{"id":2663,"date":"2007-10-02T09:18:45","date_gmt":"2007-10-02T07:18:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2663"},"modified":"2007-10-02T09:18:45","modified_gmt":"2007-10-02T07:18:45","slug":"hinweise-des-tages-494","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2663","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2663&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Die schlichten Wahrheiten des Horst K&ouml;hler<\/strong><br>\nSein Thema: die Globalisierung. Seine Schlussfolgerung: Alles wird gut. Wenn wir nur immer sch&ouml;n freundlich zueinander sind.<br>\nK&ouml;hler referierte 45 Minuten lang &uuml;ber die Chancen der Globalisierung. Wer ihm zuh&ouml;rte, der musste zu dem Schluss kommen: Etwas Besseres ist der Menschheit bisher nicht zugesto&szlig;en&hellip;Klar, manche Folgen der Globalisierung sind im Einzelfall doch nicht so erfreulich. Da regiere zuweilen die &ldquo;R&uuml;cksichtslosigkeit des St&auml;rkeren&rdquo;. Aber K&ouml;hler w&auml;re nicht ehemaliger Sparkassendirektor, wenn er nicht die einzig richtige L&ouml;sung auf seinem Sprechzettel stehen h&auml;tte. &ldquo;Es ist wirklich vern&uuml;nftiger, freundlich zu sein.&rdquo;<br>\nEs sind solche &ndash; mit Verlaub &ndash; Plattheiten, die es schwer machen, diesem Pr&auml;sidenten noch zu folgen. Wo will er hin? Womit will er den Menschen im Ged&auml;chtnis bleiben? Und: Warum sollte er eine zweite Amtszeit bekommen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/945\/135681\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Nach diesem Verriss habe ich meinen schon begonnenen Text beiseite gelegt.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Der Spiegel meint dagegen: K&ouml;hler mimt den Sozi<\/strong><br>\nKeine Angst also vor der Globalisierung, lautete seine Botschaft.<br>\nDoch jenseits dieser Grundhaltung, die &ouml;konomische und politische Eliten in aller Welt teilen, setzte K&ouml;hler deutliche politische Signale. Er warnte vor der wachsenden Ungleichheit, die die Globalisierung mit sich bringe: &ldquo;Der Aufstieg der einen darf nicht der Abstieg der anderen sein.&rdquo; Er sprach von den Abstiegs&auml;ngsten in Deutschland &ndash; und empfahl als Mittel dagegen die Mitarbeiterbeteiligung an Unternehmen und gleiche Bildungschancen. Er nahm sogar das Wort vom &ldquo;vorsorgenden Sozialstaat&rdquo; in den Mund.<br>\nKurzum, er sagte all das, was die SPD in ihr neues Grundsatzprogramm geschrieben hat &ndash; bis hin zur Forderung nach st&auml;rkerer Regulierung der globalen Finanzm&auml;rkte. K&ouml;hler schlug hierf&uuml;r seinen alten Arbeitgeber, den Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), als geeignete Kontroll-Instanz vor. \n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Es stellt sich allerdings die Frage, ob der schwarz-gelbe K&ouml;hler sich den Sozis andient oder ob umgekehrt die Roten von den Schwarz-Gelben kaum noch zu unterscheiden sind.<\/em><\/p>\n<p>Zum Redetext: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/Reden-und-Interviews-,11057.640842\/Berliner-Rede-von-Bundespraesi.htm?global.back=\/-%2c11057%2c0\/Reden-und-Interviews.htm%3flink%3dbpr_liste\">Internetredaktion des Bundespr&auml;sidialamtes, Referat f&uuml;r Presse und &Ouml;ffentlichkeitsarbeit<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Dazu eine Anmerkung eines unserer Leser:<\/strong> Der &ldquo;Bundesaufsichtsratsvorsitzende&rdquo; hat nun auch erkannt, dass die Kapital- und Arbeitseinkommen zusehends auseinanderdriften, und empfiehlt in seiner Berliner Rede mehr Fairness und Gerechtigkeit im Umgang miteinander sowie die Fortf&uuml;hrung der begonnenen Reformma&szlig;nahmen. Neben nutzlosen moralischen Appellen und einem &ldquo;Weiter so&rdquo; hat der neoliberale Biedermann Horst K&ouml;hler also nicht viel Neues zu bieten. Au&szlig;erdem warnt K&ouml;hler vor den negativen Folgen einer m&ouml;glichen Abschottung vor der Globalisierung in Form von geistiger und kultureller Verarmung. Hat die neoliberale Globalisierung etwa neuartige geistige Horizonte er&ouml;ffnet oder zu mehr kultureller Vielfalt beigetragen? Kein vern&uuml;nftiger Mensch beabsichtigt, sich von der Welt abzuschotten, aber nur ein unvern&uuml;nftiger Mensch w&uuml;rde sich frohgemut (K&ouml;hler fordert die Menschen trotz der sichtbaren Misserfolge der &ldquo;Reformen&rdquo; dazu auf, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken) die lange erk&auml;mpften sozialstaatlichen und demokratischen Errungenschaften im Namen einer fragw&uuml;rdigen &ouml;konomischen Doktrin schleifen lassen.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe auch die Kritik von attac:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lob f&uuml;r Hartz IV macht Forderung nach sozialer Gerechtigkeit unglaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=776\">ATTAC<\/a><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Gef&auml;hrlich enger G&uuml;rtel<\/strong><br>\nDie Zuw&auml;chse in der Wirtschaft gingen vor allem auf das Konto der Besserverdienenden. Den vielen Arbeitnehmern mit einem Durchschnittseinkommen geht es weit weniger gut. Seit den 20er Jahren hat es keine derartigen Einkommensunterschiede mehr gegeben. Dabei sind Zwei-Klassen-&Ouml;konomien typisch f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder. Dies kann zu gro&szlig;en Spannungen f&uuml;hren, letztlich sogar zu wirtschaftlichen Umbr&uuml;chen.<br>\nNein, diese Bemerkungen sprudelten nicht aus Oskar Lafontaine. Ihre Quelle ist ein gewisser Alan Greenspan, einst Chef der US-Notenbank Fed, immer noch bekennender Republikaner und somit auch nur ann&auml;hernd linker geistiger Umtriebe recht unverd&auml;chtig. Gem&uuml;nzt waren die Aussagen in einem Interview mit der Zeitschrift Stern auf die USA. Sie lassen sich jedoch locker auf Deutschland &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/?em_cnt=1218338\">FR<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hartz IV sorgt f&uuml;r sinkende L&ouml;hne<\/strong><br>\nSeit Hartz IV k&ouml;nnen Betriebe bei der Einstellung von Arbeitslosen geringere L&ouml;hne durchsetzen. Doch nicht nur bei der Bezahlung sind erwerbslose Bewerber zu mehr Kompromissen bereit. Auf der Suche nach einem Job nehmen Erwerbslose seit der Einf&uuml;hrung von Arbeitslosengeld II (ALG II) auch geringere L&ouml;hne in Kauf. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor, die am Montag in N&uuml;rnberg ver&ouml;ffentlicht wurde. Etwa jeder f&uuml;nfte Betrieb gab an, dass arbeitslose Bewerber zunehmend Abstriche bei der Bezahlung hinnehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/762410.html%20\">Netzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Studie des IAB zeigt wieder einmal, zu welch unterschiedlichen Bewertungen sozialwissenschaftliche Untersuchungen gelangen k&ouml;nnen. Erst gestern haben wir auf eine Studie von GESIS &ndash; Gesellschaft Sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen hingewiesen http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2661#more-2661, deren Tenor war, dass ein erheblicher Teil der in Deutschland lebenden Erwerbst&auml;tigen Arbeitslosigkeit einem schlechteren Job vorziehen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesagentur: 34.750 stellensuchende Informatiker<\/strong><br>\nNach der zum Wochenschluss ver&ouml;ffentlichten Statistik hat sich die Zahl der bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit registrierten arbeitslosen Informatiker in Monatsfrist um etwa 2000 Personen vermindert. Z&auml;hlte die Agentur Mitte August noch 34.750 Stellensuchende, ermittelte sie f&uuml;r September nur noch 32.614. Im Juli waren es nur 31.334 gewesen. Gegen&uuml;ber dem Vergleichsmonat des Vorjahres stehen sogar rund 10.000 Personen mehr in Lohn und Brot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/96748\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Gestern wurden in Hinweis 19 von den &bdquo;Fakult&auml;tentagen der Ingenieurwissenschaften und der Informatik an Universit&auml;ten&ldquo; auf Studie verwiesen, wonach der VDI 50.000 fehlende Ingenieure beklagte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnprivatisierung:<\/strong><br>\nLucas Zeise: Gef&auml;hrliche B&ouml;rsentaktik<br>\nEin hohes Risiko gehen aber auch die Bef&uuml;rworter des Vorzugsaktienmodells ein. Es besteht darin, dass die Regierungskoalition sich auf das Spielchen einl&auml;sst. Wir h&auml;tten dann die schlechteste aller Welten. Erstens einen B&ouml;rsengang der Bahn mit Vorzugsaktien, der nur einen k&uuml;mmerlichen Erl&ouml;s bringt. Zweitens eine Bahn-Aktie, die f&uuml;r den Privatanleger v&ouml;llig uninteressant ist. Drittens aber sch&uuml;tzt auch das Vorzugsaktienmodell nicht dauerhaft vor dem Verwertungsinteresse der Investoren. Drei Jahre ohne aussch&uuml;ttungsf&auml;higen Gewinn sind bei der Bahn nicht nur m&ouml;glich, sondern wahrscheinlich. Dann aber lebt laut Aktienrecht das Stimmrecht auch der Vorzugsaktien auf.<br>\nDas absonderlichste Argument f&uuml;r den B&ouml;rsengang der Bahn bringt Tiefensee besonders h&auml;ufig vor: Der Bahn solle durch den B&ouml;rsengang der Kapitalmarkt erst erschlossen werden. Selbst Tiefensee wei&szlig; es vermutlich besser. Die Bahn hat seit mehr als 100 Jahren einen viel und oft genutzten Zugang zum Kapitalmarkt. Sie gibt Anleihen aus, die gern gekauft werden und daher relativ niedrig verzinst werden m&uuml;ssen.<br>\nSolange der Staat Kompletteigent&uuml;mer des Unternehmens ist und f&uuml;r die Anleihen einsteht, wird auch die Verzinsung der Bahn-Anleihen ohne Risikoaufschl&auml;ge und also relativ niedrig sein k&ouml;nnen. Eine Teilprivatisierung wird diesem sch&ouml;nen Zustand ein Ende bereiten. Der Zugang zur Aktienb&ouml;rse wird&hellip; durch deutlich h&ouml;here Finanzierungskosten der Bahn am f&uuml;r sie wichtigeren Teil des Kapitalmarkts, am Anleihemarkt, erkauft.<br>\nAuf welchen Aspekt der Angelegenheit man auch schaut, die Privatisierung der Bahn bringt nur Nachteile.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/260380.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Ryanair: Billigfl&uuml;ge durch Ausbeutung des Flugbegleitpersonals<\/strong><br>\nWer bei Ryanair arbeiten will, muss Geld mitbringen. Umgerechnet 1.960 Euro kostete Meine die f&uuml;nfw&ouml;chige Schulung. Eine Verg&uuml;tung erhielt sie f&uuml;r diese Zeit nicht. Wer durch die Abschlusspr&uuml;fung fiel und nicht eingestellt wurde, bekam von der Anzahlung nichts zur&uuml;ck, berichtet Meine. Den anderen wurde der Restbetrag in monatlichen Raten vom Gehalt abgezogen. Hinzu kamen 360 Euro f&uuml;r die Uniform und die Kosten f&uuml;r den Sicherheitsausweis am Flughafen. An ihrem ersten Arbeitstag stand Meine mit &uuml;ber 2.300 Euro bei Crewlink in der Kreide. Dalmac, ein anderer Ryanair-Ausbilder, verlangt sogar 3.150 Euro f&uuml;r die Schulung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=start&amp;art=5467&amp;src=MT&amp;id=wirtschaft-artikel&amp;cHash=dcea6b929e\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Chrysler-Manager kassieren Millionenpr&auml;mien<\/strong><br>\nMit der F&uuml;hrung des US-Autobauers Chrysler hatten sie keinen Erfolg. Aber nach dem Verkauf der defizit&auml;ren US-Tochter von DaimlerChrysler stehen die US-Manager Tom LaSorda und Eric Ridenour trotzdem als einsame Gewinner da. Sie kassieren Millionen f&uuml;r die erfolgreiche Vermittlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,508694,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Antrittspr&auml;mien, Bleibepr&auml;mien, Vermittlungspr&auml;mien, goldener Handschlag&hellip; und wof&uuml;r gibt&rsquo;s das &ldquo;normale&rdquo; Millionengehalt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD steuert auf die Linke zu &ndash; und auf die CDU<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze will die rot-gr&uuml;ne Reform des Arbeitsmarktes teilweise r&uuml;ckg&auml;ngig machen. Vor allem die verk&uuml;rzte Laufzeit des Arbeitslosengeldes I steht in der Kritik. Doch zugleich haben die Sozialdemokraten Angst, sich zu deutlich gegen ihren damaligen Kanzler Schr&ouml;der zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/article1227969\/SPD_steuert_auf_die_Linke_zu__und_auf_die_CDU.html\">Die Welt online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Wir zitieren zu diesem Thema die konservative &bdquo;Welt&ldquo;, weil dort einerseits die Angriffslinie der Wirtschaftsliberalen gegen eine Korrektur von Hartz IV erkennbar und andererseits die Zerrissenheit der SPD bei diesem Thema deutlich wird. <\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/763091.html\">Netzeitung<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>M&uuml;ntefering und Clement kontra Beck<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn Kurt Beck jetzt die Agenda 2010 tats&auml;chlich zur&uuml;ckdrehen will, ist er auf dem Holzweg&rdquo;, sagte Clement der FTD. Eine Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I &ldquo;w&auml;re die Abkehr vom Prinzip der Rente mit 67 und w&uuml;rde den Trend zum Vorruhestand verst&auml;rken&rdquo;, sagte Clement. Sollte Beck f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I f&uuml;r &Auml;ltere eintreten oder f&uuml;r eine nochmals erh&ouml;hte Verm&ouml;gensanrechnung beim Arbeitslosengeld II, sei das nicht nur eine Abkehr von der Agenda. &ldquo;Das ist das Gegenteil von dem, was wir brauchen, n&auml;mlich l&auml;ngere Lebensarbeitszeit in der Gesetzgebung und in der Praxis.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/260225.html?p=1\">FTD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der ehemalige Superminister und heutige Multi-Aufsichtsrat, Vorstandsmitglied im Verlag Neven DuMont, Mitglied im &bdquo;Konvent f&uuml;r Deutschland&ldquo;, WamS-Kolumnist sowie &bdquo;Chairman&ldquo; des Adecco Institute in London (ein vom &bdquo;Weltmarktf&uuml;hrer f&uuml;r Personaldienstleistungen&ldquo; finanziertes Institut), h&auml;lt an der Untergangsstrategie f&uuml;r die SPD fest und sieht seinen Auftrag offenbar nur noch in der Bek&auml;mpfung der eigenen Partei.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wie kam es zum Verm&ouml;gen der BMW-Dynastie Quandt? Durch Hilfen der Nazis und Ausbeutung von KZ-H&auml;ftlingen, findet der ARD-Film &bdquo;Das Schweigen der Quandts&ldquo;<\/strong><br>\nIm Mittelpunkt von &ldquo;Das Schweigen der Quandts&ldquo; steht der alte, 1982 verstorbene Patron Herbert Quandt, der Mann der heutigen Familienf&uuml;hrerin Johanna. Er war unter den Nazis Vorstand in der Akkumulatorenfabrik AG Afa (Varta) des m&auml;chtigen Vaters G&uuml;nter. Als Gro&szlig;hersteller von Batterien waren die Quandts damit entscheidende Figuren f&uuml;r die R&uuml;stungs- und Kriegswirtschaft des NS-Systems. Die ARD-Dokumentation l&auml;sst kein Indiz aus, um den Eindruck zu mehren, am heutigen Verm&ouml;gen der Quandts klebe das Blut anderer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/836\/135573\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Forschungsprojekt zur &bdquo;Besetzung und Struktur von Hochschulr&auml;ten<\/strong><br>\nin deutschen Universit&auml;ten&ldquo;<br>\nDie ersten Auswertungen zeigen, dass unter den Hochschulratsmitgliedern diejenigen, die in Universit&auml;ten t&auml;tig sind, mit 41 Prozent aller Mitglieder die gr&ouml;&szlig;te Gruppe bilden. 33 Prozent kommen aus Unternehmen oder (zu einem geringen Anteil) aus Unternehmerverb&auml;nden. Unter den Hochschulratsvorsitzenden liegt der Anteil der Wirtschaftsvertreter bei 47 Prozent, von diesen sind 80 Prozent Aufsichtsrats- oder Vorstandsmitglieder. Gewerkschafter sind mit etwa einem Prozent schwach vertreten, einen Vorsitzenden stellt aus dieser Gruppe niemand.<br>\nIn Universit&auml;ten mit einem h&ouml;heren Drittmittelanteil aus der Wirtschaft ist der Anteil der Wirtschaftsvertreter an allen externen Mitgliedern &uuml;berdurchschnittlich hoch.<br>\nDiese ersten Befunde st&uuml;tzen die Vermutung, dass der Einfluss von Wirtschaftsvertretern erheblich ist und dass die Abh&auml;ngigkeit einer Universit&auml;t von ihren Finanzierungsquellen einen deutlichen Einfluss darauf hat, wie ihr Hochschulrat zusammengesetzt ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-due.de\/campus_aktuell\/2007_09_forschung_hochschulrat.shtml\">Campus: Aktuell der Universit&auml;t Duisburg Essen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Studie belegt, dass es angemessener w&auml;re, statt von einer &bdquo;unternehmerischen&ldquo; Universit&auml;t k&uuml;nftig von einer von Unternehmensf&uuml;hrern gesteuerten Hochschule sprechen! Die Studie best&auml;tigt, was Sie auf den <a href=\"?p=2405\">NachDenkSeiten<\/a> schon mehrfach lesen konnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unternehmen Universit&auml;t &ndash; Vom Elfenbeinturm zum Eventmarketing<\/strong><br>\nDie &bdquo;Eventisierung&ldquo; der Hochschullandschaft ist Teil einer Mobilisierungsstrategie, die die Universit&auml;ten ihrer kritisch-reflexiven Restbest&auml;nde an Autonomie beraubt und sie in das Getriebe des globalisierten Kapitalismus als unmittelbar nutzbare Ressource widerstandslos einpasst. Man k&ouml;nnte von einer &bdquo;Entkernung der Universit&auml;ten&ldquo; sprechen, die von einer Wettbewerbssituation in die n&auml;chste gejagt werden, darin Spitze beweisen sollen und dabei ihre Produktivit&auml;t und Kreativit&auml;t in einem hektischen &bdquo;Mehr vom Gleichen&ldquo; einb&uuml;&szlig;en. &bdquo;Leuchtturm&ldquo; wird so zur Metapher f&uuml;r eine Universit&auml;t, in der sich kritische Geister schon l&auml;ngst expatriiert f&uuml;hlen. Dieser Steigerungszirkel verbraucht r&uuml;cksichtslos alle Ressourcen und f&uuml;hrt zu einem &bdquo;ersch&ouml;pften Selbst&ldquo;. Die Eventisierung der Universit&auml;ten mobilisiert f&uuml;r diesen Steigerungszirkel und kann auch durch manisch wirkende Events die zunehmende Ersch&ouml;pfung nicht kaschieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=2669\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Massive Pr&uuml;fungs&auml;ngste<\/strong><br>\nEiner FOCUS vorliegenden repr&auml;sentativen Umfrage der Universit&auml;t Konstanz zufolge leiden 36 Prozent der Studenten unter massiven Pr&uuml;fungs&auml;ngsten, 24 Prozent der angehenden Akademiker f&uuml;hlen sich durch die hohen Leistungsanforderungen &bdquo;stark belastet&ldquo;. Weit verbreitet sind auch finanzielle Sorgen: Fast ein Drittel der Uni-Studenten und sogar 37 Prozent der Fachhochsch&uuml;ler f&uuml;rchten ernsthaft um ihr Auskommen. F&uuml;r die Erhebung im Auftrag des Bundesbildungsministeriums waren im Wintersemester 2006\/2007 an 16 Universit&auml;ten und neun Fachhochschulen 8350 Studenten befragt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/wissen\/campus\/studenten_aid_134441.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><strong>USA: Hochschulpr&auml;sidenten gegen Rankings<\/strong><br>\nEine Gruppe amerikanischer College-Pr&auml;sidenten hat das j&auml;hrlich erscheinende Hochschulranking der Zeitung U.S. News &amp; World Report scharf kritisiert und ihre Mitarbeit an diesem Ranking aufgek&uuml;ndigt. Die Teilnahme an diesem wichtigsten amerikanischen Ranking fiel auf den niedrigsten Stand bislang. 51 Prozent aller Colleges und Universit&auml;ten nahmen daran teil, im Vorjahr waren es noch 58 Prozent. Bei den &bdquo;Liberal-Arts Colleges&ldquo; waren es 56 Prozent, statt im Vorjahr 69 Prozent. Die unterzeichnenden Hochschulpr&auml;sidenten kritisierten, das Ranking sei irref&uuml;hrend und diene nicht dem Interesse der zuk&uuml;nftigen Studenten, eine geeignete Hochschule zu finden. Sie bem&auml;ngelten weiter, dass das Ranking eine falsche Pr&auml;zision und Autorit&auml;t vorspiele, die von den verwendeten Daten nicht gedeckt werde. Auch verschleiere es wichtige Unterschiede in dem p&auml;dagogischen Auftrag der Institutionen, indem es sie in ein gleiches Raster presse. Dar&uuml;ber hinaus f&ouml;rdere das Ranking die Verschwendung von Geldern bei den betroffenen Institutionen, da diese ihre Position im Ranking mit allen Mitteln verbessern wollten. Die Pr&auml;sidenten kritisierten weiter, dass das Ranking die Bedeutung des Beitrages des Studenten zur Ausbildung &uuml;bersehe und die Wichtigkeit des Prestiges der Institution &uuml;bersch&auml;tze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/cms\/index.php?menu_id=5&amp;nur_dieser_inhalt_id=2582\">Forschung &amp; Lehre<\/a><\/li>\n<li><strong>Sieben fette Jahre vor Polens Wirtschaft<\/strong><br>\nPolen ist Spitzenreiter unter den Volkswirtschaften der neuen EU-Mitgliedsl&auml;nder: Ausl&auml;ndische Investitionen flie&szlig;en ebenso reichlich wie Strukturgelder aus Br&uuml;ssel. Doch trotz des Aufstiegs bleiben Arbeitslosigkeit und Emigration hoch<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;ressort=wu&amp;dig=2007\/10\/02\/a0092&amp;no_cache=1&amp;src=GI&amp;type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der scheinbare Widerspruch l&ouml;st sich z.T. schon dadurch auf, dass man das bei Journalisten so beliebte Spiel mit absoluten Zahlen hinterfragt.<br>\nSelbstverst&auml;ndlich erh&auml;lt Polen als gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Osteuropas die meisten Direktinvestitionen und die h&ouml;chste Strukturhilfe. So wird Polen mit 39 Millionen Einwohnern von 2007 bis 2013 ca. 60 Mrd. &euro; Strukturhilfe erhalten, w&auml;hrend Tschechien mit 10 Millionen Einwohnern ca. 24 Mrd. &euro; erh&auml;lt, d.h. pro Kopf erh&auml;lt Tschechien deutlich mehr.<br>\n&Auml;hnlich ist es mit den Direktinvestitionen. Nimmt man die Direktinvestitionsbest&auml;nde, also grob gesagt die bisher (2005) erhaltenen ausl&auml;ndischen Investitionen und setzt diese in das Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftskraft (BIP) der L&auml;nder, so ist die Rede vom Spitzenreiter schnell erledigt. Der Anteil am BIP betr&auml;gt in Polen 31 %, aber in Tschechien 48 % und in Ungarn sogar 56 %.<br>\nMan kann diese Zahlen nat&uuml;rlich noch tiefergehend analysieren, hier soll nur der Hinweis gen&uuml;gen, dass Polen von diesen L&auml;ndern am wenigsten industriell entwickelt ist bzw. noch am st&auml;rksten landwirtschaftlich gepr&auml;gt ist. Die Modernisierung der Landwirtschaft setzt hier eine viel gr&ouml;&szlig;ere Zahl an Arbeitskr&auml;ften frei und tr&auml;gt zur hohen Arbeitslosigkeit bei. Dies erkl&auml;rt zusammen mit einem Pro-Kopf-Einkommen (2005 Kaufkraftparit&auml;ten) von nur 50 % des Durchschnitts der EU-25 (Tschechien: 73 %) auch die hohe Emigration.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2663","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2663","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2663"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2663\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2663"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2663"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2663"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}