{"id":26572,"date":"2015-06-26T16:17:31","date_gmt":"2015-06-26T14:17:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572"},"modified":"2015-06-26T16:17:31","modified_gmt":"2015-06-26T14:17:31","slug":"hinweise-des-tages-ii-203","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h01\">Das katastrophale Ende des griechisch-europ&auml;ischen Trauerspiels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h02\">Die sch&ouml;ne neue Welt der Troika 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h03\">&Uuml;ber Zehntausend f&uuml;r europ&auml;ische Schuldenkonferenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h04\">Der &bdquo;griechische Aufschwung&ldquo; in den deutschen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h05\">Frickes Welt &ndash; Klassensprecher ohne Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h06\">Kl&auml;gliches Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h07\">Post-Streik: 60 von 100 Briefen zu sp&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h08\">Jobcenter darf Hartz IV nicht pauschal k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h09\">Mitarbeiter der Jobcenter sind keine Idioten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h10\">Doppelmoral par excellence<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h11\">Polen will nur christliche Fl&uuml;chtlinge aufnehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h12\">Nicht nur gegen Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h13\">Bundeswehr bleibt l&auml;nger in Afghanistan als geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h14\">Kraft kn&ouml;pfte sich die Abweichler in der SPD einzeln vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h15\">Antisemiten live<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572#h16\">Zu guter Letzt: Wie Glenn Greenwald mal versuchte, mit Julian Reichelt zu diskutieren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26572&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das katastrophale Ende des griechisch-europ&auml;ischen Trauerspiels<\/strong><br>\nWer bisher nicht glauben wollte, dass die Gl&auml;ubiger im Krisenfall den Schuldnern im Detail vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben, der hat jetzt die Gelegenheit zu lernen, dass Schuldner eigentlich keine Rechte mehr haben, sondern auf Gedeih und Verderb von den Gl&auml;ubigern und deren Ideologien abh&auml;ngen. Im Falle Griechenlands wird zur Zeit fast jedes Arbeitspapier ver&ouml;ffentlicht, so dass man sich selbst unmittelbar ein Bild von dem allt&auml;glichen Irrsinn machen kann, der da hin- und hergeschoben wird.<br>\nDas &bdquo;letzte&ldquo; Angebot der Gl&auml;ubiger findet man hier, wobei schon die Terminologie und die Art und Weise, nach welchem Zeitplan das letzte Angebot entschieden und umgesetzt werden soll, eine unglaubliche Dem&uuml;tigung des Schuldners ist. Ein paar Stunden bleiben dem griechischen Parlament, um zuzustimmen, bevor die &bdquo;Frist&ldquo; abl&auml;uft. Welche Frist eigentlich? Ist es nicht vollkommen gleich, ob am 1. Juli zur&uuml;ckgezahlt wird oder am 10 Juli, im Einvernehmen mit den Gl&auml;ubigern, in dem Fall dem IWF?<br>\nDie formale Dem&uuml;tigung des Schuldners in den &bdquo;Verhandlungen&ldquo; (man sollte statt Verhandlungen eher davon sprechen, dass hier &uuml;berm&auml;chtige Gl&auml;ubiger einen Schuldner f&uuml;nf Monate lang am ausgestreckten Arm haben verhungern lassen) wird nur noch &uuml;berboten von der materiellen Dem&uuml;tigung. Inhaltlich hat die Athener Regierung das genau nicht erreicht, was der Kern der Forderungen von SYRIZA war, n&auml;mlich die M&ouml;glichkeit, dem Land und der Wirtschaft neue Impulse zu geben. Genau das Gegenteil ist der Fall. Es werden Steuern erh&ouml;ht, Ausgaben gek&uuml;rzt und die &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; des Arbeitsmarktes wird weiter vorangetrieben. In einer Situation, wo der Einzelhandel eines Landes so am Boden liegt wie in Griechenland (siehe die unten stehende Abbildung aus unserem Konjunkturbericht von dieser Woche), ist schon der Gedanke an eine Mehrwertsteuererh&ouml;hung absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/das-katastrophale-ende-des-griechisch-europaeischen-trauerspiels\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Interview mit Fabio de Masi (MdEP) im Deutschlandfunk [Audio]<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2015\/06\/25\/dlf_20150625_2316_4e6f3359.mp3\">dradio.de [MP3]<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Mach schon!<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150626-Stuttmann_kari_20150625_Mach_schon_kol.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur_5741.html\">Stuttmann Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die sch&ouml;ne neue Welt der Troika 2.0<\/strong><br>\nSpardiktate hei&szlig;en jetzt &bdquo;Angebot&ldquo;, Ultimaten werden als &bdquo;letzte Chance&ldquo; bezeichnet. Der belgische &bdquo;Soir&ldquo; hat noch ein paar h&uuml;bsche Neologismen aufgelistet:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-schoene-neue-welt-der-troika-2-0\/\">Eric Bonse auf Lost in Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;ber Zehntausend f&uuml;r europ&auml;ische Schuldenkonferenz<\/strong><br>\nWas haben der franz&ouml;sische &Ouml;konom Thomas Piketty, das globalisierungskritische Netzwerk Attac und &raquo;Erlassjahr&laquo;, das gr&ouml;&szlig;te entwicklungspolitische B&uuml;ndnis in Deutschland, gemeinsam? Sie alle fordern eine europ&auml;ische Konferenz, bei der &uuml;ber einen umfassenden Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland und andere Staaten beraten werden soll.<br>\nDas Thema Schuldenerleichterung hatte bei den seit Tagen anhaltenden Verhandlungen &uuml;ber die Bedingungen, welche die Gl&auml;ubiger Griechenland auferlegen wollen, um im Gegenzug einige Milliarden Euro auszuzahlen, kaum eine Rolle gespielt. Zwar dr&auml;ngte die SYRIZA-gef&uuml;hrte Regierung von Beginn ihrer Amtszeit an erst auf einen Schuldenschnitt, sp&auml;ter auf eine Erleichterung beim Schuldendienst durch Verschiebung oder Umstrukturierung der Belastungen, wenigstens aber auf eine Koppelung des Schuldendienstes an das Wirtschaftswachstum.<br>\nSchon 2013 meinte Alexis Tsipras, inzwischen Premier in Athen, es sei noch nie &raquo;so dringlich wie jetzt, eine globale, solidarische und dauerhafte L&ouml;sung f&uuml;r das Schuldenproblem zu finden&laquo;. Jeder weitere Aufschub habe, so die damalige Warnung des SYRIZA-Vorsitzenden, &raquo;nur zur Folge, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten weiter ansteigen, und zwar nicht nur in Griechenland, sondern auch in Deutschland und den &uuml;brigen Mitgliedern der W&auml;hrungsunion&laquo;.<br>\nDoch davon wollten bisher insbesondere der Internationale W&auml;hrungsfonds, sofern es seine Positionen als Gl&auml;ubiger anging, und die anderen Gl&auml;ubiger, vor allem die Bundesregierung, nichts wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/975743.ueber-zehntausend-fuer-europaeische-schuldenkonferenz.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der &bdquo;griechische Aufschwung&ldquo; in den deutschen Medien<\/strong><br>\nWie alle durch die deutschen Leitmedien gut informierten Menschen wissen, hat es in Griechenland im zweiten Halbjahr 2014 einen Aufschwung gegeben, der durch die im Januar 2015 gew&auml;hlte linke Regierung in Athen abgew&uuml;rgt wurde. So ist es jedenfalls Bl&auml;ttern wie der WELT oder der FAZ zu entnehmen, die man sich kaufen kann, die man sich aber nicht kaufen muss. So h&ouml;rt man es jedoch auch von einem mit Geb&uuml;hren finanzierten &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender wie dem Deutschlandfunk (DLF), von dem der Normalb&uuml;rger gerade wegen der Finanzierung durch Zwangsabgaben eine gewisse Objektivit&auml;t in der Berichterstattung erwartet. Im DLF f&uuml;hrten u.a. in den letzten Tagen zwei Redakteure Interviews zum Schuldenstreit zwischen den &bdquo;Institutionen&ldquo; und Griechenland mit folgenden Zwischentexten:<br>\n&bdquo;[U]nd vor allen Dingen wurde der Wachstumskurs der vergangenen Regierung innerhalb weniger Monate v&ouml;llig zunichtegemacht&ldquo;, so Tobias Armbr&uuml;ster im Gespr&auml;ch mit Sven-Christian Kindler. Sven-Christian Kindler antwortete darauf: &bdquo;Ich glaube nicht, dass die alte Regierung auf einem richtigen Wachstumskurs war.&ldquo; Und Peter Kapern lie&szlig; sich gegen&uuml;ber Hans-Werner Sinn so vernehmen: &bdquo;Gleichwohl muss man ja sagen, dass bis zum Amtsantritt von Alexis Tsipras, Herr Sinn, die griechische Wirtschaft ja doch wieder auf einen Wachstumskurs gegangen war, gekommen war, ein Wachstumskurs, der dann von Alexis Tsipras, so jedenfalls viele Interpretationen, wieder zunichte gemacht worden ist. Also war die griechische Wirtschaft doch eigentlich schon auf dem richtigen Weg, oder?&ldquo; Hans-Werner Sinn entgegnete: &bdquo;Das halte ich f&uuml;r ein M&auml;rchen.&ldquo;<br>\nLeser von flassbeck-economics wissen, dass wir in vielen Dingen anderer Ansicht sind als etwa Hans-Werner Sinn. Aber hier stimmen wir zu hundert Prozent mit ihm &uuml;berein: Es ist nicht richtig, dass sich Griechenland im vergangenen Jahr, wie der Deutschlandfunk behauptet, auf einem &bdquo;Wachstumskurs&ldquo; befand, egal wie oft das wiederholt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/aufschwung-in-griechenland\/\">Friederike Spiecker auf flassbeck-economics<\/a>\n<p>dazu: <strong>Das Grexit-Drama und der Bankrott unserer Medienrepublik<\/strong><br>\nDie Verhandlungen zwischen der Europ&auml;ischen Union (EU), dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und der griechischen Regierung beherrschen die Nachrichten. Allein: Je mehr Nachrichten man zum Thema Grexit konsumiert, desto wirrer wirkt die Lage. Die Griechenland-Krise ist auch ein kollektives Versagen von Medien und Politik, das sich rational kaum erkl&auml;ren l&auml;sst. [&hellip;]<br>\nJede Handlung der griechischen Regierung wird systematisch als &ldquo;frech&rdquo;, &ldquo;dreist&rdquo; oder als &ldquo;Erpressung&rdquo; beschrieben, obwohl es doch die EU-Institutionen sind sind, die Griechenland unter massiven Druck setzen. In der Gefolgschaft der Bild haben viele deutsche Medien erstaunlich unreflektiert &uuml;ber den anstehenden Banken-Run in Griechenland berichtet, fast schon mit einer unheilvollen Lust am drohenden Untergang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/06\/25\/das-grexit-drama-und-der-bankrott-unserer-medienrepublik\/\">Meedia<\/a><\/p>\n<p>siehe auch: <strong>&ldquo;Bixit&rdquo;: &Ouml;konomen fordern Ausschluss von Bild-Zeitung aus Eurozone, damit Krise in Ruhe gel&ouml;st werden kann<\/strong><br>\nSollte die Politik den Vorschlag der &Ouml;konomen ernsthaft in Erw&auml;gung ziehen, geriete die &ldquo;Bild&rdquo; in Zugzwang. Dann m&uuml;sste sie Br&uuml;ssel schnellstm&ouml;glich konkrete Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r eine nachhaltige Berichterstattung anbieten, um den Bixit zu verhindern.<br>\nExperten bezweifeln jedoch, dass unter der F&uuml;hrung des einstigen Hoffnungstr&auml;gers Kai Diekmann echte Reformen gelingen: Zu verkrustet sind die Machtstrukturen, bei denen eine Familie alle F&auml;den in der Hand h&auml;lt, zu festgefahren das System jahrzehntelanger Missachtung journalistischer Prinzipien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/06\/bixit-okonomen-fordern-ausschluss-von.html\">Der Postillon<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frickes Welt &ndash; Klassensprecher ohne Mehrheit<\/strong><br>\nDie Meinungsf&uuml;hrer sind dagegen, dass Europas Notenbank Staatsanleihen kauft. Das ist richtig, sagen wiederum mehr als 50 Prozent der Kollegen. Die Sachverst&auml;ndigen wollen mehr Austerit&auml;t. Es ist schon jetzt zu viel gek&uuml;rzt worden, sagen 40 Prozent. Die Wortf&uuml;hrer sind gegen den Mindestlohn, aber die Mehrheit hat damit per se kein Problem. Die Anf&uuml;hrer verteidigen Deutschlands Export&uuml;bersch&uuml;sse gegen alle Kritik und halten die Aufregung um das steigende Reichtumsgef&auml;lle f&uuml;r &uuml;bertrieben. &Auml;hnliches Muster: Die Mehrheit sieht auch das weniger streng.<br>\nNun kann sein, dass Hans-Werner Sinn und die anderen Klassensprecher es einfach besser wissen. Erkenntnisgewinn ist, klar, auch keine Mehrheitsveranstaltung. Nur kriegen Deutschlands prominenteste &Ouml;konomielehrer seit Jahren auch international heftig Kontra. Amerikaner wie Briten geben sich in der Krise pragmatisch. Bundesbankchefs sitzen in Notenbanksitzungen mittlerweile ziemlich allein mit ihren Positionen. Da stimmt vielleicht doch bei uns etwas nicht. Nat&uuml;rlich musste eine Notenbank fr&uuml;her keine Staatsanleihen kaufen, in Panikzeiten kann das aber n&ouml;tig sein. Da hilft es wenig, stoisch auf Regeln aus Sch&ouml;nwetterzeiten zu verweisen. Es braucht stattdessen neue Antworten aus der &Ouml;konomie. [&hellip;]<br>\nN&ouml;tig w&auml;re in den Wirtschaftswissenschaften noch viel mehr von dem Wettbewerb, den die &Ouml;konomen anderen so gern empfehlen. Und vielleicht auch mehr Praxistests. In den USA gehen renommierte Wissenschaftler nur f&uuml;r wenige Jahre in den Council of Economic Advisors des Pr&auml;sidenten. Danach kehren sie wieder an die Universit&auml;t zur&uuml;ck. Das allein ist nat&uuml;rlich kein Wundermittel, und es ist auch nur ein Beispiel. Es hat aber den Vorzug, dass es nicht so oft dieselben sind, die die Debatte bestimmen. Die Chancen auf neues Ideengut ist umso gr&ouml;&szlig;er.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-klassensprecher-ohne-mehrheit-1.2537443\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2015\/06\/26\/frickes-welt-klassensprecher-ohne-mehrheit\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kl&auml;gliches Ende<\/strong><br>\nMag die Wut &uuml;ber die Unnachgiebigkeit der kommunalen Arbeitgeber noch so gro&szlig; sein: Der Streik im Erziehungs- und Sozialdienst ist beendet. Daran wird auch die Mitgliederbefragung von Verdi nichts mehr &auml;ndern. Weil die Gewerkschaftsspitze um Frank Bsirske es so will. Die tiefe Entt&auml;uschung der Besch&auml;ftigten, die wochenlang aufopferungsvoll f&uuml;r die Aufwertung ihrer Berufe gek&auml;mpft haben, nimmt sie dabei billigend in Kauf. [&hellip;]<br>\nWas auf der Streikdelegiertenkonferenz stattgefunden hat, ist eine kleine Revolution: Die Basis ist ihrer F&uuml;hrung nicht gefolgt. Der Kita-Streik hat den Besch&auml;ftigten im Erziehungs- und Sozialdienst das Selbstbewusstsein gegeben, sich nicht mit Brosamen abspeisen zu lassen. Sie haben sich von Bsirske nicht etwas als Erfolg verkaufen lassen, was keiner ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Verdi-und-der-Kita-Streik\/!5206949\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a>\n<p>dazu: <strong>Streikziel verfehlt<\/strong><br>\nVerdi hat es nicht geschafft, im Tarifkonflikt den Frauenberuf &bdquo;Erzieherin&ldquo; aufzuwerten. Die Ver&auml;rgerung der Streikenden ist nachvollziehbar. [&hellip;]<br>\nWenn die Gewerkschaften das Ergebnis annehmen, h&auml;tten sie einen Teil ihrer Mitglieder verkauft, um nach einem kr&auml;ftezehrenden Arbeitskampf ein gesichtswahrendes Ergebnis vorweisen zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r haben aber die wenigsten gestreikt. Dass sie weiter k&auml;mpfen wollen, ist folgerichtig. Damit &bdquo;richtig was rauskommt&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/!5206878\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dabei war die Strategie zu Beginn des Arbeitskampfes goldrichtig, in dem der Protest unter das f&uuml;r jedermann verst&auml;ndliche Motto &bdquo;Soziale Berufe aufwerten&ldquo; gestellt wurde und somit die Sympathie der &Ouml;ffentlichkeit erobert werden konnte. Die sonst so &uuml;bliche Diskussion um abstrakte Lohnforderungen trat dahinter zur&uuml;ck. Doch ver.di schmiss das aufgehende Konzept mit der Entscheidung, in die Schlichtung einzutreten, zum &Auml;rger der Besch&auml;ftigten einfach &uuml;ber Bord. Die fragten sich vor wie auch nach der Schlichtung, wof&uuml;r sie eigentlich gestreikt haben. Zu Recht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Post-Streik: 60 von 100 Briefen zu sp&auml;t<\/strong><br>\nSeit drei Wochen bestreikt die Gewerkschaft ver.di die Deutsche Post, gut 26.000 Mitarbeiter in den Briefzentren und der Zustellung sind im Ausstand. Ende? Offen! Die Konzernf&uuml;hrung behauptet, dass trotzdem nur jeder f&uuml;nfte Brief versp&auml;tet ankommt. Stimmt das? NDR Info hat in den vergangenen Tagen die Stichprobe gemacht. [&hellip;]<br>\nDie Angabe der Post, dass nur 20 Prozent der Briefe versp&auml;tet seien, beruht n&auml;mlich nicht auf Stichproben, sondern auf Rechen-Annahmen, sagt Hogardt: &ldquo;Die Zahl ist errechnet. Ich denke, dass die Kollegen, die das tun, auch gen&uuml;gend Sachverstand haben, um uns diese Zahlen zur Kommunikation geben zu k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nZumindest in der NDR Info Stichprobe haben Rechnung und Realit&auml;t auf jeden Fall wenig miteinander zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/Post-Streik-60-von-100-Briefen-zu-spaet,briefkasten118.html\">NDR Info<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Klarer Fall f&uuml;r die Kommunikationsabteilung der Post. Wenn die Realit&auml;t nicht zu den seri&ouml;sen Berechnungen, Verzeihung, Annahmen passt, muss etwas mit der Realit&auml;t nicht stimmen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Studenten wollen Post-Streik in Hamburg nicht brechen<\/strong><br>\nDie Post hatte in der Hamburger Universit&auml;t mit Job-Angeboten um schnell verf&uuml;gbare Zusteller unter den Studenten geworben &ndash; doch die entsprechende Anzeige wurde vom AStA nach Hinweisen entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article143020632\/Studenten-wollen-Post-Streik-in-Hamburg-nicht-brechen.html\">Welt Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jobcenter darf Hartz IV nicht pauschal k&uuml;rzen<\/strong><br>\nEine Angestellte verzichtete auf die deftige Pausenverpflegung ihres Betriebs und bekam deswegen vom Jobcenter weniger Hartz-IV-Leistungen. Dagegen klagte die Frau vor dem Sozialgericht. Und dieses gab ihr Recht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/das-ist-dem-gericht-nicht-wurst-jobcenter-darf-hartz-iv-nicht-pauschal-kuerzen\/11971294.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mitarbeiter der Jobcenter sind keine Idioten<\/strong><br>\nMit gro&szlig;em Entsetzen und Wut haben wir die neueste Ausgabe der internen &bdquo;Propagandazeitung&ldquo; &bdquo;Dialog&ldquo; zur Kenntnis genommen. Es ist so gekommen, wie wir geahnt haben: Gehirnw&auml;sche wie immer, erneut werden Missst&auml;nde verleugnet und die Vorst&auml;nde Weise, Alt und Becker vertuschen ihre Fehler. [&hellip;]<br>\nDas fatale an der BA ist, dass sie eine sich selbst verwaltende Beh&ouml;rde ist. Es fehlen unabh&auml;ngige Kontrollorgane (keine Politiker). Die drei in N&uuml;rnberg k&ouml;nnen machen was sie wollen &ndash; ihr Versagen und ihre Skandale vertuschen. Die BA ist kein privates Hobby f&uuml;r Weise; aber genauso stellt es sich dar. Der &Ouml;ffentlichkeit wird der Dienstleister Nr. 1 vorget&auml;uscht, intern jedoch brodelt es gewaltig. Egal ob Arbeitsvermittler, Berufsberater, Leistungsabteilungen, INGA-Team &ndash; alle berichten von Missst&auml;nden, Quotendruck und haben unendlich viele Beispiele, wie Menschen vernachl&auml;ssigt werden &ndash; alles im Sinne der Zielerreichungen. [&hellip;]<br>\nWir distanzieren uns aufs aller Sch&auml;rfste von den get&auml;tigten Behauptungen der Herren Weise, Alt und Becker und fordern die Beh&ouml;rdenleitung auf in Zukunft diese subtile Gehirnw&auml;sche zu unterlassen. Wir sind keine Idioten, wir arbeiten nicht in einer Sekte, sondern in einer Beh&ouml;rde mit einem eigentlichen sehr verantwortungsvollen, politischen Auftrag. N&auml;mlich Menschen in Arbeit (von der man leben kann) zu bringen und p&uuml;nktlich deren zustehende Leistungen auszuzahlen. Menschen zu beraten und ihre eventuellen Vermittlungshemmnisse zu beseitigen. Unser Auftrag lautet nicht: Arbeitslosenzahlen und Statistiken zu f&auml;lschen, Millionen an Steuergeldern zu verschwenden und die Menschen in die Zeit- oder Leiharbeit zu (er) pressen. Auch wollen wir keinen massiven Fachkr&auml;ftemangel produzieren, Skandale vertuschen, der &Ouml;ffentlichkeit eine heile Welt vorspielen und das Denken einstellen. Wir sind alle erwachsene Mitarbeiter in den Agenturen und Jobcentern und keine Kindergartenkinder, denen Weise, Alt, Becker und ihre &bdquo;F&uuml;hrungskr&auml;fte&ldquo; M&auml;rchen erz&auml;hlen m&uuml;ssen. Wir machen schlie&szlig;lich die Arbeit an der Basis und wissen wohl am besten was wie l&auml;uft.<br>\nWir distanzieren uns ebenfalls von den monatlich falsch angegebenen Arbeitslosenzahlen. Diese entsprechen in keinster Weise der tats&auml;chlichen Wahrheit! Beraten m&uuml;ssen wir auch die nicht genannten Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/altonabloggt.com\/2015\/05\/25\/mitarbeiter-der-jobcenter-sind-keine-idioten\/\">altonabloggt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Doppelmoral par excellence: Frankreich verabschiedet Geheimdienstgesetz und beschwert sich &uuml;ber NSA-Spionage<\/strong><br>\nKurz nach den Wikileaks-Enth&uuml;llungen dar&uuml;ber, dass die franz&ouml;sische Staatsspitze jahrelang von der NSA abgeh&ouml;rt wurde, beschloss der franz&ouml;sische Senat, das Oberhaus des Parlamentes, nach minimaler Beratungszeit neue &Uuml;berwachungsgesetze. 24 Stunden sp&auml;ter folgte die Zustimmung der Nationalversammlung.<br>\nDas Gesetz sieht massive Erweiterungen von &Uuml;berwachungskompetenzen f&uuml;r Geheimdienste vor. Etwa eine Verpflichtung der Provider, Black Boxen in ihren Rechenzentren aufzustellen, die Kommunikationsmetadaten mitschneiden und mit vorher eingestellten Filtern nach &bdquo;auff&auml;lligen&ldquo; Mustern suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/doppelmoral-par-excellence-frankreich-verabschiedet-geheimdienstgesetz-und-beschwert-sich-ueber-nsa-spionage\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Polen will nur christliche Fl&uuml;chtlinge aufnehmen<\/strong><br>\nPolen ist eines der L&auml;nder, die gegen eine Quotenregelung sind, nach der Fl&uuml;chtlinge auf andere EU-L&auml;nder verteilt werden sollen. Auch m&ouml;chte das Land nur bestimmten Fl&uuml;chtlingen helfen. [&hellip;]<br>\nAm Donnerstag verhandelten in Br&uuml;ssel die Staats- und Regierungschefs der EU-L&auml;nder unter anderem &uuml;ber die Frage, wie mit den vielen Fl&uuml;chtlingen zu verfahren sei, die in Griechenland und Italien ankommen. 40.000 Menschen aus Syrien und Eritrea sollen auf die L&auml;nder der EU verteilt werden. Dabei sollte ein Verteilungsschl&uuml;ssel angewandt werden, der Faktoren wie das Bruttoinlandsprodukt, die Arbeitslosigkeit und die Bev&ouml;lkerungsanzahl ber&uuml;cksichtigt. Polen sollte demnach rund 2700 Fl&uuml;chtlinge aufnehmen. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im Jahr 2014 &uuml;ber 200.000 Antr&auml;ge auf Asyl gestellt. Schon beim letzten Treffen des Europ&auml;ischen Rates verk&uuml;ndete Polen jedoch, es sei gegen die Quote. Ja, man werde Fl&uuml;chtlinge aufnehmen, aber nur freiwillig und keine bestimmte Anzahl, die dem Land aufgezwungen werde.<br>\nKurz zuvor hatte Ministerpr&auml;sidentin Ewa Kopacz allerdings verk&uuml;ndet, dass Polen 60 christliche syrische Familien aufnehmen werde. Auf lange Sicht sollen bis zu 150 christliche Familien aus Syrien in Polen Zuflucht vor dem IS bekommen. Kopacz erkl&auml;rte diesen Schritt ihrer Regierung mit den Worten: &ldquo;Christen, die (in Syrien) auf barbarische Weise verfolgt werden, verdienen es, dass ein christliches Land wie Polen ihnen hilft.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article143093749\/Polen-will-nur-christliche-Fluechtlinge-aufnehmen.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> In der Fl&uuml;chtlingsdebatte zeigt sich das Europa ebenfalls als ein zerstrittener Haufen. Dem italienischen Ministerpr&auml;sidenten Matteo Renzi soll in den heutigen Morgenstunden beim EU-Gipfel der Kragen geplatzt sein. Er wird mit den Worten <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Renzi-stocksauer-nach-Fluechtlingsdebatte-article15380626.html\">zitiert<\/a>:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Wenn Ihr mit der Zahl von 40.000 nicht einverstanden seid, verdient Ihr es nicht, Europa genannt zu werden. (&hellip;) Wenn das Eure Vorstellung von Europa ist, dann k&ouml;nnt Ihr es lassen. Entweder es gibt Solidarit&auml;t &ndash; oder verschwendet nicht unsere Zeit.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Angela Merkel sonderte dagegen mit der Bemerkung, dass es eine sehr engagierte Diskussion gegeben haben, mal wieder eine ihrer ber&uuml;chtigten narkotisierenden Sprechblasenwolken ab. Die Fl&uuml;chtlingsstr&ouml;me sind &uuml;brigens eine direkte Folge der katastrophalen EU-Au&szlig;enpolitik. &Uuml;ber die wird in Br&uuml;ssel allerdings weder geschimpft noch irgendwie engagiert diskutiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nicht nur gegen Russland<\/strong><br>\nBundeswehrkreise fordern eine Ausweitung der milit&auml;rischen Aktivit&auml;ten Deutschlands im Indischen Ozean. Das Weltmeer zwischen Ostafrika und S&uuml;dostasien respektive Australien sei das wichtigste Meer f&uuml;r den aktuellen Welthandel, hei&szlig;t es in einer Analyse dreier Politikwissenschaftler von der M&uuml;nchener Bundeswehr-Universit&auml;t. Es werde den Atlantik als zentrales Weltmeer abl&ouml;sen und der &ldquo;Ozean des 21. Jahrhunderts&rdquo; sein. Entsprechend m&uuml;sse Deutschland dort st&auml;rker aktiv werden &ndash; auch milit&auml;risch, zun&auml;chst etwa durch gemeinsame Man&ouml;ver mit Anrainerstaaten. Bislang sei die Bundeswehr nur in Djibouti im Westen des Indischen Ozeans dauerhaft pr&auml;sent; das sei zu wenig. Das Pl&auml;doyer, parallel zum Machtkampf gegen Russland einen weiteren Schauplatz milit&auml;rischer Aktivit&auml;ten zu er&ouml;ffnen, kn&uuml;pft an bestehende T&auml;tigkeiten der Bundesrepublik an, etwa an die verst&auml;rkte Aufr&uuml;stung ost- und s&uuml;dostasiatischer Konkurrenten der Volksrepublik China. Wie der neue R&uuml;stungsexportbericht der Bundesregierung zeigt, der Mitte dieser Woche ver&ouml;ffentlicht wurde, bilden Ost- und S&uuml;dostasien schon jetzt einen Schwerpunkt deutscher Aufr&uuml;stungspolitik: Unter den Top Ten der K&auml;ufer deutschen Kriegsger&auml;ts befinden sich vier Staaten der Region &ndash; aber lediglich zwei NATO-Mitglieder.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59144\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundeswehr bleibt l&auml;nger in Afghanistan als geplant<\/strong><br>\nDie Bundesregierung stellt sich darauf ein, dass die Bundeswehr l&auml;nger im Norden Afghanistans bleibt als bislang geplant. Dies geht nach SPIEGEL-Informationen aus &Uuml;berlegungen im Verteidigungsministerium und im Ausw&auml;rtigen Amt hervor. US-Verteidigungsminister Ashton Carter hatte auf seiner Europareise in dieser Woche in internen Gespr&auml;chen erkl&auml;rt, er wolle unter den Truppenstellern &ldquo;keine Aufbruchstimmung aufkommen lassen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bundeswehr-bleibt-laenger-in-afghanistan-als-geplant-a-1040795.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Keine Aufbruchstimmung aufkommen lassen. Nach 14 Jahren Krieg? Damit erscheinen die Abzugspl&auml;ne als reine Show.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kraft kn&ouml;pfte sich die Abweichler in der SPD einzeln vor<\/strong><br>\nIn der Diskussion &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung ist es innerhalb der NRW-SPD offenbar zu gr&ouml;&szlig;eren Auseinandersetzungen gekommen als bislang bekannt. Ministerpr&auml;sidentin und Landeschefin Hannelore Kraft soll sich am Rande des Parteikonvents in Berlin einzelne Landtagsabgeordnete vorgekn&ouml;pft haben, die gegen den Antrag der SPD-Spitze gestimmt hatten. [&hellip;]<br>\nInnerhalb der Landtagsfraktion sind die angeblichen Drohungen der Landeschefin seit Tagen Gespr&auml;chsthema. Man k&ouml;nne nicht &ouml;ffentlich von der guten &bdquo;Diskussionskultur&ldquo; in der SPD schw&auml;rmen und die Konvent-Abstimmung &uuml;ber die Vorratsdatenspeicherung freigeben, intern hingegen zur &bdquo;politischen Einzelbeatmung&ldquo; der Kritiker schreiten, hei&szlig;t es verbittert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/kraft-knoepfte-sich-abweichler-in-der-spd-einzeln-vor-id10819895.html#plx1182842843\">Der Westen<\/a>\n<p>dazu: <strong>Liebe Sozialdemokraten<\/strong><br>\nIn den Jahren unter SPD-Regierungsbeteiligung war Ihre Partei u.A. bereits f&uuml;r drastische Rentenk&uuml;rzungen, eine steuerliche Umverteilung von unten nach oben und die Privatisierung gro&szlig;er Bereiche der &Ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge verantwortlich. Die letzten Entscheidungen waren die vorgesehene Einschr&auml;nkung des Streikrechts und der Beschluss zur Vorratsdatenspeicherung. Es sind keine oder nicht mehr viele alte sozialdemokratische Ideale &uuml;brig, die von Ihrer Parteispitze verraten und teilweise ins Gegenteil umgekehrt wurden. Wie lange wollen Sie sich noch von der F&uuml;hrung Ihrer Partei vorf&uuml;hren und dem&uuml;tigen lassen. [&hellip;]<br>\nIhr Bundesjustizminister Heiko Maas ist pers&ouml;nlich gegen die Vorratsdatenspeicherung und schreibt trotzdem den Gesetzesentwurf, nachdem er aus dem Radio von seinem Parteivorsitzenden und Vizekanzler erfahren durfte, dass sie doch umgesetzt wird &ndash; und er bleibt im Amt.<br>\nWarum schicken Sie ihre Parteif&uuml;hrung, Ihre Ministerinnen und Minister und Ihre rechten Fl&uuml;gel, Seeheimer Kreise und Arbeiterverr&auml;ter nicht in die &uuml;ppige Rente.<br>\nPolitik braucht Alternativen. Und die gibt es nicht. Ihre Partei ist keine Alternative sondern nur eine Variation konservativer Machtpolitik. Sie ist so, wie sie jetzt ist, nur Mehrheitsbeschaffer f&uuml;r eine Unions-gef&uuml;hrte Bundesregierung und damit &uuml;berfl&uuml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/liebe-sozialdemokraten\">Martin Betzwieser auf der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Antisemiten live<\/strong><br>\nKirill Petrenko, der designierte neue Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, gibt keine Interviews mehr. Nicht, dass er nichts zu sagen h&auml;tte. Doch wie &bdquo;Welt&ldquo; und NDR &uuml;ber Kirill Petrenko berichten, ist unfassbar. [&hellip;]<br>\nPetrenko ist besonnen, schlagfertig, gescheit, leidenschaftlich, hochbegabt, er spricht au&szlig;er Russisch und Englisch auch flie&szlig;end Deutsch, hat Charisma und wei&szlig;, was er will. [&hellip;]<br>\nDoch gleich in die ersten Gratulationen nach der Wahl mischt sich Unappetitliches aus der Quotenj&auml;gerger&uuml;chtek&uuml;che. Als g&auml;be es beim Radio gar keine Redakteure mehr, die offen antisemitische Entgleisungen bemerken und verhindern k&ouml;nnten, spekuliert eine NDR-Kommentatorin &uuml;ber das etwaige Konkurrenzverh&auml;ltnis zwischen Petrenko und seinem Dirigentenkollegen Christian Thielemann und vergleicht, da die beiden ja demn&auml;chst wieder in Bayreuth auftreten werden, den einen, Thielemann, als &bdquo;Experten deutschen Klanges&ldquo; mit Wagners nobler Wotan-Figur, den anderen, Petrenko, mit der Figur des Alberich, dem &bdquo;winzigen Gnom, der j&uuml;dischen Karikatur&ldquo;.<br>\nProteste werden rasch abgewiegelt: Eine Gleichsetzung sei &bdquo;keineswegs beabsichtigt&ldquo; gewesen. [&hellip;] Wollten die Autoren nicht sagen, was sie gesagt haben? Ja, warum haben sie es dann gesagt? Weil Nazis, Weiber, Gier, Macht und so weiter Clicks und Quote bringen? Und wegen der Geschichtsvergessenheit. Und, weil das so schnell wieder zu l&ouml;schen ist: Upps! Tschuldigung! Das ist vielleicht das Ekelhafteste dran.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/was-ndr-und-welt-ueber-chefdirigent-kirill-petrenko-sagen-13668140.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wie Glenn Greenwald mal versuchte, mit Julian Reichelt zu diskutieren<\/strong><br>\nGestern haben Bild.de-Chef Julian Reichelt, der Journalist Glenn Greenwald (der in Zusammenarbeit mit Edward Snowden die NSA-Sp&auml;haff&auml;re publik machte) und &bdquo;Spiegel&ldquo;-Chefredakteur Klaus Brinkb&auml;umer per Twitter so eine Art Diskussion gef&uuml;hrt, bei der man viel lernen konnte, vor allem &uuml;ber Julian Reichelts Unf&auml;higkeit zu lesen &mdash; beziehungsweise &uuml;ber seinen unb&auml;ndigen Willen, s&auml;mtliche Fakten zugunsten der eigenen Realit&auml;tsverzerrung misszuverstehen.<br>\nWir haben das Hin-und-Her mal (so gut es ging) nachgezeichnet und uns ein paar Aussagen etwas genauer angeschaut.<br>\nVorab: Im Kern dreht sich die Unterhaltung um zwei Dinge. Erstens um die j&uuml;ngsten Wikileaks-Enth&uuml;llungen zur &Uuml;berwachung franz&ouml;sischer Politiker und zweitens um die &bdquo;Spiegel&ldquo;&ndash;Geschichte vom Oktober 2013, in der erstmals bekannt wurde, dass Angela Merkels Handy (offenbar) abgeh&ouml;rt wurde.<br>\nIn beiden F&auml;llen geht es um die Frage, ob die Enth&uuml;llungen auf den Dokumenten von Whistleblower Edward Snowden beruhten. In beiden F&auml;llen behauptet Julian Reichelt: ja, Snowden sei die Quelle. Und in beiden F&auml;llen scheitert er immer wieder daran, seine Version zu belegen, und ist immer wieder der einzige, der das einfach nicht verstehen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/66357\/wie-glenn-greenwald-mal-versuchte-mit-julian-reichelt-zu-diskutieren\/\">BILDblog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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