{"id":26730,"date":"2015-07-10T08:30:44","date_gmt":"2015-07-10T06:30:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730"},"modified":"2015-07-10T08:35:34","modified_gmt":"2015-07-10T06:35:34","slug":"hinweise-des-tages-2412","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h01\">Greece debt crisis: Athens accepts harsh austerity as bailout deal nears<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h02\">Zweite Rede des Premierministers Griechenlands vor dem EU-Parlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h03\">Wie die Z&uuml;ndung einer Atombombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h04\">Das schr&auml;ge Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h05\">Merkel und die Krise: Wilhelm Zwo statt Bismarck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h06\">Vor dem Grexit: Eine gewollte Einigung ist unwahrscheinlich, aber m&ouml;glich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h07\">Joseph E. Stiglitz: The U.S. Must Save Greece<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h08\">Mein Interview im ZDF und drei Anmerkungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h09\">Der Raser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h10\">Renzis Gegner machen Ernst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h11\">Dokumentation der TTIP-Abstimmung im Europaparlament<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h12\">Gipfel der Brics-Staaten: Der S&uuml;den schlie&szlig;t die Reihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h13\">Griechenland, Fl&uuml;chtlinge, AfD: Deutschlands Neonationalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h14\">NSA Spionage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h15\">UNHCR z&auml;hlt mehr als vier Millionen Syrien-Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h16\">Bundeswehr setzt auf den Laser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h17\">Russland\/Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h18\">Gabriel vergr&auml;tzt die Genossen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h19\">Nachfolger von Ines Pohl: Georg L&ouml;wisch wird neuer taz-Chefredakteur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h20\">Zu guter Letzt: Im Fokus &ndash; &raquo;Bild&laquo; hat die rote Laterne abgegeben: &raquo;Focus Online&laquo; ist die neue Bl&ouml;dzeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730#h21\">Das Letzte: Nur ein Ex-Oppenheim-Manager soll ins Gef&auml;ngnis<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26730&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Greece debt crisis: Athens accepts harsh austerity as bailout deal nears<\/strong><br>\nThe Greek government capitulated on Thursday to demands from its creditors for severe austerity measures in return for a modest debt write-off, raising hopes that a rescue deal could be signed at an emergency meeting of EU leaders on Sunday.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2015\/jul\/09\/greece-debt-crisis-athens-accepts-harsh-austerity-as-bailout-deal-nears\">The Guardian<\/a>\n<p>dazu: <strong>Die Troika bekommt ihren Willen<\/strong><br>\nDie Mitteilung kam um 22.10 Uhr, also rechtzeitig vor Ablauf des Ultimatums um Mitternacht. Griechenland  hat &bdquo;seinen&ldquo; Spar- und Reformplan vorgelegt &ndash; offenbar ist er ein Desaster. Von dem Versprechen, die Austerit&auml;tspolitik zu &uuml;berwinden, keine Spur. Premier Tsipras will noch mehr sparen, als im letzten Spardiktat, er will die Renten k&uuml;rzen und die Mehrwertsteuer erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/die-troika-bekommt-ihren-willen\/\">Eric Bonse auf Lost in EUrope<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zweite Rede des Premierministers Griechenlands vor dem EU-Parlament<\/strong><br>\nSchlie&szlig;lich m&ouml;chte ich Ihnen sagen: Ich h&ouml;rte von vielen und haupts&auml;chlich von denen, die sich der heftigeren Rhetorik, polemischen Rhetorik bedienten, wie sie &uuml;ber unser Unverm&ouml;gen sprachen, der Solidarit&auml;t der europ&auml;ischen Partner zu entsprechen. Und ich m&ouml;chte sagen, dass nat&uuml;rlich die Gew&auml;hrung von Krediten eine Form der Solidarit&auml;t ist. Daran besteht kein Zweifel. Wir wollen jedoch ein tragf&auml;higes Programm, und zwar genau damit wir in der Lage sind, die erhaltenen Kredite zur&uuml;ckzuzahlen. Und wenn wir eine Senkung der Verschuldung verlangen, verlangen wir diese Senkung genau deswegen, um in der Lage zu sein, diese Kredite r&uuml;ckzahlen zu k&ouml;nnen und nicht kontinuierlich zur Aufnahme neuer Kredite verpflichtet zu sein um die &auml;lteren zu tilgen.<br>\nUnd Ihnen, Herr Weber, m&ouml;chte ich in Erinnerung rufen, dass der st&auml;rkste Moment der Solidarit&auml;t der modernen europ&auml;ischen Geschichte 1953 war, als unser Land nach zwei Weltkriegen v&ouml;llig &uuml;berschuldet und gepl&uuml;ndert war und Europa und die europ&auml;ischen V&ouml;lker bei der Londoner Konferenz 1953 die maximale Solidarit&auml;t zeigten, als sie die Streichung von 60% der Verschuldung Deutschlands sowie auch eine Wachstumsklausel beschlossen. Dies war der signifikanteste Augenblick der Solidarit&auml;t in der modernen europ&auml;ischen Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2015\/07\/zweite-rede-des-premierministers-griechenlands-vor-dem-eu-parlament\/2135479\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Der wichtigste Unterschied zwischen Alexis Tsipras und seinen werten Kollegen, denjenigen, die &ldquo;wir&rdquo; in der restlichen Union irgendwie f&uuml;r &Auml;mter legitimiert haben, ist vielleicht, dass er nicht l&uuml;gt, sobald er den Mund aufmacht, dass er die Dinge schildert wie sie sind und nicht gerade zum pers&ouml;nlichen Fortkommen und Taschen f&uuml;llen, n&uuml;tzlich erscheinen. Kein Wunder, das der junge charismatische und gebildete griechische Premier damit den Hass der Eliten, ihrer gate keeper, Hofnarren und Claquere auf sich zieht, wie kein zweiter. Alexis hat Europa die Hoffnung wiedergegeben.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Sie finden das Tsipras-Donnerwetter auch gut? Es gibt da etwas, das Sie &uuml;ber Verhofstadt wissen sollten<\/strong><br>\nDer belgische Politiker Guy Verhofstadt sagt dem griechischen Ministerpr&auml;sidenten Alexis Tsipras in einer mitrei&szlig;enden Rede die Meinung &ndash; und st&ouml;&szlig;t damit im Netz auf viel Zustimmung. Dabei wirft Verhofstadt dem Griechen Klientelismus vor &ndash; und sitzt selbst im Aufsichtsrat eines Unternehmens, das von den Privatisierungen in Griechenland profitieren w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/krautreporter.de\/810--sie-finden-das-tsipras-donnerwetter-auch-gut-es-gibt-da-etwas-das-sie-uber-verhofstadt-wissen-sollten\">Krautreporter<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Wie die Z&uuml;ndung einer Atombombe<\/strong><br>\nNach dem Nein im griechischen Referendum sind alle gespannt, wie es weitergehen wird. Vielleicht passiert gar nicht viel. Die griechische Regierung bekommt zwar kein neues Geld &ndash; aber viel braucht sie gar nicht, denn der gr&ouml;&szlig;te Teil der neuen &bdquo;Hilfen&ldquo; w&uuml;rde dazu dienen, alte &bdquo;Hilfen&ldquo; zur&uuml;ckzubezahlen. Werden die nicht bezahlt, so wird man lernen, was seit der lateinamerikanischen Krise der 1980er Jahre jeder wissen sollte: Ohne Gerichtsvollzieher f&auml;llt es schwer, Schulden einzutreiben.<br>\nDie eigentliche Frage ist, wie die EZB sich verh&auml;lt. Bundesbank-Pr&auml;sident Jens Weidmann und ifo-Chef Hans-Werner Sinn fordern schon lange, die Notkredite f&uuml;r griechische Banken ganz zu beenden. Tats&auml;chlich ist jedoch bereits ihr Einfrieren fragw&uuml;rdig &ndash; denn nach dem europ&auml;ischen Vertrag hat die EZB die Aufgabe, das &bdquo;reibungslose Funktionieren der Zahlungssysteme zu f&ouml;rdern&ldquo;, und das in allen Mitgliedstaaten, auch in Griechenland.<br>\nDas Einfrieren der Notkredite hatte die Schlie&szlig;ung der griechischen Banken und massive Einschr&auml;nkungen des Zahlungsverkehrs zur Folge. Das ist nicht mit den vertraglichen Pflichten der EZB vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Oekonom-ueber-die-EZB-und-Griechenland\/!5209078\/\">Martin Hellwig in der taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Ausf&uuml;hrlicher hat Martin Hellwig &uuml;ber die EZB und die Deutschen in der Griechenlandkrise auf dem Blog <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2015\/07\/die-ezb-und-die-deutschen-in-der-griechenlandkrise\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a> geschrieben.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>A Few Clarifications About Greece And ELA<\/strong><br>\nA good part of the media (most notably in Germany) is framing the ECB&rsquo;s emergency liquidity operations in Greece as &lsquo;the ECB extending credits to Greek banks&rsquo;. This is a huge misrepresentation of reality. The ECB is actually doing little more than what all central banks do (and, moreover, what it is legally bound to do by its own statute): provide liquidity (&lsquo;reserves&rsquo;) to the banks of Member States and &lsquo;promote the smooth operation of payment systems&rsquo; (Article 3.1 of the Statute of the European System of Central Banks).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.socialeurope.eu\/2015\/07\/a-few-clarifications-about-greece-and-ela\/\">Social Europe<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das schr&auml;ge Vorbild<\/strong><br>\nBei Heidi Klum werden Kandidatinnen &uuml;ber Nacht gelegentlich zum Star. In der &Ouml;konomie dauert so etwas meist l&auml;nger &ndash; manchmal aber auch nicht. So werden die Spanier seit ein paar Monaten pl&ouml;tzlich als &ouml;konomische Models daf&uuml;r gepriesen, wie sich besonders heroisches Reformieren und K&uuml;rzen auszahlen. Botschaft: Seht her, ihr Griechen! So macht man das!<br>\nDabei ist bei n&auml;herem Hinsehen fraglich, ob das Land als Lehrbuchbeispiel f&uuml;r Gesundsparen so geeignet ist. Ja, Spaniens Regierung hat in der Schuldenpanik 2012 enorm gek&uuml;rzt und Steuern erh&ouml;ht. Und sie hat am Arbeitsmarkt einiges reformiert. Nur: Die Griechen k&ouml;nnen sich davon gar nicht so viel abgucken, denn sie haben in Wahrheit weitaus mehr gespart und reformiert als die Spanier. Ergebnis: In Griechenland zahlt der Staat heute 17 Prozent weniger an Beamte als 2007, in Spanien 7 Prozent mehr; die Sozialtransfers in Griechenland sind um 28 Prozent gesunken, in Spanien sind sie leicht h&ouml;her als vor der Krise. [&hellip;]<br>\nSeit 2013 die Proteste im Land hochkochten und die Arbeitslosigkeit immer neue Rekorde erreichte, hat Regierungschef Mariano Rajoy in Wirklichkeit sogar umgeschwenkt. Der Abbau der strukturellen Staatsdefizite wurde 2014 gestoppt. Dieses Jahr gab es stattdessen Steuersenkungen. Auch die Rentenzahlungen steigen wieder. Klar, denn im Herbst sind Wahlen.<br>\nSpaniens Wirtschaft w&auml;chst just seit Anfang 2014 wieder. Und es spricht einiges daf&uuml;r, dass der weniger strikte Kurs der Regierung dazu beigetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/frickes-welt-dasschraege-vorbild-1.2558260\">Frickes Welt auf S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Simon Wren-Lewis: &ldquo;Warum Deutschland Griechenland los sein will<\/strong><br>\nAls ich k&uuml;rzlich Berlin besuchte, wurde schnell klar in welchem Ausma&szlig; Deutschland sich eine Fantasiegeschichte &uuml;ber Griechenland geschaffen hat. Es war das Bild von den Griechen als einem privilegierten und faulen Volk, das immer weiter &bdquo;Rettungskredite&ldquo; fordert, und sich weigert irgendetwas selbst zu tun, um seine Situation zu verbessern. Ich h&ouml;rte diese Fantasiegeschichte von Leuten, die sich ansonsten als wohl informiert zeigten und etwas von Volkswirtschaftslehre verstanden.<br>\nSo wirkm&auml;chtig ist diese Fantasiegeschichte geworden, dass sie jetzt die deutsche Politik (und die Politik in einigen anderen L&auml;ndern ebenso) beeinflusst, in v&ouml;llig irrationaler Art und Weise. Das hei&szlig;t insbesondere, dass Deutschland sich weigert, Schuldennachl&auml;sse (-erleichterungen) f&uuml;r Griechenland zu diskutieren, sondern ganz gl&uuml;cklich bei dem Gedanken zu sein scheint, dass Griechenland die Eurozone verl&auml;sst, wobei die unausweichliche Konsequenz dieses Austritts doch sein w&uuml;rde, dass Griechenland dann viel gr&ouml;&szlig;ere Schuldenerleichterungen bek&auml;me durch den folgenden Staatsbankrott. Da will sich wohl jemand ins eigene Fleisch schneiden. Was steckt hinter Deutschlands verzweifeltem Wunsch, sich von dem griechischen Problem zu befreien?<br>\nEine m&ouml;gliche Antwort ist, dass Deutschland die Wahrheit &uuml;ber Griechenland als zu verst&ouml;rend, zu herausfordernd empfindet. Dies deshalb, weil seit 2010 Griechenland das meiste von dem umgesetzt hat was die Troika verlangt hat. Insbesondere, die Verbesserungen im Prim&auml;rsaldo des Staatshaushalts (d.h. das Ausma&szlig; der Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen) waren weitaus gr&ouml;&szlig;er, mit weitem Abstand, als in irgendeinem anderen europ&auml;ischen Land. F&uuml;r viele au&szlig;erhalb Deutschlands war das was als Ergebnis in Griechenland herausgekommen ist, kaum &uuml;berraschend: Austerit&auml;t wirkt kontraktion&auml;r, und Austerit&auml;t in extremer Dosis ist ruin&ouml;s. Dessen ungeachtet ist Deutschland ein Land, wo die Ideen von Keynes, und damit die Mainstream-Volkswirtschaftslehre im Rest der Welt, als grundlegend falsch und als &bdquo;Angloamerikanische Richtung&ldquo; angesehen werden. Griechenland wurde dann eine Art von Experiment, um zu sehen was richtig ist: Die deutsche &ouml;konomische Lehre oder die Angloamerikanische.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mainlymacro.blogspot.de\/\">Simon Wren-Lewis Professor of Economic Policy at the Blavatnik School of Government, Oxford University (&Uuml;bersetzung: M. Gurgsdies)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel und die Krise: Wilhelm Zwo statt Bismarck<\/strong><br>\nDeutschland muss in Europa die F&uuml;hrung &uuml;bernehmen. Wir sind daf&uuml;r pr&auml;destiniert. Und zwar nicht nur wegen unserer Gr&ouml;&szlig;e. Sondern &ndash; jetzt kommt es &ndash; wegen unserer Geschichte! Herfried M&uuml;nkler, Lieblingspolitologe der deutschen Neocons, hat sich das ausgedacht. M&uuml;nkler sagt, die ungeheure Schuld, die Deutschland in der Vergangenheit auf sich geladen hat, mache es &ldquo;verwundbar&rdquo;. Und: &ldquo;Ein Hegemon, der um seine Verwundbarkeit wei&szlig; und sie auf Schritt und Tritt sp&uuml;rt, wird in der Regel auch nicht als Hegemon auftreten.&rdquo;<br>\nDie Griechenlandkrise zeigt: Das ist vollkommener Unsinn. In Wahrheit treten die Deutschen l&auml;ngst wieder ganz ungehemmt als Lehr- und Zuchtmeister in Europa auf. Wie lange liegt die Vereinigung der beiden deutschen Staaten zur&uuml;ck? In so kurzer Zeit haben wir so viel &uuml;ber uns gelernt. Wer geglaubt hat, wir seien inzwischen die Guten, der sollte noch mal nachdenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/griechenland-deutschland-selbstverliebt-und-selbstgerecht-kolumne-a-1042772.html\">Jakob Augstein auf Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>&ldquo;Deutschland ist das Problem&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Macht Merkel Griechenland zu einem Pariastaat?&rdquo;, fragt das Magazin &ldquo;Newsweek&rdquo; mit provokanter Sch&auml;rfe. Und CNBC sagt voraus: &ldquo;Deutschland wird der Verlierer sein, nicht Griechenland.&rdquo; Der US-Fernsehsender erg&auml;nzt seine d&uuml;stere Vorhersage mit einem aktuellen Statement des Nobelpreistr&auml;gers Joseph E. Stiglitz: &ldquo;Deutschland ist das Problem, nicht Griechenland&ldquo;. Die deutschlandkritischen Stimmen in den amerikanischen Medien sind im Verlauf der Griechenland-Krise immer lauter geworden. &ldquo;Deutsche Macht polarisiert Europa&rdquo;, titelt das einflussreiche &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; am vergangenen Dienstag und zitiert in seinem Artikel den spanischen Austerit&auml;tskritiker Pablo Iglesias mit dem Satz &ldquo;Wir wollen nicht deutsche Kolonie werden&rdquo;.<br>\nUnd Paul Krugman, der einflussreiche linke Kolumnist der &ldquo;New York Times&rdquo;, fordert in einem Kommentar mit dramatischem Impetus: &ldquo;Stoppt das Bluten!&rdquo; Krugman vergleicht Angela Merkel und die europ&auml;ischen Regierungschefs mit mittelalterlichen Medizinm&auml;nnern, die den Patienten Griechenland zur Ader lassen. Doch statt Gesundung stelle sich nur weiteres Siechtum ein.<br>\n&Auml;hnlich scharfe T&ouml;ne kommen von der Wall Street. Im Finanzblog &ldquo;Zero Hedge&rdquo;, der die Entwicklungen an der B&ouml;rse analysiert, wird Merkel mit den Vertr&auml;gen von Versailles in Verbindung gebracht. Ihr gehe es vor allem um deutsche Hegemonie, liest man.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland-ist-das-problem\/a-18571750\">Deutsche Welle<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Hartz IV und die Politik der Angst<\/strong><br>\nAuch nach dem Nein der griechischen Bev&ouml;lkerung gegen das Austerit&auml;tsprogramm der EU geht der Druck auf die griechische Regierung auf allen Ebenen weiter. Jetzt soll der griechische Regierungschef bis zum Sonntag Bedingungen erf&uuml;llen, die sich nur in Nuancen von den bisherigen von der griechischen Bev&ouml;lkerung mit gro&szlig;er Mehrheit abgelehnten Programmen unterscheidet.<br>\nSchon f&uuml;rchten nicht wenige in der griechischen Bev&ouml;lkerung, dass Tsirpas mit der Best&auml;tigung des Referendums im Hintergrund zu Zugest&auml;ndnissen bereit ist, die der Bev&ouml;lkerung weitere Opfer abverlangt. Sein betont staatstragendes Auftreten nach dem Referendum und seine sehr mit nationaler Rhetorik gespickten Reden k&ouml;nnten solche Vermutungen best&auml;tigten.<br>\nAuch der R&uuml;cktritt des griechischen Finanzministers Varoufakis, der in seinen Reden und Schriften immer von einem Reformkapitalismus ausging, der aber die Politik von EU-Institutionen und IWF noch beim Namen nannte, war eine Vorleistung an die EU-Institutionen. Doch die reagierten nicht etwa so, dass die nun ihrerseits von ihren Maximalpositionen abr&uuml;ckten.<br>\nDabei war das Dilemma von Anfang an, dass Tsipras und seine Str&ouml;mung bei Syriza einen Austritt aus der Eurozone nie als Plan B in Erw&auml;gung zog. Das aber unterstellen ihm die konservativen Bef&uuml;rworter immer f&auml;lschlicherweise. Dabei w&auml;re ein solcher Plan B die einzige M&ouml;glichkeit, um einen Prozess voranzutreiben, der den Widerstand gegen das Europa der Austerit&auml;t vorantreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Hartz-IV-und-die-Politik-der-Angst-2745209.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Vor dem Grexit: Eine gewollte Einigung ist unwahrscheinlich, aber m&ouml;glich<\/strong><br>\nDiese r&uuml;ckblickende Beschreibung einer gescheiterten Rettungspolitik und die dagegen gesetzte Politik der Sanierung durch die St&auml;rkung des Wirtschaftswachstums und Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen bietet die einzige M&ouml;glichkeit einer produktiven Einigung zwischen Griechenland und den Geberinstitutionen. Umgeschaltet werden sollte auf ein &ouml;konomisches Aufbauprogramm.<br>\n&ndash; Da die griechischen Banken derzeit keinen Zugang zu den Geldm&auml;rkten haben, sollte die Europ&auml;ische Zentralbank weiterhin mit ihren Notkrediten die Geldversorgung an den Bankautomaten sicherstellen. Momentan kann nicht einmal mehr der Maximalbetrag von 60 &euro; pro Tag abgehoben werden. Dabei geht es nicht um eine verdeckte Staatsfinanzierung. Einzig und allein die ohnehin massiv eingeschr&auml;nkte Geldausgabe sollte auch zur Vertrauensbildung gesichert werden. &ndash; Ein Sofortprogramm gegen Armut mit dem Schwerpunkt medizinischer Versorgung sollte ohne Vorbedingungen realisiert werden. Der Beschluss des griechischen Parlaments zu einem derartigen Sofortprogramm konnte bisher mangels Finanzierung nicht realisiert werden.<br>\nStatt eines Schuldenschnitts ist eine Schuldenumstrukturierung, die soeben nochmals der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) gefordert hat, erforderlich. Die Kredite der Europ&auml;ischen Zentralbank sowie des IWF werden in den allgemeinen Rettungsfonds (ESM) &uuml;bernommen. Die Tilgung erfolgt, wie bereits verabredet, ab 2023. Niedrige Zinsen werden gew&auml;hrt. Die H&ouml;he der Kreditr&uuml;ckzahlungen k&ouml;nnte auch an das Wirtschaftswachstum in Griechenland gekoppelt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150710_Rudolf_Hickel_Vor_dem_Grexit.pdf\">Rudolf Hickel [PDF]<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Syrizas Sofortprogramm<\/strong><br>\nDas griechische Parlament hat vor einigen Wochen ein lang angek&uuml;ndigtes Sofortprogramm gegen die humanit&auml;re Krise verabschiedet. Ein im Regierungsprogramm von Syriza ebenfalls angek&uuml;ndigtes und dringend notwendiges Investitionsprogramm wurde mangels Geldern nicht umgesetzt. Als dritten Teil des Programms hat die Regierung auch verschiedene Reformen des Staates und des &ouml;ffentlichen Sektors in Angriff genommen, insbesondere im Bereich der Steuern. [&hellip;]<br>\nIm Kampf gegen Steuerbetrug sind einige l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Ma&szlig;nahmen eingeleitet worden (so der regelm&auml;&szlig;ige Austausch der Leiter der lokalen Finanz&auml;mter, eine eigenst&auml;ndige Finanzinspektion gegen Korruption, Personalpl&auml;ne sollen evaluiert werden etc.). Hier zeigt sich aber auch die Krux: der Aufbau einer funktionierenden Finanzverwaltung braucht Zeit und Geld. Beides hat die neue Regierung aber nicht bekommen. Viele Angeh&ouml;rige der Steuerverwaltung wurden gek&uuml;ndigt oder haben sich nach brutalen Lohnk&uuml;rzungen l&auml;ngst einen anderen Job gesucht. Damit ist es schwer m&ouml;glich, neue Strukturen aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/im-wortlaut\/wer-wunder-erwartet-will-keine-einigung\/\">Axel Troost (MdB, Die Linke)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Vielleicht sollte der Teilzeitkabarettist Dieter Nuhr diese Fakten, die leider nicht in seiner Vorzugszeitung FAZ zu finden sind, noch einmal auf sich wirken lassen, bevor er seinen Kritikern via Facebook eine eingeschr&auml;nkte Denkf&auml;higkeit unterstellt und S&auml;tze raushaut, wie &bdquo;Mein Tipp w&auml;re: ein Finanzamt aufbauen, das den Namen verdient, und Korruption bek&auml;mpfen, anstatt die anzupissen, die genau dabei helfen wollen.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: The U.S. Must Save Greece<\/strong><br>\nAs the Greek saga continues, many have marveled at Germany&rsquo;s chutzpah. It received, in real terms, one of the largest bailout and debt reduction in history and unconditional aid from the U.S. in the Marshall Plan. And yet it refuses even to discuss debt relief. Many, too, have marveled at how Germany has done so well in the propaganda game, selling an image of a long-failed state that refuses to go along with the minimal conditions demanded in return for generous aid.<br>\nThe facts prove otherwise: From the mid-90&rsquo;s to the beginning of the crisis, the Greek economy was growing at a faster rate than the EU average (3.9% vs 2.4%). The Greeks took austerity to heart, slashing expenditures and increasing taxes. They even achieved a primary surplus (that is, tax revenues exceeded expenditures excluding interest payments), and their fiscal position would have been truly impressive had they not gone into depression. Their depression&mdash;25% decline in GDP and 25% unemployment, with youth unemployment twice that&mdash;is because they did what was demanded of them, not because of their failure to do so. It was the predictable and predicted response to the austerity.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/time.com\/3949954\/joseph-e-stiglitz-greece-crisis\/?xid=newsletter-brief\">time.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mein Interview im ZDF und drei Anmerkungen<\/strong><br>\nIch habe in den letzten Tagen viele Interviews in Rundfunk und Fernsehen gegeben (Friederike Spiecker war gestern auch im S&uuml;dwestfernsehen) und bin in fast allen F&auml;llen schockiert dar&uuml;ber, wie wenig die Moderatoren solcher Sendungen &uuml;ber die Eurokrise, den Fall Griechenland und die internationale Diskussion dazu wissen. Einer der Moderatoren hat es auch ganz explizit zugegeben, dass er all das, was ich dazu zu sagen hatte, noch nie geh&ouml;rt hat, und hat sich (was die gro&szlig;e Ausnahme ist) nach der Sendung quasi f&uuml;r sein Unwissen entschuldigt. Nur, man muss sich vorstellen, welche Fehlinformation die Kollegen dieser Moderatoren betreiben, wenn politisch interessierte Menschen (das unterstelle ich den Moderatoren einmal) von den entscheidenden Zusammenh&auml;ngen noch nie geh&ouml;rt haben, sondern nur die &uuml;blichen Vorurteile kennen.<br>\n[&hellip;]<br>\nDrittens, die Rolle der Parteien bei der Desinformation sollte man auch nicht untersch&auml;tzen. Gerade die &#8234;SPD&#8236; versagt total (man h&ouml;re sich nur kurz vor meinem Interview im ZDF Mittagsmagazin das Statement des uns&auml;glichen Carsten Schneider an, der von einer Erpressung durch Griechenland spricht, die bei &bdquo;uns auf Granit&ldquo; trifft). Wenn diese Partei, der viele B&uuml;rger doch noch immer zutrauen, eine gewisse Korrekturfunktion gegen&uuml;ber den Konservativen einzunehmen, voll und ganz (oder sogar noch brutaler als die Konservativen) die herrschenden, jeden Tag in allen Medien erscheinenden Vorurteile vertritt, muss der Eindruck entstehen, es gebe einfach nichts anderes, also m&uuml;sse das &bdquo;die Wahrheit&ldquo; sein. Die Gr&uuml;nen kommen ebenfalls nicht aus der Deckung, was dazu f&uuml;hrt, dass die Tatsache, dass nur die Linke sich nach Kr&auml;ften bem&uuml;ht, eine andere Position zu vertreten, geradezu als Beleg daf&uuml;r genommen wird, dass es nur &bdquo;sozialistische Spinner&ldquo; sein k&ouml;nnen, die die herrschenden Vorurteile in Frage stellen. Dass es weltweit sogar die Mehrheit aller &Ouml;konomen sein d&uuml;rfte, die Deutschland heftig kritisieren und eine andere Politik fordern, kommt bei den Menschen in Deutschland nur durch Zufall an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/mein-interview-im-zdf-und-drei-anmerkungen\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Raser<\/strong><br>\nDie Portr&auml;ts des griechischen Premiers Alexis Tsipras ergeben &uuml;bereinandergeblendet weniger ein Gesicht als eine grelle Folge von Schnappsch&uuml;ssen. Kein Wunder, denn Tsipras bewegt sich im h&auml;rtesten ideologischen Minenfeld seit dem Kalten Krieg. Die Beleuchtung kommt von den Explosionen.<br>\nDazu ist das Tempo unglaublich. Tsipras ist ein halbes Jahr im Amt. Und es wirkt wie ein halbes Jahrhundert. Einerseits, weil so viel, andererseits, weil fast nichts passiert ist. In der Griechenland-Krise herrscht ein rasender Stillstand.<br>\nAllein die letzten zwei Wochen lesen sich wie ein LSD-Trip. Ende Juni sah es noch so aus, als w&auml;re Tsipras am Ende. Die Griechen lieferten einen Plan, der in weiten Teilen den Sparprogrammen der Gl&auml;ubiger entsprach. Nur mit ein paar Retouchen, zwecks Gesichtswahrung. Die Delegation der Eurozone blieb hart. Tsipras rief seine Leute in sein Hotelzimmer, liess alle die Handys abgeben und sagte laut &laquo;New York Times&raquo;: &laquo;Je weiter wir nachgeben, desto weiter gehen sie. So macht das keinen Sinn.&raquo; Darauf stiegen die Griechen ins Flugzeug, Tsipras ging ins Fernsehen und sagte, der Vorschlag der Gl&auml;ubiger sei Erpressung. Nur eine einzige Instanz k&ouml;nne entscheiden: das griechische Volk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/der-rasende-regierungschef\/story\/14581624\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Renzis Gegner machen Ernst<\/strong><br>\nDie in den vergangenen Wochen in Scharen (die Rede ist von Tausenden) aus dem sozialdemokratischen Partito Democratico (PD) ausgetretenen Partei-Linken haben am Wochenende die Gr&uuml;ndung einer neuen Linkspartei beschlossen. Stefano Fassina er&ouml;ffnete die Versammlung mit den Worten: &raquo;Wir sind hier, um eine neue politische Partei ins Leben zu rufen.&laquo; Fassina (Jahrgang 1966) hatte als f&uuml;hrendes Mitglied der Democratici di Sinistra, die aus der 1990 aufgel&ouml;sten Kommunistischen Partei (IKP) hervorging, 2007 an deren Zusammenschluss mit der katholischen Zentrumspartei Margherita teilgenommen. In den seit den 1990er Jahren noch mit den Kommunisten der Nachfolgepartei der IKP, der Rifondazione Comunista (PRC), gebildeten Centro-Sinistra-Regierungen (Linke Mitte) unter Romano Prodi war er mehrfach Minister. Aus Protest gegen den rechten Kurs von Premier Matteo Renzi trat er im Januar 2014 als stellvertretender Finanzminister zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2015\/07-08\/031.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dokumentation der TTIP-Abstimmung im Europaparlament<\/strong><br>\nDas Plenum des Europaparlaments hat am gestrigen Donnerstag seine Position zu TTIP beschlossen. Die Mehrheit der gro&szlig;en Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten sowie Liberalen und Rechtskonservativen unterst&uuml;tzt einen Abschluss von TTIP und richtet zahlreiche Empfehlungen und Forderungen an die verhandelnde EU-Kommission, die jedoch unverbindlich sind. Die Schlussabstimmung endete mit 436 zu 241 f&uuml;r TTIP.<br>\nWie sich die deutschen Parteien verhalten haben, finden Sie hier:\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150710_Giegold_TTIP.gif\" alt=\"TTIP-Abstimmung im Europaparlament\" title=\"TTIP-Abstimmung im Europaparlament\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/stoppt-ttip-dokumentation-der-ttip-abstimmung\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gipfel der Brics-Staaten: Der S&uuml;den schlie&szlig;t die Reihen<\/strong><br>\nDie f&uuml;nf f&uuml;hrenden Schwellenl&auml;nder haben auf dem siebten Gipfel der Brics-Allianz in der s&uuml;dwestrussischen Industriemetropole Ufa historische Vereinbarungen geschlossen, um der Weltwirtschaftskrise entgegenzutreten. Zugleich wandten sich Brasilien, Russland, Indien, China und S&uuml;dafrika in erstaunlich klaren Worten gegen die neoliberale Ordnung, die von den industriellen Zentren, vor allem der Europ&auml;ischen Union und den USA, verteidigt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Gipfel-der-Brics-Staaten-Der-Sueden-schliesst-die-Reihen-2747659.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechenland, Fl&uuml;chtlinge, AfD: Deutschlands Neonationalismus<\/strong><br>\nManchmal taugt das Netz gut als digitales Sensorium f&uuml;r das, was in diesem Land passiert. Und genau jetzt passiert etwas, etwas Katastrophales. Zwischen Griechenlandkrise und Fl&uuml;chtlingspolitik, zwischen AfD und Pegida. Deutschland taumelt einem zutiefst besch&auml;menden und gef&auml;hrlichen Neo-Nationalismus entgegen, einem offen und aggressiv ausgelebten neuen deutschen &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl. Transportiert wird es medial und politisch, und die direkten Folgen lassen sich im Netz betrachten ebenso wie auf den Stra&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/deutschlands-neo-nationalismus-lobo-kolumne-a-1042600.html\">Sascha Lobo auf Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>NSA Spionage<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was die NSA aus einem Merkel-Telefonat machte<\/strong><br>\nFebruar 2009: Aus der weltweiten Finanzkrise wird immer mehr eine Wirtschaftskrise. In Deutschland kommt vor allem der Autobauer Opel, der zum amerikanischen General-Motors-Konzern geh&ouml;rt, unter massiven Druck. Es beginnt eine Diskussion &uuml;ber staatliche Hilfen. Kanzlerin Angela Merkel kennt seit einigen Wochen ihren Herausforderer von der SPD f&uuml;r die Bundestagswahl im Herbst. Es ist Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier. Entsprechend zeigt die schwarz-rote Regierung erste&nbsp;Zerfallserscheinungen.<br>\nIn den USA regiert hingegen seit Januar ein neuer Pr&auml;sident, der weltweit von gro&szlig;en Hoffnungen begleitet wird, aber inmitten einer schweren Krise ins Amt kam, die in seinem Land ihren Ausgang genommen hatte. Au&szlig;enpolitisch setzt Barack Obama alsbald erste Akzente: Am 20. M&auml;rz 2009 gratuliert er den Menschen in Iran, den sein Vorg&auml;nger George W. Bush noch zu einer Achse des B&ouml;sen gez&auml;hlt hatte, per Videobotschaft im Internet zum persischen Neujahrsfest Nowruz. Er verbindet seine Gl&uuml;ckw&uuml;nsche mit dem Angebot neuer Beziehungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten von&nbsp;Amerika.<br>\nEinige Tage sp&auml;ter spricht die Bundeskanzlerin dar&uuml;ber mit dem Kronprinzen der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Muhammad bin Zayidal-Nuhayyan &ndash; eine Unterredung, allem Anschein nach am Telefon, die von der NSA abgeh&ouml;rt wird. Jedenfalls entsteht eine schriftliche Zusammenfassung des Gespr&auml;chs, die nun zu einer zweiten Tranche von Wikileaks ver&ouml;ffentlichter Geheimdokumente &uuml;ber Gespr&auml;che von Angela Merkel&nbsp;geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-protokoll-was-die-nsa-aus-einem-merkel-telefonat-machte-1.2557294\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p>dazu: <strong>Alle wichtigen Leute der Kanzlerin<\/strong><br>\nAm heutigen Mittwoch, den 8.Juli um 18 Uhr ver&ouml;ffentlicht WikiLeaks drei weitere NSA-Abh&ouml;rprotokolle von Gespr&auml;chen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, zusammen mit einer Liste von 56 NSA-Selektoren, die sich auf die Bundeskanzlerin und das Bundeskanzleramt beziehen. Die Liste enth&auml;lt nicht nur vertrauliche Telefonnummern der Bundeskanzlerin, sondern auch die Nummern ihrer Spitzenbeamten, ihrer Assistenten, ihres Stabschefs, ihres B&uuml;ros und sogar ihres Fax-Anschlusses. Die gesammelten NSA-Ziellisten, die von WikiLeaks ver&ouml;ffentlicht wurden, belegen die gezielte Langzeit-&Uuml;berwachung von 125 Telefonnummern deutscher Politiker und Beamter &ndash; und zwar aus politischen und wirtschaftlichen Gr&uuml;nden, wie aus den Kennzeichnungen in den Dokumenten selbst hervorgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/nsa-germany\/index.de.html#a3\">Wikileaks<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>J&uuml;ngste Wikileaks-Enth&uuml;llungen offenbaren Totalversagen des Kanzleramts<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Ver&ouml;ffentlichungen sind erneut hochnotpeinlich f&uuml;r das Kanzleramt und Angela Merkel. Enth&uuml;llungsplattformen und investigative Journalisten f&uuml;hren Amt und Regierungschefin im Wochentakt vor. Dies ist auch das Ergebnis der anhaltenden Verweigerungshaltung der Kanzlerin.<br>\nAngela Merkel verspricht zwar &ouml;ffentlich immer wieder gern Aufkl&auml;rung. De facto hintertreibt sie die Aufkl&auml;rungsbem&uuml;hungen des Parlaments jedoch, wo es nur irgendwie geht.<br>\nSp&auml;testens seit den Enth&uuml;llungen Edward Snowdens im Sommer 2013 wusste man um die gravierenden Probleme. Statt diese anzugehen, hat man versucht, die Aff&auml;re zu vertuschen, abzumoderieren und einfach auszusitzen. Das r&auml;cht sich heute bitter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/gruen-digital.de\/2015\/07\/juengste-wikileaks-enthuellungen-offenbaren-totalversagen-des-kanzleramts\/\">Konstantin von Notz (MdB, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen)<\/a>\n<p>dazu: <strong>US-Spionage ist eine Dem&uuml;tigung f&uuml;r Deutschland<\/strong><br>\nDie Duldsamkeit der Bundesregierung ist kaum noch zu ertragen. Man kann sie nicht als Ausdruck besonnener Realpolitik verteidigen. Denn es geht auch um die Selbstachtung des Rechtsstaats. [&hellip;]<br>\nIn der Zeitung k&ouml;nnen die Juristen in Karlsruhe nun nachlesen, wer da alles im deutschen Regierungsapparat auf den &Uuml;berwachungslisten steht. Wenn es schon in der Politik keinen Mumm gibt, den Amerikanern entschieden entgegenzutreten, m&uuml;ssten wenigstens die Juristen mehr Eifer zeigen. Aber ob beim Drohnenkrieg, der auch von deutschem Boden aus gesteuert wird, oder bei der Spionage: Die Staatsanw&auml;lte wirken gehemmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-skanal-us-spionage-ist-eine-demuetigung-fuer-deutschland-1.2558131\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Wider die Pressefreiheit: Journalisten im Visier der Geheimdienste<\/strong><br>\nDas Medienmagazin NDR-Zapp berichtete gestern &uuml;ber die &Uuml;berwachung von Kanzleramt und Medien: Journalisten im Visier der Geheimdienste.<br>\nDabei kam auch heraus, dass nach dem Spiegel auch das Handelsblatt Anzeige beim Generalbundesanwalt gestellt habe.<br>\n&bdquo;Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut der Demokratie. Dazu z&auml;hlt der Schutz journalistischer Quellen, die eine freie und kritische Berichterstattung erst m&ouml;glich machen. Die &Uuml;berwachung dieser Quellen durch einen Nachrichtendienst w&auml;re mit dem verfassungsrechtlichen Schutz der Pressefreiheit unvereinbar. Sollten Angriffe auf die Pressefreiheit stattgefunden haben, verurteilen wir dies auf das Sch&auml;rfste und werden gegen die T&auml;ter und ihre Helfer strafrechtlich vorgehen.&ldquo;<br>\nVielleicht findet der Generalbundesanwalt ja daf&uuml;r auch noch etwa Zeit, nachdem er schon konkrete Ermittlungen gegen unsere Quellen aufgenommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2015\/wider-die-pressefreiheit-journalisten-im-visier-der-geheimdienste\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Wikileaks: Das Gef&auml;hrliche ist der Anti-Amerikanismus<\/strong><br>\nDer ehemalige stellvertretende Chef des Bundeskanzleramtes und langj&auml;hrige au&szlig;enpolitische Berater Helmut Kohls, Horst Teltschik (75), &auml;u&szlig;ert sich &uuml;ber die neuesten Enth&uuml;llungen im NSA-Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wikileaks---die-enthuellungsplattform\/wikileaks-das-gefaehrliche-ist-der-anti-amerikanismus,4882932,31182724.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Wernicke:<\/strong> Genau, &bdquo;gef&auml;hrlich&ldquo; ist nicht etwa der Staat im Staate oder die Unterminierung der Demokratie &ndash; das Gef&auml;hrliche ist, dass nun alle &bdquo;antiamerikanisch&ldquo; aufgehetzt w&uuml;rden &ndash; durch die Wahrheit, wohlgemerkt; vor der man offenbar die Bev&ouml;lkerung besser sch&uuml;tzen muss.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>UNHCR z&auml;hlt mehr als vier Millionen Syrien-Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nMan habe es mit der gr&ouml;&szlig;ten Fl&uuml;chtlingspopulation seit einer Generation zu tun, so der Hochkommissar der Vereinten Nationen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge, Ant&oacute;nio Guterres. In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts fl&uuml;chteten mehr als 4,6 Millionen Afghanen ihre Heimat.<br>\nDie Aussichten, dass der syrische Mehrfrontenkrieg in absehbarer Zeit beigelegt wird, stehen schlecht, die afghanische &ldquo;Rekordmarke&rdquo; k&ouml;nnte, hochgerechnet nach der derzeitigen Entwicklung, schon im n&auml;chsten Jahr erreicht werden. Vor zehn Monaten meldete das UNHCR drei Millionen Fl&uuml;chtlinge aus Syrien.<br>\nSchon gegenw&auml;rtig d&uuml;rfte die genaue Zahl der syrischen Fl&uuml;chtlinge h&ouml;her liegen als die genannten, weil zum Beispiel die 270.000 Asylantr&auml;ge, die Syrer in Europa gestellt haben, nicht hinzugerechnet wurden. Warum sie nicht zu den Fl&uuml;chtlingen gerechnet wurden, dar&uuml;ber gibt die UNHCR-Mitteilung keine Auskunft. [&hellip;]<br>\nDie meisten Fl&uuml;chtlinge sind mittellos. Sie sind mit Kindern unterwegs und m&uuml;ssen versorgt werden, der Gro&szlig;teil findet Aufnahme in den Nachbarl&auml;ndern: 1,8 Millionen hat die T&uuml;rkei aufgenommen, knapp 1,2 Millionen der Libanon, etwa 600.000 Jordanien, 250.000 der Irak und 130.000 in &Auml;gypten, rund 24.000 Syrer haben in anderen nordafrikanischen Staaten Zuflucht genommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45399\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AT:<\/strong> Ein Gro&szlig;teil syrischer Fl&uuml;chtlinge wird von den Nachbarl&auml;ndern T&uuml;rkei und Libanon aufgenommen, zusammen rund drei Millionen Menschen. Dagegen ist das peinliche wie unw&uuml;rdige Gezerre der EU-Staaten um die Aufnahme von 40.000 Fl&uuml;chtlingen, die zurzeit in Italien und Griechenland leben, geradezu grotesk. Nun soll es eine <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/eu-streit-thomas-de-maiziere-will-9000-fluechtlinge-aufnehmen-a-1042957.html\">&bdquo;freiwillige Umverteilung&ldquo;<\/a> geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bundeswehr setzt auf den Laser<\/strong><br>\nDie Opposition im Bundestag ist ver&auml;rgert. Die Entwicklung von hochmodernen Laserkanonen f&uuml;r die Bundeswehr ist schon viel weiter fortgeschritten als gedacht. Das ARD-Hauptstadtstudio konnte jetzt erstmals beobachten, wie eine solche Kanone wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bundeswehr-laserkanone-waffen-100.html\">BR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Russland\/Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dem&uuml;tigung als Gefahr: Russland und die Lehren der deutschen Geschichte<\/strong><br>\nIn der letzten Ausgabe der &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo; vertrat der Philosoph Vittorio H&ouml;sle die These, dass &bdquo;Russland heute gef&auml;hrlicher ist als die alte Sowjetunion&ldquo;. Und er f&uuml;gt dem noch eine zeitliche Dramatisierung hinzu: &bdquo;Putins Alter ist derart, dass er nicht allzu lange warten kann, wenn er als &sbquo;Sammler russischer Erde&lsquo; in die Geschichtsb&uuml;cher eingehen will&ldquo;. Will sagen: Passt auf, es kann fr&uuml;her losgehen, als ihr glaubt!<br>\nPutin bestimmt die russische Politik seit dem Jahr 2000, also seit 15 Jahren. Noch im Jahr 2013, also nach 13 Jahren Putin, h&auml;tte eine solche Warnung blo&szlig;es Kopfsch&uuml;tteln oder gar nachsichtiges L&auml;cheln erzeugt. Dass dieser Putin, dem die Russen daf&uuml;r danken, dass er nach dem Chaos der Jelzin-Jahre wieder so etwas wie einen verl&auml;sslichen Staat geschaffen hatte, kein lupenreiner Demokrat im westlichen Sinne war, wussten wir immer. Aber dass er ein Aggressor, dazu einer unter Zeitdruck war, haben wir alle einfach nicht bemerkt &ndash; bis der Maidan in Kiew das Abkommen zerriss, das drei europ&auml;ische Au&szlig;enminister &ndash; mit Zustimmung Putins &ndash; den ukrainischen Konfliktparteien abgerungen hatten und eine leidenschaftlich antirussische Regierung installierte.<br>\nHaben wir also 14 Jahre lang geschlafen? Immerhin hat Hitler nur 12 Jahre gebraucht, um Europa in Tr&uuml;mmer zu legen.<br>\nImmerhin hat dieser Putin dann vieles getan, was nicht auf den von H&ouml;sle behaupteten Zeitdruck schlie&szlig;en lie&szlig;. Als in Donezk und Lugansk die ukrainische Polizei l&auml;chelnd zusah, wie die Separatisten ein Rathaus nach dem anderen besetzten und die Herrscher der neuen &bdquo;Volksrepubliken&ldquo; um Beitritt zur Russischen F&ouml;deration baten, hat er das einfach &uuml;berh&ouml;rt. Und als in Kiew der Ministerpr&auml;sident Jazenjuk bei jeder Gelegenheit erkl&auml;rte, die Ukraine bef&auml;nde sich im Krieg mit Russland, hat er dies nicht als Kriegserkl&auml;rung gewertet und seine Panzer gen Kiew in Marsch gesetzt, er hat es nicht einmal kommentiert. Er hat also offenbar doch Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2015\/juli\/demuetigung-als-gefahr\">Erhard Eppler in Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Expansion &ndash; Assoziation &ndash; Konfrontation: EUropas Nachbarschaftspolitik, die Ukraine und der Neue Kalte Krieg gegen Russland<\/strong><br>\nAngesichts der Hysterie, mit der derzeit &uuml;ber das Verh&auml;ltnis zu Russland hier im Westen diskutiert wird, f&auml;llt es manchmal schwer, das richtige Ma&szlig; zu finden. Auf der einen Seite kann tats&auml;chlich niemand die russische Politik ernsthaft vorbehaltlos gut hei&szlig;en. Dies betrifft zuerst nat&uuml;rlich Teile der Innenpolitik, doch auch au&szlig;enpolitisch bedient sich Russland einer Machtpolitik, die vonseiten der Friedensbewegung im Falle der westlichen Staaten immer v&ouml;llig zu Recht scharf kritisiert wurde. Dennoch halte ich es andererseits f&uuml;r richtig und wichtig, hier Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln &ndash; schlie&szlig;lich war es der Westen und nicht Russland, der mit seiner NATO-Expansionspolitik die Chance auf eine dauerhafte Ann&auml;herung in den Wind schlug. Doch von der Tatsache, dass der aktuellen Krise in der Ukraine eine jahrelange anti-russische Einkreisungspolitik vorausging, die den eigentlichen N&auml;hrboden der j&uuml;ngsten Eskalation darstellt, will hierzulande kaum jemand etwas wissen&hellip;.<br>\nDoch gerade weil die Propagandafront von Politik und Medien dennoch nahezu l&uuml;ckenlos ihre Version der Realit&auml;t verbreitet, ist es dringend erforderlich, hiergegen mit alternativen Informationen anzuarbeiten. Die vorliegende Brosch&uuml;re soll hierzu einen bescheidenen Beitrag leisten.<br>\nQuelle: Herausgeber der Brosch&uuml;re sind Sabine L&ouml;sing, MdEP und die Fraktion GUE\/NGL im Europ&auml;ischen Parlament. Redaktionelle Berabeitung erfolgte durch:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/download\/Ukraine-Broschuere-web.pdf\">Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V. [PDF]<\/a>\n<p>dazu passt: <strong>US-Luftwaffe sieht in Russland gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r Sicherheit<\/strong><br>\nRussland ist nach Einsch&auml;tzung der US-Luftwaffe die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r die amerikanische Sicherheit.<br>\nDie USA m&uuml;ssten deswegen ihre Milit&auml;rpr&auml;senz in Europa ausbauen, sagte die zivile Leiterin der Luftstreitkr&auml;fte, Deborah James, am Mittwoch in einem Reuters-Interview. Zudem werde die Entsendung von F-16-Kampfflugzeugen fortgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/worldNews\/idDEKCN0PJ0FB20150709\">Reuters<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gabriel vergr&auml;tzt die Genossen<\/strong><br>\nImmer mehr SPD-Mitglieder &auml;rgern sich &uuml;ber ihren Parteichef Gabriel. Er war noch nie ein leichter Zeitgenosse. Doch in der letzten Zeit hat sich einiges zusammengebraut. In der Kritik: seine Sprunghaftigkeit, seine Selbstherrlichkeit, sein Umgangston.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gabriel-203.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Nachfolger von Ines Pohl: Georg L&ouml;wisch wird neuer taz-Chefredakteur<\/strong><br>\nDer Vorstand der taz hat Georg L&ouml;wisch, 41, zum neuen Chefredakteur berufen. Er wird das Amt Mitte September antreten und folgt auf Ines Pohl, die der Tageszeitung nach sechs Jahren den R&uuml;cken kehrt und zur Deutschen Welle (DW) wechselt. L&ouml;wisch, der bei der taz volontierte, freut sich &ldquo;nach Hause zu kommen&rdquo;&hellip;<br>\nGeorg L&ouml;wisch war seit 2012 Textchef des Debattenmagazins Cicero. 1998 volontierte er bereits bei der taz, wurde 2001 Redakteur der Reportageseite und sp&auml;ter Inlandsreporter. Von 2009 an war er Ressortleiter der neu gegr&uuml;ndeten sonntaz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2015\/07\/09\/nachfolger-von-ines-pohl-georg-loewisch-wird-neuer-taz-chefredakteur\/\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re zu w&uuml;nschen, dass die Stimmung in der Redaktion wieder entgiftet werden k&ouml;nnte und die taz wieder zu einer klaren Linie gegen den Mainstream der anderen Tageszeitungen zur&uuml;ckf&auml;nde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Im Fokus &ndash; &raquo;Bild&laquo; hat die rote Laterne abgegeben: &raquo;Focus Online&laquo; ist die neue Bl&ouml;dzeitung<\/strong><br>\nInformiert wurde man bei &raquo;Focus Online&laquo; in den letzten Tagen nicht. Jedenfalls nicht auf journalistischen Niveau. Man las zwar etwas von Varoufakis und Tsipras. Aber nur von ihren teuflischen Pl&auml;nen, ihrer Diktatur und dem Verrat an ihrem Volk. &raquo;So hetzt Tsipras seine Griechen gegen eine Einigung auf&laquo; oder &raquo;Nicht nur Syriza schafft Chaos: Die gr&ouml;&szlig;ten Flops der Linksregierungen Europas&laquo; waren so Schlagzeilen zur aktuellen Lage in Griechenland. Und unter &raquo;Sie erraten nie, wer Alexis Tsipras diesen Gl&uuml;ckwunsch-Brief geschrieben hat&laquo;, konnte man ein Filmchen sehen, in dem man sich dar&uuml;ber mokierte, dass Fidel Castro &ndash; O-Ton: &raquo;Ikone&laquo; und der &raquo;Ober-Linke&laquo; &ndash; ihm Gr&uuml;&szlig;e sendete. Dass Varoufakis ein Bonvivant ist und Angela Merkel nun entschlossen handeln werde, diese &raquo;heimliche K&ouml;nigin Europas&laquo; (auch O-Ton), lie&szlig; man die Leser t&auml;glich wissen. Artikel &uuml;ber die eiserne Kanzlerin stehen meist zwischen Expertenmeinungen, die die Dreistigkeit und die &ouml;konomische Dummheit der Griechen thematisieren. Wohlwollendes &uuml;ber Griechenland gibt es nicht.<br>\nKurz und gut, &raquo;Focus Online&laquo; ist die neue Bl&ouml;dzeitung. Sie hat die Rolle jener Tageszeitung &uuml;bernommen, die laut Otto-Brenner-Stiftung gar keine Zeitung ist. Insofern Gratulation, &raquo;Bild&laquo;. Endlich hast du die rote Laterne abgegeben, bist nicht mehr das Letzte. Darauf hat sich jetzt &raquo;Focus Online&laquo; fokussiert. Die k&ouml;nnen das auf noch viel niveaulosere Art und Weise. Dein Aufstieg im Ranking ist also nicht deine Leistung, denn du machst, was du immer getan hast. Es gibt jetzt eben ganz unten nur noch etwas, was die &raquo;Bildzeitung&laquo; getoppt hat. Eine Plattform, die viel bildzeitungischer ist als das Original. Das kommt vor. Alles hat Nachahmer. Selbst ein Blatt, das einer so primitiver Agenda folgt, wie eben jenes vom Axel-Springer-Verlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/977338.im-fokus.html\">Heppenheimer Hiob<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Letzte: Nur ein Ex-Oppenheim-Manager soll ins Gef&auml;ngnis<\/strong><br>\nIm spektakul&auml;ren Strafprozess gegen die fr&uuml;here F&uuml;hrung des Bankhauses Sal. Oppenheim hat das Landgericht K&ouml;ln die vier ehemaligen Chefs des Geldinstituts zu Freiheitsstrafen verurteilt. Ins Gef&auml;ngnis soll allerdings nur einer von ihnen &ndash; die &uuml;brigen Strafen wurden zur Bew&auml;hrung ausgesetzt. Die Manager h&auml;tten Untreue in zwei F&auml;llen zulasten der einst gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Privatbank begangen, entschied das Gericht am Donnerstag nach mehr als zwei Jahren Verhandlungsdauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/banken-versicherungen\/urteil-am-landgericht-koeln-nur-ein-ex-oppenheim-manager-soll-ins-gefaengnis\/12032270.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wer 100 Millionen veruntreut kommt vor dem Strafgericht mit einem milderen Urteil davon,  als ein mehrfacher Ladendieb. Es bleibt dabei: Die Kleinen h&auml;ngt man und die Gro&szlig;en l&auml;sst man laufen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26730","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26730","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26730"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26730\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26734,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26730\/revisions\/26734"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26730"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26730"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26730"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}