{"id":2677,"date":"2007-10-08T09:19:13","date_gmt":"2007-10-08T07:19:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2677"},"modified":"2007-10-08T10:45:42","modified_gmt":"2007-10-08T08:45:42","slug":"hinweise-des-tages-498","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2677","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind.<br>\nWenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann <a href=\"?p=2677&amp;email=1\">weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><strong>Das letzte Gefecht der SPD<\/strong><br>\nDie Partei hat unter ihrem Kanzler Schr&ouml;der ihre Identit&auml;t verloren; ihr fehlen seitdem Geist, Mut, Herz und Sinn. Die Agenda 2010 liegt auf ihr wie eine Grabplatte. Die alten Gegner der Sozialdemokratie stehen mit Genugtuung davor, spritzen Weihwasser und murmeln heuchlerische Lobesworte, die so klingen wie der alte Satz, wonach es s&uuml;&szlig; sei, f&uuml;r das Vaterland zu sterben; die SPD solle deshalb an der Grabplatte ja nicht kratzen und nicht r&uuml;tteln. &ndash; Soziale Rechte sollen den Zusammenhalt der Gesellschaft wahren. Wenn das nicht mehr Agenda der Politik ist, dann verwahrlost zuerst die Sozialdemokratie und dann die Gesellschaft. Es geht also nicht darum, ob und wie an ein paar Stellschrauben der Schr&ouml;derschen Reformen gedreht wird. Es geht darum, die Demokratie zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/deutschland\/artikel\/741\/136472\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So treffend Heribert Prantls Bild mit der Agenda als &bdquo;Grabplatte&ldquo; liegt, so sehr bleibt er der Logik der Agenda verhaftet. Sie ist f&uuml;r ihn eben nur &bdquo;einseitig&ldquo; und zerst&ouml;re das Gleichgewicht zwischen &bdquo;der Wirtschaft und dem Sozialen&ldquo;. Dass sie insgesamt ein falscher Politikansatz ist und nur am Symptom der Arbeitslosigkeit und nicht an ihren Ursachen zu kurieren versucht, geht dabei unter. Dass sie vor allem ein Drohmittel ist, mit denen den Menschen Angst gemacht werden soll, damit sie (auch unzumutbare) Arbeit zu jedem Preis annehmen, bleibt unber&uuml;cksichtigt. Was Prantl mit einer &bdquo;anst&auml;ndigen Grundsicherung f&uuml;r alte und erwerbslose Menschen&ldquo; meint, bleibt ziemlich vage. Wichtiger w&auml;re jedenfalls eine andere Wirtschaftspolitik, die neue und vor allem sozialversicherungspflichtige Arbeitspl&auml;tze schafft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dre&szlig;ler geht mit SPD hart ins Gericht<\/strong><br>\n&bdquo;Da werden ja von Leuten, die &uuml;berhaupt keine Ahnung haben, was ein Leben mit Hartz IV bedeutet, innerhalb der SPD Thesen vertreten, wo man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln kann. Als ob nun jemand, der statt 12 Monate 15 Monate Arbeitslosengeld bezieht, die Konjunktur gef&auml;hrdet. Das ist ja so was von l&auml;cherlich, was man da h&ouml;rt, dass man nur noch den Kopf sch&uuml;tteln kann. Das einzig Positive an dieser Debatte ist, dass endlich mal wieder Sozialpolitik im Streitpunkt der Bundespolitik steht, dass das nicht einfach &uuml;bergegangen wird, sondern dass das mal wieder zum zentralen Thema der Auseinandersetzung geworden ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/677396\/\">DLF<\/a><\/li>\n<li><strong>Becks Rolle vorw&auml;rts, M&uuml;ntes Salto Mortale<\/strong><br>\nWenige Wochen vor dem Parteitag streitet die SPD &uuml;ber ihren sozialpolitischen Kurs. SPD-Chef Beck plant eine Reihe von Wohltaten, nicht nur beim Arbeitslosengeld, sondern auch bei der Rente. Der zust&auml;ndige Minister M&uuml;ntefering h&auml;lt verzweifelt dagegen &ndash; k&auml;mpft aber auf verlorenem Posten. Das Paket, welches Beck zur Abstimmung stellen will, umfasst nicht nur die von M&uuml;ntefering abgelehnte Verl&auml;ngerung des Arbeitslosengeldes I f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer. Es geht auch um eine Aufweichung der Rente mit 67, st&auml;rkere Kontrolle der Leiharbeit und mehr Geld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,509844,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man sollte besser von M&uuml;ntes Salto r&uuml;ckw&auml;rts sprechen, wenn man sich in Erinnerung ruft, dass die SPD-Bundestagsfraktion am 14. Juni 2005 beschlossen hatte, &bdquo;die gestaffelte Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes von bis zu 32 Monaten bis 31. Januar 2008 zu verl&auml;ngern&ldquo;, so hei&szlig;t es in den Willy-Brandt-Haus-Materialien vom 15. Juni. Der SPD-Arbeitsmarktexperte Brandner hatte diese &Auml;nderung von Hartz IV damit begr&uuml;ndet, dass &auml;ltere Arbeitslose auf dem angespannten Arbeitsmarkt weiter nur geringe Chancen h&auml;tten. Dieser Antrag wurde sogar in den Bundesrat eingebracht und dann auf Druck des damaligen Bundeskanzlers Schr&ouml;der im Zusammenhang mit dessen Neuwahl-Coup zur&uuml;ckgezogen. Zur Zeit dieses <a href=\"?p=1869\">Fraktionsbeschlusses war Franz M&uuml;ntefering Vorsitzender der SPD-Fraktion<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Fr&uuml;hverrentung f&uuml;r Franz M&uuml;ntefering<\/strong><br>\nArbeitsminister Franz M&uuml;ntefering (SPD) hat die eine Kr&ouml;te noch nicht ganz hinuntergew&uuml;rgt, da servieren ihm die Genossen bereits die n&auml;chste. Sozialdemokraten um Parteivize Elke Ferner und Ludwig Stiegler basteln daran, neue M&ouml;glichkeiten einer abschlagsfreien Fr&uuml;hverrentung einzuf&uuml;hren. Das ist ein frontaler Angriff auf den Exparteivorsitzenden Franz M&uuml;ntefering, der vergangenes Jahr daf&uuml;r gesorgt hatte, das Rentenalter schneller als geplant auf 67 Jahre anzuheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=digitaz-artikel&amp;ressort=in&amp;dig=2007\/10\/08\/a0060&amp;no_cache=1&amp;src=GI&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was verl&ouml;re die SPD mit M&uuml;ntefering?<br>\nEr hatte zusammen mit Schr&ouml;der die Agenda 2010 und die Neuwahlen 2005 durchgesetzt und damit die sozialdemokratische Kanzlerschaft um ein Jahr abgek&uuml;rzt. Einziges Ziel: die so genannten Reformen durchzubringen und weiter abzusichern durch eine gro&szlig;e Koalition. M&uuml;ntefering musste wissen, dass die SPD keine Chance hatte, die Wahl zu gewinnen. Er hat also auf eine neue, vorgezogene Wahl hingearbeitet, die ihn zum Vizekanzler aufsteigen und seine Partei als Kanzlerpartei absteigen lie&szlig;. Und zugleich auch noch das Anliegen eines gro&szlig;en Teils der Partei, n&auml;mlich mit diesen Reformen aufzuh&ouml;ren, mit F&uuml;&szlig;en getreten. Er verzichtete schlie&szlig;lich auf politische Macht f&uuml;r seine Partei, um genau diese Reformen auch in Zukunft durchsetzen zu k&ouml;nnen. Diesen &bdquo;Kurs&ldquo; wird er halten, so lange er Minister ist, und die SPD dauerhaft l&auml;hmen, wenn er ihr nicht sogar das Grab schaufelt.<br>\nMan sollte ihn besser neben Schr&ouml;der zum Ehrenvorsitzenden machen und als Devotionalie ins Regal stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Weniger Sicherheit, weniger Wachstum<\/strong><br>\nNeue Jobs haben die wiederholten Arbeitsmarktreformen seit Beginn der 90er-Jahre nicht gebracht. Stattdessen beg&uuml;nstigten Flexibilisierung und Deregulierung Niedrigl&ouml;hne &ndash; und schw&auml;chten die Wirtschaft. So das Urteil zweier angesehener Wirtschaftsprofessoren (Wendy Carlin, Professorin am University College London, und Professor David Soskice von der London School of Economics).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-06F1A253\/hbs\/hs.xsl\/32014_88960.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Nettol&ouml;hne bleiben niedrig<\/strong><br>\nDie deutschen Arbeitnehmer verdienen nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen und bereinigt um die Inflation gerade einmal so viel wie vor 15 Jahren &ndash; pro Stunde. 1991, im ersten komplett gesamtdeutschen Jahr, waren es im Schnitt noch 11,17 Euro pro Stunde. Im vergangenen Jahr gab es durchschnittlich 11,68 Euro &ndash; lediglich 51 Cent mehr. &ldquo;Wer vergleichen will, wie sich L&ouml;hne und Geh&auml;lter entwickeln, sollte sich die Betr&auml;ge pro geleisteter Arbeitsstunde ansehen&rdquo;, erkl&auml;rt IMK-Wissenschaftlerin Camille Logeay. Denn bei einer Betrachtung der Einkommen pro Kopf w&uuml;rden Ver&auml;nderungen in der Besch&auml;ftigtenstruktur &ndash; wie mehr Teilzeitbesch&auml;ftigung oder Mini- und Ein-Euro-Jobs &ndash; die Zahlen verzerren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-E4E8CC08\/hbs\/hs.xsl\/32014_88959.html\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Klagewelle durch Hartz-IV-Empf&auml;nger: F&uuml;r 40 Euro und ein bisschen W&uuml;rde<\/strong><br>\nZehntausende Hartz-IV-Empf&auml;nger &uuml;berh&auml;ufen die deutschen Sozialgerichte mit Klagen, es geht ihnen oft nur um wenig Geld &ndash; und eine korrekte Behandlung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/artikel\/753\/136484\/print.html\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider dringt der Bericht nicht zur Analyse vor, warum diese Klagewelle nicht einfach als normale Reaktion auf ein neues Sozialgesetz (die Zusammenlegung von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II) zu erkl&auml;ren ist, wie es die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sehen m&ouml;chte. Michael Kanert, Pressesprecher des Sozialgerichts Berlin und selbst Richter, sagt dagegen ausdr&uuml;cklich: &ldquo;Doch das ist kein normaler Zuwachs, der durch eine Zusammenlegung passieren kann.&rdquo;<br>\nAusgangspunkt k&ouml;nnte ein Satz sein, der auch in dieser Reportage f&auml;llt: &ldquo;Diese Gesetze sind von Leuten gemacht, die von der Wirklichkeit keine Ahnung haben&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Merkel macht gegen Mindestlohn mobil<\/strong><br>\nDer Streit in der Koalition &uuml;ber den Mindestlohn f&uuml;r Brieftr&auml;ger spitzt sich zu. Arbeitsminister M&uuml;ntefering wirft seinem Kabinettskollegen Glos vor, die Vereinbarungen zu unterlaufen. Und Kanzlerin Merkel versucht nach SPIEGEL-Informationen, die Verleger gegen das Vorhaben zu mobilisieren. Einige Verlage w&auml;ren von einem neuen Mindestlohn betroffen, weil sie nach dem Wegfall des Post-Monopols im kommenden Jahr ins Briefgesch&auml;ft einsteigen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,509834,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und prompt findet sich heute etwa in Bild am Sonntag eine ganzseitig Anzeige einer &bdquo;Initiative Deutscher Zeitungen&ldquo;. Sie zeigt M&uuml;ntefering mit einer gelben Postlerm&uuml;tze und hat die Schlagzeile: &bdquo;Lieber Herr M&uuml;ntefering, Sie wurden gew&auml;hlt, um f&uuml;r Deutschland zu arbeiten und nicht f&uuml;r die Post.&ldquo;<br>\n&bdquo;Deutschland&ldquo;, das sind also die Interessen der Zeitungsverleger, die partout verhindern wollen, dass ihre privaten Zustelldienste in die (nach Verlegersicht &bdquo;&uuml;berh&ouml;hten&ldquo;) Mindestl&ouml;hne einbezogen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EU: &raquo;Rechte der Besch&auml;ftigten werden weiter abgebaut&laquo;<\/strong><br>\nEurop&auml;ische Kommission will Vollzeit- und prek&auml;re Arbeit rechtlich angleichen &ndash; auf niedrigstem Niveau. Ein Gespr&auml;ch mit Gerold Schwarz, EU-AG Attac.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-05\/042.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Bu&szlig;geld statt Lohn<\/strong><br>\nAuf der Baustelle der hessischen Staatsweing&uuml;ter hatte eine rum&auml;nische Firma, Consola Grup Construct SRL, ihren Arbeitern nicht den Mindestlohn gezahlt. Das deshalb f&auml;llige Bu&szlig;geld von 200 000 Euro haben die Bauarbeiter durch Lohnverzicht finanziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.main-rheiner.de\/region\/objekt.php3?artikel_id=2991496\">Main-Rheiner (Tageszeitungen der Verlagsgruppe Rhein Main)<\/a><\/li>\n<li><strong>Dienstaufsichtsbeschwerde gegen leitende Beamte des Bundesamtes f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)<\/strong><br>\nAm 24.11.2006 legte das Umweltinstitut M&uuml;nchen e.V. Dienstaufsichtsbeschwerde gegen zwei leitende Beamte der Abteilung Gentechnik im Bundesamt f&uuml;r Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ein. Anlass waren mehrere skandal&ouml;se Genehmigungen von gentechnischen Freisetzungsversuchen durch die Beh&ouml;rde. Das Umweltinstitut wies in seiner Beschwerde die langj&auml;hrige &ouml;ffentliche Parteinahme des Leiters der Abteilung Gentechnik im BVL, Professor Buhk, sowie dessen Stellvertreter, Dr. Bartsch, f&uuml;r die Agro-Gentechnik nach, stellte Antrag auf Feststellung der Befangenheit der beiden Beamten und forderte die Entbindung von ihren Aufgaben. Beide traten unter anderem in einem Gentechnik-Werbefilm von Konzernen wie Monsanto, Pioneer, Bayer (Aventis) und anderen auf. Prof. Buhk zum Beispiel preist in diesem Film die angeblichen &ouml;konomischen Vorteile durch den Anbau von gentechnisch ver&auml;ndertem Bt-Mais.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/umweltinstitut.org\/gentechnik\/freisetzungsversuche\/dienstaufsichtsbeschwerde-484.html\">Umweltinstitut M&uuml;nchen e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir k&ouml;nnen nicht bewerten, ob die Genehmigung der Freisetzungsversuche tats&auml;chlich als skandal&ouml;s einzustufen ist. Die vorliegenden Fakten geben aber wohl hinreichend Anlass, an der Unabh&auml;ngigkeit der f&uuml;r die Genehmigung zust&auml;ndigen Beamten zu zweifeln. Unter der Annahme, dass solche Interessenkonflikte auch in anderen L&auml;ndern vertuscht werden, erscheint manche Absurdit&auml;t erkl&auml;rbar. So hatten die VDI-Nachrichten am 23. M&auml;rz 2007 darauf hingewiesen, dass transgener Mais als Futter- und Lebensmittel in der EU <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/vdi-nachrichten\/aktuelle_ausgabe\/akt_ausg_detail.asp?source=rubrik&amp;cat=1&amp;id=32310\">einem einfachen Zulassungsverfahren ohne Langzeittests unterliegt<\/a>. Pflanzenschutzmittel w&uuml;rden viel intensiver gepr&uuml;ft, als es beim transgenen Mais geschehen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Absurdes Justiz-Schauspiel<\/strong><br>\nOb das Bahn-Management oder die Lokf&uuml;hrer als Sieger aus dem Streik hervorgehen &ndash; diese Frage l&auml;sst sich nach einem Tag mit rund 50 Prozent Zugausf&auml;llen noch nicht beantworten. Ein Verlierer steht allerdings schon fest: die Justiz. Die &Ouml;ffentlichkeit hat l&auml;ngst den &Uuml;berblick verloren, welches Gericht auf welcher Grundlage &uuml;ber welche Aspekte des Bahnstreiks entscheidet. Und selbst f&uuml;r Arbeitsrecht-ExpertInnen ist das absurde Schauspiel, das die Justiz derzeit auff&uuml;hrt, kaum mehr zu durchschauen. Weil die Bahn im ganzen Land unterwegs ist, kann sie praktisch bei jedem deutschen Gericht versuchen, einen geplanten Streik per einstweilige Verf&uuml;gung verbieten zu lassen. Und sie findet immer wieder Arbeitsrichter, die dabei gern mitspielen: Im j&uuml;ngsten Fall wurde der Streik im bundesweiten Fernverkehr vom Arbeitsgericht Chemnitz gestoppt &ndash; einer Stadt, an deren Bahnhof kein einziger Fernzug h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/index.php?id=kommentar&amp;art=5657&amp;src=MT&amp;id=kommentar-artikel&amp;cHash=47dbb44fdd&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Hermann Scheer: Vorzugsaktie funktionier<\/strong><br>\nDie Volksaktie ist rechtlich m&ouml;glich, wirtschaftlich machbar und politisch richtig. Sie verhindert den Einflu&szlig; von privaten Aktion&auml;ren auf die Bahn und verschont sie damit vor dem Renditedruck des Kapitalmarktes. Klar ist aber auch: damit ist nur die H&auml;lfte der Ziele erreicht. Die Bahn ist gegenw&auml;rtig zu 100 Prozent in Besitz des Bundes und wird doch gef&uuml;hrt, als w&auml;re sie ein Privat-unternehmen. Der Bahn-Vorstand hatte freie Hand darin, weltweit Logistikfirmen aufzukaufen und so den Traum von Hartmut Mehdorn zu verwirklichen, aus der Bahn einen Global Player zu machen. Dabei ist die Kernaufgabe der Bahn, n&auml;mlich der Personen- und G&uuml;tertransport hierzulande, immer weiter in den Hintergrund getreten. Wer also eine neue Bahnpolitik will, eine Bahn, die wieder auf ihre eigentliche Aufgabe konzentriert ist, der muss daf&uuml;r streiten, dass der Bund seine Eigent&uuml;mer-rechte wieder wahrnimmt. Das erste, was er dann zu tun h&auml;tte, w&auml;re die Abl&ouml;sung des derzeitigen Vorstandsvorsitzenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/10-08\/020.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Lieber Hermann Scheer, bei allem Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Zwang zu Kompromissen, die entscheidende Frage l&auml;sst Du unbeantwortet: Wenn die Verzinsung der Vorzugsaktie geringf&uuml;gig h&ouml;her liegen soll als bei einer Bundesanleihe, warum geht man dann den komplizierten und unsicheren Weg einer Privatisierung mittels Vorzugsaktien?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Warnung vor riskanten Krediten<\/strong><br>\nDie Private-Equity-Branche steckt derzeit in einer Krise, die sie selbst mit verursacht hat. Wissenschaftler empfehlen bessere Regeln, um die Besch&auml;ftigten der gekauften Firmen und den Finanzmarkt zu sch&uuml;tzen. Die Professoren Gerald Spindler und Reinhard Schmidt erwarten vielmehr, dass sich Private Equity in Deutschland k&uuml;nftig noch st&auml;rker ausbreiten wird. Um Besch&auml;ftigte, Zulieferer, Staat und die Finanzm&auml;rkte zu sch&uuml;tzen, empfehlen Spindler und Schmidt ebenso wie Voth gezielte Anpassungen des Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-3D0AB75D-C4A44D02\/hbs\/hs.xsl\/32014_88964.html\">B&ouml;ckler-Impuls<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesundheitspolitik<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Sorge um Arzneimittelsicherheit<\/strong><br>\nDie Union hat vor ernsten Gefahren f&uuml;r die Sicherheit von Patienten gewarnt, sollten Pl&auml;ne von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) zur Privatisierung der Arzneimittelaufsicht umgesetzt werden. &ldquo;Gerade der 50. Jahrestag des Contergan-Skandals sollte uns Mahnung sein, dass wir bei Arzneimitteln eine hervorragend funktionierende, unabh&auml;ngige Kontrolle brauchen&rdquo;, sagte der stellvertretende Unions-Fraktionschef Wolfgang Z&ouml;ller (CSU) der Berliner Zeitung. &ldquo;Der Schutz der Gesundheit des Patienten ist h&ouml;herrangig als das Interesse der Hersteller an einer ungehinderten Vermarktung ihres Produktes.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/print\/politik\/692082.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Pflegeheime: Sauber, satt &ndash; und abgeschoben?<\/strong><br>\nUlla Schmidt will, dass ambulante Dienste und Heime k&uuml;nftig regelm&auml;&szlig;ig &uuml;berpr&uuml;ft werden &ndash; durch die Medizinischen Dienste der Krankenkassen (MDK). Deren Berichte sollen, als eine Art Testbericht aufbereitet, ver&ouml;ffentlicht werden, damit die Nachfragenden zumindest eine erste Orientierung haben, wenn sie einen Heimplatz suchen. Doch &uuml;ber die Ver&ouml;ffentlichung der Hause Schmidt kommt den Heimbetreibern entgegen: Es soll zwar verst&auml;rkt gepr&uuml;ft, die Ergebnisse jedoch nur in Abstimmung mit den Heimen ver&ouml;ffentlicht werden &ndash; das ist so, als ob die Stiftung Warentest die Hersteller gepr&uuml;fter Produkte um Erlaubnis fragen m&uuml;sste, wenn ein negatives Testurteil in Aussicht steht. Der Gedanke, Heime einem Verbraucher-Test zu unterziehen und den Medizinischen Dienst durch eine &ouml;ffentliche und unabh&auml;ngige Pr&uuml;fstelle zu ersetzen &ndash; von Christoph Kranich vom Verbraucherverband Hamburg auf dem Hauptstadtkongress mit viel Nachdruck vorgestellt und von &Auml;rztefunktion&auml;ren entsetzt als &ldquo;Beh&ouml;rdengespenst&rdquo; abgelehnt -, hat sich zu Teilen nun die Union zu eigen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/40\/074000501.php\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR (auch zum vorherigen Hinweis):<\/strong> Die SPD scheint keinen, aber auch wirklich gar keinen Fehler auslassen zu wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der amerikanische Patient<\/strong><br>\nSicko (von Michael Moore) ist eine gro&szlig;e Anklage gegen unterlassene Hilfeleistung, gegen all die pathologischen Sch&auml;ndlichkeiten, die entstehen, wenn &ouml;ffentliche G&uuml;ter f&uuml;r ein Gesch&auml;ft auf Leben und Tod schamlos privatisiert werden. Moore interessieren die Trag&ouml;dien, die sich innerhalb des Systems ereignen, also bei denjenigen, die eine Versicherung abgeschlossen haben und trotzdem auf der Strecke bleiben. Warum? Weil das amerikanische Gesundheitssystem &uuml;berwiegend privatwirtschaftlich organisiert ist und die gro&szlig;en Versicherungskonzerne mit dem Wohl und Wehe ihrer Klienten Geld verdienen wollen. So wird aus jedem &raquo;Kunden&laquo; bilanztechnisch ein Schadensfall, woraus folgt: Je mehr Kosten die Konzerne (zum Beispiel &raquo;wg. Vorsch&auml;den&laquo;) abw&auml;lzen k&ouml;nnen, desto ges&uuml;nder ist es f&uuml;r ihr Gesch&auml;ft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2007\/41\/Sicko?page=all\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> F&uuml;r die ZEIT bemerkenswert ist dieser Absatz: &bdquo;Deutschland kommt (im Film, KR) gar nicht vor. Irgendjemand muss ihm davon abgeraten haben, das Verm&auml;chtnis rot-gr&uuml;ner Politik in Augenschein zu nehmen, jene landestypische Hartz-IV-Familie, die ihr Kind mit 2,90 Euro am Tag durchbringen muss.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mitarbeiterflucht in Hamburgs Krankenh&auml;usern<\/strong><br>\nDie Privatisierung der Krankenh&auml;user und Pflegeheime ist in Hamburg abgeschlossen. Nun wollen rund 2000 Mitarbeiter zu ihrem alten Arbeitgeber, der Stadt, zur&uuml;ck. Aber die hat kaum Stellen anzubieten. Auf die Frage, warum die Menschen zur Stadt zur&uuml;ckkehren wollen, antwortet die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Angelika Detsch: &ldquo;Aus meiner Sicht hat es etwas mit der allgemeinen Situation der Pflege, dem Pflegenotstand zu tun.&rdquo; Die &Auml;rzte und das Pflegepersonal k&ouml;nnten dem einzelnen Patienten immer weniger Zeit widmen, wenn sie rentabel arbeiten wollten. Damit bleibt die pers&ouml;nliche Beziehung mit den Patienten auf der Strecke. Viele der Mitarbeiter wollten und k&ouml;nnten diese Zust&auml;nde nicht weiter unterst&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Mitarbeiterflucht%20Hamburgs%20Krankenh%E4usern\/261233.html\">FTD<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Unerkannte Mittler &ndash; Mit dem Aufbau von &bdquo;Netzwerken&rdquo; ehemaliger Soldaten setzt die Bundeswehr die Durchdringung ziviler Lebensbereiche fort<\/strong><br>\nIm Rahmen der Vorstellung seines Buches &bdquo;Kabul, ich komme wieder&rdquo; sprach der Reserveoffizier und Redakteur des ZDF-Nachrichtenmagazins &ldquo;Heute Journal&rdquo;, Boris Barschow, &uuml;ber seine T&auml;tigkeit f&uuml;r die deutschen Besatzungstruppen in Afghanistan. Anfang 2007 fungierte Barschow als Chefredakteur der Zeitung &bdquo;Sada-e-Azadi&rdquo; (&ldquo;Stimme der Freiheit&rdquo;), die alle zwei Wochen in einer Auflage von 390.000 Exemplaren in Kabul erscheint und von der f&uuml;r psychologische Kriegf&uuml;hrung zust&auml;ndigen Bundeswehr-&bdquo;Truppe f&uuml;r Operative Information&rdquo; (OpInfoTr) herausgegeben wird. Wie Barschows Buchverlag mitteilt, sieht sich der ZDF-Redakteur &bdquo;verpflichtet&rdquo;, die &bdquo;&uuml;bliche Berichterstattung der Medien&rdquo; &uuml;ber Afghanistan zu &bdquo;hinterfragen&rdquo; und darauf hinzuweisen, dass &bdquo;deutsche Interessen am Hindukusch gewahrt werden&rdquo;. Seine Doppelrolle als vermeintlich staatsferner Reporter und milit&auml;rischer Teilhaber des Besatzungsregimes hat Barschow von Grund auf gelernt: Vor seiner T&auml;tigkeit beim ZDF arbeitete er unter anderem f&uuml;r die S&uuml;ddeutsche Zeitung und den Bayerischen Rundfunk; parallel dazu fungierte er als &bdquo;Medientrainer&rdquo; an der NATO-Schule in Oberammergau (Bayern) und als Ausbilder an der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=11538\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Attac: Merkels Versprechen einer &ldquo;echten Partnerschaft&rdquo; mit Afrika ist unglaubw&uuml;rdig<\/strong><br>\nDas von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrer Afrika-Reise gegebene Versprechen, ihr Ziel sei eine &ldquo;echte Partnerschaft&rdquo; mit Afrika, ist nach Ansicht von Attac unglaubw&uuml;rdig. Den Beleg daf&uuml;r sieht das globalisierungskritische Netzwerk in den Verhandlungen &uuml;ber umfassende Freihandelsabkommen (Economic Partnership Agreements &ndash; EPAs) zwischen der EU und den AKP-Staaten (Afrika, Karibik, Pazifik). &ldquo;Wie bereits beim G8-Gipfel bedient sich Merkel einer weichgesp&uuml;lten Rhetorik, um &uuml;ber eine knallharte Wirtschaftspolitik im Interesse der Industrienationen und des gro&szlig;en Geldes hinwegzut&auml;uschen&rdquo;, sagte Roland S&uuml;&szlig; vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/presse_ausgabe.php?id=779\">Attac<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Siehe dazu <a href=\"?p=2669\">EPAs<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die Islamische Jihad Union ist eine Erfindung im Internet&rdquo;<\/strong><br>\nDer gr&ouml;&szlig;te Schlag gegen den internationalen Terrorismus in Deutschland sei der Polizei gelungen, t&ouml;nte es unisono aus dem Regierungslager, als am 4. September drei &ldquo;Djihadisten&rdquo; beim Bombenbau im Sauerland mit gro&szlig;em Medienaufgebot gefasst wurden. Schnell waren die Zusammenh&auml;nge zu Al Qaida hergestellt und Bundesanw&auml;ltin Harms verk&uuml;ndete, die Drei stehen unter dem Verdacht, Mitglieder der international operierenden &ldquo;Islamischen Jihad Union&rdquo; (IJU) zu sein. Nun sind auch Experten des baden-w&uuml;rttembergischen Verfassungsschutzes dahinter gekommen. &ldquo;Die Islamische Jihad Union ist eine Erfindung im Internet&rdquo;, haben die Fahnder herausgefunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politblog.net\/krieg-terrorismus\/anklage-gegen-deutsche-top-terroristen-eine-farce.htm\">Politblog.net<\/a><\/li>\n<li><strong>Afghanistan: Frauen werden als W&auml;hrung gehandelt<\/strong><br>\nDie USA und ihre Alliierten haben das barbarische Taliban-Regime zwar gest&uuml;rzt, aber nicht den islamischen Fundamentalismus beseitigen k&ouml;nnen. Sie haben stattdessen der Nordallianz zur Macht verholfen, die nicht weniger ignorant und frauenfeindlich denkt und handelt, als die Taliban es taten. Die Korruption in der Regierung lenkt Milliarden Dollar an Hilfsgeldern in die Taschen von Offiziellen. Es kann daher nicht verwundern, dass die Regierung au&szlig;erstande ist, Wasser und Elektrizit&auml;t f&uuml;r alle zu garantieren, und die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung unter der Armutsgrenze lebt. Im M&auml;rz hat Integrity Watch Afghanistan eine Studie ver&ouml;ffentlicht, die belegt, dass zwei Drittel der Afghanen meinen, die jetzige Administration sei korrupter als irgendeine Regierung der vergangenen 20 Jahre. Izzatullah Wasifi, Hamid Karzais Anti-Korruptionschef, hat selbst eine kriminelle Vergangenheit und sa&szlig; in den USA wegen diverser Drogendelikte im Gef&auml;ngnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/40\/074000202.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Doppelpass mit Pater Rydzyk<\/strong><br>\nMit dem Segen der Regierung Kaczynski macht &ldquo;Radio Maryja&rdquo; rechtsextremes Gedankengut salonf&auml;hig. Das Zwillingspaar wiederum macht rechts-nationale Politik im Sinne von Radio Maryja. Die Gefahren eines solchen Doppelpassspiels sind offensichtlich: Rechtsradikale Ideen werden so allt&auml;glich, dass sie nicht mehr als radikal erkannt, geschweige denn bek&auml;mpft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2007\/40\/074000802.php\">Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Buchhinweis: Ein Konzern stiftet Politik<\/strong><br>\nBei Bertelsmann geht es nicht grob zu. Will man die deutsche Gesellschaft so umbauen, dass sie sich m&ouml;glichst reibungslos den neuen Bed&uuml;rfnissen des Kapitals anpasst, so braucht das die systematische Produktion von Konzepten und Strategien, sorgf&auml;ltige Bearbeitung der &ouml;ffentlichen Meinung, Service f&uuml;r Politik und Verwaltung, massenmediale Unterst&uuml;tzung. Und stetiges Messen und Mahnen, damit die Reform nicht stecken bleibt, Ranking und Rating. Kommandot&ouml;ne w&auml;ren da eher st&ouml;rend, schlie&szlig;lich muss ja niemand auf die Idee gebracht werden, dass eine umfassende Bertelsmann-Beratung eigentlich die parlamentarische Demokratie &uuml;berfl&uuml;ssig macht. Gemeinn&uuml;tzig?<br>\nSo bezahlen, im Wege der Steuerbeg&uuml;nstigung, die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ihre eigene Entm&uuml;ndigung. Ein gut durchdachtes, hocheffizientes System. Hinnehmen muss man es nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/46f541a373648\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2677","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2677","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2677"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2677\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2677"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2677"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2677"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}