{"id":2674,"date":"2007-10-05T08:58:19","date_gmt":"2007-10-05T06:58:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2674"},"modified":"2007-10-08T08:41:28","modified_gmt":"2007-10-08T06:41:28","slug":"hinweise-des-tages-497","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2674","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2674&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>SPD schwenkt auf Becks Kurs ein<\/strong><br>\n Die Agenda 2010 ist das ungeliebte Erbe der SPD. Nun steuert Parteichef Kurt Beck den schwerf&auml;lligen Parteitanker um: Er will Ver&auml;nderungen beim Arbeitslosengeld I. Immer mehr SPD-Landesverb&auml;nde finden das gut.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,509415,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir weisen auf diesen Spiegel-Beitrag hin, nicht weil wir seinen Inhalt teilten, sondern weil er einer der wenigen Artikel ist, die Becks Vorsto&szlig; nicht in Bausch und Bogen verdammt. Wenn Sie in den letzten Tagen einmal Google-News &uuml;berflogen haben, dann konnten Sie sich selbst ein Bild davon machen, was wir in den NachDenkSeiten den Meinungsmainstream nennen. Wie auf ein geheimes Kommando hackte die ganz &uuml;berwiegende Mehrheit der Medien auf Beck ein. Vom <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/:Kommentar-Becks-Jein-Partei\/599414.html\">stern<\/a>, &uuml;ber die <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/40\/alg-I-dauer-Beck-Ruettgers\">Zeit<\/a> und nat&uuml;rlich vorneweg die <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/standards\/kommentar\/2007\/10\/04\/kommentar.html\">BILD-Zeitung<\/a> wurde auf den Vorschlag einer Verl&auml;ngerung des Alg I f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer eingedroschen. Auch die ach so neutralen Hauptnachrichtensendungen der &Ouml;ffentlich-rechtlichen bliesen in das Horn der Agenda-Verfechter:<br>\nSo kommentierte etwa Joachim Wagner in der Tagesschau vom 2.10.07: Die Kurskorrektur von Beck stehe im Widerspruch zum Geist der Agenda, Menschen wieder in Arbeit zu bringen, statt Arbeitslosigkeit zu subventionieren.<br>\n&ldquo;Die k&uuml;rzere Bezugsdauer des ALGI, gekoppelt mit dem Prinzip &lsquo;F&ouml;rdern und Fordern&rsquo; beginnt sich n&auml;mlich in der Praxis zu bew&auml;hren&hellip;&rdquo;<br>\n&ldquo;&hellip;Aber was ist, wenn die Konjunktur in einem halben Jahr einbricht, die Zahl der Arbeitslosen wieder steigt&hellip;&rdquo;<br>\n(Die sinkenden Arbeitslosenzahlen sind nach Wagner also der Agenda und Hartz-IV zuzuschreiben, die steigenden Zahlen jedoch Ursache der einbrechenden Konjunktur?)<br>\nIm ZDF-heute-journal (21.45 Uhr) redete Claus Kleber von einer unter gro&szlig;en Schmerzen geborenen Reform, die gerade erst wirke und von &ldquo;R&uuml;ckkehr zu alten S&uuml;nden&rdquo;. Die Agenda 2010 sei das beste Programm f&uuml;r &uuml;ber 50-J&auml;hrige gewesen, das wir je hatten und Beck wolle nun am &ldquo;Heilmittel&rdquo; herumschrauben.<br>\nDie alte Garde von Clement &uuml;ber Schr&ouml;der bis zu den &uuml;blichen Experten, alle kamen wieder zu Wort und sahen in Becks zaghaftem Korrekturvorschlag ein &bdquo;Roll back&ldquo; in &bdquo;eine alte Vorstellungswelt&ldquo; (Clement) und eine opportunistische Anpassung an die angeblich populistischen Rezepte der Linken. <\/em><\/p>\n<p>Warum wird gerade eine marginale Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes als Abkehr von Schr&ouml;ders Agenda gegeiselt?<br>\nDas Berliner Sozialgericht h&auml;lt die bestehende Regelung, nach der bei &auml;lteren Erwerbslosen die Bezugsdauer f&uuml;r das Arbeitslosengeld  drastisch gek&uuml;rzt wurde, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509082,00.html\">f&uuml;r verfassungswidrig<\/a>.<br>\nViele Elemente der Hartz-&bdquo;Reformen&ldquo; sind doch schon l&auml;ngst sang- und klanglos verschwunden. Vergessen ist der &bdquo;Job-Floater&ldquo;, die &bdquo;Personal-Service-Agenturen&ldquo; waren ein Flop, die &bdquo;Profis der Nation&ldquo; eine Lachnummer.<br>\nAndere Elemente sind l&auml;ngst gescheitert: Die Vermittlungsgutscheine schafften, wie der Bundesrechnungshof feststellte eher Mitnahmeeffekte als Vermittlung in Arbeit,  die F&ouml;rderung der Minijobs f&uuml;hrte zu 7 Millionen Minijobbern aber nicht zu einem &Uuml;bergang in regul&auml;re Besch&auml;ftigung, die Ein-Euro-Jobs f&uuml;hrten eher zu einer Verdr&auml;ngung sozialversicherungspflichtiger Besch&auml;ftigung, die &Ouml;ffnung f&uuml;r befristete Besch&auml;ftigung f&uuml;hrte zu einer Explosion von schlecht bezahlter Leiharbeit.<\/p>\n<p>All dies wird in der &ouml;ffentlichen Debatte weg geschoben und unterschlagen, aber die Verl&auml;ngerung des Bezugs des Arbeitslosengeldes um gerade mal 3 Monate f&uuml;r &uuml;ber 45-J&auml;hrige und f&uuml;r &uuml;ber 50-J&auml;hrige auf 24 Monate (gegen&uuml;ber bis zu 32 Monaten fr&uuml;her. &Uuml;brigens: 55-J&auml;hrige k&ouml;nnen das Arbeitslosengeld schon nach der derzeitigen Regel 18 Monate beziehen) gilt als Nagelprobe f&uuml;r die &bdquo;Agenda&ldquo;.<\/p>\n<p>Die Beschr&auml;nkung des Arbeitslosengelds auf 12 Monate mit dem sich daran anschlie&szlig;enden Fall in die Sozialhilfe ist in der Tat der Nukleus des Paradigmenwechsels der gesamten  Schr&ouml;derschen Arbeitsmarktreformen, n&auml;mlich die Erzeugung von Druck auf die Arbeitnehmer durch die Angst vor dem Fall ins Existenzminimum und zwar sowohl auf diejenigen die (noch) Arbeit haben und als auch auf die, die arbeitslos sind.<\/p>\n<p>Kurt Beck ruft mit seinem Vorsto&szlig; diese &bdquo;Politik der Bedrohung&ldquo; der Arbeitnehmer wieder in Erinnerung und davor haben die Zyniker der Agenda-Politik Angst. F&uuml;r ihr Weltbild sind eben Arbeitlose nur Faulpelze oder bestenfalls Menschen, die nicht bereit sind ihre Arbeitskraft zu jedem Preis zu verkaufen und unter jeder Zumutung auf dem Markt feil zu bieten.<br>\nAlbrecht M&uuml;ller hat allerdings v&ouml;llig Recht, wenn er Beck entgegenh&auml;lt, dass sein Vorschlag nur glaubw&uuml;rdig w&auml;re, wenn die Arbeitslosenversicherung wiederherstellt, die die Betroffenen im Notfall auff&auml;ngt und ihnen die Angst vor dem sozialen Absturz n&auml;hme.<\/p>\n<p>Trotz des Trommelfeuers, das Kurt Beck entgegenschlug, scheint er <a href=\"upload\/pdf\/071004_Brief_Beck_Heil.pdf\">immerhin an seinem Vorschlag festzuhalten [PDF &ndash; 52 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;M&uuml;ntefering ist nicht die SPD&rdquo;<\/strong><br>\nDie SPD im Umfragetief, die Linkspartei im H&ouml;henflug. Will Kurt Beck mit seinem Agenda 2010-Vorsto&szlig; die W&auml;hler der Linkspartei zur&uuml;ckholen? &Uuml;ber dieses Thema sprach tagesschau.de mit dem SPD-Linken Ottmar Schreiner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd24.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Tiefensee: &ldquo;Die Bahn braucht Geld&rdquo;<\/strong><br>\nDie Anforderungen der Bahnkunden an die Dienstleistungsqualit&auml;t steigen. Der Wettbewerb in den europ&auml;ischen Verkehrsm&auml;rkten wird sch&auml;rfer, aus dem Ausland dr&auml;ngen Konkurrenten nach Deutschland. Um sich in diesem europ&auml;ischen Verkehrsmarkt zu behaupten, braucht die Bahn zus&auml;tzliches Geld. Die Koalitionsparteien haben sich entschieden, damit nicht den Steuerzahler zu belasten, sondern die Mittel von privaten Geldgebern zu holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1219464&amp;em_ref=\/top_news&amp;em_ivw=fr_topnews&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Tiefensee ist schon herausragend dreist oder herausragend unwissend. Zu behaupten beziehungsweise zu unterstellen, die Bahn k&ouml;nne sich kein Geld besorgen, wenn sie nicht auf Mittel privater Geldgeber &uuml;ber die B&ouml;rse zur&uuml;ckgreife, ist schlicht falsch. Die Bahn kann sich auf einfache Weise, n&auml;mlich zum Beispiel &uuml;ber Anleihen, f&uuml;r die sie wegen ihrer hohen Bonit&auml;t vergleichsweise niedrige Zinsen zahlen muss, Geld besorgen. Wirklich zukunftstr&auml;chtige Investitionen sind auch bisher nicht am Geldmangel gescheitert.<br>\n&Uuml;brigens ist die Geldbeschaffung &uuml;ber Anleihen auch um vieles billiger als eine Volksaktie. Auch bei der Herausgabe einer Volksaktie ist ein enormer Aufwand f&auml;llig, den sich die Begleiter des B&ouml;rsengangs auch dieser Art &uuml;ppig bezahlen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Lokf&uuml;hrer im Kampf &ndash; Signal gegen Niedriglohn und Leistungshetze<\/strong><br>\nErnsthafter Widerstand gegen Niedriglohn und Leistungshetze bei einem Teil der Bahnbesch&auml;ftigten ist den Global Players ein Dorn im Auge. Die unzufriedenen &uuml;brigen Bediensteten der Bahn betrachten die Lokf&uuml;hrer durchaus nicht als &ldquo;Verr&auml;ter&rdquo;. Allenthalben hei&szlig;t es: &ldquo;Die trauen sich wenigstens was.&rdquo; Die Frage ist, wer sonst noch? Wenn die GDL genauso das Gesicht verliert wie Verdi bei der Telekom, ist der n&auml;chste Damm gebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/40\/074000101.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Thomas Fricke: Eine Agenda f&uuml;r heilige K&uuml;he<\/strong><br>\nEs ist absurd, Reformen zur&uuml;ckdrehen zu wollen, wenn sie prima wirken. Genauso absurd ist aber, der Agenda 2010 deshalb jetzt Wunderwirkung anzudichten. Viel wichtiger w&auml;re eine n&uuml;chterne Zwischenbilanz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/261549.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Obwohl Thomas Fricke meines Erachtens mit den Reformen noch viel zu freundlich umgeht und zum Beispiel viel zu wenig in Rechnung stellt, was zum Beispiel mit Hartz IV an Sicherheitsempfinden und an Zustimmung zu unserem Gemeinwesen zerst&ouml;rt worden ist, ist sein Kommentar hilfreich, um die im schnellen Rhythmus wiederkehrenden Lobeshymnen auf die Reformpolitik als Mittel zur wirtschaftlichen Belebung und Arbeitsplatzbeschaffung als verlogen zu erkennen.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch G&uuml;nter Grass wirkt wieder mal am Versuch einer Gleichschaltung mit:<\/em><\/p>\n<p><strong>Schr&ouml;der-Freund Grass lobt Merkel<\/strong><br>\nLiteraturnobelpreistr&auml;ger G&uuml;nter Grass hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein gutes Zeugnis ausgestellt. &laquo;Gemessen an den Schwierigkeiten, die gro&szlig;e Koalitionen mit sich bringen, macht sie ihre Sache gut&raquo;, sagte Grass der &laquo;Frankfurter Rundschau&raquo;. Er schr&auml;nkte jedoch ein: &laquo;Sie setzt dabei sehr viel sozialdemokratische Reformpolitik um, ohne dass die Sozialdemokraten davon profitieren. Auf Dauer kann das nicht gutgehen.&raquo;<\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/servlets\/page?section=704&amp;item=766430\">Netzeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/?em_cnt=1219474&amp;em_cnt_page=7\">FR-Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Einbruch an den Finanzm&auml;rkten hat die Altersvorsorge deutscher Konzerne in Bedr&auml;ngnis gebracht<\/strong><br>\nIn der Spitze gingen nach Berechnungen des Personalberaters Rauser Towers Perrin bis zu zehn Mrd. Euro des Altersvorsorgeverm&ouml;gens rechnerisch verloren &ndash; fast alle Dax-Konzerne haben ihre Pensionsverpflichtungen mittlerweile zum Teil ausgelagert. Deutschlands f&uuml;hrende b&ouml;rsennotierte Dax-Konzerne haben inzwischen 160 Mrd. Euro f&uuml;r die Alterversorgung ihrer Mitarbeiter reserviert. Im Vorjahr waren es noch 139 Mrd. Euro. Praktisch gibt es keinen Dax-Konzern mehr, der nicht wenigstens einen Teil seiner Pensionsverpflichtungen in externe Fonds oder Treuhandgesellschaften ausgelagert hat. Einige Unternehmen wie SAP oder Daimler-Chrysler sogar bis zu 100 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Unternehmen\/Firmen-Rankings\/_pv\/_p\/201312\/_t\/ft\/_b\/1332099\/default.aspx\/turbulente-zeiten-fuer-pensionsfonds.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Vom Sozialstaat zum Kontrollsystem<\/strong><br>\n&Auml;rzte sollen Kranke melden, die ihr Leiden selbst verschuldet haben. Die Krankenkassen st&uuml;nden demnach nicht uns bei, sondern wir schuldeten ihnen, gesund zu bleiben. Nicht das Krankenkassensystem schuldet uns Beistand in der Not &ndash; sondern wir schulden dem System die unbedingte Aufrechterhaltung unserer Gesundheit!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2007\/41\/meldepflicht-patienten\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><strong>Rolf Rosenbrock, Leiter der Forschungsgruppe Public Health im Wissenschaftszentrum Berlin: &raquo;Die private Krankenversicherung ist eine asoziale Veranstaltung&laquo;<\/strong><br>\nVon einer Kostenexplosion im Gesundheitswesen kann keine Rede sein. Die Krankenkassenbeitr&auml;ge steigen nicht wegen explodierender Kosten, sondern wegen erodierender Einnahmen, denn das fehlende Geld ist vor allem eine Frage des Arbeitsmarktes und der Tarifabschl&uuml;sse.<br>\nIn einer Welt, in der viel Kapital nach risikoarmen Anlagem&ouml;glichkeiten sucht, wird die soziale Krankenversicherung mit einem j&auml;hrlichen Umsatz von 150 Milliarden Euro au&szlig;erhalb der profitorientierten Wirtschaft als Provokation empfunden.<br>\nDie private Krankenversicherung sollte abgeschafft werden, denn sie ist auch im europ&auml;ischen Vergleich eine anachronistische und asoziale Veranstaltung. Kein anderes Land leistet es sich, dass ausgerechnet die Menschen mit den geringsten Gesundheitsrisiken und dem gr&ouml;&szlig;ten Einkommen aus der Solidargemeinschaft straflos ausscheren d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/40\/10718.php?print=1\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Zahl der Reichen und Superreichen w&auml;chst<\/strong><br>\nDas verwaltete Finanzverm&ouml;gen der Million&auml;re nimmt seit Jahren &uuml;berproportional zu &ndash; es k&ouml;nnte im laufenden Jahr sogar erstmals die Marke von 100 Billionen Dollar &uuml;bertreffen. Das Wachstum des weltweit verwalteten Finanzverm&ouml;gens lag im Vorjahr bei 7,5 Prozent und erreichte ein Volumen von 97,9 Billionen Dollar. In Deutschland ist die Zahl der Verm&ouml;gensmillion&auml;re von 330000 im Jahr 2005 auf 350000 im Vorjahr angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/News\/Vorsorge-Anlage\/Anlagestrategie\/_pv\/_p\/200729\/_t\/ft\/_b\/1331850\/default.aspx\/zehn-millionen-millionaere.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Zahl der &uuml;berschuldeten Haushalte nimmt zu<\/strong><br>\nTrotz brummender Konjunktur und der vielbeschworenen &raquo;Entspannung&laquo; auf dem Arbeitsmarkt hat die Zahl der &uuml;berschuldeten Haushalte in Deutschland weiter dramatisch zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte, wurden im Jahr 2006 ein Drittel mehr Verbraucherinsolvenzen registriert als im Vorjahr. Statt der 68000 F&auml;lle im Jahr 2005 waren es 92000 im vergangenen. Hauptursachen sind nach Angaben der Statistiker Arbeitslosigkeit, famili&auml;re Probleme sowie gescheiterte Selbst&auml;ndigkeit. Die Betroffenen standen 2006 mit durchschnittlich 37000 Euro in der Kreide. Demgegen&uuml;ber verf&uuml;gten sie &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von im Mittel 1150 Euro. In 60 Prozent der F&auml;lle gingen die Eink&uuml;nfte nicht einmal &uuml;ber 900 Euro hinaus.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-05\/068.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2007\/10\/PD07__398__524,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Den Wettbewerb &uuml;ber die Lohnt&uuml;te vermeiden<\/strong><br>\nTarif-Treue: Kleine Schritte auf L&auml;nderebene gegen Billigarbeit und in Richtung Mindestlohn<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/40\/074000402.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Siemens zahlt 201 Mio. Euro Strafe<\/strong><br>\nDas Landgericht M&uuml;nchen hat wegen der Korruptionsaff&auml;re bei Siemens eine Geldbu&szlig;e von 201 Mio. Euro gegen den Konzern verh&auml;ngt. Gleichzeitig hat die M&uuml;nchner Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen gegen die Siemens-Telekommunikationssparte Com eingestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Schwarze%20Siemens%20Kassen%20Folgen\/261461.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Versuch, die Studiengeb&uuml;hren an den Universit&auml;ten und Hochschulen zu boykot-tieren, ist offensichtlich gescheitert<\/strong><br>\nEin Sommersemester lang versuchten Studierende in mehreren Bundesl&auml;ndern, eine Zahlungs-verweigerung an ihren Hochschulen zu organisieren und so das erh&ouml;hte Eintrittsgeld zu h&ouml;herer Bildung zu verhindern. Was der H&ouml;hepunkt einer neuen Studentenbewegung sein sollte, erwies sich aber als ihr vorl&auml;ufiges Ende.<br>\nEntscheidend f&uuml;r die mangelhafte Beteiligung am Boykott waren aber weniger die Zahlungsunf&auml;higkeit der Studierenden oder ihre mit der Exmatrikulation verbundenen Existenz&auml;ngste. Das gr&ouml;&szlig;ere Problem lag darin, dass die schweigende Mehrheit der Studierenden in Deutschland kein Problem mit den Geb&uuml;hren hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/40\/10722.php?print=1\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die schweigende Mehrheit der Studierenden, die ja bekannterma&szlig;en aus besser verdienenden Schichten stammen, d&uuml;rfte in der Tat keine Probleme mit den Geb&uuml;hren haben, die Eltern bezahlen ja. &Uuml;ber diejenigen, die sich selbst oder deren Eltern die Studiengeb&uuml;hren nicht bezahlen k&ouml;nnen und vom Studium ausgeschlossen werden, schweigt die schweigende Mehrheit &ndash; ein Beispiel f&uuml;r den Verlust an Solidarit&auml;t der sog. akademischen Jugend<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die geheime Folter-Doktrin der USA<\/strong><br>\nOffiziell gei&szlig;elte das US-Justizministerium im Dezember 2004 Folter bei Verh&ouml;ren als &ldquo;abscheulich&rdquo;. Doch wenige Wochen sp&auml;ter erlie&szlig; Justizminister Gonzales nach einem Bericht der &ldquo;New York Times&rdquo; eine heimliche Anweisung, mit der auch brutalste Verh&ouml;rmethoden bef&uuml;rwortet wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,509412,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2674","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2674"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2674\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}