{"id":2668,"date":"2007-10-03T09:46:29","date_gmt":"2007-10-03T07:46:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2668"},"modified":"2007-10-03T09:48:41","modified_gmt":"2007-10-03T07:48:41","slug":"hinweise-des-tages-495","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2668","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2668&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Ex-Au&szlig;enminister Fischer meldet sich zur&uuml;ck<\/strong><br>\nAm Donnerstag stellt Fischer seine Version der rot-gr&uuml;nen Kabinettsjahre vor. Mit einem Blick zur&uuml;ck wird er es aber nicht bewenden lassen: Nach zwei Jahren Abstinenz will Fischer wieder in der Politik mitmischen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/997\/135733\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzung und Kommentar von Volker Bahl:<\/strong> Fischer ist wieder zur&uuml;ck in Berlin und hat eine Beratungsfirma gegr&uuml;ndet &ndash; Joschka Fischer Consulting, wohl in der Ansicht, dass mit dem Instrument des Berater(un)wesens in der Politik mehr Einfluss ausge&uuml;bt werden kann als das ein &ldquo;normaler&rdquo; Politiker k&ouml;nnte. Seine Consulting hat sich einer neuen europ&auml;ischen Denkfabrik angeschlossen, die Furore &ndash; sprich Politik &ndash; machen will &ndash; dem European Council on Foreign Relations, frei nach dem gro&szlig;en amerikanischen Vorbild. Fischer ist nicht nur Gr&uuml;ndungsmitglied, sondern auch Vorstand dieses neuen &ldquo;Councils&rdquo;.<br>\nInhaltlich unterstrichen wird dieser Anspruch durch sein neues Buch ( 444 S. ), das Fischers Version &uuml;ber die rot-gr&uuml;ne Regierungspolitik enth&auml;lt (es wird am Donnerstag vorgestellt &ndash; der Spiegel hat sich Vorabdrucksrechte gesichert).<br>\nDabei wird z.B. ein Dissens in dieser Koalition deutlich, denn anders als &ldquo;sein&rdquo; Kanzler geht er auf deutliche Distanz zu Russland und seiner Politik.<br>\nEtwas tiefer sch&uuml;rft ein anderes Buch, das auch heute in der SZ besprochen wird (&ldquo;Literatur&rdquo; S.18): &ldquo;Der Pr&auml;ventiv-Krieg&rdquo; &ndash; Geschichtliche Entwicklung und gegenw&auml;rtige Bedeutung &ndash; von dem W&uuml;rzburger Rechtwissenschaftler Martin Kunde, der den Bogen von Thukydides &uuml;ber den ersten neuzeitlichen V&ouml;lkerrechtler Hogo Grotius bis zum gegenw&auml;rtigen V&ouml;lkerrecht der UNO u.&auml;. aufzeigt. Der Irak-Krieg ist das Lackmus-Papier f&uuml;r die Tauglichkeit dieses V&ouml;lkerrechts.<br>\nOb Joschka Fischer das interessiert?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Joschka Fischers Consulting-Firma ist mit hoher Wahrscheinlichkeit vor allem dazu da, den US-amerikanischen Einfluss in Europa weiter zu stabilisieren. Von der von Clinton gegen&uuml;ber Schr&ouml;der und Fischer im Oktober 1998 noch vor der Wahl zum Bundeskanzler und Ernennung zum Vizekanzler und Au&szlig;enminister &bdquo;angeordneten&ldquo; Beteiligung Deutschlands unter Rot-Gr&uuml;n am Kosovo-Krieg bis heute zieht sich wie ein roter Faden durch Fischers politisches Leben die Nibelungentreue zur Linie der US-Regierung. Das (eher durch die Koalition erzwungene) Nein zur direkten Beteiligung am Irakkrieg diente vor allem der Glaubw&uuml;rdigkeit. &Auml;hnlich d&uuml;rfte es jetzt mit der Betonung der Rolle Europas liegen. So schlau, die Camouflage richtig zu betreiben, ist Fischer allemal. Es f&auml;llt zum Beispiel schon am Bericht der S&uuml;ddeutschen Zeitung auf, dass die Br&uuml;cke zu Russland schon gar nicht mehr geschlagen werden soll, sondern ein neues Feindbild geschaffen wird, auch wieder einmal beispielhaft am Kosovo demonstriert. Sachlich ist das eines der ungeeignetsten Objekte, um neue Gr&auml;ben zu Russland zu schaufeln.<br>\nDiese Anmerkung ist bitte nicht als Rechtfertigung der besonderen Freundschaft von Schr&ouml;der zu Putin und Putins Verhalten zu verstehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Sozialrichter halten Hartz-Regelung f&uuml;r verfassungswidrig<\/strong><br>\nSch&uuml;tzenhilfe von der Justiz f&uuml;r eine l&auml;ngere Bezugsdauer beim Arbeitslosengeld I: Ein Berliner Sozialrichter legte dem Bundesverfassungsgericht zwei Musterf&auml;lle zur &Uuml;berpr&uuml;fung vor. Sind die Hartz-Gesetze grundgesetzwidrig?<br>\nNach &Uuml;berzeugung des Berliner Sozialgerichts verst&ouml;&szlig;t die K&uuml;rzung des Arbeitslosengelds I jedenfalls dann gegen das Grundgesetz, wenn es um &auml;ltere Arbeitslose geht. Die Richter kritisierten vor allem, dass &ldquo;die drastische K&uuml;rzung der Anspruchsdauer&rdquo; durch eine l&auml;ngere &Uuml;bergangsfrist h&auml;tte abgefedert werden m&uuml;ssen. Sie betonen, dass das Arbeitslosengeld I, im Gegensatz zum Arbeitslosengeld II, eine mit eigenen Beitr&auml;gen erworbene Versicherungsleistung ist. Daher sei es &ldquo;durch das Grundrecht auf Eigentum gesch&uuml;tzt&rdquo;. K&uuml;rzungen seien zwar m&ouml;glich, sie m&uuml;ssten aber &ldquo;abgefedert&rdquo; werden.<br>\nWer 20 Jahre oder mehr Beitr&auml;ge f&uuml;r die Sozialversicherung geleistet hat, der m&uuml;sse auch darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass die Anspr&uuml;che, die daraus erwachsen, nicht mir nichts dir nichts wegfallen k&ouml;nnten, sagt ein Verfassungsjurist. Auch wenn die Sozialversicherung eine Pflichtversicherung f&uuml;r die Arbeitslosen darstelle, beruhe sie auf einem Vertrag, der nicht einfach in zentralen Bestandteilen ver&auml;ndert werden k&ouml;nne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509082,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesarbeitsgericht: Betriebsrat darf bei Ein-Euro-Jobbern mitbestimmen<\/strong><br>\nDer Fall hat mehrere Instanzen besch&auml;ftigt, heute kam die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts: Bei der Besch&auml;ftigung von Ein-Euro-Jobbern hat der Betriebsrat ein entscheidendes Mitspracherecht. Ein-Euro-Jobber seien zwar keine Arbeitnehmer im eigentlichen Sinne. Sie w&uuml;rden aber in den Betrieb eingegliedert und verrichteten zusammen mit den Arbeitnehmern weisungsgebundene T&auml;tigkeiten. Damit gelte das Mitbestimmungsgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509209,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>In der Pressemitteilung es Bundesarbeitsgerichts hei&szlig;t es:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Der Betriebsrat hat mitzubestimmen, wenn der Arbeitgeber in seinem Betrieb erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige iSv. &sect; 16 Abs. 3 S. 2 SGB II &ndash; sog. Ein-Euro-Jobber &ndash; besch&auml;ftigen will. Die Besch&auml;ftigung dieser Personen ist eine mitbestimmungspflichtige Einstellung iSv. &sect; 99 Abs. 1 Satz 1 BetrVG. Zwar sind die Ein-Euro-Jobber keine Arbeitnehmer. Sie werden aber in den Betrieb eingegliedert und verrichten zusammen mit den dort besch&auml;ftigten Arbeitnehmern zur Verwirklichung des Betriebszwecks weisungsgebundene T&auml;tigkeiten. Dies gen&uuml;gt f&uuml;r das Mitbestimmungsrecht.<br>\nDer Erste Senat des Bundesarbeitsgerichts gab daher &ndash; wie bereits die Vorinstanzen &ndash; dem Antrag des Betriebsrats einer Pflegeeinrichtung statt, der gerichtlich festgestellt wissen wollte, dass ihm bei der Besch&auml;ftigung von erwerbsf&auml;higen Hilfebed&uuml;rftigen ein Mitbestimmungsrecht zusteht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/juris.bundesarbeitsgericht.de\/cgi-bin\/rechtsprechung\/document.py?Gericht=bag&amp;Art=pm&amp;Datum=2007&amp;nr=12126&amp;pos=0&amp;anz=70\">Bundesarbeitsgericht<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Experten halten Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes f&uuml;r einen schlimmen R&uuml;ckschritt<\/strong><br>\n&ldquo;Seit den neunziger Jahren war die Bezugsdauer gestiegen und das hat faktisch zu einer dauerhaften Verl&auml;ngerung der Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt&rdquo;, sagte Friedrich Heinemann, Konjunkturchef des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW). Der Arbeitsmarktexperte des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaft Berlin, Christian Dreger sagte, er sehe &ldquo;keine Notwendigkeit, die Hartz-Reform in diesem Punkt zur&uuml;ckzunehmen&rdquo;. Die k&uuml;rzere Bezugsdauer habe sich bew&auml;hrt, weil sie Anreize gesetzt habe, Arbeit aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,508989,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Jetzt haben unsere Experten endlich die Ursache f&uuml;r den Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem in den neunziger Jahren entdeckt. Es war nicht etwa die stagnierende Wirtschaft und die (Arbeits-) Kostensenkungsorgie der Unternehmen, sondern die Verl&auml;ngerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes.<br>\nPech nur, dass ihre Behauptung mit der Wirklichkeit nichts zu tun hat: Die Arbeitslosengeldregelung wurde Anfang 1985 erstmals ge&auml;ndert &ndash; wer 49 war und arbeitslos wurde bekam 18 Monate Unterst&uuml;tzung. Von Mitte 1987 an bekamen Jobsuchende &uuml;ber 55 die Unterst&uuml;tzung bis zu maximal 32 Monate.<br>\nUnd das soll dann erst in den neunziger Jahren zur Verl&auml;ngerung der Arbeitslosigkeit gef&uuml;hrt haben?<br>\nIm &Uuml;brigen: Die Verl&auml;ngerung war keineswegs nur eine Wohltat f&uuml;r die Arbeitslosen, es profitierte vor allem der Bundesfiskus: Weil das aus Mitteln der Beitragszahler finanzierte Arbeitslosengeld l&auml;nger bezahlt wurde, musste weniger f&uuml;r die steuerfinanzierte Arbeitslosenhilfe aufgebracht werden.<br>\nDIW-Dreger best&auml;tigt &ndash; vermutlich ohne es zu wollen &ndash; mal wieder die These, dass die ganzen Hartz-Reformen nur das Ziel hatten, &ouml;konomischen Druck (&bdquo;Anreiz&ldquo;) auszu&uuml;ben, dass die Menschen Arbeit zu jedem Preis annehmen, d.h. letztlich ein (staatliches) Instrument zur allgemeinen Lohnsenkung waren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Autoabsatz bricht im IAA-Monat um zehn Prozent ein<\/strong><br>\n266.000 Personenwagen wurden im September neu auf Deutschlands Stra&szlig;en registriert, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Damit habe die zahl der Neuzulassungen um 10,5 Prozent unter dem Vergleichsmonat des Vorjahres gelegen. Seit Jahresbeginn schrumpften die Verk&auml;ufe damit um acht Prozent auf 2,34 Millionen Fahrzeuge. F&uuml;r den schwachen Pkw-Absatz f&uuml;hrt die Branche mehrere Gr&uuml;nde an, vor allem eine Verunsicherung der Verbraucher. Die weiterhin unklare Ausgestaltung der geplanten CO2-Steuer und die Preissteigerungen f&uuml;r Dinge des t&auml;glichen Bedarfs h&auml;tten zu der Schw&auml;che beigetragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/auto\/aktuell\/0,1518,509099,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Autos kaufen eben keine Autos.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>INSM: &bdquo;Gesamtdeutscher Rekord: 40.000.000 Erwerbst&auml;tige.&ldquo;<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zum Tag der Deutschen Einheit ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland auf die Rekordmarke von 40.000.000 gestiegen. Das ist das Ergebnis einer von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) in Auftrag gegebenen Expertise des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn.<br>\nNach den Berechnungen des Forschungsinstitutes wurde im September die 40.000.000-Grenze bei der Zahl der Erwerbst&auml;tigen &uuml;berschritten. &ldquo;Die Erwerbst&auml;tigenzahl ist auf dem h&ouml;chsten Stand seit der Wiedervereinigung. Deutschland hat an diesem 3. Oktober deshalb allen Grund zum feiern&rdquo;, kommentierte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der INSM, Max A. H&ouml;fer, das Ergebnis. &ldquo;Die Reformen der vergangenen Jahre, aber auch die Anstrengungen von Unternehmen und Arbeitnehmern haben sich gelohnt und diese Entwicklung erm&ouml;glicht&rdquo;, so H&ouml;fer weiter.<br>\nFazit: Um den derzeit positiven Besch&auml;ftigungstrend zu stabilisieren, muss der Beitragssatz in der Arbeitslosenversicherung reduziert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Presse\/Pressemeldungen\/Pressemeldungen\/_Gesamtdeutscher_Rekord__40.000.000_Erwerbstaetige._.html;jsessionid=FDDBED192C5E02E2865F9872E45EFD99\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wer einen Blick hinter die Kulissen des Instituts zur Zukunft der Arbeit (IZA) wirft, wird schnell merken, wer hier die Auftragsgutachten diktiert. &bdquo;Das IZA ist ein privates, unabh&auml;ngiges Wirtschaftsforschungsinstitut und betreibt nationale wie auch internationale Arbeitsmarktforschung. Als gemeinn&uuml;tzige GmbH wird es durch Wissenschaftssponsoring der Deutsche Post-Stiftung gef&ouml;rdert. Der Vorstandsvorsitzende der Deutsche Post World Net, Dr. Klaus Zumwinkel, ist zugleich Pr&auml;sident des IZA.&ldquo; Und unter den so genannten &bdquo;Policy Fellows&ldquo; finden wir neben diversen Berufspolitikern aller Farben schon beim oberfl&auml;chlichen &Uuml;berfliegen der Liste sechs Vertreter der INSM (einschlie&szlig;lich M&auml;rchenonkel G&uuml;nter Ederer).<br>\nDie Pr&auml;sentation und Kommentierung dieser &bdquo;Expertise&ldquo; kann eigentlich nur noch als plump bezeichnet werden, besonders in Kombination mit dem Tag der Deutschen Einheit.<\/em><\/p>\n<p><em>Lesen Sie dazu noch einmal:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ulrike Herrmann: Wunder der Statistik<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digi-artikel&amp;ressort=sw&amp;dig=2007\/09\/28\/a0043&amp;no_cache=1&amp;src=GI&amp;type=98\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Transrapid soll deutlich teurer werden<\/strong><br>\nDie bisherige Kostenkalkulation f&uuml;r den M&uuml;nchner Transrapid reicht m&ouml;glicherweise bei Weitem nicht aus. Statt 1,85 Milliarden k&ouml;nnte der Preis auf 2,8 Milliarden Euro steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/transrapid\/magnetschwebebahn_aid_134586.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> W&uuml;rde der Focus doch die NachDenkSeiten lesen: Dar&uuml;ber haben wir <a href=\"?p=2359\">schon im Mai ausf&uuml;hrlich berichtet<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bruno Schirra: Was zahlte Siemens der CDU?<\/strong><br>\nDass Siemens im Ausland mit Schmiergeldern und schwarzen Konten operiert hat, ist inzwischen bekannt. Schweizer Ermittler behaupten, der Konzern habe auch die Politik im Inland geschmiert &ndash; und st&uuml;tzen damit ein brisantes Gest&auml;ndnis aus der Zeit der CDU-Spendenaff&auml;re.<br>\nEin Schweizer Fahnder: &bdquo;Siemens hat die CDU bis in die neunziger Jahre aus der Schweiz heraus mit Millionenspenden versorgt. Siemens hatte ein schwarzes Kassensystem in der Schweiz, von dem aus Schmiergelder und Spenden auch nach Deutschland flossen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/97.php?ress_id=6&amp;item=2069\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><strong>Sinn und UnSinn &ouml;konomischer Prognosen<\/strong><br>\nMit Wissenschaft hat das Gebaren Sinns und seines Instituts herzlich wenig zu tun.<br>\nDie Leibniz-Gemeinschaft hat das im Mai 2006 etwas dezenter ausgedr&uuml;ckt: Man k&ouml;nne daran zweifeln, hei&szlig;t es in einer Studie, &bdquo;ob alle politischen Ratschl&auml;ge des Ifo-Instituts auf ausreichend rigoroser, empirischer Forschung basieren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.menschini.eu\/wirtsinn.htm\">Menschini<\/a>\n<p><em>Siehe dazu: <a href=\"?p=536\">&ldquo;Konjunktur &ndash; Ifo-Chef sieht tiefe Rezession&rdquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nachrichten als Werbefl&auml;che<\/strong><br>\nEs gibt viele schlechte Sitten im Journalismus. Diese hier greift erst in j&uuml;ngster Zeit st&auml;rker um sich: die als absolut seri&ouml;s und unabh&auml;ngig geltenden Nachrichtensendungen werden hemmungslos genutzt zur Reklame in eigener Sache.<br>\nDie Sender haben entdeckt, dass gerade die Nachrichtensendungen sch&ouml;ne Plattformen sind f&uuml;r cross-promotion, Programmhinweise und seri&ouml;s wirkendes Selbstlob. Das funktioniert gut. Durch die Bank finden sie das unheimlich geschickt. Die Macher kommen sich listig vor. Sie unterliegen keiner Kontrolle au&szlig;er dem eigenen Gef&uuml;hl, es nicht zu &uuml;bertreiben. Dass sie dabei das gute Image der TV-Nachrichten nachhaltig sch&auml;digen, ist ihnen zun&auml;chst herzlich egal. Kritik wehren sie eifrig ab. Aber es gibt keinen anderen Mechanismus, der zu Korrekturen f&uuml;hren k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/unterhaltung\/tv\/:Die-Medienkolumne-Nachrichten-Werbefl%E4che\/599309.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Mindestlohn f&uuml;r Magister<\/strong><br>\nDeutscher Kulturrat fordert angemessene Bezahlung f&uuml;r Geisteswissenschaftler. Olaf Zimmermann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutsche Kulturrats. &bdquo;Wir haben vor Kurzem eine Tagung durchgef&uuml;hrt, wo 300 Geisteswissenschaftlerinnen und Geisteswissenschaftler zusammen gesessen haben und mal drei Tage lang &uuml;ber ihre berufliche Situation gesprochen haben, und was wir dort erfahren mussten, da muss man auch die Frage stellen, muss es nicht auch einen Mindestlohn f&uuml;r, ja, Geisteswissenschaftler, also, f&uuml;r Studierte, geben?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/676657\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Definitionsmacht der &Ouml;konomie&rdquo;<\/strong><br>\nDietrich von der Oelsnitz &uuml;ber negative Auswirkungen f&uuml;r die Geisteswissenschaften Oelsnitz war bisher im Fachbereich Unternehmensf&uuml;hrung an der Fakult&auml;t f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften in Ilmenau t&auml;tig und wechselt dieses Semester an die Uni Braunschweig. Sollte sich die &bdquo;&ouml;konomische Steuerung des ganzen Bildungswesens&ldquo; fortsetzen, so wird sich dies nach von der Oelsnitz vor allem negativ auf die Geisteswissenschaften auswirken. Verhindert werden k&ouml;nne dies nur &bdquo;mit Hilfe des Protestes der Studenten&ldquo;.<br>\nOelsnitz : &bdquo;Gerade die Definitionsmacht der &Ouml;konomie, sprich: der Unternehmen, die als Wissen nur mehr das begreifen, was man kommerziell verwerten kann. Sagen wir das ruhig so hart. Mit den Technik &ndash; und Ingenieurswissenschaften kann man viel Geld verdienen &hellip; Aber die Geisteswissenschaftler zahlen letztendlich die Zeche, weil man deren Wissen oder den Nutzen schlecht messen kann, und vor allem ist der nicht kurzfristig erkennbar. Aber interkulturelle Kompetenzen, Verst&auml;ndnis f&uuml;r andere Religionsgruppen und andere ethnische Gruppen, alles Wissen um die Vergangenheit um bestimmte Fehler nicht mehr zu wiederholen. Wir haben unsere Wurzeln in einem eher humanistischen Ideal der Aufkl&auml;rung und das droht aus meiner Sicht nat&uuml;rlich v&ouml;llig &uuml;ber Bord zu gehen, wenn ich entsprechende Lehrst&uuml;hle k&uuml;rze und nur noch die unterst&uuml;tze, die direkt kommerziell nutzbar sind.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/?url=\/?id=3056350\">der standard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2668","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2668","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2668"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2668\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2668"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2668"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2668"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}