{"id":26545,"date":"2015-06-26T09:04:45","date_gmt":"2015-06-26T07:04:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545"},"modified":"2015-06-26T09:04:45","modified_gmt":"2015-06-26T07:04:45","slug":"hinweise-des-tages-2402","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h01\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h02\">Amtliche &Ouml;ffentlichkeitsarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h03\">Volmer kritisiert Aufstockung der NATO-Eingreiftruppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h04\">Leiharbeit, Minijob und Co.: Sp&uuml;rbare Folgen f&uuml;r das Privat- und Familienleben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h05\">NSA und GCHQ spionieren Anti-Viren-Hersteller aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h06\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h07\">Lobbyarbeit: EU-Digitalkommissar Oettinger trifft fast nur Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h08\">Max-Planck-Institut: Vorratsdatenspeicherung hilft Verbrechensbek&auml;mpfung nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h09\">Offene medizinische Rationierung mit Hilfe der Elektronischen Gesundheitskarte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h10\">Fl&uuml;chtlinge auf dem Weg in die Wertegemeinschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h11\">Ester Seitz oder Klick it like plemplem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h12\">Akademikerschwemme oder Marktversagen der Ausbildungsbetriebe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h13\">Siggi Pops Dr&uuml;ckerkolonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h14\">Bundestag muss Guttenberg-Unterlagen herausgeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545#h15\">Das Letzte: Klaus Wowereit hat einen neuen Job<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26545&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krieg der Papiere<\/strong><br>\nSo viel Rot wie in einem schlechten Schuldiktat: Die Gl&auml;ubiger schicken der griechischen Regierung ihren Reformvorschlag zur&uuml;ck, abge&auml;ndert nach ihren Forderungen. Entgegenkommen von beiden Seiten &ndash; Fehlanzeige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/griechenland-krise-verschaerft-krieg-der-papiere\/11968996.html\">Donata Riedel im Handelsblatt<\/a>\n<p>dazu: <a href=\"http:\/\/www.skai.gr\/files\/1\/aalex7\/5pagedoc2462015.pdf\">Der griechische Vorschlag und was strittig ist [PDF]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenlandkrise: Gl&auml;ubiger stellen Tsipras vor die Wahl<\/strong><br>\nDie Strapazen sind allen Beteiligten anzusehen: Die Augen m&uuml;de, das L&auml;cheln gequ&auml;lt, die Formulierungen immer hilfloser. Seit mehr als einer Woche sind die Eurofinanzminister und die Mitarbeiter der drei Institutionen Internationaler W&auml;hrungsfonds (IWF), Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) und EU-Kommission fast rund um die Uhr im Einsatz. Die Euro-Gruppen-Sitzung am Donnerstag wurde von Teilnehmern als fast &ldquo;komat&ouml;s&rdquo; bezeichnet.<br>\nImmerhin: Der Leidensdruck ist so hoch, dass eine L&ouml;sung jetzt zum ersten Mal tats&auml;chlich kurz bevorzustehen scheint. Der Zeitplan jedenfalls ist klar.<br>\nDie Gl&auml;ubigerinstitutionen haben bei ihren Treffen Mittwochnacht und Donnerstagmorgen einen umfangreichen Kompromiss mit allen notwendigen Dokumenten erarbeitet. Die Ma&szlig;nahmen sind bekannt: Reform der Mehrwertsteuer und des Rentensystems, Strukturreformen, &Auml;nderungen bei den Beamtengeh&auml;ltern und Privatisierungen, K&uuml;rzungen im Milit&auml;rbudget.<br>\nDas notwendige Staff-Level-Agreement ist ebenso ausgearbeitet wie eine Liste der umgehend vom griechischen Parlament anzunehmenden &ldquo;prior actions&rdquo;. Diese Gesetze m&uuml;ssen beschlossen sein, bevor das Geld flie&szlig;t. &Uuml;ber diese Dokumente, erfuhr SPIEGEL ONLINE aus Verhandlungskreisen, wird nicht mehr verhandelt.<br>\nBeim EU-Gipfel am Donnerstagabend bearbeiteten die Staats- und Regierungschefs Tsipras auch noch einmal pers&ouml;nlich. In der zwei Stunden w&auml;hrenden Sitzung wurde ihm gesagt, dass er keinen Spielraum mehr habe. Entweder er akzeptiere das Angebot &ndash; oder man m&uuml;sse &uuml;ber einen &ldquo;Plan B&rdquo; sprechen. Damit wird &uuml;blicherweise eine Pleite oder ein Euro-Austritt Griechenlands umschrieben. Laut griechischen Medien sagte EU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk zu Tsipras: &ldquo;It&rsquo;s game over&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-die-verhandlungen-sind-vorbei-a-1040726.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Forderungen, die Athen niemals erf&uuml;llen kann<\/strong><br>\nUnmittelbar vor Beginn des EU-Gipfeltreffens haben die Kreditgeber der griechischen Regierung einen Forderungskatalog vorgelegt, den diese niemals erf&uuml;llen kann, ohne daheim von den B&uuml;rgern davongejagt zu werden. Sollte Premierminister Alexis Tsipras die auf neun Seiten aufgelisteten prior actions, also die am dringendsten durchzuf&uuml;hrenden Ma&szlig;nahmen, unterschreiben, k&auml;me dies einer Kapitulation seiner Regierung vor den Kreditgebern gleich.<br>\nDie Botschaft der Experten von Europ&auml;ischer Kommission, Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds klingt zwischen den akkurat und bis ins Detail aufgelisteten Forderungen unmissverst&auml;ndlich durch: Sie sind nicht bereit, auf die bisherigen Reformangebote der griechischen Regierung einzugehen. Sondern halten an den alten Vereinbarungen fest. Die in der Liste aufgef&uuml;hrten Forderungen entsprechen grunds&auml;tzlich den im Herbst 2012 von der konservativen Vorg&auml;ngerregierung von Premier Antonis Samaras unterschriebenen Verpflichtungen des zweiten Rettungsprogramms f&uuml;r Griechenland. Also genau dem, was der linke Premier Tsipras ver&auml;ndern und eben nicht erf&uuml;llen wollte. Selbst die kleinen Ann&auml;herungen, die in den vergangenen Tagen erreicht wurden, sind wieder gestrichen. Statt weniger fordern die Kreditgeber&nbsp;mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-forderungen-die-athen-niemals-erfuellen-kann-1.2538217\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Breaking Greece<\/strong><br>\nSo what is happening? Is the goal to break Syriza? Is it to force Greece into a presumably disastrous default, to encourage the others? At this point it&rsquo;s time to stop talking about &ldquo;Graccident&rdquo;; if Grexit happens it will be because the creditors, or at least the IMF, wanted it to happen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2015\/06\/25\/breaking-greece\/\">Paul Krugman<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Widerspenstigen Z&auml;hmung<\/strong><br>\nDas Dramatische daran ist nicht die sich abzeichnende Niederlage der griechischen Regierung. Sondern der missgl&uuml;ckte Versuch eines Landes, aus einer Politik auszubrechen, die in ganz S&uuml;deuropa zu Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut gef&uuml;hrt hat. Unterwirf dich Br&uuml;ssel &ndash; oder du fliegst. An dieser Maxime hat sich nichts ge&auml;ndert. Die Geldeintreiber setzen sich durch und schaffen es, ihr punktuelles Entgegenkommen als Barmherzigkeit zu verkaufen.<br>\nSicher sind nicht alle Forderungen Br&uuml;ssels dumm (was spricht dagegen, Reiche h&ouml;her zu besteuern?), wohl aber die Kernpunkte: Griechenland soll nach Abzug seiner Zinszahlungen ein Haushaltsplus erzielen, unabh&auml;ngig von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Es soll die Mehrwertsteuer in einer Zeit erh&ouml;hen, in der viele Griechen verarmen. Diese Politik ist nicht alternativlos, sie ist grausam.<br>\nZu erkl&auml;ren ist sie nur durch eine geistige Renationalisierung wichtiger europ&auml;ischer L&auml;nder. Richtig ist zwar, dass Athen Milliardenkredite bekommen hat. Mit Solidarit&auml;t oder einer europ&auml;ischen Idee hat das aber wenig zu tun. Ein Gro&szlig;teil der Kredite floss an die europ&auml;ischen Banken zur&uuml;ck. Der Rest davon dient als Schutzmauer, um die nationale Wirtschaft nicht durch eine neue Eurokrise zu gef&auml;hrden&hellip;<br>\nDie Maxime ist: Unterwirf dich Br&uuml;ssel &ndash; oder du fliegst raus&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/berlin\/tazplan-kultur\/artikel\/?dig=2015%2F06%2F24%2Fa0008&amp;cHash=d220bfd329abd62316482a17f528f8d4\">Ingo Arzt in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief aus Athen: Tsipras Optionen aus Sicht der Parteizeitung<\/strong><br>\n&bdquo;Nichts ist zu Ende bevor es zu Ende gegangen ist&ldquo; titelt das Parteiorgan der SYRIZA &bdquo;AVGI&ldquo; den heutigen Leitartikel . Da der Artikel ein gutes Bild der trotzigen Stimmung und der Einsch&auml;tzung der Situation in der Partei gibt, hier die &Uuml;bersetzung. Man unterstellt der Gegenseite den unbedingten Wilen zum Umsturz und sieht Tsipras in der Lage, das zu verhindern.<br>\n&bdquo;Der gestrige Tag war au&szlig;erordentlich lehrreich. Es wurde ohne Zweifel klar, das vereinfachende Schemata &bdquo;18 gegen 1&ldquo; auf L&auml;nderebene und &bdquo;3 gegen 1&ldquo; auf der Ebene der Institutionen die komplexe europ&auml;ische Realit&auml;t nicht widerspiegeln. Ganz einfach, je n&auml;her die &Uuml;bereinkunft oder auch der Bruch kommt, fallen die Masken und jeder schaut auf seine eigenen Interessen.<br>\nEs wurde ebenfalls offensichtlich, dass die Positionen der Kreditgeber ideologisch sind und nicht finanztechnisch &bdquo;technokratisch&ldquo;. Sie dr&auml;ngen in schamloser Zusammenarbeit mit ihren hiesigen Mitarbeitern auf den Umsturz der &lsquo;volksfreundlichen&rsquo; Elemente der griechischen Vorschl&auml;ge. &hellip;Sie wollen damit zwei Dinge erreichen: Den Sturz der Regierung Tsipras und die Installierung ihrer eigenen (siehe den entsprechenden Vorschlag von Samaras f&uuml;r eine Regierung mit weder ihm selbst als Premierminister, noch Tsipras sondern einer dritten Person Typ Papadimou) und zweitens die Bedienung der Interessen der griechischen Korruption, der man ein &bdquo;Business as usual&ldquo; garantieren will. Sie wollen beides weil sie wissen, dass sie selbst wenn sie ihre Vorschl&auml;ge durchsetzen, sie auch eine Regierung brauchen, die willens ist diese nach ihren W&uuml;nschen umzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/415-brief-umsturz\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Amtliche &Ouml;ffentlichkeitsarbeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schulz zu Griechenland-Verhandlungen &ndash; &ldquo;Es wird eine L&ouml;sung geben&rdquo;<\/strong><br>\nEU-Parlamentspr&auml;sident Schulz hat vor einem Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone gewarnt. Der griechische Premier Tsipras m&uuml;sse den Mut aufbringen, sich &uuml;ber Widerst&auml;nde in seiner Partei hinwegzusetzen, sagte er im tagesthemen-Interview. Eine Einigung mit den Geldgebern sei m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/schulz-interview-103.html\">Tagesthemen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Das Interview mit dem Pr&auml;sidenten des Europ&auml;ischen Parlaments Schulz ist ein Musterbeispiel an professioneller Propaganda. Um es zu durchschauen, muss man genau hinh&ouml;ren. Sie werden dann auch ein paar lichte Elemente entdecken, zumindest erstaunlicherweise bei den Fragen von Thomas Roth. Propagandistisch exzellent sind die bei Schulz eingestreuten Nebenbemerkungen wie z.B. &bdquo;zur Vernunft kommen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Meinungsfreiheit &agrave; la Br&uuml;ssel &ndash; EU plant medialen und juristischen Kampf gegen russische Medienunternehmen RT und Sputniknews<\/strong><br>\nDas unabh&auml;ngige Nachrichtenmagazin EUObserver, das sich auf die Berichterstattung &uuml;ber die Europ&auml;ische Union und ihre Institutionen spezialisiert hat, deckt Pl&auml;ne aus Br&uuml;ssel auf, wonach die EU russisch-st&auml;mmige Medien k&uuml;nftig mit juristischen Mitteln und &bdquo;&Ouml;ffentlichkeitsarbeit&ldquo; bek&auml;mpfen will. Der Europ&auml;ische Ausw&auml;rtige Dienst hat dazu einen neun-seitigen Plan erstellt, der auf dem heute und morgen stattfindenden EU-Gipfel beschlossen werden soll. Neben der Instrumentalisierung der nationalen Regulierungsbeh&ouml;rden und einem entsprechenden Gesetzesvorhaben, soll dabei auch auf eine breit angelegte PR-Kampagne gesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rtdeutsch.com\/24028\/headline\/meinungsfreiheit-a-la-bruessel-eu-plant-kampf-gegen-russische-medienunternehmen-rt-und-sputniknews\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Hier ist der Link zu dem <a href=\"https:\/\/euobserver.com\/foreign\/129247\">Artikel bei EUObserver<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Einfluss der CIA auf deutsche Medien<\/strong><br>\nDass die NATO f&uuml;r die Rechtfertigung etwa des Afghanistankriegs &raquo;linke&laquo; Argumentationsmuster anbot (Menschen-, Frauenrechte, etc), und diese von vielen Redakteuren &uuml;bernommen wurden, schlug sich jeden Tag in den Zeitungen nieder. Dass die NATO mehr oder weniger direkt Einfluss auf deutsche Medien nimmt, gilt dennoch als Verschw&ouml;rungstheorie. Auch werden die ausf&uuml;hrenden Redakteure nicht m&uuml;de zu betonen, dass alles, was sie schreiben, ihrer ureigenen &Uuml;berzeugung entspringt und auch niemand in ihre Texte reinredet. Wie auch immer sie zustande kam &ndash; gro&szlig;e Teile der Berichterstattung zu Afghanistan waren pro Krieg, ihre Wirkung bekannt: Obwohl 80 Prozent der Deutschen diesen Angriff ablehnten, beteiligte sich die Bundeswehr von 2001 bis 2014 an jenem Verbrechen, ohne dass nennenswerter Protest ausgebrochen w&auml;re.<br>\nAuf wikileaks.org wurde ein Papier ver&ouml;ffentlicht, in dem die CIA bereits 2010 analysierte, dass jene &raquo;&ouml;ffentliche Apathie&laquo; in Deutschland Voraussetzung f&uuml;r den Krieg war &ndash; dass sich jenes Desinteresse bei &raquo;blutigen&laquo; Nachrichten aber schnell in &raquo;aktive Opposition&laquo; wandeln k&ouml;nnte. Um das zu verhindern, sollte die deutsche Gesellschaft &raquo;auf die Tolerierung ziviler Opfer&laquo; vorbereitet werden &ndash; mit &raquo;zugeschnittenen Nachrichten&laquo;: &raquo;Ein konsistentes und sich wiederholendes, strategisches Programm in allen NATO-L&auml;ndern, das die Schl&uuml;ssel-Bedenken eines bestimmten westeurop&auml;ischen Publikums aufgreift, k&ouml;nnte einen Puffer herstellen, sollte die Apathie in Opposition umschlagen.&laquo; Der Wunsch, die &ouml;ffentliche Meinung zu manipulieren, kann kaum unverbl&uuml;mter formuliert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975482.der-einfluss-der-cia-auf-deutsche-medien.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehrheit der Deutschen misstraut politischer Berichterstattung<\/strong><br>\nDas Vertrauen der Nutzer in die Informationsleistung der Medien schwindet. Nur 40 Prozent der Deutschen h&auml;tten &ldquo;gro&szlig;es&rdquo; oder &ldquo;sehr gro&szlig;es&rdquo; Vertrauen in die politische Berichterstattung, berichtete die &ldquo;Die Zeit&ldquo; am Mittwoch vorab aus ihrer neuen Ausgabe. 53 Prozent h&auml;tten dagegen wenig und sieben Prozent gar kein Vertrauen.<br>\nDie Zahlen stammen aus einer Studie zum Medienvertrauen, die das Forschungsinstitut Infratest dimap im Auftrag der Wochenzeitung erstellt hat. 25 Prozent der Befragten erkl&auml;rten demnach, ihr Zutrauen in die Berichterstattung der Medien sei in den vergangenen Jahren gesunken. Die klassischen Medien h&auml;tten trotzdem ihren Status als bevorzugte Informationsquelle nicht verloren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/aktuelle-umfrage-mehrheit-der-deutschen-misstraut-politischer-berichterstattung\/11961778.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2015-06\/medienkritik-journalismus-vertrauen\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Volmer kritisiert Aufstockung der NATO-Eingreiftruppe<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here Staatsminister im Ausw&auml;rtigen Amt, Volmer, hat das Vorgehen der NATO im Ukraine-Konflikt kritisiert. Man m&uuml;sse fragen, ob die Ma&szlig;nahmen, welche die NATO nun ergriffen habe, nicht eher sch&auml;dlich seien. Angesichts der Spannungen mit Russland hatte die NATO gestern entschieden, ihre schnellen Eingreiftruppen auf bis zu 40.000 Soldaten zu erh&ouml;hen. Volmer sprach von einem Sicherheitsdilemma, bei dem man sich gegen eine Gefahr wappne, die vielleicht gar nicht existiere. Durch die eigene Aufr&uuml;stung provoziere man erst auf anderer Seite milit&auml;rische Ma&szlig;nahmen, die dann eine Gefahr hervorriefen.Der Konflikt werde sich weiter aufschaukeln. &ldquo;Wir sehen den Beginn eines Kalten Krieges&rdquo;, sagte der fr&uuml;here Gr&uuml;nen-Politiker. Die Entwicklung werde so weit gehen, bis die Frage der atomaren Waffen wieder auf dem Tisch liege.<br>\nM&uuml;ller: Suchen wir nach den Schwarzen Schafen. Hat der Kreml mit allem angefangen?<br>\nVolmer: Die Besetzung der Krim durch Russland war ein Bruch des V&ouml;lkerrechts und es ist v&ouml;llig klar, dass die internationale Gemeinschaft darauf reagieren muss. Aber man kann nicht sagen, dass dies der Beginn war. Die Krim wurde besetzt, nachdem in der Ukraine eine gew&auml;hlte Regierung weggeputscht worden war. Wir im Westen nennen das demokratische Erneuerung, weil Demokraten diesen Putsch gemacht haben, allerdings in Verbindung mit vielen rechtsradikalen und nationalistischen Elementen. Und das Erste, was das Parlament damals gemacht hat, war zu beschlie&szlig;en, dass die russische Sprache in der Ostukraine verboten werden soll. Das wurde zwar einen Tag sp&auml;ter wieder zur&uuml;ckgenommen, aber in Moskau wurde das wahrgenommen als aggressiver Akt, der sich gegen die russische Minderheit in der Ukraine richtet, und so hat man dann zu den Mitteln gegriffen, die man der eigenen robusten Mentalit&auml;t entsprechend f&uuml;r naheliegend hielt. Das war ein V&ouml;lkerrechtsbruch. Aber man darf nicht sehen, dass hinter dieser unrechtm&auml;&szlig;igen Aktion doch ein legitimes Anliegen stand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-konflikt-volmer-kritisiert-aufstockung-der-nato.694.de.html?dram:article_id=323519\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Der Konflikt beginnt nat&uuml;rlich fr&uuml;her und zwar sp&auml;testens mit der Vorlage eines mit Sprengstoff beladenen EU-Assoziierungsabkommens, das der damalige Pr&auml;sident Wiktor Janukowytsch nicht unterzeichnete, weil es die Bedingung enthielt, Moskau bei den Verhandlungen dar&uuml;ber au&szlig;en vor zu lassen. Und obwohl die Ukraine auch wirtschaftliche Beziehungen mit Russland unterhielt, sollte sie sich Ende 2013 entscheiden: Entweder Russland oder die EU. Letztere nahm die absehbare innenpolitische Krise billigend in Kauf und tr&auml;gt damit eine Mitschuld an der heutigen Lage.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Kriegsvorbereitung<\/strong><br>\nDer Ton zwischen Russland und der NATO wird sch&auml;rfer. US-Atomwaffen in Polen gefordert [&hellip;]<br>\n&raquo;Nukleare Erpressung&laquo; sieht das westliche B&uuml;ndnis in der Tatsache, dass russische Flugzeuge in den letzten Monaten verst&auml;rkt &uuml;ber internationalen Gew&auml;ssern im nordatlantischen Raum Patrouille fliegen. Polnische Zeitungen behaupten zu wissen, dass sie Atomwaffen an Bord h&auml;tten und &uuml;ber der Ostsee &raquo;Atomangriffe&laquo; geprobt h&auml;tten. Nur aus dem Kleingedruckten amerikanischer Meldungen geht hervor, dass US-Flugzeuge und -Kriegsschiffe genau dasselbe tun: haarscharf an der Grenze des russischen Luftraums bzw. der Zw&ouml;lfmeilenzone im Schwarzen Meer entlangzufliegen oder zu fahren. Dies gilt offiziell nicht als Provokation; der Start russischer Abfangj&auml;ger dagegen sehr wohl.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-25\/024.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Leiharbeit, Minijob und Co.: Sp&uuml;rbare Folgen f&uuml;r das Privat- und Familienleben<\/strong><br>\nWer atypisch besch&auml;ftigt ist, muss mit zahlreichen Nachteilen leben. Menschen in Leiharbeit, Teilzeitarbeit, mit befristeten oder Minijobs verdienen meist nicht nur weniger als die sogenannten Normalarbeitnehmer. Das Arbeiten jenseits der &ldquo;Norm&rdquo; wirkt sich auch auf das Privatleben aus, wie Prof. Dr. Irene Gerlach, Dr. Regina Ahrens, Inga La&szlig; und Henning Heddendorp vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik (FFP) in M&uuml;nster herausgefunden haben. Die damit verbundenen Risiken tragen vor allem Frauen, zeigt ihre von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderte Studie.*<br>\nIm Kern der Untersuchung geht es darum, welchen Einfluss atypische Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse auf Partnerschaft und Familie, soziale Netzwerke oder die gesellschaftliche Teilhabe haben. Die Datenbasis f&uuml;r die Analyse bildet das Sozio-oekonomische Panel (SOEP).<br>\nIn den vergangenen Jahrzehnten ist die Zahl der atypisch Besch&auml;ftigten deutlich gestiegen. Ein gro&szlig;er Teil des Jobwachstums seit den 1990er-Jahren ging auf die zunehmende Verbreitung solcher Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse zur&uuml;ck. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren 2012 knapp acht Millionen Menschen atypisch besch&auml;ftigt. Die WSI-Datenbank &ldquo;Atypische Besch&auml;ftigung&rdquo; folgt der engeren Definition, die die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vom &ldquo;Normalarbeitsverh&auml;ltnis&rdquo; hat, und geht sogar von mehr als 13 Millionen aus.<br>\nDie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um die Politikwissenschaftlerin Gerlach sehen atypische Besch&auml;ftigung nicht pauschal als negativ an, betonen aber den zwiesp&auml;ltigen Charakter: W&auml;hrend Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befristete Stellen und Leiharbeit ganz &uuml;berwiegend unfreiwillig und mangels alternativer Angebote &uuml;bern&auml;hmen, sehe das bei Teilzeit- oder Minijobs auf den ersten Blick teilweise anders aus. Insbesondere Frauen entschieden sich h&auml;ufig bewusst f&uuml;r einen solchen Job, um mehr Zeit f&uuml;r die Familie zu haben. Doch selbst wenn es sich &ldquo;oberfl&auml;chlich betrachtet&rdquo; um eine freiwillige Wahl handele, steckten dahinter oftmals &ldquo;strukturelle Zw&auml;nge&rdquo;, wie etwa fehlende M&ouml;glichkeiten der Kinderbetreuung oder ein mangelndes Familienbewusstsein in der Arbeitswelt.<br>\n&ndash; Teilzeitbesch&auml;ftigte: Mehr Zeit f&uuml;r Kinder, h&ouml;here Abh&auml;ngigkeit &ndash;<br>\nEin Vergleich der verschiedenen Besch&auml;ftigungsformen zeigt: Besch&auml;ftigte in Teilzeit oder Minijobs investieren am meisten Zeit in die Betreuung von Kindern &ndash; im Schnitt zwischen gut sieben und mehr als elf Stunden pro Werktag, wenn das j&uuml;ngste Kind unter drei Jahre alt ist. Diese Arbeit leisten der Studie zufolge vor allem Frauen. Zwar wenden auch V&auml;ter, die in Teilzeit arbeiten, mehr Zeit f&uuml;r Kinder auf als regul&auml;r Besch&auml;ftigte, aber bei den M&uuml;ttern stellten die Forscher &ldquo;weitaus deutlichere Effekte&rdquo; fest. Am wenigsten Zeit f&uuml;r die Kinderbetreuung &ndash; 2,7 Stunden pro Werktag &ndash; bringen Besch&auml;ftigte in Normalarbeitsverh&auml;ltnissen auf, eine Gruppe mit besonders hohem M&auml;nneranteil (siehe auch die Infografik; Link unten).<br>\nIn Partnerschaften ist eine traditionelle Rollenverteilung nach wie vor weit verbreitet: &ldquo;W&auml;hrend normalbesch&auml;ftigte M&auml;nner zumeist eine Partnerin im Hintergrund haben, die ihnen den R&uuml;cken f&uuml;r das berufliche Engagement freih&auml;lt&rdquo;, sind Frauen mit regul&auml;rem Job mehrheitlich ledig, schreiben Gerlach, Ahrens, La&szlig; und Heddendorp. Nur 38 Prozent von ihnen seien verheiratet, unter den normalbesch&auml;ftigten M&auml;nnern seien es 59 Prozent.<br>\nFrauen, die ihre Arbeitszeit zugunsten der Familie reduzieren, seien abh&auml;ngiger vom Partner und damit im Falle einer Trennung schlechter abgesichert. Au&szlig;erdem zeigten die Untersuchungen, dass atypisch besch&auml;ftigte Frauen in erh&ouml;htem Ma&szlig;e finanzielle Unterst&uuml;tzung von Familienmitgliedern au&szlig;erhalb des Haushalts erhalten&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ffp.de\/tl_files\/dokumente\/2015\/20150625_Policy_Brief_Projekt%202013-633-3.pdf\">Irene Gerlach, Regina Ahrens, Inga La&szlig;, Henning Heddendorp: Die Bedeutung atypischer Besch&auml;ftigung f&uuml;r zentrale Lebensbereiche, FFP-Policy Brief, Juni 2015 [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=60219&amp;chunk=1\">Infografik zum Download<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_5859.htm\">Die WSI-Datenbank &ldquo;Atypische Besch&auml;ftigung&rdquo; der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung bietet aktuelle Zahlen f&uuml;r jeden Landkreis und jede kreisfreie Stadt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Studie zu prek&auml;r Besch&auml;ftigten: Mieser Job, mieses Leben<\/strong><br>\nEin sicherer Arbeitsplatz schafft den R&uuml;ckhalt und die materielle Sicherheit, die man f&uuml;r ein zufriedenes Leben braucht. Diese Erkenntnis best&auml;tigte Mitte Juni einmal mehr das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft in K&ouml;ln. Nun hat sich eine Forschergruppe der Universit&auml;t M&uuml;nster des Themas aus der umgekehrten Perspektive angenommen, n&auml;mlich aus der Sicht von Menschen, die &ldquo;atypisch&rdquo; besch&auml;ftigt sind, wie die Soziologen es nennen: als Leiharbeiter, Minijobber oder Teilzeitbesch&auml;ftigte.<br>\nDiese &ldquo;Arbeit abseits der Norm&rdquo; bringe nicht nur weniger Geld ein als die der Normalarbeitnehmer &ndash; sie habe auch weitreichende Auswirkungen auf das Privatleben, schreiben die Forscher in ihrer aktuellen, von der gewerkschaftsnahen Hans-Boeckler-Stiftung gef&ouml;rderten Studie, die SPIEGEL ONLINE vorliegt. Die damit verbundenen Risiken tr&uuml;gen vor allem Frauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmarkt-prekaere-beschaeftigung-belastet-privatleben-a-1040484.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man w&uuml;rde hier doch zu gerne wissen weshalb es zu Minijobs, Leiharbeit oder Teilzeit trotz aller beschriebenen Nachteile auf absehbare Zeit keine Alternative geben soll? Weil dies wieder einmal die Neoliberale Ideologie konterkarieren w&uuml;rde?<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Fast 3 Millionen Erwerbst&auml;tige wollen mehr arbeiten<\/strong><br>\nIm Jahr 2014 w&uuml;nschten sich rund 3&nbsp;Millionen Erwerbst&auml;tige im Alter von 15 bis 74 Jahren mehr Arbeit, w&auml;hrend knapp 1 Million Erwerbst&auml;tige lieber weniger arbeiten w&uuml;rden. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, wollten damit deutlich mehr Erwerbst&auml;tige l&auml;nger als k&uuml;rzer arbeiten. Nach Ergebnissen der Arbeitskr&auml;fteerhebung m&ouml;chten Unterbesch&auml;ftigte ihre Wochenarbeitszeit dabei durchschnittlich um 11,3&nbsp;Stunden erh&ouml;hen, &Uuml;berbesch&auml;ftigte um durchschnittlich 11,1&nbsp;Stunden reduzieren.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2015\/06\/PD15_230_133.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>NSA und GCHQ spionieren Anti-Viren-Hersteller aus<\/strong><br>\nDie Geheimdienste wollen erfahren, wie sie beim Angriff auf Rechner den Virenschutz umgehen k&ouml;nnen. Auch der deutsche Hersteller Avira wurde offenbar bespitzelt.<br>\nFast zwei Wochen nachdem bekannt wurde, dass Anti-Viren-Hersteller Kaspersky Ziel eines Hackerangriffs geworden war, scheint jetzt wahrscheinlich, dass die NSA und ihr britisches Gegenst&uuml;ck GCHQ dahinter steckten. Auch war der Angriff wohl kein Einzelfall, wie die Snowden-Dokumente nahelegen. Konkurrenten von Kaspersky wie Avast, AVG, Eset, F-Secure und der deutsche Hersteller Avira sollen ebenfalls ausspioniert worden sein. Dabei ging es den Geheimdiensten wohl gezielt darum, zu erfahren, wie der Virenschutz der einzelnen Hersteller beim Angriff auf Zielrechner umgangen werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/security\/meldung\/NSA-und-GCHQ-spionieren-Anti-Viren-Hersteller-aus-2719443.html\">Heise Security<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Freihandelsabkommen CETA fast fertig, TTIP nicht so bald<\/strong><br>\nDas besonders umstrittene Freihandelsabkommen TTIP wird wohl nicht so schnell geschlossen werden k&ouml;nnen, sagte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m und hofft auf n&auml;chstes Jahr. CETA k&ouml;nnte schneller gehen.<br>\nDie EU-Kommission will ihr Freihandelsabkommen mit Kanada (CETA) bis Ende Juli unterschriftsreif haben. Der letzte Feinschliff sei &ldquo;so gut wie abgeschlossen&rdquo;, sagte Handelskommissarin Cecilia Malmstr&ouml;m laut einem Bericht von Politico am Dienstag in Br&uuml;ssel. In der umstrittenen Frage des Investorenschutzes und der daf&uuml;r vorgesehenen unabh&auml;ngigen Schiedsgerichte hat die rechtliche Feinabstimmung aber noch nicht begonnen. Danach kann das Abkommen den Parlamenten in Ottawa und Br&uuml;ssel sowie der EU-Mitgliedsstaaten zur Ratifizierung vorgelegt werden.<br>\nDamit versucht die EU-Kommission auch Bedenken zu zerstreuen, dass der heftige Widerstand gegen das geplante Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) den Abschluss des weniger umstrittenen CETA gef&auml;hrden k&ouml;nne. Denn der Streit &uuml;ber TTIP wird wohl noch etwas dauern, musste Malmstr&ouml;m einr&auml;umen. &ldquo;Es wird wohl nicht bis Ende des Jahres fertig&rdquo;, sagte die Handelskommissarin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Freihandelsabkommen-CETA-fast-fertig-TTIP-nicht-so-bald-2725529.html\">heise Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Julian Assange on the Trans-Pacific Partnership: Secretive Deal Isn&rsquo;t About Trade, But Corporate Control<\/strong><br>\nAs negotiations continue, WikiLeaks has published leaked chapters of the secret Trans-Pacific Partnership &mdash; a global trade deal between the United States and 11 other countries. The TPP would cover 40 percent of the global economy, but details have been concealed from the public. A recently disclosed &ldquo;Investment Chapter&rdquo; highlights the intent of U.S.-led negotiators to create a tribunal where corporations can sue governments if their laws interfere with a company&rsquo;s claimed future profits. WikiLeaks founder Julian Assange warns the plan could chill the adoption of health and environmental regulations.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2015\/5\/27\/julian_assange_on_the_trans_pacific\">Democarcy Now<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lobbyarbeit: EU-Digitalkommissar Oettinger trifft fast nur Konzerne<\/strong><br>\nG&uuml;nther Oettinger, in der EU-Kommission f&uuml;r die digitale Wirtschaft zust&auml;ndig, hat sich in der ersten Jahresh&auml;lfte fast ausschlie&szlig;lich mit Lobbyvertretern der Industrie getroffen. Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks und Kommunalverwaltungen seien nur in 11 Prozent seiner insgesamt 366 Lobbymeetings zum Zuge gekommen, hat Transparency International ermittelt. Gleichzeitig geh&ouml;rt Oettinger demnach zu den meistgetroffenen EU-Kommissaren. Lediglich zwei EU-Kommissare h&auml;tten sich noch &ouml;fter mit Lobbyisten getroffen.<br>\nBasis f&uuml;r die Daten ist eine Selbstverpflichtung der EU-Kommission, nur noch in Br&uuml;ssel registrierte Lobbyisten zu treffen und das Ersuchen, diese Termine auch zu ver&ouml;ffentlichen. Insgesamt sollten sie dabei eine &ldquo;angemessene Balance&rdquo; sicherstellen, hei&szlig;t es in dem Dokument. Der Auswertung von Transparency International zufolge ist das aber nicht gelungen. Insgesamt seien 75 Prozent der 4318 registrierten Meetings mit Konzernvertretern erfolgt. Zu den aktivsten z&auml;hlen demnach Google und Airbus. Eines der gr&ouml;&szlig;ten Lobbybudgets stellt demnach Microsoft zur Verf&uuml;gung (4,5 Millionen Euro), Google liegt nicht weit dahinter (3,5 Millionen Euro), hatte aber mehr Meetings (29 statt 17 bei Microsoft). Insgesamt werde deutlich, dass der finanzielle Einsatz direkten Einfluss auf die Anzahl der Meetings haben, so Transparency International.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Lobbyarbeit-EU-Digitalkommissar-Oettinger-trifft-fast-nur-Konzerne-2724400.html\">heise.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Max-Planck-Institut: Vorratsdatenspeicherung hilft Verbrechensbek&auml;mpfung nicht<\/strong><br>\nImmer wieder behaupten Innenpolitiker und Strafverfolger, fehlende Vorratsdatenspeicherung f&uuml;hre dazu, dass Kindesmissbrauch, Morde und islamistischer Terrorismus nicht konsequent verfolgt werden k&ouml;nnten. Eine Studie des Max-Planck-Instituts hat daf&uuml;r keinen Beleg gefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/1201\/89362.html\">golem.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Offene medizinische Rationierung mit Hilfe der Elektronischen Gesundheitskarte<\/strong><br>\nBei einer k&uuml;rzlich in Berlin durchgef&uuml;hrten Pressekonferenz des Spitzenverbandes Bund der gesetzlichen Krankenkassen wurde erstmals die Katze aus dem Sack gelassen:<br>\nSpitzenvertreter der Kassen planen offensichtlich, mit Hilfe von auf der &ldquo;Gesundheitskarte&rdquo; gespeicherten genetischen Patientendaten vom Medizinischen Dienst der Kassen entscheiden zu lassen, welcher Patient ein Medikament f&uuml;r seine schwere Erkrankung erhalten soll, und welcher nicht. Es geht dabei um teure Medikamente zum Beispiel f&uuml;r die Behandlung von Hepatitis C oder Krebserkrankungen. Der &Auml;rztenachrichtendienst (&Auml;ND) berichtet am 15.6.2015 aus der Pressekonferenz des Spitzenverbandes Bund der Kassen:<br>\n&ldquo;Vorstellbar w&auml;re, dass der Medizinische Dienst der Krankenkassen auf Grundlage der Patientenakten festlegt, welche Patienten welches Medikament bekommen, sagte dazu Studienautor Busse. &bdquo;Oder es w&auml;re eine Anwendung auf der elektronischen Gesundheitskarte&ldquo;, erg&auml;nzte Stackelberg. Damit k&ouml;nnte es einen verschl&uuml;sselten Austausch zwischen Kassen und &Auml;rzten geben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stoppt-die-e-card.de\/index.php?\/archives\/312-Offene-medizinische-Rationierung-mit-Hilfe-der-Elektronischen-Gesundheitskarte.html\">Stoppt die E-Card!<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge auf dem Weg in die Wertegemeinschaft<\/strong><br>\nFassungslosigkeit darf nicht zum Fatalismus f&uuml;hren<br>\nAm 20. Juni war der Weltfl&uuml;chtlingstag. Der Vertreter der UN-Fl&uuml;chtlingsorganisation UNHCR in Deutschland, Hans ten Feld fordert in seinem Gastbeitrag ein Pilotprogramm zur Umverteilung anerkannter syrischer Fl&uuml;chtlinge in Europa. Schlie&szlig;lich befinden sich die meisten Fl&uuml;chtlinge nach wie vor in Italien oder Griechenland. Zudem m&uuml;ssten legale Wege als Alternative zur lebensgef&auml;hrlichen &Uuml;berfahrt auf Booten entwickelt werden.<br>\nNie wieder! Wem kommt nicht dieser Aufruf in den Sinn bei den Nachrichten, die uns mit trauriger und grausiger Regelm&auml;&szlig;igkeit vom Mittelmeer erreichen. &Uuml;berf&uuml;llte Boote und Kutter kentern, auf denen verzweifelte Menschen zusammengepfercht die &Uuml;berfahrt nach Europa wagen, um dort Zuflucht und Sicherheit zu finden. Allein seit Jahresbeginn haben vermutlich &uuml;ber 1.800 Menschen diesen Versuch mit ihrem Leben bezahlt. Sie ertranken im Mittelmeer, &bdquo;unserem Planschbecken&ldquo; wie es in Europa aus touristischer Sicht genannt wird.<br>\nDiese humanit&auml;re Trag&ouml;die macht fassungslos, gleichzeitig darf sie nicht zu Fatalismus f&uuml;hren. UN-Fl&uuml;chtlingskommissar Ant&oacute;nio Guterres hat das t&ouml;dliche Drama auf dem Mittelmeer als die h&auml;rteste Bew&auml;hrungsprobe westlicher humanit&auml;rer Werte in zwei Generationen bezeichnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++64a11a22-14f4-11e5-bea3-52540066f352\">Hans ten Feld in der Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ester Seitz oder Klick it like plemplem<\/strong><br>\nEster Seitz sieht aus wie ein junges M&auml;dchen, dass sich unter Rechtsradikalen verloren hat. Sie pflegt einen naiven Blick und macht nicht den Eindruck einer Frau, die grunds&auml;tzlich mit rechter Ideologie hausieren geht. Aber sie tut es. Nach eigenen Aussagen wollte sie die Lutz Bachmann des Westens werden. Denn Pegida habe sie politisch aufgeweckt. Und weil dem so war, meldete sie f&uuml;r den vergangenen Samstag in Frankfurt am Main einen Demonstrationszug f&uuml;r wahrhafte Patrioten an. Der Erfolg blieb zwar aus, aber Ester Seitz lie&szlig; sich von den Kameraden feiern. Sie h&uuml;llte sich in eine Deutschlandfahne und gab die Jeanne d&rsquo;Arc der Braunen. Und sie hatte sichtlich Freude dabei. Endlich erhielt sie die Aufmerksamkeit, die sie sich gew&uuml;nscht hatte. Nicht nur &raquo;15 minutes of fame&laquo; &ndash; ein ganzer Tag geh&ouml;rte ihr. Auch wenn es letztlich nur etwa 150 Hools und Neonazis waren, die sich auf ihre Einladung hin in der hessischen Metropole einfanden &ndash; die Gegendemonstranten waren immerhin auch wegen ihr auf den Stra&szlig;en.<br>\nSo sind sie, die neuen Volkstribune der Rechten: Haben keine inhaltlichen Positionen, sind politisch gesehen v&ouml;llige Leerh&uuml;lsen, kommen nicht nur aus dem Nichts, sondern sind so gesehen auch ein intellektuelles Nichts. Sie sprechen von Politisierung und Erweckungsmomenten und meinen damit ihren Schritt von der Bedeutungslosigkeit hin&uuml;ber an den Stammtisch, an dem man mit Parolen der &raquo;Bild&laquo; hantiert und allerlei Verbalinjurien diverser Populisten und Hetzer zu einem Evangelium deklariert. Es ist ein relativ kleiner Schritt, der mit Politisierung im eigentlichen Sinne nichts zu tun hat. Eher mit Aufmerksamkeit und Beachtung und dem schnellsten Weg dorthin. Und mit diesem Antrieb wird aus dem bedeutungslosen Surfer im Internet pl&ouml;tzlich jemand, &uuml;ber den man schreibt, spricht und gegen den man protestiert. Mit politischem Format hat das alles jedenfalls nichts zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975736.ester-seitz-oder-klick-it-like-plemplem.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Akademikerschwemme oder Marktversagen der Ausbildungsbetriebe?<\/strong><br>\nZum &ouml;ffentlichen Diskurs &uuml;ber Akademisierung und berufliche Ausbildung&hellip;<br>\nDie steigenden Studierendenzahlen f&uuml;hren derzeit zu hitzigen Diskussionen&hellip;<br>\nBetrachten wir zun&auml;chst die quantitative Ausgangslage: Die Zahl der Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;nger verdoppelte sich bundesweit von rund 260.000 in 1995 auf 510.000 im Jahr 2013. Seit 2011 &uuml;bersteigt die Zahl der Studienanf&auml;ngerinnen und &ndash;anf&auml;nger die Zahl der neuen&nbsp; Auszubildenden. Jede\/r zweite Schulabg&auml;nger\/in w&auml;hlt eine akademische Laufbahn. Oberfl&auml;chlich betrachtet ist also an der These von der Akademisierung der Gesellschaft etwas dran. Jedoch geh&ouml;rt zum vollst&auml;ndigen Bild auch die Tatsache, dass im Durchschnitt ein Drittel der Studierenden ihr Studium abbricht. Viele von ihnen treten dann wieder als Bewerberinnen und Bewerber am Ausbildungsmarkt auf.<br>\nDiese Verschiebungen haben zu einer &ouml;ffentlichen Debatte gef&uuml;hrt, die auch von der OECD angetrieben wird. Sie h&auml;lt Deutschland vor, die unterschiedlichen Bildungs- und Berufsbildungssysteme nicht den aktuellen Entwicklungen anzupassen. Die OECD bedient sich dabei einer Sichtweise, die automatisch die H&ouml;herwertigkeit der akademischen Ausbildung unterstellt, ohne das Kompetenzniveau dual Ausgebildeter angemessen zu w&uuml;rdigen&hellip;<br>\n Vor dem Hintergrund steigender Studierendenzahlen treten Bef&uuml;rchtungen vor einer &bdquo;Akademikerschwemme&ldquo; immer wieder auf. Die Motive sind oft: die Angst vor Statusverlust, Standes- und Elitedenken, angeblicher Niveauverlust, &Uuml;berforderung der Hochschullehrer in der Massenuni. Diese Diskussionen werden angetrieben von den Auseinandersetzungen um die demographische Entwicklung und den k&uuml;nftigen Arbeitskr&auml;ftebedarf. Die quantitative Verschiebung zwischen beruflicher Ausbildung und Studium folgt aber keiner Arbeitskr&auml;ftestrategie. Vielmehr ist sie das Resultat eines wachsenden Bildungsinteresses in der Bev&ouml;lkerung. Als Bildungsnachfrage ist sie auch politisch nur schwer regulierbar, denn es ist eine Abstimmung mit den F&uuml;&szlig;en&hellip;<br>\n&hellip; wir haben nicht zu viele Akademikerinnen und Akademiker, wir haben zu wenig dual Ausgebildete. Viele junge Menschen bleiben jedes Jahr ohne Ausbildungsplatz, weil die Nachfrage h&ouml;her ist als das Angebot. Hier herrscht ein massives Marktversagen. Und die offizielle Lesart der Statistiken besch&ouml;nigt noch die Situation. So wird aus einem &bdquo;unversorgten&ldquo; Jugendlichen ein Bewerber mit Alternative. Hier entsteht der harte Kern der Langzeitarbeitslosen, der auch unter guten konjunkturellen Vorzeichen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommt. Rund 20% der jungen Menschen verbleibt dauerhaft ohne jede berufliche Qualifizierung&hellip;<br>\nW&auml;hrend die Arbeitslosenquote bei Menschen ohne berufliche Qualifizierung bei rund 20 Prozent liegt, betr&auml;gt sie bei Erwerbsf&auml;higen mit dualer Ausbildung um die 5 Prozent und bei solchen mit akademischem Abschluss knapp &uuml;ber 2 Prozent. Ein weiterer Grund ist unweigerlich, dass Akademiker in Deutschland laut OECD-Bildungsbericht 2014 im Durchschnitt 74 Prozent mehr als Erwerbst&auml;tige verdienen, die weder zur Universit&auml;t noch zur Fachhochschule gegangen sind oder einen Meisterkurs besucht haben. Im Jahr 2000 lag dieser Einkommens-Vorteil der Akademiker noch bei 45 Prozent. Im Schnitt der OECD-L&auml;nder betr&auml;gt der Lohnvorteil derzeit im Durchschnitt 59 Prozent&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/32-2015\/++co++077f3eae-1b3a-11e5-b230-52540066f352\">Antonia K&uuml;hn in der Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Siggi Pops Dr&uuml;ckerkolonne<\/strong><br>\nNachdem der Berliner Konvent am vergangenen Samstag mit knapper Mehrheit f&uuml;r die Vorratsdatenspeicherung gestimmt hatte, wurden Vertreter der SPD-Spitze nicht m&uuml;de, die &raquo;leidenschaftlichen Debatten&laquo; in ihrer Partei zu loben. Doch es gibt Hinweise darauf, dass nicht nur Argumente ausgetauscht wurden, sondern die Truppe um den SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel die sozialdemokratischen Gegner des &Uuml;berwachungsinstruments auch massiv unter Druck gesetzt hat.<br>\nGabriel, der einst als Siggi Pop verspottet wurde, weil er das Amt des &raquo;Beauftragten f&uuml;r Popkultur und Popdiskurs&laquo; der SPD &uuml;bernommen hatte, hat sich l&auml;ngst zu einem machtbewussten Politiker entwickelt, der drohende Aufst&auml;nde in der eigenen Partei verhindern kann. Dies geht aus Berichten von Delegierten des Kleinen Parteitags hervor, die &raquo;neues deutschland&laquo; vorliegen. Der Bericht der jungen SPD-Politikerin aus Baden-W&uuml;rttemberg, Luisa Boos, wurde au&szlig;erdem im Internet ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975690.delegierte-erheben-vorwuerfe-gegen-spd-spitze.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bundestag muss Guttenberg-Unterlagen herausgeben<\/strong><br>\nKnapper geht es kaum. &bdquo;Die Bundestagsverwaltung muss Zugang zu den Ausarbeitungen seiner Wissenschaftlichen Dienste gew&auml;hren, das ist unser Ergebnis&ldquo;, sagt Richterin Renate Philipp zu Beginn ihrer Urteilsbegr&uuml;ndung. Was dann folgt, ist auch nicht viel l&auml;nger, stellt aber die bisherigen Gepflogenheiten auf den Kopf, unter denen sich die Abgeordneten in der Parlamentsverwaltung fachlichen Rat f&uuml;r ihre Mandatst&auml;tigkeit holen k&ouml;nnen. Bisher war die Abteilung &bdquo;WD&ldquo; eine Art Geheimdienst der Abgeordneten, der ihnen exklusiv zuarbeitete. Pro Jahr rund 2000 Anfragen beantworten die Fachleute, meist zu juristischen Themen, aber auch etwa politisch-historischen. K&uuml;nftig kann sich jeder B&uuml;rger die Informationen besorgen, die Grundlagen f&uuml;r Politik und Gesetzgebung schaffen sollen.<br>\nSo st&auml;rkt das Urteil die Teilhabe am politischen Prozess, w&auml;hrend sich die Abgeordneten selbst neu orientieren m&uuml;ssen. Bisher konnten sie damit rechnen, dass von ihnen bestellte Gutachten absolut vertraulich blieben &ndash; es sei denn, sie entschieden sich selbst, sie an die Presse zu geben. Ein h&auml;ufig genutztes Instrument, insbesondere der Opposition. Zuletzt wurde etwa ein Gutachten &ouml;ffentlich, das verfassungsrechtliche Bedenken bei der aktuell geplanten Vorratsdatenspeicherung anmeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bundesgericht-entscheidet-bundestag-muss-guttenberg-unterlagen-herausgeben\/11971186.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Klaus Wowereit hat einen neuen Job<\/strong><br>\nKlaus Wowereit und Sabine Christiansen probieren sich auf einem Luxusliner als Bordunterhalter. Anfang Juli tritt der fr&uuml;here Regierende B&uuml;rgermeister als Talkgast auf der MS &bdquo;Europa 2&ldquo; durch das Mittelmeer auf.<br>\nDie Preise f&uuml;r diese und &auml;hnliche Kreuzfahrten beginnen bei 4000 bis 5000 Euro, eine Penthouse Suite kostet 11.000 Euro. Eine sogenannte Owner Suite steht mit knapp 20.000 Euro in der Preisliste. Die Mietpreisbremse d&uuml;rfte also nicht zu den Belangen geh&ouml;ren, die den Passagieren unter den N&auml;geln brennen &ndash; h&ouml;chstens aus Vermieterperspektive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/berlin\/sabine-christiansen-und-der-fruehere-regierende-buergermeister-klaus-wowereit-hat-einen-neuen-job,10809148,31043850.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bundespr&auml;sident a.D. Wulff <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26521\">Advisor bei einer Heuschrecke<\/a>, der Regierende B&uuml;rgermeister von Berlin als Talkgast auf einem Luxusliner, die Politiker lassen offenbar keine M&ouml;glichkeit mehr aus, um die Politikerverdrossenheit zu n&auml;hren.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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