{"id":26597,"date":"2015-06-30T09:13:23","date_gmt":"2015-06-30T07:13:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597"},"modified":"2015-11-09T15:52:18","modified_gmt":"2015-11-09T14:52:18","slug":"hinweise-des-tages-2404","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h01\">Referendum in Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h02\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h03\">Meinungsmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h04\">Ukraine &ndash; Staatspleite r&uuml;ckt n&auml;her<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h05\">Mein Leben als Heuschrecke im Griechenland-Drama<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h06\">Geld ist nie weg&#8202;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h07\">IMK-Prognose: Eskalation der Griechenland-Krise stellt Aufschwung in Deutschland in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h08\">Maschmeyers Besuch in Z&uuml;rich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h09\">Kalter Krieg 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h10\">Wie sich Kuba ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h11\">Elke Hannack: Befristungen an Hochschulen zur&uuml;ckfahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h12\">Gekaufte Uni-Forschung: &bdquo;Kooperationen mit Industrie offenlegen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h13\">EU-Richtlinie zu Gesch&auml;ftsgeheimnissen gef&auml;hrdet Presse- und Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597#h14\">Das Allerletzte: Und dann setzte die Eurogruppe Varoufakis einfach vor die T&uuml;r<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26597&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Referendum in Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Kanzlerin wirft Tsipras Kompromisslosigkeit vor<\/strong><br>\nDer Regierung in Athen warf die Kanzlerin vor, zu keinem Kompromiss bereit zu sein. &ldquo;Der Wille auf griechischer Seite war nicht da&rdquo;, sagte Merkel. &ldquo;Niemand kann 100 Prozent bekommen&rdquo;, Griechenland sei ein &ldquo;gro&szlig;z&uuml;giges Programm&rdquo; angeboten worden. Auch wolle keiner das Referendum in Griechenland beeinflussen. Es m&uuml;sse aber auch respektiert werden, wenn die Partner dazu eine Haltung dazu einnehmen. Am Mittwoch werde der Bundestag das Thema diskutieren.<br>\nMit einem Sondergipfel in Br&uuml;ssel noch vor der Volksbefragung rechnet Merkel derzeit nicht. &ldquo;Es wird nach dem Referendum ein Treffen geben&rdquo;, sagte sie. Weil Athen aber mutma&szlig;lich auch zwischenzeitlich Geld braucht, um Kredite zur&uuml;ckzuzahlen, ging es auch um die Frage einer Zwischenfinanzierung. &ldquo;Daf&uuml;r gibt es keine Rechtsgrundlage, das ist ja offensichtlich&rdquo;, sagte Merkel aber.<br>\nMit harschen Worten ging EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker bei einer Pressekonferenz in Br&uuml;ssel mit der griechischen Regierung ins Gericht. Juncker sagte, er f&uuml;hle sich &ldquo;verraten&rdquo;. Die Verhandlungen seien einseitig durch die griechische Regierung abgebrochen worden. &ldquo;Wir haben wirklich Berge versetzt bis zur letzten Minute, als die griechische Regierung die T&uuml;r geschlossen hat.&rdquo; Es passe nicht zu Griechenland, eine Demokratie gegen 18 andere auszuspielen.<br>\nDas Angebot der Gl&auml;ubiger an Athen sei &ldquo;fair&rdquo; gewesen und kein &ldquo;dummes Sparpaket&rdquo;, sagte Juncker. Es habe &ldquo;weder Lohn- noch Rentenk&uuml;rzungen&rdquo; enthalten, sondern sei darauf ausgerichtet gewesen, &ldquo;mehr soziale Fairness zu schaffen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/euro-krise-kanzlerin-wirft-tsipras-kompromisslosigkeit-vor-1.2542377\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein perfektes Beispiel wie die Mechanismen der Meinungsmache funktionieren. Dazu geh&ouml;rt ein perfektes Zusammenspiel der politischen Verantwortlichen und der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;. Die &bdquo;Story&ldquo; bez&uuml;glich der abgebrochenen Verhandlungen, die von Politikern aller Couleur verbreitet wird erscheint wie abgesprochen: Man hat Tsipras ein gro&szlig;z&uuml;giges Kompromissangebot gemacht, das  dieser aus reinem Trotz abgelehnt hat. Wie heute bereits erl&auml;utert (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26591\">Schulz M&auml;rchenstunde &ndash; ein neues Angebot an Griechenland, das weder neu noch ein Angebot ist<\/a>) unterscheidet sich das &bdquo;letzte&ldquo; Angebot der Troika und der Euro-Finanzminister faktisch nicht von der alten &bdquo;List of prior actions&ldquo;. Wo darin ein Angebot zu finden ist, das &ldquo;mehr soziale Fairness&ldquo; schafft, wei&szlig; wohl nur Juncker.<\/em><br>\n<em>Der Gipfel des Zynismus ist dabei die Behauptung Junckers Griechenland spiele &bdquo;eine Demokratie gegen 18 andere&ldquo; aus. Jeder Mensch dessen Verstand noch nicht durch die Hasspropaganda gegen Griechenland vernebelt ist wei&szlig;, dass der demokratische Wille des griechischen Volkes durch Juncker, Merkel &amp; Co mit F&uuml;ssen getreten wird. Dabei darf sich Merkel freuen, sie wird als die Kanzlerin in die Geschichte eingehen unteren deren Regierung das Ende eines gemeinsamen Europas eingel&auml;utet wurde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland u&#776;ber dem Abgrund<\/strong><br>\n[&hellip;] Griechenland sollte &ldquo;nein&rdquo; stimmen, und die griechische Regierung sollte bereit sein, den Euro wenn n&ouml;tig zu verlassen.<br>\nWarum ist das aber nicht passiert? Weil die griechische Wirtschaft zusammengebrochen ist, im wesentlichen als Folge genau dieser Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen, und dabei das Steueraufkommen mit sich herunter gerissen hat.<br>\nUnd dieser Zusammenbruch hat wiederum viel mit dem Euro zu tun, der Griechenland in einer wirtschaftlichen Zwangsjacke gefangen h&auml;lt. F&auml;lle von erfolgreicher Austerit&auml;tspolitik, wo L&auml;nder ihre Defizite in den Griff bekommen ohne eine Wirtschaftskrise hervorzurufen, beinhalten typischerweise eine starke Abwertung der W&auml;hrung, wodurch Exporte wettbewerbsf&auml;higer werden. So war es zum Beispiel in Kanada in den 1990ern und im wesentlichen auch zuletzt in Island. Aber Griechenland, ohne eigene W&auml;hrung, hatte diese Option nicht.<br>\nPl&auml;diere ich hier also gerade fu&#776;r den &ldquo;Grexit&rdquo; &ndash; das Austreten Griechenlands aus dem Euro? Nicht zwangsl&auml;ufig. [&hellip;]<br>\nDas Ziel muss deswegen sein, ihn aus dem Amt zu treiben, was wahrscheinlich passieren wird, wenn die griechischen W&auml;hler vor der Konfrontation mit der Troika zuru&#776;ckschrecken und n&auml;chste Woche mit Ja stimmen. Aber das sollten sie nicht, aus drei Gru&#776;nden. Erstens wissen wir, dass noch h&auml;rtere Austerit&auml;t eine Sackgasse ist: nach fu&#776;nf Jahren ist Griechenland heute in schlechterem Zustand als je zuvor. Zweitens ist viel und vielleicht das meiste des beim Grexit befu&#776;rchteten Chaos bereits eingetreten. Da die Banken geschlossen und Kapitalflusskontrollen in Kraft sind, kann so viel mehr Schaden nicht angerichtet<br>\nwerden. Und schlie&szlig;lich wu&#776;rde die Zustimmung zum Ultimatum der Troika bedeuten, sich final von jeder Vorstellung griechischer Unabh&auml;ngigkeit zu verabschieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/06\/29\/opinion\/paul-krugman-greece-over-the-brink.html\">Paul Krugman in der New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Leider geht Paul Krugman, wie &uuml;brigens auch einige andere &bdquo;linke&ldquo; Kommentatoren, die das Ende mit Schrecken dem Schrecken ohne Ende vorziehen, nicht auf die Abwertung einer m&ouml;glichen neuen W&auml;hrung f&uuml;r Griechenland ein. Man kann davon ausgehen, dass eine neue W&auml;hrung zwischen 30 und 50 Prozent gegen&uuml;ber dem Euro abwertet. Das hat zwei sehr negative Nebeneffekte: <\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die Auslandsverschuldung steigt relativ, da sie ja weiterhin in Euro notiert ist und die Schuldner i.d.R. ihre Einnahmen in der neuen W&auml;hrung erzielen. Praktisch hei&szlig;t dies, dass relativ noch mehr Geld aus der Volkswirtschaft f&uuml;r den Schuldendienst abflie&szlig;t.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Kaufkraft sinkt ganz massiv.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Die griechische Volkswirtschaft ist alles andere als autark. Griechenland muss den Gro&szlig;teil der im Lande konsumierten Endprodukte importieren, darunter auch Lebensmittel, Arzneimittel und vor allem Energie. Dadurch sinkt schon einmal das verf&uuml;gbare Einkommen, da bestimmte mehr oder weniger fixe Kostenfaktoren wie Heizung, Benzin, Strom aufgrund ihres hohen Importkostenanteils wesentlich teurer werden. Und auch das verf&uuml;gbare Einkommen verliert je nach Konsumneigung einen ganz gewaltigen Teil an Kaufkraft. Und das betrifft nicht nur den Preis f&uuml;r Autos oder Handys, sondern auch den Preis f&uuml;r Schnitzel, Kartoffeln und K&auml;se &ndash; <a href=\"https:\/\/atlas.media.mit.edu\/en\/profile\/country\/grc\/\">all dies wird in gro&szlig;en Mengen in Griechenland importiert<\/a>. Der Rentner der heute ein verf&uuml;gbares Einkommen von 400 Euro hat, hat heute auch eine Kaufkraft von 400 Euro. Nach dem Grexit w&uuml;rde sich die Rente nicht sonderlich &auml;ndern (wo soll das Geld denn auch herkommen?), am Ende bleibt jedoch nur noch eine  Kaufkraft von &ndash; je nach Abwertung &ndash; 200 bis 300 Euro. Und hier geht es nicht nur um Konsumgewohnheiten und pers&ouml;nliche Entbehrungen, sondern auch ganz knallhart um wirtschaftliche Fragen. Nehmen Sie ein Kaffeehaus &ndash; viele Kostenfaktoren (Kaffee, Energie) steigen durch die Abwertung an, andere (Miete, Personal) bleiben wohl gleich. Der Kaffeehausbesitzer muss seine Preise also erh&ouml;hen, sein Publikum hat jedoch absolut und relativ weniger Geld zur Verf&uuml;gung. Was wird passieren? <\/em><br>\n<em>So sympathisch die Idee eines &bdquo;Grexit&ldquo; aus politischen Motiven heraus sein mag &ndash; der Preis ist sehr hoch. Anders als Paul Krugman w&uuml;rde ich mir daher nicht anma&szlig;en, dem griechischen Volk eine Wahlempfehlung zu geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Volksabstimmung &uuml;ber ein neoliberales Angebot<\/strong><br>\n[&hellip;] Das Vorgehen der europ&auml;ischen Eliten gegen&uuml;ber der griechischen Regierung ist gepr&auml;gt von machtpolitischer Arroganz der St&auml;rke. Sie haben nicht ernst genommen, dass es die Regierung sehr wohl zu der Position steht, ein Referendum an zu setzen, sollten die Kreditgeber auf den beinharten Sparma&szlig;nahmen bestehen. Sollte es am Ende ein Abkommen mit den Kreditgebern geben, das die Grenzen des Mandats der Regierung &uuml;berschreite, werde das griechische Volk das letzte Wort haben. &ldquo;Wenn ich letztlich mit einer Vereinbarung da stehe, die die Grenzen (meines Mandats) &uuml;berschreitet, habe ich keine andere Wahl, die Menschen werden entscheiden&rdquo;, sagte Premier Tsipras schon vor Wochen.<br>\nDas ultimative &ldquo;gro&szlig;z&uuml;gige&rdquo; Angebot wollte die griechische Regierung nicht annehmen und hat daher eine Volksabstimmung angesetzt. Die Griechen sollen in einer Volksabstimmung am 5. Juli entscheiden, ob die Regierung in Athen das m&ouml;gliche Sparprogramm der Gl&auml;ubiger akzeptieren soll. Zur Begr&uuml;ndung sagte er: &ldquo;Nach f&uuml;nf Monaten harter Verhandlungen haben unsere Partner beim Treffen der Eurogruppe ein Ultimatum pr&auml;sentiert, ein Ultimatum an Griechenland und das griechische Volk. Ein Ultimatum, das gegen die grundlegenden Werte der EU verst&ouml;&szlig;t. Die Werte unseres gemeinsamen europ&auml;ischen Projekts.&rdquo; Das Angebot sei nicht akzeptabel, da es in die Rezession f&uuml;hrende Reformen als Bedingung f&uuml;r unzureichende Finanzhilfe verlange. die Erholung der griechischen Wirtschaft und Gesellschaft w&uuml;rde weiter unterminiert &ndash; nicht nur, weil er zu weiterer Unsicherheit f&uuml;hrt, sondern weil er soziale Ungleichheit noch verst&auml;rkt. &ldquo;Dieser Vorschlag verletzt die europ&auml;ischen Sozialregeln und Grundrechte &uuml;ber Arbeit, Gleichheit und W&uuml;rde. Er zeigt, dass das Ziel einiger Partner und Institutionen keine gangbare und hilfreiche Einigung f&uuml;r beide Seiten zu finden, sondern die Erniedrigung des griechischen Volkes.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/die-linke\/nachrichten\/detail\/zurueck\/nachrichten\/artikel\/volksabstimmung-ueber-ein-neoliberales-angebot\/\">Axel Troost, MdB<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Die Shock Doktrin oder warum die Griechen nicht selbst entscheiden d&uuml;rfen<\/strong><br>\nMit der Ank&uuml;ndigung eines Referendums &uuml;ber das Spar- und Reformprogramm, das IWF, EZB und EU-Kommission zur Bedingung f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des &bdquo;Hilfs&ldquo;-Programms f&uuml;r die Griechen gemacht hatten, torpedierte die griechische Regierung den perfiden Plan der Gl&auml;ubiger. Entsprechend heftig waren die Reaktionen. Das Management by Shock Doctrine ist in Gefahr.<br>\nDie Idee dahinter ist, dass man die Krise der W&auml;hrungsunion nutzen kann, um die von vielen europ&auml;ischen V&ouml;lkern, einschlie&szlig;lich dem deutschen, nicht gewollte Fiskalunion in Europa durchzusetzen und die noch zu gro&szlig;en Reste von demokratischer Selbstbestimmung zu schleifen. Der vor kurzem vorgelegte Bericht von EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker &bdquo;in enger Zusammenarbeit mit&ldquo; den Pr&auml;sidenten von EZB, EU-Rat, EU-Parlament und Eurogruppe zur &bdquo;Fortentwicklung&ldquo; der EU-Institutionen wurde nicht von ungef&auml;hr vorgezogen, um mitten in dieser Krise schon mal die Richtung vorzugeben.<br>\nDas ist unverkennbar das, was Naomi Klein Schock Doktrin nannte. Die Bankenunion hei&szlig;t &uuml;berigens so, weil sie die Europ&auml;ische Union den Banken zu Eigen macht. Einzelne Staaten k&ouml;nnen sie nicht mehr heraushauen, wenn sie sich verzockt haben, weil sie einfach zu gro&szlig; geworden sind. Sie brauchen die tiefen Taschen der gesamteurop&auml;ischen Steuerzahler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/417-shock-doctrine#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hier wird ein interessanter Aspekt angerissen. Ob es wohl im Vorfeld bereits Kontakte zu den alten korrupten Eliten der PASOK und ND gegeben hat? Diese w&uuml;rden vermutlich bei einem Scheitern der Syriza wieder an die Macht gelangen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Syriza und die neoliberale Hegemonie in der Eurozone<\/strong><br>\nGriechenland ist von den internationalen Gl&auml;ubiger-Institutionen (IWF, EZB und EU) ultimativ aufgefordert worden, noch mehr K&uuml;rzungen bei Arbeitseinkommen und Renten zu akzeptieren. Die entscheidende Frage nach der europ&auml;ischen Unterst&uuml;tzung eines unverzichtbaren Investitionsprogramms zur Rekonstruktion der griechischen &Ouml;konomie blieb im Vagen.<br>\nIm Gegenzug zur Fortf&uuml;hrung des &raquo;Reform&laquo;programms sollte es ein kleineres Finanzpaket von 15,5 Mrd. Euro und Aussichten auf ein drittes Unterst&uuml;tzungsabkommen geben. Angesichts der Aussichtslosigkeit, einen politisch ausgewogenen Kompromiss erreichen zu k&ouml;nnen, hat die griechische Delegation die Verhandlungen abgebrochen und die Linksregierung beschlossen, dass am 5. Juli die Bev&ouml;lkerung dar&uuml;ber abstimmen soll, ob sie eine Vereinbarung akzeptieren will, die Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras erneut als erpresserisch und dem&uuml;tigend charakterisierte. Die Institutionen hatte er gebeten, ein am 30. Juni auslaufendes Hilfsprogramm bis zum Referendum am 5.7. zu verl&auml;ngern.<br>\nDie Euro-Gruppe hat das inzwischen abgelehnt und das Hilfsprogramm f&uuml;r beendet erkl&auml;rt. Die 18 Finanzminister &ndash; also mit Ausnahme von Yanis Varoufakis &ndash; haben beschlossen, &raquo;alle vorhandenen Instrumente zu nutzen, um die Integrit&auml;t und Stabilit&auml;t des Eurogebiets zu wahren&laquo;. Varoufakis wies in seiner Erkl&auml;rung darauf hin, dass f&uuml;nf Jahre von Hilfs-, Reform- und Sparprogrammen nur dazu gef&uuml;hrt haben, die Rezession zu versch&auml;rfen und die Arbeitslosigkeit sowie die Verschuldung erneut zu steigern. Das Programm der Gl&auml;ubigerw&uuml;rde die gleichen Ma&szlig;nahmen beinhalten, die sein Land in den Ruin gef&uuml;hrt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/entscheidung-in-griechenland\/\">Sozialismus<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir haben nicht einmal genug Geld, um Brot zu kaufen<\/strong><br>\nDie Regierung hatte die einw&ouml;chige Schliessung der Geldh&auml;user und Beschr&auml;nkungen auf Geldtransfers angek&uuml;ndigt, weil die Griechen aus Sorge vor einem Euro-Austritt des Landes bereits in den vergangenen Tagen ihr Geld in Massen abgehoben hatten, und die Europ&auml;ische Zentralbank diesen Kapitalabfluss nicht mit zus&auml;tzlichen Notkrediten finanzieren wollte.<br>\nGevelidis und viele andere stellt das vor existenzielle Probleme. Eigentlich bekommt er zum Monatsende seine Rente. &laquo;Ich weiss nicht, was los ist. Wir haben nicht einmal genug Geld, um Brot zu kaufen&raquo;, sagt er. &laquo;Niemand weiss etwas.&raquo; Um acht Uhr morgens sei zwar ein Bankangestellter herausgekommen und habe gesagt, es gebe kein Geld, aber es gebe Ger&uuml;chte, dass 70 Filialen der National Bank of Greece &ouml;ffnen sollten, sagt Gevelidis. Deshalb warten sie.<br>\nKaum einer der &auml;lteren Griechen vor der Kreditanstalt in Thessaloniki hat eine Geldkarte, und selbst wenn, d&uuml;rften sie durch die neuen Kapitalverkehrskontrollen nur noch 60 Euro pro Tag abheben. &laquo;Was kann ich mit 60 Euro machen?&raquo;, fragt Gevelidis. &laquo;Ich habe allein bei der Apotheke 150 Euro Schulden.&raquo;<br>\nEin Lichtblick f&uuml;r die vielen Rentner war die Ank&uuml;ndigung des Finanzministeriums, dass es eine Sonderregelung f&uuml;r die Auszahlung der Pensionen geben werde. Der stellvertretende Staatssekret&auml;r Terence Quick bekr&auml;ftigte, dass alle Renten vollst&auml;ndig ausgezahlt w&uuml;rden. Doch bis es soweit ist, muss Gevelidis weiter warten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Wir-haben-nicht-einmal-genug-Geld-um-Brot-zu-kaufen\/story\/29911976\">tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><strong>Verabschiedete Demokratie<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds muss dringend raus aus Europa. Er stellt Ultimaten, die Griechenland wirtschaftlich ruinieren werden.<br>\nEs sind verst&ouml;rende Fotos, die derzeit aus Br&uuml;ssel &uuml;bermittelt werden. Immer wenn es bei den Verhandlungen mit Griechenland wichtig wird, sind die gleichen Granden abgebildet. Da sieht man dann EZB-Chef Mario Draghi &ndash; nicht demokratisch gew&auml;hlt. Neben ihm steht IWF-Pr&auml;sidentin Christine Lagarde &ndash; nicht demokratisch gew&auml;hlt. Au&szlig;erdem ist noch Rettungsschirm-Chef Klaus Regling anwesend &ndash; nicht demokratisch gew&auml;hlt. Auch EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker musste sich nie einem echten Votum der B&uuml;rger stellen.<br>\nNur der Premier Alexis Tsipras wurde tats&auml;chlich von den Griechen ins Amt gehoben. Ein einsamer Regierungschef begegnet vier Technokraten.<br>\nDiese Bilder aus Br&uuml;ssel zeigen, dass die Eurokrise weit mehr ist als nur ein Schuldenproblem. Die Demokratie wird entmachtet und vermeintlichen Sachzw&auml;ngen unterstellt.<br>\nBesonders seltsam ist die Rolle des IWF. Was hat er eigentlich in Europa zu suchen? Diese Frage stellen sich auch viele Mitarbeiter des IWF&hellip;<br>\nSeit Fr&uuml;hjahr 2010 ist der IWF in Griechenland im Einsatz, und seine Bilanz f&auml;llt vernichtend aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5207320\/\">Ulrike Herrmann taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man m&uuml;sste die Frage noch viel grunds&auml;tzlicher stellen als Ulrike Herrmann: Was hat der IWF &uuml;berhaupt noch f&uuml;r eine Existenzberechtigung. Ein Rezept f&uuml;r alle, der IWF hinterl&auml;sst weltweit eine verheerende Spur.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Meinungsmache<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>&bdquo;Tsipras will keine Verantwortung &uuml;bernehmen&rdquo;<\/strong><br>\nSPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sieht M&ouml;glichkeiten, Griechenland in der Eurozone zu halten. Sollte das Referendum am kommenden Sonntag eine Einigung mit den Geldgebern billigen, dann h&auml;tte &ldquo;die griechische Bev&ouml;lkerung der eigenen Regierung klar die Grenzen aufgezeigt!&rdquo;, sagte er im Deutschlandfunk.<br>\nThomas Oppermann im Gespr&auml;ch mit Frank Capellan<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-krise-tsipras-will-keine-verantwortung.868.de.html?dram:article_id=323849\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Tsipras nimmt B&uuml;rger in Geiselhaft &ndash; Steinmeier ist fassungslos&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze ist &ldquo;entsetzt&rdquo; &uuml;ber den Kurs der Tsipras-Regierung. Au&szlig;enminister Steinmeier h&auml;lt das Referendum dem griechischen Volk gegen&uuml;ber f&uuml;r verantwortungslos. Die n&auml;chsten Stunden k&ouml;nnten &uuml;ber die Zukunft Griechenlands entscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Steinmeier-ist-fassungslos-article15393481.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese SPD ist nicht mehr zu retten! F&uuml;r was steht diese Partei &uuml;berhaupt noch, wenn ihr F&uuml;hrungspersonal immer die gleichen neoliberalen Parolen herunterbetet, die auch von den anderen Parteien zu h&ouml;ren sind?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Zur Information der griechischen Bev&ouml;lkerung&rdquo;<\/strong><br>\nEs ist ein ungew&ouml;hnlicher Schritt: Die Europ&auml;ische Kommission macht ihr letztes Angebot an die griechische Regierung im Schuldenstreit &ouml;ffentlich. Mit ihrer Pressemitteilung richtet sich die Kommission ausdr&uuml;cklich an die Einwohner des Landes &ndash; &ldquo;im Interesse der Transparenz und Information&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/erklaerung-der-eu-kommission-zur-information-der.1818.de.html?dram:article_id=323875\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ach wirklich, &ldquo;im Interesse der Transparenz und Information&rdquo; oder zur Beeinflussung des Referendums? In Sachen TTIP ist das Interesse der Europ&auml;ische Kommission an &bdquo;Transparenz und Information&rdquo; hingegen ja nicht besonders ausgepr&auml;gt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hart aber fair&rdquo; zu Griechenland: &ldquo;Die Jungs von Syriza zum Teufel jagen&rdquo;<\/strong><br>\nRolf-Dieter Krause, dem ARD-Publikum seit vielen Jahren als ebenso sachkundiger wie besonnener Korrespondent in Br&uuml;ssel vertraut, zeigte sich hellauf emp&ouml;rt. &ldquo;Die Jungs von Syriza&rdquo;, seien &ldquo;so was von verantwortungslos&rdquo;, dass man sie &ldquo;zum Teufel jagen&rdquo; m&uuml;sse. Das war die mit Abstand deutlichste Antwort auf Frank Plasbergs Frage, ob denn nicht aus der Sorge um Griechenland erst &Auml;rger und nun blanke Wut geworden sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/hart-aber-fair-zu-griechenland-syriza-zum-teufel-jagen-a-1041273.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Rolf-Dieter Krause mag ja vieles sein, aber &bdquo;sachkundig&ldquo; und &bdquo;besonnen&ldquo; ist er ganz sicher nicht. Krause ist vielmehr Sch&auml;ubles Sprachrohr in der ARD. Es gibt wohl keinen TV-Journalisten der derart einseitig kommentiert. Und Krause kommentiert immer, selbst dann, wenn er eigentlich neutral und zur&uuml;ckhaltend &bdquo;Nachrichten&ldquo; &uuml;berbringen soll. Daher ist Krause &ndash; vollkommen unabh&auml;ngig von der jeweiligen Ideologie &ndash; auch ein sehr schlechter Journalist. Hanns-Joachim Friedrichs hat einst den bemerkenswerten Satz gesagt, ein Journalist d&uuml;rfe sich mit keiner Sache gemein manchen &ndash; auch nicht mit einer guten. Krause ist jedoch ein Paradebeispiel f&uuml;r einen Journalisten, der sich mit einer Sache gemein macht. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ukraine &ndash; Staatspleite r&uuml;ckt n&auml;her<\/strong><br>\nDie in Kiew als Finanzministerin t&auml;tige US-Investmentbankerin Natalja Jaresko war monatelang um Optimismus bem&uuml;ht: Die Verhandlungen &uuml;ber eine Umschuldung mit den ausl&auml;ndischen Gl&auml;ubigern des Landes w&uuml;rden schon noch zu einer L&ouml;sung f&uuml;hren. Vergangene Woche wurde sie ein weiteres Mal gefragt, ob ein ukrainischer Staatsbankrott m&ouml;glich sei, und sie wurde einsilbig: &raquo;Theoretisch denkbar&laquo; sei das schon, so Jaresko ohne weitere Einzelheiten.<br>\nDie kann man freilich in der Wirtschaftspresse zusammensuchen. Die Umschuldungsverhandlungen mit den Gl&auml;ubigern sind nach wie vor weit von einem Abschluss entfernt. Zuletzt hatten die kommerziellen Gl&auml;ubiger der Ukraine &ndash; im wesentlichen US-amerikanische Investmentfonds, denen das Land etwa neun Milliarden US-Dollar schuldet &ndash; gefordert, die ukrainischen Schulden auf die Nationalbank des Landes umzubuchen. Dann w&uuml;rde dieses mit seinen Gold- und W&auml;hrungsreserven f&uuml;r die Verbindlichkeiten b&uuml;rgen. Das reichte zwar bei weitem nicht f&uuml;r die Gesamtschulden der Ukraine, die eine Mitte Juni ver&ouml;ffentlichte Statistik der Nationalbank auf 67 Milliarden US-Dollar beziffert, aber immerhin f&uuml;r so viel, wie die Fonds in der Ukraine investiert haben. Damit aber w&auml;re die Kasse der Nationalbank leer.<br>\nDiese Forderung wies nicht nur die ukrainische Regierung zur&uuml;ck, sondern auch der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF). Der hat n&auml;mlich die Reserven der Nationalbank schon als Sicherheit f&uuml;r seine eigenen Forderungen an Kiew verplant. Au&szlig;erdem w&auml;re eine solche offenkundige Verwendung von IWF-Geld zur Befriedigung privater Investoren politisch schlecht zu verkaufen, zumal IWF-Chefin Christine Lagarde in letzter Zeit gerne &uuml;ber die soziale Dimension predigt, die dem Kapitalismus fehle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/06-29\/034.php\">junge welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das n&auml;chste Land, das wohl in den Genuss der &bdquo;Rettungpolitik&ldquo;  von IWF und EU kommt. Die B&uuml;rger der Ukraine k&ouml;nnen sich schon einmal warm anziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mein Leben als Heuschrecke im Griechenland-Drama<\/strong><br>\nIrgendwann Ende 2011 beschloss ich, griechische Staatsanleihen zu kaufen. Es war, zugegeben, eine seltsame Idee f&uuml;r jemanden, der nicht ein Hedgefonds- oder Adrenalinjunkie war. Die Eurokrise war in vollem Schwung, die PIGS-Staaten taumelten am Rande des Bankrotts dahin, aus Portugal, Irland und Spanien kamen t&auml;glich finanzmarkttechnische Katastrophenmeldungen &ndash; und doch reichte auch damals nichts an die griechische Trag&ouml;die heran.<br>\nEs stellte sich heraus: Spekulieren ist f&uuml;r die Gro&szlig;en vorgesehen, Kleinanleger werden in diesem Spiel misstrauisch be&auml;ugt oder gar nicht zugelassen. Mein Bankberater starrte mich sekundenlang wortlos an, lie&szlig; mich zweimal wiederkommen und wies mich dann schlicht zur&uuml;ck. Ich wei&szlig; nicht, ob es ehrliche Sorge um meinen Geisteszustand war oder doch nur Angst vor einer Klage wegen Fehlberatung: Jedenfalls weigerte er sich, mir griechische Anleihen zu verkaufen.<br>\nSchlie&szlig;lich hatte ich bei einem angenehm anonymen Online-Broker Erfolg. Im J&auml;nner 2012 kaufte ich griechischen Staatsanleihen im Nominalwert von 1000 Euro (weniger ging nicht) und zahlte daf&uuml;r den Tageskurs von 411 Euro. Auszahlungstermin sollte der 20. M&auml;rz sein &ndash; der Schicksalstag f&uuml;r die griechischen Finanzen. In den Tabellen neben meiner Anlagenummer &ndash; ISIN: GR0110021236 &ndash; standen erwartete Renditen von &uuml;ber 900 Prozent: Sollte Griechenland seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen, m&uuml;sste es mir kaum acht Wochen sp&auml;ter fast das 2,5-Fache auszahlen &ndash; n&auml;mlich 1000 Euro. Hochgerechnet auf ein Jahr eine fantastische, fast vierstellige Rendite.<br>\nDamit war ich (wenn auch als winziges R&auml;dchen) in den illustren Kreis der Griechenland-Gl&auml;ubiger aufgestiegen &ndash; jener Institutionen und Anleger, f&uuml;r die die Pleite Griechenlands 2010 verhindert wurde. Zur Erinnerung: Griechenland hatte sich &ndash; unter tatkr&auml;ftiger Mithilfe der US-Bank Goldman Sachs &ndash; mit Hilfe falscher Zahlen in die Eurozone geschmuggelt und Jahr f&uuml;r Jahr falsche Budgetzahlen abgegeben.<br>\nAls mit der Finanzkrise das ganze Ausma&szlig; des Desasters sichtbar wurde, h&auml;tte es nur einen logischen Schritt gegeben: eine geordnete Insolvenz mit einem kr&auml;ftigen Schuldenschnitt. Doch die Gl&auml;ubiger, die dabei draufgezahlt h&auml;tten, waren zum Gro&szlig;teil europ&auml;ische Banken. Man f&uuml;rchtete eine Kettenreaktion wie bei der Lehman-Pleite. Also wurde gerettet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wienerzeitung.at\/nachrichten\/europa\/europaeische_union\/760048_Mein-Leben-als-Heuschrecke-im-Griechenland-Drama.html\">Wiener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine interessante Geschichte, die zeigt weshalb bisher immer wieder neue &bdquo;Rettungspakete&ldquo; geschn&uuml;rt  wurden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Geld ist nie weg&#8202;<\/strong><br>\nLutz Otte hat die Daten von Steuers&uuml;ndern an den deutschen Fiskus geliefert und musste daf&uuml;r in der Schweiz ins Gef&auml;ngnis. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Gier, Moral und eine Tasche voller Bargeld<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/26\/steuersuender-schweiz-daten-handel-lutz-otte\">Zeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IMK-Prognose: Eskalation der Griechenland-Krise stellt Aufschwung in Deutschland in Frage<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft hat sich bisher gut in einem derzeit nicht ganz einfachen weltwirtschaftlichen Umfeld behauptet. Doch die Eskalation der Griechenland-Krise k&ouml;nnte den Aufschwung in diesem und im kommenden Jahr schwer sch&auml;digen, m&ouml;glicherweise sogar vorzeitig abbrechen lassen. Davor warnt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, das heute seine Konjunkturprognose vorstellt. &bdquo;Ein Grexit oder eine z&auml;he Agonie durch Unsicherheit k&ouml;nnte das bislang positive Konjunkturbild dramatisch ver&auml;ndern&ldquo;, sagt Prof. Dr. Gustav A. Horn, der wissenschaftliche Direktor des IMK. &bdquo;Eine Ansteckung weiterer L&auml;nder und die Destabilisierung des gesamten Euroraums sind n&auml;mlich keineswegs unwahrscheinlich. Statt einer soliden Aufw&auml;rtsentwicklung drohen dann auch in Deutschland heftige Wachstumsverluste.&ldquo;<br>\nDamit steht innerhalb weniger Tage die positive Prognose in Frage, die das IMK heute eigentlich abgeben wollte<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news633823\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung im idw<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Maschmeyers Besuch in Z&uuml;rich<\/strong><br>\nCarsten Maschmeyer, deutscher Multimillion&auml;r aus Hannover, war heimlich nach Z&uuml;rich gekommen. Und genauso heimlich wieder abgereist. Niemand sollte von seinem Auftritt erfahren. Niemand, au&szlig;er der Abteilung 7 des Bezirksgerichtes Z&uuml;rich und der Bank J. Safra Sarasin. Acht Stunden lang verhandelte das Gericht eine Schadenersatzklage Maschmeyers gegen die Schweizer Bank, schlie&szlig;lich war man sich einig: Der hannoversche Investor erh&auml;lt einen Teil der von ihm geforderten knapp 18 Millionen Euro, und damit ist der ganze Streit um schiefgegangene Geldanlagen und dubiose Aktiendeals vom Tisch. Aktiendeals, bei denen mehrere Kapitalanlagefonds versucht haben sollen, den deutschen Fiskus zu betr&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/maschmeyer-heimlich-in-zuerich-1.2542559\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Der Dr&uuml;ckerk&ouml;nig behauptet, er sei get&auml;uscht worden und klagt gegen das Gesch&auml;ftsmodell, das ihn reich gemacht hat. Dabei f&uuml;hrt Maschmeyer f&uuml;r seine Klageschrift  eine gro&szlig;e Anzahl von Kunden ins Feld, die seine Dr&uuml;ckerkolonne der beklagten Bank zugef&uuml;hrt habe. Nat&uuml;rlich alles ohne T&auml;uschungen und ganz seri&ouml;s.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kalter Krieg 2.0<\/strong><br>\nBinnen weniger Monate sind Russland und der Westen zu den Verhaltensmustern des Kalten Krieges zur&uuml;ckgekehrt. Eine neue R&uuml;stungsspirale zu verhindern, muss jetzt das vorrangige Ziel der internationalen Politik sein, meint Peter Lange.<br>\nDie Wolken &uuml;ber Europa werden dunkler. In dieser Woche hat die Nato mit ihrer neuen schnellen Eingreiftruppe in Polen ge&uuml;bt. Die USA wollen Truppen und Panzer nach Osteuropa und ins Baltikum verlegen. Und Moskau k&uuml;ndigt an, 40 neue Interkontinentalraketen zu beschaffen. Kein Zweifel: Die Friedensdividende aus einem Vierteljahrhundert nach 1989 ist aufgezehrt, das politische Vertrauenskapital zwischen Ost und West fast vollst&auml;ndig aufgebraucht. Binnen weniger Monate sind Russland und der Westen zur&uuml;ckgekehrt in jene Verh&auml;ltnisse des Kalten Krieges, die zu verlassen Jahrzehnte gebraucht hat. Und ganz nebenbei: Nach Minsk I ist auch die Verabredung Minsk II gescheitert. Im Osten der Ukraine wird wieder gek&auml;mpft und gestorben.<br>\nEs w&auml;re zu einfach zu sagen: Die Politik hat versagt. Ihr sind dort die M&ouml;glichkeiten genommen, wo die milit&auml;rische Spirale von Aktion und Gegenaktion einsetzt, nat&uuml;rlich immer mit der Ansage, die Gegenseite habe angefangen. Aber in Konflikten jeder Art ist es ab einer bestimmten Intensit&auml;t und Grausamkeit egal, wer angefangen hat. Es muss nur aufh&ouml;ren.<br>\nEine neue R&uuml;stungsspirale, eine R&uuml;ckkehr zu der perversen Logik des Kalten Krieges, zu atomarer Abschreckung mit Erstschlagsdoktrin und Overkill, kann im Ernst niemand wollen. Wettr&uuml;sten t&ouml;tet, selbst wenn die Waffen nicht eingesetzt werden. Es verschlingt die Ressourcen, die ben&ouml;tigt werden, um Armut, Hunger und Klimawandel zu bek&auml;mpfen. Eine wirtschaftliche und soziale Modernisierung Russlands ist dann erst recht nicht m&ouml;glich. Und auch die USA k&ouml;nnen es sich &ouml;konomisch nicht leisten. Niemand sollte sich einbilden, man k&ouml;nnte die Russen noch einmal totr&uuml;sten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/russland-und-die-nato-kalter-krieg-2-0.996.de.html?dram:article_id=323116\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<p><strong>Dazu: Wir befinden uns im Kalten Krieg<\/strong><br>\nRussland will sein Arsenal an Interkontinentalraketen ausbauen. Die USA wollen schweres Kriegsger&auml;t in osteurop&auml;ischen Nato-Staaten verlegen, zudem denkt man in Washington &uuml;ber neue atomare Marschflugk&ouml;rper f&uuml;r Europa nach, weil Russland einen Abr&uuml;stungsvertrag verletzt haben soll. Die Ukrainekrise droht auszuufern.<br>\nIm Interview mit SPIEGEL ONLINE spricht Zbigniew Brzezinski, von 1977 bis 1981 Nationaler Sicherheitsberater des demokratischen US-Pr&auml;sidenten Jimmy Carter, &uuml;ber den neuen Kalten Krieg. Der 87-J&auml;hrige arbeitet heute bei der Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/interview-mit-brzezinski-usa-russland-im-kalten-krieg-a-1040744.html\">Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun Brzezinski , ein Stratege des ersten Kalten Krieges, muss wissen wovon er spricht. Gerade Brzezinski hat schon  immer die Herausl&ouml;sung der Ukraine aus dem russischen Einflussbereich propagiert, um Russland zu neutralisieren.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=25474\">Der umgest&uuml;lpte Brzezinski &ndash; Betrachtungen zu einem historischen Irrtum<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie sich Kuba ver&auml;ndert<\/strong><br>\nKuba erlebt einen Prozess der Ver&auml;nderung, der nicht mehr aufzuhalten ist. Die Kubaner d&uuml;rfen sich selbstst&auml;ndig machen, reisen, H&auml;user und Autos kaufen. Trotz der Aufbruchstimmung bleiben viele skeptisch: Steht ihr Land vor dem Ausverkauf?<br>\nEs ist Donnerstagabend, 22 Uhr, gef&uuml;hlte 30 Grad Celsius. Das T-Shirt klebt am R&uuml;cken. Die vierspurige Strandpromenade Havannas, der Malec&oacute;n, ist weitl&auml;ufig abgesperrt. Los Van Van, das bekannteste kubanische Salsa-Orchester, gibt sich die Ehre. Rund 20 Musiker spielen auf der &ldquo;antiimperialistischen B&uuml;hne&rdquo;. Die steht auf dem &ldquo;Platz des Antiimperialismus&rdquo; direkt vor der st&auml;ndigen Vertretung der USA. Trotz der Hitze sind Hunderte Kubaner zum Gratiskonzert gekommen und schwingen die H&uuml;ften.<br>\nWie lange es noch Gratiskonzerte dieser Art geben wird &ndash; man wei&szlig; es nicht. Wie lange der Platz des Antiimperialismus und die dazugeh&ouml;rige B&uuml;hne noch ihren Namen behalten werden, das wei&szlig; man schon eher. Denn sp&auml;testens wenn die USA aus ihrer st&auml;ndigen Vertretung eine offizielle Botschaft machen, wenn also die 1961 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder vollst&auml;ndig aufgenommen werden, dann wird Schluss sein mit politischem Aktivismus und Salsa-Partys vor der Haust&uuml;r des Klassenfeinds. Aber noch ist alles im Umbruch. Noch leben die Kubaner zwischen den Welten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/die-naechste-revolution-wie-sich-kuba-veraendert.1076.de.html?dram:article_id=323848\">Deutschlandradio Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Elke Hannack: Befristungen an Hochschulen zur&uuml;ckfahren<\/strong><br>\n90 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter haben einen befristeten Vertrag, DGB-Vize Hannack: &ldquo;Hire-and-Fire-Mentalit&auml;t schadet den Hochschulen&rdquo;&hellip;<br>\nZiel ist es, die Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen zu regeln, die einer wissenschaftlichen Qualifizierung dienen soll. Zum Beispiel einer Promotion. Das hat dann aber auch konkrete Auswirkungen: Wir brauchen eine Mindestlaufzeit von Vertr&auml;gen, in der sich das Qualifizierungsziel auch erreichen l&auml;sst. In der Regel werden das mindestens drei Jahren sein. Auch bei Drittmittelprojekten ist die Laufzeit der Vertr&auml;ge an die Laufzeit der Projekte zu koppeln. Und die Befristung von Besch&auml;ftigten in Verwaltung und technischem Bereich hat in dem Gesetz nichts zu suchen. Sekret&auml;rinnen und Sekret&auml;re, Laboranten und Studienberater erledigen Daueraufgaben und daf&uuml;r brauchen sie Dauerstellen. Nat&uuml;rlich m&uuml;ssen auch die Gewerkschaften f&uuml;r die Besch&auml;ftigten g&uuml;nstigere Regelungen, die vom Gesetz abweichen, aushandeln k&ouml;nnen. Deshalb muss die Tarifsperre aus dem Gesetz gestrichen werden&hellip;<br>\nIm Grunde wehren sich die Wissenschaftsorganisationen gegen jedwede Einschr&auml;nkungen des Befristungsunwesens. Sie wollen ein weitgehendes Sonderbefristungsrecht f&uuml;r die Wissenschaft. Die drastische Ausweitung der Fristvertr&auml;ge und immer k&uuml;rzere Vertragslaufzeiten zeigen aber, dass die Arbeitgeber in der Wissenschaft mit diesen M&ouml;glichkeiten nicht verantwortungsvoll umgehen k&ouml;nnen. Am Ende schadet diese Hire-and-Fire-Mentalit&auml;t den Hochschulen und Forschungseinrichtungen, denn wenn wissenschaftliche Arbeit in Kurzzeitvertr&auml;ge zerst&uuml;ckelt wird, bleibt die Kontinuit&auml;t und damit die Qualit&auml;t der Arbeit auf der Strecke. Wir brauchen deshalb eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Die Regierung muss hierf&uuml;r ihre Eckpunkte noch vor der Sommerpause vorlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++87301e76-199f-11e5-a55f-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gekaufte Uni-Forschung: &bdquo;Kooperationen mit Industrie offenlegen&ldquo;<\/strong><br>\nProf. Christian Krei&szlig;, Autor des Buchs &bdquo;Gekaufte Forschung &ndash; Wissenschaft im Dienst der Konzerne&ldquo;, unterst&uuml;tzt die Klage der Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG) auf Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag zwischen der Uni K&ouml;ln und der Bayer AG. Das OVG M&uuml;nster wird den Fall am 18. August verhandeln.<br>\nDas Oberverwaltungsgericht M&uuml;nster hat f&uuml;r den 18. August eine Verhandlung zur Einsichtnahme in den Kooperationsvertrag zwischen der Universit&auml;t K&ouml;ln und dem BAYER-Konzern angesetzt. Das K&ouml;lner Verwaltungsgericht hatte sich im Dezember 2012 &uuml;ber das Votum des NRW-Landesbeauftragten f&uuml;r Informationsfreiheit hinweg gesetzt. Dieser hatte den Vertrag eingesehen und keine Inhalte gefunden, die einer Einsichtnahme entgegenstehen. Die CBG ging daher in Berufung&hellip;<br>\nProf. Krei&szlig; verweist auf die mitunter gravierenden Konsequenzen der Heimlichtuerei. So bezahlte die Tabakindustrie jahrzehntelang renommierte Forscher daf&uuml;r, dass sie behaupteten, Rauchen und Passivrauchen w&auml;ren unsch&auml;dlich. Interne Unterlagen zeigen, dass die Finanzierung der Wissenschaftler top secret war, um ihre Glaubw&uuml;rdigkeit nicht zu gef&auml;hrden. So gelang es &uuml;ber Jahrzehnte, raucherfeindliche Gesetze zu verhindern. &Auml;hnlich verfuhr die Chemieindustrie: Durch gekaufte Gutachten verf&auml;lschte sie Studienergebnisse zu gesundheitssch&auml;digenden Chemikalien wie Holzschutzmittel oder Polychlorierte Biphenyle (PCB) und konnte diese jahrzehntelang weiterproduzieren.<br>\nIn der Medikamentenforschung werden heute rund 90 Prozent aller ver&ouml;ffentlichten Studien durch die Pharmaindustrie finanziert. Negative Studienergebnisse ver&ouml;ffentlichen die Unternehmen h&auml;ufig nicht, so dass der Nutzen neuer Medikamente aufgebauscht und die Sch&auml;den verharmlost werden. Dies f&uuml;hrt oftmals zu falschen Therapie-Empfehlungen.<br>\nChristian Krei&szlig; abschlie&szlig;end: &bdquo;Das Problem gelenkter Forschung ist meist nicht, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse falsch sind, sondern dass Teilwahrheiten zur einzigen oder Gesamtwahrheit erkl&auml;rt werden und mit gro&szlig;er Kapitalkraft in der &Ouml;ffentlichkeit kommuniziert werden. So setzen sich in den Medien und der Politik nicht die besseren Argumente durch, sondern diejenigen mit dem dickeren Geldbeutel.&ldquo;<br>\nQuelle: Pressemitteilung Coordination gegen BAYER-Gefahren e.V. (CBG) (nicht im Netz)\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EU-Richtlinie zu Gesch&auml;ftsgeheimnissen gef&auml;hrdet Presse- und Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nDas Gesetzgebungsverfahren zur EU-Richtlinie &bdquo;&uuml;ber den Schutz vertraulichen Know-hows und vertraulicher Gesch&auml;ftsinformation (Gesch&auml;ftsgeheimnisse) vor rechtswidrigem Erwerb sowie rechtswidriger Nutzung und Offenlegung&ldquo; gef&auml;hrdet in erheblichem Umfang die Meinungs- und Pressefreiheit. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Arbeit von Journalisten und den Schutz von Whistleblowern.<br>\nDie Generaldirektion Binnenmarkt der Europ&auml;ischen Kommission hat unter Beteiligung der Akteure aus der Wirtschaft den Entwurf zur Richtlinie ausgearbeitet, ohne die Journalistenverb&auml;nde und Interessenvertretungen auf Arbeitnehmerseite aktiv einzubinden. Die Folge ist ein Entwurf, der vor allem den gesch&auml;ftlichen Schutzinteressen der Unternehmen Rechnung tr&auml;gt und die etablierte Balance in einem demokratischen Gemeinwesen zu Lasten der anerkannten Medienpraktiken und dem berechtigten Informationsinteresse der &Ouml;ffentlichkeit verzerrt.<br>\nZiel der Richtlinie ist es, unfaire Praktiken im Wettbewerb zwischen Unternehmen und die Aussp&auml;hung von Konkurrenten und Verwertung dieser Vorteile zum wirtschaftlichen Nutzen zu unterbinden. Wirtschaftliche Konkurrenten sind aber nicht die einzigen, die Interesse an Informationen haben, die Unternehmen geheim halten wollen. &Uuml;ber die H&auml;lfte wirtschaftskrimineller Taten in Unternehmen wird durch Anzeigen von Besch&auml;ftigten aufgedeckt. In Zusammenhang mit zahlreichen Skandalen, u. a. in der Lebensmittelindustrie (in Deutschland der sog. Gammelfleisch-Skandal) ist deutlich geworden, dass Schaden von der Bev&ouml;lkerung nur dann ferngehalten werden kann, wenn Besch&auml;ftigte bereit sind, die Verst&ouml;&szlig;e &ouml;ffentlich zu machen. Nicht die Sch&auml;digung des eigenen Arbeitgebers, sondern das Verantwortungsgef&uuml;hl f&uuml;r das Wohl der Allgemeinheit sind die vordergr&uuml;ndlichen Motive, die die Whistleblower zu ihrem Handeln bewegen. Ein solches Verhalten setzt in der Regel ein hohes Ma&szlig; an Zivilcourage voraus und muss vor Sanktionen gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzwerkrecherche.org\/blog\/eu-richtlinie-zu-geschaeftsgeheimnissen-gefaehrdet-presse-und-meinungsfreiheit\/\">Netzwerk Recherche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Und dann setzte die Eurogruppe Varoufakis einfach vor die T&uuml;r<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150630_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000018182321\/Dann-setzte-die-Eurogruppe-einfach-Varoufakis-vor-die-Tuer\">der standard<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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