{"id":26702,"date":"2015-07-08T09:12:44","date_gmt":"2015-07-08T07:12:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702"},"modified":"2015-07-08T10:12:25","modified_gmt":"2015-07-08T08:12:25","slug":"hinweise-des-tages-2410","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h01\">Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h02\">&ldquo;Jetzt ist der Zeitpunkt, die gescheiterte Sparpolitik zu &uuml;berdenken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h03\">Gesine Schwan: &bdquo;Das klare Nein der Griechen ist beeindruckend&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h04\">Mein Griechenland &ndash; eine Reise ins Innere von Syriza<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h05\">Der gescheiterte Europ&auml;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h06\">Bayern schlie&szlig;t Bad-Bank-Frieden mit &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h07\">Die L&uuml;gen des Jean-Claude Juncker (2): Der F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h08\">Verdi mit dem R&uuml;cken zur Wand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h09\">&bdquo;Der Mindestlohn wirkt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h10\">Vor allem Reiche kassieren Riester-F&ouml;rderung <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h11\">Oskar Lafontaine: Erbschaftssteuer-Betr&auml;ge in Belegschaftseigentum umwandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h12\">Unternehmen Rola Security Solutions &ndash; Die Hilfssheriffs von der Telekom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h13\">Die Afghanistan-Connection<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h14\">Linksreformer sehen SPD-Spitze &raquo;im freien Fall&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h15\">AfD: F&uuml;r dezidierten Rechtspopulismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h16\">Deutschlandstipendium: Regierung friert F&ouml;rder-Flop ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h17\">Krise bei der BBC &ndash; Dem Premier gef&auml;llt die politische Linie nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h18\">Die Leiharbeiter des Journalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h19\">norberthaering.de vs. INSM-&Ouml;konomenblog und andere &Ouml;konomenblogs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h20\">Zu guter Letzt: &ldquo;Bisher war ich dem Europaparlament peinlich, seit dem Wochenende ist mir meine T&auml;tigkeit im Europaparlament peinlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702#h21\">Das Letzte: Heute brauchen wir die Eiserne Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26702&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel<\/strong><br>\nDie 28 EU-Staaten werden am Sonntag bei einem Sondergipfel &uuml;ber die Griechenland-Krise beraten. Das k&uuml;ndigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Abschluss des Euro-Gipfels in Br&uuml;ssel an.<br>\nGriechenland solle bis Donnerstag Details f&uuml;r Reformpl&auml;ne vorlegen. Das sei Voraussetzung daf&uuml;r, um Verhandlungen &uuml;ber ein drittes Hilfsprogramm zu beginnen, sagte Merkel nach dem Euro-Sondergipfel in Br&uuml;ssel. Erst nach der Vorlage dieser Details k&ouml;nne im Bundestag beschlossen werden, Gespr&auml;che &uuml;ber ein drittes Hilfsprogramm des Euro-Rettungsschirms ESM aufzunehmen.<br>\nEine m&ouml;gliche kurzfristige Br&uuml;ckenfinanzierung habe in den Gespr&auml;chen der Staats- und Regierungschefs der Eurozone keine gro&szlig;e Rolle gespielt, sagte die Kanzlerin weiter. Dar&uuml;ber k&ouml;nne erst gesprochen werden, wenn die Pl&auml;ne f&uuml;r ein langfristiges Programm vorl&auml;gen. Die Gespr&auml;che beim Gipfel seien sehr ernst gewesen, betonte Merkel. Man habe dem griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras deutlich gemacht, dass es in der Eurozone immer nur eine geteilte Souver&auml;nit&auml;t der 19 Euro-Staaten gebe.<br>\nEU-Ratspr&auml;sident Donald Tusk betonte, f&uuml;r einen Kompromiss blieben nur noch f&uuml;nf Tage Zeit. &ldquo;Die endg&uuml;ltige Frist endet diese Woche&rdquo;, sagte Tusk. EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker sagte wiederum: &ldquo;Wir haben ein detailliertes &lsquo;Grexit&rsquo;-Szenario.&rdquo; Griechenland m&uuml;sse bis Freitagmorgen 8.30 Uhr liefern, davon h&auml;nge das weitere Engagement der EZB ab. Vor dem EU-Gipfel am Sonntag werden noch einmal die Finanzminister der Euro-Zone zu Beratungen zusammenkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/griechenland-krise-109.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Zun&auml;chst einmal bleibt festzuhalten, dass die EU weiterhin tickende Phantomuhren aufzieht und Drohungen ausspricht. Zwischen den Zeilen ist aber durchaus Bewegung zu erkennen, denn das Referendum hat bei manchem europ&auml;ischen Regierungschef Eindruck hinterlassen. Einige k&ouml;nnen sich, wie der &ouml;sterreichische Bundeskanzler Faymann, pl&ouml;tzlich eine Br&uuml;ckenfinanzierung vorstellen. Und auch die Umstrukturierung der griechischen Schuldenlast ist zumindest f&uuml;r Frankreich ein Thema (Premierminister Manuel Valls h&auml;lt einen Grexit f&uuml;r ein unzumutbares Risiko), auch wenn Merkel und die Spitzen der EU erkennbar um Geschlossenheit bem&uuml;ht sind und die unterschiedlichen Meinungen nach dem gestrigen Gipfel herunterspielten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &ldquo;Griechenland kann keine Gegenleistung mehr erbringen&rdquo;<\/strong><br>\nDer linke franz&ouml;sische Europaabgeordnete Jean-Luc M&eacute;lenchon sieht die Methoden der europ&auml;ischen Regierungen gegen&uuml;ber Griechenland am Ende. Im Deutschlandfunk sprach der Gr&uuml;nder der Parti de Gauche von &ldquo;einsch&uuml;chtern und drohen&rdquo;. Eine besondere Schuld gab er dabei Deutschland. Zugleich forderte M&eacute;lenchon im DLF, Griechenland &auml;hnlich entgegenzukommen wie Deutschland nach dem Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schuldenkrise-griechenland-kann-keine-gegenleistung-mehr.694.de.html?dram:article_id=324801\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Drei Szenarien f&uuml;r Griechenland &ndash; Zwischen Chaos und Grexit<\/strong><br>\nSzenario 1: Rettung in letzter Sekunde: Regierungschefs beschlie&szlig;en Verhandlungen &uuml;ber Hilfsprogramm&hellip;<br>\nM&ouml;glicherweise ist Tsipras deshalb bereit, doch noch die Reform- und Sparauflagen zu akzeptieren. Allerdings br&auml;uchte er daf&uuml;r ein Zugest&auml;ndnis der Geldgeber, das er zu Hause als Sieg verkaufen kann. Das w&auml;ren wohl am ehesten Erleichterungen beim Schuldendienst.<br>\nSzenario 2: der Grexit&hellip;<br>\nDraghi hat immer deutlich gemacht, dass dies eine politische Entscheidung ist, die die Regierungschefs treffen m&uuml;ssen.<br>\nDie Regierungschefs m&uuml;ssten also nicht nur das Scheitern der Gespr&auml;che feststellen, sondern auch die Verantwortung &uuml;bernehmen f&uuml;r die Folgen. Die erste w&auml;re die Pleite der griechischen Banken und damit auch des Staates. Letztlich w&uuml;rde am Grexit kein Weg vorbeif&uuml;hren.<br>\nSzenario 3: der Grimbo<br>\nDas Szenario Grimbo (&bdquo;Greek Limbo&ldquo;, der Limbo ist ein Zustand zwischen Himmel und H&ouml;lle)&nbsp;ist am wahrscheinlichsten<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/drei-szenarien-fuer-griechenland-zwischen-chaos-und-grexit\/12022092.html\">Jan Hildebrand \/ Donata Riede im Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bemerkenswert ist der Kommentar von Oliver Stock, dem Chefredakteur Handelsblatt Online, &bdquo;wann brechen wir mit unseren Tabus? Ich meine den Grexit oder den Schuldenschnitt &ndash; zwei W&ouml;rter, die kein Regierender in Europa gern in den Mund nimmt. Dabei ist genau das gefragt. Zum Beispiel der Schuldenschnitt. Ohne den kommt Griechenland nicht aus dem Quark. Niemand, der rechnen kann, glaubt ernsthaft, dass Griechenland seine Schulden jemals bezahlen kann. Bislang lieh sich das Land Geld, um die Zinsen f&uuml;r geliehenes Geld bezahlen zu k&ouml;nnen. Dieser Kreislauf bringt keinen weiter. Den Schuldenschnitt als vermeidbar hinzustellen, ist deswegen eine Fiktion. Am Aufrechterhalten einer Fiktion die Verhandlungen scheitern zu lassen ist unredlich. Deswegen muss dieses Tabu fallen. Wenn wir den Schuldenschnitt nicht wollen, dann geht es einem anderen Tabu an den Kragen: Dann m&uuml;ssen die Regierungschefs das Wort Grexit offen aussprechen. Dann gibt es eine Eurozone ohne Griechenland. Was auch immer der Weg ist: Ich bin daf&uuml;r, dass wir uns nichts vormachen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: Austerit&auml;t oder Demokratie<\/strong><br>\nGriechenland wird auf Druck Berlins keinen Schuldenschnitt erhalten und muss sich entgegen dem &ldquo;Nein&rdquo; seiner Bev&ouml;lkerung vom vergangenen Sonntag der deutschen Austerit&auml;tspolitik unterwerfen. Andernfalls scheidet es aus der Eurozone aus. Dies ist das Ergebnis des Eurogruppen-Gipfels vom gestrigen Abend. Ein Schuldenschnitt, wie ihn der franz&ouml;sische Ministerpr&auml;sident Manuel Valls noch am Nachmittag in Erw&auml;gung gezogen hatte, komme nicht in Frage, k&uuml;ndigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach dem Br&uuml;sseler Treffen an. Athen m&uuml;sse zudem bis Donnerstag detaillierte Sparpl&auml;ne vorlegen. EU-Kommissionspr&auml;sident Jean-Claude Juncker erkl&auml;rte ausdr&uuml;cklich: &ldquo;Wenn die griechische Regierung nicht das tut, was wir von einer solchen Regierung verlangen&rdquo;, werde der &ldquo;Grexit&rdquo; eingeleitet. Laut Auskunft von Insidern ist Bargeld bei den griechischen Banken nur noch f&uuml;r zwei Tage verf&uuml;gbar; damit kann Griechenland per Streichung der EZB-Notkredite jederzeit in den Kollaps getrieben werden. Kurz vor dem Gipfel hatten prominente &Ouml;konomen letztmalig an Merkel appelliert, das &ldquo;endlose Spardiktat&rdquo; zu stoppen &ndash; ohne Erfolg. Auch Washington hat sich mittlerweile in die Debatte eingeschaltet. Am Sonntag wird ein EU-Sondergipfel die endg&uuml;ltige Entscheidung &uuml;ber die Zukunft Griechenlands f&auml;llen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59154\">German-Foreign-Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Jetzt ist der Zeitpunkt, die gescheiterte Sparpolitik zu &uuml;berdenken&rdquo;<\/strong><br>\nFrau Bundeskanzlerin, wir bitten Sie, die lebenswichtige F&uuml;hrungsrolle f&uuml;r Griechenland, Deutschland und die Welt zu &uuml;bernehmen. Ein Offener Brief bekannter &Ouml;konomen.<br>\nSehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,<br>\ndas endlose Spardiktat, das Europa den Menschen in Griechenland aufgezwungen hat, funktioniert einfach nicht. Jetzt hat Griechenland lautstark &ldquo;Nein&rdquo; gesagt.<br>\nWie von den meisten vorhergesagt, haben Europas finanzielle Forderungen die griechische Wirtschaft zu Fall gebracht, Massenarbeitslosigkeit und den Zusammenbruch des Bankensystems verursacht und die externe Schuldenkrise deutlich versch&auml;rft. Die Schulden sind auf unbezahlbare 175 Prozent des Bruttoinlandsprodukts angestiegen. Die Wirtschaft liegt nun am Boden, Steuereinkommen sinken im Sturzflug, Leistungs- und Besch&auml;ftigungszahlen sind niedrig und und Unternehmen mangelt es an Kapital.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/offener-brief-von-oekonomen-an-angela-merkel-jetzt-ist-der-zeitpunkt-die-gescheiterte-sparpolitik-zu-ueberdenken\/12021886.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Der offene Brief ist auch in anderen L&auml;ndern und Sprachen erschienen. Eine Auswahl findet sich auf <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-offene-brief-in-anderen-laendern\/\">flassbeck-economics<\/a>. Au&szlig;erdem haben rund 20 europ&auml;ische Gewerkschaften einen offenen Brief (&bdquo;Jetzt muss sich zeigen, was die EU ausmacht&ldquo;) verfasst, indem sie an EU-Staats- und Regierungschefs, die EZB, die Eurogruppe und den IWF appellieren, gemeinsam mit Griechenland einen &ldquo;vern&uuml;nftigen Kompromiss&rdquo; zu finden. Die L&ouml;sung der Krise d&uuml;rfe nicht rein &ldquo;technisch&rdquo; sein oder allein der EZB &uuml;berlassen werden. Es m&uuml;sse eine politische L&ouml;sung sein, <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++e8ef7ac8-24a6-11e5-90f9-52540023ef1a\">hei&szlig;t es auf der Seite des DGB<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Die Expertise des Internationalen W&auml;hrungsfonds<\/strong><br>\nDas Scheitern der Griechenland-Verhandlungen Ende vorletzter Woche hat in den deutschen Medien zu den erwarteten heftigen Reaktionen gef&uuml;hrt: Die Geldgeber seien Athen weit entgegengekommen, aber Ministerpr&auml;sident Alexis Tsipras und (inzwischen Ex-) Finanzminister Gianis Varoufakis h&auml;tten keinerlei Bereitschaft gezeigt, sich auf echte Reformen und Sparma&szlig;nahmen einzulassen.<br>\nKaum noch hinterfragt wird bei der w&uuml;tenden Kritik am angeblich unverantwortlichen Handeln der griechischen Regierung und dem &bdquo;Feigling&ldquo; Alexis Tsipras (so die Welt), ob das &bdquo;au&szlig;ergew&ouml;hnlich gro&szlig;z&uuml;gige Angebot&ldquo; (Angela Merkel) der Gl&auml;ubiger &ouml;konomisch sinnvoll ist. Das ist deshalb erstaunlich, weil es selbst einem &ouml;konomischen Laien unmittelbar einsichtig sein m&uuml;sste, dass es einfach widersinnig ist, einem Land, das wirtschaftlich so am Boden liegt wie Griechenland, weitere massive Steuererh&ouml;hungen und Ausgabenk&uuml;rzungen abzuverlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/die-expertise-des-internationalen-waehrungsfonds\/\">G&uuml;nther Grunert auf flassbeck-economics<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Joseph Stiglitz: Europe must back away from Greek austerity cliff<\/strong><br>\nGreek voters have overwhelmingly rejected the conditions Europe had imposed on them. Rightly so.<br>\nAs I wrote before the referendum, &ldquo;I can think of no depression, ever, that has been so deliberate and had such catastrophic consequences.&rdquo; Those conditions had led to a 25% decline in gross domestic product, a 28% unemployment rate and a youth unemployment rate almost twice that.<br>\nI don&rsquo;t believe Europe&rsquo;s leaders were seeking to punish Greece. They were just using bad models &mdash; evidenced by the enormous gap between what they thought would happen and what did happen. Europe and the International Monetary Fund predicted a fairly quick turnaround. The reality was deepening recession.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.usatoday.com\/story\/opinion\/2015\/07\/07\/greece-crisis-referendum-eu-austerity-column\/29763347\/\">USA Today<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Greece is the latest battleground in the financial elite&rsquo;s war on democracy<\/strong><br>\nGreece may be financially bankrupt, but the troika is politically bankrupt. Those who persecute this nation wield illegitimate, undemocratic powers, powers of the kind now afflicting us all. Consider the International Monetary Fund. The distribution of power here was perfectly stitched up: IMF decisions require an 85% majority, and the US holds 17% of the votes.<br>\nThe IMF is controlled by the rich, and governs the poor on their behalf&hellip;.<br>\nConsider the European Central Bank. Like most other central banks, it enjoys &ldquo;political independence&rdquo;. This does not mean that it is free from politics, only that it is free from democracy. It is ruled instead by the financial sector, whose interests it is constitutionally obliged to champion through its inflation target of around 2%&hellip;<br>\nThe Maastricht treaty, establishing the European Union and the euro, was built on a lethal delusion: a belief that the ECB could provide the only common economic governance that monetary union required. It arose from an extreme version of market fundamentalism: if inflation were kept low, its authors imagined, the magic of the markets would resolve all other social and economic problems, making politics redundant&hellip;<br>\nAll this is but a recent chapter in the long tradition of subordinating human welfare to financial power&hellip;<br>\nThe crushing of political choice is not a side-effect of this utopian belief system but a necessary component. Neoliberalism is inherently incompatible with democracy, as people will always rebel against the austerity and fiscal tyranny it prescribes. Something has to give, and it must be the people. This is the true road to serfdom: disinventing democracy on behalf of the elite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2015\/jul\/07\/greece-financial-elite-democracy-liassez-faire-neoliberalism\">Geroge Monbiot in the Guardian<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man w&uuml;nschte sich, so klare Worte auch einmal in einer deutschen Zeitung zu lesen<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gesine Schwan: &bdquo;Das klare Nein der Griechen ist beeindruckend&ldquo;<\/strong><br>\nFrau Schwan, das griechische Volk hat gesprochen. &Uuml;berrascht?<br>\nDieses klare Nein ist angesichts des Trommelfeuers vonseiten der EU und gerade auch aus Deutschland und der Drohung, die Griechen in existenzielle N&ouml;te zu bringen, wenn sie mit Nein stimmen, ebenso verbl&uuml;ffend wie beeindruckend.<br>\nWas folgt daraus?<br>\nWir m&uuml;ssen uns vor Augen f&uuml;hren, worum es geht, statt weiter &uuml;ber die Charaktere griechischer Politiker  zu sprechen. Die Sparpolitik der letzten Jahre hat Griechenland in eine Depression gebracht  und den Schuldenstand nicht gesenkt, sondern erh&ouml;ht. Diese Wirtschaftspolitik hat gemessen an ihren eigenen Kriterien versagt. Im &Uuml;brigen hat man nach Abbruch der Verhandlungen mit vielen Unwahrheiten &uuml;ber angebliche Angebote der Gl&auml;ubiger arbeiten m&uuml;ssen, um die deutsche &Ouml;ffentlichkeit auf Linie zu bringen. Man kann so nicht weiter machen. Die Argumentation der Griechen entsprach dagegen sozialdemokratischen Argumenten, die nur die Parteispitze im Moment vergessen hat: dass die Austerit&auml;tspolitik nicht aus der Krise f&uuml;hrt, sondern tiefer in sie hinein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/gesine-schwan-im-interview--das-klare-nein-der-griechen-ist-beeindruckend-,10808018,31136558.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mein Griechenland &ndash; eine Reise ins Innere von Syriza<\/strong><br>\nTage der Entscheidung &ndash; w&auml;hrend das griechische Drama einem neuen H&ouml;hepunkt zutrieb, machte ich mich auf eine Reise ins Innere des neuen Griechenlands. Begegnungen mit Alexis Tsipras, seinen engsten Mitarbeitern, lokalen Syriza-Funktion&auml;ren, jungen Start-Up-Gr&uuml;ndern, k&auml;mpferischen Arbeitern und Menschen, die sich gerade noch so durchschlagen k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nGelegentlich beschleicht auch mich nat&uuml;rlich die Frage: Haben sie vielleicht einfach so etwas wie ein falsches Foto von den politischen Haarrissen in EU-Europa? H&auml;tte es so sein m&uuml;ssen, dass sich eine Linksregierung, die f&uuml;r&rsquo;s Erste ja nicht viel mehr will als ein klassisches sozialdemokratisch-keynesianisches Wirtschaftsprogramm, derartig isoliert? Wom&ouml;glich w&auml;re da mehr m&ouml;glich gewesen. &bdquo;Wir haben doch seit drei&szlig;ig Jahren eine neoliberale Dominanz in Europa, und von der wollen wir abgehen, aber nicht nur im Inhalt, sondern auch in der Form&ldquo;, erwidert Tzanakopoulos. Soll hei&szlig;en: Nicht nur von der chronischen Umverteilung aller Ressourcen und Chancen von den Unterprivilegierten zu den ohnehin schon Privilegierten, sondern auch von einem Regierungsstil, der auf Entdemokratisierung, Passivierung der B&uuml;rger, auf die Umverteilung aller Macht nach Oben setzt. Also, salopp gesagt, mehr Gerechtigkeit und mehr Demokratie. Wer so etwas will, meint Tzanakopoulos, der darf im neoliberalen Technokrateneuropa nicht erwarten, dass ihm die potentiellen Verb&uuml;ndeten die T&uuml;ren einrennen. &bdquo;Das &auml;ndert man nicht in vier Monaten, diese ganzen Politikmechanismen, die letztendlich ganze V&ouml;lker entm&uuml;ndigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/misik.at\/2015\/06\/mein-griechenland-eine-reise-ins-innere-von-syriza\/\">Robert Misik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der gescheiterte Europ&auml;er<\/strong><br>\nYanis Varoufakis wird vielen als Nervens&auml;ge in Erinnerung bleiben. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn mit ihm geht einer der wenigen wahren Europ&auml;er. Ein Nachruf.<br>\nIch glaube den Technokraten, Ministern und Regierungschefs Europas, dass es anstrengend war, mit Yanis Varoufakis zu diskutieren. Ich glaube aber nicht, dass seine Argumente dumm, kindisch oder gar nationalistisch waren. In seinem Buch &bdquo;Ein bescheidener Vorschlag zur L&ouml;sung der Eurokrise&ldquo; hat Griechenlands Ex-Finanzminister unl&auml;ngst vier konkrete Strategien ausgearbeitet, wie Europa mit seinen Banken, seinen Schulden, seiner Wettbewerbsf&auml;higkeit und seinen Menschen umgehen sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/steffen-d-meyer\/10363-zum-ruecktritt-von-yanis-varoufakis\">The European<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die Rolle des Rambo ist zu Ende<\/strong><br>\nMit seinen verbalen Aggressionen reagierte Varoufakis auf die strukturelle Gewalt der Gl&auml;ubiger. Zu Recht. Um seine Zukunft muss er sich nicht sorgen.<br>\nVaroufakis hat polarisiert und auch polemisiert. In seinem letzten Interview nannte er die Troika &bdquo;Terroristen&ldquo;. Mit seiner verbalen Aggression reagierte er auf die strukturelle Gewalt der Gl&auml;ubiger, die Griechenland permanent neue Sparprogramme verordnen, die das Land verarmen lassen. Varoufakis wollte zumindest sprachlich Waffengleichheit herstellen.<br>\nDie Rollenverteilung zwischen Varoufakis und dem griechischen Premier Tsipras war klar: Die beiden f&uuml;hrten das klassische Good Cop\/Bad Cop-Theater auf. Auf den Eurogipfeln gab Tsipras den freundlichen Kumpel, w&auml;hrend Varoufakis seine Expertise als Volkswirt zur Schau stellte. Dabei trat er als nerviger Besserwisser auf, was seinem Naturell durchaus entspricht.<br>\nIn deutschen Medien wird gern der Eindruck erzeugt, die Griechen h&auml;tten mehr Zugest&auml;ndnisse herausholen k&ouml;nnen, wenn Varoufakis nicht so penetrant gewesen w&auml;re. Doch es war genau anders herum: Die Griechen ben&ouml;tigten zumindest ein Delegationsmitglied, das so richtig unangenehm werden konnte.<br>\nDenn sonst h&auml;tten die Gl&auml;ubiger niemals zugeh&ouml;rt. In ihrer Machtf&uuml;lle hatten sie der neuen Syriza-Regierung die gleiche Rolle zugedacht, die auch schon die konservativen Vorg&auml;nger unter Samaras zu spielen hatten: Als brave Sch&uuml;ler sollten sie ihre &bdquo;Hausaufgaben&ldquo; machen. Syriza hatte also keine Chance &ndash; und nutzte sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5210406\/\">Ulrike Herrmann in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bayern schlie&szlig;t Bad-Bank-Frieden mit &Ouml;sterreich<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich und Bayern haben ihren langen, erbitterten Streit um Milliardengelder f&uuml;r die Klagenfurter Hypo Alpe Adria beigelegt: &bdquo;Nach intensiven und wochenlangen Verhandlungen&ldquo; haben sich &Ouml;sterreich und Bayern auf einen Generalvergleich geeinigt, teilte das &ouml;sterreichische Finanzministerium am Dienstag mit. Demnach &uuml;berweist &Ouml;sterreich insgesamt 1,23 Milliarden Euro nach Bayern. Das entspricht nach Angaben der &Ouml;sterreicher rund 45 Prozent der Forderungen der BayernLB. Daf&uuml;r werden alle Verfahren unter Verzicht auf alle Anspr&uuml;che eingestellt&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/einigung-ueber-hypo-alpe-adria-bayern-schliesst-bad-bank-frieden-mit-oesterreich\/12020710.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es um die Rettung von Banken geht, dann sind Schuldenschnitte von 55 Prozent offenbar kein Problem. Da sind die Bayern gro&szlig;z&uuml;gig. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die L&uuml;gen des Jean-Claude Juncker (2): Der F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn es eng wird muss man l&uuml;gen&ldquo;, lautet eine Devise des EU-Kommissionspr&auml;dienten Jean-Claude Juncker.  Er hat noch eine Zweite. Sie endet in: &bdquo;&hellip; dann machen wir weiter, Schritt f&uuml;r Schritt, bis es kein Zur&uuml;ck mehr gibt.&ldquo; Der &bdquo;F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht&ldquo; Junckers zur &bdquo;Vervollst&auml;ndigung von Europas Wirtschafs- und W&auml;hrungsunion&ldquo; wurde verabschiedet und ver&ouml;ffentlicht. Es gab keinen Aufschrei. Also werden sie weitermachen, mit dem undemokratischen Programm darin. Umso wichtiger, die L&uuml;gen in diesem Dokument vom 22. Juni zu entlarven.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/430-fuenfpraesidentenbericht#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine: Erbschaftssteuer-Betr&auml;ge in Belegschaftseigentum umwandeln &ndash; &bdquo;Kompromiss&ldquo; von Union und SPD f&uuml;hrt zu weiter wachsender Ungleichheit in Deutschland<\/strong><br>\nOskar Lafontaine bezeichnet den von Union und SPD auf Bundesebene gefundenen Kompromiss zur Reform der Erbschaftssteuer als ungeeignet, die wachsende Verm&ouml;gensungleichheit zu stoppen. &bdquo;N&ouml;tig ist vielmehr eine Erbschaftssteuer-Reform, die Betriebsverm&ouml;gen mit der notwendigen Ausnahme von Kleinbetrieben voll einbezieht und die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, anfallende Erbschaftssteuer-Betr&auml;ge in Belegschaftseigentum umzuwandeln&ldquo;, so Lafontaine. &bdquo;Nur so k&ouml;nnte eine demokratische Gesellschaft entstehen und die Ungleichheit schrittweise beseitigt werden. Die gro&szlig;en Betriebsverm&ouml;gen sind nicht von Unternehmerfamilien, sondern von Belegschaften geschaffen worden. Die unserer Wirtschaftsordnung innewohnende Enteignung, die darin besteht, dass das von der Belegschaft erarbeitete wachsende Produktivverm&ouml;gen allein dem Firmengr&uuml;nder und seiner Familie gutgeschrieben wird, muss &uuml;berwunden werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/b\/1\/f\/1\/t\/oskar-lafontaine-erbschaftssteuer-betraege-in-belegschaftseigentum-umwandeln-kompromiss-v\/\">Oskar Lafontaine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verdi mit dem R&uuml;cken zur Wand<\/strong><br>\nWie ist die Einigung zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und der Deutschen Post AG einzusch&auml;tzen? Um es auf den Punkt zu bringen &ndash; es ist ein Trauerspiel: eine Einmalzahlung in H&ouml;he von 400 Euro zum 1. Oktober 2015 sowie Lohnerh&ouml;hungen zum 1. Oktober 2016 um 2,0 Prozent und zum 1. Oktober 2017 um weitere 1,7 Prozent, so steht es auf der Internet-Seite von Verdi. Dazu ein &bdquo;[u]mfassendes Sicherungspaket&ldquo;, das folgendes beinhaltet: Schutz f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten vor betriebsbedingten K&uuml;ndigungen und &Auml;nderungsk&uuml;ndigungen bis Ende 2019. &bdquo;Zudem wird die Fremdvergabe in der Brief- und Verbundzustellung bis zum 31. Dezember 2018 ausgeschlossen.&ldquo; Weiter hei&szlig;t es: &bdquo;Es sei nicht gelungen, die Deutsche Post AG von einer R&uuml;cknahme der DHL Delivery GmbHs zu &uuml;berzeugen. &lt;&lt; Aber es ist uns gelungen, die verbleibenden Paketzusteller in der Deutschen Post AG dauerhaft abzusichern. &gt;&gt;&ldquo; Die Sicherung besteht also, auf Deutsch gesagt, in der Erlaubnis, auch die n&auml;chsten Jahre weiter f&uuml;r die Post schuften zu d&uuml;rfen zu etwas besseren Konditionen, als sie die Kollegen von der Logistikbranche zu ertragen haben.<br>\nver.di ist dieses schwache Ergebnis nicht vorzuwerfen. Denn was soll eine Gewerkschaft tun, wenn die von ihr vertretenen Arbeitnehmer vom Arbeitgeber an einen Abgrund herangef&uuml;hrt werden und der Arbeitgeber anbietet, sie nicht in denselben zu st&uuml;rzen, falls sie sich mit extrem mageren Lohnsteigerungen zufrieden geben? Zudem kann der Arbeitgeber darauf verweisen, dass er diesen drohenden Abgrund nicht selbst ausgegraben hat, sondern dass dies die Logistikbranche besorgt hat. Denn die sitzt ihm nachweislich im Nacken und konkurriert ihm sein Paket-Gesch&auml;ft mit den niedrigeren L&ouml;hnen weg, die dort gezahlt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/verdi-mit-dem-ruecken-zur-wand\/\">Friederike Spiecker auf flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Fast schon eine Kapitulation<\/strong><br>\nDer Ausstand ist beendet, es bleibt der Frust. Viele Postmitarbeiterinnen und -mitarbeiter fragen sich, wof&uuml;r sie die vergangenen Wochen eigentlich gestreikt haben. Denn was die Gewerkschaft Verdi mit dem Postvorstand ausgehandelt hat, gleicht einer Kapitulationserkl&auml;rung. Nach dem desastr&ouml;sen Ende des Kitastreiks nun also die n&auml;chste Pleite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Post-Streik\/!5209956\/\">Pascal Beucker in der taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Der Mindestlohn wirkt&ldquo;<\/strong><br>\nDie reinen Fakten sprechen daf&uuml;r. Rund 3,7 Millionen Menschen haben seit dem 1. Januar mehr auf dem Gehaltszettel, sagt die Ministerin. Seit diesem Termin gilt der gesetzliche Anspruch auf mindestens 8,50 Euro pro Stunde. Insbesondere un- und angelernte Arbeitnehmer\/innen profitieren nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes von der Lohnuntergrenze. Auch der Abbau von Arbeitspl&auml;tzen ist nicht eingetreten, womit vor allem wirtschaftsnahe Wissenschaftler\/innen gegen die Einf&uuml;hrung des Mindestlohns argumentiert hatten.<br>\nTrotz dieser Erfolgsgeschichte legt Nahles Vorschl&auml;ge vor, die &Auml;nderungen bei der Aufzeichnungspflicht mit sich bringen. Damit gibt die Ministerin vor allen Dingen dem Druck der Koalitionspartner nach. Insbesondere die CSU, aber auch Teile der CDU standen der Lohnuntergrenze von Anfang an kritisch gegen&uuml;ber. Mit seiner Einf&uuml;hrung hatten sie vor allem gegen die Aufzeichnungspflichten mobil gemacht. Doch diese sind gerade aus ver.di-Sicht unabdingbar, um die Einhaltung des Gesetzes kontrollierbar zu machen.<br>\nSo schl&auml;gt Nahles vor, auf dem Verordnungswege die Arbeitsaufzeichnungspflicht auf einen Schwellenwert von 2000 Euro regelm&auml;&szlig;ig gezahlten Arbeitsentgelts zu begrenzen. Das h&ouml;rt sich bei einem Stundenlohn von 8,50 Euro erst einmal hoch an. Geht man jedoch davon aus, dass jemand f&uuml;r seine Arbeit Zuschl&auml;ge erh&auml;lt, die nicht auf den Mindestlohn angerechnet werden, ist auch diese Grenze schnell &uuml;berschritten. Au&szlig;erdem sollen laut Bundesarbeitsministerin &Uuml;berstunden nach dem Arbeitszeitgesetz nicht mehr durch den Zoll &uuml;berpr&uuml;ft werden. Betroffen sind davon besonders Saisonarbeitskr&auml;fte, die in Ausnahmef&auml;llen auch bis zu zw&ouml;lf Stunden arbeiten k&ouml;nnen. Hier sollen die Beh&ouml;rden vor Ort die Kontrolle &uuml;bernehmen, was die &Uuml;berpr&uuml;fung der Einhaltung weiter erschwert.<br>\nNach Ansicht von ver.di m&uuml;ssten die Ausnahmeregelung beim Mindestlohn unter anderem f&uuml;r Langzeitarbeitslose und Zeitungszusteller\/innen abgeschafft werden. Doch dazu findet sich in Nahles&rsquo; Bilanzpapier kein Wort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Vor allem Reiche kassieren Riester-F&ouml;rderung <\/strong><br>\nin gro&szlig;er Teil der staatlichen Riester-F&ouml;rdergelder landet bei Personen mit deutlich &uuml;berdurchschnittlichem Einkommen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) und der Freien Universit&auml;t Berlin (FU), die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorab vorliegt. &bdquo;38 Prozent der Gesamtf&ouml;rderung entfallen auf die oberen zwei Zehntel der verf&uuml;gbaren Einkommen in der Gesamtbev&ouml;lkerung&rdquo;, errechneten Carsten Schr&ouml;der (DIW), Johannes K&ouml;nig und Giacomo Corneo (beide FU) aus Statistiken der deutschen Bundesbank.<br>\nVon den 2,79 Milliarden Euro F&ouml;rdergeld, die der Staat im Jahr 2010 &ndash; auf das sich die Studie bezieht &ndash; ausgesch&uuml;ttet hat, entfielen damit mehr als 1 Milliarde Euro auf Menschen, die mehr als 60.000 Euro Nettoeinkommen im Jahr erzielen. Auf die unteren beiden Zehntel der Einkommensbezieher entfielen demnach nur 7 Prozent der Gesamtf&ouml;rdersumme.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/staatliche-zulage-vor-allem-reiche-kassieren-riester-foerderung-13689171.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.100319.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilungen.html?id=diw_01.c.510294.de\">DIW<\/a>\n<p><strong>Dazu: Parit&auml;tischer bewertet Riester-Rente als gescheitert und fordert eine Anhebung des Rentenniveaus<\/strong><br>\nAls eindeutig gescheitert bewertet der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband das Modell der &bdquo;Riester-Rente&ldquo; anl&auml;sslich einer heute bekannt gewordenen Studie des DIW und der FU Berlin, nach der ein Gro&szlig;teil und zwar fast 40 Prozent der staatlichen Riester-Zulagen an Personen mit ohnehin &uuml;berdurchschnittlichem Einkommen gehen. Der Verband fordert vor diesem Hintergrund die Bundesregierung auf, zu pr&uuml;fen, die Zulagen f&uuml;r Neuabschl&uuml;sse drastisch zu reduzieren und stattdessen das Rentenniveau wieder auf f&uuml;nfzig Prozent anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/nc\/pressebereich\/artikel\/news\/paritaetischer-bewertet-riester-rente-als-gescheitert-und-fordert-eine-anhebung-des-rentenniveaus\/\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Riester f&uuml;r Reiche &ndash; Rentenk&uuml;rzungen f&uuml;r alle anderen<\/strong><br>\nSeit zehn Jahren schreibt die Bundesregierung in ihrem Rentenversicherungsbericht wortgleich den gleichen Unsinn: &ldquo;In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen Spielr&auml;ume des Alterseink&uuml;nftegesetzes und die staatliche F&ouml;rderung der privaten Vorsorge (Riesterrente) genutzt werden, um eine private Vorsorge aufzubauen.&rdquo; Die neuesten Zahlen des D&Igrave;W zeigen es mehr als deutlich: Die Privatisierung der Rente ist grandios gescheitert!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/riester-reiche-rentenkuerzungen-alle-anderen\/\">Fraktion Die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unternehmen Rola Security Solutions &ndash; Die Hilfssheriffs von der Telekom<\/strong><br>\nDas Unternehmen Rola Security Solutions aus Oberhausen liefert Polizei, Bundeswehr und Geheimdiensten Software f&uuml;r die Fahndung. Datensch&uuml;tzer halten den Einsatz von Rolas Software f&uuml;r hochproblematisch. Die Telekom hat Rola gekauft, sagt aber praktisch nichts &uuml;ber den Kauf und das Unternehmen. [&hellip;]<br>\nRolas Gesch&auml;ft steht f&uuml;r die Arbeit mit besonders heiklen Daten: Fingerabdr&uuml;cke, Namen von Verd&auml;chtigen, abgeh&ouml;rte Gespr&auml;che. Die Firma programmiert Software, die Verbindungen in Datenbergen findet, wo Menschen keine sehen. Die Programme verkauft sie an Polizei, Milit&auml;r und Geheimdienste. [&hellip;]<br>\nDie Telekom sagt, dass sie mit dem Kauf ausl&auml;ndischen Unternehmen zuvor gekommen sei, die Rola ebenfalls h&auml;tten &uuml;bernehmen k&ouml;nnen. So bleibe &ldquo;die technologische Souver&auml;nit&auml;t Deutschlands&rdquo; erhalten. [&hellip;]<br>\nUngl&uuml;cklich &uuml;ber den Kauf ist Andrej Hunko, Bundestagsabgeordneter der Linken. Ihn &auml;rgert besonders die Einbindung von abgeh&ouml;rten Telefonaten in die Rola-Technik: &ldquo;Die Telekom wird dadurch zum Rundum-sorglos-Anbieter f&uuml;r Telekommunikation und ihre&nbsp;&Uuml;berwachung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/angst-vor-ueberwachung-die-hilfssheriffs-der-telekom-1.2551588\">Jannis Br&uuml;hl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Afghanistan-Connection<\/strong><br>\nSie waren zusammen im Afghanistan-Einsatz. Dem l&auml;ngsten und gef&auml;hrlichsten seit Gr&uuml;ndung der Bundeswehr.<br>\nJetzt sitzen sie auf entscheidenden Posten im Verteidigungsministerium, im Einsatzf&uuml;hrungskommando, im Planungsamt. Ihr Wort hat Gewicht. Sie pr&auml;gen das Bild, das sich die Ministerin macht. Sie bestimmen Ausrichtung, Struktur und Selbstverst&auml;ndnis der Truppe. Ihr Blick ist gepr&auml;gt vom Erlebnis des Krieges. Vom Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner. Vom T&ouml;ten und Get&ouml;tetwerden. Ein einseitiger Blick, der sich ausschlie&szlig;lich an Afghanistan orientiert. Mit gravierenden Folgen f&uuml;r die Sicherheit Deutschlands, wie Recherchen vom Tagesspiegel und dem ARD-Magazin FAKT zeigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.afghanistan-connection.de\/\">ARD Magazin Fakt und der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Linksreformer sehen SPD-Spitze &raquo;im freien Fall&laquo;<\/strong><br>\nAngesichts des neuen Kurses der SPD-Spitze fordern Politiker vom linksrefomerischen Lager der Linkspartei ein &raquo;strategisches B&uuml;ndnis&laquo; zwischen der Linksfraktion im Bundestag und Fraktion der Gr&uuml;nen. Zudem sehe man &raquo;Grund genug&laquo;, in den Debatten &uuml;ber eine m&ouml;gliche rot-rot-gr&uuml;ne Wende in der Bundespolitik &raquo;den Fokus deutlich zu verschieben&laquo;. Begr&uuml;ndet wird dies mit dem &raquo;tiefen Fall der Bundes-SPD&laquo; sowie den Signalen der SPD-F&uuml;hrung, die mit Blick auf 2017 offenbar nicht mehr an einer &raquo;Mehrheitsverschiebung&laquo; weg von Angela Merkel interessiert sei. &raquo;Diese Bundes-SPD ist, angesichts ihres mit der Union gef&uuml;hrten &Uuml;berbietungswettbewerbs, f&uuml;r uns zurzeit nicht regierungsf&auml;hig&laquo;, hei&szlig;t es in einem Papier von Linksfraktionsvize Jan Korte und dem Sprecher des linksreformerischen &raquo;Forum demokratischer Sozialismus&laquo;, Dominic Heilig, &uuml;ber das die &raquo;Tageszeitung&laquo; zuerst berichtete.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/977186.linksreformer-sehen-spd-spitze-im-freien-fall.html\">Neues Deutschland<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/taz.de\/fileadmin\/static\/pdf\/Linke-und-Gruene-Paper.pdf\">Papier &bdquo;Im freien Fall&ldquo; via taz [PDF &ndash; 29 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich und lange &uuml;berf&auml;llig ist bei den &ldquo;Reformern&rdquo; mal Einsicht eingekehrt. Mit dieser SPD ist nicht einmal wirtschaftlich vern&uuml;nftige, geschweige denn linke Politik m&ouml;glich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD: F&uuml;r dezidierten Rechtspopulismus<\/strong><br>\nDie neue AfD-Vorsitzende Frauke Petry wird nach dem Sieg im Machtkampf mit dem wirtschaftsliberalen Mitbegr&uuml;nder Bernd Lucke ihre Partei noch st&auml;rker im rechtspopulistischen Programmspektrum profilieren. Petry setzte sich im Kampf gegen Lucke mit entsprechenden Themen wie Islamkritik oder der Forderung nach einer freundlichen Au&szlig;enpolitik gegen&uuml;ber Russland durch&hellip;<br>\nDer Aufw&auml;rtstrend rechtspopulistischer Parteien und Bewegungen in Europa ist in Deutschland nicht nur angekommen, sondern hat sich insgesamt verstetigt. Seit der Europawahl 2014 ist die Akzeptanz und Aufmerksamkeit f&uuml;r die Rechtspopulisten zus&auml;tzlich gestiegen. Parteien dieser Couleur haben Wahlerfolge in D&auml;nemark, Finnland, &Ouml;sterreich, Italien, Frankreich, Gro&szlig;britannien und auch in Schweden gehabt. Dort sind sie zum Teil an Regierungen beteiligt.<br>\nZudem haben es die &ouml;sterreichische FP&Ouml;, der belgische Vlaams Belang und der Front National geschafft, sich europ&auml;isch zu vernetzen und mit der &raquo;Europ&auml;ischen Allianz f&uuml;r Freiheit&laquo; eine gemeinsame Partei zu gr&uuml;nden. Damit k&ouml;nnen die nationalen rechten Kr&auml;fte EU-F&ouml;rdergelder einheimsen. Das ist eine neue und gef&auml;hrliche Qualit&auml;t des europ&auml;ischen Rechtspopulismus.<br>\nDie etablierten Parteien des b&uuml;rgerlichen Lagers haben immer weniger gegen die menschenverachtenden Inhalte dieser Parteien vorzubringen. Programmatische Abgrenzungen und alternative Konzepte sind die Ausnahme. Ein Beispiel ist die Migrationspolitik. Statt klarzumachen, dass Asyl ein Menschenrecht ist, und dass rechtsradikale und rassistische Parolen keine L&ouml;sung gegen die gro&szlig;e Fluchtbewegung sind, resignieren die Parteien des konservativ-b&uuml;rgerlichen Lagers wie auch der europ&auml;ischen Sozialdemokratie in ganz Europa vor den realen Problemen und der wachsenden Zustimmung f&uuml;r die rechten Populisten.<br>\nDer rechte Populismus ist keine Bewegung der Armen, sondern eine Bewegung der unteren Mittelschicht in wohlhabenden Gesellschaften. Insofern steht dieser rechte Populismus f&uuml;r den Kampf um ein &raquo;verlorenes Paradies&laquo;. Menschen w&auml;hlen nicht populistische Parteien, weil sie zufrieden sind. Sie sind unzufrieden damit, wie Dinge laufen. Das hat damit zu tun, dass sie sich politisch nicht mehr vertreten f&uuml;hlen, dass die etablierten Parteien sie nicht repr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/fuer-dezidierten-rechtspopulismus\/\">Joachim Bischoff Sozialismus Aktuell<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Deutschlandstipendium: Regierung friert F&ouml;rder-Flop ein<\/strong><br>\nDas Ziel war dann doch zu ehrgeizig. Vor vier Jahren schuf die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung mit viel Getrommel ein Programm, um besonders gute Studenten zu f&ouml;rdern. Dazu wurde ihm ein &uuml;berdreht-patriotischer Name verpasst: Deutschlandstipendium. Acht Prozent aller Studenten sollten eigentlich bis zum kommenden Wintersemester gef&ouml;rdert werden. Doch der Plan ging daneben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/deutschlandstipendium-floppt-a-1042275.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Krise bei der BBC &ndash; Dem Premier gef&auml;llt die politische Linie nicht<\/strong><br>\nDie BBC muss weitere tausend Stellen streichen. Die konservative Regierung von David Cameron b&uuml;rdet dem Sender die &Uuml;bernahme finanzieller Lasten auf und will das Prinzip der Rundfunkgeb&uuml;hr in Frage stellen.<br>\nDie BBC &ndash; Gro&szlig;britanniens weltweit renommierte Rundfunkanstalt &ndash; findet sich diesen Sommer erneut in schwerer Bedr&auml;ngnis. Trotz Tausender von Entlassungen in den letzten Jahren schreibt der Sender immer noch rote Zahlen. Jetzt sollen weitere eintausend Mitarbeiter auf die Stra&szlig;e gesetzt werden. Zugleich erw&auml;gt David Camerons Tory-Regierung, den alten &ouml;ffentlichen Auftrag der Anstalt \/ kommerzieller Interessen im Mediensektor drastisch zurecht zu stutzen. Aus politischen Gr&uuml;nden hat Cameron sogar damit gedroht, gegebenenfalls die ganze Anstalt schlie&szlig;en zu lassen. [&hellip;]<br>\nAu&szlig;er neuen Einsparungen m&ouml;chte Premier David Cameron allerdings auch eine Tory-freundlichere Linie bei der Berichterstattung der BBC durchsetzen. Im Wahlkampf dieses Fr&uuml;hjahres hatte er sich m&auml;chtig &uuml;ber die Anstalt ge&auml;rgert &ndash; n&auml;mlich als er sich geweigert hatte, an gewissen Wahldebatten teilzunehmen, und die BBC ihn warnte, sie w&uuml;rde ihre Wahldebatten auch ohne ihn durchf&uuml;hren. Notfalls, hatte Cameron Nick Robinson, den Politikchef der BBC, damals wissen lassen, w&uuml;rde er die Anstalt &bdquo;nach der Wahl einfach dicht machen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.krise-bei-der-bbc-dem-premier-gefaellt-die-politische-linie-nicht.382bfa30-ba08-4e73-bb06-cd725e101ad2.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Noch so ein europ&auml;ischer Staatenlenker mit eingebildeter Vorbildfunktion, der Drohungen ausspricht und demokratische Strukturen aufs Spiel setzt, weil er die Macht dazu besitzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Leiharbeiter des Journalismus<\/strong><br>\nBei DuMont k&ouml;nnte nun ein System zusammenbrechen, das seit Jahren in der Medienbranche praktiziert wird. Auch Spiegel Online, die Zeit, die S&uuml;ddeutschen Zeitung und ihre Onlineausgabe, aber auch Lokalzeitungen, wie die Stuttgarter Zeitung und der Tagesspiegel bauen auf Pauschalisten oder &bdquo;feste Freie&ldquo; wie sie auch genannt werden. Wenn diese Pauschalisten nur f&uuml;r einen einzigen Auftraggeber t&auml;tig sind, ist das illegal. Aufgrund dieses Problems erscheint die Personalpolitik von Teilen der deutschen Verlagsbranche derzeit wie ein Pulverfass. Und so wie es aussieht, k&ouml;nnte dieses bald explodieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Problem-Scheinselbststaendigkeit\/!5210276\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>norberthaering.de vs. INSM-&Ouml;konomenblog und andere &Ouml;konomenblogs<\/strong><br>\nDie Kommunikationsberater Survey Bee haben die Top 15 &bdquo;wichtigsten Wirtschaftsblogs, um immer auf dem neuesten Stand zu bleiben&ldquo; ausgew&auml;hlt und ausgezeichnet. Das machte mich neugierig, zu sehen, wie sich norberthaering.de relativ zu diesen schl&auml;gt, und zu vergleichbaren Blogs, wie etwa dem &Ouml;konomenblog der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.<br>\nAn mit norberthaering.de direkt vergleichbaren Blogs wurden ausgezeichnet , der Blog von Egghat namens diewunderbareweltderwirtschaft.de, der Blog von mehreren Schweizer &Ouml;konomieprofessoren namens oekonomenstimme.org , sowie der Blog wirtschaftlichefreiheit.de, ein gemeinsames Projekt mehrerer Professoren, die sich als Anh&auml;nger der Ordnungspolitik kennzeichnen.<br>\nEgghats Blog steht laut der Analysewebsite Alexa.com im internationalen Traffic auf Rang 3,9 Mio und in Deutschland auf Rang 212.000. &Ouml;konomenstimme steht international auf Rang 1,5 Mio und in Deutschland auf Rang 104.000. Die wirtschaftliche Freiheit steht international auf Rang 966.000 und national auf 60.000.<br>\nNorberthaering.de steht international auf Rang 279.000 und national auf 5789. Das ist international ein bisschen hinter flassbeck-economics.de (265.000) und national deutlich davor (10.000).<br>\nDeutlich weiter vorne liegen, wenn man sie als &Ouml;konomieblog einstuft, die Nachdenkseiten.de auf Rang 50.000 international und 2000 national.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/431-insm-traffic-rank#weiterlesen\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &ldquo;Bisher war ich dem Europaparlament peinlich, seit dem Wochenende ist mir meine T&auml;tigkeit im Europaparlament peinlich&rdquo;<\/strong><br>\nGriechenland und die EU&hellip; Wer blickt denn da noch durch? Wir haben Martin Sonneborn von Titanic und Heute-Show gefragt. Seit 2014 sitzt der Satiriker als Abgeordneter im Europ&auml;ischen Parlament.<br>\nEs hat sich etwas getan am letzten Wochenende: Bisher war ich dem Europaparlament peinlich. Es gab &Uuml;berschriften wie in der Badischen Zeitung: Ich sei das Furzkissen des Europ&auml;ischen Parlamentarismus. Aber seit dem Wochenende ist mir meine T&auml;tigkeit im Europaparlament peinlich! Weil das Europaparlament halt zu einer der drei Institutionen geh&ouml;rt, die Europa gerade regieren. Und namentlich die EU-Kommission &ndash; und nat&uuml;rlich die beiden anderen Kollegen IWF und EZB, die aber nicht demokratisch legitimiert sind &ndash; einen Kurs fahren, der mir langsam peinlich wird.<br>\nWenn ich gefragt werde, was ich beruflich mache, antworte ich abschweifend und ausweichend. Ich sage dann: Ich bin Vertreter. Oder ich sage: Ich bin gerade aus der Haft entlassen worden und konnte noch nichts finden. Alles ist besser als zu sagen, dass man im Europaparlament arbeitet. [&hellip;]<br>\nIch hielt die Demokratie immer f&uuml;r eine Sache, die hier hochgehalten wird und viel gelobt wird. Und wenn dann ein griechischer Ministerpr&auml;sident anf&auml;ngt eine Entscheidung wirklich ans Volk zu delegieren, was ja im weitesten Sinne eine Art von demokratischer Entscheidung ist, dass er dann von Sozialdemokraten &ndash; oder man muss, glaube ich sagen, von ehemaligen Sozialdemokraten, wenn er dann derart gehasst wird, das finde ich schon sehr bezeichnend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/zuendfunk\/politik-gesellschaft\/martin-sonneborn-ueber-griechenland-100.html\">Bayern 2<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Letzte: Heute brauchen wir die Eiserne Kanzlerin<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150708_grafik_bild-titel.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/griechenland-krise\/mit-diesem5-punkte-plan-muss-merkel-heute-nach-bruessel-reisen-41666526.bild.html\">Bild<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dieser Schlagzeile und diesem Bild der Kanzlerin mit der preu&szlig;ischen Pickelhaube hat die Bild-Zeitung gestern auf der Seite 1 aufgemacht. Muss man sich da noch wundern, warum die Griechen Angst vor den Deutschen bekommen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Deutsches Wesen<\/strong><br>\nHeute ist f&uuml;r das medien-deutsche Wesen, an dem wenigstens die europ&auml;ischen Welt wenn schon nicht genesen darf, wie Griechenland, so doch zumindest artig vor ihr kuschen soll, die &raquo;Bild&laquo;-Zeitung zust&auml;ndig. Am Tag des EU-Sondergipfels nahm man eine &raquo;eiserne Kanzlerin&laquo; mit Pickelhaube auf den Titel &ndash; und das in einem Blatt, das sich gern dar&uuml;ber beschwert, wenn englische Boulevard-Bl&auml;tter deutsche Politiker in preu&szlig;isch-militaristischer oder Naziuniform abbilden.<br>\nWas zu Schenkendorffs Zeit Frankreich war und in Bismarcks Rede die Demokratie, ist derzeit nicht nur f&uuml;r &raquo;Bild&laquo; Griechenland: der Feind. Nicht in dem Sinne, dass er dies wirklich w&auml;re; aber dadurch, dass er zu einem solchen gemacht, verzerrt wird, kann man ihn benutzen: f&uuml;r das marktgetriebene Werfen von nationalistischem Dreck auf einen Resonanzboden, von dem man wei&szlig;, dass er dadurch in Schwingung ger&auml;t. &raquo;Bild&laquo; verdient daran, dass der Reflex funktioniert, den das Blatt selbst mit erzeugt.<br>\nDie politische Entsprechung der &raquo;Bild&laquo; in der Griechenlandfrage sind CSU-Politiker und eine (noch) Minderheit in der Union. Aber auch Sigmar Gabriel, der sich zum Schutzparton &raquo;deutscher Familien&laquo; vor den gierigen Anspr&uuml;chen Athener Kommunisten erkl&auml;rte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/977150.deutsches-wesen.html\">Tom Strohschneider in Neues Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Mit Pickelhaube auf Griechenland-Feldzug<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/66816\/mit-pickelhaube-auf-griechenland-feldzug\/\">BILDblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26702","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26702","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26702"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26702\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26706,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26702\/revisions\/26706"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26702"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26702"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26702"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}