{"id":26581,"date":"2015-06-29T09:14:08","date_gmt":"2015-06-29T07:14:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581"},"modified":"2015-06-29T09:14:08","modified_gmt":"2015-06-29T07:14:08","slug":"hinweise-des-tages-2403","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h01\">Referendum in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h02\">Reaktionen auf das angek&uuml;ndigte Referendum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h03\">Griechenland &ndash; Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h04\">Deutsches Verlustrisiko betr&auml;gt rund 90 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h05\">Deutschland hat nie bezahlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h06\">Merkel und die Griechenlandkrise: Und jetzt, Frau Bundeskanzlerin?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h07\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h08\">Vier Jahrzehnte Alternative Wirtschaftspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h09\">L&ouml;hne steigen &ndash; aber nicht f&uuml;r alle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h10\">Poststreik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h11\">ALG II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h12\">Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h13\">Akademikerschwemme oder Marktversagen der Ausbildungsbetriebe?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h14\">Gegen die Wand: Modell Deutschland 2015<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h15\">Philosemitismus ist keine Antwort auf die Probleme in Nahost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h16\">Aktionsplan der EU-Kommission zur Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung verfehlt Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h17\">Sigmar Gabriel w&uuml;nscht sich die SPD patriotischer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581#h18\">Zu guter Letzt: WDR 5 Der satirische Wochenr&uuml;ckblick: Respektlos &ndash; aber treffend<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26581&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Referendum in Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Rede von Alexis Tsipras<\/strong><br>\nGriechenland, das Land, das die Demokratie hervorgebracht hat, muss eine schallende Antwort der Demokratie an die europ&auml;ische und die weltweite &Ouml;ffentlichkeit aussenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Phoenix\/videos\/938984876124173\/?pnref=story\">Phoenix via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Grisis<\/strong><br>\n[&hellip;] I would vote no, for two reasons. First, much as the prospect of euro exit frightens everyone &mdash; me included &mdash; the troika is now effectively demanding that the policy regime of the past five years be continued indefinitely. Where is the hope in that? Maybe, just maybe, the willingness to leave will inspire a rethink, although probably not. But even so, devaluation couldn&rsquo;t create that much more chaos than already exists, and would pave the way for eventual recovery, just as it has in many other times and places. Greece is not that different.<br>\nSecond, the political implications of a yes vote would be deeply troubling. The troika clearly did a reverse Corleone &mdash; they made Tsipras an offer he can&rsquo;t accept, and presumably did this knowingly. So the ultimatum was, in effect, a move to replace the Greek government. And even if you don&rsquo;t like Syriza, that has to be disturbing for anyone who believes in European ideals.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2015\/06\/28\/grisis\/?module=BlogPost-Title&amp;version=Blog%20Main&amp;contentCollection=Opinion&amp;action=Click&amp;pgtype=Blogs%C2%AEion=Body\">Paul Krugman in der New York Times<\/a><\/li>\n<li><strong>As it happened &ndash; Yanis Varoufakis&rsquo; intervention during the 27th June 2015 Eurogroup Meeting<\/strong><br>\nThe Eurogroup Meeting of 27th June 2015 will not go down as a proud moment in Europe&rsquo;s history. Ministers turned down the Greek government&rsquo;s request that the Greek people should be granted a single week during which to deliver a Yes or No answer to the institutions&rsquo; proposals &ndash; proposals crucial for Greece&rsquo;s future in the Eurozone. The very idea that a government would consult its people on a problematic proposal put to it by the institutions was treated with incomprehension and often with disdain bordering on contempt. I was even asked: &ldquo;How do you expect common people to understand such complex issues?&rdquo;. Indeed, democracy did not have a good day in yesterday&rsquo;s Eurogroup meeting! But nor did European institutions. After our request was rejected, the Eurogroup President broke with the convention of unanimity (issuing a statement without my consent) and even took the dubious decision to convene a follow up meeting without the Greek minister, ostensibly to discuss the &ldquo;next steps&rdquo;.<br>\nCan democracy and a monetary union coexist? Or must one give way? This is the pivotal question that the Eurogroup has decided to answer by placing democracy in the too-hard basket. So far, one hopes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2015\/06\/28\/as-it-happened-yanis-varoufakis-intervention-during-the-27th-june-2015-eurogroup-meeting\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Varoufakis droht im Schuldenstreit mit Referendum<\/strong><br>\nIm Schuldenstreit mit der EU setzt Giannis Varoufakis erneut auf Konfrontation: Sollten die Euro-Finanzminister Griechenlands Reformplan nicht akzeptieren, k&ouml;nnte seine Regierung Neuwahlen ausrufen.<br>\n&ldquo;Wir k&ouml;nnten zu Wahlen zur&uuml;ckgehen, ein Referendum ausrufen. Wir kleben noch nicht an unseren St&uuml;hlen.&rdquo; Mit diesen Worten hat Griechenlands Finanzminister Giannis Varoufakis in einem Interview mit der italienischen Zeitung &ldquo;Corriere della Sera&rdquo; Neuwahlen oder ein Referendum ins Spiel gebracht. Ohne gr&uuml;nes Licht der Euro-Gruppe, so Varoufakis, &ldquo;k&ouml;nnte es Probleme geben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/griechenland-varoufakis-droht-im-schuldenstreit-mit-referendum-a-1022407.html\">Spiegel Online vom 8. M&auml;rz 2015<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Dieser schon relativ alte Artikel verdeutlicht, dass die griechische Idee eines Referendums weder neu noch erst am letzten Wochenende entstanden ist. Haben die Vertreterinnen und Vertreter der anderen Eurostaaten denn nicht aufgepasst?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Reaktionen auf das angek&uuml;ndigte Referendum<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Tsipras verteidigt die Demokratie in Europa<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist eine richtige Entscheidung von Tsipras, das griechische Volk &uuml;ber das erneute K&uuml;rzungsdiktat der Troika entscheiden zu lassen. Die griechische Regierung rettet die Demokratie in Europa, indem sie sich dem technokratischen Troika-Gemerkel und der Erpressung von weiterem Sozialkahlschlag widersetzt. Merkel und Sch&auml;uble haben den Bogen &uuml;berspannt und tragen die Verantwortung f&uuml;r den absehbaren Zerfall der Eurozone und die Vernichtung von zig Milliarden an Steuergeldern&rdquo;, kommentiert Sahra Wagenknecht die Ank&uuml;ndigung von Alexis Tsipras, die griechische Bev&ouml;lkerung am 5. Juli in einem Referendum &uuml;ber das &bdquo;Angebot&rdquo; der Gl&auml;ubiger entscheiden zu lassen. Die Erste Stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2147.tsipras-verteidigt-die-demokratie-in-europa.html\">Sahra Wagenknecht<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bev&ouml;lkerung fragen? Undenkbar!<\/strong><br>\nDie griechische Regierung plant eine Volksbefragung &uuml;ber die weiteren K&uuml;rzungsauflagen, die die Gl&auml;ubiger von dem Land verlangen. Eigentlich ein vern&uuml;nftiger Schritt &ndash; dem die Euro-Finanzminister eine klare Absage erteilen, allen voran Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble. Eine Volksbefragung jetzt findet er abwegig. Damit r&uuml;ckt ein Rauswurf Griechenlands aus der Euro-Zone n&auml;her. Und die Bundesregierung demonstriert, wie sie sich Demokratie in Europa vorstellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/die-bevoelkerung-fragen-undenkbar.html\">Michael Schlecht, MdB<\/a><\/li>\n<li><strong>Emp&ouml;rung &uuml;ber Athen<\/strong><br>\nDas kommt zu sp&auml;t: Europas Finanzminister sind sauer auf Griechenlands Regierung, weil sie jetzt noch das Volk abstimmen lassen will. Am Dienstag l&auml;uft das Hilfsprogramm aus &ndash; und die Minister zeigen wenig Lust, daran etwas zu &auml;ndern. (&hellip;)<br>\nGriechenlands Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras hatte in der Nacht eine Volksabstimmung &uuml;ber die Frage angek&uuml;ndigt, ob seine Regierung den Reformauflagen zustimmen oder den Euro verlassen soll &ndash; obwohl noch gar kein formales Programm beschlossen ist. Er warf den Gl&auml;ubigern vor, sie w&uuml;rden das Land erpressen. Die Volksabstimmung soll am kommenden Wochenende stattfinden. (&hellip;)<br>\nSchulz in der F.A.S.: Tsipras muss Annahme empfehlen<br>\nDer Pr&auml;sident des Europ&auml;ischen Parlaments, Martin Schulz, hat dagegen das griechische Referendum begr&uuml;&szlig;t, Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras aber scharf f&uuml;r dessen Positionierung kritisiert. &bdquo;Die weitgehenden Angebote, die insbesondere Jean-Claude Juncker durchgesetzt hat, als Erniedrigung zu bezeichnen, ist rational nicht mehr nachvollziehbar und h&ouml;chstens erkl&auml;rbar als blanke Ideologie&ldquo;, sagte Schulz am Samstag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). &bdquo;Ich glaube, das es richtig ist, sein Volk zu befragen. Aber das kann nur gehen, wenn man als Regierungschef seiner F&uuml;hrungsverantwortung nachkommt. Und das hei&szlig;t: dem Volk zu empfehlen, das entgegenkommende Angebot der Geldgeber und Euro-Partner zu akzeptieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/referendums-plaene-empoerung-ueber-athen-13671521.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Vor etwa 3,5 Jahren hatte der damalige griechische Ministerpr&auml;sident Papandreou ebenfalls die Absicht ge&auml;u&szlig;ert, einen Volksentscheid abhalten zu lassen. Die Reaktionen seitens der Troika und zahlreicher Medien waren &auml;hnlich wie heute &ndash; mit einem verheerenden Signal f&uuml;r die Demokratie in Europa. Bitte lesen Sie dazu erneut Robert Misik &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11207#h03\">&ldquo;Die M&auml;rkte&rdquo; gegen die Demokratie, der neue, &ldquo;vern&uuml;nftige&rdquo; Antidemokratismus<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konsequent!<\/strong><br>\nBr&uuml;ssels Angebot an Athen ist nicht gro&szlig;z&uuml;gig, es ist ein einseitiges Spardiktat. Die Griechen stimmen dar&uuml;ber ab, ob sie f&uuml;r den Euro ihre Demokratie opfern.<br>\nEs ist nur konsequent, dass der griechische Premier Alexis Tsipras ein Referendum ansetzen will. Die Eurogruppe hat ihn mit einem Ultimatum konfrontiert und ganz klar gemacht, dass sie nicht mehr weiter verhandeln m&ouml;chte. Die Finanzminister treffen sich zwar noch an diesem Samstag, aber das ist eigentlich &uuml;berfl&uuml;ssig. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Linie l&auml;ngst vorgegeben. Am Freitag erkl&auml;rte sie, dass das europ&auml;ische Angebot &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich gro&szlig;z&uuml;gig&ldquo; sei. Sprich: Mehr ist nicht zu erwarten.<br>\nMan sollte sich vom Selbstlob der Kanzlerin nicht t&auml;uschen lassen. Das europ&auml;ische Angebot ist nicht gro&szlig;z&uuml;gig, sondern verlangt von den Griechen, dass sie noch mehr sparen &ndash; obwohl ihre Wirtschaft schon schrumpft. Auf diese K&uuml;rzungen kann sich Tsipras nicht einlassen, wenn er sein Land nicht ruinieren will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Referendum-Griechenland\/!5207383\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland &ndash; Hintergrund<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Mein Griechenland &ndash; eine Reise ins Innere von Syriza<\/strong><br>\nTage der Entscheidung &ndash; w&auml;hrend das griechische Drama einem neuen H&ouml;hepunkt zutrieb, machte ich mich auf eine Reise ins Innere des neuen Griechenlands. Begegnungen mit Alexis Tsipras, seinen engsten Mitarbeitern, lokalen Syriza-Funktion&auml;ren, jungen Start-Up-Gr&uuml;ndern, k&auml;mpferischen Arbeitern und Menschen, die sich gerade noch so durchschlagen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/06\/mein-griechenland-eine-reise-ins-innere-von-syriza\/\">Robert Misik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers L.H.:<\/strong> Ein v&ouml;llig unaufgeregter Erlebnisbericht &uuml;ber die griechische Regierung und das Umfeld der handelnden Personen, der &ndash; im Gegensatz zur &ouml;ffentlichen Berichterstattung der letzten Wochen und Monate &ndash; ein ganz anderes Bild &uuml;ber die &ldquo;Irren&rdquo; und &ldquo;Populisten&rdquo; abgibt. Gerade in vielen, auch kleinen, Details zeigt Robert Misik in seinem sehr umfangreichen Bericht, wie wenig die medial vermittelten Informationen mit der Realit&auml;t &uuml;bereinstimmen. Dennoch l&auml;sst es sich Misik nicht nehmen, immer wieder kritisch zu hinterfragen &ndash; auch sich selbst und seine eigene Wahrnehmung der Welt. Eben dies macht den Bericht so sympathisch, da er authentisch ist.<\/em><br>\n<em>En passant gibt er Ausschnitte aus der t&auml;glichen Praxis in Griechenland wieder, die in all ihren Einzelheiten auf den Leser so bedr&uuml;ckend wirken. Zeigt dies doch, wie das &ouml;ffentliche Meinungsbild in Deutschland diese Tatsachen zwar nicht unbedingt leugnet, sie jedoch regelm&auml;&szlig;ig stillschweigend &uuml;bergeht. Denn wie anders sollte man die immer wiederkehrenden Forderungen nach &ldquo;Reformen, die nun endlich umgesetzt werden m&uuml;ssen&rdquo; angesichts dieser Realit&auml;t sonst verstehen k&ouml;nnen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gesine Schwan: &bdquo;Wolfgang Sch&auml;uble hatte von Anfang an die Absicht, Syriza an die Wand fahren zu lassen&ldquo;<\/strong><br>\nGesine Schwan spricht im Interview &uuml;ber die gescheiterten Verhandlungen zwischen Griechenland und den Gl&auml;ubigern. Dabei stellt sich die Ex-Bundespr&auml;sidentschaftskandidatin klar auf die Seite von Tsipras, Varoufakis und Co..<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mz-web.de\/politik\/gesine-schwan-zur-griechenland-krise--wolfgang-schaeuble-hatte-von-anfang-an-die-absicht--syriza-an-die-wand-fahren-zu-lassen-,20642162,31063742.html\">Mitteldeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Gesine Schwan ist einer der sehr wenigen Stimmen au&szlig;erhalb der Linkspartei die bei der Griechenland-Krise ihren Verstand bewahrt hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Berichterstattung &uuml;ber Griechenland: Merkels Propagandamaschine<\/strong><br>\nJeder Artikel, der von der &ldquo;Rettung&rdquo; Griechenlands spricht, richtet moralisch. An solcher Berichterstattung zeigt sich, wie manipulativ ein Journalismus agiert, der vor allem von deutschen Interessen handelt.<br>\nPropaganda, sagt Edward Bernays, der den Begriff gepr&auml;gt hat, ist die Reduktion der komplexen Wirklichkeit auf einige wenige, leicht zu verstehende Erkl&auml;rungen, und es ist dabei letztlich egal, ob diese Erkl&auml;rungen auch stimmen.<br>\nSein Klassiker &ldquo;Propaganda&rdquo; erschien 1928, weit vor Fernsehen und Internet, er ist mehr Handlungsanweisung f&uuml;r die M&auml;chtigen als Kritik an der Manipulation der Massen &ndash; gerade deshalb lohnt es sich heute, ihn mal wieder zu lesen.<br>\nDenn in seinem Sinn ist zum Beispiel jeder Artikel, der die Eurokrise darauf reduziert, dass Merkel oder Sch&auml;uble oder Br&uuml;ssel oder sonst irgendjemand Griechenland &ldquo;rettet&rdquo;, nichts anderes als Propaganda. (&hellip;)<br>\n&ldquo;Die bewusste und intelligente Manipulation des kollektiven Verhaltens und der Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft&rdquo;, schreibt Edward Bernays. &ldquo;Es ist eine unsichtbare Regierung, die diesen verborgenen gesellschaftlichen Mechanismus manipuliert, sie ist die eigentliche Herrschaftsmacht in unserem Land.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/georg-diez-ueber-die-berichterstattung-zu-griechenland-a-1040882.html\">Georg Diez auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsches Verlustrisiko betr&auml;gt rund 90 Milliarden Euro<\/strong><br>\nWenn Griechenland pleitegeht, k&ouml;nnte Deutschland rund 87 Milliarden Euro verlieren. Aber nur, wenn Griechenland im Euro bleibt.<br>\nMit der Versch&auml;rfung der Griechenland-Krise stellt sich die Frage, wie die Verluste der einzelnen L&auml;nder im Falle eines griechischen Staatsbankrotts und eines Konkurses der griechischen Gesch&auml;ftsbanken einzusch&auml;tzen w&auml;ren. Eine solche Rechnung hat vor wenigen Wochen der Pr&auml;sident des ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, mit Verweis auf die Zahlen von Ende M&auml;rz 2015 ver&ouml;ffentlicht.<br>\nSeitdem hat sich das Volumen der Ela-Kredite der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) von 69 auf 90 Milliarden Euro erh&ouml;ht. Dadurch vergr&ouml;&szlig;ert sich auch das deutsche Verlustrisiko wie auch das Verlustrisiko der anderen Eurogl&auml;ubigerstaaten, aber an den groben Gr&ouml;&szlig;enverh&auml;ltnissen &auml;ndert sich nicht allzu viel. [&hellip;]<br>\nNun ist es nicht so, dass Steuerzahler im Falle von Verlusten einer Zentralbank zwingend Geld einschie&szlig;en m&uuml;ssten &ndash; die Zentralbank Tschechiens hat &uuml;ber mehr als 10 Jahre klaglos mit einem negativen Eigenkapital funktioniert. Aber die Verluste treffen die Steuerzahler indirekt, weil sie zu niedrigeren oder g&auml;nzlich wegfallenden Gewinnaussch&uuml;ttungen der Zentralbanken an die Staatshaushalte f&uuml;hren. Sinn geht auch auf die Ela-Kredite ein, f&uuml;r die offiziell nur die jeweilige nationale Zentralbank haftet. Falls eine nationale Zentralbank Ela-Kredite nicht zur&uuml;ckzahlen kann, sind aber auch die anderen Zentralbanken betroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/griechenland-krise-deutsches-verlustrisiko-betraegt-rund-90-milliarden-euro-13673364.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das ist schon Manipulation in Reinkultur. Im Artikel geht FAZ-Wirtschaftsredakteur Braunberger explizit darauf ein, dass Zentralbankverluste nicht(!) vom Steuerzahler ausgeglichen werden m&uuml;ssen und widerspricht damit Hans-Werner Sinn. Dennoch &uuml;bernimmt die FAZ Sinns &uuml;berh&ouml;hte Zahlen 1:1.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Emergency Liquidity Assistance von der EZB &ndash; wie das Schwarze-Peter-Spiel funktioniert<\/strong><br>\nELA hei&szlig;t Emergency Liquidity Assistance und wird von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) solchen nationalen Zentralbanken gew&auml;hrt, die sich au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden gegen&uuml;bersehen. Das gilt derzeit f&uuml;r Griechenland. Die griechischen B&uuml;rger heben vermehrt ihre Guthaben ab und horten sie vermutlich unter der Matratze, um einer &bdquo;Beteiligung der Gl&auml;ubiger der Banken&ldquo; wie im Fall von Zypern oder der Entwertung ihrer Guthaben im Falle eines Austritts Griechenlands aus der EWU zu entgehen.<br>\nWenn ein solcher Bankrun passiert, muss in jedem Land der Welt in der Tat die Notenbank einspringen und Liquidit&auml;tshilfe geben. Man stelle sich einmal vor, in Deutschland h&auml;tten es Hacker geschafft, die Kreditkartendaten aller Kunden zweier gro&szlig;er privater Banken zu ergattern. Daraufhin gingen viele B&uuml;rger und kleine Unternehmen aus Angst vor Betrug im Internet dazu &uuml;ber, ihre t&auml;glichen Transaktionen lieber wieder &uuml;ber Bargeld abzuwickeln als &uuml;ber Kreditkarten, und fragten entsprechend vermehrt Bargeld nach. Auch dann m&uuml;sste die Notenbank den privaten Banken Liquidit&auml;t zur Verf&uuml;gung stellen, damit diese den erh&ouml;hten Bargeldbedarf ihrer Kunden decken k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nIn Europa ist aber schon ein solcher Standardvorgang ein politisches Problem, weil ungeheuer viele Ignoranten (sollte ich sagen: Dummk&ouml;pfe?) in den Medien und in der Politik herumlaufen und laut &uuml;ber einen solchen Vorgang lamentieren, ohne das geringste davon zu verstehen. Carsten Schneider ist haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und hat &ndash; wenn es gegen Griechenland geht &ndash; auch eine Meinung zu dieser Art der Notenbankpolitik. Er sagte (hier): &bdquo;Mit dem steigenden Ela-Volumen hat die EZB inzwischen die vollst&auml;ndige Finanzierung des griechischen Bankensystems &uuml;bernommen. Dies alles geschieht ohne demokratische Legitimation und Kontrolle, w&auml;hrend die Steuerzahler in Europa f&uuml;r diese Kredite haften&ldquo;. Warum die EZB gerade dann unter demokratische Kontrolle gestellt werden muss, wenn sie ihre ureigenen Aufgaben als Notenbank erf&uuml;llt, m&uuml;sste Carsten Schneider uns mal erkl&auml;ren.<br>\nUnd wieso der deutsche Steuerzahler haftet, wenn die griechischen B&uuml;rger ihr Eigentum an sich nehmen, ist auch nicht einleuchtend, es sei denn, der deutsche B&uuml;rger in Form der deutschen Regierung sorgt weiterhin f&uuml;r eine so katastrophale Wirtschaftsentwicklung in Griechenland, dass wirklich alle Kredite der Banken notleidend werden. Dann haftet der deutsche B&uuml;rger genau genommen f&uuml;r das Versagen seiner eigenen politischen F&uuml;hrung. Und dass die Steuerzahler f&uuml;r die Kredite haften, die eine Notenbank vergibt, ist ebenfalls ein M&auml;rchen, weil keine Notenbank der Welt, selbst wenn sie tempor&auml;r buchhalterische Verluste ausweist, den Steuerzahler braucht, um diese Verluste auszugleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/emergency-liquidity-assistance-von-der-ezb-wie-das-schwarze-peter-spiel-funktioniert\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Deutschland hat nie bezahlt<\/strong><br>\nDer Star&ouml;konom Thomas Piketty fordert eine gro&szlig;e Schuldenkonferenz. Gerade Deutschland d&uuml;rfe den Griechen Hilfe nicht verweigern (&hellip;)<br>\nDIE ZEIT: D&uuml;rfen wir Deutschen uns freuen, dass selbst die franz&ouml;sische Regierung zurzeit den Dogmen der Berliner Sparpolitik huldigt?<br>\nThomas Piketty: Keinesfalls. Das ist weder f&uuml;r Frankreich noch f&uuml;r Deutschland und schon gar nicht f&uuml;r Europa ein Grund zur Freude. Vielmehr habe ich gro&szlig;e Angst, dass die Konservativen, insbesondere in Deutschland, kurz davor sind, Europa und die europ&auml;ische Idee zu zerst&ouml;ren &ndash; und zwar aufgrund ihres erschreckenden Mangels an geschichtlichem Erinnerungsverm&ouml;gen.<br>\nZEIT: Wir Deutschen haben die Geschichte doch aufgearbeitet.<br>\nPiketty: Aber nicht, was die deutsche Schuldentilgung betrifft! Dabei m&uuml;sste die Erinnerung daran gerade f&uuml;r das heutige Deutschland von Bedeutung sein. Schauen Sie sich die Geschichte der &ouml;ffentlichen Schulden an: Gro&szlig;britannien, Deutschland und Frankreich waren alle schon in der Situation des Griechenlands von heute, litten sogar unter noch h&ouml;heren Schulden. Die erste Lektion, die man deshalb aus der Geschichte der Staatsschulden ziehen kann, lautet, dass wir nicht vor neuen Problemen stehen. Es gab immer viele M&ouml;glichkeiten, die Schulden zu tilgen. Und nie nur eine, wie Berlin und Paris den Griechen weismachen wollen.<br>\nZEIT: Aber die Schulden zur&uuml;ckzahlen sollten sie doch?<br>\nPiketty: Mein Buch erz&auml;hlt von der Geschichte der Einkommen und Verm&ouml;gen, inklusive der &ouml;ffentlichen. Was mir beim Schreiben auffiel: Deutschland ist wirklich das Vorzeigebeispiel f&uuml;r ein Land, das in der Geschichte nie seine &ouml;ffentlichen Schulden zur&uuml;ckgezahlt hat. Weder nach dem Ersten noch nach dem Zweiten Weltkrieg. Daf&uuml;r lie&szlig; es andere zahlen, etwa nach dem deutsch-franz&ouml;sischen Krieg von 1870, als es eine hohe Zahlung von Frankreich forderte und sie auch bekam. Daf&uuml;r litt der franz&ouml;sische Staat anschlie&szlig;end jahrzehntelang unter den Schulden. Tats&auml;chlich ist die Geschichte der &ouml;ffentlichen Verschuldung voller Ironie. Sie folgt selten unseren Vorstellungen von Ordnung und Gerechtigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/26\/thomas-piketty-schulden-griechenland\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Merkel und die Griechenlandkrise: Und jetzt, Frau Bundeskanzlerin?<\/strong><br>\nGriechenland steht vor der Pleite, der Eurozone droht der Bruch &ndash; doch von Angela Merkel bisher kein Wort. Hat die Kanzlerin die Hellenen aufgegeben? [&hellip;]<br>\nMerkel bleibt ihrer Zur&uuml;ckhaltung der vergangenen Tage treu. Tunlichst hatte sie es vermieden, sich in die Gespr&auml;che mit Griechenland einzumischen. Mehr noch, je enger die Angelegenheit wurde, umso weiter ging Merkel auf Distanz. Sollte Griechenland &ndash; bei allen rechtlichen Schwierigkeiten, die damit verbunden sind &ndash; am Ende wirklich aus der Eurozone ausscheiden m&uuml;ssen, dann will die Kanzlerin nicht als diejenige dastehen, die den Daumen senkte. Ihr altes Credo &ldquo;Scheitert der Euro, dann scheitert Europa&rdquo; verbreitet Merkel schon l&auml;nger nicht mehr &ndash; blo&szlig; keine Dramatisierung, hei&szlig;t die Devise jetzt.<br>\nDabei wei&szlig; Merkel auch: Der historische Bruch der Eurozone w&uuml;rde auf ihre Kanzlerschaft so oder so einen Schatten werfen. Ihre Rettungspolitik w&auml;re auf einen Schlag gescheitert. Daher g&auml;be die CDU-Chefin noch immer einiges daf&uuml;r, die Griechen im Euro zu halten. Doch auch hier gilt es, sich nicht zu sehr zu exponieren. Eine Anfrage, ob die Kanzlerin weiterhin f&uuml;r den Verbleib Griechenlands im Euro eintrete, lie&szlig; ihr Regierungssprecher am Sonntag unbeantwortet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/griechenland-und-die-euro-krise-warum-merkel-schweigt-a-1041051.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es irgendwie drollig, dass ausgerechnet der &bdquo;stellvertretende Redaktionsleiter Politik&ldquo; im SPON-Hauptstadtb&uuml;ro die &bdquo;Methode Merkel&ldquo; nicht zu kennen vorgibt. War es denn je anders? Hat Merkel jemals Stellung bezogen, als es hei&szlig; wurde? Hat sie nicht stets schweigend abgewartet, welche Position sich durchsetzt, um dann die Meinungsf&uuml;hrerschaft f&uuml;r diese Position zu &uuml;bernehmen? Angela Merkel hatte noch nie F&uuml;hrungsst&auml;rke und warum sollte sich dies im Fall Griechenland &auml;ndern?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Merkels teure Spiele<\/strong><br>\nTeile des deutschen Kapitals sind &raquo;not amused&laquo;. Das hat nichts mit dem Briten-Mummenschanz der vergangenen Tage zu tun, sondern mit den Sanktionsspielchen der politischen F&uuml;hrung per Adresse Moskau. Mit bislang beispielloser Deutlichkeit hat der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Eckhard Cordes, eine Beendigung der Strafma&szlig;nahmen gegen Russland gefordert. &raquo;Wir brauchen einen Einsteig in den Ausstieg aus den Sanktionen&laquo;, sagte er am Freitag in Berlin.<br>\nDie Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind einleuchtend: ein Exportr&uuml;ckgang von mehr als 25 Prozent in diesem Jahr, der in der Konsequenz 150.000 Arbeitspl&auml;tze in Deutschland bedroht. &raquo;Die aktuellen Zahlen &uuml;bertreffen selbst unsere schlimmsten Bef&uuml;rchtungen&laquo;, bilanziert der fr&uuml;here Daimler-Vorstand und Metro-Chef Cordes die Wirkung der vergangene Woche verl&auml;ngerten Sanktionen und erg&auml;nzte: Russland k&ouml;nnte 2015 in der Liste der wichtigsten Abnehmerl&auml;nder deutscher Produkte hinter Handelspartner wie Tschechien und Schweden auf Rang 15 zur&uuml;ckfallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-27\/064.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Vizepr&auml;sident vergleicht Putin mit Hitler<\/strong>\n<ul>\n<li>In einem Fernsehinterview r&uuml;ckt US-Vize-Pr&auml;sident Joe Biden die Au&szlig;enpolitik des Kremls in die N&auml;he des Dritten Reichs. <\/li>\n<li>Zudem vergleicht er den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin indirekt mit Adolf Hitler. <\/li>\n<li>Schon Hillary Clinton wies einmal auf Parallelen zwischen dem Kremlchef und dem NS-Diktator hin. <\/li>\n<li>Zwischen den USA und Russland herrscht wegen der Ukraine-Krise ein angespanntes Verh&auml;ltnis.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fettn&auml;pfchen oder Absicht? (&hellip;)<br>\n&ldquo;Ich glaube nicht, dass man heute auf unbegrenzte Zeit vor Menschen verheimlichen kann, was wirklich geschieht&rdquo;, sagte er laut Bild. Sie w&uuml;rden bald sehen, warum ihre W&auml;hrung so schwach geworden ist, und erkennen, dass die Sanktionen gegen Russland Auswirkungen h&auml;tten. &ldquo;Wenn Putin sagt: &lsquo;Wo auch immer Menschen sind, die russisch sprechen, habe ich als russischer F&uuml;hrer eine Verpflichtung, sie zu besch&uuml;tzen&hellip;&rdquo;, sagte Biden.<br>\nHier unterbricht er seine Aussage und fragt den Moderator: &ldquo;Klingt dies bekannt?&rdquo; Der Journalist antwortet: &ldquo;Nazi-Deutschland&rdquo;. Biden selbst will es nicht aussprechen. Doch er blickt in die Kamera und nickt mit dem Kopf. (&hellip;)<br>\nDas ist nicht die erste Hitler-Anspielung, die Putin zu h&ouml;ren bekommt. Im M&auml;rz 2014 verglich die ehemalige Au&szlig;enministerin Hillary Clinton Putin mit dem NS-Diktator. &ldquo;Wenn einem das bekannt vorkommt, es ist das, was Hitler damals in den 30er Jahren tat. Hitler sagte stets, die ethnischen Deutschen, die Deutschen per Abstammung, die in Gebieten wie der Tschechoslowakei oder Rum&auml;nien waren, werden nicht richtig behandelt. Ich muss mein Volk besch&uuml;tzen&rdquo;, sagte sie damals in einem Interview mit der Lokalzeitung Long Beach Press-Telegram. Sp&auml;ter soll sie klargestellt haben, dass es keinen Hinweis darauf gebe, dass Putin &ldquo;so irrational wie der Anstifter des Zweiten Weltkriegs&rdquo; sei.<br>\nAuch Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble wies schon einmal auf die Parallelen der Ukraine mit der Tschechoslowakei im Jahr 1938 hin &ndash; das geschah ebenfalls im M&auml;rz 2014.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/joe-biden-us-vizepraesident-vergleicht-putin-mit-hitler-1.2540812%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Recht oft vergleicht die US-Politik unliebsame Staats- und Regierungschefs mit Hitler &ndash; so geschehen u.a. auch mit Baschar al-Assad und Saddam Hussein:<\/em><\/p>\n<ol class=\"abc\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/books.google.de\/books?id=UVek6eK6yysC&amp;pg=PA96&amp;lpg=PA96&amp;dq=vergleich+george+bush+hitler+hussein&amp;source=bl&amp;ots=DgzdandWnS&amp;sig=LLpreQn967TTZd2wMLFY-JmDEUw&amp;hl=de&amp;sa=X&amp;ei=cI2PVfijDYP-UMiBv9gJ&amp;ved=0CD4Q6AEwBA#v=onepage&amp;q=vergleich%20george%20bush%20hitler%20hussein&amp;f=false\">Kriegsbegr&uuml;ndungen: wie Gewaltanwendung und Opfer gerechtfertigt werden sollten<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.rtl.de\/rtl-nachrichtenarchiv\/1616311\/us-aussenminister-kerry-zu-syrien-assad-wie-hitler-und-hussein.html\">US-Au&szlig;enminister Kerry zu Syrien: Assad &ldquo;wie Hitler und Hussein&rdquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Eine Geschichte voller Widerspr&uuml;che<\/strong><br>\nKrieg der Bilder: Knapp ein Jahr nach dem Absturz von Flug MH17 in der Ukraine ist die Frage, wer die Maschine abschoss, ungekl&auml;rt. Wie verl&auml;sslich sind Aufnahmen bei der Wahrheitsfindung? &Uuml;ber die schwierige Suche nach der Wahrheit. (&hellip;)<br>\nAber dass etliche Medien &ndash; wo Journalisten in der Regel von den Feinheiten solcher Software-Analysen &uuml;berfordert gewesen sein d&uuml;rften &ndash; Bellingcats Schl&uuml;sse als letzte Wahrheit verbreiteten, ging wohl auch zu weit. &bdquo;Spiegel Online&ldquo; lie&szlig; sich diese selbstkritische Erkenntnis von einem Bild-Forensiker best&auml;tigen und gestand ein, diese &bdquo;professionelle Skepsis im Umgang mit der Quellenlage, das Hinterfragen der Quelle h&auml;tten wir st&auml;rker zum Ausdruck bringen sollen&ldquo;.<br>\nDas ist die Lage, sie ist voller Widerspr&uuml;che und Unsicherheiten. Und das einzige, was wir heute sicher wissen, entstammt einem ersten Zwischenbericht der niederl&auml;ndischen Beh&ouml;rde OVV. Darin hei&szlig;t es, dass &bdquo;Objekte mit hoher Geschwindigkeit von au&szlig;en in das Flugzeug eindrangen.&ldquo; Der Report macht keine Angaben zur Art dieser Objekte. Der Abschlussbericht soll im Sommer erscheinen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/ukraine\/flug-mh17-in-der-ukraine-eine-geschichte-voller-widersprueche,26429068,31044534.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Vier Jahrzehnte Alternative Wirtschaftspolitik<\/strong><br>\nDokumentation der Jubil&auml;umstagung am 20. Juni 2015 in Berlin\n<p>Frank Bsirske: Gru&szlig;botschaft<\/p>\n<p>Axel Troost: Vier Jahrzehnte Alternative Wirtschaftspolitik &ndash; Einf&uuml;hrung <\/p>\n<p>Rudolf Hickel: 40 Jahre MEMORANDUM &ndash; Der Einsatz f&uuml;r wirtschaftspolitisch Alternativen ist unverzichtbar, wenn auch oftmals frustrierend <\/p>\n<p>Heinz-J. Bontrup: Die Wirtschaftskrise ist nicht beendet &ndash; zur &Uuml;berwindung der Massenarbeitslosigkeit <\/p>\n<p>Mechthild Schrooten: Geld, Banken und Staat <\/p>\n<p>Stefan K&ouml;rzell: Was folgt auf Juncker-Plan und Fratzscher-Kommission? &ndash; Anforderungen des DGB an eine Investitionsoffensive <\/p>\n<p>Herbert Schui: Woran ist das &ldquo;Goldene Zeitalter des Kapitalismus&rdquo; der Nachkriegszeit gescheitert? Ist es erneut m&ouml;glich? <\/p>\n<p>Klaus Steinitz: Ostdeutschland im 25. Jahr der Wiedervereinigung &ndash; Strukturelle Defizite und Chancen ihrer &Uuml;berwindung <\/p>\n<p>Cornelia Heintze: Vermarktlichung und Fiskalisierung als Prekarisierungshebel: Professionelle Carearbeit im deutsch-skandinavischen Vergleich <\/p>\n<p>Steffen Lehndorff: Spaltende Integration &ndash; Griechenland, Deutschland und die europ&auml;ische Krise <\/p>\n<p>Franziska Wiethold: Lebensentw&uuml;rfe im Wandel &ndash; Herausforderungen f&uuml;r die Politik <\/p>\n<p>Norbert Reuter: Die Arbeitszeitfrage im Kontext von Wachstum, &Ouml;kologie und Wohlstand <\/p>\n<p>Werner Raza: Die Zukunft der Europ&auml;ischen Union: Stagnation und Polarisierung oder eine grundlegende Neuausrichtung? <\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.alternative-wirtschaftspolitik.de\/veroeffentlichungen_der_arbeitsgruppe\/berichte\/8463264.html%20\">Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>L&ouml;hne steigen &ndash; aber nicht f&uuml;r alle<\/strong><br>\nEine Studie der Bertelsmann-Stiftung geht von einer weiter wachsenden Ungleichheit bei der Lohnentwicklung in Deutschland aus. Der Abstand zwischen der Hochlohnbranche und Niedriglohnjobs wird immer gr&ouml;&szlig;er, warnen die Autoren.<br>\nDer Abstand zwischen hohen und niedrigen Arbeitseinkommen in Deutschland wird in den kommenden Jahren weiter wachsen. In einer Studie zur Gehaltsentwicklung bis 2020 sagt die Bertelsmann-Stiftung f&uuml;r Besch&auml;ftigte in Hochlohnbrachen um bis zu sechsmal h&ouml;here Entgeltsteigerungen voraus als in einigen Dienstleistungsberufen. Zudem werden f&uuml;r Singles und kinderlose Paare h&ouml;here Zuw&auml;chse prognostiziert als f&uuml;r berufst&auml;tige Eltern und Alleinerziehende.<br>\nZwar seien auch in den weniger gut bezahlten Bereichen reale Einkommenssteigerungen zu erwarten: Im Schnitt k&ouml;nnten die Arbeitnehmer bis 2020 mit einem Stundenlohnplus von zwei bis drei Euro brutto rechnen. Die wachsende Lohnkluft aber nehme zugleich Besorgnis erregende Ausma&szlig;e an, hei&szlig;t es in der 50-seitigen Ver&ouml;ffentlichung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/arbeit---soziales\/lohnentwicklung-loehne-steigen---aber-nicht-fuer-alle,1473632,31043536,view,asFirstTeaser.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass diese nun prognostizierte Entwicklung eine Folge von fr&uuml;heren Empfehlungen der Bertelsmann-Stiftung ist?<\/em><br>\n<em>In &bdquo;Wikipedia&ldquo; ist &uuml;ber die angeblich gemeinn&uuml;tzige Bertelsmann-Stiftung Folgendes zu lesen:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Nach Antritt der Regierung Schr&ouml;der publizierte die Stiftung in der Zeitschrift Capital einen wirtschaftspolitischen Forderungskatalog f&uuml;r die ersten 100 Tage der Regierung. Dessen Inhalte:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>In der Sozialversicherung sei es n&ouml;tig, binnen zehn Jahren die Arbeitslosenversicherung abzuschaffen und Sozialhilfe weiter einzuschr&auml;nken. Die K&uuml;rzungen in der Sozialhilfe wiederum mindere automatisch den damit verbundenen Mindestlohn. Sinke der Mindestlohn, dann diene dies der Bek&auml;mpfung von Arbeitslosigkeit. Zugleich diene dies der Sanierung der Staatsfinanzen. <\/em><\/li>\n<li><em>Die Senkung der &uuml;brigen L&ouml;hne um 15 Prozent und die Reduzierung des K&uuml;ndigungsschutzes erlaube es Unternehmen, mehr Arbeiter und Angestellte einzustellen und damit die Arbeitslosigkeit zu d&auml;mpfen. <\/em><\/li>\n<li><em>Die Lohnnebenkosten sollten mittelfristig vom Unternehmer ganz auf den Arbeitnehmer &uuml;bertragen werden. <\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bertelsmann_Stiftung#Wirtschaftspolitischer_Forderungskatalog\">Die Stiftung behauptete<\/a>, dass die Bundesrepublik Deutschland ab dem Jahre 2010 nicht mehr dazu in der Lage sein werde, f&uuml;r Renten, Krankenkosten oder Arbeitslosigkeit im bis dahin getragenen Ma&szlig;e aufzukommen. Der von 1998 bis 2005 amtierende Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der lie&szlig; sich, ebenso wie die ihn 2005 abl&ouml;sende Bundeskanzlerin Angela Merkel, des &Ouml;fteren von Seiten der Stiftung beraten. Viele der Forderungen fanden Eingang in Schr&ouml;ders Agenda 2010 und schlugen sich im ALG II nieder.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Poststreik<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Poststreik bringt Hartz-IV-Empf&auml;nger in Geldnot<\/strong><br>\nDer Poststreik betrifft auch mehrere Hundert Hartz-IV-Empf&auml;nger in Mecklenburg-Vorpommern, die kein Bankkonto haben. Sie sind darauf angewiesen, dass sie die Hilfszahlungen als Scheck auf dem Postweg erhalten. Weil aber wahrscheinlich auch in der n&auml;chsten Woche in vielen Regionen keine Briefe ausgeliefert werden, geht den Menschen zum Monatsbeginn Mitte n&auml;chster Woche das Geld aus.<br>\n&ldquo;Kein Kunde wird allein gelassen&rdquo;<br>\nDie Jobcenter haben das Problem seit einiger Zeit im Blick und wollen ihren Kunden unb&uuml;rokratisch helfen. Martin Greiner, Leiter des Jobcenter Nordwestmecklenburg, sagte dem NDR: &ldquo;Wir werden sicherstellen, dass jeder seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.&rdquo; Wer per Post keinen Scheck erhalte, dem zahle das Jobcenter ein Darlehen aus. &ldquo;Es gibt das Geld aber nicht doppelt&rdquo;, erkl&auml;rte Hagen Liedtke vom Jobcenter Ludwigslust-Parchim auf Anfrage des NDR. Ein Darlehen werde auf den Scheck angerechnet. Auch Liedtke meinte, kein Kunde werde allein gelassen. Die Jobcenter rechnen am kommenden Donnerstag mit etlichen zus&auml;tzlichen Besuchern, es kann zu l&auml;ngeren Wartezeiten kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/mecklenburg-vorpommern\/Poststreik-bringt-Hartz-IV-Empfaenger-in-Geldnot,poststreik186.html%20\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Soll hier die Arbeitnehmerschaft der Deutschen Post AG gegen Erwerbslose ausgespielt werden?<\/em><br>\n<em>Es gibt auch die M&ouml;glichkeit, sich das Arbeitslosengeld II bar und direkt an Geldautomaten im jeweiligen Jobcenter auszahlen zu lassen. Dazu sollte lediglich ein kurzes Gespr&auml;ch mit der zust&auml;ndigen Sachbearbeitung n&ouml;tig sein.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Viele &bdquo;Hartz-IV-Empf&auml;nger&ldquo; k&ouml;nnen sich den Postweg gar nicht leisten und werfen ihre Schreiben direkt in Briefk&auml;sten der jeweiligen Jobcenter ein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Postarbeiter in Containern?<\/strong><br>\nEs sind keine guten Zeiten f&uuml;r die Post: Noch immer sind die Mitarbeiter im Streik. Die Kunden verlieren die Geduld , die Konkurrenz lacht sich ins F&auml;ustchen und jetzt auch noch das: Das Paketzentrum in Greven hat slowakische Saisonarbeiter eingestellt. Untergebracht sind sie in Metall-Containern &ndash; und das offenbar zu Bedingungen, die man bislang vor allem aus der Fleischbranche kennt.<br>\nSie wohnen in H&ouml;rstel, auf dem Gel&auml;nde eines gro&szlig;en Blumenh&auml;ndlers. Auf der einen Seite stehen Gew&auml;chsh&auml;user, auf der anderen Wohncontainer: Sie sind quietschegelb, fast so gelb wie die Post. (&hellip;)<br>\nDie Containersiedlung ist in Verruf geraten: rund 60 M&auml;nner aus der Slowakei hat das DHL-Zentrum in Greven eingestellt und sie hier, auf dem Gel&auml;nde des Gartenbauunternehmens untergebracht. Vier M&auml;nner teilen sich einen Container. J&uuml;rgen Rohoff vom Betriebsrat des Grevener Postzentrums hat sie besucht und ist schockiert. &ldquo;Wir waren mit einer Dolmetscherin da, auf unser Nachfragen hin haben die uns mitgeteilt, dass sie f&uuml;r diese Wohncontainer richtig Miete zahlen. Aufgrund der Aussagen der Besch&auml;ftigten 300 Euro pro Person im Monat, das heisst da werden 1200 Euro pro Wohncontainer auch noch als Miete genommen von den Besch&auml;ftigten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/dhl-container-100.html\">WDR 5<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>ALG II<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Alt: Hartz-IV-B&uuml;rokratie bindet 12 000 Jobcenter-Mitarbeiter<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit k&ouml;nnte nach Einsch&auml;tzung ihres Vorstandsmitglieds Heinrich Alt ohne die b&uuml;rokratischen Hartz-IV-Regeln erheblich mehr f&uuml;r die Vermittlung von Arbeitslosen tun. Hauptursache des Problems sei, dass es anstelle einer pauschalierten Geldleistung immer mehr einzelfallbezogene Zuschl&auml;ge f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger gebe, sagte Alt der &laquo;Frankfurter Allgemeinen Zeitung&raquo;. Deshalb stehe derzeit nur die H&auml;lfte der Jobcenter-Mitarbeiter f&uuml;r Betreuung und Vermittlung zur Verf&uuml;gung. Dies k&ouml;nnten jedoch nach einer &laquo;beherzten Reform&raquo; 70 Prozent sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/dpa\/alt-hartz-iv-buerokratie-bindet-12-000-jobcenter-mitarbeiter-13671497.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Sind &bdquo;immer mehr einzelfallbezogene Zuschl&auml;ge f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger&ldquo; die Ursache des Problems oder doch eher die sog. Hartz-Gesetzgebung an sich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ich will keine Pommes mit Mayo<\/strong><br>\nUnser Autor Bernd Matthies setzt sich zu Hartz-IV-Aufstockern in die Kantine. Er findet den Versuch des Jobcenters, Menschenleben auf jeden Cent auszumessen, unertr&auml;glich.<br>\n&Uuml;ber Hartz IV sind ganze Bibliotheken geschrieben worden &ndash; aber letztlich h&auml;ngt alles doch davon ab, ob man mit leisem Schaudern von drau&szlig;en draufschaut oder als Betroffener einer grotesken B&uuml;rokratie ausgesetzt ist, deren Befugnisse st&auml;ndig gerichtlich definiert und kontrolliert werden m&uuml;ssen.<br>\nBitte, wir sind in Berlin. Und da geh&ouml;rt es nun offenbar zum guten Ton, m&ouml;glichst viel fettes Essen herunterzuw&uuml;rgen, immer mit ordentlich Majo drauf, ach, und die Pommes rot-wei&szlig;. Wer so was schauderhaft findet, weil er kein Akkordarbeiter ist oder grad abnehmen will, der kann auch gern was anderes essen.Au&szlig;er, es schaut ihm das Jobcenter auf die Finger. Hier haben wir berichtet, wie eine sogenannte Hartz-IV-Aufstockerin dagegen k&auml;mpfen musste, dass ihr das fette Gratispersonalessen, das sie nicht a&szlig;, dennoch per Pauschale als Einkommen zugerechnet wird. Kleinkram? Nicht bei Menschen, die jeden Cent umdrehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/hartz-iv-empfaenger-im-jobcenter-ich-will-keine-pommes-mit-mayo\/11971296.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Aufr&uuml;stung<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Bericht der R&uuml;he-Kommission: Sicherung der milit&auml;rischen Interventionsf&auml;higkeit statt St&auml;rkung der Parlamentsrechte<\/strong><br>\nDie Bundestagsfraktionen von CDU\/CSU und SPD beantragten und erreichten im M&auml;rz 2014 mit ihrer Mehrheit den Beschluss zur Einsetzung der &bdquo;Kommission zur &Uuml;berpr&uuml;fung und Sicherung der Parlamentsrechte bei der Mandatierung von Auslandseins&auml;tzen der Bundeswehr&ldquo; durch den Deutschen Bundestag unter Vorsitz des ehemaligen Verteidigungsministers Volker R&uuml;he (CDU). Die beiden Oppositionsparteien Die Linke und die Gr&uuml;nen lehnten eine Beteiligung hieran ab und verzichteten auf eine Benennung von Kommissionsmitgliedern. Der Grund f&uuml;r die Kommissionseinsetzung war, dass die Auftraggeber ein sog. Spannungsverh&auml;ltnis zwischen der von der Bundesregierung angestrebten milit&auml;rischen Integration Deutschlands in die NATO und die EU-Milit&auml;rstrukturen zur gegenw&auml;rtigen Form des Parlamentsbeteiligungsgesetzes (ParlBG) sahen. Deshalb sollte die Kommission M&ouml;glichkeiten der Abstufung der Intensit&auml;t parlamentarischer Beteiligung mit dem Ziel einer entsprechenden Anpassung des Parlamentsbeteiligungsgesetzes untersuchen und hierzu Vorschl&auml;ge unterbreiten.(1) Dieses Gesetz regelt seit dem Jahr 2005 Form und Ausma&szlig; der Beteiligung des Bundestages beim Einsatz bewaffneter deutscher Streitkr&auml;fte im Ausland und bestimmt, dass ein solcher Einsatz der Zustimmung des Bundestages bedarf (&sect; 1 ParlBG). Diese Bestimmung geht zur&uuml;ck auf eine grundlegende Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1994 und bildet seitdem die st&auml;ndige Rechtsprechung des Gerichts in dieser Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/06\/26\/bericht-der-ruehe-kommission-sicherung-der-militaerischen-interventionsfaehigkeit-statt-staerkung-der-parlamentsrechte\/\">Informationsstelle Militarisierung e. V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r R&uuml;stungsexporte in Golfregion<\/strong><br>\nWaffenexporte in die Golfregion sind ein heikles Thema. Nun hat die schwarz-rote Regierungskoalition offenbar umfangreiche Waffenlieferungen nach Saudi-Arabien, Katar und Oman genehmigt.<br>\nDer Bundessicherheitsrat hat nach &uuml;bereinstimmenden Informationen der Deutschen Presse-Agentur und der &ldquo;Welt&rdquo; gr&uuml;nes Licht f&uuml;r neue R&uuml;stungsexporte in die arabische Welt gegeben. Das geheim tagende Gremium hat demnach die Lieferung von 15 deutschen Patrouillenbooten nach Saudi-Arabien genehmigt. Au&szlig;erdem sei die Lieferung von je einem Kampfpanzer an das Emirat Katar und das Sultanat Oman genehmigt worden. Katar erh&auml;lt zudem probeweise schweres Kriegsger&auml;t wie ein Exemplar der Panzerhaubitze 2000, eines der gr&ouml;&szlig;ten und modernsten Artilleriegesch&uuml;tze weltweit, sowie weitere gepanzerte Fahrzeuge.<br>\nWaffenlieferungen in die Golfregion sind umstritten. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte mehrfach betont, angesichts der Konflikte und Menschenrechtsverletzungen in der arabischen Welt keine neuen Genehmigungen f&uuml;r die Ausfuhr von Kampfpanzern mehr erteilen zu wollen. Die beiden Panzer f&uuml;r Oman und Katar dienten &ldquo;vor&uuml;bergehend f&uuml;r Erprobungszwecke&rdquo;, hie&szlig; es dazu aus Regierungskreisen. Mit dem aktuellen Gesch&auml;ft sei zudem keine Vorentscheidung f&uuml;r weitere Genehmigungen verbunden. Die Panzer d&uuml;rften nicht milit&auml;risch eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/bundesregierung-gibt-gr%C3%BCnes-licht-f%C3%BCr-r%C3%BCstungsexporte-in-golfregion\/a-18544427\">DW<\/a><\/li>\n<li><strong>Kiel Conference: Bericht<\/strong><br>\nBei der ersten Ausgabe der Kiel Conference trafen sich nach einem Bericht des NDR &bdquo;80 Vertreter aus Milit&auml;r, R&uuml;stungsindustrie und Wissenschaft&ldquo;. Was auf der Konferenz besprochen wurde, bleibt nach dem Bericht geheim. Klar war aber, dass es u.a. um Seeminen ging. In dem Beitrag kritisiert deshalb ein Student sowohl die Einbettung der Konferenz in die Kieler Woche, als auch die Zusammenarbeit mit der Universit&auml;t, weil Seeminen &bdquo;ein sehr schlechtes Mittel der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung&ldquo; seien. Das sahen wohl noch einige andere so, die an einer Demonstration teilnahmen, von der ebenfalls Aufnahmen gezeigt werden.&#8232;Weder die Konferenz selbst, noch die Proteste haben ein gr&ouml;&szlig;eres Medienecho hervorgerufen, obwohl sowohl die Ausrichter der Tagung, die NATO-Denkfabrik &bdquo;Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters&ldquo; und das Institut f&uuml;r Sicherheitspolitik an der Universit&auml;t Kiel (ISPK) sowie die Partei DIE LINKE Pressemitteilungen ver&ouml;ffentlicht haben. F&uuml;r Joachim Krause vom ISPK ist die Zusammenarbeit zwischen Milit&auml;r und ziviler Universit&auml;t im Rahmen der Kiel Conference offenbar beispielgebend und quasi im Gegenzug wird sein Institut gegen&uuml;ber dem NDR vom Kapit&auml;n zur See Jan C. Kaack (wahrscheinlich erstmalig) als &bdquo;renommiert&ldquo; bezeichnet. Ob es der Universit&auml;t jedoch Recht sein kann, bundesweit v.a. durch die Beteiligung an einer Kriegskonferenz Schlagzeilen zu machen, darf bezweifelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2015\/06\/24\/kiel-conferenz-bericht\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Akademikerschwemme oder Marktversagen der Ausbildungsbetriebe?<\/strong><br>\nZum &ouml;ffentlichen Diskurs &uuml;ber Akademisierung und berufliche Ausbildung<br>\nAuf dem 3. Nationalen MINT-Gipfel am 26. Juni diskutierte u. a. der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann &uuml;ber die Voraussetzungen beruflicher Bildung. Es ging um die F&ouml;rderung der sogenannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik). Schlie&szlig;lich beruht Deutschlands technologische St&auml;rke auf gut ausgebildeten Fachkr&auml;ften. Ob sie an der Universit&auml;t oder im Betrieb besser ausgebildet werden k&ouml;nnen, dar&uuml;ber ist seit einiger Zeit eine Debatte entbrannt. Antonia K&uuml;hn und Norbert Wichmann fordern im folgenden Beitrag eine st&auml;rkere Durchl&auml;ssigkeit zwischen beiden Systemen.<br>\nDie steigenden Studierendenzahlen f&uuml;hren derzeit zu hitzigen Diskussionen. Wird der Run auf die Hochschulen die duale Berufsausbildung entwerten? Konkurrieren die Betriebe mit Hochschulen um &bdquo;die besten K&ouml;pfe&ldquo;?Welche Anforderungen bestehen an das Bildungssystem der Zukunft?<br>\nBetrachten wir zun&auml;chst die quantitative Ausgangslage: Die Zahl der Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;nger verdoppelte sich bundesweit von rund 260.000 in 1995 auf 510.000 im Jahr 2013. Seit 2011 &uuml;bersteigt die Zahl der Studienanf&auml;ngerinnen und &ndash;anf&auml;nger die Zahl der neuen  Auszubildenden. Jede\/r zweite Schulabg&auml;nger\/in w&auml;hlt eine akademische Laufbahn. Oberfl&auml;chlich betrachtet ist also an der These von der Akademisierung der Gesellschaft etwas dran. Jedoch geh&ouml;rt zum vollst&auml;ndigen Bild auch die Tatsache, dass im Durchschnitt ein Drittel der Studierenden ihr Studium abbricht[1]. Viele von ihnen treten dann wieder als Bewerberinnen und Bewerber am Ausbildungsmarkt auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/32-2015\/++co++077f3eae-1b3a-11e5-b230-52540066f352\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gegen die Wand: Modell Deutschland 2015<\/strong><br>\nDie gro&szlig;e Schutzmacht USA mutiert zum Big Brother. Der deutsche Geheimdienst mischt mit und hilft. Der Nahe Osten samt Nordafrika versinkt in Ruinen und Blut. Im Mittelmeer ertrinken Fl&uuml;chtlinge zu Tausenden. In m&uuml;hsamer Kleinarbeit versucht Putin, das russische Imperium wieder zusammenzurauben. Ringsum randalieren Populisten, von Madame Le Pen &uuml;ber den Vlaams Belang und Geert Wilders&rsquo; Partij voor de Vrijheid bis zu Ungarns Orb&aacute;n. Doch Deutschland genie&szlig;t seinen Frieden. Fast jeder Zweite geht nicht mal mehr zu den Wahlurnen, so vertrauensvoll und zufrieden sind offenbar die W&auml;hlermassen.<br>\nUnd warum auch nicht? Es geht uns doch gold: 43 Millionen Erwerbst&auml;tige gibt es derzeit, so viele wie niemals zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen, vor einem Jahrzehnt fast f&uuml;nf Millionen, ist auf unter drei Millionen abgesunken, die Arbeitslosigkeit auf 6,5 Prozent. Nirgendwo in der EU liegt sie niedriger, nicht einmal in der Steueroase Luxemburg. (&hellip;)<br>\nSchatten im Paradies<br>\nDoch jeglich Ding hat mindestens zwei Seiten. Kanzler Helmut Schmidt hatte einst proklamiert, eher als f&uuml;nf Prozent Arbeitslosigkeit n&auml;hme er f&uuml;nf Prozent Inflation in Kauf. Jetzt liegt letztere bei nahe Null und die Arbeitslosigkeit bei &uuml;ber sechs Prozent. Alles eine Frage der Gew&ouml;hnung? Hinzu kommen noch die &bdquo;stille Reserve&ldquo;, rund 700&thinsp;000 Menschen, die meist gerne Arbeit h&auml;tten, aber resigniert den Jobcentern fernbleiben.<br>\nIn der Tat steigen die Reall&ouml;hne &ndash; endlich. Seit der Jahrtausendwende war Deutschland bei der Lohnentwicklung Schlusslicht der EU. Erst jetzt erreichen wir wieder das Reallohnniveau des Jahres 2000, zumindest im Durchschnitt &ndash; doch liegt es noch immer niedriger als vor 20 Jahren. Auch der Anteil der vielbeklagten Lohnnebenkosten an den Kosten der Arbeit bewegt sich deutlich unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt.[1] Zugleich streben seit langem die L&ouml;hne auseinander, am deutlichsten zwischen 1999 und 2003. Es w&auml;chst der Anteil der arbeitenden Armen und auch insgesamt der Anteil der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben.[2] Diese High-Tech-Nation verf&uuml;gt &uuml;ber einen der gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnanteile in der EU &ndash; eine Errungenschaft vor allem von Gerhard Schr&ouml;ders Kanzlerschaft. Die Schw&auml;chung der Gewerkschaften hat dabei wohl keine geringe Rolle gespielt: Ihr Organisationsgrad hat sich seit der Wiedervereinigung schlicht halbiert, von 36 Prozent 1991 &uuml;ber 25 Prozent im Jahr 2000 auf nunmehr 18 Prozent. Momentan scheint dieser Trend gestoppt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/juni\/gegen-die-wand-modell-deutschland-2015\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Philosemitismus ist keine Antwort auf die Probleme in Nahost<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Rolf Verleger &uuml;ber Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee<br>\nEine soeben unter dem Titel &ldquo;Israelkritik zwischen Antisemitismus und Menschenrechtsidee. Eine Spurensuche&rdquo; ver&ouml;ffentlichte Untersuchung des inzwischen emeritierten Professors f&uuml;r Psychologische Methodenlehre und Friedensforschung, Wilhelm Kempf, geht der Frage nach Erscheinungsformen und Auspr&auml;gungen des Antisemitismus im Lande nach &ndash; und kommt zu &uuml;berraschenden Ergebnissen. Telepolis sprach hierzu mit Rolf Verleger, der Kempfs von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterst&uuml;tztes Projekt als wissenschaftlicher Berater begleitet hat.<br>\nHerr Verleger, &uuml;ber den Antisemitismus im Land wird viel diskutiert und publiziert. Unl&auml;ngst forderte Israels Premier Netanjahu die europ&auml;ischen Juden sogar dazu auf, um ihrer eigenen Sicherheit Willen nach Israel auszuwandern. Es scheint also schlimm bestellt zu sein um die &ldquo;Judenfeindlichkeit&rdquo; der Europ&auml;er im Allgemeinen und der Deutschen im Besonderen &ndash; so schlimm wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr?<br>\nRolf Verleger: Ach, Netanjahu &hellip; er spielt sich als Probleml&ouml;ser auf; dabei ist Israel doch wesentlicher Teil des Problems.<br>\nNein, Vorurteile gegen Juden wie auch gegen Muslime, Ausl&auml;nder und alles, was irgendwie anders ist, bestehen in Deutschland wie in anderen L&auml;ndern stabil in einem Segment der Gesellschaft. Damit kann man einigerma&szlig;en leben, solange die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, Medien und Politik f&uuml;r Menschenrechte eintreten und zudem glaubhaft bedauern, was Deutschland unter Hitler angerichtet hat.<br>\nDaran hat sich in den letzten Jahrzehnten nichts ge&auml;ndert. Das war kurzzeitig Anfang der 90er anders, als das Asylrecht abgeschafft wurde, es die Pogrome in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen gab, die Familien Gen&ccedil; und Arslan in Solingen und M&ouml;lln und die Asylbewerber in der L&uuml;becker Hafenstra&szlig;e durch Brandstiftung starben und auch die L&uuml;becker Synagoge angebrannt wurde.<br>\nNichts dergleichen spielt sich heutzutage ab. Dies ist kein Anwachsen von Fremdenhass, sondern ein Einfordern von Menschenrechten. Denn was sich ge&auml;ndert hat, ist die Einstellung zu Israel. Das deutsche Bedauern der Nazi-Verbrechen und Abgrenzen vom &ldquo;Dritten Reich&rdquo; umfasste in der Vergangenheit wie selbstverst&auml;ndlich eine Unterst&uuml;tzung Israels.<br>\nIn den letzten Jahren wird wegen Israels hemmungsloser Unterdr&uuml;ckung der Pal&auml;stinenser aber immer offensichtlicher, dass Unterst&uuml;tzung von Menschenrechten und Unterst&uuml;tzung Israels nicht zusammenpassen. Mangels besserer Argumente unterstellt jetzt die Israel-Lobby den Leuten &ldquo;Antisemitismus&rdquo;, wenn sie sich gegen Israel auf die Seite der Menschenrechte und der unterdr&uuml;ckten Pal&auml;stinenser stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45281\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Aktionsplan der EU-Kommission zur Bek&auml;mpfung von Steuervermeidung verfehlt Ziel<\/strong><br>\nK&uuml;rzlich stellte die EU-Kommission einen Aktionsplan f&uuml;r eine fairere und effizientere Unternehmensbesteuerung in der EU vor. Er folgt auf das bereits im M&auml;rz ver&ouml;ffentlichte Ma&szlig;nahmenpaket, das u.a. die Einf&uuml;hrung eines Informationsaustausches von Steuervorbescheiden vorsieht (wir berichteten). Aber wie schon das erste Paket stellt auch der aktuelle Aktionsplan nur einen halbherzigen Versuch dar, aggressive Steuerplanung und Steuerhinterziehung effektiv zu bek&auml;mpfen.<br>\nEin Schwerpunkt des Aktionsplans ist die Wiederbelebung der gemeinsamen konsolidierten K&ouml;rperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) als umfassende L&ouml;sung f&uuml;r die Reform der Unternehmensbesteuerung. Hierzu erarbeitete die Kommission bereits 2011 einen Vorschlag, der allerdings aufgrund stockender Verhandlungen auf Eis gelegt wurde. Dieser Schritt ist zun&auml;chst einmal zu begr&uuml;&szlig;en, da die GKKB der Gewinnverschiebung von multinationalen Unternehmen die Grundlage entziehen und die Abw&auml;rtsspirale von Unternehmenssteuern in den Mitgliedstaaten unterbinden w&uuml;rde. Jedoch sucht man im Kommissionsvorschlag vergeblich nach einem gemeinsamen Steuersatz von 25% &ndash; wie bspw. von EU-Parlament und NGOs gefordert.<br>\nStattdessen schl&auml;gt die Kommission ein System vor, das multinationalen Unternehmen erm&ouml;glicht, Gewinne, die in einem Land gemacht wurden, mit Verlusten in einem anderen Land steuerlich zu verrechnen. Dies erweitert sogar die M&ouml;glichkeiten zur Steuervermeidung und r&auml;umt gro&szlig;en Konzernen weitere Privilegien zulasten von kleinen und mittleren Unternehmen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2015\/06\/aktionsplan-der-eu-kommission-zur.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel w&uuml;nscht sich die SPD patriotischer<\/strong><br>\nIn der SPD galt es viele Jahre als Vorrecht, dass der Parteivorsitzende den ersten Zugriff auf die Kanzlerkandidatur hat. Aus dem Vorrecht ist in Zeiten, in denen die Sozialdemokratie bei 25 Prozent in den Umfragen zementiert zu sein scheint, eine Art Fluch geworden. SPD-Chef Sigmar Gabriel, der 2013 schon einmal auf die Kanzlerkandidatur verzichtete und f&uuml;r den 2017 aber keine Alternative in Sicht ist, will sich und die SPD aus diesem 25-Prozent-Gef&auml;ngnis befreien.<br>\nDaf&uuml;r sch&uuml;ttet Gabriel nun ein F&uuml;llhorn an Ideen aus, mit denen er ebenso Nichtw&auml;hler und Politikverdrossene ansprechen m&ouml;chte, wie er auch die fr&uuml;here &ldquo;neue Mitte&rdquo; des letzten erfolgreichen SPD-Bundestagswahlk&auml;mpfers Gerhard Schr&ouml;der zur&uuml;ckgewinnen will. Selbst bei Willy Brandts Aufbruchstimmung Anfang der 70er Jahre nimmt Gabriel Anleihen. Damit sich in Deutschland &ldquo;Siggi w&auml;hlen&rdquo; (wie ehedem &ldquo;Willy w&auml;hlen&rdquo;) durchsetzen kann, verordnet der Parteichef in seinem 21-seitigen &ldquo;Impulspapier&rdquo; den Genossen nicht weniger als einen Mentalit&auml;tswandel.<br>\nEr beschreibt ein starkes Deutschland in einer &ldquo;Welt voller Unsicherheiten&rdquo;. Gabriels Antwort auf die &Auml;ngste der Menschen vor der Konfrontation mit Russland, vor islamistischem Terror, vor Wohlstandsverlust und vor den Auswirkungen der Globalisierung lautet &ldquo;neue Sicherheit&rdquo;. Das Wort &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo;, das in den letzten Jahrzehnten die Strategie- und Grundsatzpapiere der SPD als roter Faden durchzog, taucht nur sehr zur&uuml;ckhaltend auf. Die Sicherheit bezieht der SPD-Chef auf das Heimatgef&uuml;hl, die Sozialsysteme, die M&ouml;glichkeit zur beruflichen Selbstst&auml;ndigkeit und auf Kriminalit&auml;tsbek&auml;mpfung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/sigmar-gabriel-wuenscht-sich-spd-patriotischer-aid-1.5196701\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mal wieder ein typischer Gabriel: Offenbar ohne vorher nachgedacht zu haben wird ein Papier an die Presse gereicht ohne, dass die SPD-Mitgliedschaft den Inhalt kennt.<\/em><br>\n<em>So sieht ganz offensichtlich die Vorstellung von innerparteilicher Demokratie der derzeitigen SPD-Spitze aus: Nicht mehr die Basis entscheidet von unten nach oben, sondern die Spitze informiert die Mitglieder (und Nichtmitglieder) &uuml;ber die Medien. Und sollte das gew&uuml;nschte Ergebnis nicht erreicht werden, wird wohl auch Druck erzeugt &ndash; bitte lesen Sie dazu erneut: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26535#h17\">Das Letzte: Bericht vom SPD-Parteikonvent<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: WDR 5 Der satirische Wochenr&uuml;ckblick: Respektlos &ndash; aber treffend<\/strong><br>\nDas politische Wochengeschehen &ndash; respektlos, aber treffend formuliert. Fair, aber ziemlich unbarmherzig.<br>\nSendung vom 27.06.2015<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/radio\/podcasts\/wdr5\/audiosendungvom10606-audioplayer.html\">WDR 5<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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