{"id":26749,"date":"2015-07-10T16:09:23","date_gmt":"2015-07-10T14:09:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749"},"modified":"2015-07-10T16:09:23","modified_gmt":"2015-07-10T14:09:23","slug":"hinweise-des-tages-ii-204","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/AM\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h01\">Athens Vorschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h02\">Thema Umschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h03\">Griechenland in den Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h04\">Internationale Stimmen zu Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h05\">Hilfe statt H&auml;rte: Wie Deutsche Griechen unterst&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h06\">EU streitet &uuml;ber Fl&uuml;chtlingsfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h07\">Tabuthema Gro&szlig;banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h08\">Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h09\">Die Superreichen nicht erbschaftsteuerfrei stellen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h10\">Steuergerechtigkeit f&uuml;r soziale Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h11\">Neue Dimension im NSA-Abh&ouml;rskandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h12\">Bundeswehr plant weiteres gro&szlig;es Drohnenprogramm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h13\">US-Atombomber &uuml;ber Europa: Kiew will den totalen Krieg in der Ost-Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h14\">Schauplatz Balkan: Geheimdienste, Oligarchen und Mafia in Ex-Jugoslawien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h15\">V&ouml;lkermord verj&auml;hrt nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h16\">Jetzt geht die rechtspopulistische Party richtig los<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h17\">Rezension: Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h18\">Zu guter Letzt: Sigmar Gabriel schlie&szlig;t Gro&szlig;e Koalition f&uuml;r 2017 aus, weil ihm CDU und CSU zu links sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749#h19\">Das Letzte: Wer wird in Griechenland gesch&uuml;tzt?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26749&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Athens Vorschl&auml;ge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vorschl&auml;ge der griechischen Regierung, die gestern nach Br&uuml;ssel geschickt wurden<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/150710_Propositions-grecques.pdf\">Greece: Prior Actions [PDF]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-krise-die-reformvorschlaege-von-alexis-tsipras\/12037942.html\">Im Tagesspiegel findet sich eine Zusammenfassung auf deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nicht nur in Br&uuml;ssel auch in Griechenland wird es dieses Wochenende dramatisch. Es gibt innerhalb der Regierungspartei Syriza, der Fraktion, als auch innerhalb der Regierung Widerstand gegen die in Br&uuml;ssel vorgelegten Vorschl&auml;ge. Die Frage wird auch sein, was passiert im griechischen Parlament. Wenn man die Vorschl&auml;ge mit dem Verhandlungsstand vor dem Referendum vergleicht, so ist schwer zu erkennen, worin die Verbesserungen f&uuml;r die griechische Seite bestehen sollten.Das ist f&uuml;r die Griechen, die mit Nein gestimmt haben, schwer vermittelbar. Wenn aber auch noch diese Vorschl&auml;ge abgelehnt von der Euro-Gruppe abgelehnt werden, dann wird v&ouml;llig klar, dass es gar nicht um die Sache geht, sondern nur ein Exempel statuiert werden soll. Vor allem Deutschland vertritt nach wie vor eine harte Linie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Austerit&auml;t oder Demokratie (II)<\/strong><br>\nKurz vor dem EU-Gipfel am kommenden Sonntag zeichnet sich ein deutscher Erfolg im Kampf um ein drittes sogenanntes Hilfsprogramm f&uuml;r Griechenland ab. Wie am sp&auml;ten Donnerstag Abend berichtet wurde, soll das griechische Parlament bereits am heutigen Freitag &uuml;ber ein neues Sparprogramm abstimmen, das zentrale Forderungen der Gl&auml;ubiger &uuml;bernimmt. Weil das Sparprogramm offenbar dem Geist des &ldquo;Nein&rdquo; im Referendum vom vergangenen Sonntag widerspricht, wird mit seiner Ablehnung durch Teile der Regierungsfraktionen gerechnet; die fehlenden Stimmen k&ouml;nnten allerdings bei der Opposition beschafft werden, hei&szlig;t es in Athen.<br>\nEinen Schuldenschnitt bekommt Griechenland nicht; das Land werde sich mit einer zeitlichen Streckung der R&uuml;ckzahlung begn&uuml;gen m&uuml;ssen, ist zu h&ouml;ren. Treffen die Berichte zu, dann h&auml;tte Berlin zentrale Forderungen durchgesetzt, die unbotm&auml;&szlig;ige Regierung in Athen gespalten und damit seine Niederlage vom vergangenen Sonntag wettgemacht. Harte Kritik an der deutschen Austerit&auml;tspolitik kam in den vergangenen Tagen nicht zuletzt aus den USA. Die Bundesregierung gehe um kurzfristiger Profite willen mit der M&ouml;glichkeit eines Grexit unn&ouml;tig hohe geostrategische Risiken ein, monierten US-Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitiker; Berlin solle nicht l&auml;nger geizen und die dringend n&ouml;tige Krisenl&ouml;sung endlich mit einem Schuldenschnitt absichern. US-Beobachter warnen zudem, die stetig wachsende deutsche Dominanz und ihre hemmungslose Nutzung durch Berlin gef&auml;hrde auf Dauer den Zusammenhalt der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/59157\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Erste Thesen zur &raquo;Liste&laquo; aus Athen<\/strong><br>\nWird das OXI zum NAI? Was bedeuten die Vorschl&auml;ge der griechischen Regierung? Ein paar vorl&auml;ufige &Uuml;berlegungen von Tom Strohschneider<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/977460.erste-thesen-zur-liste-aus-athen.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p>dazu: <strong>Michael Aggelidis (Mitglied des Landesvorstandes NRW der Partei Die Linke) via Facebook<\/strong><br>\nSoeben mit einem Top-Genossen von Syriza gesprochen: es gebe nichts zu besch&ouml;nigen. Dieses Papier sei das Ergebnis einer brutalen Erpressungspolitik der Troika. Wir hatten die Wahl zwischen einer schnellen Massenverelendung ab Montag, einem totalen Kollaps der Wirtschaft oder der Akzeptanz des Diktats, ein wenig aufgeh&uuml;bscht durch den franz&ouml;sischen Einfluss. Diese Entscheidung sei &ndash; egal wie sie ausfiele &ndash; eine Katastrophe Noch sei nicht klar, wie Syriza als Partei damit umgehe. Auch habe T. gesagt, entweder wir tragen das alle gemeinsam oder wir treten alle zur&uuml;ck. Mit diesem Tag sei EU- Europa nicht mehr dasselbe, es sei ein undemokratisches Geb&auml;ude, dass nunmehr mit anderen Augen gesehen werden m&uuml;sse. Die Linke europaweit m&uuml;sse ab heute eine andere Herangehensweise entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Michael.Aggelidis\/posts\/712536225517766?fref=nf&amp;pnref=story\">Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Tsipras hat kapituliert<\/strong><br>\nDas Schlimmste dabei sind nicht einmal die unverst&auml;ndlichen R&uuml;ckzieher in alten Streitfragen, etwa bei den Renten oder der Mehrwertsteuer. Das Fatale ist, dass Tsipras den Sparkurs sogar noch versch&auml;rft. Er geht damit &uuml;ber die Zielvorgaben hinaus, die Anfang Juni bei einem Troika-Treffen im Berliner Kanzleramt formuliert worden waren. Diese Vorgaben verdammen Griechenland n&auml;mlich zu wirtschaftlich v&ouml;llig unsinnigen Sparprogrammen. [&hellip;]<br>\nEin wenig abmildern lie&szlig;en sich die Folgen nur, wenn Griechenland nun sofort vom Schuldendienst befreit, mit einer kurzfristigen Finanzspritze aufgep&auml;ppelt und mit einem echten Wachstumsprogramm unterst&uuml;tzt w&uuml;rde. Das ist der Deal, auf den Tsipras nun hofft. Doch nichts davon zeichnet sich ab. Jetzt haben erst einmal die Hardliner der Eurogruppe das Wort. Sie k&ouml;nnten die Konditionen weiter versch&auml;rfen oder doch noch den Daumen &uuml;ber Tsipras senken. Der Grexit ist nicht vom Tisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Griechenlands-Reformpaket\/!5211790\/\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/li>\n<li><strong>EZB erledigt das politische Gesch&auml;ft der Erpresser Griechenlands<\/strong><br>\nMit dem Einfrieren und der Verteuerung der Notkredite (Emergency Liquidity Assistance, ELA) f&uuml;r griechische Banken verweigert die EZB der griechischen Bev&ouml;lkerung an den Bankomaten ihr Eigentum und erledigt das politische Gesch&auml;ft der Erpresser Griechenlands, kritisiert Attac &Ouml;sterreich.<br>\n&bdquo;Der Zeitpunkt die griechischen Banken von der Geldversorgung abzuschneiden ist politisch motiviert. Der einzige Zweck besteht darin die griechische Regierung endg&uuml;ltig in die Knie zu zwingen. Die EZB handelt damit keineswegs unabh&auml;ngig vom politischen Einfluss der Gl&auml;ubiger, jedoch v&ouml;llig frei von demokratischer Kontrolle&ldquo;, kritisiert David Walch von Attac &Ouml;sterreich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.at\/news\/detailansicht\/datum\/2015\/07\/09\/ezb-erledigt-das-politische-geschaeft-der-erpresser-griechenlands.html\">attac &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Thema Umschuldung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>IWF-Chefin fordert Umschuldung<\/strong><br>\nDie Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds Christine Lagarde stellt weitere Kredite f&uuml;r Griechenland in Aussicht, beharrt aber auf einer Umstrukturierung der Schulden. Kanzlerin Merkel h&auml;lt nichts davon: &ldquo;Ein klassischer Haircut kommt nicht infrage.&rdquo;&hellip;<br>\nEnde vergangener Woche, kurz vor dem griechischen Referendum, hatte der IWF eine Schuldentragf&auml;higkeitsanalyse vorgelegt. Dort pl&auml;dierte er f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung der Laufzeiten f&uuml;r die griechischen Kredite auf bis zu 40 Jahre und einen sp&auml;teren Beginn der R&uuml;ckzahlungen. Insgesamt liefe dies laut IWF auf einen Schuldenschnitt von 30 Prozent hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/griechenland-iwf-chefin-fordert-umschuldung,1471908,31184140.html\">Stephan Kaufmann in der FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Umschuldung braucht Programm gegen Steuerbetrug<\/strong><br>\nGriechenlands wirtschaftlicher Teufelskreis kann nur durchbrochen werden, wenn Reformen mit Umschuldung und Investitionen kombiniert werden. Der IWF hat richtig erkannt, dass Zins- und Tilgungszahlungen gestreckt oder erlassen werden m&uuml;ssen. Aber auch Athen muss bei der Schuldentragf&auml;higkeit liefern. Zur Schuldentragf&auml;higkeit m&uuml;ssen die Superreichen in Griechenland ihren gerechten Beitrag leisten. Die griechische Regierung Athen muss daher Im Zuge einer Umschuldung ihre Verm&ouml;genden besteuern und Steuerbetr&uuml;ger zur Kasse bitten. Vier Ma&szlig;nahmen geh&ouml;ren zu einem &ldquo;Programm gegen Steuerbetrug&rdquo;:\n<ol>\n<li>Steuerpflichtige mit Steuerr&uuml;ckst&auml;nden &uuml;ber 1.000.000 Euro werden nach einer letzten Mahnung namentlich und mit dem s&auml;umigen Betrag im Internet ver&ouml;ffentlicht.<\/li>\n<li>Bei der Vereinbarung von Amnestieregelungen mit Drittl&auml;ndern wie der Schweiz muss der Abgeltungssteuersatz mindestens 40% betragen und nicht wie derzeit diskutiert 21%.<\/li>\n<li>Auf gro&szlig;e Privatverm&ouml;gen wird eine Verm&ouml;gensabgabe erhoben, vergleichbar mit dem Lastenausgleich in Deutschland, um auch den oft fragw&uuml;rdig erworbenen Reichtum an einer fairen Verteilung der Krisenlasten zu beteiligen.<\/li>\n<li>Alle EU-L&auml;nder verpflichten sich, Griechenland beim Aufsp&uuml;ren von Auslandsverm&ouml;gen zu helfen, damit Griechenland die f&auml;lligen Steuern tats&auml;chlich eintreiben kann.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Schuldentragsf&auml;higkeitsanalyse des IWF geht zudem davon aus, dass der griechische Staat langfristig 6,25% Zinsen zahlen muss&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sven-giegold.de\/2015\/griechenland-umschuldung-braucht-programm-gegen-steuerbetrug\/\">Sven Giegold<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Griechenland in den Medien<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Propaganda ist total&hellip;<\/strong><br>\n&hellip;anders lassen sich die einleitenden Worte, die im ZDF heute journal von Claus Kleber1  an die Republik verk&uuml;ndet wurden, nicht fassen, beim besten Willen nicht. Sie machen in wenigen S&auml;tzen deutlich, an welchem Punkt von L&uuml;ge, Feindbildproduktion und grobschl&auml;chtiger Propaganda wir angelangt sind: [&hellip;]<br>\nMan muss sich die Aussagen von Herrn Kleber in ihrer Kombination vor Augen halten: die Ablehnung der griechischen Bev&ouml;lkerung gegen&uuml;ber politischen Ma&szlig;nahmen, die &ndash; man muss daran erinnern &ndash; in verheerender Weise gescheitert sind, und eine humanit&auml;re Krise herbeif&uuml;hrten, soll nun mit einem Noch-mehr dieser Ma&szlig;nahmen beantwortet werden, alles andere sei dabei ein &bdquo;Verbiegen der Regeln&ldquo;. Wie verr&uuml;ckt und unverbl&uuml;mt gnadenlos geht es denn noch? Und warum dies? Doch wer solche Fragen stellt, nimmt eben nur die &bdquo;Tsipras-Varoufakis-Sicht&ldquo; ein.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=9056\">Maskenfall<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/aktuellste\/228#\/beitrag\/video\/2443308\/ZDF-heute-journal-vom-08-Juli-2015\">heute journal, 8.7.2015 via ZDF Mediathek<\/a>\n<p><em><strong>dazu eine Anmerkung unseres Lesers F.-J.S:<\/strong> Am 9. Juli hat Manfred Weber, CSU-Europaabgeordneter, in der ZDF-Sendung von Frau Illner (ab Minute 56) einen erhellenden Beitrag <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2444190\/%22maybrit-illner%22-vom-9-Juli\">geleistet<\/a>.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Am Schluss wird Vernunft siegen, am Schluss werden wir uns zusammensetzen und werden diskutieren.<br>\nWenn die Konditionalit&auml;t best&auml;tigt ist, und wenn wir den Beweis haben, dass wir dann, vielleicht mit einer Regierungsumbildung. Es wird diskutiert, dass meine Partei, die Neo Demokratia, in die Regierung wieder mit einsteigt. Vielleicht machen wir die proeurop&auml;ischen Kr&auml;fte, die f&uuml;r dieses Programm werben, vielleicht holt man die zusammen. Und dann kann man auch wieder Vertrauen investieren. F&uuml;r dieses Vertrauen, sag ich heute, da ist noch viel zu leisten. Am Ende liegt nur ein Papier, dass wir dann erst Mal beurteilen m&uuml;ssen und leider ist die Zeit f&uuml;rs Netz (??) sehr sehr eng.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>So deutlich, wie von Manfred Weber, habe ich noch nicht geh&ouml;rt, dass Abgeordnete des Europaparlaments eine Regierungsumbildung in Athen unter Beteiligung der Neo Demokratia betreiben wollen, um aus ihrer Sicht die Vorbedingung f&uuml;r eine weitere Unterst&uuml;tzung von Griechenland zu schaffen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung AT:<\/strong> Das passt zu Sch&auml;ubles &bdquo;Just do it&ldquo;- Gerede. Beide wollen Syriza um jeden Preis scheitern sehen. Das ist die eigentliche Bedingungen, die Berlin erf&uuml;llt sehen will.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Das Trommelfeuer der reaktion&auml;ren Demagogen<\/strong><br>\nZur Demagogie geh&ouml;rt auch, dass man die Propaganda der griechischen Regierung verantwortlich macht f&uuml;r das Abstimmungsergebnis in Griechenland. In Deutschland dagegen erscheinen die B&uuml;rgerInnen als &bdquo;m&uuml;ndige B&uuml;rgerInnen&ldquo;, die sich ihre eigene Meinung bilden.<br>\nMan betont zwar auch in &bdquo;unserem Grundgesetz&ldquo;, dass die Parteien einen wichtigen Auftrag zur politischen Meinungsbildung haben, aber dieser Auftrag wird hierzulande nat&uuml;rlich nur durch &bdquo;sachliche Information&ldquo; erf&uuml;llt.<br>\nNicht nur die &ouml;ffentlichen Repr&auml;sentanten von CDU\/CSU und SPD samt ihrer MinisterInnen tuten in das gleiche Horn. Hinzu kommen Bild, S&uuml;ddeutsche, FAZ, die Tagesthemen der ARD und Heute vom ZDF. In &bdquo;Politbarometern&ldquo; wird dann der Erfolg des demagogischen Trommelfeuers abgefragt.<br>\nDas Ergebnis kann eigentlich niemanden verwundern: 85% meinen der &bdquo;Hilfeleistungen&ldquo; sei es genug! Bravo!<br>\nKeines dieser &bdquo;Abfrageinstrumente&ldquo; fragt aber mal folgendes:<br>\nW&auml;ren Sie mit einer Politik einverstanden, die die Arbeitslosigkeit auf 25%, die Jugendarbeitslosigkeit auf 60% hievt?<br>\nW&auml;ren Sie einverstanden mit einer Politik, die die Renten um 30 bis 40% senkt?<br>\nW&auml;ren Sie einverstanden mit einer Politik, die mehrere Millionen Menschen aus der gesetzlichen Krankenversicherung wirft?<br>\nNiemand fragt das, weil niemand das wissen will!&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/gr_trotzig1.pdf\">LabourNet [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>Brief eines PEN-Mitgliedes an den deutschen PEN-Pr&auml;sidenten<\/strong><br>\nLieber Josef Haslinger,<br>\nwo bleibt das politisch-moralisch-intellektuelle Engagement des deutschen PEN in der aktuellen Krisensituation Europas? Warum schweigt der PEN in einer Situation, in der sich deutsche Journalisten &ldquo;reihenweise zu p&ouml;belnden Parteig&auml;ngern&rdquo; (Georg Diez) gegen Griechenland aufschwingen. Die Bildzeitung (online)  bem&uuml;hte ohne Kenntnis und Scham sogar Goethe, um den zur&uuml;ckgetretenen Finanzminister Varoufakis mit Mephisto zu vergleichen. Solche verst&auml;ndnislosen Vergleiche haben Tradition in Deutschland. So hat schon Wilhelm Marr, der Erfinder des Begriffs &ldquo;Antisemitismus&rdquo; in der Mitte des 19. Jahrhunderts in seiner Zeitschrift &ldquo;Mephistopheles&rdquo; vor der Bedrohung durch &ldquo;&uuml;berlegene Untermenschen&rdquo; gewarnt. Goethes &ldquo;Faust&rdquo; ist immer noch das moralische Lehrst&uuml;ck der Deutschen schlechthin. Vor allem die brutale Beseitigung der &ldquo;anachronistischen&rdquo; Mythenfiguren Philemon und Baucis erscheint wie ein Menetekel f&uuml;r die aktuelle Forderung nach griechischen &ldquo;Strukturreformen&rdquo;. Im antiken Original l&auml;sst Ovid die H&uuml;tte der beiden Alten vergolden, w&auml;hrend sie bei Goethe auf Anweisung von Faust verbrannt wird. Erstaunlicherweise werden in der aktuellen Rezeption die Schandtaten aber immer nur Mephisto angelastet, w&auml;hrend man Faust f&uuml;r einen erfolgreichen, modernen &ldquo;Global Player&rdquo; h&auml;lt. Entgegen diesen Darstellungen ist nicht Faust der &ldquo;moderne Intellektuelle&rdquo;, sondern Mephisto. Goethes Teufel passt mehr zur franz&ouml;sischen (und s&uuml;deurop&auml;ischen) Tradition als zur deutschen. So ist es nicht verwunderlich, dass das romanische Programm eines &ldquo;L`Empire Latin&rdquo; (also ohne Deutschland) in S&uuml;deuropa auf immer mehr Zuspruch st&ouml;&szlig;t. Diesem Credo entspricht die Erkenntnis, dass die gegenw&auml;rtige Finanzkrise Europas vor allem eine Kulturkrise ist und &ouml;konomische (Fehl)entwicklungen mehr mit Moral als mit Mathematik zu tun haben. Zu demonstrativ geben deutsche Politiker zu erkennen, dass sie egoistische Fiskalmanipulationen f&uuml;r wichtiger halten als &ouml;konomisch-ethische Morallehren. Die neuen Gesellschaften Europas brauchen f&uuml;r ihre humanen Projekte und Entw&uuml;rfe mehr denn je den freien und einklagenden Geist der kritischen Intellektuellen, der zu politischen Gesellschaft geh&ouml;rt, wie Mephisto zu Faust. In diesem solidarischen Sinn m&ouml;chte ich an mehr mephistophelisches Engagement des PEN apellieren<br>\nund gr&uuml;&szlig;e herzlich<br>\nWilli Jasper\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Zur Nachahmung empfohlen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wissenschaft beraubt sich ihrer st&auml;rksten Waffe<\/strong><br>\nThomas Piketty und Jeffrey Sachs haben Angela Merkel einen offenen Brief geschrieben, wegen Griechenland. Das ist legitim. Aber nicht sehr klug&hellip;<br>\nIhre Analyse hat Gewicht. Thomas Piketty hat ein Grundlagenwerk &uuml;ber wirtschaftliche Ungerechtigkeit geschrieben, Jeffrey Sachs ist der f&uuml;hrende Experte zum Thema Armut. Allerdings haben sie ihre Analyse nicht als Studie oder als Artikel verfasst, sondern als offenen Brief an Angela Merkel im Netz&nbsp;ver&ouml;ffentlicht&hellip;<br>\nThomas Piketty und Jeffrey Sachs werden auch in Zukunft brillante Arbeit leisten. Doch wenn ihre Studien nur noch von jenen ernst genommen werden, deren Meinung sie best&auml;tigen? Wenn gerade jene sie als politisch gef&auml;rbt ablehnen, die ihre Erkenntnisse beherzigen sollten? Dann haben sie der Welt mit ihrem offenen Brief nicht&nbsp;weitergeholfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/piketty-brief-an-merkel-wissenschaft-beraubt-sich-ihrer-staerksten-waffe-1.2558133\">Andrian Kreye in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Unser Leser R.B. hat dem Kommentator Andrian Kreye folgenden Leserbrief geschrieben: Ich k&ouml;nnte Ihrer Analyse leichter folgen, wenn ich in den letzten Jahren etwas &Auml;hnliches von Ihnen &uuml;ber die vielen &lsquo;Wissenschaftler&rsquo; gelesen h&auml;tte, die sich vor den Karren der INSM haben spannen lassen. Ein Blick auf die Botschafter und das Kuratorium der INSM wird Ihnen sicher Ansporn sein, auch hierzu eine Analyse zu schreiben.Mit der Hoffnung, eine solche bald lesen zu d&uuml;rfen verbleibe ich mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Internationale Stimmen zu Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>James Galbraith: Greek Revolt Threatens Entire Neoliberal Project<\/strong><br>\nLynn Parramore: What does it mean to the rest of the world if Greece capitulates or exits? What&rsquo;s at stake?<br>\nJames Galbraith: What is at stake is a rather heroic rebellion by a very beleaguered people against a doctrine which has been destroying their lives &mdash; the austerity doctrine and the whole neoliberal project. For the rest of us, what is at stake is whether we have the moral courage in the sense of ethical responsibility to stand up to it.<br>\nLynn Parramore: Is the austerity doctrine &mdash; which has been widely discredited by economists &mdash; under serious threat?<br>\nJames Galbraith: It is definitely under threat from an increasingly emboldened political movement across Europe &mdash; certainly in Spain, certainly in Ireland, probably in Portugal, Italy, and France. So the answer is yes. This is what terrifies the European elites about the Greek situation. What Syriza did was to wipe out &mdash; and the referendum completed the job &mdash; the leadership of the previous sort of condominium of governing parties, which were a neoliberal conservative party and a neoliberlized social party. Now what do you find in the rest of Europe? Look at Germany, look at France. You find exactly the same thing. And of course, the elites in those countries  fear the same phenomenon. So what we&rsquo;re seeing is an allergic reaction to what they regard as a political threat of the first order.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/james-galbraith-greek-revolt-threatens-entire-neoliberal-project\">ALTERNET<\/a><\/li>\n<li><strong>Zoltan Pogatsa: Open Letter to anti-Greek Eastern European bloc<\/strong><br>\nDear Slovaks, Lithuanians,&nbsp; Latvians,&nbsp; Slovenians,<br>\nI am certain you have been following the Greek drama unfolding in recent days, weeks and months&hellip;<br>\nIt&nbsp; seems completely unjust from a redistributive point of view why your countries, where income levels are lower than those in Greece, were asked to contribute. In fact you are justified to be struck by this. It is very odd indeed.<br>\nBut here&rsquo;s the thing. There are a couple of facts you need to be made privy to.<br>\nThe most significant is that your money wasn&rsquo;t actually used to bail out Greece. It is a well-established fact that over 90% of the money you sent to Greece was never actually spent ON Greece. It bounced back immediately in the form of interest payments, in order to keep the Eurozone solvent&hellip;<br>\nIn fact your politicians back home have used your tax money to finance this devastating austerity in a fellow EU member state. Contrary to widely held belief, Greeks were not demonstrating for more and yet more loans. They were demonstrating so that you DO NOT send more money to finance the bailout of the banks while they undergo this social carpet-bombing&hellip;<br>\nOh, and by the way: those wages. It is not that Greek wages were too high, but your wages are too low. Due to the lack of determined&nbsp; trade unions capable of collective bargaining that covers almost all employees, the share of wages in GDP in Eastern European OECD economies is a full ten percentage points lower than in Northern, Western and Southern European countries&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.analyzegreece.gr\/topics\/greece-europe\/item\/277-zoltan-pogatsaq-open-letter-to-anti-greek-eastern-european-bloc\">Analyze Greece<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hilfe statt H&auml;rte: Wie Deutsche Griechen unterst&uuml;tzen<\/strong><br>\nNach dem Referendum in Griechenland geht der Kampf gegen die Staatspleite in die n&auml;chste Runde. Gleichzeitig wird die Situation der einfachen Menschen in Griechenland immer verzweifelter. Viele Privatleute wollen dem politischen Hickhack nicht mehr zuschauen und konkret helfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/quer\/150709-quer-griechenland-102.html\">BR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Griechenland: Es geht auch um unsere Zukunft<\/strong><br>\nEin Grexit l&ouml;st keine Probleme &ndash; weder f&uuml;r Griechenland noch f&uuml;r die EU. Im Gegenteil, die Folgen w&auml;ren auch f&uuml;r Deutschland dramatisch, schreibt der DGB-klartext. 60 bis 80 Millionen Euro stehen auf dem Spiel, f&uuml;r das Finanzsystem und die Realwirtschaft sind deutliche negative Auswirkungen nicht ausgeschlossen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150710_Grafik_DGB.gif\" alt=\"Griechenland: Es geht auch um unsere Zukunft\" title=\"Griechenland: Es geht auch um unsere Zukunft\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++9fad82f0-26dc-11e5-ad13-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>EU streitet &uuml;ber Fl&uuml;chtlingsfrage<\/strong><br>\nDie EU-Innenminister haben sich vorgenommen, 40 000 Fl&uuml;chtlinge zu verteilen. Jetzt drohen sie das selbstgesteckte Ziel zu verfehlen, eine Abgeordnete der Gr&uuml;nen nennt die Verhandlungen &ldquo;entt&auml;uschend&rdquo;.<br>\nNach der j&uuml;ngsten Fl&uuml;chtlingskatastrophe auf dem Mittelmeer im April hatten die EU-Staaten eine Kurswende beschlossen. Die EU-Kommission pr&auml;sentierte im Mai ihren Vorschlag: 20&nbsp;000 Fl&uuml;chtlinge in Drittstaaten au&szlig;erhalb der EU, etwa aus Syrien, sollten ein Visum erhalten, um ihnen die gef&auml;hrliche &Uuml;berfahrt &uuml;bers Mittelmeer zu ersparen (Resettlement). Zudem sollten Griechenland und Italien entlastet werden. Von dort sollten 40&nbsp;000 Fl&uuml;chtlinge auf die EU-Staaten verteilt werden (Relocation). Per verpflichtender Quote.<br>\nAber es regte sich Widerstand, vor allem aus Osteuropa. So wurde auf dem Juni-Gipfel der Staats- und Regierungschefs heftig gestritten. Die Quote blieb, aber sie wurde freiwillig. Um wenigstens das Verfahren zu retten. Nun drohte aber auch die Freiwilligkeit zu scheitern&hellip;<br>\nDabei ist die Lage dramatisch. Etwa in Griechenland. Allein in der ersten Jahresh&auml;lfte sind dort 78&nbsp;000 Fl&uuml;chtlinge gestrandet, das sind mehr als sechs Mal so viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das von der Staatspleite bedrohte Land k&ouml;nne die steigende Zahl von Migranten nicht mehr bew&auml;ltigen, warnte das UN-Fl&uuml;chtlingshilfswerk UNHCR.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/flucht-und-zuwanderung\/fluechtlinge--eu-streitet-ueber-fluechtlingsfrage,24931854,31186414.html\">Peter Riesbeck in der FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Tabuthema Gro&szlig;banken<\/strong><br>\nIn beinahe s&auml;mtlichen Informationssendungen &uuml;ber Griechenland werden wichtige Fragen ausgeklammert:<br>\nWarum kommen Grossbanken und Hedgefonds f&uuml;r ihre grobfahrl&auml;ssigen Geldanlagen in Griechenland nicht zur Kasse?<br>\nWie konnten sie ihre Risiken vor allem in Deutschland und Frankreich an die Steuerzahlenden &uuml;berw&auml;lzen?<br>\nWarum wollen die EU-Institutionen Griechenland (und Portugal, Irland, Spanien oder Italien) keinen Schuldenerlass gew&auml;hren, w&auml;hrend sie gleichzeitig die europ&auml;ischen Grossbanken mit j&auml;hrlich &uuml;ber 300 Milliarden Dollar subventionieren?<br>\nWer tr&auml;gt daf&uuml;r die Verantwortung?<br>\nNoch im Jahr 2008 hatten vor allem europ&auml;ische, aber auch amerikanische Gro&szlig;banken und Hedgefonds (unregulierte Anlagen von Privaten, Versicherungen oder Pensionskassen) rund 270 Milliarden Dollar in griechischen Papieren angelegt. Heute sind es h&ouml;chstens noch 40 Milliarden. Den Rest ihrer riskanten Anlagen haben ihnen die Europ&auml;ische Zentralbank, der EU-&bdquo;Rettungsfonds&ldquo; und der IWF freiwillig abgenommen. F&uuml;r diesen grossen Rest haften deshalb heute die Steuerzahlenden, die f&uuml;r einen kommenden Abschreiber auf den griechischen Schulden geradestehen m&uuml;ssen. Deshalb wollen Kanzlerin Merkel und Finanzminister Sch&auml;uble einen (Teil-)Konkurs Griechenlands so lange verz&ouml;gern, bis sie selber nicht mehr im Amt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/le-bohemien.net\/2015\/07\/10\/griechenland-grossbanken-hedgefonds\/\">le Boh&eacute;mien<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Betriebe haben Mindestlohn bei Neueinstellungen 2014 zum Teil vorweggenommen<\/strong><br>\nAuff&auml;llig h&auml;ufig wurde 2014 bei Neueinstellungen ein Stundenlohn von exakt 8,50 Euro vereinbart. Das geht aus einer Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Die Arbeitsmarktforscher sehen darin ein Indiz daf&uuml;r, dass sich Betriebe bereits vor dem Inkrafttreten des Mindestlohns auf diesen eingestellt hatten.<br>\nBei 4,5 Prozent der Neueinstellungen im Jahr 2014 betrug der Stundenlohn exakt 8,50 Euro. Die Lohnverteilung weist hier eine deutliche Sprungstelle auf.<br>\nDie Betriebe zahlten bei acht Prozent der Neueinstellungen im Jahr 2014 weniger als 8,50 Euro pro Stunde. &Uuml;berdurchschnittlich h&auml;ufig trat dies bei den &bdquo;sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungsberufen&ldquo; auf &ndash; hierunter fallen beispielsweise Sicherheitsberufe und Reinigungsberufe.<br>\n&bdquo;Nicht alle hatten mit dem Inkrafttreten des gesetzlichen Mindestlohns im Januar 2015 dann Anspruch auf 8,50 Euro. So gibt es zum Beispiel in einigen Branchen &Uuml;bergangsregelungen&ldquo;, erkl&auml;ren die Arbeitsmarktforscher.<br>\nDie Studie zeigt zudem, dass bei kleinen Betrieben mit weniger als 50 Besch&auml;ftigten der Anteil der Neueinstellungen mit Stundenl&ouml;hnen unter 8,50 Euro im Jahr 2014 deutlich h&ouml;her war als bei gr&ouml;&szlig;eren Betrieben.<br>\n&bdquo;Niedrige L&ouml;hne kommen in Ostdeutschland deutlich h&auml;ufiger vor als im Westen. Frauen sind st&auml;rker betroffen als M&auml;nner und J&uuml;ngere mehr als Menschen mittleren Alters. Geringqualifizierte werden &ouml;fter im Niedriglohnbereich eingestellt als besser Qualifizierte&ldquo;, fassen die Autoren weitere zentrale Ergebnisse ihrer Studie zusammen. Sie beruht auf einer repr&auml;sentativen Befragung von mehr als 6.700 Betrieben, die Angaben zu den L&ouml;hnen bei den Neueinstellungen machten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2015\/kb1215.pdf\">IAB-Studie [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die Studie bezieht sich nur auf sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte, Minijobber und Auszubildende sind in ihr nicht ber&uuml;cksichtigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Tarife steigen jahresbezogen um durchschnittlich 2,9 Prozent<\/strong><br>\nDie Tarifabschl&uuml;sse im 1. Halbjahr 2015 liegen etwas unter denen des Vorjahres, aber bringen den nach Tarif bezahlten Besch&auml;ftigten nach Abzug der Preissteigerung gleichwohl merkliche Einkommenszuw&auml;chse. Dies ergibt sich aus der aktuellen Halbjahresbilanz, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung heute vorlegt.<br>\nIn den meisten Branchen wurden f&uuml;r dieses Jahr Tarifsteigerungen zwischen zwei und dreieinhalb Prozent vereinbart (siehe auch die &Uuml;bersicht im Anhang). Bei der Deutschen Bahn AG erreichte die EVG f&uuml;r 2015 eine Tarifsteigerung von 3,5 Prozent. In der Metallindustrie setzte die IG Metall eine Tariferh&ouml;hung von 3,4 Prozent sowie eine Pauschalzahlung von 150 Euro bei einer Laufzeit von 15 Monaten durch. In der chemischen Industrie erreichte die IG BCE eine Anhebung von 2,8 Prozent bei einer Laufzeit von 17 Monaten. Im &ouml;ffentlichen Dienst (L&auml;nder) lag die Abschlussrate f&uuml;r 2015 bei 2,1 Prozent.<br>\nBer&uuml;cksichtigt man auch die l&auml;nger laufenden Abschl&uuml;sse aus dem Vorjahr mit Tarifanhebungen f&uuml;r dieses Jahr, dann errechnet sich f&uuml;r das Jahr 2015 f&uuml;r 14,2 Mio. Besch&auml;ftigte eine durchschnittliche nominale Steigerung der tariflichen Grundverg&uuml;tungen von 2,9 Prozent (siehe auch die detaillierte Tabelle in der pdf-Version dieser PM; Link unten).<br>\nIm Durchschnitt fiel die Gesamtlaufzeit der Abschl&uuml;sse mit rund 19,1 gut drei Monate k&uuml;rzer aus als im Vorjahr mit rund 22,4 Monaten.<br>\n&ldquo;Diese vorl&auml;ufige Tarifbilanz zeigt: Die Einkommensentwicklung der tariflich Besch&auml;ftigten verl&auml;uft weiterhin positiv&rdquo;, sagt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. &ldquo;Der neutrale Verteilungsspielraum wird ausgesch&ouml;pft und die Tarifl&ouml;hne werden angesichts einer voraussichtlichen Preissteigerung von 0,5 bis 0,8 Prozent in diesem Jahr im Durchschnitt real um gut 2 Prozent steigen. Damit leistet die tarifliche Lohnentwicklung einen wichtigen Beitrag zur Binnennachfrage, die in diesem Jahr das Wirtschaftswachstum in Deutschland wesentlich tr&auml;gt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2015_07_09.pdf\">WSI Tarifarchiv [PDF]<\/a><\/li>\n<li><strong>16 Millionen seit langem ohne Arbeit<\/strong><br>\nIn einer neuen Studie warnt die OECD vor den Folgen langfristiger Arbeitslosigkeit. Deutschland steht dabei nicht gut da: Jeder zweite Arbeitslose sucht schon l&auml;nger als ein Jahr nach Arbeit &ndash; mehr als im OECD-Schnitt. F&uuml;r Geringqualifizierte ist es immer schwerer, gut bezahlte Jobs zu finden. Wenn dieser Trend nicht aufgehalten wird, wird sich die Ungleichheit weiter versch&auml;rfen. [&hellip;]<br>\nIn den 34 OECD-Staaten waren im Mai 42 Millionen Menschen arbeitslos, zehn Millionen mehr als vor Ausbruch der Finanz- und Euro-Krise 2007. In den meisten Staaten gehe die Arbeitslosigkeit zur&uuml;ck, aber die Erholung sei noch l&auml;ngst nicht&nbsp;geschafft.<br>\nPolitisch brisant ist die Vorhersage, dass die wirtschaftliche Notlage in Griechenland unvermindert anhalten wird. Die Arbeitslosigkeit werde in dem Land auch Ende kommenden Jahres bei etwa 25 Prozent stehen, kaum niedriger als zurzeit&hellip;<br>\nDie OECD h&auml;lt aber nicht nur die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland, Spanien und Italien f&uuml;r gef&auml;hrlich. Sie findet auch den starken Anstieg der Zahl junger Leute bedenklich, die komplett vom Radar verschwinden: Sie haben weder einen Job noch sind sie in einer Ausbildung oder Qualifizierungsma&szlig;nahme. Eine solche Situation in den ersten Berufsjahren hat laut der Studie gravierende Folgen. Demnach h&auml;ngt der gesamte berufliche Lebensweg stark davon ab, wie die ersten zehn Jahre des Arbeitslebens&nbsp;verlaufen.<br>\nIn den Industriestaaten gibt es inzwischen 16 Millionen Langzeitarbeitslose, drei Viertel mehr als vor der Krise&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oecd-laender-millionen-seit-langem-ohne-arbeit-1.2558471\">Alexander Hagel&uuml;ken in der SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>1,1 Milliarden Euro weniger f&uuml;r &bdquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; (Hartz IV)<\/strong><br>\nIm Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2016, der am 1. Juli 2015 vom Bundeskabinett beschlossen wurde, sind 31,857 Milliarden Euro f&uuml;r &ldquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&rdquo; (Hartz IV) veranschlagt, 1,101 Milliarden Euro weniger als im Bundeshaushalt 2015 &ndash; 900 Millionen Euro weniger f&uuml;r &ldquo;Arbeitslosengeld II&rdquo; und 200 Millionen Euro weniger f&uuml;r die &ldquo;Beteiligung des Bundes an den Leistungen f&uuml;r Unterkunft und Heizung&rdquo;.<br>\nIn der BIAJ-Kurzmitteilung ist dargestellt, wie sich die veranschlagten 31,857 Milliarden Euro&nbsp;f&uuml;r &ldquo;Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&rdquo;&nbsp;(Titelgruppe 01 in Kapitel 1101) auf die einzelnen Leistungen (&ldquo;Arbeitslosengeld II&rdquo;, &ldquo;Verwaltungskosten&rdquo;, &ldquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&rdquo; u.s.w.) verteilen und wie sich dies im Vergleich zum Bundeshaushalt 2015 und zu den Ausgaben in 2014 darstellt.<br>\nUnter anderem der Vergleich der veranschlagten Mittel f&uuml;r den Bundesanteil an den &ldquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&rdquo; im Haushaltsjahr 2016 (4,041 Milliarden Euro) mit den Ausgaben in H&ouml;he von 4,696 Milliarden Euro im Haushaltsjahr 2014 zeigt:<br>\nIm Haushaltsjahr 2016 werden die Umschichtungen von den Eingliederungsbudgets in die Verwaltungskostrenbudgets der Jobcenter weiter steigen! Haushaltsklarheit und Haushaltswahrheit sieht anders aus!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2015-07-09_sgb2-mittel-bundeshaushalt-2016-entwurf-stand-01-07-2016.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Superreichen nicht erbschaftsteuerfrei stellen!<\/strong><br>\nIm Dezember 2014 hat das Bundesverfassungsgericht das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Die Privilegierung des Betriebsverm&ouml;gens &ndash; dazu z&auml;hlen auch gro&szlig;e Aktienpakete &ndash; sei &uuml;berm&auml;&szlig;ig, weil auch sehr gro&szlig;e und gr&ouml;&szlig;te Verm&ouml;gen regelm&auml;&szlig;ig nahezu steuerfrei &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen.<br>\nDer vorliegende Gesetzentwurf der Bundesregierung f&uuml;r eine Neuregelung der Erbschaft- und Schenkungsteuer droht abermals verfassungswidrig zu sein. Vererbtes oder verschenktes Betriebsverm&ouml;gen soll auch k&uuml;nftig weitgehend von der Steuer befreit bleiben. Bis zu einer Erbschaft oder Schenkung von 26 Millionen Euro, bei &bdquo;Familienunternehmen&ldquo; bis 52 Millionen Euro, soll regelm&auml;&szlig;ig ein v&ouml;llig steuerfreier Verm&ouml;genserwerb m&ouml;glich sein.<br>\nErst bei noch gr&ouml;&szlig;eren Verm&ouml;genswerten soll eine &ndash; zudem gro&szlig;z&uuml;gige und um-gehungsanf&auml;llige &ndash; Bed&uuml;rfnispr&uuml;fung kl&auml;ren, wie weit die Erben oder Beschenkten die Steuer auch aus ihrem sonstigen, nicht beg&uuml;nstigten Privatverm&ouml;gen bezahlen k&ouml;nnen. Wenn sie dieser Pr&uuml;fung und daraus folgender Besteuerung entgehen wollen, k&ouml;nnen sie alternativ eine verminderte Besteuerung w&auml;hlen. Diese soll erst oberhalb von 26 bzw. 52 Millionen Euro einsetzen und langsam ansteigen. Erst bei einer Schenkung oder einem Erbe in H&ouml;he von &uuml;ber 116 Millionen Euro, bei &bdquo;Familienunternehmen&ldquo; 142 Millionen Euro, soll sie einen H&ouml;chstsatz von in den meisten F&auml;llen nur 19,5 Prozent erreichen.<br>\nDie Einnahmen aus der Erbschaftsteuer sollen nach diesen Pl&auml;nen des Finanzmi-nisteriums nur um h&ouml;chstens vier Prozent, etwa 200 Millionen Euro, steigen. Bei einer angemessenen Besteuerung w&auml;ren Mehreinnahmen von mehreren Milli-arden Euro j&auml;hrlich m&ouml;glich, ohne Arbeitspl&auml;tze zu gef&auml;hrden. Im Gegenteil: Die L&auml;nder und Kommunen k&ouml;nnten damit dauerhaft viele Zehntausende zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze in &ouml;ffentlichen Bedarfsfeldern finanzieren.<br>\nWir fordern, dass k&uuml;nftig auch die Multimillion&auml;re und Milliard&auml;re entspre-chend ihrer Leistungsf&auml;higkeit zur Erbschaft- und Schenkungsteuer heran-gezogen werden. Wir appellieren: Der Gesetzentwurf des Bundesfinanz-ministeriums zur Erbschaftsteuerreform muss grundlegend &uuml;berarbeitet werden. Auch Erbschaften und Schenkungen von gro&szlig;en Betriebsverm&ouml;gen m&uuml;ssen angemessen besteuert werden.<br>\nQuelle: Appell zur Reform des Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzes\n<p><em>Initiiert u.a. von Frank Bsirske ver.di (noch nicht im Netz)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuergerechtigkeit f&uuml;r soziale Gerechtigkeit<\/strong><br>\nAm 23. Juni war der internationale Tag der &ouml;ffentlichen Dienste. Schon mal davon geh&ouml;rt? Dabei ist die Bereitstellung dieser Dienstleistungen &ndash; etwa im Bereich Wasser, f&uuml;r Spit&auml;ler, Schulen, Kultur, Energie, Stra&szlig;en, &ouml;ffentlichen Verkehr oder f&uuml;r eine gute Verwaltung &ndash; wichtig f&uuml;r jede B&uuml;rgerin und jeden B&uuml;rger sowie das Funktionieren eines Staates. Doch die Finanzierung dieser Dienstleistungen&nbsp; wird immer schwieriger! Denn jedes Jahr verlieren Staaten Milliarden an Steuereinnahmen durch die aggressiven Steuervermeidungspraktiken internationaler Konzerne. Gleichzeitig profitieren Konzerne gerade von diesen &ouml;ffentlichen Dienstleitungen, deren Finanzierung sie den B&uuml;rgerInnen &uuml;berlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/steuergerechtigkeit-fuer-soziale-gerechtigkeit\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p>dazu: <strong>SPD traut sich (leise) Kritik an BAYER<\/strong><br>\nDer Oberb&uuml;rgermeister-Kandidat der SPD in Leverkusen, Uwe Richrath, hat das Unternehmen BAYER wegen seiner Konzern-Steuerpolitik kritisiert. Die Weltfirma beteilige sich in Leverkusen &bdquo;sehr wenig&ldquo; am lokalen Gewerbesteuer-Aufkommen, so Richrath gestern auf einer Wahlkampfveranstaltung.<br>\nAuch NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans erlaubte sich leise Kritik: &bdquo;Ich erwarte schon, dass sich ein Unternehmen seiner Standort-Verantwortung bewusst ist&ldquo;. Dass eine Stadt wie Leverkusen &bdquo;mit der Weltmarke BAYER aus dem St&auml;rkungspakt gest&uuml;tzt werden muss &ndash; das glaubt erst mal keiner&ldquo;, so der Minister. Aber es sei nun mal so, dass weltweit agierende Konzerne eine Armada von Spezialisten bezahlen, &bdquo;die daran arbeiten, dass die Steuerbelastung nicht so hoch ist&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cbgnetwork.org\/6235.html\">CBG Network<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neue Dimension im NSA-Abh&ouml;rskandal<\/strong><br>\nWas die neuen Enth&uuml;llungen bedeuten und was die deutsche Regierung von all dem wusste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/wikileaks-enthuellungen-neue-dimension-im-nsa-abhoerskandal-1.2558323\">Frederik Obermaier video in der SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundeswehr plant weiteres gro&szlig;es Drohnenprogramm<\/strong><br>\nDie Drohnenpl&auml;ne der Bundeswehr sind umfangreicher als bislang berichtet. Au&szlig;er der Beschaffung von milliardenschweren Spionagedrohnen und von bis zu 16 Kampfdrohnen wird der Fuhrpark von Drohnen mittlerer Reichweite komplett erneuert. Schon ab 2018 sollen die neuen Flugroboter einsatzbereit sein. Dann k&ouml;nnte auch die Bundespolizei Interesse anmelden.<br>\nZum Ausgleich einer &ldquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&rdquo; entwickelt die Bundeswehr ein Nachfolgesystem f&uuml;r die derzeit genutzten kleineren und mittleren Drohnen. Gemeint sind die die Typen LUNA und KZO zur &ldquo;luftgest&uuml;tzten Aufkl&auml;rung im Interessenbereich bis 100 Kilometer&rdquo;. Ab dem zweiten Halbjahr 2018 sollen sie durch ein neues System ersetzt werden, bis 2020 k&ouml;nnten dann alle derzeit vorhandenen Drohnen ausgemustert werden.<br>\nDie neue Serie wird derzeit noch vorbereitet und tr&auml;gt die Arbeitsbezeichnung &ldquo;Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufkl&auml;rung mittlerer Reichweite&rdquo; (HUSAR). Es soll sich in das von der Bundeswehr verfolgte &ldquo;Gesamtkonzept Drohnen&rdquo; einpassen und die noch zu beschaffenden gro&szlig;en und sehr gro&szlig;en Drohnen im unteren Flugh&ouml;henbereich erg&auml;nzen. Das &ldquo;HUSAR&rdquo;-System soll geltenden Zulassungsrichtlinien entsprechen. Damit will die Bundeswehr ein Desaster wie bei der Spionagedrohne &ldquo;Euro Hawk&rdquo; vermeiden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45374\/1.html\">Matthias Monroy auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>US-Atombomber &uuml;ber Europa: Kiew will den totalen Krieg in der Ost-Ukraine<\/strong><br>\nW&auml;hrend das Hemd von Yanis Varoufakis immer noch die deutschen Medien ersch&uuml;tterte, flogen US-Atombomber Eins&auml;tze an der russischen Grenze. Und weil das nicht sein darf &ndash; grunds&auml;tzlich kennen deutschen Medien nur russische Milit&auml;rflugzeuge am westlichen Himmel &ndash; wurde die Meldung schlicht ignoriert. Doch die B-52s von der Minot Air Force Base in North Dakota &ndash; Big Ugly Fat Fucker genannt und mit 20 Marschflugk&ouml;rpern der atomaren Art best&uuml;ckt &ndash; nahmen an der j&uuml;ngsten &Uuml;bung der NATO unweit der russischen Grenze teil. Schwere Waffen der Kiewer Armee r&uuml;ckten in der Ost-Ukraine vor: Der Krieg in der Ukraine kennt keine Atempause.<br>\nDie Kiewer Sch&uuml;ler haben brav von den EU-Lehrern und deren Griechenland-Politik gelernt, wie man ein Volk sogar ohne Milit&auml;r stranguliert: Statt das Minsker Abkommen umzusetzen, das die Wiederherstellung normaler sozialwirtschaftlicher Beziehungen zum abtr&uuml;nnigen Donbass vorsieht, marschiert die Blockade: Es werden keine Renten gezahlt, auch nicht die Arzt- und Lehrergeh&auml;lter, Kiew verbietet alle Warenstr&ouml;me in die Ost-Ukraine und sogar den Autobusverkehr in die Rebellenrepubliken. Es war die Freundin von Frau Merkel, Julia Timoschenko, die schon fr&uuml;h ank&uuml;ndigte, dass man f&uuml;r die acht Millionen russischsprachigen Ukrainer eine Atombombe zur Endl&ouml;sung einsetzen sollte. Nun wird erstmal der Hunger als Waffe eingesetzt.<br>\nDoch Petro Poroshenko, der Oligarch im Pr&auml;sidenten-Habit, denkt weiter: Mit dem Gesetz 2953, j&uuml;ngst mit der &uuml;blichen Putsch-Mehrheit durch das ukrainische Parlament, die Werchowna Rada, geschleust, macht er den Weg zur &ldquo;schnelle(n) Stationierung von Atom- und anderen Massenvernichtungswaffen&rdquo; m&ouml;glich, berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Unian. Unger&uuml;hrt zitiert die S&Uuml;DDEUTSCHE ZEITUNG die Wiener OSZE-Vertreter, die das ukrainische Gesetz als einen &ldquo;Vorratsbeschluss&rdquo; bezeichneten, der bei westlichen Beobachtern und Kritikern wohl &ldquo;durchgerutscht&rdquo; sei. Bei den Berliner G&ouml;nnern der Kiewer Regierung ist scheinbar auch die fr&ouml;hliche Forderung von Aleksandr Turtschninow, dem Sekret&auml;r des Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine, durchgerutscht: Die Ukraine m&uuml;sse jetzt dringend eine &ldquo;schmutzige Bombe&rdquo; entwickeln. &ndash; Genug radioaktives Abfall-Material kann die Ukraine jederzeit aus ihren Atomkraftwerken gewinnen.<br>\nDas Gesetz 2953 hat einen weiteren Kriegs-Entwicklungs-Bestandteil: Es legalisiert den Einsatz ausl&auml;ndischer S&ouml;ldner in der Ukraine. Das passt zur ungebrochenen Aggressions-Rethorik des Gauck-Freundes Poroschenko: &ldquo;Wir befreien den Airport von Donezk, denn das ist unser Land&rdquo;, sagt der Mann, der im Minsker Abkommen etwas ganz anderes unterschrieben hat, ohne von seinen westlichen Partnern gez&uuml;gelt zu werden. Im Gegenteil versch&auml;rft er die Kriegs-Lage weiter, wenn er in dieser Woche erkl&auml;rt, dass er, entgegen dem Minsker Abkommen, dem Donezbecken den dort vereinbarten Sonderstatus verweigert.&nbsp;<br>\n(&hellip;)<br>\nQuelle:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.rationalgalerie.de\/home\/us-atombomber-ueber-europa.html\">Rationalgalerie<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Autor dieses Beitrags, Uli Gellermann, schickte zur Unterf&uuml;tterung des Hinweises auf seinen Text in der Rationalgalerie noch eine Reihe von Links:<\/em><\/p>\n<p><strong>Lust auf neuen Weltkrieg?<\/strong><br>\nUSA provozieren erneut milit&auml;rische Reaktion Russlands: Bei einem NATO-Man&ouml;ver in Lettland hat ein B-52-Bomber der US- Air Force einen atomaren Erstschlag gegen Russland simuliert und zu diesem Zweck in unmittelbarer N&auml;he zur russischen Grenze mehrere &bdquo;atomare &Uuml;bungsbomben&ldquo; abgeworfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pressejournalismus.com\/2015\/07\/nato-fokussiert-sich-auf-seinen-urspruenglichen-feind-russland\/\"># Non Profit News #<\/a><\/p>\n<p><strong>Poroschenko warnt vor griechischem Virus<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident kritisiert die Werchowna Rada wegen eines &ldquo;populistischen&rdquo; Kreditgesetzes. Ein weiterer Rada-Beschluss macht die Stationierung von Atomwaffen in der Ukraine m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/45\/45350\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><strong>Poroschenko&nbsp;k&auml;mpft an allen Fronten<\/strong><br>\nDer ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko hat &Auml;rger: Das Kabinett br&ouml;ckelt, sein Fraktionschef schmei&szlig;t hin und ein Atomwaffen-Gesetz sorgt f&uuml;r Verwirrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-poroschenkokaempft-an-allen-fronten-1.2549996\">SZ<\/a><\/p>\n<p><strong>Finanzhilfen f&uuml;r die Ukraine: Russisches Roulette vor dem Abgrund<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF), die EU, Deutschland und die Vereinigten Staaten haben sich zusammengetan, um das Land, das nach einer russischen Milit&auml;rintervention ums &Uuml;berleben k&auml;mpft, &uuml;ber Wasser zu halten. Im M&auml;rz haben sie ein Paket aus vierzig Milliarden Dollar an Krediten und Schuldenerleichterungen geschn&uuml;rt: 17,5 Milliarden vom IWF, 7,5 von bilateralen Gebern und 15,3 Milliarden durch Umstrukturierung ukrainischer Schulden bei privaten Gl&auml;ubigern.<br>\nOhne den Westen w&auml;re die Ukraine pleite<br>\nDas Geld ist dringend n&ouml;tig, denn nach der russischen Invasion vor einem Jahr ist die Wirtschaft in Turbulenzen geraten. Der Krieg kostet nach Kiewer Angaben f&uuml;nf Millionen Dollar pro Tag, der fr&uuml;her dominierende Export nach Russland ist auf ein Drittel gesunken, und die Investitionen bleiben aus. Das Bruttoinlandsprodukt wird dem IWF zufolge 2015 um neun Prozent schrumpfen, die Arbeitslosigkeit steigt. Ohne Hilfe aus dem Westen w&auml;re die Ukraine l&auml;ngst pleite.Am 12. Juni durchschlug Christine Lagarde, die Generaldirektorin des Fonds, den Knoten: &bdquo;Falls keine Einigung mit den privaten Gl&auml;ubigern erreicht wird&ldquo;, teilte sie mit, &bdquo;und wenn das Land zu dem Schluss kommt, dass es seine Schulden nicht bedienen kann, ist der Fonds in der Lage, (weitere) Anleihen an die Ukraine auszugeben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/finanzhilfen-fuer-die-ukraine-russisches-roulette-vor-dem-abgrund-13686328.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Zum Abschluss und zur Abrundung des Themas Ukraine, Russland, USA, Krieg und Frieden &ndash; ein altes immer noch hochaktuelles St&uuml;ck von:<\/em><\/p>\n<p><strong>Hagen Rether 2014: Alles Nordkorea&hellip;!? Oder was..?<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=U19ij63Qa24\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schauplatz Balkan: Geheimdienste, Oligarchen und Mafia in Ex-Jugoslawien<\/strong><br>\nSerbien, Kosovo, Montenegro und Mazedonien befinden sich in der &bdquo;Schusslinie&ldquo; zwischen Russland und dem Westen. Das zumindest behauptete US-Au&szlig;enminister John Kerry Ende Februar vor dem Ausschuss f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten des US-Senats. Bereits die Argumente, die Moskau 2014 im Zusammenhang mit der Krim-Annexion bem&uuml;hte, klangen wie ein sarkastisches Echo auf die Gr&uuml;nde, auf die sich die Nato 1999 zur Rechtfertigung der Luftangriffe auf Restjugoslawien berufen hatte: In beiden F&auml;llen galt es angeblich, eine humanit&auml;re Katastrophe zu verhindern.<br>\nAuf der diesj&auml;hrigen M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz zog der russische Au&szlig;enminister Sergei Lawrow am 7.&nbsp;Februar erneut diese Parallele, als er betonte, im Kosovo habe es &ndash; anders als auf der Krim &ndash; kein Unabh&auml;ngigkeitsreferendum gegeben. Deshalb sei die Sezession der Krim und deren Anschluss an die Russische F&ouml;deration auch besser mit internationalem Recht vereinbar als die Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung des Kosovo.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5208401\">Jean-Arnault Derens und Laurent Geslin in Le Monde diplomatique<\/a>\n<p>siehe dazu: <strong>Machtkampf in Mazedonien<\/strong><br>\nWas hat die aktuelle politische Krise in der Republik Mazedonien mit der Konfrontation zwischen Russland und dem Westen zu tun? Das national-konservative Regime des fragilen multiethnischen Staats wird gegenw&auml;rtig von den Enth&uuml;llungen des Chefs der sozialdemokratischen Opposition, Zoran Zaev, ersch&uuml;ttert. Geheime Mitschnitte belegen, in welchem Ausma&szlig; Ministerpr&auml;sident Nikola Gruevski und seine Umgebung die Korruption auf h&ouml;chster Ebene organisieren, Justiz und Medien &uuml;berwachen und das ganze Land aussaugen.<br>\nDie Herkunft dieser Mitschnitte sorgt zus&auml;tzlich f&uuml;r Diskussionen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!5208646\">Jean-Arnault Derens und Laurent Geslin in Le Monde diplomatique <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26713#h22\">Juli-Printausgabe von Le Monde diplomatique<\/a> heute auch als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>V&ouml;lkermord verj&auml;hrt nicht<\/strong><br>\nNoch immer weigert sich die deutsche Regierung, den V&ouml;lkermord an den Herero und Nama vor hundert Jahren auch V&ouml;lkermord zu nennen. Das ist kontrollierter Ged&auml;chtnisverlust.<br>\nNiemand hat Ziel und Wesen des Kolonialismus pr&auml;ziser und brutaler definiert als Julius Scharlach (1842&ndash;1908), Hamburger Rechtsanwalt, Spekulant und Kolonialunternehmer, unter anderem in Deutsch-S&uuml;dwestafrika: &bdquo;Kolonisieren, das zeigt die Geschichte aller Kolonien, bedeutet nicht, die Eingeborenen zivilisieren, sondern sie zur&uuml;ckdr&auml;ngen und schlie&szlig;lich vernichten. Der Wilde vertr&auml;gt die Kultur nicht; auf ihn wirken nur ihre schlimmen Seiten; sie vernichtet r&uuml;cksichtslos den Widerstrebenden oder Schwachen (&hellip;) Diese an sich gewiss traurige Tatsache muss als eine erwiesene geschichtliche Notwendigkeit betrachtet werden. Wer sie nicht anerkennen will, weil sie von einem h&ouml;heren idealen Standpunkt aus unberechtigt erscheinen mag, der darf nicht unternehmen, Kolonien zu erwerben und zu verwerten.&ldquo;<br>\nIn keiner deutschen Kolonie ist diese &bdquo;Notwendigkeit&ldquo; kompromissloser exekutiert worden als in Deutsch-S&uuml;dwest, dem heutigen Namibia: Dem Holocaust in Auschwitz ging der Genozid an den Herero und Nama zwischen 1904 und 1908 durch die deutschen &bdquo;Schutztruppen&ldquo; unter Generalleutnant Lothar von Trotha voraus. Von den etwa 80 000 Herero haben 15 130 (Volksz&auml;hlung von 1911), von den 20 000 Nama 10 000 ihren Widerstand gegen die deutsche Kolonialmacht &uuml;berlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/leitartikel\/kolonialismus-voelkermord-verjaehrt-nicht,29607566,31145420.html\">Christian Bommarius in der FR<\/a>\n<p>dazu: <strong>Widerspr&uuml;che deutscher Erinnerung<\/strong><br>\nDer kritische Umgang mit der eigenen Vergangenheit, das schonungslose Aufdecken der dunklen Seiten der eigenen Geschichte, geh&ouml;rte zum Staatsverst&auml;ndnis Deutschlands nach 1945. Es war in vielerlei Hinsicht so etwas wie die Wiedereintrittskarte in den Kreis der &sbquo;zivilisierten&lsquo; Nationen nach den ungeheuerlichen Verbrechen des &sbquo;Dritten Reiches&lsquo;. [&hellip;]<br>\nGanz anders geht Deutschland mit seiner kolonialen Vergangenheit um. Es ist besch&auml;mend, dass es der deutschen Politik wie der breiten deutschen &Ouml;ffentlichkeit nicht gelingt, einen &auml;hnlich mutigen Schritt in Bezug auf Deutschlands koloniale Vergangenheit zu tun. Seit Jahren liegt die historische Evidenz auf dem Tisch, dass das Deutsche Reich im damaligen S&uuml;dwestafrika, dem heutigen Namibia, den ersten Genozid des 20. Jahrhunderts ver&uuml;bte (1904-1908).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Essay-Kolonialismus-in-Namibia\/!5211171\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Jetzt geht die rechtspopulistische Party richtig los<\/strong><br>\n&hellip; Die meisten professionellen Beobachter sind sich dennoch einig, die AfD sei erstens mit dem Sturz Luckes und der Wahl von Frauke Petry zur neuen Vorsitzenden nach rechts ger&uuml;ckt. Zweitens habe auf dem Parteitag der P&ouml;bel die Regie in der Partei &uuml;bernommen. Petry st&uuml;tze ihre Macht somit auf Geister, die auch ihr schon bald das Leben schwer machen k&ouml;nnten. Die Chancen der AfD, im Herbst 2017 in den Bundestag einzuziehen, seien drittens gesunken. Ohne die seri&ouml;se Fassade, mir der Bernd Lucke und seine Professorenriege die Partei umgaben, sei die AfD f&uuml;r entt&auml;uschte W&auml;hler von CDU und FDP nicht mehr w&auml;hlbar. Kurzum: Die AfD ist gescheitert&hellip;<br>\nDer Grat, auf dem die AfD erfolgreich sein kann, bleibt gleichzeitig schmal. Auch die meisten Protestw&auml;hler schrecken vor offener Ausl&auml;nderfeindlichkeit und jeder N&auml;he zur NPD zur&uuml;ck. Vor allem im Westen. Auch das Etikett &bdquo;Pegida-Partei&ldquo; w&auml;re f&uuml;r die AfD au&szlig;erhalb von Sachsen eine Belastung. Auf diesem schmalen Grat muss Petry ihre Partei also nun konsolidieren. Gelingt dies, bleiben der AfD mit Blick auf 2017 alle Chancen.<br>\nDie Identit&auml;tskrise Europas, die absehbare Pleite Griechenlands, die vielen Fl&uuml;chtlinge, die in Europa Schutz suchen, die Angst vor dem Islam, all das sind Themen mit denen sich ein rechtspopulistischer Wahlkampf f&uuml;hren lie&szlig;e. Auch in der Familienpolitik f&uuml;hlen sich viele Konservative politisch heimatlos. Hinzu kommt: Der eingef&uuml;hrte Markenname &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; bleibt, selbst wenn Parteigr&uuml;nder Bernd Lucke jetzt geht und eine neue Partei gr&uuml;ndet. Zudem bekommt die AfD allein in diesem Jahr mehr als f&uuml;nf Millionen Euro aus der staatlichen Parteienfinanzierung. Sie hat damit genug Geld, um Wahlk&auml;mpfe zu finanzieren. Es kann also sein, dass die rechtspopulistische Party jetzt erst richtig losgeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/alternative-fuer-deutschland-jetzt-geht-die-rechtspopulistische-party-richtig-los\">Christoph Seils im Cicero<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Rezension: Fabian Scheidler: Das Ende der Megamaschine<\/strong><br>\nWie schwer ist es doch f&uuml;r uns leider oft zu wenig informierten B&uuml;rgerInnen, den zunehmend zerst&ouml;rerischen globalen Kapitalismus in seiner totalit&auml;ren Eigendynamik zu begreifen, geschweige denn eine so &uuml;berbordende &bdquo;Megamaschine&ldquo; in ihrer fatalen Rotation selber noch handelnd auszubremsen. Ignorieren f&auml;llt angesichts so vieler schmerzhaft deutlichen Symptome auch im reichen Westen immer schwerer: &bdquo;Wir sind augenblicklich Zeugen, wie ein ganzer Planet, der vier Milliarden Jahre f&uuml;r seine Entwicklung brauchte, in einer globalen Wirtschaftsmaschinerie verheizt wird, die Unmengen von G&uuml;tern und zugleich Unmengen von M&uuml;ll produziert, irrsinnigen Reichtum und massenhaftes Elend, permanente &Uuml;berarbeitung und sinnlosen Leerlauf.&ldquo; Diese Diagnose stellt Fabian Scheidler in seinem historisch und &ouml;konomisch kenntnisreichen Buch &uuml;ber die &bdquo;Geschichte einer scheiternden Zivilisation&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blog-der-republik.de\/ein-brutal-suesser-brei-namens-fortschritt-das-ende-der-mega-maschine\/\">Marianne B&auml;umler Blog der Republik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Sigmar Gabriel schlie&szlig;t Gro&szlig;e Koalition f&uuml;r 2017 aus, weil ihm CDU und CSU zu links sind<\/strong><br>\nNun also doch: Sigmar Gabriel hat einer Fortf&uuml;hrung der Gro&szlig;en Koalition nach der Bundestagswahl 2017 eine Abfuhr erteilt. Dem SPD-Vorsitzenden, der in den letzten Monaten durch besondere H&auml;rte gegen Griechenland, unerm&uuml;dliches Werben f&uuml;r das Freihandelsabkommen TTIP sowie Forderungen nach mehr &ldquo;patriotischem Selbstverst&auml;ndnis&rdquo; und Heimatgef&uuml;hl aufgefallen war, sind die Unionsparteien inzwischen zu links.<br>\n&ldquo;Mit weichgesp&uuml;lten Konsensparteien wie CDU und CSU k&ouml;nnen wir auf Dauer nicht zusammenarbeiten&rdquo;, so Gabriel heute in Berlin. &ldquo;Klar. Mit der Union k&ouml;nnen wir jetzt noch einige SPD-Kernthemen wie Vorratsdatenspeicherung, TTIP, Fracking, &ouml;ffentlich-private Partnerschaften und vielleicht sogar den Rauswurf Griechenlands aus der EU durchsetzen, aber das war&rsquo;s dann auch mit den Schnittmengen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2015\/07\/sigmar-gabriel-schliet-groe-koalition.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: Wer wird in Griechenland gesch&uuml;tzt?<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/150710_Bild_Das-Letzte.jpg\" alt=\"Wer wird in Griechenland gesch&uuml;tzt?\" title=\"Wer wird in Griechenland gesch&uuml;tzt?\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/9gag.com\/gag\/aXXXq6z?ref=fsidebar\">9gag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/AM\/AT)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-26749","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26749","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=26749"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26749\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":26751,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/26749\/revisions\/26751"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=26749"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=26749"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=26749"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}