit meine ich den Glauben daran, dass man alles Menschliche messen k&ouml;nne. PISA behauptet, mit ein paar d&uuml;mmlichen Ankreuzaufgaben die Qualit&auml;t von Schulsystemen messen zu k&ouml;nnen. Die Stiftung Warentest behauptet, den Geschmack von Schokocreme auf einer Skala angeben zu k&ouml;nnen. Es gibt sogar Skalen f&uuml;r religi&ouml;se Kompetenz. Nat&uuml;rlich kann man jedes Element des Seins in eine Skala pressen. Menschenmesserideologie ist aber der Glaube, dass diese Skala wirklich etwas &uuml;ber den Menschen erz&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975235.menschenmesserideologie.html\">neues deutschland<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die Gegenwart des sogenannten &ldquo;Qualit&auml;tsjournalismus&rdquo;<\/strong><br>\nDominik Grafs Film &ldquo;Was hei&szlig;t hier Ende?&rdquo; &uuml;ber Michael Althen ist eine Verlustanzeige. Es geht um die moralisch-&ouml;konomische Verfassung unserer Medien<br>\nMan m&uuml;sste, wenn jemand stirbt, eigentlich keinen Nachruf auf den Toten schreiben, sondern einen auf die Gesellschaft, die ihn &uuml;berlebt. Wie sie sich die Dinge zurechtlegt, um selbst gut dazustehen. Wie sie, noch angesichts des Todes, so tut, als w&uuml;rde sie in ihrem abschlie&szlig;enden Urteil letztlich doch noch immer Gnade vor Gerechtigkeit ergehen lassen. Nichts Schlechtes &uuml;ber die Toten hei&szlig;t in Wahrheit: nichts Schlechtes &uuml;ber die &Uuml;berlebenden.<br>\nFrank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, in seinem Nachruf auf Bernd Eichinger in der FAS am 30. Januar 2011.<br>\nEin Zufall gewiss, aber auch eine Koinzidenz, die in ihrem Zusammentreffen etwas Notwendiges hat: Soeben meldete der &ldquo;Spiegel&rdquo;, man werde zum n&auml;chsten Jahr 15 Millionen Euro im Etat einsparen.<br>\nDie Sparma&szlig;nahmen w&uuml;rden durch Stellenk&uuml;rzungen und durch Kostensenkungen in der Dokumentation verwirklicht. Seit 2007 sei der Gewinn um etwa die H&auml;lfte zur&uuml;ckgegangen. Immerhin macht der &ldquo;Spiegel&rdquo; noch Gewinn. Die FAZ macht bereits seit Jahren Verluste.<br>\nDieser Tage j&auml;hrt sich auch der Tod von Frank Schirrmacher. Sein &uuml;berraschender Herz-Tod war ein b&ouml;ser Streich des Schicksals; er kam zu einem Zeitpunkt, an dem das &ldquo;Modell Schirrmacher&rdquo; ausgereizt schien. Zumindest auf Zeitungsebene. Er markierte einen Einschnitt und m&ouml;glicherweise Endpunkt.<br>\nSchlie&szlig;lich kommt jetzt nun ein Dokumentarfilm ins deutsche Kino, der auf eine idealisierende, utopische Weise noch einmal Journalismus &ldquo;at its best&rdquo; feiert, und all das ins Ged&auml;chtnis ruft, was Zeitungsjournalismus sein kann und sein muss, will er Sinn machen. Heute mehr denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45223\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sunday-Times-Korrespondent im CNN-Interview: &bdquo;Wir ver&ouml;ffentlichen einfach die aktuelle Meinung der britischen Regierung&ldquo;<\/strong><br>\nNachdem am Wochenende erschienenen Artikel aus der britischen Sunday Times&hellip; &uuml;ber den wir schon berichtet haben, wonach angeblich russische und chinesische Geheimdienstmitarbeiter Snowden-Dokumente gehackt oder zugespielt bekommen h&auml;tten und dadurch britische &bdquo;Agenten&ldquo; in Gefahr gebracht worden w&auml;ren, f&uuml;hrte CNNs George Howell mit einem Korrespondenten der Sunday Times ein Interview. Schnell wird klar, dass au&szlig;er Informationen durch &bdquo;various sources&ldquo;, &bdquo;multiple sources&ldquo;, &bdquo;highly placed sources&ldquo; und sonstigen &ndash; nicht benannten &ndash; Informanten keinerlei Beweise f&uuml;r auch nur eine der gemachten Behauptungen im Artikel der Sunday Times vorliegen. Der Bericht hat wohl nur einen Zweck, den der nette Korrespondent auch im Interview benennt.<br>\nWe just publish the position of the British Government at the moment.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/sunday-times-korrespondent-im-cnn-interview-wir-veroeffentlichen-einfach-die-aktuelle-meinung-der-britischen-regierung\/%20\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das Leben ist unvorhersehbar, komisch und absurd&hellip;<\/strong><br>\nHaben sie die auch so satt? Sozialschmarotzer? Die vom Geld anderer Leute leben? Die das Wirtschaftswachstum killen? Und die Sozialkassen belasten? Sie wissen, von wem ich rede: Million&auml;re!<br>\nNun g&ouml;nne ich jedem einzelnen Million&auml;r seinen Reichtum von ganzem Herzen. Nur im Rudel sind sie nicht so toll. Sie vermehren sich aber laut einer Studie zurzeit weltweit wie die Karnickel. Analog zu einer Kaninchenplage muss man demn&auml;chst von einer &bdquo;Million&auml;rsplage&ldquo; sprechen. Super-Reiche haben n&auml;mlich nur begrenzten wirtschaftlichen Nutzen. Zu diesem Schluss kommt jetzt ausgerechnet eine Organisation, die mit Sozialismus in etwa so viel zu tun hat wie Sahra Wagenknecht mit dem Aufsichtsratsvorsitz von Nestle: der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF)!<br>\nDie stellen fest, dass das Wirtschaftswachstum sinkt, wenn die reichsten 20 Prozent noch reicher werden. Umgekehrt steigt das Wachstum, wenn die unteren 20 Prozent mehr verdienen. In anderen Worten: Wenn Sie zurzeit keine Post kriegen oder die Bahn mal nicht f&auml;hrt, freuen Sie sich &ndash; da streikt jemand f&uuml;r Ihr Wirtschaftswachstum! Besonders wertvoll sind in dieser Hinsicht Migranten. Die schicken einen gro&szlig;en Teil ihres Lohns nach Hause und unterst&uuml;tzen so etwa 150 Millionen Menschen weltweit!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.chin-meyer.de\/tagebuch_eintrag.php?id=1838\">Chin Meyer<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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