{"id":26684,"date":"2015-07-07T09:17:15","date_gmt":"2015-07-07T07:17:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684"},"modified":"2015-11-09T12:32:55","modified_gmt":"2015-11-09T11:32:55","slug":"hinweise-des-tages-2409","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h01\">Griechenland-Referendum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h02\">Griechenland und die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h03\">Was 2015 mit 1914 gemeinsam hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h04\">Das Gegenst&uuml;ck zu Kapitalverkehrskontrollen in einer W&auml;hrungsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h05\">Was die Krisenl&auml;nder &bdquo;geleistet&ldquo; haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h06\">Wie Spanien auf das griechische &ldquo;Nein&rdquo; reagiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h07\">Europa auf dem Weg zu einer Demokratie &bdquo;light&ldquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h08\">Was ist jetzt noch links?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h09\">Erbschaftsteuer &ndash; Gro&szlig;e Koalition kommt Firmenerben entgegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h10\">Gauck unterzeichnet Tarifeinheitsgesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h11\">Ver.di gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Billig-Paketboten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h12\">Die Fleisch-Mafia: Eine verdorbene Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h13\">TISA &ndash; Das f&uuml;hrt zu Leiharbeit der &uuml;belsten Sorte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h14\">Jochen Krautz: Kompetenzen machen unm&uuml;ndig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h15\">Springer und ProSieben verhandeln angeblich &uuml;ber Fusion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684#h16\">Zu guter Letzt: Der beleidigte Mann in Europa<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26684&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechenland-Referendum<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Ergebnis des Referendums in Griechenland<\/strong><br>\nBei dem Referendum am 05 Juli 2015 in Griechenland stimmte die Mehrheit der W&auml;hler mit Nein und best&auml;tigte damit die SYRIZA Regierung in ihrer Verhandlungsstrategie.<br>\nDie formale Fragestellung bei dem am 05 Juli 20215 in Griechenland durchgef&uuml;hrten Referendum erschien auf den ersten Blick zugegebenerma&szlig;en verwirrend, erweist sich jedoch auf den zweiten Blick als sehr simpel und reduziert sich auf die Annahme (Ja) oder Ablehnung (Nein) der bisher aus dem Aus- bzw. speziell von Deutschland aufgezwungenen stupiden Austerit&auml;ts-Politik, und zwar ohne endlich die bereits 2012 zugesagte und parallel auch permanent von dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) geforderte Regelung des Themas der Verschuldung verbindlich anzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/07\/ergebnis-des-referendums-in-griechenland\/2135445\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<p><strong>Dazu: Greek Referendum 2015 : &ldquo;NO&rdquo; voter demographics<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>18-24: 85%<\/li>\n<li>25-34: 72.3%<\/li>\n<li>35-44: 67.4%<\/li>\n<li>45-54: 69.2%<\/li>\n<li>55-64: 59.4%<\/li>\n<li>65+: 44.9%<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.publicissue.gr\/en\/2837\/greek-referendum-2015-no-voter-demographics\/\">publicissue.gr<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die griechische Jugend feiert ihr Oxi<\/strong><br>\nF&uuml;r die Tsiprasanh&auml;nger ist es ein Tag der Freude. Wie schon in den vergangenen Tagen str&ouml;mten auch nach den ersten Ausz&auml;hlungen vor allem junge Menschen auf die Stra&szlig;en Athens und feierten ihren Sieg.<br>\nEin Nein, das im restlichen Europa eher f&uuml;r Schrecken sorgt und im Bundeskanzleramt f&uuml;r lange Gesichter, strahlt hier unglaublichen Optimismus aus. Es herrscht eine Stimmung irgendwo zwischen Festival und Volksfest. Die Menschen liegen sich wie schon in den vergangenen Tagen auf Oxi-Demos in den Armen, sie singen und sie klatschen zur Musik. Schm&auml;hges&auml;nge sind nicht zu h&ouml;ren, alles taucht in einen riesigen Freudentaumel ein. Die jungen Oxi-Anh&auml;nger haben die jetzige Situation am wenigsten verschuldet. Als die Zahlen zum Beitritt zur Eurozone frisiert wurden, gingen viele noch in die Schule. Politisch mitentscheiden konnten viele nie. Dabei hat fast jeder Oxi-Anh&auml;nger in den vergangenen Tagen betont: Das ist keine Abstimmung gegen den Euro oder gegen die Politik, sondern nur eine &uuml;ber die &bdquo;erstickende Wirkung des Programms&ldquo;, wie eine Taxifahrerin sagte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eurokrise\/griechenland\/die-griechische-jugend-feiert-in-athen-ihr-oxi-13687002.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dass gerade junge Menschen gegen das Austerit&auml;tsdiktat gestimmt haben l&auml;sst hoffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bravo Griechenland!<\/strong><br>\nDie Griechen haben sich nicht ver&auml;ngstigen lassen. Sie haben mit einer beachtlichen Mehrheit das Angebot, das ihrer Regierung bis 25. Juni von der Troika und den Gl&auml;ubigerstaaten vorgelegt wurde, abgelehnt. Es scheint, dass auch gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungsgruppen den einfachen Punkt verstehen k&ouml;nnen, der da hei&szlig;t, dass man eine Medizin, die nicht nur nicht angeschlagen, sondern den Zustand des Patienten verschlechtert hat, wieder absetzen muss.<br>\nDas ist auch deswegen beeindruckend, weil man in den Gl&auml;ubigerstaaten ja gerne gesagt hat, diese griechische Regierung habe eigentlich keine Mehrheit im Volk mehr, folglich auch kein Mandat, schwerwiegende Entscheidungen zu treffen.<br>\nRichtig ist, dass diese Entscheidung allein f&uuml;r die Gl&auml;ubigerl&auml;nder noch keine &Auml;nderung ihrer Position erzwingt. Wer f&uuml;r was ein Mandat hat, muss man jetzt aber schon sehr genau &uuml;berlegen. Es wird ja gerne gesagt, die demokratische Entscheidung der griechischen Bev&ouml;lkerung m&uuml;sse man respektieren, aber man m&uuml;sse auch die Entscheidungen der demokratisch gew&auml;hlten Regierungen der anderen 18 L&auml;nder respektieren.<br>\nNur, gibt es das Mandat wirklich, von dem in den Gl&auml;ubigerstaaten immer die Rede ist? Hat die deutsche Regierung ein Mandat von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung, das es erlaubt, die Bev&ouml;lkerung eines kleinen europ&auml;ischen Landes in gro&szlig;er Radikalit&auml;t und ohne R&uuml;cksicht auf die Ergebnisse in eine neoliberale Radikalkur zu zwingen? Wir erinnern uns: Angela Merkel hatte keine Mehrheit nach der letzten Parlamentswahl, und nur der Willf&auml;hrigkeit der Sozialdemokraten ist es zuzuschreiben, dass sie wieder Bundeskanzlerin wurde. Kann man unterstellen, dass die Mehrheit der W&auml;hler, die damals SPD gew&auml;hlt haben, es auch getan h&auml;tten, wenn sie gewusst h&auml;tten, was das im Rahmen der gro&szlig;en Koalition f&uuml;r Griechenland bedeutet?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/bravo-griechenland\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><strong>Paul Krugman: Den Aderlass Griechenlands beenden <\/strong><br>\nAm Sonntag ist Europa noch gerade mit einem blauen Auge davongekommen. Entgegen vieler Vorhersagen haben die griechischen W&auml;hler ihre Regierung in der Abweisung der Forderungen der Kreditgeber enorm unterstu&#776;tzt. Und selbst die st&auml;rksten Befu&#776;rworter der europ&auml;ischen Einheit sollten sich da eher erleichtert fu&#776;hlen.<br>\nDie Kreditgeber wollen natu&#776;rlich nicht, dass man das so sieht. Ihre vielfach in der<br>\nWirtschaftspresse wiederholte Version ist, dass der fehlgeschlagene Versuch, Griechenland in die Fu&#776;gsamkeit zu zwingen, ein Triumph der Irrationalit&auml;t und Verantwortungslosigkeit &uuml;ber solides technokratisches Denken ist.<br>\nAber die Einschu&#776;chterungskampagne &ndash; der Versuch, die Griechen durch die Beendigung der Bankenfinanzierung und die Androhung eines allgemeinen Chaos in Schrecken zu versetzen, all das mit dem fast unverhohlenen Ziel, die derzeitige linke Regierung aus dem Amt zu dr&auml;ngen &ndash; war besch&auml;mend fu&#776;r ein Europa, das den Anspruch erhebt, an demokratische Grunds&auml;tze zu glauben. Ein Erfolg dieser Kampagne h&auml;tte einen schrecklichen Pr&auml;zedenzfall geschaffen, selbst wenn die Kreditgeber mit ihren Argumenten einleuchtend gewesen w&auml;ren.<br>\nAllerdings waren sie das nicht. Tatsache ist, dass Europas selbsternannte Technokraten mittelalterlichen &Auml;rzten &auml;hneln, die den Aderlass ihrer Patienten anordneten &ndash; und bei der dadurch verursachten Verschlechterung des Krankheitszustandes blo&szlig; auf noch mehr Aderlass bestanden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2015\/07\/06\/opinion\/paul-krugman-ending-greeces-bleeding.html%20\">New York Times<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland und die &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo;<\/strong>\n<ol class=\"abc\">\n<li><strong>Gianis Varoufakis verdiente sich als Finanzminister eine goldene Nase<\/strong><br>\nVaroufakis ist raus: In einem pers&ouml;nlichen Gespr&auml;ch hat Alexis Tsipras den Wirtschafts&ouml;konom aus seiner Regierung geworfen. Trotzdem hat sich Varoufakis&lsquo; kurze politische Karriere f&uuml;r ihn finanziell ganz sicher gelohnt.<br>\n160 Tage war Varoufakis im Amt. Und die haben sich f&uuml;r ihn gelohnt &ndash; monet&auml;r zumindest. Die monatliche Entsch&auml;digung f&uuml;r griechische Abgeordnete betr&auml;gt laut dem griechischen Parlament monatlich 5705 Euro. Einen Gro&szlig;teil davon geben die Syriza-Abgeordneten an ihre Partei ab. Sch&auml;tzungsweise hat Varoufakis innerhalb der vergangenen 22 Wochen &uuml;ber 31.000 Euro aus der Abgeordneten-Entsch&auml;digung verdient. Zudem erhielt der Finanz&ouml;konom einen Zuschlag von knapp 1780 Euro pro Monat f&uuml;r sein Athener B&uuml;ro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/staatsverschuldung\/viel-geld-fuer-160-tage-gianis-varoufakis-verdiente-sich-als-finanzminister-eine-goldene-nase_id_4797887.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer gerade f&uuml;r die NachDenkSeiten, die Berichterstattung der &bdquo;Qualit&auml;tsmedien&ldquo; kritisch verfolgt sollte in Sachen Griechenland einiges gew&ouml;hnt sein, aber es gibt immer noch M&ouml;glichkeiten, das bereits abgrundtiefe Niveau des deutschen &bdquo;Qualit&auml;tsjournalismus&ldquo; zu unterbieten. Bei oben genanntem Artikel fallen einem leider nur noch Vergleiche mit Druckerzeugnissen aus Deutschlands dunkelster Epoche ein.<\/em><br>\n<em>Wie gerade der Focus aus dem Hause Burda durch extrem schrille T&ouml;ne zu Griechenland auffiel und auff&auml;llt. Man darf davon ausgehen, dass die Redaktionslinie sicher nicht kontr&auml;r zur Meinung Hubert Burdas, des Besitzer des Verlags- und Medienkonzerns gleichen Namens, sein wird. Nur am Rande sei erw&auml;hnt, dass laut Forbes-Liste 2014 Hubert Burdas Verm&ouml;gen auf ca. 2,7 Milliarden US-Dollar gesch&auml;tzt wird.<\/em><br>\n<em>Im &Uuml;brigen, die Abgeordnetenentsch&auml;digung des Bundestages betr&auml;gt seit dem 1. Januar 2015 9.082 &euro;. Nun darf jeder selbst entscheiden ob sich Gianis Varoufakis eine &bdquo;goldene Nase&ldquo; verdient hat.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung RS:<\/strong> Zur &ldquo;Goldene Nase&ldquo;, die sich Varoufakis verdient haben soll: 5705 Euro im Monat f&uuml;r einen Bundesminister? Das sind 31.000 Euro in einem halben Jahr! Wahnsinn!!! Da werden sich wohl die f&uuml;r ihre Bescheidenheit und Enthaltsamkeit bekannten Bundestagsabgeordneten wie ehemals Peer Steinbr&uuml;ck fragen, weshalb sie nicht auf die Idee gekommen sind, so unversch&auml;mt abzuzocken, wie Varoufakis. Mann, das sind j&auml;hrlich 68.460 Euro, fast so viel, wie ein Computer Techniker im Au&szlig;endienst!!! Wenn das keine Goldene Nase ist? Und dann hat er auch noch seine B&uuml;rokosten und seine dienstliche Telefongespr&auml;che erstattet bekommen!!! Wo gibt&rsquo;s denn so was, au&szlig;er &uuml;berall in der Privatwirtschaft und im &ouml;ffentlichen Dienst?<\/em><br>\n<em>Da ist der Focus sogar unter dem eigenen Niveau &ndash; eigentlich fast unm&ouml;glich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel sagt erst mal Ochi<\/strong><br>\nDas klare Votum der Griechen bedeutet auch f&uuml;r die Kanzlerin eine Niederlage. F&uuml;nf Jahre lang hat Merkel sich aufgerieben, um Hellas vor der Pleite zu bewahren, sie hat zwei Hilfspakete geschn&uuml;rt, sich zu einem Schuldenschnitt durchgerungen, hat bis zuletzt f&uuml;r neue Unterst&uuml;tzung gek&auml;mpft. Und doch ist Griechenland dem Abgrund heute n&auml;her als je zuvor.<br>\nMerkel steht nun vor der schwierigsten Aufgabe ihrer Kanzlerschaft. L&auml;sst sie Griechenland aus dem Euro driften? Sie m&uuml;sste mit dem historischen Makel leben, die W&auml;hrungsunion nicht vor dem Bruch bewahrt zu haben &ndash; ganz zu schweigen von den unkalkulierbaren Risiken f&uuml;r den Rest der Euro-Zone. Oder bringt Merkel die Kraft auf, Griechenland noch einmal zu helfen? Um der Einheit Europas Willen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/griechenland-angela-merkel-vor-ihrer-schwierigsten-entscheidung-a-1042339.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch auf SPON darf sich der Propaganda und PR-Journalismus wieder auf das Pr&auml;chtigste austoben. Ein wichtiges Narrativ, das nicht fehlen darf, ist die Legende von der gro&szlig;en Kanzlerin Merkel, die alles getan hat um Griechenland zu helfen und schwerer denn je an dieser B&uuml;rde tr&auml;gt. &bdquo;F&uuml;nf Jahre lang hat sie versucht, den Krisenstaat zu retten.&ldquo; Man &uuml;berlege sich nur was dabei herausgekommen ist. Wenn jemand f&uuml;nf Jahre lang etwas versucht und ein derart desastr&ouml;ses Ergebnis abliefert, dessen Eignung zur Bekleidung h&ouml;chster politischer &Auml;mter sollte mehr als zweifelhaft sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Diesmal ist Berlin richtig zornig&rdquo;<\/strong><br>\nWas ist eigentlich mit unseren Medien los? Wer sich am Sonntagabend im Fernsehen ein Bild vom Ausgang der Abstimmung in Griechenland &uuml;ber die Gl&auml;ubiger-Forderungen machen wollte, war verloren. Jedenfalls wenn er einen halbwegs objektiven Journalismus erwartet hatte. Stattdessen bot das ZDF in seinem &ldquo;heute-journal&rdquo; um 22 Uhr quasi einen einzigen Kommentar und die Richtung war klar: Mein Gott, was hat dieser Alexis Tsipras und sein finanzpolitischer Mephistopheles, der nach Schwefel riechende Janis Varoufakis, Europa angetan.<br>\nL&auml;ngster Bestandteil der &ldquo;Nachrichtensendung&rdquo; war ein gef&uuml;hlt zweist&uuml;ndiges Interview mit dem SPD-Politiker Martin Schulz, derzeit EU-Parlamentschef. Darin forderte er &ldquo;humanit&auml;re Hilfe&rdquo; f&uuml;r Griechenland und w&auml;re das Land nicht in der Nato, man m&uuml;sste bangen, ob er damit nicht wie in Libyen Luftschl&auml;ge meint, um mit dem Wegbomben der &ldquo;Syriza-Bande&rdquo; eine &ldquo;humanit&auml;re Katastrophe&rdquo; zu verhindern. Kurzum, man musste schon auf das &ouml;sterreichische Fernsehen umschalten, um sich selbst ein klein wenig bel&uuml;gen zu k&ouml;nnen, das w&auml;re jetzt doch objektiver.<br>\nWas bei dem Griechenland-Drama passierte, war das Gleiche wie zuvor bei dem Konflikt in der Ukraine, bei der Bombardierung Libyens, bei dem Einmarsch im Irak. Die Welt wird simpel aufgeteilt in Schwarz und Wei&szlig;, in Gut und B&ouml;se. Und wenn das B&ouml;se erst einmal durch Leitmedien wie die Bildzeitung definiert ist, dann folgen die Medien diesen Mainstream, und dann ist es mit journalistischem Hopfen und Malz, mit Differenzierung und das H&ouml;ren der anderen Seite, mit der kompetenten Behandlung von komplexen Problemen vorbei. Was dann folgt, ist die mediale Hetzjagd, bis das Opfer gestellt ist. Er ist unverkennbar, dieser Trend in deutschen Medien hin zur Personalisierung und Boulevardisierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45364\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum der ZDF-Korrespondent eine Demo in Athen unm&ouml;glich richtig beschreiben konnte<\/strong><br>\nInteressant. Und r&auml;tselhaft. Irgendetwas hat der ZDF-Korrespondent in Athen wohl falsch gemacht, aber man wei&szlig; nicht genau, was es war. Wird nicht so wichtig gewesen sein. [&hellip;]<br>\nThomas Bellut sagt, die &bdquo;v&ouml;llige Vermeidung&ldquo; von Fehlern sei &bdquo;unm&ouml;glich&ldquo;, aber dieser Fehler hier ist schon bemerkenswert &mdash; und symptomatisch. Der ZDF-Korrespondent steht in Athen vor einer gro&szlig;en Demonstration von Syriza&ndash;Anh&auml;ngern und tut so, als handele es sich um eine gro&szlig;e Demonstration von Syriza&ndash;Gegnern &mdash; er betont extra noch, es sei die gr&ouml;&szlig;te. Dieser Fehler scheint unerkl&auml;rlich, ist aber fast unvermeidlich. Die zutreffende Beschreibung, dass die Demonstranten hinter ihm nicht (unbedingt) aus dem Euro wollen, aber trotzdem f&uuml;r den Kurs der Syriza-Regierung sind und mit &bdquo;Nein&ldquo; stimmen wollen, hat von Sobeck unmittelbar zuvor n&auml;mlich ausgeschlossen, indem er behauptete, in diesem Referendum gehe es darum, ob die Griechen im Euro bleiben wollen.<br>\nDas hatten viele Vertreter der europ&auml;ischen Institutionen und der deutschen Regierung behauptet, mutma&szlig;lich auch um das Votum der Griechen entsprechend zu beeinflussen. Indem sich von Sobeck diese Behauptung voller Entr&uuml;stung (eine &bdquo;Farce&ldquo;!) zu eigen machte, konnte er nicht mehr zutreffend beschreiben, gegen was die Leute hinter ihm demonstrierten: gegen die Vorgaben der Gl&auml;ubiger, aber eben nicht zwingend gegen den Euro. Tsipras hatte das auch vorher behauptet: Dass ein &bdquo;Nein&ldquo; beim Referendum nicht notwendigerweise die Aufgabe des Euro bedeute.<br>\nIch finde das einigerma&szlig;en dramatisch, weil es kein Fl&uuml;chtigkeitsfehler ist: Der ZDF-Korrespondent beschreibt nicht, was &mdash; f&uuml;r jeden sichtbar &mdash; vor Ort passiert, weil es seiner Interpretation der Realit&auml;t widerspricht. Er hat die Komplexit&auml;t dessen, was in Griechenland passiert, soweit reduziert (mutma&szlig;lich damit sie auch die Bauern irgendwo in Rheinland-Pfalz besser verstehen), dass sie mit den Bildern hinter ihm nicht mehr in Einklang zu bringen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/blog\/21423\/warum-der-zdf-korrespondent-eine-demo-in-athen-unmoeglich-richtig-beschreiben-konnte\/\">Stefan Niggemeier<\/a><\/li>\n<li><strong>Leser empfinden die Bild-Zeitung als nicht glaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nNachdem eine Studie der Zeit vor wenigen Wochen zu dem Ergebnis kam, dass nur vier von zehn Deutschen &ldquo;sehr gro&szlig;es&rdquo; oder &ldquo;gro&szlig;es&rdquo; Vertrauen in die Politik-Berichterstattung haben, nahm die Forschungsgruppe Wahlen im Juni f&uuml;r das ZDF die Glaubw&uuml;rdigkeit der Mediengatten sowie einzelner Medien unter die Lupe. Explizit wurde dabei nach der Bild-Zeitung gefragt &ndash; mit einem eindeutig negativen Ergebnis: 24 Prozent der Gesamtbefragten stuften das Boulevardblatt als nicht glaubw&uuml;rdig ein. Nur ein Prozent bewerteten die Zeitung als sehr glaubw&uuml;rdig.<br>\nDie Tageszeitungen sind dabei am glaubw&uuml;rdigsten: Regionalausgaben liegen im Durchschnitt bei +2,5 und &uuml;berregionale Tageszeitungen wie S&uuml;ddeutsche, Faz und die Welt bei +2,4. W&ouml;chentliche Nachrichtenmagazine wie Spiegel und Focus wurden mit +2,2 bewertet und die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender mit +2,0. Abgeschlagen &ndash; aber immer noch im positiven Bereich &ndash; sind die privaten Sender mit +0,1. Die Bild-Zeitung steht mit einem Durchschnittswert von -2,0 am schlechtesten dar.<br>\nAls besonders glaubw&uuml;rdig stuften die Befragten mit +2,7 und +2,6 au&szlig;erdem die Nachrichten von ARD und ZDF ein. Sat.1 wurde dabei mit +1,3 und RTL mit +1,1 beurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/07\/06\/zdf-umfrage-leser-emfinden-die-bild-zeitung-als-nicht-glaubwuerdig\/\">Nora Burghard-Arp MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das schlechte Abschneiden der Bild-Zeitung ist zwar ein Hoffnungsschimmer, dass sie die Leute doch nicht f&uuml;r dumm verkaufen lassen und der Hetze auffliegen. Erstaunlich ist allerdings das nach wie vor hohe Vertrauen in die &uuml;berregionalen Tageszeitungen und in die Nachrichten von ZDF und ARD. Da scheint die Einseitigkeit der Berichterstattung etwa &uuml;ber Griechenland oder gar den Ukraine-Konflikt noch nicht Zweifel ges&auml;t zu haben.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Was 2015 mit 1914 gemeinsam hat<\/strong><br>\nMit ideologischer Verbohrtheit beharren die Deutschen darauf, dass Griechenland all seine Kredite zur&uuml;ckzahlen muss &ndash; was so oder so nicht geschehen wird. H&ouml;chste Zeit also f&uuml;r eine Schuldenkonferenz!<br>\nPolitische Karrieren entscheiden sich in Momenten wie diesen. Sigmar Gabriels wiederholte Drohungen von einem Grexit machen es jetzt der SPD unm&ouml;glich, sich von Angela Merkels katastrophaler Europolitik zu distanzieren. Die Genossen haben sich wirtschaftspolitisch damit zu einem Anh&auml;ngsel von CDU und CSU degradiert.<br>\nDie einzige kleine Chance auf eine R&uuml;ckkehr zu einer rationalen Position liegt bei Merkel selbst. Sie kann jetzt noch die Rei&szlig;leine ziehen und einer Schuldenkonferenz f&uuml;r Griechenland zustimmen. Der Deal, den sie anbieten k&ouml;nnte, w&auml;ren harte Reformen gegen Schuldenerlass. Keine Sparma&szlig;nahmen, sondern echte Strukturreformen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/muenchau-merkel-zwischen-schuldenkonferenz-und-grexit-a-1042241.html\">Wolfgang M&uuml;nchau auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> In der Tat, die mit Abstand j&auml;mmerlichste Figur gibt wieder einmal die Sozialdemokratie in Gestalt des sogenannten Vizekanzlers ab. In ihrer Haltung gegen&uuml;ber dem Not und dem Leid der griechischen Bev&ouml;lkerung hat die SPD so ziemlich alles verraten f&uuml;r was diese Partei einst eingestanden ist. Man sollte auch nicht vergessen, dass der Pr&auml;sident des EU-Parlaments Martin Schulz (SPD) offen f&uuml;r den Sturz einer demokratisch gew&auml;hlten Regierung eingetreten ist &ndash; ein beispielloser Vorgang. Wie kann man politisch nur so vor die Hunde gehen? Da n&ouml;tigt einem die FDP noch mehr Respekt ab, die zumindest f&uuml;r das Festhalten an ihren politischen Prinzipien, bedingungslos die Interessen der Verm&ouml;gens- und Kapitalbesitzer zu vertreten, von der politischen B&uuml;hne verschwunden ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Untergang in W&uuml;rde&rdquo;<\/strong><br>\nIn Deutschland herrscht der D&uuml;nkel &uuml;ber die bl&ouml;den Griechen vor, die sich nicht unterwerfen lassen wollen&hellip;<br>\nKaum haben die Griechen dar&uuml;ber abgestimmt, dass sie nach 5 Jahren des Scheiterns nicht mehr die immergleiche Politik des Sparens fortsetzen wollen und k&ouml;nnen, kommen vor allem in Deutschland die belehrenden T&ouml;ne und die Aufforderungen, dass man nun den aufm&uuml;pfigen Griechen zeigen m&uuml;sse, wo der Barthel den Most zu holen hat, n&auml;mlich durch den Grexit.<br>\n&ldquo;Politikberater&rdquo; und gerne eingeladener Talkshow-Gast Michael Spreng, der seine Herkunft von der Bild nicht leugnen will, sieht bei Jauch stellvertretend alle Schuld bei den Griechen, die mit ihrer Entscheidung nun den Untergang in W&uuml;rde gew&auml;hlt h&auml;tten. Das war nat&uuml;rlich zynisch gemeint, weil die griechische Regierung immer von der Bewahrung der W&uuml;rde gesprochen hat.<br>\nBesonders hervorstechen Sozialdemokraten, die sich in ihrem Reflex gegen links besonders konservativ zeigen m&uuml;ssen, um an der Macht zu bleiben, obgleich diese Strategie die einstige Volkspartei schon ziemlich klein gemacht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45360\/1.html\">Florian R&ouml;tzer inTelepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Sechs Szenarien f&uuml;r Griechenland<\/strong><br>\nNach dem Referendum: Wie k&ouml;nnte es wirtschaftlich und finanziell weitergehen?<br>\nNiemand wei&szlig; mit Gewissheit, wie es in Griechenland weitergeht. Bisher gab es keinen vergleichbaren Fall in einer W&auml;hrungsunion. <\/p>\n<ol>\n<li>Geordneter Grexit&hellip;<\/li>\n<li>Chaotischer Grexit&hellip;<\/li>\n<li>Parallelw&auml;hrung&hellip;<\/li>\n<li>Fortsetzung der Austerit&auml;tspolitik&hellip;<\/li>\n<li>Wachstumsfreundliches Hilfsprogramm<\/li>\n<li>Die H&auml;ngepartie&hellip;.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/976950.sechs-szenarien-fuer-griechenland.html\">Kurt Stenger im ND<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das Gegenst&uuml;ck zu Kapitalverkehrskontrollen in einer W&auml;hrungsunion<\/strong><br>\n&bdquo;Aus welchem Grund sollten wir den Griechen Geld f&uuml;r ihre Renten und Beamtengeh&auml;lter geben, also letzten Endes ihren Konsum finanzieren?&ldquo; So oder so &auml;hnlich wird an deutschen Stammtischen rhetorisch gefragt, wenn es um die Griechenlandkrise geht. Und die Antwort ist so simpel wie die Frage: &bdquo;Aus keinem. Wir haben ihnen schon Geld gegeben und es hat nichts gebracht. Die Griechen haben ihre Wirtschaft nicht flott bekommen und deshalb muss jetzt Schluss damit sein. Niemand kann sich auf Dauer von anderen freihalten lassen.&ldquo;<br>\nAn dieser Argumentation stimmt fast nichts, trotzdem ist sie weit verbreitet. Ich will also noch einmal versuchen zu erkl&auml;ren, warum sie falsch ist und worum es eigentlich geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/das-gegenstueck-zu-kapitalverkehrskontrollen-in-einer-waehrungsunion\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Was die Krisenl&auml;nder &bdquo;geleistet&ldquo; haben<\/strong><br>\nDie letzten Tage und Wochen waren (wieder einmal) gepr&auml;gt von dem Streit zwischen Griechenland und der neuerdings in &ldquo;die Institutionen&rdquo; umgetauften Troika. Und einmal mehr wurde dabei flei&szlig;ig das Bild gemalt vom st&ouml;rrischen Griechenland, das einfach seine Hausaufgaben nicht machen und artig sparen will, w&auml;hrend andere S&uuml;deurop&auml;er sich flei&szlig;ig abm&uuml;hen. Besonders frappant in der gestrigen Ausgabe der &ldquo;Weltspiegel-Reportage&rdquo; der ARD. Dem Beitrag sei immerhin zugutegehalten, dass er einmal die H&auml;rten darlegt, welche die portugiesische Bev&ouml;lkerung auf sich nimmt. Umso sch&auml;biger jedoch das alberne Schwarz-Wei&szlig;-Bild &ldquo;flei&szlig;ige Portugiesen hier, faule Griechen dort&rdquo;, das kaum umverholen propagiert wird. Es hat mit den Fakten wenig bis nichts zu tun.<br>\nBeginnen wir  mal mit den Staatsfinanzen, deren Zerr&uuml;ttung zwar in der gegenw&auml;rtigen Krise Folge, nicht aber Ursache darstellen, die jedoch weiterhin im Zentrum aller Aufmerksamkeit stehen.<br>\nWie man sieht ist das griechische Staatsdefizit mittlerweile das kleinste von allen Krisenl&auml;ndern nach dem von Italien. Im Jahr 2014 betrug das Haushaltsdefizit nur noch -3,5% des BIP. Beim &ldquo;Musterknaben&rdquo; Portugal waren es -4,5%. Selbst in Irland waren es -4,1%. Zypern, unl&auml;ngst vom IWF f&uuml;r seine famosen Reformen gelobt, fuhr ein Defizit von satten -8,8% ein. Der Ausrei&szlig;er im griechischen Defizit von 2013 sollte hier nicht den Bl&uuml;ck tr&uuml;ben, denn dieser ging ausschlie&szlig;lich auf eine erneute Bankenrettung zur&uuml;ck. Ohne diesen Effekt betrug das griechische Defizit in 2013 gerade noch -2,1%.<br>\nJedenfalls muss sich Griechenland in Sachen Haushaltssanierung keineswegs hinter den anderen L&auml;ndern verstecken, schon gar nicht muss es sich den l&auml;cherlichen und schlicht und ergreifen total und komplett falschen Vorwurf gefallen lassen, es h&auml;tte die Staatsausgaben nicht toll genug gek&uuml;rzt. Griechenland hat seine Staatsausgaben mit Abstand am st&auml;rksten reduziert:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/was-die-krisenlaender-geleistet-haben\">Quersch&uuml;sse<\/a>\n<p><strong>Dazu: Ach, Griechenland<\/strong><br>\nPanorama &ndash; die Reporter r&auml;umt auf mit dem M&auml;rchen der faulen Griechen und zeigt, wie dramatisch sich das Leben dort ver&auml;ndert &ndash; und welche Vorteile Deutschland durch die Dauerkrise hat.<br>\nDie Krise zieht sich nun schon &uuml;ber Jahre. Und auch die Vorurteile: die Griechen sind angeblich faul, gehen zu fr&uuml;h in Rente und werden mit Milliardengeschenken der EU k&uuml;nstlich am Leben gehalten &ndash; zu Lasten ehrbarer deutscher Steuerzahler. Mit dem Mythos der gierigen Griechen ist die deutsche Solidarit&auml;t l&auml;ngst an ihre Grenzen geraten. In dem Film zeigen Pia Lenz, Christoph L&uuml;tgert und Kristopher Sell, welche Vorteile Deutschland durch die Dauerkrise hat und wie dramatisch sich das Leben in Griechenland ver&auml;ndert. Der Film zeigt aber auch die dramatische Zuspitzung der letzten Tage.<br>\nUnd er r&auml;umt auch auf mit dem M&auml;rchen von den faulen Griechen und zeigt ein Volk, das sich trotz gr&ouml;&szlig;ter Krise solidarisch zeigt &ndash; mit den &Auml;rmsten der Armen, die jeden Tag Zuflucht an den Str&auml;nden griechischer Inseln suchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/panorama_die_reporter\/Ach-Griechenland,sendung410624.html\">NDR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es soll nicht verschwiegen werden, dass es auch Journalisten gibt die ohne Schaum vor dem Mund &uuml;ber Griechenland berichten. Und diese Reportage ist gerade f&uuml;r Deutschland eine Schande ohne gleichen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Spanien auf das griechische &ldquo;Nein&rdquo; reagiert<\/strong><br>\nDie spanische Partei, die der griechischen Syriza am meisten &auml;hnelt, liegt nach den j&uuml;ngsten Umfragen an dritter Stelle in der W&auml;hlergunst bei knapp 21 Prozent, hinter den Sozialisten (23) und der regierenden rechtskonservativen Volkspartei (24,5). Kann die Euro-Gruppe also beruhigt sein?<br>\nDie Spanier k&ouml;nnen es &ndash; jedenfalls behauptet das Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy. Doch daran sind Zweifel angebracht, das zeigte schon die Krisensitzung, die Rajoy am Montag nach dem &ldquo;Nein&rdquo; beim griechischen Referendum einberief &ndash; immerhin hat Spanien sich mit sechs Milliarden Euro an der vermeintlichen Griechenland-Rettung beteiligt. Wirtschaftsminister Luis de Gundos verk&uuml;ndete anschlie&szlig;end eilig, Spanien k&ouml;nne einen Grexit verkraften. Die Lage sei mit der in Griechenland &ldquo;&uuml;berhaupt nicht zu vergleichen&rdquo;.<br>\nIn der Tat ist von Radikalisierung oder Ausstiegs-Stimmung in Spanien abseits der Syriza-Unterst&uuml;tzungs-Zirkel wenig zu sp&uuml;ren. Sowohl Regierungschef Rajoy wie auch sein sozialistischer Herausforderer bei der Wahl im Herbst, Pedro S&aacute;nchez, hatten sich f&uuml;r ein griechisches &ldquo;Ja&rdquo; stark gemacht. Nur Podemos-Chef Pablo Iglesias stellte nach dem Referendum fest: In Griechenland habe die Demokratie gesiegt. Die Nummer zwei der Partei, I&ntilde;igo Errejon, sprach wie Yanis Varoufakis: Es gehe nun darum, ein neues, ein sozialeres Europa zu schaffen, jenseits der Austerit&auml;t.<br>\nDas spricht zumindest denen aus der Seele, bei denen der zaghafte spanische Aufschwung bislang nicht angekommen ist. Den nahen Wahltermin vor Augen erh&ouml;ht die Regierung fast w&ouml;chentlich ihre Wachstumsprognose, von 3,3 Prozent im Jahr 2016 ist inzwischen die Rede. Aber erstens startet dieses Wachstum nach Jahren von Stillstand und Rezession von einem niedrigen Niveau aus. Und zweitens ist die Arbeitslosigkeit von beinahe 24 Prozent bisher kaum zur&uuml;ckgegangen, was den Trend best&auml;tigt, dass in Zeiten von Rationalisierung Wachstum nicht mehr zwangsl&auml;ufig Jobs erzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/spanien-nach-dem-griechenland-referendum-ruhe-bewahren-1.2553207\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eines ist sicher, ein Wahlerfolg der Podemos ist der absolute Albtraum der neoliberalen Eliten in Europa. Denn mit der viertgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft des Euroraumes lie&szlig;e sich kaum so umspringen wie mit Griechenland.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Spanien: &ldquo;In Griechenland hat die Demokratie gewonnen&rdquo;<\/strong><br>\nF&uuml;r die spanische Regierungspartei Partido Popular ist der Versuch gescheitert, die Austerit&auml;tspolitik als alternativlos darzustellen<br>\nDer spanische Regierungschef Mariano Rajoy hatte hoch gepokert. Weil er sich im Herbst Parlamentswahlen stellen muss &ndash; und vermutlich verliert -, hatte er sich vor dem Referendum in Griechenland weit aus dem Fenster gelehnt und auf den Sturz der griechischen Regierung gesetzt. Er ging davon aus, dass die Erpressungsversuche wirken und sich ein &ldquo;Ja&rdquo; f&uuml;r das Troika-Programm durchsetzt.<br>\nDoch das war eine seiner vielen Fehleinsch&auml;tzungen. Denn die Griechen haben zu mehr als 61% zum Beispiel lieber Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Paul Krugman vertraut, der aus den USA f&uuml;r ein Nein geworben hatte. Er hatte in den letzten Jahren immer wieder vor den katastrophalen Folgen einer &ldquo;verr&uuml;ckten&rdquo; Austerit&auml;tspolitik gewarnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Spanien-In-Griechenland-hat-die-Demokratie-gewonnen-2736937.html\">Ralf Streck auf Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europa auf dem Weg zu einer Demokratie &bdquo;light&ldquo; <\/strong><br>\nDie griechische Regierung unter F&uuml;hrung von George Papandreou hatte schon 2011 ein Referendum zum &bdquo;Rettungsplan&ldquo; angek&uuml;ndigt, um die Wahlberechtigten &uuml;ber das Angebot der Kreditgeber entscheiden zu lassen. Die Eurogruppe zog daraufhin das Angebot zur&uuml;ck. Die Lektion war klar &ndash; in Geldfragen ist Demokratie f&uuml;r die EU-Institutionen nachrangig. Die Griechenlandkrise ist ein gutes Beispiel f&uuml;r das Verh&auml;ltnis von nationaler zu europ&auml;ischer Demokratie. Es macht deutlich, wieweit Europa schon entpolitisiert und letztlich entdemokratisiert ist. Zwar ist keine Konterrevolution im Gang. Die Demokratie wurde auch nicht abgeschafft und es gibt auch keine Fassaden-Demokratie, aber die nicht kontrovers diskutierte Spardoktrin zeigt, wie einfach die europ&auml;ische Demokratie ausgeh&ouml;hlt werden kann. Sie entwickelt sich zur Demokratie &bdquo;light&ldquo;&hellip;<br>\nBeim Blick nach Br&uuml;ssel sind viele kritische Settings zu erkennen, die zum Niedergang der europ&auml;ischen Legitimit&auml;t beitragen. Einige wichtige Institutionen sind:<br>\nDer unverst&auml;ndliche Eurosprech, eine ungeeignete Sprache und ein schwerverst&auml;ndliches Abk&uuml;rzungswirrwarr, mit denen nicht gerade Br&uuml;cken zu europ&auml;ischen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern geschlagen werden. Es sei denn, man m&ouml;chte gerade kontroverse Debatten &uuml;ber Europa in der &Ouml;ffentlichkeit verhindern.<br>\nEin Europaparlament, das sich von zivilgesellschaftlichen Interventionen weitgehend abgeschirmt hat und vor allem nicht lautstark genug f&uuml;r die eigenen Belange eintritt.<br>\nEine Europ&auml;ische Zentralbank, die im Unterschied zu anderen Zentralbanken (USA) die Besch&auml;ftigungslage nicht zu ber&uuml;cksichtigen hat und Mitgliedstaaten nicht finanzieren kann.<br>\nEin Europ&auml;ischer Gerichtshof in einem Elfenbeinturm, der sich &ouml;ffentlicher Kritik an schr&auml;gen Urteilen verwehrt, im Unterschied zu nationalen Gerichtsh&ouml;fen, die auf &ouml;ffentliche Diskussionen reagieren. Zudem r&auml;umt er ideologisch den &bdquo;Wirtschaftsfreiheiten&ldquo; unvermindert Vorrang vor den sozialen Grundrechten ein.<br>\nDie &bdquo;better regulation&ldquo;-Agenda mit dem Verbot des &bdquo;gold plating&ldquo;, das darauf abzielt, nationale Standards &uuml;ber einen Kamm zu scheren und europ&auml;ische Mindeststandards tendenziell in nationale H&ouml;chststandards zu transformieren. Damit wird die nationale Souver&auml;nit&auml;t eingeschr&auml;nkt ohne eine europ&auml;ische Souver&auml;nit&auml;t aufzubauen, die dem Fortschritt verpflichtet w&auml;re.<br>\nWie kommt es, dass alle diese Tendenzen nicht zu einem Aufschrei der europ&auml;ischen &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;hren? Ein Grund mag in der Tabuisierung der Thematik liegen. Die Europ&auml;ische Kommission hat die Frage der europ&auml;ischen Demokratie nie grunds&auml;tzlich behandelt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++afb4c8fa-1f40-11e5-b249-52540066f352\">Wolfgang Kowalsky in Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Was ist jetzt noch links?<\/strong><br>\nIn dieser Woche erleben wir einen Kampf um die demokratische Leitkultur. Es geht nicht um die Griechen. Es geht um uns alle! [&hellip;]<br>\nDer Moment ist gekommen, an dem wir die irrelevanten Debatten &uuml;ber m&ouml;gliche Fehler und Fehlurteile der griechischen Regierung hinter uns lassen m&uuml;ssen. Inzwischen steht viel zu viel auf dem Spiel. [&hellip;]<br>\nDamit kommen wir zur Krux des Ganzen: Tsipras und Varoufakis reden, als seien sie Teil eines offenen politischen Prozesses, in dem letztlich &ldquo;ideologische&rdquo; (auf normativen Pr&auml;ferenzen beruhende) Entscheidungen getroffen werden m&uuml;ssten. Die EU-Technokraten reden, als ob es sich bei alldem um eine Frage detaillierter regulatorischer Ma&szlig;nahmen handelte, und wenn die Griechen diese Haltung ablehnen und grunds&auml;tzlichere politische Fragen aufwerfen, wirft man ihnen vor, sie w&uuml;rden l&uuml;gen und sich vor konkreten L&ouml;sungen dr&uuml;cken. Die Wahrheit ist hier eindeutig auf der griechischen Seite: Dijsselbloems Verleugnung der &ldquo;ideologischen Seite&rdquo; ist Ideologie in Reinkultur, sie gibt Entscheidungen, die effektiv politisch-ideologisch begr&uuml;ndet sind, f&auml;lschlich als Regulierungsma&szlig;nahmen aus. [&hellip;]<br>\nDiese Umstellung von der eigentlichen Politik auf eine neutrale Expertenverwaltung zeichnet unseren gesamten politischen Prozess aus: Strategische, machtbasierte Entscheidungen werden zunehmend als administrative Regulierungen ausgegeben, die auf neutralem Expertenwissen beruhen sollen. Und sie werden immer &ouml;fter hinter verschlossenen T&uuml;ren ausgehandelt und ohne demokratische Beteiligung durchgesetzt. [&hellip;]<br>\nNicht nur Griechenland, auch die Vereinigten Staaten werden nicht einmal theoretisch in der Lage sein, ihre Schulden zu bezahlen, wie inzwischen &ouml;ffentlich anerkannt wird. Es gibt mithin Schuldner, die ihre Gl&auml;ubiger erpressen k&ouml;nnen, weil sie zu gro&szlig; sind, als dass man sie scheitern lassen k&ouml;nnte (Gro&szlig;banken), Schuldner, die die Bedingungen ihrer Schuldentilgung kontrollieren k&ouml;nnen (die US-Regierung), und schlie&szlig;lich Schuldner, die man herumschubsen und dem&uuml;tigen kann (Griechenland).<br>\nIm Grunde beschuldigen die Kreditgeber und -verwalter also die Syriza-Regierung, sich nicht schuldig genug, sondern unschuldig zu f&uuml;hlen. Das ist es, was f&uuml;r das EU-Establishment so beunruhigend an der Syriza-Regierung ist: Sie r&auml;umt die Schulden ein, tut dies aber ohne Schuldgef&uuml;hle. [&hellip;]<br>\nEuropa (die EU-B&uuml;rokratie) muss sich den Vorwurf gefallen lassen, Griechenland f&uuml;r seine Korruption und Ineffizienz kritisiert und gleichzeitig mit der Nea Dimokratia just die politische Kraft unterst&uuml;tzt zu haben, die diese Korruption und Ineffizienz verk&ouml;rperte. Der Syriza-Regierung geht es genau darum, diese systematische Blockade zu &uuml;berwinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2015\/27\/griechische-schulden-griechenland-europaeische-union\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erbschaftsteuer &ndash; Gro&szlig;e Koalition kommt Firmenerben entgegen<\/strong><br>\nUnion und SPD haben ihren Streit &uuml;ber die Reform der Erbschaftsteuer beigelegt und geben dem Druck der Wirtschaft nochmals nach. Vor allem Firmenerben k&ouml;nnen sich freuen. [&hellip;]<br>\nBundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) soll bereits eine entsprechende Kabinettsvorlage verschickt habe. Darin habe er einige Korrekturen vorgenommen, um den Widerstand der CSU zu brechen. So w&uuml;rden die Grenzwerte f&uuml;r die sogenannte Bed&uuml;rfnispr&uuml;fung von Erben von 20 auf 26 Millionen Euro erh&ouml;ht, berichtet die FAZ. F&uuml;r Familienunternehmer verdoppele sich der Wert. Bei gr&ouml;&szlig;eren Unternehmensverm&ouml;gen m&uuml;sse ein Erbe nachweisen, dass er die Erbschaftsteuer nicht aus seinem privaten Verm&ouml;gen bezahlen k&ouml;nne, um wie bisher verschont zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2015-07\/erbschaftsteuer-reform-unternehmen-erbe-wolfgang-schaeuble\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Gro&szlig;e Koalition kommt Firmenerben entgegen&rdquo; &ndash; nun: wo und wann kommen SPD und CDU\/CSU nicht den Unternehmen entgegen? Zynisch gefragt: wer h&auml;tte vom konservativ-neoliberalen Parteienkartell anderes erwartet? Weniger zynisch: wie um Gottes Willen kann es sein, da&szlig; Verm&ouml;gen von satten 26 Millionen Euro (!!!) v&ouml;llig steuerfrei vererbt werden k&ouml;nnen??? Ist das die Idee der SPD von &ldquo;sozialer Gerechtigkeit&rdquo; (oh &ndash; b&ouml;ses Wort, wird aus dem n&auml;chsten Bundestagswahlprogramm entfernt), da&szlig; Normalb&uuml;rger auf ihren Lohn &ndash; das Ergebnis von Arbeitsleistung &ndash; 30 oder 40% Steuern zahlen und auf das &ndash; v&ouml;llig leistungslose &ndash; Erben &uuml;berhaupt keine Steuern???<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gauck unterzeichnet Tarifeinheitsgesetz<\/strong><br>\nSchlechte Nachricht f&uuml;r kleine Spartengewerkschaften: Bundespr&auml;sident Joachim Gauck hat das Tarifeinheitsgesetz abgesegnet. Sonderwege kleinerer Interessengruppen d&uuml;rften damit der Vergangenheit angeh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/joachim-gauck-unterzeichnet-tarifeinheitsgesetz-a-1042257.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Anscheinend f&auml;llt keinem die (Fast-)Koinzidenz auf: nach *oben* werden die L&ouml;hne jetzt ggf. zulasten aller Arbeitnehmer einer Firma durch die Tarifvertr&auml;ge der gr&ouml;&szlig;eren Gewerkschaft gedeckelt. Die Begr&uuml;ndung daf&uuml;r ist eigentlich ursozialdemokratisch, wenn auch hier verlogen eingesetzt: &ldquo;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit!&rdquo;. Nach *unten* gibt es &ndash; im selben Betrieb &ndash; &uuml;berhaupt keine Haltelinien mehr; die Deutsche Post Delivery ist soeben von ver.di offiziell genehmigt worden, und von Gabriel und Nahles kommt kein Pieps mit der Forderung &ldquo;gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Zu der Frage, ob Gauck dieses &ndash; nach weitverbreiteter Auffassung verfassungswidrige &ndash; Gesetz ordentlich auf Konformit&auml;t mit dem Grundgesetz hat pr&uuml;fen lassen: ach nein. Man erwartet auch vom HSV nicht, da&szlig; er in der Fu&szlig;ballbundesliga Deutscher Meister wird. Ein uns&auml;glicher Bundespr&auml;sident der unternehmerischen Freiheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ver.di gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Billig-Paketboten<\/strong><br>\nVer.di muss sich geschlagen geben: Die Post spaltet sich auf in eine alte und eine neue Post. Eine Billigtochter &uuml;bernimmt nach und nach die Paketauslieferung &ndash; und zahlt deutlich niedrigere L&ouml;hne. [&hellip;]<br>\nVier Wochen Poststreik bedeuten aber auch: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten muss eine Gewerkschaft bei der Post einer ganz wesentlichen Weichenstellung des Vorstands zustimmen, die sie eigentlich verhindern wollte.<br>\n&ldquo;Es ist nicht gelungen, die Deutsche Post AG von einer R&uuml;cknahme der DHL Delivery GmbHs zu &uuml;berzeugen&rdquo;, ist als d&uuml;nner Satz in der Mitteilung von Ver.di nach der Tarifeinigung zu lesen. [&hellip;]<br>\nDen Kompromiss aber hat die Gewerkschaftsseite gemacht. Denn wohin die Entwicklung der Post gehen wird, das steht in diesem eher n&uuml;chternen Satz der Mitteilung: &ldquo;DHL Delivery-Gesellschaften sind Plattform und Wachstumstreiber des boomenden E-Commerce Gesch&auml;fts in Deutschland.&rdquo; [&hellip;]<br>\nVor diesem Hintergrund ist die Ank&uuml;ndigung zu verstehen, dass in den Delivery-Paketgesellschaften Tausende neue Stellen entstehen sollen: Von jetzt 6500 Mitarbeitern soll diese Zahl bis zum Jahr 2020 auf 20.000 Besch&auml;ftigte steigen. Aber genau das hatte die Post schon vor dem Beginn der Tarifrunde mitgeteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article143617881\/Ver-di-gibt-gruenes-Licht-fuer-den-Billig-Paketboten.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &ldquo;Gewerkschaft&rdquo; ver.di sollte sich einfach aufl&ouml;sen und Platz schaffen f&uuml;r eine Gewerkschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Fleisch-Mafia: Eine verdorbene Industrie<\/strong><br>\nIn dieser sehenswerten 30min&uuml;tige Reportage legt das Team um Regisseur Michael Nieberg einen Sumpf aus Verbrechern, Mitmachern, Stillhaltern und Hand-auf-Haltern in der deutschen Fleischindustrie offen.<br>\nDie &ouml;ffentlich-rechtlichen Polit-Magazine mussten sich noch letzte Woche von einer Studie der renommierten Otto-Brenner-Stiftung ihre mangelnde Relevanz und ungen&uuml;gende Rechercheleistungen attestieren lassen. Wie zur Ehrenrettung kommt nun Michael Nibergs &bdquo;Exklusiv&ldquo;-Reportage, deren Recherche von deutschen Industrieausbeutern, rum&auml;nischen Komplizen und geheimen Firmenunterlagen selbst die parallel ermittelnde Staatsanwaltschaft reichlich alt aussehen l&auml;sst.<br>\nDabei ist in den ersten Minuten noch Skepsis angebracht, ob das Thema all die gro&szlig;en Versprechen &uuml;berhaupt erf&uuml;llen kann: Von dem rei&szlig;erischen Titel bis zu den bedrohlich gefilmten Firmengel&auml;nden, auf denen aber auch gar nichts zu passieren scheint, baut der Film erstmal ein Versprechen auf. Als dann die ersten, noch bescheidenen Ergebnissen eintrudeln, ist man nicht gerade &uuml;berw&auml;ltigt: Lose Beziehungen zu Bordellbetrieben und Sozialbetrug durch Schwarzarbeit &ndash; solche Erkenntnisse &uuml;berrascht den Zuschauer bei einem Arbeitsvermittler f&uuml;r Schlachtereibetriebe nun nicht unbedingt. Auch bleibt anfangs unklar, warum die illegalen T&auml;tigkeiten eines Arbeitsvermittlers repr&auml;sentativ f&uuml;r die Fleischindustrie stehen soll.<br>\nAber von dem ersten Fund aus arbeitet sich der Film kontinuierlich tiefer, bis es ein Schaubild braucht, um die internationalen Verstrickungen aus Schutzgeldzahlungen, Geldw&auml;sche und Steuerbetrug in Millionenh&ouml;he noch in seiner ganzen Pracht zu durchschauen. Und von einem schmutzigen Arbeitsvermittler kommt man schnell auf deutsche Notare, Finanzdienstleister und nat&uuml;rlich Schlachtereibesitzer, die allesamt die Augen zu und die H&auml;nde aufhalten. Und wenn dann man von gekauften und eingesch&uuml;chterten Zeigen sowie von internen  Informanten in den Zoll- und Steuerbeh&ouml;rden erf&auml;hrt, dann wirkt der Begriff der &bdquo;Mafia&ldquo; irgendwann &uuml;berhaupt nicht mehr absurd.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/tv-kritik\/die-fleisch-mafia--ard-eine-verdorbene-industrie,1473344,31132310.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/exclusiv-im-ersten-die-fleisch-mafia-100.html\">ARD Reportage (Die Fleisch-Mafia &ndash; Das geheime Netzwerk der Schlachth&ouml;fe)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>TISA &ndash; Das f&uuml;hrt zu Leiharbeit der &uuml;belsten Sorte<\/strong><br>\nAm Montag wird in Genf &uuml;ber das Dienstleistungsabkommen TISA verhandelt &ndash; nat&uuml;rlich geheim. Ein Gespr&auml;ch mit Maritta Strasser<br>\nDas Onlinenetzwerk Campact fordert den Stopp der Geheimverhandlungen &uuml;ber das Dienstleistungsabkommen TISA, die ab Montag in Genf stattfinden sollen. Was ist dar&uuml;ber bisher bekannt?<br>\nMit Abschluss von TISA droht dem Dienstleistungssektor die Kommerzialisierung. In Deutschland sind diese Leistungen vielfach im &ouml;ffentlichen Dienst oder gemeinn&uuml;tzig organisiert. Sie geraten somit unter Privatisierungsdruck, das Angebot f&uuml;r die B&uuml;rger w&uuml;rde verschlechtert. TISA kann Gesundheit, Bildung und Nahverkehr gef&auml;hrden. Um ihre Profite zu steigern, werden Konzerne auf die Wasserversorgung zugreifen wollen.<br>\nEs droht auch die Entm&uuml;ndigung der Kommunen: Ob st&auml;dtisches Krankenhaus oder Stadtwerke &ndash; was einmal privatisiert wurde, soll es auch bleiben. F&uuml;r die Rekommunalisierung werden hohe H&uuml;rden errichtet. US-Internet-Konzerne dr&auml;ngen darauf, Klauseln festzuschreiben, die sch&auml;rfere Datenschutzregeln in Europa verhindern.<br>\nDas Ziel ist, sensible Daten wie Konto- und Gesundheitsinformationen unbeschr&auml;nkt in L&auml;nder mit niedrigen Schutzstandards &uuml;bermitteln zu k&ouml;nnen, um sie dort kommerziell zu nutzen. Hei&szlig;t es hierzulande etwa, Daten einer elektronischen Patientenakte d&uuml;rften Deutschland nicht verlassen, w&uuml;rde das als Verletzung des Abkommens ausgelegt. Seit den Enth&uuml;llungen von Edward Snowdon ist bekannt, wie gef&auml;hrlich es sein kann, wenn Geheimdienste Zugang zu Daten erhalten. TISA wirkt obendrein daraufhin, eine konsequente Regulierung von Finanzdienstleistungen zu verhindern, da strengere Regeln als Handelshemmnis gelten. Das Abkommen beg&uuml;nstigt Finanzkrisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-04\/062.php\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jochen Krautz: Kompetenzen machen unm&uuml;ndig<\/strong><br>\nDer Beitrag fasst die wesentlichen Argumente zur Kritik der &bdquo;Kompetenzorientierung&ldquo; von Unterricht zusammen. Das Kompetenzkonzept wurde durch die OECD (Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) mittels ihrer PISA-Studien als neues Leitziel von Schule durchgesetzt.<br>\nDies geschah ohne demokratische Legitimation und am Souver&auml;n, den B&uuml;rgern, vorbei. Dabei kann das Kompetenzkonzept als wissenschaftlich ungekl&auml;rt gelten, es senkt empirisch nachweisbar das Bildungsniveau, widerspricht den Leitzielen eines demokratischen Bildungswesens, zersetzt didaktisches und p&auml;dagogisches Denken und Handeln und behindert Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu m&uuml;ndigen Staatsb&uuml;rgern.<br>\nDennoch wird das Konzept weiterhin bildungspolitisch durchgesetzt. Lehrpl&auml;ne werden dementsprechend umgeschrieben, Schulb&uuml;cher danach umgestaltet, Lehrer daraufhin ausgebildet. Millionen von Steuergeldern flie&szlig;en zudem in entsprechende Forschung.<br>\nDaher muss die in der Wissenschaft und von vielen Lehrern geleistete Kritik am Kompetenzkonzept der &Ouml;ffentlichkeit bekannt werden. Denn das anscheinend rein innerp&auml;dagogische Problem ist  tats&auml;chlich ein gesellschaftspolitisches, das alle angeht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew-berlin.de\/public\/media\/20150622_streit1-kompetenzen.pdf\">GEW Berlin [PDF &ndash; 219 KB]<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Springer und ProSieben verhandeln angeblich &uuml;ber Fusion<\/strong><br>\nProSiebenSat.1 und Axel Springer f&uuml;hren einem Insider zufolge erste Gespr&auml;che &uuml;ber einen m&ouml;glichen Zusammenschluss. Diese bef&auml;nden sich aber noch in einem sehr fr&uuml;hen Stadium, sagte die Person. Den beiden Unternehmen schwebe eine Fusion vor, aus der ProSieben als gr&ouml;&szlig;erer Partner hervorgehe, berichtete zuvor das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Auch die Nachrichtenagentur Bloomberg vermeldet, dass es Hinweise auf Verhandlungen gibt.<br>\nBei einem m&ouml;glichen Deal m&uuml;sste mit diversen H&uuml;rden gerechnet werden, etwa mit einer strengen Pr&uuml;fung der Wettbewerbsbeh&ouml;rden. Zusammen k&auml;men die Unternehmen auf einen Marktwert von etwa 14,4 Milliarden Euro. ProSiebenSat1 lehnte eine Stellungnahme ab. Bei Axel Springer war zun&auml;chst niemand zu erreichen.<br>\nBereits vor rund zehn Jahren hatte der Zeitungskonzern Axel Springer einen Zusammenschluss mit der Fernsehgruppe ProSiebenSat.1 versucht. Das Vorhaben scheiterte allerdings am Widerstand des Bundeskartellamts und der Medienaufsicht, der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK). Zu gro&szlig; w&auml;ren nach ihrer Ansicht die Marktmacht und die Meinungsmacht eines Konzerns gewesen, der unter anderem Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Boulevardzeitung &ldquo;Bild&rdquo; und einige der gr&ouml;&szlig;ten Privatsender des Landes vereint h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/medienkonzerne-springer-und-prosieben-verhandeln-angeblich-ueber-fusion-1.2554449\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Noch mehr mediale Meinungsmache und Gleichschaltung als aktuell  kann man sich eigentlich gar nicht vorstellen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der beleidigte Mann in Europa<\/strong><br>\nAll die Debatten zu Griechenland, Grexit und Tsipras, die die letzte Woche erf&uuml;llten, haben eines ganz deutlich gezeigt: Es geht den Deutschen offenbar schon lange nicht mehr um &Ouml;konomie, Politik oder ein irgendwie geartetes Krisenmanagement. Nein, sie sehen die Ereignisse als moralisches Kr&auml;ftemessen in der Welt. [&hellip;]<br>\nDas Bild der Griechenland-Aff&auml;re wird eindeutig von beleidigter Rhetorik &uuml;berlagert. Von einem sachlichen Umgang mit den Entwicklungen ist kaum noch die Rede. Es geht um Verarschung, um die Wut, die einer hat, wenn ihm &uuml;bel mitgespielt wurde. Verletzte Gef&uuml;hle halt. Und zu guter Letzt geht es damit auch um Moral. Nicht um Pekuni&auml;res. Nicht um &Ouml;konomie. Oder um Politik oder was f&uuml;r eine Kategorie auch immer. Griechenland und seine Folgen findet als moralische Debatte statt. Als eine Moral der beleidigten Leberw&uuml;rste. [&hellip;]<br>\nDas eingeschnappte Lebensgef&uuml;hl ist ja ohnehin eine deutsche Angewohnheit. Dieses &raquo;Wir gegen die Welt!&laquo; beeinflusst die Wahrnehmung, die die Deutschen von der Welt haben, immer stark. Das hat einen Weltkrieg verursacht. Man war damals auch der beleidigte Mann Europas und hatte genug von all den Beleidigungen, die man allerorten witterte. Danach zog sich die beleidigte Haltung zur&uuml;ck. Aber jetzt ist sie wieder da. Man f&uuml;hlt sich seit Jahren unverstanden, zur&uuml;ckgesetzt und glaubt doch, dass man so viel Gutes in Europa und der Welt tut. Bezahlen, Wirtschaft ankurbeln, Arbeitspl&auml;tze schaffen, Waffen liefern. So viel notwendige Dinge &ndash; und keiner dankt es &raquo;uns&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2015\/07\/der-beleidigte-mann-europas.html\">ad sinistram<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26684"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26684\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28448,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26684\/revisions\/28448"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}