{"id":26517,"date":"2015-06-24T08:49:49","date_gmt":"2015-06-24T06:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517"},"modified":"2015-06-24T08:49:49","modified_gmt":"2015-06-24T06:49:49","slug":"hinweise-des-tages-2400","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h01\">So sieht Tsipras&rsquo; Angebot aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h03\">Interviews zum Thema Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h04\">USA verlegen Milit&auml;rger&auml;t nach Osteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h05\">Vergiftetes Lob f&uuml;r Lissabons Krisenpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h06\">Falciani und der Bankenskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h07\">TTIP: Wohlstand f&uuml;r den S&uuml;den?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h08\">Erste Bewertung der Schlichtungsempfehlung f&uuml;r den Sozial- und Erziehungsdienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h09\">Verdi k&auml;mpft gegen den Machtverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h10\">Rente mit 63: Ein Viertel der Betriebe versucht die Mitarbeiter zu halten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h11\">Geleaktes CIA-Dokument belegt Kriegspropaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h12\">Deutschlands Doppelmoral<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h13\">Christen bauen keine Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h14\">Marsch der Entschlossenen &ndash; ziviler Ungehorsam vor dem Reichstag in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h15\">Die Abfallpioniere von Bo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h16\">Gemischtes Bild der unvollendeten Einheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h17\">In Vielfalt einf&auml;ltig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h18\">Das Internet bringt keine W&auml;hler zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h19\">Mansur wieder frei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517#h20\">Selfies gegen Griechenland: Presserat missbilligt &bdquo;Bild&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26517&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>So sieht Tsipras&rsquo; Angebot aus<\/strong><br>\nDer Prim&auml;r&uuml;berschuss, also der Haushaltssaldo ohne Schuldendienst, soll in diesem Jahr bei einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen, im kommenden Jahr dann bei zwei Prozent&hellip;.<br>\nDer niedrigste Mehrwertsteuersatz von sechs Prozent soll nur noch f&uuml;r B&uuml;cher und Medikamente gelten. Ob die Mehrwertsteuer f&uuml;r Hotels und Restaurants auf den normalen Satz von 23 Prozent angehoben wird, wie von den Gl&auml;ubigern gefordert, ist dagegen noch nicht entschieden. F&uuml;r Strom soll der mittlere Satz von 13 Prozent gelten&hellip;<br>\nWeitere Steuererh&ouml;hungen werden angeboten: So sollen Unternehmen ab 2016 h&ouml;her besteuert werden, der Steuersatz soll von 26 auf 29 Prozent ansteigen. Au&szlig;erdem ist eine Sonderabgabe von zw&ouml;lf Prozent auf Unternehmen mit Gewinnen &uuml;ber 500.000 Euro geplant. Die Solidarit&auml;tsabgabe auf Eink&uuml;nfte bei Privatpersonen &uuml;ber 50.000 Euro im Jahr soll ebenfalls angehoben werden. Auch die Abgaben auf Luxusprodukte wie Autos mit viel Hubraum, Swimming-Pools, Privatflugzeuge und Boote von einer L&auml;nger &uuml;ber zehn Metern sollen steigen. Eingef&uuml;hrt werden soll auch eine Besteuerung der Ertr&auml;ge aus Online-Gl&uuml;cksspielen&hellip;<br>\nInsbesondere sollen Mechanismen der Fr&uuml;hverrentung ab Anfang 2016 abgeschafft werden. Au&szlig;erdem sollen Zusatz-Renten von mehr als tausend Euro gek&uuml;rzt werden &ndash; sie sind allerdings ohnehin selten&hellip;<br>\nDie griechische Regierung verpflichtet sich zu weiteren Privatisierungen etwa von H&auml;fen oder Flugh&auml;fen &ndash; aber nur unter bestimmten Bedingungen, wie etwa der Beteiligung des &ouml;ffentlichen Sektors am Kapital des K&auml;ufers, Zusagen der Investoren f&uuml;r die &ouml;rtliche Wirtschaft und dem Schutz von Arbeitnehmerrechten&hellip;<br>\n&hellip; f&uuml;r R&uuml;stungsg&uuml;ter (sollen) 200 Millionen Euro weniger ausgegeben werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/renten-ruestung-steuern-renten-und-ruestung\/11955590-2.html%20\">Handelsblatt<\/a>\n<p>Siehe hier <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150624-zusammenfassung-des-vorschlages-der-griechischen-regierung-vom-22062015.pdf\">die Zusammenfassung des Vorschlages der griechischen Regierung vom 22.06.2015 [PDF &ndash; 98 KB]<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Friss oder stirb<\/strong><br>\nDer Griechenland-Gipfel ist am Montagabend ergebnislos zu Ende gegangen, aber die Botschaft der Gl&auml;ubiger ist eindeutig: Friss oder stirb. Die Regierung Tsipras hat zu akzeptieren, was die Eurogruppe vorschl&auml;gt. Die verbale Verpackung wird zwar geschmeidiger, doch der Inhalt des &bdquo;Kompromisses&ldquo; ist unverhandelbar. Kompromiss ist daher auch gar nicht das richtige Wort, es handelt sich um ein Diktat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-zum-Griechenland-Gipfel\/!5206139\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>SYRIZA hat keine Wahl<\/strong><br>\nDer eigentliche Wahnsinn ist jedoch, dass das wichtigste Thema gar nicht zur Verhandlung stand: die massiven Ungleichgewichte in der W&auml;hrungsunion. Auch weil SYRIZA dies leider gar nicht thematisiert hat. Die deutschen Unternehmen erzielen dank des Lohndumpings hierzulande weiter riesige &Uuml;bersch&uuml;sse im Au&szlig;enhandel, was bedeutet: Das Ausland verschuldet sich permanent bei Deutschland. Das kritisieren sogar IWF und EU-Kommission.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975451.syriza-hat-keine-wahl.html\">Michael Schlecht in Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Feudales Europa<\/strong><br>\nEs ist so einleuchtend wie bezeichnend, wenn der Sonder- oder Notgipfel der EU-Regierungschef zun&auml;chst ohne Ergebnis blieb. Besondere Beachtung verdient, dass dieser Ausgang von der deutschen Kanzlerin schon vor Beginn der Verhandlungen festgelegt war. Ihr Statement, es g&auml;be keine Gesch&auml;ftsgrundlage f&uuml;r Entscheidungen, spiegelt des seit geraumer Zeit geltende hierarchische Prinzip im europ&auml;ischen Staatenbund. Wenn die F&uuml;hrungsnation spricht, soll sein, was sie sagt. Merkel etikettiert einen Sonder- zum &bdquo;Beratungsgipfel&ldquo; um, und keiner widerspricht. Hat man es mit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten oder Gleichgeschalteten zu tun? Erleben wir statt eines f&ouml;deralen ein feudales Europa?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/feudales-in-europa\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland ist ein Nebenschauplatz. Die Eurozone ist gescheitert und Opfer sind auch die Deutschen<\/strong><br>\nErinnern wir uns erstens an die edlen Versprechen, die dem Europrojekt gemacht wurden. Spielen wir das unscharfe Bildmaterial von Deutschlands Helmut Schmidt und Frankreichs Giscard d&rsquo;Estaing, wie sie die Grundfesten f&uuml;r Europas gro&szlig;en Einiger legen. Vor allem, erinnern wir uns daran was die wahren Gl&auml;ubigen gef&uuml;hlt haben. Nehmen wir folgendes von Deutschlands Finanzminister Oskar Lafontaine am Abend der Euroeinf&uuml;hrung. Er sprach von einer &ldquo;Vision eines vereinigten Europas, die &uuml;ber die graduelle Angleichung von Lebensstandards, einer Vertiefung der Demokratie und dem Erbl&uuml;hen einer wahren europ&auml;ischen Kultur erreicht werden wird&rdquo;.<br>\nWir k&ouml;nnten tausende solcher Strophen der Euro-Poesie rezitieren, aber die einzelne Zeile Lafontaines zeigt, wie tief das Einzelw&auml;hrungsprojekt gefallen ist. Anstelle einer Anhebung der Lebensstandards in Europa, dr&uuml;ckt die W&auml;hrungsunion diese nach unten. Statt die Demokratie zu vertiefen, h&ouml;hlt sie sie aus. Was die &ldquo;wahre europ&auml;ische Kultur&rdquo; angeht &ndash; wenn deutsche Journalisten griechische Minister einer &ldquo;Psychose&rdquo; bezichtigen, ist die mythische Agora der Nationen weit entfernt.<br>\nVon allen drei Vorw&uuml;rfen ist der erste am wichtigsten &ndash; denn er erkl&auml;rt wie die gesamte Einheit unterh&ouml;hlt wird. Um zu verstehen was mit den Lebensstandards einfacher Europ&auml;er passiert ist, wenden wir uns der au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Studie zu, die dieses Jahr von Heiner Flassbeck, dem ehemaligen Chef-Volkswirt der UNO-Organisation f&uuml;r Welthandel und Entwicklung, und Costas Lapavitsas, einem Wirtschaftsprofessor an der SOAS Universit&auml;t in London und Syriza Parlamentsmitglied, ver&ouml;ffentlich wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/jun\/23\/griechenland-eurozone-deutschen-einheitswahrung\">The Guardian<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Stunde der Populisten<\/strong><br>\nSeit Tagen wird mit zunehmend sch&auml;rferen T&ouml;nen gegen die SYRZA-Regierung in Athen polemisiert. Das intellektuelle Niveau der Beitr&auml;ge ist dabei unter die G&uuml;rtellinie gerutscht. Wer gedacht hatte, mit der BILD-Kampagne &uuml;ber die &raquo;faulen Griechen&laquo;[1] w&auml;re der Gipfel der Demagogie erreicht, muss feststellen, dass dieser von Bertold Seewald mit seiner feuilletonistischen &raquo;Rassenkunde&laquo; noch &uuml;berboten werden kann.<br>\nDie Griechen seien &raquo;eine t&uuml;rkisch &uuml;berformte Mischung aus Slawen, Byzantinern und Albanern&laquo; und nicht die Nachfolger von Perikles &ndash; was &raquo;das gebildete Europa&laquo; leider nicht mitbekommen habe, weshalb nun Athen im Euro sitzt, jenes Griechenland, das 1827 &raquo;schon einmal Europas Ordnung&laquo; (Die Welt, 10.6.2015) zerst&ouml;rt hat.<br>\nAuch aus den Reihen der GroKoisten wird der Ton aggressiver. Da ist von griechischen &raquo;Irrl&auml;ufern&laquo; und &raquo;Erpressern&laquo; die Rede, die nicht akzeptieren wollen, welches &raquo;beispielloses Ma&szlig; an Solidarit&auml;t&laquo; durch die EU-Partnerstaaten das hellenische Volk erfahren habe. Statt &raquo;rotzfrech&laquo; aufzutreten, sollten die &raquo;Populisten&laquo; und &raquo;Spieler&laquo; endlich ihre &raquo;Hausaufgaben machen&laquo;. Der Vorsitzende der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, kanzelte im Tagesspiegel (13.6.2015) den griechischen Ministerpr&auml;sidenten als &raquo;freche(s) B&uuml;rschchen&laquo; ab, der sich &raquo;mal hinter die Ohren schreiben&laquo; solle, dass die von Berlin initiierten EU-Regeln einzuhalten seien.<br>\nEs sind dumpfe &raquo;Stammtischparolen&laquo;, mit denen gegenw&auml;rtig Politik gemacht wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/die-stunde-der-populisten\/\">Otto K&ouml;nig\/Richard Detje in Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Interviews zum Thema Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&ldquo;Die Geldgeber fordern eine vollst&auml;ndige Kapitulation&rdquo;<\/strong><br>\nDer Wortf&uuml;hrer des linken Syriza-Fl&uuml;gels, Costas Lapavitsas, droht, seine Partei werde keine neuen Sparma&szlig;nahmen akzeptieren. Er bef&uuml;rwortet einen Austritt aus dem Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2015-06\/griechenland-costas-lapavitsas-interview\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Leider wird in dem Interview nicht deutlich, wie ein Austritt Griechenlands aus Sicht von Lapavitsas organisiert sein m&uuml;sste und wie er und Heiner Flassbeck das in ihrem Buch &bdquo;Nur Deutschland kann den Euro retten&ldquo; beschrieben haben. So bleibt es beim typischen Journalisten-Reflex, der sich darin &auml;u&szlig;ert, den klugen griechischen &Ouml;konomen in jene Ecke zu stellen, wo die Ahnungslosen aus der deutschen Politik mit ihren unbrauchbaren Ansichten &uuml;ber einen Grexit schon stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechischer Arbeitsminister: &ldquo;Ohne dogmatische Politiker k&ouml;nnten sich beide Seiten besser verstehen&rdquo;<\/strong><br>\nAls griechischer Minister f&uuml;r Arbeit und Soziales ist Panos Skourletis, 53, in einer Schl&uuml;sselfunktion f&uuml;r die Regierung von Alexis Tsipras. Zudem ist er ein enger Vertrauter des Regierungschefs. Sein Ministerium im Zentrum Athens atmet den Charme der 70er-Jahre, mit Linoleumb&ouml;den und Neonleuchten. &ldquo;Ich habe hier nicht mal einen Aschenbecher ausgetauscht&rdquo;, sagt der Linkspolitiker. Von seinem Vorg&auml;nger hat er die M&ouml;bel &uuml;bernommen, viele Aktenschr&auml;nke aber waren leer ger&auml;umt. &ldquo;Sie hatten offenbar etwas zu verstecken&rdquo;, sagt Skourletis.<br>\nSZ: Wie sehen Sie jetzt die Chancen f&uuml;r ein Abkommen in dieser Woche?<br>\nPanos Skourletis: Sie waren noch nie so gut in den letzten f&uuml;nf Monaten. Aber es gibt noch kritische Punkte. Der Teufel liegt im Detail.<br>\nAber die griechischen Vorschl&auml;ge enthalten auch nichts, was Wachstum f&ouml;rdern k&ouml;nnte, nur mehr Steuern und neue Lasten f&uuml;r die Wirtschaft.<br>\nDas Programm soll daf&uuml;r sorgen, dass wir unsere Verpflichtungen erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Es ist in der Tat kein Wachstumsprogramm. Aber wir diskutieren auch ein Wachstumspaket, das von der Europ&auml;ischen Investitionsbank mitfinanziert werden k&ouml;nnte. Voraussetzung daf&uuml;r ist aber auch eine mildere Sparpolitik.<br>\nWarum hat es so lange gedauert, bis man einem Abkommen nun nahe ist?<br>\nDiese Frage muss man den extremen Stimmen in Europa stellen, die mit dem Sturz unserer Regierung flirteten. Ich frage mich, ob der deutsche Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble von Anfang an die Dem&uuml;tigung und den Sturz einer Regierung im Sinn hatte, die nicht in sein Farbmuster passt.<br>\nWas passiert, wenn es in dieser Woche in Br&uuml;ssel keine Einigung gibt?<br>\nDie Folgen w&auml;ren f&uuml;r alle unvorhersehbar. Deshalb wollen wir eine Einigung. Diejenigen Europa-Chefs, die das nicht wollen, verhalten sich wie Leute, die auf ein Hochhaus klettern und ohne Fallschirm herunterspringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechischer-sozialminister-skourletis-ohne-dogmatische-politiker-koennten-sich-beide-seiten-besser-verstehen-1.2534533\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: &bdquo;Neue Orgie von K&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gl&auml;ubiger Athens sprechen von einem wichtigen Fortschritt. Griechenlands Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras hat im Streit mit den Institutionen Vorschl&auml;ge gemacht, die den Vorstellungen der Geldgeber weit entgegenkommen. Sven Giegold, wirtschaft- und finanzpolitischer Sprecher der Gr&uuml;nen im Europaparlament, sieht den sich anbahnenden Kompromiss jedoch skeptisch. Ein Gespr&auml;ch mit dem &Ouml;konomen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aachener-nachrichten.de\/news\/politik\/griechenland-neue-orgie-von-kuerzungen-und-steuererhoehungen-1.1120611#plx917976738\">Aachener Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Eine Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer und eine Rentensenkung w&uuml;rde die griechische Wirtschaft ins Koma schicken&rdquo;<\/strong><br>\nFabio De Masi erkl&auml;rt im Interview, dass die Euro-Rettung eigentlich eine Rettung deutscher und franz&ouml;sischer Banken war, und fordert eine EU-weit koordinierte Verm&ouml;gensabgabe f&uuml;r Million&auml;re und einen Schuldenschnitt. Diese L&ouml;sung der Schuldenkrise ist sowohl im Interesse der griechischen Bev&ouml;lkerung als auch der deutschen und europ&auml;ischen Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/av\/audiodemasidielinkehoeheremehrwertsteuerschicktgriechischewirtschaftinskoma100-audioplayer.html\">WDR 5 [Audio]<\/a>\n<p><em><strong>Abschlie&szlig;ende Anmerkung unserer Leserin M.J.:<\/strong> Vor Jahren haben wir unserem &auml;ltesten Sohn Naomi Kleins &ldquo;Schock Doktrin&rdquo; ans Herz gelegt. Bei unserem n&auml;chsten Treffen meinte er, die EU habe bei Griechenland wohl dieses Buch als Gebrauchsanweisung benutzt. Das best&auml;tigt sich wohl Jahr um Jahr. Mir kommen die Akteure in der EU, allen voran Lagarde, Merkel und Sch&auml;uble, wie mittelalterliche Quacksalber vor, deren einziges Rezept der Aderlass ist. Und obwohl der Patient schon bleich und elend danieder liegt, z&uuml;cken sie schon wieder das Messer f&uuml;r den n&auml;chsten Aderlass. Irgendwie m&uuml;ssen diese gr&auml;sslichen Linken doch zur R&auml;son gebracht werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>USA verlegen Milit&auml;rger&auml;t nach Osteuropa<\/strong><br>\nUS-Verteidigungsminister Ashton Carter hat die Verlegung von Milit&auml;rger&auml;t nach Mittel- und Osteuropa angek&uuml;ndigt. Es solle vor&uuml;bergehend und in Rotation zu &Uuml;bungszwecken in den baltischen Staaten, Polen, Rum&auml;nien und Bulgarien stationiert werden, sagte Carter nach einem Treffen mit seinen baltischen Kollegen in der estnischen Hauptstadt Tallinn.<br>\nEs handele sich um Ausr&uuml;stung f&uuml;r Einheiten in der Gr&ouml;&szlig;enordnung einer Kompanie oder eines Bataillons, darunter etwa 250 Panzer, bewaffnete Fahrzeuge und anderes Milit&auml;rger&auml;t. Eine US-Kampfbrigade besteht aus rund 5000 Soldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/us-waffen-osteuropa-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Lafontaine: &ldquo;Fuck the US-Imperialism&rdquo;<\/strong><br>\nLinken-Politiker Oskar Lafontaine hat US-Minister Ashton Carter einen Tag nach dessen Berlin-Besuch als &ldquo;Kriegsminister&rdquo; bezeichnet. Die Europ&auml;er h&auml;tten allen Grund, sich der Aggression der USA entgegenzustellen.<br>\nMit harschen Worten hat Linken-Politiker Oskar Lafontaine die Ukraine-Politik der USA kritisiert. &ldquo;Fuck the US-Imperialism&rdquo;, schrieb er am Dienstag zum Europa-Besuch von US-Minister Ashton Carter auf seiner Facebook-Seite. Carter sei als &ldquo;US-&ldquo;Verteidigungs-&rdquo; also -Kriegsminister in Berlin&rdquo;.<br>\nKritik an US-&ldquo;Kriegsminister&rdquo;<br>\n&ldquo;Der US-Kriegsminister ruft die Europ&auml;er dazu auf, sich der russischen &ldquo;Aggression&rdquo; entgegenzustellen. Dabei h&auml;tten die Europ&auml;er allen Grund, sich der Aggression der USA entgegenzustellen&rdquo;, argumentierte der einstige SPD-Vorsitzende.<br>\nMit seiner Kritik bezog sich Lafontaine auf eine &Auml;u&szlig;erung der US-Diplomatin Victoria Nuland zur Ukraine-Krise. In einem auf YouTube am 6. Februar 2014 ver&ouml;ffentlichten Telefonat mit dem US-Botschafter in Kiew hatte sie gesagt: &ldquo;Fuck the EU&rdquo; &ndash; frei &uuml;bersetzt: &ldquo;Die EU kann uns mal.&rdquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/linken-politiker-lafontaine-kritisiert-us-ukrainie-politik-fuck-the-us-imperialism-38996826.html\">ZDF heute<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/912235182171283\">Oskar Lafontaine auf Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Vergiftetes Lob f&uuml;r Lissabons Krisenpolitik<\/strong><br>\nPortugal geh&ouml;rt zu den Musterknaben unter den krisengesch&uuml;ttelten L&auml;ndern Europas. Daf&uuml;r habe das Land einen hohen sozialen Preis gezahlt, meint der Journalist Ant&oacute;nio Lou&ccedil;&atilde;. Die Portugiesen selbst empf&auml;nden ihren Alltag als soziale Katastrophe.<br>\nJe n&auml;her die griechische Staatspleite kommt, desto mehr wird  Portugal gelobt. Das Land im S&uuml;dwesten Europas sei ein Vorbild f&uuml;r andere Krisenstaaten, betonte beispielsweise Frank-Walter Steinmeier, als er Ende Mai Lissabon besuchte. Und er schob die Mahnung hinterher, jetzt gelte es die Erfolge der Reformen zu verstetigen und die soziale Balance zu wahren.<br>\nDas Lob von Politikern und Experten aus dem hohen Norden gilt der Statistik. Die Wirtschaft w&auml;chst wieder und die &ouml;ffentlichen Haushalte machen weniger neue Schulden. Auch die Arbeitslosenquote sinkt. Doch sie betr&auml;gt immer noch 13 Prozent und unter jungen Leuten sogar 31 Prozent.<br>\nDeswegen ist das Lob vergiftet. Abseits der Statistik erleben die Portugiesen ihren Alltag als soziale Katastrophe: gek&uuml;rzte L&ouml;hne und Renten, erh&ouml;hte Steuern und kollabierende &ouml;ffentliche Dienste, schlie&szlig;lich als Folge davon Prekariat und  Altersarmut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/portugal-vergiftetes-lob-fuer-lissabons-krisenpolitik.1005.de.html?dram:article_id=323329\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><strong>Dazu: Gegen jede &ouml;konomische Vernunft &ndash; 10 Gr&uuml;nde, warum Austerit&auml;t ein gef&auml;hrlicher Irrweg ist<\/strong><br>\nSchon wieder ein Krisengipfel, schon wieder keine L&ouml;sung. Und statt &uuml;ber die Aush&ouml;hlung der Demokratie und die Gefahr einer globalen Finanzkrise zu diskutieren, ereifern wir uns &uuml;ber die Rente von Oma Sirtaki. Die Griechenland-Debatte geht an den Problemen vorbei &ndash; und Austerit&auml;tspolitik an ihrer L&ouml;sung.<br>\nEs ist zum Verzweifeln. Scheinbar unbeirrt taumelt Europa den Pfad der Tugend hinab. Sparsamkeit. Disziplin. Ordnung. Die Tugendw&auml;chter handeln gegen jede &ouml;konomische Vernunft. Ein Nobelpreistr&auml;ger nach dem anderen warnt, dass der finanzielle Aderlass den Patienten eher t&ouml;tet als heilt. Amartya Sen. Paul Krugman. Joseph Stiglitz, Jeffrey Sachs, J&uuml;rgen Habermas, Ulrich Beck, Thomas Piketty. Selbst der Chef&ouml;konom des Internationalen W&auml;hrungsfonds Olivier Blanchard musste zugeben, dass die Steuererh&ouml;hungen und K&uuml;rzungsorgien der letzten Jahre mehr wirtschaftlichen Schaden angerichtet hatten, als sich die Architekten der Austerit&auml;tspolitik jemals vorstellen konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.carta.info\/78686\/gegen-jede-oekonomische-vernunft-10-gruende-warum-austeritaet-ein-gefaehrlicher-irrweg-ist\/\">Carta<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Falciani und der Bankenskandal<\/strong><br>\nDer investigative Dokumentarfilm ist ein Finanz- und Polit-Thriller rund um die Story des Whistleblowers Herv&eacute; Falciani. Der IT-Spezialist und ehemalige HSBC-Mitarbeiter ist f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Bankdatendiebstahl aller Zeiten verantwortlich. Im Jahr 2008 spielte Falciani den franz&ouml;sischen Beh&ouml;rden Daten von &uuml;ber 100.000 privaten Nummernkonten aus mehr als 200 L&auml;ndern zu &ndash; Konten, auf denen &uuml;ber 75 Milliarden Euro verbucht waren. Aufgrund dieser hochsensiblen Informationen konnten Steuerhinterziehungen in Milliardenh&ouml;he aufgedeckt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/050773-000\/falciani-und-der-bankenskandal\">arte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>TTIP: Wohlstand f&uuml;r den S&uuml;den?<\/strong><br>\nNoch immer h&auml;lt sich hartn&auml;ckig das Ger&uuml;cht, die Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) werde das Wirtschaftswachstum f&ouml;rdern &ndash; und zwar nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in den sogenannten Entwicklungs- und Schwellenl&auml;ndern. Dem widerspricht Sven Hilbig, Welthandelsexperte bei &raquo;Brot f&uuml;r die Welt&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/juni\/ttip-wohlstand-fuer-den-sueden%20\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erste Bewertung der Schlichtungsempfehlung f&uuml;r den Sozial- und Erziehungsdienst<\/strong><br>\nDie Vertreterinnen und Vertreter der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der Schlichtungskommission haben eine erste Bewertung der Schlichtungsempfehlung zum Sozial- und Erziehungsdienst vorgenommen:<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++29495054-19a2-11e5-aa53-5254008a33df\">ver.di<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/++file++55894fe2bdf98d0b5d000162\/download\/Einigungsempfehlung_%20Schlichter_Sozial-_und_Erziehungsdienste.pdf\">Die Schlichtungsempfehlung im Wortlaut [PDF &ndash; 211 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Das Schlichtungsergebnis lautet doch eigentlich: Lohndumping wird fortgesetzt und zwar mindestens f&uuml;nf Jahre lang.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verdi k&auml;mpft gegen den Machtverlust<\/strong><br>\nSeit zwei Wochen f&uuml;hrt die Gewerkschaft Verdi einen unbefristeten Streik gegen die Post, keine Seite will sich bewegen. Denn es geht nicht nur um Lohnkosten, Verdi muss auch um die eigene Machtstellung im Konzern ringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/dienstleister\/deutsche-post-streik-verdi-kaempft-gegen-den-machtverlust\/11935678.html\">WiWo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rente mit 63: Ein Viertel der Betriebe versucht die Mitarbeiter zu halten<\/strong><br>\nEin Viertel der Betriebe mit Mitarbeitern, die von der Rente mit 63 Gebrauch machen, versucht die Mitarbeiter zu halten. Sie bieten beispielsweise flexiblere Arbeitszeiten, Lohnerh&ouml;hungen oder Pr&auml;mien an. Das zeigt eine repr&auml;sentative Betriebsbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Betriebe, die bei der Personalrekrutierung von Fachkr&auml;fteengp&auml;ssen betroffen sind, versuchen besonders h&auml;ufig ihre Mitarbeiter zum Verbleib im Betrieb zu motivieren.<br>\nGut die H&auml;lfte der Betriebe plant bei einem Ausscheiden von Mitarbeitern durch die Rente mit 63 den Ersatz durch Externe, also Neueinstellungen. Fast ein Drittel der Betriebe will mit internen Umstrukturierungsma&szlig;nahmen reagieren, etwa durch technische und organisatorische Ver&auml;nderungen&hellip;<br>\nElf Prozent der Betriebe sind nach eigener Aussage von der Rente mit 63 betroffen, weil Mitarbeiter bereits ausgeschieden sind oder die Betriebe dies erwarten. Aufgrund der Unterschiede in der Altersstruktur der Besch&auml;ftigten stellt sich die Situation je nach Branche sehr verschieden dar. W&auml;hrend in den Branchen &bdquo;Kunst, Unterhaltung, Erholung&ldquo;, &bdquo;Information und Kommunikation&ldquo; oder im Gastgewerbe weniger als f&uuml;nf Prozent der Betriebe von der Rente mit 63 in den n&auml;chsten drei Jahren betroffen sind, liegt der Anteil in der &ouml;ffentlichen Verwaltung bei mehr als 30 Prozent.<br>\nIn Westdeutschland sind elf Prozent, in Ostdeutschland 15 Prozent der Betriebe betroffen. &bdquo;Dies erkl&auml;rt sich durch die Altersstruktur in Ostdeutschland, wo aufgrund des demographischen Wandels, der Abwanderung nach Westdeutschland und vergleichsweise wenig Einwanderung der Anteil &auml;lterer Besch&auml;ftigter h&ouml;her ist als im Westen&ldquo;, schreiben die IAB-Forscher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2015\/aktueller_bericht_1509.pdf\">Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geleaktes CIA-Dokument belegt Kriegspropaganda<\/strong><br>\n&ldquo;Krieg und Frauen haben sich medial endlich vers&ouml;hnt!&rdquo;. Der Politikwissenschaftler J&ouml;rg Becker &uuml;ber Feminismus und junge M&auml;dchen in der politischen Propaganda zur Erh&ouml;hung der Kriegsbereitschaft<br>\nJ&ouml;rg Becker ist seit 1987 Honorarprofessor f&uuml;r Politikwissenschaft an der Universit&auml;t Marburg. Er war von 1987 bis 2010 Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des KomTech-Instituts f&uuml;r Kommunikations- und Technologieforschung in Solingen und von 1999 bis 2011 Gastprofessor f&uuml;r Politikwissenschaft an der Universit&auml;t Innsbruck. Von ihm stammen zahlreiche deutsche und internationale Ver&ouml;ffentlichungen zu den Bereichen Internationale Beziehungen, Friedensforschung und Medienpolitik. Telepolis sprach mit ihm.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45221\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschlands Doppelmoral<\/strong><br>\nDrohungen, Vertreibung, Morde &ndash; jahrelang haben paramilit&auml;rische Einheiten Platz f&uuml;r den lukrativen Kohleabbau im Nordosten Kolumbiens geschaffen. Zwischen 1996 und 2006 wurden fast 60.000 Menschen vertrieben und 2.600 Menschen ermordet. Profiteure der Menschenrechtsverletzungen sind auch deutsche Energieversorger.<br>\nIm Fokus der Kritik stehen der weltweit gr&ouml;&szlig;te Minenbetreiber aus der Schweiz, Glencore Xstrata, und der US-Konzern Drummond. Aber auch deutsche Energieversorger profitieren von den Menschenrechtsverletzungen: Kolumbien ist der drittwichtigste Lieferant f&uuml;r Steinkohle. Seit der Energiewende steigt der Bedarf kontinuierlich. Jede f&uuml;nfte Tonne Steinkohle, die deutsche Kraftwerke 2013 in Strom umgewandelt haben, kam aus Kolumbien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kolumbiens-kohle-deutschlands-doppelmoral.1247.de.html?dram:article_id=320192\">Das Feature im Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Christen bauen keine Waffen<\/strong><br>\nWer Waffen herstellt oder in die Waffenindustrie investiert, kann sich nicht ernsthaft als Christ bezeichnen &ndash; das meint zumindest Papst Franziskus. &ldquo;Alles wird f&uuml;r Geld getan&rdquo;, sagte er in Turin. Der Papst sprach &uuml;ber Vertrauen und sagte, wenn man nur Menschen vertraue, sei man verloren. Er denke dabei an &ldquo;Leute, Manager, Gesch&auml;ftsm&auml;nner, die sich als christlich bezeichnen und Waffen herstellen. Das f&uuml;hrt zu Misstrauen, oder nicht?&rdquo;<br>\nFranziskus kritisierte nicht nur Besch&auml;ftigte, sondern auch Investoren der Waffenindustrie. Ihnen warf er Doppelz&uuml;ngigkeit vor. &ldquo;Sie sagen das eine und tun das andere.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/papst-franziskus-kritisiert-waffenbranche-a-1040023.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Volker_Kauder#Religiosit.C3.A4t\">Auf Wikipedia steht<\/a>, dass Papst Franziskus Volker Kauder (CDU), der als parlamentarischer Arm von Heckler und Koch bekannt ist, am 4. Juni 2014 mit dem P&auml;pstlichen Gregoriusorden f&uuml;r sein Engagement f&uuml;r verfolgte Christen ausgezeichnet hat. Das ist doch dann auch irgendwie doppelz&uuml;ngig oder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Marsch der Entschlossenen &ndash; ziviler Ungehorsam vor dem Reichstag in Berlin<\/strong><br>\nHinter dem Slogan, der bei fl&uuml;chtiger Betrachtung erscheint, wie die geschickt kommunizierte PR Aktion eines neuen Hollywood Streifens, verbirgt sich das aktuelle Projekt der K&uuml;nstlergruppe Zentrum F&uuml;r Politische Sch&ouml;nheit (ZPS).<br>\nDas Kollektiv hinter dem verst&ouml;renden Namen versteht sich selbst als eine Sturmtruppe zur Errichtung moralischer Sch&ouml;nheit, politischer Poesie und menschlicher Gro&szlig;gesinntheit zum Schutz der Menschheit und h&auml;lt in j&uuml;ngster Zeit die versammelte Medienlandschaft unter dem Hashtag #DieTotenKommen auf Trab.<br>\nFinanziert &uuml;ber eine Crowdfunding Kapagne hatte das ZPS bereits Anfang des Monats medienwirksam angek&uuml;ndigt, zehn unbekannter Fl&uuml;chtlinge aus ihren menschenunw&uuml;rdigen Grabst&auml;tten auf Sizilien zu exhumieren und die sterblichen &Uuml;berreste anschlie&szlig;end auf dem Landweg zu ihren &ldquo;b&uuml;rokratischen M&ouml;rdern&rdquo; direkt in das Berliner Regierungsviertel zu &uuml;berf&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.southvibez.de\/blog\/marsch-der-entschlossenen-ziviler-ungehorsam-vor-dem-reichstag-in-berlin\/\">Southvibes<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Abfallpioniere von Bo<\/strong><br>\nAfrika und sein Abfall &ndash; M&uuml;llrecycling in Sierra Leone<br>\nAls ich mit dem einheimischen Freund einer Hilfsorganisation einst durch die Savanne Tansanias fuhr und dieser achtlos seine leere Wasserflasche aus dem Fenster warf, wollte mein westliches Umweltgewissen ihn sofort belehren. Doch er entgegnete nur: &ldquo;Siehst Du die Kinder dahinten, die werden sich gleich darauf st&uuml;rzen.&rdquo;<br>\nSo k&ouml;nnen sich Perspektiven unterscheiden: eine weggeworfene Plastikflasche als wertvolles Haushaltsgef&auml;&szlig; oder wenigstens Kinderspielzeug. Eine kleine Lektion f&uuml;r mich, den Mzungu, den Fremden.<br>\nTrotzdem: Das urbane Afrika, vor allem in den Slums, gleicht einem Dumpingplace. Und zwar nicht nur f&uuml;r ausgelagerten Schrott aus dem Westen. Der meiste M&uuml;ll ist dann doch hausgemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/die-abfallpioniere-von-bo\/\">Aussengedanken<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gemischtes Bild der unvollendeten Einheit<\/strong><br>\n&ldquo;Die staatliche Einheit ist eine unvollendete Einheit.&rdquo; Das belegt nach Ansicht von Professor Rolf Rosenbrock die am Dienstag von der Volkssolidarit&auml;t in Berlin vorgestellte Studie &ldquo;Die deutsche Vereinigung 1989 bis 2015 &ndash; Positionen der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger&rdquo;. Das vom Sozialwissenschaftler Professor Gunnar Winkler, Ehrenpr&auml;sident des Verbandes, erarbeitete Material sei &ldquo;ein wichtiges und unverzichtbares Nachschlagewerk f&uuml;r alle, die sich mit der unvollendeten Einheit und den Gr&uuml;nden daf&uuml;r besch&auml;ftigen&rdquo;, so Rosenbrock. Der Vorsitzendes des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes meinte, dass die Studie ein &ldquo;gemischtes Bild der unvollendeten Einheit zeige&rdquo;&hellip;<br>\nDer Stand der Einheit wird in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich gesehen, so eine der Hauptaussagen: &ldquo;Nur jeder vierte Ostb&uuml;rger, aber jeder 2. Westb&uuml;rger ist der Meinung, dass Ost und West nach fast 25 Jahren der Vereinigung weitgehend zusammengewachsen sind bzw. nur noch geringe Unterschiede bestehen.&rdquo; Hier w&uuml;rden Ost und West am weitesten auseinanderdriften, stellte Autor Winkler bei der Vorstellung in der Vertretung des Freistaates Th&uuml;ringen beim Bund fest. In Ostdeutschland erwartet den Untersuchungen zufolge fast die H&auml;lfte der Befragten, dass die Unterschiede noch gr&ouml;&szlig;er werden, gegen&uuml;ber einem Drittel im Westteil des Landes. Winkler machte u.a. auf die immer noch bestehenden Differenzen in den Lebensverh&auml;ltnissen als eine der Ursachen aufmerksam. &ldquo;Bei den wichtigsten sozio-&ouml;konomischen Parametern wird nur eine durchschnittliche Angleichung des Ostens an den Westen von 75 bis 85 Prozent erreicht&rdquo;, so der Autor. Das tr&auml;fe unter anderem zu f&uuml;r die Wirtschaftsleistung, die Erwerbs- und Alterseinkommen der Ostdeutschen, das Wohneigentum oder das Verm&ouml;gen. Das bleibe weit hinter den Erwartungen der B&uuml;rger zur&uuml;ck, betonte der Autor. Es f&uuml;hre trotz &ldquo;hoher allgemeiner Lebenszufriedenheit&rdquo; auch dazu, dass die Ostdeutschen sich mehrheitlich noch nicht richtig in der Bundesrepublik angekommen f&uuml;hlten.<br>\nSie h&auml;tten aber keinen &ldquo;Gleichheitsfimmel&rdquo; und verst&uuml;nden unter &ldquo;Angleichung&rdquo; keine Gleichheit im Sinne formaler quantitativer Gleichheit oder Nivellierung, stellte Winkler klar. Es gehe den Ostdeutschen dagegen weiterhin vor allem um Chancengleichheit &ldquo;im Sinne von Herstellung vergleichbarer Bedingungen f&uuml;r einen eigenst&auml;ndigen Lebensgestaltung&rdquo;. Der Autor machte auch auf weiter bestehende Unterschiede in den Werten der B&uuml;rger in Ost und West aufmerksam. W&auml;hrend &ldquo;Freiheit&rdquo; und &ldquo;Demokratie&rdquo; f&uuml;r die Westdeutschen vorrangiger scheinen, gelte das aus ostdeutscher Sicht f&uuml;r die Werte &ldquo;soziale Sicherheit&rdquo; und &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo;. Allerdings gleichen sich laut Winkler die Sichten bei den unter 30j&auml;hrigen immer weiter an. Als &ldquo;erschreckend&rdquo; bezeichnete der Ehrenpr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t, dass den Befragungen zufolge immer noch rund ein Drittel der Ostdeutschen meinen, dass es hierzulande zu viele Ausl&auml;nder gebe. 1992 waren des nach den Untersuchungen zwar noch mehr als die H&auml;lfte gewesen. Aber solche Sichten passten heute weniger denn je in die Landschaft, so Winkler.<br>\nEr h&auml;lt eine Angleichung der Lebensverh&auml;ltnisse in Ost und West in zehn bis f&uuml;nfzehn Jahren f&uuml;r &ldquo;nicht erreichbar&rdquo;. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in Folge der Deindustrialisierung des fr&uuml;heren DDR-Gebietes fehlten die &ldquo;Bedingungen f&uuml;r langfristigen Fortschritt in Richtung Angleichung&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.volkssolidaritaet.de\/bundesverband\/bundesverband-ev\/aktuelles\/sozialpolitik\/studie-25-jahre-vereingiung\/\">Volkssolidarit&auml;t<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>In Vielfalt einf&auml;ltig<\/strong><br>\nDort wo man in Vielfalt vereint ist, herrscht eigentlich nichts anderes wie Alternativlosigkeit. Grauer Alltag und Einheitsbrei. Dieses real existierende Europa ist politisch und &ouml;konomisch gesehen f&uuml;r die Einfalt. Aber &raquo;In Vielfalt geeint&laquo; ist ein tolles Leitmotiv, eine PR, die den Menschen Europa zug&auml;nglich macht. Man muss dieses Motto also hegen und pflegen. Nur darf man es nicht als Versprechen sehen. So wie jeder Werbejingle Dinge in Aussicht stellt, mit denen man nicht rechnen sollte, so wie kein Gnom ein Womanizer wird, wenn er sich Axe in die Achselh&ouml;hlen schmiert, so ist auch diese Parole nur bedingt auch so gemeint. Wie vielf&auml;ltig Europa ist, sieht man dieser Tage an dem Einsatz der Einf&auml;ltigen, die Griechenland auf Linie zu bringen versuchen. Vielf&auml;ltig ist hierbei nur die Niedertracht und das Ma&szlig; an Boshaftigkeit. Sie sind in Vielfalt vereint, die politische Einfalt wiederherzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/06\/in-vielfalt-einfaltig.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Internet bringt keine W&auml;hler zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDemokratische Innovationen beantworten die soziale Frage der Demokratie nicht<br>\nDie repr&auml;sentative Demokratie steht unter Druck: Das untere Drittel der Gesellschaft beteiligt sich nicht mehr, Parteien verlieren an gesellschaftlicher Verankerung, die Europ&auml;isierung schw&auml;cht den demokratisch legitimierten Nationalstaat nicht nur in S&uuml;deuropa. Als Heilmittel gelten mehr Referenden, die digitale Demokratie, mehr deliberative Verfahren oder ein st&auml;rkerer europ&auml;ischer Zusammenschluss. Doch solche &Auml;nderungen halten in der Praxis nicht das, was sie versprechen, wie WZB-Demokratie-Forscher Wolfgang Merkel in seiner Analyse &bdquo;Nur sch&ouml;ner Schein?&ldquo; f&uuml;r die Otto Brenner Stiftung zeigt. Das untere Drittel der Gesellschaft kehrt nicht zur Politik zur&uuml;ck. Die Heilmittel k&ouml;nnten die soziale Krankheit der Demokratie beschleunigen&hellip;<br>\nDie Hoffnung, dass dank der digitalen Kommunikation bisher unbeteiligte Gruppen und Individuen in die Politik zur&uuml;ckkehren, hat sich bisher nicht erf&uuml;llt. Digitale Partizipationsangebote werden vor allem von B&uuml;rgern genutzt, die sich vorher schon f&uuml;r Politik interessiert oder politisch engagiert haben&hellip;<br>\nNeue Formen digitaler Repr&auml;sentation k&ouml;nnen Parteien und Parlamente nicht ersetzen, den B&uuml;rgern aber helfen, diese in Zukunft besser zu durchleuchten (Monitory Democracy). Insbesondere NGOs mit W&auml;chter-Funktionen profitieren vom Internet.<br>\nParteien k&ouml;nnen digitale Plattformen (z.B. Liquid Democracy) f&uuml;r eine bessere Mitsprache und Mitentscheidung der Mitgliederbasis nutzen, ebenfalls f&uuml;r die Kommunikation mit den W&auml;hlern. Mehr Transparenz und intensivierte Partizipation sind absehbare Demokratiegewinne. &bdquo;Die Piraten&ldquo; haben allerdings auch demonstriert, wie digitale Niedertracht im Schatten der Anonymit&auml;t ganze Parteien zerlegen kann.<br>\nBei unkonventionellen Beteiligungsformen wie Protestmobilisierung bieten Internet und soziale Medien neue M&ouml;glichkeiten. Hier liegen gro&szlig;e politische Potenziale&hellip;<br>\nVolksabstimmungen verst&auml;rken die Tendenz zur &Uuml;berrepr&auml;sentation gutsituierter Schichten&hellip;<br>\nAus einer demokratietheoretischen Sicht sollte es st&auml;rkere Vorbehalte gegen die Abgabe nationaler Souver&auml;nit&auml;tsrechte an inter- und supranationale Institutionen geben, wenn diese erhebliche Demokratiedefizite aufweisen. Dies muss auch f&uuml;r die Europ&auml;ische Union gelten. Das Demokratiepotenzial des Europ&auml;ischen Parlaments wird &uuml;bersch&auml;tzt&hellip;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/de\/pressemitteilung\/das-internet-bringt-keine-waehler-zurueck\">Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/sites\/default\/files\/u6\/ah80_demokratie_web.pdf\">Wolfgang Merkel, Nur sch&ouml;ner Schein? Demokratische Innovationen in Theorie und Praxis, Studie der Otto-Brenner-Stiftung [PDF &ndash; 2 MB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Mansur wieder frei<\/strong><br>\n&Auml;gyptischer TV-Journalist aus Haft entlassen<br>\nDie Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat die Freilassung des inhaftierten Al-Dschasira-Journalisten Ahmed Mansur best&auml;tigt. Die Beh&ouml;rde begr&uuml;ndete dies am 22. Juni 2015 in Berlin mit Bedenken gegen das von &Auml;gypten gegen Mansur vorgebrachten Auslieferungsersuchen. Mansur, der auch die britische Staatsangeh&ouml;rigkeit besitzt, geh&ouml;rt zu den bekanntesten TV-Journalisten der arabischen Welt. Er war am 20. Juni am Flughafen Berlin-Tegel festgenommen worden, als er nach Katar fliegen wollte. (&hellip;)<br>\nViele offene Fragen (&hellip;)<br>\nDer TV-Journalist selbst erkl&auml;rte, Interpol habe ihm schriftlich best&auml;tigt, dass es keine Grundlage f&uuml;r eine Festnahme au&szlig;erhalb &Auml;gyptens gebe. Warum der Journalist erst festgenommen wurde, als er von Berlin-Tegel aus Deutschland verlassen wollte und nicht bereits bei der Einreise, blieb offen. Nach Angaben seines Anwalts kam Mansur bereits Mitte Juni mit einem Flug aus Sarajewo auf dem Flughafen M&uuml;nchen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/182326\/index.html\">3sat<\/a>\n<p><strong>Dazu: Politisch motivierte Festnahme?<\/strong><br>\nReporter ohne Grenzen fordert die Berliner Staatsanwaltschaft dazu auf, den Fall des inhaftierten &auml;gyptischen Journalisten Ahmed Mansur schnell und unmissverst&auml;ndlich aufzukl&auml;ren. Der 53-J&auml;hrige Al-Dschasira Mitarbeiter ist am Samstagnachmittag am Berliner Flughafen Tegel festgenommen worden, als er nach Doha fliegen wollte. Ein Gericht in &Auml;gypten hatte Mansur in Abwesenheit zu 15 Jahren Haft verurteilt. (&hellip;)<br>\n&Uuml;bereinkunft zwischen &Auml;gypten und Deutschland?<br>\nMansur selbst wies Vermutungen &uuml;ber einen internationalen Haftbefehl zur&uuml;ck. Auf der Webseite von Al-Dschasira versicherte er, Interpol habe ihm schriftlich best&auml;tigt, dass es keine Grundlage f&uuml;r eine Festnahme au&szlig;erhalb &Auml;gyptens gebe. Der entsprechende Antrag der &auml;gyptischen Beh&ouml;rden sei nicht &uuml;bernommen worden. Er vermutet, dass es sich bei der Inhaftierung um eine bilaterale &Uuml;bereinkunft zwischen Deutschland und &Auml;gypten gehandelt haben k&ouml;nnte. &Auml;gyptens umstrittener Staatspr&auml;sident Abdelfattah al-Sisi war vor zwei Wochen im Rahmen eines Staatsbesuches auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel empfangen worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/pressemitteilungen\/meldung\/politisch-motivierte-festnahme-von-ahmed-mansur\/\">Reporter ohne Grenzen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es scheint um den &Ouml;ffentlichen Dienst mittlerweile nicht gut bestellt zu sein. Es h&auml;ufen sich Unregelm&auml;&szlig;igkeiten:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em>Polizisten &ndash; aber vermutlich nicht lediglich sie &ndash; &auml;u&szlig;ern oder verhalten sich ausl&auml;nderfeindlich;<\/em><\/li>\n<li><em>Jugend&auml;mter siedeln Kinder bzw. Jugendliche in weite Entfernungen um;<\/em><\/li>\n<li><em>das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen &ldquo;&uuml;bersieht&rdquo; zwei gro&szlig;e Kohlekraftwerke.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Und nun die offenbar vollkommen unbegr&uuml;ndete Verhaftung eines Journalisten.<\/em><br>\n<em>Sind das die Folgen von &Uuml;berforderung z.B. durch Personalmangel im &Ouml;ffentlichen Dienst oder ist das alles sogar politisch gewollt?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Mansur erhebt Vorw&uuml;rfe gegen die Bundesregierung<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung habe sich zum Handlanger des &auml;gyptischen Milit&auml;rregimes gemacht, findet der arabische Fernsehjournalist. Seine Festnahme sei &ldquo;eine manipulierte Sache&rdquo; gewesen, so Ahmed Mansur.<br>\nEr gehe davon aus, dass das &ldquo;tyrannische Regime&rdquo; von &Auml;gyptens Pr&auml;sident Abdel Fattah al-Sisi &ldquo;erfolgreich war, bestimmte Personen in der deutschen Regierung zu benutzen&rdquo;, sagte Ahmed Mansur auf einer Pressekonferenz in Berlin. Der Starjournalist des in Katar ans&auml;ssigen TV-Senders Al-Dschasira stellte einen Zusammenhang zwischen seiner Festnahme am Berliner Flughafen und Al-Sisis Berlin-Besuch Anfang Juni her. Im Februar habe er noch unbehelligt nach Frankfurt und Berlin reisen k&ouml;nnen, berichtete Mansur. &ldquo;Diesmal, nach dem Besuch von Sisi, wurde ich festgenommen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/mansur-erhebt-vorw%C3%BCrfe-gegen-die-bundesregierung\/a-18536689\">Deutsche Welle<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Die wahren Hintergr&uuml;nde wird die &Ouml;ffentlichkeit wahrscheinlich nie erfahren. Sie werden nach der Blaupause des NSA-BND-Aff&auml;re Staatsgeheimnis bleiben. Nicht auszuschlie&szlig;en ist jedoch, dass sich die &auml;gyptische Regierung nach &ldquo;&hellip;dem gr&ouml;&szlig;ten Auftrag, den Siemens je in der Firmengeschichte erhalten hat&hellip;(von der &auml;gyptischen Regierung)&hellip;.&rdquo; zu sicher wahr, dass die deutsche Regierung bei der Ausschaltung eines unliebsamen Kritikers der gegenw&auml;rtigen &auml;gyptischen Verh&auml;ltnisse, schweigend Erf&uuml;llungsgehilfe sein wird. &ldquo;Arbeitspl&auml;tze&rdquo; entschuldigen vieles. Au&szlig;enminister Steinmeier hatte dieser Helferrolle in der Vergangenheit gegen&uuml;ber den USA ausgef&uuml;llt und warum sollte es nicht ein zweites Mal funktionieren? Ohne massive Gegenbewegung der Medien von Beginn an, w&auml;re der Verlauf sicher anders gewesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Selfies gegen Griechenland: Presserat missbilligt &bdquo;Bild&ldquo;<\/strong><br>\nIn seiner Sitzung vor ein paar Tagen hat der Presserat neben zwei R&uuml;gen auch mehrere Missbilligungen gegen &bdquo;Bild&ldquo; und Bild.de ausgesprochen. Insgesamt waren beim Presserat fast 20 Beschwerden zu der Kampagne eingegangen. Viele Beschwerdef&uuml;hrer kritisierten die Formulierung &bdquo;die gierigen Griechen&ldquo;, mit der ein ganzes Volk pauschal diffamiert werde. Au&szlig;erdem sei der Aufruf, sich den Artikel auszudrucken und ein Selfie damit zu posten, ein Aufruf an die Leser, gegen die Griechen zu hetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/66140\/selfies-gegen-griechenland-presserat-missbilligt-bild\/\">Bildblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> In diesem Zusammenhang war auch die Schlagzeile zu lesen, der Presserat habe Bild <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975452.presserat-ruegt-bild-wegen-diskriminierung-von-griechen.html\">wegen Diskriminierung von Griechen ger&uuml;gt<\/a>. Das ist falsch. Missbilligungen sind keine R&uuml;gen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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